Eine Peter-Grant-Story – 6 – Der Galgen von Tyburn

Ben Aaronovitch
Eine Peter-Grant-Story – 6 – Der Galgen von Tyburn

Übersetzung: Christine Blum

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Die Spur des toten Mädchens

Klappentext:
Wie man einem gesichtslosen Magier zu Leibe rückt, was die Bewohner von Londons teuerster Immobilie so treiben und wie ungünstig es sein kann, wenn man Lady Tyburn einen Gefallen schuldet – diese und noch mehr erfreuliche Erkenntnisse warten bei seinem neuen Fall auf Police Constable Peter Grant. Einen Einblick ins Leben der Reichen und Schönen von London gibt es gratis dazu. Und die öffentliche Sicherheit und Ordnung aufrechterhalten sollte er bei all dem möglichst auch noch.
In seinem sechsten Fall muss der Londoner Police Constable und Zauberlehrling Peter Grant …

  • ein verschollenes Buch finden,
  • einen verdächtigen Todesfall auf einer Party der Reichen und Schönen Londons aufklären,
  • versuchen, es sich dabei nicht völlig mit Lady Tyburn zu verscherzen,
  • vermeiden, vom gesichtslosen Magier ins Jenseits befördert zu werden,
  • sich mit einem ganzen Haufen rauflustiger Amerikaner herumschlagen, die definitiv zu viel ›24‹ gesehen haben.

Und Lesley ist zurück.
Kurz: Peter bekommt die einzigartige Gelegenheit, es sich mit alten Freunden zu verderben und sich dabei jede Menge neuer Feinde zu machen. Immer vorausgesetzt, er überlebt die kommende Woche.

Rezension:
Peter Grant ist wieder da! Doch kaum liegt er mit Beverley im Bett, bekommt er einen Anruf von deren Schwester Ty. Bei einer Drogenparty von Jugendlichen gab es einen Todesfall. Unter den Festgenommenen ist auch Tys Tochter – und Peter soll diese möglichst unauffällig ʼraushauen. Das erweist sich als nahezu unmöglich, denn plötzlich ist Tys Tochter sogar die Hauptverdächtige. Und bei der Obduktion des Opfers finden sich Spuren von Magie! Spätestens das macht die Sache auch in rein dienstlicher Hinsicht für Peter und seinen Chef Nightingale interessant. Auch der Gesichtslose scheint in den Zwischenfall verwickelt zu sein, und der hat eine neue Assistentin. Dass auch noch schießwütige amerikanische Magie-Ermittler auftauchen, verkompliziert die Ermittlungen noch weiter. Lady Ty ist höchst sauer auf Peter.
Zum Stil von Ben Aaronovitchs „Peter Grant“-Reihe muss man wohl nicht mehr viel sagen. Allen Fans der Reihe ist es ohnehin bekannt – und Neueinsteiger sollten diese lieber von Anfang an lesen, statt mit diesem Band einzusteigen. Auch diesmal gibt es natürlich wieder zahlreiche Reminiszenzen auf Popkultur, Architektur und Polizeiarbeit. Dass Peter allen Widrigkeiten zum Trotz auch dieses Abenteuer überlebt, muss wohl nicht extra erwähnt werden. Schließlich wird er ja noch gebraucht. Diese herrlich schräge Fantasy-Krimi-Reihe macht auch im mittlerweile 6. Band Spaß. Und vielleicht gelingt es Peter ja sogar, endlich die Identität des gesichtslosen Magiers zu lüften. Und den Fall ins Trockene zu bringen, ohne von Ty ersäuft zu werden.
Die einzigen nicht ganz so positiven Punkte, die hier erwähnt werden müssen, betreffen die deutsche Übersetzung. Im Original heißt dieser Band „The Hanging Tree“. Das lässt sich natürlich nicht wörtlich übersetzen. Die sinngemäße Übersetzung wäre wohl „Der Galgenbaum“. Beim titelgebenden „Hanging Tree“ handelt es sich allerdings um einen Pub, der in der Geschichte eine Rolle spielt. Und der befindet sich weder im ehemaligen Dorf Tyburn, noch gehört er Lady Tyburn oder liegt am gleichnamigen Fluss. Da ist der deutsche Titel wohl nicht ganz glücklich gewählt. Und dann die lieben Hausnummern … Im ganzen Buch wird immer wieder die Adresse des Tatortes mit „Hyde Park Nummer Eins“ genannt, was im Original sicher „Number One, Hyde Park“ hieß. Sorry, aber in meinen Augen ist diese Anpassung an hiesige Gepflogenheiten eine üble Eindeutschung und fällt nicht unter den Begriff Übersetzung. Eine Hausnummer in Großbritannien gehört auch in deutscher Sprache vor den Straßennamen.

Fazit:
Eine neuer Peter Grant, wie jeder Leser und Fan es sich wünscht: humorvoll, spannend und einfach magisch.

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Alltagswahnsinn

Britta Meyer
Alltagswahnsinn

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Die Tücken des Alltags

Klappentext:
„Warum sind die Tomaten so teuer? Sind die zwischen den Brüsten römischer Jungfrauen gereift? Verfeinerten Ozelotpupse den Düngungsprozess? Hat der Dalai Lama an die Stauden gepinkelt?“
Ganz ehrlich, wer braucht schon ein Dschungelcamp? Der Alltag selbst ist die größte Herausforderung, findet Frau Meyer. Im Stil der Online-Omi Renate Bergmann bringt sie so manche Alltagssituation gelungen auf den Punkt und lässt uns über das Leben im Allgemeinen schmunzeln. In ihren Geschichten erzählt sie, wie sie die Welt sieht. Augenzwinkernd, warmherzig, nachdenklich, humorvoll und immer mit einer Portion Selbstironie.

Rezension:
Überteuerte Tomaten, nicht zu merkende Computer-Passwörter, nervende Kundenkarten, abgehobene Küchenmaschinen – die alltäglichen Probleme und Problemchen gehen Frau Meyer gehörig auf die Nerven. Doch was kann man schon dagegen machen?
Ungewöhnlich für die booksnack-Reihe sind in dieser Ausgabe gleich 3 Kurzgeschichten enthalten. In allen muss sich Frau Meyer mit den Tücken des Alltags auseinandersetzen. Und es sind Tücken, die wohl jeder Leser aus dem eigenen Leben kennt. Um es vorweg zu nehmen: Die Lösung dieser Probleme wird er auch nach der Lektüre dieser Kurzgeschichten nicht wissen – aber zumindest wird er beim nächsten Mal, das ihn selbst trifft, ein Lächeln auf den Lippen haben.
(Nebenbei bemerkt existiert die im Text genannte Internetseite wirklich.)

Fazit:
Die Problemchen des Alltags humorvoll genommen – nach dieser ‚Schock-Therapie‘ sind sie doch nur noch halb so schlimm.

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Illumanati: Von Göttern, Dämonen und Seekühen

Leif Inselmann
Illumanati: Von Göttern, Dämonen und Seekühen

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Die Sorgen der Engel

Klappentext:
Seekühe regieren im Geheimen die Welt. Ein Dämon nistet sich als unliebsamer Mitbewohner ein. Und Götter vertreiben sich die Zeit mit absonderlichen Projekten. Ganz abgesehen von der Bürokratie des Himmels, die den Engeln zunehmend über den Kopf wächst… Acht satirische Geschichten geleiten den Leser durch die Absurditäten menschlicher Vorstellungskraft, von Verschwörungstheorien bis hin zum etwas anderen Exorzismus. Die Verletzung religiöser Gefühle wird billigend in Kauf genommen.
Inhalt: Der Dämon auf dem Sofa / Illumanati / Himmlische Verhältnisse / Gottesaustreibung / Zwei Propheten und ein Götze / Bervenis Moralproblem / Eine (rechtsesoterische) Dystopie / Schieß den Star!

Rezension:
Welche Umgangsformen gelten für Dämonen im Wohnzimmer? Sind Seekühe harmlose Vegetarier? Ist der Job des Ministers für interreligiöse Angelegenheiten wirklich erstrebenswert? Wie können sich Eltern einer kleinen Tochter helfen, wenn die plötzlich von Gott besessen ist? Wie vertreiben sich Götter die Langeweile? Und wer weiß auf all diese Fragen eine Antwort?
Zumindest die letzte Frage hat eine sofortige Beantwortung verdient. Und die heißt: Leif Inselmann. Was der Autor hier an Kurzgeschichten präsentiert, ist einfach zum Totlachen! Wie soll ein pflichtbewusster Engel auch auf eine Eingabe von Lenin reagieren? Hätte man die Hölle doch nur nie ans Internet angeschlossen!
Als Leser macht es einem einfach Spaß, zuzusehen, wie sich die Protagonisten mit diesen absurden Problemen herumschlagen müssen. Es sind schließlich nicht die eigenen. (Nein, auf meinem Wohnzimmersofa sitzt definitiv kein Dämon!) Sprachlich wird das alles angenehm flüssig dargeboten, sodass die Seiten nur so an einem vorbeiziehen und das Buch fiel zu schnell beendet ist.
… und am Ende erfahren wir auch noch die ultimative Lösung für das Dschungelcamp-Problem. Mögen es sich die Verantwortlichen eines gewissen Fernsehsenders zu Herzen nehmen.

Fazit:
Der herrlich schräge Humor macht dieses Buch zu etwas Einzigartigem. Für alle Fans humorvoller Fantasy eine absolute Leseempfehlung!

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Tierliebe

Thomas Kowa
Tierliebe

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Wo die Liebe hinfällt

Klappentext:
Eine kleine Geschichte über die Zoophilie
Drei Männer, ein Tintenfisch und ein viel zu kleines Aquarium. Da kann es nur einen Ausweg geben …

Rezension:
Als Andreas einem Kumpel seine Braut vorstellt, kann dieser es kaum glauben, denn diese ist definitiv nicht menschlich. Andreas offenbart ihm, dass er beabsichtigt, eine Tintenfisch-Dame zu heiraten, die er von Urlaub am Mittelmeer mitgebracht hat. Mensch und Tintenfisch – geht das denn überhaupt?
Und wieder hat Thomas Kowa eine zugegeben ‚etwas‘ skurrile Idee in eine Kurzgeschichte umgesetzt. Dem Leser kann es nur recht sein, dürfte bei der Diskussion zwischen den beiden Freunden doch kein Zwerchfell entspannt bleiben. Ob Andreas seinen alten Freund wohl überzeugen kann, wie viel ihm die Tintenfischin wert ist?

Fazit:
Lachmuskeltraining um eine sexy Tintenfisch-Frau – da bleibt garantiert kein Auge trocken.

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Die richtige Technik

Thomas Kowa
Die richtige Technik

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Kampf mit dem Museumsstück

Klappentext:
Die ??? und der Walkman
Wolltest du schon immer mal eine Geschichte lesen, in der ein versuchter Vergewaltiger so richtig eins übergebraten bekommt? Aber nicht mit Gewalt, sondern mit der richtigen Technik? Hier ist sie …

Rezension:
Studentin Anita liebt es, beim Joggen einen echten Walkman mit sich herumzutragen – so ein prähistorisches Teil mit einem Gehäuse aus echtem Metall, in das man richtige Tonbandkassetten einlegen muss. Alle Überredungsversuche ihres WG-Mitbewohners Joachim, dass ein iPad doch viel praktischer sei, schmettert sie ab. Selbst das Argument, dass sie im Notfall mit der erheblich leichteren modernen Technik schneller fliehen könnte, fruchten nicht.
Sein Talent für einen teilweise etwas außergewöhnlichen Humor hat der Autor Thomas Kowa schon in anderen booksnack-Kurzgeschichten unter Beweis gestellt. In dieser – ursprünglich für den Kurzgeschichtenwettbewerb einer Technik-Zeitschrift verfassten – Geschichte zeigt er sein Herz für nicht mehr ganz aktuelle Technik. Was man mit solch einem altertümlichen Gerät (Kennt das die heutige Schülergeneration überhaupt noch?) alles von den Entwicklern garantiert nicht vorgesehenes anfangen kann, muss schon jeder selbst lesen. Ach ja: Irgendwelche menschlichen Fragezeichen spielen auch noch eine (Neben-)Rolle.

Fazit:
Dieser humorvolle Trip ins Technikmuseum macht einfach Spaß!

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Tod unter Gurken

Kai Magnus Sting
Tod unter Gurken

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„Noch was Sülze?!“

Klappentext:
Tote, die zum Leben erweckt werden, ein Verrückter, der in seinem Keller Leichen sammelt, ein Mann, der am Schreibtisch seines Arbeitszimmers ertrinkt, ein scheußlicher Fund unter den Ruinen eines alten Hauses, eine explosive Weihnachtsgans und ein Tod, der auch mal Erholung braucht.
Alfons Friedrichsberg, Privatier und Hobbydetektiv, ist alt, hochintelligent, trinkt gern, isst noch lieber und freut sich über alles Abwegige und Mörderische, was seine Neugier und seinen großen Geist weckt. Und so blickt er in die Abgründe seiner Mitmenschen. Denn nichts liegt näher als ein heimtückischer Mord.
Die mit absurdem Witz, rabenschwarzem Humor und sprachlicher Finesse geschriebenen skurrilen Kriminalgeschichten jagen einem kalte Schauer über den Rücken und lassen einen im gleichen Moment herzhaft lachen.

Rezension:
Als Rentner könnte es sich Alfons Friedrichsberg eigentlich den ganzen Tag über gemütlich machen und seinen Lieblingshobbys Essen und (Alkohol) Trinken nachgehen. Doch leider stolpert er immer wieder über eigenartige Mordfälle. Intelligent wie er ist, löst er diese – manchmal mit Hilfe seiner Freunde – meist auch schnell. Dabei sind die Morde, auf die er auf die eine oder andere Art stößt, fast immer ziemlich skurril. Hier trifft er zusammen mit einem Auftragskiller, der nie jemanden ermordet hat, auf eine Leiche, dort lädt ihn ein Mann zu sich ein, um ihm die Sammlung seiner Mordopfer zu zeigen. Oder er setzt sich nichtsahnend auf eine Parkbank, nur um festzustellen, dass sein Sitznachbar offenbar kürzlich gegen seinen Willen ‚entlebt‘ wurde. Und immer kommt er der Lösung recht zügig auf die Spur.
Bei „Tod unter Gurken“ handelt es sich um eine Sammlung von Kurzgeschichten um den Hobbydetektiv Alfons Friedrichsberg aus der Feder (oder wohl eher Tastatur) des Autors Kai Magnus Sting. Der Fokus liegt dabei auf den Marotten des Protagonisten. Der – teilweise etwas makabere – Humor steht dabei weit mehr im Mittelpunkt als die Auflösung der einzelnen Mordfälle. Das wird auch daran deutlich, dass der gute Alfons die Täter bei weitem nicht immer an die Polizei verpetzt.
Freunden derartiger Geschichten kann dieses Buch ausdrücklich empfohlen werden, passt der Schreibstil des Autors doch sehr gut zu dieser Art humorvoll-makaberer Detektiv-Abenteuer.

Fazit:
Mordopfer serienweise und dazu ein kräftiger Schuss Humor – das ist das Leben Alfons Friedrichsbergs. Was braucht der Leser mehr?

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Venedig

Ankay Black
Venedig

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Wer träumt schon von Venedig?

Klappentext:
Der perfekte Plan
Johns Leben läuft perfekt: Ein gut bezahlter Job, eine treusorgende Ehefrau, die mit ihrer Sehnsucht nach Urlaub in Venedig nur minimal nervt, und eine leidenschaftliche Affäre mit der blutjungen Sekretärin. Doch als sich seine Liebschaft nicht mehr meldet und er sie besuchen will, kommt alles anders, als gedacht…

Rezension:
Johns Liebe zu seiner Frau ist im Laufe der Jahre etwas abgekühlt, doch er hat sich mit seinem Leben arrangiert. Schließlich hat er jede Woche 2 ‚freie‘ Abende; an einem macht er ‚Überstunden‘ im Bett seiner Sekretärin, am anderen besucht seine Frau ihren Yoga-Kurs. Doch als sich seine Teilzeit-Sekretärin einige Tage nicht meldet, stattet er ihr einen außerplanmäßigen Besuch ab – und ist schockiert.
Ankay Blacks Kurzgeschichte ist eine locker-leichte Unterhaltung für zwischendurch. Dabei bietet sie ein wirklich überraschendes Ende, denn DIE Auflösung hätte ich nun wirklich nicht erwartet.

Fazit:
Eine kleine Kurzgeschichte zum Entspannen und einfach mal ‚Abschalten‘.

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Xerubian – Aath Lan’Tis

Andreas Hagemann
Xerubian – Aath Lan’Tis

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Auf nach Aath Lan’Tis!

Klappentext:
Wäre Dalon doch nur früher in Rente gegangen.
Der Inspektor der königlichen Polizei Xerpol soll einen scheinbar gewöhnlichen Diebstahl untersuchen. Doch schon die ersten Spuren weisen auf ein Wesen und einen Ort hin, die nur einer Legende nach existieren.
Gemeinsam mit seinem tollpatschigen und vorlauten Dienstdrachen Nerol begibt Dalon sich auf eine irrwitzige Jagd, auf der die beiden außergewöhnliche Abenteuer bestehen müssen. Bis sie plötzlich dem Dieb gegenüberstehen…
„Ein quirlig, humoriges Abenteuer. Abwechslungsreich und spannend!“

Rezension:
In die Kathedrale von Punkt wird eingebrochen. Das einzige Diebesgut ist ein heiliger Stein. Als Inspektor Dalon mit seinen Leuten eintrifft, deutet alles auf einen sehr ungewöhnlichen Dieb hin – ein Wesen, dass es eigentlich nur in Legenden gibt. Eher aus Neugier als aus Diensteifer nimmt er mit seinem Drachen Nerol und anderen Mitstreitern die Verfolgung auf. Und die führt ihn auf eine abenteuerliche Reise, denn eventuell könnte es sogar Zusammenhänge mit dem legendären Aath Lan’Tis geben.
Dieses sehr humorvoll-satirische Fantasy-Abenteuer führt den Leser in die Welt Xerubian. Wie der Name „Aath Lan’Tis“ schon andeutet, versteckt der Autor in der Geschichte jedoch auch manche Anspielung auf unsere Welt. Obwohl Andreas Hagemanns Werk in einer vorindustriellen Welt angesiedelt ist, verpackt er darinnen bemerkenswert viele Parallelen zum Hier und Heute, die den Leser immer wieder schmunzeln lassen. Dabei bleibt der Schreibstil ruhig und gut lesbar.
In besonderem Maße lebt die Geschichte von der Chemie zwischen den beteiligten Personen – falls man die beiden Drachen als solche mitzählen kann. Gerade Nerol wirkt trotz seiner Flügel beinahe wie die Karikatur eines Ur-Bayern. Ist es ein Zufall, dass seine Flammen weiß-blau glühen? Wohl kaum. Dass er dabei oft mehr Flurschaden als Nutzen erzeugt, sorgt immer wieder für komische Situationen. Muss man da noch erwähnen, dass sich so manches als ganz anders als gedacht herausstellt?
Ein 2. Band ist unter dem Titel „Xerubian – Barb Ylon“ bereits verfügbar.

Fazit:
Freunden humorvoller Fantasy kann ein Ausflug nach Xerubian empfohlen werden. (Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Drachen.)

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Wer beamen kann, ist klar im Vorteil

Thomas Kowa
Wer beamen kann, ist klar im Vorteil

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Beamen für Notfälle

Klappentext:
Mit dieser Kurzgeschichte geht es ab in eine ferne Galaxie
Der Weltraum, unendliche Weiten, unendliche Dummheit und na klar – die Menschheit mittendrin. Doch was hat das alles mit Wiener Schnitzel zu tun und warum ist die größte Errungenschaft der Menschheit ziemlich peinlich? Also, kommen Sie mit in den Space Intruder auf Warubia und lassen Sie sich von einem Octopussianer einen Cocktail mixen …

Rezension:
Der namenlose menschliche Protagonist sitzt in einer Bar auf Warubia, fernab des heimischen Sonnensystems. Dabei macht er sich Gedanken darüber, dass die Menschen bei den anderen Bewohnern des Universums nicht gerade hoch angesehen sind und als nicht besonders intelligent gelten. Nach einem ‚Missverständnis‘ soll er sogar ins All entsorgt werden – ohne Raumschiff versteht sich. Zum Glück hat er ein Beam-Gerät dabei. Dumm nur, dass man Menschen bekanntlich überhaupt nicht beamen kann.
Auch wenn Thomas Kowas Kurzgeschichte im All einer fernen Zukunft spielt, parodieren die Gedanken und Gespräche in der Bar doch äußerst irdische und gegenwärtige Probleme. Dass ein klassisches Wiener Schnitzel für Bewohner anderer Planeten schlicht unverdaulich ist und dort deshalb in flüssiger Form serviert wird, ist nur einer von zahlreichen kleinen Gags am Rande. In dieser Geschichte treffen die Pointen auf den Punkt.

Fazit:
Diese kurze, schräge SciFi macht Spaß.

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Der Koffer der Madame B.

Maryanne Becker
Der Koffer der Madame B.

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Ein Koffer voller Überraschungen

Klappentext:
Diese Frau kennt kein Pardon – Krimi-Spannung vom Feinsten
Ein Koffer verschwindet. Madame B., seine Besitzerin, ist überzeugt, dass er gestohlen wurde. Wutentbrannt sucht sie Mittel und Wege, der unbekannten Diebin einen Denkzettel zu verpassen.
In einer Spandauer Wohnung wird eine Leiche gefunden. Die Todesursache ist unklar, ebenso die Rolle des Koffers, der neben der Leiche lag …

Rezension:
‚Madame B.‘, wie sie sich selbst gerne nennt, weil ihr ihr Name nicht wirklich gefällt, kommt aus dem Südamerika-Urlaub zurück und begibt sich ohne Umweg in ihre Wohnung ins Fitness-Center. Doch während sie trainiert, wird in der Umkleide ihr Koffer gestohlen. Dabei enthält der doch nur Schmutzwäsche. Madame B. schwört dem Dieb blutige Rache. Wenige Tage später wird in einer Wohnung die Leiche der Mieterin gefunden. Und neben der Leiche steht der vermisste Koffer. Hat die Besitzerin ihre Rachepläne etwa in die Tat umgesetzt?
Nachdem ich vor kurzem Maryanne Beckers booksnack „Schweinerei in der Havelchaussee“ gelesen – und für gut befunden – habe, musste ich mir natürlich auch diesen Kurzkrimi gönnen. Die Autorin bleibt sich treu und zeichnet auch hier wieder etwas skurrile Typen als Opfer und Täter. Auch vom Handlungsort her begeben wir uns erneut nach Berlin-Spandau. Dabei gelingt es der Autorin, eine interessante Mischung aus Spannung und Humor aufzubauen. Ob sich eine derartige Handlung für ein umfangreicheres Buch eignen würde, ist fraglich, für eine derartige Kurzgeschichte ist die Story jedoch ideal.

Fazit:
Dieser humorvolle Kurzkrimi ist genau das richtige für die kleine Langeweile zwischendurch.

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