No Future!

Olaf Lahayne
No Future!

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Eine Zukunft gibt es nicht

Klappentext:
Diese Anthologie enthält ein Dutzend Science-Fiction-Erzählungen, teils utopisch, teils dystopisch, angesiedelt zwischen sehr naher und sehr ferner Zukunft – und in einem Fall in der Vergangenheit. Mit dabei sind natürlich die üblichen Verdächtigen (Aliens, Astronauten und Zeitreisende), doch auch Menschen wie Du und Ich, die sich mit manchmal etwas zweifelhaften Errungenschaften von Technik und Gesellschaft herumschlagen dürfen …
Zehn Texte wurden bereits in Anthologien und Zeitschriften veröffentlicht; zwei sind Erstveröffentlichungen. Die ersten drei Geschichten sind unter dem gleichen Titel gesondert als Gratis-Leseprobe erhältlich.

Rezension:
Enthaltene Geschichten:
Schöne Träume!
Walden IV
Weltausstellung
Relokation
Click Sleep
Der Trabant
Easy Drive
Der Preis des Lebens
Kommt Zeit, kommt Rat
Im Untergrund
Das höchste Gebot
Eden 2
Ein Fensterputzer will als Traum-Designer Karriere machen, elegante Herren diskutieren auf der Weltausstellung in Wien die Zukunft der Menschheit, ein Autoverkäufer begleitet eine Kundin bei einer Probefahrt, die Herrin der Menschheit verabschiedet sich mit einer Rede. Für sie alle gibt es no Future!
Wie der Titel von Olaf Lahaynes SciFi-Kurzgeschichtensammlung schon verrät, gibt es für die jeweiligen Protagonisten keine Zukunft. Zumindest keine, wie sie sie sich vorgestellt haben. Logischerweise gibt es somit in den meisten Geschichten keine Happyends. Letzteres bezieht sich allerdings nicht in allen Fällen auf die Menschheit als solche. Viele der Stories zeichnen ein düsteres Zukunftsbild.
Sehr gut gefallen hat mir die Story „Weltausstellung“, welche – für SciFi untypisch – in der Vergangenheit spielt. Welche Pläne die beiden ‚Herren‘ für die Menschheit haben, stellt für den Leser dann doch eine Überraschung dar.
In „Click Sleep“ geht eine Ärztin ungewöhnliche Wege, um einer Patientin zu gesundem Schlaf zu verhelfen. Dazu muss sie sogar ihre eigenen Gewohnheiten ändern.
Die Geschichte „Der Trabant“ erzählt von Raumfahrern, die einen Mond untersuchen. Der nahegelegene Planet scheint hingegen uninteressant zu sein.
Die enthaltenen Kurzgeschichten sind durchweg gut geschrieben. Ob die in vielen Beiträgen eher negative Atmosphäre den persönlichen Geschmack trifft, muss jeder selbst entscheiden.

Fazit:
Eine Sammlung interessanter SciFi-Geschichten mit überwiegend negativem Ausgang.

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„Lord Breakinghams Geheimnis“, der von Rezensenten gelobte Jugendroman um einen Jungen, der unerwartet auf ein Internat gehen muss und Schockierendes über seine eigene Herkunft erfährt, ist in einer überarbeiteten Neuauflage erschienen. Ein Entwicklungsroman über den Wert der Freundschaft.
Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://lordbreakingham.wordpress.com/
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Traumfragmente

Peter Hohmann
Traumfragmente

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Magische Schrecken

Klappentext:
17 Geschichten aus der Feder von Peter Hohmann – eine spannende und bunte Mischung, die für Liebhaber phantastischer Literatur viel Abwechslung bereithält.
Begleiten Sie Drachen auf ihrem letzten Flug, verfolgen Sie Geister aus den Niederungen dunkler Folklore, erleben Sie Helden und Bösewichte, einen übermotivierten Goblin, eine von sonderbaren Zwergen betriebene Maschine zum Bierbrauen und vieles mehr.
So verschiedenartig die Phantastik ist, so verschiedenartig sind auch diese Geschichten.

Rezension:
Enthaltene Geschichten:
Auf nach Nurathys!
Die Jagd
Der Flug des Raben
Niedergang
Eine Frage des Blutes
Rettendes Gebet
Ein neuer Anfang
Dunkles Land
Wie lautet mein Name?
Fehlschuss
Prost!
Ob nun Himmel oder Hölle …
Weiße Agnes
Das letzte Opfer
Großvaters Vermächtnis
Der letzte Versuch
Eine Armee jagt den letzten Drachen, ein Mönch eilt einer Frau im Moor zu Hilfe, ein Krieger, der sich in einer fremden Welt wiederfindet, ein Junge, der sich eifrig zur Drachenjagd meldet, obwohl er keine Waffe beherrscht, ein Student, der sich verdingt, über Wochenende eine Burg zu hüten … und immer ist Magie im Spiel.
Peter Hohmann versammelt in diesem Buch 17 seiner Kurzgeschichten, die er in die Abschnitte „Fantasy“ (Nr. 1 bis 9), „Fantasy mit einem Augenzwinkern“ (Nr. 10 bis 13) sowie „Mystery/Paranormales“ (Nr. 14 bis 17) einteilt. Mit Ausnahme der augenzwinkernden Geschichten wird der Leser hier vergeblich nach Happyends suchen. Alle Geschichten der beiden Fantasy-Abteilungen gehören thematisch in den Bereich der High Fantasy, während es sich bei den mysteriösen Stories um dunkle Urban Fantasy handelt. Vor allem der Weltenbau kann überzeugen, zumal die Handlungsideen größtenteils ungewöhnlich sind. So kann die Kreativität des Autors uneingeschränkt punkten, während die fast immer düsteren Enden wohl Geschmackssache sind.
Besonders konnten mich diese Kurzgeschichten beeindrucken:
„Die Jagd“ erzählt von einem Reich, das sich kürzlich der Drachenherrschaft entledigt hat. Unterstützt von einem Magier stellt das Heer den letzten Drachen. Als Belohnung finden sie einen unermesslichen Schatz, der das Land in den Wohlstand führen wird. Doch ist alles Diamant, was funkelt?
In „Fehlschuss“ meldet sich ein Goblin-Junge zur gefährlichen Jagt auf einen Drachen, der ein Dorf verwüstet hat. Eine Steinschleuder ist seine einzige Waffe. Was soll die gegen einen Drachen bewirken, dessen Panzer selbst Lanzen und Schwertern trotzen kann?
„Der letzte Versuch“ berichtet von (erwachsenen) Geschwistern, die gegen den Geist des Mörders ihrer Eltern antreten. Wird es ihnen gelingen, diesen von dieser Welt zu verbannen?

Fazit:
Eine Sammlung überwiegend düsterer Fantasy-Kurzgeschichten, die mit einfallsreichen Plots aufwarten kann.

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Bilder einer Ausstellung

Marianne Labisch (Hrsg.), Marco Habermann (Hrsg.), Gerd Scherm (Hrsg.)
Bilder einer Ausstellung

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Vom Bild über Musik und Geschichte zum Bild

Klappentext:
Beim Titel »Bilder einer Ausstellung« denken die meisten Menschen nicht an Visuelles, sondern an Musik. Seit rund hundertfünfzig Jahren regt Mussorgskis Komposition Musiker aus aller Welt zu neuen Interpretationen an. Doch wer kennt schon die auslösenden Bilder von Viktor Hartmann? Wer weiß um die Vorkommnisse, die hinter den Bildern stehen? Diese Anthologie transportiert die »Bilder einer Ausstellung« mit Storys und Gedichten erstmals in die Literatur. Erzählt, wozu diese Musik inspirieren kann und setzt die Worte in neuen Bildern um. Ein »work in progress«, ein Kunstwerk, das ständig weiterentwickelt wird. Und vielleicht zu neuer Musik anregt …
Mit einem Titelbild von Gerd Scherm und Illustrationen von Lothar Bauer, Detlef Klewer, Marianne Labisch, Eva Preuß, Gerd Scherm und Andreas Schwietzke.

Rezension:
Enthaltene Geschichten:
Der Weg des Gnomus – F. A. Peters
Das Lied des Troubadours – Stefan Cernohuby
Die Toulierien brennen – Gerd Scherm
Der Ochsenkarren – Noëmi Sacher
Pas de deux – Gabriele Behrend
Die Ruhe nach dem Andante Gravo – Paul Sanker
Ignoranz stirbt nie – Verena Jung
Ex inferis – Sascha Dinse
Mit den Toten in einer toten Sprache – Regine D. Ritter
Die Hütte der Baba Jaga – Detlef Klewer
Der Plan – Marianne Labisch
sowie diverse „Zwischenspiel“e – Gerd Scherm
Wiktor (oder Viktor) Hartmann und Modest Mussorgski waren Freunde. Gut für die beiden. Das ändert allerdings nichts daran, dass ich von ihnen, bevor mir diese Anthologie in die Hände fiel, noch nie gehört hatte. Der eine war Maler, der andere Komponist, wie ich mittlerweile weiß. Beide lebten im 19. Jahrhundert. Nach Hartmanns Tod setzte Mussorgski dessen Bilder in Kompositionen um, die offenbar eine recht hohe Bekanntheit erreichten und bis in die heutige Zeit immer wieder von anderen Musikern bearbeitet wurden. In dieser Anthologie versuchen nun Autoren, die auf den Bildern beruhenden Kompositionen in Kurzgeschichten aus alles Sparten der Phantastik umzusetzen – die dann wiederum von Künstlern illustriert wurden. Falls jetzt jemand denkt, dass das ziemlich verrückt klingt, werde ich garantiert nicht widersprechen.
Nachdem ich vor kurzem die ebenfalls von Marianne Labisch zusammengestellte Anthologie „INSPIRATION – Die digitalen Welten des Andreas Schwietzke“, die auch Geschichten zu zugrundeliegenden Bildern versammelt, gelesen und weitgehend für gut befunden habe, konnte ich nicht widerstehen, als mir zu diesem Buch ein Rezensionsexemplar angeboten wurde. Leider fällt mein Urteil diesmal deutlich negativer aus. Der Spagat über die diversen Medien hinweg ist wohl doch etwas zu gewagt. Dazu kommt, dass viele der beteiligten Autoren ihre Beiträge sehr abstrakt und unfassbar angelegt haben. Gleich mehrfach wird mit mehreren Bewusstseinsebenen gespielt, wobei auch am Ende nicht erkennbar wird, welches die reale ist. Deshalb war ich innerlich schon auf einen totalen Verriss dieses Buches eingestellt, aber gerade den letzten 3 Kurzgeschichten der Anthologie gelang es dann doch noch, mich für sich zu überzeugen.
„Mit den Toten in einer toten Sprache“ wirkt zuerst wie eine Erzählung aus der Zeit, als die alten Pariser Friedhöfe in die Katakomben verlegt wurden. Regine D. Ritter gelingt es im Verlauf der Handlung jedoch für den Leser unerwartet, ein phantastisches Element einzuflechten.
Detlef Klewer schickt ein weggelaufenes junges Mädchen und eine Polizistin in seiner Story in „Die Hütte der Baba Jaga“. Eine überraschende, gelungene Geschichte.
In ihrem eigenen Beitrag „Der Plan“ lässt Herausgeberin Marianne Labisch schließlich den Teufel persönlich auf den russischen Zaren los. Eine überraschende Handlung nimmt ihren Lauf.

Fazit:
Bei diesem sehr außergewöhnlichen Anthologie-Projekt können leider nur 3 der 11 Kurzgeschichten überzeugen. Alles andere ist zu abstrakt.
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Penny Küfer ermittelt – 2 – Tod einer Schnüfflerin

Alex Wagner
Penny Küfer ermittelt – 2 – Tod einer Schnüfflerin

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Geisterdetektive

Klappentext:
PENNY KÜFERS ZWEITER FALL
Statt an der Detektivakademie für ihren Abschluss zu pauken, verschlägt es die ambitionierte Jungschnüfflerin diesmal an einen Lost Place, in ein ehemaliges Grandhotel nahe dem Zauberberg Semmering.
In den alten Mauern wohnt seit vielen Jahren nur noch die Erinnerung – und neuerdings ein besonders hinterhältiger Mörder. Und dann ist da noch dieses seltsame Gerücht über ein Geheimversteck voller Diamanten …
Alle Bände von „Penny Küfer ermittelt“ sind in sich abgeschlossen und unabhängig voneinander lesbar.

Rezension:
Obwohl es Penny ernst ist mit ihrem Vorhaben, Detektivin zu werden, nervt sie der Unterricht der Detektivausbildung zunehmend an. Statt Action gibt es nur Rechtsgrundlagen. Als sie beim Schießtraining zufällig auf eine andere junge Frau trifft, die ihr erzählt, dass ihre Großmutter auch eine begeisterte Hobbydetektivin war, aber kürzlich ermordet wurde, ist Penny sofort ganz Ohr. Die Einladung ins Familienhotel, um dem Mord an der alten Frau auf den Grund zu gehen, nimmt sie natürlich sofort an. Dass der Tod nur ein Unfall war, wie die Polizei vermutet, kann sie genauso wenig glauben wie ihre Klientin.
Genau wie Band 1 orientiert sich auch dieser 2. Band um die angehende Privatdetektivin Penny Küfer vom Handlungsaufbau her wieder ganz an klassischen Detektivromanen à la Miss Marple oder Sherlock Holmes. War es beim „Mord im Okzident Express“ die aus den Klassikern des Genres bekannte Situation, dass die Polizei durch äußere Umstände am Erscheinen gehindert wurde, ist es hier die genauso bekannte, dass die offiziellen Stellen daran zweifeln, es überhaupt mit einer Straftat zu tun zu haben, die die Protagonistin zum Alleingang zwingt. Ebenso klassisch ist das Setting mit einem recht eng abgegrenzten Kreis Verdächtiger, auf den sich die Ermittlungen konzentrieren können.
Man merkt dem Buch beim Lesen an, dass sich auch bei der Autorin ein größer werdendes Gefühl für ihre Heldin einstellt. Sowohl die Protagonistin als auch der Fall an sich wirken noch runder als beim Vorgänger. Allen Freunden klassischer britischer Detektivgeschichten kann die „Penny Küfer ermittelt“-Reihe nur empfohlen werden. Das Typische solcher Romane wird hier gekonnt in die heutige Zeit transportiert.

Fazit:
Eine junge Miss Marple im modernen Österreich – das beschreibt diese Reihe exakt.

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Anthologie Weihnachten: Weihnachten besitzt viele Gesichter

Chris Tewes, Monika Grasl, Michael Kruschina, Finisia Moschoiano, Elke Steffen, Marlies Hanelt, Rolf Michael
Anthologie Weihnachten: Weihnachten besitzt viele Gesichter

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Etwas andere Feiern

Klappentext:
Sind Sie es leid, zu Weihnachten die immer gleichen Storys von Menschen zu lesen, die so schrecklich happy die Adventszeit genießen und alles superperfekt im Kreise ihrer Lieben inszenieren? Fehlen auch Ihnen ein bisschen Melancholie und Sarkasmus?
Dann sind Sie bei der bestens gewürzten Weihnachtsanthologie des Mondschein Corona Verlages im richtigen, verschneiten Blätterwald gelandet!
Knecht Ruprecht hat in seinen Sack eine knüppeldicke Prise schwarzen Humors und FBI-Krimis eingepackt. Nach ein paar Runden mit ’nem beschwipsten Rentier landen Sie stilsicher in einer dämonischen Beschwörungszeremonie – um sich am Gabentisch von herzzerreißenden Schicksalen mit dem Fest der Feste wieder zu versöhnen.

Rezension:
Enthaltene Geschichten:
Das Weihnachtskätzchen – Chris Tewes
Die etwas andere Weihnachtsgeschichte – Monika Grasl
Die Weihnachtsverschwörung – Michael Kruschina
Ist Weihnachten immer schön? – Finisia Moschiano
Grausige Vorweihnachtszeit – Marlies Hanelt
Fritzy, das Rentier – Elke Steffen
Höllische Weihnachten – Rolf Michael
Die Straßenbank – Monika Grasl
Einsamkeit ist Traurigkeit – Finisia Moschiano
Katzen tragen überraschende Halsbänder, der Weihnachtsmann wird entführt, alt gediente Geisterengel verzweifeln an der modernen Zeit, Kinder begehen einen ganz besonderen Weihnachtsabend – hier läuft garantiert nichts wie in den üblichen romantisch-rosaroten Weihnachtsgeschichten.
Alle Jahre wieder … schlägt nicht nur das Kling-Glöckchen, sondern erscheinen auch Anthologien zu weihnachtlichen Themen. Bei der vorliegenden war das etwas andere Fest Thema – und hebt sie damit aus der Masse heraus. Und wie man es auch von Anthologien aller Art gewöhnt ist, haben die beteiligten Autoren die unterschiedlichsten Ideen, von welcher Seite man das vorgegebene Thema interpretieren könnte. So reicht die Bandbreite vom absolut genialen „Höllische Weihnachten“ über die humoristisch gelungene Story „Die Weihnachtsverschwörung“ bis hin zur sentimentalen Geschichte „Das Weihnachtskätzchen“. Leider thematisieren gleich mehrere der Kurzgeschichten sozialkritische Themen und torpedieren damit die ansonsten angenehme Stimmung des Buches.
Besonders hervorheben möchte ich folgende Beiträge:
Rolf Michael lässt in seiner Geschichte eine Familie „Höllische Weihnachten“ erleben. Gestresst von den weihnachtlichen Vorstellungen ihrer Eltern beschließen die Kinder, sich von den Gruselromanen im Regal inspirieren zu lassen. Und das hat unerwartete Folgen. Diese Story ist einfach nur als genial zu bezeichnen und lohnt schon alleine, diese Anthologie zu lesen.
In „Die Weihnachtsverschwörung“ lässt Michael Kruschina den Weihnachtsmann entführen. Von einem UFO. Da kann nur noch FBI-Spezialist Mox Fulder weiterhelfen. Der stellt schnell fest, dass allem Anschein nach ein gewisser Osterhase in den Fall verwickelt ist. Nach übermäßigem Plätzchengenuss zu Weihnachten kommt dieses ‚Abenteuer‘ gerade recht, um mit einem gesunden Lachmuskeltraining Kalorien zu verbrennen.

Fazit:
Mehrere sehr gelungene Beiträge können alle, die mal über etwas andere Festtage lesen möchten, über die schwächeren Stories hinwegtrösten.

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Treulose Seelen

Tim J. Radde (Hrsg.)
Treulose Seelen

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Verrat!

Klappentext:
Verrat trägt vielerlei Gewänder. Ob er, gekleidet in Freundschaft, dem Nächsten in den Rücken fällt oder mit dem Schleier der Liebe das Herz betrügt. Eines ist dem gemein: Es sind treulose Seelen, die sich dieser Maskierung bedienen. Aus Furcht, Eigennutz oder Rachsucht – das ist die Frage.
14 Autorinnen und Autoren haben sich diesem vielschichtigen Thema gewidmet und ihre ganz eigene Interpretation dazu niedergeschrieben. Ob düster, zauberisch oder verträumt – für jedes (verräterische) Herz ist in dieser Anthologie etwas dabei.

Rezension:
Enthaltene Geschichten:
Sternminztee: Ein verhängnisvoller Genuss – Anne Schmitz
Die rogodanischen Schriften: Alte Traditionen – Tim J. Radde
Wo ein Wille, da ein Dolch – Christian Milkus
SCHWERT & MEISTER: Das Licht der Welse – Florian Clever
Elesztrah: Das Versprechen des Jägers – Fanny Bechert
Die Dämonen der Stille – Joshua Tree
Erellgorh: Seelenstaub – Matthias Teut
Jamil: Der Anfang vom Ende – Farina de Waard
Der alte Magier: Verräter – Jürgen Schaaf
Der Dämon von Naruel: Der dritte Hüter – Janine Prediger
Die Magie der Bücher: Der Poet und die Nixe – Nadja Losbohm
Falaysia: Auferstanden – Ina Linger
Edingaard: Ein Rat fürs Leben – Elvira Zeißler
Arakkur: Sylons Auftrag – Pascal Wokan
Ob Hirte oder elfischer Jäger, Gauner oder König, jung oder alt – jedem kann es passieren, dass er von jemanden, dem er vertraut, verraten wird. Für die, die Glück haben, geht es zumindest halbwegs gut aus. Für andere nicht.
Auch wenn Verrat in irgendeiner Form natürlich in zahlreichen Farasy-Stories vorkommt, ist eine ganze Anthologie zu diesem Thema sicher außergewöhnlich. Da kann es natürlich nicht allzu sehr verwundern, dass die wenigsten der enthaltenen Kurzgeschichten ein Happyend haben. Da ich normalerweise Geschichten bevorzuge, die zumindest für die Protagonisten einen positiven Ausgang haben, macht es mir diese Anthologie also nicht gerade leicht. Selbst die Beiträge, deren Enden mit überhaupt nicht gefallen, sind fast ausnahmslos gut geschrieben. Dass mir das Ende nicht gefällt, macht eine Geschichte natürlich nicht automatisch schlecht. Deshalb will ich mich hier nur auf die beschränken, die mich auch inhaltlich überzeugen konnten. Was die wohl für ein Ende haben?
In „Edingaard: Ein Rat fürs Leben“ von Elvira Zeißler weiß ein junges Mädchen nach dem Tod seiner Mutter nicht, wie es weitergehen soll. Als ein ‚guter Freund‘ der Mutter auftaucht, scheint sich die Zukunft zum guten zu wenden. Oder?
Ina Linger erzählt in „Falaysia: Auferstanden“ von einem jungen Mann, den der verstorbene Clanführer als seinen Nachfolger sah. Dach dieses Amt erscheint natürlich auch anderen erstrebenswert.
Anne Schmitzs „Sternminztee: Ein verhängnisvoller Genuss“ widmet sich einem jungen Hirten, der hin und wieder Besuch von einem geheimnisvollen Fremden erhält. Darüber, dass es in der Gegend auch ein sagenhaftes fremdes Volk geben soll, macht er sich dagegen keine Sorgen.

Fazit:
Diese Fantasy-Anthologie thematisiert der Verrat. Happyends bleiben dabei leider eine Ausnahme.

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Zwielicht – 1

Michael Schmidt, Christian Weis, Bernard Shaw, Jakob Schmidt, Rainer Innreiter, Achim Hildebrand, Peter Nathschläger, David Grashoff
Zwielicht – 1

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Zwischen Licht und Schatten

Klappentext:
»Zwielicht« Dämmriges Licht, verschwommene Konturen. Die Realität hat einen Riss. Aus ihr heraus treten fünfzehn Geschichten: Zum Nachdenken anregend, beängstigend, erschreckend.
»Zwielicht« Das neue Magazin für unheimliche Literatur

Rezension:
Enthaltene Geschichten:
Christian Weis – Im Abgrund
Bernard Craw – Erwachen
Jakob Schmidt – Eine andere Wildnis
Rainer Innreiter – Sieben Katzenleben
Achim Hildebrand – Margit
Peter Nathschläger – Die Wölfe von Nebraska
David Grashoff – Der Autobahn-Heiland
Marcus Richter – Meer der Halme
Markus Niebios – Warten
N. T. Neumann – Das unterste Fundbüro
Markus Saxer – Das weiße Gesicht
Walter Diociaiuti – Sexy Sadie
Michael Schmidt – Volldampf voraus!
Tobias Bachmann – Kaleidoskop der Seele
Torsten Scheib – Götterdämmerung
Enthaltene Hintergrund-Beiträge:
Daniel Neugebauer – Montague Rhodes James und die Gespenstergeschichte
Martin Strasser – Der vergessene Wolfkind
Martin Strasser – Die Magie der Außenseiter
Michael Schmidt – Vincent Preis 2007
Menschliche Ängste in ihren unterschiedlichsten Formen entwickeln sich für die Protagonisten zu Horror-Abenteuern. Die Folgen eines Autounfalls, eine unbeglichene Schuld, rätselhaftes Wolfsgeheul oder ein entführtes Kind bilden die Ausgangssituationen der diversen Geschichten.
„Zwielicht“ ist keine klassische Anthologie, sondern versteht sich selbst als Horrormagazin. Das zeigt sich auch daran, dass außer den 15 Kurzgeschichten auch Beiträge über die Horrorliteratur und (mehr oder weniger) bekannte Vertreter des Genres enthalten sind. Obwohl mittlerweile schon die 12. Ausgabe angekündigt ist, hatte ich bisher noch keinen Kontakt zu dieser Anthologiereihe beziehungsweise diesem Magazin, um bei der Selbsteinschätzung zu bleiben. Daraus folgt auch, dass der von mir gelesene Band 1 schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat, denn er ist bereits 2009 erschienen, was auch den enthaltenen Artikel zum Vincent Preis 2007 erklärt.
Während die Hintergrund-Beiträge durchweg interessant waren und mir einiges Neues vermitteln konnten, konnten mich von den 15 Kurzgeschichten leider nur 2 überzeugen, nämlich „Eine andere Wildnis“ und „Götterdämmerung“. Alle anderen gingen entweder an meine Erwartungen vorbei, erscheinen mir nicht wirklich rund oder hatten erzählerische Mängel. Deshalb konzentriere ich mich hier auf die beiden in meinen Augen gelungenen Beiträge:
In „Eine andere Wildnis“ erzählt Jakob Schmidt von einem alten Mann, der einsam auf einer Berghütte lebt. Doch sowohl seinem Sohn, der ihn jeden Monat besucht, als auch seinem treuen Hund umgeben Geheimnisse.
Torsten Scheib führt den Leser mit „Götterdämmerung“ in ein eigentlich rein menschliches Familiendrama, bei dem sich überraschend Verbindungen zu nicht real erklärbaren Vorgängen ergeben. Die nordische Mythologie spielt hier eine überraschende Rolle.
Obwohl mich der Großteil der enthaltenen Kurzgeschichten nicht wirklich begeistern konnte, halte ich das Konzept der Mischung von Horror-Stories und Hindergund-Artikeln für tragfähig. Eventuell werde ich mir gelegentlich mal eine der späteren Ausgaben ansehen und überprüfen, ob mich die dortige Auswahl an Geschichten besser überzeugen kann.

Fazit:
Das überzeugende Konzept einer Horror-Anthologie mit Hintergrund-Berichten leidet unter einer eher schwachen Auswahl an Kurzgeschichten.

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Zimmerservice – Halloween Special

Diverse
Zimmerservice – Halloween Special

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Hotels des Grauens

Klappentext:
Geheimnisse lauern hinter dunklen Türen …
gute Geister und böse Mächte …
kurze Reisen und lange Nächte …
Ein Hotel gilt als Zuhause auf Zeit, ein Ort zum Wohlfühlen. Doch was ist, wenn es seine Gäste in Tiefen entführt, in denen Höllenfürsten schlummern? Wenn ihnen Personal oder andere Gäste auflauern, ihnen eine Lektion erteilen oder gar ihr Leben bedrohen?
Sie wollten immer schon einmal wissen, was sich hinter den verschlossenen Türen Ihres Lieblingshotels abspielt? Wagen Sie ruhig einen Blick durchs Schlüsselloch. Aber Achtung! Wir übernehmen keine Haftung für Leib, Leben oder seelische Gesundheit. Aber natürlich wünschen wir Ihnen einen angenehmen Aufenthalt – ganz so, wie es im Höll… Hotelgewerbe üblich ist.
Bloody Qindie präsentiert zum vierten Mal deutsche Dark Fantasy Kurzgeschichten mit Gänsehautfeeling.
11 Qindie-Autoren begegnen Ihnen im Hotel. Reisen Sie mit und genießen Sie den „Zimmerservice“.

Rezension:
Enthaltene Geschichten:
Willkommen im Walpurgis – matì
Dein Wunsch sei mir Befehl – Regina Mengel
Die Welt in der Welt – Mika Krüger
Adeles Hotel – Katharina Gerlach
Am Ende der Welt – Rainer Ruppersberg
Die blaue Blume – Daniel Dekkard
Zimmer 17 – matì
Bluthupferl – Martina Bauer
Kaffeefahrt – Kathleen Stemmler
Pension Pilz – Lisa-Marie Reuter
Zuflucht – David Pawn
Das Gruselhotel von Hohenzell –Divina Michaelis
Von Albträumen und Nachtmahren – Katharina Gerlach
Längst verstorbene oder auch nur erdachte Personen sind plötzlich sehr lebendig, Manager verschwinden, Erinnerungen holen die Protagonisten ein, Gäste leiden unter eigenartigen Beschwerden – kurzum: Diese Hotelübernachtung werden die Protagonisten sicher noch lange im Gedächtnis behalten. Vorausgesetzt natürlich, sie überleben sie.
Anthologien zum Thema „Halloween“ drängen im Herbst eines jeden Jahres auf den Markt. Natürlich dreht sich in den enthaltenen Kurzgeschichten alles um das Gruseln, denn dazu ist dieser spezielle Tag schließlich prädestiniert. Im vorliegenden Buch wird das Thema allerdings noch weiter eingegrenzt. Alle hier versammelten Stories spielen in Hotels – und auch wenn das für die dort absteigenden Protagonisten natürlich meist zunächst nicht ersichtlich ist, erweisen die sich als ziemlich gruselig. Entgegen des Hinweises im Klappentext gehören jedoch nicht alle Geschichten der Dark Fantasy an. Bei manchen handelt es sich stattdessen um gruselige Kriminalfälle ohne Fantasy-Elemente.
Wie in meinen Rezensionen üblich, möchte ich auch hier wieder die Beiträge herausgreifen, die mich besonders überzeugen konnten:
In ihrer Kurzgeschichte „Die Welt in der Welt“ schickt Mika Krüger ihre Protagonistin in ein Hotel, dessen stellvertretender Manager vor einiger Zeit spurlos verschwunden ist. Auch wenn die Polizei davon ausgeht, dass sich der Mann einfach abgesetzt hat, munkelt man von einem dunklen Geheimnis. Und genau dieses will Lois ergründen. Eine gelungene Urban-Fantasy-Grusel-Story, die ein überraschendes Ende bietet.
Ein einsames Cottage mit Pensionsbetrieb in einer abgelegenen walisischen Gegend bietet den Schauplatz von Daniel Dekkards Geschichte „Die blaue Blume“. Der Protagonist, der hier ein paar erholsame Tage verbringen will, stößt schnell auf rätselhafte Vorgänge. Gibt es einen Zusammenhang mit der vor Jahren verschwundenen Tochter der damaligen Besitzer? Eine gut durchdachte Grusel-Geschichte, die ohne die typischen Monster auskommt.
„Das Gruselhotel von Hohenzell“ wurde kürzlich eröffnet. In Divina Michaelis Geschichte erhält der Redakteur einer Lokalzeitung den Auftrag, dieses zu besuchen und seinen Lesern von der neuartigen Fremdenverkehrs-Attraktion zu berichten. Davon überzeugt, die billigen Tricks schnell zu entlarven, checkt der Mann ein. Schon Minuten später ist er sich nicht mehr so sicher, dass alles nur falscher Spuk ist. Urban Fantasy oder Touristenfang? Zusammen mit dem Protagonisten kann das der Leser in dieser Story, die für mich eindeutig Platz 1 dieser Anthologie verdient, ergründen.

Fazit:
In dieser Grusel-Anthologie trifft Urban Fantasy auf Crime, wobei hauptsächlich ersteres überzeugen kann.

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– Blick ins Buch –
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„Lord Breakinghams Geheimnis“, der von Rezensenten gelobte Jugendroman um einen Jungen, der unerwartet auf ein Internat gehen muss und Schockierendes über seine eigene Herkunft erfährt, ist in einer überarbeiteten Neuauflage erschienen. Ein Entwicklungsroman über den Wert der Freundschaft.
Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://lordbreakingham.wordpress.com/
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Kurzgeschichten zu Halloween: Die Schicksalsweber

Jeanette Lagall, Julia A. Kris, Vanessa Carduie
Kurzgeschichten zu Halloween: Die Schicksalsweber

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Abenteuer in einer gewissen Nacht

Klappentext:
Brr. Ist es ungemütlich draußen geworden. Der Herbst ist über das Land hereingebrochen. Die Bäume tragen buntes Laub oder stehen als kahle dürre Vorboten des Winters im Nebel, der nun fast täglich in den Nachtstunden hinaufzieht. Kommt herein und setzt euch zu uns an den Kamin, in dem ein munteres Feuer knistert. Schaut nur, wie die Flammen Schatten und Bilder an die Wände unserer einfachen Holzhütte werfen. In Nächten wie dieser wird gemunkelt, dass Geister und andere Wesen in die Welt der Sterblichen kommen, sie heimsuchen oder beglücken.
Seid ihr mutig genug, um einen Blick in die Flammen zu wagen? Wer weiß, welche Geschichten sie für euch bereit halten?

Rezension:
Enthaltene Geschichten:
„Einsames Halloween“ von Jeanette Lagall
„Schatten“ von Julia A. Kris
„Süßes oder – Aua!“ vonVanessa Carduie
Eine alte Frau bekommt am Halloween-Abend unerwarteten Besuch, ein Schattenwesen genießt es, nach 12 Monaten endlich wieder unter Menschen wandeln zu können, und eine Frau hat eine Panne im Nirgendwo. Wie der Titel es schon verrät, handeln alle 3 Kurzgeschichten dieser Mini-Anthologie in dieser gewissen Nacht, die man je nach Geschmack Halloween oder auch Samhein nennt.
Während es sich bei „Einsames Halloween“ um eine klassische Halloween-Gruselgeschichte handelt und „Schatten“ eher nachdenklich angelegt ist, sticht „Süßes oder – Aua!“ sowohl vom Umfang als auch von der Qualität heraus. Deshalb ist es wohl berechtigt, diese Story als die Hauptgeschichte dieses kleinen eBooks zu bezeichnen. Die Ich-Erzählerin hat darin auf ihrer Flucht vor den nervigen Halloween-Feiern einen Unfall auf einer einsamen Straße in einer Hinterwäldler-Gegend ohne Mobilfunknetz. Zum Glück kommt ein Mann vorbei, der sie aus ihrem Autowrack zieht und sie mit zu sich nachhause nimmt. Doch dieser Mann wird ihr zunehmend unheimlicher … Eine absolut gelungene Halloween-Geschichte.
Diese Mini-Anthologie lohnt es, gelesen zu werden.

Fazit:
3 Kurzgeschichten um die grusligste Nacht des Jahres.

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Weihnachten und andere Amtsangelegenheiten

Diverse
Weihnachten und andere Amtsangelegenheiten

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Magische Weihnachtszeit

Klappentext:
Und wieder berichten die AutorInnen des Bundesamtes für magische Wesen über ihre Beobachtungen der Mitbürger mit magischem Hintergrund. Mit diesem dritten Arbeitsbericht, der zu Weihnachten 2017 erscheint, übernimmt der amtseigene Bundeslurch Verlag die Publikation der Arbeiten fantastischer Autoren. 10 Kurzgeschichten von Chris Schlicht, Margarete Alb, Anne Zandt, Tina Becker, Marcus Watolla, Dorothee Reimann, Carmilla DeWinter, Katrin Minert, Carola Jürchott und Hagen Ulrich.

Rezension:
Enthaltene Geschichten:
Chris Schlicht: Die Heiligen der Nacht
Margarethe Alb: Das Thomasturnier
Anne Zandt: Wintermond
Tina Becker: Blutmond um Mitternacht
Markus Watolla: Das Geheimnis des Peter Gennersheim
Dorothe Reimann: Jahr und Tag
Carmilla DeWinter: Ruhige Feiertage
Katrin Minert: Schneeflöckchen
Carola Jürchott: Das Buch der Weihnacht
Hagen Ulrich: Sebastians blutige Prüfung (Leseprobe)
Das nächtliche Leben anscheinend unbelebter Steinfiguren, das Brauchtum allerlei magischer Lebensformen im mittelalterlichen Thüringer Wald, Meinungsverschiedenheiten zwischen Hexen und Werwölfen, das Leben des streng geheimen, dem Bundesamt für magische Wesen unterstellten Bundeswehr-Drachengeschwaders, die Probleme der Incubi mit der Staatsmacht oder die Abenteuer einer Wermaus – das und noch einiges anderes findet der Fantasy-begeisterte Leser in diesem amtlichen Arbeitsbericht des Bundesamtes für magische Wesen.
Ich muss zugeben, dass mir in letzter Zeit auffallend viele Anthologien in die Hände fallen. Im vorliegenden Fall handeln alle enthaltenen Kurzgeschichten um die Weihnachtszeit und überwiegend in Deutschland. So ein Bundesamt ist ja schließlich an seinen Zuständigkeitsbereich gebunden, auch wenn die europäischen Grenzen natürlich auch für magische Wesen offen stehen und man magische Zwischenfälle in anderen EU-Ländern deshalb nicht ganz aus den Augen verlieren darf.
Wie bei Anthologien üblich, treffen natürlich nicht alle enthaltenen Geschichten den persönlichen Geschmack gleichermaßen. Deshalb möchte ich die (in der Reihenfolge, wie sie im Buch wiedergegeben werden) herausstellen, die mich besonders überzeugen konnten:
Da wäre zunächst „Das Thomasturnier“ von Margarethe Alb, das sich in die „Rynestig“-Reihe der Autorin einfügt. Hier erleben wir eine Zusammenkunft in der längsten Nacht des Jahres, von der aus anderem Blickwinkel auch im Buch „Fliederblütenregen“ berichtet wird.
In Tina Beckers „Blutmond um Mitternacht“ hat eine Hexengemeinschaft Probleme mit einem Werwolfrudel, das im selben Wald wohnt. Dass manchmal alles anders ist, als hexe zunächst denkt, führt zu Unfrieden.
„Ruhige Feiertage“ werden es in Carmilla DeWinters Story für das in Karlsruhe lebenden Incubi-Paar nicht. Ein unverhoffter Gast und eine gewisse Bundesbehörde versuchen alles, das zu verhindern.
Schließlich soll auch „Schneeflöckchen“ von Katrin Minert nicht unerwähnt bleiben. Dabei handelt es sich um eine (zumindest äußerlich) jugendliche Frau-Holle-Variante, die bei einem Ausflug nach Deutschland Probleme bekommt, aus die sie nur eine Wermaus retten kann. Klingt schräg, aber die Geschichte funktioniert wirklich.
Da auch die meisten der anderen Beiträge gut lesbar sind, gehört diese Anthologie zu den besseren Exemplaren ihrer Gattung. Freunde teilweise etwas augenzwinkernder Urban Fantasy („Das Buch der Weihnacht“ ist Fantasy ohne Urban) werden mit diesem Buch nichts falsch machen.

Fazit:
Eine gelungene Fantasy-Anthologie mit einer thematisch recht speziellen Ausrichtung.

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– Blick ins Buch –
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Direkt beim Verlag auch als Hardcover erhältlich.
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