Schutzkreis F44.81

Joshua Friedrichs, Axel Aldenhoven
Schutzkreis F44.81

Das Universal-Genie

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Klappentext:

Verschiedenste Subgenre geben sich die Hand:

2x Cyberpunk-Horror, Urban Fantasy-Horror, Urban Fantasy Mystery, Anti­helden-Super­helden-Story, Low-Boiled-Thriller, Weird Urban Fan­tasy, eine Ro­mance mit Scifi-Ele­menten und zu guter Letzt gibt es noch eine Über­ra­schung in Story Neun. Man könnte fast sagen, dass es ein Wieder­sehen mit alten Freunden wäre.

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Rezension:

Enthaltene Geschichten:
Joshua Friedrichs: Soziales Miteinander
Axel Aldenhoven: Zaubersprüche für Dummies
Joshua Friedrichs: Des einen Müll, ist des anderen Schatz
Axel Aldenhoven: Glimmerhoofs Rückkehr
Joshua Friedrichs: Es gibt immer einen Haken
Axel Aldenhoven: PEE-MAN
Joshua Friedrichs: Diese Liebe ist nicht von dieser Welt
Axel Aldenhoven: Deportron T-Rex 2503
Joshua Friedrichs: Faabi

Ein Polizist muss einen sehr blutigen Mord aufklären, der eine für ihn un­günstige Wendung nimmt. Ein Mann ent­deckt un­er­wartet seine ma­gischen Fähig­keiten. Dann wäre da noch ein Mann, der mys­teriöse Super­helden-Fähig­keiten ent­wickelt, und ein anderer, der Menschen zu Cyborgs um­baut. Viel­leicht kann auch ein Hobby-Exorzist weiter­helfen.

Was passiert, wenn sich 2 Autoren zusammentun, um einen Kurz­geschichten-Band zu ver­öffent­lichen? So etwas wäre ja nichts ganz Neues. Was Joshua Fried­richs und Axel Alden­hoven hier zu­sammen­gestellt haben, ist aber doch irgendwie anders. Fan­tasy, Science Fiction und Horror treffen hier auf­ein­ander. Das alles in schon eher ab­ge­drehten Vari­anten. Somit wäre dieses Buch also eine Phan­tastik-Antho­logie. Oder doch nicht? Viel­leicht sind diese voll­kommen unter­schied­lichen Kurz­ge­schichten doch nicht so ganz un­ab­hängig von­ein­ander? Die letzte Story der Sammlung lässt alle vor­herigen dann nämlich plötzlich in einem anderen Licht er­scheinen. Ge­hören die wirk­lich in die Phan­tastik? Oder ist alles, was wir hier ge­lesen haben, doch reiner Rea­lismus?

Die einzelnen Geschichten können (zumindest mich) in unterschiedlichem Maße be­geistern. Das kann na­türlich einer­seits am per­sön­lichen Ge­fallen an den unter­schied­lichen (Sub-)Genres liegen. Manche waren mir aber auch einfach zu ab­ge­dreht. Dann kommt je­doch die er­wähnte letzte Ge­schichte. Und diese stellt alles zuvor Ge­lesene auch inhaltlich auf den Kopf. Deut­licher kann ich hier nicht werden, um die Über­ra­schung nicht vor­weg­zu­nehmen. Man kann aber wirklich sagen, dass alle vor­herigen Stories erst nach Lesen von „Faabi“ richtig funktio­nieren, erst dann wirklich Sinn er­geben. Genau das ist es, was dieses Werk be­sonders macht.

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Fazit:

Besonders experimentierfreudige und -bereite Phantastik-Freunde werden dieses doch ziemlich spezielle Buch zu schätzen wissen.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nun unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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Album von Berlin, Charlottenburg und Potsdam

Reprint eines Bildbands aus den 1910ern
Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://rezicenter.blog/2020/01/28/bilder-aus-altbayern-reprint-eines-bildbands-von-1918/

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Tipps für preisgünstigen Lesestoff

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Die Geisterseher

Reinhard Klein-Arendt (Hrsg.)
Die Geisterseher

Rätsel im Dunkeln

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Klappentext:

Sorgfältig ausgesucht und übersetzt von Reinhard Klein-Arendt. Jeder Ge­schichte ist mit einer Ein­leitung von Rein­hard Klein-Arendt ver­sehen.

Geschichten aus der englischsprachigen Welt, die sich mit dem übersinnlichen Phä­nomen der Geister be­schäftigen.

Auftaktband der Reihe „Geisterseher“ als Zwielicht Sonderband mit Geschichten aus dem Zeit­raum 1895–1939.

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Rezension:

Thomas Burke: Johnson, blick dich nicht um!
Madeline Yale Wynne: Das kleine Zimmer
Henry Chapman Mercer: Das Schloss der Puppen
Ernest Favenc: Die Pest des Jahres 1905
Edward Frederic Benson: Die Schritte
Arabella Kenealy: Das heimgesuchte Kind
Ulric Daubeny: Der Elementar
Thomas Burke: Die Ahnentafeln des Hauses Li
Henry S. Whitehead: Die schwarze Bestie
James Edmond: Die schwindelerregende Geschichte vom hohen Berg und den drei Skeletten
Patrick Carleton: Die Residenz des Dr. Horder
Elinor Mordaunt: „Luz“
Herbert Russell Wakefield: Die erste Garbe
Wirt Gerrare: Die geheimnisvolle Maisie
Alice Perrin: Das Tiger-Amulett

Schritte verfolgen einen Mann, in einem ehrenwerten College in Cambridge gehen eigen­artige Sachen vor sich, ein Pfarrers­sohn wird mit mys­teriösen Praktiken der An­wohner kon­frontiert, bei einer Jagd in Britisch-Indien kommt es zu einem Zer­würfnis – diese und einige andere Be­geben­heiten lassen den Be­teiligten das Blut in den Adern ge­frieren.

Horror-Anthologien sind vielleicht nicht mehr so verbreitet, wie sie es vor einigen Jahren waren. Aus­ge­storben sind sie je­doch nicht. Auch die „Zwie­licht“-Reihe sorgt dafür, dass dieses Genre nicht in Ver­ges­senheit gerät. Die Bände dieser Reihe, die ich mir bisher an­ge­sehen habe (konkret die Aus­gaben 1 und 20), konnten mich von der The­men­auswahl aller­dings nicht gänzlich über­zeugen. Trotz­dem habe ich dieser Son­der­ausgabe, die sich klas­sischen Geis­ter­geschichten widmet, eine Chance ge­geben. Und das hat sich durch­aus ge­lohnt. Die Bei­träge sind alle am Ende des 19. und im frühen 20. Jahr­hundert ent­standen und werden hier in aktu­ellen deut­schen Über­setzungen prä­sentiert. Die Hand­lungs­orte kon­zen­trieren sich über­wiegend in Groß­britannien und dem da­maligen bri­tischen Welt­reich. Das The­men­spektrum reicht von Horror im engeren Sinn über Grusel bis zu Mystery. Viele der Stories bieten keine wirkliche Auf­lösung. Be­sonders her­vor­heben möchte ich Henry S. White­heads „Die schwarze Bestie“, eine Ge­schichte, die im Voodoo-Milieu der Karibik an­ge­siedelt ist, für mich ein­deutig der ge­lungenste Beitrag dieser lesens­werten Antho­logie.

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Fazit:

Wie bei Anthologien üblich, schwanken die Qualitäten der Beiträge, doch über­wiegen die ge­lungenen hier ein­deutig.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nun unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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Album von Berlin, Charlottenburg und Potsdam

Reprint eines Bildbands aus den 1910ern
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Im Auge des Sturms

Markus K. Korb
Im Auge des Sturms

Von alten Kellern bis zu fernen Planeten

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Klappentext:

Wenn in verfallenen Villen und venezianischen Weinkellern Geheimnisse lauern, die lieber un­ent­deckt ge­blieben wären … Wenn Liebe, Wahn­sinn und Wie­derkehr sich mischen – zwischen einer Frau im Meer, einem dä­mo­nischen Lächeln und den le­benden Toten an der Tank­stelle … … dann bist du mitten im Auge des Sturms! Zwanzig Er­zäh­lungen aus der Phan­tastik, mit kurzen Ein­lei­tungen des Autors.

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Rezension:

Ein Astronaut landet auf einem entfernten Kometen, ein Mädchen will das Ge­heimnis eines mys­teriösen Brunnens er­kunden, eine Res­tau­rateurin findet in einem Kloster ein Wand­gemälde, das mit ihr spricht, tief im Nir­gendwo gibt es ein Res­taurant, dessen Per­sonal sich auf­opferungs­voll um die Gäste kümmert, Ju­gendliche wollen in einer an­ge­sagten Party-Location die Sau raus­lassen – und sie alle be­kommen es mit Un­er­wartetem zu tun.

… und das sind nur 5 der 20 Geschichten, die uns Markus K. Korb in dieser per­sönlichen Antho­logie prä­sentiert. Sie ent­stammen allen Be­reichen der Phan­tastik, von Fan­tasy über Science Fic­tion und Mys­tery bis hin zu Grusel und echtem Horror. Als Prota­gonis­ten treten uralte Wesen ge­nau so auf wie ein Kind im Schul­alter. Nahezu alle Stories enden ganz anders, als man es an ihrem Anfang ver­muten würde. So unter­schiedlich wie die Themen sind aller­dings auch die ‚Be­frie­digungs­grade‘, die sie bei mir hinter­lassen haben. Manche konnten mich über­zeugen, andere ließen mich eher ratlos zu­rück. Fast alle haben ein (teil­weise sehr) offenes Ende, dass in manchen Fällen durchaus unter­schiedlich inter­pre­tierbar ist. Eine derartige Viel­falt macht es na­türlich nicht leicht, ein ab­schlie­ßendes Ur­teil über dieses Buch zu fällen. Im Rück­blick über­wiegen dann aber doch eher die posi­tiven Mo­mente und die über­ra­schenden Ein­fälle. Des­halb ver­zichte ich auch be­wusst darauf, hier auf ein­zelne Ge­schichten ein­zu­gehen. Bei diesem Buch sollte sich der Leser wirklich über­ra­schen lassen.

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Fazit:

Die 20 Geschichten dieses Buches vereinen alle Genre der Phantastik, sind dabei aber über­wiegend eher nach­denklich an­gelegt.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nun unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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Der Prager Golem

Harald Salfellner (Hrsg.)
Der Prager Golem

7 Runden

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Klappentext:

Seit vielen Jahrhunderten ist Prag eine der bedeutendsten Städte des euro­päischen Juden­tums. Neben den großen stei­nernen Denk­würdig­keiten (etwa die Alt­neu­synagoge, die Pinchas­synagoge, der alte jü­dische Fried­hof oder das Isra­elitische Rat­haus) sind es ins­besondere die Sagen und Le­genden aus dem alten, ge­heimnis­vollen Ghetto, die von dieser Kultur blieben. Die Ge­schichten um den weisen Rabbi Löw, den grob­schläch­tigen Golem oder den reichen Mor­dechai Maisel lassen die ver­klungene Welt des jü­dischen Prags in unserer Vor­stellung er­neut auf­leben.

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Rezension:

Als seine Gemeinde bedroht wird, schafft Rabbi Löw aus Lehm und Magie einem Golem. Den Golem. Wie jeder Fan­tasy-Fan weiß, wird das je­doch nicht der letzte bleiben. Doch wer kennt die ur­sprüng­liche Sage schon im Original?

Genau so erging es mir auch. Als Fantasy-Fan sind mir im Laufe der Jahre schon einige Golems be­gegnet, und na­türlich kannte ich die jü­dische Sage auch in ihren Grund­zügen. Aber eben nicht im Detail. Das war der Haupt­grund, wieso dieses Büchlein von nur 64 Seiten mein Interesse auf sich zog. In ihm sind eine ganze Reihe jü­discher Sagen aus dem böh­mischen Raum ver­sammelt. 14, um genau zu sein. Das verrät na­türlich schon, dass die ein­zelnen Sagen eher kurz wieder­ge­geben werden. Der Golem kommt in 3 davon vor. Manches ist, so wie es hier er­zählt wird, im Detail schon etwas anders, als ich es bis­her in groben Zügen kannte. Aber auch die anderen Sagen sind für Fans des Fan­tasy-Genres durch­aus interes­sant zu lesen.

Ergänzt werden die Sagen durch diverse Illustrationen. Begriffe religiösen Hinter­grunds werden in Fuß­noten kurz erklärt.

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Fazit:

Fans des Fantasy-Genres, die sich für die Hintergründe des heutigen Genres interessieren, kann diese kleine Sagen-Sammlung empfohlen werden.

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Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nun unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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Album von Berlin, Charlottenburg und Potsdam

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Mythenland

Andreas Sommer
Mythenland

Wer hat den Käse erfunden?

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Klappentext:

Der Gantrisch ist ein markanter Kalkberg zwischen dem Berner Ober­land und dem west­schwei­zerischen Üecht­land – und das Wahr­zeichen einer ganzen Region unweit der Sprach- und Kultur­grenze. Bis in die Neu­zeit war dieser Land­strich mit seinem ur­tümlichen vor­alpinen Ge­präge un­weg­sam und dünn be­siedelt. Sinniger­weise haben hier zahl­reiche Sagen, deren Wurzeln oft bis in vor­keltische Zeiten zurück­reichen, dem Ver­gessen ge­trotzt. Diese über­lieferten Ge­schichten er­zählen von einer ver­gangenen Welt voller Magie und Wunder­kraft, in der das Wirken und Trachten der Men­schen auf schicksal­hafte Weise mit dem Wohl des Landes und seiner viel­fältigen Wesen ver­woben ist. Als passio­nierter Sagen­erzähler hat der Autor die Fülle dieser symbol­träch­tigen und ge­halt­vollen Stoffe in jahre­langer Recherche­tätigkeit zu­sammen­getragen und über­arbeitet. In diesem Buch er­scheinen sieben­und­siebzig über­lieferte Ge­schichten aus dem zentralen Üecht­land erst­mals in einer um­fassenden Sammlung ver­eint – in einer stil­sicheren Sprache neu er­zählt, stim­mungs­voll illustriert und mit viel­fältigen An­merkungen über ihre mytho­logischen, his­torischen und kultur­geschicht­lichen Hinter­gründe ver­sehen. Sagen sind nicht nur unter­halt­same Ge­schichten mit bis­weilen un­er­wartet aktu­ellen Pointen, sondern vor allem auch Gefässe einer zeit­losen Volks­weisheit und Spiegel jener charakteris­tischen Land­schaften, aus denen sie her­vor­gegangen sind. Sie ver­binden den modernen Menschen mit einem natür­lichen archa­ischen Welt­gefüge und be­schwören immer wieder den wohl­tuenden Zauber des Augen­blicks herauf.

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Rezension:

Das Leben als Hirte oder Senner ist nicht leicht. Die Natur kann ein rauer Gegner sein. Und dann sind da ja noch all die Zwerge, Feen und sonstigen Wesen, von denen man nie sicher sein kann, wie sie zu einem und seinen Tieren stehen.

Der Schweizer Andreas Sommer fiel mir erstmals mit seinem Fantasy-Epos „Helisee“ auf. Die dort er­zählte Ge­schichte fügt er in der Früh­geschichte der Schweiz ein und be­zieht dabei regionale Sagen ins Ge­schehen ein.

Im vorliegenden Buch stellt er nun Sagen aus der Region um den Berg Gant­risch zu­sammen, ohne selbst eine Ge­schichte zu er­denken. Wenn man be­denkt, dass diese Sagen aus einer recht über­schau­baren Region stammen, ver­wundert die Anzahl von 77. Sommer gibt diese Sagen, die oft sehr alt sind, in einer modernen, gut ver­ständ­lichen Sprache wieder. Auf­fällig ist, in wie vielen dieser 77 Sagen Hirten oder Senner im Mittel­punkt stehen. Aller­dings waren das in der Zeit, als diese Sagen ent­standen, wahr­scheinlich auch die mit Ab­stand ver­breitetsten Jobs in der Ge­gend. Auch Zwerge treten – noch häufiger als Feen – in über­ra­schend vielen der Sagen in Aktion. Das Zu­sammen­treffen der mensch­lichen Land­bevöl­kerung mit Zwergen kann man ein­deutig als das zentrale Thema in einem Groß­teil der hier ent­haltenen Sagen aus­machen. Er­gänzt wird die Samm­lung durch einen um­fang­reichen An­hang, in dem die Hinter­gründe der Sagen­kultur im Allge­meinen sowie der ein­zelnen Sagen teil­weise recht um­fang­reich er­klärt werden. Sagen­motive wie die hier zu­sammen­getragenen stellen zweifel­los eine wichtige Grund­lage des modernen Fan­tasy-Genres dar. Der über­zeu­gende Ein­druck des Buchs wird durch zahl­reiche ge­lungene Schwarz-Weiß-Zeich­nungen von Martin Aeschli­mann ab­ge­rundet.

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Fazit:

Sagen mit teilweise uraltem Hintergrund wie diese aus einer eng be­grenzten Region in der Schweiz zeigen die Ur­sprünge der Fan­tasy auf.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Das Böse vor deiner Tür

Wulf Dorn (Hrsg.), Iver Niklas Schwarz (Hrsg.)
Das Böse vor deiner Tür

Mit Horror durch die Zeiten

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Klappentext:

Das Grauen kommt nach Hause

16 einzigartige Horror-Kurzgeschichten von den besten deutschsprachigen Spannungs­autorinnen und -autoren

Ob am tosenden Meer oder in den zerklüfteten Bergen, ob hinter den Fassaden der Groß­stadt oder in einer kleinen Her­berge im Wald: Das Böse lauert über­all! Und in diesem Buch steht es direkt vor eurer Haus­tür.

16 bekannte Autorinnen und Autoren haben sich zusammengetan, um euch in Angst und Schre­cken zu ver­setzen. In bis­lang un­ver­öffent­lichten Ge­schichten bringen sie den Horror nach Hause.

Ihre Geschichten spielen in Berlin, Köln, Dresden, Leipzig, Ulm, in der Eifel, in Franken, in Nieder­sachsen, im Oden­wald, auf der Schwä­bischen Alb, an der Ost­see, am Ufer der Donau oder in den Schweizer Bergen. Dabei ziehen sie alle Register der Span­nung. Vom sich leise an­schlei­chenden psycho­logischen Horror über okkulte Be­schwörungs­zeremo­nien und Spuk­häuser bis hin zu aus­ge­wachsenen Mons­tern ist alles mit dabei.

Das perfekte Buch für alle Horror- und Thriller-Fans, denen es nicht spannend genug sein kann. Traust du dich?

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Rezension:

Enthaltene Geschichten:
Andreas Gruber: Die Nacht unter der Teufelsbrücke
Iver Niklas Schwarz: Kilometer 267
Ivar Leon Menger: Eichendorf
Nina Blazon: Das Relikt
Markus Heitz: Convocantes
Sarah Bestgen: Schlaf, Mama, schlaf
Wulf Dorn: Nachtgänger
Vera Buck: Das engste Tal
Andreas Eschbach: Kalkmänner
Uwe Laub: Nebelgrollen
Annika Strauss: Matilda
Frank Goldammer: Der Fehler
Liza Grimm: Hägglmoo
Thomas Finn: Der Spiegel
Vincent Voss: Frau Tutas und die Hexen aus Wakendorf II
Kai Meyer: Kalvarienberg

Horrorautoren sitzen auf dem Weg zu einer Konferenz wegen eines Un­wetters in einem Gast­haus fest, eine Kranken­schwester taucht auf der Flucht in einem ver­lassenen Dorf unter, ein alternder Forscher will noch­mal die Ob­jekte seiner Doktor­arbeit auf­suchen, Urban Explorers wollen ein altes Haus er­kunden. Was diese und andere Helden ver­bindet, ist, dass ihnen schnell Angst und Bange wird. Und nicht alle werden von ihrem Aben­teuer zurück­kehren.

Mit diesem Buch legen Wulf Dorn und Iver Niklas Schwarz eine Horror-Antho­logie vor, die diesen Namen ver­dient. Sanfter Grusel ist etwas anderes. Bei bei­nahe allen Bei­trägen geht es recht heftig zu. Happy­end? Fehl­anzeige. Dabei reicht der zeit­liche Rahmen von 1824 bis in die Gegen­wart. Im Gegen­satz zu vielen anderen Antho­logien finden sich in der Autoren­liste einige wirklich be­kannte Autoren. Trotz­dem können natür­lich nicht alle Kurz­ge­schichten gleicher­maßen über­zeugen. Wie in meinen Antho­logie-Rezen­sionen üblich folgt hier des­halb ein Blick auf meine Favo­riten:

Andreas Gruber versammelt in „Die Nacht unter der Teufelsbrücke“ eine illustre Gesell­schaft in einem Gast­haus an der Donau. Mary Shelley, Charles Dickens, Andersen, Poe, Dumas und andere stecken auf dem Weg zu einem Kon­gress in Wien in einem Un­wetter fest. Dass es bald un­heim­lich wird, muss man da wohl kaum er­wähnen.

Ivar Leon Menger lässt eine Krankenschwester auf ihrer Flucht vor den Behörden im ver­lassenen Kaff „Eichen­dorf“ unter­tauchen. Hier lernt sie ein kleines Mädchen kennen – und fürchten.

In „Kalkmänner“ lässt uns Andreas Eschbach einen Sicherheits­inspektor an seine neue Arbeits­stätte in einem Kalk­werk be­gleiten. Hier gab es in der Ver­gangen­heit viele töd­liche Un­fälle. Aber das muss doch zu ver­meiden sein! Oder wird der Prota­gonist eines Besseren be­lehrt?

Insgesamt macht diese Anthologie einen runden Eindruck, zumal negative Aus­rutscher in den ent­haltenen Kurz­ge­schichten fehlen.

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Fazit:

Diese Horror-Anthologie verdient diesen Namen und hinterlässt mit ihren 16 Ge­schichten beim Leser einen runden Ein­druck.

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Von Werwölfen, Vampiren und anderen Mitmenschen

Erik Hauser
Von Werwölfen, Vampiren und anderen Mitmenschen

Vampirfutter

Klappentext:

Sie leben unerkannt unter uns – unsere Nachbarn, Freunde, Mitmenschen. Doch wehe, wenn ihr wahres Wesen ans Licht kommt! In einem kleinen hessischen Dorf zur Zeit der Napoleonischen Kriege häufen sich seltsame Morde. Die Dorfbewohner glauben an einen Werwolf, und zwei Märchenforscher aus Kassel bestärken sie in diesem Verdacht. Doch ist der Schuldige wirklich der, für den sie ihn halten? („Wer hat Angst vorm bösen Wolf?“) Eine Schulklasse macht sich auf die Jagd nach schwachen, verwirrten Vampiren, ausgemergelte Gestalten, die im hellen Tageslicht hilflos durch den Wald irren. Doch als ein Gewitter heraufzieht und die Nacht anbricht, ändert sich die Lage. („Die Jäger und die Gejagten“) Ein Junge findet in den Ruinen eines Gebäudes einen halbtoten Vampir und pflegt ihn – um sich mit seiner Hilfe an seinen sadistischen Schulkameraden zu rächen. („Sebastians Vampir“)

Rezension:

Enthaltene Kurzgeschichten:
Wer hat Angst vorm bösen Wolf?
Die Jäger und die Gejagten
Sebastians Vampir
Annabella

Die Grimms suchen nach Märchen, eine Schulklasse unter Anleitung des Pfarrers nach Vampiren. Beide Suchen laufen ganz anders als geplant ab. Dafür findet ein Junge unbeabsichtigt einen Vampir, und eine Gruppe Freunde findet in einem verlassenen Haus das Grauen.

Erik Hauser findet das Grauen an den unterschiedlichsten Orten und zu verschiedenen Zeiten. In den 4 Kurzgeschichten, die er in diesem Buch zusammengefasst hat, gibt es keine wirklichen Happyends. 2 der Geschichten sind in vergangenen Tagen angesiedelt, die anderen beiden in unserer Zeit. In gleich 3 der Geschichten sind die Protagonisten in jugendlichem Alter, was vielleicht auch daran liegen könnte, dass der Autor im normalen Leben Lehrer ist. Eventuell hat er dem einen oder anderen seiner Schüler schon mal eine derartige Begegnung gewünscht. Oder die ihm …

In „Wer hat Angst vorm bösen Wolf?“ treffen Märchenforscher aus Kassel auf eine Bevölkerung, die ihre Forschungen etwas zu wörtlich nimmt. Der Name Grimm wird hier zwar nicht ausdrücklich genannt, da die Brüder aber Jakob und Wilhelm heißen und sich alles in der Zeit der napoleonischen Kriege abspielt, ist wohl auch so klar, wer gemeint ist.

Bei „Die Jäger und die Gejagten“ führt ein Pfarrer die Schuljungen seines Dorfes gegen die in den Wäldern lebenden Vampire an. An Ende stellt sich die Frage, wer Jäger und wer Gejagter ist.

„Sebastians Vampir“ handelt dagegen in modernen Zeiten. Diese aus der Sicht des Vaters erzählte Story konnte mich am wenigsten überzeugen.

Die letzte (und als einzige im Klappentext nicht erwähnte) Geschichte fällt vom Schema etwas aus den anderen heraus. Ein Junge will mit ein paar Freunden ein unheimliches, verlassenes Haus erkunden. Da er gerade heute auf seine kleine Schwester aufpassen muss, nimmt er die kurzerhand mit. Aus dem Abenteuer, mit dem er eigentlich nur eine Mitschülerin beeindrucken will, wird ein gefährlicher Ausflug. Wie auch bei den anderen Beiträgen bleibt am Ende einiges offen.

Zusammengenommen können alle 4 Geschichten gut unterhalten.

Fazit:

Diese Horror-/Grusel-/Mystery-Kurzgeschichtensammlung versammelt 4 für das Genre eher ungewöhnliche Vertreter.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Kinder der Erde – Die Vignetten

Jay Kay
Kinder der Erde – Die Vignetten

Die rätselhafte Assistentin

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Klappentext:

Endlich in einer Sammlung: Fünf der besten Geschichten aus dem Uni­ver­sum der Kin­der der Erde.

Fantasy so kompakt und doch so fesselnd wie es nur geht. In die­sem Band sind drei Kurz­geschich­ten und zwei Ge­dichte über die erstaun­lichs­ten Wesen dieser Erde ent­hal­ten. Das Aben­teuer wartet.

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Rezension:

Enthaltene Geschichten:
Iikitt
Engel der Frequenzen
Der Schrecken der Strasse
Steinfrau (Gedicht)
Das Licht (Gedicht)

Ein überarbeiteter Reporter begibt sich auf einen Südsee-Urlaub, arme Schatz­sucher gera­ten in einer still­geleg­ten Mine in eine Falle, ein Mäd­chen trampt durch die USA – doch immer kommt es zu uner­war­teten Ereig­nissen, die keine natür­liche Erklä­rung haben.

(Urban) Fantasy, Mystik, auch Horror spielen in dieser kleinen Sammlung eine Rolle, die Jay Kay in die­sem Büch­lein zusammen­gestellt hat. Er selbst ordnet seine Werke dem magi­schen Realis­mus zu. 3 der Bei­träge sind Kurz­geschich­ten, 2 Ge­dichte, wobei ich schon vor dem Lesen ver­mutete, dass mir die Ge­dichte eher weni­ger zu­sprechen wür­den. Aber das ist natür­lich mein persön­licher Ge­schmack, wes­wegen ich die bei­den Ge­dichte nicht in meine Bewer­tung ein­fließen lasse. Des­halb konzen­triere ich mich hier auf die Kurz­geschich­ten:

In „Iikit“ begleiten wir einem überarbeiteten Reporter auf seinem Urlaub in einem Insel­para­dies. Was zu­nächst wie eine Story aus unserer realen Welt be­ginnt, zeigt erst relativ spät Fan­tasy-Ele­mente. Leider endet die Ge­schichte mit einem plötz­lichen Hand­lungs­sprung, der prak­tisch alle Fragen offen lässt.

Beim „Engel der Frequenzen“ geht es sich um die junge Protagonistin der 2. Kurz­geschichte, die ihren Onkel zu heim­lichen Gra­bungen in einer still­geleg­ten Mine be­gleitet. Als diese Hilfe für ihren ein­geschlos­senen Onkel holen will, mischen sich die aktu­elle Hand­lung, Erin­nerungen und zu­neh­mend über­natür­liche Ein­drücke zu einem immer wilde­ren Ge­flecht, dass am Ende nur schwer zu durch­schauen ist. Eine wirk­liche Auf­lösung findet auch hier nicht statt.

In „Der Schrecken der Strasse“ trampt ein junges Mädchen durchs Land. Dabei begeg­net sie den unter­schied­lichsten Last­wagen-Fahrern. Wer sich am Ende als „der Schre­cken“ ent­puppt, stellt eine Über­raschung dar. Mit ihrer echten Auf­lösung stellt diese Story das ein­deu­tige High­light des Buches dar.

Insgesamt kann diese Sammlung, in der der Autor nach eigenem Beken­nen unter­schied­liche litera­rische Mög­lich­keiten aus­pro­bieren wollte, den Fan­tasy-Fan nur ein­ge­schränkt zu­frie­den, weil (zumin­dest nach meinem Ge­schmack) zu viel unbe­antwor­tet bleibt. Ein Thema, auf das ich in meinen Rezen­sionen nur selten ein­gehe, ver­dient aller­dings beson­dere Erwäh­nung: Die optische Ge­stal­tung und Ver­arbei­tung des dünnen Hard­covers hebt sich deut­lich von der Masse ab.

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Fazit:

Die gut geschriebenen Geschichten dieses Buches weisen leider überwiegend ein viel zu offenes Ende auf.

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Werbung:

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

LBG Banner Sommerferien
Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nur unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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Album von Berlin, Charlottenburg und Potsdam

Reprint eines Bildbands aus den 1910ern
Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://rezicenter.blog/2020/01/28/bilder-aus-altbayern-reprint-eines-bildbands-von-1918/

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In Flammen

Alexander Lorenz Golling
In Flammen

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Das jährliche Opfer

Klappentext:

Eine Hexe kehrt Jahrhunderte nach ihrer Hinrichtung zurück, ein Wan­de­rer ver­irrt sich in einem un­heim­li­chen Wald, ein Mo­tor­rad­fah­rer wird Opfer einer Zeit­ver­schie­bung: In die­ser Kurz­ge­schich­ten­samm­lung von Alexan­der Lorenz Gol­ling geht es sehr mys­teriös und gru­se­lig zur Sache. Sie ist, wie auch schon der Vor­gänger „Cres­zen­tia“ schwer­punkt­mäßig im Donau­moos und der wei­te­ren Um­ge­bung an­ge­sie­delt; die Ge­schich­ten ba­sie­ren teil­weise auch auf lo­ka­len Sagen und Le­gen­den.

Gollings Stil orientiert sich an Klassikern wie Edgar Allan Poe, M.R. James, Stephen King und Alger­non Black­wood, ist aber eigen­stän­dig und un­ver­wech­sel­bar.

Rezension:

Enthaltene Geschichten:
In Flammen
Das Raunen der Wälder
Auf Abruf
Eine Familienangelegenheit
Der Kurschatten
Vergiss mein nicht
Noch ein Bier, bitte!
Abendrot der Ewigkeit
Moorläuten
Zeitfalle
Heimkehr

Ein Obdachloser bittet in einem abgelegenen Bauernhof um eine Unter­kunft, ein Kur­gast stößt auf einen alten Fried­hof, ein Junge er­lebt einen un­ver­gess­li­chen Adria-Ur­laub, und Ur­lau­ber be­sich­ti­gen ein stil­les Moor – das sind nur 4 der 11 Kurz­ge­schich­ten, die Alexan­der Lorenz Gol­ling in die­sem Buch zu­sam­men­ge­stellt hat. In allen wird es den je­wei­li­gen Prota­gonis­ten gru­se­lig, eine ganze Reihe von ihnen über­lebt das Aben­teuer nicht. Aber auch die, die über­leben, wer­den diese Er­eig­nisse nie ver­ges­sen.

Den Anspruch, Gruselgeschichten zu schreiben, hat der Autor in allen Fäl­len de­fi­ni­tiv er­füllt. Dabei ist die Grund­stim­mung der Ge­schich­ten zu­nächst nicht immer düs­ter. In man­chen Fäl­len kommt der Gru­sel­ef­fekt erst zu­letzt. Der Zeit­rah­men reicht dabei vom spä­ten 19. Jahr­hun­dert bis in die Ge­gen­wart, in einem Fall sogar bis in die Zu­kunft. Fast alle Kurz­ge­schich­ten kön­nen gut unter­hal­ten, die letzte, „Heim­kehr“, ist die ein­zige, der ich nichts ab­ge­win­nen konnte.

In „Eine Familienangelegenheit“ erleben wir, wie ein Obdachloser vor mehr als 100 Jah­ren in einem bei­nahe ver­las­se­nen Guts­hof um eine Unter­kunft bi­ttet. Erst nach und nach er­fährt er, wie­so der Guts­herr, der für jede Hilfe dank­bar ist, der ein­zige ver­blie­bene Be­woh­ner ist.

„Das Raunen der Wälder“ lässt den Protagonisten erschauern. Erst ganz am Ende wird beim Lesen klar, was es mit dem Mann auf sich hat. Hier funktio­niert der Über­ra­schungs­ef­fekt de­fi­ni­tiv!

Dass es auch ohne unmittelbare Gefahr mysteriös-gruselig werden kann, be­weist „Noch ein Bier, bitte!“, ob­wohl es für die Be­tei­lig­ten nie ums Leben geht. Hier han­delt es sich eher um ‚Soft-Gru­sel‘.

Fazit:

Dieses Buch bietet eine gelungene Zusammenstellung von Gru­sel- bis Hor­ror-Stories ganz unter­schied­li­cher An­satz­punkte.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nur unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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Album von Berlin, Charlottenburg und Potsdam

Reprint eines Bildbands aus den 1910ern
Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://rezicenter.blog/2020/01/28/bilder-aus-altbayern-reprint-eines-bildbands-von-1918/

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Die gruseligsten Orte in Hamburg

Lutz Kreutzer (Hrsg.)
Die gruseligsten Orte in Hamburg

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Zwischen Störtebeker und Atombunker

Klappentext:

Grusel und Schauer in Hamburg

Zwölf gruselige Geschichten von zwölf Autoren über zwölf reale Orte in Ham­burg, an­ge­lehnt an Le­gen­den und Er­eig­nisse vom frü­hen Mit­tel­alter bis in die Ge­gen­wart: Wie die Wi­kinger die Hamma­burg über­fie­len und brand­schatz­ten. Warum der Teu­fel sich an der Teu­fels­brück kein Schnipp­chen schla­gen lässt und wie Stör­te­be­ker sei­nen Tod sühnte. Welche fins­te­ren Ge­heim­nisse der Klos­ter­stern in Har­veste­hude birgt und wel­che Ge­fah­ren in den Atom­bun­kern am Haupt­bahn­hof lau­ern.

Schaurig schön – Hamburg von seiner gruseligen Seite!

Rezension:

Enthaltene Geschichten:
Lutz Kreutzer – Der Untergang der Hammaburg
Christoph Ernst – Die Nonnen von Harvestehude
Alexa Stein – Teuflische List
Reimer Boy Eilers – Totenkopf, was glotzt du so?
Uwe Gardein – Der Feuersturm
Carola Christiansen – Der Axtmörder von Altona
Anja Marschall – Der Tote im Speicher
Roman Voosen – Der rote Tell
Kirsten Püttjer & Volker Bleeck – Büfett mit Sülze
Jürgen Ehlers – Ein Ehrentag
René Junge – Eine Nacht mit Maria
Regula Venske – Marthe Underground

Wikinger greifen die Hammaburg an, eine Schriftstellerin wird bei einer Be­sich­ti­gung des alten Atom­bun­kers ‚ver­ges­sen‘, eine nicht mehr ganz junge Jung­unter­neh­merin stößt gleich bei ihrem 1. Auf­trag auf mys­teri­öse Hin­der­nisse – so viel­fäl­tig sind die Er­leb­nisse, die die Prota­gonis­ten die­ser Antho­logie in Ham­burg er­le­ben.

Der Titel dieser Anthologie verspricht, die Leser an „Die gruseligs­ten Orte in Ham­burg“ zu füh­ren. Das weckt na­tür­lich die Er­war­tung, es hier mit Hor­ror-, Gru­sel- oder Mys­tery-Ge­schich­ten zu tun zu krie­gen. Das ist auch nicht falsch, aller­dings fal­len nicht alle Bei­träge in die­sen Genre-Be­reich. Gru­se­lig ist es bei wei­tem nicht immer. Der Zeit­rah­men reicht von 845 bis in die Ge­gen­wart. Teil­weise wur­den reale his­to­ri­sche Er­eig­nisse lite­ra­risch auf­ge­ar­bei­tet, in „Der Axt­mör­der von Al­tona“ be­gibt sich Carola Chris­tian­sen sogar in den Real-Crime-Be­reich. Der Groß­teil der Sto­ries kann in sei­ner Viel­falt gut unter­hal­ten.

Mein eindeutiges Highlight ist das „Büfett mit Sülze“, das Kirs­ten Pütt­jer und Vol­ker Bleeck ser­vie­ren. Eine Frau fin­det schon wäh­rend der Ge­wer­be­an­mel­dung im Ge­wer­be­amt ihren 1. lu­kra­ti­ven Kun­den. Die Um­ge­bung am Auf­trags­ort stellt ihr je­doch Hin­der­nisse in den Weg, die immer mys­teri­öser wer­den. Die ‚Auf­lö­sung‘ am Ende ver­dirbt die Ge­schichte aller­dings lei­der etwas.

Sehr gut gefiel mir auch Reimer Boy Eilers’ „Totenkopf, was glotzt du so?“, das zeit­lich rela­tiv kurz nach Stör­te­bekers Hin­rich­tung han­delt. Auch das ist eine über­zeu­gende Kurz­ge­schichte.

So bunt die Zusammenstellung ist, so ist es doch gelungen, eine unter­halt­same Ham­burg-Antho­lo­gie zu­sam­men­zu­stel­len.

Fazit:

Auch wenn es nicht immer so gruselig ist, wie der Titel vermuten lässt, kann diese Antho­logie gut unter­hal­ten.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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