Magische Meriten – 1 – Gefunden

Dennis Frey
Magische Meriten – 1 – Gefunden

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Zwischen An’ya und Kukura

Klappentext:
Florence trifft in einem Wald im Allgäu auf den Magier Claude und seinen Lehrling Ivan. Bald darauf wird sie von einem mächtigen Wesen verfolgt, das es auf mehr als nur ihr Leben abgesehen hat. Kann sie auf die Hilfe der Magier zählen?
Die Reihe Magische Meriten erzählt die Geschichte der Magier seit den 20er Jahren in Dennis Freys Universum der Fremden.
Leser seines Debütromans „Fremdes Leben“ und seiner Kurzgeschichten, können im Lauf der Serie einige alte Bekannte wiedertreffen.

Rezension:
Die 16-jährige Engländerin Flo(rence) verbringt den Urlaub zusammen mit ihrer Familie im Allgäu. Als sie im Wald ein eigenartiges Leuchten bemerkt, folgt sie diesem. Dort trifft sie auf die Magier Ivan und Claude, die erkennen, dass sie selbst eine noch nicht erweckte Magierin ist. Während Claude einem gefährlichen Wesen folgt, werden Flo und sein Schüler Ivan von einem noch gefährlicherem angegriffen, das es speziell auf Flo abgesehen hat.
Mit diesem Einstieg in seine neue Urban-Fantasy-Reihe führt Dennis Frey seine Leser in die Welt eines magischen Ordens. Band 1 verfolgt dabei den Erstkontakt eines 16-jährigen Mädchens mit ihren eigenen magischen Fähigkeiten, von denen sie bisher nichts ahnte. Dass die magische Welt nicht gerade ungefährlich ist, muss sie dabei schnell erkennen. Auch ein paar Reminiszenzen an typische High-School-TV-Serien lässt der Autor nicht aus. Dass sich zwischen Flo und dem nur wenig älteren Ivan schnell ‚etwas anbahnt‘, verwundert Leser des Genres wohl kaum. Verlautbarungen des Autors verraten allerdings, dass sich die kommenden Bände vorerst auf andere Angehörige des Ordens konzentrieren werden, statt Flos und Ivans Weg weiter zu verfolgen.
Vom Stil her kann dieses Buch gefallen Fans jugendlicher Urban Fantasy finden hier eigentlich alles, was sie in diesem (Sub-)Genre erwarten können. Das Lesen macht Spaß – und darauf kommt es doch an.

Fazit:
Diese Jugend-Urban-Fantasy stellt den gelungenen Auftakt einer neuen Reihe dar.

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Ein MORDs-Team – Band 16 – Aus dem Schatten

Andreas Suchanek
Ein MORDs-Team – Band 16 – Aus dem Schatten

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Die ‚Weiße Dame‘

Klappentext:
Gemeinsam mit den 84ern erreichen Mason, Olivia und Randy den Ort, an dem ihre Freundin festgehalten wird. Dort herrscht Chaos. Eine alte Bekannte verfolgt Danielle durch die fremde Stadt. Sie kennt nur ein Ziel: Rache! Die Tochter von Shannon Holt soll sterben.
Zwischen Kampf und Verfolgung, zwischen Freunden und Feinden enthüllt sich die Legende der fünften Dynastie. Und die weiße Dame tritt aus dem Schatten.

Rezension:
Nachdem sie erfahren haben, wo Danielle festgehalten wurde, machen sich ihre Freunde schnellstmöglich auf den Weg. Auch die 84er brechen auf, um Danielle in Sicherheit zu bringen, doch beide Teams ahnen gegenseitig nichts von ihrer Anwesenheit. Doch eine alte Bekannte, Claudia Kastelano, spürt sie zuerst auf. … und schon ist Danielle wieder in höchster Gefahr.
Auch in diesem mittlerweile bereits 16. Band der Reihe um das MORDs-Team hält Andreas Suchanek die Spannung wieder auf hohem Niveau. Gefahren lauern von allen Seiten, doch schließlich gibt es Hilfe aus einer unerwarteten Richtung. Doch etwas ist diesmal anders: In diesem Band werden – endlich – Antworten geboten. Und da sogar einige. Dabei warten sowohl auf die Freunde als auch auf den Leser einige Überraschungen. Die Identität der ‚Weißen Dame‘ ist nur eine davon. Dass die Enthüllungen alles einfacher machen, kann man dabei jedoch nicht behaupten.
Zum Aufbau der Geschichte und dem Stil muss man hier wohl nicht mehr viel sagen. Beides dürfte dem Leser mittlerweile hinlänglich bekannt sein, denn zu einem Einstieg in die Abenteuer Masons, Danielles, Olivias und Randys eignet sich dieser Band definitiv nicht. Hier sollte der Neuleser unbedingt am Anfang beginnen. Mit anderen Worten bei „Band 1 – Der lautlose Schrei“.
Zum Schluss des Bandes kann der Fan – wie so oft in dieser Reihe – nur händeringend auf die Fortsetzung warten.

Fazit:
Die Spannung bleibt auch diesmal auf hohem Niveau. Doch in dieser Folge bekommen die Freunde endlich auch Antworten.

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Zantaliya – 1 – Reise durch das Schattenland

Judith Fischer
Zantaliya – 1 – Reise durch das Schattenland

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Die verschwundenen Mädchen

Klappentext:
Niemals hätte Cate es für möglich gehalten, dass das geheimnisvolle Land, von dem ihre beste Freundin Mary ihrer Schwester erzählte, tatsächlich existiert. Doch als die Kleine plötzlich auf mysteriöse Art und Weise verschwindet, führt ihre Suche sie genau dorthin.
Mit Mary an ihrer Seite stürzt sie Hals über Kopf in das größte Abenteuer ihres Lebens, denn was sie in Zantaliya erwartet, stellt alles, was sie bisher erlebt hat in den Schatten…
Den beiden Mädchen wird ein schweres Schicksal zuteil und ganz plötzlich sehen sie sich statt ihren üblichen Problemen mit fiesen Nachtraben, Gnomen und Baumgeistern konfrontiert. Aber sie haben keine Wahl, denn Cates kleine Schwester wird vom kaltblütigen Schwarzmagier Falador gefangengehalten und ihm gegenüberzutreten ist ihre einzige Chance, sie zu befreien…
»Reise durch das Schattenland« ist BAND 1 der Zantaliya-Trilogie und beschreibt die Erlebnisse der beiden Mädchen während der ersten Etappe ihrer abenteuerreichen Suche nach Cates kleiner Schwester.

Rezension:
Cate ist 13 und lebt mit ihrer Mutter und der kleinen Schwester in bescheidenen Verhältnissen, ihre beste Freundin Mary seit dem Tod ihrer Eltern sogar im Waisenhaus. Cates kleine Schwester Sarah liebt die Geschichten, die Mary ihr oft erzählt. Doch eines Tages erzählt Mary eine ungewöhnliche Geschichte. Cate hat den Eindruck, dass die Freundin dabei geistig irgendwie abwesend ist. Kurz darauf verschwindet Sarah spurlos aus der Wohnung, die Polizei kann keine Spur von ihr finden, und Cate macht sich schwere Vorwürfe. Als sie nachts einen eigenartigen Traum hat, macht sie sich spontan selbst auf die Suche. Vor Marys Waisenhaus trifft sie auf ihre Freundin, die auch einen visionären Traum hatte. Kurz darauf betreten die beiden die Welt aus Marys Geschichte – eine Welt, die sehr gefährlich ist. Werden sie in der Lage sein, Sarah hier zu finden?
Judith Fischers Jugend-Fantasy erzählt die Abenteuer der beiden Freundinnen Cate und Mary in einer Parallelwelt, in die diese unerwartet geraden. Diese Handlungsidee ist sicher nicht neu. Geschichten, in denen Mädchen, Jungen oder auch Erwachsene in eine Fantasy-Welt geraden, gibt es schließlich einige. Trotzdem können die Abenteuer gerade auch junger Helden immer wieder unterhalten. Im vorliegenden Fall gelingt das recht gut. Nachdem die Vorgeschichte, in der der Leser die Protagonistinnen und ihre Umgebung in unserer Welt kennenlernt, noch recht behäbig erscheint, wird es nach dem Wechsel der Welten rasch abenteuerlich. Mit jedem Abenteuer, das die beiden Mädchen bestehen müssen, zieht das Buch den Leser mehr in seinen Bann – um dann in einem ziemlich heftigen Cliffhanger zu enden.
Da es sich bei „Zantaliya“ um eine Trilogie handelt, überrascht es natürlich nicht, dass das Abenteuer noch nicht beendet wird. Dass es so offen ohne einen ‚Teilabschluss‘ endet, dagegen schon. Immerhin ist Band 2 („Zantaliya – Suche nach der Wahrheit“) bereits lieferbar.
Die Autorin erzählt die Geschichte zwar hauptsächlich aus dem Blickwinkel der Freundinnen, unterbrochen wird dies jedoch immer wieder durch Abschnitte aus der Sicht anderer Personen, wie beispielsweise Cates Mutter, Sarahs oder auch anderer Personen. Der Stil ist gut lesbar. Gelungen ist ihr damit ein Buch, das Genre-begeisterten Lesern durchaus gefallen dürfte.

Fazit:
„Zantaliya – Reise durch das Schattenland“ ist der Auftakt einer Jugend-Urban-Fantasy-Trilogie, die gut lesbar ist.

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Der Traum von New Providence

Ann-Kathrin Speckmann
Der Traum von New Providence

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Auf der Flucht

Klappentext:
Anne feiert ihren 12. Geburtstag. Alles fängt wunderbar an, doch dann stiehlt ihr kleiner Bruder Julien ihr die Show. Auf einmal interessieren sich ihre Eltern nur noch für seine ersten Schritte. Anne soll mit ihrer Freundin picknicken gehen. Doch darauf hat sie überhaupt keine Lust. Stattdessen sieht sie sich am Hafen Charleston ein neues Schiff an. Dabei belauscht sie zwei Matrosen, denen das gar nicht gefällt.
Eine Kurzgeschichte aus der Kindheit der berühmten Piratin Anne Bonny. Gleichzeitig handelt es sich um die Vorgeschichte zu den Romanen „Anne Bonny – Piratenleben“ und „Anne Bonny – Piratengeheimnis“.

Rezension:
Anne hat es satt, dass ihre Stiefmutter sie zu einem ‚richtigen‘ Mädchen erziehen will. Als dann auch noch ihr kleiner Halbbruder gerade an ihrem Geburtstag aufrecht zu gehen beginnt und damit die ganze Aufmerksamkeit ihrer Eltern auf sich zieht, läuft sie heimlich zum Hafen, um sich ein großes Schiff anzusehen.
Ann-Kathrin Speckmanns Kurzgeschichte blickt in die fiktive Kindheit der später bekannten (realen) Piratin Anne Bonny. Das Mädchen sehnt sich nach Abenteuern und hat überhaupt kein Interesse daran, zu einer ‚Dame‘ erzogen zu werden. Allerdings macht sie die Erfahrung, dass sie in der rauen Umgebung des Hafens nur eine Chance hat, wenn sie sich erfolgreich gegen erwachsene Männer durchsetzen kann.
Diese interessant geschriebene Geschichte dient wohl hauptsächlich dazu, das Interesse des Lesers an den beiden Anne-Bonny-Bücher der Autorin zu wecken. Mit Erfolg, muss man sagen, denn Annes kurzes Abenteuer macht eindeutig Lust auf mehr.

Fazit:
Ein kurzes historisches Jugend-Abenteuer vor realem Hintergrund, dass reichlich Potential für die folgenden Bücher erwarten lässt.

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Die Savanten – 1 – Heimkehr

Uwe Eckardt
Die Savanten – 1 – Heimkehr

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Flucht durchs Portal

Klappentext:
Nach einer schweren Kopfverletzung erwacht der achtzehnjährige Finn aus dem Koma und kann mit einem Mal beliebig große Mengen innerhalb eines Wimpernschlags erfassen. Selbst die Anzahl der Blätter eines Baumes erkennt er mühelos.
Seine unglaubliche Fähigkeit bleibt jedoch nicht lange unbemerkt und eine mysteriöse und gefährliche Frau tritt unvermittelt in sein Leben.
Sie entführt ihn kurzerhand auf eine geheimnisvolle Insel, von der es kein Entkommen zu geben scheint. Aber hier beginnt Finns Reise erst, die ihn und seine neuen Freunde in eine umkämpfte Welt voller Magie und unglaublicher Geschöpfe führt. Auch seine Gabe scheint nicht mehr die gleiche zu sein, denn in Finn regt sich die Magie.
Eine Heimkehr bleibt jedoch ungewiss…

Rezension:
Nachdem Finn zusammengeschlagen wurde, entwickelt er plötzlich ein besonderes Verständnis für Zahlen. Lange kann er sich daran jedoch nicht erfreuen, denn er wird gerade wegen dieser Fähigkeit entführt. Auf einer einsamen Insel trifft er auf andere mit besonderen Begabungen, die im Auftrag eines nicht gerade zimperlichen Milliardärs von skrupellosen Wissenschaftlern erforscht werden sollen. Doch ihnen gelingt die Flucht – in eine Paralleldimension, in der Magie real existiert.
Was als SciFi-Thriller beginnt, wandelt sich nach dem Wechsel in die andere Dimension zu einem spannenden Fantasy-Abenteuer. Dieser Wechsel des Genres erfolgt recht abrupt, was die Geschichte ab dieser Stelle fast wie ein anderes Buch wirken lässt. So kann einen Leser, der dieses Buch nach Lesen des Klappentextes in Erwartung einer Urban-Fantasy-Geschichte liest, der Anfang schon etwas verwirren. Letztere nimmt jedoch den weitaus größten Tel der Handlung ein, womit die Erwartungshaltung dann doch befriedigt wird.
Während die anfängliche Vorstellung des Protagonisten noch etwas holprig wirkt, liest sich das eigentliche Abenteuer dann deutlich flüssiger. Der Autor Uwe Eckardt bringt bekannte Fantasywesen auf eine schlüssige Weise in die dargestellte (Parallel-)Welt ein. Man kann es sogar so ausdrücken, dass diese Welt der eigentliche Ursprung unserer Sagen ist. Dabei gelingt es dem Autor, durchaus, überraschende neue Ideen einzubringen.
Nach einigen überraschenden Wendungen wird erst am Ende deutlich, dass die Abenteuer Finns und seiner Freunde noch lange nicht beendet sind. Aber keine Sorge: Nach Informationen des Autors ist die Fortsetzung bereits in Arbeit.

Fazit:
Dieses Fantasy-Abenteuer mit SciFi- und Thriller-Elementen kann mit überzeugenden Plotideen punkten.

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Legenden aus Mornefey – 1 – Der geheime Prinz

Megan E. Moll
Legenden aus Mornefey – Der geheime Prinz

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Der geheimnisvolle Prinz

Klappentext:
Die Zauberin Runa bedroht das Königreich. Als die Situation zu eskalieren scheint, gibt das Mädchen Deliah der Königin ein sonderbares Versprechen: Sie soll den Prinzen, den es offiziell gar nicht gibt, in Sicherheit bringen. Die beiden treten eine nicht ungefährliche Reise durch das Land an, um ihre Heimat aus den Fängen der Zauberin zu befreien. Was verbirgt der unbekannte Prinz hinter seiner Maske? Und warum wurde seine Existenz verschwiegen?
Mit dem ersten Band der »Legenden aus Mornefey« für junge Erwachsene ab zwölf Jahren geht unsere »Schwarzer Drachen Kids« – Reihe pünktlich vor Weihnachten in die zweite Runde.

Rezension:
Als Deliah an ihrem 7. Geburtstag einen Platz sucht, an dem sie ihre Ruhe hat, landet sie auf einen verlassenen Hof auf der Rückseite des Königsschlosses. Doch plötzlich hört sie durch einen Steinschlitz eine Stimme. In einem Kellerraum des Schlosses lebt ein Junge, der – wie er ihr erzählt – wegen einer Sonnenallergie nie ins Freie kann. Obwohl sie sich nie sehen können, besucht Deliah den Jungen über die Jahre hin täglich. Doch erst als sie beide schon Jugendliche sind, lernen sie sich von Angesicht zu Angesicht kennen – und müssen sich auf eine abenteuerliche Reise begeben, um das Königreich zu retten.
Die Handlungsidee dieses Buches bietet durchaus Potential, verbindet es doch Fantasy mit Abenteuer, Jugendbuch und der Botschaft, sich nicht von Äußerlichkeiten leiten zu lassen. Etwas problematisch ist dabei lediglich die Zielgruppe. Der Klappentext nennt hier „junge Erwachsene ab zwölf Jahren“. Am Anfang hat die Geschichte gewisse märchenhafte Züge. Hier macht der Text von der Satz- und Handlungsgestaltung her eher den Eindruck, für (deutlich) jüngere Leser als 12-Jährige verfasst zu sein. Im Kontrast dazu stehen die Gespräche, die die beiden Hauptprotagonisten als 7- beziehungsweise 7½-Jährige miteinander führen und die für das Alter viel zu erwachsen wirken. Erst als die Haupthandlung mit der gemeinsamen Reise beginnt, passen Handlung und Stil zur Altersempfehlung. Hier macht das Buch dann auch erwachsenen Lesern durchaus Spaß. Die Handlung bleibt dabei stets sehr geradlinig, Abschweifungen zu Nebenhandlungen kommen nicht vor. Die Charaktere der Jugendlichen wirken glaubhaft.
Auch wenn die Autorin Megan E. Moll und der Verlag keine Angaben machen, wohin sich die weiteren Bände der „Legenden aus Mornefey“ entwickeln könnten, kann man wohl davon ausgehen, dass diese Reihe für den interessierten Leser interessant werden (beziehungsweise bleiben) könnte – vorausgesetzt es gelingt, einen altersgerecht einheitlichen Stil durchzuhalten, denn das ist beim vorliegenden Buch eigentlich der einzige wirkliche Kritikpunkt.

Fazit:
Ein unterhaltsames Fantasy-Abenteuer primär für junge Leser, das stellenweise leichte Schwierigkeiten mit der Zielgruppen-Ansprache hat.

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Flavia de Luce – Das Geheimnis des kupferroten Toten

Alan Bradley
Flavia de Luce – Das Geheimnis des kupferroten Toten

Übersetzung Gerald Jung und Katharina Orgaß

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Die vielfältigen Anwendungen von CuSO₄

Klappentext:
Ein Fall für Flavia de Luce – die bezauberndste Detektivin Englands!
»Mord! Komm sofort her«, steht in dem Brief, der Flavia an einem Sonntagmorgen in ihrem Zuhause Buckshaw zugestellt wird. Wie könnte die elfjährige Hobbydetektivin einer derart dringlichen Bitte widerstehen? Mit ihrem treuen Fahrrad Gladys macht sie sich auf zum Internat Greyminster, das schon ihr Vater besuchte. Nebelumwabert ragt das altehrwürdige Gemäuer vor ihr auf, doch der Fund, der sie in einem der Badezimmer erwartet, ist noch unheimlicher: In der Wanne liegt ein nackter toter Mann, der Körper überzogen mit einer Kupferschicht … Chemikerin Flavia ist in ihrem Element!

Rezension:
Flavia macht, was ein 11-jähriges Mädchen an einem Sonntagvormittag so macht: Sie sitzt in ihrem Labor und untersucht den Giftzahn einer Kreuzotter unterm Mikroskop. Dabei wird sie jedoch vom Butler der Familie gestört, der ihr einen Brief überbringt. Darin ruft sie ein Schüler des nahegelegenen Jungeninternats zu Hilfe, denn er hat einen Mord entdeckt. Natürlich zögert Flavia keinen Augenblick, denn was gibt es schöneres, als Leichen zu untersuchen und einen Mord aufzuklären?
Gut, spätestens jetzt ist wohl jedem klar, dass Flavia nicht unbedingt das normale 11-jährige Durchschnittsmädchen von nebenan ist. Mit Sicherheit war das auch im England um 1950, wo die Geschichte angesiedelt ist, nicht anders. Aber gerade darin liegt wohl der Reiz dieser Krimireihe um das chemiebegeisterte Mädchen. In diesem Fall liegen sowohl Rätsel als auch Lösung in der Formel CuSO₄ verborgen.
Nachdem ich schon einige Zeit mit der „Flavia de Luce“-Reihe liebäugelte, bot mir diese kostenlose Kurzgeschichte die passende Gelegenheit, Flavia endlich einmal kennenzulernen. Auch wenn einem manche Informationen ohne Kenntnis der vorausgegangenen Bücher fehlen (Wieso nennt sie ihr Fahrrad beispielsweise „Gladys“?), reicht diese Kurzgeschichte doch aus, Lust auf mehr zu machen. Diese Detektiv-Story sollte man jedenfalls trotz des geringen Alters der Hauptprotagonistin keinesfalls als ausschließliches Jugend- oder gar Kinderbuch abtun.

Fazit:
Diese Kurzgeschichte bietet allen bisher Nichtinfizierten einen geeigneten Einstieg in Flavia de Luce’ Welt.

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DrachenSchimmer: Das Amulett des Lichts

K.C. Kornwall
DrachenSchimmer: Das Amulett des Lichts

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Trugdrachen und Zauberer

Klappentext:
Sam wäre gern einfach ein ganz normales fünfzehnjähriges Mädchen, doch seit sie bei ihrem Bruder lebt, muss sie mit ihm ständig von einem Ort zum nächsten reisen, nur damit er immer wieder neuen Mythen und Legenden rund um das Thema Drachen hinterherjagen kann. Doch bei ihrer neuen Reise aufs englische Land läuft plötzlich alles anders als sonst. Diese Reise soll ihr ganzes Leben verändern, denn sie bekommt Einblick in eine Welt, von der sie vorher nicht zu träumen gewagt hätte. Eine fantastische Welt, die allgegenwärtig und doch unsichtbar ist – eine Welt, parallel zu unserer, in der Drachen und Magie erst der Anfang eines großen Abenteuers sind…

Rezension:
Sam lebt bei ihrem erwachsenen Bruder, der nach Drachen forscht – bisher jedoch vergeblich. Auch wenn es ihr nicht gefällt, ständig umherzureisen und doch nichts zu finden, findet sie sich damit ab. Diesmal geht es zu einer abgelegenen Burg im Südwesten Englands. Anders als an den bisherigen Forschungsstätten ihres Bruders scheint es hier wirklich Sachen zu geben, die nicht mit rechten Dingen zu gehen. Doch um Drachen scheinen es sich dabei anscheinend nicht zu handeln.
Wie der Titel schon erahnen lässt, handelt es sich bei diesem derzeit nur als eBook erhältlichen Werk um den Anfang eines Mehrteilers. So verwundert es nicht, dass Sam(antha)s Abenteuer am Ende dieses Bandes gerade erst richtig beginnt.
Während die Handlung der Geschichte durchaus interessant ist, bleiben die handelnden Personen dabei jedoch recht blass. Über die Hintergründe der Geschwister erfährt der Leser nur wenig, und auch sonst entwickeln beide leider nur wenig Persönlichkeit. Für die wenigen Nebencharaktere gilt dies sogar in noch stärkerem Maße. Obwohl der Schreibstil der Autorin gut lesbar ist, fällt es dem Leser deshalb schwerer als nötig, eine geistige Beziehung zur Hauptprotagonistin aufzubauen. Aber vielleicht bessert sich da in den Fortsetzungen ja noch? Band 2 ist unter dem Titel „DrachenSchimmer: Zwischen Schatten und Licht“ bereits verfügbar.

Fazit:
Der Auftakt der „DrachenSchimmer“-Reihe bietet eine interessante Handlungsidee, die etwas unter einer schwachen Charakterzeichnung leidet.

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Ein Fall für Wells & Wong – 2 – Teestunde mit Todesfall

Robin Stevens
Ein Fall für Wells & Wong – 2 – Teestunde mit Todesfall

(Übersetzung: Nadine Mannchen)

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Das Arsen ist angerichtet

Klappentext:
Hazel verbringt die Ferien bei Daisys Familie in Fallingford. Zu Daisys Geburtstag reist die gesamte Verwandtschaft an – von der exzentrischen Tante Saskia bis zum schneidigen Onkel Felix. Nur der zwielichtige Mr Curtis passt nicht so recht ins Bild. Er scheint etwas im Schilde zu führen.
Doch als Mr Curtis vor den Augen aller vergiftet wird, ist klar, dass einer der Gäste der Mörder ist. Während ein Sturm die Verdächtigen im Haus und die Polizei draußen hält, ermittelt Detektei Wells & Wong in ihrem zweiten Fall, diesmal im Kreis der eigenen Familie. Bei so vielen dunklen Geheimnissen wirkt Fallingford auf einmal gar nicht mehr so heimelig.

Rezension:
Wie bereits die Weihnachtsferien verbringt Hazel auch die Osterferien bei Daisys Familie. Da auch Daisys 14. Geburtstag in die Ferien fällt, kommen zu diesem Anlass übers Wochenende noch diverse andere Personen zu Besuch. Neben Freundinnen aus dem Internat und Verwandten besitzt ihre Mutter jedoch die Dreistigkeit, vor den Augen der gesamten Familie auch ihren Liebhaber einzuladen. Außer ihr findet jedoch niemand diesen Mr Curtis sympathisch. Im Gegenteil, vermutet Daisy doch schon bald, dass der es mehr auf die Wertgegenstände im Haus als auf ihre Mutter abgesehen hat. Bevor Daisy und Hazel das jedoch nachweisen können, stirbt Mr Curtis. Offenbar wurde er vergiftet. Leider hat fast jeder Anwesende Motive für die Tat, und da eine Überschwemmung das Haus vorübergehend von der Außenwelt abgeschnitten hat, gibt es für Wells & Wong viel zu tun – auch wenn die meisten der Verdächtigen Daisys Angehörige sind.
Wie bereits im 1. Band der „Wells & Wong“-Reihe, „Mord ist nichts für junge Damen“, erinnert der Aufbau auch hier wieder sehr an klassische britische Detektivgeschichten. Auch wenn Daisy Hazel öfters mit „Watson“ anspricht, sind die Parallelen zu Agatha Christies Miss-Marble-Geschichten jedoch deutlich ausgeprägter als zu Arthur Conan Doyles Sherlock-Holmes-Stories. Der grundlegendste Unterschied liegt jedoch im Alter der Detektivinnen. Daisy und Hazel trennen hier einige Jahrzehnte von ihren Vorbildern. Handelte der Vorgänger noch am Internat, dass die beiden Mädchen besuchen, und damit auf relativ neutralem Boden, ereignet sich diese Tat mitten im herrschaftlichen Anwesen der Wells’. Dabei versteht es die Autorin Robin Stevens, das aus den diversen Büchern und Verfilmungen vertraute Ambiente des wohlsituierten alten Englands lebendig werden zu lassen. Die Welt, in der Daisy und Hazel ermitteln, kommt einem sofort irgendwie vertraut vor. Hinzu kommt, dass der Fall so intelligent konstruiert ist, dass es wohl keinem Leser gelingen dürfte, die wahren Zusammenhänge frühzeitig zu erraten. Und trotzdem erscheint einem – wenn man die Lösung erst mal kennt – alles logisch.
Nach den gelungenen beiden bisher auf Deutsch erschienenen Bänden kann man nur hoffen, dass auch die weiteren Abenteuer der beiden jungen Hobby-Detektivinnen baldmöglichst übersetzt werden.

Fazit:
Daumen hoch! Die Abenteuer von Wells & Wong haben das Zeug zur Kultreihe.

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Horizon – 2 – Fernab der Heimat

Amanda Laurie
Horizon – 2 – Fernab der Heimat

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Feind oder Freund?

Klappentext:
Die Flucht aus Carbonn endet für Thronprinz Corin ausgerechnet in einem Land, das schon vor Jahren der Krone abgeschworen hat. Inkognito schlägt er sich durch und landet schließlich beim Erzfeind seines Vaters.
Unerwartet erfährt er von einer geheimen Mission und ahnt, dass seiner Heimat und den Bewohnern Carbonns großes Unheil bevorsteht.
Soll Corin heimkehren, obwohl er sich geschworen hatte, endgültig mit der Vergangenheit abzuschließen? Oder soll er stattdessen den lang ersehnten Neuanfang wagen?
Für welchen Weg er sich auch entscheidet, sicher ist nur, zuvor muss er ein waghalsiges Abenteuer bestehen.

Rezension:
Nach seiner Flucht vor seinem Vater am Ende von „Horizon – Aufbruch ins Ungewisse“ ist Corin schwer verletzt. Zum Glück gerät er in die Hände eines fähigen Heilers, der ihn verarzten kann. Doch wie soll es weitergehen? Überraschend lernt er bald darauf eine Jagdgesellschaft aus Rowenia kennen, die ihn einlädt, sie in ihre Heimat zu begleiten. Doch dieses Land ist bekanntlich der Erzfeind seines Heimatlandes Carbonn und damit seines Vaters. Soll Corin wirklich nach Rowenia reisen?
Auch in diesem Band von Amanda Lauries in einem mittelalterlich wirkenden Ambiente angesiedelten Jugend-Fantasy-Abenteuer spielen Fantasy und Action nur eine untergeordnete Rolle. Im Mittelepunkt steht auch diesmal wieder Corins Entwicklung, der sich irgendwann entscheiden muss, ob er seinem Vater und damit seinem Heimatland endgültig den Rücken kehren will.
Waren in Carbonn die Orts- und Personennamen französisch geprägt, sind sie es in den Ländern Sagard und Rowenia, die in diesem Band die hauptsächlichen Handlungsorte darstellen, englisch. Das wirkt zunächst etwas verwirrend, heißen die in diesen Ländern gesprochenen Sprachen in der Geschichte doch ganz anders. Andererseits merkt der Leser auf diese Weise recht gut, wo er sich gerade aufhält beziehungsweise woher die handelnden Personen jeweils stammen.
Obwohl er auch in diesem Band wieder viel erlebt, ist Corins Abenteuer damit noch lange nicht beendet. Wie viele weitere Bände geplant sind, ist leider noch nicht bekannt. Zumindest macht auch dieser Teil der angenehm lesbaren Story um die Entwicklung des jungen Protagonisten Lust auf die nächste Fortsetzung.

Fazit:
Mit „Fernab der Heimat“ geht dieses interessante jugendliche Fantasy-Abenteuer in die nächste Runde.

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