Der schwarze See

Barbara Büchner
Der schwarze See

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Uobs in Blauenswede

Klappentext:

Hüte dich vor Dingen, die Menschen waren
und nicht mehr sind,
vor Dingen, die Menschen sein wolle
und keine sind,
und vor Dingen, die wie Menschen aussehen
und keine sind.

Ein Stausee, auf dessen Grund sich Mysteriöses abspielt, monströse Kreaturen aus einer anderen Welt, die ein Städtchen bedrohen und fünf Jugendliche, die das verhindern wollen …Erfolgsautorin Barbara Büchner schuf mit „Der schwarze See“ einen düsteren Phantastikroman in lovecraftscher Tradition.

Rezension:
Die 16-jährige Birgit ist alles andere als begeistert, als sie erfährt, dass sie zusammen mit ihrer Mutter 4 Wochen Urlaub bei deren Freundin in einem abgelegenen Kaff verbringen soll. Ein abgelegener Stausee ist nicht gerade das Traumurlaubsziel einer Punkerin wie sie. Die Erinnerung an den letzten gemeinsamen Besuch vor einigen Jahren ist alles andere als gut, zumal die Freundin ihrer Mutter einen äußerst nervigen Sohn hat. Am Ziel angekommen erfährt Birgit jedoch von mysteriösen Vorgängen, die sie zuerst als Spinnereien abtut. Doch es stellt sich heraus, dass mehr dahintersteckt – und Birgit steckt plötzlich mittendrin.
Bei Barbara Büchners Roman handelt es sich um eine eher düstere Urban Fantasy mit jugendlichen Protagonisten. Das Buch stellt ein durchaus interessantes Jugend-Abenteuer rund um mysteriöse Vorkommnisse dar. Dabei gelingt es der Autorin, ihre Leser das eine oder andere Mal zu überraschen. Nicht ganz so überzeugen konnte mich dagegen das Ende mit dem ‚Männern in Schwarz‘.
Neben der Protagonistin nehmen überwiegend andere Jugendliche ähnlichen Alters die Hauptrollen ein. Dass sich auch der Sohn der Freundin der Mutter als weitaus weniger nervig als von Birgit befürchtet herausstellt, dürfte bei einer Geschichte dieser Ausgangslage wohl keinen überraschen. Auf eine Romanze verzichtet die Autorin allerdings erfreulicherweise.
Die Autorin erzählt ihre Geschichte aus Sicht eines Beobachters in einer relativ einfach gehaltenen Sprache. Der Spannungsaufbau bis zum Finale hin funktioniert.
Ein Hinweis am Rande: Das Aufstauen eines Stausees ist ein langwieriger Vorgang, bei dem der Wasserspiegel sehr langsam steigt. Dass jemand, der in ein zum Überfluten freigegebenes Haus zurückkehrt, überraschend von den Wassermassen erfasst werden könnte, wie die Protagonisten vermuten, wäre also nicht möglich.

Fazit:
Diese potenziell eher düster angelegte Urban Fantasy kann mit neuen Ideen punkten ohne in Jugendbuch-Clichés abzurutschen.

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Dieser Reprint eines Bildbandes aus dem Jahr 1918 zeigt Impressionen eines Bayerns, das es so an vielen Stellen nicht mehr gibt.
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Forbidden Artefacts – 2 – Das Athame

Frauke Besteman
Forbidden Artefacts – 2 – Das Athame

St,rSt,rSt,rSt,rSt,r

Väter und ‚Väter‘

Klappentext:
Daria und Areion aka Ryan sind zurück.
Nur wenige Tage sind vergangen, seitdem das Grimoire und auch Ryan wieder verschwunden sind. Doch damit ist noch lange keine Ruhe in Darias Leben eingekehrt. Nicht nur haben die neuen Erkenntnisse der letzten Tage ihre Welt komplett auf den Kopf gestellt, auch der Einfluss des Grimoires auf ihren Verstand sowie die Heilung, die ihr Körper durch Ryans Blut erhalten hat, haben ungeahnte Auswirkungen. Zu allem Überfluss setzt Daria eine fiebrige Grippe außer Gefecht, die ihre Zukunftspläne vorerst auf Eis gelegt hat. Doch Daria hat keine Zeit, sich auszukurieren, denn ihr Halbbruder Gabriel hat ein weiteres Verbotenes Artefakt aus seinem ersten Feldeinsatz mitgebracht, das noch gefährlicher als das Grimoire zu sein scheint. Nicht nur weigert sich ihr Ziehvater Richard das Artefakt zur Zerstörung freizugeben, sondern auch Gabriel benimmt sich zunehmend seltsam. Und, als wäre das nicht schon schlimm genug, ist Darias beste Freundin Felice spurlos verschwunden.

Rezension:
Daria fühlt sich krank, doch die Beerdigung Noahs will sie natürlich keinesfalls verpassen. Kaum hat sie diese hinter sich gebracht, wartet jedoch die nächste Überraschung auf sie: Ihr Bruder bringt von seinem Einsatz für den Orden ein Artefakt mit, dass genauso gefährlich wie das Grimoire zu sein scheint. Eigentlich hat Daria von solchen Dingen vorläufig genug. Viel lieber will sie endlich ihren richtigen Vater kennenlernen. Schnell muss sie feststellen, dass manches noch viel komplizierter ist, als sie dachte. Es scheinen sogar noch weit mehr Parteien ins Geschehen involviert zu sein.
Auch wenn in der Handlung ein paar Tage verstrichen sind, führt Frauke Besteman mit dem 2. Band ihrer Urban-Fantasy-Reihe „Forbidden Artefacts“ die Geschehnisse um ihre Protagonistin beinahe nahtlos weiter. Nach den Erkenntnissen aus Band 1 („Das Grimoire“) sitzt diese bildlich gesprochen zwischen den Stühlen. Nachdem in letzterem sowohl die Protagonistin als auch den Leser schon in ein ganzes Gewirr von Geheimgesellschaften und mythischen Wesen gestoßen wurden, sorgt die Autorin jetzt dafür, dass dieses Gewirr noch undurchsichtiger wird. Gemeinsam mit Daria weiß der Leser noch weniger als bisher, woran er wirklich ist.
Die Autorin überlässt ihrer Protagonistin natürlich auch weiterhin das Wort, als Ich-Erzählerin aufzutreten. Da die Grundlagen aus dem 1. Band schon bekannt sind, fällt es diesmal leichter, wieder in das Geschehen hineinzufinden. Dadurch wirkt dieser Band ‚runder‘. Wohin sich die Geschichte weiterentwickelt, ist nach wie vor kaum abzusehen.

Fazit:
Der Ausflug in die Welt der Geheimbünde und Mythen wird mit Band 2 noch verwirrender, gleichzeitig aber auch noch mitreißender.

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Taberna libraria – 1 – Die Magische Schriftrolle – Serialausgabe Teil 1

Dana S. Eliott
Taberna libraria – 1 – Die Magische Schriftrolle – Serialausgabe Teil 1

St,rSt,rSt,rSt,bSt,b

Die Buchhandlung am Arsch der Welt

Klappentext:
Buchhandlungen öffnen Welten – Teil 1 des sechsteiligen Serials zum fantastischen Roman »Taberna Libraria – Die Magische Schriftrolle«!
Ursprünglich wollten Silvana und Corrie nur eine Buchhandlung eröffnen. Doch der alte Laden, den sie im beschaulichen Örtchen Woodmore erstehen, verbirgt ein Geheimnis: In seinem Keller befindet sich ein Portal in eine andere Welt, in der Fabelwesen und übernatürliche Geschöpfe wie Greife, Faune und Drachen sehr lebendig sind. Dort schlummern in Büchern verborgene Geister, und manchmal verstecken sich zwischen den Seiten sogar Seelen. Ein Magier setzt alles daran, das Buch in seinen Besitz zu bekommen, das ihm die Herrschaft über die Welten auf beiden Seiten des Portals sichern soll. Silvana und Corrie finden sich urplötzlich im größten Abenteuer ihres Lebens wieder.

Rezension:
Die Freundinnen Silvana und Corrie wollen eine Buchhandlung eröffnen. Da trifft es sich gut, dass in Woodmore gerade eine günstig zu haben ist. Dumm nur, dass Woodmore so abgelegen liegt, dass selbst das Navi den Weg nicht kennt. Aber der Laden macht einen guten Eindruck, also wagen sie den Versuch. Interesse der Einwohner scheint zumindest vorhanden zu sein. Doch noch vor der Eröffnung findet ein Einbrecher seinen Weg in den Laden. Der will aber anscheinend gar nichts klauen. Stattdessen verrät er den beiden neuen Besitzerinnen ein Geheimnis.
Bei Dana S. Eliotts Urban-Fantasy-Werk „Taberna librari“ fällt es gar nicht so leicht, erst mal zu durchschauen, woran man eigentlich ist. Bei „Taberna librari“ handelt es sich um eine Reihe, in der bisher 2 Bände erschienen sind. Der 1. von diesen wird jetzt wiederum in eBook-Form als Fortsetzungsgeschichte, als in sich wiederum 6-bändiges ‚Serial‘, veröffentlicht. Dies ist also nur der 1. Teil des 1. Bandes! Das erklärt auch, dass dieses eBook praktisch nur die Vorgeschichte darstellt. Das bereits im Klappentext erwähnte Portal, welches wohl den Angelpunkt der Story darstellt, kommt erst unmittelbar vor Ende dieses ‚Häppchens‘ ins Spiel. Der Fantasy-Aspekt der Geschichte wird bisher lediglich vage angedeutet.
Genau das machte es aber auch schwer, die Geschichte zu beurteilen. Dieser 1. Teil des 1. Bandes konnte mich nicht überzeugen. Die Handlung plätschert eigentlich nur so vor sich hin. Allerdings kann ich mir durchaus vorstellen, dass es nach der Einbeziehung des Portals ins Geschehen deutlich interessanter werden könnte. Diese pure Vermutung kann ich aber natürlich nicht in die Beurteilung des vorliegenden eBooks einbeziehen, weswegen ich dieses nicht als wirklich empfehlenswert einstufen möchte.
Wie im Anhang ausdrücklich erwähnt wird, ist Dana S. Eliott ein Pseudonym, hinter dem die beiden Autorinnen Sandra Dageroth und Diana Kruhl stehen.

Fazit:
Dieser Auftakt eines Auftakts einer Urban-Fantasy-Reihe lässt sich kaum beurteilen, weil die Fantasy-Handlung noch gar nicht begonnen hat.

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Das Medaillon der Erinnerungen

Teresa Zwirner
Das Medaillon der Erinnerungen

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Das 6. Medaillon

Klappentext:
Lizz kann sich wirklich Schöneres vorstellen, als das wundervolle London zu verlassen und zu ihrem Vater aufs öde Land zu ziehen. Ihr einziger Lichtblick ist der nerdige, aber wirklich süße Mitschüler Peter Xavier, der sie gleich zu Beginn unter seine Fittiche nimmt. Aber gerade als sie sich mit ihrem neuen Leben anfreunden will, macht sie eine außergewöhnliche Entdeckung. In dem uralten Herrenhaus ihres Vaters findet Lizz ein mysteriöses Medaillon, von dem eine besondere Magie auszugehen scheint. Plötzlich gerät sie in einen Strudel aus dunklen Machenschaften und Intrigen, denn sie ist nicht die Einzige, die von der Macht des Schmuckstückes weiß…

Rezension:
Weil ihre Mutter beruflich längere Zeit unterwegs sein wird, muss die 16-jährige Lizz zusammen mit ihrer Schwester zu ihrem Vater aufs Land ziehen. Das passt ihr überhaupt nicht – die neue Lebensgefährtin ihres Vaters noch weniger. Als sie im Haus des Vaters aber ein altes Medaillon findet und sich herausstellt, dass unter Mitschülern ähnliche im Umlauf sind, wird es interessant. Ein paar Jungs weihen sie ein, dass diese Schmuckstücke magisch sind. Man kann mit deren Hilfe nämlich in fremde Erinnerungen eintauchen – und diese manipulieren.
Teresa Zwirner weicht in ihrem Jugend-Urban-Fantasy-Abenteuer vom Schema F ab. Hier ist es ausnahmsweise kein Teenager, der von seinen eigenen magischen Fähigkeiten erfährt. Die besitzt ihre Protagonistin nämlich wirklich nicht. Stattdessen sind es hier magische Artefakte, die das Leben ganz normaler Jugendlicher durcheinanderbringen. Schnell muss die 16-jährige Protagonistin feststellen, dass das Manipulieren fremder Erinnerungen kein Spaß ist. Die Manipulation der Erinnerungen ihres Umkreises bringt sie in Schwierigkeiten.
Wie es speziell bei Geschichten, bei denen jugendliche Mädchen im Mittelpunkt stehen, schon fast normal ist, nehmen auch hier Lizzʼ Gefühle für ihren männlichen Umkreis einen relativ großen Raum ein. Wieso eigentlich? Bei Romanen mit männlichen Protagonisten ähnlichen Alters spielt Verliebtheit meist eine erheblich diskretere Rolle. Wie so oft bei ähnlichen Büchern spielen die Gefühle der Protagonistin für die beteiligten Jungs für den eigentlichen Fantasy-Part nämlich keine entscheidende Rolle.
Die Autorin lässt ihre Protagonistin in der 1. Person erzählen. Die Erzählweise wirkt dabei recht direkt, ist damit aber dem Alter der fiktiven Erzählerin angemessen. Das Ende des Buches verlangt allerdings regelrecht nach einer Fortsetzung, da relativ viel offen bleibt.

Fazit:
Eine Urban-Fantasy-Geschichte deren magische Hintergründe leider (vorläufig?) offen bleiben.

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Dragon Tale – 2 – Herz des Drachen

Aylin Hacker
Dragon Tale – 2 – Herz des Drachen

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Ärger mit den Bestillen

Klappentext:
Was wirst du tun, wenn dein inneres Feuer erwacht?
Nachdem Monica sich an ihr neues Leben als Prinzessin gewöhnt hat, überschlagen sich die Ereignisse erneut und eine alte Bedrohung kehrt schleichend zurück. Doch auch abseits von Draconica läuft nicht alles glatt.
Als wäre das nicht genug, entdeckt Monica eine neue Seite an sich, die droht, die Kontrolle zu übernehmen. Ihr inneres Feuer scheint ein ganz eigenes Leben führen zu wollen und es gibt jemanden, der behauptet, mehr zu wissen. Jemanden, den Monica niemals dachte, wiederzusehen.
Monicas Geschichte geht weiter – ihre Geschichte über Feuer, Freundschaft und Abenteuer, aber vor allem – Drachen.

Rezension:
Monica hat sich in Draconica eingelebt. Immer mehr ihrer Freizeit verbringt sie dort. Ihr draconicanischer Freundeskreis wird größer. Doch langsam schöpfen ihre Freunde in unserer Welt verdacht, weil sie immer weniger Zeit mit ihnen verbringt und geistig oft abwesend ist. Dass sie ein 2. Leben in einer anderen Welt führt, können sie nicht ahnen, dürfen sie nicht erfahren. Doch leider gibt es auch im Reich der Drachen Schwierigkeiten. Es kommt zu Todesfällen.
Überraschend schnell hat sich Aylin Hackers Protagonistin Monica mit ihrer neuen Situation abgefunden. Obwohl dieser 2. Band nur wenige Monate nach Beginn der Handlung im 1. Band („Kind des Feuers“) beginnt, findet sie sich inzwischen hervorragend mit ihrem Doppelleben zurecht. Nach dem Cliffhanger des Vorgängers verwundert es etwas, dass die Handlung nicht unmittelbar fortgesetzt wird. Stattdessen wird der Cliffhanger nur in Monicas Erinnerung aufgelöst. Nachdem die Handlung über weite Strecken dieses Bandes zeitlich ähnlich langsam wie in Band 1 fortschreitet, wird zum Ende hin erstmals eine etwas größere Zeitspanne weitgehend übersprungen. Dass die Handlung von 1¾ Bänden nur etwas mehr als ½ Jahr umfasst, heißt allerdings nicht, dass wenig passieren würde. Im Gegenteil! In diesen beiden Bänden passiert so viel, dass der Leser Gefahr läuft, den Überblick zu verlieren. Mittlerweile gibt es dermaßen viele Handlungsstränge, dass es schwerfällt, diese zu überblicken. Und das, obwohl die Protagonistin in ausnahmslos allen persönlich involviert ist. Da die Reihe auf 6 Bände angelegt ist, dürfte es am Ende auf ein episches Werk hinauslaufen.
Neben den schon in meiner Rezension des 1. Bandes hervorgehobenen Alleinstellungsmerkmalen dieser Urban-Fantasy-Reihe fällt mit dem Fortschreiten der Handlung ein weiterer ins Auge: Während die Protagonisten ähnlicher Stoffe meist für längere Zeit unserer Welt den Rücken kehren, wechselt Monica sehr häufig zwischen beiden Welten hin und her. Sie besucht weiterhin täglich die Schule und besucht Draconica immer nur an Nachmittagen, Wochenenden und in den Ferien.
Natürlich lässt die Autorin ihre Protagonistin auch weiterhin als Ich-Erzählerin auftreten.

Fazit:
Das Jugend-Urban-Fantasy-Abenteuer wird immer komplexer, damit aber leider auch etwas unübersichtlicher.

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Im Zeichen der Zauberkugel – 1 – Das Abenteuer beginnt

Stefan Gemmel
Im Zeichen der Zauberkugel – 1 – Das Abenteuer beginnt

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Sahil aus der Kugel

Klappentext:
Ein neues Leseabenteuer von Stefan Gemmel, in dem sich alles um die Macht einer Zauberkugel dreht
Beim Stöbern auf dem Dachboden seiner Großeltern entdeckt Alex eine verborgene Tür. Nachdem er sie öffnet, ist nichts mehr wie zuvor. Er findet eine Zauberkugel mit einem Kugelgeist darin und der kennt auch noch Alex’ verschollenen Großvater!
Alex kann sein Glück kaum fassen. Doch das ändert sich schnell, denn mit der Befreiung des Kugelgeists Sahli hat er nicht nur drei Wünsche frei, sondern auch dessen mächtigen Schöpfer Argus gegen sich aufgebracht – den stärksten Dschinn aller Zeiten.

Rezension:
Ferien bei der Oma – das könnte Alex gefallen, wenn nicht auch die Zwillinge, seine Stiefschwester, mit dabei wären. Als er auf dem Boden eine zugestellte Tür entdeckt, will er natürlich herausfinden, was sich dahinter verbirgt. Vom Verbot der Oma lässt er sich nicht davon abhalten, denn hier lagern die Sachen seines vor Jahren verschwundenen Opas. Tatsächlich entdeckt er eine Zauberkugel und kann aus ihr einen Dschinn befreien, der der Geist eines etwa gleichaltrigen Jungens ist.
Stefan Gemmel wendet sich mit dieser Urban-Fantasy-Geschichte an recht junge Leser. Das Alter des Protagonisten wird zwar nicht genannt, Cover und (sehr schöne) Textillustrationen legen jedoch nahe, dass sowohl Alex als auch seine Schwestern etwa gleichaltrig wie der zum Dschinn-Dasein verfluchte Junge sind, dessen Alter mit 12 Jahren angegeben wird. Das Alter der ‚Zielgruppe‘ dürfte sogar noch etwas darunter liegen.
Schon das Wort „Dschinn“ verrät natürlich, dass das Abenteuer in die Märchenwelt des Orients führt. 1001 Nächte hat Alex allerdings nicht zur Verfügung, um das Rätsel der Zauberkugel zu lösen und zusammen mit dem aus dieser befreiten Sahil gegen den Dschinn zu kämpfen, der Sahil zu diesem Dasein verflucht hat. Die Tatsache, dass es sich um den 1. Band einer Reihe handelt, legt natürlich schon nahe, dass Alexʼ Abenteuer am Ende dieses Buches noch lange nicht beendet ist. Und dass es dem Protagonisten natürlich nicht gelingt, das Geheimnis lange vor seinen Schwestern zu verbergen, dürfte wohl ohnehin niemanden wundern.
Der Autor erzählt seine Geschichte in einer dem angepeiltem Leserkreis angepassten Sprache. Für erwachsene Leser wirkt diese deshalb stellenweise etwas ‚einfach‘. Die Konstruktion des aus Erzählersicht geschilderten Abenteuers kann aber überzeugen. Aber dieses hat ja gerade erst begonnen …

Fazit:
Urban Fantasy trifft auf 1001 Nacht. Stefan Gemmels Zauberkugel eignet sich durchaus als ‚Einstiegsdroge‘ für potenzielle neue Fantasy-Fans.

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Kinder des Windes

Björn Springorum
Kinder des Windes

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Im Banne des Mistrals

Klappentext:
Der Wind flüstert Lola Geheimnisse zu, sie kann sich beinahe lautlos bewegen und wenn sie wütend ist, spürt sie in sich eine Kraft, die ihr Angst macht. Warum ist sie so anders? Pablo kennt die Antwort, denn die beiden teilen ein Schicksal. Sie sind Kinder des Windes und damit in großer Gefahr!

Rezension:
Die 12-jährige Lola lebt in Tarifa, der südlichsten Stadt Europas. Bei klarem Wetter kann man am Horizont Afrika erkennen, doch da war sie noch nie. Wegen ein paar mysteriöser Vorfälle ist sie eine Außenseiterin, die ihre Freizeit am liebsten beim alten Fischer Santiago verbringt. Doch plötzlich hat Lola das Gefühl, verfolgt zu werden. Dann klettert eines Nachts auch noch ein fremder Junge in ihr Zimmer, der erstaunlich viel über sie weiß. Sie soll – genau wie dieser Pablo selbst – ein Kind des Windes sein. Und als solches magische Fähigkeiten haben. Die Kinder des Windes müssen sich laut Pablo zusammentun, um die Welt vorm Amok laufenden Mistral zu beschützen.
Urban-Fantasy-Abenteuer mit jugendlichen Helden sind nicht selten. Dass diese Helden völlig unerwartet über ihre besondere Abstammung und damit einhergehende besondere Fähigkeiten erfahren, auch nicht. Das ist in diesem Genre schon fast normal. Wie schon oft bewiesen, kann dieses Grundschema aber immer wieder bestens funktionierende Geschichten hervorbringen. Auch Björn Springorum bedient sich dieser Ausgangslage, um seine junge Protagonistin für die Rettung der Welt ins Abenteuer zu schicken.
Dieses Abenteuer funktioniert auch und kann seine Leser in seinen Bann ziehen. Auch solche Leser, die deutlich älter als die Protagonistin sind, werden dabei gut unterhalten. Einen Schwerpunkt legt der Autor dabei auf Lolas (bisherigen) Außenseiterstatus und dessen Gründe. Gewisse Schwächen zeigt das Buch dagegen bei den der Handlung zugrundeliegenden Hintergrundinformationen. Was für ein Wind der Mistral ist, dürfte beispielsweise besonders Lesern im Alter der Protagonistin kaum bekannt sein. Leider fließen solche Informationen auch nicht beziehungsweise nur sehr oberflächlich in den Text ein. Die Winde und Windsysteme bilden zwar die Grundlage der Handlung, werden aber kaum erklärt. Hier wird zweifellos Potenzial verschenkt.
Das Ende des Buches und offen bleibende Fragen deuten auf eine geplante Fortsetzung hin. Konkrete Informationen dazu konnte ich allerdings nicht finden. Meine positive Bewertung beruht allerdings darauf, dass es diese Fortsetzung geben wird, die dann die offenen Fragen befriedigend beantwortet. Ohne eine solche würde die Geschichte einen unabgeschlossenen und damit unbefriedigenden Eindruck hinterlassen, was eine 5-Sterne-Bewertung nicht rechtfertigen würde. Ich zumindest würde Lolas Abenteuer sehr gerne weiterverfolgen.
Der Autor erzählt das Abenteuer aus Lolas Sich in der 1. Person. Am Schreibstil gibt es dabei nichts zu kritisieren. Er ist sehr flüssig zu lesen und mitreißend.

Fazit:
Ein sehr interessantes Jugend-Urban-Fantasy-Abenteuer, das trotz allem zusätzliches Potenzial verschenkt.

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Geister-Detektiv Mark Tate – 2 – 5 Romane in einem Band

W. A. Hary
Geister-Detektiv Mark Tate – 2 – 5 Romane in einem Band

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Voodoo, Roboter und Kali-Jünger

Klappentext:
Dieses Buch enthält folgende Mark Tate Romane:
W.A.Hary: Mark Tate und die Voodoo-Hexte
W.A.Hary: Mark Tate und das Erbe des Grauens
W.A.Hary: Der Druden-Chirurg
W.A.Hary: Trau keinem Geist um Mitternacht
W.A.Hary: Hexagramm gefällig?
Mark Tate ist der Geister-Detektiv. Mit seinem magischen Amulett, dem Schavall, nimmt er es mit den Mächten der Finsternis auf und folgt ihnen in andere Welten und wenn es sein muss, bis in die Hölle. Ihm zur Seite steht May Harris, die weiße Hexe.

Rezension:
Als Privatdetektiv, der sich auf übernatürliche Bedrohungen spezialisiert hat, lebt Mark Tate nicht ungefährlich. Wenn er engagiert wird, bekommt er es stets mit gefährlichen Gegnern zu tun, denen mit normalen Waffen kaum zu begegnen ist. Und sein Ruf ist nicht ungefährlich, die dunklen Kräfte suchen nach ihm.
Dass alten Heftroman-Reihen im eBook-Zeitalter ein 2. Leben eingehaucht wird, ist eine mittlerweile schon weit verbreitete Vorgehensweise. Teilweise kommen auf diesem Weg wirklich lesenswerte Werke bei einer neuen Leserschaft zu neuem Ruhm. W. A. Harys Reihe um den „Geister-Detektiv Mark Tate“, die in der eBook-Inkarnation gleich als Sammelbände zu je 5 Geschichten daher kommt, fehlt allerdings leider die nötige Substanz, um überzeugen zu können. Zumindest die in diesem Band versammelten Bände sind auch sehr unterschiedlich, sodass die Reihe für mich nicht wie aus einem Guss wirkt. Hier ist es Magie, dort ein verrückter Wissenschaftler, der menschliche Bewusstseins in Roboter transferieren will, dann wieder eine Entführung in eine andere Dimension oder ein wieder auflebender Kali-Kult. Komischerweise kann der „Schavall“ des Protagonisten bei alldem helfen – wenn er denn gerade will. Bei gleich 3 der 5 Geschichten tritt der Titelheld eigentlich nur in einer Nebenrolle in Erscheinung. Über die jeweils größten Teile der Handlung wird dort von der entsprechenden Bedrohung erzählt, bevor der eigentliche Protagonist überhaupt darin involviert wird – und natürlich relativ schnell helfen kann.
Auch sprachlich kann der Autor nicht überzeugen. Überwiegend bedient er sich einer Abfolge kurzer Sätze. Während die Szenen, in denen der Protagonist anwesend ist, aus dessen Ich-Perspektive erzählt werden, bekommt der Leser alle anderen aus Beobachtersicht dargeboten.

Fazit:
Einzig die letzte Story „Hexagramm gefällig?“ kann in diesem Sammelband halbwegs überzeugen.

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Die 12 Häuser der Magie – 2 – Schicksalskämpfer

Andreas Suchanek
Die 12 Häuser der Magie – 2 – Schicksalskämpfer

St,rSt,rSt,rSt,rSt,r

Der Dämon

Klappentext:
Das Leben von Nicholas Ashton liegt in Trümmern.
Gejagt von ihren Feinden, haben Liz und Nic im letzten Augenblick das sichere Haus erreicht. Von Jane und Matt fehlt jedoch weiterhin jede Spur. Der Fluch des Dämons scheint sich zu erfüllen, die Intrige ging auf.
Ist ein zweites Regnum noch aufzuhalten? Nic und Liz setzen alles daran, unter schwierigsten Bedingungen gegen ihre Feinde zu bestehen. Da erfährt Nic eine grauenvolle Wahrheit und das Schicksal schlägt erneut zu.

Rezension:
Die Flucht durch den schwarzen Spiegel ist geglückt. Allerdings fehlt Matt. Wie konnte er während der gemeinsamen Passage verlorengehen? Nic und Liz rätseln, wie sie ihn und Jane wiederfinden können. Doch auch Matt steht vor einem Rätsel. Auch er tritt aus dem Spiegel, kann jedoch keinen seiner Freunde entdecken, obwohl er am erwarteten Ziel gelandet zu sein scheint. Stattdessen taucht ein unbekannter Mann auf. Und der erzählt etwas vom Jahr 1744.
Im Gegensatz zu seinen anderen, potenziell unendlichen Reihen hat Andreas Suchanek seine Urban-Fantasy-Geschichte „Die 12 Häuser der Magie“ von vornherein auf 3 Bände festgelegt. Somit befinden wir uns in der Mitte der Handlung. Die mittleren Teile von Trilogien stehen bekanntlich oft im Ruf, etwas durchzuhängen. Den Vorwurf kann man diesem Band aber definitiv nicht machen. Sowohl den Leser als auch den Protagonisten, den jungen Magier Nic(holas) Ashton, erwarten reichlich Abenteuer und überraschende – oder sollte ich besser „schockierende“ schreiben? – Enthüllungen. Der Autor beweist erneut sein Talent, alles, was man als gesichert annimmt, wiederholt auf den Kopf zu stellen.
Dass der Autor ein besonderes Talent für Spannungsaufbau hat, dürfte allen Lesern seiner Geschichten oder auch meiner Rezensionen zu diesen reichlich bekannt sein. Wie seine anderen Reihen lebt auch diese von unzähligen Mini-Cliffhangern. Immer, wenn eine Handlung einem Höhepunkt entgegenstrebt, wechselt mit einem Kapitelwechsel der Schauplatz. Auf die Fortsetzung der Teilhandlung ‚darf‘ der Leser dann mindestens bis zum nächsten Kapitel, oft aber auch 5 oder mehr Kapitel warten. Man könnte das glatt als „versuchanekten Spannungsaufbau“ bezeichnen. Und am Ende – soviel sei verraten – wartet ein noch schlimmerer Cliffhanger als bei Band 1 auf den Leser. Dass man Band 3 dann natürlich sehnlichst erwartet, muss wohl kaum betont werden.
PS: Wer die Ur-Version meiner Rezension zu Band 1 gelesen hat, ist vielleicht etwas irritiert. Dort hatte ich Nic und Matt verwechselt und diesen Fehler erst nachträglich korrigiert.

Fazit:
Wie gewohnt schafft es Andreas Suchanek auch hier wieder, am Ende alle geschockt zurückzulassen.

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Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://rezicenter.blog/2020/01/28/bilder-aus-altbayern-reprint-eines-bildbands-von-1918/

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Insomnia – 1 – Das Herz der Bestie

Dominik A. Meier
Insomnia – 1 – Das Herz der Bestie

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Die Schichten des Würfels

Klappentext:
Du bist kein Mensch mehr, Alva. Du bist eine Bestie, ein Tier. Eine Sklavin im goldenen Käfig. Und du wirst kämpfen oder sterben.
Im Schleier gibt es keine Freiheit. Er ist eine Welt jenseits der Erde, ein Ort, der keinen Regeln zu folgen scheint und doch voller Grenzen und Zwänge ist. Doch für Alva ist er nur ein gewaltiges, zeitloses Gefängnis. Fortgerissen von allem, was sie kennt und liebt, findet sie sich plötzlich in der fremdartigen Gestalt einer Bestie wieder. Man stellt sie vor die Wahl: Entweder sie fügt sich ihrem Schicksal als Bestienkämpferin und tritt in den Arenen des gewaltigen Cubes gegen andere Bestien an – oder aber sie erwartet ein Schicksal schlimmer als der Tod. Doch bald schon erkennt Alva, dass die Arenen, der Cube und selbst der Schleier nur Teil eines Geheimnisses sind, in dessen finsterer Mitte allein sie steht.
Insomnia: Das Herz der Bestie. Ein Cyberpunk-Abenteuer.

Rezension:
Alva arbeitet in einer Bar. Nach einer Nacht, in der eine Freundin und Kollegin bei ihr übernachtete, wachen beide in einer vollkommen fremden Umgebung in Reptilienkörpern auf. Eine kurz darauf eintreffende Streife findet das jedoch gar nicht verwunderlich. Lediglich dass beide ihren vollen menschlichen Intellekt behalten haben, scheint außergewöhnlich zu sein. Alva und ihre Freundin werden erpresst, fortan als Bestienkämpferinnen bei einer Art Gladiatorenkämpfen anzutreten. Eine Rückkehr zur Erde scheint unmöglich zu sein.
Dominik A. Meiers Urban-Fantasy-Mehrteiler hebt sich deutlich von anderen Weltenreise-Stories ab. Das zeigt sich schon daran, dass die Protagonistin den Wechsel in eine andere Welt überhaupt nicht bewusst erlebt, sondern nur als vollzogen registrieren kann. Auch die mit diesem Weltenwechsel einhergehenden körperlichen Veränderungen sind in derartigen Geschichten eher die Ausnahme. Die Welt des Cube, in der sie sich wiederfindet, weist stark an SciFi, stärker noch an Dystopien erinnernde Elemente auf. Allerdings ist diese Welt genau wie deren Hintergründe sehr abstrakt, was dem Leser das Zurechtfinden erheblich erschwert. Leider bleiben selbst grundlegende Fragen im vorliegenden 1. Band gänzlich unbeantwortet, sodass diese Welt einem auch nach Beendigung dieses Bandes noch weitgehend unverständlich bleibt.
Der Erzählstil des Beobachters, aus dessen Perspektive der Autor seine Geschichte erzählt, wirkt recht nüchtern, beinahe berichtsmäßig. Auch das könnte dazu beigetragen haben, dass mich das Buch trotz der ungewöhnlichen Handlung nicht wirklich gefangennehmen konnte. Alles in allem spricht dieses Cyberpunk-Abenteuer, wie der Autor seine Geschichte selbst bezeichnet, mit seiner sehr ungewöhnlichen Story vorzugsweise experimentierfreudige Leser an.

Fazit:
Diese Weltenreise-Fantasy geht recht ungewöhnliche Wege, was es dem Leser nicht leicht macht, in seine persönliche Komfortzone zu finden.

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