Trywwidt – 2 – Falsche Freunde

Klara Bellis
Trywwidt – 2 – Falsche Freunde

St,rSt,rSt,rSt,rSt,r

Ach du fieser Frettchenfurz!

Klappentext:
Käferkacke! Es könnte alles so einfach sein, wenn Korwin Schwarzvogel kein Vampir wäre. So aber muss die Elfe Trywwidt um sein untotes Leben fürchten, denn ihre Mitelfen wollen es bei einer Rettungsaktion auslöschen. Dabei hat sie das Ganze überhaupt erst angerührt, um ihre Freundin Phyrridt zu befreien, die als albtraumhafter Schmerzensschrei zwischen den Welten herumgeistert. Auch im Hause Schwarzvogel ist nicht alles eitel Mondenschein. Dunkle Wolken ballen sich über Korwin zusammen und werfen ihre blutigen Schatten voraus, was Trywwidts Rettungsmission erschwert.
Wenn die Elfe scheitert, würde das nicht nur ihren eigenen Tod bedeuten, sondern ganz nebenbei die Welt der Menschen ausradieren.
Allergikerhinweis: Achtung! Dieses E-Book enthält Spuren von Elfen, Vampiren, Architekten und so gut wie keine expliziten Szenen. Nur ganz wenige. So ein bisschen angedeutet.

Rezension:
Kaum glaubt Korwin, nach dem ganzen Wirbel um die gefährliche Pflanze im 1. Trywwidt-Band „Die Kaiserin der ewigen Nacht“ endlich Ruhe vor der nervigen Elfe Trywwidt zu haben, steht diese schon wieder auf der Matte. Aber nein, wenn sie doch nur auf der Fußmatte vor der Haustür stände! Mit ihrem Portalöffner platzt sie einfach mitten im Zimmer aus einem Dimensionsportal. Und das immer wieder. Aber auch seine menschliche Assistentin Ira bereitet ihm Sorgen, ist für diese doch plötzlich ein Architekt wichtiger als er. Und mit seinen lieben Mitvampiren scheint sich auch Ärger anzubahnen …
Klara Bellis’ doch recht außergewöhnliche Elfen sind wieder da, und deren Schimpfwort-Repertoire ist definitiv nicht geschrumpft. Nach wie vor entsprechen weder diese Elfen noch die Vampire so ganz dem, was der Genre-erfahrene Leser erwarten dürfte. Bei all deren teilweise lebensgefährlichen Abenteuern bleibt dem Leser also auch diesmal wieder genug Grund zum Schmunzeln. Daran, dass alle Hauptelfen, -vampire und -menschen überleben, besteht wohl von Anfang an kein großer Zweifel, werden diese doch noch für Band 3 benötigt.
Der Autorin gelingt es auch in dieser Fortsetzung wieder, eine sehr unterhaltsame und außergewöhnliche Urban-Fantasy-Story zu liefern. So hat man Elfen noch nie erlebt – zumindest wenn man von Teil 1 absieht. In diesem Band treten zur Abwechslung allerdings auch ein paar Vampire in Erscheinung, die eher dem gängigen Cliché entsprechen und Menschen nur als Nahrungsmittel betrachten. Für Aufregung ist also gesorgt. Das alles wird wieder in einem sehr flüssigen Schreibstil dargeboten, den zu lesen einfach Spaß macht.
Und plötzlich ist schon wieder die letzte Seite da und lässt den Leser auf ein baldiges Erscheinen des nächsten Bandes hoffen …

Fazit:
Mit Chaos-Elfen und depressiven Vampiren gehen die humorvoll-abenteuerlichen Ereignisse in Bergstadt in die nächste Runde.

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Magische Meriten – 1 – Gefunden

Dennis Frey
Magische Meriten – 1 – Gefunden

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Zwischen An’ya und Kukura

Klappentext:
Florence trifft in einem Wald im Allgäu auf den Magier Claude und seinen Lehrling Ivan. Bald darauf wird sie von einem mächtigen Wesen verfolgt, das es auf mehr als nur ihr Leben abgesehen hat. Kann sie auf die Hilfe der Magier zählen?
Die Reihe Magische Meriten erzählt die Geschichte der Magier seit den 20er Jahren in Dennis Freys Universum der Fremden.
Leser seines Debütromans „Fremdes Leben“ und seiner Kurzgeschichten, können im Lauf der Serie einige alte Bekannte wiedertreffen.

Rezension:
Die 16-jährige Engländerin Flo(rence) verbringt den Urlaub zusammen mit ihrer Familie im Allgäu. Als sie im Wald ein eigenartiges Leuchten bemerkt, folgt sie diesem. Dort trifft sie auf die Magier Ivan und Claude, die erkennen, dass sie selbst eine noch nicht erweckte Magierin ist. Während Claude einem gefährlichen Wesen folgt, werden Flo und sein Schüler Ivan von einem noch gefährlicherem angegriffen, das es speziell auf Flo abgesehen hat.
Mit diesem Einstieg in seine neue Urban-Fantasy-Reihe führt Dennis Frey seine Leser in die Welt eines magischen Ordens. Band 1 verfolgt dabei den Erstkontakt eines 16-jährigen Mädchens mit ihren eigenen magischen Fähigkeiten, von denen sie bisher nichts ahnte. Dass die magische Welt nicht gerade ungefährlich ist, muss sie dabei schnell erkennen. Auch ein paar Reminiszenzen an typische High-School-TV-Serien lässt der Autor nicht aus. Dass sich zwischen Flo und dem nur wenig älteren Ivan schnell ‚etwas anbahnt‘, verwundert Leser des Genres wohl kaum. Verlautbarungen des Autors verraten allerdings, dass sich die kommenden Bände vorerst auf andere Angehörige des Ordens konzentrieren werden, statt Flos und Ivans Weg weiter zu verfolgen.
Vom Stil her kann dieses Buch gefallen Fans jugendlicher Urban Fantasy finden hier eigentlich alles, was sie in diesem (Sub-)Genre erwarten können. Das Lesen macht Spaß – und darauf kommt es doch an.

Fazit:
Diese Jugend-Urban-Fantasy stellt den gelungenen Auftakt einer neuen Reihe dar.

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Perchtenlauf

Andreas Brugger
Perchtenlauf

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

In der Höhle der Perchten

Klappentext:
Mit dem Buch Perchtenlauf schuf Andreas Brugger nicht nur eine ganz neue Art des Lesevergnügens, er startete damit auch eine vielversprechende Buchbandreihe, denn das nächste Buch ist bereits in Arbeit.
In aufeinanderfolgenden Szenenbildern verschiedener Kameras begleitet der Leser ein Studententeam bei dessen Untersuchung mysteriöser Ereignisse im Alpenland. Ihre studienmäßige Projekt-Recherche führt das Team in ein Dorf in den österreichischen Alpen, um über lokales Brauchtum und Sagen einen Dokumentarfilm zu drehen. Die Einheimischen erzählen Geschichten über verschwundene Kinder, verstümmelte Tiere und dunkle Gestalten. Böse Streiche, Jägerlatein und Aberglaube, so scheint es. Doch dann wird mitten in den Raunächten – den Nächten vom 25. Dezember bis zum 6. Jänner – ein weiterer Mensch vermisst, und das Kamerateam beginnen zu erahnen, dass hinter den uralten Legenden mehr steckt, als es irgendjemand für möglich halten würde …
Noch während der Vorbereitungen gestaltete sich die Idee, dieses Buch im Dialekt und in Hochdeutsch zu veröffentlichen. So entstand die Lösung, dass der hochdeutsche Text auf den geraden Seiten und der Originaltext auf den ungeraden Seiten zu lesen ist.

Rezension:
Eine Gruppe von Studenten besucht – ausgerüstet mit mehreren Kameras – ein Alpendorf, um dort einen Projekt-Film über den Brauch des Perchtenlaufs zu drehen. Laufen die Dreharbeiten anfangs noch erwartungsgemäß, erzählen ihnen schon bald einige Einwohner Geschichten von wirklich stattgefundenen mysteriösen Vorkommnissen. Nicht nur in ferner, sondern auch in recht naher Vergangenheit sind hier immer wieder sowohl Menschen als auch Vieh verschwunden. Wenn es überhaupt Spuren gab, waren diese unheimlicher Natur. Die Einwohner schafften es jedoch immer, diese Vorfälle vor der breiten Öffentlichkeit geheim zu halten. … und dann müssen die Studenten miterleben, wie zuerst ein Mädchen aus dem Ort und schließlich sogar einer von ihnen verschwinden.
Erinnert diese Handlung nicht an diverse Horror-Filme? Genau. Und genau wie ein solcher ist auch dieses Buch aufgebaut. Die gesamte Handlung liest sich wie die Beschreibung eines ‚Found Footage‘-Streifens. Das geht so weit, dass bei jeder Szene zuerst beschrieben wird, was gerade zu sehen ist, und diese immer mit „Das Bild wird schwarz.“ endet.
Alleine das zeigt natürlich schon, dass Andreas Bruggers Fantasy-Buch außergewöhnliche Wege geht. Da braucht der Leser natürlich ein paar Seiten, bis er sich in diesen Rhythmus hineingelesen hat. Auch die Tatsache, dass sich auf jeder Doppelseite hochdeutscher und Dialekttext gegenüberstehen, ist ungewohnt, wobei diese Doppelung eigentlich relativ unnötig ist, da der erzählende Text und auch die wörtlichen Reden vieler der Protagonisten sowieso (fast) hochdeutsch sind. Für den hochdeutschen Leser schwer verständlicher Dialekt tritt eigentlich nur bei den wörtlichen Reden älterer Einwohner auf. Da hätte sich sicher eine sinnvollere Art der Übersetzung finden lassen.
Die Handlung an sich ist jedoch nicht zu kritisieren. Nach einem relativ gemächlichen Aufbau der Basis wird die Geschichte bis zum Finale immer spannender. Die Idee, in diesem und mehreren weiteren geplanten Büchern alte Sagen zu ‚entstauben‘ und zeitgemäß aufzubereiten, ist durchaus begrüßenswert. So werden aus den immer seltener wieder- und weitergegebenen volkstümlichen Mythen moderne Fantasy-Werke.

Fazit:
Hier werden alte Mythen erfolgreich in die moderne Zeit transferiert. Ob die recht extremen Stilmittel nötig sind, ist eher Geschmacksfrage.

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Fiery & Tinder – 1 – Und das Geheimnis der Göttin

J.J. Blackwood
Fiery & Tinder – 1 – Und das Geheimnis der Göttin

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Auf der Suche nach den Genen

Klappentext:
Der neue, fantasievolle Reihenauftakt von J.J. Blackwood, der alle Grenzen überwindet.
Als Kronprinzessin des Feuervolkes wird Fiery eines Tages über das gesamte Land herrschen, welches ihr Vater regiert. Als immer mehr Stimmen den Untergang der Welt prophezeien, entdeckt Fiery ein mystisches Geheimnis, das die Zerstörung der Welt verhindern könnte…
Von seinem Stamm ausgestoßen irrt Tinder allein durch den gefährlichen Dschungel, in dem jeder Schritt den Tod bedeuten kann. Zufällig stößt er auf einen Stamm von vollkommen fremdartigen Wesen und begibt sich auf eine lange, abenteuerliche Reise.
Was passiert, wenn zwei Kämpfernaturen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, plötzlich aufeinandertreffen und gegen alle Regeln versuchen, gemeinsam die Welt zu retten?

Rezension:
Fiery ist die Kronprinzessin des Feuervolkes, doch als die Vulkane zu erkalten drohen, steht ihre Zukunft plötzlich auf der Kippe. Als sie etwas findet, mit dem sie hofft, ihr Volk retten zu können, macht sie sich auf eine Reise jenseits der Welt, die sei kennt. Tinder ist ein junger Jäger eines Waldstammes. Als er einen verhängnisvollen Fehler begeht, wird er aus seinem Stamm ausgeschlossen. Auf der Flucht vor geheimnisvollen Wesen, erreicht er schließlich das Meer. Es kommt, wie es kommen muss: Tinder und Fiery treffen aufeinander – und sehen schließlich ein, dass sie wohl nur gemeinsam ihre Welten retten können.
J.J. Blackwoods Roman beginnt wie eine Fantasy-Saga, doch im Laufe der Handlung stellt sich nach und nach heraus, dass es sich viel mehr um eine SciFi-Dystropie handelt. Die verschiedenen Völker sind die letzten Überlebenden der Menschheit, die jegliche Erinnerung an kulturelle Errungenschaften und Technik verloren haben. Für die auf Steinzeitniveau Lebenden stellen gelegentliche Funde von Überbleibseln der alten Kultur wie Scheren oder Sonnenbrillen wahre Wunder dar. Merkwürdige Hinweise auf etwas, was sich „Gene“ nennt, können sie nicht deuten. Liegt hier etwa das Geheimnis der Naturveränderungen, die ihr Leben bedrohen? Die Autorin lässt ihr Buch mit einem überraschenden Cliffhanger enden.
Leider enthält die ansonsten flüssig geschriebene und spannende Geschichte ein paar Widersprüche. So pendelt beispielsweise Fiery zwischen einer kaum zu besiegenden Kämpferin und einem ängstlichen Mädchen, dass sich zitternd in starke Männerarme rettet, hin und her – je nachdem, was für die Szene gerade passt. Das ergibt natürlich keinen glaubhaften Charakter. Die Figur des Tinder, der eine Entwicklung vom etwas ungeschickten Beinahe-Erwachsenen zur selbstbewussten Persönlichkeit durchläuft, erscheint da schon erheblich gelungener. Bei derartigen Inkonsistenzen liegt definitiv noch Verbesserungspotential, und es ist zu hoffen, dass dieses in den kommenden Bänden der Reihe noch genutzt wird. Sieht man von diesen Schwachpunkten ab, stellt dieser Band jedoch den Beginn eines interessanten Abenteuers dar, dessen weitere Entwicklung noch nicht vorherzuahnen ist.

Fazit:
Diese SciFi-Dystropie mit Fantasy-Touch ist ein gelungener Reihen-Start, beinhaltet jedoch noch ein paar logische Stolpersteine

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Das Erbe der Macht – 7 – Schattenzeit

Andreas Suchanek
Das Erbe der Macht – 7 – Schattenzeit

St,rSt,rSt,rSt,rSt,r

Das wilde Sigil

Klappentext:
Chaos und Tod greifen um sich.
Die Enthüllung der Schattenfrau hat weitreichende Folgen. Bevor die größte Feindin der Lichtkämpfer ihre Rache zu Ende bringt, sollen Mentigloben ihr erlittenes Leid verdeutlichen.
Unterdessen ringt ein Lichtkämpfer mit dem Tod, im Castillo tobt ein blutiger Kampf und ein Familiengeheimnis offenbart das ganze Ausmaß eines uralten Plans.

Rezension:
Nachdem am Ende des vorhergehenden Bandes „Schattenfrau“ die Identität dieser enttarnt wurde, müssen die Lichtkämpfer mit dieser schockierenden Information klar kommen. Doch viel Zeit bleibt ihnen dazu nicht, fällt doch die massive Streitmacht der Schattenkrieger ins Castillo ein. Ein Kampf auf Leben und Tod und die Zukunft der Welt entbrennt. Ohne etwas von diesem Kampf zu ahnen, versuchen die Zwillinge weiter, das Geheimnis um ihre Entstehung zu ergründen.
Wie man es von der „Das Erbe der Macht“-Reihe und den anderen Reihen Andreas Suchaneks gewohnt ist, bedeutet die Tatsache, dass im letzten Band zweifellos ein Handlungshöhepunkt erreicht wurde, auch hier keinesfalls, dass es jetzt vorerst etwas ruhiger zur Sache gehen würde. Genau das Gegenteil ist der Fall, und den gesamten Band über herrscht an allen Schauplätzen Dauerspannung. Inhaltlich kann man nicht viel sagen, ohne zu viel zu verraten. Zum allen Fans längst bekannten Suchanek-Stil braucht nach zahlreichen Rezensionen zu dieser und der „Ein MORDs-Team“-Reihe wohl kaum noch viel gesagt zu werden.
Und wieder heißt es, sehnsüchtig auf die Fortsetzung zu warten …

Fazit:
Mir Dauerspannung geht es in die nächste Halb-Staffel, in der es wohl hauptsächlich um die Zwillinge und ein wildes Sigil gehen dürfte.

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Trywwidt – 1 – Die Kaiserin der ewigen Nacht

Klara Bellis
Trywwidt – 1 – Die Kaiserin der ewigen Nacht

St,rSt,rSt,rSt,rSt,r

(Diese Rezension ist schon etwas älter, genauer gesagt aus einer Zeit, als es diesen Blog noch gar nicht gab. Da ich momentan aber gerade die Fortsetzung lese, habe ich mich entschlossen, sie hier nachzutragen.)

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Chaotin mit grünen Haaren

Klappentext:
Käferkacke! – Die Elfe Trywwidt hat es vermasselt. Ausgerechnet während ihrer Wache ist die gefährlichste aller Pflanzen aus dem Gewächshaus verschwunden: die »Kaiserin der ewigen Nacht«. Die gesamte Menschheit ist in Gefahr. Schnell weiß Trywwidt, wo die blutsaugende Pflanze steckt: ausgerechnet bei Klaus, dem wohl vertrotteltsten Botaniker der Welt!
Die Zeit wird knapp. Gestrandet in der Menschenwelt, sucht die Elfe einen Verbündeten für ihre Jagd auf die Blutsaugerin. Am besten einen, der sich ebenfalls mit dem Saugen von Blut auskennt. Aber kann sie ihrem Helfer wirklich vertrauen?
Schon bald muss Trywwidt begreifen, dass die mörderische Pflanze ihr geringstes Problem ist.
Wer wissen will, was die »Kaiserin der ewigen Nacht« mit der Pest im Mittelalter zu tun hat; wie wundersam die Erotik zwischen Elfen und Vampiren ist und mit welchen absonderlichen Schimpfwörtern Elfen nur so um sich werfen, ist hier bestens aufgehoben.
Klara Bellis’ Roman ist spannend und höchst amüsant. Für alle Fans von toughen Heldinnen, finsteren Schurken und Vollmilchschokolade.
Hinweis für Allergiker: ACHTUNG! Dieses Buch kann Spuren von Elfen, Vampiren und Pflanzenbiochemikern enthalten.

Rezension:
Eine hochgefährliche Pflanze verschwindet auf mysteriöse Weise aus einem Hochsicherheits-Gewächshaus der Elfen und taucht einfach so in der Menschenwelt auf. Zum Glück können die Elfen herausfinden, wer die Pflanze dort findet und mit zu sich nachhause nimmt. Also wird die Elfe Trywwidt, die nach einer Panne bei ihrem letzten Einsatz in der Menschenwelt seit 30 Jahren keinen solchen Einsatz mehr hatte, auf eine Bergungsaktion geschickt. Da vorher genau festgestellt wurde, dass zur fraglichen Zeit weit und breit kein Mensch sein wird und wo die Pflanze genau steht, dürfte das ein kurzer, schneller Einsatz werden. Doch gleich nach Trywwidts Eintreffen häufen sich die Pannen. Zuerst wird sie beinahe Opfer eines Verkehrsunfalls, und dann ist auch noch die Pflanze nicht auffindbar. Und das, wo der Wahlspruch der Elfen doch „Maximale Effizienz!“ lautet. Nur gut, dass der Vampir, den Trywwidt bei ihrem letzten Einsatz kennenlernte, ganz in der Nähe wohnt.
Spätestens jetzt dürfte jeder potentielle Leser erkannt haben, dass dieses Buch keine Elfen- oder Vampirgeschichte nach Schema F ist. Weder die Elfen noch die Vampire entsprechen den aus vielen anderen Büchern gewohnten derartigen Wesen. Lediglich die Menschen sind so, wie wir sie aus unseren täglichen Erfahrungen kennen – im Guten wie im Schlechten. Die Autorin erweckt hier eine sehr humorvolle Urban-Fantasy-Welt mitten in unserem realen Deutschland zum Leben. Alleine mit den Elfen-Schimpfwörtern könnte man ein ganzes Lexikon füllen. Oder sich einfach darüber totlachen, obwohl man letzteres lieber nicht machen sollte, da einem sonst die angekündigte Fortsetzung entgehen würde.
Zu Beginn werden wechselweise zunächst anscheinend unabhängige Geschichten aus den Blickwinkeln eines ewigen Studenten, einer von ihrem ehemaligen Liebhaber vor die Tür gesetzten Frau, der titelgebenden Elfe und des Vampirs erzählt, die ich im Laufe der Handlung zu einem Erzählstrang vereinen. Die Verflechtungen der verschiedenen Charaktere in die Gesamthandlung werden dem Leser erst nach und nach bewusst, doch selbst die Titelheldin kann manche anscheinenden Ungereimtheiten erst sehr spät durchschauen. Ob es wohl trotzdem für alle Beteiligten ein Happyend geben wird?

Fazit:
Allen Fans einer etwas schrägen Urban Fantasy kann man dieses Buch, das es derzeit leider nur als eBook gibt, wärmstens empfehlen.

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The Roxbury Haunting

Robin G. Austin
The Roxbury Haunting

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Geister und Polizisten

Klappentext:
Jack Raven is a Psychic Medium who has been talking to spirits since she was a child. Now, she owns Raven Eradications and her job is to assist the dead in moving onward– up or down as the case may be with her partner Mojo, a Tamaskan wolfdog.
Just before Christmas, she’s called to the home of Dorothy Matthews to get rid of the man who’s living in the woman’s attic. Alexander Jenningsworth, the home’s first owner, has increased his ghostly activity and has no plans on going anywhere. Dorothy though has already left the building.
Determined to learn why Alexander remains earthbound years after his death, Jack discovers secrets from his and Dorothy’s lives that defy the time that separates them. With help from Detective Clayton Acker, Jack battles an angry spirit for the truth that uncovers past and present mysteries.
The Roxbury Haunting is the first in the Jack Raven Ghost Mystery Series. This is a clean, cozy, supernatural series.

Rezension:
Jack Raven ist Geisterjägerin. Wegen ihres Vornamens muss sie fast jedem erst beweisen, dass sie wirklich die gesuchte Person ist. Als sie nach Texas gerufen wird, weil sich eine alte Frau von einem immer aktiver werdenden Geist in ihrem Haus belästigt fühlt, findet sie ihre Klientin bei der Ankunft jedoch nur noch mit gebrochenem Genick am Fuß der Treppe liegend vor. Ist der Geist etwa tätlich geworden, oder hatte da der Schwiegersohn der Frau, der sich auffällig für das Gebäude interessiert, seine Fingen im Spiel? Zu Jacks Überraschung scheint der ermittelnde Polizist die Geister-Angelegenheit im Gegensatz zu den meisten ihrer Mitmenschen ernst zu nehmen.
Geschichten über Geisterjäger sind in der Literatur bekanntlich nicht gerade selten, auch wenn es sich dabei meistens um Männer handelt. Zumindest in diesem Punkt gehört Robin G. Austins Protagonistin Jack einer Minderheit an. Doch nicht nur in diesem. Nach eigenen Angaben hat die Heldin zu 30 Prozent Navajo-, zu 50 Prozent englische Wurzeln. Die restlichen 20 Prozent kann sie selbst nicht zuordnen. Trotzdem verlässt sie sich im Zweifelsfall auf den Großen Geist.
In diesem Genre verwundert es natürlich nicht allzu sehr, dass es sich bei dieser Geschichte um den Start in eine neue Reihe handelt. Weniger Genre-typisch ist es dagegen, dass der Grusel-Faktor hier eine eher kleine Rolle spielt. Vielmehr nehmen das Krimi-Element und die Aufdeckung der Geschichte des Menschen, der später zum Geist wurde, einen erheblichen Stellenwert ein. Auch das familiäre Umfeld der verstorbenen Klientin erweist sich als nicht unwichtig. Auch relativ ungewöhnlich erscheint es in diesem Genre, dass die Story in Zeiten von Handys und Facebook angesiedelt ist und die Geisterjägerin sich ihr Honorar per Paypal überweisen lässt.
Insgesamt betrachtet ist es der Autorin gelungen, dem Geisterjäger-Genre eine durchaus interessante neue Note hinzuzufügen. Man kann gespannt sein, wie sich diese Reihe weiter entwickelt.

Fazit:
Diesem Geisterjagt-Krimi-Mix gelingt es, die klassische Geisterjägergeschichte erfolgreich in moderne Zeiten hinein weiter zu entwickeln.

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Atschori – Die Echsenbestie von Köln

Justus Wolf
Atschori – Die Echsenbestie von Köln

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Blutspur durch Köln

Klappentext:
Einmal in tausend Jahren ist alles möglich.
Die junge Biologistudentin Emilya braucht dringend einen Nebenjob. Unerwartet trifft sie den geheimnisvollen Lord Bradford und der stellt ihr Leben auf den Kopf: Plötzlich muss Emilya einen mordenden Echsenmenschen quer durch Köln jagen. Dabei entdeckt sie, dass sie eine ganz besondere Gabe besitzt.
Währenddessen geht für Marcel ein Traum in Erfüllung, denn er wird Kandidat bei einer Quizshow. Den Fernsehauftritt bei seinem großen Idol Christina Durmond hat er sich allerdings anders vorgestellt, als er in Wirklichkeit verläuft.
Schnell, hart und herzlich – „Atschori“ ist ein bewegender Fantasy-Thriller mit unterschiedlichen fantastischen Wesen.

Rezension:
Kaum hat Emilya ein Vorstellungsgespräch vermasselt, da wird sie auf offener Straße vom Insassen eines Rolls-Royce’ angesprochen. Dieser gibt sich als englischer Lord und Sonderermittler gegen übersinnliche Bedrohungen aus und will Emilya anwerben, weil diese angeblich über eine besondere Gabe verfügt, von der sie selbst nichts weiß. Die glaubt ihm natürlich nicht, doch der Fremde weist sich mit einem Ring aus, der dem gleicht, den Emilya einst von ihrem verschwundenen Vater bekam. So steht Emilya wenig später am Tatort, an dem ein Taucher von einem Echsenmann umgebracht wurde. Langsam beginnt sie, der Geschichte des Lords zu glauben. Aber werden sie das mysteriöse Wesen daran hindern können, weitere Morde zu begehen?
Der Titel und das Cover könnten durchaus den Eindruck erwecken, es beim vorliegenden Werk mit einem der üblichen ‚Groschenhefte‘ zu tun zu haben. Der Inhalt stellt sich dann jedoch als deutlich höherwertig heraus, als man aus dieser Erwartungshaltung heraus vermuten könnte. Justus Wolfs Fantasy-Story ist handwerklich gut geschrieben und hinterlässt einen positiven Eindruck. Lobend muss man bemerken, dass der Autor darauf verzichtet, das ganze in eine Lovestory zwischen der Protagonistin und dem Lord abgleiten zu lassen. Stattdessen liegt der Schwerpunkt auf der Erforschung der Hintergründe des Wesens. Dabei werden allgemein bekannte Fantasy-Wesen auf interessante Weise in neue Zusammenhänge gebracht. Mit dem im Klappentext benutzen Begriff „Thriller“ würde ich dieses Buch allerdings weniger assoziieren.
Auch wenn der konkrete Fall am Ende (natürlich) erfolgreich abgeschlossen ist, wären weitere Abenteuer um die neuernannte Sonderermittlerin durchaus wünschenswert. Ein Mangel an (potentiell) bösartigen Wesen dürfte dem wohl kaum im Wege stehen.

Fazit:
Dieser Fantasy-Krimi bewegt sich auf überraschend hohem Niveau und macht damit Lust auf mehr.

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Zantaliya – 1 – Reise durch das Schattenland

Judith Fischer
Zantaliya – 1 – Reise durch das Schattenland

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Die verschwundenen Mädchen

Klappentext:
Niemals hätte Cate es für möglich gehalten, dass das geheimnisvolle Land, von dem ihre beste Freundin Mary ihrer Schwester erzählte, tatsächlich existiert. Doch als die Kleine plötzlich auf mysteriöse Art und Weise verschwindet, führt ihre Suche sie genau dorthin.
Mit Mary an ihrer Seite stürzt sie Hals über Kopf in das größte Abenteuer ihres Lebens, denn was sie in Zantaliya erwartet, stellt alles, was sie bisher erlebt hat in den Schatten…
Den beiden Mädchen wird ein schweres Schicksal zuteil und ganz plötzlich sehen sie sich statt ihren üblichen Problemen mit fiesen Nachtraben, Gnomen und Baumgeistern konfrontiert. Aber sie haben keine Wahl, denn Cates kleine Schwester wird vom kaltblütigen Schwarzmagier Falador gefangengehalten und ihm gegenüberzutreten ist ihre einzige Chance, sie zu befreien…
»Reise durch das Schattenland« ist BAND 1 der Zantaliya-Trilogie und beschreibt die Erlebnisse der beiden Mädchen während der ersten Etappe ihrer abenteuerreichen Suche nach Cates kleiner Schwester.

Rezension:
Cate ist 13 und lebt mit ihrer Mutter und der kleinen Schwester in bescheidenen Verhältnissen, ihre beste Freundin Mary seit dem Tod ihrer Eltern sogar im Waisenhaus. Cates kleine Schwester Sarah liebt die Geschichten, die Mary ihr oft erzählt. Doch eines Tages erzählt Mary eine ungewöhnliche Geschichte. Cate hat den Eindruck, dass die Freundin dabei geistig irgendwie abwesend ist. Kurz darauf verschwindet Sarah spurlos aus der Wohnung, die Polizei kann keine Spur von ihr finden, und Cate macht sich schwere Vorwürfe. Als sie nachts einen eigenartigen Traum hat, macht sie sich spontan selbst auf die Suche. Vor Marys Waisenhaus trifft sie auf ihre Freundin, die auch einen visionären Traum hatte. Kurz darauf betreten die beiden die Welt aus Marys Geschichte – eine Welt, die sehr gefährlich ist. Werden sie in der Lage sein, Sarah hier zu finden?
Judith Fischers Jugend-Fantasy erzählt die Abenteuer der beiden Freundinnen Cate und Mary in einer Parallelwelt, in die diese unerwartet geraden. Diese Handlungsidee ist sicher nicht neu. Geschichten, in denen Mädchen, Jungen oder auch Erwachsene in eine Fantasy-Welt geraden, gibt es schließlich einige. Trotzdem können die Abenteuer gerade auch junger Helden immer wieder unterhalten. Im vorliegenden Fall gelingt das recht gut. Nachdem die Vorgeschichte, in der der Leser die Protagonistinnen und ihre Umgebung in unserer Welt kennenlernt, noch recht behäbig erscheint, wird es nach dem Wechsel der Welten rasch abenteuerlich. Mit jedem Abenteuer, das die beiden Mädchen bestehen müssen, zieht das Buch den Leser mehr in seinen Bann – um dann in einem ziemlich heftigen Cliffhanger zu enden.
Da es sich bei „Zantaliya“ um eine Trilogie handelt, überrascht es natürlich nicht, dass das Abenteuer noch nicht beendet wird. Dass es so offen ohne einen ‚Teilabschluss‘ endet, dagegen schon. Immerhin ist Band 2 („Zantaliya – Suche nach der Wahrheit“) bereits lieferbar.
Die Autorin erzählt die Geschichte zwar hauptsächlich aus dem Blickwinkel der Freundinnen, unterbrochen wird dies jedoch immer wieder durch Abschnitte aus der Sicht anderer Personen, wie beispielsweise Cates Mutter, Sarahs oder auch anderer Personen. Der Stil ist gut lesbar. Gelungen ist ihr damit ein Buch, das Genre-begeisterten Lesern durchaus gefallen dürfte.

Fazit:
„Zantaliya – Reise durch das Schattenland“ ist der Auftakt einer Jugend-Urban-Fantasy-Trilogie, die gut lesbar ist.

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Die Savanten – 1 – Heimkehr

Uwe Eckardt
Die Savanten – 1 – Heimkehr

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Flucht durchs Portal

Klappentext:
Nach einer schweren Kopfverletzung erwacht der achtzehnjährige Finn aus dem Koma und kann mit einem Mal beliebig große Mengen innerhalb eines Wimpernschlags erfassen. Selbst die Anzahl der Blätter eines Baumes erkennt er mühelos.
Seine unglaubliche Fähigkeit bleibt jedoch nicht lange unbemerkt und eine mysteriöse und gefährliche Frau tritt unvermittelt in sein Leben.
Sie entführt ihn kurzerhand auf eine geheimnisvolle Insel, von der es kein Entkommen zu geben scheint. Aber hier beginnt Finns Reise erst, die ihn und seine neuen Freunde in eine umkämpfte Welt voller Magie und unglaublicher Geschöpfe führt. Auch seine Gabe scheint nicht mehr die gleiche zu sein, denn in Finn regt sich die Magie.
Eine Heimkehr bleibt jedoch ungewiss…

Rezension:
Nachdem Finn zusammengeschlagen wurde, entwickelt er plötzlich ein besonderes Verständnis für Zahlen. Lange kann er sich daran jedoch nicht erfreuen, denn er wird gerade wegen dieser Fähigkeit entführt. Auf einer einsamen Insel trifft er auf andere mit besonderen Begabungen, die im Auftrag eines nicht gerade zimperlichen Milliardärs von skrupellosen Wissenschaftlern erforscht werden sollen. Doch ihnen gelingt die Flucht – in eine Paralleldimension, in der Magie real existiert.
Was als SciFi-Thriller beginnt, wandelt sich nach dem Wechsel in die andere Dimension zu einem spannenden Fantasy-Abenteuer. Dieser Wechsel des Genres erfolgt recht abrupt, was die Geschichte ab dieser Stelle fast wie ein anderes Buch wirken lässt. So kann einen Leser, der dieses Buch nach Lesen des Klappentextes in Erwartung einer Urban-Fantasy-Geschichte liest, der Anfang schon etwas verwirren. Letztere nimmt jedoch den weitaus größten Tel der Handlung ein, womit die Erwartungshaltung dann doch befriedigt wird.
Während die anfängliche Vorstellung des Protagonisten noch etwas holprig wirkt, liest sich das eigentliche Abenteuer dann deutlich flüssiger. Der Autor Uwe Eckardt bringt bekannte Fantasywesen auf eine schlüssige Weise in die dargestellte (Parallel-)Welt ein. Man kann es sogar so ausdrücken, dass diese Welt der eigentliche Ursprung unserer Sagen ist. Dabei gelingt es dem Autor, durchaus, überraschende neue Ideen einzubringen.
Nach einigen überraschenden Wendungen wird erst am Ende deutlich, dass die Abenteuer Finns und seiner Freunde noch lange nicht beendet sind. Aber keine Sorge: Nach Informationen des Autors ist die Fortsetzung bereits in Arbeit.

Fazit:
Dieses Fantasy-Abenteuer mit SciFi- und Thriller-Elementen kann mit überzeugenden Plotideen punkten.

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