Ein Fall für Amy Laszlo – 1 – Schattenbiest

Wolf Heichele
Ein Fall für Amy Laszlo – 1 – Schattenbiest

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Auf der Spur des Mantikors

Klappentext:
Erfrischende Frauenpower und außergewöhnliche Fälle!
Die erfahrene Agentin Amy Laszlo und ihre junge Kollegin Alice Pepper arbeiten für eine Spezialeinheit der amerikanischen Polizei, die sich mit außergewöhnlichen Fällen beschäftigt.
Zu ihren Aufgaben gehört die Aufklärung rätselhafter bis esoterischer Fälle, aber auch das Überprüfen von Alien-Sichtungen oder das Einfangen geklonter Mischwesen aus Mensch und Tier.
In atmosphärisch dichten Abenteuern sorgt die geballte Frauenpower der zwei Detektivinnen in jeder Folge für ein spannendes erfrischendes Leseerlebnis – und natürlich für jede Menge Gänsehaut!

Rezension:
Amy ist eine sehr sportliche, junge, aber bereits erfolgreiche Mitarbeiterin einer Polizei-Spezialeinheit für übernatürliche und von Außerirdischen verübte Verbrachen. Meist bildet sie mit der älteren Alice ein Team. Nachdem sie sich mit der Festnahme eines schon lange gesuchten, telepathisch begabten Verbrechers eigentlich ein paar freie Tage verdient hätte, wird sie von Alice zu Hilfe gerufen, denn die ist fast vor der eigenen Haustür über einen Mantikor ‚gestolpert‘.
Wolf Heicheles kurzes Fantasy-Krimi-Abenteuer erinnert von Aufbau und Länge an einen ‚Groschenroman‘, was auch der im Titel angedeutete Reihencharakter unterstreicht.
Die der Reihe zugrunde liegende Idee ist natürlich nicht gerade als neu zu bezeichnen, kann aber – wie die Erfahrung lehrt – durchaus tragfähig sein. Bekanntermaßen gibt es nicht wenige Fans derartiger phantastischer Krimi-Abenteuer. Amy, Alice und die wenigen Kollegen, die der Leser in dieser Geschichte kennenlernt, bleiben bisher zwar noch sehr ‚Hintergrund-los‘, doch das könnte sich in kommenden Bänden natürlich ändern. Unter diesem Blickwinkel betrachtet, kommt diesem Band wohl eher der Charakter eines Trailers zu, der den (zukünftigen) Leser an die Protagonisten und den grundsätzlichen Charakter der zu erwartenden Handlungen heranführt. Auch wenn die Handlung dieses Auftaktbandes noch etwas ‚dünn‘ ausfällt (was sich nicht auf die Länge der Story bezieht), bietet die Idee doch durchaus Potential.

Fazit:
Der Auftakt dieser Fantasy-Krimi-Abenteuer-Reihe zeigt noch Schwächen, bietet aber durchaus tragfähige Grundlagen für zukünftige Handlungen.

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Legenden aus Mornefey – 1 – Der geheime Prinz

Megan E. Moll
Legenden aus Mornefey – Der geheime Prinz

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Der geheimnisvolle Prinz

Klappentext:
Die Zauberin Runa bedroht das Königreich. Als die Situation zu eskalieren scheint, gibt das Mädchen Deliah der Königin ein sonderbares Versprechen: Sie soll den Prinzen, den es offiziell gar nicht gibt, in Sicherheit bringen. Die beiden treten eine nicht ungefährliche Reise durch das Land an, um ihre Heimat aus den Fängen der Zauberin zu befreien. Was verbirgt der unbekannte Prinz hinter seiner Maske? Und warum wurde seine Existenz verschwiegen?
Mit dem ersten Band der »Legenden aus Mornefey« für junge Erwachsene ab zwölf Jahren geht unsere »Schwarzer Drachen Kids« – Reihe pünktlich vor Weihnachten in die zweite Runde.

Rezension:
Als Deliah an ihrem 7. Geburtstag einen Platz sucht, an dem sie ihre Ruhe hat, landet sie auf einen verlassenen Hof auf der Rückseite des Königsschlosses. Doch plötzlich hört sie durch einen Steinschlitz eine Stimme. In einem Kellerraum des Schlosses lebt ein Junge, der – wie er ihr erzählt – wegen einer Sonnenallergie nie ins Freie kann. Obwohl sie sich nie sehen können, besucht Deliah den Jungen über die Jahre hin täglich. Doch erst als sie beide schon Jugendliche sind, lernen sie sich von Angesicht zu Angesicht kennen – und müssen sich auf eine abenteuerliche Reise begeben, um das Königreich zu retten.
Die Handlungsidee dieses Buches bietet durchaus Potential, verbindet es doch Fantasy mit Abenteuer, Jugendbuch und der Botschaft, sich nicht von Äußerlichkeiten leiten zu lassen. Etwas problematisch ist dabei lediglich die Zielgruppe. Der Klappentext nennt hier „junge Erwachsene ab zwölf Jahren“. Am Anfang hat die Geschichte gewisse märchenhafte Züge. Hier macht der Text von der Satz- und Handlungsgestaltung her eher den Eindruck, für (deutlich) jüngere Leser als 12-Jährige verfasst zu sein. Im Kontrast dazu stehen die Gespräche, die die beiden Hauptprotagonisten als 7- beziehungsweise 7½-Jährige miteinander führen und die für das Alter viel zu erwachsen wirken. Erst als die Haupthandlung mit der gemeinsamen Reise beginnt, passen Handlung und Stil zur Altersempfehlung. Hier macht das Buch dann auch erwachsenen Lesern durchaus Spaß. Die Handlung bleibt dabei stets sehr geradlinig, Abschweifungen zu Nebenhandlungen kommen nicht vor. Die Charaktere der Jugendlichen wirken glaubhaft.
Auch wenn die Autorin Megan E. Moll und der Verlag keine Angaben machen, wohin sich die weiteren Bände der „Legenden aus Mornefey“ entwickeln könnten, kann man wohl davon ausgehen, dass diese Reihe für den interessierten Leser interessant werden (beziehungsweise bleiben) könnte – vorausgesetzt es gelingt, einen altersgerecht einheitlichen Stil durchzuhalten, denn das ist beim vorliegenden Buch eigentlich der einzige wirkliche Kritikpunkt.

Fazit:
Ein unterhaltsames Fantasy-Abenteuer primär für junge Leser, das stellenweise leichte Schwierigkeiten mit der Zielgruppen-Ansprache hat.

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Winterstern

C.M. Spoerri (Hrsg.)
Winterstern

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Winterstern-Deutungen

Klappentext:
Was ist ein Winterstern? Ein magisches Artefakt? Ein verwunschener Ort? Eine verzauberte Person? Oder etwas, das gar nicht greifbar ist? Lasst euch in fremde Welten entführen, lernt fantastische Legenden kennen, kämpft für die Gerechtigkeit, Liebe oder Freiheit, erlangt Ruhm und Ehre, erfahrt, was wirklich zählt im Leben. Dies ist eine Fantasy-Anthologie, die euch zum Lachen, Lieben, Gruseln, Träumen, Hoffen und Bangen einlädt.

Rezension:
Enthaltene Geschichten:
Jasmin Aurel – Gewispert
Jamie L. Farley – Verloren
Tara Florents – Entflammt
Christina Krüger – Schneeweiß
Juliane Maibach – Windstill
Regina Meißner – Vergangen
Anne Neuschwander – Allein
Janine Prediger – Bleich
Madeleine Puljic – Erwählt
Miriam Rademacher – Ahnungslos
Veronika Rothe – Ganz
Maya Shepherd – Vereist
Nele Sickel – Getäuscht
C. M. Spoerri – Selbstlos
Henrik Sturmbluth – Ruhmreich
Sabrina Weisensee – Hölzern
Alle Geschichten dieser Anthologie haben einen Winterstern zum Thema, was sich die einzelnen Autoren jedoch darunter vorstellen, unterscheidet sich grundlegend. Mal ist es ein Mensch, mal ein Tier, ein magischer Gegenstand und manchmal sogar ein wirklicher Stern. Genauso unterschiedlich sind auch die Themen. Hier erstreckt sich die Palette von High Fantasy über Urban Fantasy bis hin zu Mystery und sogar SciFi. Auffallend ist, dass von den (laut Vorwort) über 160 Einreichungen relativ viele mit einem eher traurigen Grundtenor beziehungsweise ohne Happy End ausgewählt wurden. Als Highlights kann man sicher die Kurzgeschichten „Allein“ über eine einsame Gardistin, „Getäuscht“, die beinahe ausschließlich aus einem Dialog besteht, sowie „Entflammt“ über die Abenteuer einer königlichen Kurierin bezeichnen. Leider erreichen nicht alle 16 enthaltenen Kurzgeschichten dieses Niveau, doch das ist bei Anthologien wohl unvermeidbar. Manches liegt natürlich auch im Geschmack des jeweiligen Lesers. Mich konnten beispielsweise sehr sentimentale Beiträge und Romanzen nicht überzeugen. Im Ganzen betrachtet kann man „Winterstern“ jedoch als lesenswerte Fantasy-Anthologie betrachten, in der jeder Fantasy-Begeisterte etwas für seinen Geschmack finden dürfte.

Fazit:
„Winterstern“ ist eine Fantasy-Anthologie mit einer thematisch sehr breiten Auswahl an Kurzgeschichten.

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DrachenSchimmer: Das Amulett des Lichts

K.C. Kornwall
DrachenSchimmer: Das Amulett des Lichts

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Trugdrachen und Zauberer

Klappentext:
Sam wäre gern einfach ein ganz normales fünfzehnjähriges Mädchen, doch seit sie bei ihrem Bruder lebt, muss sie mit ihm ständig von einem Ort zum nächsten reisen, nur damit er immer wieder neuen Mythen und Legenden rund um das Thema Drachen hinterherjagen kann. Doch bei ihrer neuen Reise aufs englische Land läuft plötzlich alles anders als sonst. Diese Reise soll ihr ganzes Leben verändern, denn sie bekommt Einblick in eine Welt, von der sie vorher nicht zu träumen gewagt hätte. Eine fantastische Welt, die allgegenwärtig und doch unsichtbar ist – eine Welt, parallel zu unserer, in der Drachen und Magie erst der Anfang eines großen Abenteuers sind…

Rezension:
Sam lebt bei ihrem erwachsenen Bruder, der nach Drachen forscht – bisher jedoch vergeblich. Auch wenn es ihr nicht gefällt, ständig umherzureisen und doch nichts zu finden, findet sie sich damit ab. Diesmal geht es zu einer abgelegenen Burg im Südwesten Englands. Anders als an den bisherigen Forschungsstätten ihres Bruders scheint es hier wirklich Sachen zu geben, die nicht mit rechten Dingen zu gehen. Doch um Drachen scheinen es sich dabei anscheinend nicht zu handeln.
Wie der Titel schon erahnen lässt, handelt es sich bei diesem derzeit nur als eBook erhältlichen Werk um den Anfang eines Mehrteilers. So verwundert es nicht, dass Sam(antha)s Abenteuer am Ende dieses Bandes gerade erst richtig beginnt.
Während die Handlung der Geschichte durchaus interessant ist, bleiben die handelnden Personen dabei jedoch recht blass. Über die Hintergründe der Geschwister erfährt der Leser nur wenig, und auch sonst entwickeln beide leider nur wenig Persönlichkeit. Für die wenigen Nebencharaktere gilt dies sogar in noch stärkerem Maße. Obwohl der Schreibstil der Autorin gut lesbar ist, fällt es dem Leser deshalb schwerer als nötig, eine geistige Beziehung zur Hauptprotagonistin aufzubauen. Aber vielleicht bessert sich da in den Fortsetzungen ja noch? Band 2 ist unter dem Titel „DrachenSchimmer: Zwischen Schatten und Licht“ bereits verfügbar.

Fazit:
Der Auftakt der „DrachenSchimmer“-Reihe bietet eine interessante Handlungsidee, die etwas unter einer schwachen Charakterzeichnung leidet.

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Xerubian – Aath Lan’Tis

Andreas Hagemann
Xerubian – Aath Lan’Tis

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Auf nach Aath Lan’Tis!

Klappentext:
Wäre Dalon doch nur früher in Rente gegangen.
Der Inspektor der königlichen Polizei Xerpol soll einen scheinbar gewöhnlichen Diebstahl untersuchen. Doch schon die ersten Spuren weisen auf ein Wesen und einen Ort hin, die nur einer Legende nach existieren.
Gemeinsam mit seinem tollpatschigen und vorlauten Dienstdrachen Nerol begibt Dalon sich auf eine irrwitzige Jagd, auf der die beiden außergewöhnliche Abenteuer bestehen müssen. Bis sie plötzlich dem Dieb gegenüberstehen…
„Ein quirlig, humoriges Abenteuer. Abwechslungsreich und spannend!“

Rezension:
In die Kathedrale von Punkt wird eingebrochen. Das einzige Diebesgut ist ein heiliger Stein. Als Inspektor Dalon mit seinen Leuten eintrifft, deutet alles auf einen sehr ungewöhnlichen Dieb hin – ein Wesen, dass es eigentlich nur in Legenden gibt. Eher aus Neugier als aus Diensteifer nimmt er mit seinem Drachen Nerol und anderen Mitstreitern die Verfolgung auf. Und die führt ihn auf eine abenteuerliche Reise, denn eventuell könnte es sogar Zusammenhänge mit dem legendären Aath Lan’Tis geben.
Dieses sehr humorvoll-satirische Fantasy-Abenteuer führt den Leser in die Welt Xerubian. Wie der Name „Aath Lan’Tis“ schon andeutet, versteckt der Autor in der Geschichte jedoch auch manche Anspielung auf unsere Welt. Obwohl Andreas Hagemanns Werk in einer vorindustriellen Welt angesiedelt ist, verpackt er darinnen bemerkenswert viele Parallelen zum Hier und Heute, die den Leser immer wieder schmunzeln lassen. Dabei bleibt der Schreibstil ruhig und gut lesbar.
In besonderem Maße lebt die Geschichte von der Chemie zwischen den beteiligten Personen – falls man die beiden Drachen als solche mitzählen kann. Gerade Nerol wirkt trotz seiner Flügel beinahe wie die Karikatur eines Ur-Bayern. Ist es ein Zufall, dass seine Flammen weiß-blau glühen? Wohl kaum. Dass er dabei oft mehr Flurschaden als Nutzen erzeugt, sorgt immer wieder für komische Situationen. Muss man da noch erwähnen, dass sich so manches als ganz anders als gedacht herausstellt?
Ein 2. Band ist unter dem Titel „Xerubian – Barb Ylon“ bereits verfügbar.

Fazit:
Freunden humorvoller Fantasy kann ein Ausflug nach Xerubian empfohlen werden. (Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Drachen.)

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Das Erbe der Macht – 6 – Schattenfrau

Andreas Suchanek
Das Erbe der Macht – 6 – Schattenfrau

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Der Schatten weicht

Klappentext:
Der Schleier fällt!
Jahrhunderte lang bereitete sie ihren Plan vor, angetrieben vom unbändigen Hass auf die Lichtkämpfer und Unsterblichen.
Jen, Alex und Clara stoßen überraschend auf eine Spur zur Identität der Schattenfrau. Sie ahnen nicht, dass dies alles verändern wird. Denn der Schleier soll fallen …
… und Chaos die Lichtkämpfer hinweg fegen.

Rezension:
Während Kevin etwas erfährt, worüber er unbedingt schnellstmöglich mit seinen Eltern sprechen will, führt die Auswertung des im letzten Band erbeuteten Essenzstabes zu einer neuen Spur. Kommt das Rätsel um die Schattenfrau damit seiner Enthüllung näher? Und schaffen es die Unsterblichen endlich, das Siegel zum Archiv zu brechen?
Auch in diesem Halbstaffel-Finale geht es wieder hoch her. Es ergibt sich die Hoffnung, die Schattenfrau endlich enttarnen zu können. Doch dazu müssen sich einige Lichtkämpfer auf eine gefährliche Mission begeben. Wie in Andreas Suchaneks Geschichten üblich, ergeben sich jedoch mit jedem gelösten Rätsel gleich wieder ein paar neue. Der Meister der Dauerspannung schafft es auch hier wieder, seine Leser von dem Prolog bis zur letzten Zeile so sehr zu fesseln, dass es ihnen kaum möglich ist, das (e)Buch zwischendurch mal aus der Hand zu legen. Das aus verschiedenen anderen Reihe bekannte Serienkonzept geht auch bei dieser Urban Fantasy voll auf. Denn so viel sei verraten: Die Enttarnung der Schattenfrau löst die Probleme der Lichtkämpfer keinesfalls – eher im Gegenteil. Und auch die anderen Fronten bleiben gefährlich.

Fazit:
Auch Band 6 der „Das Erbe der Macht“-Reihe treibt die Spannung wieder auf einen kontinuierlichen Höchstlevel.

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Horizon – 2 – Fernab der Heimat

Amanda Laurie
Horizon – 2 – Fernab der Heimat

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Feind oder Freund?

Klappentext:
Die Flucht aus Carbonn endet für Thronprinz Corin ausgerechnet in einem Land, das schon vor Jahren der Krone abgeschworen hat. Inkognito schlägt er sich durch und landet schließlich beim Erzfeind seines Vaters.
Unerwartet erfährt er von einer geheimen Mission und ahnt, dass seiner Heimat und den Bewohnern Carbonns großes Unheil bevorsteht.
Soll Corin heimkehren, obwohl er sich geschworen hatte, endgültig mit der Vergangenheit abzuschließen? Oder soll er stattdessen den lang ersehnten Neuanfang wagen?
Für welchen Weg er sich auch entscheidet, sicher ist nur, zuvor muss er ein waghalsiges Abenteuer bestehen.

Rezension:
Nach seiner Flucht vor seinem Vater am Ende von „Horizon – Aufbruch ins Ungewisse“ ist Corin schwer verletzt. Zum Glück gerät er in die Hände eines fähigen Heilers, der ihn verarzten kann. Doch wie soll es weitergehen? Überraschend lernt er bald darauf eine Jagdgesellschaft aus Rowenia kennen, die ihn einlädt, sie in ihre Heimat zu begleiten. Doch dieses Land ist bekanntlich der Erzfeind seines Heimatlandes Carbonn und damit seines Vaters. Soll Corin wirklich nach Rowenia reisen?
Auch in diesem Band von Amanda Lauries in einem mittelalterlich wirkenden Ambiente angesiedelten Jugend-Fantasy-Abenteuer spielen Fantasy und Action nur eine untergeordnete Rolle. Im Mittelepunkt steht auch diesmal wieder Corins Entwicklung, der sich irgendwann entscheiden muss, ob er seinem Vater und damit seinem Heimatland endgültig den Rücken kehren will.
Waren in Carbonn die Orts- und Personennamen französisch geprägt, sind sie es in den Ländern Sagard und Rowenia, die in diesem Band die hauptsächlichen Handlungsorte darstellen, englisch. Das wirkt zunächst etwas verwirrend, heißen die in diesen Ländern gesprochenen Sprachen in der Geschichte doch ganz anders. Andererseits merkt der Leser auf diese Weise recht gut, wo er sich gerade aufhält beziehungsweise woher die handelnden Personen jeweils stammen.
Obwohl er auch in diesem Band wieder viel erlebt, ist Corins Abenteuer damit noch lange nicht beendet. Wie viele weitere Bände geplant sind, ist leider noch nicht bekannt. Zumindest macht auch dieser Teil der angenehm lesbaren Story um die Entwicklung des jungen Protagonisten Lust auf die nächste Fortsetzung.

Fazit:
Mit „Fernab der Heimat“ geht dieses interessante jugendliche Fantasy-Abenteuer in die nächste Runde.

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Das Licht des Sonnenregens

Nadin Hardwiger
Das Licht des Sonnenregens

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Die Quellen des Regenbogens

Klappentext:
Eine märchenhafte Liebesgeschichte
Einst fanden Sarah und Harry in Liebe zueinander, doch das Schicksal lässt sie nicht gewähren.
Nun wandeln sie getrennt voneinander und der eine weicht, wenn der andere erscheint.

Rezension:
Eigentlich wäre es an der Zeit, sich zur Ruhe zu setzen, doch der alte Kobold muss jeden Tag Gold sammeln – Gold für die Töpfe, die er vergräbt, damit daraus Regenbögen entstehen. Zufällig trifft er dabei auf Harry, der im Regen lebt. Eine böse Königin verbannte ihn einst magisch in diesen, während sie seine große Liebe, Sarah, in den Sonnenschein verbannte. Wer, wenn nicht der Kobold, könnte eine Lösung finden?
Diese locker-leichte Fantasy-Kurzgeschichte erinnert mehr an ein Märchen als an ‚typische‘ Fantasy-Stories. Doch obwohl dies den Leser am Anfang durchaus etwas verwirren kann, wirkt die Geschichte als Ganzes stimmig. So erscheint dieser booksnack als entspannende Unterhaltung für zwischendurch, bei der man seinen Geist mal für ein paar Minuten baumeln lassen kann.

Fazit:
Dieses fluffige Fantasy-Märchen ist die richtige Pausenlektüre, um mal kurz entspannt abzuschalten.

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Das Grauen von Laurendale

Hanna Marten
Das Grauen von Laurendale

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Geister aus Fleisch und Blut

Klappentext:
Laurendale- ein behütetes Städtchen mitten in Amerika?
Wohl kaum! Die 17-jährige Kitty ist alles andere als begeistert, als sie mit ihrem Vater in dieses kleine Nest zieht. Doch die Bewohner verhalten sich ihr gegenüber seltsam, Mitschüler werden sogar handgreiflich und was hat es mit dem mysteriösen Korridor in ihrer neuen Schule auf sich?
Gemeinsam mit dem undurchschaubaren Chris, der selbst ein dunkles Geheimnis hütet, kommt Kitty einem schrecklichen Fluch auf die Spur, der ihr eigenes Leben fordern könnte…

Rezension:
Weil ihr Vater überraschend eine neue Stelle in der Stadtverwaltung Laurendales angenommen hat, muss Kitty mit ihm dorthin ziehen. Aus der Großstadt in ein Provinznest – das passt ihr überhaupt nicht. Die Tatsache, dass viele der Bewohner eigenartig auf die Neuankömmlinge regieren, verbessert ihre Laune auch nicht gerade. Während ihr Vater voll in seinem neuen Job aufzugehen scheint, schöpft Kitty Verdacht, dass hier etwas nicht stimmt – ganz und gar nicht sogar. Und was ist mit Chris, den sie einerseits sympathisch findet, der andererseits aber Teil des Rätsels zu sein scheint?
Hanna Martens Grusel-Kurzgeschichte unterteilt sich in 2 Teile, wovon Teil 1 bereits in der Anthologie „Halloween Tales“ enthalten war. Dort endet die Geschichte allerdings ziemlich abrupt und lässt viele Fragen offen, die erst im 2. Teil aufgelöst werden. (Das vorliegende eBook enthält beide Teile.) Während die Geschichte, wie sie in der Anthologie veröffentlicht wurde, den Leser wegen des sehr offenen Endes etwas ratlos zurückließ, kann sie jetzt mit einem echten Ende überzeugen. Der romantische Part bleibt dabei angenehm dezent, ohne sich in den Vordergrund zu drängen.
Obwohl die Mysterien Laurendales jetzt aufgeklärt sind, kündigte die Autorin für Halloween 2017 einen 3. Teil an.

Fazit:
Freunde Halloween-typischer Mystery-Stories sollten Laurendale einen literarischen Besuch abstatten.

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Tintenfluch

Monika Weithofer
Tintenfluch

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Verwirrungen im Bücherwurm

Klappentext:
Da war ganz schön was los! Als hätte ich nicht schon genug Probleme mit mir selbst gehabt, steht da plötzlich noch der verstaubte Geist einer ziemlich eingebildeten Gräfin in meinem Schlafzimmer und beginnt, mein Leben so richtig aufzumischen! Aber was soll ich sagen, wenn Du wissen möchtest, wie ich meinem Plagegeist begegnete und was dabei alles passiert ist, dann greif einfach zu … ich freue mich auf Dich, deine Olivia.

Rezension:
Olivia lebt in Wien, ist Studentin und jobt im „Bücherwurm“, einem Buchantiquariat. Während sie den Enkel des Besitzers, der sie nicht beachtet, heimlich anhimmelt, geht ihr der neue Praktikant nur auf die Nerven. Beim Aufräumen findet sie in einem Buch lose Blätter, auf denen einst Tagebuch geführt wurde. Ehe sie es sich versieht, zieht der Geist einer Gräfin aus dem 19. Jahrhundert, die das Tagebuch einst schrieb, bei ihr ein. Die einzige Chance, die hochnäsige Besucherin wieder loszuwerden, besteht anscheinend darin, herauszufinden, was den Geist in unserer Welt festhält. Die Tatsachen, dass Olivia den Tod ihres Vaters noch nicht verwunden hat und außer ihr fast niemand den Geist sehen kann, sind dabei wenig hilfreich.
Monika Weithofers Geister-Fantasy mit viel Wiener Lokal-Flair ist eine eher ruhig erzählte Geschichte, die einige Anlaufzeit benötigt, bevor sie den Leser zu fesseln beginnt. Erst als es ans Ergründen der Umstände geht, die den Geist Josephines am ‚Weitergehen‘ hindern, wird die Handlung interessant, kann dann aber wirklich gefallen. Auch Olivias außergewöhnliches Hobby gibt dem Buch den einen oder anderen Reiz. (Gibt es Street Fight – nicht die Wrestling-Variante, die die Wikipedia unter diesem Begriff nennt, sondern ein Team-Action-Roleplay! – eigentlich wirklich?) Josephines ständige Belehrungen Olivias über deren – nach den Vorstellungen des 19. Jahrhunderts – unmögliches, überhaupt nicht damenhaftes Benehmen bringen ein wiederkehrendes humoristisches Element ein. Während die Hintergründe Josephines jedoch bis kurz vor Schluss rätselhaft bleiben, ist Olivias Lovestory recht vorhersehbar. Mit welchen ihrer beiden Kollegen wird sie wohl zusammenkommen? (Der Kandidat darf 3 Mal raten.)
Abgesehen vom recht langatmigen Einstieg, der deutlich gestrafft werden könnte/sollte, kann diese praktisch Action-freie Urban Fantasy gefallen.

Fazit:
Diese Urban Fantasy um einen Geist, der nicht ‚weitergehen‘ kann, ist Freunden ruhiger Abenteuer zu empfehlen.

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