Die Unbestimmten – 4 – Der Chaosbote

Jo Schneider
Die Unbestimmten – 4 – Der Chaosbote

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Die Welt der Lichtalben

Klappentext:
**Band 4 der Fantasy-Reihe »Die Unbestimmten«, in der die Magie des Lichts unausweichlich von den Schatten der Dunkelheit angezogen wird**
Im Reich der Lichtalben muss sich die junge Magierin Zianth eingestehen, dass ihr Herz für jemanden schlägt, der unfähig scheint, zu lieben… Doch hat Liebe überhaupt einen Platz in einer Welt, die von der gefährlichsten Macht bedroht wird, die existiert? Dem Chaos.

Rezension:
Während die Reisegesellschaft um Zianth und Aster endlich das Reich der Lichtalben erreicht, wo man sich wichtige Informationen zum weiteren Vorgehen erhofft, spitzt sich die Lage im Kaiserreich zu. Als er die Flucht fast aller Magier bemerkt, ergreift Aurils Onkel, der Kaiser, drastische Maßnahmen. Auf alle handlungstragenden Charaktere warten dramatische Ereignisse.
Im vorletzten Band ihrer „Die Unbestimmten“-Reihe gönnt Jo Schneider ihren Protagonisten nur scheinbar Zeit zur Ruhe. Diese währt jedoch nur kurz, und schon sehr bald spitzen sich die Ereignisse zu. Während die Beschreibung der Hauptstadt der Lichtalben und der dortigen Geschehnisse dem Leser jedoch eine interessante Abwechslung bietet, gleitet dieser Band gegen Ende jedoch in eine auffallend schnulzige Handlung ab – etwas, das die Autorin in den bisherigen Bänden erfolgreich vermieden hat. Trotzdem lassen die noch offenen Handlungsbögen und der überzeugende Stil auf einen interessanten Abschlussband der Reihe hoffen.

Fazit:
Nach einem gelungenen Anfang und Mittelteil, die zu den besten der Reihe gehören, kann das Ende dieses Bandes leider nur bedingt überzeugen.

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Für Ruhm und Krone – 1 – Sklavin, Kriegerin, Königin

Morgan Rice
Für Ruhm und Krone – 1 – Sklavin, Kriegerin, Königin

(Übersetzung: unbekannt)

St,rSt,rSt,rSt,bSt,b

 

Morgans Gabe

Klappentext:
Von der Nummer 1 Bestseller Autorin Morgan Rice eine neue mitreißende Fantasy-Serie. Die siebzehn Jahre alte Ceres aus der Reichsstadt Delos ist ein hübsches wenngleich auch armes Mädchen, das als Bürgerliche ein hartes und beschwerliches Leben fristet. Tagsüber liefert sie die von ihrem Vater geschmiedeten Schwerter am Palast aus während sie in der Nacht heimlich am königlichen Hof trainiert, denn ihr größter Traum ist es den für Mädchen verbotenen Beruf der Kriegerin auszuüben. An einen Sklavenhalter verkauft scheint dieser Traum für sie zu platzen. Der achtzehnjährige Prinz Thanos verabscheut die Machenschaften der königlichen Familie zu der auch er gehört. Er hasst das harte Vorgehen gegen das Volk und vor allem den brutalen Wettstreit – Die Tötungen – um den sich im Reich alles dreht. Er sehnt sich danach aus dem Gefängnis seiner Abkunft auszubrechen. Obwohl er selbst ein hervorragender Kämpfer ist, sieht er keinen Ausweg aus seiner Situation. Als Ceres den Hof mit ihren geheimen Kräften verblüfft, wird sie fälschlicherweise eingekerkert und sieht sich mit einem Leben konfrontiert, das sie sich schlimmer nicht hätte vorstellen können. Thanos der ihr vollständig verfallen ist, muss sich entscheiden, ob er alles für sie aufs Spiel setzen will. In einer Welt aus Betrug und tödlichen Geheimnissen lernt Ceres sehr schnell zwischen denjenigen, die die Spielregeln machen und denjenigen die als Spielsteine eingesetzt werden zu unterscheiden. Auserwählt zu sein ist dabei häufig die schlechteste Option. SKLAVIN, KRIEGERIN, KÖNIGIN ist eine tragische Geschichte über Liebe, Rache, Betrug, Ehrgeiz und Schicksal. Durch seine unvergesslichen Helden und adrenalinreiche Aktion entführt uns diese Geschichte in eine Welt, die wir niemals vergessen werden und durch die wir uns wieder neu in das Fantasy-Genre verlieben werden.

Rezension:
Freiheit ist in Delos ein Fremdwort. Während die normalen Bürger jedoch denken, zumindest der Adel könnte machen, was er will, steht in Wirklichkeit auch dieser unter der Knute des herrschsüchtigen Königs und dessen Reichsgarde. Im Gegensatz zu den Angehörigen des Adels mangelt es dem gemeinen Volk jedoch auch am Nötigsten. Selbst als angesehener Waffenschmied, der sogar den Hof beliefert, kann Morgans Vater seiner Familie kein gutes Leben ermöglichen. Dass ihre eigene Mutter sie nicht leiden kann, macht Morgan das Leben nicht leichter. Kein Wunder, dass sie und ihre beiden Brüder mit der sich formierenden Rebellion liebäugeln. Als Morgans Vater aus Geldnot die Stadt verlässt, verschlechtert sich deren Verhältnis zu ihrer Mutter weiter, bis diese ihre eigene Tochter in die Sklaverei verkauft. Als Kämpferin, die sie ist, nimmt sie dieses Schicksal natürlich nicht einfach hin. Eine sich in unregelmäßigen Abständen zeigende Gabe, die Morgan weder beherrschen noch wirklich einschätzen kann, und ihr Gefühlschaos machen das alles nicht einfacher.
Ein unterdrücktes Leben in einer mittelalterlich anmutenden Welt ist im Fantasy-Genre natürlich ein Standart-Setting. In der bisherigen Handlung ist die Gabe der Protagonistin, die auch für den Leser mehr angedeutet als wirklich beschrieben wird, jedoch das einzige Fantasy-Element. Ansonsten bewegt sich das Geschehen bisher im Rahmen des physikalisch möglichen. Es dürfte allerdings anzunehmen sein, dass sich dies in den folgenden Bänden ändert.
Morgan Rice gelingt es, in diesem Reihenauftakt eine durchaus interessante Welt zu erschaffen. Auch ihre Protagonistin Morgan erscheint sympathisch. Dennoch weist dieses Buch leider einige erhebliche Schwächen auf. Zum einen müssen da mehrere Logikfehler, vor allem den zeitlichen Ablauf betreffend, genannt werden. Auch der Titel „Sklavin, Kriegerin, Königin“ (im Original „Slave, Waarior, Queen“) wirft Fragen auf. Die Protagonistin ist zweifellos eine Kriegerin, zeitweise eine Sklavin, eine Königin – egal ob im wörtlichen oder nur übertragenen Sinn – aber definitiv nicht. Die Königin des Reichs kommt zwar als Antagonistin vor, doch in die Aufzählung passt das nicht so recht hinein. Da kann man sich als Leser nur fragen, was sich die Autorin bei ihrer Titelwahl gedacht hat. Beim Besuch von Morgan Riceʼ Autorenseite bei Amazon fällt allerdings auf, dass sich die Autorin anscheinend auf Massenproduktion spezialisiert hat. Im englischen Original werden von ihr allein 3 Reihen mit 17, 11 beziehungsweise 8 Bänden gelistet. Da sind solche Flüchtigkeitsfehler vielleicht unvermeidbar.
Das größte Manko des Buches ist aber zweifellos die Übersetzung. Bereits am Klappentext kann man erkennen, dass der nirgends namentlich genannte Übersetzer einen sehr starken Drang hatte, seine Komma-Taste zu schonen. Auch sonst wirken einige Formulierungen eher ungeschickt.
All das ist schade, denn so wird viel Potenzial, welches das Setting bieten würde, verschenkt.

Fazit:
Ein interessanter Reihenauftakt, dessen Potenzial leider teilweise durch Schlampigkeit verschenkt wird.

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Geheimnis der Götter – 2 – Flammen der Befreiung

Saskia Louis
Geheimnis der Götter – 2 – Flammen der Befreiung

St,rSt,rSt,rSt,rSt,r

Flucht aus den Mauern

Klappentext:
Nym weiß folgende Dinge:
Die Rebellen aus der vierten Mauer befreien zu wollen, ist ein Selbstmordkommando.
Levi ist genauso anstrengend wie wunderbar. Und manche Erinnerungen in ihrem Kopf sind nicht ihre eigenen.
Während eine Reihe an Morden Bistaye in Aufruhr bringt und die Göttliche Garde immer engere Kreise um die Gruppe aus Asavez zieht, wird Nym vor allem eins klar: Je mehr sie über ihre wahre Identität erfährt, desto weniger möchte sie wissen.

Rezension:
Levi, Nym und ihren Gefährten ist es gelungen, in die Mauern von Bistaye einzudringen, von wo sie den dortigen Rebellen zur Flucht verhelfen wollen. Ihr Vordringen bis in die 4. Mauer bleibt jedoch nicht unbemerkt, und so ist die Göttliche Garde schon auf der Suche nach ihnen. Wird der Rückweg nach Asavez unter diesen Bedingungen gelingen? Dass Nym erwartungsgemäß mit ihrer Vergangenheit konfrontiert wird, kompliziert die Sache zusätzlich.
Handlungsmäßig schließt dieser Band nahtlos an den Vorgänger „Funke des Erwachens“ an. So kann der Leser die Abenteuer der Protagonisten an der Stelle wieder aufnehmen, wo er sie zuvor verlassen musste. Selbstverständlich ändert sich auch am gelungenen Stil der Autorin nichts. Weiterhin verfolgt man als Leser das Geschehen aus der wechselnden Sicht verschiedener Charakter, was einen Einblick in die Hintergründe der diversen beteiligten Interessengruppen ermöglicht. Auf diese Weise schafft es Saskia Louis, ihre Geschichte konstant spannend zu halten, schließt der Leser doch Charaktere beider Parteien ins Herz. Dieses Geflecht könnte im kommenden 3. Band sogar noch komplexer werden, als es ohnehin schon ist, deutet es sich doch an, dass auch das legendäre Kreisvolk als weitere Partei eine Rolle spielen könnte. Das Abenteuer verspricht also, weiterhin interessant zu bleiben!

Fazit:
Die „Geheimnis der Götter“-Reihe kann allen Fantasy-Fans wärmstens empfohlen werden.

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Auf den Spuren der Macht – 1 – Das Ornament

Ulrike Münch
Auf den Spuren der Macht – 1 – Das Ornament

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Die Jagd nach den Steinbögen

Klappentext:
Lukas ist ein schüchterner und überbehüteter Junge, dessen Leben unerwartet auf eine Art und Weise auf den Kopf gestellt wird, wie er es sich in seinen kühnsten Träumen nicht hätte ausmalen können.
Der Besitz eines alten Pergaments und eines mysteriösen Lederbeutels bringen ihn in Kontakt mit einer magischen Welt, in der Reisen durch Zeiten und Dimensionen möglich sind. Lukas erfährt, dass der Inhalt des Beutels zu einem Ornament gehört, das – vervollständigt – seinem Besitzer Mut, Kraft und Wissen verleiht, also genau die Eigenschaften, die er sich so sehr wünscht.
Er tritt ein turbulentes Abenteuer durch die Dimensionen an, das ihn in dunkle Höhlen mit düsteren Gestalten, in kalte Bergseen und zwischen heiße Lava führt. Lukas reist in vergangene Zeiten, lernt mutige Kämpfer, Drachen, Zauberer und Piraten kennen. Und als ob das noch nicht gefährlich genug wäre, muss er sich im Hier und Jetzt gleichermaßen gegen Widersacher behaupten.
Zum Glück geht sein bester Freund Moppel mit ihm durch dick und dünn, und es finden sich noch weitere Helfer entlang des Weges, die den Freunden rettend beistehen, denn nicht nur Lukas strebt nach der Macht des Ornaments, auch die dunkle Seite lechzt danach.
Dieses Abenteuer wird Lukas‘ Sicht auf die Dinge verändern – und auch ihn selbst.

Rezension:
Lukas ist 12 und führt ein behütetes, aber auch recht langweiliges Leben. Keinen Schritt kann er ohne sein Asthma-Spray gehen, und seine aufregendsten ‚Abenteuer‘ bestehen in unliebsamen Begegnungen mit ein paar älteren Jungen, die ihm und seinem besten Freund, genannt Moppel, regelmäßig auflauern. Das ändert sich jedoch, als er einen eigenartigen Traum hat, nach dem er einen Beutel mit einem kleinen Steinbogen-Segment unter seinem Bett findet. Das ist ihm nicht geheuer. Doch wen kann er nach so etwas fragen? Da fällt ihm nur seine etwas komische Tante ein. Diese scheint tatsächlich etwas zu wissen, was sie Lukas jedoch nicht verraten will. Stattdessen schenkt sie ihm ein altes Buch. Schnell stellen er und Moppel fest, dass es dieses in sich hat. Es lässt die beiden Jungen durch Raum und Zeit reisen!
Ulrike Münch führt den Leser auf eine recht ungewöhnliche Art in die Handlung hinein. Dieser lernt Lukas nämlich kennen, als er den alles verändernden Traum bereits hatte – was der Leser jedoch erst nach und nach erfährt. So bleibt ihm Zeit, zuerst die Familie des Protagonisten sowie andere Bezugspersonen kennenzulernen. Erwartungsgemäß kommt wirkliche Spannung natürlich erst mit Beginn der magischen Reisen auf. Auch wenn das Abenteuer um das titelgebende Ornament am Ende beendet ist, wird doch klar, dass die magischen Erlebnisse der beiden Freunde noch lange nicht zu Ende sind.
Sowohl die relativ einfach gehaltene Sprache als auch die ohne wirklich überraschende Twists auskommende Handlung zeigen, dass diese Buchreihe für relativ junge Leser konzipiert ist. Trotzdem ist sie durchaus auch für erwachsene Urban-Fantasy-Fans lesbar.

Fazit:
Dieser Beginn eines Urban-Fantasy-Abenteuers macht neugierig auf die Fortsetzung(en).

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Die Wächter des Wissens – 1 – Die Anomalie in der Finsternis

David Reimer
Die Wächter des Wissens – 1 – Die Anomalie in der Finsternis

St,rSt,rSt,rSt,bSt,b

Die Reise zum Jupiter

Klappentext:
„Fast jeder erwachsene Mann hatte als kleiner Junge den Traum Astronaut zu werden, zu den Sternen zu fliegen und Abenteuer zu erleben.“
Gemeinsam mit seiner besten Freundin Lucy verfolgt Leonard diesen Traum bis heute, den Kosmos zu bereisen, ihn zu erforschen und die Antwort auf die Frage zu finden: Sind wir alleine da draußen? Kurz nachdem er seine Doktorarbeit abgeschlossen hat, erhält er dank seines Vaters die Chance, mit Lucy bei der ESA die Ankunft der New Horizons Sonde am Pluto live mit zu verfolgen. Eine Woche später ändert sich ihr Leben grundlegend und ein aufregendes Abenteuer beginnt. Gibt es Leben in den Tiefen des Universums? Wo wird ihre Reise sie hinführen?

Rezension:
Mit Ende 20 hat Leonard eines seiner Lebensziele erreicht. Mit abgeschlossenem Studium und erfolgreicher Promotion kann er sich auf die Suche nach einem interessanten Job machen. Sein Traum wäre eine Karriere als ESA-Astronaut. Die Tatsache, dass sein Vater dort eine leitende Position innehat, könnte dabei natürlich hilfreich sein. Noch besser wäre es natürlich, wenn dort auch eine Stelle für seine alte Freundin Lucy, mit der er gemeinsam Schule und Studium absolviert hat, frei wäre. Alles kommt jedoch etwas anders. Ehe sie es sich versehen, sind Leonard und Lucy Bestandteil eines streng geheimen Projektes, von dem die Welt nichts wissen darf.
Ein SciFi-Abenteuer, das sich (zumindest anfänglich) nah an die derzeitige reale Raumfahrt anlehnt, ist sicher als relativ außergewöhnlicher Beitrag zu diesem Genre zu werten, auch wenn diese Nähe logischerweise im Verlauf der Handlung aufgegeben werden muss. Leider vergibt der Autor, David Reimer, einige Chancen dieser interessanten Idee, indem er speziell zu Beginn der Geschichte viel zu ausschweifend in Nebensächlichkeiten wie extrem detaillierte Beschreibungen von Räumlichkeiten und ähnlichem abgleitet. So vergeht ein erheblicher Teil des Buches, bevor Leonard und seine Kollegen zu ihrer abenteuerlichen Reise ins All aufbrechen. Dass dort vieles nicht wie geplant läuft, muss wohl nicht erwähnt werden.
Neben den bereits erwähnten Abschweifungen muss man dem Buch leider auch ein fehlendes Lektorat vorwerfen, was besonders an einem wilden Wechsel durch die Zeitformen zu bemerken ist. Auch der Grund, wieso die Mission dermaßen geheim gehalten werden muss, erschließt sich dem Leser nicht. In allen diesen Punkten wäre eine Nachbearbeitung wünschenswert. Zumindest bei der zu erwartenden Fortsetzung sollte der Autor auf diese Punkte achten. Dann könnte Leonards interessantes Weltraumabenteuer durchaus das Gefallen eines weiteren Leserkreises wecken.

Fazit:
Eine interessante Idee für ein relativ realitätsnahes SciFi-Abenteuer, die in der praktischen Umsetzung jedoch etwas verbesserungsfähig wäre.

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Die Saat des weißen Drachen (Gesamtausgabe Die Savanten)

Uwe Eckardt
Die Saat des weißen Drachen (Gesamtausgabe Die Savanten)

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Von Computern zu Drachen

Klappentext:
Hast du dich schon mal gefragt, woher die Märchen und Legenden über Drachen, Trolle und all die anderen sagenhaften Geschöpfe eigentlich kommen?
Was wäre, wenn sie nicht nur der Fantasie der Geschichtenerzähler vergangener Zeiten entsprungen sind?
Was, wenn uns nur ein dünner Schleier von einer magischen Welt voller wundersamer Wesen trennt?
Hättest du den Mut, ihn zu zerreißen?
Um sein Leben zu retten, bleibt Finn keine Wahl. Er muss den Sprung durch den Schleier wagen und stolpert sogleich in ein turbulentes Abenteuer, von dessen Ausgang nicht weniger als die Zukunft einer ganzen Welt abhängt. Und als ob das nicht schon genug wäre, muss er sich auch noch mit den magischen Kräften auseinandersetzen, die überraschend in seinem Inneren erwachen. Ganz zu schweigen von dem weißen Drachen, der für seine Hilfe eine sonderbare Gegenleistung erwartet …

Rezension:
Nachdem Finn zusammengeschlagen wurde, entwickelt er plötzlich ein besonderes Verständnis für Zahlen. Lange kann er sich daran jedoch nicht erfreuen, denn er wird gerade wegen dieser Fähigkeit entführt. Auf einer einsamen Insel trifft er auf andere mit besonderen Begabungen, die im Auftrag eines nicht gerade zimperlichen Milliardärs von skrupellosen Wissenschaftlern erforscht werden sollen. Doch ihnen gelingt die Flucht in eine Paralleldimension, in der Magie real existiert. Hier geraten sie in Auseinandersetzungen zwischen verschiedenen Völkern und Wesen, in denen Drachen eine entscheidende Rolle zu spielen scheinen.
Was als SciFi-Thriller beginnt, wandelt sich nach dem Wechsel in die andere Dimension zu einem spannenden Fantasy-Abenteuer. Dieser Wechsel des Genres erfolgt recht abrupt, was die Geschichte ab dieser Stelle fast wie ein anderes Buch wirken lässt. So kann einem Leser, der dieses Buch nach Lesen des Klappentextes in Erwartung einer Urban-Fantasy-Geschichte liest, der Anfang schon etwas verwirren. Letztere nimmt jedoch den weitaus größten Tel der Handlung ein, womit die Erwartungshaltung dann doch befriedigt wird.
Während die anfängliche Vorstellung des Protagonisten noch etwas holprig wirkt, liest sich das eigentliche Abenteuer dann deutlich flüssiger. Der Autor Uwe Eckardt bringt bekannte Fantasywesen auf eine schlüssige Weise in die dargestellte (Parallel-)Welt ein. Man kann es sogar so ausdrücken, dass diese Welt der eigentliche Ursprung unserer Sagen ist. Dabei gelingt es dem Autor, durchaus, überraschende neue Ideen einzubringen.
Während Uwe Eckardt den Fokus zu Beginn ganz auf Finn konzentriert, wird dem Leser das Geschehen später aus der Sicht wechselnder Protagonisten erzählt. Durch den Trick, die Teilhandlungen aus wechselnder Perspektive zu betrachten, fällt das Geschehen recht komplex aus, führt aber erwartungsgemäß zu einem Finale, in dem sich alle Handlungsstränge wieder vereinen. Leider kommt das Ende dann relativ abrupt daher, und die Handlung der Reihe wird mit einem in der Zukunft angesiedelten Epilog abgeschlossen.

Fazit:
Dieses Fantasy-Abenteuer mit SciFi- und Thriller-Elementen kann mit überzeugenden Plotideen und überraschenden Wendungen punkten.

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Die Unbestimmten – 3 – Die Lichtbringende

Jo Schneider
Die Unbestimmten – 3 – Die Lichtbringende

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Der Aufstand formiert sich

Klappentext:
Für die junge Magierin Zianth ist der Winteralb Aster längst so viel mehr als nur ihr Lehrmeister geworden. Bei ihm findet sie den Trost, den sie braucht, nachdem ihre gemeinsame Reise sie bereits so viel gekostet hat. Doch noch immer verbirgt der dunkle Magier ein Geheimnis vor ihr, durch das sie ihren einzigen Vertrauten zu verlieren droht…

Rezension:
Während Zianth und Aster weiterhin mit einer sehr gemischten Truppe unterwegs sind und dabei zahlreiche unangenehme und bedrohliche Situationen zu überstehen haben, macht sich der Magier Auril im Kaiserreich daran, einen Widerstand gegen seinen Onkel, den Kaiser höchstpersönlich, zu organisieren. Dieser trifft nämlich inzwischen offen Vorbereitungen für einen Krieg, der seinen Einflussbereich weiter vergrößern soll. Auril und seine Freunde hoffen, weitere Verbündete finden zu können.
Im mittlerweile 3. Band ihrer „Die Unbestimmten“-Reihe lässt Jo Schneider die Handlung auf eine Eskalation zulaufen. Dabei streut sie immer wieder Informationen ein, die den Leser zweifeln lassen, wie die wahren Zusammenhänge aussehen könnten. Während es zu Auril und seinem Umfeld jedoch zahlreiche neue Hintergründe zu erfahren gibt, bleibt die Beziehung zwischen Zianth und Aster ein Rätsel, das durch diverse Andeutungen eher vergrößert als verkleinert wird. Damit verdichtet sich die Vermutung, dass genau hierin die eigentlichen Beweggründe für das gesamte Geschehen der Reihe versteckt sein könnten. Trotzdem liegt der Handlungsschwerpunkt diesmal eindeutig auf dem Geschehen im Kaiserreich, wohingegen die Reise der beiden ursprünglichen Hauptprotagonisten eher als eine Nebenhandlung ohne große, das Abenteuer nennenswert voranbringende Fortschritte erscheint.
Am angenehmen, lesefreundlichen Stil der Autorin hat sich natürlich weiterhin nichts geändert. Sowohl die jeweils aktuellen Teilabenteuer als auch die rätselhaften Hintergründe halten den Leser weiter gefangen, auch wenn sich mancher ein etwas schnelleres Voranschreiten des Geschehens wünschen könnte.

Fazit:
Die Geschehnisse spitzen sich zu, die Spannung wächst – da möchte man schnellstmöglich weiterlesen.

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Lilly Flunker und der Heroldstab

Kristina Tiemann
Lilly Flunker und der Heroldstab

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Die Wahrheit hinter Klostermauern

Klappentext:
Lillys Welt liegt in Trümmern: ihre Eltern sind tot, die fremden Nonnen garstig und sie ist vollkommen allein. Bis sie eine neue verzauberte Welt entdeckt …
Lilly Flunker muss nach dem Tod ihrer Elter in die abgeschiedene Klosterschule „Auf der Tann“. Das sommersprossige elfjährige Mädchen mit dem feuerroten Haar ist tieftraurig und will eigentlich nur ihre Ruhe haben. Bis sie auf Victor trifft …
Zusammen mit ihrem neuen Freund entdeckt sie ein unglaubliches Geheimnis: Sie selbst ist im Besitz magischer Fähigkeiten und ihre Welt ist nicht die einzige. Es gibt noch viele andere Welten, bevölkert von fantastischen Wesen und Geschöpfen, die in Harmonie miteinander leben.
Doch der Frieden ist in Gefahr. Der böse Druide Severus verfolgt finstere Pläne und versucht mithilfe des Heroldstabs die Herrschaft über alle Völker an sich zu reißen. Fast hat er sein Ziel erreicht und die Zeit drängt. Nur Lilly und ihre Freunde können ihn jetzt noch aufhalten – wenn es nicht bereits zu spät ist …

Rezension:
Seit dem Unfalltod ihrer Eltern lebt Lilly in einem Klosterinternat. Gefallen tut es ihr dort nicht, denn das Leben der Schüler besteht außer dem Unterricht fast nur aus Pflichten. Die Nonnen sind streng, wirkliche Freundschaften konnte Lilly bisher nicht schließen. Das ändert sich erst, als Victor, ebenfalls frisch verwaist, ins Kloster kommt. Mit ihm freundet sie sich schnell an. Doch bald ändert sich noch viel mehr. Lilly muss feststellen, dass sich hinter den Klostermauern auch eine andere Welt verbirgt. Die Äbtissin ist eine der letzten Druidinnen, Elfen, Feen und Zwerge gehen hier ein und aus. Lilly erfährt, dass sie selbst druidischer Abstammung ist und durchaus noch lebende Verwandte hat. Und plötzlich liegt es in ihrer Hand, die traditionelle Welt der Druiden und Feen zu retten.
Eine Urban Fantasy, in der ein 11-jähriges Kind auf ein Internat und in eine magische Welt kommt – wen erinnert das nicht an Harry Potter? Trotz einiger Parallelen ist Kristina Tiemanns Werk jedoch keinesfalls als Harry-Potter-Klon zu verstehen. Lillys und Harrys Abenteuer haben bis auf die genannten Ähnlichkeiten kaum Gemeinsamkeiten vorzuweisen.
Die Autorin rückt im Anfangsteil ihres Buches die psychischen Probleme des Mädchens, dass unlängst ihre Eltern verloren hat, in den Vordergrund. Wirkliche Zuwendung findet es im Kloster nicht. Erst mir Victors Auftauchen, dem es ähnlich erging, findet Lilly einen Seelenverwandten und Freund. Viel Raum wird natürlich auch der magischen Parallelwelt, in die sie bald darauf eintaucht, gewidmet. Im Gegensatz zu vielen anderen Urban-Fantasy-Werken wird hier allerdings nicht von der Protagonistin gefordert, alle Geheimnisse vor ihrem Freund zu verbergen. So kann auch Victor mit ihr in das magische Abenteuer eintauchen. Während jedoch über weite Teile des Buchs Lillys und Victors Abenteuer im Focus der Handlung stehen, ändert sich das leider zum Finale hin. Hier wandert der Focus an den Königshof des Feenreichs, und die beiden Kinder spielen nur noch eine Nebenrolle. Dies finde ich bedauerlich.
Neben dem angenehm lesbaren Stil müssen unbedingt die gelungenen Illustrationen positiv erwähnt werden. Aufgelockert wird die Handlung immer wieder von Victors verdrehen Sprichwörtern. „Der Glaube versetzt Zwerge“, ist dabei wohl eines derer, die dem Leser bestimmt längerfristig im Gedächtnis bleiben werden.
Eine Fortsetzung unter dem Titel „Lilly Flunker – Victor und das Kristallherz“ ist bereits verfügbar, Band 3 in Vorbereitung.

Fazit:
Ein gelungener Auftakt einer Urban-Fantasy-Reihe (auch) für junge Leser.

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Anderswelt – 1 – Schattensuche

Evelyne Aschwanden
Anderswelt – 1 – Schattensuche

St,rSt,rSt,rSt,rSt,r

Die Welt der Hüter

Klappentext:
»Ich habe keine Angst vor dem Tod. Vielmehr fürchte ich mich vor dem, was danach kommt. Sterben ist nicht schwer. Tot zu bleiben hingegen – das ist eine ganz andere Geschichte…«
Nach dem unerklärlichen Verschwinden ihres Bruders Viktor versucht die 15-jährige Maret, auszubildende Hüterin des Übernatürlichen, in ein normales Leben zurückzufinden. Doch mit einem Vater, der in seinem Labor Dämonen beschwört, einem Halbvampir zum Cousin und einer besten Freundin, die von all dem Wahnsinn um sie herum nichts ahnt, scheint so etwas wie Normalität unerreichbar. Als Maret beinahe schon die Hoffnung aufgegeben hat, ihren Bruder je wiederzusehen, trifft sie auf Yannik. Ausgerechnet der Neue, den alle in der Klasse nur als »Freak« bezeichnen, ist Marets Schlüssel zu Viktors Aufenthaltsort. Der jungen Hüterin bleibt nichts anderes übrig, als mit ihm zusammenzuarbeiten – auch wenn sie weiß, dass er etwas vor ihr verschweigt. Gemeinsam verstricken sich die beiden Jugendlichen in ein Geheimnis, das tief mit ihrer eigenen Vergangenheit verbunden ist und Dinge zum Vorschein bringt, die besser in den Schatten geblieben wären…

Rezension:
Maret ist 15 und besucht eine ganz normale Schule. Was jedoch keiner ihrer Klassenkameraden ahnt, wovon selbst ihre beste Freundin nichts weiß, ist, dass sie aus einer alteingesessenen Hüterfamilie stammt. Hauptaufgabe aller Familienmitglieder ist es, die normalen Menschen vor Dämonen und anderen übernatürlichen Wesen zu beschützen. Auch Maret wird im Geheimen zur Hüterin ausgebildet. Die Prüfung dazu versemmelt sie jedoch, denn seit dem Verschwinden ihres älteren Bruders ist Maret geistig nicht mehr wirklich am ‚Familen-Buisness‘ interessiert. Doch dann überschlagen sich die Dinge; ihr neuer Mitschüler Yannik weiß über ihr Hüterdasein Bescheid, und in der eigenen Familie scheint es einen Verräter zu geben, der mit den Dämonen zusammenarbeitet.
Schon bei der Ausgangssituation ihrer Jugend-Urban-Fantasy-Geschichte weicht Evelyne Aschwanden vom genretypischen ‚Schema F‘ ab. Sind es üblicherweise Nichtsahnende, die für sie völlig überraschend von der Existenz einer magischen Parallelwelt erfahren, begegnet der Leser hier einer Protagonistin, die von Kindheit an in diese übernatürlichen Vorgänge und deren Geheimhaltung involviert ist. Genau diese junge Hauptperson ist alles andere als von ihrer Rolle überzeugt und wünscht sich oft, ein normaler Mensch, ein ‚Nichtsehender‘, zu sein. Dass gerade sie und ein paar Verwandte und Freunde ähnlichen Alters es sind, die die Probleme letztendlich klären müssen, ist dann natürlich weit weniger überraschend.
Aus dieser Ausgangslage gelingt es der Autorin, glaubwürdige Charaktere zu erschaffen, deren Intentionen nachvollziehbar erscheinen. Auch sprachlich kann das von der Protagonistin Maret in der 1. Person erzählte Abenteuer überzeugen.
Obwohl „Anderswelt – Schattensuche“ dem Leser als in sich abgeschlossene Handlung erscheint, ist für das Frühjahr 2018 ein weiterer Band der Reihe angekündigt. Falls dieser qualitativ an diesen Reihenauftakt heranreicht, hat die „Anderswelt“-Reihe das Potenzial zum Dauerbrenner.

Fazit:
Ein überzeugender Auftakt einer neuen, jugendlichen Urban-Fantasy-Reihe mit einer deutschen Kleinstadt als Handlungsort.

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Blausilbermond – 1 – Der Traum von den Träumen

Johanna Stöckl
Blausilbermond – 1 – Der Traum von den Träumen

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Die Herrin der Albträume

Klappentext:
Eigentlich wollte die 13jährige Julia gemeinsam mit ihrem eineinhalb Jahre älteren Brieffreund Jonathan einfach nur zwei schöne Ferienwochen in ihrem alten Heimatort am Rand der Donauauen verbringen. Doch plötzlich ereignen sich merkwürdige Dinge: Sie begegnen einem Burschen, der behauptet, aus jener Welt zu stammen, die das junge Mädchen sich für eine Fantasy-Geschichte ausgedacht hat, und der Julia warnt: Die von ihr für ihre Erzählung erfundene Herrin der Albträume wehrt sich nämlich gegen das Ende der Geschichte. Tatsächlich tauchen schon bald darauf Kreaturen in der wirklichen Welt auf, die einem Albtraum entsprungen zu sein scheinen, und bedrohen die beiden. Als die Herrin der Albträume schließlich Macht über die Träume eines anderen Mädchens erlangt, haben Julia und Jonathan keine Wahl, als in die fremde Welt zu gehen und dort gegen die dunkle Bedrohung zu kämpfen. Doch noch kennt Julia nicht ihren größten Feind und ahnt nicht, dass ihr eine viel gefährlichere Konfrontation bevorsteht, als sie sich je hätte träumen lassen …

Rezension:
Eigentlich wollte Julia ruhige Ferien verbringen, in denen sie ihrem Brieffreund aus Deutschland die Donauauen zeigt. Wie hätte sie auch ahnen können, dass sie beide sowie die eigentlich unbeteiligte Ina in die Welt, die sie sich selbst für eine Geschichte ausgedacht hat, hineingezogen werden? Überraschend stranden die 3 Jugendlichen in einer Fantasy-Welt, in der sie gegen die von Julia erdachte Herrin der Albträume bestehen müssen, um zu überleben und in ihre Welt zurückkehren zu können. Zu Julias Verwunderung verläuft das Abenteuer jedoch erheblich anders, als die von ihr geschriebene Geschichte. Ob ihnen allen eine unbeschadete Rückkehr gelingt, wird immer fraglicher.
Johanna Stöckls Jugend-Urban-Fantasy-Abenteuer ist in den frühen 1980er Jahren angesiedelt. Ambiente und Stimmung dieser Zeit durchziehen den gesamten in der realen Welt angesiedelten Teil der Handlung. So verwundert es nicht, dass Julia und Jonathan, seit sie sich in den Ferien des Vorjahres kennenlernten, ausschließlich per Briefpost kommunizieren. Auch sonst gelingt es der Autorin, das Lebensgefühl der Handlungszeit einzufangen. Im Gegensatz dazu sind die Ereignisse in der eher mittelalterlich geprägten Fantasy-Welt natürlich relativ zeitlos.
Während die real-weltliche Rahmenhandlung wenig Überraschendes bietet und hauptsächlich dazu dient, die Hauptakteure vorzustellen, sind deren Abenteuer in der von Julia erdachten Welt für den Leser kaum vorhersehbar und bieten manche Überraschung. Sogar Julias Urheberschaft an dieser Welt wird von den von ihr selbst erdachten, dort lebenden Charakteren angezweifelt. Diese Welt birgt zweifellos das Potenzial, auch in der bereits angekündigten Fortsetzung interessant zu bleiben.
Der gut lesbare Stil der Autorin trägt dazu bei, den Leser in die Geschichte hineinzuziehen und zu fesseln. Einziges Manko ist, dass die Hinter- und Beweggründe der Protagonisten relativ unerforscht bleiben.

Fazit:
Ein Urban-Fantasy-Abenteuer für junge und junggebliebene Leser, das das Flair der 1980er mitschwingen lässt.

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