Xerubian – Aath Lan’Tis

Andreas Hagemann
Xerubian – Aath Lan’Tis

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Auf nach Aath Lan’Tis!

Klappentext:
Wäre Dalon doch nur früher in Rente gegangen.
Der Inspektor der königlichen Polizei Xerpol soll einen scheinbar gewöhnlichen Diebstahl untersuchen. Doch schon die ersten Spuren weisen auf ein Wesen und einen Ort hin, die nur einer Legende nach existieren.
Gemeinsam mit seinem tollpatschigen und vorlauten Dienstdrachen Nerol begibt Dalon sich auf eine irrwitzige Jagd, auf der die beiden außergewöhnliche Abenteuer bestehen müssen. Bis sie plötzlich dem Dieb gegenüberstehen…
„Ein quirlig, humoriges Abenteuer. Abwechslungsreich und spannend!“

Rezension:
In die Kathedrale von Punkt wird eingebrochen. Das einzige Diebesgut ist ein heiliger Stein. Als Inspektor Dalon mit seinen Leuten eintrifft, deutet alles auf einen sehr ungewöhnlichen Dieb hin – ein Wesen, dass es eigentlich nur in Legenden gibt. Eher aus Neugier als aus Diensteifer nimmt er mit seinem Drachen Nerol und anderen Mitstreitern die Verfolgung auf. Und die führt ihn auf eine abenteuerliche Reise, denn eventuell könnte es sogar Zusammenhänge mit dem legendären Aath Lan’Tis geben.
Dieses sehr humorvoll-satirische Fantasy-Abenteuer führt den Leser in die Welt Xerubian. Wie der Name „Aath Lan’Tis“ schon andeutet, versteckt der Autor in der Geschichte jedoch auch manche Anspielung auf unsere Welt. Obwohl Andreas Hagemanns Werk in einer vorindustriellen Welt angesiedelt ist, verpackt er darinnen bemerkenswert viele Parallelen zum Hier und Heute, die den Leser immer wieder schmunzeln lassen. Dabei bleibt der Schreibstil ruhig und gut lesbar.
In besonderem Maße lebt die Geschichte von der Chemie zwischen den beteiligten Personen – falls man die beiden Drachen als solche mitzählen kann. Gerade Nerol wirkt trotz seiner Flügel beinahe wie die Karikatur eines Ur-Bayern. Ist es ein Zufall, dass seine Flammen weiß-blau glühen? Wohl kaum. Dass er dabei oft mehr Flurschaden als Nutzen erzeugt, sorgt immer wieder für komische Situationen. Muss man da noch erwähnen, dass sich so manches als ganz anders als gedacht herausstellt?
Ein 2. Band ist unter dem Titel „Xerubian – Barb Ylon“ bereits verfügbar.

Fazit:
Freunden humorvoller Fantasy kann ein Ausflug nach Xerubian empfohlen werden. (Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Drachen.)

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Wer beamen kann, ist klar im Vorteil

Thomas Kowa
Wer beamen kann, ist klar im Vorteil

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Beamen für Notfälle

Klappentext:
Mit dieser Kurzgeschichte geht es ab in eine ferne Galaxie
Der Weltraum, unendliche Weiten, unendliche Dummheit und na klar – die Menschheit mittendrin. Doch was hat das alles mit Wiener Schnitzel zu tun und warum ist die größte Errungenschaft der Menschheit ziemlich peinlich? Also, kommen Sie mit in den Space Intruder auf Warubia und lassen Sie sich von einem Octopussianer einen Cocktail mixen …

Rezension:
Der namenlose menschliche Protagonist sitzt in einer Bar auf Warubia, fernab des heimischen Sonnensystems. Dabei macht er sich Gedanken darüber, dass die Menschen bei den anderen Bewohnern des Universums nicht gerade hoch angesehen sind und als nicht besonders intelligent gelten. Nach einem ‚Missverständnis‘ soll er sogar ins All entsorgt werden – ohne Raumschiff versteht sich. Zum Glück hat er ein Beam-Gerät dabei. Dumm nur, dass man Menschen bekanntlich überhaupt nicht beamen kann.
Auch wenn Thomas Kowas Kurzgeschichte im All einer fernen Zukunft spielt, parodieren die Gedanken und Gespräche in der Bar doch äußerst irdische und gegenwärtige Probleme. Dass ein klassisches Wiener Schnitzel für Bewohner anderer Planeten schlicht unverdaulich ist und dort deshalb in flüssiger Form serviert wird, ist nur einer von zahlreichen kleinen Gags am Rande. In dieser Geschichte treffen die Pointen auf den Punkt.

Fazit:
Diese kurze, schräge SciFi macht Spaß.

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Der Koffer der Madame B.

Maryanne Becker
Der Koffer der Madame B.

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Ein Koffer voller Überraschungen

Klappentext:
Diese Frau kennt kein Pardon – Krimi-Spannung vom Feinsten
Ein Koffer verschwindet. Madame B., seine Besitzerin, ist überzeugt, dass er gestohlen wurde. Wutentbrannt sucht sie Mittel und Wege, der unbekannten Diebin einen Denkzettel zu verpassen.
In einer Spandauer Wohnung wird eine Leiche gefunden. Die Todesursache ist unklar, ebenso die Rolle des Koffers, der neben der Leiche lag …

Rezension:
‚Madame B.‘, wie sie sich selbst gerne nennt, weil ihr ihr Name nicht wirklich gefällt, kommt aus dem Südamerika-Urlaub zurück und begibt sich ohne Umweg in ihre Wohnung ins Fitness-Center. Doch während sie trainiert, wird in der Umkleide ihr Koffer gestohlen. Dabei enthält der doch nur Schmutzwäsche. Madame B. schwört dem Dieb blutige Rache. Wenige Tage später wird in einer Wohnung die Leiche der Mieterin gefunden. Und neben der Leiche steht der vermisste Koffer. Hat die Besitzerin ihre Rachepläne etwa in die Tat umgesetzt?
Nachdem ich vor kurzem Maryanne Beckers booksnack „Schweinerei in der Havelchaussee“ gelesen – und für gut befunden – habe, musste ich mir natürlich auch diesen Kurzkrimi gönnen. Die Autorin bleibt sich treu und zeichnet auch hier wieder etwas skurrile Typen als Opfer und Täter. Auch vom Handlungsort her begeben wir uns erneut nach Berlin-Spandau. Dabei gelingt es der Autorin, eine interessante Mischung aus Spannung und Humor aufzubauen. Ob sich eine derartige Handlung für ein umfangreicheres Buch eignen würde, ist fraglich, für eine derartige Kurzgeschichte ist die Story jedoch ideal.

Fazit:
Dieser humorvolle Kurzkrimi ist genau das richtige für die kleine Langeweile zwischendurch.

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Lust auf eine Tatortbesichtigung? Hotels in Berlin.

Gentlemen in Space

Grit Richter (Hrsg.), Ingrid Pointecker (Hrsg.)
Gentlemen in Space

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Gar höfliche Raumfahrer

Klappentext:
Als Gentleman bezeichnet man einen Ehrenmann der aufgrund seiner Geburt, seines Charakters oder anderer Umstände in irgendeiner Form sozial herauszuheben ist. Jeder Gentleman lebt den Kodex von Ritterlichkeit, Charakterstärke und Lebenskunst – doch oft variieren diese Eigenschaften von Mann zu Mann.
In ferner Zukunft gibt es sie noch: Gentlemen! Doch man muss schon in den Weiten diverser Galaxien nach ihnen suchen und findet sie gerne auch an überraschenden Orten, wie zum Beispiel einem Friseursalon, zwischen Weltraumschaben oder vor einem Teller Spaghetti.
Die Gentlemen in den hier vorliegenden 12 Geschichten sind ganz verschieden, doch es eint sie das Streben nach hehren Zielen. Die einen retten das Universum, andere ihre ganz eigene kleine Welt. Manchmal für Ruhm und Ehre, ein anderes Mal für das Herz der Liebsten. Doch eines ist klar, was auch immer die Gentlemen tun, sie tun es mit Stil!

Rezension:
Enthaltene Geschichten:
David Knospe: „Fast normal hier“
Melanie Schneider: „Gentleman’s Cut“
Angela Stoll: „Lord Byron, ein Tutu und keine Schafe“
Markus Cremer: „Die Jules III und die Falle der Weltraumhaie“
Katharina Fiona Bode: „Sirulent“
Eliza Bauer: „Gentleman of the Shade“
Michael Schäfer: „Celeste und der schwarze Nomos“
Thomas Waldschicht: „Der Jagdplanet“
Fabian Dombrowski: „Alteritas – Tanzschritte in die Unendlichkeit“
Robert von Cube: „Zwei von der gleichen Schule“
Andrea Bienek: „Ein Tag im Herbst“
Elisabeth Hofer: „Der letzte Gentleman“
„Gentlemen in Space“ – der Titel dieser Anthologie sagt eigentlich ziemlich deutlich, worum es in den darin enthaltenen Kurzgeschichten geht: betont höfliches Verhalten im SciFi-Ambiente. Und diesem Anspruch werden die Helden und ‚Helden‘ der einzelnen Stories auch gerecht. Dabei ist die Bandbreite – wie man es von Anthologien gewohnt ist – groß und reicht vom klassischen Raumfahrt-Szenario bis hin zu Geschichten, in denen das SciFi-Element (leider) eher als Randbemerkung daherkommt.
Besonders gefallen können – zumindest meiner Meinung nach – die Geschichten, die an Bord eines Raumschiffs handeln. Namentlich genannt seien hier „Die Jules III und die Falle der Weltraumhaie“ über die Abenteuer einer etwas eigenartigen Besatzung, die es mit raumfahrenden Haien und Kakerlaken zu tun bekommt, „Celeste und der schwarze Nomos“, wo ein verwahrlostes Raumschiff vom Raumpiraten angegriffen wird, und „Alteritas – Tanzschritte in die Unendlichkeit“ über den Erstkontakt mit einer Kultur, mit der (fast) keine Kommunikation möglich ist.
Diese genannten hätten jede für sich 5 Sterne verdient. Leider erreichen jedoch nicht alle Geschichten dieses Niveau, doch hätte viele der nicht genannten auch jzumindest 4 Sterne verdient. Wirkliche negative Ausrutscher, die man als No-Go bezeichnen könnte, sind in dieser Anthologie jedoch nicht zu finden.

Fazit:
Gentlemenlikes Benehmen gibt es auch in ferner Zukunft noch. Wer’s nicht glaubt, kann es hier nachlesen.

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Funtastik

Marc Hamacher (Herausgeber)
Funtastik

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Mit Fun in andere Welten

Klappentext:
Ist eine unwahrscheinliche Wahrscheinlichkeit schlimmer als eine wahrscheinliche Unwahrscheinlichkeit? Was passiert, wenn sich das Motiv eines Gemäldes selbstständig macht? Kann man den Kampf gegen einen Drachen delegiert? Kann eine gesetzestreue Invasion eines Planeten gelingen? Was passiert nach einer katastrophal falschen Lagerung von Eiern? Und sind gute Abenteuer planbar?
Vielleicht werden sie Teile der Antworten verunsichern, mit Sicherheit aber belustigen. Dass Fantasy und SF nicht nur ernst sein muss, das zeigen die Autoren in diesem skurilen, krankhaft aberwitzigen Buch.
Mit wahrlich funtastischen Geschichten von Ju Honisch, Michael Edelbrock, Lea Baumgart, Reneé Engel, Marie Braun, Thomas Heidemann, Jürgen Höreth, Alisha Pilenko, Christian Reul, Patricia Rieger, Frank Sawielijew, Corinna Schattauer, Martina Schiller-Rall und Christina Wuttke.

Rezension:
Enthaltene Geschichten:
Lea Baumgart: Das Herz des Drachen
Michael Edelbrock: Ordnung muss sein
Renée Enge: Blumentöpfe und ähnliche Missverständnisse
Marie Braun: Zombielein ging allein …
Thomas Heidemann: Das Feuersturm-Fiasko – Schwer gestört und gut frisiert
Jürgen Höreth: Der Tod, die Steuern und noch viel mehr Scherereien
Ju Honisch: Die Prophezeiung
Alisha Pilenko: Ein (fast) perfekter Plan
Christian Reul: Die beeindruckenden Uhrgeheuer des Meistermechanikers Lord Rumknut
Patricia Rieger: Die Omega-Strategie
Frank Sawielijew: Abenteuermangel im Abenteuerland
Corinna Schattauer: Schrödingers Vampir
Martina Schiller-Rall: Speckled Eggs – oder wie gefleckte Eierschalen eine Welt verändern können
Christina Wuttke: Schön oder nicht schön, das ist hier die Frage

Was macht man, wenn man an den Schatz der Drachen kommen möchte, sich aber nicht traut, sich denen offen zu stellen? Wie verhält man sich, wenn plötzlich ein höchst lebendiger Prinz aus einem Gemälde klettert? Wie bestreitet ein Auftragskiller seinen Lebensunterhalt, wenn er unter Auftragsmangel leidet? Wie überlebt man, wenn man unter dem Fluch geboren wurde, dass einem immer das Unwahrscheinlichste zustößt? Diese und einige nicht minder interessante andere Fragen bekommt der Leser in dieser Anthologie beantwortet.
Anthologien haben meist das Problem, dass nicht alle enthaltenen Geschichten gleich gut sind. Ganz kommt auch diese Sammlung von humorvollen Kurzgeschichten aus dem phantastischen Bereich nicht um dieses Dilemma herum. In diesem Fall muss man jedoch feststellen, dass es fast keine negativen Ausrutscher gibt. Eigentlich kann sogar gesagt werden, dass „Ordnung muss sein“ die einzige Story ist, die man als solchen bezeichnen könnte, da sie nicht viel mehr als eine Aneinanderreihung mehr oder weniger guter Gags darstellt. Aber selbst das ist natürlich Geschmackssache.
Höhepunkte gibt es dafür einige. Besonders herausheben kann man in dieser Richtung wohl „Schrödingers Vampir“, worin die Abenteuer eines Mannes erzählt werden, dem immer das Unwahrscheinlichste zustößt. Während der Reiz der meisten anderen Geschichten im Dialogwitz liegt, ist es hier die Handlung an sich, die den Humor transportiert. Auch „Das Feuersturm-Fiasko – Schwer gestört und gut frisiert“ kann in besonderem Maß überzeugen. Hier finden die aberwitzigen Abenteuer einer Raumschiff-Crew eine wohl von niemanden vorherzuahnende Auflösung.
Insgesamt gesehen kann man diese Anthologie allen Fans humorvoller Fantasy und SciFi guten Gewissens empfehlen.

Fazit:
Fans humorvoller Fantasy und SciFi werden den Kauf dieser Kurzgeschichtensammlung nicht bereuen.

Taschenbuch
eBook

Lennart Malmkvist und der ziemlich seltsame Mops des Buri Bolmen

Lars Simon
Lennart Malmkvist und der ziemlich seltsame Mops des Buri Bolmen

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Die Macht des Gewitters

Klappentext:
Lennart Malmkvist führt ein ganz und gar normales Leben in Göteborg. Das ändert sich auf recht merkwürdige Weise, als der ungeliebte Mops seines Nachbarn mit ihm zu sprechen beginnt – und mit einem Mal hält das Magische Einzug in Lennarts Leben. Dabei hatte er mit Magie bisher überhaupt nichts am Hut! Als dunkle Mächte drohen, erkennt Lennart wie nützlich der eine oder andere Zaubertrick doch sein kann …

Rezension:
Lennart Malmkvist arbeitet als recht erfolgreicher Unternehmensberater in Göteborg und ist mit seinem Leben zufrieden. Doch als der alte Buri Bolmen, der im Erdgeschoss seines Wohnhauses einen Scherzartikel- und Zauber-Laden führt, plötzlich verschwindet, wahrscheinlich sogar tot ist, erbt Lennart nicht nur diesen Laden, sondern auch noch dessen ständig sabbernden Mops. An beiden hat er jedoch keinerlei Interesse. Als er kurz darauf überraschend seinen gutbezahlten Job verliert, entscheidet sich Lennart doch, einen Neuanfang mit Laden und Mops zu wagen. Diese Entscheidung wird sein Leben einschneidend verändern!
Lars Simon würzt seinen Fantasy-Krimi nicht nur mit sehr viel Humor, sondern auch mit reichlich Lokalkolorit. Der Leser ist ständig versucht, die beschriebenen Örtlichkeiten auf Google Earth mitzuverfolgen. Allerdings können die zahlreichen schwedischen Straßennamen und sonstigen Begriffe den der Sprachen nicht mächtigen Leser mitunter etwas im Lesefluss stolpern lassen. Dafür wirkt die Geschichte jedoch um so authentischer. Der Autor verwendet einen sehr flüssigen Schreibstil, wobei er humorvolle Kommentare so geschickt in den Text einwebt, dass sie den Leser immer wieder fast überraschen. Zu Beginn wird die Handlung relativ langsam aufgebaut, sodass sie stellenweise etwas behäbig erscheint. Im weiteren Verlauf nimmt das Tempo jedoch deutlich zu, um bis zum Finale immer mehr Spannung aufzubauen. Über manches wird der Leser genauso erstaunt sein wie Lennart, für den die reale Existenz von Magie einen echten Schock darstellt.
Und dann ist das Buch relativ plötzlich zu Ende, obwohl doch noch so viel Geschichte übrig ist. Was dem Buch am Anfang nicht anzumerken ist und auch im Klappentext nicht erwähnt wird: „Lennart Malmkvist und der ziemlich seltsame Mops des Buri Bolmen“ ist der Auftakt einer ganzen Buchreihe. Am Ende dieses Buches wird wohl jeder Leser unbedingt weiterlesen wollen, denn es muss ja noch so viel aufgeklärt werden!

Fazit:
Für Fans humorvoller Urban Fantasy erhält „Lennart Malmkvist und der ziemlich seltsame Mops des Buri Bolmen“ eine eindeutige Leseempfehlung.

Taschenbuch
eBook
Hörbuch

Ein Ort namens Taiga

Bettina Klusemann
Ein Ort namens Taiga

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In Shorts durch Sibirien

Klappentext:
Eine Geschichte über eine Fahrt mit der Transsibirischen Eisenbahn, die für erhebliche Verwirrung sorgt: Zwei Studenten, die sich bei einem Zwischenhalt den historischen Bahnhof von Taiga ansehen, verpassen die Weiterfahrt. Das im Abteil herrenlos zurückgebliebene Gepäck beginnt eine abenteuerliche Reise.

Rezension:
Deutsche Studenten durchqueren auf der Transsib Sibirien. Als sie sich bei einem Halt den Bahnhof ansehen, verpassen sie die Weiterfahrt des Zuges. So stehen sie völlig unzureichend bekleidet mitten in Sibirien. Mit dem nächsten Zug reisen sie ihrem Gepäck hinterher und werden dabei von freundlichen Russen zumindest reichlich mit Wodka versorgt. Ob sie ihre Taschen und Koffer wohl wiederfinden?
Unter der Bezeichnung „Booksnacks“ bietet der Anbieter (wirklich kurze) Kurzgeschichten diverser Genres als jeweils eigenständige eBooks an. Dieses humorvolle Reiseabenteuer bietet einen (nicht ganz Cliché-freien) Einblick in die russische Volksseele. Trotz ihrer Kürze hat die Geschichte eine überraschende Pointe.

Fazit:
Ein unterhaltsamer Lese-Snack für die kurze Pause zwischendurch.

eBook

Halloween Tales

LYX Storyboard Autoren
Halloween Tales: We treat, you read

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Im Banne von Dämonen

Klappentext:
Halloween – das Fest, an dem der Schleier zur Anderswelt fällt.
Die Zeit der Hexen und Rituale, der Unsterblichen und Beschwörungen, in der die Geister geliebter Menschen gerufen werden und andere spurlos verschwinden. Die Nacht, in der die Hölle ihre Pforten öffnet, verschlafene Dörfer sich als Albtraum entpuppen und nicht nur Vampirjäger ihre Bestimmung finden. In der Monster, Fabel- und Schattenwesen Wirklichkeit werden und die Grenze zwischen Raum und Zeit verschwindet. Es ist die Nacht der Toten, der ruhelosen Seelen, in der die Liebe stärker ist als der Tod.
Mit 20 Kurzgeschichten bringen die LYX Storyboard Autoren Halloween auch zu dir!

Rezension:
Enthaltene Geschichten:
Carmen Gerstberger – A Supernatural Halloween
Lillian Dark – Geisterkuss an Halloween
J.D. Grönhoff – Seelensplitterküsse
Lydia Kincaid – Der Junge von nebenan
Katja Schnee – Nacht der Seelen
Rica Aitzetmüller – Magische Verführung
Jessica Bernett – Blutsüchtig in Prag
Hannah Marten – Das Grauen von Laurendale
Agnes Albrecht – Zwillingsblut
Darian Dawn – Der Junge von den Corrals
Kelly de Wulf – Eine Séance an Halloween
Ly Fabian – Das Ritual
Sunya Grace Bold – Vanisfluch
Natscha Kuchner – Dark Cinderella
Lizzy Black – Gute Geister, böse Geister
Sarah Neumann – Schatten über Samhain
Marc Short – Halloween in der Unterwelt
Samantha Steuer – Underworld
Christin C. Mittler – Monster der Zeit
Talia Taylor – Ripped Heart
Halloween – was verbindet man mit diesem Tag? Grusel, Übernatürliches, Monster. Und all das findet sich in den in dieser Anthologie enthaltenen Kurzgeschichten. Wie unterschiedlich diese Grundelemente jedoch gemischt werden können, kann durchaus überraschen. Die Bandbreite reicht dabei von eigentlich überhaupt nicht grusligen Vampiren, Werwölfen, Mumien und Dämonen, die ihr ruhiges Leben in einem Monster-Altenheim auflockern möchten, indem sie sich an Halloween unerkannt unter die Menschen mischen, über diverse Begegnungen mit Geistern oder eine Dämonen-Prinzessin, die sich zu Halloween in der Menschenwelt vergnügen will, bis hin zum (Kurz-)Psychothriller. Bei einer solchen Bandbreite entscheidet natürlich auch der persönliche Geschmack, welche Stories die eigenen Favoriten sind. Ungeachtet dessen differiert das schriftstellerische Niveau, wie man das von Anthologien gewohnt ist. Einige der Geschichten haben ein (sehr) offenes Ende, doch auch das ist natürlich zum Teil Geschmackssache. Über alles betrachtet, muss man jedoch allen enthaltenen Kurzgeschichten bescheinigen, dem Thema „Halloween“ aus ihrem jeweiligen Blickwinkel gerecht zu werden.
Besonders herausgehoben aus der Vielfalt seien diese beiden Geschichten:
In „A Supernatural Halloween“ erlebt der Leser auf sehr humorvoller Weise die Halloween-Abenteuer der oben bereits erwähnten Bewohner eines Monster-Altenheimes. Auch wenn sich der Gruselfaktor hier nahe der Nulllinie bewegt, gehört diese Story eindeutig zu den Höhepunkten der Anthologie.
Ein anderes Highlight der Sammlung stellt „Dark Cinderella“ dar, worin sich die Enkelin von Luzifer persönlich ins Wiener Halloween-Getümmel stürzt. (Oder muss man das in diesem Fall „Hallo Wien!“ schreiben?) Wie könnte sie vorher auch ahnen, dass Menschen-Männer so interessant sein können? Und woher sollte ein österreichischer Student ahnen, was sich hinter dem zarten Mädchen verbirgt, das ihm direkt neben dem Stephansdom über den Weg läuft?

Fazit:
Diese monothematische Anthologie ist einen Blich wert!

Taschenbuch
eBook

Luzifer – des Teufels Sünden

Stella Tack
Luzifer – des Teufels Sünden

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Im Dienste eines Teufels

Klappentext:
In einem dunklen Kampf unter den mächtigsten Fürsten der Unterwelt, inmitten zweiköpfiger Höllenhunde, dem paranoiden (und verdammt noch mal sexy) Teufel Luzifer und einem depressiven Zombie, versucht die 599 Jahre junge Hexe Evening eigentlich nur, nicht auf grausame Weise zu sterben!
Das einzige Hindernis: Sie kann absolut nicht zaubern, Luzifer wird aus der Hölle geworfen und Himmel sowie Hölle versinken ins absolute Chaos, sodass sie nicht nur vor machthungrigen Höllenfürsten und himmlisch angepissten Engeln gejagt werden, sondern auch vom Tod höchstpersönlich, der absolut keinen Sinn für Humor besitzt.

Rezension:
1415 erlebt die 19-jährige Bäckerstochter Evening mit, wie in ihrem Heimatdorf die Angst vor Hexen, aber auch vor der Inquisition umgeht. Kurz darauf werden ihre beste Freundin und deren Bruder Erhard, in den Evening verliebt ist, der Hexerei verdächtigt. Doch bald darauf trifft sie auf Luzifer persönlich, der ihr verspricht, sie zu einer Hexe auszubilden.
600 Jahre später wollen andere Teufel Luzifer stürzen, um selbst die Macht in der Hölle zu übernehmen. Evening, die ihm die ganzen Jahrhunderte über in einer Hass-Liebe verbunden blieb, gefällt das gar nicht. Doch wird sie ihm helfen können, seine Macht zu erhalten? Im Hintergrund sind jedoch Mächte am Wirken, die drohen, Himmel und Hölle ins Chaos zu stürzen.
Ein Buch über Hölle und Himmel. Aber keine Panik: Christlich ist dieses Buch garantiert nicht. Im Gegenteil; im Mittelalter wäre die Autorin für dieses Buch wahrscheinlich selbst auf dem Scheiterhaufen gelandet. Im steten Wechsel zwischen den beiden Zeitebenen erzählt Stella Tack auf humorvolle und immer wieder unterschwellig erotische Art die Abenteuer Evenings und Luzifers. Politische Unruhen drohen, die Hölle auf den Kopf zu stellen. Nach der Flucht aus der Hölle müssen die beiden ‚Helden‘ feststellen, dass die Verhältnisse im Himmel auch nicht viel besser sind. Selbst der Tod persönlich – mit Vornamen übrigens Adam – und seine Frau Eva blicken nicht mehr durch. Wer hier gut oder böse ist, kann bis zum Ende nicht eindeutig gesagt werden. Der Leser wird dabei schnell derart gefesselt, dass er das Buch fast nicht mehr zur Seite legen kann. Der Schreibstil nimmt ihn einfach mit. Und schließlich will er doch wissen, wie das ganze Chaos endet! Das ganze Buch schäumt einfach über vor gänzlich unerwarteten Einfällen.

Fazit:
Ein humorvoll-erotischen Höllentrip, wie man ihn noch nicht gelesen hat. Alle Daumen hoch!

Taschenbuch

Eine Peter-Grant-Story – 2 – Schwarzer Mond über Soho

Ben Aaronovitch
Eine Peter-Grant-Story – 2 – Schwarzer Mond über Soho

Übersetzung: Christine Blum

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Peter unter Jazz-Vampiren

Klappentext:
Constable Peter Grant ist ein ganz normaler Londoner Bobby. Die Abteilung, in der er arbeitet, ist allerdings alles andere als normal: ihr Spezialgebiet ist – die Magie. Eines Abends wird Peter zu der Leiche eines Jazzmusikers gerufen und findet heraus, dass in den Jazzclubs in Soho, im Herzen Londons, verdächtig viele Musiker sterben. Hier geht etwas nicht mit rechten Dingen zu. Oder wie soll man es sonst nennen, wenn eine Leiche unüberhörbar und mit viel Swing Body and Soul spielt?

Rezension:
Die Handlung dieses Buches schließt unmittelbar da an, wo der Vorgänger „Die Flüsse von London“ endet. Und da Peters Vorgesetzter und einziger anderer Mitarbeiter der Sondereinheit für magische Straftaten, Detective Chief Inspector Nightingale, nach seiner Schussverletzung noch dienstunfähig ist, muss Peter die Aufgaben der Abteilung weitestgehend alleine wahrnehmen. Da seine magische Ausbildung gerade erst bei den Grundlagen angelangt und er als Constable noch weit vom üblichen Rang eines Abteilungsleiters entfernt ist, gestaltet sich das nicht ganz einfach. Als dem Kryptopathologen Dr. Walid dann auffällt, dass Jazzmusiker auffallend häufig kurz nach einem Auftritt in Soho eines anscheinend natürlichen Todes sterben, muss sich Peter alleine auf die Suche nach einer Ursache, die in seine Zuständigkeit fallen könnte, machen. Dass er sich dabei Hals über Kopf in die Exfreundin eines kürzlich verstorbenen Musikers verliebt, macht die Sache für ihn nicht einfacher.
Ben Aaronovitch schafft es auch hier wieder, den Leser innerhalb weniger Seiten zu fesseln – sofern das nach der unbedingt zu empfehlenden vorherigen Lektüre des 1. Bandes überhaupt noch erforderlich ist. Ohne Letztere könnte es dem Leser schwerfallen, alle Zusammenhänge zu erfassen. Trotz aller Verwicklungen kommt auch diesmal der Humor nicht zu kurz. Wenn Peter zum Beispiel darüber sinniert, dass sein Vater durch die Evakuierung seiner Großmutter im 2. Weltkrieg beinahe in Wales zur Welt gekommen wäre, was dessen Meinung nach fast so schlimm wäre, wie ein Schotte zu sein, kann man sich als Leser nur vor Lachen schütteln. So vergeht kaum ein Kapitel, ohne dass sich irgendwelche Anspielungen auf die traditionelle englische Denk- und Lebensart finden. Auch wenn der Autor laut Verlagsinfo gebürtiger Londoner ist, lässt sein Name vermuten, dass er – genau wie sein Romanheld – nicht-britische Wurzeln und damit einen etwas anderen Blickwinkel auf die diversen Großbritannien-Clichés hat. Der Erfolg dieser Romanreihe lässt jedoch darauf schließen, dass die Briten wohl durchaus bereit sind, über ihre eigenen Macken zu lachen.

Fazit:
Allen, die sowohl Urban Fantasy als auch eine Portion Humor zu schätzen wissen, kann „Schwarzer Mond über Soho“ nur empfohlen werden.

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