Magie der Natur – 1 – Die unwissende Magierin

Marlene Beer
Magie der Natur – 1 – Die unwissende Magierin

St,rSt,rSt,rSt,bSt,b

Das Dorf im Wald

Klappentext:
Der Start einer packenden Serie für Mädchen und Jungen ab 14 Jahre und junggebliebene Erwachsene: In einem kleinen, mittelalterlichen Dorf lebt die 13 jährige Arah, die als Findelkind beim gutherzigen Pater aufwächst. Das Mädchen liebt Bücher über alles und zieht sich häufig in ihre eigene Traumwelt zurück. Eines bedeutungsschweren Tages kommt geheimnisvoller Besuch in das kleine Dorf: Ein herumreisender Exorzist, der im Namen der Kirche nach versteckten Hexen und Zauberern sucht. Obwohl Arah zwar sehr gerne übers Zaubern fantasiert und sich tief in ihrem Herzen magische Kräfte wünscht, kann sie den Worten des Exorzisten nur misstrauisch lauschen. Es konnte unmöglich Magie in der richtigen Welt geben. Oder? Als sie selbst plötzlich angeklagt wird eine Hexe zu sein, heißt es Hals über Kopf zu fliehen. Dabei weiß das Mädchen noch nicht, dass an den Anschuldigungen des Exorzisten etwas Wahres dran ist. Erst als Arah der echten Magie in Form wirklicher Magier und Magierinnen, sowie magischen Tierwesen begegnet, wird ihr immer mehr bewusst, wer sie in Wahrheit ist und woher sie kommt. Alles was sie bisher über Zauberei, Magie, Drachen und mystische Kräfte zu wissen glaubte, stellt sich plötzlich als völlig falsch heraus… Eine Reise voller Spannung und Gefahren wartet auf das junge Mädchen in dessen Verlauf sie nicht nur endlich erfährt, wer ihre Eltern sind, sondern auch zum ersten Mal der Liebe begegnet. Ein spannendes Fantasie – und Jugendbuch für Mädchen, Jungen und junggebliebene Erwachsene. Jetzt kaufen.

Rezension:
Solange sie denken kann, lebt die mittlerweile 13-jährige Arah bei Pater Jophius in Gelderland. Das hat den Vorteil, dass sie im Gegensatz zu den Gleichaltrigen im Dorf nicht schon mitarbeiten muss, und dass sie – auch im Gegensatz zu den meisten Dorfbewohnern – lesen kann. Und das ist ihre Lieblingsbeschäftigung, hat der Pater doch eine gut bestückte Bibliothek, die nicht nur berufstypische Bücher enthält. Als jedoch ein Inquisitor ins Dorf kommt, verdächtigt der Arah eine Hexe zu sein. Sie muss in den Wald fliehen, wo sie auf ein Dorf trifft, dessen Bewohner wirklich zaubern können.
Der Klappentext verrät es schon: Bei Marlene Beers Reihenauftakt handelt es sich um eine historische Fantasy mit einer jungen Protagonistin. Die Idee, eine nichts ahnende junge Heldin sowohl auf die Inquisition als auch auf echte Magie treffen zu lassen, ist sicher interessant. Leider kann die Umsetzung nicht ganz überzeugen. Schon im Klappentext sind sprachliche Mängel erkennbar, die sich in dieser Form leider durch das Buch ziehen. Auch inhaltlich ist dieses leider nicht fehlerfrei. So werden beispielsweise die Begriffe „Inquisitor“ und „Exorzist“ gleichgesetzt und abwechselnd gebraucht. Die Protagonistin, die seit dem Säuglingsalter beim Pater aufwächst, weiß bemerkenswerterweise nicht mal vom Hören, dass es eine Inquisition überhaupt gibt. In einer mittelalterlichen Welt ist das wohl kaum vorstellbar. Das Ende des Buches wirkt dann etwas abgehackt und nicht nachvollziehbar. Hier wäre ein zusätzliches Kapitel wünschenswert.
Auf der Habenseite des Buches ist der sehr gelungene, teilweise fast märchenhaft klingende Erzählstil der Autorin zu verbuchen. Auch hat die Geschichte durchaus Potenzial. Es bleibt nur zu hoffen, dass dieses sich in der Fortsetzung durch gründlichere Arbeit wirklich entfalten kann.

Fazit:
Die gute Idee, die diesem Buch zugrunde liegt, wird durch die überhastete Umsetzung leider teilweise zunichtegemacht.

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Planeten der Nacht – 1 – Im Sturm der Schatten

Natalie Peracha
Planeten der Nacht – 1 – Im Sturm der Schatten

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Drachen über Miami

Klappentext:
„Da ist ein Ende zu jeder Heldengeschichte, wenn da ein Ende ist, dann ist da auch ein Neuanfang. Mit jedem Neuanfang entsteht eine Legende und mit jeder Legende eine neue Geschichte, die erzählt werden möchte.“
Layla und Mexx führen ein ganz normales Leben. Ihre Tagesabläufe bestehen daraus, sich früh morgens für die Schule aus dem Bett zu quälen und abends völlig fertig wieder nach Hause zu kommen, mit zu vielen Hausaufgaben im Gepäck und zu wenig Zeit.
Doch als Layla und Mexx eines Tages vor dem Schulfenster als scheinbar Einzige, eine schreckliche Schattengestalt sehen, ändert sich ihr Leben schlagartig.
Wer und was sind diese komischen Gestalten, die die beiden zu verfolgen scheinen und was wollen sie von ihnen?
Plötzlich finden die beiden sich in einem Abenteuer wieder, das die Vorstellung der Menschheit auf den Kopf stellt. In einem Kampf zwischen Gut und Böse treffen die beiden auf die außergewöhnlichsten Kreaturen und kommen an die Grenze ihrer Leistungen.
Doch steckt auch in ihnen beiden mehr?

Rezension:
Schon seit Ewigkeiten wachsen Layla und Mexx wie Geschwister auf. Mexxʼ Mutter ist Haushälterin bei Laylas Familie und kümmert sich, wenn ihre Eltern – wie so oft – unterwegs sind, auch um sie. Doch eines Tags tauchen merkwürdige Wesen auf, die außer den beiden anscheinend niemand sehen kann. Diese ‚Schatten‘ kommen vom Planeten Dragonier und wollen die Erde zerstören. Ohne dass sie es bisher wussten, sind Mexx und Layla Nachkommen von Bewohnern dieses Planeten, die vor Urzeiten als Götter auf der Erde weilten, nach menschlichen Begriffen also Halbgötter. Doch sie bekommen Hilfe, um die Erde vor den Schatten zu retten. Junge Bewohner des Planeten Dragonier, die die Fähigkeit besitzen, sich in ihre Seelentiere zu verwandeln, kommen auf die Erde, um Mexx und Layla auszubilden und im Kampf zu unterstützen.
Jugendliche, die eines Tages erfahren, keine ‚normalen‘ Menschen zu sein, trifft man in der Urban-Fantasy-Literatur relativ häufig an. Dass diesen dann die Aufgabe zufällt, die Welt zu retten, ist in diesem Zusammenhang schon fast so etwas wie ein Genre-Standard. Auch dass es sich bei den Göttern der diversen Religionen in Wirklichkeit um Außerirdische handelte, ist dem Fantasy-Fan schon hin und wieder begegnet. Immer wieder kann es überraschen, welche neuen Aspekte Autoren diesen beiden Grundideen abgewinnen können. In ihrem Erstlingswerk kombiniert Natalie Peracha diese Elemente, was zumindest mir neu ist. Ein Alleinstellungsmerkmal also.
So gut die dem Buch zugrundeliegende Idee ist, muss man an der praktischen Umsetzung aber doch einige Kritik üben. Lektorat und Korrektorat scheinen beim Brighton Verlag leider in die Rubrik ‚schön aber überflüssig‘ zu fallen. Während man über die nicht gerade wenigen Tipp- oder Schreibfehler noch hinwegsehen kann, hätte der Text doch eindeutig etwas Feinschliff vertragen können. Um nicht missverstanden zu werden: Die aus Laylas Perspektive in der 1. Person erzählte Geschichte ist durchaus interessant und gut lesbar. Die Fehler liegen eher im Detail. Beispielsweise wird der Tod einer den Protagonisten nahestehenden Person ziemlich schnell übergangen. Oder wieso können Laylas Eltern die Schatten nicht auch sehen? Wenn sie teilweise von den Bewohnern Dragoniers abstammt, muss das doch für mindestens eines ihrer Elternteile auch gelten.
Mit einer gründlichen Überarbeitung könnte aus dieser Geschichte ein wirklich gutes Urban-Fantasy-Abenteuer werden. Im aktuellen Zustand ist der Gesamteindruck aber doch eher durchwachsen.

Fazit:
Eine gute Urban-Fantasy-Idee, die allerdings noch einer Überarbeitung bedarf, um gänzlich überzeugen zu können.

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Die Chroniken der Zehn – 1 – Das Geheimnis der Flammen

Nina Hirschlehner
Die Chroniken der Zehn – 1 – Das Geheimnis der Flammen

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Die 10 Familien

Klappentext:
Jede Nacht das Gleiche: Die Stadt vor übernatürlichen Angriffen schützen und dafür sorgen, dass niemand etwas davon bemerkt.
Für die fünfzehnjährige Elisa ist das der Alltag, auch wenn sie sich oft wünscht, diese Aufgabe nicht alleine erfüllen zu müssen.
Wie es das Schicksal so will, findet sie tatsächlich Gleichgesinnte im Kreis der Zehn. Eigentlich sollte ihr Leben von nun an um einiges leichter werden, wenn da nicht Alexander wäre …

Rezension:
Elisa ist 15 und besucht wie alle ihres Alters tagsüber die Schule. Was sie nachts macht, wissen ihre Klassenkameraden jedoch nicht: Sie geht auf Dämonenjagd. Seit ihre Eltern und ihr Bruder von Dämonen getötet wurden, hat sie das Familien-Buissines übernommen. Erst als sie auf andere Dämonenjäger stößt, erfährt sie die ganze Wahrheit. Fortan kämpft sie als Letzte ihrer Familie mit Angehörigen der anderen 9 Jägerfamilien zusammen.
Die Grundidee, Jugendliche in die Familientradition des Kampfes gegen Dämonen und ähnliche unliebsame ‚Mitbürger‘ einzuführen, ist in der Urban-Fantasy-Literatur nicht neu. Auch Nina Hirschlehner bedient sich in ihrer Reihe „Die Chroniken der Zehn“ dieser Grundidee, die ihre Tauglichkeit für interessante junge Fantasy schon wiederholt beweisen konnte. Dass bei Protagonisten dieses Alters auch gewisse ‚hormonelle Verwirrungen‘ eine Rolle spielen, ist natürlich nicht verwunderlich.
Ein Blick auf die von mir vergebenen (nur) 3 Sterne lässt natürlich vermuten, dass es auch deutliche Kritikpunkte an diesem Buch gibt. Das betrifft besonders die Glaubwürdigkeit der Story. Speziell beim Genre Urban Fantasy, bei dem eine Fantasy-Handlung in unsere reale Welt eingebettet wird, ist es natürlich essenziell, dass beim Realwelt-Anteil der Geschichte unsere reale Welt möglichst authentisch erscheint. Und genau hier hapert es bei diesem Buch. Auch wenn der Handlungsort nicht ausdrücklich genannt wird, spricht alles dafür, dass es sich um Deutschland handelt. Hier verliert die Protagonistin ihre Eltern und kommt zu einer Pflegefamilie. Das ist natürlich realistisch. Irgendwann entschließt sie sich aber, die Pflegeeltern zu verlassen und alleine im geerbten Haus ihrer Eltern vom ebenfalls geerbten Geld zu leben. Und anscheinend stört das niemanden. Sie geht zur Schule, wechselt aus eigenem Antrieb die Schule – und offensichtlich fällt keinem auf, dass sie keine Erziehungsberechtigten hat. Sie ist erst 15! Später besucht sie mit ihren neuen Mitkämpfern, die alle etwa ihr Alter haben – nur der Anführer ist offenbar gerade so 18 – eine Bar. Aus dem Text geht hervor, dass Elisa diese Bar sogar schon vorher kannte! Erst nachts um 2 Uhr verlassen sie die Bar wieder. Eine dermaßen unstimmige Handlungsgrundlage in der realen Welt macht natürlich auch den Dämonen-Part zunichte. Auch sonst gibt es (beispielsweise im zeitlichen Ablauf von Handlungen) Widersprüche.
Obwohl die aus Elisas Perspektive erzählte Geschichte durchaus gut geschrieben ist, kann sie wegen der genannten und einigen anderen inhaltlichen (auch Fantasy-Elemente betreffenden) Unstimmigkeiten leider nicht ganz überzeugen.

Fazit:
Ein nicht stimmig wirkender Plot liegt der brauchbaren Grundidee dieser Geschichte leider schwer im Magen.

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Schattenthron – 1 – Das Mädchen mit den goldenen Augen

Angelika Diem
Schattenthron – 1 – Das Mädchen mit den goldenen Augen

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Rehe unter sich

Klappentext:
Rahels Familie leidet wie die anderen Bewohner des Dorfs unter den immer brutaler werdenden Übergriffen der königlichen Soldaten und der hohen Steuerlast. Zudem hütet sie ein lebensgefährliches Geheimnis. Als es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen gelüftet wird, flieht Rahel und verdingt sich als Küchenhilfe am Königshof. Doch schon bald gerät sie ins Visier dunkler Machenschaften und muss ihr Geheimnis erneut preisgeben, um sich, ihre junge Liebe und die Bewohner des Königreichs zu retten.
Verwandlungen, finstere Intrigen und die Macht der wahren Liebe!

Rezension:
Als Pflegetochter eines Holzfällers hat es die 16-jährigr Rahel nicht leicht. Das Leben im Dorf ist arbeitsreich, und zudem ist ein Jäger an ihr interessiert, der alles andere als ihr Traummann ist. Und dann ist da noch ihr großes Geheimnis, das sie in große Schwierigkeiten bringen könnte. Als sie schließlich Hals über Kopf fliehen muss, verdingt sie sich als Küchenmagd am Königshof. Doch damit fangen ihre Probleme erst richtig an. Zumindest kann sie hier jedoch hoffen, als von den Großen unbeachtetes Küchenmädchen der Brautschau des Prinzen zu entgehen, bei der die Teilnahme aller 16- bis 18-jährigen Mädchen verpflichtend ist.
Angelika Diem siedelt ihre Jugend-Fantasy Genre-typisch in einer mittelalterlich geprägten Welt an. Protagonistin ist die 16-jährige Rahel, die von ihrer wahren Herkunft nichts weiß. Wie alle Bewohner des Reichs leidet sie unter der immer drastischeren Gewaltherrschaft des Königs. Zwischen den in der 1. Person erzählten Erlebnissen des Mädchens streut die Autorin immer wieder Rückblenden vom Leben am Königshof ein, die erzählen, wie der König und der Thronprinz zu den Menschen wurden, die sie sind. Mit diesem Mix gelingt es der Autorin, die Geschichte bis zum Schluss interessant und nicht vorhersehbar zu gestalten. Rahels Weg führt sie in den engen Umkreis des gehassten Herrschers. Auf die in Rahels interessantes Abenteuer eingebetteten Romantasy-Elemente hätte ich größtenteils verzichten können, auch wenn sie zumindest teilweise für das Funktionieren der Story unerlässlich sind. Allerdings halten sich die entsprechenden Textstellen in akzeptierbaren Grenzen. Im Fokus der Handlung steht stattdessen das Rätsel um den wirklichen Zweck der Brautschau, das durch wiederholte Andeutungen zunehmend mysteriöser erscheint. Dieses Buch bietet eine in sich abgeschlossene Handlung, eine Fortsetzung ist jedoch bereits erhältlich.

Fazit:
Dieses Fantasy-Abenteuer um eine junge Protagonistin kann allen empfohlen werden, die sich nicht am leichten Romantasy-Touch stören.

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Die Taylor-Chroniken – 3 – Die Uhr des Falken

Betty J. Wendl
Die Taylor-Chroniken – 3 – Die Uhr des Falken

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Duell um die Macht

Klappentext:
Helenas neues Glück ist nur von kurzer Dauer. Sie muss um ihre große Liebe, sowie gegen Intrigen und Feinde von außen und innen kämpfen. Wem kann sie vertrauen? Wer steht auf ihrer Seite? Wird es ihr gelingen in allen Welten glücklich zu werden und die drei verfeindeten Familien zu vereinen?
Der dritte und letzte Band der Taylor-Chroniken, der furiose Abschluss der Saga über die Familien Taylor, de Marron und Vandermeer und ihrer Reise durch die Welten.

Rezension:
Helena findet sich immer besser mit ihrem Dasein in verschiedenen Welten zurecht. Damit wird sie aber auch immer tiefer in das Intrigenspiel der 3 Familien hineingezogen. Sowohl Falke als auch Habicht wollen sie für ihre Zwecke nutzen. Helena gerät in vielen ihrer unterschiedlichen Welten in Schwierigkeiten. Speziell in Hastings spitzt sich die Situation zu. Eine Entscheidung zwischen Roberts und Miriams Interessen scheint unausweichlich. Wie sollen es Helena und Benedikt schaffen, sich möglichst unversehrt aus der Schusslinie zu bringen? Ein persönliches Problem erschwert die Situation zusätzlich.
Nachdem die Protagonistin und mit ihr der Leser in den beiden bisherigen Bänden der Parallelwelten-Fantasy „Die Taylor-Chroniken“ die entscheidenden Welten kennenlernte, konzentriert sich Betty J. Wendls Geschichte im Finale der Trilogie auf den Machtkampf der beteiligten Familien, speziell der machtgierigen Antagonisten Robert und Miriam. Der ständige Weltenwechsel ist auch für den Leser eine Selbstverständlichkeit geworden, die den Lesefluss und die Verständlichkeit in keiner Form erschwert, wie es bei Band 1 noch teilweise der Fall war. Wie es zu erwarten ist, steigt der Spannungspegel zum Finale hin weiter an. Lange bleibt offen, wie die Geschichte für die Protagonistin und ihre Freunde enden wird.
Der Autorin gelingt es weiterhin, ihre Leser mit der sehr komplexen Handlung gefangenzunehmen. Der Fokus folgt dabei immer Helenas ‚Hauptbewusstsein‘ und springt mit diesem durch die Welten. Auf diese Weise erfährt der Leser immer nur das, was auch die Protagonistin aus eigenem Erleben oder ihr Mitgeteiltem weiß. Das steigert die Spannung und sorgt für eine emotionale Bindung zwischen Leser und Protagonistin. Ein Epilog sorgt am Ende dafür, dass beim Leser keine nennenswerten Fragen unbeantwortet bleiben. Diese hiermit abgeschlossene Trilogie ist eine eindeutige Leseempfehlung wert!

Fazit:
Diese komplexe Urban-Fantasy-Trilogie um das gleichzeitige Leben in parallelen Welten sollte allen Genre-Fans einen Blick wert sein.

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Magiebegabt

Alexandra Christina Nobis
Magiebegabt

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Der Zirkel

Klappentext:
Das neue Schuljahr an der Nordschule beginnt für die 16-jährige Amanda (oder einfach nur Mandy) Mayer alles andere als gut. Nachdem ihre beste – und auch einzige – Freundin Lisa das Schuljahr im Ausland verbringt und Mandys Annäherungsversuche an ihre anderen Klassenkameraden kläglich scheitern, stellt sie sich innerlich schon auf ein langes und einsames Jahr ein. Zu allem Überfluss muss sie auch noch Chris Barker, den wahrscheinlich heißesten und auf jeden Fall arrogantesten Typen der Schule und Stürmer der schuleigenen Fußballmannschaft als ihren neuen Sitznachbar ertragen. Als sich rund um Chris seltsame Vorfälle häufen und Mandy die Einzige ist, der es aufzufallen scheint, offenbart ihr Chris, dass sie magische Fähigkeiten besitzt und nimmt sie als siebtes Mitglied in seinen Zirkel auf. Doch Cassandra, die Anführerin des Zirkels, scheint ein dunkles Geheimnis zu haben und nicht zu sein, wer sie zu sein vorgibt …
Urban Fantasy für junge und jung gebliebene Erwachsene.

Rezension:
Zum Beginn des neuen Schuljahres hat Mandy nicht gerade die beste Laune. Ihre beste Freundin ist am anderen Ende der Welt, und dann bekommt sie als neuen Banknachbarn auch noch den Mädchenschwarm Chris, der sie offensichtlich nicht leiden kann. Doch schnell macht sie an ihm ungewöhnliche Beobachtungen, die einfach nicht wahr sein können. Als der das jedoch bemerkt, weiht er Mandy ein, dass sie – genau wie er selbst – magiebegabt ist und ihre Kräfte nur noch aktiviert werden müssen. Chris führt sie in einen magischen Zirkel ein, der schon länger ein 7. Mitglied sucht, um endlich komplett zu sein. Doch Cassandra, die Anführerin des Zirkels, wird Mandy zunehmend unsympathisch.
Als Ausgangslage ihrer Jugend-Urban-Fantasy wählt Alexandra Christina Nobis die Genre-typische Situation, dass ein jugendlicher Protagonist aus heiterem Himmel heraus erfährt, magische Fähigkeiten zu besitzen. Wie oft in ähnlichen Büchern entpuppt sich auch hier für die Protagonistin so manches als ganz anders, als es zunächst scheint. Die Frage, wem sie vertrauen kann, ist aus diesem Blickwinkel gesehen das eigentliche Thema der Geschichte. Wie ein magisch unerfahrener Neuling gegen einen viel erfahreneren Gegner bestehen kann, ist wie in vielen ähnlich gelagerten Fantasy-Stories das Thema. Eher untypisch ist dagegen der Handlungsort, denn die Autorin siedelt Mandys Abenteuer in Österreich, genauer gesagt Salzburg an. Für deutsche Leser kann es dabei irritierend sein, dass die 16-jährige Heldin in die 7. Klasse geht. Die Lösung dafür liegt in der abweichenden Zählweise der Schulklassen in Österreich.
Alexandra Christina Nobis lässt ihre Protagonistin das Geschehen in der Ich-Form berichten. Der gut erzählen Geschichte zu folgen, macht Spaß. Im Gegensatz zu den meisten vergleichbaren Büchern scheint Mandys Abenteuer mit dem Ende des Buches beendet zu sein. Für eine geplante Fortsetzung finden sich jedenfalls keine Hinweise.

Fazit:
Eine jugendliche Urban Fantasy bietet Magie in und aus der Alpenrepublik.

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Amar – 1 – Der Bund der Eora

Ayana Simon
Amar – 1 – Der Bund der Eora

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Der Geheimbund

Klappentext:
Amar, Königssohn Waydans, führt ein unbeschwertes Leben, als plötzlich seine Eltern entführt werden. Es gibt nur eine Rettung: Er muss den mysteriösen Theiras Elir finden. Nur mit Hilfe seines besten Freundes Yanu und dem Straßenmädchen Enola begibt er sich auf die Suche. Doch kann er Enola trauen? Eine abenteuerliche und gefährliche Reise voller mystischer Ereignisse beginnt. Wird sich Amar gegen die scheinbar übermächtigen Gegner und finsteren Mächte behaupten können?

Rezension:
Als Prinz führt Amar ein sorgenfreies Leben. Zusammen mit seinem besten Freund, dem Sohn der Köchin, verbringt er viel Zeit mit Herumstromern. Eines Nachts wird Amar jedoch von seiner Mutter geweckt. Das Schloss wird überfallen, und er soll ein geheimnisvolles Buch zu einem gewissen Theiras Elir bringen, von dem er nie zuvor gehört hat. Dieser wüsste Hilfe. Und er soll dabei niemandem vertrauen! Zusammen mit seinem Freund Yanu macht er sich auf den Weg. Als sie dabei in die dunkleren Teile einer Stadt kommen, müssen beide feststellen, dass es hier doch etwas anders als im Schloss zugeht. Hier lebt Enola, die die Freunde aus einer brenzligen Situation rettet. Notgedrungen müssen sie das Mädchen in ihre Gruppe aufnehmen. Aber das soll nicht die letzte Überraschung für den Prinzen bleiben.
Jugendliche, die durch besondere Umstände die Welt oder wie in diesem Fall ‚nur‘ das Königreich retten müssen, begegnen einem in der Fantasy-Literatur öfters. Auch Ayana Simon bedient sich in der mit diesem Buch startenden „Amar“-Reihe dieser Ausgangslage. Hier sind es der knapp 16-jährige Hauptprotagonist und seine beiden Weggefährten ähnlichen (wenn auch bisher nicht exakt genannten) Alters. Zusammen mit dem Unbekannten soll der junge Prinz die Rettung seiner entführten Eltern, des Königreiches und des Friedens organisieren. Wie in derartigen Fantasy-Abenteuern üblich, stellen sich seine Freunde als wertvollere Hilfen als die Erwachsenen heraus. Schnell bildet sich bei dem Trio eine klare Aufgabenteilung heraus. Amar wurde als Kronprinz in Kampfkunst ausgebildet, während sein Freund diese Zeit nutzte, seinen Wissensdurst in den prinzlichen Büchern zu stillen und dabei ein beachtliches Wissen anzusammeln. Enola kann dagegen mit ihren Erfahrungen im ‚normalen Leben‘ punkten, wobei sie sich auch durchaus zu verteidigen weiß. Dass hier ein Junge die Rolle des Gebildeten übernimmt, stellt eine Abwechslung dar, ist es bei dieser schon als klassisch zu bezeichnenden 2-Jungen-+-1-Mädchen-Konstellation doch üblicherweise das Mädchen, dem die Denker-Rolle zufällt.
Der Autorin gelingt es, ein interessantes Fantasy-Abenteuer mit glaubwürdigen Charakteren zu erzählen. Der gut lesbare Stil tut das übrige, um den Leser gefangen zu nehmen, sodass er am Ende sicher erfahren will, wie es weitergeht. Allerdings endet dieser Band nicht in einem Cliffhanger, sondern bietet einen (vorläufigen) Abschluss, was das Warten nicht gar zu nervenaufreibend macht.

Fazit:
Ein gelungenes Jugend-Fantasy-Abenteuer, das dem im Genre verbreiteten Junge-Junge-Mädchen-Trio neue Aspekte hinzufügt.

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Tengoku – 1 – Der Junge mit den roten Haaren

Marcel Schmeyer
Tengoku – 1 – Der Junge mit den roten Haaren

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Die Tochter des Bürgermeisters

Klappentext:
„Ich werde ihn zurückbringen, egal wer mein Gegner sein wird“
Was tust du, wenn dir dein jüngerer Bruder von zwei geheimnisvollen Männern entrissen wird? Für den 13-jährigen Tadashi könnte die Antwort gar nicht eindeutiger sein. Er verlässt sein geliebtes Dorf und zieht in die weite Welt Aramor, die es ihm allerdings nicht so einfach macht, wie er das gerne hätte. Er trifft auf Menschen, die ihre eigenen (zum Teil finsteren) Pläne verfolgen, sowie auf gefährliche Kreaturen. Zu seinem Glück begegnet er auch der jungen Schwertkämpferin Akemi und deren Mentor, mit denen er einer bedrohlichen Verschwörung auf die Schliche kommt.

Rezension:
Um nach seinem entführten Bruder zu suchen, verlässt der Waisenjunge Tadashi sein Dorf. Schon bevor er die Stadt erreicht, wird er Zeuge, wie Männer ein Mädchen überfallen. Tadashi sieht zu, wie gekonnt sich Akemi, wie das Mädchen heißt, verteidigen kann. Nachdem sie einen der Räuber gefangennehmen können, bringen sie ihn zusammen in die Stadt, um ihn dort der Wache zu übergeben. Erst hier erfährt Tadashi, dass Akemi die Tochter des Bürgermeisters ist – der seiner Tochter allerdings streng verboten hat, die Stadt zu verlassen. Das bringt dem Mädchen statt Ehre Hausarrest ein. Als kurz darauf allerdings ein Attentat auf den Bürgermeister verübt wird, machen sich Akemi und Tadashi auf die Suche nach den Tätern und Hintermännern.
Marcel Schmeyer siedelt sein Jugend-Fantasy-Abenteuer in einer mittelalterlich anmutenden Welt an. Nach einem etwas holprigen Anfang nimmt die Geschichte schnell Fahrt auf und somit ihre Leser gefangen. Die beiden jugendlichen Protagonisten (13 beziehungsweise 12 Jahre alt) müssen sich immer wieder mit Gefahren auseinandersetzen und lernen schnell, sich gegenseitig zu vertrauen. Etwas widersprüchlich wirkt, dass beide einerseits wie Kinder behandelt werden (was bei ihrem Alter natürlich nicht ungewöhnlich ist), andererseits ihre gefährlichen Vorhaben von vielen Erwachsenen ohne ernsthafte Verhinderungsversuche akzeptiert und unterstützt werden. Wirkt es zu Beginn noch verwunderlich, dass sich die beiden jungen Helden überhaupt so gut verteidigen können, wird eine Erklärung dafür im Laufe der Handlung nachgereicht. Leider ist der Endkampf eine Schwachstelle des Buches. Der körperliche Kampf des 13-jährigen Tadashi gegen einen erwachsenen und erfahrenen Krieger müsste – berücksichtigt man, was Akemi während dieser Zeit alles erlebt – mehrere Stunden dauern. Das ist wohl selbst für den erwachsenen Kämpfer unrealistisch.
Auch wenn der Stil des Autors an manchen Stellen noch etwas Feinschliff vertragen könnte, wird das von der interessanten Geschichte völlig ausgeglichen. Abgesehen von den erwähnten kleineren Kritikpunkten macht das Abenteuer beim Lesen Spaß. Die Grundlage für eine Fortsetzung wird am Ende bereits gelegt.

Fazit:
Freunde von Fantasy-Abenteuern mit jungen Protagonisten sollten diesem Buch einen Blick gönnen.

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Der Jahrbuchcode – 1

Petra Mattfeldt
Der Jahrbuchcode – 1

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Der Junge am rechten Rand

Klappentext:
Wer zu lange gewartet hat und auf den letzten Drücker in eine AG gehen muss, hat keine andere Wahl als die unter den Schülern unbeliebte Jahrbuch-AG, denn da waren stets noch Plätze frei. Niklas, Lilly und Philipp treffen dort aufeinander und müssen auch noch den faulen Eltis mitschleppen. Doch schon bald entpuppt sich die scheinbar langweilige Aufgabe, am Computer mit allen Texten und Klassenfotos das neue Jahrbuch der Schule zusammenzustellen, als brisant. Denn die Gruppe stößt bei der Sichtung der früheren Jahrbücher auf ein seltsames Phänomen: Jahr für Jahr taucht dort auf einem Klassenfoto der jeweiligen 10c der immer gleiche unbekannte Junge auf, der scheinbar nicht älter wird. Wer ist das und wie kam er überhaupt in die Jahrbücher? Gemeinsam versuchen sie das Geheimnis zu lösen und stoßen dabei auf eine schier unglaubliche Geschichte…

Rezension:
Um für die Abiturstufe zugelassen zu werden, muss Niklas mindestens 30 Stunde Teilnahme an einer AG nachweisen. Dumm nur, dass er bisher keiner einzigen Arbeitsgemeinschaft angehört. Jetzt sind alle ‚coolen‘ AGs natürlich voll ausgebucht. Da bleibt ihm als letzter Ausweg nur die unbeliebte Jahrbuch-AG. Dass ausgerechnet Lilly auch hier ist, macht es Niklas zumindest etwas leichter. Als Einstimmung beschließen die Mitglieder der AG, sich die Jahrbücher vergangener Jahre anzusehen und daraus zu lernen. Niklasʼ bestem Kumpel Philipp, der eine andere Schule besucht, fällt beim Durchblättern der alten Bücher jedoch etwas auf: In jedem der Jahrbücher taucht auf dem Bild der jeweiligen 10c immer wieder ein bestimmter Junge auf. Der wird von Jahr zu Jahr nicht älter und in den Namenslisten nie erwähnt. Das weckt natürlich die Neugier aller Beteiligten. Alle um Rat gefragten Erwachsenen scheinen jedoch kein Interesse an der Aufklärung des Rätsels zu haben und versuchen sogar, alle Nachforschungen zu verhindern.
Petra Mattfeldts Jugendbuch könnte man beim Lesen des Klappentextes für eine Urban-Fantasy-Geschichte halten. Obwohl dann am Anfang des Buches manches an Mystery denken lässt, entpuppt es sich jedoch schließlich als Krimi ohne phantastische Elemente. Was der Protagonist und seine Freunde aufdecken, ist ein alter, nie aufgeklärter Kriminalfall, in den einige Erwachsene, die sie persönlich kennen, verwickelt zu sein scheinen. Dabei schafft es die Autorin, aus der mysteriösen Entdeckung einen logisch nachvollziehbaren Mordfall zu entwickeln, der den Leser schnell gefangennimmt. Etwas untypisch für derartige Jugendbücher wirkt es, dass am eigentlichen Showdown nur Erwachsene unmittelbar beteiligt sind und Niklas Beobachter bleibt. Allerdings ist gerade das eigentlich recht realistisch. Auch wenn dieses Buch ein abgeschlossenes Ende aufweist, werden am Ende schon Fährten für die Fortsetzung gelegt.
Was die Autorin mit diesem Buch abliefert, ist ein gut geschriebener, solider Jugendkrimi mit glaubhaften Charakteren. Was mich allerdings etwas verwundert hat, ist eine Stelle, an der Nilkas die männlichen Angehörigen der AG zu relativ später Stunde noch zu sich ruft, mit Lilly als einzigem Mädchen aber ein Treffen am kommenden Nachmittag vereinbart, weil er davon ausgeht, dass deren Eltern ihr sowieso nicht erlaubt hätten, um diese Zeit noch bei ihm vorbeizukommen. Das erscheint mir nicht gerade zeitgerecht. Ansonsten kann dieses Buch jedoch überzeugen.

Fazit:
Dieser gelungene Jugendkrimi kommt trotz des zunächst etwas mystisch wirkenden Themas ohne phantastische Elemente aus.

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„Lord Breakinghams Geheimnis“, der von Rezensenten gelobte Jugendroman um einen Jungen, der unerwartet auf ein Internat gehen muss und Schockierendes über seine eigene Herkunft erfährt, ist in einer überarbeiteten Neuauflage erschienen. Ein Entwicklungsroman über den Wert der Freundschaft.
Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://lordbreakingham.wordpress.com/
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Percy Jackson – 3 – Der Fluch des Titanen

Rick Riordan
Percy Jackson – 3 – Der Fluch des Titanen

Übersetzung: Gabriele Haefs

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Ophiotaurus-Probleme

Klappentext:
Die Götter des Olymp befürchten das Schlimmste, denn die Titanen rüsten zum Krieg! Percy und seine Freunde müssen unbedingt die Göttin Artemis aus den Klauen der finsteren Mächte befreien. Dabei treten sie gegen die gefährlichsten Monster der griechischen Mythologie an – und geraten in tödliche Gefahr. Aber mit Percy haben die Titanen nicht gerechnet. Dabei weiß doch inzwischen jeder, dass er mit allen Wassern gewaschen ist – schließlich ist er der Sohn des Poseidon!

Rezension:
Mitten im Winterhalbjahr, das Percy bei seiner Mutter verbringt, erreicht ihn ein Hilferuf von Grover. Der hat 2 neue Halbgötter entdeckt. Zusammen mit Thalia und Annabeth macht sich Percy sofort auf den Weg. Doch ein Dämon ist den Neuen schon auf den Fersen. Die Aktion geht völlig schief, und dem Dämon gelingt es, Annabeth zu entführen. Die Göttin Artemis persönlich nimmt die Verfolgung auf – und gerät dabei selbst in die Gewalt der anderen Seite.
Rick Riordans „Percy Jackson“-Reihe genießt einige Bekanntheit. Trotzdem kannte ich bisher nur Band 1. Als mir auf einem Bücherflohmarkt Band 3 in die Hände fiel, konnte ich nicht widerstehen, obwohl ich Band 2 nur aus der Verfilmung kenne.
Bücher beziehungsweise Buchreihen, in denen junge Protagonisten überraschend erfahren, magische Fähigkeiten und/oder Vorfahren zu haben und deshalb zukünftig eine vor der normalen Bevölkerung verborgene spezielle Schule besuchen zu sollen, stellen natürlich alles andere als eine Seltenheit dar. Auch in dieser Reihe wird diese Ausgangslage verwendet. Während es sich bei den Jugendlichen anderer Werke meist um magisch begabte Menschen handelt, sind es hier sogar Halbgötter, die diese Hauptrolle einnehmen. … was die Protagonisten nicht zwangsweise logischer handeln lässt. Garniert wird das Ensemble durch diverse Fabelwesen der (überwiegend) griechischen Mythologie. Dass die jungen Halbgötter zu ihren jeweiligen göttlichen Elternteilen teilweise etwas gespannte Verhältnisse haben, würzt die Mischung zusätzlich etwas. Das Hauptthema bleibt bei all dem der ewige Kampf Gut gegen Böse.
Wie bereits im 1. Band gelingt es dem Autor auch hier, das Urban-Fantasy-Abenteuer mit genialem Humor zu würzen. In der vom Protagonisten in der 1. Person erzählten Geschichte lässt er immer wieder Percys nicht immer logische Gedanken einfließen. Mein Lieblingszitat in dieser Hinsicht ist dieses: „Ich wusste nicht so recht, wann Autos erfunden worden waren, aber ich tippte auf prähistorische Zeiten – damals, als die Leute noch Schwarzweißfernseher hatten und Dinosaurier jagten.“ Trotz aller Gefahren, die der 14-jährige Protagonist und seine Freunde bestehen müssen, schafft es der Autor immer wieder, derartige augenzwinkernde Momente unterzubringen.
Allen Fans von Harry Potter und anderer jugendlicher Urban-Fantasy-Helden kann ich Percy Jackson nur empfehlen.

Fazit:
Die Urban-Fantasy-Abenteuer der jungen Halbgötter können vor allem mit dem göttlichen Humor des Autors punkten.

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