Die ägyptischen Abenteuer von Kathryn Black 4 – Pharaonengold

Graham Warren
Die ägyptischen Abenteuer von Kathryn Black 4 – Pharaonengold

Übersetzung: Renée Warren

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Auf der Suche nach Caesarion

Klappentext:
Alex und Emmy rennen im Britischen Museum um ihr Leben. Gleichzeitig verliert Alex einen ihm nahestehenden Menschen in Englands östlicher Grafschaft Norfolk. Sein Vater wird in Kairo überfallen. Kate und ihr Vater David werden in Ägypten vermisst.
Nach einem Jahr Ruhe melden sich die Vorfahren aus der Vergangenheit zurück. Sie verursachen nichts als Chaos. Im Jenseits ist der ewige Streit um die Vorherrschaft wieder ausgebrochen, und dieses Mal ist Kleopatra mit von der Partie. Das altägyptische Gold, das Kate, Alex und Kairo vor einem Jahr in Luxor gefunden hatten, wird massenweise gestohlen, aber niemand ahnt, zu welchem Zweck.
Alex und Emmy haben die Enge Englands satt. Statt Neues zu lernen, wie Dr. Margretti alias Echnaton ihnen versprochen hat, haben sie nur das Gefühl, ihre historischen Erinnerungen verloren zu haben. Es gibt für sie nur einen Ort, an dem sie wirklich denken und sie selbst sein können: Ägypten.

Rezension:
Noch am Ende des 3. Bandes der „Die ägyptischen Abenteuer von Kathryn Black“-Reihe dachten Kate, Alex und Kairo, ihr Leben würde jetzt gemütlich. Doch schon bald mussten sie feststellen, dass sie sich stattdessen eher nach neuen Abenteuern sehnten. Alex, der zusammen mit Emmy Dr. Margretti nach London gefolgt war, langweilt sich bei dessen Unterrichtsstunden nur. Zu Kate hat er keinen Kontakt mehr, und Kairo kann ihm nur mitteilen, dass es ihm in dieser Hinsicht genauso geht. Gerüchteweise sollen Kate und ihr Vater sogar spurlos verschwunden sein. Eines Abends wird die Langeweile jedoch unterbrochen, als Alex und Emmy sich auf dem Heimweg gerade in einen Dienstgang des British Museum befinden. Ein Angreifer versucht, sie umzubringen. Und dieser Angreifer stammt eindeutig aus der Vergangenheit – der ägyptischen Vergangenheit, um genau zu sein. So dauert es nicht lange, bis sich Alex und Emmy auf den Weg nach Ägypten machen, wo sie sich auf die Suche nach denen machen, die ihnen nach dem Leben trachten. Zusammen mit Kairo und Kate geraten sie schnell wieder in das Intrigenspiel der Leute aus der Vergangenheit. Doch selbst der große Ramses ist ihnen diesmal keine große Hilfe.
Wer die 3 bisherigen Bände der Reihe kennt, wird sich auch hier schnell zurechtfinden. Auch wenn es offensichtlich erscheint, dass dieser 4. Band ursprünglich nicht geplant, sondern die Handlung nach der Trilogie in sich abgeschlossen war, gelingt es Graham Warren doch wieder, neue Abenteuer im bekannten Setting aufzubauen, indem jetzt Mitwirkende aus der griechischen Epoche Ägyptens ins Spiel gebracht werden.
Stilistisch kann der Autor das Niveau der Vorgänger halten. Zudem hat dieser Band im Gegensatz zu den bisherigen der Reihe offensichtlich ein vernünftiges Korrektorat erfahren, was den dort bereits guten Lesegenuss noch steigert. Dass die Handlung ein paar kleine Logiklücken aufzuweisen hat, stört da kaum, zumal diese für den eigentlichen Plot weitgehend unbedeutend sind.
Die gesamte „Die ägyptischen Abenteuer von Kathryn Black“-Reihe hätte zweifellos mehr Aufmerksamkeit verdient, als sie bisher findet.

Fazit:
Allen Fans von Urban Fantasy mit jungen Helden kann man für „Pharaonengold“ (und der ganzen Reihe) eine absolute Leseempfehlung ausstellen.

Taschenbuch
eBook
Taschenbuch im englischen Original
eBook im englischen Original

Verwandlung

Mari März
Verwandlung

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Was bin ich?

Klappentext:
Stellen wir uns dem, was wir sind … in all seiner Schönheit – auch wenn diese dunkel ist wie der sternenlose Himmel einer klaren Neumondnacht.
Lyra wohnt in einer kleinen Stadt am Rande Berlins und ist 17. Genau genommen ist sie 17 Jahre und 25 Wochen alt. In 191 Tagen ist sie endlich volljährig und schon jetzt fest davon überzeugt, dass ab diesem Tag alles anders wird. Doch wie definiert man „anders“?
Seltsame Dinge geschehen in der Zeit bis zu ihrem 18. Geburtstag. Lyra entwickelt Fähigkeiten und Kräfte, die sie so nur aus Fantasy-Romanen kennt. Warum kann sie plötzlich besser riechen, schmecken, hören … warum verwandelt sie sich von einem kleinen pummligen Mädchen in eine athletische Schönheit? Was hat es mit der Liebe und dem Feuer auf sich … und warum muss sie Hals über Kopf fliehen?
Zwar ist Lyra ein großer Fan geheimnisvoller Geschichten, doch hinterlassen die Veränderungen in ihrem Leben, die von ziemlich super über bösartig bis furchterregend reichen, ein Gefühl der Einsamkeit und Angst. Hilflos strebt sie ihrem Schicksal entgegen, während ihre Großmutter alles fest im Griff hat. Der alten Matriarchin ist jedes Mittel recht, die scheinbare Idylle und den guten Ruf der Familie Hertzberg zu bewahren. Sie alle sind wahre Meister der Verhüllung. Vor allem Lyras Mutter hütet seit langer Zeit ein dunkles Geheimnis, das sich nun endlich offenbart.
Denn nichts lässt sich für ewig unter den Teppich kehren. Niemand vermag es, den schicksalhaften Lauf der Dinge aufzuhalten …

Rezension:
Lyra ist ein eher unangepasstes Mädchen, das sich schon darauf freut, bald volljährig zu werden. In ihrer Abiturklasse ist sie eine Außenseiterin, die Jungen beachten sie kaum, für die Einstellungen ihrer Eltern sowie ihrer Großmutter – alles angesehene Ärzte – hat sie nicht viel übrig. Um ihre Individualität zu betonen, entschließt sie sich eines Tages sogar spontan, sich eine Glatze zu schneiden. Am liebsten sieht sie sich zusammen mit ihrer einzigen Freundin Horrorfilme an. Doch plötzlich stellt Lyra unerwartete Veränderung an sich fest. Ihr Seh- und Gehörsinn verbessert sich deutlich, ihre Ernährungsvorlieben wechseln, sogar ihre Augenfarbe verändert sich. Was geht da mit ihr vor? Lediglich ihre Mutter scheint einen Verdacht zu haben, weigert sich jedoch, darüber zu sprechen.
Wie es für derartige Werke fast schon üblich ist, ahnt die ‚Heldin‘ zunächst nicht im Geringsten, dass sie über irgendwelche Besonderheiten verfügt. Obwohl sie kein besonders gutes Verhältnis zu ihrer eher gefühlskalten Familie hat, wundert es Lyra doch, wie extrem ihre Verwandten auf ihre Veränderungen reagieren. Einzig ihrer Freundin Emily kann sie vertrauen und diese an allen ihren neuen Geheimnissen teilhaben lassen.
Bei „Verwandlung“ handelt es sich um den Auftaktband zu Mari März’ „MondZauber“-Tetralogie, in der auch die folgenden Bände Lyras Lebensweg verfolgen sollen. Der Autorin gelingt es, im Leser Verständnis für Lyras ablehnende Haltung gegenüber ihrer Familie zu wecken. Bei allen körperlichen und auch seelischen Veränderungen der Protagonistin bleibt es für den Leser genau wie für diese selbst lange ein Geheimnis, was eigentlich wirklich mit ihr geschieht. Recht überraschend sind dann auch die wahren Hintergründe, als Lyra schließlich die Wahrheit erfährt. Beinahe alles ist anders, als sie bisher dachte. Dieser Weg zur Erkenntnis, wer beziehungsweise was sie eigentlich ist, bildet eindeutig den Schwerpunkt der Handlung dieses Buches. Lyras (zugegebenermaßen) kurzes Liebesabenteuer wäre auf diesem Weg jedoch durchaus verzichtbar gewesen.

Fazit:
Die magische Selbstfindung eines Mädchens, die den Auftakt zu einer Urban-Fantasy-Tetralogie darstellt.

Taschenbuch
eBook

Zwischen den Welten – Tagebuch einer Hexe

Ela Feyh
Zwischen den Welten – Tagebuch einer Hexe

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Hex, Hex in Templin

Klappentext:
Seltsame Begegnungen kommen manchmal vor. Die erste, beinahe furchteinflößende, passierte zu Beginn meines Schulwechsels, als ich Aaron kennenlernte, und die nächste, als ich mit einigen Freunden an den See fuhr. Bislang hatte ich nie an andere Wesen und übernatürliche Phänomene geglaubt, aber seitdem ich dieses Blickduell zwischen Aaron und Leander beobachtet hatte, zweifelte ich mein Weltbild ernsthaft an. Es gab doch keine Wesen, deren Haut plötzlich zu glühen begann, deren Augen auf einmal finsteren Löchern glichen und die einem eine Gänsehaut einjagten, weil einem das Gefühl überkam, zwischen zwei kollidierende Welten geraten zu sein. Oder doch?

Rezension:
Die 17-jährige Lucy lebt in Österreich, doch ihre Welt gerät aus den Fugen, als eines Tages Polizisten an der Wohnungstür klingeln und ihr mitteilen, dass ihre Eltern und ihr Bruder bei einem Verkehrsunfall tödlich verletzt wurden. Sie ist die einzige Überlebende ihrer Familie. Zum Glück erklärt sich ihre Tante aus Deutschland bereit, sie aufzunehmen. In Brandenburg angekommen, kommt Lucy jedoch so einiges merkwürdig vor. Zuerst verdrängt sie ihre eigenartigen Beobachtungen noch, weil die Trauer sie vollkommen gefangen nimmt, aber schon bald wird ihr bewusst, dass sowohl mit ihrer Tante als auch mit verschiedenen Mitschülern etwas nicht stimmt. Alle ihre diesbezüglichen Fragen werden von denen jedoch abgeblockt.
Die Autorin Ela Feyh führt ihre Leser relativ schnell zum eigentlichen Ort der Handlung, sodass Lucys Vorgeschichte nur angerissen wird. Worüber sie ihre Heldin jedoch bis fast zum Ende des Buches rätseln lässt, wird dem Leser bereits im Titel verraten: Lucy ist eine Hexe. Somit hält sich die Überraschung für diesen natürlich in Grenzen. Leider werden einige andere interessante Fragen bis zum Ende des Buches weder für Lucy noch für den Leser beantwortet. Obwohl das aus Lucys Sicht verfasste Buch in einem angenehm zu lesenden Stil verfasst ist und einige interessante Handlungsdetails enthält, hinterlässt es deshalb als Ganzes gesehen einen unbefriedigenden Gesamteindruck. Auch wenn „Zwischen den Welten – Tagebuch einer Hexe“ als Bestandteil der (mir ansonsten unbekannten) „Nepyhlen“-Reihe genannt wird, ist aufgrund des Epilogs davon auszugehen, dass es keine direkte Fortsetzung, die die offenen Fragen klären könnte, geben wird.

Fazit:
Diese Urban-Fantasy-Geschichte bietet zwar einige interessante Details, bleibt am Ende für den Leser jedoch relativ unbefriedigend.

Taschenbuch
eBook

Die Prophezeiung

Yvonne Pioch
Die Prophezeiung

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Die Farbe macht den Unterschied

Klappentext:
Die dreizehnjaehrige Anne fuehrt das bescheidene Leben einer Bauerntochter – bis sie eines Tages erkennt, dass sie in einer magischen Welt lebt und selbst ein Teil davon ist. Doch hinter all dem Zauber lauern auch Gefahren und politische Raenke, denen sich Anne allein ausgesetzt sieht. Auf ihren Bruder Henri ist kein Verlass, sein Lehrer Miraj ist schwer zu durchschauen. Wird Anne sich in dieser neuen Welt behaupten koennen und herausfinden, was es mit ihren raetselhaften Traeumen auf sich hat? Und welche Rolle spielt die geheimnisvolle Prophezeiung von Altraterra?

Rezension:
Anne lebt mit ihrem Vater auf einem Bauernhof. Ihre Mutter ist schon vor Jahren gestorben, ihr Bruder studiert in einer weit entfernten Stadt, worauf ihr Vater, ein einfacher Bauer, sehr stolz ist. Doch immer wieder hat sie einen Traum, in dem sie einen ihr fremden, aber offensichtlich reichen Mann heiratet. Als Annes Bruder nach längerer Zeit mal wieder zu Besuch kommt, wird er von einem seiner Lehrer begleitet. Und dieser ist genau der Mann, den Anne in ihren Träumen schon unzählige Male geheiratet hat. Zu ihrer noch größeren Überraschung erfährt sie dann noch, was ihr Bruder eigentlich studiert: Magie!
Yvonne Piochs „Die Prophezeiung“ stellt den Auftakt zur „Altraterra“-Reihe (nicht zu verwechseln mit der „Alterra“-Reihe von Maxime Chattam) dar. Am Anfang des Buches nimmt sich die Autorin Zeit. dem Leser Anne und ihr einfaches, bäuerliches Leben vorzustellen. Erst beim Besuch ihres Bruders wird das Mädchen in eine faszinierende, aber auch nicht ungefährliche Welt der Magie hineingezogen, in der grüne, gelbe, rote und schwarze Magier jeweils ihre eigenen Prioritäten haben und durchsetzen wollen. Anders als man vielleicht befürchten könnte, steht Annes Liebesleben dabei nicht im Fokus der Handlung.
Die Autorin benutzt eine gut lesbare Sprache, die stellenweise allerdings etwas mehr schriftstellerische Raffinesse vertragen könnte. Im Gegensatz zum Klappentext werden die Umlaute im Buch selbst übrigens korrekt dargestellt.

Fazit:
Ein mittelalterlich geprägtes Fantasy-Abenteuer für junge und junggebliebene Leser.

Taschenbuch
eBook

Ein Fall für Wells & Wong – 1 – Mord ist nichts für junge Damen

Robin Stevens
Ein Fall für Wells & Wong – 1 – Mord ist nichts für junge Damen

 

Übersetzung: Nadine Mannchen

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Das Rätsel um Miss Bells Leiche

Klappentext:
Deepdean-Mädchenschule, 1934. Als Daisy Wells und Hazel Wong ihr eigenes, streng geheimes Detektivbüro gründen, gibt es zuerst gar kein wirklich aufregendes Verbrechen zum Ermitteln. Doch dann entdeckt Hazel die Lehrerin Miss Bell tot in der Turnhalle. Zuerst denkt sie, es sei ein schrecklicher Unfall gewesen. Aber als Daisy und sie fünf Minuten später zurückkommen, ist die Leiche verschwunden. Jetzt sind die Mädchen sicher: Hier ist ein Mord geschehen! Und nicht nur eine Person in Deepdean hätte ein Motiv gehabt.
Nun haben Daisy und Hazel nicht nur einen Mordfall aufzuklären zuerst müssen sie beweisen, dass es überhaupt ein Mord war. Fest entschlossen, der Sache auf den Grund zu gehen, bevor der Mörder wieder zuschlagen kann (und bevor die Polizei eingeschaltet wird, natürlich), müssen Hazel und Daisy nach Beweisen suchen, Verdächtige ausspionieren und all ihre Intuition einsetzen. Doch werden sie Erfolg haben? Und wird ihre Freundschaft diese Herausforderung bestehen?
Ein spannender Mädchen-Krimi ganz im Stil Agatha Christies, mit viel Internatsflair und zwei Heldinnen, die jeder gern zur Freundin hätte!

Rezension:
Bisher haben die Freundinnen Daisy und Hazel nur verschwundenem Naschwerk und aus Rache verstecken Kleidungsstücken nachgespürt. Mit irgendetwas muss man sich im Internat schließlich die Zeit vertreiben. Als Hazel eines Abends jedoch nochmal schnell in die Turnhalle läuft, um ihre vergessene Jacke zu suchen, liegt dort Miss Bell, eine ihrer Lehrerinnen, tot auf dem Boden. Panisch läuft sie zu ihrer Freundin Daisy, um dieser von ihrem Fund zu berichten. Als Hazel und Daisy mit einer schlecht gelaunten älteren Aufsichtsschülerin im Schlepptau nur wenige Minuten später wieder in der Turnhall ankommen, ist von einer Leiche jedoch nichts mehr zu sehen. Wütend leitet die Aufsichtsschülerin Strafmaßnamen gegen die beiden Freundinnen ein, weil sie davon ausgeht, von ihnen bewusst getäuscht worden zu sein. Eigenartigerweise taucht jedoch am kommenden Tag bei der Direktorin ein Kündigungsschreiben Miss Bells auf. Doch Hazel und Daisy sind sich sicher, dass dieses nur vom Mörder gefälscht worden sein kann, um das Verschwinden der Lehrerin zu vertuschen. So bleibt den Freundinnen nichts anderes übrig, als den Fall selbst aufzuklären. Schnell stellt sich heraus, dass fast alle verbliebenen Lehrkräfte mehr oder wenige gute Motive für die Tat gehabt hätten.
Was die Autorin mit diesem Buch präsentiert, ist in gewisser Weise ein Spagat zwischen einem Jugend- und einem klassischen Detektivroman, wobei man den Agatha-Christie-Vergleich des Klappentextes durchaus ernst nehmen kann. Der grundsätzliche Aufbau der Geschichte erinnert nämlich sehr an diverse Miss-Marble-Stories, was in besonderem Maße für die schlussendliche Überführung des Täters in einer Runde aller Verdächtiger zutrifft. Allerdings sind die Hobbydetektivinnen Daisy und Hazel erheblich jünger als eine gewisse Miss Marble, wodurch der Leser nebenbei auch einen Einblick in das (fiktive) Leben eines englischen Internats in den 1930ern erhält. Von modernen pädagogischen Strukturen ist das noch weit entfernt.
Da die Schülerinnen zu Anfang (wie es auch in der Realität normal seien dürfte) kaum Einblick in das Privatleben ihrer Lehrerinnen haben, bauen sich die entsprechenden Zusammenhänge erst nach und nach vor dem Leser auf. Während dieser im Laufe der Geschichte auch viel über Hazels (aus deren Perspektive das Buch berichtet) und nicht ganz so viel über Daisys Hintergrund erfährt, bleiben die übrigen Schülerinnen eher blass. Von denen gerät während der ganzen Spurensuche auch keine auch nur Ansatzweise in Verdacht.
Das gesamte Buch ist interessant geschrieben. Die wenigen, für den eigentlichen Plot jedoch unbedeutenden, Logiklücken stören das Lesevergnügen nicht. (Zum Beispiel sind bei der oben erwähnten Runde aller Verdächtiger sämtliche Lehrkräfte anwesend, die Schüler haben zu dieser Zeit aber Unterricht. Wer unterrichtet sie da wohl?) „Mord ist nichts für junge Damen“ macht definitiv Lust auf die zu erwartenden Fortsetzungen. Im englischen Original umfasst die Reihe um Hazels und Daisys Detektivabenteuer bereits 5 Bände und 2 Kurzgeschichten.

Fazit:
Für Freunde von Internatsgeschichten und auch für ältere Fans von Detektivgeschichten à la Miss Marple ist dieses Buch beinahe ein Muss!

Hardcover

Das Talar-Universum – Welt der Begabten

CD Sanders
Das Talar-Universum – Welt der Begabten

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Diplomat, Krieger und Sklavin

Klappentext:
Wenn CD Sanders in das Talar-Universum eintaucht, dann ändern sich die uns bekannten Gesetze der Physik. Die Welt Talar ist wie viele andere auch, so wie die Erde beschaffen. Aber nur sie bietet einer großen Anzahl von paranormalen Wesen eine Zufluchtsstätte. Der Begründer ihrer Gemeinschaft ist Hork. Er rekrutiert ein ganz besonderes Team, das sich um den so gar nicht gewöhnlichen Jungen Dominic Keller von der Erde des Jahres 2016 formiert. An seine Seite stellt ihm Hork drei außergewöhnliche junge Wesen. Alle vier kommen im Alter von 12 Jahren nach Talar. Um ihre Fähigkeiten zu perfektionieren, durchlaufen sie in den nächsten vier Jahren eine harte Ausbildung. Ihre Aufgabe besteht darin, jedem notbedürftigen Wesen mit ihren telepathischen Fähigkeiten in Katastrophenzeiten zur Seite zu stehen. Außerdem stoßen noch die lebhafte Elfe Tiri und der grimmige Kobold Cass zu ihnen. So wird im ersten Teil dieser All Age Fantasy-Reihe aus dem ursprünglichen Viererteam ein fantastisches Sechsergespann. Zusammen bilden sie das stärkste Team, das Talar jemals hervorgebracht hat.

Rezension:
Talar ist eine Welt auf der die übersinnlich Begabten vieler anderer Welten eine Zuflucht vor dem Unverständnis ihrer heimischen Mitwesen oder sogar deren Verfolgung finden. Hork hat diese Welt einst gefunden und zu dem gemacht, was sie jetzt ist. Paranormale Wesen aller Welten sind jederzeit eingeladen, hier friedlich zusammenzuleben und zu lernen. Auch Dominic, ein Junge aus Berlin, und dessen Eltern, die ebenfalls über besondere Begabungen verfügen, werden eingeladen. Zusammen mit Gleichaltrigen aus anderen Welten könnte Dominic auf Talar seine besonderen Begabungen trainieren. Doch auch Talar hat Feinde …
Nach einer relativ langen Einleitung lernt der Leser dieses Fantasy-Buches Dominic kennen. Kurz darauf werden ihm auch die anderen 12-jährigen vorgestellt, mit denen Dominic ein Team bilden soll. Da wäre zunächst Tasschel, die auf ihrer Heimatwelt wegen ihrer Andersartigkeit schon mit 6 Jahren zur Sklavin gemacht wurde. Arrir dagegen war zuhause ein echter Prinz, der später der Herrscher seiner Welt geworden wäre. Als seine Eltern jedoch seine Besonderheit bemerkten, wurde er verstoßen, wie es bei seinem Volk in solchen Fällen Sitte ist. Vervollständigt wird die Gruppe durch Tessa, ein Waisenmädchen aus dem London des 18. Jahrhunderts, das von Hork sogar durch die Zeit nach Talar geholt wurde. Ab hier wird die Handlung richtig interessant und im weiteren Verlauf auch spannend.
Leider erreicht die schriftstellerische Qualität nicht ganz das Niveau der Handlung. Bei den zahlreichen Wechseln der Zeitebene und Erzählperspektive kann der Leser schon manchmal vorübergehend den Überblick verlieren. Auch die Kommasetzung könnte teilweise eine Überarbeitung gebrauchen. Allerdings handelt es sich bei „Welt der Begabten“ erst um den Auftaktband der „Das Talar-Universum“-Reihe, sodass man bei den Folgebänden in diesen Punkten auf Besserung hoffen kann. Verdient hätte es die Reihe, denn die Handlung verspricht gut zu werden.

Fazit:
Ein vielversprechender Einstieg in eine neue Welt, der aber noch Verbesserungspotential bietet.

eBook

Drachenreiter

Cornelia Funke
Drachenreiter

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Im Banne des Mondlichts

Klappentext:
Eine abenteuerliche Reise liegt vor Lung, dem silbernen Drachen. Zusammen mit dem Koboldmädchen Schwefelfell und dem Waisenjungen Ben ist er auf der Suche nach einem sicheren Ort für seine Artgenossen, für die es in der Menschenwelt keinen Platz mehr zu geben scheint. So folgt Lung dem Rat des weisen Schieferbart und setzt seine ganze Hoffnung auf den sagenumwobenen „Saum des Himmels“. Dort, irgendwo zwischen den Gipfeln des Himalaya versteckt, soll die ursprüngliche Heimat der Drachen liegen. Doch auch Nesselbrand, der bedrohliche Goldene, hat schon seine Raben auf die Suche geschickt…

Rezension:
Eine Gruppe Drachen lebt schon lange in einem einsamen Tal. Doch eines Tages erfahren sie zu ihrem Entsetzen, dass die Menschen ihr Tal fluten wollen. Wo sollen sie jetzt hin? Nur die Ältesten unter ihnen erinnern sich noch an ihre Urheimat, ein Tal am „Saum des Himmels“. Wo sich dieser befindet, wissen jedoch selbst die nicht mehr. Lung, einer der Jüngsten unter ihnen, entschließt sich, auf die Suche zu gehen. Nur Schwefelfell, ein Koboldmädchen, das schon lange bei den Drachen lebt, wird ihn begleiten. Zu Beginn ihrer Reise treffen beide auf den Menschenjungen Ben, der sich ihnen anschließt. Auf ihrer langen Reise treffen sie auf neue Freunde, aber auch einen gefährlichen Feind, dessen oberstes Ziel es ist, alle Drachen auszurotten.
Cornelia Funkes „Drachenreiter“ darf man wohl schon fast als Klassiker der Fantasy für junge Leser bezeichnen. Doch obwohl der Gewaltpegel mit Blick auf die ‚Hauptzielgruppe‘ niedrig bleibt, bietet das interessante Abenteuer der ungleichen Gemeinschaft auch dem älteren Leser einen interessanten Lesespaß. Dabei gelingt es der Autorin, mögliche logische Fallstricke zu umschiffen. Selbst was zuerst wie eine Logiklücke wirken könnte, wird im Laufe der Handlung noch aufgeklärt.
Neben Drachen und Kobolden begegnet der Leser dieses Buches während Lungs Reise noch zahlreichen anderen Fabelwesen aus verschiedenen Kulturkreisen. Nicht alle entsprechen dabei der etablierten Vorstellung. Und Dschinns leben nicht immer in Flaschen …

Fazit:
Eine interessante Fantasy-Weltreise auf Drachenflügeln – nicht nur für junge Leser.

Hardcover
eBook
Hörbuch

Harry Potter and the Cursed Child

J.K. Rowling, John Tiffany, Jack Thorne
Harry Potter and the Cursed Child – Parts I & II

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Papa Voldemort

Klappentext:
Based on an original new story by J.K. Rowling, John Tiffany and Jack Thorne, a new play by Jack Thorne, Harry Potter and the Cursed Child is the eighth story in the Harry Potter series and the first official Harry Potter story to be presented on stage. The play will receive its world premiere in London’s West End on 30th July 2016.
It was always difficult being Harry Potter and it isn’t much easier now that he is an overworked employee of the Ministry of Magic, a husband, and father of three school-age children. While Harry grapples with a past that refuses to stay where it belongs, his youngest son Albus must struggle with the weight of a family legacy he never wanted. As past and present fuse ominously, both father and son learn the uncomfortable truth: sometimes, darkness comes from unexpected places. This Special Rehearsal Edition will be available to purchase until early 2017, after which a Definitive Edition of the script will go on sale.

Rezension:
Albus Severus Potter hat es nie gefallen, ständig an seinem berühmten Vater gemessen zu werden. Als er dann endlich nach Hogwarts kommt, freundet er sich gleich im Hogwarts-Express mit Scorpius Malfoy an – und landet selbst in Slytherin. Doch dort bleiben beide Außenseiter, die keine anderen Freunde finden, zumal in der magischen Welt das Gerücht umgeht, Voldemort persönlich wäre Scorpiusʼ wahrer Vater. Als Albus schließlich belauscht, wie Amos Diggery Harry Potter anfleht, seinen Sohn Cedric unter Benutzung eines kürzlich aufgefundenen Zeitumkehrers zu retten, Harry jedoch entschieden ablehnt, beschließt er, diesen Zeitumkehrer zusammen mit Scorpius zu entwenden und selbst in die Zeit des Trimagischen Turniers zu reisen. Doch damit bringen die beiden Freunde die geschichtlichen Abläufe gründlich durcheinander.
Obwohl es eigentlich nur das Script eines Theaterstücks ist, war dieses Buch für alle Harry-Potter-Fans wohl das am sehnlichsten erwartete dieses Jahres. Trotz – oder sogar wegen – der eher durchwachsenen Kritiken der Probeaufführungen des Stücks, waren die Erwartungen hoch, stellt „Harry Potter and the Cursed Child“ doch die 1. offizielle Erweiterung des Canons der HP-Reihe seit Band 7 dar. Leider liegt genau hier das Problem. Elemente wie „Albus kommt nach Slytherin“, „Albus und Scorpius werden beste Freunde“ oder „Scorpius verliebt sich in Rose“ kennt der Fan mittlerweile aus unzähligen Next-Generation-FanFictions. Diese nun als offiziellen Bestandteil der HP-Geschichte wiederzufinden, dürfte viele Fans verwirren. Erheblich schlimmer erscheinen allerdings die massiven inhaltlichen Widersprüche zu diversen in den bisherigen 7 Büchern enthaltenen Details. Um nicht übermäßig zu spoilern, sei hier als Beispiel nur genannt, dass laut diesem Script am Tag von Voldemorts Angriff auf Harrys Elternhaus kein Fidelius auf diesem liegt und Harrys Eltern nur Stunden vor dem Angriff offenbar völlig unbesorgt einen Dorfspaziergang mit Harry unternehmen. Das widerspricht allem, was der Fan bisher als gesichert voraussetzen konnte. Wenn das jetzt offiziell zum Canon gehört – sind die 7 Bücher der Reihe dann jetzt kein Canon mehr?

Fazit:
Eine lange erwartete Fortsetzung der Geschichte um Harry Potter, die leider alles, was der Fan bisher wusste, auf den Kopf stellt.

Hardcover mit Schutzumschlag
Hardcover mit Schutzumschlag in der deutschen Übersetzung
eBook in der deutschen Übersetzung

Shaiʼlanhal

Susanne Gavénis
Shaiʼlanhal

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Die Lanhal und der Yinyal

Klappentext:
Shaan wäre gern ein ganz gewöhnlicher Junge, doch das Schicksal hat ihm einen anderen Weg vorherbestimmt: Er ist der Shai’lanhal, der Beschützer der Lanhal, der Inkarnation des Guten, die alle zwanzig Generationen in Gestalt eines gewöhnlichen Mädchens wiedergeboren wird.
In einer alles entscheidenden Schlacht wird die Lanhal mit dem Yinyal, der Verkörperung des Bösen, um die Zukunft der Menschheit ringen, doch solange ihre wahre Macht noch nicht erwacht ist, ist die Lanhal allen Angriffen schutzlos ausgeliefert.
Mit seiner Fähigkeit, Wind und Wasser zu beherrschen, muss Shaan sie vor seiner schrecklichen Gegenspielerin beschützen, die ebenfalls über zwei Elemente gebietet – Feuer und Erde.
Angesichts der unvorstellbaren Grausamkeit seiner Gegnerin kommen Shaan jedoch schnell Zweifel, ob er seiner Aufgabe tatsächlich gewachsen ist. Nur eines ist sicher: Sollte er versagen, wird nicht nur die Lanhal sterben, sondern die ganze Welt für die nächsten vierhundert Jahre in Dunkelheit versinken.

Rezension:
Seit sich Shaan erinnern kann, wächst er alleine mit seinem Vater in einem einsamen Gebirgstal auf. Kontakt zu anderen Menschen hatte er diese gesamte Zeit über kaum. Sein einziger Lebenszweck besteht darin, die benötigten Fähigkeiten zu trainieren, um als Shaiʼlanhal bestehen zu können. Alle 20 Generationen muss ein Nachfahre seiner Familie die jeweilige Lanhal beschützen und auf ihren Kampf gegen den Yinyal, der selbst wiederum von einer Shaiʼyinyal beschützt wird, vorbereiten. Sollte der Yinyal siegen oder die Lanhal, bevor es zum Kampf kommt, sterben, würde für die nächsten 20 Generationen das Böse die Welt beherrschen. Pünktlich zu seinem 16. Geburtstag muss sich Shaan seiner Aufgabe stellen. Doch die Shaiʼyinyal geht nicht gerade zimperlich vor.
Shaan als Held, der sich eigentlich nichts wirklich zutraut und immer von sich selbst denkt, versagt zu haben und nicht gut genug zu sein, möchte am liebsten jedem helfen, nicht nur dem Mädchen, das er eigentlich beschützen soll. Dass das seiner eigenen Gesundheit oft nicht förderlich ist, muss er bald erfahren. Deleja dagegen ist die Tochter eines reichen Kaufmanns und ahnt nichts von der Aufgabe, die auf sie als Lanhal zukommt. Natürlich kann es bei Büchern dieser Art nicht ausbleiben, dass beide schnell mehr für sich empfinden. Bei der Brutalität, die die Shaiʼyinyal an den Tag legt, ist es jedoch sehr fraglich, ob Shaan und Deleja überhaupt überleben werden.
Susanne Gavénis entführt den Leser mit diesem Fantasy-Werk in eine interessante Welt. Auch wenn vorindustriell geprägte Fantasy-Welten oder der Kampf zwischen dem personifizierten Bösen und Guten sicher keine Neuheit sind, gelingt es der Autorin hier doch, ein ungewöhnliches und spannendes Abenteuer zu entwerfen, das den Leser schnell in seinen Bann zieht. Dabei beherrscht die Autorin die Sprache gekonnt und bringt dem Leser die Handlung abwechselnd aus Sicht der beiden Hauptcharaktere nahe.
Den Abschluss dieses gelungenen Buches bildet leider ein nicht ganz so gelungener Epilog (VORSICHT, Mini-Spoiler!). Dieser erscheint – gerade nachdem man kurz zuvor den gut geschriebenen Höhepunkt des Buches gelesen hat – recht kitschig. Und die Lösung, allen Beteiligten außer Shaan und Deleja am Ende einen Großteil der Ereignisse einfach vergessen zu lassen, wirkt nicht besonders überzeugend. Vor allem wird dabei nicht wirklich klar, wer sich danach noch an was erinnern kann.

Fazit:
„Shaiʼlanhal“ bietet dem Leser ein gelungenes Fantasy-Abenteuer, dem Genre-Fans ihre Aufmerksamkeit schenken sollten.

eBook

Rhanmarú – Die Weltenwanderer

Liane Sons
Rhanmarú – Die Weltenwanderer

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Rhan oder Marú – das ist die Frage

Klappentext:
Um Heucheleien und Intrigen auf seinem Heimatplaneten zu entgehen, sucht Aeneas van Rhyn, Großmagier und Nachfahre einer der mächtigsten Familien Rhanmarús die Erde auf. In Waldsee, der Stadt der Rhan, findet er die Ruhe, die er sich erhofft hat.
Doch dann platzt der fünfzehnjährige Erik, der bisher mit seiner Schwester von Kirmes zu Kirmes gezogen ist, in das Idyll. Er weiß es nicht, aber er kommt nicht allein. Feinde, die im Schatten bleiben, verfolgen ihn. Sie schrecken vor nichts zurück und werden zu einer Gefahr, der selbst ein Großmagier nicht trotzen kann.
Ein spannendes Fantasyabenteuer um einen Großmagier und eine Gruppe Jugendlicher.
»Die Weltenwanderer« ist der in sich abgeschlossene erste Band der Serie um die Magier von Rhanmarú.

Rezension:
Der 15-jährige Erik lebt bei seiner deutlich älteren Schwester, welche ihr Geld als Wahrsagerin auf dem Rummel verdient. An seine Eltern kann er sich kaum erinnern. Doch eines Nachts ergreift seine Schwester überhastet die Flucht, ohne Erik Grund oder Ziel zu nennen. Ihren Bruder lädt sie einfach in Waldsee, einer getarnten Siedlung außerirdischer Magier, der Rhan, ab und verschwindet. Aeneas, der die Angelegenheiten der Rhan auf der Erde leidet, klärt Erik auf, dass er offensichtlich auch ein Rhan ist und über magische Fähigkeiten verfügt. Doch schon bald muss Erik feststellen, dass alles noch komplizierter ist – und ihm anscheinend jemand nach dem Leben trachtet.
Mit dem Band „Die Weltenwanderer“ führt Liane Sons ihre Leser in die Welt von Rhanmanú ein, wobei der Schwerpunkt zumindest dieses Bandes auf Erik und Aeneas liegt. Es werden jedoch auch andere interessante Personen eingeführt, die in späteren Bänden eventuell eine größere Rolle bekommen könnten. Ähnliches gilt für die komplizierte Politik der Rhan und ihr Verhältnis zu den verfeindeten Marú. Während Erik als der in der Urban Fantasy typische ‚Normalo‘ daherkommt, der zunächst nichts von seinen Besonderheiten ahnt, ist Aeneas trotz seiner hohen Stellung in der Rhan-Gesellschaft in dieser eher ein Außenseiter, der den dort gängigen Konventionen gespalten gegenübersteht. Deshalb hat er unter seinem eigenen Volk nicht nur Freunde.
Das Buch ist interessant und flüssig geschrieben und bietet sowohl dem Leser als auch Erik einige Überraschungen. Wie man es schon als genretypisch bezeichnen kann, wird allerdings nicht thematisiert, wieso alle vorkommenden Rhan – auch die, die überhaupt nicht auf der Erde leben – sich offensichtlich in fließendem Deutsch verständigen können.

Fazit:
„Die Weltenwanderer“ stellt den Auftakt einer neuen Urban-Fantay-Reihe dar, die einiges an Potential bietet.

Taschenbuch
eBook