Tom Tumbler – 1 – Tom Tumbler und die eisernen Monster

Marcus Kaspar
Tom Tumbler – 1 – Tom Tumbler und die eisernen Monster

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Die Macht des iPhones

Klappentext:
»Manche Helden ahnen noch nicht, dass sie welche sind.«
Zack! Der Schlag landet direkt auf Tom’s Nase. Sehr lästig, wenn der gemeinste Typ der Schule es auf einen abgesehen hat. Und alles nur, weil Tom etwas anders ist und orthopädische Beinschienen tragen muss – was natürlich nicht gerade cool aussieht. Und das mit 14! Sehr peinlich.
Mitten bei einer dieser Raufereien wird Tom überraschend in eine magische Welt geschleudert, in der alles möglich ist. Ardesia, wo Hexen gegen Helden kämpfen, sich Kobolde mit Dieben verbünden und Drachen Briefe ausfliegen. Schlagartig ist für Tom alles anders. Seine Beinschienen, die ihm das Leben zu Hause so schwer machen, verleihen ihm dort ungeahnte Fähigkeiten. Dank ihnen kann er nun schneller laufen, als jedes andere Lebewesen. Mit diesen ungewohnten Kräften ausgestattet, stürzt er sich mit drei Gefährten in das Abenteuer seines Lebens, auf der Suche nach dem mächtigen Herzstück, das über Ardesia’s Schicksal entscheidet. Und Tom muss schnell lernen, dass er auch mit Superbeinschienen nicht vor dem Bösen davonlaufen kann, das in dieser Welt auf ihn lauert.
Eine fantastische Geschichte in einer faszinierenden Welt voller wundersamer Technik und Magie. Finde heraus ob es Tom gelingt, den Gefahren Ardesias zu trotzen und seine Bestimmung zu finden. Das Abenteuer beginnt jetzt.

Rezension:
Tom leidet unter Morbus Perthes. Deshalb muss er ständig mit Beinschienen herumlaufen, was ihm unter 14-jährigen garantiert keinen Platz in den In-Kiliquen einbringt. Besonders für die Gang um Marvin ist er ein beliebter Opfer. Doch gerade als Marvin besonders wütend auf ihn ist und Tom panische Angst bekommt, ist Marvin plötzlich verschwunden. Ein genauerer Blick verrät Tom jedoch, dass nicht Marvin, sondern er selbst an einen fremden Ort versetzt wurde. Er befindet sich in Ardesia. Und kaum angekommen wird ihm von einem Mädchen auch noch sein iPhone geklaut. Überhaupt scheinen sich hier alle brennend für das Smartphone und dessen ‚magische‘ Kräfte zu interessieren. Als Tom dann auch noch den Gestaltwandler Akimo kennenlernt, wird er tief in die Machtkämpfe Ardesias verstrickt. Schnell muss Tom jedoch feststellen, dass das Hin- und Herwechseln zwischen beiden Welten alles andere als einfach und definitiv nicht schmerzfrei ist.
Nein, das ist kein Werbespot von Apple. Was uns Marcus Kaspar hier präsentiert, ist eine interessante Fantasy-Geschichte, gewürzt mit einer großen Prise Steam Punk. Während der Anfang des Buches mit Toms Bedrohung durch Marvin kurz an ein Mobbing-Drama erinnert, wird es für den Fantasy-Fan mit Toms Wechsel nach Ardesia interessant. Hier präsentiert der Autor eine Fantasy-Welt, die zu Toms Überraschung eine große geographische Ähnlichkeit mit seiner Heimat besitzt. Dem Leser wird diese Welt sprachlich geschickt vermittelt, ohne dass die Ortsbeschreibungen dabei lexikalisch wirken, wie es bei ähnlichen Werken leider vorkommt. Manches, das zuerst wie ein Logikfehler wirkt, wird im Lauf der Handlung plausibel erklärt, sodass am Ende in dieser Hinsicht nur wenige Fragen offen bleiben. Speziell der Epilog macht hier trotz seiner Kürze noch einiges klar.
Auch wenn „Tom Tumbler und die eisernen Monster“ eine in sich weitgehend angeschlossene Geschichte darstellt, stehen die Tore für eine zu erwartende Fortsetzung weit offen.

Fazit:
Wer die Verbindung von Fantasy und Steam Punk mit jugendlichen Helden mag, wird von diesem Buch nicht enttäuscht werden.

Taschenbuch
eBook

Adairas Erbe (Sheanthee 3)

Amber Blake
Adairas Erbe (Sheanthee 3)

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Der Kampf ums Portal

Klappentext:
Überall im Land tobt der Krieg zwischen den Fae Abkömmlingen. Cayas Großmutter hat das Anwesen in eine Festung verwandelt und auch Sheanthee ist kein sicherer Ort für die Schüler mehr. Caya selbst ist hin- und hergerissen zwischen ihrer Aufgabe als Wächterin und der Notwendigkeit das Portal zu öffnen. Entscheidungen müssen getroffen werden und Freude und Leid liegen dicht nebeneinander.

Rezension:
Nachdem es Caya und ihren Freunden im vorhergehenden Band der „Sheanthee“-Reihe gelungen ist, den sagenhaften Tobar und mit ihm das Portal zur Welt der Fae zu finden, spitzt sich der Konflikt zwischen den menschlichen Fae-Abkömmlingen zu. Während die sich selbst als Krieger bezeichnende Gruppe das Portal schnellstmöglich öffnen will, um wieder mehr Magie in unsere Welt zu lassen, wollen die Wächter genau das verhindern, weil sie das Ende der Welt, so wie wir sie kennen, befürchten. Was soll Caya jetzt tun? Da sie als einziger aller lebenden Fae-Abkömmlinge alle 4 Elemente beherrscht, ist sie auch die einzige, die das Portal öffnen könnte. Obwohl sie sich überzeugungsmäßig eher der Seite der Wächter verbunden fühlt, währen gerade diese es, denen es nützen würde, Caya zu beseitigen, denn damit wäre es bis auf weiteres unmöglich, das Portal zu öffnen.
In diesem abschließenden Band der Trilogie erreicht Cayas Abenteuer erwartungsgemäß seinen Höhepunkt. Amber Blake schafft es erneut, den Leser in das spannende Abenteuer ihrer unfreiwilligen Heldin hineinzuziehen. War diese bei der Auffindung des Tobars noch die Heldin der Schule und der gesamten magischen Welt, sitzt sie jetzt zwischen den Stühlen und weiß nicht mehr, wem sie vertrauen kann. Wie schon bei den bisherigen Bänden der Reihe schafft es die Autorin auch hier wieder, ihre Leser durch einen interessanten Schreibstil und gekonnten Spannungsaufbau zu fesseln.
Leider muss man allerdings auch bei diesem Band feststellen, dass die Interpunktion chaotisch und die Schreibung speziell der selbst geschaffenen Begriffe gewöhnungsbedürftig ist. Eine diesbezügliche Überarbeitung würde der gesamten Reihe sehr zugutekommen.
Zusammenfassend muss man feststellen, dass Amber Blake mit den Abenteuern um die Magieschülerin Caya Cunningham eine magische Internatsgeschichte geschaffen hat, die unter Urban-Fantasy-Fans durchaus mehr Beachtung verdienen würde. Trotz unbestreitbarer Parallelen zu Harry Potter hat die Autorin mit „Sheanthee“ eine völlig eigenständige Welt erschaffen, der alle Interessierten einen Blick gönnen sollten.

Fazit:
Allen, die Harry Potter mögen, kann man dieses Buch und die komplette „Sheanthee“-Reihe von ganzem Herzen empfehlen.

eBook

Mira Magica – Böse und Gut

Jannes C. Cramer
Mira Magica – Böse und Gut

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Weißer Zirkel oder Bruderschaft?

Klappentext:
Mira ist ein ganz normaler Teenager mit ganz normalen Problemen. Zumindest bis sie auf ein Wesen von seltsamer Gestalt trifft. Vigil, der schon viele Jahre nach ihr sucht, zeigt Mira eine magische Welt, die ohne ihr Wissen bereits Teil ihres Lebens ist.
Doch Vigil ist nicht der Einzige, der auf das Mädchen aufmerksam geworden ist. So werden die Sorgen und Pflichten ihres Teenagerdaseins bald zu Miras geringstem Problem und sie erlebt Dinge, die sich oft nur schwer mit ihrem bisherigen Alltag vereinbaren lassen.
Schon bald lernt Mira die junge Magierin Luisa kennen und glaubt, in ihr eine Freundin und Weggefährtin gefunden zu haben …
„Mira Magica – Böse und Gut” ist ein Urban Fantasy Roman.
Die Handlung spielt in der heutigen Zeit in einem deutschen (Fantasie-)Ort namens Dorwingen.
Auch wenn es sich beim Roman im Kern um ein Jugendbuch handelt, ist es durchaus für Erwachsene geeignet, die sich für spannende Bücher dieses Genres interessieren.

Rezension:
Mira ist eine 16-jährige Schülerin, die ihre Freizeit meist mit ihren beiden Freundinnen verbringt. Zumindest bis sie ‚zufällig‘ ein kleines Kätzchen findet. Sobald die beiden alleine sind, beginnt das Kätzchen plötzlich mit menschlicher Stimme zu sprechen, nur um sich kurz darauf in ein eigenartiges Wesen mit 3 Augen zu verwandeln, welches sich Mira als ihr Wächter Vigil vorstellt. Er eröffnet ihr, dass sie eine Magierin ist und er sie ausbilden wird. Ähnlich erging es vor wenigen Jahren Luisa, nur dass ihr Wächter ein alter Mann war. Natürlich treffen die beiden jungen Magierinnen bald aufeinander – und wecken das Interesse 2er magischer Gemeinschaften, des Weißen Zirkels und der Bruderschaft. Schnell weiß Mira nicht mehr, wer es gut und wer es böse mit ihr meint.
Wie viele Urban-Fantasy-Werke es gibt, an deren Anfang Mädchen oder Jungen in jugendlichem Alter überraschend erfahren, dass sie über besondere Fähigkeiten verfügen, kann wohl niemand zählen. Und trotzdem funktioniert dieses Schema immer wieder, wie auch dieses Buch erneut beweist.
Nachdem die Handlung zu Beginn etwas steif und fast schon steril wirkt, kommt spätestens mit Luisas Geschichte Spannung auf, welche sich im weiteren Verlauf des Buches immer weiter steigert. Miras Schwierigkeiten, ihren Freundinnen und Eltern gegenüber möglichst unverändert zu erscheinen, werden dabei vom Autor immer wieder in den Mittelpunkt der Handlung gerückt. Ihr Erfolg, Familie und Freundeskreis vorzuspielen, mit ihr hätte sich nicht wirklich etwas verändert, wirken allerdings teilweise nicht sehr glaubhaft. Auch die dazu im Rahmen der Handlung gegebene Begründung erscheint wenig überzeugend. Überhaupt werden die Menschen aus Miras bisherigem Umfeld recht oberflächlich dargestellt. Im Gegensatz dazu werden die Zerwürfnisse in der Mira zunächst noch fremden magischen Welt intensiver beleuchtet. Hier gibt es, wie die junge Magierin schnell feststellen muss, nicht nur Schwarz und Weiß,. Auch alle möglichen dazwischenliegenden Grautöne sind vertreten. Und genau hier erreicht die Handlung ihren spannenden Höhepunkt. Lange ist weder der Heldin noch dem Leser klar, welche Kräfte welche Ziele verfolgen, wer Mira helfen oder wer ihre Fähigkeiten nur ausnutzen will.
Auch wenn am Schluss des Buches – was wohl niemanden wirklich überraschen wird – zumindest die unmittelbaren Gefahren vorläufig neutralisiert sind, erscheint das Ende irgendwie offen. Der Leser hat den Eindruck, dass Miras Geschichte hier noch nicht zu ende sein kann. Allerdings findet sich weder im Buch selbst noch in der Webpräsenz des Autors irgendeinen Hinweis auf eine geplante Fortsetzung.

Fazit:
Eine Urban Fantasy, deren magischer Anteil (im Gegensatz zum real-menschlichen Umfeld) durchaus überzeugen kann.

Taschenbuch
eBook

Tobar (Sheanthee 2)

Amber Blake
Tobar (Sheanthee 2)

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Das magische Herz von Sheanthee

Klappentext:
Caya Cunningham ist die beste Magie-Schülerin der Insel. Nicht alle finden diese Tatsache erfreulich. Der Fae Rat ruft einen Wettbewerb aus, um die Fähigkeiten und Fertigkeiten der Schüler zu testen. Die magische Quelle der Insel, das Zentrum der Kraft von Sheanthee soll gefunden werden. In mehr als tausend Jahren ist dies niemandem gelungen. Zusammen mit ihrer besten Freundin DeeDee und den beiden Gargoyles nimmt Caya die Herausforderung an. Die Dinge, die sie im Laufe ihrer Suche entdecken, lassen das anfängliche Abenteuer allmählich zu einem Alptraum werden…
Für Jugendliche und junggebliebene Erwachsene.

Rezension:
Die 16-jährige Caya ist eine Ausnahmeschülerin an ihrer Schule, dem Internat für magisch begabte Fae-Abkömmlinge auf der irischen Insel Sheanthee. Im vergangenen Schuljahr konnte sie ihre Befähigung in allen 4 Formen der Elementemagie nachweisen – etwas, was seit sehr langer Zeit keinem Schüler mehr gelungen ist. Doch damit ist sie auch ins Visier der ‚Krieger‘ geraten, einer extremen Gruppierung der Fae-Abkömmlinge, die das seit langem versiegelte Portal zur Welt der Fae wieder öffnen wollen. Doch die Mehrheit der in unserer Welt lebenden Fae-Abkömmlinge ist der Meinung, dass damit das Ende unserer Zivilisation eingeleitet würde. Zum Glück ist diese Meinungsverschiedenheit vorläufig rein akademisch, da niemand weiß, wo dieses Portal verborgen ist. Sollte Caya wirklich die Fähigkeit haben, das zu ändern?
Wenn man (wie der Rezensent) versehentlich mit diesem 2. Band der Reihe beginnt, erscheinen einem zu Beginn natürlich einige Sachen fremd. Trotzdem kommt man auch ohne Kenntnis des Vorgängers schnell in die Geschichte hinein. Die Autorin führt den Leser in ein magisches Internat, was natürlich kein gänzlich neuer Einfall ist. Trotzdem schafft sie es, eine interessante, gänzlich eigenständige Welt zu erschaffen, die wahrscheinlich den Geschmack vielen Harry-Potter-Fans treffen dürfte, jedoch keinesfalls wie ein Harry-Potter-Klon wirkt. Die Charaktere wirken glaubhaft, und das Buch macht durchaus Lust auf mehr. Durchaus positiv sei auch angemerkt, dass die Autorin auf eine große Lovestory verzichtet.
Leider gibt es jedoch auch negatives zu vermerken. Auf ein Lektorat wurde offensichtlich komplett verzichtet, was sich im Besonderen an der Interpunktion bemerkbar macht. Die Kommata wurden anscheinend nach dem Zufallsprinzip im Text verteilt. An Stellen, wo kein Komma etwas verloren hat, tummeln sie sich gleich scharenweise herum, dafür fehlen sie an anderen Stellen, wo sie für den Textfluss dringend benötigt würden. Dafür verdient das Buch einen deutlichen Abzug in der B-Note!

Fazit:
Wer Harry Potter gut findet dürfte auch an diesem Buch Gefallen finden.

eBook

Sheanthee

Amber Blake
Sheanthee

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Die Macht der Elemente

Klappentext:
Caya Cunningham ist ein ganz normaler Teenager,- oder fast normal. Sie entstammt dem alten, magischen Volk der Fae,- nicht, dass sie das weiter interessiert. Der häusliche „Hokus Pokus“ geht ihr eher auf die Nerven und sie möchte mit dem ganzen „Magie Quatsch“ eigentlich nichts zu tun haben. Ihre Vorstellung von einem tollen Leben gipfelt in einem Studium des Modedesigns in London, wenn sie die Schule fertig hat.
Unglücklicherweise erwachen bei den Fae Abkömmlingen die magischen Kräfte, wenn sie das fünfzehnte Lebensjahr erreicht haben.
Zahlreiche Unfälle passieren und als sie im Zorn, einen Feuerhydranten in die Luft jagt, verfrachten sie ihre Eltern, gegen ihren Willen, auf die magische Insel Sheanthee, wo sie lernen soll ihre Kräfte zu kontrollieren.
In Begleitung eines schlagfertigen Gargoyles, tritt sie eine Reise an, die ihr Leben auf den Kopf stellen wird.
Das Buch ist konzipiert für jugendliche Leser und junggebliebene Erwachsene.

Rezension:
Caya soll gegen ihren Willen auf das Fae-Internat auf der abgelegenen Insel Sheanthee gehen. Dabei zieht sie doch viel lieber nach Unterrichtsschluss mit ihrer besten Freundin, die ein ‚normaler‘ Mensch ist und nichts von Cayas magischer Abstammung weiß, durch die örtlichen Boutiquen. Dazu kommt noch, dass jeder Schüler des Internats einen magischen Begleiter braucht, und als solchen erbt sie den vorlauten Gargoyle Bronc, der schon der Begleiter ihrer verstorbenen Urgroßmutter, einer berühmten Magierin, war. Um ihre Fae-Magie kontrollieren zu lernen, bleibt ihr jedoch nichts anderes übrig, als zu gehen. Schließlich soll sich während ihrer Ausbildung auch herausstellen, welche der verschiedenen Magieformen der Fae ihr zu eigen sind.
Amber Blake, hinter deren Pseudonym sich wahrscheinlich eine deutschsprachige Autorin (oder Autor?) verbirgt, führt den Leser schnell in die Handlung hinein. Die Hintergründe werden dem Leser eher nebenbei im Laufe der Geschichte nahegebracht. Cayas Erlebnisse können den Leser fesseln, wobei manches ruhig etwas ausführlicher erzählt sein könnte. Dabei ist der Text gut lesbar verfasst. Leider kann man das von der Interpunktion nicht sagen. Die Interpunktion, insbesondere die Kommasetzung, ist chaotisch. Auch die Rechtschreibung – besonders die der selbst geschaffenen Begriffe – ist teilweise etwas gewöhnungsbedürftig.
Trotz der genannten ‚Mängel‘ dürfte sich die Lektüre der „Sheanthee“-Reihe für Freunde junger Urban Fantasy lohnen, denn die Autorin schafft es darinnen, durchaus neue, noch nicht anderweitig abgenutzte Ideen einzubringen.

Fazit:
Alle, die sich für das Leben an magischen Internaten begeistern können, sollten „Sheanthee“ einen Blick gönnen.

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Lockwood & Co. – The Hollow Boy

Jonathan Stroud
Lockwood & Co. – The Hollow Boy

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Rückseitentext:
As a massive outbreak of supernatural Visitors baffles Scotland Yard and causes protests throughout London, Lockwood & Co. continue to demonstrate their effectiveness in exterminating spirits. Anthony Lockwood is dashing, George insightful, and Lucy dynamic, while the skull in the jar utters sardonic advice from the sidelines. There is a new spirit of openness in the team now that Lockwood has shared some of his childhood secrets, and Lucy is feeling more and more as if her true home is at Portland Row. It comes as a great shock, then, when Lockwood and George introduce her to an annoyingly perky and hyper-efficient new assistant, Holly Munro.
Meanwhile, there are reports of many new hauntings, including a house where bloody footprints are appearing, and a department store full of strange sounds and shadowy figures. But ghosts seem to be the least of Lockwood & Co.’s concerns when assassins attack during a carnival in the center of the city. Can the team get past their personal issues to save the day on all fronts, or will bad feelings attract yet more trouble?
Danger abounds, tensions escalate, and new loyalties form in this third delightfully terrifying adventure in the critically acclaimed Lockwood & Co. series.

Rezension:
Eigenartige Dinge passieren – und das nicht nur im von Geistern heimgesuchten London. Nein, auch in unserer ganz realen Welt. Band 3 der „Lockwood & Co.“-Reihe, „The Hollow Boy“, war ursprünglich sowohl in der britischen als auch in der US-Ausgabe für den 15.09.2015 angekündigt. Als ich das Buch am 15.09. jedoch bestellen wollte, war der voraussichtliche Liefertermin der britischen Ausgabe bei Amazon plötzlich für Ende Oktober angegeben. Da ich nicht so lange warten wollte, bestellte ich mir die US-Ausgabe. Als ich mich jetzt nach dem Lesen gerade daran machte, diese Rezension zu verfassen, musste ich überrascht feststellen, dass die britische Ausgabe mittlerweile bei Amazon überhaupt nicht mehr gelistet ist. Hm? Was ist denn da los? Haben Lucy und ihre Kollegen bei der Suche nach Besuchern etwa den Verlag verwüstet? Die deutsche Übersetzung „Die Raunende Maske“ ist jedoch weiterhin für den 19.10.2015 angekündigt. (Wie man sieht, habe ich diese Rezension schon vor einiger Zeit verfasst.)
Aber kommen wir zum Buch selbst: Die Lage in England wird immer schlimmer. Im Londoner Stadtteil Chelsea nehmen die übernatürlichen Aktivitäten dermaßen überhand, dass sich die DEPRAC – die zuständige Aufsichtsbehörde – gezwungen sieht, ganze Straßenzüge zu evakuieren. Nach ihren bisherigen Erfolgen sind die Dienste der Agentur Lockwood & Co. so gefragt, dass Lockwood, George und Lucy oft jeder für sich alleine an verschiedenen Fällen parallel arbeiten müssen, um der vielen Aufträge Herr zu werden. So kann es nicht weitergehen! Deshalb stellt Lockwood eine Bürohilfe ein, Holly. Diese ist zwar ein Organisationstalent, Lucy kommt mit ihr allerdings überhaupt nicht gut aus. Das ändert sich auch nicht grundlegend, als Holly Lucy aus einer selbstverschuldeten komplizierten Lage befreit.
Doch schließlich hat George eine Theorie, wo die Ursache des katastrophalen ‚Chelsea-Outbreaks‘ liegen könnte. Um der Spur folgen zu können, müssen sich Lockwood und seine Freunde jedoch auf eine Zusammenarbeit mit ihrem Erzrivalen Kipps einlassen. In einem Kaufhaus, dass angeblich gar nicht von Erscheinungen heimgesucht wird, treffen sie des Nachts gleich auf hunderte. Als dann auch noch ein mächtiger Poltergeist in Erscheinung tritt, befinden sich alle Anwesenden in höchster Lebensgefahr.
Dem namensgebenden ‚hohlen Jungen‘ begegnen wir erst fast am Ende des Abenteuers. Wieso bei diesem Buch der Originaltitel – im Gegensatz zu den Bänden 1 und 2 – nicht ins Deutsche übersetzt, sondern ein abweichender erfunden wurde, erschließt sich mir jedoch nicht.
Wie bereits bei den vorherigen Bänden angemerkt, halte ich die Einstufung als Kinderbuch für fraglich. Jugendbuch fände ich erheblich passenden. Die Tatsache, dass Band 1 2013 für den „Los Angeles Times Book Prize“ in der Kategorie „Young Adult Literature“ nominiert war, zeigt wohl deutlich, dass ich mit dieser Meinung nicht alleine stehe.

Fazit:
Jonathan Stroud schafft es, das Niveau der beiden Vorgänger zu halten. Die „Lockwood & Co.“-Reihe bietet auch weiterhin echtes Suchtpotential. Ich kann diese Reihe allen Fantasy- und Detektiv-Story-Begeisterten nur empfehlen.

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Lockwood & Co. – The Whispering Skull

Jonathan Stroud
Lockwood & Co. – The Whispering Skull

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Rückseitentext:
Ghosts and ghouls beware! Lockwood & Co. is back.
Life isn’t exactly peaceful in the psychic detection agency. Lucy and George are trying to solve the mystery of the talking skull trapped in their ghost-jar, while Lockwood is desperate for an exciting new case.
Things seem to be looking up when the team is called to investigate the grave of a sinister Victorian doctor. As usual, everything goes wrong – a terrible phantom is freed, and a dangerous object is stolen from the coffin. Lockwood & Co. must recover the relic before its power is unleashed, bur it’s a race against time. And if that’s not bad enough, the skull in the ghost-jar is stirring again …
The author of the blockbuster BARTIMAEUS sequence delivers another humorous and chilling instalment in the critically acclaimed LOCKWOOD & CO. series.

Rezension:
Lockwood und sein Team sollen an einer alten Galgenstätte den Geist eines einst Erhängten bannen. Nur übersehen sie dabei, dass Galgen früher gewöhnlich mehrmals benutzt wurden, und so bringt der erwartete Geist gleich noch ein paar Freunde mit – ziemlich viele sogar. Lockwood, Lucy und George bleibt nur ein hastiger Rückzug. Peinlicherweise taucht gerade in diesem Moment ihr Erzrivale Kipps mit seinem Team auf. Und die sind auf eine so große Anzahl Geister vorbereitet … Um seine Ehre zu retten, bietet Lockwood Kipps eine Wette an.
Nach dieser wenig erfolgreichen Nacht sind Lucy und ihre Kollegen froh, als sich gleich ein neuer Auftrag bietet. Eine Spezialfirma für Friedhofs-Beräumungen benötigt ihre Hilfe bei der Beseitigung eines offensichtlich nicht geheuren Grabes. Doch im Sarg befindet sich nicht nur eine mumifizierte Leiche, die Quelle eines ziemlich bösartigen Geistes ist, sondern auch noch ein extrem gefährliches Artefakt. Gerade das wird kurze Zeit später gestohlen, worüber Inspektor Barnes vom DEPRAC (DEpartment of Psychical Research And Control – deutsch: BEBÜP / Behörde zur Erforschung und Bekämpfung Übersinnlicher Phänomene, der Scotland Yard unterstellten Aufsichtsbehörde über die Agenturen) natürlich alles andere als erfreut ist. Um es schnellstmöglich wiederzubeschaffen, beauftragt er nicht nur Lockwood & Co. damit, sondern parallel auch noch Kipps Team. Und dieser Auftrag ist nicht als Bitte formuliert! Somit beginnt ein Wettlauf mit ihren Rivalen, wer es zuerst schafft. Dabei bekommen es die Spezialisten für Geister-Bannungen mit nicht gerade zimperlichen lebenden Gegnern zu tun, wie Lucy und Lockwood bald am eigenen Leib feststellen müssen.
Nach dem Vorgänger „Lockwood & Co. – Die seufzende Wendeltreppe“ stellt dieser Band eine würdige Fortsetzung dar. Die bereits bei dessen Besprechung erwähnten stilistischen Parallelen mit den klassischen Sherlock-Holmes-Erzählungen treten hier bei den Ermittlungen gegen einen Schwarzhändlerring sogar noch stärker in Erscheinung. Und dieser Vergleich sollte definitiv nicht negativ verstanden werden. Trotz aller detektivischer Arbeit kommen die Geister nicht zu kurz. Im Gegenteil: Auch der Gruselfaktor wird gegenüber dem Vorgängerband stellenweise noch erhöht.
Da die Fittes-Agentur in diesem Buch, das 7 Monate nach Band 1 handelt, ihr 50-jähriges Bestehen feiert und in diesem Zusammenhang Marissa Fittes berühmter Fall aus dieser Zeit als im Jahre 1962 stattfindend erwähnt wird, kann man die Handlung diesmal eindeutig im Jahr 2012 einordnen. Aber Vorsicht! Da zur großen Jubiläumsparty, zu der auch Lockwoods Team eingeladen ist, Abendkleidung erwünscht ist, muss sich Lucy Abendkleid und High Heels besorgen, was nicht gerade die geeignete Kleidung ist, wenn man zwischendurch noch ein paar inoffizielle ‚Umwege‘ machen will.
Ein Wort zum oben zitierten Rückseitentext: „Ghosts and ghouls beware!“ Nachdem in Band 1 schon diverse Typen Geister auftauchten, stellt sich hier natürlich sofort die Frage, was im Lockwood-Universum Ghule sind. Um es kurz zu machen: Weder im Text (469 Seiten) noch im auch hier wieder vorhandenen Glossar (15 Seiten) werden Ghule auch nur erwähnt. Vielleicht hätte der für den Rückseitentext zuständige Mitarbeiter des Verlags das Buch vor Verfassen des Textes mal selbst lesen sollen.

Fazit:
Meine positive Einschätzung zu „Lockwood & Co.“ kann ich auch nach dem Lesen dieses Bandes nur uneingeschränkt aufrechterhalten. Besonders erwachsenen Fantasy-Fans empfehle ich, sich von der Kinderbuch-Einordnung der Reihe durch den Verlag nicht abschrecken zu lassen.

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Hexenbann (Finas Weg 1)

Lena Lidau
Hexenbann (Finas Weg 1)

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Dem Bann entkommen

Klappentext:
Seit die fünfzehnjährige Fina mit ihren Eltern und ihrem kleinen Bruder aufs Land gezogen ist, fühlt sie sich fernab ihrer alten Freunde einsam und langweilt sich schrecklich. Doch als sie im Keller ihres Hauses eine alte Tafel findet, ändert sich ihr Leben plötzlich radikal: Sie lernt ein Mädchen namens Lea kennen, das ebenso wie Fina selbst in mysteriöse Vorkommnisse verstrickt wird. Bald stellen sie fest, dass sie beide Hexen sind und eine fürchterliche Macht geweckt wurde, die in der Tafel gebannt war. Während sich die Ereignisse überstürzen und die beiden Freundinnen von mehreren Seiten angegriffen werden, hilft ihnen Leas Großmutter ihre Hexenkräfte kennen zu lernen. Doch sie stellt sie auch vor die endgültige Wahl, die alle jungen Hexen treffen müssen: Die Entscheidung für eine Seite – eine weiße oder eine schwarze Hexe zu werden.
Und was für eine Rolle spielt dieser überaus attraktive aber undurchschaubare Luca, zu dem sich Fina hingezogen fühlt und der sich plötzlich für sie zu interessieren scheint?
Wird Fina ihren eigenen Weg finden?

Rezension:
Seit ihre Mutter von deren Tante ein Haus geerbt hat, lebt die in der Großstadt aufgewachsene Fina mit ihrer Familie in einem kleinen Dorf. Sie fühlt sich einsam und hat bisher keine Freunde gefunden. Das ändert sich jedoch, als Fina eines Tages auf dem Heimweg aus der Schule ein undefinierbares Gefühl der Gefahr überkommt. Lea, das beliebteste Mädchen der Klasse, mit dem Fina bisher kaum Kontakt hatte, ist zufällig in der Nähe und spürt dieses vage Gefühl auch. Da sie bemerkt, dass Fina auch empfänglich für diese Erscheinung ist, nimmt Lea sie mit zu ihrer Großmutter, einer Hexe, zu der ihr ihre Eltern eigentlich den Kontakt verboten haben. Von dieser Oma erfahren die beiden Mädchen, dass sie auch Hexen sind. Doch was hat der etwas ältere Luca, der sich plötzlich für Fina zu interessieren scheint, damit zu tun?
Ein Setting, in dem ein Jugendlicher unerwartet erfährt, irgendwelche besonderen Begabungen zu haben, ist in der (Jugend-)Fantasy-Literatur natürlich nicht gerade selten anzutreffen. Trotzdem schafft es die Autorin, (zumindest mir) neue Aspekte darin einzubringen. Dass Fina – trotz aller Zweifel – Gefühle für den geheimnisvollen Sven entwickelt, ist genretypisch natürlich keine Überraschung. Andere Wendungen kommen für den Leser jedoch genauso überraschend wie für die Beteiligten. Auch ein (geographisch nicht näher definiertes) deutsches Dorf als Handlungsort ist im Genre eher selten anzutreffen.
Wie der Untertitel „Finas Weg 1“ schon andeutet und auch dem Ende des Büchleins anzumerken ist, stellt „Hexenbann“ wohl den Anfang einer Reihe noch unbekannter Länge dar. Potential muss man der Geschichte durchaus zugestehen, denn der vorliegende Band liest sich flüssig. Am Ende deuten sich diverse Entwicklungsmöglichkeiten für die Fortsetzung(en) an.
Am Schluss zur Vollständigkeit noch ein paar Anmerkung zu kleinen Unstimmigkeiten, die für das eigentliche Buch jedoch unbedeutend sind: Zum einen wäre da Finas Alter. Im Klappentext wird es mit 15 Jahren genannt. Ihren 15. Geburtstag hat sie jedoch erst ganz zum Ende dieses Bandes. Während des mit Abstand größten Teils der Handlung ist sie genaugenommen also erst 14. Zum anderen betrifft es das Coverbild. Das darauf abgebildete Mädchen hat keinerlei Ähnlichkeit mit Finas Beschreibung im Text.

Fazit:
Auftakt einer Jugend-Fantasy-Reihe, der Fans junger Hexen einen Blick schenken sollten.

eBook

Lockwood & Co. – Die seufzende Wendeltreppe

Jonathan Stroud
Lockwood & Co. – Die seufzende Wendeltreppe

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Klappentext:
Geister, Ghoule, Grabgeflüster: Die Agenten von LOCKWOOD & CO. sind allem gewachsen
LONDON, ENGLAND: In den Straßen geht des Nachts das Grauen um. Unerklärliche Todesfälle ereignen sich, Menschen verschwinden und um die Ecken wabern Schatten, die sich nur zu oft in tödliche von Geisterwesen ausgesandte Plasmanebel verwandeln. Denn seit Jahrzehnten wird Großbritannien von einer wahren Epidemie an Geistererscheinungen heimgesucht. Überall im Land haben sich Agenturen gebildet, die in den heimgesuchten Häusern Austreibungen vornehmen. Hochgefährliche Unternehmungen bei denen sie, obwohl mit Bannkreisketten, Degen und Leuchtbomben ausgerüstet, nicht selten ihr Leben riskieren.
So auch die drei Agenten von LOCKWOOD & CO. Dem jungen Team um den charismatischen Anthony Lockwood ist allerdings bei einem Einsatz ein fatales Missgeschick passiert. Um die Klage abwenden und den Schadenersatz dafür aufbringen zu können, müssen die drei Agenten von LOCKWOOD & CO. einen hochgefährlichen und zutiefst dubiosen Auftrag annehmen. Dieser führt sie in eines der verrufensten Herrenhäuser des Landes und stellt sie auf eine Probe, bei der es um nichts weniger als Leben oder Tod geht …

Rezension:
Diese Geschichte spielt im London einer Parallelwelt, in der manches etwas anders als in unserer realen ist. Seit etwa 50 Jahren wird England vom massiven Auftreten von Geistern heimgesucht. Auch wenn die meisten Geister nicht aggressiv sind, ist die Berührung mit ihnen meist tödlich. Das Problem ist, dass Erwachsene die Geister nicht sehen oder hören und ihnen deshalb auch nicht ausweichen können. Nur Kinder und Jugendliche haben diese Fähigkeit, die jedoch beim Älterwerden verschwindet, auch diese jedoch in unterschiedlichem Ausmaß. Besonders begabte Kinder und Jugendliche arbeiten deshalb in Agenturen, die im Auftrag der Hauseigentümer die Geister bannen. Internet, Handy oder schnurlose Festnetz-Telefone scheint es in dieser Welt nicht zu geben. Recherchen finden immer auf altmodische Weise in Bibliotheken und Archiven statt. Aus Bemerkungen zu Architektur und Mode kann man jedoch entnehmen, dass die Geschichte trotzdem in unserer Zeit spielt.
Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive von Lucy erzählt. Als Lucy 8 Jahre alt war, wurde sie von ihrer Mutter zur Lehre in eine dieser Agenturen geschickt. Nach einem Zwischenfall, bei dem mehrere ihrer Mit-Agenten getötet werden, verlässt sie ihre Heimatstadt und geht nach London, wo sie bei Lockwood und Co. anfängt. Ihre Kollegen sind Lockwood selbst, der von allen nur mit seinem Nachnamen angesprochen wird, und George. Wie alt die 3 genau sind, wird im gesamten Buch nicht erwähnt. Da Lucy sich an einer Stelle jedoch an ein Vorkommnis erinnert, bei dem sie 12 war, dieses aber noch in ihrer Heimatstadt stattfand und sie jetzt schon seit etwa 6 Monaten bei Lockwood ist, muss sie mindestens 13 sein. Lockwood selbst schätzt sie bei ihrem Kennenlernen als etwa 1 Jahr älter als sich selbst ein. Auch diese Vermutung wird aber nie ausdrücklich bestätigt.
Der Autor erzählt das Ganze in Form einer klassischen Detektivgeschichte. Stilistisch erinnert mich das Buch stellenweise sehr an die klassischen Sherlock-Holmes-Erzählungen Arthur Conan Doyles. Ein kurzes Zitat ganz vom Anfang des Buches mag das verdeutlichen:
„Zu den ersten Fällen, an denen ich bei Lockwood & Co. mitgearbeitet habe, möchte ich hier nicht viel sagen. Einerseits, weil die Opfer anonym bleiben sollen, andererseits, weil die Einzelheiten allzu grausig sind, aber vor allem, weil wir es tatsächlich fertiggebracht haben, diese Aufträge allesamt gründlich zu vermasseln.“
Jedem, der Doyles Erzählungen kennt, wird eine derartige Einleitung vertraut vorkommen, fangen Dr. Watsons Berichte seiner Abenteuer mit Holmes doch oft ähnlich an. Auch die Gespräche mit neuen Klienten erinnern oft an die bei Sherlock Holmes. Diese stilistischen Anlehnungen halte ich für viel zu auffallend, als dass sie Zufall seien könnten. Sie dürften Strouds voller Absicht entsprungen sein.
Sehr positiv fiel mir beim Lesen auf, dass der Autor nach einer sehr kurzen Einleitung gleich zur Sache, sprich: einer Geisteraustreibung kommt. Erklärungen und Vorgeschichten werden erst später nachgeliefert. Wie viele Bücher kennen wir alle, in denen sich der Leser erst durch eine etwas ermüdende Vorgeschichte ‚kämpfen‘ muss, bevor das eigentlich interessante Abenteuer beginnt?
Auch diese Geisteraustreibung setzen Lockwood und Lucy jedoch an die Wand, indem sie das Haus fast vollständig abfackeln. Vorher können sie allerdings noch feststellen, dass es sich um den Geist einer vor etwa 50 Jahren ermordeten jungen Frau handelt. Und der Mörder ist noch sehr lebendig … Und da unsere Helden zu viel wissen oder zumindest ahnen, ist er bald auch hinter ihnen her. Da Band 2 der „Lockwood & Co.“-Reihe aber schon erschienen und Band 3 bereits angekündigt ist, decke ich wohl kein allzu großen Geheimnis auf, wenn ich verrate, dass Lucy und ihre Kollegen natürlich überleben. Viel spannender sind ohnehin ihre Abenteuer mit den Untoten.
Wohl hauptsächlich wegen des Alters der Hauptfiguren wird das Buch vom Verlag als Kinderbuch vermarktet, was es meiner Meinung nach aber genau so wenig wie beispielsweise „Harry Potter“ ist. Allgemein habe ich den Eindruck, dass Bücher mit jugendlichen Hauptfiguren oft pauschal und ohne genaue Kenntnis des Inhalts als für Leser im Alters der Hauptfiguren zu empfehlen eingestuft werden, was – meiner Meinung nach – jedoch durchaus nicht immer zutrifft.
Die eigentliche Geschichte erstreckt sich über 402 Seiten. Dazu kommt ein 15-seitiger Glossar, in dem das Fachvokabular der Agenten erläutert wird. Denn wer will schon einen Schleicher mit einem Streuner verwechseln?

Fazit:
„Lockwood & Co. – Die seufzende Wendeltreppe“ erhält meine uneingeschränkte Empfehlung. Allen, denen beispielsweise die „Harry Potter“-Reihe gefällt, kann ich nur raten, auch mal einen Blick in „Lockwood & Co.“ zu riskieren. Erstmals seit „Harry Potter“ habe ich hier wieder das Bedürfnis, so schnell wie nur möglich den nächsten Band in die Finger und vor die Augen bekommen zu wollen.

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Die ägyptischen Abenteuer von Kathryn Black 3 – Luxor – Auf zu neuen Ufern

Graham Warren
Die ägyptischen Abenteuer von Kathryn Black 3 – Luxor – Auf zu neuen Ufern

Übersetzung: Renée Warren

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Kampf dem Zauberer!

Klappentext:
Auch im dritten Band dieser Reihe werden Kate, Alex und Kairo nicht nur mit den Herausforderungen ihres Kampfes gegen den mächtigen Zauberer konfrontiert, sondern auch immer wieder mit der Verwirrung, die ihre historischen Erinnerungen in ihnen hervorrufen. Sie werden aufgrund dieses Vergangenheitsbewusstseins zwar einerseits schneller erwachsen als gleichaltrige Jugendliche, haben aber dennoch auch ständig mit ihren Schwächen zu kämpfen. Ihre unmöglich scheinende Aufgabe ist es, die Zutaten für eine Zaubermischung zu suchen, mit der allein ihr Gegner endgültig besiegt werden kann. Seit Jahrtausenden hat niemand mehr diese Zutaten zu Gesicht bekommen. Während ihrer Suche begeben sich die drei Freunde auf eine Zeitreise in das antike Amarna, die legendäre Stadt Echnatons, wo sie seine Frau Nofretete und seinen Sohn Tutenchamun kennenlernen. Unterdessen machen im Hintergrund Ramses der Große und sein Freund Gadeem überraschende Pläne zur finalen Schlacht gegen den Zauberer.
Kate findet im Laufe der Abenteuer etwas, was ihr lieber ist als alles andere auf der Welt, Alex verliebt sich neu, und Kairo erkennt, dass er eine tiefere Weisheit besitzt, als er sich selbst zutraut.
Am Ende des Buches schlagen die Lebenswege der drei jungen Abenteurer jeweils eine ganz neue Richtung ein, und was die Zukunft ihnen bringt, ist dem Autor womöglich schon kein Geheimnis mehr.

Rezension:
Nachdem Kate und ihre Freunde am Ende des vorherigen Bandes („Tod in Luxor“) erstmals einen Angriff des Zauberers persönlich erleben mussten, ist ihnen klar, dass dieser endgültig aus dem Jenseits getilgt werden muss. Zum Glück hat Gadeem schon einen Plan, bei dessen Ausführung Kate, Alex und Kairo jedoch schneller als gedacht in Lebensgefahr geraten. In all dem Chaos gibt es jedoch zumindest für Kate auch eine positive Überraschung.
Während Kate, Alex und Kairo bisher größtenteils selbstständig und meist ohne Wissen der Erwachsenen handelten, werden sie hier über weite Strecken der Handlung zu bloßen Ausführenden fremder Pläne ‚degradiert‘. Kate, die bisher meist die Führungsrolle in der Gruppe innehatte, gibt diese mehr und mehr an Alex ab. So gesehen passt „Luxor – Auf zu neuen Ufern“ gar nicht richtig zum Reihen-Titel, denn Kathryn Black ist in diesem Band kaum noch als die zentrale Figur anzusehen.
Graham Warren führt die Handlung in diesem Buch nahtlos weiter, wobei er den von den beiden Vorgängern schon gewohnten, stets spannenden Erzählstil und die ständig vorhandene Spannung von Anfang an aufrecht erhält. Inhaltlich kann dieser Band jedoch leider nicht ganz mit seinen Vorläufern mithalten. Speziell die Charakteränderungen Kates und Alex’ in so kurzer Zeit – die gesamte Handlung aller bisherigen Bände umfasst schließlich nur wenige Wochen – wirkt unglaubwürdig.
Im Gegensatz zu den bisherigen Bänden, die nahezu nahtlos in den jeweils nächsten übergingen, bietet dieser Band ein ‚richtiges‘ Ende. Das legt die Vermutung nahe, dass „Luxor – Auf zu neuen Ufern“ die Reihe eigentlich beenden sollte und der mittlerweile angekündigte Band 4 („Pharaonengold“) ursprünglich nicht geplant war.

Fazit:
Obwohl dieser Band der schwächste der Reihe ist, verdient er eine Empfehlung und ist für Leser der bisherigen Bände schlichtweg unverzichtbar.

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