Die Savanten – 1 – Heimkehr

Uwe Eckardt
Die Savanten – 1 – Heimkehr

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Flucht durchs Portal

Klappentext:
Nach einer schweren Kopfverletzung erwacht der achtzehnjährige Finn aus dem Koma und kann mit einem Mal beliebig große Mengen innerhalb eines Wimpernschlags erfassen. Selbst die Anzahl der Blätter eines Baumes erkennt er mühelos.
Seine unglaubliche Fähigkeit bleibt jedoch nicht lange unbemerkt und eine mysteriöse und gefährliche Frau tritt unvermittelt in sein Leben.
Sie entführt ihn kurzerhand auf eine geheimnisvolle Insel, von der es kein Entkommen zu geben scheint. Aber hier beginnt Finns Reise erst, die ihn und seine neuen Freunde in eine umkämpfte Welt voller Magie und unglaublicher Geschöpfe führt. Auch seine Gabe scheint nicht mehr die gleiche zu sein, denn in Finn regt sich die Magie.
Eine Heimkehr bleibt jedoch ungewiss…

Rezension:
Nachdem Finn zusammengeschlagen wurde, entwickelt er plötzlich ein besonderes Verständnis für Zahlen. Lange kann er sich daran jedoch nicht erfreuen, denn er wird gerade wegen dieser Fähigkeit entführt. Auf einer einsamen Insel trifft er auf andere mit besonderen Begabungen, die im Auftrag eines nicht gerade zimperlichen Milliardärs von skrupellosen Wissenschaftlern erforscht werden sollen. Doch ihnen gelingt die Flucht – in eine Paralleldimension, in der Magie real existiert.
Was als SciFi-Thriller beginnt, wandelt sich nach dem Wechsel in die andere Dimension zu einem spannenden Fantasy-Abenteuer. Dieser Wechsel des Genres erfolgt recht abrupt, was die Geschichte ab dieser Stelle fast wie ein anderes Buch wirken lässt. So kann einen Leser, der dieses Buch nach Lesen des Klappentextes in Erwartung einer Urban-Fantasy-Geschichte liest, der Anfang schon etwas verwirren. Letztere nimmt jedoch den weitaus größten Tel der Handlung ein, womit die Erwartungshaltung dann doch befriedigt wird.
Während die anfängliche Vorstellung des Protagonisten noch etwas holprig wirkt, liest sich das eigentliche Abenteuer dann deutlich flüssiger. Der Autor Uwe Eckardt bringt bekannte Fantasywesen auf eine schlüssige Weise in die dargestellte (Parallel-)Welt ein. Man kann es sogar so ausdrücken, dass diese Welt der eigentliche Ursprung unserer Sagen ist. Dabei gelingt es dem Autor, durchaus, überraschende neue Ideen einzubringen.
Nach einigen überraschenden Wendungen wird erst am Ende deutlich, dass die Abenteuer Finns und seiner Freunde noch lange nicht beendet sind. Aber keine Sorge: Nach Informationen des Autors ist die Fortsetzung bereits in Arbeit.

Fazit:
Dieses Fantasy-Abenteuer mit SciFi- und Thriller-Elementen kann mit überzeugenden Plotideen punkten.

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Ein Fall für Amy Laszlo – 1 – Schattenbiest

Wolf Heichele
Ein Fall für Amy Laszlo – 1 – Schattenbiest

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Auf der Spur des Mantikors

Klappentext:
Erfrischende Frauenpower und außergewöhnliche Fälle!
Die erfahrene Agentin Amy Laszlo und ihre junge Kollegin Alice Pepper arbeiten für eine Spezialeinheit der amerikanischen Polizei, die sich mit außergewöhnlichen Fällen beschäftigt.
Zu ihren Aufgaben gehört die Aufklärung rätselhafter bis esoterischer Fälle, aber auch das Überprüfen von Alien-Sichtungen oder das Einfangen geklonter Mischwesen aus Mensch und Tier.
In atmosphärisch dichten Abenteuern sorgt die geballte Frauenpower der zwei Detektivinnen in jeder Folge für ein spannendes erfrischendes Leseerlebnis – und natürlich für jede Menge Gänsehaut!

Rezension:
Amy ist eine sehr sportliche, junge, aber bereits erfolgreiche Mitarbeiterin einer Polizei-Spezialeinheit für übernatürliche und von Außerirdischen verübte Verbrachen. Meist bildet sie mit der älteren Alice ein Team. Nachdem sie sich mit der Festnahme eines schon lange gesuchten, telepathisch begabten Verbrechers eigentlich ein paar freie Tage verdient hätte, wird sie von Alice zu Hilfe gerufen, denn die ist fast vor der eigenen Haustür über einen Mantikor ‚gestolpert‘.
Wolf Heicheles kurzes Fantasy-Krimi-Abenteuer erinnert von Aufbau und Länge an einen ‚Groschenroman‘, was auch der im Titel angedeutete Reihencharakter unterstreicht.
Die der Reihe zugrunde liegende Idee ist natürlich nicht gerade als neu zu bezeichnen, kann aber – wie die Erfahrung lehrt – durchaus tragfähig sein. Bekanntermaßen gibt es nicht wenige Fans derartiger phantastischer Krimi-Abenteuer. Amy, Alice und die wenigen Kollegen, die der Leser in dieser Geschichte kennenlernt, bleiben bisher zwar noch sehr ‚Hintergrund-los‘, doch das könnte sich in kommenden Bänden natürlich ändern. Unter diesem Blickwinkel betrachtet, kommt diesem Band wohl eher der Charakter eines Trailers zu, der den (zukünftigen) Leser an die Protagonisten und den grundsätzlichen Charakter der zu erwartenden Handlungen heranführt. Auch wenn die Handlung dieses Auftaktbandes noch etwas ‚dünn‘ ausfällt (was sich nicht auf die Länge der Story bezieht), bietet die Idee doch durchaus Potential.

Fazit:
Der Auftakt dieser Fantasy-Krimi-Abenteuer-Reihe zeigt noch Schwächen, bietet aber durchaus tragfähige Grundlagen für zukünftige Handlungen.

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DrachenSchimmer: Das Amulett des Lichts

K.C. Kornwall
DrachenSchimmer: Das Amulett des Lichts

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Trugdrachen und Zauberer

Klappentext:
Sam wäre gern einfach ein ganz normales fünfzehnjähriges Mädchen, doch seit sie bei ihrem Bruder lebt, muss sie mit ihm ständig von einem Ort zum nächsten reisen, nur damit er immer wieder neuen Mythen und Legenden rund um das Thema Drachen hinterherjagen kann. Doch bei ihrer neuen Reise aufs englische Land läuft plötzlich alles anders als sonst. Diese Reise soll ihr ganzes Leben verändern, denn sie bekommt Einblick in eine Welt, von der sie vorher nicht zu träumen gewagt hätte. Eine fantastische Welt, die allgegenwärtig und doch unsichtbar ist – eine Welt, parallel zu unserer, in der Drachen und Magie erst der Anfang eines großen Abenteuers sind…

Rezension:
Sam lebt bei ihrem erwachsenen Bruder, der nach Drachen forscht – bisher jedoch vergeblich. Auch wenn es ihr nicht gefällt, ständig umherzureisen und doch nichts zu finden, findet sie sich damit ab. Diesmal geht es zu einer abgelegenen Burg im Südwesten Englands. Anders als an den bisherigen Forschungsstätten ihres Bruders scheint es hier wirklich Sachen zu geben, die nicht mit rechten Dingen zu gehen. Doch um Drachen scheinen es sich dabei anscheinend nicht zu handeln.
Wie der Titel schon erahnen lässt, handelt es sich bei diesem derzeit nur als eBook erhältlichen Werk um den Anfang eines Mehrteilers. So verwundert es nicht, dass Sam(antha)s Abenteuer am Ende dieses Bandes gerade erst richtig beginnt.
Während die Handlung der Geschichte durchaus interessant ist, bleiben die handelnden Personen dabei jedoch recht blass. Über die Hintergründe der Geschwister erfährt der Leser nur wenig, und auch sonst entwickeln beide leider nur wenig Persönlichkeit. Für die wenigen Nebencharaktere gilt dies sogar in noch stärkerem Maße. Obwohl der Schreibstil der Autorin gut lesbar ist, fällt es dem Leser deshalb schwerer als nötig, eine geistige Beziehung zur Hauptprotagonistin aufzubauen. Aber vielleicht bessert sich da in den Fortsetzungen ja noch? Band 2 ist unter dem Titel „DrachenSchimmer: Zwischen Schatten und Licht“ bereits verfügbar.

Fazit:
Der Auftakt der „DrachenSchimmer“-Reihe bietet eine interessante Handlungsidee, die etwas unter einer schwachen Charakterzeichnung leidet.

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Das Erbe der Macht – 6 – Schattenfrau

Andreas Suchanek
Das Erbe der Macht – 6 – Schattenfrau

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Der Schatten weicht

Klappentext:
Der Schleier fällt!
Jahrhunderte lang bereitete sie ihren Plan vor, angetrieben vom unbändigen Hass auf die Lichtkämpfer und Unsterblichen.
Jen, Alex und Clara stoßen überraschend auf eine Spur zur Identität der Schattenfrau. Sie ahnen nicht, dass dies alles verändern wird. Denn der Schleier soll fallen …
… und Chaos die Lichtkämpfer hinweg fegen.

Rezension:
Während Kevin etwas erfährt, worüber er unbedingt schnellstmöglich mit seinen Eltern sprechen will, führt die Auswertung des im letzten Band erbeuteten Essenzstabes zu einer neuen Spur. Kommt das Rätsel um die Schattenfrau damit seiner Enthüllung näher? Und schaffen es die Unsterblichen endlich, das Siegel zum Archiv zu brechen?
Auch in diesem Halbstaffel-Finale geht es wieder hoch her. Es ergibt sich die Hoffnung, die Schattenfrau endlich enttarnen zu können. Doch dazu müssen sich einige Lichtkämpfer auf eine gefährliche Mission begeben. Wie in Andreas Suchaneks Geschichten üblich, ergeben sich jedoch mit jedem gelösten Rätsel gleich wieder ein paar neue. Der Meister der Dauerspannung schafft es auch hier wieder, seine Leser von dem Prolog bis zur letzten Zeile so sehr zu fesseln, dass es ihnen kaum möglich ist, das (e)Buch zwischendurch mal aus der Hand zu legen. Das aus verschiedenen anderen Reihe bekannte Serienkonzept geht auch bei dieser Urban Fantasy voll auf. Denn so viel sei verraten: Die Enttarnung der Schattenfrau löst die Probleme der Lichtkämpfer keinesfalls – eher im Gegenteil. Und auch die anderen Fronten bleiben gefährlich.

Fazit:
Auch Band 6 der „Das Erbe der Macht“-Reihe treibt die Spannung wieder auf einen kontinuierlichen Höchstlevel.

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Das Grauen von Laurendale

Hanna Marten
Das Grauen von Laurendale

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Geister aus Fleisch und Blut

Klappentext:
Laurendale- ein behütetes Städtchen mitten in Amerika?
Wohl kaum! Die 17-jährige Kitty ist alles andere als begeistert, als sie mit ihrem Vater in dieses kleine Nest zieht. Doch die Bewohner verhalten sich ihr gegenüber seltsam, Mitschüler werden sogar handgreiflich und was hat es mit dem mysteriösen Korridor in ihrer neuen Schule auf sich?
Gemeinsam mit dem undurchschaubaren Chris, der selbst ein dunkles Geheimnis hütet, kommt Kitty einem schrecklichen Fluch auf die Spur, der ihr eigenes Leben fordern könnte…

Rezension:
Weil ihr Vater überraschend eine neue Stelle in der Stadtverwaltung Laurendales angenommen hat, muss Kitty mit ihm dorthin ziehen. Aus der Großstadt in ein Provinznest – das passt ihr überhaupt nicht. Die Tatsache, dass viele der Bewohner eigenartig auf die Neuankömmlinge regieren, verbessert ihre Laune auch nicht gerade. Während ihr Vater voll in seinem neuen Job aufzugehen scheint, schöpft Kitty Verdacht, dass hier etwas nicht stimmt – ganz und gar nicht sogar. Und was ist mit Chris, den sie einerseits sympathisch findet, der andererseits aber Teil des Rätsels zu sein scheint?
Hanna Martens Grusel-Kurzgeschichte unterteilt sich in 2 Teile, wovon Teil 1 bereits in der Anthologie „Halloween Tales“ enthalten war. Dort endet die Geschichte allerdings ziemlich abrupt und lässt viele Fragen offen, die erst im 2. Teil aufgelöst werden. (Das vorliegende eBook enthält beide Teile.) Während die Geschichte, wie sie in der Anthologie veröffentlicht wurde, den Leser wegen des sehr offenen Endes etwas ratlos zurückließ, kann sie jetzt mit einem echten Ende überzeugen. Der romantische Part bleibt dabei angenehm dezent, ohne sich in den Vordergrund zu drängen.
Obwohl die Mysterien Laurendales jetzt aufgeklärt sind, kündigte die Autorin für Halloween 2017 einen 3. Teil an.

Fazit:
Freunde Halloween-typischer Mystery-Stories sollten Laurendale einen literarischen Besuch abstatten.

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Tintenfluch

Monika Weithofer
Tintenfluch

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Verwirrungen im Bücherwurm

Klappentext:
Da war ganz schön was los! Als hätte ich nicht schon genug Probleme mit mir selbst gehabt, steht da plötzlich noch der verstaubte Geist einer ziemlich eingebildeten Gräfin in meinem Schlafzimmer und beginnt, mein Leben so richtig aufzumischen! Aber was soll ich sagen, wenn Du wissen möchtest, wie ich meinem Plagegeist begegnete und was dabei alles passiert ist, dann greif einfach zu … ich freue mich auf Dich, deine Olivia.

Rezension:
Olivia lebt in Wien, ist Studentin und jobt im „Bücherwurm“, einem Buchantiquariat. Während sie den Enkel des Besitzers, der sie nicht beachtet, heimlich anhimmelt, geht ihr der neue Praktikant nur auf die Nerven. Beim Aufräumen findet sie in einem Buch lose Blätter, auf denen einst Tagebuch geführt wurde. Ehe sie es sich versieht, zieht der Geist einer Gräfin aus dem 19. Jahrhundert, die das Tagebuch einst schrieb, bei ihr ein. Die einzige Chance, die hochnäsige Besucherin wieder loszuwerden, besteht anscheinend darin, herauszufinden, was den Geist in unserer Welt festhält. Die Tatsachen, dass Olivia den Tod ihres Vaters noch nicht verwunden hat und außer ihr fast niemand den Geist sehen kann, sind dabei wenig hilfreich.
Monika Weithofers Geister-Fantasy mit viel Wiener Lokal-Flair ist eine eher ruhig erzählte Geschichte, die einige Anlaufzeit benötigt, bevor sie den Leser zu fesseln beginnt. Erst als es ans Ergründen der Umstände geht, die den Geist Josephines am ‚Weitergehen‘ hindern, wird die Handlung interessant, kann dann aber wirklich gefallen. Auch Olivias außergewöhnliches Hobby gibt dem Buch den einen oder anderen Reiz. (Gibt es Street Fight – nicht die Wrestling-Variante, die die Wikipedia unter diesem Begriff nennt, sondern ein Team-Action-Roleplay! – eigentlich wirklich?) Josephines ständige Belehrungen Olivias über deren – nach den Vorstellungen des 19. Jahrhunderts – unmögliches, überhaupt nicht damenhaftes Benehmen bringen ein wiederkehrendes humoristisches Element ein. Während die Hintergründe Josephines jedoch bis kurz vor Schluss rätselhaft bleiben, ist Olivias Lovestory recht vorhersehbar. Mit welchen ihrer beiden Kollegen wird sie wohl zusammenkommen? (Der Kandidat darf 3 Mal raten.)
Abgesehen vom recht langatmigen Einstieg, der deutlich gestrafft werden könnte/sollte, kann diese praktisch Action-freie Urban Fantasy gefallen.

Fazit:
Diese Urban Fantasy um einen Geist, der nicht ‚weitergehen‘ kann, ist Freunden ruhiger Abenteuer zu empfehlen.

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Tony Ballard #81: Die Falle des Zyklopen

A. F. Morland
Tony Ballard #81: Die Falle des Zyklopen

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Gefahr aus dem Moor

Klappentext:
Tony Ballard ist der Dämonenhasser. Er kämpft gegen die Mächte der Finsternis und begegnet dem Unfassbaren. Vampire, Dämonen, Werwölfe und andere Kreaturen der Schattenwelt sind seine unbarmherzigen Gegner.
Erfolgsautor A. F. Morland schuf diese einzigartige Horror-Serie, die jetzt endlich auch im E-Book vorliegt.

Rezension:
Vor langer Zeit lebte in einem abgelegenen englischen Moor ein Zyklop und brachte Unglück über das nahegelegene Dorf. Doch irgendwann verschwand er. Heute halten die meisten Einwohner die Geschichten nur noch für Märchen. Eine kleine Gruppe bekennt sich jedoch zum Dunkel und betet nachts im Moor den Teufel an. Eines Nachts erhört er sie – und erschafft einen neuen Zyklopen, dem seine Anbeter in Zukunft dienen dürfen. Seine Nahrung sind Menschen, und er stattet seine Diener mit der Fähigkeit aus, körperlos zu töten. Zum Glück verschlägt es den Dämonenjäger Tony Ballerd gerade jetzt in dieses Dorf.
Tony Ballards Abenteuer erschienen ursprünglich als Heftromanreihe, jetzt werden sie in eBook-Form recycelt. Das Niveau (zumindest dieses Bandes) entspricht jedoch dem ‚Groschenheft‘-Image, das man dieser Art von Veröffentlichungen – wie sich hier zeigt – nicht zu unrecht nachsagt. Der Autor Friedrich Tenkrat, der hier unter dem Pseudonym A. F. Morland veröffentlicht, entwirft eine 08/15-Geschichte mit Protagonisten ohne jeglichen Hintergrund. Der Held, der einen Großteil der Geschichte in der Ich-Form erzählt, ist fehler- und makellos. Natürlich kann er jeden noch so starken Gegner besiegen. Das einzig Positive, das man über diese Story berichten kann, ist eigentlich, dass der Autor nicht dem Stereotyp erliegt, die böse Jungfrau (falls sie das noch ist) am Ende zu retten und als Opfer zu präsentieren. Sie bleibt die menschliche Haupt-Böse.
Obwohl die „Tony Ballard“-Serie noch gar nicht so besonders alt ist (Start der Heftroman-Reihe 1982), wirkt sie von den Charakteren und der Handlung her eher, als würde sie den 50er Jahren entstammen.

Fazit:
Im Bereich der Dämonen-Geschichten gibt es erheblich besseren Stoff als diesen lustlosen Heldenepos nach Schema F.

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Die Augen des Iriden

Maja Loewe
Die Augen des Iriden

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Das Geheimnis der Augen

Klappentext:
Tief unten in den Kellern des Otto-Suhr-Instituts der Freien Universität Berlin werden bei einem Experiment alle ethischen Grenzen gesprengt. Ein Psychologe, ein Neurowissenschaftler und ein Historiker nutzen das Wissen einer geheimen Bruderschaft, um Bilder in manipulative Waffen zu verwandeln.
Der sechzehnjährige Henry wird in eine hochexplosive Geschichte verwickelt, die eng mit dem Geheimbund der Iriden aus der Zeit der Französischen Revolution verknüpft zu sein scheint, mit dem sein Vater sich wissenschaftlich beschäftigt hat. Und auch, dass Henry ein blaues und ein braunes Auge hat, scheint eine tiefere Bedeutung zu besitzen. In plötzlichen Tagträumen beginnt er in Bilder einzutauchen und ihre innersten Mechanismen zu erkennen. Gemeinsam mit seiner Chat-Freundin Valeska macht er sich auf die Suche nach der Wahrheit und kommt einem schrecklichen Geheimnis auf die Spur, dass die Menschheit für immer verändern könnte.
Ein tiefsinniger Jugendroman in einer Action-geladenen Kulisse von Geheimbund und Verschwörungstheorien, dessen Abenteuer an mehr Orte führen, als diese Welt zu bieten hat.

Rezension:
Seit dem Verschwinden seines Vaters vor 10 Jahren wird der mittlerweile 16-jährige Henry von Irides von Hauslehrern unterrichtet. Außer zu diesen und seiner Mutter, die seit dem Verschwinden ihres Mannes seelisch angeschlagen ist, hat er kaum Kontakt zu Menschen. Die regelmäßigen Chats mit Valeska, die ein Internat besucht, weil ihr alleinerziehender Vater kaum Zeit für sie hat, sind seine einzige Abwechslung. Doch dann passiert alles gleichzeitig: Eine Vertretungslehrerin zeigt Henry ein Gemälde, das eine eigenartige Wirkung auf ihn hat, Valeska wird nach dem Tod eines Mitschülers verdächtigt, diesen zum Selbstmord getrieben zu haben, und dann scheint das alles auch noch im Zusammenhang mit den Forschungen seines Vaters und den Gemälden seiner Mutter zu stehen. Schnell sind Henry und Valeska auf der Flucht, verfolgt von Polizei und Unbekannten.
Ich hatte zuvor noch nie gehört, dass die Entstehung von Romanen durch Crowdfunding ermöglicht wird, aber bei diesem war genau das der Fall. Um es vorweg zu nehmen: Es hat sich gelohnt. Herausgekommen ist ein fesselnder Fantasy-Thriller, bei dem die Zusammenhänge im Lauf der Handlung immer verzwickter werden. Immer wenn der Leser (oder auch einer der Protagonisten) denkt, er hätte es endlich verstanden, wird es noch viel komplizierter. Die wahre Quelle des Durcheinanders liegt in tiefer Vergangenheit begraben. Was Maja Loewe ihren Lesern bietet, ist ein gründlich durchdachtes Rätsel, das – nachdem man alle Fakten kennt – keine Logikschwächen offenbart. Zu Beginn erscheint das Buch als Thriller mit jugendlichen Hauptfiguren. Erst später offenbart sich dem Leser, dass das eigentliche Geheimnis im Bereich der Fantasy zu suchen ist, auch wenn die Story komplett ohne die üblichen Fantasywesen auskommt. „Die Augen des Iriden“ ist wirklich empfehlenswert!

Fazit:
Dieser tief in der Geschichte verankerte Fantasy-Thriller sorgt für Spannung bis zuletzt.

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Die Tochter des Uhrmachers

Kirsten Weiss
Die Tochter des Uhrmachers

(Übersetzung Gabriele Westphal)

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Das Geheimnis des Journals

Klappentext:
Mit Volldampf voraus.
Kalifornisches Territorium, 1848. Gold wurde entdeckt, und ein Dorf namens San Franzisco ist wie leergefegt, weil alle Männer dem Rausch verfallen den Ort verlassen haben. Dampfbetriebene Technologie steckt noch in den Kinderschuhen.
Die neunzehnjährige Engländerin Sensibility Grey hat ihre Kindheit und Jugend damit verbracht, im Labor ihres Vaters zu spielen und dabei die feine englische Lebensart verpasst. Aber als ihr Vater völlig verarmt stirbt, wird sie nach San Franzisco in die Obhut eines Onkels geschickt, den sie noch nie im Leben gesehen hat.
Das kalifornische Territorium hält so viele Gefahren bereit, dass selbst die unbezähmbare Miss Grey an ihre Grenzen stößt. Verfolgt von Regierungsagenten, einem Geheimbund und dem rätselhaften Mr. Night muss Sensibility die seltsamen Aufzeichnungen ihres Vaters entziffern, nicht ahnend, dass sie damit die Welt für immer verändern wird.
Zauber, Zorn und Zerstörung. DIE TOCHTER DES ERFINDERS ist ein Pre-Steampunk-Roman voller Spannung, der im kalifornischen wilden Westen zur Zeit des Goldrausches spielt.

Rezension:
Nach dem Tod ihres Vaters reist Sensibility zu ihrem ihr unbekannten Onkel nach California. Ohne Mutter ist sie nie als feine Dame erzogen worden, sondern hat viel von der Arbeit ihres Vaters als Uhrmacher und Erfinder gelernt. Doch als das Schiff in San Franzisko (diese Schreibweise wird im kompletten Buch verwendet) ankommt, ist die Stadt beinahe männerlos, denn in den Bergen wurde kürzlich Gold gefunden. Fast ausschließlich Frauen, Kinder und verlassene Schiffe gibt es hier noch. Von Sensiblilitys Onkel ist keine Spur zu finden. Dafür scheinen auffallend viele andere Leute zu wissen, wer sie ist, und sie schon zu erwarten. Alle diese machen ihr mehr oder weniger offen klar, dass sie die Aufzeichnungen ihres Vaters – eine der wenigen Dinge, die sie vor seinen Gläubigern Retten konnte – wollen. Schon bald weiß Sensibility nicht mehr, wem sie vertrauen kann, gehen die verschiedenen ‚Interessenten‘ doch nicht gerade auf die ‚vornehme englische Art‘ vor. Und ihr Onkel ist deren Geisel.
Worum handelt es sich bei „Die Tochter des Uhrmachers“? Am besten könnte man dieses Buch wohl als ein Steampunk-Western-Abenteuer mit Fantasy-Elementen bezeichnen, wobei Steampunk und Western abwechselnd in den Vordergrund treten, während die Fantasy eher eine Nebenrolle spielt. Gerade dieser Genre-Mix, der in keine Schublade so richtig hineinpasst, macht den Reiz dieses Buches aus. Wird die junge Frau in dem Land, das nicht mehr spanisch/mexikanisch, aber auch noch nicht so richtig US-amerikanisch ist, die richtigen Entscheidungen treffen? Wird sie den richtigen Leuten vertrauen? Und was steckt eigentlich wirklich hinter den Aufzeichnungen ihres Vaters? All diese Fragen garantieren viel Spannung. Zusammen mit dem gelungenen Handlungsaufbau und einem gut lesbaren Schreibstil entsteht so eine gelungene Story für alle Leser, die auch mal die Grenzen ihres Lieblingsgenres überschreiten können. Hinzugefügt sei, dass die Autorin viel Wert auf historische Genauigkeit (abgesehen natürlich von den Steampunk- und Fantasy-Elementen) legt und auf bewusste Abweichungen im Nachwort ausdrücklich hinweist.
Im englischen Original, wo der Titel „Steam and Sensibility“ lautet, gibt es bereits 2 weitere Teile um Sensibility Greys Abenteuer. Somit bleibt nur zu hoffen, dass diese demnächst auch auf Deutsch erscheinen.

Fazit:
Steampunk, Western, Adventure und Fantasy – und das alles im selben Buch. Wer eine solche Mixtur mag, sollte diesem Buch einen Blick gönnen.

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Wilde Jagd

Kathrin Brückmann
Wilde Jagd

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Ausflug ins Moor

Klappentext:
Der Fund einer Moorleiche rüttelt das beschauliche Füchtorf auf. Als Kai vorschlägt, sich den schaurigen Fund in der Halloween-Nacht anzusehen, kriegt Sara es mit der Angst zu tun. Aber als einziges Mädchen in der Clique muss sie sich beweisen. Kneifen gilt nicht!
Und so machen die fünf sich auf ins nebelverhangene Moor, nicht ahnend, was sie dort erwartet …

Rezension:
Sara lebt erst seit kurzem bei ihrer Tante in einem kleinen Dorf in Norddeutschland. Die einzigen Freunde, die sie bisher finden konnte, sind 4 Jungs. Als Wissenschaftler kurz vor Halloween eine Moorleiche finden, halten Saras Freunde es für einen gelungenen Halloween-Ausflug, nachts heimlich ins Moor zu schleichen, um den noch nicht abtransportierten Fund zu besichtigen. Um nicht als Memme dazustehen, bleibt Sara nichts übrig, als mitzugehen.
Kathrin Brückmanns Kurzgeschichte schafft es auf knappen Raum nicht nur, eine Halloween-typische Gruselstimmung aufzubauen, sondern auch, alle beteiligten Personen ausreichend vorzustellen, was bei anderen Kurzgeschichten leider oft zu kurz kommt. Dies führt dazu, dass man „Wilde Jagd“ als wirklich gelungenen Jugend-Horror bezeichnen kann. Auch wenn im Anhang darauf hingewiesen wird, dass diese Story eigentlich ‚nur‘ eine ausgekoppelte Nebenhandlung eines umfangreicheren Werkes ist, kann man sie ohne Einschränkungen für sich alleine lesen, ohne etwas zu vermissen.

Fazit:
Eine gelungene Horror-Kurzgeschichte, die man nicht nur am 31. Oktober genießen kann.

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