Die Zeitreisen des Zacharias Jones – 1 – Flucht aus dem Mittelalter

Tery Mitfeld
Die Zeitreisen des Zacharias Jones – 1 – Flucht aus dem Mittelalter

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Durchs blaue Licht

Klappentext:
Natürlich hätte Zacharias den rot glühenden Knopf an diesem seltsamen Metallkasten nicht einfach drücken sollen. Ganz sicher wäre die Sache dann nicht passiert und Zacharias würde in aller Ruhe seine Sommerferien in der alten Villa mitten im Wald genießen, in die er gerade mit seinen Eltern und seiner kleinen Schwester eingezogen ist.
Aber wie oft entdeckt man schon ein verborgenes Zimmer hinter einem Wandschrank, in dem ganz offensichtlich ein großes Geheimnis wartet?
Und überhaupt – wie hätte Zacharias schon wissen sollen, dass der Kasten aus rostigem Metall, mit all den Kabeln und Schaltern und den beiden altertümlichen Bildschirmen, nichts anderes ist als eine Zeittunnelmaschine, die ihn schnurstracks in die Nacht zum 1. Januar 1358 befördert?
Und so findet sich Zacharias kurz nach seinem dreizehnten Geburtstag in der düsteren Welt des Mittelalters wieder. Gejagt von dem grausamen Burgvogt des Grafen von Sonningen kann er sich nur auf seine neuen Freunde verlassen: Professor Freising, den Erbauer der Zeittunnelmaschine und das Mädchen Hanna, das einmal eine Heilerin werden will. Als Hannas Mutter der Hexerei angeklagt wird, trifft Zacharias eine folgenschwere Entscheidung und mehr denn je steht es in den Sternen, ob er seinen Weg durch die Jahrhunderte zurück nach Hause finden wird.
Die Zeitreisen des Zacharias Jones – Flucht aus dem Mittelalter – ist ein spannender Abenteuerroman für Jungen und Mädchen ab 12 Jahre. Die intensive, realistische Schilderung des Lebens im Jahr 1358 macht das Buch aber auch für ältere Leser interessant.

Rezension:
Wegen einer Versetzung seines Vaters muss Zachariasʼ Familie nach Sonningen ziehen. Die Firma hat dort für sie eine seit Jahrzehnten leerstehende Villa mitten im Wald angemietet, deren ehemaliger Besitzer damals spurlos verschwunden ist. Gleich bei der Erkundung seines neuen Zuhauses entdeckt Zacharias durch Zufall einen gut versteckten Raum und in diesem eine eigenartige Maschine. Natürlich kann er nicht widerstehen, den rot leuchtenden Knopf an dieser zu drücken. Ein blaues Leuchten schließt ihn ein – und plötzlich befindet er sich auf einer winterlichen Lichtung, wo ihn ein Mann überrascht begrüßt. Wie es sich herausstellt, ist das Professor Freising, der ehemalige Besitzer der Villa und Erfinder der Zeitmaschine, deren Bekanntschaft Zacharias gerade gemacht hat. Der Professor hatte sich 1973 zum 1. Januar 1358, 00:00 transportieren lassen, und da dieser Zeitpunkt nach wie vor eingestellt war, ist Zacharias trotz seiner Jahrzehnte späteren ‚Abreise‘ praktisch zeitgleich angekommen. Schnell bekommen sie Ärger mit dem Burgvogt, der den Professor für einen Wilderer hält und ihn gleich persönlich hinrichten will. Gerade rechtzeitig taucht Hanna, die Tochter der örtlichen Heilerin, auf und rettet ihn mit ihrer Steinschleuder, mit der sie eigentlich Kaninchen jagen wollte. Während Hannas Mutter den Professor gesund pflegt, spitzen sich die Ereignisse zu. Wird Zacharias jemals wieder in seine Zeit zurückkehren können?
Der Autor lässt in sein jugendliches Zeitreise-Abenteuer zahlreiche Informationen über das Leben im Mittelalter einfließen. Die Hauptfrage aus Sicht des Lesers ist natürlich, ob dem Protagonisten die Rückkehr in seine Zeit gelingen wird, auch wenn alleine der Titel die Antwort bereits nahelegt. Trotzdem bleibt am Ende einiges offen, was beim anscheinend geplanten Reihen-Charakter der Geschichte natürlich nicht verwundert. Allerdings erschien dieses Buch bereits 2013 – und von einer Fortsetzung ist noch nichts zu entdecken. Es erscheint also fraglich, ob es weitere Zeitreisen des Zacharias Jones geben wird. Die interessante Thematik und der gelungene Stil, die durchaus auch erwachsene Leser ansprechen, ließen dies durchaus wünschenswert erscheinen.

Fazit:
Dieses interessante Zeitreise-Abenteuer eines jungen Helden weckt Lust auf mehr.

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„Lord Breakinghams Geheimnis“, der schon in seiner bisherigen Fassung von Rezensenten gelobte Jugendroman um einen Jungen, der unerwartet auf ein Internat gehen muss und Schockierendes über seine eigene Herkunft erfährt, ist in einer überarbeiteten Neuauflage erschienen. Ein Entwicklungsroman über den Wert der Freundschaft.
Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://lordbreakingham.wordpress.com/
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Neochron – 1 – Eine zweite Chance

Andreas Kohn
Neochron – 1 – Eine zweite Chance

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Die Macht des Kinos

Klappentext:
Jens Böttger ist ein Polizist aus dem 22. Jahrhundert, der, mit Hilfe kurzer Zeitreisen in seiner eigenen Epoche, schwer lösbare Kapitalverbrechen aufklärt. Bei einem dieser Einsätze verschlägt es ihn über zweihundert Jahre zurück in die Vergangenheit, in das Jahr 1929, zum Vorabend Deutschlands dunkelster Zeit. Ohne die Möglichkeit, in seine Zeit zurückzukehren, aber mit dem Wissen und der Technik der Zukunft, beginnt er, aktiv diese zu ändern. Er findet Freunde und Mitstreiter, eine neue Heimat und die Liebe seines Lebens. Von da an verändert sich alles.

Rezension:
Jens ist Polizist bei einer geheimen Spezialeinheit. Wenn nach einem Verbrechen Beweise fehlen, reist er in der Zeit zurück, um welche zu beschaffen. Diesmal soll es 5 Wochen zurückgehen, doch durch einen Zwischenfall werden daraus rund 200 Jahre. Jens landet im Berlin des Jahres 1929. Das Problem ist, dass es generell keine Rückreisen gibt. Der Zeitreisende muss die rückwärts zurückgelegte Zeit erneut verleben, bis er wieder an seinem Startzeitpunkt anlangt. … oder in diesem speziellen Fall natürlich lange davor versterben. Da er weiß, dass jede Zeitreise sowieso eine neue Zeitlinie erschafft, entschließt sich Jens, die, in der er jetzt lebt, gleich gründlich zu verändern und die bevorstehende Machtübernahme durch die Nazis in wenigen Jahren zu verhindern. Dazu muss er natürlich Mitstreiter gewinnen, die er in sein Geheimnis einweiht. Ob ihm sein Vorhaben gelingen wird, ist fraglich, denn schnell gerät er auf die Abschussliste schon jetzt einflussreicher Personen.
Zeitreise-Stories gibt es viele, solche ohne Rückfahrschein schone erheblich seltener. Während die absichtlich oder auch nicht durch die Zeit gefallenen Protagonisten anderer Geschichten meist nach einer Rückreisemöglichkeit suchen – und diese meist auch finden –, ist in Andreas Kohns „Neochron“-Reihe von Anfang an klar, dass es für Jens keine Rückkehr in sein altes Leben geben wird. Zu seinem Glück hat dieser als einzige Technik aus seiner Zeit ein Tablet bei sich. Wie es sich für Tablets des 22. Jahrhunderts gehört, befinden sich darauf als Grundausstattung Terabytes an Büchern, Zeitungsarchiven und Filmen. Daraus kann er einerseits lernen, wie er sich unauffällig anpassen, und andererseits Informationen finden, mit denen er sich finanzielle Mittel beschaffen kann.
Nach meinem Geschmack konzentriert sich die Handlung anfangs etwas zu stark auf Auseinandersetzungen mit rechten Schlägern. Erst mit der Verlagerung der Handlung auf Pläne, die Öffentlichkeit auf die Gefahr aufmerksam zu machen, wird die Geschichte wirklich gut. Mit dem Finale in Einsteins Garten gelingt es dem Autor, wirklich zu überraschen. Nach dem vorherigen Spannungsaufbau hätte wohl niemand mit dieser Lösung gerechnet.
Dieser Reihenauftakt liest sich mit seinen interessanten Charakteren sehr gut und macht Lust auf die Fortsetzungen. Da die vom Zeitreisenden geschaffene neue Zeitlinie aber spätestens am Ende dieses Bandes erheblich von der real-historischen abweicht, stellt sich die Frage, inwieweit in zukünftigen Bänden noch Bezug auf die reale Geschichte genommen werden kann.

Fazit:
Eine Zeitreise ‚with no return‘, in der Elemente der realen deutschen Geschichte raffiniert eingewoben sind.

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