Sherlock Holmes and the Baker Street Dozen

Val Andrews
Sherlock Holmes and the Baker Street Dozen

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Holmes light

Klappentext:
Join one of the world’s greatest detectives and his assistant as they help to solve the unsolvable with Lestrade and his team at the metropolitan police.
Follow Holmes and Watson as they traverse the streets of London and take on cases from the most unlikely of clients in these thirteen short mysteries.
In Val Andrews’ Sherlock Holmes and the Baker Street Dozen you will find marvellous tales of intrigue and mystery….

The Lobster Quadrille
Colonel Archibald Fanshawe, from Watson’s Afghanistan days, bumps into his old comrade and proceeds to invite Watson and Holmes for dinner with him and his wife. As the dinner is in full swing and the main course gets underway it is apparent to Holmes that something is afoot after Fanshawe falls gravely ill at dinner…

The Gantry Point Wreckers
Take a trip away from Baker Street whilst Holmes recuperates on doctor’s orders and has some well-earned rest in the North Devon town of Bideford. Not too long after arriving in the town Holmes’ rested mind begins to work overtime as he soon begins unravelling the mystery of sinking ships in the next town along.

Sherlock Holmes and the Gypsy Switch
Mrs Joan Moran’s trip out to Streatham to ogle at Middle Eastern oddities culminates in a new case for Holmes and Watson. They must discover how her husband, who has been dead for some time, is able to gift her with gold coins from beyond the grave in this chilling tale.

The Kinema Mystery
In an unusual case Holmes must save the owner of several kinemas from a thief who is able to walk through walls and disappear without a trace. Leaving in their wake a series of robberies targeting the kinema owner and stealing valuable objects, Holmes must use all his nous to solve this case.

The Baker Street Conjurer
George Dean, proprietor and owner of the tavern ‘Cold Cut and Tankard’ requires the help of Holmes and Watson to ascertain how a conjurer who entertains his paying guests may or may not be magically stealing his earnings from right under his nose.

Plus many more stories.

Sherlock Holmes and the Baker Street Dozen is a new collection from Val Andrews that is packed full of vibrant tales of London’s finest detective.

Val Andrews (15 February 1926 – 12 December 2006) was a music hall artist, ventriloquist and writer. Andrews was a prolific writer on magic, having published over 1000 books and booklets from 1952. He also authored Sherlock Holmes pastiches and Houdini’s novels.

Rezension:
Da die Urheberrechte Arthur Conan Doyles bekanntlich schon seit einer ganzen Reihe von Jahren abgelaufen sind, findet sich mittlerweile eine größere Anzahl ‚neuer‘ Sherlock-Holmes-Abenteuer anderer Schriftsteller auf dem Markt. (Wobei in dieser Betrachtung die Geschichten, die Holmes’ Abenteuer in die heutige Zeit verlegen oder in anderer Weise bewusst stark von der Vorlage abweichen, ausgeklammert bleiben sollen.) Wie die meisten Autoren derartiger Werke versucht auch Val Andrews in der vorliegenden Kurzgeschichtensammlung den Stil des Originals zu treffen. Was ihm – wenn man den Sprachstil betrachtet – weitgehend gelingt.
Nicht ganz so gut treffen die in seinen Geschichten beschriebenen Fälle das originale Holmes-Feeling. Während Sherlock Holmes und sein nicht wegzudenkender Helfer Watson bei Arthur Conan Doyle fast ausschließlich Klienten aus der Ober- oder zumindest der gehobenen Mittelschicht zu helfen haben und die niedrigeren Bevölkerungsschichten höchstens als Zeugen aus der Dienerschaft vorkommen, spielen sich viele der hier abgehandelten Fälle eher im Milieu der einfachen Leute ab. Auch was die Raffinesse der zu untersuchenden Taten angeht, reichen die hier dargestellten Fälle meist nicht an das Original heran. Dass beispielsweise ein Trickbetrüger einen unauffälligen Helfer hat, ist nun wirklich keine überraschende Wendung. In einem anderen der Fälle hat Watson ‚zufällig‘ keine Zeit, persönlich dabei zu sein, und bekommt die (auch hier nicht sonderlich überraschende) Auflösung nur von Holmes erzählt.
Fans des Detektivgespanns aus dem viktorianischen England bieten diese Kurzgeschichten eine leichte Zwischendurch-Unterhaltung, ohne die eigenen grauen Zellen zu sehr anstrengen zu müssen – englische Sprachkenntnisse selbstverständlich vorausgesetzt. Zu hohe Erwartungen sollte der Leser allerdings nicht stellen.

Fazit:
Diese ‚Neo-Holmes‘-Abenteuer eignen sich als leichte Bettlektüre für Fans des wahrscheinlich berühmtesten Detektivs der Literaturgeschichte.

eBook

Paula und der Zauberorden 7: Die Falle

U.K. Voss
Paula und der Zauberorden 7: Die Falle

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Die Magie des Cosmosordens

Klappentext:
Endlich zurück in der Gegenwart. Theo, Lucille und Alexander müssen wieder zur Uni und sich an das normale Leben zwischen den Normalos gewöhnen. Paula bereitet sich auf die erste Zauberprüfung vor. Außerdem will sie endlich die Führerscheinprüfung machen. Aber die SUOM sorgt für weitere Unruhe und Sorgen. Zeitungen verunglimpfen plötzlich den Cosmosorden und bringen eine Verleumdungskampagne. Natürlich stecken Vanessa und ihre SUOM dahinter. Dann passiert Ungeheuerliches.

Rezension:
Kaum sind Paula und ihre Freunde von einer Zeitreise zurück, müssen sie sich wieder ans normale Leben des 21. Jahrhunderts gewöhnen. Doch was ist schon normal, wenn man Mitglied des Cosmocordens ist? In dem wird schließlich nur aufgenommen, wer magische Fähigkeiten besitzt – wie beispielsweise Paula, Theo, Lucille und Alexander. Gegen Beziehungsprobleme helfen ihnen ihre Fähigkeiten allerdings auch nicht, und so sind diese zunächst ihr Hauptproblem. Doch es dauert nicht lange, bis die Feinde des Cosmosordens zum nächsten Schlag ausholen: Zuerst versuchen sie es mit Diskreditierung, wenig später mit Entführungen. Da auch Lucille unter den Entführten ist, sehen Paula, Theo und Alexander natürlich nicht untätig zu.
„Paula und der Zauberorden“ bietet Urban Fantasy in Reinstform. Wer die Vorgänger-Bände nicht kennt, findet am Anfang allerdings etwas schwer in die komplexe Handlung hinein, jedoch gewinnt man nach wenigen Kapiteln genügend Überblick, um die grundlegenden Zusammenhänge zu verstehen. Neueinsteigern in Paulas Welt muss man empfehlen, die Geschichte von Anfang an zu lesen und nicht mit Band 7 zu starten. Mit dem entsprechenden Hintergrundwissen dürften einige Handlungsabschnitte für den Leser noch bewegender und aussagestärker erscheinen.
Die Abenteuer und Intrigenspiele der verfeindeten Magiergruppen können den Leser fesseln und machen Lust auf mehr. Die wichtigen Personen werden gut charakterisiert. Leider drängt sich stellenweise das Liebesleben der Hauptpersonen stark in den Vordergrund und lenkt etwas vom eigentlichen Abenteuer ab. Für Leser, die die Geschichte des Abenteuers und der Fantasy wegen lieben, sind diese Abschnitte teilweise etwas zu ausführlich. Trotzdem bleibt auch für diese Leser noch genug Fantasy-Abenteuer übrig, um die Story genießen zu können.

Fazit:
Ein Urban-Fantasy-Abenteuer, das dem Genre-Fan inspiriert, auch den anderen Bänden der Reihe einen Blick zu gönnen.

Taschenbuch
eBook

The Madrona Heroes Register: Echoes of the Past

Hillel Cooperman
The Madrona Heroes Register: Echoes of the Past

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Superhelden wider Willen

Klappentext:
(This is the first book in the Madrona Heroes Series.)
Someone in ten-year-old Binny Jordan’s family has a super power – and it’s not her. Binny’s seven-year-old sister Cassie can turn herself invisible and now a strange man is keenly interested in what Cassie can do. Binny’s parents seem more distracted than ever, and her older brother Zach is hiding something of his own. Binny needs to find a way to protect her sister, but she’s never felt more alone.

Rezension:
Binny ist 10 und permanent von ihren Geschwistern genervt. Ihre kleine Schwester stibitzt ständig Sachen von ihr, ihr großer Bruder nimmt sie nicht für voll. Wenn sie nicht gerade versucht, ihre Geschwister ihrer Missetaten zu überführen, macht Binny die Straße ihrer kleinen Heimatstadt Madrona am liebsten mit dem Skateboard unsicher. Leider halten die nie lange, und sie muss ihre Eltern nach einem neuen Skateboard anbetteln. Doch die haben nicht so viel Zeit für Binny, wie die es gerne hätte.
Doch was muss Binny eines Tages beobachten? Ein fremder Mann interessiert sich auffallend für ihre kleine Schwester, doch niemand will ihr glauben – auch ihr Bruder Zach nicht. Als dieser dann jedoch auch sieht, wie die kleine Schwester mit dem Mann spricht, schöpft auch er Verdacht. Als Cassie jedoch von ihren beiden älteren Geschwistern zur Rede gestellt wird, wird sie vor deren Augen plötzlich unsichtbar. Schnell wird klar, dass das der Grund ist, wieso sich dieser Mann für Cassie interessiert. Und wieso verfügt Binnys kleine Schwester überhaupt über derartige Fähigkeiten? Hat etwa der ortsansässige Pharmabetrieb, an dessen Test eines neuen Arzneimittels ihre Mutter vor Jahren teilnahm, etwas damit zu tun?
Hillel Cooperman legt mit „Echoes of the Past“ ein gut geschriebenes Abenteuer für junge Leser vor. Die erwähnten ‚Super-Helden-Fähigkeiten‘ spielen darin allerdings eher eine untergeordnete Rolle – und werden bis zum Ende auch nicht wirklich aufgeklärt. Das verwundert allerdings weniger, denn die Fortsetzung „Underneath It All“ ist bereits verfügbar. Allerdings muss man sich die Frage stellen, für welches Lesealter dieses Buch geeignet ist. Wie gesagt ist die Heldin des Buches 10. Ob Leser in Binnys Alter das Buch wirklich verstehen würden, kann allerdings bezweifelt werden. Dieser Zweifel bezieht sich weniger auf die für deutschsprachige Leser natürlich vorhandene Sprachbarriere, sondern hauptsächlich auf inhaltliche Aspekte. Immerhin begründet sich Binnys Verdacht, der Pharmabetrieb könnte Schuld an der Fähigkeit ihrer Schwester haben, hauptsächlich darauf, dass die erfährt, dass ihre Mutter nur unter Zuhilfenahme von Medikamenten schwanger werden konnte. Ab welchem Alter können potentielle Leser solchen Zusammenhängen wohl folgen?
Nichtsdestotrotz bietet „Echoes of the Past“ ein spannendes Leseabenteuer in einem gut verständlichen Englisch und kann durchaus auch ältere Leser in seinen Bann ziehen, zumal Binnys oft trotzige Gedankengänge immer wieder für Auflockerung sorgen.

Fazit:
Ein interessantes (Beinahe-)Superhelden-Abenteuer für (nicht nur) junge Leser mit ausreichenden Englischkenntnissen.

Taschenbuch
eBook

Die ägyptischen Abenteuer von Kathryn Black – Der Fluch von Luxor

Graham Warren
Die ägyptischen Abenteuer von Kathryn Black – Der Fluch von Luxor

(Übersetzung: Renée Warren)

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Imbiss mit Pharao

Klappentext:
Kathryn Black, genannt Kate, zieht es magisch immer wieder in die ägyptische Abteilung des Britischen Museums in London. Wenige Wochen vor ihrem vierzehnten Geburtstag macht sie dort eine erschütternde Erfahrung, die ihr Leben für immer verändert: Sie wird von Erinnerungsbildern aus der Vergangenheit heimgesucht und „weiß“ plötzlich mit unumstößlicher Gewissheit, dass es einen Pharao gegeben hat, der in der Gelehrtenwelt völlig unbekannt ist. Niemand hat je von Nachtifi gehört, kein Ägyptologe und kein Fachbuch erwähnen seine Existenz. Kate ahnt, dass niemand ihr glauben wird, nicht einmal ihr bester Freund Alex. Sie nimmt die Herausforderung an!
Mit allen ihr zur Verfügung stehenden Tricks bringt sie ihre ungeliebte Pflegemutter dazu, in den nächsten Schulferien mit ihr nach Luxor zu fliegen, und erreicht es sogar, dass Alex mit seinen Eltern dort zur gleichen Zeit Urlaub macht. Alex ist verliebt in Kate, und obwohl ihre Signale ihn in letzter Zeit restlos verwirrt haben, würde er alles für sie tun. Bald finden sie einen ägyptischen Freund, Kairo, und zu dritt machen sie sich auf die Suche nach Nachtifi. Ohne es zu ahnen, ist es zugleich die Suche nach ihrer eigenen Vergangenheit.
Das ungeheuer spannende Abenteuer der drei Jugendlichen spielt gleichzeitig im modernen Luxor und im antiken Theben. Dreitausend Jahre alte Soldaten attackieren Kate, Alex und Kairo im Grab von Tausret und Sethnacht, aber auch in den modernen Cafés und Straßen der Stadt sind sie nicht vor Gefahr gefeit. Ramses der Große und andere historische Persönlichkeiten haben ihren Anteil am Gelingen oder Scheitern des Kampfes, aber hinter den Ereignissen ist es vor allem das immer wieder aufflammende eigene Vergangenheitsbewusstsein, das verstörend und hilfreich zugleich den drei Freunden Hinweise zur Lösung des Rätsels gibt.
Mit seinem großem Hintergrundwissen über das neue und das alte Ägypten entführt der Autor uns Leser in eine Welt, in der Fantasie und Realität mühelos ineinander übergehen, in der aber auch Freundschaft, Weisheit und ein guter Schuss hintergründiger Humor ungeheuer wichtig sind.

Rezension:
Kate hat ihren Vater nie kennengelernt. Nach dem Tod ihrer Mutter lebt sie bei ihrer alkoholsüchtigen und hochnäsigen Oma, mit der sie außer den Genen nicht viel gemeinsam hat. Als ihr in der ägyptischen Ausstellung des British Museum etwas merkwürdiges auffällt, kann sie ihre Oma jedoch überreden, mit ihr einen Urlaub in Luxor zu verbringen. Da ihre Oma den größten Teil der Zeit mit anderen älteren Europäerinnen in einem Gartenlokal verbringt, hat Kate viel Zeit für sich allein. Aber zum Glück konnte sie es arrangieren, dass ihr bester – oder besser gesagt einziger – Freund Alex, der Adoptivsohn eines berühmten Ägyptologen, mit seinen Eltern zur gleichen Zeit in Luxor ist. Als Kate dann noch den Sohn eines Hotelangestellten, der von allen nur Kairo genannt wir, kennenlernt, können sie sich nicht mehr über Langeweile beklagen. Im Gegenteil, denn schnell bekommen sie es mit im Totenreich weiterlebenden alten Pharaonen, Soldaten und sogar Göttern zu tun, die ihnen nicht alle wohlgesonnen sind.
Diese Urban-Fantasy-Geschichte um die beiden englischen Teenager vermag durchaus auch erwachsene Leser in ihren Bann zu ziehen. Auch wenn der Autor manches etwas überspitzt darstellt, werden die Personen und die Szenerie des Ortes und der Touristen-Massenabferigung doch überzeugend und humorvoll beschrieben. Die Hauptpersonen mit ihren unterschiedlichen Macken – die herrschsüchtige und stets mit sich selbst unzufriedene Kate, der schüchterne Alex und Kairo, der es nicht gewohnt ist, von Ausländern erst genommen zu werden – wachsen dem Leser schnell ans Herz. Dabei erfährt dieser erst nach und nach, was genau Kate im Museum beobachten konnte. Der gut durchdachte Aufbau der Geschichte sorgt dafür, dass es dem Leser an keiner einzigen Stelle langweilig wird. Längen kommen in der Handlung nicht vor. Das Ende ist zwar etwas überraschend, doch sind die Bände 2 und 3 bereits erschienen.
Im Gegensatz zum hervorragenden Buch an sich, muss man die Übersetzung jedoch kritisieren. Ein Lektorat erfolgte offensichtlich überhaupt nicht. Anders lässt es sich wohl nicht erklären, dass es fast keine Seite gibt, auf der nicht Wörter fehlen oder doppelt vorhanden sind. Das trübt den Lesespaß natürlich etwas. Vielleicht bekommt die Übersetzung ja früher oder später noch eine Überarbeitung spendiert. Trotzdem möchte ich allen Urban-Fantasy-Fans jedes Alters dieses Buch wärmstens empfehlen.

Fazit:
Eine humorvolle Urban-Fantasy. die sowohl jugendliche als auch erwachsene Leser zu fesseln vermag.

Taschenbuch
eBook
Taschenbuch im engl. Original
eBook im engl. Original

Wildlife Photographer of the Year: Portfolio 25

Rosamund Kidman Cox (Herausgeber)
Wildlife Photographer of the Year: Portfolio 25

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Ein würdiges 25. Jubiläum

Klappentext:
For 50 years, the Wildlife Photographer of the Year competition has championed honest and ethical wildlife photography, while pushing the boundaries of artistic freedom, technical skill and narrative excellence. This powerful collection of pictures features all the winning photographs from the 2015 competition. The collections represents the work of many international photographers, both professionals and amateurs. The photographs are chosen by an international jury for their artistic merit and originality, from categories that together represent a diversity of natural subjects. The range of styles is also diverse, as is the genre of photography, whether action, macro, underwater, landscape or environmental reportage. Together this outstanding collection is a reminder of the splendour, drama and variety of life on Earth. Each stunning photograph is accompanied by an extended caption and there is an introduction by one of the world’s most respected nature photographers.

Rezension:
Seit 50 Jahren veranstaltet das Natural History Museum in London mit im Laufe der Zeit mehrfach wechselnden Sponsoren den jährlichen Wildlife-Photographer-of-the-Year-Wettbewerb. Seit 25 Jahren erscheinen die Siegerbilder auch in Buchform. Der vorliegende Band stellt also ein silbernes Jubiläum dar.
Auch in diesem Jahr bietet dieses Portfolio wieder das Beste vom Besten aus dem Bereich der Tier- und Natufotografie. Wie schon von den Vorgängern gewohnt, bekommen die Bilder den benötigten Raum, um wirken zu können. Von wenigen Ausnahmen abgesehen, hat jedes einzelne Bild die Seite für sich, oft sogar die ganze Doppelseite. Alleine diese Tatsache hebt diese jährliche Veröffentlichung aus der Masse der Bildbände hervor, in denen sich teilweise eine ganze Anzahl winzig wiedergegebener Bilder auf einzelnen Seiten drängeln. Auch die Druckqualität ist wie gewohnt überzeugend. Hinzu kommt, dass auch die technischen Daten der Bilder Erwähnung finden – auch das ist alles andere als selbstverständlich.

Fazit:
Für alle Fans der Naturfotografie sind diese Jahrbücher ein Muss.

Hardcover mit Schutzumschlag
auch in deutscher Übersetzung erhältlich / Hardcover mit Schutzumschlag

Roter Mond – 9 fantastische Geschichten

Birgit Otten (Hrsg.)
Roter Mond – 9 fantastische Geschichten

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Das Grauen des verfinsterten Mondes

Klappentext:
Der Blutmond – den Menschen ein dunkles Omen, geheimnisvoll und magisch. Grenzen verschwimmen, Tore öffnen sich, verborgene Kräfte erwachen. Die Nacht wird zum Schatten einer anderen Welt.
Dieses Buch lädt ein zur abenteuerlichen Reise unter dem roten Mond, zu Mythen, fremden Wesen und dunkler Magie.
Neun Autorinnen präsentieren in bislang unveröffentlichten Kurzgeschichten die fantastischen Seiten der Mondfinsternis – von bittersüß bis bitterböse. Mit spannenden, mystischen, heiteren und mitreißenden Beiträgen von Klara Bellis, Anke Höhl-Kayser, Monika Kubach, Ardy K. Myrne, Birgit Otten, Paula Roose, Katja Rostowski, Susanne Schnitzler und Andrea Tillmanns.

Rezension:
Eine Mondfinsternis, magische Kräfte erwachen – zumindest wenn man den an dieser Anthologie beteiligten Autorinnen glaubt. So unterschiedlich wie diese sind auch die Ereignisse, die sie während einer Mondfinsternis geschehen lassen. Gemeinsam ist den enthaltenen Kurzgeschichten nur, dass sie alle in den Bereich der Urban Fantasy fallen.
In „Nachtfalter“ von Birgit Otten begleitet der Leser eine alt-etruskische Dämonin durch unsere moderne Welt.
„Lichtverschmutzung“ von Andrea Tillmanns erzählt von einer Gruppe Jugendlicher, die eine Mondfinsternis abseits der namensgebenden Lichtverschmutzung ihrer Heimatstadt beobachten möchte.
Paula Roose nimmt den Leser mit zu einer genervten Ehefrau, die das Haus während einer Mondfinsternis nur verlässt, weil der Hund Gassi muss. Wer oder was dabei „Erlöst“ wird, erfährt der Leser erst ganz zum Schluss der Kurzgeschichte.
Eine überarbeitete Mutter verspricht ihrer kleinen Tochter, mit ihr zusammen die Mondfinsternis zu beobachten. „Mein alter Freund“ von Katja Rostowski berichtet, was beide dabei erleben.
Was macht eine Undinen-Prinzessin, die sich in einen Menschen verliebt, dessen Welt aber immer nur während Mondfinsternissen besuchen kann? Anke Höhl-Kayser nimmt den Leser in „Mondfinsternissonate“ mit in die Welt der Undinen.
In „Mondscheinpicknick“ von Monika Kubach lässt sich eine junge Frau von Freunden zu einem Picknick bei einer Burgruine überreden.
Ein Schüler verunglückt auf dem Schulhof. Wie unbeliebt er war, erkennt man an der mangelnden Trauer des Großteils seiner Mitschüler. Nur seine Freundin ist unglücklich und geht in ihrer Trauer in „The Story of Nobs“ von Susanne Schnitzler zu weit.
Klara Bellis‘ schon aus anderen Werken bekannter Lieblingsvampir Korwin hat in „Blutmond“ ein traumatisches Erlebnis.
Eine Werwölfin beschützt ihr Dorf vor einem Drachen, wie es bisher die Aufgabe ihres Vaters war. Ardy K. Myrne begleitet sie in „Drachenmond“ durch die Vollmondnacht.
Natürlich verlaufen all diese Nächte gänzlich anders als von den jeweiligen Protagonisten geplant, denn schließlich sind mystische Kräfte am Wirken. Der Stil unterscheidet sich dabei natürlich von Autorin zu Autorin, wobei der Zusammenhang mit einer Mondfinsternis mehr oder weniger Story-tragend ausfällt. Auch die beteiligten Wesen variieren erheblich. Deren Spektrum reicht von den allgemein bekannten Vampiren, Drachen und Werwölfen über eher selten in der Fantasy vertretene Wesen wie Undinen bis hin zu einer wohl selbst eingefleischten Fantasy-Fans unbekannten alt-etruskischen Dämonin. Für Abwechslung ist also gesorgt. Zu erwähnen ist noch, dass „Roter Mond“ ordentlich lektoriert wurde, was bei reinen eBook-Veröffentlichungen leider nicht selbstverständlich ist.

Fazit:
Kurzgeschichten-Freunde finden hier abwechslungsreiche Kost rund um Mondfinsternisse.

eBook

Veyron Swift und das Juwel des Feuers

Tobi Fischer
Veyron Swift und das Juwel des Feuers

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Von London nach Elderwelt

Klappentext:
Der verwaiste Tom Packard wird in die Obhut seines Patenonkels Veyron Swift gegeben. Für ihn beginnt ein Abenteuer jenseits der Grenzen unserer Welt.
Der kauzige Veyron ist Detektiv, aber kein gewöhnlicher. Sein Interesse gilt den Machenschaften von Kobolden, Vampiren und anderen finsteren Gestalten. Sein neuester Fall hat es in sich. Veyron ist auf der Spur des des Niarnin, eines unfassbar mächtigen Zauberjuwels, mit dem sich die Elemente kontrollieren lassen. Die Jagd führt Veyron und Tom in die fantastische Elderwelt voller Fabelwesen und Wunder, Schrecken und Gefahren.
Doch auch die Mächte der Finsternis haben es auf diesen magischen Edelstein abgesehen. Um ihn in ihren Besitz zu bringen, ist ihnen jedes Mittel recht.
Schon bald sitzen Tom und Veyron nicht nur ein Hexenmeister im Nacken, sondern auch eine Bande brutaler Terroristen. Es wird ein Rennen gegen die Zeit, denn ihr dämonischer Gegenspieler ist ihnen bereits einige Schritte voraus und steht kurz davor, seine dunklen Ziele zu erreichen.

Rezension:
Der 14-jährige Tom, der vor ein paar Monaten seine Eltern verlor, wohnte seitdem bei einer Tante, die jedoch nichts wichtigeres zu tun hatte, als Toms Erbe an sich zu bringen und dann zu verschwinden. Er befürchtet schon, jetzt ins Waisenhaus zu kommen, doch dann treiben Polizei und Jugendamt einen Patenonkel auf, den Tom noch gar nicht kannte. Doch dieser Patenonkel, Veyron Swif, ist eine Art Sherlock Holmes, nur dass er nicht Verbrecher sondern übernatürliche Wesen jagt. Und so kommt es, dass Tom wenig später zuerst in einen Mordfall und kurz darauf sogar in eine Flugzeugentführung hineingezogen wird. Doch die endet gänzlich anders, als es die Entführer geplant hatten.
Die Geschichte, die wie ein typisches Jugendbuch beginnt, wandelt sich schnell ins Genre Urban Fantasy, doch wenig später kommt eine Krimi-Handlung hinzu, die sich rasch zu einem Thriller entwickelt. Erst nach einigen Kapiteln findet das Buch zur Fantasy zurück. Bei einem solchen Genre-Mix ist es natürlich nicht verwunderlich, dass auch die Handlung nie vorhersehbar ist. Doch das ist selbstverständlich positiv zu werten. Wer will schon gleich am Anfang wissen, wo die Story hinführt? Deshalb sei hier auch nicht mehr zur weiteren Handlung verraten.
Im Gegensatz zu den meisten derartigen Büchern ist der Hauptprotagonist Tom, aus dessen Perspektive der Leser das Abenteuer verfolgt, fast nie der aktive Part der Handlung. Meist wäre er froh, überhaupt nicht dabei sein zu müssen. Was bei einem Großteil der Abenteuer, die er mit seinem Patenonkel erlebt, durchaus verständlich ist.
Der Autor Tobi Fischer schaffte es, trotz der vielen überraschenden Wendungen eine in sich geschlossene Geschichte ohne innere Widersprüche zu erzählen. Alles klärt sich am Ende logisch auf. Die Geschichte ist in sich abgeschlossen. Alles scheint abgehandelt und aufgeklärt zu sein. Doch die nächsten beiden Bände sind bereits erhältlich und warten auf den Leser.
Abschließend bliebe die Frage zu klären, für welches Lesealter „Veyron Swift und das Juwel des Feuers“ zu empfehlen ist. Hier ist eine Antwort nicht ganz einfach. Über weite Teile erscheint das Buch als Jugend- oder auch All-Age-Fantasy. Speziell im Mittelteil gibt es allerdings einige Abschnitte, deren Handlung für jüngere Leser zu heftig sein könnte, weshalb ich das Buch eher für etwas ältere Jugendliche und interessierte Erwachsene empfehlen würde.

Fazit:
Eine abwechslungsreiche Fantasy-Geschichte mit Abstechern in diverse andere Genres.

Taschenbuch
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