Ink Blood Mirror Magic

Emma Törzs
Ink Blood Mirror Magic

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b
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Übersetzung: Diana Bürgel

Mit blutiger Schrift durch den Spiegel

Klappentext:

Bücher, in Blut geschrieben. Spiegel, durch die mysteriöse Ver­fol­ger jeden Schritt beo­bach­ten. Und eine magi­sche Biblio­thek vol­ler Ge­heim­nisse.

Seit Generationen hütet die Familie Kalotay eine Sammlung alter und sel­tener Bücher. Bücher, mit denen man Magie wir­ken kann – voraus­ge­setzt, man zahlt den Preis in Blut. Ein sol­ches Buch hat Abe Kalo­tay das Leben ge­kos­tet, und seine Toch­ter Joanna setzt alles daran, heraus­zu­fin­den, wa­rum. Als ihre Halb­schwe­ster Esther von Un­be­kann­ten be­droht wird, müs­sen die bei­den ent­frem­de­ten Schwes­tern wie­der zu­ein­an­der fin­den, um sich einem mys­teri­ösen Feind in den Weg zu stel­len. Doch die­ser schreckt vor nichts zu­rück, um Abes Buch zu steh­len – nicht ein­mal vor Mord.

Rezension:

Joanna findet ihren Vater tot im Garten auf. In der Hand hält er ein Buch, das ihn aus­ge­saugt zu ha­ben scheint. Ihre Schwes­ter ar­bei­tet unter­des­sen auf eine For­schungs­sta­tion in der Ant­ark­tis. Hier muss sie fest­stel­len, dass es im recht über­sicht­lichen Per­sonen­kreis je­man­den gibt, der es auf ihr Leben ab­ge­sehen zu haben scheint. Nicho­las wuchs hin­ge­gen in einem statt­lichen Herren­haus auf. Aller­dings feh­len ihm jeg­liche Frei­hei­ten, weil sein Leben be­stän­dig be­droht wird. Nur im Schutz sei­nes Onkels ist er sicher. Mys­teri­öse, hand­ge­schrie­bene Bücher sind es, die sie alle ver­bin­den.

Was an Emma Törzs’ Urban-Fantasy-Roman sofort ins Auge springt, ist ein außer­ge­wöhn­liches Magie­sys­tem. Ich möchte sogar ver­mu­ten, dass die­ses voll­kom­men neu­artig ist. Zu­min­dest habe ich in mei­nem Lieb­lings-Genre noch nie auch nur etwas Ähn­liches ge­le­sen. Ohne zu viel zu ver­raten, kann ich dazu nur sagen, dass alles auf spe­zi­ell be­gab­ten Men­schen be­ruht, die mit Tinte, die sie aus ihrem eige­nen Blut ge­win­nen, Zau­ber schrei­ben, die dann von ande­ren ge­le­sen und da­mit ge­wirkt wer­den kön­nen. Dass diese Art von Magie Macht ver­leiht und die sel­te­nen Schrei­ber des­halb be­gehrt sind, ist ab­seh­bar. Und genau hier fin­det sich der Hin­ter­grund der Hand­lung. Da­bei wer­den die 3 Prota­gonis­ten rela­tiv lange ein­zeln be­trach­tet, bis sich die Zu­sam­men­hänge lang­sam ab­zu­zeich­nen be­gin­nen. Erst dann nimmt die Story Schwung auf und wird span­nend. … wo­bei sich die wirk­lichen Zu­sam­men­hänge na­tür­lich erst ganz am Ende offen­baren. Der kurze Aus­blick am Ende macht aller­dings auch klar, dass mit einer Fort­set­zung die­ser interes­san­ten inno­va­ti­ven Urban-Fan­tasy-Idee kaum zu rech­nen ist.

Die Autorin wechselt erzählerisch zwischen ihren 3 Protagonis­ten.

Fazit:

Das überraschend andersartige Magiesystem erschließt dem Urban-Fan­tasy-Genre neue Grund­lagen, die auch Stoff für wei­tere Werke bie­ten.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nur unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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Album von Berlin, Charlottenburg und Potsdam

Reprint eines Bildbands aus den 1910ern
Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://rezicenter.blog/2020/01/28/bilder-aus-altbayern-reprint-eines-bildbands-von-1918/

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Lionora – 1 – Blut der Leonis

Klara Hell
Lionora – 1 – Blut der Leonis

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Auf- und Abstiege

Klappentext:

Studentenpartys – darauf freut sich Rika am meisten, als sie das un­er­war­tete Sti­pen­dium der Lio­nora-Aka­de­mie an­nimmt. Was sie nicht ahnt: Diese Uni­versi­tät be­suchen aus­schließ­lich Spröss­linge des mys­teri­ösen Vol­kes der Leo­nis, in das sie re­inte­griert wer­den soll.

Rika muss darum kämpfen, sich unter ihren Kommilitonen zu be­haup­ten. Und auch Lando macht ihr das Leben schwer: Der sym­pat­hische Stu­dent, der Rika an ihrem ers­ten Tag über den Cam­pus führt, will auf ein­mal Dis­tanz zu ihr wah­ren. Die Rech­nung hat er aller­dings ohne die auf­müp­fige Sti­pen­dia­tin ge­macht, die seine ab­wei­sende Art nicht ak­zep­tie­ren kann.

Je näher sich die beiden kommen, desto verzweifelter versucht Lando, Rika auf Ab­stand zu hal­ten. Denn der Stu­dent hütet ein Ge­heim­nis, das nicht nur das Volk der Leo­nis ins Chaos stür­zen, son­dern auch das Schick­sal der Welt be­sie­geln kann. Und Rika darf ihm keines­falls auf die Spur kom­men …

Rezension:

Lea ist keine besonders gute Schülerin und sich deshalb noch nicht sicher, was sie nach ihrem Ab­schluss stu­die­ren könnte. Da be­kommt sie über­raschend nahe­ge­legt, sich an einer eli­tären Aka­de­mie für ein Sti­pen­dium zu be­wer­ben. Dort an­ge­kom­men, kommt ihr eini­ges extrem merk­wür­dig vor. An­geb­lich heißt sie in Wirk­lich­keit sogar Rika und nicht Lea! Und das ist sogar noch eine der klei­ne­ren Über­raschungen …

Ein junger Mensch kommt unerwartet auf eine besondere Bil­dungs­an­stalt und er­fährt, dass er je­mand ande­res ist, als er selbst dachte – so fangen rela­tiv viele Urban-Fan­tasy-Stoffe an, und auch Klara Hell nutzt für ihre „Lio­nore“-Reihe diese Aus­gangs­situ­ation. Aller­dings han­delt es sich hier nicht um irgend­welche magi­sche Fähig­kei­ten. Auch die all­be­kann­ten magi­schen Wesen be­kom­men hier kei­nen Auf­tritt. Statt­des­sen ler­nen an der Lio­nora-Aka­de­mie Nach­kom­men einer der All­ge­mein­heit un­be­kann­ten Men­schen­art. Die Zu­sam­men­hänge neh­men im Buch einige Sei­ten ein, auch wenn die Er­klä­rungen selbst im Urban-Fan­tasy-Genre ziem­lich weit her­ge­holt er­schei­nen. Das eigent­liche Thema der Ge­schichte sind aller­dings Fa­mi­lien­ge­heim­nisse, die zu ent­wir­ren die­sen ge­sam­ten Band um­fasst. Wie es bei der­arti­gen Büchern fast un­ver­meid­lich ist, darf eine Ro­manze na­tür­lich nicht feh­len, wo­bei auch hier die famili­ären Ver­hält­nisse eine große Rolle spie­len. Nach­dem die­ses Thema am Ende des Ban­des aller­dings (wahr­schein­lich) ab­ge­schlos­sen ist, wird zwar das pri­märe Hand­lungs­ziel des fol­gen­den Ban­des ab­seh­bar, wo­bei der Weg, die­ses zu er­rei­chen, noch völ­lig offen bleibt. Das Inte­resse wird dabei de­fi­ni­tiv ge­weckt.

Die Autorin lässt wechselweise Lea/Rika und ihren Love Interest Lando als Ich-Erzäh­ler auf­tre­ten. Nega­tiv fällt aller­dings die stän­dige Ver­wen­dung von Be­griffen wie „Stu­die­rende“ und „Do­zie­rende“ auf.

Fazit:

Diese Urban-Fantasy-Story erzählt mit im Genre klassischen Handlungs­ele­men­ten eine neu­artig-un­ge­wöhn­liche Grund­idee.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nur unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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Album von Berlin, Charlottenburg und Potsdam

Reprint eines Bildbands aus den 1910ern
Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://rezicenter.blog/2020/01/28/bilder-aus-altbayern-reprint-eines-bildbands-von-1918/

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Dämmerlicht – 1 – Zersplittertes Licht

M. A. Thorn
Dämmerlicht – 1 – Zersplittertes Licht

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Wer bin ich?

Klappentext:

Als Drayke zu sich kommt, weiß sie weder wer sie ist, noch wo sie sich be­fin­det. Aller Er­in­ne­rungen be­raubt, ver­sucht sie heraus­zu­fin­den, wo­her sie stammt. Wo auch immer sie auf­taucht wird sie wie eine Aus­sätzige be­han­delt und Hass und Feind­selig­keit schla­gen ihr ent­ge­gen. Sich so­wohl ihrer Ver­gangen­heit als auch ihrer Her­kunft nicht be­wusst, be­gibt sie sich auf eine ge­fähr­liche Suche nach ihren Wur­zeln. Schnell stellt sie fest, dass die Schat­ten­garde sich hart­näckig an ihre Fer­sen hef­tet. Doch wel­che Ziele ver­folgt die Schat­ten­garde? Ist Drayke mit ihrer Magie ge­fähr­licher, als sie ge­ahnt hat?

Rezension:

Eine Naturkatastrophe richtet Verwüstungen an. Sturm und eine Druck­welle zer­stö­ren eini­ges. Als am Urs­prungs­ort eine junge Frau ge­fun­den wird, fällt der Ver­dacht auf sie, dafür ver­ant­wort­lich zu sein. Doch Drayke er­klärt sich für un­schul­dig. Das Pro­blem ist nur, dass sie sich außer an ihren Namen an nichts er­in­nern kann. Sie weiß nicht, wo­her sie kommt oder wer sie ist. Und sie ist nicht die ein­zige aus dem Nichts Auf­ge­tauchte, die Drayke heißt. Der Herr­scher lässt sie ins Nach­bar­reich ab­schie­ben, wo sie eine Magier­schule be­sucht. Doch nach deren Ab­schluss be­ginnt erst ihre Suche nach der eige­nen Iden­ti­tät.

Mit diesem Mehrteiler führt M. A. Thorn ihre Leser in eine High-Fan­tasy-Welt, in der vie­les für den Leser vor­erst rät­sel­haft ist – und vo­rläu­fig auch bleibt. Gleich zu Be­ginn häu­fen sich die Rät­sel, und die­sen kom­men im Ver­lauf die­ses 1. Ban­des noch einige hinzu, wäh­rend bis zum Ende na­hezu keine ein­zige auf­ge­klärt wird. Das sorgt einer­seits na­tür­lich für Span­nung, wäh­rend es an­de­rer­seits auch etwas un­be­frie­digt auf Band war­ten lässt. Die Auf­tei­lung des Buches ist viel­leicht nicht ganz opti­mal, wird doch die 5-jäh­rige Aus­bil­dung in 2 Ka­pi­teln ab­ge­han­delt, wäh­rend fast der ge­samte Rest des Ban­des von der langen Reise der Prota­gonis­tin auf der Suche nach ihrem Selbst be­steht. Er­kennt­nisse blei­ben aller­dings na­hezu voll­kom­men aus. Hier bleibt dringend zu hof­fen, dass der fol­gende Band 2 deut­lich mehr Ant­wor­ten lie­fert. An­sons­ten könnte der Reiz der Spu­ren­suche ver­loren gehen und diese dazu ten­die­ren, für den Leser lang­weilig zu wer­den.

Die Autorin erzählt überwiegend aus Draykes Perspektive, wechselt jedoch auch vorüber­ge­hend über­raschend zu der ihres tie­ri­schen Be­glei­ters Wyn.

Fazit:

Dieser Reihenauftakt weckt das Interesse mit vielen Rätseln, droht aber, das Inte­resse zu ver­lieren, wenn es nicht bald Ant­wor­ten gibt.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nur unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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Album von Berlin, Charlottenburg und Potsdam

Reprint eines Bildbands aus den 1910ern
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Beyond these Doors: Fantastische Geschichten im Zwielicht

Ava Cooper (Hrsg.), Yvonne Wundersee (Hrsg.)
Beyond these Doors: Fantastische Geschichten im Zwielicht

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Hinter der Tür

Klappentext:

Hast du dich schon einmal gefragt, ob es Türen in andere Wel­ten gibt? Was wäre, wenn du eine fin­dest: Wür­dest du hin­durch gehen?

Türen haben vielfach etwas Symbolisches: Sie können uns ein­la­den, aus­sper­ren oder aber neue Hori­zonte er­öff­nen. Dabei ist nicht jede die­ser Türen sicht­bar; manch­mal han­delt es sich nur um eine simple Frage oder aber eine Be­kannt­schaft – und es ist unsere Ent­schei­dung, ob wir uns da­rauf ein­las­sen oder nicht und was wir da­raus machen. Die Frage ist: Sind wir mutig genug, um diese Türen zu durch­schrei­ten und es heraus­zu­fin­den?

Genau darum soll es in dieser Anthologie gehen: um sichtbare oder bild­hafte Türen, die uns in andere Wel­ten ent­füh­ren. Wir haben hier Fan­tasy-Ge­schich­ten von ver­schie­de­nen Schrei­ben­den ge­sam­melt. Man­che da­von sind ro­man­tisch, man­che me­lan­cho­lisch, andere gruse­lig, wie­der andere regen zum Nach­den­ken an. Eins aber gilt für all diese Er­zäh­lungen: Sie sind mit Liebe ge­schrie­ben und sol­len Ihnen wun­der­bare Lese­stun­den be­sche­ren.

Die erzielten Erlöse kommen der Aktion Lichtblicke zu Gute.

Rezension:

Enthaltene Geschichten:
Sara G. Haus: Der Knauf-Hort
Lucia Herbst: Geh dahin, ich weiß nicht wohin – Erforsche das, ich weiß nicht was
Yvonne Oldhaver: Das Heim der Sterne
Nadine Engel: Das Geheimnis der Rosenstraße
Sophie Teucher: Echo
Drew Leylan: Das Irrlicht
Summer Fields: Zwischen Hell und Dunkel
Sophia Feuerkiesel: Das Labyrinth der Türen
Ava Cooper: Heiß wie die Hölle
Mayra North & Virginie Lestrange: Ein vantaschwarzer Traum
Cassedy Morgan: Engelsgeflüster
Elina Sudden: Krone von Smargarien
Katy J. Michels: Ein Kinderspiel
Beatrice Braun: Das Mädchen aus dem Süden
Roberta C. Keil: Katastrophen-Gabby
Nikki Reva: Himmelsschreie
D.B. Kirnach: Lebe jetzt
Nicole Ringswirth: Über den Dächern der Stadt
Yvonne Wundersee: Nachtraben – oder das Land hinter der Nacht
Katharina Gerlach: Innere Welten
M. T. H. Bucher: Der zweite Kaiser
Cathrin J. Beeden: Tor zum Feenreich

Ein Krieger-Anwärter, der feststellt, dass ihm die Erinnerung genom­men wurde, eine Skla­vin, die ge­zwungen wird, bei der ge­fähr­lichen Suche nach einem Heil­mit­tel zu hel­fen, eine junge Bio­lo­gin, die es in ihre Hei­mat­stadt Mün­chen zu­rück­zieht, wo ihr plötz­lich eini­ges merk­wür­dig vor­kommt – sie alle müs­sen Tü­ren/Tore/Por­tale unter­schied­lichs­ter Art durch­schrei­ten. Und das er­weist sich nicht immer als un­ge­fähr­lich …

22 kurze Geschichten, 22 Portale, oft als normale Türen getarnt, die von den unter­schied­lichs­ten Prota­gonis­ten durch­schrit­ten wer­den müs­sen/sol­len/wol­len. Und damit wären wir auch schon beim Thema die­ser Antho­lo­gie. Die bei­den Heraus­ge­berin­nen Ava Cooper und Yvonne Wun­der­see haben zu die­sem Zweck 22 Fan­tasy-Ge­schich­ten von 23 Auto­ren (ein­schließ­lich sich selbst) zu­sam­men­ge­stellt. Da­bei fällt der hohe Frauen­an­teil ins Auge, denn M. T. H. Bucher ist der ein­zige männ­liche Mit­wir­kende in die­ser Runde. Na­tür­lich kön­nen wie bei­nahe immer bei Antho­lo­gien nicht alle Bei­träge gleicher­ma­ßen über­zeu­gen. Doch das ist na­tür­lich Ge­schmacks­sache. Ich las die­ses Buch im Rah­men einer Lese­runde und musste fest­stel­len, dass die Favo­riten sehr unter­schied­lich ver­teilt sind. Über­raschen­der­weise wur­den gerade die von mir ge­lob­ten Kurz­ge­schich­ten von den ande­ren Teil­neh­mern sogar eher sel­ten aus­drück­lich gelobt. Trotz­dem nenne ich hier na­tür­lich meine per­sön­lichen Lieb­lings­ge­schich­ten:

In „Ein vantaschwarzer Traum“ von Mayra North und Virginie Lestrange kehrt ein junger Krieger in einer High-Fantasy-Welt nach seiner Ausbildung zurück, um sich weihen zu lassen. Erst jetzt fällt ihm auf, dass Erinnerungen ein einen Teil seiner Jugend fehlen.

„Das Mädchen aus dem Süden“ ist eine Sklavin, die eine Expedition begleiten muss. Dabei lässt Beatrice Braun ihre Protagonistin sie auf den Mann treffen, der daran Schuld ist, dass sie zur Sklavin wurde.

Bei „Geh dahin, ich weiß nicht wohin – Erforsche das, ich weiß nicht was“ von Lucia Herbst fin­det eine junge Wis­sen­schaft­lerin in ihre Hei­mat zu­rück, wo sie auf dem ihren Wohn­haus ge­gen­über­lie­gen­den Fried­hof mys­teri­öse Dinge beo­bach­tet. Diese Story ist eine der weni­gen die­ses Buches, die der Urban Fan­tasy zu­zu­ord­nen sind.

Fazit:

In dieser Anthologie begleiten die Leser die Protagonisten durch Türen, die Por­tale in ver­schie­denste Aben­teuer öffnen.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Album von Berlin, Charlottenburg und Potsdam

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Adam und die Jagd nach der zerbrochenen Zeit

G. Z. Schmid
Adam und die Jagd nach der zerbrochenen Zeit

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b
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Übersetzung: Reiner Pfleiderer

Kerzenschein und Feuersbrunst

Klappentext:

Als Adam auf dem Dachboden eine alte Schneekugel entdeckt und sie schüt­telt, ge­schieht Un­glaub­liches: Er reist in der Zeit zu­rück! Doch Adam scheint nicht der Ein­zige zu sein, der das magi­sche Ge­heim­nis kennt. Auch andere ver­suchen, die Schnee­kugel in die Finger zu be­kom­men – koste es, was es wolle. Schon bald fin­det Adam sich in einem fan­tas­ti­schen Aben­teuer wie­der, das Jahr­zehnte über­spannt und ihn vor die Frage stellt:

Was würdest du tun, wenn du die Zeit beeinflussen könntest?

Rezension:

Seit seine Eltern bei einem Flugzeugabsturz starben, lebt der 12-jäh­rige Adam bei sei­nem Onkel, der in New York eine kleine Bäckerei be­treibt. Eines Tages mach ihn ein ab­so­lut Frem­der da­rauf auf­merk­sam, dass er auf dem Dach­bo­den eine Schnee­kugel fin­den könnte. Na­tür­lich sieht Adam aus Neu­gier nach und fin­det in den Hin­ter­las­sen­schaf­ten sei­ner Eltern die Schnee­kugel. Als er ent­deckt, dass er mit die­ser durch die Zeit rei­sen kann, be­schließt er, den Tod sei­ner Eltern zu ver­hin­dern.

Mit diesem Buch legt G. Z. Schmid ein an vorwiegend junge Leser adres­sier­tes Zeit­reise-Aben­teuer vor. Kern der Hand­lung ist die in Zeit­reise-The­men aus Fan­tasy oder Science Fic­tion immer wie­der auf­ge­grif­fene Frage, ob man die Ver­gangen­heit – und damit zwangs­läu­fig auch die Ge­gen­wart – än­dern kann. Dabei führt sie ihren jungen Prota­gonis­ten durch rund 100 Jahre (fik­tio­nale) Ge­schichte im Groß­raum New York. Im Ge­gen­satz zu vie­len Ge­schich­ten die­ser The­ma­tik be­steht das Pro­blem nicht darin, in die eigene Zeit zu­rück­zu­keh­ren. Das ge­lingt Adam stets pro­blem­los. Viel­mehr be­geg­net er immer wie­der Per­so­nen, die er schon Jahr­zehnte jünger ken­nen­lernte oder die er schon älter kennt, wenn er ihrem jüngeren Ich be­geg­net. Die Frage bleibt dabei immer, ob es ihm ge­lingen kann, die Ge­schichte zu ver­än­dern. Wird es ihm ge­lingen, den Tod sei­ner Eltern oder einen Groß­brand in den 1960ern zu ver­hin­dern? Das ge­winnt dem alt­be­kann­ten Zeit­reise-Stoff un­ge­wohnte Sei­ten ab.

Die Autorin, die trotz ihres sehr deutsch klingenden (eventuell von einem Ehe­mann stam­men­den?) Namens eine in den USA le­bende Chi­ne­sin ist, wech­selt im Er­zählfokus zwi­schen ihrem eigent­lichen Prota­gonis­ten und ver­schie­de­nen (fiktio­nalen) his­to­ri­schen Cha­rak­teren.

Fazit:

Diese jugendliche Zeitreise-Fantasy kann mit ihrer überraschenden Kom­plexi­tät durch­aus aus ältere Leser über­zeu­gen.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Tee? Kaffee? Mord! – 5 – Der Club der Giftmischer (Hörbuch)

Ellen Barksdale
Tee? Kaffee? Mord! – 5 – Der Club der Giftmischer (Hörbuch)

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Sprecherin: Vera Teltz

Gifte über Gifte

Klappentext:

Ein gemütlicher Abend im Black Feather. Doch plötzlich fasst sich ein Gast an den Hals, röchelt und fällt vom Stuhl – und Nat­halie und Louise schauen un­ge­rührt zu! Aber na­tür­lich gibt es eine Er­klä­rung. Das „Opfer“ ge­hört zum so­ge­nann­ten „Club der Gift­mischer“: Etwa zwei Dut­zend Apo­the­ker hal­ten ihr jähr­liches Tref­fen in Earls­raven ab und der Höhe­punkt ist eine große Show mit „Hei­terem Symp­tome-Raten“, „Tab­let­ten-Bingo“ und dem über­aus be­lieb­ten „Rate das Gift“. Doch aus dem hei­teren Spaß wird töd­licher Ernst, als der Apo­the­ker Tra­vis Bert­ram tot auf der Bühne um­fällt – ver­gif­tet.

Nathalie und Louise helfen Constable Strutner bei den Ermitt­lungen und dies­mal gibt es jede Menge Ver­däch­tige – näm­lich den ge­sam­ten Club! Und je mehr die bei­den sich mit dem Fall be­schäf­ti­gen, desto kla­rer wird, dass Liebe und Gier oft­mals nah bei­ein­an­der lie­gen…

Rezension:

Der Club der Giftmischer ist im Black Feather zu Gast. Doch so schlimm, wie sich das an­hört, ist es eigent­lich nicht. Es han­delt sich dabei um das jähr­liche Tref­fen eini­ger Apo­the­ker, die Quiz­shows wie „Tab­let­ten-Bingo“ oder „Rate das Gift“ ver­an­stal­ten, und so sind alle, die ‚tot‘ um­fal­len, nach­dem die Lö­sung er­raten wurde, wie­der quick­le­ben­dig. … bis einer der Apo­the­ker nicht wie­der auf­steht.

Der aktuelle Band aus Ellen Barksdales Cozy-Crime-Reihe fällt in­so­fern aus der Reihe, als die Prota­gonis­tin den Todes­fall live mit­er­lebt. Dass beim eigent­lich harm­losen Spiel plötz­lich doch echte Gifte (Plu­ral!) im Spiel sind, konnte na­tür­lich nie­mand er­war­ten. Aller­dings ent­wickelt sich der Fall er­heb­lich kom­pli­zier­ter, als man in einem sol­chen Fall denken könnte. Aber na­tür­lich ent­wir­ren die Prota­gonis­tin und ihre üb­lichen Hel­fer zum Schluss das Knäuel aus ge­gen­sei­ti­gen Ver­schwö­rungen. Was ich aller­dings un­ver­stän­dlich fand, ist die Neben­hand­lung. Eine Buch­händ­lerin er­gat­tert beim Ab­riss eines alten Kranken­hau­ses eine große Samm­lung medi­zi­ni­scher Fach­litera­tur. Diese ist 100 Jahre alt und na­tür­lich längst nicht mehr auf dem aktu­el­len Stand. Alle an­we­sen­den Apo­the­ker rei­sen sich um diese alten Bücher. Der Grund wird mir aller­dings nicht ver­ständ­lich. Dass ein­zelne Apo­the­ker sol­che Litera­tur sam­meln, wäre ja ver­ständ­lich, aber wes­halb soll­ten Apo­the­ker prin­zipi­ell an längst ver­al­te­ten Fach­büchern interes­siert sein? Den eigent­lichen Mord­fall be­rührt diese Logik­lücke je­doch na­tür­lich nur am Rande.

Stilistisch bleiben Buch und Hörbuchumsetzung selbstverständ­lich beim ge­wohn­ten Stil und Niveau.

Fazit:

Auch im 5. Aufguss bleibt diese Cozy-Crime-Reihe unterhaltsam und span­nend.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nur unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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Album von Berlin, Charlottenburg und Potsdam

Reprint eines Bildbands aus den 1910ern
Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://rezicenter.blog/2020/01/28/bilder-aus-altbayern-reprint-eines-bildbands-von-1918/

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Written in Blood

Andrew Shvarts
Written in Blood

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b
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Übersetzung: Vanessa Lamatsch

Das krova-yan

Klappentext:

Alka Chelrazi hat eine Mission: Erstens, die Blackwater Aca­demy in­fil­tri­eren. Zwei­tens, den jähr­lichen Wett­be­werb dort ge­win­nen. Drit­tens, die Ma­gier­ge­meinde in Schutt und Asche legen.

Als Kind muss Alka mit ansehen, wie ihre Eltern brutal von Ma­giern er­mor­det wer­den. Eine Re­bel­len­gruppe nimmt sich ihrer an und bil­det sie als Assas­sinin aus. Jetzt ist Alka 16 Jahre alt und under­cover an der an­ge­se­hens­ten Ma­gier­schule der Repu­blik: Black­water Aca­demy. Ein Ort, wo Sta­tus alles be­deu­tet, wo deka­dente Bälle in blu­ti­gen Duel­len enden und wo jeder Schü­ler seine eigene – oft töd­liche – Agenda ver­folgt. Alka muss lügen, be­trü­gen, töten – und zum ers­ten Mal Freunde fin­den, denn alleine hat sie keine Chance. Aber je näher sie ihrem Ziel kommt, desto ge­fähr­licher wird es für sie, denn ihre Feinde suchen den Ver­räter in ihrer Mitte. Kann Alka die­ses Spiel ge­win­nen, ohne selbst ein Teil da­von zu wer­den?

Rezension:

Als Alka 7 ist, muss sie aus einem Versteck beobachten, wie Ma­gier ihre Eltern töten. Seit­dem wächst sie bei einer Re­bel­len­gruppe auf, die gegen die Vor­herr­schaft der Ma­gier kämpft. Dabei war ihr Vater selbst ein Ma­gier, der sich gegen das Regime ge­stellt hatte – und sie selbst ist auch eine Ma­gie­rin. Des­halb wird Alka an der Black­water Aca­demy, der magi­schen Elite­schule des Reichs, ein­ge­schleust, um das Sys­tem von innen zu zer­stö­ren. Im Direk­tor er­kennt sie den Mör­der ihrer Eltern wie­der.

Mit „Written in Blood“ setzt Andrew Shvarts eine ungewöhnliche Fan­tasy-Idee um. Schon das zu­grun­de­lie­gende Magie­sys­tem ist außer­ge­wöhn­lich, denn in die­ser Welt wird man nicht mit magi­schen Fähig­kei­ten ge­bo­ren. Die De­tails der magi­schen Be­fä­hi­gung blei­ben aber lei­der offen. Die Ge­schichte der Prota­gonis­tin wird erst nach und nach in Rück­blicken offen­bart, wo­mit der Leser zu­neh­mend Ein­blick in deren cha­rak­ter­liche Hin­ter­gründe ge­winnt. Dass sie als Ma­gie­rin von unter­drück­ten Nicht­ma­giern er­zo­gen wurde, lässt ihren Blick­winkel na­tür­lich von dem ihrer Mit­schü­ler ab­weichen. Die­ses „Die-wah­ren-Zu­sam­men­hänge-er­ken­nen“ bil­det einen er­heb­lichen An­teil der Ge­schichte. Die­ser Pro­zess zu­sam­men mit der Er­kennt­nis, dass auch nicht alle ande­ren Schü­ler das Sys­tem opti­mal fin­den, er­gibt eine interes­sante Hand­lung. Lei­der geht dem Autor am Ende etwas die Luft aus, so­dass der Leser die Kon­se­quen­zen der Er­eig­nisse nur zu­sam­men­ge­fasst aus der Er­zäh­lung ande­rer er­fährt. Man­ches wird lei­der auch gar nicht auf­ge­klärt.

Ein Negativpunkt dieses Buches stellt leider die deutsche Über­set­zung dar. Die Über­set­zerin be­nutzt stän­dig den immer sehr syn­the­tisch klingen­den Be­griff „Stu­die­rende“ statt Stu­den­ten. Das stößt be­son­ders auf, weil im eng­li­schen Ori­gi­nal Gen­tern na­tür­lich sprach­be­dingt keine Rolle spielt. Außer­dem dürfte hier im Ori­gi­nal sehr wahr­schein­lich der Be­griff „stu­dents“ be­nutzt wor­den sein, wofür ich im vor­han­denen Set­ting eher die Über­set­zung „Schü­ler“ als pas­send em­pfun­den hätte.

Der Autor lässt seine Protagonistin als Ich-Erzählerin agieren.

Fazit:

Diese sehr interessante, ungewöhnliche Fantasy-Story leidet an ihrem etwas über­has­te­ten Ende so­wie der nicht opti­malen Über­set­zung.

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Dreizehnfurcht

Wieland Freund
Dreizehnfurcht

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Das Spiel der Schwestern

Klappentext:

In Dreizehneichen gehen die Uhren buchstäblich anders…

Momme Bang hat panische Angst vor der Zahl 13. Dann wird er aus­ge­rech­net in einen ver­bor­ge­nen 13. Be­zirk Ber­lins ge­lotst und lan­det in einer merk­wür­di­gen Zeit, in der alle Er­rungen­schaf­ten der Mo­derne ab­ge­lehnt wer­den. Doch hin­ter der tra­di­tio­na­lis­ti­schen Fas­sade die­ses bi­zar­ren in der Zeit ein­ge­fro­re­nen Ber­liner Stadt­teils tobt ein Macht­kampf, und Momme fin­det sich im Zent­rum einer Ver­schwö­rung wie­der …

Ein verlassenes Gästehaus ist seine letzte Chance: Auf der Flucht vor sei­nen krank­haf­ten Zwängen kommt Momme in dem Ge­mäuer als Haus­hüter unter. Sei­ner Angst vor der 13 aber ent­kommt er nicht: Momme ent­deckt ein 13. Zim­mer, das es an­geb­lich nicht gibt. Auch scheint im Haus das Ge­spenst einer wei­ßen Frau um­zu­ge­hen. Auf ihrer Spur ge­langt Momme in einen ge­hei­men Stadt­teil Ber­lins, der das Ge­gen­teil der mo­der­nen Metro­pole ist: Elek­tri­zi­tät ist dort ver­bo­ten, gegen den Fort­schritt hat man die Rück­kehr zu einer ewi­gen Wahr­heit ge­stellt. Mommes Ein­dringen aber bringt die Ver­hält­nisse ins Rut­schen. Oberst Secun­dus Falke etwa, der den Fall Bang unter­sucht, spielt ebenso ein dop­pel­tes Spiel wie ein ge­wis­ser Hinckel­dey, der die radi­kale »Le­gion des Hei­li­gen Uriel« be­feh­ligt. Und das Schick­sal des Mannes, der Momme ein­ge­schleust hat, scheint eng ver­knüpft mit dem Wider­stand einer Or­ga­ni­sation namens »Die Schwes­tern«. Bald geht es um Leben und Tod.

Rezension:

Momme Bangs panische Angst vor der Zahl 13 hat ihm schon das ge­samte Leben ver­saut. Sein Stu­dium musste er ab­brechen, bei jedem Job wurde er schnell wie­der ge­kün­digt, denn wer braucht schon eine Be­die­nung im Café, die keine Summe kas­siert, in der 13 Euro oder 13 Cent vor­kom­men, wer einen Kurier­fah­rer, der keine Sen­dungen in Haus­num­mern 13 zu­stellt? Sogar den Räu­mungs­be­scheid für seine Woh­nung hat er über­sehen, weil er Briefe, die am 13. ein­tref­fen, un­ge­sehen ver­nich­tet. Mit viel Glück be­kommt er dann doch noch einen Haus­meis­ter­job. Und sein neuer Chef weiß sogar, dass Momme unter der Drei­zehn­furcht lei­tet – und dass diese ‚Krank­heit’ hand­feste Gründe hat.

Dieses Weltenreise-Abenteuer von Wieland Freund fällt selbst im Urban-Fan­tasy-Genre weit aus dem ge­wohn­ten Rah­men. Üb­liche Fan­tasy-Ele­mente feh­len hier näm­lich kom­plett. Zau­berei oder magi­sche Wesen exis­tie­ren in die­ser Ge­schichte nicht. Statt­des­sen steht eine Paral­lel­welt, ein von unse­rer Welt ab­ge­trenn­ter Be­reich Ber­lins na­mens Drei­zehn­eichen, in dem die Uhren im wört­lichen Sinne anders gehen, im Zent­rum des Ge­sche­hens. Die ein­zige Ver­bin­dung stel­len einige we­nige Türen mit der Zahl 13 dar, die aber nur von sehr we­ni­gen Men­schen unse­rer Rea­li­tät wahr­nehm­bar sind. Damit ar­bei­tet der Autor The­men wie techni­sierte Welt vs. Tra­di­ti­onen oder Wei­ter­ent­wick­lung vs. pseudo-reli­giö­sem Be­har­ren auf dem Vor­her­be­stimm­ten auf. Der junge Prota­gonist wird hier zum Spiel­ball der Aus­ein­an­der­set­zungen. Die Zahl 13 ist dabei schnell seine ge­ringste Sorge. Das Ende wirkt dann fast etwas ab­rupt, und manche De­tail­fra­gen blei­ben offen. Auf eine Fort­set­zung deu­tet das Ende aller­dings nicht hin.

Nachdem der Autor den Anfang aus Sicht seines Hauptprota­gonis­ten er­zählt, wech­seln sich die im Fokus ste­hen­den Cha­rak­tere später ab.

Fazit:

Dieses Buch gewinnt seinen Reiz hauptsächlich aus der außer­ge­wöhn­lichen Idee, die den Leser fern­ab ge­wohn­ter Pfade führt.

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Die Hollower-Saga – 1 – Silver in the Bone

Alexandra Bracken
Die Hollower-Saga – 1 – Silver in the Bone

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b
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Übersetzung: Sabine Schilasky

Geheimnisse in Avalon

Klappentext:

Der Auftakt von Bestsellerautorin Alexandra Brackens neuem Fan­tasy­epos, ins­pi­riert von der Artus­legende und vol­ler Action, Ver­rat und Liebe

Ohne die Fähigkeit, Magie zu sehen, gilt Tamsin als Außen­seiterin unter den Hollo­wern. Das hin­dert sie je­doch nicht daran, wie die ande­ren Mit­glie­der der Gilde die ganze Welt nach le­gen­dä­ren Arte­fak­ten zu durch­käm­men. Als der Auf­trag einer Zau­berin sie auf die Spur eines Ge­gen­stan­des führt, der den Fluch ihres Bru­ders bre­chen könnte, be­ginnt für Tam­sin ein Wett­lauf gegen die Zeit. Andere Hollo­wer sind eben­falls hin­ter dem Arte­fakt her, da­run­ter auch ihr Rivale Emrys. Ihre Suche führt sie direkt nach Ava­lon, den Ur­sprung aller Magie. Aber mit ihrem Auf­tauchen wecken sie eine uralte Gefahr. Denn auch auf dem magi­schen Land liegt ein dunk­ler Fluch … und diese Dunkel­heit be­droht bald auch ihre eigene Welt.

Eine zynische Außenseiterin, ihr verfluchter Bruder, der arrogante Gold­junge der Schatz­jäger­gilde und eine naive Zau­berin – sie alle haben unter­schied­liche Ziele. Doch nur ge­mein­sam kön­nen sie Ava­lon und ihre eigene Welt ret­ten.

Rezension:

Tamsin und Cabell sind Hollower seit sie denken können. Ihre Eltern ken­nen sie je­doch nicht, und sie sind auch nicht bio­lo­gisch ver­wandt. Beide wur­den von ihren Eltern ver­las­sen und von Nash, einem Hollo­wer, der in der Gilde kei­nen guten Ruf hat, auf­ge­zo­gen. Bis Nash eines Nachts spur­los ver­schwand. Da waren Tam­sin und Cabell 10. Seit­dem schla­gen sie sich alleine durch, ohne von der Gilde wirk­lich für voll ge­nom­men zu wer­den, denn Cabell ist ver­flucht und wan­delt sich unter Stress in einen ge­fähr­lichen Hund, Tam­sin hat keine magi­sche Sicht. Auf der Suche nach einem mäch­ti­gen Arte­fakt, das viel ein­bringen könnte, müs­sen sich die bei­den mitt­ler­weile 17-jäh­ri­gen not­ge­drungen mit dem ver­wöhn­ten Sohn des Gilde-Vor­stands und einer Zau­berin arran­gieren.

Bei Alexandra Brackens Buch handelt es sich um eine über­ra­schend anders an­ge­legte Urban-Fan­tasy-Story. Tam­sin, die Prota­gonis­tin und Ich-Erzäh­lerin, ist zwar jung, von Schul- oder Aka­de­mie-Fee­ling kann je­doch keine Rede sein. Auch wis­sen alle Be­tei­lig­ten schon immer von der magi­schen Welt. Und auch das Magie­sys­tem ist un­ge­wohnt. Einer­seits gibt es da Zau­berin­nen – was im Genre na­tür­lich nicht un­üb­lich ist –, anderer­seits die Hollo­wer. Das sind Arte­fakt-Jäger, die zwar ge­wisse magi­sche Fähig­kei­ten haben, je­doch nicht zau­bern kön­nen. Meist ar­bei­ten sie für Zau­berin­nen, was je­doch nicht un­ge­fähr­lich ist, denn die be­sei­ti­gen schon mal gerne einen Hollo­wer, der zu viel weiß. Das alles ver­bin­det die Auto­rin mit der Art­hus-Sage. Die Mi­schung der ‚Reise­gruppe‘ mit den nicht voll­wer­ti­gen Hollo­wer-Ge­schwis­tern, dem ‚Hollo­wer-Pin­zen‘ und einer jungen Zau­berin macht na­tür­lich einen er­heb­lichen Teil des Rei­zes aus.

Die Geschichte nimmt einen schnell gefangen, wozu die freche Art der Ich-Er­zäh­lerin nicht wenig bei­trägt. Das Ende kommt dann recht abrupt. Ich musste zu­rück­blät­tern, weil ich es nicht ver­stan­den hatte. … bis mit be­wusst wurde, dass es sich um einen Mehr­tei­ler han­delt und das schlicht und ein­fach ein (ziem­lich fie­ser) Cliff­hanger ist. Da kann man wohl nur auf eine schnelle Fort­set­zung hof­fen.

Fazit:

Wirklich neue Ideen sind in der Urban Fantasy selten. Dass es doch (noch) geht, be­weist Alex­an­dra Bracken mit ihren Hollo­wern.

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Das Erbe der Lilith – 6 – Die sechste Dimension

Yvonne Wundersee
Das Erbe der Lilith – 6 – Die sechste Dimension

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Die Geheimnisse der Piraten

Klappentext:

Ein letzter Kampf in der Ferne.
Ein Fluch, der alles fordert.
Eine Liebe, die nie endet.

Die letzte Dimension, bevor Lizzy endlich wieder nach Hause kann. Ein­mal müs­sen sie und Mat­hias Satan noch in die Schran­ken wei­sen. Doch der Wider­sacher lernt dazu. Er setzt alles daran, Lizzys Unter­stüt­zer der vor­heri­gen Dimen­sio­nen aus dem Weg zu räu­men. Er will sie iso­lie­ren. Denn auch er hat ge­merkt, dass Lizzy aus ihren Freun­den Kraft zieht.

Der Spiegel schickt sie diesmal direkt im Frachtraum eines Piraten­schif­fes. Miri ist die Kapi­tä­nin. Lizzy ist glück­lich, sie zu sehen. Aber Miri will nicht von Freund­schaft hören. Erst eine Nacht vol­ler Grauen macht die Nephi­lim zu einer Ver­bün­de­ten.

Rezension:

Lizzy und Mathias kommen ausnahmsweise gemeinsam in der nächs­ten Di­men­sion an, in einer Welt, die der gro­ßen Zeit der Pira­ten ent­spricht. Dass sie aller­dings direkt auf einem Pi­ra­ten­schiff er­schei­nen, ist nicht nur für sie eine Über­raschung. Lei­der wer­den sie für könig­liche Spi­one ge­hal­ten. Wie groß ist die Über­raschung aber erst, als sie be­mer­ken, dass die Pi­ra­ten­ka­pi­tä­nin Miri ist. Nur glaubt ihnen diese Miri-In­kar­na­tion kein Wort.

Mit der 6. Dimension strebt Yvonne Wundersees Urban-Fan­tasy-Reihe dem Finale ent­ge­gen. Die Heim­kehr der Prota­gonis­ten in unsere Welt steht bevor. Wäh­rend es in den bis­heri­gen Bän­den/Di­men­sio­nen, also vom 1. bis zum 5. Band, na­tür­lich weit­ge­hend klar war, dass zu­min­dest Lizzy die Auf­gabe er­fül­len und über­le­ben wird – sonst wäre die Reihe ja zu Ende ge­we­sen –, kom­men hier erst­mals Zwei­fel auf. Man kann als Leser ja schließ­lich nicht wis­sen, wie die Auto­rin alles aus­ge­hen las­sen will. Das er­höht den Span­nungs­pegel gegen Ende des Ban­des na­tür­lich deut­lich. Auf das Finale, in dem wahr­schein­lich eini­ges vom bis­heri­gen Schema ab­weichen dürfte, darf man ge­spannt sein.

Dass sich in diesem Stadium der Heptalogie keine stilistischen Ver­än­de­rungen er­ge­ben, war vor­her­zu­se­hen.

Fazit:

6 Dimensionen – 6 (weitgehend identische) Aufgaben. Was wird Lizzy & Co. im Finale er­war­ten?

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