Die Welt der Arkanen Seelen: Grabflüsterer – 2 – Dead and Gone

Annie Anderson
Die Welt der Arkanen Seelen: Grabflüsterer – 2 – Dead and Gone

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Übersetzung: Tanja Klement

Familiengeheimnisse

Klappentext:

Es gibt nur wenige Dinge, die schlimmer sind, als auf der Liste für böse Mäd­chen des Arcane Bureau of Inves­ti­gation zu ste­hen.

Um sich selbst aus der Schusslinie zu halten, hat Darby Adler einen Pakt mit dem Teu­fel ge­schlos­sen – sie soll dem ABI mit ihren Fä­hig­kei­ten als Grab­flüs­terin hel­fen, einige sehr alte Fälle zu lösen.

Aber irgendetwas an dieser Aufgabe ist mächtig faul – vor allem, weil einige dieser Fälle Darby direkt in ihre Hei­mat­stadt Haun­ted Peak und zu den dort ver­gra­be­nen Ge­heim­nis­sen zu­rück­füh­ren.

Dead & Gone ist das zweite Buch der Grabflüsterer-Serie. Wenn du rotz­freche Hel­din­nen, dunk­len Humor und Ene­mies to Lovers magst, dann ist das hier genau die rich­tige Serie für dich.

Rezension:

Obwohl Darby Adler sich bereit erklärt hat, zukünftig für das ABI, das Arcane Bureau of In­ves­ti­gation, zu arbei­ten, lässt ihre eigene Mutter sie 9 Mo­nate im ABI-Knast schmo­ren. Als sie ent­las­sen wird, holt aus­ge­rech­net Agent Bishop sie ab. Soll der sie etwa im Auf­trag ihrer Mut­ter im Auge be­hal­ten, damit sie nicht aus der Reihe tanzt? Zu­dem soll Darby un­ge­löste Fälle des ABI auf­ar­bei­ten. Dabei fällt ein immer frag­wür­di­ge­res Licht auf ihre Mut­ter.

Überraschenderweise lässt Annie Anderson in der Hand­lung ihrer Urban-Fan­tasy-Krimi-Reihe nach dem Ende des 1. Ban­des („Dead to Me“) volle 9 Mo­nate bis zur Wei­ter­füh­rung in die­sem Band ver­ge­hen. Vie­les an den Er­eig­nis­sen er­scheint dem Leser wie auch der Prota­gonis­tin eigen­artig. Teil­weise gibt es im Laufe die­ses Ban­des Ant­wor­ten, die aber zu­min­dest die Prota­gonis­tin nicht wirk­lich über­zeu­gen kön­nen. Es gibt einige Über­ra­schungen, die wohl auch die Leser nicht vor­her­se­hen konn­ten. Trotz des locke­ren Stils der Reihe ist es auch die Span­nung auf die Lösung der immer zahl­reicher wer­den­den Fra­gen, die das Inte­resse auf die Fort­set­zung an­hei­zen.

Die Autorin überlässt es natürlich auch weiterhin ihrer Prota­gonis­tin, selbst zu be­rich­ten.

Fazit:

Diese ungewöhnliche Mischung aus Urban Fantasy, Crime, Humor und einer Prise Mys­tery kann über­zeu­gen.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nur unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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Album von Berlin, Charlottenburg und Potsdam

Reprint eines Bildbands aus den 1910ern
Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://rezicenter.blog/2020/01/28/bilder-aus-altbayern-reprint-eines-bildbands-von-1918/

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Mächte und Throne – Eine neue Geschichte des Mittelalters

Dan Jones
Mächte und Throne – Eine neue Geschichte des Mittelalters

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Übersetzung: Heike Schlatterer

Das ‚dunkle‘ Zeitalter

Klappentext:

Als das einst mächtige Römische Reich zerfiel und neue, „bar­bari­sche“ Herr­scher an die Macht kamen, be­gann im Wes­ten Eura­siens eine tau­send­jäh­rige Phase der Trans­for­ma­tion. Dan Jones schlägt sou­verän Schnei­sen durch die ferne Welt der Könige und Königin­nen, Päpste, Bau­ern, Mön­che und Kreuz­fah­rer, Kauf­leute, Künst­ler und Ge­lehr­ten. Sein fes­seln­des Buch ver­dich­tet die Ge­schichte des Mit­tel­al­ters in all ihrer Kom­plexi­tät und auf dem neues­ten For­schungs­stand zu einer gro­ßen epi­schen Er­zäh­lung: ein Meis­ter­werk.

Das Mittelalter ist von Augustin und Attila über den Propheten Moham­med, Dschin­gis Khan und Eleo­nore von Aqui­ta­nien bis hin zu Kolum­bus und Lut­her mit gro­ßen Namen ver­bun­den, aber es wurde min­des­tens ebenso stark von ano­ny­men Kräf­ten ge­formt, die uns bis heute be­schäf­ti­gen: Ver­ände­rungen des Klimas, Seu­chen, Ver­trei­bungen und Migra­tio­nen, tech­no­lo­gi­schen Re­vo­lu­tio­nen und Ent­deckungen. Es war die Zeit, in der die gro­ßen Nati­onen ent­stan­den, Grund­sätze des Rechts und der Re­gie­rung ko­di­fi­ziert wur­den, die Kir­chen als poli­tische und mo­ra­lische Macht­fak­to­ren auf­trumpf­ten und Kunst, Archi­tek­tur, Philo­so­phie und Wis­sen­schaf­ten neu er­fun­den wur­den. Dan Jones er­zählt mit kla­rem Blick für das Wesent­liche und mit Sinn für das viel­sa­gende De­tail, wie sich die Ver­än­de­rungen mal still und leise, mal laut und ge­walt­sam voll­zo­gen, und wirft so neues Licht auch auf den gro­ßen Um­bruch, der unser Leben bis heute prägt.

Rezension:

Das Mittelalter – jeder kennt den Begriff, und jeder hat seine Vor­stel­lungen von die­ser Zeit. Bur­gen und Rit­ter sind sicher­lich Dinge, die vie­len bei die­sem Stich­wort ein­fal­len. Bei allem, was wei­ter­führt, dürf­ten die meis­ten aber erst über­legen müs­sen. Was ge­schah damals eigent­lich in wel­chen Le­bens­be­rei­chen? Wann be­gann und wann en­dete das Mit­tel­al­ter eigent­lich?

Auf all diese Fragen will Dan Jones in seinem nicht gerade dün­nen Buch – die Print­aus­gabe um­fasst bei­nahe 800 Sei­ten – Ant­wor­ten ge­ben. Das ver­sucht er the­ma­tisch sor­tiert, was be­deu­tet, dass man­che Er­eig­nisse in den ver­schie­de­nen Ab­schnit­ten (z. B. „Rit­ter“, „Kauf­leute“, „Bau­meis­ter“, „See­fah­rer“) wie­der­holt er­wähnt wer­den. Schließ­lich ver­lie­fen die je­wei­li­gen Ent­wick­lungen ja nicht un­ab­hängig neben­ein­an­der her, ohne sich zu be­ein­flus­sen. Den Begriff „Mit­tel­al­ter“ fasst der Autor dabei ziem­lich weit, wei­ter je­den­falls, als er nach den mir be­kann­ten De­fi­ni­tio­nen ge­wöhn­lich fest­ge­setzt wird. So wer­den hier er­heb­liche Zeit­räume des Rö­mi­schen Reichs schon als Mit­tel­al­ter auf­ge­fasst und auch die Rei­sen Ko­lum­bus’ und die Re­for­ma­tion noch ein­be­zo­gen. Vie­les hat man na­tür­lich in der eige­nen Schul­zeit schon mal ge­hört oder anders­wo ge­le­sen oder ge­se­hen. Viele Zu­sam­men­hänge dürf­ten einem aber auch neu oder noch nicht be­wusst sein. Für Ge­schichts­inte­res­sierte ist diese ‚dicke Schwarte‘ sicher interes­sant, weil das Wis­sen doch auf ver­gleichs­weise ge­ringem Raum sehr kon­zen­triert dar­ge­bo­ten wird.

Fazit:

1000 Jahre auf 800 Seiten. Dieses Buch fasst das Mittelalter er­staun­lich kom­plex zu­sam­men.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nur unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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Die Völker von Calvaria – 1 – Der Ruf der Gezeiten

Renate Felderer
Die Völker von Calvaria – 1 – Der Ruf der Gezeiten

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Die Rolle der Meereshexe

Klappentext:

Calvaria, das Land der Piratenvölker! Eine Welt voller Gegen­sätze, magi­scher Krea­turen und be­son­deren Fähig­kei­ten und nur eine Regel: Be­folge den Kodex!

Die Ge­schwis­ter Arius und Saria Vane müs­sen wie alle Cal­va­rier eine Prü­fung durch­laufen, um recht­mäßige Pira­ten zu wer­den. So for­dert es der Pira­ten­kodex. Aber was, wenn plötz­lich die kodex­ver­ach­ten­den Feuer­augen zwei Kan­di­da­ten zur Prü­fung stel­len und ein magi­sches Log­buch nichts Gutes ver­spricht?

Wäh­rend die Kan­di­da­ten eine Prü­fung nach der ande­ren be­ste­hen, decken sie un­glaub­liche Ge­heim­nisse auf. Ihr Kampf für die Frei­heit von Cal­va­ria be­ginnt und Arius und Saria mer­ken, dass weit mehr in ihnen steckt, als sie immer ge­glaubt hat­ten.

Das erste Aben­teuer der Vane-Ge­schwis­ter vol­ler ge­fähr­licher Prü­fungen, fan­tas­tischer Orte und be­son­derer Freund­schaf­ten!

Rezension:

Mit 13 beziehungsweise 15 Jahren sind Saria und ihr Bru­der Atius alt genug, um zur Pira­ten­prü­fung an­zu­tre­ten. Wenn sie die be­ste­hen, dür­fen sie als echte Pira­ten an­heu­ern. Zu­sam­men mit Gleich­alt­ri­gen aus ande­ren Völ­kern stel­len sie sich auf der Haupt­stadt-Insel den Prü­fungen – und er­fah­ren dabei eini­ges, was nicht auf dem Lehr­plan steht. Ihre Zu­kunft ist eine andere, als sie zu­nächst dach­ten.

Mit diesem Jugend-Fantasy-Abenteuer startet Renate Felderer in einen Mehr­teiler, der die Leser in eine Fan­tasy-Welt führt, die weit­ge­hend ohne die im Genre üb­lichen Wesen aus­kommt. Die Er­leb­nisse der Jung-Pira­ten sind interes­sant ge­schrie­ben und kön­nen Genre-Fans be­son­ders da­durch über­zeu­gen, dass sie sich deut­lich vom Ge­wohn­ten ab­he­ben. Lei­der gibt es aber auch einen deut­lichen Nega­tiv­punkt, und das ist die Glaub­wür­dig­keit der be­schrie­be­nen Welt. Ein Fan­tasy-Werk lebt na­tür­lich auch da­durch, dass die Welt der Hand­lung nach­voll­zieh­bar ist. Ge­nau hier hat die­ses Buch Schwä­chen, die wohl auch auf­merk­samen Le­sern im Alter der Haupt­ziel­gruppe auf­fal­len dürf­ten. Da wäre bei­spiels­weise die Welt an sich. Hier leben 5 (oder 6) Völ­ker, die sich alle auf Pira­terie stüt­zen. Da es aber an­schei­nend keine ande­ren (fried­lichen) Völ­ker gibt, heißt das, dass sie sich stän­dig gegen­sei­tig kapern. Das ergibt na­tür­lich keine nach­voll­zieh­bare Wirt­schaft, zu­mal zu­min­dest 4 die­ser Völ­ker durch­aus freund­schaft­liche Kon­takte pfle­gen und den Nach­wuchs ge­mein­sam aus­bil­den. Zu­dem stel­len sich im be­tref­fen­den Jahr ledig­lich 7 Jugend­liche aus allen Völ­kern der Prü­fung, ob­wohl der Text ein­deu­tig sugge­riert, dass (zu­min­dest nahe­zu) alle eine Pira­ten­karri­ere an­stre­ben. Das ist die ein­deu­tige Schwäche der Ge­schichte, die die eigent­lich ge­lungene Story etwas schwächt. In die­sem Punkt be­steht de­fi­ni­tiv Nach­bes­ser­ungs­poten­zial.

Die Autorin erzählt ihre Geschichte mit zwischen mehreren Prota­gonis­ten wech­seln­dem Fokus. Zahl­reiche ge­lungene Ab­bil­dungen er­gän­zen die Ge­schichte.

Fazit:

Ein interessantes Jugend-Fantasy-Abenteuer, das leider etwas darun­ter lei­det, dass die Welt nicht wirk­lich nach­voll­zieh­bar er­scheint.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Tee? Kaffee? Mord! – 4 – Der Besuch des lächelnden Belgiers (Hörbuch)

Ellen Barksdale
Tee? Kaffee? Mord! – 4 – Der Besuch des lächelnden Belgiers (Hörbuch)

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Sprecherin: Vera Teltz

Leichen im Keller

Klappentext:

Wer hat Stuart Burlington umgebracht? Der weit über die Gren­zen Earls­ravens be­kannte Anti­qui­tä­ten­händ­ler wurde er­mor­det – mit einem Samu­rai­schwert aus sei­nem eige­nen Laden! Nat­ha­lie und Lou­ise suchen nach Spu­ren des Tä­ters. Und dies­mal haben sie pro­mi­nente Hilfe: Hec­tor Pe­roux, sei­nes Zei­chens er­folg­reicher Pri­vat­de­tek­tiv aus Bel­gien. Ge­mein­sam kön­nen Sie schon bald einen Ver­däch­ti­gen aus­fin­dig machen. Aber ist die Lö­sung des Falls wirk­lich so ein­fach? Und wie passt die alte Lady ins Bild, die sich so ver­däch­tig be­nimmt?

Rezension:

Ein Antiquitätenhändler wird in seinem eigenen Laden um­ge­bracht. Die Um­stände sind sehr eigen­artig, zumal es fast so aus­sieht, als hätte der Täter selbst für Zeu­gen ge­sorgt. Da trifft es sich doch gut, dass rein zu­fäl­lig gerade ein Pri­vat­de­tek­tiv zu Gast ist. Er und Nat­ha­lie kom­men auch schnell auf eine fast iden­tische Ver­däch­ti­gen­liste. Doch dann fal­len ihnen Un­stim­mig­kei­ten auf. Auch scheint das Opfer selbst nicht ganz harm­los ge­we­sen zu sein.

Ellen Barksdales Cozy-Crime-Reihe um die erst kürzlich zu­ge­zo­gene Nat­ha­lie Ames fühlt sich für den Leser mitt­ler­weile wie ein Zu­hause an, in das man gerne wie­der zu­rück­kehrt. Über das Ört­chen Earls­ravens kann man dies wohl nicht ganz so über­zeugt sagen, denn die Mord­rate er­weist sich hier als be­sorg­nis­er­re­gend hoch. Sollte diese Reihe noch länger fort­ge­setzt wer­den, sollte der Bür­ger­meis­ter dringend um Zuzug wer­ben, damit der frisch­ge­backe­nen Pub-Be­sit­zerin und Ama­teur­de­tek­ti­vin die Opfer und Täter nicht aus­ge­hen. In dem Zu­sam­men­hang sollte ich viel­leicht mal auf ein paar kleine in­halt­liche Feh­ler ein­ge­hen, die auf­fallen, auch wenn sie den Lese­spaß kaum be­ein­träch­ti­gen. Das von der Prota­gonis­tin ge­erbte Objekt wird immer als Pub be­zeich­net. Aller­dings gibt es dort auch Kaf­fee und Kuchen sowie Über­nach­tungs­mög­lich­keit. Was hier be­schrie­ben wird, ist eher ein Inn (Gast­haus) als ein Pub (Kneipe). In die­sem Band kommt ein wei­te­rer Fehler hinzu, der so­wohl in Bü­chern als auch in Fil­men un­zäh­lige Male wie­der­holt wird. Weil der Täter lan­des­weit aktiv war, ge­hen die Er­mitt­lungen schließ­lich an Scot­land Yard über. Scot­land Yard ist aber keine ge­samt-bri­ti­sche Poli­zei­be­hörde, son­dern aus­schließ­lich für Lon­don zu­stän­dig. Wie gesagt stört das den Lese­spaß aller­dings kaum. Der nächste Band kann also kom­men!

Fazit:

Wenn das Sterben so rasant weitergeht, dürfte Earlsravens bald Existenz­pro­bleme be­kom­men. Gehen Nat­ha­lie also bald die Kun­den aus?

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Die Todesbotin

Carina Schnell
Die Todesbotin

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Auf den Dächern Edinburghs

Klappentext:

Sie ist Auftragskillerin – er ihr nächstes Opfer

Die junge Banshee Eerie arbeitet als Auftragskillerin für den Ältes­ten­rat der magi­schen Wesen in Edin­burgh. Sie ist be­rühmt-be­rüch­tigt, und eine große Kar­ri­ere steht ihr bevor – wäre da nicht die Tat­sache, dass Eerie es ein wenig zu sehr ge­nießt, unter Men­schen zu leben. Als sie auf den Dok­to­ran­den Adam an­ge­setzt wird, zögert sie zum ers­ten Mal, einen Auf­trag aus­zu­füh­ren, denn sie ist von An­fang an von ihm fas­zi­niert. Adam ist lie­bens­wür­dig und mutig und er­scheint so gar nicht wie je­mand, der es ver­dient hätte zu ster­ben … Als eine grau­sa­me Mord­serie die Stadt er­schüt­tert, muss Eerie han­deln, um zu be­schüt­zen, was ihr lieb und teuer ge­wor­den ist – und dabei alles hin­ter­fra­gen, was sie bis­her zu wis­sen glaubte.

Rezension:

Magische Wesen und Menschen verstanden sich nicht immer gut. Auch wenn die heu­ti­gen Men­schen sie meist nur für Sa­gen­ge­stal­ten hal­ten, haben die magi­schen Wesen die Zei­ten der Hexen­ver­fol­gung nicht ver­ges­sen. Es gibt immer noch einen Orden, der sie be­kämpft. Des­halb lässt der Ältes­ten­rat alle poten­zi­el­len Neu­mit­glie­der die­ses Or­dens töten. In Edin­burgh ist Eerie, eine viel­ver­spre­chende junge Ban­shee, dafür zu­stän­dig. Doch ihr neues­ter Auf­trag lässt die zwei­feln. Und dann ist da noch eine mys­teri­öse Mord­serie …

Edinburgh, Schottland oder ganz allgemein die britischen Inseln sind als Hand­lungs­orte in der Urban Fan­tsy keine un­ge­wohn­ten Set­tings. Auch mys­ti­schen Wesen aus der kel­ti­schen Tra­di­tion kann man dabei öfters be­geg­nen. Und trotz­dem fällt diese Ge­schichte von Carina Schnell etwas aus dem ge­wohn­ten Rah­men. Das fängt schon damit an, dass einer Ban­shee eher sel­ten die Rolle der Prota­gonis­tin zu­fällt, die alles auch noch aus der Ich-Per­spek­tive er­zählt. Aller­dings ist Eerie auch nicht un­be­dingt so, wie man sich eine Todes­fee tra­di­tio­nell vor­stellt. Sie liebt die Men­schen­welt und be­sitzt sogar heim­lich ein Handy. An­sons­ten hat die Story alles zu bie­ten, was man im Genre er­war­ten kann: Miss­trauen zwi­schen nor­ma­len Men­schen und magi­schen Wesen, Morde, ro­man­tische Ent­wick­lungen und eine Ver­schwö­rung. Nach­dem es zu Be­ginn einer ge­wis­sen Auf­wärm­phase bedarf, bevor man in der Ge­schichte an­ge­kom­men ist, ent­wickelt dich die Sache interes­sant, und auch der Humor kommt nicht zu kurz. Am Ende ergibt das eine durch­aus ge­lungene Ge­schichte. Und die hat – im Genre fast schon aty­pisch zu nen­nen – ein ‚rich­tiges‘ Ende, das nicht nach einer Fort­set­zung ver­langt.

Fazit:

Eine Todesfee als Protagonistin? Die sich verliebt? Und die soll sogar Humor haben? In Edin­burgh kann es das tat­säch­lich geben.

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Kampf gegen die Xenlar – 1 – Die Bedrohung

S. P. Dwersteg
Kampf gegen die Xenlar – 1 – Die Bedrohung

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Der Mann der Wirtin

Klappentext:

Die lebendige Adelsrepublik Montzien wird von den Xen­lar unter­wan­dert, einem archa­ischen Feind aus einer ande­ren Welt, und in die Dik­ta­tur ge­trie­ben. Sentry de Bon­baille, ein junger Buch­hal­ter, Adli­ger und Lord der Ener­gien, der nach einer De­nun­zia­tion durch sei­nen bru­ta­len Bru­der ver­schleppt wor­den ist, muss seine über­mensch­liche Seite an­neh­men, um zu über­leben. Auf sei­ner Flucht in die Frei­heit fin­det er Gleich­ge­sinnte – Fra­uen und Män­ner, Tele­pathen und Sym­bi­on­ten aus unter­schied­lichen Kul­tu­ren – die für den Wider­stand kämpfen. Nur ge­mein­sam haben sie eine Chance, das para­si­täre Kollek­tiv hin­ter die Schran­ken von Raum und Zeit zu­rück­zu­drängen.

Rezension:

Sentry de Bonbaille, ein junger Adliger, befindet sich seit Tagen im Ker­ker. Wieso ist ihm selbst nicht ganz klar. Als sich eine Mög­lich­keit zur Flucht ergibt, er­greift er sie. Ob er dem un­er­war­te­ten Hel­fer wirk­lich ver­trauen kann, ist ihm nicht klar, doch scheint die Zu­sam­men­ar­beit in sei­ner Situ­ation die beste Al­ter­na­tive zu sein. Die junge Frau, auf die beide kurz da­rauf tref­fen, macht die Ver­trau­ens­frage nicht ein­facher. Wer kann wem ver­trauen?

Die Welt, in der S. P. Dwersteg ihre Fantasy-Reihe über den „Kampf gegen die Xen­lar“ an­sie­delt, er­weist sich als recht kom­plex. So dauert es einige Kapi­tel, bis man sich als Leser ein Bild über die Zu­sam­men­hänge machen kann. In dem Zu­sam­men­hang kann ich nur den Rat­schlag geben, un­be­dingt den Klap­pen­text zu lesen. Ist die­ser bei den meis­ten Büchern nicht mehr als ein Tea­ser, ent­hält er hier wich­tige In­for­ma­ti­onen, die in der eigent­lichen Hand­lung gar nicht oder nur sehr ver­steckt zu fin­den sind. Ohne diese Infos dürfte es schwer wer­den, über­haupt in die Ge­schichte hinein­zu­fin­den. Den Kern der Hand­lung stellt eine Wider­stands­be­we­gung gegen eine fremde Macht dar, die im Hin­ter­grund die Macht im Reich an sich ge­bracht hat. Ver­schie­dene über­na­tür­liche Fä­hig­kei­ten spie­len dabei – was in die­sem Genre na­tür­lich wenig über­ra­schend ist – eine er­heb­liche Rolle. Am Ende die­ses Ban­des sind kaum mehr als die Grund­lagen für einen kom­men­den Kampf ge­legt, der dann wohl im Fokus der fol­gen­den Bände ste­hen dürfte.

Die Autorin erzählt ihre Story aus den wechselnden Blick­win­keln unter­schied­licher Charak­tere, wobei sich das Ge­samt­bild lang­sam wie ein Puzzle zu­sam­men­setzt.

Fazit:

In dieser High-Fantasy-Geschichte mit Epos-Tendenzen setzt sich die Hand­lung erst lang­sam zu einem ver­ständ­lichen Ge­samt­bild zu­sam­men.

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Das schwarze Element – 2

Nicole Böhm
Das schwarze Element – 2

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Dämonenhandel

Klappentext:

Matthew stößt im Gefängnis an seine Grenzen. Während sein Bru­der nun in Chi­cago lebt und dort seine Hei­lung voran­treibt, be­kommt Matthew immer mehr Druck von der Gang. Doch eines Tages erhält er eine Nach­richt von Bishop. Und alles scheint sich zu än­dern. Rose lebt sich lang­sam in ihrer Welt ein. Sie er­le­digt ihre Auf­ga­ben und sucht wei­ter­hin nach der Balance zwi­schen den strengen Regeln der See­len­wäch­ter und ihrem Moral­empfin­den. Als sie mit Alec eine er­schre­ckende Ent­deckung macht, steht sie er­neut vor der Wahl zwi­schen ihrer Mensch­lich­keit und ihrer Magie. Doch keine Ent­schei­dung bleibt ohne Fol­gen …

Rezension:

Rose und die anderen relativ neuen Seelenwächter müssen wei­ter in ihre Auf­ga­ben hinein­fin­den. Das ist nicht immer leicht, denn nicht alle ver­ste­hen sich wirk­lich gut. Außer­dem haben ein paar von ihnen eigene Ziele, die nicht ganz der ‚Job­be­schrei­bung‘ eines See­len­wäch­ters ent­sprechen. Für Matthew gibt es da­ge­gen eine freu­dige Nach­richt, wäh­rend die The­ra­pie sei­nes Bru­ders ge­mischte Er­folge zu ver­mel­den hat.

In Nicole Böhms Nachfolge-Reihe der Seelenwächter werden die Er­eig­nisse des 1. Ban­des bei­nahe naht­los wei­ter­ge­führt. Dies­mal kommt es auch zu di­ver­sen Gast­auf­trit­ten der Prota­gonis­ten der Mut­ter­reihe, wo­bei auf einige da­ma­lige Ge­scheh­nisse ver­wie­sen wird. In einem Ne­ben­hand­lungs­strang wer­den Ent­wick­lungen an­ge­deu­tet, die sich ver­mut­lich als von grund­le­gen­der Be­deu­tung für diese Urban-Fan­tasy-Hepta­logie er­wei­sen und das (Haupt-)­Bin­de­glied zwi­schen den Hand­lungs­strängen dar­stel­len dürf­ten. Soll­ten sich diese Ver­mu­tungen be­wahr­hei­ten, dürfte die­ser Mehr­tei­ler bald das Ni­veau der alten Reihe er­reichen.

Zusätzlich zu den aus der jeweiligen Ich-Perspektive erzählten Hand­lungs­strängen um Rose und Matthew fügt die Auto­rin jetzt wei­tere um andere Cha­rak­tere hinzu, die aller­dings in der 3. Per­son er­zählt wer­den.

Fazit:

Die Geschichte um die neue Generation der Seelenwächter nimmt Fahrt auf. Lang­sam wer­den mög­liche Ent­wick­lungen er­ahn­bar.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

LBG Banner Sommerferien
Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nur unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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Album von Berlin, Charlottenburg und Potsdam

Reprint eines Bildbands aus den 1910ern
Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://rezicenter.blog/2020/01/28/bilder-aus-altbayern-reprint-eines-bildbands-von-1918/

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Tee? Kaffee? Mord! – 3 – Die blauen Pudel des Sir Theodore (Hörbuch)

Ellen Barksdale
Tee? Kaffee? Mord! – 3 – Die blauen Pudel des Sir Theodore (Hörbuch)

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b
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Sprecherin: Vera Teltz

Pudel-Coloration

Klappentext:

Skandal auf der Hundeshow! Die drei Königspudel von Sir Theo­dore – bis­lang die un­an­ge­foch­te­nen Cham­pions – haben von einer Se­kunde zur nächs­ten ein blaues Fell! Sir Theo­dore be­zich­tigt den Ver­an­stal­ter Mason May­field laut­hals der Mit­tä­ter­schaft. Als May­field kurze Zeit spä­ter er­mor­det auf­ge­fun­den wird, ist Sir Theo­dore der Haupt­ver­däch­tige. Doch Natha­lie ist fest von sei­ner Un­schuld über­zeugt und ge­mein­sam mit Lou­ise und den Pu­deln begibt sie sich auf die Suche nach dem wah­ren Mör­der.

Rezension:

Nathalie wird immer klarer, dass sie von ihrer Tante weit mehr als „The Black Fea­ther“ ge­erbt hat. Bei der jähr­lichen Hun­de­aus­stel­lung in Earls­raven war ihre Tante auch als Juro­rin tätig, und auch die­ses Amt geht auf Natha­lie über. Dabei ver­steht sie doch abso­lut nichts von Rasse­hun­den! Dass sie dort noch vor dem eigent­lichen Beginn einem Doping­skan­dal auf die Spur kommt, stei­gert ihre Be­liebt­heit beim Ver­an­stal­ter nicht gerade. Als die Favo­riten dann je­doch plötz­lich in blauem Fell er­strah­len und kurz da­rauf der Ver­an­stal­ter tot auf­ge­fun­den wird, sind wie­der ihre de­tek­ti­vi­schen Fä­hig­kei­ten ge­fragt.

Mit Band 3 scheint sich Ellen Barksdales Cozy-Crime-Reihe „Tee? Kaf­fee? Mord!“ end­gül­tig ein­ge­fah­ren zu haben. Spielte das Ab­na­beln von ihrer Ver­gangen­heit in Band 2 („Die letz­ten Worte des Ian O’Shel­ley“) noch eine große Rolle, fühlt sich die Pro­ta­go­nis­tin mitt­ler­weile in ihrer neuen Um­ge­bung wohl und der ‚Fall des Ban­des‘ steht ein­deu­tig im Mit­tel­punkt des Ge­sche­hens. Dabei wirkt der Mord dies­mal fast wie eine Rand­notiz. Die Pro­ta­go­nis­tin be­kommt die Leiche nicht ein­mal selbst zu Ge­sicht. Viel­mehr geht es darum, den Haupt­ver­däch­ti­gen, den schon im Titel ge­nann­ten Sir Theo­dore, der das Opfer zuvor des An­schlags auf seine Pudel be­schul­digt hatte, zu ent­las­ten. Die B-Story um alte Wand­bil­der in der Gast­stätte wirkt da­ge­gen recht kon­stru­iert.

Stilistisch bleibt bei Buch und Hörbuchumsetzung natürlich alles beim aus den bis­heri­gen Bän­den Ge­wohn­ten.

Fazit:

Mit Band 3 scheinen die humorvolle Cozy-Crime-Reihe wie auch ihre Pro­ta­go­nis­tin end­gül­tig in ihr Fahr­was­ser ge­fun­den zu haben.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nur unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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Reprint eines Bildbands aus den 1910ern
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Die Wächter der Tore – 1 – Silkaris Hoffnung

Viktoria Ludwig
Die Wächter der Tore – 1 – Silkaris Hoffnung

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Das Loch in der Hecke

Klappentext:

Erster Teil der High Fantasy Trilogie über eine mäch­tige Ver­schwö­rung, eine ver­bo­tene Freund­schaft, gött­liche Drachen und den Kampf um einen Neu­an­fang. Nefer­tina hatte nicht ge­glaubt, dass sie jemals echte Macht be­sit­zen würde. Ihre Licht­magie ist rein defen­siv, ihre Visi­onen sind un­deut­lich und ver­wir­rend. Doch dann findet sie zu­fäl­lig einen Weg durch die Hecke, die das Land teilt und Schutz vor einem alten Feind bie­ten soll, und stößt auf eine un­glaub­liche Ver­schwö­rung: Der Feind ist be­reits unter ihnen und sucht die drei Tore. Mit ihrer Macht will er auch noch Sil­kari, die letzte Zu­fluchtsstätte der Völ­ker, unter­wer­fen. Nefer­tina weiß, dass sie die­ser Auf­gabe allein nicht ge­wach­sen ist. Doch im Kampf gegen einen Feind, der den Geist ver­gif­tet, kann man nie­man­dem trauen.

Rezension:

Prinzessin Nefertina hat keine besonders gute Beziehung zu ihrer Mut­ter. Doch jetzt, kaum dass sie er­wach­sen wird, soll sie den Prin­zen der Feinde hei­ra­ten. Den sie na­tür­lich noch nie ge­sehen hat. Mit der Hei­rat würde ihre Mut­ter zu­rück­tre­ten und sie die recht­mä­ßige Köni­gin wer­den. Die Sache hat nur einen Haken: Im Volk ihres Zu­künf­ti­gen zäh­len Frauen nichts. Ihr Mann würde de facto also die Macht über beide Völ­ker be­kom­men, und sie würde nur eine Mario­nette sein. Als sich Nefer­tina von ihren Freun­din­nen aller­dings zu einem heim­lichen Aus­flug ins eigent­lich her­me­tisch ab­ge­grenzte Nach­bar­reich über­reden lässt, kom­men Dinge ins Lau­fen, die alles plötz­lich ganz anders er­schei­nen las­sen.

Wenn man sich an den aus ähnlichen Büchern etablierten Clichés orien­tiert, könnte man fast eine Vor­her­sage wagen, wohin sich Vik­to­ria Lud­wigs Ge­schichte ent­wickeln könnte. Hier kann ich aber – ohne zu viel vor­weg­zu­neh­men – schon mal Ent­war­nung geben: Es läuft hier nicht da­rauf hin­aus, dass sich Nefer­tina und der un­be­kannte Prinz un­sterb­lich in­ein­an­der ver­lie­ben und glück­lich mit­ein­an­der leben, bis dass der Tod sie schei­det. Viel eher geht es hier da­rum, dass Kräfte im Hin­ter­grund diese arran­gierte Ehe durch­set­zen wol­len, um ihre eige­nen Ziele zu er­reichen. Die An­ge­le­gen­heit ist aller­dings so ver­wir­rend, dass ich mir auch nach Be­en­di­gung die­ses Ban­des noch nicht sicher bin, alle Zu­sam­men­hänge zu ver­ste­hen. Dazu trägt aller­dings auch bei, dass die Auto­rin eine auf­fal­lend große Zahl han­deln­der und nament­lich be­kann­ter Cha­rak­tere ver­wen­det, was es dem Leser – be­son­ders wenn er wie ich ein schlech­tes Na­mens­ge­dächt­nis hat – er­schwert, den Über­blick zu be­hal­ten. Zu­min­dest spie­len die im Rei­hen­titel er­wähn­ten Tore bis­her nur eine unter­ge­ord­nete Rolle, wobei sich an­deu­tet, dass sich das im kom­men­den Band än­dern dürfte. Damit ver­spricht die Kom­ple­xi­tät aller­dings noch zu­zu­neh­men.

Die Autorin lässt den Fokus häufig zwischen einer größeren An­zahl an Cha­rak­teren wech­seln. Da­bei be­dient sich die High-Fan­tasy-Story Genre-ty­pisch einer früh­neu­zeit­lich ge­präg­ten Hand­lungs­welt.

Fazit:

Mit ihrer Komplexität und den zahlreichen Handelnden ist diese Tri­logie kein Stoff für zwi­schen­durch, son­dern bedarf eini­ger Kon­zen­tra­tion.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Fantastische LMU

Nikodem Skrobisz (Hrsg.)
Fantastische LMU

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Zwischen Genie und Wahnsinn

Klappentext:

Wenn hinter den Türen der Ludwig-Maximilians-Universi­tät nicht nur aka­de­mi­sche Heraus­for­de­rungen lau­ern, son­dern auch bis­sige Kro­ko­dile die Hör­säle en­tern, dichte Nebel, Schat­ten­ge­stal­ten, Geis­ter, Gnome und Ske­lette durch die Flure zie­hen, die Sta­tuen im Licht­hof zu spre­chen be­gin­nen – dann be­su­chen wir die Welt der „Fan­tas­ti­schen LMU“. Zwölf Kurz­ge­schich­ten von Julia Dör­ner, Nata­scha Druschba, Zsófia Meggy­esi, Xenia Tau­ferts­hö­fer, Petra Tei­chert und Niko­dem Skro­bisz.

Rezension:

Enthaltene Kurzgeschichten:
Das Metaethik-Reptil – Nikodem Skrobisz
Traumbaum – Natascha Druschba
Die Mysterien des Sommerfests – Nikodem Skrobisz
Was fehlt? – Julia Dörner
Knochentanz – Natascha Druschba
Der ewige Student – Petra Teichert
Zwei durchbohrte Herzen – Natascha Druschba
Kleine Probleme – Nikodem Skrobisz
Monsterjagd – Xenia Taufertshöfer
Wolfswissen – Zsófia Meggyesi
Der Ball – Julia Dörner
Ewige Philosophie – Nikodem Skrobisz

Die Ludwig-Maximilians-Universität – ein Ort der Bildung und Wis­sen­schaft in einer klei­nen Stadt ir­gend­wo zwi­schen Lands­hut und Ober­ammer­gau. Aber auch ein Ort völ­lig über­for­der­ter Stu­den­ten und Pro­fes­so­ren. Und wenn die dann noch über­na­tür­lichen Wesen über den Weg lau­fen … Ja, was dann pas­siert, kann man in die­ser Antho­logie lesen.

Anthologien werden in großer Zahl veröffentlicht. Das trifft auch für solche zu, die sich auf das Genre Urban Fan­tasy spe­zi­ali­sie­ren. Dass als Hand­lungs­ort für alle ent­hal­te­nen Bei­träge je­doch eine real exis­tie­rende Uni­ver­si­tät vor­ge­ge­ben ist und alle be­tei­lig­ten Auto­ren – mit Aus­nahme des Heraus­ge­bers alle weib­lich – einen Zu­sam­men­hang mit die­ser auf­wei­sen, ist aller­dings de­fi­ni­tiv außer­ge­wöhn­lich. Ein paar der Ge­schich­ten fal­len ge­nau ge­nom­men auch etwas aus dem Genre, da im je­wei­li­gen Finale deut­lich wird, dass alles eigent­lich nur im be­rausch­ten Traum statt­fand.

Wie man es bei Anthologien gewohnt ist, differiert die Qualität der Ein­zel­werke er­heb­lich. Bei der einen Story ist der Leser be­geis­tert, bei einer ande­ren zuckt er nur mit der Schul­ter, weil ihm die be­ab­sich­tigte Aus­sage nicht ein­leuch­tet. Wie üblich kon­zen­triere ich mich aber eher auf die High­lights.

… und das ist in diesem Fall für mich „Zwei durch­bohrte Her­zen“. Hier müs­sen 2 paral­lel­welt­liche(?) Mons­ter­jäger die Uni von un­ge­be­te­nen Gäs­ten be­freien. Hier fühlt man Urban Fan­tasy pur.

Summa summarum ist dieses Buch für Genre-Fans einen Blick wert.

Fazit:

Über alles betrachtet bietet die Anthologie einen durchaus augen­zwinkern­den Ein­blick ins (über­sinn­liche) Leben an der LMU.

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