Tobar (Sheanthee 2)

Amber Blake
Tobar (Sheanthee 2)

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Das magische Herz von Sheanthee

Klappentext:
Caya Cunningham ist die beste Magie-Schülerin der Insel. Nicht alle finden diese Tatsache erfreulich. Der Fae Rat ruft einen Wettbewerb aus, um die Fähigkeiten und Fertigkeiten der Schüler zu testen. Die magische Quelle der Insel, das Zentrum der Kraft von Sheanthee soll gefunden werden. In mehr als tausend Jahren ist dies niemandem gelungen. Zusammen mit ihrer besten Freundin DeeDee und den beiden Gargoyles nimmt Caya die Herausforderung an. Die Dinge, die sie im Laufe ihrer Suche entdecken, lassen das anfängliche Abenteuer allmählich zu einem Alptraum werden…
Für Jugendliche und junggebliebene Erwachsene.

Rezension:
Die 16-jährige Caya ist eine Ausnahmeschülerin an ihrer Schule, dem Internat für magisch begabte Fae-Abkömmlinge auf der irischen Insel Sheanthee. Im vergangenen Schuljahr konnte sie ihre Befähigung in allen 4 Formen der Elementemagie nachweisen – etwas, was seit sehr langer Zeit keinem Schüler mehr gelungen ist. Doch damit ist sie auch ins Visier der ‚Krieger‘ geraten, einer extremen Gruppierung der Fae-Abkömmlinge, die das seit langem versiegelte Portal zur Welt der Fae wieder öffnen wollen. Doch die Mehrheit der in unserer Welt lebenden Fae-Abkömmlinge ist der Meinung, dass damit das Ende unserer Zivilisation eingeleitet würde. Zum Glück ist diese Meinungsverschiedenheit vorläufig rein akademisch, da niemand weiß, wo dieses Portal verborgen ist. Sollte Caya wirklich die Fähigkeit haben, das zu ändern?
Wenn man (wie der Rezensent) versehentlich mit diesem 2. Band der Reihe beginnt, erscheinen einem zu Beginn natürlich einige Sachen fremd. Trotzdem kommt man auch ohne Kenntnis des Vorgängers schnell in die Geschichte hinein. Die Autorin führt den Leser in ein magisches Internat, was natürlich kein gänzlich neuer Einfall ist. Trotzdem schafft sie es, eine interessante, gänzlich eigenständige Welt zu erschaffen, die wahrscheinlich den Geschmack vielen Harry-Potter-Fans treffen dürfte, jedoch keinesfalls wie ein Harry-Potter-Klon wirkt. Die Charaktere wirken glaubhaft, und das Buch macht durchaus Lust auf mehr. Durchaus positiv sei auch angemerkt, dass die Autorin auf eine große Lovestory verzichtet.
Leider gibt es jedoch auch negatives zu vermerken. Auf ein Lektorat wurde offensichtlich komplett verzichtet, was sich im Besonderen an der Interpunktion bemerkbar macht. Die Kommata wurden anscheinend nach dem Zufallsprinzip im Text verteilt. An Stellen, wo kein Komma etwas verloren hat, tummeln sie sich gleich scharenweise herum, dafür fehlen sie an anderen Stellen, wo sie für den Textfluss dringend benötigt würden. Dafür verdient das Buch einen deutlichen Abzug in der B-Note!

Fazit:
Wer Harry Potter gut findet dürfte auch an diesem Buch Gefallen finden.

eBook

Sheanthee

Amber Blake
Sheanthee

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Die Macht der Elemente

Klappentext:
Caya Cunningham ist ein ganz normaler Teenager,- oder fast normal. Sie entstammt dem alten, magischen Volk der Fae,- nicht, dass sie das weiter interessiert. Der häusliche „Hokus Pokus“ geht ihr eher auf die Nerven und sie möchte mit dem ganzen „Magie Quatsch“ eigentlich nichts zu tun haben. Ihre Vorstellung von einem tollen Leben gipfelt in einem Studium des Modedesigns in London, wenn sie die Schule fertig hat.
Unglücklicherweise erwachen bei den Fae Abkömmlingen die magischen Kräfte, wenn sie das fünfzehnte Lebensjahr erreicht haben.
Zahlreiche Unfälle passieren und als sie im Zorn, einen Feuerhydranten in die Luft jagt, verfrachten sie ihre Eltern, gegen ihren Willen, auf die magische Insel Sheanthee, wo sie lernen soll ihre Kräfte zu kontrollieren.
In Begleitung eines schlagfertigen Gargoyles, tritt sie eine Reise an, die ihr Leben auf den Kopf stellen wird.
Das Buch ist konzipiert für jugendliche Leser und junggebliebene Erwachsene.

Rezension:
Caya soll gegen ihren Willen auf das Fae-Internat auf der abgelegenen Insel Sheanthee gehen. Dabei zieht sie doch viel lieber nach Unterrichtsschluss mit ihrer besten Freundin, die ein ‚normaler‘ Mensch ist und nichts von Cayas magischer Abstammung weiß, durch die örtlichen Boutiquen. Dazu kommt noch, dass jeder Schüler des Internats einen magischen Begleiter braucht, und als solchen erbt sie den vorlauten Gargoyle Bronc, der schon der Begleiter ihrer verstorbenen Urgroßmutter, einer berühmten Magierin, war. Um ihre Fae-Magie kontrollieren zu lernen, bleibt ihr jedoch nichts anderes übrig, als zu gehen. Schließlich soll sich während ihrer Ausbildung auch herausstellen, welche der verschiedenen Magieformen der Fae ihr zu eigen sind.
Amber Blake, hinter deren Pseudonym sich wahrscheinlich eine deutschsprachige Autorin (oder Autor?) verbirgt, führt den Leser schnell in die Handlung hinein. Die Hintergründe werden dem Leser eher nebenbei im Laufe der Geschichte nahegebracht. Cayas Erlebnisse können den Leser fesseln, wobei manches ruhig etwas ausführlicher erzählt sein könnte. Dabei ist der Text gut lesbar verfasst. Leider kann man das von der Interpunktion nicht sagen. Die Interpunktion, insbesondere die Kommasetzung, ist chaotisch. Auch die Rechtschreibung – besonders die der selbst geschaffenen Begriffe – ist teilweise etwas gewöhnungsbedürftig.
Trotz der genannten ‚Mängel‘ dürfte sich die Lektüre der „Sheanthee“-Reihe für Freunde junger Urban Fantasy lohnen, denn die Autorin schafft es darinnen, durchaus neue, noch nicht anderweitig abgenutzte Ideen einzubringen.

Fazit:
Alle, die sich für das Leben an magischen Internaten begeistern können, sollten „Sheanthee“ einen Blick gönnen.

eBook

Voodoo Girl / LOA – 1 – Die weiße Mambo

Roxanne Rivington
Petra Renée Meineke
Voodoo Girl
LOA – 1 – Die weiße Mambo

St,rSt,rSt,rSt,rSt,r

Voodoo und 3 Elternpaare für Zoé

Klappentext:
(alt)
Düstere Träume und eine unbekannte Vergangenheit geben der 16-jährigen Zoé Rätsel auf. Ihre Eltern hat sie nie kennengelernt, und Tante Megan, bei der sie aufgewachsen ist, verschweigt ihr etwas. Gibt es ein Geheimnis um ihre Geburt? Um Klarheit zu gewinnen reist Zoé nach Haiti, wo sie geboren wurde – ein Land, in dem Voodoozauber, Geister und Dämonen zum Alltag gehören. Doch wer sind die unheimlichen Männer, die sie verfolgen? Stecken Mächte dahinter, die nicht von dieser Welt sind? Zoé gerät in einen Konflikt zwischen Glauben und Wissen. Auf der Suche nach ihrer Vergangenheit wird sie immer tiefer in die Mysterien des Voodoo hineingezogen … Roxanne Rivingtons Debüt »Voodoo Girl« erschien erstmals auf der kanadischen Schreibplattform Wattpad, wo die Geschichte tausende Leser begeisterte und 2014 einen Wattys Award gewann.

(neu)
Zwei Menschen, zwei Geschichten, durch Jahrhunderte und Kontinente getrennt, doch auf geheimnisvolle Weise miteinander verbunden …
Düstere Träume und ihre vergessene Kindheit bestimmen das Leben der 16-jährigen Zoé. Die nebelhafte Prophezeiung einer Wahrsagerin führt sie nach Haiti, wo sie geboren wurde. Ein seltsames Land, in dem Magie, Geister und Dämonen zum Alltag gehören. Doch je tiefer Zoé nach ihren Wurzeln gräbt, um Antworten zu finden, desto rätselhafter werden die Hinweise.
Gibt es ein Geheimnis um ihre Geburt? Und wer sind die unheimlichen Männer, die sie verfolgen? Zoé ahnt nicht, wie eng ihr Schicksal mit Ereignissen aus längst vergangenen Zeiten verwoben ist – und mit den Menschen, die anno 1791 die Haitianische Revolution auslösten: dem charismatischen Sklavenführer Boukman, dem jungen Mokabi, der als Sklave aus seiner afrikanischen Heimat in die neue Welt verschleppt wurde, und Cécile Fatiman – der legendären Voodoopriesterin, die man einst „Die weiße Mambo“ nannte.

Rezension:
1790 wird der junge afrikanische Häuptlingssohn Mokabi auf einem Sklaventransporter in die Karibik verschleppt, wo er bald darauf in die Wirren des haitianischen Sklavenaufstandes von 1791 gerät.
Zoé wächst bei ihrer Stieftante Megan, genannt Meg im England unserer Tage auf. Megs Bruder und dessen Frau hatten Zoé als Kleinkind aus einem Waisenhaus in Haiti adoptiert, waren kurz darauf jedoch gestorben. So weiß die 16-jährige nur wenig über ihre eigentlichen Stief- und nicht das geringste über ihre leiblichen Eltern. Als eine Wahrsagerin auf dem Jahrmarkt sie auffordert, mehr über ihre Wurzeln zu erfahren, fasst Zoé den Entschluss nach Haiti zu reisen und ihre Herkunft zu erforschen. Nach anfänglichen Zögern stimmt Tante Meg zu, den nächsten Urlaub gemeinsam dort zu verbringen. In der Karibik angekommen, muss Zoé jedoch schnell feststellen, dass mysteriöse Leute an ihr interessiert sind.
Roxanne Rivington präsentiert mit diesem Buch ein fesselndes, tief in die haitianische Geschichte eingebettetes Abenteuer. Viele der gut konstruierten Zusammenhänge erschließen sich dem Leser (und Zoé) erst nach und nach. Dabei werden geschickt zahlreiche hierzulande wenig bekannte Informationen aus der realen Historie Haitis sowie dem dort nicht wegzudenkenden Voodoo-Kult eingebaut. Die Autorin schafft es, den Leser mit ihrem Schreibstil und dem gut durchdachten Handlungsaufbau schnell in den Bann ihres Romans zu ziehen, welchen sie selbst ins Mystery-Genre einordnet.
In die Haupthandlung um Zoé sind immer wieder historische Kapitel um Mokabis Geschichte eingeschoben. Leider erfährt der Leser bis zum Schluss nicht, wie genau die beiden Handlungsfäden aus dem 18. und dem 21. Jahrhundert miteinander verwoben sind. Auch Zoés Schicksal bleibt ungeklärt, denn das Buch endet abrupt an der spannendsten Stelle. Erst hier wird dem Leser bewusst, dass es sich bei „Voodoo Girl“ um den 1. Band eines Mehrteilers handelt. Leider ist das Erscheinungsdatum der Fortsetzung, die wohl jeder Leser am Ende dieses Buches ungeduldig herbeisehnt, noch ungewiss.
Mit einem Verlagswechsel änderte sich der Titel des Buches von „Vooddoo Girl“ zu „LOA – 1 – Die weiße Mambo“, womit auch der Charakter eines Mehrteilers sofort ins Auge sticht. Auch tritt die Autorin statt des Pseudonyms jetzt unter ihrem echten Namen Petra Renée Meineke auf.

 

Fazit:
„Die weiße Mambo“ entführt den Leser in ein spannendes und ungemein interessantes Abenteuer nach Haiti.

.

⇐ Taschenbuch bei Amazon
auch bei Weltbild oder bei Hugendubel

⇐ eBook für Kindle bei Amazon
auch als eBook für alle anderen Reader bei Weltbild oder bei Hugendubel

.
Lust auf noch mehr Gespenster? „Arthur Degenhard“, Band 2 der Jugend-Urban-Fantasy-Kurzgeschichtenreihe „Bei Geistern zu Besuch“ ist jetzt erhältlich.
.

Banner
Tipps für preisgünstigen Lesestoff

.

In den Tiefen der Ewigkeit

Isa Day
In den Tiefen der Ewigkeit (Der Weg des Heilers 2)

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Die Suche nach dem Drachen

Klappentext:
Jahrelang strich die Magie der Geister durch die weiten Wälder Erriadas und liess die Herzen der jungen Menschen vor Furcht erstarren – bis Joshi die Wahrheit erkannte.
Die Kinder der Arrya haben sich in ihren Feinden getäuscht und bitter für diesen Irrtum bezahlt. Joshi und sein Bruder Marcin brechen auf zur Burg der Geister, um das Schicksal ihres Volkes in die Hände der fremdartigen Wesen zu legen und vielleicht ihre Heimat vor dem Untergang zu bewahren. Dabei ist beiden klar, dass sie eher den Tod als Vergebung finden werden.
Für den siebzehnjährigen Joshi ist es eine Entscheidung zwischen früher und später. Die schwere Krankheit, gegen die er schon so lange kämpft, hat gesiegt und wie seiner Heimat bleibt ihm nur wenig Zeit. Doch das dem Untergang geweihte Land verbirgt noch viele Geheimnisse und auch Joshis Schicksal ist längst nicht so klar, wie es zunächst scheint.
Selbst als schon der Feuerregen die einst prachtvollen Wälder brennen lässt, verfolgt er weiter sein Ziel, die Heimat zu retten – wenn es sein muss bis in die Tiefen der Ewigkeit, wo die Schöpfer Erriadas noch immer schlafen sollen. Hoffnung gibt ihm, dass der Feind seine böse Macht nun auf ihn konzentriert, nachdem sein Einfluss über die meisten anderen Jugendlichen gebrochen ist. Und selbst todkrank ist Joshi durch seine einzigartige Magie alles andere als hilflos.
Doch vielleicht ist genau diese Magie der Grund für den furchtbaren Konflikt, der in einer fernen Vergangenheit weit ausserhalb Erriadas begann und Joshis Lebensweg mit der Zukunft des gesamten Weltengefüges verknüpft.

Rezension:
Nach den Vorkommnissen im vorhergehenden Band „Der verletzte Himmel“ brechen Joshi und Marcin auf, um mit den ‚Geistern‘, einem Volk mit auffällig heller Haut, zu verhandeln. Doch die sind über den Besuch zunächst nicht besonders erfreut – was nicht verwundert, geben sich beide Seiten doch gegenseitig die Schuld an den Zwischenfällen. Als der Riss im Himmel jedoch immer größer wird und die vollständige Zerstörung der Welt droht, sehen alle ein, dass sie die verschwindend kleine Chance auf eine Rettung nur gemeinsam ergreifen können. Doch dazu müssen sie den uralten Drachen, der Legenden zufolge tief unter dem Gebirge schläft, wecken. Aber wie wird der auf die Störung reagieren – falls er überhaupt wirklich existiert.
Mit der Handlung dieses 2. Bandes ihrer „Der Weg des Heilers“-Reihe schließt die Autorin Isa Day nahtlos an den Vorgänger an, weshalb es durchaus zu empfehlen ist, beide Bücher am Stück zu lesen. Nahezu alles in der Rezension des Vorgängers gesagte trifft auch hier zu. Die wirklich außergewöhnliche Welt dieser Buchreihe wird noch weiter ausgebaut und dabei um einige Details erweitert. Der Sprachstil kann überzeugen, wobei auch bei diesem Band wieder darauf hingewiesen werden muss, dass er in der Schweiz verlegt wurde und deshalb durchgängig „ss“ statt „ß“ verwendet. Leider erfolgte auch hier wieder kein besonders gründliches Lektorat, weshalb sich noch einige Flüchtigkeitsfehler im Text finden, die den Lesefluss jedoch nicht nennenswert stören.
Wie schon bei Band 1 gibt es auf der Homepage der Autorin ein download- und ausdruckbaren Personen- und Stichwortregister. Auch ein „geheimer Epilog“ ist dort zu finden.
Im Gegensatz zum offenen Ende des vorherigen Bandes, das direkt in diesen überleitete, ist die Handlung von „In den Tiefen der Ewigkeit“ in sich abgeschlossen. Dessen ungeachtet ist ein weiterer Band jedoch bereits angekündigt.

Fazit:
„In den Tiefen der Ewigkeit“ stellt eine würdige Fortsetzung der Reihe dar, die die Handlung zu einem (relativen) Abschluss bringt.

Taschenbuch
eBook

Der verletzte Himmel

Isa Day
Der verletzte Himmel (Der Weg des Heilers 1)

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Hilfe, die Sonne kommt!

Klappentext:
In einem von finsteren Mächten zerrissenen Land muss Joshi den wahren Feind finden, denn nur so kann er sein Volk und seine Heimat vor der Vernichtung bewahren.
Das Volk der Arrya lebte noch nicht lange in den ebenso wilden wie prachtvollen Wäldern Erriadas, als eines Nachts die anderen Bewohner des Landes – die Geister – alle erwachsenen Menschen verschleppten. Zurück liessen sie deren Kinder, auf sich selbst gestellt und dem Tod geweiht.
Seit damals sind sieben Jahre vergangen. Die jungen Arrya haben aufgrund ihrer engen Verbundenheit und der aussergewöhnlichen Fähigkeiten zweier Brüder überlebt: Marcin, mit achtzehn Jahren das älteste der Kinder, trotzt als Anführer selbst der harschesten Kaltzeit das Überleben des jungen Volkes ab. Sein siebzehnjähriger Bruder Joshi – magisch begabt, aber todkrank – bewahrt das verbliebene Wissen und erzieht die Kleinsten.
Unvermittelt flammt der Konflikt, der ihnen die Eltern nahm, wieder auf und finstere Einflüsse stürzen ihre Heimat ins Chaos. Sinjhar, der legitime Königssohn der Arrya, hat die Macht an sich gerissen und ruft zum Krieg gegen die Geister auf. Nur Joshi stellt sich ihm entgegen. Durch seine Magie ist er auf einzigartige Weise mit dem Land verbunden. Getrieben vom Gefühl, dass an den Überlieferungen etwas nicht stimmen kann, sucht er nach den wahren Hintergründen des tödlichen Konflikts und der Quelle des Bösen.
Dafür muss Joshi seinen eigenen Weg gehen – gegen alle Loyalität und Traditionen. Doch wie sehr darf er seiner Intuition vertrauen? Schliesslich fliesst in seinen Adern nicht nur das Blut der Menschen, sondern auch das ihrer Feinde.

Der Verlag über das Buch
Mit ihrer Fantasy-Serie ist der Autorin eine besondere Schöpfung gelungen: Ein Land voller Zauber, in dem ein Volk von Jugendlichen sich tapfer allen Gefahren stellt, mit Bäumen als Behausungen, die mit ihren Bewohnern interagieren, und den zugleich liebenswertesten wie auch nervigsten Haustieren des gesamten Weltengefüges.

Rezension:
Die Arrya leben in einer Welt, in der sie nur zwischen der Hellzeit, wenn die beiden Monde am Himmel stehen, und der Dunkelzeit, wenn diese untergegangen sind, unterscheiden. Und das ist auch gut so, denn jeder Sonnenstrahl ist tödlich für sie und die Tiere und Pflanzen ihrer Welt. Vor Jahren gab es mal einen Riss im Himmel, durch den für wenige Sekunden das Sonnenlicht auf diese Welt fallen konnte. Joshi, der junge Bewahrer des Wissens seines Volkes, wurde damals schwer verletzt und ist seitdem krank. Doch die ‚Geister‘, ein anderes Volk, dessen Angehörige nur wegen ihrer auffallend hellen Haut so genannt werden, versuchen offenbar, dieses Riss im Himmel wieder zu öffnen. Doch leider sind sich die Arrya absolut nicht einig, wie sie darauf reagieren sollen.
Die Autorin Isa Day (vermutlich ein Pseudonym) entführt den Leser in diesem Auftaktband ihrer „Der Weg des Heilers“-Reihe in eine selbst für Fantasy-Verhältnisse außergewöhnliche Welt. Die handelnden Figuren und die Welt werden dabei interessant gezeichnet. Oft stellt sich heraus, dass etwas nicht ganz so ist, wie die Protagonisten – und mit ihnen der Leser – zunächst vermuten. Doch das kommt der Handlung natürlich nur zugute.
Wie jedem deutschen oder österreichischen Leser schon beim ‚Klappentext‘ auffallen dürfte, wird in diesem Buch statt „ß“ konsequent „ss“ benutzt, Der Grund liegt darin, dass dieses Buch in der Schweiz verlegt wurde, wo man diesem Buchstaben bekanntlich die Existenzberechtigung verweigert. Auch wenn das zunächst etwas irritiert, gewöhnt man sich im Verlauf des Textes recht schnell daran. Ein etwas gründlicheres Lektorat hätte dem Buch dagegen nicht geschadet. Hin und wieder fallen Sätze auf, in denen erkennbar ein Wort fehlt. Sprachlich ist „Der verletzte Himmel“ in einem gut und flüssig lesbarem Stil verfasst.
Um dem Leser den Überblick zu erleichtern, findet sich auf der Homepage der Autorin ein download- und ausdruckbaren Personen- und Stichwortregister.
Da dieses Buch als Start einer Reihe erwartungsgemäß ein recht offenes Ende hat, kann man dem potentiellen Leser nur empfehlen, den Folgeband „In den Tiefen der Ewigkeit“ gleich mitzukaufen.

Fazit:
Ein Sprung in eine in mehrfacher Hinsicht bunte Fantasy-Welt, den der Genre-Fan nicht bereuen wird.

Taschenbuch
eBook

Der schwarze Garten

Dorothe Zürcher
Der schwarze Garten

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Im Schutz des Schlangenrings

Klappentext:
Während des ‚Sechseläuten-Festes‘ wird die WC-Anlage des Zürcher Großmünsters gesprengt und brennt aus. Die Polizei spricht von Vandalismus. Die junge Carina vermutet etwas ganz anderes. Sie fragt sich, ob eine dunkle Macht aus den Erzählungen unserer Vorfahren durch das vergessene Gräberfeld seinen Weg ins Freie fand.
Früher hätte sich Carinas Vater, der Meister über den schwarzen Garten – einem keltischen Kultplatz von Zürich –, dieses Verdachts angenommen. Doch vor einem Jahr wurde ihr Vater unter mysteriösen Umständen ermordet. Carinas Bruder befürchtet, seine Schwester wolle die düsteren Kräfte des Gartens wieder heraufbeschwören und vertreibt sie aus der Stadt.
Eine Irrfahrt zu anderen vergessenen Kultorten und alten Legenden der Schweiz beginnt. Dabei versucht Carina, neue Erkenntnisse zu gewinnen, um die Stadt zu befreien. Vor allem aber muss sie sich gewahr werden, wie groß ihre Schuld am Tod ihres Vaters ist…

Rezension:
Carina, die von ihrer Familie meist Kaia genannt wird, und ihrem Halbbruder widerstrebt es, das schwarzmagische Erbe ihres gestorbenen Vaters anzutreten. Als ihre Heimatstadt Zürich jedoch erst von anscheinendem Vandalismus und später sogar von einem Erdbeben erschüttert wird, ist ihnen klar, dass dunkle Kräfte am Walten sind. Obwohl sich die Geschwister über den richtigen Weg uneins sind, erkennen sie doch, dass nur die Kräfte des Schwarzen Gartens, den sie von ihrem Vater übernommen haben, helfen können, die Stadt zu schützen.
Bei einem in der Schweiz handelnden Buch, in dem auch regional typische Ausdrücke verwendet werden, ist es hilfreich, dass es einen Glossar gibt, in dem einige der benutzten Ausdrücke erklärt werden. Leider gibt es im Text aber auch einige lokale Ausdrücke, die im Glossar fehlen. So dürfte es für die meisten deutschen Leser nicht offensichtlich sein, dass sich Carinas Familienname Degiesser von der Berufsbezeichnung „Gießer“, ergänzt durch den französische Adelsvorsatz „de“ herleitet.
Die Autorin führt ihre Leser in ein Zürich, in dem viele Gestalten aus örtlichen Sagen aktiv sind. Am Anfang fällt es etwas schwer, in die Handlung hineinzufinden. Erst nach und nach werden dem Leser die magischen Zusammenhänge und Carinas Familienverhältnisse klar. Erschwerend kommt hinzu, dass den meisten Lesern außerhalb der Züricher Region die als Grundlage der Handlung dienenden Sagen fremd sein dürften. So fällt es einem bis zum Ende dieser Urban-Fantasy-Geschichte schwer, einzuordnen, um wen (oder was) es sich beim ‚Butler‘ der Familie und den ‚Gärtnern‘ handelt. Trotzdem hinterlässt das Buch am Ende einen durchaus positiven Gesamteindruck, und man fühlt sich gut unterhalten.

Fazit:
Auch ohne Kenntnis der sprachlichen und lokalen Eigenheiten kann man dieses Buch Urban-Fantasy-Fans empfehlen.

Taschenbuch

Feuerschule (Magie hinter den sieben Bergen 5)

Diandra Linnemann
Feuerschule (Magie hinter den sieben Bergen 5)

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Hexenspektakel am Rheinufer

Klappentext:
MAGIC CONSULTANT AND SOLUTIONS …
Auch ohne Lizenz hat Helena Weide, staatlich geprüfte Hexe, alle Hände voll zu tun. Eine prestigeträchtige Bonner Privatschule engagiert sie, um eine Projektwoche zu leiten. Währenddessen soll sie unauffällig herausfinden, wie es zu verschiedenen mysteriösen Zwischenfällen in der Abschlussklasse kommen konnte. Leider verfügt Helena nicht über die Begeisterung ihrer berühmten Mutter und tut sich mit dem Magieunterricht schwer. Auch die Rivalitäten und das konstante Drama der Jugendlichen zehren an ihren Nerven. Wenigstens steht ihr eine begeisterte junge Lehrerin zur Seite, während sie versucht, die Energien der Schülerinnen zu bändigen.
Glücklicherweise gibt es reichlich Ablenkung, denn Helenas Sekretärin Maria plant ihre Hochzeit mit deren Ex-Freund Raphael, und die Stadt benötigt ihre Expertise in einer sensiblen Angelegenheit.
Die Beziehung zu Falk gerät unterdessen ins Wanken, als Helena beschließt, sich in seine Privatangelegenheiten einzumischen. Natürlich kann sie die Sache mit dem Familienfluch nicht auf sich beruhen lassen – vor allem, wenn der Fluch das Leben des Mannes bedroht, den sie liebt.

Rezension:
Die Existenz von Hexen und anderen magischen Wesen ist allgemein bekannt – was jedoch nicht heißt, dass diese in der Bevölkerung besonders beliebt sind. Helena könnte als Gründerin und Inhaberin einer magischen Firma mit Sekretärin und Assistenten, der im ‚Nebenjob‘ auch ihr Freund ist, eigentlich zufrieden sein. Da ihre Hexenlizenz nach einen Zwischenfall jedoch bis zu dessen Klärung eingezogen wurde, sind ihrer Tätigkeit momentan Grenzen gesetzt. Die Möglichkeit, einen Magiekurs an einen elitären Privatschule abzuhalten, sollte ihr also eigentlich ganz recht sein. Jedoch fehlt es Helena an der richtigen Begeisterung fürs Unterrichten. Dass sich die Kursteilnehmerinnen – ausnahmslos Mädchen, von denen eines unbewusst Magie wirken soll – als ziemlich zickig erweisen, macht ihr diese Aufgabe nicht gerade sympathischer.
„Feuerschule“ ist schon der 5. Band in Diandra Linnemanns „Magie hinter den sieben Bergen“-Reihe. Wer die vorherigen Bände nicht kennt, wird zu Anfang ein paar Probleme haben, in die Handlung hineinzufinden. Spätestens wenn sich ab Beginn des Magiekurses an der Schule die Ereignisse überschlagen, spielen diese fehlenden Vorkenntnisse jedoch kaum noch einen Rolle. Die Autorin liefert hier ein detailreiches Urban-Fantasy-Spektakel ab, in dem von rheinischer Gemütlichkeit nichts zu spüren ist. Lediglich ein paar Nebenhandlungen würde eine Straffung guttun. Dem Buch muss man bescheinigen, ordentlich lektoriert zu sein.

Fazit:
Urban Fantasy im Herzen Bonns – dieses Konzept funktioniert auffallend gut.

Taschenbuch
eBook

Lockwood & Co. – The Hollow Boy

Jonathan Stroud
Lockwood & Co. – The Hollow Boy

St,rSt,rSt,rSt,rSt,r

Rückseitentext:
As a massive outbreak of supernatural Visitors baffles Scotland Yard and causes protests throughout London, Lockwood & Co. continue to demonstrate their effectiveness in exterminating spirits. Anthony Lockwood is dashing, George insightful, and Lucy dynamic, while the skull in the jar utters sardonic advice from the sidelines. There is a new spirit of openness in the team now that Lockwood has shared some of his childhood secrets, and Lucy is feeling more and more as if her true home is at Portland Row. It comes as a great shock, then, when Lockwood and George introduce her to an annoyingly perky and hyper-efficient new assistant, Holly Munro.
Meanwhile, there are reports of many new hauntings, including a house where bloody footprints are appearing, and a department store full of strange sounds and shadowy figures. But ghosts seem to be the least of Lockwood & Co.’s concerns when assassins attack during a carnival in the center of the city. Can the team get past their personal issues to save the day on all fronts, or will bad feelings attract yet more trouble?
Danger abounds, tensions escalate, and new loyalties form in this third delightfully terrifying adventure in the critically acclaimed Lockwood & Co. series.

Rezension:
Eigenartige Dinge passieren – und das nicht nur im von Geistern heimgesuchten London. Nein, auch in unserer ganz realen Welt. Band 3 der „Lockwood & Co.“-Reihe, „The Hollow Boy“, war ursprünglich sowohl in der britischen als auch in der US-Ausgabe für den 15.09.2015 angekündigt. Als ich das Buch am 15.09. jedoch bestellen wollte, war der voraussichtliche Liefertermin der britischen Ausgabe bei Amazon plötzlich für Ende Oktober angegeben. Da ich nicht so lange warten wollte, bestellte ich mir die US-Ausgabe. Als ich mich jetzt nach dem Lesen gerade daran machte, diese Rezension zu verfassen, musste ich überrascht feststellen, dass die britische Ausgabe mittlerweile bei Amazon überhaupt nicht mehr gelistet ist. Hm? Was ist denn da los? Haben Lucy und ihre Kollegen bei der Suche nach Besuchern etwa den Verlag verwüstet? Die deutsche Übersetzung „Die Raunende Maske“ ist jedoch weiterhin für den 19.10.2015 angekündigt. (Wie man sieht, habe ich diese Rezension schon vor einiger Zeit verfasst.)
Aber kommen wir zum Buch selbst: Die Lage in England wird immer schlimmer. Im Londoner Stadtteil Chelsea nehmen die übernatürlichen Aktivitäten dermaßen überhand, dass sich die DEPRAC – die zuständige Aufsichtsbehörde – gezwungen sieht, ganze Straßenzüge zu evakuieren. Nach ihren bisherigen Erfolgen sind die Dienste der Agentur Lockwood & Co. so gefragt, dass Lockwood, George und Lucy oft jeder für sich alleine an verschiedenen Fällen parallel arbeiten müssen, um der vielen Aufträge Herr zu werden. So kann es nicht weitergehen! Deshalb stellt Lockwood eine Bürohilfe ein, Holly. Diese ist zwar ein Organisationstalent, Lucy kommt mit ihr allerdings überhaupt nicht gut aus. Das ändert sich auch nicht grundlegend, als Holly Lucy aus einer selbstverschuldeten komplizierten Lage befreit.
Doch schließlich hat George eine Theorie, wo die Ursache des katastrophalen ‚Chelsea-Outbreaks‘ liegen könnte. Um der Spur folgen zu können, müssen sich Lockwood und seine Freunde jedoch auf eine Zusammenarbeit mit ihrem Erzrivalen Kipps einlassen. In einem Kaufhaus, dass angeblich gar nicht von Erscheinungen heimgesucht wird, treffen sie des Nachts gleich auf hunderte. Als dann auch noch ein mächtiger Poltergeist in Erscheinung tritt, befinden sich alle Anwesenden in höchster Lebensgefahr.
Dem namensgebenden ‚hohlen Jungen‘ begegnen wir erst fast am Ende des Abenteuers. Wieso bei diesem Buch der Originaltitel – im Gegensatz zu den Bänden 1 und 2 – nicht ins Deutsche übersetzt, sondern ein abweichender erfunden wurde, erschließt sich mir jedoch nicht.
Wie bereits bei den vorherigen Bänden angemerkt, halte ich die Einstufung als Kinderbuch für fraglich. Jugendbuch fände ich erheblich passenden. Die Tatsache, dass Band 1 2013 für den „Los Angeles Times Book Prize“ in der Kategorie „Young Adult Literature“ nominiert war, zeigt wohl deutlich, dass ich mit dieser Meinung nicht alleine stehe.

Fazit:
Jonathan Stroud schafft es, das Niveau der beiden Vorgänger zu halten. Die „Lockwood & Co.“-Reihe bietet auch weiterhin echtes Suchtpotential. Ich kann diese Reihe allen Fantasy- und Detektiv-Story-Begeisterten nur empfehlen.

gebundenes Buch
Taschenbuch
Hörbuch
gebundenes Buch in der deutschen Übersetzung
eBook in der deutschen Übersetzung
Hörbuch in der deutschen Übersetzung

Hexenstein

Bianca Bolduan
Hexenstein

St,rSt,rSt,bSt,bSt,b

Ein Jahrhunderte altes Grauen

Klappentext:
Ein Ort in Thüringen, ein scheinbar unauffälliger Hinkelstein in einem Garten und Frauen, die den Verstand verlieren; auch im zweiten Band der „Darcer“-Reihe geht es um einen realen Platz mit starken energetischen Belastungen.
Was dort im Jahre 1710 geschah, führte zu einem der letzten Hexenprozesse dieser Gegend. Doch bis in die Gegenwart hinein ranken sich um den „Hexenstein“ Gerüchte, denn all jene, die ihn fortbewegen wollen, sterben. Geologische Untersuchungen ergeben nichts und jährlich pilgern Hunderte Schaulustige zu diesem Ort, an dem einst Furchtbares geschah und bis heute keine Ruhe einkehren kann.
Um die Bewohner des Ortes vor noch mehr Schaulustigen zu schützen, wird der Standort verschleiert. Auch die Namen wurden geändert. Die Geschichte nicht!

Rezension:
1711 in einem kleinen Dorf in Thüringen. Der älteste Sohn des örtlichen Großbauern verliebt sich in die Tochter der im Wald lebenden Kräuterfrau. Doch diese Verbindung ist unvorstellbar. Schließlich hat der Bauer schon lange mit dem Schmied geklärt, dass ihre Kinder einmal heiraten sollen, und Kräuterfrauen gelten in der Gemeinschaft eher als notwendiges Übel und werden generell ihrer Nähe zur Hexerei verdächtigt. So nimmt das Unheil seinen Lauf.
2011 im selben Dorf. Eine Familie kauft ein seit einiger Zeit leerstehendes Haus. Der Vater ist lungenkrank und muss dringend in eine Umgebung mit besserer Luft ziehen. Der Tochter der Familie fallen jedoch schnell unheimliche Vorgänge auf.
Selbstverständlich sind die Vorgänge trotz des zeitlichen Abstands von 300 Jahren miteinander verwoben. Während die historische Geschichte jedoch interessant und spannend zu lesen ist, driftet die aktuelle Handlung schnell in eine vorhersehbare Geisterstory mit noch vorhersehbarerem Ausgang ab. Hinzukommt, dass die Autorin sowohl im Klappentext als auch im Buch selbst versucht, das Geschehen als reale Handlung zu verkaufen. Obwohl das Buch in einem gut lesbarem Sprachstil verfasst ist, kann man es aus den genannten Gründen höchstens für esoterisch Interessierte empfehlen.

Fazit:
Eine vorhersehbare Fantasy-Story, die als reale Geschichte ausgegeben wird.

eBook

Rynestig – 1 – Wolfsmohn

Margarethe Alb
Rynestig – 1 – Wolfsmohn

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Das Coming-Out als Halbelfe

Klappentext:
„Was ich nicht weiß. Macht mich nicht heiß.“ So oder so ähnlich müssen die Autoren von diversen Sagen – oder Märchenbüchern gedacht haben, als sie einfach irgendwelche Halbwahrheiten abdruckten.
Damit wird ab sofort aufgeräumt.
Aber total.
Aus diesem Grund entschloss sich eine der letzten Waldelfen die Erinnerungen an ihr langes Leben aufzuschreiben. Ihr habt bis jetzt geglaubt, weiße Frauen zu beobachten wäre lustig? Wölfe verspeisten nur so zum Spaß Menschen?
Oder Zwerge sind kleine, goldgierige Stinker? Na gut, sind sie. Einige von ihnen jedenfalls.
Als Kräuterfrau und Halbelfe war Margarethe ein turbulentes Leben garantiert. Wer kann denn außer ihr schon von sich behaupten, auf einem Werwolf geritten oder von einer Nymphe aufgeklärt worden zu sein.
Worüber? Ich werde mich hüten, hier und jetzt alles zu verraten. Macht euch ein paar schöne Stunden und lest es doch einfach selbst.

Rezension:
Thüringen im Jahre 1510. Margarethe und ihre Freundinnen erzählen sich gerne gegenseitig Gruselgeschichten. Als eines der Mädchen behauptet, in einer Vollmondnacht eine Weise Frau gesehen zu haben, vereinbaren sie, zum nächsten Vollmond diese Stelle gemeinsam aufzusuchen. Dach es kommt anders. Zu ihrem 16. Geburtstag wird Margarethe von ihrem Vater vor die Wahl gestellt, entweder den reichen, aber schon älteren Großbauern zu heiraten, der um ihre Hand angehalten hat, oder zu ihrer Tante mütterlicherseits, einer Kräuterfrau, in die Ausbildung zu gehen. Das Mädchen sieht in der Alternative, selbst zu einer auf Lebenszeit unverheirateten Kräuterfrau zu werden, das kleinere Übel und begleitet ihre Tante zu deren tief im Wald gelegenen Hütte. Was Margarethe nicht weiß, ist, dass diese Tante eine Halbelfe ist und sie das Elfenerbe über ihre Mutter auch in sich trägt. Und so beginnt das große Abenteuer. Ehe sie es sich versieht, begegnet Margarethe echten Nymphen, Werwölfen, Zwergen und noch einigen anderen Wesen, die sie bisher nur aus den Gruselgeschichten kannte.
Was dem Leser zu Beginn der Geschichte nicht gleich auffällt, ist, dass „Wolfsmohn“ der Start einer Fortsetzungsgeschichte ist. So kommt das Ende dieses Bandes mitten in der – an dieser Stelle gerade spannenden – Handlung ziemlich überraschend.
Leider schafft es die Autorin nicht, während der eigentlichen Handlung den im Klappentext sowie im Vorwort aufgebauten Humor-Pegel aufrecht zu erhalten. Stattdessen dominiert hier das Abenteuer-Element, was nach dem Lesen von Klappentext und Vorwort zwar etwas überrascht, der Geschichte aber nicht schadet. Die Autorin, die die Reihe unter dem Pseudonym ihrer Heldin veröffentlicht, schafft es, eine flüssig und interessant zu lesende Fantasy-Geschichte mit lokalem Bezug zu erzählen, die Lust auf die Fortsetzungen macht.

Fazit:
Ein Fantasy-Abenteuer vor historischer Thüringer-Wald-Kulisse.

Taschenbuch
eBook