Kreaturen der Anderswelt – 2 – Verfluchter Dämon

Brogan Thomas
Kreaturen der Anderswelt – 2 – Verfluchter Dämon

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Übersetzung: Tanja Klement

Zwischen Dämon und Wolfswandler

Klappentext:

Sie genoss ihr Leben als Liebling eines Dämons. Bis die Schreie eines Un­schul­di­gen ihre Welt in Stücke ris­sen …

Emma Case dreht total durch. Von Monstern umgeben zu sein, ist schon ris­kant ge­nug, auch ohne ge­gen die Re­geln zu ver­sto­ßen, aber als das sanft­mü­tige Mäd­chen einen Wel­pen in Not hört, kann sie nicht wider­ste­hen, sich auf ver­bo­te­nes Ter­rain zu be­ge­ben. Nach­dem sie heraus­ge­fun­den hat, dass es sich bei der un­glück­lichen Krea­tur um einen Wolfs­wand­ler han­delt, ist sie fas­sungs­los, dass das Rudel des Klei­nen sie eines Ver­brechens be­schul­digt und sie ent­führt, um sie zu ver­hö­ren.

Emma wird gefoltert, um Informationen zu verraten, die sie nicht hat. Sie fleht ihren gut aus­se­hen­den Pei­ni­ger ver­zwei­felt an, ihr zu glau­ben. Doch wäh­rend die naive junge Frau immer tie­fer in das Reich über­na­tür­licher In­tri­gen gerät, ent­wickelt sie un­er­war­tet beängs­ti­gende Kräfte und weiß nicht, wie sie sie kontrol­lieren kann.

Wird Emmas verborgenes Erbe ein Segen oder ein Fluch sein?

Verfluchter Dämon ist das zweite eigenständige Buch der charakter­star­ken Urban-Fan­tasy-Serie Krea­turen der An­ders­welt. Wenn du freche Hel­din­nen, herz­haf­ten Humor und Ner­ven­kit­zel magst, dann wirst du Bro­gan Tho­mas’ action­ge­la­dene Ge­schichte lie­ben.

Rezension:

Emma ist das ‚Lieblingshaustier‘ eines Dämons, seit sie von ihrer eige­nen Mut­ter als Kind an die­sen ver­kauft wurde um bei deren an­ge­streb­ter Vam­pier­wer­dung nicht im Weg zu sein. Als Emma je­doch einen Wolf­wand­ler-Wel­pen, noch dazu ein äußerst sel­te­nes Mäd­chen, fin­det, be­schließt sie, die­sen ohne Rück­frage bei ihrem Dämon zu sei­ner Familie zu bringen. Dum­mer­weise glaubt ihr der Wolfs­wand­ler-Alpha nicht, dass sie nichts weiß, und fol­tert sie fast zu Tode.

Schon die kurze (und nicht vollständige) Zusammenstel­lung der be­tei­lig­ten Wesen ver­rät na­tür­lich zwei­fels­frei, dass Bro­gan Tho­mas’ Roman ins Genre der Urban Fan­tasy ge­hört. Lei­der stol­pert der Leser schon von An­fang an über Un­stim­mig­kei­ten. Was für ein schlech­tes Leben die Prota­gonis­tin doch als ‚Haus­tier‘ eines Dämons führt … Schließ­lich hat Emma kaum etwas zu tun, als sich um ihr rein­ras­siges Reit­pferd zu küm­mern. Hier muss ich aller­dings zu­ge­ben, dass diese Un­stim­mig­keit noch glaub­haft auf­ge­klärt wird. Schlim­mer ist, dass Emma sich, noch wäh­rend sie bru­tal ge­fol­tert wird, in ihren Pei­ni­ger ver­liebt. Spä­tes­tens hier ist zu ahnen, wo­rauf alles hinaus­läuft. Spä­ter er­folgt dann noch ein Zeit­sprung von 18 Jah­ren, so­dass die An­fangs 22-jäh­rige Prota­gonis­tin dann plötz­lich 40 ist. Jetzt be­kommt man das Gefühl, in einer ganz an­de­ren Ge­schichte ge­lan­det zu sein. Die ein­zige über­dau­ernde Kon­stante ist (wer hat es er­raten?) die Liebe Emmas zu ihrem Alpha. Auch sprach­lich sind Schwächen zu kri­ti­sie­ren. Stel­len­weise fängt ge­fühlt jeder 2. Satz der von der Prota­gonis­tin in der Ich-Form er­zähl­ten Story mit „Ich“ an. Dass es trotz­dem noch zu 3 Ster­nen reicht, liegt daran, dass ein­zelne Ideen durch­aus ihren Reiz haben.

Fazit:

Diese Urban Fantasy mit gewohnter Besetzungsliste weist lei­der so­wohl in­halt­liche als auch sti­lis­ti­sche Schwä­chen auf.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nur unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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Album von Berlin, Charlottenburg und Potsdam

Reprint eines Bildbands aus den 1910ern
Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://rezicenter.blog/2020/01/28/bilder-aus-altbayern-reprint-eines-bildbands-von-1918/

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Fast verschwundene Fabelwesen

Florian Schäfer, Elif Siebenpfeiffer
Fast verschwundene Fabelwesen. Die sagenhafte Expedition des Konstantin O. Boldt

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Basilisk, Drachen und Co.

Klappentext:

Eine prachtvoll illustrierte Fantasyreise: Begleite Konstantin O. Boldt auf sei­ner ge­fähr­lichen Ex­pe­di­tion zur Ret­tung der ver­lore­nen Fabel­we­sen

Im Jahre 1862 ruft der Naturforscher Konstantin O. Boldt eine ge­fahr­volle Ex­pe­di­tion ins Leben, um das rät­sel­hafte Ver­schwin­den der Fabel­tiere zu er­for­schen. Sein fas­zi­nie­ren­der Reise­be­richt in Tage­buch­form ent­führt dich in die Welt der euro­pä­ischen Mär­chen, Sagen und Le­gen­den. In de­tail­lier­ten Be­schrei­bungen und Illus­trati­onen port­rä­tiert Kons­tan­tin O. Boldt zahl­reiche myt­hische Wesen und ver­ges­sene Krea­turen. Alte Auf­zeich­nungen, Feld­no­ti­zen und Artikel­samm­lungen des Natur­for­schers geben Ein­blicke in die Le­bens­weise, das Jagd- und das Fort­pflan­zungs­ver­hal­ten der Fabel­we­sen. Tauche ein in ein fan­tasti­sches Aben­teuer vol­ler Wun­der, Ab­gründe und Ge­fah­ren. Eine span­nende Reise vol­ler un­er­war­te­ter Be­geg­nungen mit Ein­hör­nern, Phö­nixen und zahl­reichen ande­ren magi­schen Tie­ren!

Rezension:

Die Fabelwesen scheinen immer seltener zu werden. Woran mag das lie­gen? Und kann man dies Wesen viel­leicht in einem spe­ziel­len Zoo ver­meh­ren und so vor dem Aus­ster­ben be­wah­ren? Der noch recht un­be­kannte For­scher Kons­tan­tin O. Boldt be­schließt eine Ex­pe­di­tion zu or­ga­ni­sie­ren, die in ganz Eu­ropa nach die­sen Tie­ren sucht und – wenn mög­lich – wel­che für den Zoo fängt. Zu­sam­men mit einer Gruppe Gleich­ge­sinn­ter macht er sich 1862 auf den Weg.

Dieses aufwändig gestaltete Buch von Florian Schäfer (Text) und Elif Sie­ben­pfeif­fer (Bil­der) fällt deut­lich aus dem üb­lichen Rah­men, den man nor­ma­ler­weise von Urban-Fan­tasy-Wer­ken er­war­tet. Es han­delt sich auch nicht um einen Roman, son­dern um ein fik­ti­ves Tage­buch einer (na­tür­lich eben­falls fik­ti­ven) Ex­pe­di­tion in der 2. Hälfte des 19. Jahr­hun­derts. Die­ses ist ex­trem um­fang­reich illus­triert mit Skiz­zen, ‚hand­schrift­lichen‘ No­ti­zen, Kar­ten­aus­schnit­ten, ‚Lexi­kon­ar­ti­keln‘, ‚Brief-Fak­si­mi­les‘ und his­to­ri­schen Ab­bil­dungen der Fa­bel­we­sen. Bei letz­teren ist mir aller­dings nicht klar ge­wor­den, ob sie der Fan­ta­sie der Auto­ren ent­stam­men oder es sich um wirk­liche his­to­ri­sche Dar­stel­lungen legen­därer Wesen han­delt. Da­durch, dass die Sei­ten sogar ‚Be­schä­di­gungen‘ und ‚Flecken‘ ent­hal­ten, könnte man op­tisch bei­nahe den­ken, das Tage­buch wäre echt. Für den Text trifft das aller­dings nicht ganz zu. Die Aus­drucks­weise ver­rät näm­lich doch immer wie­der, dass das kei­nes­wegs vor rund 160 Jah­ren ge­schrie­ben wurde. Beim Alter der Auto­ren (1991 und 1987) wäre dazu aber auch eine Zeit­reise er­for­der­lich ge­we­sen – und wir haben hier ja eine Urban Fan­tasy und keine Science Fic­tion vor uns. Bei Lesern, die so­wohl Urban Fan­tasy als auch his­tori­sche Rei­se­be­richte mögen, sollte die­ses Buch trotz des recht hohen Prei­ses nicht im Regal feh­len.

Fazit:

Eine Urban Fantasy im Gewand einer historischen Reisebeschreibung – die­ses un­ge­wöhn­liche Ex­pe­ri­ment kann den interes­sier­ten Fan über­zeu­gen.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nur unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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Das Erwachen der Qapira – 3 – Drachengefahr

Ava Richardson
Das Erwachen der Qapira – 3 – Drachengefahr

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Ein Mutter-Sohn-Konflikt

Klappentext:

Del und seine Drachenreiter müssen die Qapira aufhalten, um ihr Volk zu ret­ten…

Der verhängnisvolle Kampf, den Del angeführt hat, hat die Qapira dazu ge­zwungen, einen neuen magi­schen Stein zu er­schaf­fen – zu einem töd­lichen Preis. Del und seine Dra­chen­rei­ter haben nur eine ein­zige Chance, ihre Hei­mat zu ret­ten: Sie müs­sen die magi­schen Be­stand­teile fin­den, hin­ter denen die Qapira her sind. Del hat dabei keine Unter­stüt­zung von Etenia: Wäh­rend sie damit be­schäf­tigt ist, Sea­fall zu be­schüt­zen, muss Del allein Mög­lich­kei­ten fin­den, um die Welt der Men­schen vor ihrem siche­ren Unter­gang zu be­wah­ren.

Aber die Qapira führen ihren Überlebenskampf unerbittlich wei­ter und sie end­gül­tig zu stop­pen wird sicher­lich noch mehr Zer­stö­rung mit sich bringen. Ist Ge­walt die ein­zige Ant­wort auf Ge­walt, und ist Del be­reit, die­sen Preis zu zah­len? Oder kann ein Stra­ßen­junge, der zum Be­schüt­zer sei­nes Vol­kes ge­wor­den ist, einen ande­ren Weg fin­den, um alles zu ret­ten, was ihm lieb und teuer ist?

Rezension:

Nach dem Angriff der Qapira versucht Del, die Ausbildung von Dra­chen und Dra­chen­rei­tern voran­zu­bringen. Wäh­rend­des­sen zieht sich Etenia immer mehr in die Poli­tik zu­rück, um den Rat end­lich zu mehr Unter­stüt­zung zu über­zeu­gen. Als sich ab­zeich­net, dass es eine Ge­heim­waffe geben könnte, zei­gen sich alle interes­siert, doch schei­nen auch die Qapira da­von zu wis­sen.

Der Abschluss der Dracheneiter-Trilogie rund um die Qapira ver­läuft anders als es wohl der Groß­teil der Leser er­war­tet haben dürfte. Das zeigt sich im Be­son­deren darin, dass das Prota­gonis­ten-Duo Del/Etenia im ge­sam­ten Band nur wenige ge­mein­same Sze­nen hat. Über­haupt wird Etenia in die­sem Band bei­nahe zur Ne­ben­fi­gur. Auch läuft die finale Kon­fron­ta­tion der Geg­ner völ­lig anders ab, als man es er­war­ten würde. Für mich er­reicht die­ses Finale nicht ganz die Er­war­tungen.

Abseits von Inhalt wartet dieses Buch mit einer noch größeren Über­ra­schung auf. Bis­her war ich da­von aus­ge­gangen, dass es sich bei Ava Richard­son um eine reale Per­son han­delt, die diese Dra­chen-Ro­mane (wahr­schein­lich) unter einem Pseu­do­nym ver­öf­fent­licht. Im Im­pres­sum die­ses Buches fin­det sich je­doch ein Hin­weis, der mir (falls es ihn even­tu­ell schon gab) bis­her zu­min­dest nie auf­ge­fal­len war: „Ava Richard­son ist ein Pseu­do­nym, wel­ches von Relay Pub­lishing für ge­mein­sam ver­fasste Fan­tasy-Jugend­bücher-Pro­jekte er­stellt wurde. Relay Pub­lishing ar­bei­tet mit hervor­ra­gen­den Teams von Auto­ren und Re­dak­teu­ren zu­sam­men, um die bes­ten Ge­schich­ten für unsere Leser zu er­stel­len.“ Trotz­dem druckt der Ver­lag im An­hang wei­ter­hin die Kurz­bio­gra­phie der ‚Auto­rin‘ ab.

Stilistisch ändert sich zu den bisherigen Bänden wenig, auch wenn dies­mal fast alle Kapi­tel aus Dels Per­spek­tive er­zählt wer­den.

Fazit:

Diese Trilogie endet mit einer überraschenden Wendung, die aller­dings die Idee der Dra­chen­rei­ter als Ver­tei­di­ger etwas ab­schwächt.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Tintenwelt – 4 –Die Farbe der Rache

Cornelia Funke
Tintenwelt – 4 – Die Farbe der Rache

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Orpheus’ Feder

Klappentext:

Von Millionen Fans sehnsüchtig erwartet: Cornelia Funkes Fort­set­zung der Tin­ten­welt-Reihe. Fünf Jahre sind seit den Ge­scheh­nis­sen in „Tin­ten­tod“ ver­gangen. Fünf glück­liche Jahre. Aber dann wird Eisen­glanz ge­sich­tet, der Glas­mann von Or­pheus, dem er­bit­ter­ten, sil­ber­züngi­gen Feind von Meggie, Mo und Staub­finger. Der Grund: Or­pheus plant Rache an allen, die ihn zu Fall ge­bracht haben, doch vor allem an Staub­finger, und er nutzt einen furcht­ba­ren Zau­ber. Sind Bil­der mäch­ti­ger als Worte? Staub­finger zieht aus, die Ant­wort zu fin­den. Der Schwarze Prinz aber macht sich auf die Jagd nach Or­pheus. Staub­finger ist zu­rück! Ein neues, packen­des Aben­teuer aus der Tin­ten­welt. Der vierte Band der inter­natio­nal er­folg­reichen Tin­ten­welt-Reihe, „Die Farbe der Rache“, macht aus der Tri­logie eine Tetra­logie. End­lich geht die Story wei­ter. Lass dich noch ein­mal ent­füh­ren in diese Welt, in der es mög­lich ist, die un­glaub­lichs­ten Ge­schöpfe und Fabel­we­sen in Ge­schich­ten hinein- und heraus­zu­lesen. Von Cor­ne­lia Funke, der welt­weit er­folg­reichs­ten deut­schen Kin­der- und Jugend­buch­auto­rin. Ihre Bücher wur­den aus­ge­zeich­net und ver­filmt und be­geis­tern längst auch eine rie­sige er­wach­sene Fan­ge­meinde.

Rezension:

5 Jahre sind vergangen. Orpheus hat seine Gabe verloren. Des­halb hat er sich jetzt auf Er­pres­sung ver­legt. Doch er hegt einen hin­ter­häl­ti­gen Plan, sich an sei­nen alten Wider­sachern zu rächen. Staub­finger nimmt das je­doch nicht so hin und macht sich auf, sei­nen Freun­den zu hel­fen.

Nicht nur in der Tintenwelt sind einige Jahre vergangen. Auch in der Reali­tät hat sich Cor­ne­lia Funke viel Zeit ge­las­sen, ihre (bis­herige) Tri­logie for­tz­uset­zen. Dies er­folgt aller­dings mit Brü­chen zu den bis­heri­gen Bän­den. Das be­ginnt schon beim Titel. Nach „Tin­ten­herz“, „Tin­ten­blut“ und „Tin­ten­tod“ ist der Titel die­ses Ban­des über­raschend ‚tin­ten­los‘. Und auch in­halt­lich set­zen sich die Ver­ände­rungen fort. Waren bis­her Meg­gie und Mo die ein­deu­ti­gen Haupt­figu­ren, spie­len beide jetzt nur noch eine bei­nahe un­be­deu­tende Neben­rolle. Ähn­lich ver­hält es sich mit den meis­ten ande­ren bis­her wich­ti­gen Cha­rak­teren. Statt­des­sen ste­hen jetzt Staub­finger und Or­pheus im Fokus des Ge­sche­hens. Dass dabei Staub­finger die Prota- und Or­pheus die Anta­gonis­ten­rolle zu­fällt, dürfte kaum über­raschen. Spiel­platz ist wei­ter­hin die Welt, die wir haupt­säch­lich aus den Bän­den 2 und 3 ken­nen, und von der Hand­lung her beseht auch ein Fort­set­zungs­ein­druck. Durch das weit­ge­hende Feh­len der alten Prota­gonis­ten fehlt aber doch etwas an einem wirk­lichen ‚Heim­kom­men-Gefühl‘. Das macht die Story aber nicht schlecht! Was man hier be­kommt, ist durch­aus eine les­bare und gute Fan­tasy-Ge­schichte.

Stilistisch belässt die Autorin dagegen alles weitgehend beim alten, was sich bei­spiels­weise am häu­fi­gen Fokus­wech­sel zeigt.

Fazit:

Eine Tintenwelt (fast) ohne Mortimer und Meggie – trotz identischer Hand­lungs­welt er­zeugt das doch ein ande­res Lese-Fee­ling.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Ever & After – 1 – Der schlafende Prinz

Stella Tack
Ever & After – 1 – Der schlafende Prinz

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Sprecherin: Pia-Rhona Saxe

Kein Prinz für Rainwittchen

Klappentext:

Wahre Märchen beginnen nicht mit ES WAR EINMAL, sondern mit einem Kuss.

Mit einer Familie, die von Schneewittchen abstammt, ist Rain Whites Leben schon kom­pli­ziert ge­nug. Nun muss sie auch noch einen schla­fen­den Prin­zen küs­sen! Doch als Rain an ihrem 18. Ge­burts­tag in die Gruft unter dem Tower of Lon­don hinab­steigt, löst sie eine Ka­tas­tro­phe aus: Ihr Kuss weckt nicht nur den Prin­zen auf, son­dern auch einen ur­al­ten Fluch. Um die Mär­chen­fa­mi­lien zu ret­ten, muss Rain sich sie­ben Prü­fungen stel­len – und darf nicht ver­ges­sen, dass ihr Herz ihre größte Schwach­stelle ist.

Rezension:

Rain White ist eigentlich ein ganz normales Mädchen, das kurz vor ihrem 18. Ge­burts­tag steht. Da ist nur ein ganz klei­ner Unter­schied. Rain ist die bis­her letzte Nach­fah­rin Schnee­witt­chens! Und als solche muss sie wie alle ihre weib­lichen Vor­fah­ren an ihrem 18. Ge­burts­tag den Prin­zen küs­sen, in der Hoff­nung, dass ihr ge­lingt, was noch keiner ge­lang. Mit der Auf­er­ste­hung des Prin­zen würde die Magie in die Welt zu­rück­kom­men. Das hofft zu­min­dest der Rat der Mär­chen­we­sen. Doch im Sarg liegt nur noch ein Ske­lett – das Rain noch dazu ver­sehent­lich zer­stört.

Dieser Urban-Fantasy-Mehrteiler von Stella Tack hebt sich schon in einem grund­le­gen­den Punkt von 99 % der Werke die­ses Gen­res ab: In die­ser Welt ist die Exis­tenz der rea­len Nach­fah­ren von Mär­chen­we­sen all­ge­mein be­kannt. Und so steht der Mär­chen­adel unter stän­di­ger Beo­bach­tung der Klatsch­presse. Für die Prota­gonis­tin kurz vor ‚dem‘ Kuss und ihre enge­ren Freunde gilt das na­tür­lich in be­son­derem Maße. Damit bie­ten sich na­tür­lich auch reich­lich Mo­mente für humor­volle Situ­ati­onen. Nach dem Zwi­schen­fall und des­sen un­ge­ahn­ten Fol­gen wech­selt die Stim­mung aller­dings in Rich­tung Span­nung mit Ten­den­zen in Rich­tung Mys­tery-Thril­ler. Schnell sind näm­lich Opfer zu be­kla­gen, und das mit stei­gen­der Ten­denz. Als Ju­gend­buch ist die­ses Werk also nur be­dingt ein­zu­stu­fen. Nach der Über­ra­schung am Ende darf man ge­spannt sein, wie (oder eher ob?) die Prota­gonis­tin die an die­ser Stelle offen­bar un­mit­tel­bar be­vor­ste­hende Situ­ation ab­wen­den kann und wie es mit ihr und ihren Freun­den wei­ter­geht.

Die Autorin lässt ihre Protagonistin als Ich-Erzählerin agieren, womit der Blick­winkel vor­ge­ge­ben ist. Der Roman wie auch des­sen Hör­buch­um­set­zung kön­nen über­zeu­gen.

Fazit:

Schneewittchen, der Jäger und Co. – was ist in den Genen ihrer Nachfahren übrig­ge­blie­ben? Die Figu­ren der Grimms im mo­der­nen Eng­land.

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Kampf gegen die Xenlar – 3 – Oktaeder der Zeit

S. P. Dwersteg
Kampf gegen die Xenlar – 3 – Oktaeder der Zeit

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Das Haus der Vorfahren

Klappentext:

Shift, die energetische Waffe der Xenlar, zersetzt unaufhörlich die Zeit­kris­talle. Welle auf Welle schickt das para­si­täre Kollek­tiv seine dunkle Ener­gie durch win­zige Raum-Zeit-Por­tale, um die Mensch­heit zu ver­skla­ven. Sentry de Bon­baille, ein junger Lord der Ener­gien und Rät­sel, ist bis­her nur in der Lage, ein­zelne Xen­lar zu ver­nich­ten. Doch er muss einen Schwach­punkt in dem Kollek­tiv fin­den, um die Zeit­kris­talle zu sta­bi­li­sie­ren. Denn wenn sie fal­len, wer­den die Para­si­ten nicht mehr auf­zu­hal­ten sein …

Rezension:

Sentry gerät mit einigen Mitstreitern in einen Hinterhalt. Erst durch die­sen machen sie aber eine über­ra­schende Ent­deckung. Unter­des­sen ver­su­chen Ver­bün­dete, Zu­gang zu den sagen­haf­ten Ok­ta­edern zu be­kom­men. Das er­weist sich als kompli­ziert, denn die ge­samte Um­ge­bung wird gut be­wacht. Und wie soll man Sentry, der als ein­zi­ger die Gabe hat, etwas zu be­wir­ken, un­be­merkt dort­hin ge­langen?

Dass S. P. Dwersteg die Handlung des 3. Bandes ihrer Fantasy-Reihe über den „Kampf ge­gen die Xen­lar“ direkt ans Finale des 2. Ban­des („Vier En­kla­ven“) an­schlie­ßen lässt, ist na­tür­lich keine große Über­ra­schung. Was da­ge­gen durch­aus etwas über­rascht, ist, dass die Auto­rin einige Grund­la­gen ge­gen­über den bei­den Vor­gängern plötz­lich ab­wan­delt. Bis­her war Sentry de Bon­baille ein­fach der Lord der Ener­gien. Und so wirkt es selbst im Klap­pen­text die­ses Buches noch. Im Text wer­den die ver­schie­de­nen Lords aller­dings plötz­lich zu einer Art Sym­bi­on­ten mit eige­nem Be­wusst­sein, die sich mit ihren Trä­gern – hier also Sentry – ver­bin­den. Da kann man sich als Leser nur fra­gen, wie­so eine der­ar­tige Ände­rung in Band 3 ein­ge­führt wird, zumal das für die Ge­schichte nicht ohne Be­deu­tung ist. Hier wäre eine bes­sere Pla­nung sicher­lich hilf­reich ge­we­sen. Trotz die­ser Ein­schrän­kung kann auch die­ser Band je­doch wie­der mit sei­ner über­zeu­gen­den Story über­zeu­gen, wobei ich mir nicht sicher bin, ob die Ge­schichte hier endet, oder noch wei­tere Bände zu er­war­ten sind.

Stilistisch belässt es die Autorin natürlich weiterhin bei wech­seln­den Blick­win­keln unter­schied­licher Cha­rak­tere.

Fazit:

Der „Kampf gegen die Xenlar“ geht überzeugend weiter, doch stellt sich die Frage, ob es wirk­lich schon der End­kampf ist.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nur unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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Reprint eines Bildbands aus den 1910ern
Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://rezicenter.blog/2020/01/28/bilder-aus-altbayern-reprint-eines-bildbands-von-1918/

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Chroniken der Weltenaugen – 1 – Im Bann des Weltenbrechers

Jamie Enderlein
Chroniken der Weltenaugen – 1 – Im Bann des Weltenbrechers

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Probleme der Götter

Klappentext:

Die Magie Silándurils ist in Gefahr – zwei Magier von einer ande­ren Welt wol­len sie für ihre Hei­mat steh­len. Denn dort ver­siegt die Macht ste­tig. Doch wie soll die Magie Silán­du­rils ge­ret­tet wer­den, wenn selbst die Göttin der Magie als Gei­sel in den Fängen der frem­den Diebe lan­det? Arne­lian hat sich mit der Schild­wache auf­ge­macht, die Göt­tin zu be­freien und die Diebe ding­fest zu machen. Doch sie wer­den durch An­griffe zu­rück­ge­drängt, die nach den Ge­set­zen der Magie gar nicht mög­lich sein soll­ten. Und sie schei­tern. Dann stößt auch noch eine fremde Krie­gerin zu ihnen und stellt Arns Welt auf den Kopf. Noch ahnt er nicht: Sie trägt einen Teil einer Macht in sich, die der Schlüs­sel zur Ret­tung der Welt sein kann.

Rezension:

Vor langer Zeit schufen die Götter die Schildwachen, um die Wel­ten­augen, Tore zu ande­ren Wel­ten, vor un­er­laub­ter Be­nut­zung zu schüt­zen. Die Wachen wer­den kurz nach ihrer Ge­burt aus­ge­wählt und von einer Göt­tin per­sön­lich von den Eltern ab­ge­holt und bei den Wachen auf­ge­zo­gen. Doch Evi­thea wurde ver­ges­sen und kommt erst 24 Jahre spä­ter zur Schild­wache. Gerade zu der Zeit wurde das Wel­ten­auge von 2 Wel­ten­brechern, ille­ga­len Wel­ten­wan­derern, durch­schrit­ten, die nichts Gutes im Schilde füh­ren …

Mit diesem Auftakt der „Chroniken der Weltenaugen“ legt Jamie Ender­lein eine interes­sante Fan­tasy-Ge­schichte vor, die auch für die zu er­war­ten­den wei­teren Bände viel Poten­zial ver­spricht. Trotz­dem habe ich mich schon lange bei kei­nem Buch mehr so schwer­ge­tan, es zu be­wer­ten. Im Ge­gen­satz zur span­nen­den, gut auf­ge­bau­ten Hand­lung muss ich die Les­bar­keit näm­lich als teil­weise sehr ge­wöh­nungs­be­dürf­tig ein­schät­zen. Der Grund dafür ist ein ex­trem über­trie­be­nes Gen­ter-Be­dürf­nis der Auto­rin. Statt „Wel­ten­wan­derer“ wird immer ein ‚ge­schlechts­neu­tra­les‘ „Wel­ten­wan­dernde“ be­nutzt, statt „Wel­ten­brecher“ „Wel­tern­bre­chende“. Bei „Krie­gern“ und „Krie­gerin­nen“ wird als Plu­ral ein ex­trem syn­the­tisch wir­ken­des „Krie­gerische“ ver­wen­det. Nach dem Prin­zip be­geg­nen dem Leser noch einige andere ‚neu­trale‘ Aus­drücke, die den Lese­fluss stän­dig ähn­lich stark stö­ren. Bei einem Ver­zicht auf der­ar­tige sprach­liche Ent­stel­lungen wäre die­ses Buch de­fi­ni­tiv 5 Sterne wert ge­we­sen. Bei den Fort­set­zungen wäre sehr zu hof­fen, dass auf solche sprach­lichen Ent­glei­sungen ver­zich­tet wird und die gute Story somit ihren Reiz voll ent­fal­ten kann.

Die Autorin wechselt kapitelweise zwischen verschiedenen Cha­rak­teren, aus deren Blick­win­kel je­weils er­zählt wird.

Fazit:

Die interessante Idee von Welten, die durch Weltenaugen verbunden sind, leidet lei­der unter dem über­zo­genen Gen­ter-Wil­len der Auto­rin.

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Feuerblüte – 1 – Tochter der Flammen

Katja Brandis
Feuerblüte – 1 – Tochter der Flammen

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Alenas Onkel

Klappentext:

Ein geheimnisvoller weißer Panther zieht durchs Land. Wer ihn sieht, ringt schon bald mit dem Tod. Auch im Dorf der jungen re­belli­schen Schwert­kämpferin Alena treibt er sein Un­we­sen. Als ihr Vater schwer er­krankt, hat Alena keine Wahl: Sie muss heraus­fin­den, was es mit dem Dä­mon auf sich hat. Ge­mein­sam mit der Ver­mitt­lerin Rena, dem Sucher Tjeri und dem Iltis­men­schen Cchras­kar be­gibt sie sich auf die Reise nach Eka­terin, die Stadt der Far­ben. Hier gerät sie nicht nur in das Visier des ge­fähr­lichen Hei­lers vom Berge, son­dern be­geg­net auch dem jungen Gilden­losen Jorak. Und sie muss kämpfen – um das Leben ihres Vaters, um ihre Zu­kunft und um den Jungen, den sie liebt.

Auftakt der faszinierend-phantastischen Trilogie von Bestseller­autorin Katja Bran­dis.

Rezension:

Die 15-jährige Alena gehört der Feuergilde an, und so hat sie schon früh das Schmie­den und den Schwert­kampf gelernt. Sie wird sogar schon der Meis­ter­prü­fung für wür­dig be­fun­den. Als sie aller­dings auf einen mys­teri­ösen „Hei­ler vom Berge“ trifft, stellt sich schnell heraus, dass sich da­hin­ter der Mör­der ihrer Mut­ter ver­birgt, der un­er­laubt aus sei­ner Ver­ban­nung zu­rück­ge­kehrt ist. Da ihr Vater plötz­lich an einer un­be­kann­ten Krank­heit er­krankt, muss Alena zu­sam­men mit den eins­ti­gen Kampf­g­efähr­ten ihres Vaters den Kampf und die Suche nach einem Heil­mit­tel auf­neh­men.

Mt diesem Buch schickt Katja Brandis ihre Leser in eine Fan­tasy-Tri­logie, in deren Mit­tel­punkt die junge und auf­müp­fige Prota­gonis­tin Alena steht. Gerade deren re­bel­lische Art ist es, die sie s­ofort sym­pat­hisch wir­ken lässt. Sie lebt in einer Welt, die von den Ele­mn­tar­gil­den des Feu­ers, des Was­sers, der Erde und der Luft be­herrscht wird. Durch ihre Unter­schied­lich­keit fällt deren An­ge­hö­ri­gen oft schwer zu­sam­men­zu­ar­bei­ten. Eine Be­son­der­heit die­ser Welt sind auch die Halb­men­schen. So ist Alenas bes­ter Freund bei­spiels­weise ein Iltis­mensch, doch tauchen auch Storchen­men­schen und ähn­liches in der Ge­schichte auf. Trotz der Be­schrei­bungen fällt es mir aller­dings schwer, mir diese bild­lich vor­zu­stel­len. Das tut der Ge­schichte aber kei­nen Ab­bruch. Viele Zu­sam­men­hänge set­zen sich dem Leser (aber auch der Prota­gonis­tin) erst lang­sam zu­sam­men. Das hält die Hand­lung stets span­nend. Den großen Plus­punkt des Buches stellt je­doch die interes­sante Prota­gonis­tin dar, auf deren wei­tere Aben­teuer in den kom­men­den Bän­den man sicher ge­spannt sein darf. Im Ge­gen­satz zum Ein­druck, den der Klap­pen­text er­weckt, spielt eine Ro­manze für die Story keine nen­nens­werte Rolle.

Die Autorin benutzt ihre Protagonistin als Ich-Erzählerin, sodass der Leser die­ser ge­gen­über nie einen Wis­sens­vor­sprung ge­winnt.

Fazit:

Trotz der ungewöhnlichen Fantasy-Welt liegt der Hauptreiz die­ser Ge­schichte in der interes­san­ten Prota­gonis­tin.

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Urban Fantasy Going Fat

Aşkın-Hayat Doğan (Hrsg.)
Urban Fantasy Going Fat

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Eine dicke Portion Magie

Klappentext:

Die Stadt hat viele Facetten und Raum für Geschichten abseits lang­wei­li­ger Kon­ven­tio­nen: Magie sam­melt sich an Stra­ßen und Plät­zen. Über­na­tür­liche Wesen be­völ­kern die ur­bane Um­ge­bung – da­run­ter Dra­chen, magisch be­gabte Men­schen und ganz all­täg­liche Held*innen, die sich ver­lie­ben, Trauer­ar­beit leis­ten und sich zwi­schen Rush Hour und Ruhe­po­len be­we­gen.

15 Own-Voice-Autor*innen erzählen Geschichten von dicken_fetten Haupt­figu­ren, die in Städten und Metro­polen Raum ein­neh­men – auch wört­lich. Laut! For­dernd! Selbst­be­wusst!

Rezension:

Enthaltene Geschichten:
Gloria H. Manderfeld – Das Lied der Stadt
Jenny Wood – Eine Münze für einen Gefallen
Sina Schmidt – Der falsche Dozent
Cosima Lang – Melodie und Drachengold
Tristan Lánstad – Hortprobleme
Alex Prum – Vexibel
Aşkın-Hayat Doğan – Döner isch scho‘ a guta Sach
Oliver Baeck – Crossroads
Dyn Quing – with me;
Murphy Malone – Zusammen können wir einfach sein
Amalia Zeichnerin – Alle zusammen
Melanie Schneider – Herzkompression
Elea Brandt – Die Königin der Nacht
Jessica Bradley, Lucie H. Bradley – Eine ungewöhnliche Begegnung
Juliane Seidel – Im Fokus

Ist es klug, in einem Drachenhort Gold zu klauen? Wie findet man den pas­sen­den Wer­be­trä­ger für eine Döner-Kette? Und was sind auf den Fotos aus einer ver­las­senen Fabrik für ko­mi­sche Schat­ten zu sehen? Solche und ähn­liche Fra­gen stel­len sich über­ge­wich­tige Men­schen – oder zu­min­dest men­schen­ähn­liche Wesen.

Eigentlich macht schon der Titel klar, worum es in den Geschichten die­ser Antho­lo­gie geht. Oder zu­min­dest gehen soll. Die­ser An­satz dürfte wirk­lich neu sein. Und genau hier liegt – um es gleich vor­weg­zu­neh­men – mein Pro­blem mit die­sem Buch. Ein Groß­teil der be­tei­lig­ten Auto­ren lie­fert näm­lich Bei­träge, in denen das Über­ge­wicht der Prota­gonis­ten keine Rolle spielt, außer dass es mal bei­läu­fig er­wähnt wird. Dass die ein­zel­nen Ge­schich­ten einer Antho­logie unter­schied­lich gut über­zeu­gen kön­nen, ist na­tür­lich üblich, wobei ich hier aber schon einen ‚Total­aus­fall‘ be­fürch­tet hatte. … bis ich über­rascht fest­stellte, dass aus­ge­rech­net die letz­ten Kurz­ge­schich­ten die über­zeu­gends­ten sind, in denen auch das Thema dicker Prota­gonis­ten sinn­voll in die Story inte­griert wurde:

Juliane Seidels „Im Fokus“ thematisiert eine übergewichtige Prota­gonis­tin, die sich für eine Foto­session von einer Freun­din be­glei­tet in eine ver­las­sene Fabrik schleicht und dort auf un­heim­liche Vor­komm­nisse trifft. Für mich ist das das ein­deu­tige High­light die­ser Antho­logie.

Auch „Eine ungewöhnliche Begegnung“ von Jessica Bradley und Lucie H. Brad­ley (Mut­ter und Toch­ter) führt die Be­stand­teile Urban Fan­tasy und Über­ge­wicht zu einem stim­migen Gan­zen zu­sam­men.

Insgesamt können diese beiden Kurzgeschichten sowie Elea Brandts „Die Köni­gin der Nacht“ die Über­zahl nur durch­schnitt­licher Bei­träge jedoch nicht aus­gleichen, so­dass diese Antho­logie als Gan­zes nur Mit­tel­maß ist.

Fazit:

Das außergewöhnliche Thema dieser Anthologie wird von vielen der ent­hal­tenen Ge­schich­ten lei­der nur ober­fläch­lich um­ge­setzt.

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Ashwood – Frühe Verdammnis – Staffel 1 – Band 1

Gordon Mörike
Ashwood – Frühe Verdammnis – Staffel 1 – Band 1

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Russisch Roulette

Klappentext:

Es gibt drei Dinge, die der ehemalige Auftragskiller Alastair Ash­wood über alle Maßen liebt: seine selbst­ge­wählte Fami­lie, Alko­hol und töd­liche Heraus­forderungen. Vom Letz­teren hat er seit der Apo­ka­lypse, die einen Groß­teil der Mensch­heit da­hin­raffte oder in Mons­ter ver­wan­delte, mehr als genug. So führt ihn seine Aben­teuer­lust auf eine Insel na­mens Black Isle, die bis vor Kur­zem noch von den Aus­wir­kungen der Apo­ka­lypse ver­schont ge­blie­ben war.

Werden Ashwood und sein Waffenbruder Baker Everett die ver­schol­lene Nichte des Bür­ger­meis­ters ret­ten kön­nen oder wird auch sie dem apo­ka­lyp­ti­schen Wahn­sinn zum Opfer fal­len?

In dieser Zeit reisen die Geschwister Melody und Quade an einen Ort, der von manch einem als das Para­dies be­zeich­net wird. Dort suchen sie nach einem Heil­mit­tel für Melo­dys Krank­heit. Doch ist es wirk­lich Hoff­nung, die hin­ter den Stadt­toren auf sie war­tet oder viel­mehr das Gegen­teil – Ver­damm­nis?

Der Anfang einer actionreichen, nachdenklichen, mit Sarkas­mus ge­spick­ten Buch­reihe über Fa­milie, Freund­schaft, Mensch­lich­keit, Sünde, An­stand, Schuld, Rache, Es­ka­pis­mus und … Ket­chup.

Rezension:

Die Zivilisation ist längst Geschichte, was übrigblieb kaum noch so zu nen­nen. In die­ser Welt, in der nur noch wenige zu­min­dest halb­wegs zi­vi­li­sierte Inseln im Chaos exis­tie­ren, ver­sucht Alas­tair Ash­wood, ein ehe­mali­ger Be­rufs­kil­ler, für das Gute ein­zu­ste­hen und den Hilf­losen zu hel­fen. Unter­des­sen kämpfen sich Quade und Melody durch die Zi­vi­li­sa­ti­ons­lo­sig­keit, um me­di­zi­ni­sche Hilfe für Melody zu fin­den. Aber wie sol­len die je­mals genug Geld für eine Be­hand­lung auf­trei­ben?

Gordon Mörike siedelt seine Endzeit-Serie auf dem Gebiet der heu­ti­gen USA an. So etwas wie Staa­ten exis­tiert dort im Jahr 2199 je­doch schon lange nicht mehr. Die Be­völ­kerung teilt sich in Leute, die sich ducken und dabei ver­suchen, das Nö­tigste zum Leben irgend­wie auf­zu­trei­ben, und Aben­teu­rer. Die­ses Ambi­ente er­in­nert mich an die „Barath­rum“-Reihe von Niko­laus Jan­ko­witsch, wo der Wel­ten­bau sehr ähn­lich an­ge­legt ist. Genau wie dort ist auch diese Ge­schichte nichts für Leser, die sich daran stö­ren, wenn Blut spritzt oder Kör­per­teile ab­ge­trennt wer­den. Der Prota­gonist Alas­tair Ash­wood ist ein recht rät­sel­haf­ter Cha­rak­ter, des­sen Hin­ter­gründe bis­her höchs­tens an­satz­weise zu er­ah­nen sind, er­le­ben wir doch gleich im Pro­log, wie er von sei­nem Vater im Jahr 1988 an sei­nem 4. Ge­burts­tag zu sei­nem 1. Mord an­ge­lei­tet wird. Folg­lich ist er in der eigent­lichen Story stolze 215 Jahre alt! Und das in einer Welt, in der die Le­bens­er­war­tung eher ge­ring ist. Kaum glaubt der Leser aber, halb­wegs in die Hand­lung hinein­ge­fun­den zu haben, wech­selt der Schau­platz plötz­lich zum (er­wach­se­nen) Ge­schwis­ter­paar Melody und Quade. Es bleibt zwar er­kenn­bar die post­apo­ka­lyp­tische Hand­lungs­welt, doch sind die Zu­sam­men­hänge bis­her nicht er­kenn­bar. Somit bleibt vor­erst auch offen, ob diese Buch­serie wei­test­ge­hend iso­lierte Epi­so­den aus die­ser Welt er­zäh­len wird, oder ob die Teil­hand­lungen spä­ter zu­sam­men­fin­den wer­den. Und das weckt na­tür­lich die Neu­gier …

Fazit:

Willkommen in den postapokalyptischen USA! Diese Endzeit-Serie könnte interes­sant wer­den, aber strei­chen wir das „will­kom­men“ lieber.

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