Baker Street Tales – 3 – Sherlock Holmes und das Geheimnis der Narrenkappe

Sophie Oliver
Baker Street Tales – 3 – Sherlock Holmes und das Geheimnis der Narrenkappe

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Ein wahrer Holmes

Klappentext:
Ein junger Mann bittet Sherlock Holmes um Hilfe: Jemand trachtet ihm nach dem Leben. Vermeintliche Routine für den berühmten Detektiv. Doch sein Auftraggeber ist ein Kleinwüchsiger, das Corpus Delicti eine Narrenkappe und das letztendliche Todesopfer ein Zimmermädchen. Holmes und Watson ermitteln im winterkalten Oxfordshire und merken bald, dass an diesem Fall nichts so ist, wie es auf den ersten Blick scheint.

Rezension:
Holmes langweilt sich, und aus Erfahrung weiß Watson, dass das nicht lange gutgehen kann. Doch zum Glück meldet sich gerade jetzt ein neuer Klient. Tobias Ervinson ist überzeugt, dass ihm jemand nach dem Leben trachtet. Und das, wo er demnächst zu heiraten beabsichtigt. Wieso ihm jedoch eine tote Amsel in einer Narrenkappe als Drohung zustellt wird, ist rätselhaft. Und was könnte überhaupt jemand gegen ihn und seine bevorstehende Hochzeit einzuwenden haben? Oder ist alles ganz anders, als es den Anschein erweckt?
Der von Sophie Oliver verfasste 3. Band der „Baker Street Tales“ erweist sich als eine Shrlock-Holmes-Story im klassischen Stil. Hier ist alles so, wie es der Leser aus den Originalgeschichten gewohnt ist. Dr. Watson berichtet über den von seinem alten Kameraden Holmes auf gewohnt geniale Weise gelösten Fall, der es an Verzwicktheit mit Arthur Conan Doyles Ideen aufnehmen kann. Auch ansonsten stimmt hier alles; die Charaktere und die Chemie zwischen ihnen genauso wie das viktorianische Feeling. Die einzige kleine Ungenauigkeit ist wohl die Bezeichnung des Klienten als kleinwüchsig, die nicht so richtig in die geschichtliche Epoche passt.

Fazit:
Daumen hoch! Dieser Neo-Holmes ist so, wie man es von einer richtigen Sherlock-Holmes-Geschichte erwartet.

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Baker Street Tales – 2 – Sherlock Holmes und der geheimnisvolle Mister Scrabb

Barbara Büchner
Baker Street Tales – 2 – Sherlock Holmes und der geheimnisvolle Mister Scrabb

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Das Rätsel der Spanier

Klappentext:
Grässliches ereignet sich rund um das längst verlassene Mädcheninternat Glencreacht. Sind die Unfälle und Morde das Werk des dämonischen „Mister Scrabb“?
Sherlock Holmes und Doktor Watson müssen tief in der Vergangenheit graben, ehe sie den Schlüssel finden – einen erotischen Skandal am Hof von Maria Tudor, genannt „Bloody Mary“.

Rezension:
Die Zeitung berichtet von rätselhaften Vorkommnissen in einem abseits gelegenen Haus. Dort sollen mysteriöse Dinge vor sich gehen. Im Gegensatz zu seinem alten Gefährten Sherlock Holmes glaubt Dr. Watson an Übernatürliches. Und er kennt das fragliche Gebäude sogar. Ein alter Kriegskamerad ist seit längerem Hausmeister des ansonsten verlassenen Grundstücks. Spontan entschließt sich Watson, diesem mal wieder einen Besuch abzustatten. Doch zunächst ist dort nichts Ungewöhnliches festzustellen.
Nachdem der 1. Band der „Baker Street Tales“, „Sherlock Holmes und das Phantom von Charing Cross“, das typische Sherlock-Holmes-Feeling leider nicht annähernd einfangen konnte, gelingt dies Barbara Büchner im vorliegenden 2. Band erheblich besser. Auch wenn Watson merklich selbstständiger als in Arthur Conan Doyles Original-Abenteuern agiert, stimmt hier die Chemie des Detektivgespanns. Auch stilistisch schafft es die Autorin, dem Vorbild gerecht zu werden. Natürlich braucht es schließlich doch einen Sherlock Holmes, um die wahren Zusammenhänge enträtseln zu können. Ob man mit der Auflösung wirklich glücklich wird, ist dann freilich doch etwas Geschmackssache.

Fazit:
Dieser Neo-Holmes dürfte den Geschmack treuer Sherlock-Holmes-Fans durchaus treffen.

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Jakob Wolff – Der Alchemist: 1733

Lucian Caligo
Jakob Wolff – Der Alchemist: 1733

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Seltsame Rituale

Klappentext:
Jakob Wolff erhält von seiner Freundin Lilo einen Brief, dass er dringend nach Eberstadt kommen soll. Dort habe sie einen Arzt gefunden, der wohl eine Lösung gegen den Fluch sein könnte. Doch als Jakob dort ankommt, ist das Verhalten der Bewohner mehr als mysteriös. Wieso finden dort seltsame Rituale statt? Und wer ist der Doktor, der als Wohltäter in der Burg geradezu vergöttert wird? Auf der Suche nach den Antworten zu diesen Rätseln geraten Jakob und Lilo in tödliche Gefahr.

Rezension:
Der unsterbliche Hexenmeister Jakob lebt seit Jahrhunderten, doch um seine Seele nicht an den Teufel zu verlieren, muss er jedes Jahr jemanden finden, der ‚für ihn‘ stirbt. Gewöhnlich nutzt er dafür Verbrecher oder irgendwelche Leute, deren Tod ohnehin kurz bevorsteht. Doch unerwartet erreicht ihn ein Brief der ebenfalls unsterblichen Lilo, die einen Arzt gefunden zu haben glaubt, der diesen Fluch eventuell von Jakob nehmen könnte. In der genannten Stadt angekommen, stellt er jedoch fest, dass dort äußerst seltsame Rituale abgehalten werden.
Bei „Jakob Wolff“ handelt es sich um eine Art Heftroman-Reihe, nur dass diese in eBook-Form erscheint. In dieser wird Jakobs Weg durch die Jahrhunderte von wechselnden Autoren verfolgt. Wie der Titel verrät, besucht der Leser den Protagonisten in diesem Fall im Jahr 1733. Ich selbst kenne die anderen Bände der Reihe bisher nicht, doch es wird in der Handlung deutlich, dass Jakob die Gefahren der Inquisition gefühlsmäßig noch nicht ganz überwunden hat. Als er nach Eberstadt kommt und auf dem Marktplatz das Feuer eines obskuren Festes sieht, denkt er zuerst an eine Hexenverbrennung. Doch das Gegenteil ist der Fall: Die Einwohner scheinen der unkonventionellen Tätigkeit des auf der Burg residierenden ‚Arztes‘ auffallend offen gegenüberzustehen.
Auch ohne Kenntnis der vorhergehenden Abenteuer des Protagonisten findet man schnell in Jakobs Abenteuer hinein, was wohl nicht zuletzt auf Lucian Caligos gelungenen Schreibstil zurückzuführen ist.

Fazit:
Für Freunde historischer Fantasy ist diese Kurzgeschichte (und wahrscheinlich die ganze Reihe) einen näheren Blick wert.

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Baker Street Tales – 1 – Sherlock Holmes und das Phantom von Charing Cross

J.J. Preyer
Baker Street Tales – 1 – Sherlock Holmes und das Phantom von Charing Cross

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Watson diskriminiert

Klappentext:
In Charing Cross, dem offiziellen Mittelpunkt Londons, laufen die dunklen Fäden des Falles zusammen in dem Sherlock Holmes und Dr. Watson mit den mörderischen Konsequenzen früherer Ermittlungen konfrontiert werden, in deren Verlauf Baron von Gruner das Augenlicht verloren hatte und der sich nun grausam rächt.

Rezension:
Vor Jahren überführten Holmes und Watson Baron von Gruner. Seitdem sich eines seiner Opfer rächte, ist dieser erblindet und sinnt auf Rache sowohl an der Frau, die ihm Säure ins Gesicht spritzte, als auch an Holmes und Watson. Watson, der schon länger keinen Kontakt mehr zu Holmes hatte, erfährt eines Tages, dass es dem Baron gelungen ist, sich an dieser Frau zu rächen. Und gerade jetzt ist Holmes nicht erreichbar.
Dieser Band bildet den Auftakt zu den „Baker Street Tales“, einer Kurzgeschichtenreihe mit neuen Abenteuern um Sherlock Holmes und Dr. Watson.
Leider gelingt es J.J. Preyer an keiner Stelle der Geschichte auch nur annähernd, das vom Original gewohnte Sherlock-Holmes-Feeling zu treffen. Zum einen liegt das zweifellos daran, dass das Abenteuer hier nicht wie gewohnt von Watson aus der Ich-Perspektive geschildert wird, zum anderen daran, dass speziell Watsons Charakter nicht annähernd getroffen wird. Im Original wäre ein Watson, der sich pausenlos darüber aufregt, dass Holmes ihn nicht seiner Wichtigkeit entsprechend schätzt, absolut unvorstellbar.
Der zu klärende Fall an sich hat mit seinen unerwarteten Wendungen durchaus seinen Reiz, auch wenn das Ende leicht übertrieben wirkt. Lediglich da bekannte Ermittlerpaar wirkt nicht stimmig.

Fazit:
Ein interessanter Kriminalfall, dem jedoch wegen schlecht getroffener Protagonisten das typische Sherlock-Holmes-Feeling fehlt.

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Das Amulett

Annette Dressel
Das Amulett

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Das Geheimnis der Kreuzspinne

Klappentext:
Die Macht der Spinnen
Am Morgen nach einer Schlacht, mitten in den Wirren des Dreißigjährigen Krieges, erwacht ein junges Mädchen, umgeben von Verwundeten, bedroht von Hunger und verrohten Soldaten. Sie erkämpft sich einen Weg ins Überleben.

Rezension:
Katha ist noch keine 11 Jahre alt, als ihre Mutter verschwindet, sie mitten in einem Heerlager des 30-jährigen Kriegs zurücklässt. Obwohl das Mädchen nicht verwöhnt ist, hat sie nicht die geringste Lust, in ihrem Alter schon die Nachfolge ihrer Mutter als Regimentshure anzutreten. Vorläufig besteht ihre einzige Chance darin, für den Bader Spinnennetze zu sammeln, die dieser für die Wundversorgung benötigt. Dafür darf sie im Lazarettzelt schlafen und bekommt ihren Anteil von der Verpflegung.
Obwohl dieser bokksnack vom Verlag als Fantasy bezeichnet wird, spielen Fantasy-Elemente in der Kurzgeschichte praktisch keine Rolle. Vielmehr ist es eine sehr gelungene Jugendgeschichte um ein Mädchen, das noch viel mehr Kind als Jugendliche ist, durch die Umstände, unter denen es aufwuchs, aber schon gut versteht, wie das Leben in dieser rauen Umgebung läuft. Annette Dressel schafft es, Kathas Leben bildlich darzustellen, ohne dabei zu tief ins Detail zu gehen. Dieses kurze historische Jugendabenteuer muss man als äußerst gelungen bezeichnen.

Fazit:
Ein sehr gelungenes Jugendabenteuer vor historischer Kulisse. Absolut empfehlenswert.

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Der Gentleman

Forrest Leo
Der Gentleman

Übersetzung: Cornelius Reiber

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Die Freundschaft des Teufels

Klappentext:
London, Pocklington Place, um 1850: Lionel Savage, Dichter, gerade einmal 22 Jahre alt, hat beschlossen, Selbstmord zu begehen, da er des Geldes wegen geheiratet hat und danach feststellen musste, dass er seitdem keine Zeile mehr zu Papier bringen kann. Er zieht seinen Butler Simmons zurate, weil er nicht weiß, wie er den Selbstmord genau angehen soll. Der einfachste Weg scheint ihm der Tod durch Kopfschuss zu sein. Doch Simmons gibt zu bedenken, dass dabei allerlei Körperflüssigkeiten austreten würden, die jemand aufwischen müsste. Da Savage seinem treuen Butler eine solche Schweinerei nicht zumuten will, muss er eine andere Lösung für sein Problem finden. Just in dem Moment spaziert ein freundlicher Gentleman in sein Arbeitszimmer, der sich als der Teufel höchstpersönlich entpuppt. Und bevor er sich versieht, hat Savage seine Ehefrau an ihn verkauft. So glaubt er zumindest. Doch kaum ist die Ehefrau verschwunden, stellt Savage fest, dass sie die Liebe seines Lebens ist. Er muss sie wiederfinden. Nur wo zum Teufel soll die Hölle sein?
Faule Aristokraten, ein Butler, der Teufel, eine hinterlistige kleine Schwester, Duelle und Beinahe-Duelle, Arktisexpeditionen und Scotland Yard. „Der Gentleman“ ist ein rasanter Abenteuerroman und eine feine kleine Tollerei.
In seinem Debütroman gelingt es Leo, die Konventionen viktorianischer Fiktion zu parodieren. Wahnsinnig witzige Dialoge und komische Komplikationen runden die Geschichte ab.

Rezension:
Lionel Savage ist Poet, auch wenn der größte Teil seiner Mitmenschen ihn nicht annähernd für so begabt hält, wie er sich selbst einschätzt. Doch seit seiner Heirat, zu der er sich nur entschloss, um seine finanziellen Engpässe zu umgehen, bringt er nichts mehr zu Papier, was auch nur seinen eigenen Ansprüchen genügen würde. Während Lionel schon einen Selbstmord in Erwägung zieht, bekommt er den unerwarteten Besuch eines Gentleman, der sich als der Teufel persönlich herausstellt. Dieser besucht ihn, um sich – Lionel kann es selbst kaum glauben – bei ihm zu bedanken. Doch da er von den guten Manieren seines Besuchers begeistert und dieser hocherfreut darüber ist, von einem Menschen akzeptiert zu werden, schließen beide Freundschaft. Lionel schüttet dem Teufel sein Herz aus, dass er seit seiner Heirat nicht mehr er selbst ist. Und kaum ist der Gentleman-Teufel wieder gegangen, teilt der Butler Lionel mit, dass seine Frau während eines Maskenballs spurlos verschwunden ist. Als Lionel jedoch entdeckt, dass seine Frau selbst dichtete, verliebt er sich spontan in sie. Aber wie soll er sie jetzt zurückbekommen? Dass unerwartet seine jüngere Schwester, sie er fernab im Internat glaubt, und der Bruder seiner verschwundenen Frau auftauchen, vereinfacht sie Angelegenheit nicht.
Dieser Roman hält sich definitiv nicht an Schema F. Auch in keines der gängigen Genres will er so richtig passen. Trotz des persönlichen Auftretens des Teufels ist dieses Buch weitaus weniger Fantasy, als man denken könnte. Und obwohl die Handlung im viktorianischen London angesiedelt ist, kann man es wohl kaum als historischen Roman einstufen. Humor trifft das Genre auch nicht wirklich, auch wenn die Geschichte sicher alles andere als ernst ist und zahlreiche lustige Dialoge enthält. Angereichert wird das alles noch durch eine kleine Prise Steam Punk.
Auffällig ist bei der relativ dialoglastigen Handlung, dass sich die Szenen auf wenige Handlungsplätze konzentrieren und der Roman dadurch an ein Theaterstück erinnert. Bingo! Wie der Autor in seinen Danksagungen am Ende des Buches enthüllt, war es ein solches tatsächlich auch ursprünglich. Was nicht verwundert, da der Autor ursprünglich Schauspiel studierte.
Womit wir beim Autor angelangt wären. Bei „Der Gentleman“ handelt es sich um den Debütroman Forrest Leos, wobei der Name des Autors bereits ein kleines Rätsel darstellt. Auf Cover, Klappentext und bei den einschlägigen Onlinehändlern wird der Name als „Forrest Leo“ genannt, im Copyright-Vermerk des Impressums jedoch als „Leo Forrest“, was für mich eigentlich logischer klingt.
Wie bereits erwähnt, stützt sich der Roman hauptsächlich auf ausführliche Dialoge. Handlung im eigentlichen Sinne findet dagegen relativ wenig statt. Das stört beim Lesen allerdings kaum, denn gerade in diesen Dialogen liegt der Reiz des Buches. Dem Autor gelingt es, den Tonfall von Büchern, die wirklich aus dieser Zeitperiode stammen, gekonnt einzufangen und teilweise parodistisch zu überzeichnen, sodass sich der Leser in das viktorianische London, wie er es beispielsweise aus den „Sherlock Holmes“-Geschichten kenne, versetzt fühlt.
Wer sich auf das Experiment eines Buches, das alle gängigen Genres weiträumig umgeht, einzulassen bereit ist, sollte dem Teufel und seinem menschlichen Freund eine Chance geben.

Fazit:
Ein Buch abseits aller ausgetretenen Pfade. Und genau darin liegt der Reiz.

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Der Seelenfänger

Sandra Engler
Der Seelenfänger

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Mord auf offenem Feld

Klappentext:
In der Zeit des Bösen, der Ritter und des Christentums ereignete sich vor vielen hunderten von Jahren in Britannia eine unglaubliche Geschichte. Der zwölfjährige Jonathan begegnet eines Tages bei der Feldarbeit dem Teufel und seiner Gefolgschaft, die Tod und Verderben über das Land bringen. Gemeinsam mit seinem Freund Adam versucht er, vor dem Teufel zu fliehen. Gelingt es ihm noch rechtzeitig, seine Pflegemutter und das Dorf vor der Bedrohung zu warnen?
Diese Geschichte ist ab 12 Jahren geeignet.

Rezension:
Als Jonathan gerade zusammen mit seinem Stiefvater und anderen Dorfbewohnern auf dem Feld arbeitet, werden sie von unheimlichen Männern auf flammenden Pferden überfallen. Diese Männer, deren Anführer offenbar der Teufel höchstpersönlich ist, töten alle. Nur Jonathan und seinem Freund Adam gelingt die Flucht.
Sandra Englers Kurzgeschichte ist wirklich sehr kurz ausgefallen. Der Leser gewinnt dabei den Eindruck, dass es sich nur um den Epilog einer umfangreicheren Geschichte handelt. (Was insoweit stimmt, dass eine Fortsetzung angekündigt ist.) Leider kann die Geschichte jedoch auch sprachlich nicht überzeugen, wodurch die an sich brauchbare Grundidee verpufft.

Fazit:
Für sich genommen ist diese Kurzgeschichte nicht tragfähig. Eventuell könnte sie mit der kommenden Fortsetzung ein lesbares ganzes bilden.

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Frost & Payne – 8 – Nummer 23

Luzia Pfyl
Frost & Payne – 8 – Nummer 23

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Frosts Geburtstag

Klappentext:
Nach der Sache mit Kirkland liegt Jackson Payne schwer verletzt im Krankenhaus, doch die Sache ist ausgestanden und er in Sicherheit. Lydia Frost hofft, dass nun endlich wieder etwas Normalität in die Agentur kommt. Helen plant eine Geburtstagsparty und Dr. Baxter versucht, den mechanischen Arm nachzubauen.
Die ruhigen Tage dauern allerdings nicht lange an. Eine Mutter bittet Frost, ihren verschollenen Sohn, David, zu suchen, da Scotland Yard sich nicht dafür zu interessieren scheint. Frost nimmt den Auftrag an, doch sie hat nicht viel Hoffnung, den Jungen nach all der Zeit noch zu finden. Sie ahnt nicht, dass er der Schlüssel zu den mechanischen Kindern ist.
Der Mörder erweitert derweil das Spielfeld. Er hat eine ganz spezielle Geburtstagsüberraschung geplant…

Rezension:
Lydia Frost macht sich langsam ernsthafte Sorgen um ihren Partner Payne, der spurlos verschwunden ist. Doch endlich hat sie eine Spur gefunden. Derweil wird der Erschaffer der ‚mechanischen Kinder‘ wieder aktiv. Nach all den Jahren möchte er unbedingt seine verlorene Nummer 4 wiederfinden. Außerdem muss er das von Nummer 23 bei seiner Flucht zerstörte Labor ersetzen, und Scotland Yard ist ihm auch auf den Fersen.
Im inzwischen 8. Band ihrer „Frost & Payne“-Reihe, die mittlerweile ihre ganz eigene Dynamik entwickelt hat, überrascht Luzia Pfyl ihre Leser mit einer wohl kaum vorausahnbaren Wendung. Und diese Überraschung ist gelungen, denn damit hätte zumindest ich definitiv nicht gerechnet. Worum es sich dabei genau handelt, soll hier natürlich nicht verraten werden, auch wenn man sicher behaupten kann, dass das nicht allen Lesern gefallen wird.
Alles deutet darauf hin, dass sich die Reihe in den kommenden Bänden auf die Überführung des Kindesentführers und -mörders konzentrieren wird. Doch dieser ist sich sehr wohl bewusst, von wem ihm Gefahr droht. Es verspricht also, weiterhin interessant zu bleiben.

Fazit:
Mit einer schockierenden Überraschung geht das viktorianische Detektivabenteuer in die nächste Runde.

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Beginn eines Piratenlebens

Ann-Kathrin Speckmann
Beginn eines Piratenlebens

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Die Frau des Schiffsjungen

Klappentext:
Die fünfzehnjährige Anne verabscheut ihr Leben in South Carolina.
Bis vor wenigen Jahren hatte sie noch ein ganz anderes: In England hielten sie alle für einen Jungen. Sie vermisst die Freiheiten aus jener Zeit. Um ihren Pflichten zu entgehen, wünscht sie sich nichts sehnlicher als eine Reise auf einem der vielen Schiffe, die täglich im Hafen Charleston anlegen.
Als sie mit ihrem Jugendfreund Michel verheiratet werden soll, verliert sie das letzte bisschen Zuneigung und Vertrauen zu ihren Eltern.
Zusammen mit dem jungen Matrosen James Bonny geht sie das Wagnis ein, und flieht in die aufregende Welt der Piraten.
Ein spannendes Abenteuerbuch über die berühmte Piratin Anne Bonny.

Rezension:
Als Tochter eines reichen Plantagenbesitzers fehlt es der 15-jährigen Anne eigentlich an nichts. Doch es gibt etwas, was sie sehr vermisst: Freiheit. Als sie noch klein war, wurde sie zur Tarnung als Junge ausgegeben und entsprechend erzogen. Jetzt muss sie jedoch die Tochter wohlhabender Eltern darstellen, dabei würde sie doch viel lieber durch die Gegend ziehen und Abenteuer erleben – was im South Carolina des frühen 18. Jahrhunderts dem Ansehen der Eltern sehr schaden würde. Nachdem sich Anne wiedermal in den Hafen geschlichen hatte, was prompt in einer handfesten Schlägerei endete, beschließen ihre Eltern, die widerspenstige Tochter schnellstmöglich zu verheiraten. Aber nicht mit Anne! Die läuft kurzerhand weg und beschließt, Piratin zu werden.
Bei der Beschreibung ihrer Protagonistin lehnt sich Ann-Kathrin Speckmann an das reale Vorbild, die (etwa) 1699 geborene Piratin Anne Bonny, an und bereitet die wenigen aus deren Jugend bekannten Fakten zu einer jugendgerechten Abenteuergeschichte auf. Wie nah sie den historischen Tatsachen dabei kommt, ist mangels verbürgter Informationen wohl kaum feststellbar. Wichtiger ist aber wohl ohnehin, dass ihr mit diesem Buch ein spannendes Jugendabenteuer gelungen ist, dessen Fortsetzung bereits in Vorbereitung ist.
Der Autorin gelingt es, Annes Gefühle und Gedanken, die schließlich zum völligen Bruch mit ihrem bisherigen Leben führen, glaubhaft einzufangen. Annes Abenteuer können dabei vom jungen Leser bis zum Erwachsenen alle Abenteuer- und Piratenbegeisterten überzeugen.
(Eine Vorgeschichte um die 12-jährige Anne ist als Kurzgeschichte unter dem Titel „Der Traum von New Providence“ verfügbar.)

Fazit:
Ein interessantes jugendgerechtes Piratenabenteuer mit einem in diesem Genre ungewöhnlichen Helden: einer Heldin.

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Baker Street Tales – 5 – Sherlock Holmes und die gefallenen Mädchen

Astrid Pfister

Baker Street Tales – 5 – Sherlock Holmes und die gefallenen Mädchen

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Spur ins East End

Klappentext:
Jack the Ripper ist zurück … davon ist zumindest Inspector Lestrade fest überzeugt.
Und die gefallenen Mädchen, die bestialisch verstümmelt im Londoner East End gefunden werden, lassen ebenfalls kaum einen anderen Schluss zu.
Aber Holmes wäre nicht Holmes, wenn er nicht sofort einen neuen Fall wittern würde.

Rezension:
Holmes und Watson sitzen in der Wohnung in der Baker Street und langweilen sich. Seit dem letzten Fall ist schon einige Zeit vergangen, was sich besonders auf Holmes Laune nicht gerade positiv auswirkt. Da kommt ein überraschender Besuch Inspector Lestrades gerade recht. Unter dem Mantel strengster Verschwiegenheit berichtet dieser, dass Jack the Ripper offenbar zurück ist. Im East End wurden bereits wieder mehrere übel zugerichtete Frauenleichen aufgefunden. Natürlich bricht Holmes unverzüglich zum neuesten Tatort auf.
In der Reihe „Baker Street Tales“ veröffentlicht der Arunya Verlag derzeit inhaltlich nicht näher zusammenhängende Neo-Holmes-Romane verschiedener Autoren, darunter auch das hier besprochene Buch. Astrid Pfister gelingt es darin recht gut, die Stimmung der Originalgeschichten zu treffen, auch wenn Dr. Watson, aus dessen Aufzeichnungen auch dieses Abenteuer geschildert wird, deutlich selbstbewusster und aktiver als bei Doyle auftritt.
Leider wirkt die Lösung des Falls etwas überhastet, was allerdings zumindest teilweise daran liegen könnte, dass die Länge der Geschichten vom Verlag limitiert ist. Allerdings erreicht die Konstruktion des kriminalistischen Rätsels auch nicht ganz die intellektuelle Tiefe des Originals. Somit kommt die Enthüllung des Täters für den Leser nicht wirklich überraschend. Seine detektivischen Meisterleistungen muss der berühmte Detektiv hier nicht voll ausspielen.

Fazit:
Ein unterhaltsamer Sherlock-Holmes-Fall, in dem sein detektivische Spürsinn jedoch nicht in gewohntem Maße gefordert wird.

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