Von Werwölfen, Vampiren und anderen Mitmenschen

Erik Hauser
Von Werwölfen, Vampiren und anderen Mitmenschen

Vampirfutter

Klappentext:

Sie leben unerkannt unter uns – unsere Nachbarn, Freunde, Mitmenschen. Doch wehe, wenn ihr wahres Wesen ans Licht kommt! In einem kleinen hessischen Dorf zur Zeit der Napoleonischen Kriege häufen sich seltsame Morde. Die Dorfbewohner glauben an einen Werwolf, und zwei Märchenforscher aus Kassel bestärken sie in diesem Verdacht. Doch ist der Schuldige wirklich der, für den sie ihn halten? („Wer hat Angst vorm bösen Wolf?“) Eine Schulklasse macht sich auf die Jagd nach schwachen, verwirrten Vampiren, ausgemergelte Gestalten, die im hellen Tageslicht hilflos durch den Wald irren. Doch als ein Gewitter heraufzieht und die Nacht anbricht, ändert sich die Lage. („Die Jäger und die Gejagten“) Ein Junge findet in den Ruinen eines Gebäudes einen halbtoten Vampir und pflegt ihn – um sich mit seiner Hilfe an seinen sadistischen Schulkameraden zu rächen. („Sebastians Vampir“)

Rezension:

Enthaltene Kurzgeschichten:
Wer hat Angst vorm bösen Wolf?
Die Jäger und die Gejagten
Sebastians Vampir
Annabella

Die Grimms suchen nach Märchen, eine Schulklasse unter Anleitung des Pfarrers nach Vampiren. Beide Suchen laufen ganz anders als geplant ab. Dafür findet ein Junge unbeabsichtigt einen Vampir, und eine Gruppe Freunde findet in einem verlassenen Haus das Grauen.

Erik Hauser findet das Grauen an den unterschiedlichsten Orten und zu verschiedenen Zeiten. In den 4 Kurzgeschichten, die er in diesem Buch zusammengefasst hat, gibt es keine wirklichen Happyends. 2 der Geschichten sind in vergangenen Tagen angesiedelt, die anderen beiden in unserer Zeit. In gleich 3 der Geschichten sind die Protagonisten in jugendlichem Alter, was vielleicht auch daran liegen könnte, dass der Autor im normalen Leben Lehrer ist. Eventuell hat er dem einen oder anderen seiner Schüler schon mal eine derartige Begegnung gewünscht. Oder die ihm …

In „Wer hat Angst vorm bösen Wolf?“ treffen Märchenforscher aus Kassel auf eine Bevölkerung, die ihre Forschungen etwas zu wörtlich nimmt. Der Name Grimm wird hier zwar nicht ausdrücklich genannt, da die Brüder aber Jakob und Wilhelm heißen und sich alles in der Zeit der napoleonischen Kriege abspielt, ist wohl auch so klar, wer gemeint ist.

Bei „Die Jäger und die Gejagten“ führt ein Pfarrer die Schuljungen seines Dorfes gegen die in den Wäldern lebenden Vampire an. An Ende stellt sich die Frage, wer Jäger und wer Gejagter ist.

„Sebastians Vampir“ handelt dagegen in modernen Zeiten. Diese aus der Sicht des Vaters erzählte Story konnte mich am wenigsten überzeugen.

Die letzte (und als einzige im Klappentext nicht erwähnte) Geschichte fällt vom Schema etwas aus den anderen heraus. Ein Junge will mit ein paar Freunden ein unheimliches, verlassenes Haus erkunden. Da er gerade heute auf seine kleine Schwester aufpassen muss, nimmt er die kurzerhand mit. Aus dem Abenteuer, mit dem er eigentlich nur eine Mitschülerin beeindrucken will, wird ein gefährlicher Ausflug. Wie auch bei den anderen Beiträgen bleibt am Ende einiges offen.

Zusammengenommen können alle 4 Geschichten gut unterhalten.

Fazit:

Diese Horror-/Grusel-/Mystery-Kurzgeschichtensammlung versammelt 4 für das Genre eher ungewöhnliche Vertreter.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nur unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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Album von Berlin, Charlottenburg und Potsdam

Reprint eines Bildbands aus den 1910ern
Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://rezicenter.blog/2020/01/28/bilder-aus-altbayern-reprint-eines-bildbands-von-1918/

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Gruselkabinett – 191 – Schauermärchen 2

Jacob Grimm, Wilhelm Grimm, Ludwig Bechstein
Gruselkabinett – 191 – Schauermärchen 2


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Sprecher: Bodo Primus (Erzähler) sowie 26 weitere

Der kopflose Bruder

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Klappentext:

Und weiter geht es mit dem zweiten Teil der unheimlichen und blutrünstigen Märchen der Brüder Grimm! In einer schau­rigen Blut­kammer kommt es zu einer lebens­gefähr­lichen Ent­deckung, eine Tod­ge­weihte sinnt auf Rache, und ein Ge­köpfter kehrt zu seiner Mörderin zurück, um die Tat auf­zu­klären.

Diese CD enthält die Hörspielvertonungen folgender Märchen:
Fitschers Vogel
Das Mordschloss
Der Wacholderbaum

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Rezension:

Schwestern werden nacheinander auf ein Schloss eingeladen … und ver­schwinden. Erst die letzte kommt dem Mys­terium auf die Spur. Eine Stief­mutter sucht einen Weg, ihren Stief­sohn un­auf­fällig los­zu­werden. Doch die Tat rächt sich.

In der Reihe „Gruselkabinett“ werden Schauergeschichten als Hörspiele ver­tont. Dass wir hier Band be­ziehungs­weise Folge 191 vor uns haben, be­weist, dass dieses Projekt Durch­halte­ver­mögen und Poten­zial hat. In dieser Aus­gabe handelt es sich bei den ver­tonten Kurz­ge­schichten um welche der Ge­brüder Grimm sowie Ludwig Bech­steins. Die beiden Grimm-Märchen „Fitschers Vogel“ und „Das Mord­schloss“ ähneln sich dabei stark, sodass man sie auch als Vari­anten einer Ge­schichte auf­fassen könnte. Der Haupt­unter­schied liegt vor allem im Ende. Aller­dings habe ich beide Märchen noch nicht ge­kannt. Sie ent­sprechen eher nicht dem Stil, der in den üb­lichen Ge­brüder-Grimm-Samm­lungen ent­halten ist. Aber auch Bech­steins „Der Wacholder­baum“ war mir bis­her un­be­kannt. Diese Story ist für mich die über­zeu­gendste dieser CD.

Die Hörspielumsetzung kann vor allem mit dem großen Personalaufwand über­zeugen. Ins­ge­samt sind (falls ich richtig ge­zählt habe) 27 Sprecher daran be­teiligt, wobei außer Bodo Primus als Er­zähler nie­mand ‚wieder­ver­wendet‘ wird. Das Grusel-Poten­zial hält sich in Grenzen, selbst nach einer abend­lichen Hör­runde sollte der Schlaf nicht beein­trächtigt sein.

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Fazit:

Klassische, aber eher unbekannte Gruselmärchen werden hier zu recht auf­wändigen Hör­spielen.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nur unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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Album von Berlin, Charlottenburg und Potsdam

Reprint eines Bildbands aus den 1910ern
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The Diviners – 1 – Aller Anfang ist böse

Libba Bray
The Diviners – 1 – Aller Anfang ist böse


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Übersetzung: Barbara Lehnerer

Showdown in Knowles’ End

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Klappentext:

Fantastischer Romantikthriller und prickelnde Slow-Burn-Liebesgeschichte für Jugend­liche und junge Erwach­sene

New York, 1926: Die 17-jährige Evie O’Neill genießt das wilde Party­leben der auf­regen­den Metro­pole, bis eine Reihe von Ritual­morden die Stadt er­schüt­tert. Die Polizei tappt im Dunkeln – der Mörder scheint über­natür­liche Kräfte zu haben. Doch die hat auch Evie. Sie kann Gegen­stän­den die Ge­heim­nisse ihrer Be­sitzer ent­locken. Ge­mein­sam mit ihrem Onkel, dem Direk­tor des Muse­ums für Aber­glauben und Okkul­tes, kommt sie dem Täter auf die Spur. Zu­sam­men mit dem Ge­legen­heits­dieb Sam und dem Assis­tenten ihres Onkels, Jericho, ver­sucht sie den Wett­lauf gegen die Zeit zu ge­winnen und den nächs­ten Mord zu ver­hindern. Wobei sowohl der char­mante Sam als auch der ernst­hafte Jericho ihr Herz immer häufiger klopfen lassen …

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Rezension:

Evie O’Neill ist 17 und wächst in Oklahoma in der besseren Ge­sell­schaft auf. Dass sie die Be­ga­bung besitzt, aus per­sön­lichen Gegen­ständen die Ge­heim­nisse des Be­sitzers aus­lesen zu können, ahnt kaum jemand. Bis sie auf einer Party pein­liche Ge­heim­nisse eines Jungen offen­bart. Der be­hauptet, Evie hätte ihn ver­leumdet. Darauf hin schicken ihre Eltern Evie zur Strafe zu ihrem Onkel, dem Direk­tor des Muse­ums für Aber­glauben und Okkul­tes, nach New York – was die nicht als Strafe empfindet.

Libba Bray siedelt ihren Fantasy-Mehrteiler im New York der 1920er Jahre an, und lässt die Ge­sell­schaft dieser Zeit mit ihrer Prohi­bition und ille­galen Party-Kultur auf Magie und Mystery treffen. Evie ist zwar die Prota­gonis­tin dieser Ge­schichte, muss sich diese Rolle aller­dings mit einer ganzen Reihe anderer Charak­tere teilen, aus deren Blick­winkel die Ge­scheh­nisse wechsel­weise wieder­ge­geben werden. Dies kann den Leser teil­weise etwas ver­wirren, weil er sich in jedem Kapitel erst auf die je­weilige Person ein­stellen muss. Dieses Mosaik setzt sich dann aber zu­neh­mend zu einem stim­migen Gesamt­bild zu­sam­men. Neben der eigen­sinni­gen Haupt­prota­gonis­tin steht eine Mord­serie mit Mystery- und Horror-Ele­menten im Fokus. Urban-Fan­tasy-Aspekte spielen dabei eine wich­tige Rolle. Wieso der Klappen­text jedoch von „Romantik­thriller und pri­ckelnde Slow-Burn-Liebes­ge­schichte“ spricht, bleibt eher unklar, spielen Romantik-Ele­mente in der Hand­lung doch keine größere Rolle. Was mich defi­nitiv nicht stört. Die poten­ziell eher düster ver­anlagte Hand­lung wird immer wieder durch humor­volle Szenen auf­ge­lockert. Und wie es beim Auf­takt-Band einer Reihe zu er­warten ist, bleiben am Ende natür­lich noch ein paar Fäden offen, die Lust auf die Fort­setzung machen.

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Fazit:

Die ungewohnte Kombination von Urban Fantasy, Horror, einer selbst­bewuss­ten Prota­gonis­tin und dem New York der 1920er kann über­zeugen.

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Professor Zamorra – 1 – Der Zeitenfluch

Wolfgang Hohlbein, Uwe Voehl, Dominik Kapahnke
Professor Zamorra – 1 – Der Zeitenfluch


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Sprecher: Matthias Lühn, Sabina Godec, Gerd Köster

Wer hat an der Uhr gedreht?

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Klappentext:

Folge 1 der lang erwarteten Hörspielserie um Professor Zamorra!

Als Zamorra erwacht, beginnt sich die Realität um ihn auf gespens­tische Weise zu ver­ändern. Dämo­nische Krea­turen brechen in unsere Wirk­lich­keit ein. Steckt da­hinter ein Wesen, das sich Gaia nennt und be­hauptet, die Mensch­heit aus­löschen zu wollen?

Zamorras Gefährtin Nicole wird unterdessen von einer dämonischen Rocker­bande ver­folgt. Bevor Za­morra sie wieder in die Arme schlie­ßen kann, bricht das Inferno vol­lends über Château Mon­tagne herein…

In der Hörspielfassung von Uwe Voehl nach einer Romanheft­vorlage von Wolf­gang Hohl­bein.

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Rezension:

Professor Zamorra und seine Freundin Nicole stellen plötzlich fest, das alle Uhren verrückt­spielen. Über­all tauchen Dämo­nen auf, und sogar eine ganze Rocker­gang auf Motor­rädern er­weist sich als dämo­nisch. Was steckt da­hinter?

Dass es Geschichten um einen „Professor Zamorra“ gibt, war mir schon lange irgend­wie be­wusst. Trotz­dem ich aller­dings noch nie in persön­lichen Kon­takt mit dieser Reihe ge­kom­men war, war mir vage be­kannt, dass diese Ge­schich­ten in Rich­tung Horror/​Mys­tery/​Fan­tasy ge­hen. Dem­zu­folge also durch­aus ein Be­reich, der mich interes­sieren könnte. Nun bin ich auf diese Hör­spiel-Reihe ge­stoßen, die die ge­druck­ten Vor­lagen ent­spre­chend um­setzt. Dass es sich beim zu­grunde lie­gen­den Ori­ginal um einen Heft­roman handelt, ist auch dem Hör­spiel, das nur eine Spiel­zeit von etwa 1¼ Stunde hat, noch an­zu­merken. Das spricht aller­dings nicht gegen eine über­zeu­gende Story. Mir ist aller­dings nicht klar, ob dieses 1. Hör­spiel auch der 1. Heft­roman-Aus­gabe ent­spricht. Fast hatte ich näm­lich das Ge­fühl, es würde voraus­ge­setzt, dass der Leser/​Hörer die Haupt­figuren schon kennt. Der einzige grö­ßere Kritik­punkt ist für mich die etwas über­trieben wir­kende Ge­räusch­kulisse, mit der die Hand­lung hinter­legt ist. Trotz­dem werde ich dieser Reihe vor­erst weiter folgen, da ich hier Poten­zial für Fans des Genres (wie mich) sehe.

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Fazit:

Das Team aus Professor und Freundin macht in der Hörspiel-Umsetzung einen guten 1. Ein­druck.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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In Flammen

Alexander Lorenz Golling
In Flammen

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Das jährliche Opfer

Klappentext:

Eine Hexe kehrt Jahrhunderte nach ihrer Hinrichtung zurück, ein Wan­de­rer ver­irrt sich in einem un­heim­li­chen Wald, ein Mo­tor­rad­fah­rer wird Opfer einer Zeit­ver­schie­bung: In die­ser Kurz­ge­schich­ten­samm­lung von Alexan­der Lorenz Gol­ling geht es sehr mys­teriös und gru­se­lig zur Sache. Sie ist, wie auch schon der Vor­gänger „Cres­zen­tia“ schwer­punkt­mäßig im Donau­moos und der wei­te­ren Um­ge­bung an­ge­sie­delt; die Ge­schich­ten ba­sie­ren teil­weise auch auf lo­ka­len Sagen und Le­gen­den.

Gollings Stil orientiert sich an Klassikern wie Edgar Allan Poe, M.R. James, Stephen King und Alger­non Black­wood, ist aber eigen­stän­dig und un­ver­wech­sel­bar.

Rezension:

Enthaltene Geschichten:
In Flammen
Das Raunen der Wälder
Auf Abruf
Eine Familienangelegenheit
Der Kurschatten
Vergiss mein nicht
Noch ein Bier, bitte!
Abendrot der Ewigkeit
Moorläuten
Zeitfalle
Heimkehr

Ein Obdachloser bittet in einem abgelegenen Bauernhof um eine Unter­kunft, ein Kur­gast stößt auf einen alten Fried­hof, ein Junge er­lebt einen un­ver­gess­li­chen Adria-Ur­laub, und Ur­lau­ber be­sich­ti­gen ein stil­les Moor – das sind nur 4 der 11 Kurz­ge­schich­ten, die Alexan­der Lorenz Gol­ling in die­sem Buch zu­sam­men­ge­stellt hat. In allen wird es den je­wei­li­gen Prota­gonis­ten gru­se­lig, eine ganze Reihe von ihnen über­lebt das Aben­teuer nicht. Aber auch die, die über­leben, wer­den diese Er­eig­nisse nie ver­ges­sen.

Den Anspruch, Gruselgeschichten zu schreiben, hat der Autor in allen Fäl­len de­fi­ni­tiv er­füllt. Dabei ist die Grund­stim­mung der Ge­schich­ten zu­nächst nicht immer düs­ter. In man­chen Fäl­len kommt der Gru­sel­ef­fekt erst zu­letzt. Der Zeit­rah­men reicht dabei vom spä­ten 19. Jahr­hun­dert bis in die Ge­gen­wart, in einem Fall sogar bis in die Zu­kunft. Fast alle Kurz­ge­schich­ten kön­nen gut unter­hal­ten, die letzte, „Heim­kehr“, ist die ein­zige, der ich nichts ab­ge­win­nen konnte.

In „Eine Familienangelegenheit“ erleben wir, wie ein Obdachloser vor mehr als 100 Jah­ren in einem bei­nahe ver­las­se­nen Guts­hof um eine Unter­kunft bi­ttet. Erst nach und nach er­fährt er, wie­so der Guts­herr, der für jede Hilfe dank­bar ist, der ein­zige ver­blie­bene Be­woh­ner ist.

„Das Raunen der Wälder“ lässt den Protagonisten erschauern. Erst ganz am Ende wird beim Lesen klar, was es mit dem Mann auf sich hat. Hier funktio­niert der Über­ra­schungs­ef­fekt de­fi­ni­tiv!

Dass es auch ohne unmittelbare Gefahr mysteriös-gruselig werden kann, be­weist „Noch ein Bier, bitte!“, ob­wohl es für die Be­tei­lig­ten nie ums Leben geht. Hier han­delt es sich eher um ‚Soft-Gru­sel‘.

Fazit:

Dieses Buch bietet eine gelungene Zusammenstellung von Gru­sel- bis Hor­ror-Stories ganz unter­schied­li­cher An­satz­punkte.

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Zwielicht – 20

Michael Schmidt (Hrsg.), Achim Hildebrand (Hrsg.)
Zwielicht – 20

St,rSt,rSt,rSt,bSt,b

Zwischen Horror und Langeweile

Klappentext:

Die 20. Ausgabe des Magazins Zwielicht. Das Titelbild ist wie immer von Björn Ian Craig. Vor­be­stell­bar als E-Book. Mit Illus­tra­tio­nen von Frank G. Gerigk.

Rezension:

Enthaltene Geschichten:
Julia A. Jorges – Zwschen zwölf und Mittag
Nele Sickel – Ein Mädchen in Gold mit Schuhen aus Glas
Silke Brandt – Die Burg über den Rheinwüsten
Ina Elbracht – Mein wunderschöner Supermarkt
Nikolaus Schwarz – Wer glaubt schon an Hexerei
Moritz Boltz – Der Tschonk
Maximilian Wust – Salz, Glas und Silber
Timothy Granville – Einige unlängst gestiftete Objekte
Christian Blum – Der Arhang
Lena Marlier – Schnee
Ansgar Sadeghi – Geliebte Schwester
Karin Reddemann – Roter Regen
John Martin Leahy – In Amundsens Zelt
Algernon Blackwood – Hass auf den ersten Blick
Max P. Becker – Die Hypnose
Arthur Machen – Die Geschichte des Sergt Richard Haughton und was ihm an der Somme wider­fuhr
Yvonne Tunnat – Der Hotelflur
Sascha Dinse – Lethe

Enthaltene Hintergrund-Beiträge:
Karin Reddemann – Märtyrer, Schlampertoni und der Heilige Bimbam
Michael Schmidt – Die Kurzgeschichten beim Vincent Preis

Angst, unklare, doch deutlich erahnbare Gefahren oder auch töd­liche Be­dro­hungen – alles das er­le­ben die Prota­gonis­ten die­ser Antho­logie. Und all das zwi­schen der Kai­ser­zeit und der fer­nen Zu­kunft.

„Zwielicht“ – lang ist es her, dass ich die 1. Ausgabe dieser sich selbst als Hor­ror­ma­ga­zin ver­ste­hen­den Antho­logie-Reihe ge­le­sen und re­zen­siert habe, 5½ Jahre um ge­nauer zu sein. „Wäh­rend die Hin­ter­grund-Bei­träge durch­weg interes­sant waren und mir eini­ges Neues ver­mit­teln konn­ten, konn­ten mich von den 15 Kurz­ge­schich­ten lei­der nur 2 über­zeu­gen, …“, schrieb ich damals. … und be­fasste mich nicht mehr mit die­ser Reihe. Mitt­ler­weile liegt schon Aus­gabe 20 vor, und als mir ein Re­zen­sions­exem­plar an­ge­bo­ten wurde, nahm ich die Ge­le­gen­heit wahr, heraus­zu­fin­den, wie sich das „Zwie­licht“ wei­ter­ent­wickelt hat. Lei­der muss ich meine Ein­schät­zung von da­mals wie­der­ho­len. Von den dies­mal sogar 18 Kurz­ge­schich­ten fand ich er­neut nur 2 über­zeu­gend. Die bei­den Hin­ter­grund-Bei­träge stie­ßen da­ge­gen nicht auf mein Inte­resse. So er­läu­tert Karin Redde­mann in „Mär­ty­rer, Schlam­per­toni und der Hei­lige Bim­bam“ die Be­deu­tung der di­ver­sen Schutz­hei­li­gen, ohne dass mir klar wird, wel­chen Zu­sam­men­hang das zur Hor­ror-The­ma­tik hat. Michael Schmidt lis­tet in „Die Kurz­ge­schich­ten beim Vin­cent Preis“ nur die no­mi­nier­ten Kurz­ge­schich­ten im Laufe der ver­gange­nen Jahre auf. Da kon­zen­triere ich mich lie­ber auf die bei­den Ge­schich­ten, die mich be­geis­tern konn­ten:

In Maximilian Wusts „Salz, Glas und Silber“ reisen wir gedanklich in die Kai­ser­zeit, in der sich ein Dä­mo­nen­jä­ger nach Rumä­nien be­gibt, um dort durch einen dunk­len Zau­berer er­weckte Wesen zu be­käm­pfen. Die Story er­in­nert stark an klas­si­sche Hor­ror-Ge­schich­ten und wirkt stim­mig. Für sich ge­nom­men wäre „Salz, Glas und Silber“ 5 Sterne wert!

In „Der Arhang“ von Christian Blum verliebt sich ein junger Kran­ken­haus­be­schäf­tig­ter in eine tod­kranke Patien­tin. Im An­ge­sicht des Totes trifft diese eine ver­häng­nis­volle Ent­schei­dung. Auch diese in der heu­ti­gen Zeit an­ge­sie­delte Story funktio­niert und be­weist, dass das Hor­ror-Genre auch in einem aktu­el­len Set­ting stim­mig um­ge­setzt wer­den kann.

Einige der anderen Beiträge verwirren eher, als ein Grusel- oder Hor­ror-Ge­fühl her­vor­zu­ru­fen. Mei­nen Ge­schmack trifft die Aus­wahl also be­dauer­li­cher­weise nur ein­ge­schränkt.

Fazit:

Die wenigen gelungenen Geschichten gehen unter den weniger ge­lunge­nen lei­der bei­nahe unter.

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Dämonenjäger Isaac Kane – 1 – Die Hand des Werwolfs

Ulrich Gilga
Dämonenjäger Isaac Kane – 1 – Die Hand des Werwolfs

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Sir Frederics Geheimnis

Klappentext:

1978: Der Mord an einem Einbrecher setzt eine Spirale in Gang, die Isaac Kane aus sei­nem bis­heri­gen Leben als Do­zent für Archäo­logie reißt. Plötz­lich ist er ge­zwungen, sich sei­ner wah­ren Her­kunft zu ste­llen und er­fährt von dem, was hin­ter den Schat­ten lau­ert und jeder­zeit da­nach trach­tet, die Men­schen zu ver­nich­ten und ihre See­len zu unter­wer­fen. Nur ein alter Mann scheint ihm Schutz geben zu kön­nen – aber ist das wirk­lich wahr? Schließ­lich war er es, der einen Wer­wolf unter den Men­schen frei­ge­las­sen hat… Erlebe den Be­ginn von Isaac Kanes Reise in die Dunkel­heit. Sei dabei, wenn sich ihm eine Welt er­öff­net, die er bis­her nicht kannte und an der er zu zer­bre­chen droht.

Dämonenjäger Isaac Kane nimmt den Leser mit in das England einer ver­gange­nen Epo­che mit ihrem ty­pisch bri­ti­schen Charme und Lebens­stil, lässt klas­si­sche Mons­ter ebenso auf­er­ste­hen wie mo­derne My­then­ge­stal­ten und dies in­mit­ten einer Gruppe, die sich einem Ehren­ko­dex ver­schrie­ben hat, den es unter allen Um­stän­den auf­recht­zu­er­hal­ten gilt: Be­wahrt mit allen Mit­teln die Mensch­heit vor dem, was hin­ter den Schat­ten lau­ert! Eine Serie für alle Lieb­haber des klas­si­schen Gru­sel-Heft­ro­mans – und auch für die, die den Ein­stieg in die Phan­tas­tik wagen wol­len.

Rezension:

Isaac Kane ist ein angesehener Archäologe. Über seine leib­lichen El­tern weiß er nichts, denn er wurde als Baby in einem Wai­sen­haus ab­ge­ge­ben. Bis ihn eines Tages ein selt­sa­mer Be­su­cher auf­sucht. Der be­haup­tet, seine Eltern ge­kannt zu ha­ben, ja, mit ihnen be­freun­det ge­we­sen zu sein und Isaac per­sön­lich ins Wai­sen­haus ge­bracht zu ha­ben. An­geb­lich sol­len die El­tern Mons­ter­jäger ge­we­sen sein – und er soll deren Erbe jetzt an­tre­ten.

Ulrich Gilga orientiert sich bei seiner neuen Urban-Fan­tasy- und Gru­sel-Reihe aus­drück­lich an den klas­sisch-his­to­ri­schen Heft­ro­man-Rei­hen um di­verse Geis­ter- und Mons­ter­jäger. Einige sei­ner Vor­bil­der zählt er im Nach­wort auf. Fol­ge­rich­tig sie­delt er seine Hand­lung auch in den spä­ten 1970er Jah­ren an. Sein Prota­gonist ist der Archäo­loge Isaac Kane, der in die­sem Band ge­mein­sam mit den Lesern in die The­ma­tik und die Arbeit einer Ge­heim­ge­sell­schaft ein­ge­führt wird. Wie der Rei­hen­titel „Dämo­nen­jäger Isaac Kane“ an­deu­tet, dürfte die­ser in den kom­men­den Bän­den sei­nen Beruf wech­seln. Aller­dings fin­den sich auch An­deu­tungen, dass in der Ge­mein­schaft der Dä­mo­nen­jäger mys­teri­öse Hin­ter­män­ner eine Rolle spie­len könn­ten. Die The­ma­tik bie­tet also durch­aus das Po­ten­zial für interes­sante (und lang­fris­tige) Ent­wick­lungen, wobei der Autor seine Leser am Ende sogar fragt, wel­che Rich­tung die Reihe ein­schla­gen könnte. Die Wer­wolf-Story die­ses Ban­des ist zwar nicht be­son­ders spek­ta­ku­lär, doch dient dieser na­tür­lich pri­mär der Ein­füh­rung des Prota­gonis­ten und des Um­fel­des.

Nach einer auktorial erzählten Einleitung wechselt der Autor in die Ich-Per­spek­tive sei­nes Prota­gonis­ten.

Fazit:

Dieser Auftakt einer Dämonenjäger-Reihe im Stil klassischer Heftroman-Rei­hen weckt die Lust, die­ses Experi­ment im Auge zu be­hal­ten.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

LBG Banner Sommerferien
Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nur unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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Album von Berlin, Charlottenburg und Potsdam

Reprint eines Bildbands aus den 1910ern
Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://rezicenter.blog/2020/01/28/bilder-aus-altbayern-reprint-eines-bildbands-von-1918/

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Fantastische LMU

Nikodem Skrobisz (Hrsg.)
Fantastische LMU

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Zwischen Genie und Wahnsinn

Klappentext:

Wenn hinter den Türen der Ludwig-Maximilians-Universi­tät nicht nur aka­de­mi­sche Heraus­for­de­rungen lau­ern, son­dern auch bis­sige Kro­ko­dile die Hör­säle en­tern, dichte Nebel, Schat­ten­ge­stal­ten, Geis­ter, Gnome und Ske­lette durch die Flure zie­hen, die Sta­tuen im Licht­hof zu spre­chen be­gin­nen – dann be­su­chen wir die Welt der „Fan­tas­ti­schen LMU“. Zwölf Kurz­ge­schich­ten von Julia Dör­ner, Nata­scha Druschba, Zsófia Meggy­esi, Xenia Tau­ferts­hö­fer, Petra Tei­chert und Niko­dem Skro­bisz.

Rezension:

Enthaltene Kurzgeschichten:
Das Metaethik-Reptil – Nikodem Skrobisz
Traumbaum – Natascha Druschba
Die Mysterien des Sommerfests – Nikodem Skrobisz
Was fehlt? – Julia Dörner
Knochentanz – Natascha Druschba
Der ewige Student – Petra Teichert
Zwei durchbohrte Herzen – Natascha Druschba
Kleine Probleme – Nikodem Skrobisz
Monsterjagd – Xenia Taufertshöfer
Wolfswissen – Zsófia Meggyesi
Der Ball – Julia Dörner
Ewige Philosophie – Nikodem Skrobisz

Die Ludwig-Maximilians-Universität – ein Ort der Bildung und Wis­sen­schaft in einer klei­nen Stadt ir­gend­wo zwi­schen Lands­hut und Ober­ammer­gau. Aber auch ein Ort völ­lig über­for­der­ter Stu­den­ten und Pro­fes­so­ren. Und wenn die dann noch über­na­tür­lichen Wesen über den Weg lau­fen … Ja, was dann pas­siert, kann man in die­ser Antho­logie lesen.

Anthologien werden in großer Zahl veröffentlicht. Das trifft auch für solche zu, die sich auf das Genre Urban Fan­tasy spe­zi­ali­sie­ren. Dass als Hand­lungs­ort für alle ent­hal­te­nen Bei­träge je­doch eine real exis­tie­rende Uni­ver­si­tät vor­ge­ge­ben ist und alle be­tei­lig­ten Auto­ren – mit Aus­nahme des Heraus­ge­bers alle weib­lich – einen Zu­sam­men­hang mit die­ser auf­wei­sen, ist aller­dings de­fi­ni­tiv außer­ge­wöhn­lich. Ein paar der Ge­schich­ten fal­len ge­nau ge­nom­men auch etwas aus dem Genre, da im je­wei­li­gen Finale deut­lich wird, dass alles eigent­lich nur im be­rausch­ten Traum statt­fand.

Wie man es bei Anthologien gewohnt ist, differiert die Qualität der Ein­zel­werke er­heb­lich. Bei der einen Story ist der Leser be­geis­tert, bei einer ande­ren zuckt er nur mit der Schul­ter, weil ihm die be­ab­sich­tigte Aus­sage nicht ein­leuch­tet. Wie üblich kon­zen­triere ich mich aber eher auf die High­lights.

… und das ist in diesem Fall für mich „Zwei durch­bohrte Her­zen“. Hier müs­sen 2 paral­lel­welt­liche(?) Mons­ter­jäger die Uni von un­ge­be­te­nen Gäs­ten be­freien. Hier fühlt man Urban Fan­tasy pur.

Summa summarum ist dieses Buch für Genre-Fans einen Blick wert.

Fazit:

Über alles betrachtet bietet die Anthologie einen durchaus augen­zwinkern­den Ein­blick ins (über­sinn­liche) Leben an der LMU.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nur unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
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Die Gerstenkönigin

Patrick Huber
Die Gerstenkönigin

St,rSt,rSt,rSt,bSt,b

Musik liegt im Schacht

Klappentext:

Die Zwerge sind die unangefochtenen Herrscher in ihrem unter­irdi­schen König­reich. Jeder Winkel ist er­kun­det, jeder Stol­len ab­ge­sich­ert, jede Mine er­schlos­sen. Dach­ten sie zu­min­dest. Doch ein ver­ges­senes Tor in einem still­ge­leg­ten Schacht gibt den klei­nen Ge­stal­ten Rät­sel auf. Was ver­birgt sich da­hin­ter? Wa­rum wurde die­ser Teil des Ge­bir­ges ver­sie­gelt und wa­rum gibt es keine Auf­zeich­nungen da­rü­ber? Zu­sam­men mit einer Truppe aus wackeren Krie­gern und Ge­lehr­ten soll Jorund die Pforte öffnen und Licht ins Dunkel bringen. Er hat mit vie­lem ge­rech­net. Doch was ihn in der Fins­ter­nis er­war­tet, trifft ihn völ­lig un­vor­be­rei­tet.

Rezension:

Bei den Zwergen herrscht Ordnung. In ihrem verzweigten Stol­len­sys­tem kennen sie sich aus. Um so ver­wun­der­ter rea­gie­ren sie, als in einem ab­ge­lege­nen Schacht ein ver­sie­gel­tes Tor ent­deckt wird, das in kei­ner Auf­zeich­nung exis­tiert. Der Sache muss na­tür­lich auf den Grund ge­gangen wer­den. Doch auf den Er­kun­dungs­trupp war­ten einige Über­raschungen.

Patrick Huber hat schon einiges über Zwerge zu Papier ge­bracht. Da ich weit davon ent­fernt bin, einen Über­blick über sein Zwer­gen-Impe­rium zu haben, kann ich nicht be­ur­tei­len, in­wie­weit sich diese Kurz­ge­schichte in sei­nen exis­tie­ren­den Zwer­gen-Kos­mos ein­fügt. Die nur etwa 18 Sei­ten um­fas­sende Ge­schichte kon­zen­triert sich ganz auf die Er­kun­dung des ver­sie­gel­ten Teils des Tun­nel­sys­tems. Dabei kom­men zu den Fan­tasy-Ele­men­ten auch sol­che des Hor­rors hinzu. Ob­wohl sich die Hand­lung wirk­lich interes­sant ent­wickelt und auch gut ge­schrie­ben ist, bleibt mir das Ende er­heb­lich zu offen. Wirk­lich auf­ge­klärt wird eigent­lich nichts. Der Leser hat ein­fach das Ge­fühl, dass etwas fehlt. … was sich mit einer even­tu­el­len Fort­set­zung aller­dings pro­blem­los be­he­ben ließe.

Fazit:

Eine eigentlich gut funktionierende Kurzgeschichte, die nach mei­nem Ge­schmack aller­dings viel zu offen endet.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Album von Berlin, Charlottenburg und Potsdam

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The ‰-Files

Markus Heitkamp (Hrsg.), Nele Sickel (Hrsg.)
The ‰-Files

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Blau, blauer, am blausten

Klappentext:

Er gurgelt und schmeichelt, sprudelt und prickelt. Er beißt, brennt, zischt und knallt: Alko­hol. Mal Freund, mal Feind, immer auf­re­gen­der Be­glei­ter. Wo­mit aber wehrt man sich gegen voll­trunkene Orks? Wie viel Cham­pag­ner ver­tra­gen Wunsch­feen? Und kann der rich­tige Fusel einem ein­fachen Men­schen viel­leicht sogar un­ge­ahnte Kräfte ver­lei­hen? In 11 Ge­schich­ten ent­hül­len die Pro­mille-Akten feucht­fröh­liche Wahr­hei­ten über die be­schwipste Seite der phan­tas­tischen Welt. Hier wer­det ihr er­blin­den – äh, quatsch, alles fin­den: Zun­der und Wun­der. Wer­mut und Schwer­mut. Schein, Sein und … ach ja: Wein. 11 im Voll­rausch ge­schrie­bene Ge­schich­ten von Olivia Meyer, Tho­mas H. Demian, Lau­rence Horn, Hanna Nol­den, Den­nis Frey, Clau­dia Rapp, Tina Sku­pin, Mark G. Rum­mel, Anna Holub, Jörg Fuchs Ala­meda und Nele Sickel. Der Ver­lag spen­det außer­dem alle Ge­winne aus dem Ver­kauf die­ser Antho­logie für einen guten Zweck.

Rezension:

Enthaltene Geschichten:
Die Legende vom verfluchten Einhorn – Olivia Meyer
Auge um Auge – Thomas H. Demian
Thronstürzer – Laurence Horn
Blackout – Nele Sickel
Drunken Dragon Tattoo – Hanna Nolden
Blutdurst – Dennis Frey
Der blaue Stein der Weisen – Claudia Rapp
Prager Absinth – Tina Skupin
Dinner for Six – Mark G. Rummel
Die blaue Fee – Anna Holub
Die letzte Schlacht der Alkohelden – Jörg Fuchs Alameda

Alkohol. Fast genauso vielfältig wie die Sorten ‰-hal­ti­ger Ge­tränke sind die Fol­gen ihres reich­hal­ti­gen Ge­brauchs. Da geht es um etwas zu ‚guten‘ Absinth, um ein im Voll­rausch er­hal­tenes Tat­too, eine gute Fee, die der neu­ge­bo­renen Toch­ter des Königs einen Wunsch­zau­ber ver­pas­sen soll, sich vor­her aber zu viel Mut an­trinkt, Wis­sen­schaft­ler, die Bier für Mars-Sied­ler ent­wick­eln, Wi­kinger beim Trink­gelage oder be­sof­fene Ein­hör­ner.

Ganz in der Tradition des Talawah-Verlags, der bereits einige Antho­lo­gien der „-Files“-Reihe wie „The A-Files“ über Ama­zo­nen, „The D-Files“ über Drachen, „The P-Files“ über Phö­nixe, die „The S-Files“ über Suc­cubi oder „The U-Files“ über Ein­hör­ner ver­öffent­lichte, gibt es jetzt „The ‰-Files“, in denen sich na­tür­lich alles um Pro­mille dreht. Vom Genre her reicht das Spek­trum von unserer rea­len Welt über Fan­tasy – so­wohl in ‚Rein­form‘ als auch in der Urban-Vari­ante – und Hor­ror bis hin zu Science Fic­tion.

Im Gegensatz zu den mir bisher bekannten Anthologien dieser Reihe, sind dies­mal lei­der rela­tiv viele Bei­träge ent­hal­ten, die mich nicht über­zeu­gen konn­ten. Wie ge­wohnt widme ich mich aber lie­ber den ‚Per­len‘ näher:

In „Die blaue Fee“ lässt Anna Holub ihrer Protagonistin, einer guten Fee, die Ehre zu­teil­wer­den, der Toch­ter des Königs einen magi­schen Wunsch auf­zu­prä­gen. Lei­der spricht sie zuvor nur etwas zu sehr dem Alko­hol zu und kann sich am nächs­ten Mor­gen nicht mehr er­in­nern, was sie dem Baby ge­wünscht hat. Und irgend­etwas scheint nicht zu stim­men … Eine humor­volle Fan­tasy-Story.

Die Protagonistin in Nele Sickels „Blackout“ wacht in Räum­lich­kei­ten auf, die wie ein Labor wir­ken. Hat je­mand sie etwa zu Dro­gen­ex­peri­men­ten miss­braucht? Dass es hier um Alko­hol geht, ist einem als Leser na­tür­lich klar. Die Wen­dung am Ende die­ser SciFi-Story ist aber ge­lungen.

Tina Skupins Protagonist hat in „Prager Absinth“ nach Absinth-Ge­nuss starke psy­chi­sche Pro­bleme. Die wah­ren Hin­ter­gründe sind je­doch über­rasch­end und füh­ren in den Urban-Fan­tasy-Be­reich.

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Fazit:

In dieser Anthologie dreht sich alles um (und durch) Alko­hol. Die Qua­li­tät der Bei­träge ist aller­dings durch­mischt.