Diana & Julius und das Buch der Katastrophen – 1 – Die Wasserhexe

Daniela Muthreich
Diana & Julius und das Buch der Katastrophen – 1 – Die Wasserhexe

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Das vergessliche Skelett

Klappentext:
Diana konnte nicht ahnen, dass sie die Geschichte, die sie im Buch ihrer Freundin gelesen hatte, selbst erleben würde. Auch war ihr nicht klar, dass sie in diesem Moment den Zugang zu einer geheimen Verbindung in die Zwischenwelt öffnete und damit die Geister der Katastrophen weckte. Ihr bisheriges Leben veränderte sich vollkommen. Bei der Suche nach den Ursachen für eine Katastrophe, die ihr Dorf heimsuchte, erlebt sie mit ihrem Freund Julius eine unglaubliche Geschichte, welche die beiden ins Mittelalter zurückführt. Sie treffen auf magische Wesen, kämpfen gegen Verbündete des Bösen und schließen Freundschaften mit fabelhaften Geistern. Ihre Aufgabe ist es, mithilfe von Zauber-Rätseln eine längst vergangene Katastrophe zu verhindern, um das gegenwärtige Schicksal ihres Dorfes umzukehren. Doch können sie es schaffen, sich und ihre Freunde und Verwandten zu retten?
Dank seiner Zauberkräfte ist es Ascaiton, dem Herrscher der hellen Geister gelungen, eine Formel zu entwickeln, die Menschen den Zutritt zur Zwischenwelt ermöglicht. Ihm steht sein treuer Katastrophen-Verhinderer Maquafi zur Seite. Beide setzen sich für das Gute ein und wollen Elend von den Menschen fernhalten. Ihre Gegenspieler sind Rachsascan, der Herrscher der dunklen Geister, und dessen ergebenen Katastrophen-Stratege Zöbögress. Diese versuchen in den Besitz der Zauberformel zu kommen, damit niemand ihre Zwischenwelt erreicht und sie die Vorherrschaft auf der Erde übernehmen können. Katastrophen, Pech und Unglück sind ihnen bei der Verwirklichung ihre Ziele willkommen.
Helle und dunkle Geister versuchen in dieser Fantasy-Geschichte, Diana und Julius‘ Pläne entweder zu unterstützen oder sie zu vereiteln.
Ihr erstes Abenteuer führt Diana und Julius in die Zeit des Mittelalters. Hinter den Mauern eines Klosters spielen sich seltsame Dinge ab, denen die beiden auf die Spur kommen müssen, um eine Katastrophe zu verhindern. Schon bald stellen sie fest, dass das Kloster zur Gefahr wird …

Rezension:
Diana und Julius leben 1950 in den schweizer Bergen. Beide sind befreundet und verbringen gerne Zeit miteinander, doch über allzu viel Freizeit verfügen sie nicht, da sie im Haushalt beziehungsweise der Landwirtschaft mithelfen müssen. Zufällig gerät die 14-jährige Diana an ein mysteriöses Buch, das sie und ihren Freund in eine magische Parallelwelt bringt, in der sie im Jahr 1515 eine Katastrophe verhindern müssen, die auch Auswirkungen auf die Gegenwart hätte, falls sie stattfindet. Im Mittelpunkt des gefährlichen Geschehens scheinen ein Kloster und sein Prior zu stehen.
Im Auftakt ihrer Jugend-Urban-Fantasy-Abenteuer-Reihe schickt Daniela Muthreich ihre beiden jungen Protagonisten über den Umweg einer magischen Dimension auf eine Zeitreise. Am Ziel treffen sie auf eine Welt, in der unterschiedlichste magische Kräfte wirken. Auf Genre-typische Fantasy-Wesen wird allerdings vollständig verzichtet. Um die drohende Katastrophe zu verhindern (und überhaupt erst herauszufinden, welcher Natur diese wäre), müssen die Protagonisten einige Rätsel lösen, wobei sie auf die Geister verschiedener historischer Personen treffen, von denen sie Hinweise erhalten. Die Zusammenhänge der Bedrohung sind relativ komplex angelegt und auch für den Leser erst nach und nach zu durchschauen. Jedes Kapitel der Geschichte wird von Konferenzen der dunklen und der hellen Seite eingeleitet. Im Gegensatz zum eigentlichen Abenteuer sind diese Szenen in einer Art abstrusen Humor gehalten, der Geschmackssache ist. Er dürfte wohl eher jüngere Leser ansprechen, während er auf die meisten Leser in Dianas Alter (14 Jahre) oder Erwachsene etwas albern wirken dürfte. Das Abenteuer an sich ist dagegen mehr auf Spannung ausgelegt.
Die Autorin erzählt ihre Geschichte aus dem Blickwinkel eines auktorialen Erzählers. Die Haupthandlung folgt dabei wechselweise der beiden Protagonisten Diana und Julius. Einzelne Abschnitte begleiten allerdings auch andere Charakter. Hinzu kommen die bereits erwähnten ‚Konferenz-Berichte‘ an den Anfängen der Kapitel.
Am Ende wird eindeutig klargestellt, dass die beiden Hauptpersonen in folgenden Bänden noch weitere Katastrophen verhindern sollen. Zu welchen Örtlichkeiten und Zeiten sie du diesem Zweck reisen werden, darf man gespannt sein.

Fazit:
Dieses Zeitreise-Abenteuer mit Fantasy-Elementen lässt seine jungen Protagonisten zahlreiche Rätsel lösen.

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Hexenrot

Maria Röhreich
Hexenrot

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Im Blutrausch

Klappentext:
Alice ist eine Hexe. Lange Zeit wusste die Sechzehnjährige nichts von ihren Kräften, doch nun ist sie voller Wissbegier und Eifer. Trotz aller Warnungen gibt sie sich mit Leib und Seele der Magie hin. Dabei vertraut sie auf den Schutz eines silbernen Armbandes und auf die Fähigkeiten ihrer Meisterin Luna.
Ihr neues Leben verspricht perfekt zu sein. Doch die Macht hat ihren Preis. Freundschaften zerbrechen, Feindschaften entstehen und Misstrauen wächst. Alice muss erkennen, dass sie mehr und mehr die Kontrolle verliert. Schon bald kämpft sie nicht nur mit Verrat, Intrigen und einem Hexenmörder, sondern vor allem mit den düsteren Tiefen ihres eigenen Verstandes.
Wie weit kann sie gehen, bevor sie alles verliert?
Eine spannende und außergewöhnliche Fantasygeschichte mit einem Hauch von Romantik, in der nicht nur Hexen eine Rolle spielen …

Rezension:
Eigentlich hat Alice alles, was sie sich wünscht: eine eingeschworene Freundesgruppe, eine nette Familie, Erfolg in der Schule. Doch dann geschieht in ihrer Umgebung Merkwürdiges. Von ihrer Großmutter erfährt Alice, dass sie – genau wie diese – eine Hexe ist. Allerdings hat ihre Oma der Zauberei schon seit langem abgeschworen. Und sie empfiehlt der Enkelin, das auch zu tun und sich von Magie fernzuhalten. Trotzdem übergibt sie Alice eine Truhe mit einem geheimnisvollen Buch. Natürlich dauert es nicht lange, bis Alice mit anderen Hexen in Kontakt kommt und sich doch ausbilden lässt. Damit nimmt das Unheil seinen Lauf, und sie gerät zwischen die Fronten von schwarzer Magie, Wächtern, Vampiren und Werwölfen.
Ein Teenager erfährt von seinem magischen Erbe, von dem er bisher nichts ahnte. So wie viele Jugend-Urban-Fantasy-Stories beginnt auch Maria Röhreichs Buch. Allerdings kommt die Protagonistin hier überraschend schnell mit der dunklen Seite in Kontakt. … und in deren Bann. Damit, dass sie ihre Heldin zumindest über Teile der Handlung fast in Richtung Antagonistin verschiebt, unterscheidet die Autorin sie von den Hauptpersonen ähnlicher Romane. Auffallend ist auch, dass sich die beiden (in diesem Band enthaltenen) Teile deutlich unterscheiden. Dabei hier näher auf den 2. Teil und seine Unterschiede zum 1. einzugehen, würde allerdings zu viel vom Fortgang der Handlung verraten.
Natürlich ist es bei einer Protagonistin dieses Alters – Alice ist zu Beginn 16 – nicht verwunderlich, dass auch ganz unmagische Hormone eine Rolle spielen. Die Handlung driftet dabei aber nie in Richtung Romantasy ab.
Die Autorin erzählt ihre Geschichte überwiegend aus der Sicht der Protagonistin, die dabei in der 1. Person erzählt. Unterbrochen wird das von einzelnen Kapiteln, deren Fokus auf anderen Charakteren liegen und in denen das Geschehen in der 3. Personen erzählt wird. Der Handlungsaufbau ist recht geradlinig. Darauf, die Leser in die Irre zu führen, wird verzichtet.
Insgesamt kann dieses Hexen-Abenteuer, dessen Schwerpunkt auf der Selbstfindung der Protagonistin liegt, gefallen.

Fazit:
Abenteuer einer Junghexe, die Gefahr läuft, auf die falsche Seite zu geraten.

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Das Hirsch-Erbe – 1 – Unsterbliches Vermächtnis

Amanda Godebronn
Das Hirsch-Erbe – 1 – Unsterbliches Vermächtnis

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Hannovers Mysterien

Klappentext:
Das unbeschwerte Teenagerleben der siebzehnjährigen Liz nimmt eine dramatische Wendung, als sie das alte Familienanwesen erbt, wo sich ihr ein ungeheuerliches Geheimnis um ihre Abstammung aus der Familie Hirsch enthüllt. Inmitten der alltäglichen modernen Welt begegnet sie Wesen wie aus fantastischen Legenden und wird in eine uralte Fehde rivalisierender Sippen von Vampiren und Werwölfen verstrickt. Eine rätselhafte Prophezeiung aus grauer Vorzeit weist ihr den Weg zu ihrer besonderen Bestimmung, die sich als Vermächtnis und als Fluch zugleich entpuppt. Es scheint, als besitze sie, ohne es zu wissen, den Schlüssel zum endgültigen Sieg über ihre Feinde. Bald schon entwickelt sich Liz zu einer entschlossenen Kämpferin und gerät in höchste Gefahr. Wird sie das schreckliche Schicksal, das ihr droht, noch abwenden können?
»Unsterbliches Vermächtnis« ist der Auftakt zu der spannenden Trilogie »Das Hirsch-Erbe«, einer abgründigen Geschichte um Magie und Blutsbande, Liebe und Verrat, Mord und Rache.

Rezension:
Seit dem Tod ihrer Eltern lebt die mittlerweile 17-jährige Liz bei ihrer Tante und deren Mann in England. Ihr Abschlussjahr an der Schule steht kurz bevor. Als sie von ihrer kürzlich gestorbenen Großmutter ein Haus in Hannover erbt, beschließt sie, nach Deutschland zurückzukehren. Tante und Onkel unterstützen sie dabei. Beim Ausräumen der Hinterlassenschaften findet Liz jedoch Unterlagen ihres Vaters und erfährt Überraschendes. Ihre Eltern waren Vampirjäger – und selbst Werwölfe, was sie natürlich geerbt hat. Schon bald steckt sie in einem uralten Kampf, dessen Regeln sie noch nicht versteht.
Die Ausgangslage in Amanda Godebronns Trilogie-Auftakt kommt dem erfahrenen Fantasy-Leser natürlich bekannt vor: Ein junger Mensch erfährt überraschend von seinem übernatürlichen Erbe. Sooft man Geschichten dieser Machart schon gelesen hat, sooft können sie auch immer wieder überzeugend funktionieren. Dieses grundlegende Setting birgt genug Potenzial, um auch in der x‑ten Variante noch Neues bieten zu können. Da wundert es nicht, dass auch diese Idee vielversprechend klingt. Leider kann die Umsetzung nicht ganz mithalten. Die Autorin verliert sich immer wieder in Nebensächlichkeiten. So wird an fast jedem Handlungstag ausführlich geschildert, welche Kleidung die Protagonistin heute trägt und wie sie sich heute schminkt. Ein Kinobesuch mit Freunden (bei dem nichts Handlungsrelevantes passiert) wird detailliert erzählt, was so weit geht, dass sogar die Kleidung der Kartenverkäuferin beschrieben wird. Gerade beim eigentlichen Fantasy-Geschehen sieht es dagegen geradezu entgegengesetzt aus. Treffen mit anderen Werwölfen oder das Enträtseln der elterlichen Hinterlassenschaften werden in wenigen Sätzen abgehandelt, ohne ins Detail zu gehen. Dieser Widerspruch fällt besonders stark ins Auge, da die Geschichte von der Protagonistin selbst in der 1. Person erzählt wird. Selbst ihre doch anzunehmende Verwunderung über das überraschend Erfahrene wird kaum erwähnt. Der Leser bekommt dabei natürlich den Eindruck, Liz wäre ihr Aussehen erheblich wichtiger als der doch eigentlich im Zentrum stehende Krieg gegen die Vampire oder das sonstige magische Geschehen. Ich bin mir allerdings sicher, dass das von der Autorin nicht so gemeint ist. Eine grünliche Überarbeitung in Zusammenhang mit einem guten Lektorat würde bei diesem Buch sicher Wunder bewirken – und das ganz ohne Magie.

Fazit:
Gute Idee, mäßige Umsetzung – so kann man dieses Buch wohl treffend beschreiben.

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Palast aus Glas

Cornelia Funke
Palast aus Glas

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Übersetzung: André Mumot

Die beiden Seiten der Spiegel

Klappentext:
Märchenhaft. Magisch. Mitreißend.
Wie wurde Celeste eigentlich zu Fuchs? Welches gefährliche Zauberding erbeutete Jacob als junger Schatzjäger? Und wie sieht es hinter dem Spiegel in Hamburg, London oder Stockholm aus? Fast zehn Jahre nachdem Jacob Reckless das erste Mal die Spiegelwelt bereiste, entführt und Bestsellerautorin Cornelia Funke erneut in diesen fantastischen Kosmos.
Acht bislang unveröffentlichte Geschichten zum Staunen, Träumen und Mitfiebern, mit zahlreichen Illustrationen der Autorin und Auszügen aus dem von Cornelia Funke vollständig überarbeiteten ersten Band der Reckless-Reihe.

Rezension:
Ein Waisenmädchen verdient sich das Nötigste, indem sie im Schlamm des Flussufers nach Brauchbarem sucht. Die Hoffnung, einmal etwas wirklich Wertvolles zu finden, hat die 15-jährige, die sich als Junge ausgibt, längst aufgegeben. Ein Schatzsucher reist auf beiden Seiten der Spiegel durch die Welt, um magische Artefakte zu bergen, die er gewinnbringend verkaufen kann. Dabei wird er von einem Mädchen begleitet, das nicht umsonst „Fuchs“ genannt wird. Und dann sind da auch noch andere Menschen, deren Leben von den besonderen Spiegeln beeinflusst wird.
In diesem Buch versammelt Cornelia Funke 8 Kurzgeschichten, deren Gemeinsamkeit darin besteht, in der aus ihren Reckless-Bänden bekannten Spiegelwelt angesiedelt zu sein. Nun muss ich allerdings zugeben, von dieser Reihe zwar schon gehört zu haben, aber keines der Bücher zu kennen. Somit war diese Welt für mich Neuland. Man kann den hier zusammengestellten Kurzgeschichten allerdings entnehmen, dass es einige spezielle Spiegel gibt, die unsere Welt mit einer durch und durch magischen Parallelwelt verbinden. In dieser leben zahlreiche Wesen, die wir nur aus Märchen kennen, mehr oder weniger friedlich mit den Menschen zusammen. Das eigentliche Durchschreiten dieser Spiegel wird in den hier zu lesenden Geschichten nicht näher thematisiert. Stattdessen wird dieser Vorgang, mit Ausnahme der Geschichte „Palast aus Glas“ nur erwähnt und auch in dieser nur am Rande gestreift.
Die Hauptgeschichte, die knapp die Hälfte des Buches einnimmt, ist „Das Glas, das Blei und Gold beschert“. Darin hofft eine 15-jährige Waise auf den Fund ihres Lebens. Passend zur Handlungszeit an Weihnachten fällt diese Story etwas sentimental aus. Der Fantasy-Aspekt kann allerdings vollständig überzeugen. Über das Mädchen Tabetha und ihre magischen Abenteuer würde ich sehr gerne mehr lesen.
4 der anderen, deutlich kürzeren Geschichten handeln vom Schatzjäger Jacob Reckless und/oder seiner Begleiterin Fuchs. Auch diesen kann man bescheinigen, auch etwas ältere Fantasy-Fans überzeugen zu können.
… was man von den verbleibenden 3 Kurzgeschichten nicht in diesem Maße behaupten kann. Besonders das sehr kurze „Die Augen vergessen nicht“ lässt mich etwas ratlos zurück. Ich kann nicht behaupten, hier die Aussage verstanden zu haben. Da diese 3 Geschichten aber weniger als 20 % des Buches ausmachen, ist das wohl zu verschmerzen. 80 % überzeugender Inhalt ist sicher mehr, als die meisten Bücher bieten können.
Wie es bei Cornelia Funkes Werken mittlerweile üblich ist, entstand auch dieses zuerst auf Englisch und wurde nachträglich ins Deutsche übersetzt. Das gilt zumindest für die Hauptgeschichte „Das Glas, das Blei und Gold beschert“. Ob es für die anderen auch zutrifft, ist nicht eindeutig zu entnehmen. Das mit beinahe identischem Cover angebotene englische Buch scheint nämlich ausschließlich „Das Glas, das Blei und Gold beschert“ zu enthalten. Wieso man die deutsche Ausgabe nach einer der kürzeren (und in meinen Augen nicht ganz so überzeugenden) Geschichten betitelt hat, kann ich nicht nachvollziehen. In dem Zusammenhang fällt mir auch hier wieder die stark unterschiedliche Altersempfehlung zwischen englischer und deutscher Ausgabe auf, die ich schon wiederholt bei anderen Büchern feststellte. Während der britische Verlag (Pushkin Press) das Buch für Leser ab 10 Jahren empfiehlt, hält es der deutsche (Dressler) für die Altersgruppe der 14- bis 17-jährigen für geeignet. Gerade bei der Hauptgeschichte, die definitiv im englischen Buch enthalten ist, kann ich die deutsche Altersempfehlung erheblich besser nachempfinden. Zum Stil der Autorin muss wohl nicht viel gesagt werden, da man ihn wohl als bekannt voraussetzen kann.

Fazit:
Diese Kurzgeschichten aus der magischen Spiegelwelt können überwiegend überzeugen und eignen sich auch für nicht mehr ganz so junge Leser.

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Askeria – 1 – Die letzte Generation

Juliet May
Askeria – 1 – Die letzte Generation

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Das gehörnte Mädchen

Klappentext:
Mit dem Brandmal einer verstoßenen Rasse gezeichnet, führt die 14-jährige Piara ein vorsichtiges Leben: Sie soll stets wachsam sein, nicht weiter als ins umliegende Gebirge gehen und niemandem verraten, warum sie ständig diese ungewöhnliche Frisur trägt. Rigoras hingegen ist ein Freigeist, der Regeln nur zu gerne umgeht. Als Sohn des obersten Clanführers seiner Heimat liegt ihm die Welt zu Füßen. Dennoch teilen die beiden ein gemeinsames Schicksal, ohne einander überhaupt zu kennen: Um sie herum häufen sich Widersprüche und seltsame Geschehnisse. Ihre Familien zerbrechen, Wissen verschwindet, einzelne Landesteile verderben; und niemand sagt ihnen die Wahrheit. Selbst Piaras Brüder schweigen über ihre Beweggründe, als einer der beiden überstürzt mit ihr die Provinz verlässt.
Mitaeria wird auch der goldene Kontinent genannt, doch Piara entdeckt bei ihrer Suche nach Antworten nichts als dunkle Abgründe. Denn in dieser friedlichen Welt wird nicht jeder geduldet. Diejenigen, die kritisch hinter den Schleier des Wohlstands blicken, werden gerichtet; schließlich zweifeln nur Ketzer an der endlosen Güte Corasils. Die Vergangenheit ihrer Familie offenbart Piara die Kehrseite der Gesellschaft. Und je tiefer sie gräbt, desto deutlicher zeichnet sich ab, wovor sie ihr Leben lang behütet wurde; wenn auch vergeblich.

Rezension:
Mitten in der Nacht muss Piara zusammen mit ihrem Bruder Souta fliehen. Ihr anderer Bruder bleibt zurück, und Piara weiß nicht, ob er noch lebt. Das 14-jährige Mädchen und ihre beiden älteren Brüder sind Waisen, die ein Geheimnis verbergen müssen: Unter Piaras Haar wachsen Hörner. Sie selbst weiß nicht genau, was das zu bedeuten hat, und obwohl sie vermutet, dass ihre Brüder mehr wissen könnten, verraten die ihr nichts. Auf der Flucht gilt es einige Abenteuer zu bestehen, aber erst nach und nach erfährt Piara endlich ein paar Wahrheiten über sich und ihre Eltern.
In Juliet Mays Fantasy-Abenteuer, mit dem eine voraussichtlich 5- oder 6-bändige Reihe ihren Anfang nimmt, steht eine junge Protagonistin im Zentrum des Geschehens. Die Welt, in der dieses ihre Abenteuer bestehen muss, ist durchaus ungewöhnlich zu nennen. Magie im herkömmlichen Sinn scheint es zwar nicht zu geben, dafür allerdings nichtmenschliche Wesen, deren Existenz von der alles beherrschenden Kirche jedoch abgestritten wird, sowie Parallelwelten, zu denen die Verbindung offiziell aber abgerissen ist. Andere Elemente erinnern schon fast an SciFi. So existieren beispielsweise Teleporterstationen, zwischen denen man sich gegen Bezahlung in kürzester Zeit befördern lassen kann. Diverse Wissenszweige sind in dieser Welt verboten, das entsprechende überlieferte Wissen verbannt.
Ebenso wie die Protagonistin kann auch der Leser die Zusammenhänge zuerst nicht verstehen. Erst nach und nach setzt sich ein komplexes Puzzle zusammen, dessen Endergebnis am Ende dieses Bandes erst ansatzweise zu erahnen ist. Außer der jungen Protagonistin und ihren Brüdern spielen der Sohn und Nachfolger eines Clanführers sowie eine im Kloster erzogene Kämpferin wichtige Rollen. Aus den Perspektiven der genannten Personen wird die Geschichte auch wechselweise erzählt, wobei Piaras Abenteuer allerdings eindeutig die Haupthandlung darstellen. Zwischendurch eingestreute Kurzkapitel in Reimform liefern kryptische Informationen, die sich bisher kaum einordnen lassen. Dass immer wieder ganze Kapitel fehlende Informationen aus der Vergangenheit in Form von Erinnerungen nachreichen, fordert die Aufmerksamkeit des Lesers, um diese Puzzleteile richtig einordnen zu können.
Die Autorin erzählt ihre Geschichte – egal auf welcher Person der Fokus aktuell liegt – stets in der 3. Person aus Sicht eines Beobachters. Dem Geschehen ist dabei sprachlich gut zu folgen, was in Anbetracht der sonstigen Komplexität der Geschichte besonders angenehm ist.
Diese komplexe Welt kann das Interesse eines Fantasy-Fans wecken und fesseln. So bleibt am Ende nur zu hoffen, dass der nächste Band nicht zu lange auf sich warten lässt.

Fazit:
Dieser Start in eine Jugend-Fantasy-Abenteuer-Reihe macht Lust auf das weitere Geschehen in dieser komplexen Welt.

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Das gestohlene Herz der Anderwelt

Sandra Regnier
Das gestohlene Herz der Anderwelt

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Beim kleinen Volk

Klappentext:
Mit der Existenz von Elfen kann Allison sich gerade so abfinden. Dass sie nun das Sterben eines ganzen magischen Reichs verhindern soll, ist da schon schwerer zu verkraften. Doch sie ist der Schlüssel und damit die Einzige, die es vermag, die Regenpforte zu schließen, sobald das Herz der Anderwelt wieder an seinem Platz ist. Dabei muss Allison erst einmal herausfinden, wie es um ihr eigenes Herz bestellt ist. Denn das wird nicht nur von dem gut aussehenden Wächter Finn erschüttert, sondern auch von einem dunklen Prinzen, mit dem sie mehr verbindet, als sie je geahnt hätte…

Rezension:
Von Finn durch die Pforte gestoßen, steht Allison mutterseelenallein in der Anderwelt. Die Umgebung ist bedrohlich. Dennoch kann sie feststellen, dass das Herz der Anderwelt verschwunden ist. Auch die Rückkehr nach Edinburgh gelingt ihr. Obwohl sie wütend auf Finn ist, bleibt ihr nichts anderes übrig, als gemeinsam mit diesem die Suche nach dem Herz aufzunehmen.
Wie der Titel bereits vermuten lässt, ist dieses Buch Sandra Regniers die Fortsetzung ihres „Die magische Pforte der Anderwelt“. Stellte ich damals fest, dass dessen Ende nur mit einer Fortsetzung funktionieren kann, wundert es nicht allzu sehr, dass dieses Buch unmittelbar anschließt. Genau hier liegt allerdings auch der einzige nennenswerte Kritikpunkt am vorliegenden Band. Der Leser wird unmittelbar in die laufende Handlung geschmissen und hat Probleme, sich in dieser zurechtzufinden. Seit dem Vorgänger ist ja immerhin einige Zeit vergangen und das dortige Geschehen nicht mehr ganz frisch im Gedächtnis. Hier wäre eine kurze Zusammenfassung definitiv wünschenswert.
Erfreulicherweise sind die Romantasy-Tendenzen diesmal deutlich diskreter und gewinnen erst im Finale einen erwähnenswerten Anteil an der Handlung. Dafür muss sich die Protagonistin einigen Gefahren stellen. Hinzukommen Sorgen um ihren jüngeren Freund George aus der Nachbarschule, mit dem etwas nicht zu stimmen scheint. Allisons ungeliebte Austausch-Mitschülerin Valérie steht im neuen Buch auch stärker (und aktiver) im Fokus der Handlung. Anders als beim letzten Band wird die Handlung um das Herz der Anderwelt sinnvoll abgeschlossen. Somit gibt es hier keine eindeutigen Hinweise, ob eine weitere Fortsetzung geplant ist. Dass der Handlungsstrang um George nicht gänzlich aufgeklärt wird, könnte allerdings doch auf eine hindeuten. Insgesamt liegt der Schwerpunkt dieses Bandes der Jugend-Urban-Fantasy stärker auf dem Abenteueraspekt.
Die Autorin überlässt ihrer Protagonistin im überwiegenden Teil des Buches das Wort, um ihre abenteuerlichen Erlebnisse in der 1. Person zu erzählen. Unterbrochen wir dieser Bericht nur von wenigen Kapiteln, in denen der Elf Finn das Wort – ebenfalls in der Ich-Form – übernimmt.

Fazit:
Mit der von Anfang an zentralen Fantasy-Handlung wirkt dieser Band sogar noch runder als der Vorgänger.

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Die Glas-Trilogie – 1 – Das hungrige Glas

Heiko Hentschel
Die Glas-Trilogie – 1 – Das hungrige Glas

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Mit La-Ka-Weste und Boogelbie auf Monsterjagd

Klappentext:
Monsterjagd über den Dächern von Ravenbrück – düster, spannend und actionreich!
Moritz’ schlimmster Albtraum wird wahr, als seine Schwester Konstanze mitten in der Nacht von einem grausigen Monster verschleppt wird. Als das Untier weitere Mädchen raubt, heftet Moritz sich an seine Fersen. Er hat nur noch ein Ziel: seine Schwester aus den Klauen des Ungeheuers zu befreien. Doch er ahnt nicht, dass die Bestie lediglich Diener einer höheren, weitaus bedrohlicheren Macht ist …

Rezension:
Moritz ist 13 und lebt zusammen mit seiner 6-jährigen Schwester Konstanze im Waisenhaus von Fräulein Bimmel, seit die Eltern im letzten Jahr bei einer Grippeepidemie gestorben sind. Doch eines Nachts dringt ein Monster durch das Fenster ein und entführt Konstanze. Moritz ist überzeugt, einen Greif, wie er ihn aus einem Märchenbuch kennt, erkannt zu haben. Natürlich will ihm niemand glauben. Als in der Stadt noch andere Mädchen in Konstanzes Alter verschwinden, beschließt er, selbst aktiv zu werden. Dabei trifft er auf den Monster- und Dämonenjäger Edgar und dessen Schwester Helene. Obwohl beide etwas zu verheimlichen scheinen, braucht Moritz ihre Hilfe.
Mit diesem Buch bringt Heiko Hentschel seine neue historische Jugend-Urban-Fantasy-Reihe „Die Glas-Trilogie“ an den Start. In Band 1 steht eine verfluchte Glasmaske, in der eine dunkle Kraft wohnt, im Zentrum des Geschehens. Von dieser Maske beherrscht ziehen die Kindesräuber von Stadt zu Stadt, um ausschließlich etwa 6-jährige Mädchen zu entführen. Diese Tatsache erfährt der Leser bereits im Prolog. Welches Geheimnis hinter der Maske, ihrer Trägerin und deren Gehilfen steckt, wird jedoch erst nach und nach deutlich. Der junge Protagonist erkennt diese Zusammenhänge sogar erst beim Endkampf – und damit deutlich nach dem Leser.
Der Autor siedelt sein Urban-Fantasy-Abenteuer im französische besetzten Preußen des Jahres 1811 an. Diese geschichtlichen Hintergründe tangieren die Handlung – zumindest bisher – jedoch nur am Rande. Vielmehr liegt der Fokus auf Moritzʼ abenteuerlicher Suche nach seiner Schwester. Der Leser begleitet ihn dabei, wie er in Monsterkunde und Jagdtechniken unterrichtet wird. Dabei gibt es auch einige lustige Szenen zu beobachten. Die Erzählperspektive wechselt jedoch auch zu anderen Charakteren wie beispielsweise dem ‚Hauptmann‘ der Kindesräuber, wobei die Hintergründe der Entführungen erkennbar werden. Am Ende wird die Angelegenheit um die verschwundenen Mädchen aufgeklärt und gleichzeitig eine Spur zur für 2020 geplanten Fortsetzung gelegt.
Der Autor erzählt die Geschichte an allen Schauplätzen aus der Perspektive eines Beobachters, wobei die benutzte Sprache der tendenziell eher jungen Leserschaft angepasst ist. Abgerundet wird das Buch durch ein Monsterlexikon im Anhang.

Fazit:
Ein vielversprechender Start in ein jugendliches Urban-Fantasy-Abenteuer vor historischer Kulisse.

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Athania Fünf Reiche – 3 – Der magische Kampf

Dina Sander
Athania Fünf Reiche – 3 – Der magische Kampf

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Schafs-Magie

Klappentext:
Athania, Mittelpunkt der Fünf Reiche, ist in Aufruhr. Die Hexe Maledicta entzieht allen magischen Wesen ihre Kräfte und schreckt auch vor Mord nicht zurück um ihre Macht auszuweiten. Das Silberkind Rowena hat als einzige Zugang zu den göttlichen Reichen. Sie hat die Göttlichen Zwillinge nach Goldbachtal geholt. Kenan, der erste Hexer, stellt sich der letzten Hexe von den Fünf Reichen entgegen. Wird es ihm mit Hilfe der anderen Völker gelingen, den Untergang der magischen Welt zu verhindern?

Rezension:
Die magischen Wesen wie die Zwerge, die Nixen und die Gnome beschließen, gegen den Diebstahl ihrer Magie vorzugehen. Koordiniert greifen sie alle 5 Hexentürme an, ohne zu ahnen, dass Maledicta eigentlich ihre einzige Feindin ist. Doch der abtrünnige Gott beschließt, Meledicta jetzt offen zu unterstützen und gegen die anderen Götter aktiv zu werden. Um die derzeit handlungsunfähigen Hexen und andere besonders bedrohte Wesen in Sicherheit zu bringen, müssen diese zusammen mit Rowena auf der Insel der Götter Unterschlupf suchen.
Auch mit diesem Band schließt Dina Sander wieder unmittelbar an den Vorgänger („Der erste Heiler“) an. Obwohl die Handlung, bedingt durch die Vielzahl aktiver Charaktere, teilweise ziemlich chaotisch erscheint, werden auch in diesem Band wieder weitere Zusammenhänge klar. Die Komplexität der Welt der 5 Reiche und ihrer Götter nimmt damit weiter zu. Mit der Hauptprotagonistin Rowena gehen schon wieder neue Veränderungen vor sich. Dabei wird offensichtlich, dass die Götter auch bei ihr die Hände im Spiel haben.
Wie in dieser Reihe mittlerweile schon gewohnt, wechselt der Erzählfokus auch diesmal wieder in schneller Folge zwischen zahlreichen Handlungsorten und Charakteren hin und her. Insbesondere im Handlungsstrang auf der Insel der Götter, wo zahlreiche Beteiligte aufeinandertreffen, fällt es gelegentlich schwer, den Überblick unter der Vielzahl an Namen zu behalten.
Der Autorin gelingt es bisher, das komplexe Handlungsgefüge frei von Plotholes und dabei auch sprachlich angenehm lesbar zu halten. Eines kann man jedenfalls eindeutig sagen: Langweilig wird es nicht, denn Maledicta ist schon bei der Durchführung ihres nächsten Planes.

Fazit:
Die Götter werden in diesem Band verstärkt als die wahren Drahtzieher der Verwicklungen erkennbar.

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„Lord Breakinghams Geheimnis“, der von Rezensenten gelobte Jugendroman um einen Jungen, der unerwartet auf ein Internat gehen muss und Schockierendes über seine eigene Herkunft erfährt, ist in einer überarbeiteten Neuauflage erschienen. Ein Entwicklungsroman über den Wert der Freundschaft.
Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://lordbreakingham.wordpress.com/
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Lulea – 4 – Lulea und die Mission Weihnachtsmann

Felizitas Montforts
Lulea – 4 – Lulea und die Mission Weihnachtsmann

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Teleportationsprobleme

Klappentext:
Die junge Hexe Lulea ist verwirrt, als sie von ihrer Halbschwester eingeladen wird, mit ihr Weihnachten zu feiern. Sie fragt sich: „Was ist Weihnachten?“ Trotzdem freut sie sich über ein gemeinsames Fest. Doch ihre Empörung ist groß als sie erfährt, dass der Weihnachtsmann nur die Menschenkinder besuchen kommt und nur ihnen Geschenke bringt. Für Lula ist sofort klar, dass sie den Weihnachtsmann finden und zur Rede stellen muss. Weihnachtsgeschenke soll es auch für Hexen geben!
Während Lulea sich in ein magisches Abenteuer stürzt, auf Weihnachtswichtel trifft und ein Rentier mit leuchtend roter Nase kennenlernt, muss sie erkennen, dass es etwas viel Wichtigeres gibt als Geschenke.

Rezension:
Über Nacht ist Schnee gefallen. Die junge Hexe Lulea ist begeistert, als sie aufwacht. Noch größer ist allerdings die Überraschung, als sie erfährt, dass ihre Halbschwester sie eingeladen hat. Die möchte nämlich ein Fest feiern, das „Weihnachten“ heißt und von dem Lulea noch nie gehört hat. Auch vom Weihnachtsmann, der den Menschen an Weihnachten Geschenke bringt, wusste sie noch nichts. Zu ihrem Bedauern erfährt Lulea jedoch, dass dieser Mann nur Menschen aufsucht. Hexen stehen nicht auf seinem Routenplan. Abenteuererprobt wie sie ist, beschließt die junge Hexe, den Weihnachtsmann persönlich aufzusuchen und diesen Missstand zu klären.
In den bisherigen 3 Bänden ihrer Jugend-Fantasy-Reihe um die junge Hexe Lulea ließ Felizitas Montforts ihre Protagonistin nicht ungefährliche Abenteuer bestehen. In diesem Band geht es dagegen etwas friedlicher zu. Schließlich ist es ein Weihnachtsbuch. Das heißt allerdings nicht, dass sich die Heldin nicht selbst in Schwierigkeiten bringt.
Bedingt durch die Thematik tendiert dieser Band stärker vom Jugend- in Richtung Kindersektor, als dies bei den bisherigen Bänden der Fall war. Thematik und vieles mehr sprechen eindeutig gezielt junge Leser an (auch wenn das Buch durchaus auch von Junggebliebenen lesbar ist). Nun hatte die Protagonistin aber schon im 1. Band ihren 13. Geburtstag, und in Band 2 war schon etwa 1 Jahr vergangen. Lulea muss jetzt also etwa 14½ sein. Für dieses Alter wirkt sie allerdings viel zu kindlich. Ihre Handlungen würde man eher als zu einem 11- oder 12-jährigem Mädchen passend empfinden. Lediglich bei ihren Gefühlen für einen Jungzauberer wird Luleas Alter erkennbar.
Auch wenn im 4. Band der Schwerpunkt mehr auf humorvollen Situationen als auf Abenteuern liegt, ist auch dieser für jung(geblieben)e Fantasy-Fans wieder interessant zu lesen. Der Stil der in der 3. Person erzählten Geschichte wirkt stimmig.

Fazit:
Im weihnachtlichen Sonderband bewegt sich diese Jugend-Fantasy in eine humorvolle Richtung.

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Lilly Flunker Saga – 3 – Das magische Pferd

Kristina Tiemann
Lilly Flunker Saga – 3 – Das magische Pferd

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Unter Pferden und Trollen

Klappentext:
Nur gerade so hat Victor überlebt und die Prüfungen bestanden, doch seine Mission ist noch nicht vorbei! In der Bretagne folgen er und seine Gefährten dem Ruf des magischen Kristalls, um das Geheimnis der namenlosen Fee zu lüften. Sie ahnen nicht, welche Rolle dabei ein weißes Wildpferd spielt, um das sich zahlreiche Mythen ranken. Doch die Wege des Schicksals sind unergründlich …

Rezension:
Kaum dass Victor es geschafft hat, dem magischen Kristall in Sicherheit zu bringen, macht er sich mit seinen neuen Reisegefährten auf den Weg in die Bretagne. Der Troll, dem er dort begegnet, macht zunächst keinen freundlichen Eindruck. Wie soll Victor sich aus dieser Situation retten? Dass hier seit einiger Zeit auch ein mysteriöses Pferd umgeht, ahnt er vorerst jedenfalls nicht. Wird es zu einem Zusammentreffen kommen, und welche Bewandtnis hat es überhaupt mit diesem Pferd?
Das Auffallendste am 3. Band aus Kristina Tiemanns Jugend-Urban-Fantasy-Reihe „Lilly Flunker Saga“ ist wohl, dass die Titelheldin der Reihe, Lilly Flunker, darin kein einziges Mal persönlich in Erscheinung tritt. Stattdessen wird Victors Abenteuer aus Band 2 („Der magische Kristall“) praktisch nahtlos fortgesetzt. Er bleibt vorerst weiterhin der Protagonist, auch wenn eine neue Co-Protagonistin eingeführt wird. Der philosophische Hintergrund des Vorgängers ist diesmal nur in Ansätzen zu spüren, der Schwerpunkt liegt dagegen auf Victors Abenteuer und der Einführung des neuen Charakters. Sowohl letzterer als auch neue Freundschaften zu magischen Wesen dürften für den Fortgang der Gesamtstory wahrscheinlich noch Bedeutung erlangen.
Während die Autorin bei Victors Geschichte ihrem bisherigen Stil treu bleibt, wählt sie für die über weite Strecken parallel erzählte Geschichte des magischen Pferdes einen deutlich anderen Stil, der den Leser zunächst kaum an Fantasy denken lässt.
Welche Richtung die Handlung in Band 4 nehmen soll, lässt sich kaum erraten. Ich hoffe, dass Lilly dort wieder eine größere Rolle spielen wird, sodass ich bei der dann folgenden Rezension „Na, da fällt mir aber ein Schwein vom Herzen“ sagen kann, wie Victor es ausdrücken würde.

Fazit:
Die in einem parallelen Handlungsbogen erzählte Nebenstory dürfte für den Fortgang der Saga wahrscheinlich eine größere Bedeutung erlangen.

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