Tim und Sarah im Zauberbann

Lilyane Barley
Tim und Sarah im Zauberbann

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Geschenkte Flügel

Klappentext:
Magie · Fantastische Wesen · Anderswelt
Tim und Sarah sind seit ihrer Geburt durch einen magischen Zauber verbunden.
Als die elfjährige Sarah eines Tages auf geheimnisvolle Weise verschwindet und Tim sich auf die Suche nach ihr macht, beginnen für die beiden aufregende Abenteuer in einer verborgenen Welt.
Die Kinder geraten in den Bann einer heimtückischen Fee und in die Fänge eines bösen Hexenmeisters und sie müssen sich dabei mit den Machenschaften anderer außergewöhnlicher Wesen auseinandersetzen.
Werden sie all diese Herausforderungen bestehen können?
Ihr Mut, ihre unzertrennliche Freundschaft und das Gute stehen Tim und Sarah zur Seite.
Ein Wichtel verrät ein magisches Geheimnis, das im Buch versteckt ist.

Rezension:
Die Umstände von Sarahs Geburt waren außergewöhnlich. Sie weiß davon aus Erzählungen, genau wie sie weiß, dass im selben Krankenhaus exakt gleichzeitig mit ihr ein Junge geboren wurde. An ihre Heimatstadt hat sie jedoch kaum Erinnerungen, denn ihre Eltern zogen von dort weg, als sie noch ganz klein war. Als ihre Eltern tödlich verunglücken, nimmt die Schwester ihres Vaters, die sie zuvor überhaupt nicht kannte, die 11-jährige Sarah auf. Während sich Sarah mit ihrer Cousine überhaupt nicht versteht, freundet sie sich mit einem Jungen an. Wie sich herausstellt, ist dieser Tim genau der Junge, der damals gleichzeitig mit ihr auf die Welt gekommen war. Doch als Sarah nicht widerstehen kann, den unheimlichen Wald, den alle Bewohner der Stadt meiden, zu betreten, verändert sich alles.
Lilyane Barleys Buch bewegt sich gleich auf mehreren Grenzen. Zum einen ist das die Grenze zwischen Urban Fantasy und Märchen, zum anderen zwischen Kinder- und Jugendbuch. Ist die Handlung zu Beginn noch eindeutig Urban Fantasy, tendiert sie, nachdem Sarah im Wald ‚verschwindet‘, deutlich ins Märchenhafte. An dieser Stelle erfolgt auch zeitlich ein Bruch, denn die Handlung springt an dieser Stelle vom Sommer direkt in das nächste Jahr. Vor diesem Sprung liegt der Schwerpunkt auf Sarah und ihrer beginnenden Freundschaft mit Tim, während danach das magische Element handlungsbestimmend ist. Auf den Leser wirkt es fast, als lese er verschiedene Bücher, denn es fällt schwer, beide Teile als Ganzes zu betrachten. Eigenartigerweise ist es gerade der vordere Teil, der als Jugendbuch wirkt, während der im nächsten Jahr handelnde märchenhafte Teil mit den mittlerweile 12-jährigen Protagonisten eher als Kinderbuch daherkommt.
Trotz dieses mehrfachen Bruchs kann dieses Buch durchaus gefallen, wobei dem etwas älteren Leser manches im hinteren Teil vielleicht etwas übertrieben vorkommen könnte. Wer jedoch bereit ist, sich auf die märchenartigen Elemente einzulassen, wird wohl nicht enttäuscht sein.

Fazit:
Dieses Urban-Fantasy-Märchen setzt auf gleich mehrere Brüche während der Handlung.

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„Lord Breakinghams Geheimnis“, der von Rezensenten gelobte Jugendroman um einen Jungen, der unerwartet auf ein Internat gehen muss und Schockierendes über seine eigene Herkunft erfährt, ist in einer überarbeiteten Neuauflage erschienen. Ein Entwicklungsroman über den Wert der Freundschaft.
Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://lordbreakingham.wordpress.com/
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Akademie der Abenteuer – 1 – Die Knochen der Götter

Boris Pfeiffer
Akademie der Abenteuer – 1 – Die Knochen der Götter

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Eine ägyptische Flut

Klappentext:
„Akademie des leibhaftigen Studiums vergangener Zeiten“ – Rufus neue Schule hat es in sich, im wahrsten Sinne des Wortes: Sie steckt voller rätselhafter Fundstücke aus der Vergangenheit und jedes Teil verbirgt Geheimnisse. Um diese zu lüften, braucht es besondere Fähigkeiten …
Zusammen mit seinen Freunden Fili, No und der Bisamratte Minster stürzt sich Rufus in die neuen Fächer: „Antike Schwertkunde“, „Speisen aus allen Jahrtausenden“ und „Vergessene olympische Disziplinen“. Aber das ist erst der Anfang. Schon bald durchströmen längst vergessene Szenen aus der Zeit der Pharaonen die Akademie.

Rezension:
Weil er sich sowohl von der Schule als auch seiner Mutter genervt fühlt, verbringt Rufus die Tage am liebsten im Museum. Als eines Tages ein Brief ankommt, der ihm ein Stipendium für ein Elite-Internat verspricht, hält er das zunächst für einen Trick seiner karrieresüchtigen Mutter. Doch da irrt er sich. Die ist genau so überrascht wie er – und extrem stolz auf ihren anscheinend hochbegabten Sohn. Schon beim Vorstellungsgespräch merkt Rufus, dass die „Akademie des leibhaftigen Studiums vergangener Zeiten“ wirklich völlig anders als normale Schulen ist. Kaum hat er sich entschlossen, an die Akademie zu wechseln, gerät er mit seinen neuen Freunden No und Fili – den beiden einzigen andren neuen Schülern – in ein echtes Abenteuer, das sie durch Zeit und Raum ins alte Ägypten führt.
Die Grundidee von Boris Pfeiffers Urban-Fantasy-Reihe ist nicht neu: Ein Schüler wechselt unerwartet in ein magisches Internat, in dem er mit Dingen konfrontiert wird, die nach allem, was er bisher wusste, eigentlich unmöglich sein sollten. Seit Harry Potter ist einem derartiges öfters in der Literatur begegnet. Auch sonst gibt es einige Parallelen zum großen Vorbild. Sei es die Freundesgruppe aus 2 Jungen + 1 Mädchen, in der dem Mädchen der intellektuelle Part und dem anderen Jungen der des eher praktisch Veranlagten zufällt, oder die Tatsache, dass moderne Elektronik in der Schule tabu ist. Allerdings gibt es auch prinzipielle Unterschiede. Rufus und seine Freunde müssen Wissen für die Menschheit gewinnen. Gegen Feinde zu bestehen und die Schule oder sogar die Welt zu retten, steht hier (zumindest bisher) nicht auf dem Plan. Auch auf das in vergleichbaren Werken oft benutzte Element des ‚bösen Lehrers‘ wird hier verzichtet.
Nachdem Rufusʼ Erlebnisse sehr (fast schon zu) ruhig und langsam beginnen, nimmt die Geschichte mit seinem Leben im Internat richtig an Fahrt auf. Zusammen mit ihm und seinen Freunden lernt der Leser das Phänomen der ‚Fluten‘ kennen. Manches erscheint zunächst unlogisch, klärt sich im weiteren Verlauf jedoch auf. Andere Fakten werden ohne nähere Erläuterung in den Raum geworfen und bilden eventuell eine Basis für Handlungen der Folgebände.
Der Autor benutzt einen recht direkten Stil und verzichtet auf bildgewaltige Beschreibungen. Ob man dies als Vor- oder eher als Nachteil betrachtet, ist natürlich Geschmackssache. Das Buch ist auf diese Weise jedenfalls angenehm flüssig lesbar. Die im Onlinehandel angegebene Altersempfehlung von 8 bis 12 Jahren halte ich allerdings sowohl inhaltlich als auch sprachlich für deutlich zu niedrig angesetzt.
Für auffällig halte ich den Klappentext, der anscheinend nicht vom Autor selbst verfasst wurde oder auf einem früheren Überarbeitungsstand des Textes beruht. So heißen die Schulfächer im Buch selbst beispielsweise etwas anders als im Klappentext. Auch wenn das die Handlung natürlich nicht beeinträchtigt, verwundert es beim Lesen doch etwas.
Die Abenteuer von Rufus, No und Fili können den Leser fesseln. Am Ende des Buches kann man auf die noch folgenden Fluten und sonstigen Geschehnisse gespannt sein.

Fazit:
Dieses magische Internat führt Schüler und Leser in vergangene Zeiten und kommt ohne körperliche Kämpfe seiner Schüler aus.

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Blausilbermond – 2 – Die Reise ans Ende der Zeit

Johanna Stöckl
Blausilbermond – 2 – Die Reise ans Ende der Zeit

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Rückkehr ins Traumland

Klappentext:
Sei vorsichtig, was du dir wünscht – es könnte in Erfüllung gehen! Als Julia und Jonathan nach einem Jahr erneut einen Weg in die Welt des blau-silbernen Mondes finden, hat sich viel verändert. Die Zeit vergeht dort schneller, und dreißig Jahre nach ihrem letzten Besuch herrscht Zwietracht unter den Völkern. Der Sohn von Herzog Lukas und seiner Gemahlin Ina hat sich auf die Suche nach seiner nach wie vor verschollenen Tante gemacht, und ein verfeindeter Fürst setzt alles daran, dass weder der junge Thronfolger noch Julia und Jonathan jemals wieder von ihrer gefahrvollen Reise zurückkehren, die sie bis ans Ende der Zeit führen.

Rezension:
Etwa 13 Monate sind seit Julias und Johnatans Besuch der Traumwelt vergangen. Während Julia jedoch noch oft an die damaligen Erlebnisse denkt, tut Jonathan seine Erinnerungen immer mehr als Einbildung ab. Bei seinem erneuten Besuch bei Julia reden sie deshalb kaum über damals. Erst als die beiden die letzten Nächte vor dem Abriss von Julias Elternhaus alleine in diesem verbringen, nehmen Geschehnisse ihren Lauf, die sie wieder in die Traumwelt führen. Doch dort sind mittlerweile 30 Jahre vergangen. Ihre dortigen Bekannten sind entsprechend gealtert. Auf Julia und Jonathan warten neue Abenteuer, und es ist ungewiss, ob ihnen die Rückkehr in unsere Welt gelingen wird.
Der 2. Band von Johanna Stöckls Jugend-Urban-Fantasy-Abenteuer-Reihe knüpft mit einigem zeitlichen Abstand an die Handlung aus Band 1 „Der Traum von den Träumen“ an. Das 80er-Jahre-Feeling tritt diesmal weniger in Erscheinung, da die Rahmenhandlung in unserer realen Welt in diesem Band weit weniger Raum einnimmt. Trotz der dort vergangenen 3 Jahrzehnte zeigt sich in der Traumwelt – abgesehen von einigen politischen Veränderungen – wenig Weiterentwicklung, sodass sowohl die beiden Protagonisten als auch der Leser sich schnell wieder zurechtfinden. Jedoch sind hier neue Antagonisten herangewachsen, gegen die die beiden Jugendlichen diesmal bestehen müssen. Auch ihre Freundschaft wird wiederholt auf die Probe gestellt, worauf die Handlung dieses Buches in erheblichen Maß aufbaut.
Weiterhin sorgt der gut lesbare Stil der Autorin dafür, ihre Leser auch in dieser Fortsetzung an das Abenteuer zu fesseln. Angemerkt sei, dass diese Reihe bewusst in österreichischem Deutsch verfasst ist. Deshalb wirken manche Ausdrücke für deutsche Leser etwas ungewohnt. Trotz des Endes, das bei mir für gemischte Gefühle sorgt, darf man auf den abschließenden 3. Band gespannt sein.

Fazit:
Diese junge Parallelwelt-Urban-Fantasy entwickelt ihre ganz eigene Stimmung, die sie deutlich von der ‚Konkurrenz‘ abhebt.

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Das Schicksal der Paladine – 0 – Die Bedrohung

Jörg Benne
Das Schicksal der Paladine – 0 – Die Bedrohung

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Eine unerwartete Gefahr

Klappentext:
Die seit Wochen anhaltenden Brandschatzungen im Westen der Insel Nasgareth sorgen für Unruhe. Überlebende berichten, Oger und Wolfsmenschen hätten die Feuer gelegt, manch einer will gar den „leibhaftigen Tod“ gesehen haben. Oberst Bilgur wird vom Fürsten mit einer Hundertschaft entsandt, um den Überfällen ein Ende zu setzen. Er hält diese Berichte für wenig glaubhaft, schließlich sind Oger und Wolfsmenschen Todfeinde – Wolfsmenschen haben sogar Angst vor Feuer. Doch als er zum Ort des nächsten Überfalls eilt, wird ihm klar: Auf ihn lauert eine noch größere BEDROHUNG.

Rezension:
Als Oberst Bilgur entsandt wird, Berichten über angeblich brutal entvölkerte Dörfer nachzugehen, ist er zunächst zurückhaltend. Die Berichte klingen einfach zu unglaublich. Dach kaum sind er und seine Hundertschaft in der besagten Gegend angekommen, berichtet ihm ein Junge, der einzige Überlebende seines Dorfes zu sein. Eine Ortsbesichtigung bestätigt die Aussage. Dass jedoch Oger und Wolfsmenschen das Dorf gemeinsam überfallen haben sollen, kann er sich beim besten Willen nicht vorstellen. Als er kurze Zeit später jedoch Augenzeuge der Vernichtung eines anderen Dorfes wird, ist ihm klar, dass in diesem Fall nur die Paladine – magiefähige Menschen aus einer anderen Welt – helfen können.
In dieser (kostenlosen) Kurzgeschichte reicht Jörg Benne die Vorgeschichte nach, die zu den Ereignissen im 1. Band der „Das Schicksal der Paladine“-Reihe, „Verschollen“, führte. Der dortige Protagonist, Tristan, tritt hier noch nicht in Erscheinung. Dafür erfährt der Leser mehr über die fremde Welt und den Grund für den übereilten Aufbruch seines Vaters und dessen Kameraden. Für das komplette Verständnis des Abenteuers in Band 1 sind diese Informationen durchaus nützlich, wobei es schwierig zu beurteilen ist, in welcher Reihenfolge man das Buch und die Vorgeschichte idealerweise lesen sollte. Zur Vervollständigung der dortigen Geschehnisse ist diese Kurzgeschichte jedoch unbedingt zu empfehlen.

Fazit:
Jeder, der „Das Schicksal der Paladine – 1 – Verschollen“ gelesen hat oder dies beabsichtigt, sollte sich auch diese Vorgeschichte gönnen.

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Fry Fern – 1 – Das Königreich der Basilisker

Maria Anders
Fry Fern – 1 – Das Königreich der Basilisker

St,rSt,rSt,rSt,bSt,b

Den wahren Eltern auf der Spur

Klappentext:
Als Fry, der 12-jährige Adoptivsohn des reichen Bankers Augustus Fern, im Naturkundemuseum Plottenberg zwei mysteriöse, aber sehr lebendige Echsen entdeckt, ist er sich sicher: Diese Tiere sind nicht von dieser Welt. Die sich plötzlich überschlagenden Ereignisse sprechen dafür: Das Wetter spielt verrückt und ein Falke namens Mr. Finley überbringt ihm eine aufregende Botschaft. Fry will unbedingt herausfinden, ob er wirklich der Sohn des verschollenen Zauberers Meister Facundo ist und folgt dem Falken durch ein geheimes Portal…

Rezension:
Fry und seine Schwester leben bei ihren Adoptiveltern in der besten Wohngegend. Als Vorstandsvorsitzenden einer großen Bank fehlt es ihrem Adoptivvater und der ganzen Familie an nichts. Haushälterin, Gärtner und Chauffeur sind selbstverständlich. Plötzlich spielt jedoch alles verrückt. Fry entdeckt beim Klassenausflug ins Museum merkwürdige und höchst lebendige Echsen. Kurz darauf setzt mitten im Frühherbst starker Frost ein, und dann besucht auch noch ein sprechender Falke Fry. Schon bald befindet sich Fry in einer anderen, magischen Welt, aus der seine leiblichen Eltern stammten. Künftig soll er hier zur Schule gehen, um Wetterkontrolle und ähnliches zu lernen.
Mit diesem Buch startet Maria Anders in eine neue Urban-Fantasy-Reihe für jüngere Leser. Die Idee, einen jungen Protagonisten im Schulalter für ihn selbst überraschend an eine in irgendeiner Hinsicht magische Schule wechseln zu lassen, ist natürlich nicht neu. Trotzdem funktioniert das Prinzip immer wieder, können die Leser auf diese Weise doch gemeinsam mit dem Protagonisten die Besonderheiten der unbekannten Parallelwelt entdecken. So ist es auch hier. Leider steckt die Schwäche dieses Buches jedoch im Detail. Wiederholt wissen einzelne Charaktere plötzlich etwas, was sie von Handlungsverlauf her gar nicht wissen dürften, oder es wird eine Information als dem Leser bekannt vorausgesetzt, die zuvor nie erwähnt wurde. An mehreren Stellen blätterte ich beim Lesen zurück, weil ich dachte, etwas überlesen zu haben. Aber selbst nach gründlicher Überprüfung stellte sich jeweils heraus, dass das betreffende Geschehen zuvor nie erwähnt wurde.
Mit einer gründlichen inhaltlichen Lektorierung und eventuell auch etwas mehr sprachlichem Feinschliff könnte die Idee sicher zu einer lesenswerten Geschichte für Freunde junger Urban Fantasy werden. Im derzeitigen Zustand fehlt jedoch leider der letzte Feinschliff.

Fazit:
Die gute Handlungsidee dieser Urban Fantasy leidet leider an einer nicht sorgfältig genug erfolgten Ausarbeitung.

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Arlo Finch – 1 – Im Tal des Feuers

John August
Arlo Finch – 1 – Im Tal des Feuers

Übersetzung: Wieland Freund, Andrea Wandel

St,rSt,rSt,rSt,rSt,r

Die Geheimnisse der Long Woods

Klappentext:
„Wenn ich dich sehen kann, können sie dich auch sehen … Sei vorsichtig, Arlo Finch!“
Irgendwas stimmt nicht in Pine Mountain. Das merkt Arlo Finch sofort, als er mit seiner Familie in das abgeschiedene Bergdorf zieht. Was hat es mit den merkwürdigen Tieren auf sich, die ihm immer wieder am Waldrand auflauern, und was mit dem Mädchen, das niemand außer ihm sieht? Zum Glück findet Arlo in Indra, Henry Wu und den ortsansässigen Rangern schnell Freunde, die sich bestens auskennen mit den Geheimnissen der Long Woods, mit Schutzzaubern und den Gefahren der Wildnis. Doch auch sie hätten nie geahnt, in welch unglaubliches Abenteuer sie geraten, als sie die Wälder gemeinsam mit Arlo betreten.

Rezension:
Als Arlo zusammen mit seiner Schwester und seiner Mutter nach Pine Mountain zieht, ist er entsetzt. Das Haus seines Onkels wirkt eher wie eine Ruine. Kaum ist er angekommen, begegnet er auch noch einem Geisterhund. Doch solche Sachen scheinen hier völlig normal zu sein. Weder sein Onkel noch seine neuen Mitschüler wunders sich über derartige Begebenheiten. Schließlich begegnet Arlo auch noch einem etwa gleichaltrigen Mädchen, das außer ihm niemand sehen und hören kann. Als seine neugewonnenen Freunde Indra und Henry, den alle, weil es 4 Henrys in der Klasse gibt, nur mit seinem Nachnamen Wu rufen, Arlo überzeugen, den Rangern beizutreten, erfährt er von noch viel mehr Merkwürdigkeiten – und lernt, mit denen umzugehen.
Wie in vielen anderen Urban-Fantasy-Geschichten, egal wie alt oder jung der jeweilige Protagonist ist, beginnt auch diese Reihe damit, dass ein ganz normaler Mensch erstmals mit übernatürlichen Phänomenen konfrontiert wird, an die er bisher nicht glaubte. Im Gegensatz zu zahlreichen anderen Fantasy-Abenteuern reißt John August seinen jungen Hauptcharakter Arlo aber nicht aus seiner Familie heraus, um ihn fernab der ‚normalen Welt‘ in magische Gefilde zu entführen. Stattdessen zieht der Junge mit seiner Familie in den Herkunftsort seiner Mutter, wo die Grenze zur magischen Welt etwas ‚löchrig‘ ist. Schon typischer für einen Helden dieses Genres ist es wiederum, dass Arlo eher ein Außenseiter ist.
Wie man sieht, benutzt der Autor hier also einige bekannte Grundelemente der Jugend-Urban-Fantasy, erschafft daraus aber eine (zumindest für mich) wirklich neue Idee. Dieses Konzept kann mich durchaus überzeugen. Gewisse Erwartungshaltungen werden dadurch bedient, ohne dass die Geschichte in irgendeiner Weise vorhersehbar würde. Dass es zum Finale des Bandes noch zu einer gefährlichen Situation kommt, verwundert wohl niemanden. Auf Details soll hier natürlich nicht näher eingegangen werden.
Das Cover und eine Anzahl schöner ganzseitiger (schwarz-weißer) Illustrationen wurden von Helge Vogt gestaltet. Dabei ist ihm allerdings durchgängig eine Unstimmigkeit unterlaufen. Während im Text wiederholt erwähnt wird, dass Arlo der kleinste der Freunde ist, erscheint er in den Bildern größer als Wu und Indra. Was mir in diesem Zusammenhang allerdings auch wieder auffällt, ist, dass sich der deutsche Verlag entscheiden hat, ein gänzlich neues Cover zu entwerfen, statt das des Originals zu übernehmen. Wie in zahlreichen ähnlichen Fällen ist mir diese Entscheidung auch hier unverständlich.
Alles in allem stellt dieses Buch den gelungenen Auftakt einer jugendlichen Urban-Fantasy-Reihe dar. Viele originelle Einfälle sowie der gut lesbare, angenehme Stil von Autor und Übersetzern machen Lust auf die Fortsetzung(en).

Fazit:
Dieser Start in eine Urban-Fantasy-Reihe (nicht nur) für junge Leser kann als durchaus gelungen bezeichnet werden.

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Licornia – 1 – Die Rückkehr der Einhörner

Marit Bernson
Licornia – 1 – Die Rückkehr der Einhörner

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Das Portal zur Einhorn-Welt

Klappentext:
Einst brachten Einhörner Magie in die Welt der Menschen und lebten in Frieden mit ihnen. Das war vor langer Zeit.
Heute unterdrücken die Hornherren mit Hilfe ihrer magischen Kräfte das Volk. Ihre Macht schöpfen sie aus den Hörnern der wenigen verbliebenen Einhörner. Und aus den selten gewordenen Menschen mit magischen Fähigkeiten.
Als an ihrem zwölften Geburtstag Ferias Zauberkräfte erwachen, muss sie vor den Hornherren fliehen. Sie erfährt, dass sie dazu bestimmt ist, ein Portal ins Land der Einhörner zu öffnen, um sie und die Menschen im Kampf gegen die Hornherren zu vereinen. Eine Bestimmung, gegen die sich Feria zunächst wehrt bis sie tatsächlich den Weg nach Licornia findet. Doch die Einhörner reagieren nicht freundlich auf ihre Ankunft.

Rezension:
Die einzigen Einhörner, die Feria kennt, sind die im Zoo, welche dort gehalten werden, damit die Hornherren ihnen die Magie abzapfen können. Dass Einhörner dabei sterben, kommt nicht selten vor. Doch auch magiebegabte Menschen werden gefangengenommen, wenn sie erkannt werden. Mit Sorgen wacht Feria an ihrem 12. Geburtstag auf, denn an diesem Tag offenbaren sich magische Fähigkeiten normalerweise. Zunächst ist sie froh, dass sie sich unverändert fühlt. Als sie dann in der Schule ist, erwacht die Magie aber doch noch in ihr. Und das in einer Weise, die unübersehbar ist. Mit der Hilfe einer alten Frau gelingt ihr die Flucht in eine im Wald verborgene Siedlung Magiebegabter. Doch damit fängt ihr Abenteuer erst an, denn angeblich soll Feria die schon vor Generationen geweissagte Auserwählte sein, die Menschen und Einhörner wieder vereinen und die Hornherren stürzen wird.
Marit Bernsons Fantasy-Geschichte, die sich vordergründig an junge Leser richtet, führt diese ins Abenteuer der 12-jährigen Fenria. Wie in zahlreichen anderen, ähnlich gelagerten Geschichten muss die junge Protagonistin auch hier gegen ihren eigenen Willen zur Heldin werden, um ihre Welt zu retten. Fenrias Ausgangslage unterscheidet sich dabei allerdings deutlich von den meisten vergleichbaren Büchern. Die Existenz von Magie ist ihr von klein auf bekannt, doch hofft sie gerade, nicht magisch begabt zu sein. Obwohl sie die Hornherren kennt, ahnt sie nicht das Ausmaß sowie die Brutalität deren Terrorherrschaft, da sie diese primär gegen magisch begabte Geschöpfe richten.
Die Autorin erzählt Fenrias Erlebnisse in einer ruhigen Sprache, die wohl auch der Zielgruppe geschuldet ist. Die Schilderung lässt die fremde Welt vor dem Auge des Lesers lebendig werden. Was man kritisieren könnte, ist, dass der Weg der Protagonistin fast zu unkompliziert abläuft. Wirklich ernsthafte Hindernisse, die sie aus eigener Kraft überwinden muss, gibt es vor dem Finale kaum. Allerdings dürfte das Buch aus diesem Grund auch empfindsameren jungen Lesern kaum schlaflose Nächte bereiten.
Da das Buch, obwohl es der Auftakt eines Mehrteilers ist, ein ‚richtiges‘ Ende und keinen Cliffhanger hat, ist nicht vorherzusehen, wohin sich die Handlung in der Fortsetzung bewegen könnte.

Fazit:
Dieses jugendliche Fantasy-Abenteuer, das sich auch für eine jüngere Leserschaft eignet, führt den Leser in eine bezaubernde Welt.

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Der Welten-Express 1

Anca Sturm
Der Welten-Express 1

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Das fehlende Ticket

Klappentext:
Der WELTEN-EXPRESS
Ein rollendes Internat voller Geheimnisse.
Ein Mädchen auf der Suche.
Eine atemlose Reise, angetrieben von Kohle, Dampf und Magie.
Nacht für Nacht sitzt Flinn Nachtigall an einem stillgelegten Bahnhof: dem Ort, wo zwei Jahre zuvor ihr Bruder verschwand. Bis eines Abends ein Zug einfährt, gezogen von einer gewaltigen, rauchspuckenden Lokomotive. Und Flinn …
… stürzt als blinde Passagierin in das Abenteuer ihres Lebens! Denn der Zug ist der Welten-Express, ein fahrendes Internat voller außergewöhnlicher Jugendlicher, angetrieben mit magischer Technologie. Ein Ort, an dem Flinn Freunde findet – und Feinde. Ein Ort voller Geheimnisse. Doch das größte Geheimnis verbirgt sich in Flinn selbst …

Rezension:
Flinn lebt auf einem einsamen Bauernhof außerhalb eines winzigen Dorfes. In der Schule ist sie eine Außenseiterin, mit ihren jüngeren Halbbrüdern versteht sie sich auch nicht besonders gut. Seit ihr älterer Halbbruder vor 2 Jahren spurlos verschwunden ist, lebt ihre Mutter nur noch lustlos vor sich hin und vernachlässigt ihre Kinder weitgehend. Abends sitzt Flinn gerne auf dem Bahnsteig des vor langem stillgelegten Bahnhofs, so wie ihr Bruder das vor seinem Verschwinden auch immer gerne gemacht hat. Eines Abends fährt auf dem Bahnhof, der eigentlich längst keinen Gleisanschluss mehr hat, ein altertümlicher Zug ein. Als dieser sich gerade wieder in Bewegung setzt, springt Flinn kurzentschlossen auf. Das Abenteuer, das sie jetzt erwartet, übersteigt all ihre Erwartungen. Gibt es im Zug etwa sogar eine Spur ihres Bruders zu entdecken? Immerhin war sein einziges Lebenszeichen eine Postkarte, die genau diesen Zug zeigt.
Ein magischer Zug, der von ‚normalen‘ Menschen nicht gesehen werden kann – wer denkt da nicht sofort an den Hogwarts-Express? Beim Weiterlesen fallen sogar noch weitere Parallelen zum berühmten Zauberschüler auf, sei es nun der etwas schrullige Direktor oder die (in diesem Fall weibliche) übellaunige Lehrerin, die gerne Strafen verteil, und – nicht zu vergessen – ein magisches Internat. Trotzdem kommt Anca Sturms Buch keineswegs als Harry-Potter-Abklatsch daher. So ist der Welten-Express kein Transportmittel, das die Schüler zum Internat befördert, sondern er selbst ist das Internat. Und obwohl der Zug selbst ganz und gar magisch ist, bekommen die Schüler hier keinen Zauberunterricht. Auch Zauberstäbe kommen nicht vor.
Der Schwerpunkt der Geschichte liegt darauf, wie sich Flinn als vorläufiger Gast des fahrenden Internats einlebt, wie sie Freundschaften schließt und natürlich nach Hinweisen auf ihren verschwundenen Bruder sucht. Das wird im Laufe der Story nicht nur immer spannender, es ist dank vieler einfallsreicher magischer Details auch interessant zu lesen.
Allerdings gibt es durchaus auch Schwächen. Außer der Protagonistin bleiben alle Personen sehr schemenhaft. Selbst die wenigen, mit denen sie sich anfreundet, bekommen kaum einen Hintergrund. Und am wichtigsten: Flinn sucht nach Hinweisen zu ihrem 2 Jahre älteren, vor 2 Jahren verschollenen Bruder. Dieser war damals also so alt, wie sie jetzt ist. Wen fragt Flinn aber nach Informationen? Gleichaltrige. Wieso kommt sie viel zu lange nicht auf die Idee, 2 Jahre ältere Schüler zu fragen, die ihren Bruder damals kennengelernt haben müssten? Das ist für mich ein echtes Plothole, denn die 13-Jährige wird ansonsten nicht als begriffsstutzig dargestellt. Wieso die Schüler als Pfauen bezeichnet werden, wird auch nicht erklärt. Außerdem fährt der Zug während der Handlung durch weite Teile Europas. Außer kurzen Erwähnungen der durchfahrenen Landschaften und Städte bleibt das aber bedeutungslos. Die Schüler und damit der Leser kommen praktisch überhaupt nicht in Kontakt mir den jeweiligen Ländern.
Trotz dieser Einschränkungen macht die interessant geschriebene Handlung Spaß, wobei natürlich auch der gut lesbare Schreibstil beiträgt. Das Buch wirkt mit seiner Hochglanzprägung und dem goldenen Leseband hochwertig. Band 2 von Flinns Abenteuern ist bereits angekündigt.

Fazit:
Ein gelungenes magisches Jugendabenteuer, das Freunde junger Urban Fantasy trotz einiger Schwächen gut unterhält.

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Magie der Angst

Sarah Drews
Magie der Angst

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Im Banne der Calypsos

Klappentext:
Die vierzehnjährige Kimberly fürchtet sich vor nichts. Zumindest behauptet sie das. Gern gibt sie sich lässig und spottet auch schon mal über andere. Auf dem Jahrmarkt gerät Kimberly damit an die falsche Person, nicht ohne Folgen. Alltägliche Begebenheiten verwandeln sich in albtraumhafte Situationen, auf die sie keinen Einfluss hat. Was ist Wirklichkeit, was Illusion? Welche Rolle spielt die geheimnisvolle Calypso? Kimberly ist verzweifelt. Ihr bester Freund Franklin lässt sie nicht im Stich, doch ihnen bleibt nicht viel Zeit, das Geheimnis zu lüften.

Rezension:
Eine Kimberly hat doch vor nichts Angst! Das würde sie selbst gegenüber ihrem besten Freund niemals zugeben. Als die 14-Jährige auf dem Rummel, um von ihrer eigenen Panikattacke abzulenken, einen kleinen Jungen wegen seiner Angst verspottet, zieht sie sich den Unwillen einer alten Hexe zu. Deren Fluch lehrt das Mädchen, was wirklich Angst ist.
Sarah Drews zentriert die Handlung ihrer kurzen Urban-Fantasy-Geschichte ganz auf die Protagonistin Kimberley. Außer dieser, ihrem besten Freund Franklin und den beiden Hexen, die beide Calypso heißen, sind alle vorkommenden Personen nur als Randfiguren zu bezeichnen. Durch einen Fluch wird Kimberley gezwungen, sich ihren Ängsten zu stellen – und diese zuzugeben. Da der Leser natürlich schnell merkt, dass die anscheinend lebensbedrohlichen Situationen nicht real sind, hält sich das Spannungsniveau in Grenzen. Dies dürfte natürlich auch der eher jungen Zielgruppe des Buches geschuldet sein. Die spannendste Frage ist folglich, ob beziehungsweise wie Kimberley es schafft, Calypso zur Rücknahme des Fluches zu überzeugen.
Mit einem gut lesbaren ‚Popcorn-Stil‘ schafft es die Autorin, ihre jungen und junggebliebenen Leser in der Geschichte zu halten.

Fazit:
Ein pädagogisch angehauchter ‚Soft-Grusel‘ in einer amerikanischen Kleinstadt für junge und junggebliebene Leser.

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– Blick ins Buch –
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„Lord Breakinghams Geheimnis“, der schon in seiner bisherigen Fassung von Rezensenten gelobte Jugendroman um einen Jungen, der unerwartet auf ein Internat gehen muss und Schockierendes über seine eigene Herkunft erfährt, ist in einer überarbeiteten Neuauflage erschienen. Ein Entwicklungsroman über den Wert der Freundschaft.
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Hexeninternat – 1

Heiko Grießbach
Hexeninternat – 1

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Hexe unter Hexen

Klappentext:
Die sechzehnjährige Tanja aus Berlin erlebt mit dem Ende der Halbjahresferien auch das Ende ihres bisherigen Lebens. Sie stürzt beim Eislaufen mit der Freundin, sieht ihren Schwarm David mit einer blonden Tussi am Arm und als sie nach Hause kommt, trifft sie ihren blutenden Vater an. Ihre Eltern wurden von Jägern überfallen und müssen fliehen, um sich in Sicherheit zu bringen. Erst jetzt klären sie Tanja darüber auf, dass sie keine normalen Menschen sind! Sie schaffen ihre Tochter in ein Internat für angehende Hexen und Hexer, wo sie die Schule beenden und ihre Fähigkeiten als Hexe kennenlernen soll. Ein in der realen Welt angesiedelter Fantasyroman für Jung und Alt.

Rezension:
Tanja lebt ein normales Teenagerleben in Berlin. Sie hängt gerne mit ihrer Freundin ʼrum und diskutiert über Jungs. Das ändert sich jedoch schlagartig, als sie nach Hause kommt und erfährt, dass ihr Vater angegriffen wurde. Zuerst versteht sie die Zusammenhänge überhaupt nicht, doch dann klären ihre Eltern sie auf. Sie sind Hexer und Hexe, wodurch Tanja selbst auch eine solche ist. Da sie jetzt vor den Hexenjägern untertauchen müssen, wird Tanja in Zukunft auf ein spezielles Internat für Hexen gehen, um in Sicherheit zu sein. In den kommenden Tagen erfährt sie vieles über ‚ihre‘ Welt, von deren Existenz sie bisher keine Ahnung hatte.
Heiko Grießbachs „Hexeninternat“ erinnert natürlich an einige andere Bücher, in denen Kinder beziehungsweise Jugendliche überraschend erfahren, dass sie über magische Fähigkeiten verfügen und deshalb in Zukunft eine entsprechende Bildungsstätte besuchen müssen. Diese Grundidee ist wohl seit dem Erfolg eines gewissen Zauberschülers mit Blitznarbe in Mode gekommen. Verglichen mit anderen Werken ähnlicher Ausgangslage ist die Protagonistin dieses Buches, Tanja, mit 16 Jahren relativ alt, als sie von ihrer wahren Natur erfährt. In diesem Alter ist es natürlich nicht verwunderlich, dass auch das Gefühlsleben eine Rolle spielt. Ob es allerdings wirklich realistisch ist, dass sich Tanjas Gedanken nach den traumatischen Veränderungen ihres Lebens sofort auf ihre neuen männlichen Mitschüler konzentrieren, ist eine andere Frage. Man sollte meinen, zu diesem Zeitpunkt hätte sie dringendere Probleme.
Am Erzählstil lässt sich wenig aussetzen. Dass der Autor eine relativ einfach gehaltene Ausdrucksweise benutzt, stellt in meinen Augen keinen Kritikpunkt dar. Dem Einfühlen in die Handlung steht es nicht im Wege.
Der Titel „Hexeninternat“ ohne irgendwelche Zusätze lässt vermuten, dass dieses Buch ursprünglich als Einzelwerk konzipiert war. Mittlerweile ist daraus allerdings eine 5-bändige Reihe mit mehreren Spin-offs entstanden. Tinas Erlebnisse sind mit diesem Buch also noch lange nicht fertig erzählt.

Fazit:
Eine Teen-Hexe versucht in dieser Urban Fantasy, ihren Platz in der magischen Welt zu finden.

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„Lord Breakinghams Geheimnis“, der schon in seiner bisherigen Fassung von Rezensenten gelobte Jugendroman um einen Jungen, der unerwartet auf ein Internat gehen muss und Schockierendes über seine eigene Herkunft erfährt, ist in einer überarbeiteten Neuauflage erschienen. Ein Entwicklungsroman über den Wert der Freundschaft.
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