Willkommen im Luhg Holiday

Christine Erdiç
Willkommen im Luhg Holiday

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Das Geheimnis um ‚Lugh‘

Klappentext:
Als Familie Kohlmann wegen eines vorausgesagten Schneesturms ganz spontan im Hotel Luhg Holiday einkehrt, ahnt sie noch nicht, was sie dort erwartet. In dem alten unheimlichen Haus scheint nichts mit rechten Dingen zuzugehen und schon bald finden sich die drei Kinder und ihre Eltern im unglaublichsten Abenteuer ihres Lebens wieder.

Rezension:
Die Kohlmanns wollen über Weihnachten – wie jedes Jahr – eine alleinstehende Tante besuchen. Als sie unterwegs jedoch in einen aufziehenden Schneesturm geraden, entschließen sie sich spontan, in einem einsamen Hotel zu übernachten. Doch dieses hat anscheinend nur sehr selten Gäste – kein Wunder bei dem ‚freundlichen‘ Empfang –, und auf dem neusten Stand ist die Einrichtung schon lange nicht mehr. Auf den Zimmern gibt es jeweils nur eine Schüssel Wasser zum Waschen. Als die Kinder eine nächtliche Erkundungstour unternehmen, stellen sie jedoch fest, dass sie doch nicht so ganz alleine im Hotel sind, wie sie dachten.
In Christine Erdiç’ Kurzgeschichte wird sowohl dem Leser als auch der 11-jährigen Sabrina, aus deren Perspektive die Geschichte in der Ich-Form erzählt wird, schnell klar, dass im Luhg Holiday irgendetwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Sabrina und ihr Bruder Jan beobachten auf einem nächtlichen Streifzug Wesen, die definitiv keine Menschen sind. Die Eltern und Sabrinas große Schwester wollen ihnen zunächst nicht glauben, doch schnell müssen sie einsehen, dass die Kleinen nicht lügen. Sind sie alle eventuell sogar in Gefahr? An eine schnelle Abreise ist jedenfalls nicht zu denken, da sie mittlerweile hoffnungslos eingeschneit sind.
Die Autorin erzählt ihre Urban-Fantasy-Story in relativ einfach gehaltener Sprache, was allerdings durchaus dazu passt, dass ein 11-jähriges Mädchen als Erzählerin auftritt. Trotzdem kann das unterhaltsame Weihnachtsabenteuer durchaus auch älteren Lesern gefallen, ist doch vieles überraschend anders, als es zunächst scheint.

Fazit:
„Willkommen im Luhg Holiday“ ist ein weihnachtliches Fantasy-Abenteuer für die ganze Familie.

eBook

Multiversum: Die Rückkehr

Petra Mattfeldt
Multiversum: Die Rückkehr

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Wer ist Tom?

Klappentext:
Wie ein Wirbelwind in eine andere Welt – der zweite Band der »Multiversum«-Reihe:
Seit seinem letzten Abenteuer im Multiversum sind einige Jahre vergangen und Tom Stafford hat soeben seine Ausbildung als Agent des MI6 abgeschlossen. Da erreicht ihn eine Nachricht mit brisantem Inhalt und zwingt ihn und sein Team, früher als geplant nach Old Sarum ins 13. Jahrhundert zurückzukehren. Doch die Agenten stellen schnell fest, dass nicht nur sie mit einem Auftrag nach Old Sarum gekommen sind. Mächtige Gegenspieler setzen alles daran, das Vorhaben von Toms Team zu durchkreuzen. Ein Kampf auf Leben und Tod beginnt …

Rezension:
Nach seiner Rückkehr aus dem Mittelalter (Multiversum: Der Aufbruch) hat Tom die Schule abgeschlossen und anschließend eine Ausbildung beim MI6 absolviert. Kaum ist er als ausgebildeter Agent Sonderborgs Team zugeteilt, müssen sie eiligst wieder ins 13. Jahrhundert aufbrechen. Doch diesmal warten dort gefährliche Gegner auf sie. Wird Tom trotz all der Aufregung eine Chance erhalten, Elisabeth wiederzusehen?
Am Ende von Band 1 war Toms Rückkehr ins Mittelalter ja schon zu erwarten. Petra Mattfeldt empfängt ihre Leser zu dem Zeitpunkt, als es für ihren Helden wieder ernst wird. Im Gegensatz zum Vorgänger, in dem Tom und dem Leser relativ viel erklärt werden musste, geht es hier gleich ins Ganze. Das neue Abenteuer des mittlerweile erwachsen gewordenen Helden kommt deutlich Action-lastiger daher. Obwohl „Die Rückkehr“ merklich dünner als „Der Aufbruch“ ausfällt, hat man das Gefühl, mehr Handlung zwischen den Buchdeckeln zu finden. Dabei zieht die Handlung den Leser schnell in ihren Bann, birgt sie doch einige unerwartete Verwicklungen. Fühlte man sich als Abenteuerfan im 1. Band gut unterhalten, trifft dies hier sogar in gesteigertem Maße zu.
Fraglich erscheint lediglich, wieso der Buntstein Verlag auch dieses Buch wieder „für Jugendliche ab 12 Jahren“ empfiehlt. Konnte man beim Vorgänger noch argumentieren, dass der Held selbst auch im jugendlichen Alter war, trifft auch das hier nicht mehr zu. „All-Age-Abenteuer“ wäre wohl eine treffendere Bezeichnung, die zudem weitere Leserschichten ansprechen würde, die sich so vom Jugendbuch-Image eventuell abgestoßen fühlen könnten.
Auch wenn bisher kein 3. Band angekündigt wurde, legt das Ende einen solchen doch nahe. Nach Lesen des Buches könnte man sogar zu der Auffassung gelangen, dass ein solcher zwingend erforderlich ist, bleibt doch noch manches offen. Zu wünschen wäre dieser gelungenen Buchreihe jedenfalls ein würdiger Abschluss.

Fazit:
„Multiversum: Die Rückkehr“ bietet ein Action-geladenes Zeitreise-Abenteuer – definitiv nicht nur für junge Leser.

Taschenbuch

Erwenks Entdeckung

Jutta Schönberg
Erwenks Entdeckung (Joels Lieder 1)

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Die Erkenntnis des Gelehrten

Klappentext:
Der Pferdebursche Joel rettet das Straßenkind Erwenk vor dem Ertrinken. Joel nimmt es mit auf die Konburg, seine Heimat, einer Domäne der Neuen Zeit, die auf Vernunft und Wissenschaft setzt. Erwenk sorgt auf der Burg gleich für Wirbel, als die Händlerin Hanne ihn bezichtigt, dass er ein böser Geist sei. Doch die Burgbewohner glauben nicht an Geister und stellen Erwenk unter Joels Schutz. Erwenk zeigt sich zwar liebenswert, hat aber auch eine dunkle Seite. Was ist los mit ihm? Ist er wirklich nur ein verwahrlostes Straßenkind? Oder wahnsinnig? Hilfe findet Joel bei dem Gelehrten Alek. Der schickt Joel und Erwenk auf eine gefährliche Reise, auf der Joel alle seine Phantasie und Intuition einsetzen muss. Doch reichen seine Kräfte, um die Reise mit dem unberechenbaren Erwenk zu bestehen?

Rezension:
Joel kommt zufällig vorbei, als ein Junge in einem eigentlich recht flachem Bach in Schwierigkeiten gerät. Natürlich rettet er ihn. Da er erfährt, dass das Kind weder Eltern noch Zuhause hat, nimmt er es mit auf die Konburg, wo er im Pferdestall arbeitet. Obwohl er selbst erst 15 ist, wird Joel zu einer Kombination aus großem Bruder und Vater für den 10-jährigen, jedoch jünger wirkenden Erwenk. Doch schon bald geht das Gerücht um, Erwenk wäre ein Brandstifter, und es dauert nicht lange, bis sich Joel nicht mehr sicher ist, ob das nicht sogar der Wahrheit entsprechen könnte. Als er den Gelehrten und väterlichen Freund Alek um Rat bittet, schickt der die beiden Jungen auf eine nicht ungefährliche Reise.
Jutta Schönberg entwirft in „Erwenks Entdeckung“ eine mittelalterlich geprägte Umgebung, in der wissenschaftlich geprägte Erkenntnisse jedoch schon dabei sind, den alten (Aber-)Glauben zu überwinden. Kombiniert mit den Abenteuern Joels mit seinem neuen Pflegling ergibt das ein interessantes Setting für einen Jugendroman. Leider wird diese positive Grundeinschätzung durch einige Schwächen relativiert, wobei besonders der recht nüchterne Schreibstil ins Auge fällt, der den Leser kaum über größere Passagen wirklich zu fesseln vermag. Somit hinterlässt das Buch insgesamt gesehen gemischte Gefühle.
Der Untertitel „Joels Lieder 1“ deutet natürlich schon an, dass Joels Abenteuer am Ende dieses Buches noch nicht beendet sind. Allerdings kommt das Ende dann doch etwas überraschend, sind Joel und Erwenk doch noch gar nicht am Ziel ihrer Reise angekommen. Auch der eigentliche Titel „Erwenks Entdeckung“ ist vielleicht etwas unglücklich gewählt, suggeriert er doch, der kleine Erwenk würde eine Entdeckung machen. Vielmehr ist es jedoch so, das in Hinblick auf den Jungen eine Entdeckung gemacht wird.

Fazit:
Ein historisches Jugendabenteuer mit Fantasy-Touch, bei dem das in der Idee liegende Potential leider nicht voll ausgenutzt wird.

Blick ins Buch

eBook

Multiversum: Der Aufbruch

Petra Mattfeldt
Multiversum: Der Aufbruch

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Zuflucht im Kloster

Klappentext:
Tom Stafford weiß nicht, wie ihm geschieht: Mit neun Jahren verliert er seine Eltern bei einem Bootsunfall, sechs Jahre später erhält er plötzlich eine Nachricht – geschrieben von seiner Mutter! Doch damit nicht genug: Die Botschaft scheint aus dem Mittelalter zu stammen… Wie kann das sein? Liegt die Antwort etwa in der „Viele-Welten-Theorie“? Sie besagt, dass es eine Vielzahl von Universen gibt, die nebeneinander existieren und sich an manchen Stellen überschneiden. Tom und der Historiker Maximilian Winter stellen Nachforschungen an – und verschwinden dabei selbst spurlos …

Rezension:
Der 15-jährige Tom verlor vor 6 Jahren seine Eltern. Deren Boot kenterte bei einen Segeltörn, ihre Leichen wurden nie gefunden. Trotz der verflossenen Jahre, die Tom bei seiner Großmutter verbrachte, sind beide noch lange nicht über den Verlust hinweg. Als einem Fischer dann eine Nachricht ins Netz geht, die offensichtlich von Toms Mutter stammt, verstehen er und seine Oma die Welt nicht mehr. Doch ein verschrobener Professor, der in der Nachbarschaft wohnt, hat eine unglaubliche Theorie …
Der Buntstein Verlag vermarktet dieses Buch als Jugendbuch, wobei „Jugend-kompatibel“ wohl eine passendere Bezeichnung wäre, denn außer dem Alter der Hauptperson fehlen typische Jugendbuchelemente praktisch gänzlich. Das soll allerdings kein negatives Urteil begründen, denn das Buch liest sich für erwachsenen Leser genau so angenehm, wie es bei jungen Lesern der Fall sein dürfte. Ohnehin fällt es nicht leicht, das Buch in eine Schublade zu stecken. Tom und mehrere andere Personen unternehmen im Laufe der Handlung eine Zeit- oder besser gesagt Weltenreise. Das kann man natürlich sowohl als typisches Fantasy- wie auch als typisches SciFi-Element ansehen. Allerdings ist diese Reise in beiden Fällen das jeweils einzige für diese Genres typische Element. Auf Schubladendenken sollte man in diesem Fall also lieber verzichten.
Petra Mattfeldt führt ihre Leser schnell in die Gedankenwelt ihres Hauptprotagonisten hinein, und auch die bereits erwähnte Nachricht seiner Mutter erhält Tom bereits in Kapitel 1. Ähnlich schnell geht es weiter, und ehe es sich Tom und der Leser versehen, stecken sie bereits gemeinsam im großen Abenteuer. Dabei breitet die Autorin die Geschichte in einem gut lesbaren Stil aus, der den Leser stets ans Geschehen gefesselt hält.
Am Ende des Buches werden bereits mögliche Elemente der Fortsetzung (Multiversum: Die Rückkehr) angedeutet.

Fazit:
„Multiversum: Der Aufbruch“ stellt ein gelungenes jugendtaugliches Abenteuer abseits der üblichen Genregrenzen dar.

Blick ins Buch

Taschenbuch
eBook

Im Tal der Drachen

Steeve M. Meyner
Im Tal der Drachen

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Die Welt hinter den Bergen

Klappentext:
Nach einem Unfall erwacht Tom auf einer Sandbank inmitten eines Flusses und direkt hinter ihm steht … ein riesiger Drache.
Nur um Haaresbreite entgeht er dessen Angriff. Auf der rasanten Flucht vor dem Drachen stürzt Tom von einer Gefahr in die Nächste, so dass ihm kaum Zeit zum Durchatmen bleibt. Schon bald stellt er fest, dass dieser Drache nicht das größte Problem ist. Für ihn beginnt ein abenteuerlicher Kampf um Leben und Tod auf dem ungewissen Weg nach Hause.
3. Auflage (ursprünglicher Titel: Vallis Draconis – Angriff der Drachen)

Rezension:
Tom verbringt seine Ferien – wie so oft – bei seinen Großeltern in den Bergen. Zusammen mit Peter, der ständig in dem kleinen Weiler lebt, verbringt er viel Zeit in der Natur. Als die beiden Jungen den Eingang einer Höhle entdecken, entschließen sie sich, diese heimlich nachts zu erforschen, denn sie sind sich sicher, dass weder Peters Eltern noch Toms Großeltern ihnen dieses Abenteuer erlauben würden. In der Höhle kommen sie jedoch an eine schmale Felsspalte, durch die der etwas größere Peter Tom nicht folgen kann. Kurz darauf hört Peter ein lautes Poltern, als ob etwas eingestürzt sei – und Tom ist verschwunden. Dieser wacht an einem Fluss unter freiem Himmel auf. Doch was ist das? Hier laufen und fliegen lebendige Drachen umher. Wo ist er gelandet, und wie kommt er zurück zu Peter und seinen Großeltern?
Steeve M. Meyners Kurzgeschichte führt ihren Helden Tom auf eine phantastische Reise in eine unbekannte Welt. Während das Abenteuer jedoch durchaus spannend daherkommt und dem Leser auch einige Überraschungen bietet, leidet die Hauptfigur unter einer kaum vorhandenen Charakterisierung. Viel mehr, als in der kurzen Zusammenfassung erwähnt wurde, erfährt der Leser nicht über den Jungen, dessen Abenteuer das Thema der Geschichte ist. Informationen über Peter fließen noch spärlicher. Alle anderen Personen werden nur beiläufig erwähnt, treten jedoch nicht handelnd in Erscheinung. Somit hinterlässt die Geschichte als Ganzes gesehen einen zwiespältigen Eindruck. Dem interessanten und ansprechend dargebotenen Abenteuer des jungen Helden steht leider eine schwache Personenzeichnung gegenüber.
Ergänzt wird die Kurzgeschichte durch diverse Leseproben aus anderen Werken des Autors.

Fazit:
Die Jugend-Fantasy „Im Tal der Drachen“ bietet dem Leser ein altersgerechtes Abenteuer mit leider nur (zu) blass charakterisiertem Helden.

eBook

Die verhexten Zombiekarnickel

Lucy Moregan
Die verhexten Zombiekarnickel

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Gefahr aus dem 12. Jahrhundert

Klappentext:
Die schottische Hebrideninsel Islay erscheint den beiden Verliebten Lily und Ethan zunächst wie das Paradies. Doch schon bald verwandelt sich ihr Aufenthalt zu einem Albtraum. Lilys immer häufiger werdende Visionen und warnende Spukerscheinungen verheißen nichts Gutes. Die Vergangenheit lässt sie nicht ruhen. Bald schon sehen sie sich einer mächtigen, unsterblichen Hexe und einer Horde hungriger Zombies gegenüber. Wird es ihnen gelingen, gegen die dunklen Mächte anzukommen?

Rezension:
Seit ihren Abenteuern im vergangen Jahr sind Lily und Ethan ein Paar. Umso mehr enttäuscht reagiert Lily, als Ethan ihr wenige Wochen vor den Sommerferien offenbart, diese bei seinem Onkel auf der Insel Islay verbringen zu wollen, wo er einen Ferienjob angenommen hat. Doch dann findet sich eine überraschend einfache Lösung: Sie kann in der Destillerie des Onkels auch einen Ferienjob bekommen. Schon während der Anreise bekommen sie es jedoch wieder mit Geistern zu tun. Und auf Islay gehen anscheinend nicht nur Geister, sondern auch noch Zombies um. Zur Krönung von allem sind es nicht nur untote Menschen, mit denen sich Lily herumschlagen muss.
Bereits am Ende des vorhergehenden Bandes „Einfach zauberhaft“ deutet Lucy Moregan an, dass Lily mit dem Erwachen ihrer Hexenkräfte auch Visionen bekommt. In einer solchen erlebt Lily unerwartet eine mittelalterliche Beerdigung mit, womit die Autorin gleich zu Beginn des Buches einen Bezug zur kommenden – oder auch lange vergangenen – Handlung herstellt. Wie schon in Band 1 erstreckt sich die Handlung auch diesmal wieder über 3 Zeitebenen, deren Verquickung sich erst nach und nach offenbart. Beim Verstehen der Zusammenhänge ist der Leser Lily und Ethan immer ein paar Schritte voraus. Auf diese Weise erreicht die Autorin, dass die Handlung stets spannend bleibt. Am Ende des Buches werden wieder Gegebenheiten eingestreut, die die Keimzelle einer weiteren Fortsetzung darstellen könnten.
Geschickt sind tatsächliche historische Zusammenhänge und Aberglauben vergangener Jahrhunderte in die fiktive Handlung eingewoben. Verbunden mit der Tatsache, dass die in der Vergangenheit spielenden Handlungsstränge einen deutlich größeren Teil des Buches als beim Vorgänger einnehmen, stellt das einen zusätzlichen Reiz dieser jugendlichen Geister-Fantasy dar.

Fazit:
Wem schon Band 1 gefiel, dem wird auch dieses Buch zu gefallen wissen.

Taschenbuch
eBook

Legende von Magus Academus: Die Säulen der Einheit

Adreano Castelano
Legende von Magus Academus: Die Säulen der Einheit

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Eine verkappte Harry-Potter-FanFiction

Klappentext:
Ulf ist ein 13-jähriger Jungmagier, der glaubt nur ein einfacher Schüler zu sein, als er mit seiner Ausbildung in Magus Academus beginnt. Doch schon bei seiner Ankunft an der Akademie für Magie kommt es zu einer rätselhaften Begebenheit. Sehr bald findet er heraus, dass seine Abstammung von Ammar Aramis, einem der Gründer der Akademie, mit mehr verbunden ist, als sich der Junge bisher gedacht hatte. Denn ein mysteriöser Zirkel, der sich Schwarze Bruderschaf nennt, ist hinter ihm und seinen Freunden her und so wird Ulfs erstes Jahr an der Schule zu einem Überlebenskampf, bei dem er tiefer in die Magie eindringt, als je ein Magier zuvor.

Rezension:
Ulf ist 13 und kann endlich die magische Schule Magus Academus besuchen. Doch bei der Auswahl kommt er in einen ganz anderen Zirkel, als er erwartet. Trotzdem findet er Freunde in allen Zirkeln – und schon bald fällt ihnen eine schwere Aufgabe zu.
Schon die Kurzbeschreibung erinnert natürlich jeden Harry-Potter-Fan an Hogwarts. Bereits nach wenigen Seiten wird dann offensichtlich, dass es sich bei der „Legende von Magus Academus“ im Prinzip um nichts anderes als eine Next-Generation-FanFiction aus dem HP-Universum handelt, bei der lediglich alles von den Namen der Charaktere über den der Schule bis hin zu diversen anderen Sachen nur abgeändert wurden, um es als ‚eigenständiges‘ Buch anbieten zu können. Jeder, der sich in der HP-Welt auskennt, wird Ulf sofort als Albus Potter erkennen. Sein Vater Sven, der zu seiner eigenen Schulzeit gemeinsam mit seinen Freunden das Chaosquintett besiegte, ist natürlich Harry. ‚Zufällig‘ hat Ulf auch eine gleichaltrige Cousine, deren Eltern die besten Schulfreunde seines Vaters waren. Statt in 4 Häuser werden die neuen Schüler auf Magus Academus in 4 (nach den Gründern der Schule benannte) Zirkel eingeteilt – von denen sich 2 aus Tradition hassen. Mehr Ähnlichkeit geht wohl kaum. Die größte Änderung zum Original besteht wohl darin, dass Scorpius’ Rolle hier von einem Mädchen wahrgenommen wird.
Wenn sich der Leser alle diese Änderungen in den ‚Originalzustand‘ zurückdenkt, hat er eine typische Next-Generation-FanFiction vor sich, die vom Niveau her durchaus zu den besseren gezählt werden kann. Zumindest erscheint die Handlung deutlich logischer als das „Verfluchte Kind“, dessen Plot immerhin von JKR persönlich abgesegnet wurde.

Fazit:
Die „Legende von Magus Academus“ stellt lediglich eine Harry-Potter-FanFiction dar, bei der Namen und Gegebenheiten abgeändert wurden.

Taschenbuch
eBook

Finn und der Kristall der Zeit

Martina Konrad
Finn und der Kristall der Zeit

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Wer ist Finn?

Klappentext:
Im Jahre 1916 wird ein Baby auf den Stufen einer kleinen Kirche ausgesetzt. Finn, wie der kleine Junge genannt wird, wächst im Waisenhaus auf und ist dort – dank der liebevollen Fürsorge der Waisenhausleiterin – recht glücklich.
Eines Tages, als er knapp zehn Jahre als ist, kommt ein Ehepaar in das Waisenhaus und beschließt, den Jungen zu adoptieren. Natürlich freut sich Finn, weil er endlich seine eigenen Eltern bekommen soll – aber ist das Paar wirklich das, was es zu sein vorgibt?
„Finn und der Kristall der Zeit“ ist eine spannende und phantasievolle Geschichte für junge und jung gebliebene Leser.

Rezension:
1925 in einer Kleinstadt irgendwo in Deutschland. Der 9-jährige Finn lebt in einem Waisenhaus, seit er als wenige Wochen altes Baby auf den Stufen einer Kirche gefunden wurde. Weil er in der Schule sehr gut ist, will die Leiterin des Waisenhauses sogar versuchen, die finanziellen Mittel zu beschaffen, um ihn auf eine höhere Schule schicken zu können. Doch dann kommt es plötzlich anders. Ein offensichtlich sehr wohlhabendes Ehepaar taucht auf, um eines der Kinder zu adoptieren. Unter den neidischen Blicken aller Mitbewohner fällt die Wahl auf Finn. Als der jedoch kurz darauf ein Gespräch seiner neuen Eltern belauscht, stellt sich heraus, dass diese mit der Adoption offenbar ganz andere Ziele verfolgen, als einen Sohn zu bekommen.
Was als das Abenteuer eines Jungen in den 1920er Jahren beginnt, nimmt schnell dramatische Wendungen, die schließlich in eine ausgewachsene Fantasy-Story münden. Natürlich erfährt Finn im Laufe der Handlung seine wahre Herkunft – und damit eine riesengroße Überraschung, mit der er nie im Leben gerechnet hätte. Martina Konrad lässt den Leser zusammen mit der Hauptfigur immer tiefer in die Rätsel um Finn eintauchen. Dass es sich dabei um eine Fantasy-Geschichte handelt, wird erst relativ spät offensichtlich.
Die Autorin erzählt ihre Geschichte in einem sehr angenehmen Stil, der den Leser schnell gefangen nimmt und dann nicht wieder loslässt. Etwas unglücklich ist lediglich die Altersangabe für Finn und seine gleichaltrigen Freunde. Die Gespräche und Empfindungen wirken für 9-Jährige einfach zu erwachsen. In dieser Hinsicht wäre es sicher besser gewesen, Finn als 11- oder 12-Jährigen zu definieren. Die Geschichte hätte damit genauso gut funktioniert. Auch für das Ende könnte man sich eine bessere Idee wünschen. Bei einer Geschichte, die so gut durchdacht ist und jeden Logikfehler gekonnt vermeidet, hätte dieses etwas einfallsreicher ausfallen können.
Trotzdem ist „Finn und der Kristall der Zeit“ für Freunde von Fantasy im frühen 20. Jahrhundert, die sich nicht an jungen Helden stören, eine unbedingte Leseempfehlung wert.

Fazit:
Diese Zeitreise-Fantasy mit jungen Protagonisten kann auch erwachsenen Lesern empfohlen werden.

eBook

Eibe und das Buch der Schatten

Liliana Wildling
Eibe und das Buch der Schatten

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Der Feuerdämon – Freund oder Feind

Klappentext:
Eibe ist sechzehn. Quirlig, naiv und … eine Hexe. Das Wort Chaos und ihr Name werden häufig in einem Atemzug genannt. Dabei ist es meist nicht ihre Schuld, wenn etwas explodiert. Manche Experimente sind eben schwer zu kontrollieren.
Selbst Magnus, ihr Meister, hat während seiner Anfänge das eine oder andere Kämmerlein in die Luft gejagt. Zumindest hat Angelus ihr das erzählt …
Als ein neuer Lehrling aufgenommen wird, freut sie sich darüber. Endlich ein Hausbewohner in ihrem Alter! Doch die Freude währt nicht lange. Lumen ist ein gefährliches Feuerwesen und als Lehrling völlig ungeeignet; der Meister wirkt plötzlich verändert. Zudem zaubert die tollpatschige Hexe versehentlich ein seltsames Tier herbei, dessen Herkunft ungewiss ist. Rat findet sie bei Maja, aber auch ein schreckliches Geheimnis, das sie lieber nicht entdeckt hätte.

Rezension:
Seit ihre Eltern bei einem Autounfall starben, lebt Eibe bei Magnus, der sie aufzog und in der Nutzung der Magie ausbildete. Als bei Magnus ein neuer Schüler auftaucht, führt das schnell zu Chaos und lebensgefährlichen Zwischenfällen. Wer ist dieser Lumen wirklich? Wessen Zielen dient er? Und steht „der Rat“, für den Magnus früher arbeitete, wirklich auf ihrer Seite?
Liliana Wildlings (mit diesem Buch nicht abgeschlossene) Geschichte bietet eine durchaus interessante Handlung, jedoch auch ein paar Schwächen. Die Story um das verwickelte magische Mächtespiel um Magnus, Eibe und ihre Mitbewohner birgt (auch für die zu erwartende Fortsetzung) durchaus Potential. Dem Leser offenbart sich das Interessengeflecht der verschiedenen Parteien erst nach und nach.
Leider gelingt es der Autorin nicht ganz überzeugend, diese Handlung schriftstellerisch darzubieten. Für den Aufbau dieser Welt wichtige Informationen werden mehrmals erst nachträglich gegeben. Das im Klappentext erwähnte chaotische Wesen Eibes sorgt ganz am Anfang für ein paar lustige Szenen, ist im Rest der Geschichte aber spurlos verschwunden, obwohl das Buch nur den Zeitraum weniger Tage abdeckt. Im Vorwort wird außerdem erwähnt, dass die Isle of Skye der Handlungsort ist, jedoch passen die Landschaftsbeschreibungen nicht annähernd zu dieser rauen Insel in Schottlands hohem Norden. Einen dichten Wald, durch den man stundenlang schnell reiten muss, um sein Ziel zu erreichen, dürfte es dort und auch auf dem benachbarten Festland kaum geben.
Falls es der Autorin jedoch gelingt, die genannten Schwächen in der (den) Fortsetzung(en) auszumerzen, könnte diese Reihe durchaus den Geschmack vieler Urban-Fantasy-Fans treffen.

Fazit:
„Eibe und das Buch der Schatten“ ist der Beginn einer interessanten neuen Urban-Fantasy-Reihe, der jedoch noch ein paar Schwächen birgt.

– Blick ins Buch –

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Geheimnisse im Leuchtturm

Daniel Herbst
Geheimnisse im Leuchtturm

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Der Schatz des Piraten

Klappentext:
Ein komischer Kriminalroman
Tom und Heike begegnen sich in einem Antiquariat. Als ein erwachsener Grobian Heike eine alte Laterne entreißen will, greift Tom ein. Sein spontanes Heldentum zahlt sich aus: Bald gehören ihm Heikes Sympathie und ein Stück Papier, das wie eine Schatzkarte aussieht und auf einen Leuchtturm in der Nähe hinweist.
Als Tom und Heike ihn im Watt durchstöbern, werden sie von der Flut überrascht: Ein abenteuerlicher nächtlicher Aufenthalt im Turm ist angesagt!
Doch im Dunkel der Nacht werden dort zu ihrem Schreck Kisten mit Schmuggelgut angeliefert, und ein zwielichtiger Fremder taucht im Leuchtturm auf!
Es ist ein reiner Glücksfall, dass Tom und Heike unentdeckt bleiben.
Wieder an Land, lässt der nächste Knüller nicht auf sich warten: In der nächsten Nacht wird die tonnenschwere Kuppel des Leuchtturms geklaut — von einer fliegenden Untertasse, behauptet ein Augenzeuge. Werden Tom und Heike das Rätsel des Leuchtturms lösen?
Keine Frage! Dafür sorgt Erfolgsautor Daniel Herbst mit dem für ihn typischen Wortwitz und Einfallsreichtum!

Rezension:
Ein kleiner Ort an der Nordsee in den 1980er Jahren. Der 16-jährige Tom verbringt hier mit seinem Vater den Urlaub. In einem Antiquariat, das wohl eher die Bezeichnung Trödelladen verdient, trifft er zufällig auf die gleichaltrige Heike, die hier zusammen mit ihrer Mutter Urlaub macht. Als ein Mann eine von Heike gerade erst gekaufte Laterne unbedingt haben will, kommt es zu einem kurzen Handgemenge, wodurch sich die Laterne öffnet. Darinnen entdecken Tim und Heike eine alte Schatzkarte. Natürlich beschließen sie, sich auf die Suche zu machen. Dass Toms Vater sich selbst verliebt hat und meist mit dieser Frau unterwegs ist, kommt Tom da natürlich sehr gelegen.
Daniel Herbst präsentiert seinen Lesern hier einen Jugend- oder besser gesagt All-Age-Krimi mit humorvollen Elementen, der zahlreiche unerwartete Wendungen bereithält. Fast alles ist eigentlich ganz anders, als es zuerst scheint. Dabei fängt der Autor das (Handy-freie) Ambiente der 1980er Jahre glaubhaft ein. Sein Schreibstil ist angenehm lesbar.
Allerdings ist dem Autor in Bezug auf die Gezeiten ein grober Logikfehler unterlaufen, der den Spaß am Lesen jedoch nicht beeinträchtigt. Als Tom und Heike gegen 17 Uhr den Leuchtturm verlassen wollen, stellen sie fest, dass sie durch die auflaufende Flut eingeschlossen sind. Erst in der Morgendämmerung können sie den Turm wieder zu Fuß verlassen. Doch da müsste natürlich gerade die nächste Flut herrschen. Gerade in der Zeit um Mitternacht, zu der logischerweise Ebbe herrschen müsste, wird der Leuchtturm jedoch von mehreren Booten angelaufen.

Fazit:
Für alle Freunde von lockeren, garantiert Leichen-freien Krimis ist „Geheimnisse im Leuchtturm“ einen Blick wert.

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