Klaftertief: II Tempelhof

Marcus Schütz
Klaftertief: II Tempelhof

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Die verschwundene Jungfrau

Klappentext:
Ein BVG-Mitarbeiter entdeckt im U-Bahnschacht der U6 eine aufgebrochene Wand. Dahinter befindet sich ein blutüberströmter Altar. Onkel Max und St. Germain reisen ins Tokay des 18. Jahrhunderts zu ORMUS und kehren als junge Burschen zurück. Prof. Weise vom Bode-Museum macht die Entdeckung seines Lebens. Kommissar Schulz weitet seine Suche nach der verschwundenen Sophia bis nach Rennes-le-Chateau in den Pyrenäen aus. Doch wie immer kommt er zu spät…
Ein spannender Krimi und Abenteuerroman, der Mittelalter und 21. Jahrhundert verbindet.

Rezension:
Seit den Abenteuern in Polen sind Jahre vergangen. Sophia hat ihren 18. Geburtstag erreicht und macht sich zusammen mit ihrem Bruder Lukas und Marek sowie ihrem Onkel Max daran, das Abenteuer von damals abzuschließen. Tatsächlich finden sie mitten im dichtbebauten Tempelhof eine geheime Kammer. Während Marek und Lukas jedoch reich belohnt zurückkehren, sind Sophia und Onkel Max zunächst verschwunden. Sophias Mutter will eine Vermisstenanzeige aufgeben, doch Kommissar Schulz glaubt Lukas natürlich kein Wort – bis ein U-Bahn-Mitarbeiter zufällig auf die unterirdische Kapelle stößt. Kommissar Schulz vermutet einen Mord, doch sind Lukas und Marek Opfer oder Täter?
Nicht nur Sophia und ihre Freunde sind erwachsen geworden, sondern auch der Erzählstil der Geschichte. War Band 1 noch ein Jugend-Fantasy-Abenteuer, haben wir es in diesem 2. Band eher mit einem Fantasy-Krimi zu tun. Leider führt das dazu, dass beide Bände nicht wie aus einem Guss wirken. Der Anfang dieses Bandes mit Rückblicken auf die 16-jährige Sophia kommt noch etwas konfus daher, doch ab der Suche nach dem verschwundenen Mädchen wird die Geschichte deutlich flüssiger. Hier beginnt sie dann auch, richtig Spaß zu machen. Autor Marcus Schütz hätte wahrscheinlich gut daran getan, diesen Stil von Anfang an zu wählen. Auch wenn der Leser zunächst besser als die Verwandten und die Polizei über den Verbleib der Vermissten informiert ist, entsteht hier schnell Spannung. Wenn sich diese Steigerungskurve im zu erwartenden abschließenden Band 3 fortsetzt, könnte dieser sich wirklich lohnen.

Fazit:
Diese Urban-Fantasy-Reise durch halb Europa bietet ein im Verlauf steigendes Niveau und bietet der noch fehlenden Fortsetzung Potential.

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Klaftertief: I Marienburg

Marcus Schütz
Klaftertief: I Marienburg

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Baphomets Brunnen

Klappentext:
In den Ferien entdecken die Teenager Sophia, Lukas und Marek in Marienburg (Polen) ein geheimnisvolles Pergament. Ein gefährliches Abenteuer beginnt. Baphomet führt die Teens in ein unterirdisches Verlies. Die in der Geisterstunde gefangenen Tempelritter stellen Sophia vor eine große Aufgabe…
Ein spannender Krimi und Abenteuerroman, der Mittelalter und 21. Jahrhundert verbindet.

Rezension:
Die 12-jährigr Sophia und ihr 2 Jahre älterer Bruder aus Berlin verbringen zusammen mit ihren Eltern den Urlaub in Polen nahe der Marienburg, wo sie den polnischen Jungen Marek kennenlernen. Nachdem sie ein altes Pergament mit mystischen Hinweisen entziffert haben, steigen sie in einen alten Brunnen, in dem sie den Schatz der Tempelritter vermuten.
Die Erzählstruktur dieses Buches richtet sich offenbar vordergründig auf Leser in Sophias Alter, was man dem Autor natürlich nicht vorwerfen kann. Doch obwohl der Schreibstil flüssig lesbar daherkommt, wirkt die Geschichte irgendwie nicht ‚rund‘. Speziell bei den Fantasy-Elementen ist oft nicht erkennbar, was Tatsache und was Phantasie der Protagonisten ist. Auch wenn zu diesem Zeitpunkt schon klar ist, dass es eine Fortsetzung gibt, und sowohl den Beteiligten als auch dem Leser bekannt ist, dass das Abenteuer weitergeht, sobald Sophia 18 ist, kommt das Ende dann doch sehr abrupt. Wie diese Fortsetzung ohne große Änderungen der Erzählstruktur mit dann erwachsenen Protagonisten funktioniert, muss sich zeigen, denn die grundlegende Handlung um den Deutschen Orden und die Tempelritter ist trotz der genannten Schwächen durchaus interessant.

Fazit:
Dieses Abenteuer, dass die Zeit der Kreuzzüge mit dem Heute verknüpft, hat leider mit ein paar erzählerischen Schwächen zu kämpfen.

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Das Erbe der Macht – 5 – Silberregen

Andreas Suchanek
Das Erbe der Macht – 5 – Silberregen

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Unterwegs im falschen London

Klappentext:
Max ist nach langem Heilschlaf erwacht. Um das erlebte Grauen zu verarbeiten, wird er zum Psychologen des Castillos geschickt. Der hat eine ganz besondere Fähigkeit, die Max‘ Seele heilen soll. Doch will dieser überhaupt geheilt werden?
Unterdessen geht die Jagd nach den Sigilsplittern weiter. Alex und Jen bekommen es mit einer noch nie dagewesenen Herausforderung zu tun. Und natürlich sind auch ihre Feinde nicht weit.

Rezension:
Max ist wach. Endlich! Die körperlichen Schäden seiner Folter sind getilgt, doch wie sieht es mit den seelischen aus? Wird er über die genau so schnell hinwegkommen? Unterdessen suchen Jen, Alex und Clara nach dem nächsten Sigil-Splitter. Die Spur führt sie mitten in eine Dimensionsfalte, wo einiges merkwürdige Wege zu gehen scheint.
In dieser Folge der „Das Erbe der Macht“-Reihe nimmt Autor Andreas Suchanek das Tempo zunächst etwas zurück und konzentriert sich auf Max’ seelischen Zustand. Dieser Handlungsstrang nimmt in diesem 5. Band einen recht breiten Raum ein und erscheint verglichen mit dem bisherigen Verlauf der Reihe relativ untypisch. Doch auch die Splitter-Suche des aus Alex, Jen und Clara bestehenden (Teil-)Teams verläuft zunächst relativ ruhig. Allerdings machen sie dabei eine überraschende Entdeckung, und schon bald gibt es an diesem Schauplatz reichlich Action. Werden sie den Sigil-Splitter finden, oder wird ihnen die Schattenfrau auch hier wieder im Weg stehen? Am Ende strebt die Handlung einem (vorläufigen) Höhepunkt entgegen – und macht auch diesmal wieder Lust auf mehr.

Fazit:
Der 5. Band der Reihe verfügt über ungewohnt viele ruhige Abschnitte, treibt die Handlung zum Ende hin jedoch auf eine Entscheidung zu.

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Das Vampirgen

Lena Wagner
Das Vampirgen

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Romanze ohne Biss

Klappentext:
Alexis Sommers hält sich für ein ganz normales Mädchen, bis sie erfährt, dass es Vampire nicht nur in Romanen, sondern auch in der Wirklichkeit gibt. Als sie sich dann noch verliebt, ist ihr Gefühlschaos komplett. Unvorhersehbare Ereignisse führen Alexis immer mehr in eine mystische, unbekannte Welt, in der sie auf einmal selbst eine wichtige Rolle einnimmt. Plötzlich erkennt sie, dass auch in dieser Welt verschiedene Mächte gegeneinander antreten …

Rezension:
Alexis ist eine ganz normale Schülerin, die mit ihrer Mutter und ihrer kleinen Schwester in Florida lebt. Zum anstehenden Schulball würde sie am liebsten überhaupt nicht erst gehen, doch da dieser Pflicht ist, nimmt sie widerstrebend die Einladung des Mädchenschwarms der ganzen Schule an. Anscheinend ist sie das einzige Mädchen weit und breit, das nicht auf diesen Jungen steht. Doch dann stößt sie in der Stadt zufällig mit einem fremden Jungen zusammen, den sie sofort unwiderstehlich findet. Dieser sie anscheinend auch. Bald merkt sie jedoch, dass mit dem Jungen irgendwas nicht stimmt, und sehr schnell ist dieser auch bereit, ihr zu gestehen, was das ist: Er ist ein Vampir.
Auch wenn Titel und Klappentext dieses Buches auf eine Vampir-Fantasy hindeuten, beinhaltet es leider 90 % Romanze und nur 10 % Fantasy. Während der Anfang der Story noch authentisch wirkt, kann man das vom weiteren Verlauf der Liebesgeschichte leider nicht mehr sagen. Außer dass ihr neuer Freund ihr von seinem vampirischen Dasein berichtet, bekommt Alexis es nur auf wenigen Seiten mit der Welt der Unsterblichen zu tun. Dieser kurze Abschnitt ist leider beinahe alles, was den Fantasy-Fan an Lena Wagners Geschichte reizen kann.

Fazit:
Viel Romanze, wenig Vampirismus – dieser Geschichte fehlt leider in großen Teilen der Biss.

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Das Amulett des Trebeta

Marie Gräff
Das Amulett des Trebeta

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Allein unter Geistern

Klappentext:
Von einem Mädchen, das keine Lust hatte, tot zu sein.
Einer Wette mit Gott.
Und dem, was geschieht, wenn Gott dem Schicksal ein Schnippchen schlägt.
Die Eifel im Februar 1817: Dorftrottel Willy bekommt unerwarteten Besuch. Sie heißt Helene, ist tot – und sie hat einen Plan. Mit Willys Hilfe will sie in ihre Heimatstadt Trier zurückkehren, um dort eine Wette mit Gott zu gewinnen.
Für den jungen Willy beginnt das Abenteuer seines Lebens. Hin- und hergerissen zwischen aufdringlichen Geistern, finsteren Prophezeiungen und dem Versuch, die Wette zu gewinnen, muss er seine ganz eigenen Kämpfe bestehen. Und sich immer wieder einer Frage stellen: Hat er die Macht, das Schicksal zu verändern, oder ist alles bereits seit Urzeiten vorbestimmt?
Historische Phantastik mal ganz anders: Frech, unkonventionell, packend. Und mit einem originellen Erzähler: Gott selbst.

Rezension:
Ein verregnetes Jahr und ein strenger Winter führen zu einer Hungersnot in der Eifel des frühen 19. Jahrhunderts. Als der Bauernjunge Willy im Wald nach Eicheln sucht, damit er und seine Familie nicht verhungern, trifft er unerwartet auf den Geist eines Mädchens namens Helene. Dieser ist überzeugt, wieder ins Leben zurückkehren zu können, wenn er eine Wette mit Gott höchstpersönlich gewinnt. Da es aber nur sehr wenige Menschen mit der Gabe, Geister sehen und hören zu können, gibt, überredet Helene Willy, sie nach Trier zu begleiten, denn genau dort müssten sie gemeinsam das Schicksal ändern, um die Wette zu gewinnen. Nach anfänglichem zögern stimmt Willy zu, denn aus Trier kam auch das letzte Lebenszeichen seines vor Jahren verschwundenen Vaters.
Alles in allem erscheint dies als ein recht ungewöhnliches Setting für einen Fantasy-Roman. Um es aber gleich vorwegzunehmen: Es funktioniert. Willy und Helene, die zunächst nur eine Zweckpartnerschaft eingehen, respektieren sich im Laufe des gemeinsamen Abenteuers immer mehr. Natürlich läuft sowohl Helenes Versuch, das Schicksal zu verändern, als auch Willys Suche nach dem Grab seines Vaters völlig anders als erwartet. Auf den Leser wartet so manche überraschende Wendung, kommt doch auch noch ein alter Wächter, der ein gefährliches Geheimnis zu hüten hat, ins Spiel. Marie Gräffs Geschichte kann den Leser nicht zuletzt durch diese Überraschungen fesseln. Lediglich die eingestreuten Zwischenkapitel, in denen Gott persönlich die Geschehnisse ironisch kommentiert, tragen zur Handlung, die sich grob an einer alten Trierer Sage orientiert, nicht viel bei und unterbrechen diese eher unnötig.

Fazit:
„Das Amulett des Trebeta“ ist ein eher ungewöhnliches Fantasy-Abenteuer, das seinen eigenen Reiz abseits des Mainstreams besitzt.

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Das Gold der Dämonen

Cedric Balmore
Das Gold der Dämonen

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Der Dämon und seine Diener

Klappentext:
Kisten voller Gold, versteckt in einer Höhle auf einer kleinen Insel in der Karibik, die nur darauf warten, geborgen zu werden. Die Aussicht auf unermesslichen Reichtum lässt 3 Männer und 2 Frauen schon vor der Ankunft auf der Insel Mordpläne schmieden, um möglichst wenig von dem Gold abgeben zu müssen. Vor allem John Proone trägt sich mit dem Gedanken, den Schatz ganz alleine zu bergen. Glühende Augen, die nachts von der Insel übers Meer blicken, sollten den Abenteurern Warnung genug sein, dass ihr Vorhaben schwierig sein würde. Als sie den Schatz schließlich finden, müssen sie feststellen, dass dieser von einem Dämon bewacht wird, der nicht bereit ist, das Gold mit den Eindringlingen zu teilen. Wenn nötig, schickt er die Toten zurück ins Leben, um sich das Gold der Dämonen von Proone zurückzuholen …
In den 70er-Jahren belebte eine neue Generation von phantastischer Literatur das in Deutschland recht angestaubte Genre, die der Heftromane. Eine Vielzahl von Reihen und Serien bot jedem Geschmack die passenden Geschichten. Das Format des E-Books macht es nun möglich, die Kleinode deutscher Pulp-Fiction ins digitale Zeitalter hinüberzuretten und einer neuen Generation von Lesern zugänglich zu machen.

Rezension:
Das alte Tagebuch eines spanischen Schiffsoffiziers berichtet von einem unermesslichen Schatz, der auf einer kleinen Karibikinsel versteckt ist. 5 recht unterschiedliche Abenteurer machen sich auf den Weg, diesen zu heben. Doch schon bevor sie ankommen, überlegen alle, wie sich dieser Personenkreis verkleinern lässt. Überleben wird nur derjenige, der den anderen zuvorkommt. Doch bald zeigt sich, dass die ‚Kameraden‘ nicht die größte Gefahr darstellen.
Cedric Balmores „Das Gold der Dämonen“ beginnt als Abenteuer-Krimi, biegt dann jedoch bald ins Fantasy- und besonders ins Horror-Genre ab. Stilistisch ähnelt es ‚Groschenromanen‘. Dabei wird jedoch nicht eindeutig erkennbar, ob es lediglich im Stil der 70er-Jahre-Heftromane verfasst wurde oder die relativ kurze Geschichte wirklich einem solchen entstammt und hier nur eine eBook-Zweitverwerdung findet. Obwohl der Klappentext schon viel vom Inhalt vorwegnimmt, bleibt die Handlung im Detail interessant, da sich der Leser natürlich fragt, wer – wenn überhaupt – überlebt, und ob es jemanden gelingt, den Dämon auszutricksen und den Schatz zumindest teilweise an sich zu bringen.

Fazit:
Ein Horror-Abenteuer-Krimi vor exotischer Kulisse für die leichte Unterhaltung zwischendurch.

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eBook

Schattenfeuer

Burkhard P. Bierschenck (Herausgeber), Petra Mattfeldt (Herausgeber)
Schattenfeuer

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Der DrachenStern-Fantastik-Preis

Klappentext:
Unwegsame Landschaften und seltsame Wesen. Rätselhafte Aufgaben und geheimnisvolle Begegnungen. Magie und Mutproben.
Ob die griechischen Versepen, die isländischen Sagas oder das Nibelungenlied – seit jeher beschäftigt sich Literatur mit abenteuerlichen und fantastischen Stoffen. Als im 20. Jahrhundert das Genre Fantasy entstand, erhielten diese alten Motive und Erzählstrukturen ein neues Gewand. Auch heute ist die Faszination für fantastische Geschichten ungebrochen und die Vielfalt der Fantasy-Stories beeindruckend, wie die vorliegende Anthologie beweist: Die hier veröffentlichten Texte haben es auf die Shortlist eines Kurzgeschichten-Wettbewerbs geschafft und zeugen von der Originalität und der Qualität zeitgenössischer Fantasy-Autoren.
„Schattenfeuer“ – die besten Fantasy-Kurzgeschichten von heute! In einer Anthologie zusammengefasst von Petra Mattfeldt und Burkhard P. Bierschenck.

Rezension:
Enthaltene Geschichten:
„Wenn der Mond im Blut erwacht“ – Wilfried Abels
„Auf die Größe kommt es an“ – Ulrich Borchers
„Die Auslöschung des Ghouls“ – Jens-Philipp Gründler
„Schwarzfeuer“ – Anke Höhl-Kayser
„Die Geburt des neuen Zeitalters“ – Jasper John
„Die Smooths“ – Simon Käßheimer
„Hoppla, eine Seele“ – Dana Lione
„Ignis“ – Valerie Loe
„Der Tempel auf der Teufelsley“ – Lyakon
„Böser Zwilling“ – Dörte Müller
„Nebelflammen“ – Patricia Rieger
„Das ewige Bernsteinfeuer“ – Barbara A. Roperts (Siegertitel des Wettbewerbs)
„Bauernopfer“ – Markus Sapel
„Warum Magier keine Familie haben“ – Boris Schneider
„Das Weibsstück“ – Angela Stoll
„Magie der alten Zeit“ – Claudia Timpen
„Merlin“ – Markus Veith
„Planet der Schmetterlinge“ – Alexander Weiz
Bereits 2015 lobte der DrachenStern Verlag den DrachenStern-Fantastik-Preis in den Kategorien Fantasy uns SciFi aus. Diese Anthologie beinhaltet alle 18 Beiträge, die es auf die Shortlist der Fantasy-Kategorie geschafft haben. Wie zu erwarten fällt die Bandbreite dabei natürlich enorm aus und reicht von märchenhaften Geschichten wie „Planet der Schmetterlinge“ über Urban Fantasy wie „Der Tempel auf der Teufelsley“ oder „Böser Zwilling“, humoristisch angelegte Geschichten wie „Warum Magier keine Familie haben“ und Jugend-Fantasy klassischen Stils wie „Auf die Größe kommt es an“ bis hin zu eher ‚abgehobenen‘ Beiträgen wie „Merlin“.
Was einem davon mehr oder weniger gefällt, hängt natürlich nicht zuletzt vom persönlichen Geschmack ab. Mir war „Merlin“ über eine Person, die rückwärts durch die Zeit lebt, beispielsweise zu surreal und „Bauernopfer“ schlichtweg unverständlich. Da fehlt jede für mich erkennbare Auflösung. Sehr gut gefiel mir dagegen „Der Tempel auf der Teufelsley“, wo der Autor eine lokale Sage als Grundlage seiner Geschichte nutzt. Mein Favorit ist zweifelslos „Auf die Größe kommt es an“. Hier leben die Menschen in Wolkenstätten, in denen jeweils entweder nur Jungen oder nur Mädchen geboren werden. Im Alter von 15 Jahren werden per Losentscheid diejenigen ausgewählt, die sich auf die lebensgefährliche Reise zu einer der anderen Städte machen müssen, um so den Erhalt der Menschheit zu sichern. Doch in der riesigen Ebene zwischen den Städten leben kaum besiegbare Drachen, die die jungen Menschen als willkommene Zwischenmahlzeit ansehen. So schaffen es jeweils nur wenige der Ausgesandten, eine der anderen Städte zu erreichen. Der Held dieser Kurzgeschichte wählt für seine Reise jedoch keine der klassischen Waffen. Stattdessen nimmt er seinen Kuscheldrachen mit.
In dieser Auswahl dürfte wohl für jeden Fantasy-Fan etwas dabei sein.

Fazit:
In dieser Anthologie wird wohl jeder Fan von Fantasy-Kurzgeschichten etwas für ihn passendes finden.

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Taschenbuch
eBook

Willkommen im Luhg Holiday

Christine Erdiç
Willkommen im Luhg Holiday

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Das Geheimnis um ‚Lugh‘

Klappentext:
Als Familie Kohlmann wegen eines vorausgesagten Schneesturms ganz spontan im Hotel Luhg Holiday einkehrt, ahnt sie noch nicht, was sie dort erwartet. In dem alten unheimlichen Haus scheint nichts mit rechten Dingen zuzugehen und schon bald finden sich die drei Kinder und ihre Eltern im unglaublichsten Abenteuer ihres Lebens wieder.

Rezension:
Die Kohlmanns wollen über Weihnachten – wie jedes Jahr – eine alleinstehende Tante besuchen. Als sie unterwegs jedoch in einen aufziehenden Schneesturm geraden, entschließen sie sich spontan, in einem einsamen Hotel zu übernachten. Doch dieses hat anscheinend nur sehr selten Gäste – kein Wunder bei dem ‚freundlichen‘ Empfang –, und auf dem neusten Stand ist die Einrichtung schon lange nicht mehr. Auf den Zimmern gibt es jeweils nur eine Schüssel Wasser zum Waschen. Als die Kinder eine nächtliche Erkundungstour unternehmen, stellen sie jedoch fest, dass sie doch nicht so ganz alleine im Hotel sind, wie sie dachten.
In Christine Erdiç’ Kurzgeschichte wird sowohl dem Leser als auch der 11-jährigen Sabrina, aus deren Perspektive die Geschichte in der Ich-Form erzählt wird, schnell klar, dass im Luhg Holiday irgendetwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Sabrina und ihr Bruder Jan beobachten auf einem nächtlichen Streifzug Wesen, die definitiv keine Menschen sind. Die Eltern und Sabrinas große Schwester wollen ihnen zunächst nicht glauben, doch schnell müssen sie einsehen, dass die Kleinen nicht lügen. Sind sie alle eventuell sogar in Gefahr? An eine schnelle Abreise ist jedenfalls nicht zu denken, da sie mittlerweile hoffnungslos eingeschneit sind.
Die Autorin erzählt ihre Urban-Fantasy-Story in relativ einfach gehaltener Sprache, was allerdings durchaus dazu passt, dass ein 11-jähriges Mädchen als Erzählerin auftritt. Trotzdem kann das unterhaltsame Weihnachtsabenteuer durchaus auch älteren Lesern gefallen, ist doch vieles überraschend anders, als es zunächst scheint.

Fazit:
„Willkommen im Luhg Holiday“ ist ein weihnachtliches Fantasy-Abenteuer für die ganze Familie.

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Im Tal der Drachen

Steeve M. Meyner
Im Tal der Drachen

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Die Welt hinter den Bergen

Klappentext:
Nach einem Unfall erwacht Tom auf einer Sandbank inmitten eines Flusses und direkt hinter ihm steht … ein riesiger Drache.
Nur um Haaresbreite entgeht er dessen Angriff. Auf der rasanten Flucht vor dem Drachen stürzt Tom von einer Gefahr in die Nächste, so dass ihm kaum Zeit zum Durchatmen bleibt. Schon bald stellt er fest, dass dieser Drache nicht das größte Problem ist. Für ihn beginnt ein abenteuerlicher Kampf um Leben und Tod auf dem ungewissen Weg nach Hause.
3. Auflage (ursprünglicher Titel: Vallis Draconis – Angriff der Drachen)

Rezension:
Tom verbringt seine Ferien – wie so oft – bei seinen Großeltern in den Bergen. Zusammen mit Peter, der ständig in dem kleinen Weiler lebt, verbringt er viel Zeit in der Natur. Als die beiden Jungen den Eingang einer Höhle entdecken, entschließen sie sich, diese heimlich nachts zu erforschen, denn sie sind sich sicher, dass weder Peters Eltern noch Toms Großeltern ihnen dieses Abenteuer erlauben würden. In der Höhle kommen sie jedoch an eine schmale Felsspalte, durch die der etwas größere Peter Tom nicht folgen kann. Kurz darauf hört Peter ein lautes Poltern, als ob etwas eingestürzt sei – und Tom ist verschwunden. Dieser wacht an einem Fluss unter freiem Himmel auf. Doch was ist das? Hier laufen und fliegen lebendige Drachen umher. Wo ist er gelandet, und wie kommt er zurück zu Peter und seinen Großeltern?
Steeve M. Meyners Kurzgeschichte führt ihren Helden Tom auf eine phantastische Reise in eine unbekannte Welt. Während das Abenteuer jedoch durchaus spannend daherkommt und dem Leser auch einige Überraschungen bietet, leidet die Hauptfigur unter einer kaum vorhandenen Charakterisierung. Viel mehr, als in der kurzen Zusammenfassung erwähnt wurde, erfährt der Leser nicht über den Jungen, dessen Abenteuer das Thema der Geschichte ist. Informationen über Peter fließen noch spärlicher. Alle anderen Personen werden nur beiläufig erwähnt, treten jedoch nicht handelnd in Erscheinung. Somit hinterlässt die Geschichte als Ganzes gesehen einen zwiespältigen Eindruck. Dem interessanten und ansprechend dargebotenen Abenteuer des jungen Helden steht leider eine schwache Personenzeichnung gegenüber.
Ergänzt wird die Kurzgeschichte durch diverse Leseproben aus anderen Werken des Autors.

Fazit:
Die Jugend-Fantasy „Im Tal der Drachen“ bietet dem Leser ein altersgerechtes Abenteuer mit leider nur (zu) blass charakterisiertem Helden.

eBook

Schergen der Verzweiflung (Lady Twilight 1)

Christian Kathan
Schergen der Verzweiflung (Lady Twilight 1)

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Visionen vom Traummann

Klappentext:
Cassandra Shade verliert unter seltsamen Umständen ihren Job und beunruhigende Visionen plagen sie fortan. Ihre Begegnungen mit geheimnisvollen Kräften und einem attraktiven Mann leiten eine Serie von Ereignissen ein, die Cassandra mit den mysteriösen »Schergen der Verzweiflung« konfrontiert. So kommt sie in Kontakt mit ihrem eigenen magischen Erbe, das sie in einen turbulenten Strudel aus knisternder Erotik, dämonischen Kräften und uralter Hexenmagie zieht.
Dies ist der erste Roman der neuen Mystery-Serie »Lady Twilight«, in der die Leser*innen an den Erlebnissen der Zwielicht-Hexe Cassandra Shade teilhaben. In »Schergen der Verzweiflung« präsentiert der Autor Christian Kathan erstmals Paranormal Romance in Serie und nimmt die Leser*innen mit auf eine hexenhaft abenteuerliche und mysteriös magische Reise.

Rezension:
Cassandra wird völlig überraschend aus fadenscheinigen Gründen gefeuert. Danach kann der Rest des Tages eigentlich nur besser werden – sollte man zumindest denken. Stattdessen bekommt sie auf dem Heimweg merkwürdige Visionen und weiß bald nicht mehr, was Traum und was Realität ist. Corey bekommt während des Trainings Besuch von einer ihm unbekannten Nonne, die eigenartige Andeutungen macht. Soll er ihrer Warnung Glauben schenken? Andrew erlitt vor kurzem einen totalen Gedächtnisverlust. Ist er wirklich ein schwer reicher Industrieller? Irgendwie fühlt sich das für ihn falsch an, doch alle scheinen ihn zu kennen. Und offenbar verfügt er über ein paar sehr bemerkenswerte ‚Geschäftsbeziehungen‘.
Schon dieser kurze Einblick in die Handlung der „Schergen der Verzweiflung“ mag durchaus etwas verwirren. Dabei sind das noch lange nicht alle Charaktere, die der Leser zuerst schwer einordnen kann. Um es vorwegzunehmen: Die meisten Rätsel werden dem Leser auch bis zum Ende dieses Buches nicht beantwortet, ist es doch ‚nur‘ der Auftaktband der neuen „Lady Twilight“-Reihe – in deren weiterem Verlauf die Auflösung der Zusammenhänge (hoffentlich) zu erwarten ist. Christian Kathan entwirft in seiner Paranormal Romance ein äußerst komplexes Handlungsgeflecht. Am Ende dieses 1. Bandes fängt der Leser gerade erst an, ein paar grundlegende Zusammenhänge zu erahnen. Genau wie die Hauptpersonen der Geschichte wird er in eine magische Welt hineingeworfen.
Auch wenn der Fantasy-Anteil (zumindest bisher) überwiegt, spielt auch die Romance keine kleine Rolle. Ob die expliziten Sexszenen, die wenig Zusammenhang zur eigentlichen Handlung erkennen lassen, nötig sind, mag Geschmackssache sein. Wen diese stören, kann sie jedenfalls bedenkenlos überblättern, ohne dabei für den Plot wichtige Informationen zu versäumen.
Trotz dieser kleinen Einschränkung macht diese Geschichte Lust auf ihre Fortsetzungen, scheint die Story doch durchaus neue Elemente abseits der im Fantasy-Genre schon oft ausgetretenen Pfade einzuführen.

Fazit:
Der Start in diese neue Fantasy- (und Romance-)Reihe bietet durchaus Potential für den weiteren Verlauf.

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