Fatebound – 1 – Bund der Verstoßenen

Bjela Schwenk
Fatebound – 1 – Bund der Verstoßenen

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Die Seiten der Magie

Klappentext:
*** Vier Gefährten. Zwei gespaltene Reiche. Eine Bestimmung***
Als Kaya ihre Heimatinsel verlässt, um zu beweisen, dass sie würdig ist, eine Erwachsene genannt zu werden, ahnt sie nicht, dass das Schicksal sie auf eine harte Probe stellen wird. Denn der Kontinent ist in Aufruhr: Barbarenhorden verwüsten das Land, die Reiche der Welt sind im Umsturz und über all dem Chaos schwebt eine Prophezeiung, so alt und unergründlich wie die Welt selbst. Zusammen mit Tkemen, einem gefallenen Ordenskrieger, Elais, einer ausgestoßenen Elfenmagierin auf der Suche nach ihrer Bestimmung, und ihrem Jugendfreund Haku, der ihre Seelenverwandtschaft zu Tieren teilt, stößt Kaya in das Landesinnere vor und die bunte Gruppe wird unversehens in ein tödliches Spiel aus Magie, Intrigen und Hass verstrickt.
Das Schicksal ruft nach ihnen. Und mit ihm eine dunkle Macht, die den Kontinent und sie selbst ins Verderben stürzen will.
Actiongeladene High-Fantasy in einer atemberaubenden Welt voller Licht, Schatten und Magie.

Rezension:
Aus Überzeugung schloss sich der junge Adlige Tkemen einem Orden an, dessen Ziel es ist, den Kaiser zu schützen. Als dieser jedoch ermordet wird und seine ehemaligen Gefährten ihn für den Mörder halten, bricht er auf, um in der Fremde Unterstützer für sein Vorhaben zu finden, den rechtmäßigen Nachfolger auf den Thron zu bringen. Unterwegs trifft er auf Kaya, die wie alle 15-jährigen ihres Volkes auf eine Initiationsreise geschickt wurde. Als sie schließlich noch auf Elais, eine Elfe, die wegen Magiegebrauchs aus ihrem Volk verstoßen wurde, und Haku, den Kaya von klein auf kennt und der wie sie auf seiner Initiationsreise ist, treffen, ist die Gemeinschaft komplett. Doch zuvor gilt es, das gegenseitige Misstrauen zu überwinden.
Da es sich bei „Bund der Verstoßenen“ um den Auftakt zu Bjela Schwenks „Fatebound“-Reihe handelt, ist es nicht allzu überraschend, dass das eigentliche Abenteuer der erst frisch gefundenen Gefährten am Ende des Bandes gerade erst beginnt. Im Gegensatz zu vielen anderen eBook-Reihen, bei denen sich der Umfang der einzelnen Bände eher an klassischen Heftromanen orientiert, hat dieses Buch mit rund 300 Seiten jedoch Romanlänge. Und obwohl viel passiert und es kaum Längen gibt, reicht der Raum nicht einmal, die Hintergründe der 4 Protagonisten vollständig darzustellen. Auch Aufbau und Motivation der verschiedenen Reiche und Völker wurden bisher nur angedeutet und sind für den Leser noch nicht gänzlich durchschaubar. Insofern ist wohl davon auszugehen, dass das komplette Setting im weiteren Verlauf der Reihe noch epische Züge annehmen dürfte.
Der Autorin gelingt es, bei ihren Lesern trotz des relativ langsamen Ausrollens der für ihn neuen Welt keine Langeweile aufkommen zu lassen. An manchen Stellen könnte man sich als Leser allerdings wünschen, Hintergrundinformationen schon zum Zeitpunkt eines Ereignisses zu kennen und nicht erst erheblich später zu erfahren. Deshalb erscheint manche Begebenheit zunächst schwer nachvollziehbar. In dieser Hinsicht besteht für die folgenden Bände noch etwas Optimierungspotenzial. Trotzdem dürfte es lohnen, diese Reihe im Blick zu behalten, da das Setting einiges Potenzial bietet und eine interessante weitere Entwicklung verspricht.

Fazit:
Der Auftakt einer Geschichte, die zu einem ausgewachsenen Fantasy-Epos werden könnte.

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Lila Winkelbaum und das Geheimnis der Zeituhr

Julian Wolf
Lila Winkelbaum und das Geheimnis der Zeituhr

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Das Geheimnis des Direktors

Klappentext:
Gleich am ersten Tag an Lilas neuer Schule steht ein Besuch im Museum auf dem Programm. Eine Ausstellung über die Zeit – wie langweilig! Doch dann wird aus dem Museum ein wertvolles Ausstellungsstück gestohlen: eine ägyptische Sonnenuhr, mit deren Hilfe man durch die Zeit reisen kann.
Lila ist sofort Feuer und Flamme, und macht sich gemeinsam mit ihrer Freundin Jane an die Aufklärung des Diebstahls. Als dann noch ein zweiter magischer Gegenstand gestohlen wird, überschlagen sich die Ereignisse. Und dann kommen auch noch die „kleinen Freunde“ ins Spiel – geheimnisvolle Wesen aus der 5. Dimension.

Rezension:
Johanna Evelyn Miranda Liliane Winkelbaum, die ihren Namen hasst und lieber nur Lila genannt werden möchte, ist neu auf dem Gymnasium und kennt die meisten ihrer Mitschüler noch nicht. Trotzdem ist sie sich mit ihnen einig, dass die Sonderausstellung zum Thema „Zeit“, die die Lehrerin mit ihnen besucht, ziemlich langweilig ist. Das ändert sich allerdings schlagartig, als der Museumsdirektor, der die Klasse höchstpersönlich führt, den Diebstahl des Prunkstücks der Ausstellung, einer altägyptischen Zeituhr, welche der Legende zufolge Zeitreisen ermöglichen soll, bemerkt. Lila und ihrer neuen Freundin Jane fallen einige Unstimmigkeiten auf. Sie beschließen, selbst Nachforschungen anzustellen. Schnell wird der Museumsdirektor selbst zu ihrem Hauptverdächtigen.
Dass sich Julian Wolfs Detektivabenteuer hauptsächlich an junge Leser wendet, machen schon Cover und Klappentext deutlich. Anders als letzterer vermuten lässt, spielen Fantasy-Elemente in diesem Buch jedoch nur eine untergeordnete Rolle. Der Fokus liegt eindeutig auf der Suche der beiden Mädchen nach dem gestohlenen historischen Artefakt. Der recht geradlinige Erzählstil ist dabei wohl dem anvisierten Alter der Zielgruppe zuzuschreiben. Die wahren Zusammenhänge des Diebstahls sind trotzdem raffiniert ausgetüftelt und führen – wie bei Detektivstories üblich – zuerst auf diverse falsche Fährten. Leider trüben ein paar Logiklücken den ansonsten guten Eindruck der Geschichte etwas. Ob diese Lesern in Lilas Alter (etwa 10 Jahre) allerdings überhaupt auffallen, muss offenbleiben.

Fazit:
Ein spannendes, mit Fantasy-Elementen angereichertes Detektivabenteuer für junge Leser.

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Die Artuslinde

Manuela O. Tietsch
Die Artuslinde

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Artusʼ Wunsch

Klappentext:
Zutaten:
1 Comiczeichnerin aus dem 21. Jahrhundert
1 zauberkräftige Linde*
1 Artusritter*
1 Wahre Liebe
je 1 Prise Freude und Leid
1 Zauberer, Merlin*
*aus biologischem Anbau
Zubereitung:
Den Lieblingsplatz aufsuchen, schöne Musik einschalten.
Die angerichteten Zutaten Zeile für Zeile, Seite für Seite lesen und genießen.
Warnung:
Nicht zu schnell verschlingen, es besteht Suchtgefahr.

Rezension:
Den Klappentext dieses Buches kann man wohl eindeutig als unkonventionell bezeichnen. Da stellt sich natürlich die Frage, was man davon erwarten kann. Manuela O. Tietsch schickt ihre „Comiczeichnerin aus dem 21. Jahrhundert“ per Zeitreise in Artusʼ Zeit, wo sie auf den (garantiert ohne Kunstdünger aufgezogenen) Ritter trifft. Dann kommt auch schon Zutat Nummer 4 ins Spiel. Mit anderen Worten: Diese Zeitreise-Fantasy entpuppt sich als Romantasy. Die Rolle eines schottischen Schreiners (aus dem 21. Jahrhundert), der zwischendurch immer wieder in kurzen Zwischenkapiteln auftaucht, stellt sich erst ganz am Ende heraus.
Aber der Reihe nach: Die gerade arbeitslos gewordene Comiczeichnerin Helene macht mit dem Rad einen Ausflug. Eine hinter einer dichten Hecke verborgene Lichtung mit einer majestätischen Linde bietet an dem warmen Tag die ideale Möglichkeit zur Rast. Helene schläft ein – und als sie wieder aufwacht, hat sich die Welt außerhalb der Lichtung radikal verändert. Nicht nur, dass ihr Fahrrad verschwunden ist, scheinen die merkwürdig gekleideten Menschen, denen sie begegnet, vor ihr und ihrem Auftreten Angst zu haben. Als ihr schließlich auch noch gerüstete Ritter über den Weg reiten, begreift Helene, dass hier etwas ganz und gar nicht stimmt. Ein durch Verletzungen entstellter Burgherr nimmt sich schließlich Helenes an. Dieser stellt sich als Gefolgsmann des berühmten Artus heraus. Helene erfährt, dass auch Merlin tatsächlich an dessen Hof lebt. Wer, wenn nicht der, könnte ihr helfen, wieder in ihre eigene Zeit zurückzukehren? Nachdem sie sich in ihren Retter verliebt, ist sie sich jedoch plötzlich nicht mehr sicher, ob sie das überhaupt will.
Wie bereits erwähnt, trifft Romantasy hier auf Zeitreise-Story. Zumindest letztere kann einige interessante Ideen vorweisen, bei denen sich die Protagonistin durch ein Abenteuer in einer ihr fremden Umgebung kämpfen muss. Das ergibt eine durchaus interessante Handlung mit einigen spannenden Wendungen. Allerdings tritt der Romantik-Aspekt zwischendurch immer wieder in den Vordergrund. Ob man das mag, ist natürlich vor allem Geschmackssache. Der gelungene Stil der Autorin kann jedoch auch dieser Zutat eher abgeneigte Leser bei der Geschichte halten.

Fazit:
Ein interessantes Zeitreise-Abenteuer im Umfeld von Artus und Merlin, das von romantischen Verwicklungen überlagert wird.

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Manchmal geht man für immer

Gabriele Kiesl
Manchmal geht man für immer

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Das fehlende Winken

Klappentext:
„Manchmal geht man für immer und manchmal kündigt es sich auch an.“
Klara will sich vom Alltagsstress freimachen und beschließt, sich endlich wieder mehr Zeit für die Menschen zu nehmen, die sie liebt. Anfangen will sie gleich heute noch mit ihrer Großmutter. Denn es gibt da schon lange diese eine unbeantwortete Frage. Doch die Frage reißt alte Wunden auf – ist Klara auf die Antwort vorbereitet?

Rezension:
Klaras Großmutter hat eine Theorie, woran beim Abschied erkennbar ist, ob man den Verabschiedeten wiedersehen wird. Klara kann ihr zwar nicht so ganz glauben, doch immerhin erklärt es eine Äußerung, die die Oma vor langer Zeit machte.
Gabriele Kiesls Kurzgeschichte ist genremäßig nicht einfach einzuordnen. Auch wenn der Verlag sie auf dem Cover der Kategorie „Spannung“ zuordnet, kommt diese eigentlich kaum auf. Eher erscheint die Geschichte über längere Teile fast schon philosophisch, wenn die Großmutter ihrer Enkelin über ihre beiden verstorbenen Ehemänner berichtet. Eine Überraschung gibt es erst ganz am Ende. Durch den guten Stil der Autorin eignet sich dieser booksnack durchaus als unterhaltsame Pausenlektüre.

Fazit:
Philosophische Gedanken einer alten Frau mit überraschendem Ende.

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