Agalstra

Anna Herzog
Agalstra

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Die verfluchen Kostüme

Klappentext:
»Das Porträt unterschied sich in nichts von den anderen. Etwas aber hielt Merles Blick gefangen – und das waren die Augen der jungen Frau. Sie lebten. Merle wandte sich noch einmal um und erschrak: Sie sah ihr nach! Die Frau auf dem Bild sah ihr nach!«
Durch die Mauern der alten Burg, wo Merle an einem Theater-Workshop teilnimmt, weht ein geheimnisvolles Wispern – sicher der Geist der Vergangenheit! Als Merle und ihre Freunde antike Kostüme von magischer Schönheit finden, beschließen sie, ein Stück aus einer längst vergangenen Zeit aufzuführen. Doch etwas Unheimliches liegt in der Luft: Warum überfällt Merle solch ein namenloses Grauen, wenn sie dem Burgherrn begegnet, dem alten Grafen? Warum gelingt ihnen alles wie von Zauberhand, sobald sie die Theaterkleider tragen? Und ist es wirklich noch ihr eigenes Stück, das sie da proben – oder ist es das uralte, grausame Spiel der Kostüme?

Rezension:
In den Ferien nimmt Merle zusammen mit ihrem kleinen Bruder an einem Theater-Workshop auf einer alten Burg teil. Nachdem sich schon bei der Ankunft Streit zwischen eher ‚vornehmen‘ Teilnehmern und den ‚Normalos‘ wie Merle anbahnt, werden 2 Gruppen gebildet, die jeweils ein eigenes Theaterstück erschaffen und am Ende aufführen sollen. Auf das Gewinnerteam warten Edel-Smartphones als Preis. Nachdem das Team um Merle und den sehr verschlossen wirkenden Wladimir zuerst eher planlos ist, finden sie beim heimlichen Herumstöbern im privaten Wald des Grafen, dem die Burg gehört, einen alten Eiskeller und darinnen eine Truhe mit Kostümen, die ihnen merkwürdigerweise wie maßgeschneidert passen. Sobald sie diese tragen, scheinen die alten Kleidungsstücke jedoch die Kontrolle über ihre Träger zu übernehmen. All das scheint im Zusammenhang mit einer lange vergessenen Tragödie zu stehen.
Bei Anna Herogs Jugendbuch mit Fantasy-Elementen liegen Licht und Schatten eng beieinander. Besonders gelungen erscheinen die Protagonisten, die in ihrer Darstellung, ihrem Handeln und ihrer Sprache sehr authentisch wirken. So kann man sich Kinder/Jugendliche in dem Alter (siehe unten) gut vorstellen. Auch die Handlung baut sich interessant auf und entwickeln im Verlauf eine sich ständig steigernde Spannung.
Auf der Negativliste stehen dagegen recht viele unbeantwortete Fragen sowie einige sehr konstruiert wirkende Handlungselemente. Um nur ein paar Beispiele zu nennen: Außer von Merles kleinem Bruder erfährt der Leser von keinem der Protagonisten das Alter. Lediglich aus einzelnen Handlungselementen kann man vermuten, dass sie wohl mindestens um die 12 Jahre alt sein müssen, eher sogar noch etwas älter. Merle fährt aber nur mit, weil ihr noch nicht ganz 7-jähriger Bruder die Teilnahme am Theater-Workshop bei der Tombola in seiner Grundschule gewonnen hat und der Vater ihn nicht alleine fahren lassen will. Wieso sollte in einer 1. Klasse aber eine Ferienaktivität verlost werden, die sich eigentlich an deutlich ältere Teilnehmer richtet? Außerdem gibt es im Buch immer wieder Textabschnitte in weißer Schrift auf schwarzem Grund, in denen sich die anscheinenden Strippenzieher der Vorfälle unterhalten. Bis zum Ende wird jedoch nicht aufgeklärt, wer beziehungsweise welche ‚Wesen‘ das eigentlich sind. Auch die Motivation des Grafen wird nie aufgeklärt.
Äußerst positiv muss dagegen die Gestaltung des Buches hervorgehoben werden. Normalerweise gehe ich selten auf Cover und sonstige Gestaltung der Bücher ein, aber hier muss es sein, denn dieses Buch ist ein echter ‚Hingucker‘. Das Cover ist in einem dunklen Metallic-Look gehalten, der eine Bühne darstellt. Der Mittelteil der Bühne ist ausgestanzt, sodass auf dem hinter dem Cover liegenden Blatt eine Landschaftsszene zu sehen ist. Komplettiert wird diese aufwändige Optik durch ein silbernes Lesebändchen.
Auch wenn der Verlag das Buch für Leser ab 10 Jahren empfiehlt, halte ich dies für deutlich zu jung angesetzt. Sowohl die Sprache als auch der Handlungsaufbau dürften die meisten Leser dieses Alters überfordern.
Die interessante Handlung und die sehr authentisch gelungene Charakterdarstellung der Hauptpersonen dieser jugendlichen Urban-Fantasy-Geschichte führen dazu, dass ich trotz der genannten Mängel einen positiven Gesamteindruck des Buches gewann und es Genre-Fans durchaus empfehlen kann.

Fazit:
Dieses Urban-Fantasy-Jugendbuch punktet mit sehr realistischen Charakteren und einer äußerst aufwändigen Gestaltung.

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„Lord Breakinghams Geheimnis“, der schon in seiner bisherigen Fassung von Rezensenten gelobte Jugendroman um einen Jungen, der unerwartet auf ein Internat gehen muss und Schockierendes über seine eigene Herkunft erfährt, ist in einer überarbeiteten Neuauflage erschienen. Ein Entwicklungsroman über den Wert der Freundschaft.
Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://lordbreakingham.wordpress.com/
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