Der Prinz der Zwerge – 1 – Orens Reise

Kian Talyn
Der Prinz der Zwerge – 1 – Orens Reise

Familiäre Fragen

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Klappentext:

Chilwell, 1918. Eine Explosion zerreißt die Nacht. Als der Rauch sich lichtet, ist Orens Mutter ver­schwun­den. Zwi­schen Trümmern, Funken­regen und ver­zwei­felten Rufen sieht Oren etwas, das sonst nie­mand wahr­nimmt: ein gol­denes Leuchten.

Getrieben von der Hoffnung auf Antworten kehrt er gemeinsam mit seinem besten Freund Finch zur zer­störten Fabrik zu­rück. Dort stoßen sie auf ein Portal – und werden nach Lúmir ge­zogen: eine Welt aus sma­rag­dgrünen Wäldern, leuch­tenden Zwer­gen­städten und ur­alter Magie. Schmie­de­hämmer er­klingen, Le­genden leben – und Ge­heimnisse warten.

Doch Lúmir ist kein Zufall. Diese Welt kennt Oren. Und sie fordert ihn heraus. Je tiefer er in ihre Ge­schichte ein­taucht, desto klarer wird: Das Ver­schwin­den seiner Mutter, Lúmirs Schicksal und seine eigene Her­kunft sind un­trenn­bar mit­ein­ander ver­bunden.

Der Prinz der Zwerge – Orens Reise ist der Auftakt einer epischen Trilogie über Freund­schaft, Hoff­nung und den Mut, den ei­genen Weg zu ge­hen – auch wenn er durch zwei Welten führt.

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Rezension:

1918, 1 Weltkrieg. Im kleinen britischen Chilwell ist eine Munitionsfabrik nahe­zu der einzige Ar­beit­geber. Auch die Mutter des 12-jäh­rigen Oren ar­beitet dort. Als es in der Fabrik zu einer Ex­plosion kommt, ver­schwindet die Mutter spur­los, doch Oren sieht ein eigen­artiges Leuchten, dass sonst nie­mand wahr­nimmt. Als er sich mit seinem besten Freund hin­schleicht, werden sie in ein Portal ge­zogen, dass sie nach Lúmir bringt – eine Welt, die schon auf Oren zu warten scheint …

So beginnt Kian Talyns Jugend-Urban-Fantasy-Trilogie. Nach der Weltenreise der beiden Freunde geht der Urban-Fan­tasy-Cha­rakter der Ge­schichte aller­dings nahezu ver­loren. Unsere Welt spielt im wei­teren Ver­lauf prak­tisch keine Rolle mehr, und es zeichnet sich ab, dass es sehr wahr­schein­lich auch in den Fort­setzungen so bleiben dürfte. Das weitere Ge­schehen führt in die fremde Welt und deren Macht­ver­hältnisse ein, wobei sich heraus­stellt, dass der junge Prota­gonist weitaus mehr mit dieser Welt zu tun hat, als er ahnt. Der Reihen­titel „Der Prinz der Zwerge“ deutet es an. Wie im Genre üblich, warten auf Oren einige Über­ra­schungen und Aben­teuer. Die Story wird, sieht man von ein paar Er­innerungen und Er­zäh­lungen anderer Cha­raktere ab, recht gerad­linig er­zählt. Neben­hand­lungen fehlen nahezu voll­ständig. Eine emo­tionale Bindung ent­steht zu den meisten Cha­rakteren kaum, sodass auch Todes­fälle eher neben­bei ab­ge­handelt und kaum in der Wir­kung auf die Zu­rück­ge­bliebenen be­leuchtet werden. Stets geht es schnell zur Haupt­geschichte zu­rück und das Ge­schehene wird als er­ledigt ab­ge­hakt. Am Ende des Bandes bleibt weit­gehend offen, wo­rum es in den beiden fol­genden Bänden gehen könnte.

Der Autor erzählt aus der Ich-Perspektive seines jungen Protagonisten.

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Fazit:

Diese jugendliche Weltenreise-Fantasy konzentriert sich ganz auf die Erlebnisse des 12-jäh­rigen Prota­gonis­ten.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nun unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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Album von Berlin, Charlottenburg und Potsdam

Reprint eines Bildbands aus den 1910ern
Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://rezicenter.blog/2020/01/28/bilder-aus-altbayern-reprint-eines-bildbands-von-1918/

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Eliot Holtby und das Universum der Vergangenheit

Marc Rosenberg
Eliot Holtby und das Universum der Vergangenheit

Das Geheimnis des Butlers

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Klappentext:

In der Silvesternacht des Jahres zu seinem dreizehnten Geburtstag erfährt Eliot die ganze Wahr­heit über seine Her­kunft. Kurz vor ihrem Tod hatte seine Mutter einige ihrer ma­gischen Kräfte auf ihn über­tragen und Eliot mit einem Schutz­bann be­legt, der je­doch in dieser Nacht er­lischt. Genau diese Kräfte sind es, die seine Tante Eu­phemia LaCroix um jeden Preis be­gehrt, und aus die sie ab sofort Jagd machen wird.

Gemeinsam mit seinen Gefährten, dem blinden Florens Frogs und seiner sprechenden Schild­kröte Mr. Touch­down, be­gibt sich Eliot in die sagen­um­wobene Paral­lelwelt Chil­verse, wo ihn das Aben­teuer seines Lebens er­wartet …

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Rezension:

Eliot wächst bei seinem Ziehvater im Zirkus auf. Von seinen Eltern weiß er nur, dass diese kurz nach seiner Ge­burt starben. Erst in der Sil­vester­nacht vor seinem 13. Ge­burtstag er­fährt er die Hin­ter­gründe: Seine Mutter war eine mächtige Hexe, die in ihrem neu­ge­borenen Sohn mächtige Kräfte ‚ver­steckte‘, um diese vor ihrer bös­artigen Schwester zu ver­bergen. In dieser Nacht werden die Kräfte aller­dings frei­gesetzt und Tante Eu­phemia nimmt die Jagd auf ihren Neffen auf. Dem bleibt nichts anderes übrig, als zu­sammen mit seinem besten Freund, dem blinden Florens, und seiner Schild­kröte, vor der er ge­rade erst er­fahren hat, dass sie sprechen kann, in die Paral­lelwelt Chil­verse zu fliehen.

Mit diesem mit seinen 520 Seiten nicht gerade dünnen Buch startet Marc Rosen­berg in eine ju­gend­liche Urban-Fan­tasy-Reihe. Letzteres wird aller­dings erst zum Ende des Buches wirklich klar. Zu­vor ging ich davon aus, es würde sich um einen Einzel­band handeln. Erst als immer weniger Seiten übrig blieben, wurde klar, dass der Prota­gonist auf diesen nicht mehr alle Auf­gaben (das Auf­finden von 7 Arte­fakten) ab­ar­beiten konnte. Der Prota­gonist ist wie so oft in diesem Genre ein Junge, der seine eigenen Hin­ter­gründe (noch) nicht kennt. Diese werden ihm und dem Leser hier aller­dings recht schnell be­kannt ge­macht. Zum Team um ihn, seinen Freund und der intelli­genten Schild­kröte stößt in Chil­verse noch das etwa gleich­altrige Mädchen Abi­gail. In dieser Paral­lelwelt und später auf einer Zeit­reise ins Paris des Jahres 1900 er­leben sie zu­sammen tur­bulente und ge­fähr­liche Aben­teuer. Die Fan­tasy-Ele­mente ten­dieren teil­weise schon in Richtung mär­chenhaft. Aller­dings kann man auch ein paar Logik­lücken ent­decken, die sich nicht mit Fan­tasy er­klären lassen. So kann sich der Prota­gonist – ob er und seine Freunde eigent­lich Nie­der­ländisch oder Eng­lisch sprechen wird nie ge­klärt – bei­spiels­weise nach seiner An­kunft im alten Paris mühelos ver­stän­digen und auch Leute ver­stehen, denen er nur zu­hört. Später wird je­doch er­wähnt, dass er kein Fran­zösisch be­herrscht. In welcher Sprache haben sich die ganzen Fran­zosen in Eliots Um­feld denn unter­halten? Das tut dem po­sitiven Ge­samt­eindruck je­doch keinen Ab­bruch. Auf die Fort­setzungen darf man also ge­spannt sein.

Der Autor erzählt aus wechselnden Perspektiven. Kapitelvignetten von Bianca Falter­meyer er­gänzen die Ge­schichte.

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Fazit:

Dieser erstaunlich umfangreiche 1. Band führt in eine vielversprechende jugend­liche Urban-Fan­tasy-Story hinein.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nun unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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Reprint eines Bildbands aus den 1910ern
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Die Schule der Abenddämmerung – 1

Robert Köhnen
Die Schule der Abenddämmerung – 1

Das Medaillon

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Klappentext:

Dunkle Magie. Ein grausamer Mord. Und ein Zeuge, der selbst zur Zielscheibe wird.

An der Schule der Abenddämmerung wird nicht nur edle Magie gelehrt – sondern auch die dunk­len Künste, die besser in Ver­gessenheit ge­raten wären. Maidin hatte nie vor, diese Aka­demie zu be­treten, doch als die Zau­berer seine ver­borgenen Fähig­keiten ent­decken, wird er ge­gen seinen Willen dorthin ge­bracht.

Dort wird er Zeuge, wie ein angesehener Lehrer brutal ermordet wird. Plötzlich steht Maidin auf der Ab­schuss­liste eines über­mäch­tigen Gegners. Ein­schüch­terungen, Drohungen, ma­gische Fallen – es gibt viele Wege, je­manden in einer Schule voller skru­pelloser Magier zum Schweigen zu bringen. Wenn er über­leben will, muss er das Motiv des Mordes auf­decken und den wahren Täter ent­larven – bevor dieser ihm zu­vor kommt.

Ein düsterer Fantasythriller voller Magie, Intrigen und tödlicher Geheimnisse – perfekt für Fans von Dark Aca­demia, ge­fähr­lichen Ver­schwörungen und ma­gischer Spannung.

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Rezension:

Als bei ihm magische Fähigkeiten entdeckt werden, muss Maidin die Schule der Abend­däm­merung be­suchen. Schon kurz nach seinem Ein­treffen beo­bachtet er je­doch einen Mord. Da er be­fürchten muss, vom Mörder be­merkt worden zu sein, fürchtet er um sein Leben. Und das auf einer Schule, an der auch dunkle Magie bis hin zur Nekro­mantie unter­richtet wird. Trotz­dem ver­sucht Maidin zu­sammen mit neu­ge­won­nenen Freunden den Mörder zu über­führen. Doch schnell kris­tallisieren sich auch Feinde heraus.

Robert Köhnen siedelt seine Fantasy-Reihe an einer magischen Akademie an, und doch unter­schei­det sich die Ge­schichte in vielem von anderen Fan­tasy-Stories an der­artigen Schulen. Das fängt schon damit an, dass wir es hier nicht mit Kindern, sondern eher mit jungen Er­wachsenen zu tun haben. Aller­dings kann man das nur aus Details wie dem ent­nehmen, dass manche Schüler schon Bärte tragen. Kon­kretere Alters­angaben fehlen leider komplett. Auch handelt es sich hier um keine Urban Fantasy, wie es bei Hand­lungen an ma­gischen Schulen meist üblich ist. Andere Hand­lungs­elemente ent­sprechen eher den an dieses Sub-Genre ge­kop­pelten Er­war­tungen: Der Prota­gonist Maidin be­kommt es mit freund­lichen wie auch mit bös­artigen Lehrern zu tun und ge­winnt unter den anderen Schülern so­wohl Freunde als auch er­bitterte Feinde. Na­türlich muss er zu­sammen mit seinen Freunden auch lebens­ge­fährliche Aben­teuer be­stehen. So­weit liest sich die Ge­schichte gut und ver­spricht für die Fort­setzungen Po­tenzial. Was leider weniger über­zeugen kann, ist die Aus­ar­beitung des Um­felds. Über die Welt, in der sich die Schule der Abend­däm­merung be­findet, er­fährt der Leser so gut wie nichts. Selbst die Hinter­gründe des Prota­gonis­ten bleiben weitest­gehend im Dunklen, die seiner neuen Freunde werden kaum an­ge­deutet. Speziell am Anfang fühlt man sich etwas in die Hand­lung hinein­geworfen. Hinzu kommen ein paar Logik­schwächen. So muss Maidin bei­spiels­weise wegen seiner Fähig­keiten die Aka­demie be­suchen. Wie passt es dazu, dass Schülern der Hinaus­wurf an­ge­droht wird? Das wäre doch die ideale Mög­lichkeit, den Zwangs­besuch der Schule zu be­enden.

Trotz der genannten Schwächen kann einen die Handlung packen und damit den Wunsch, die Ge­schichte weiter­zu­ver­folgen, wecken.

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Fazit:

Eine gutes und spannendes Fantasy-Abenteuer, bei dem Umfeld und Hintergründe leider sehr blass bleiben.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nun unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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Album von Berlin, Charlottenburg und Potsdam

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Im Auge des Drachens – 1 – Seelenfeuer

Anett Krause
Im Auge des Drachens – 1 – Seelenfeuer

Die ungeliebte Tochter

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Klappentext:

In einer Zeit voller vergessener Wesen und Drachen, erblickt ein besonderes Kind das Licht der Welt. Als Enkel­tochter eines gna­den­losen Königs, wächst Cas­sandra erst ein­mal in ge­sicherten Ver­hält­nissen auf, er­lebt aber schnell die Ab­lehnung und den Zorn, über ihre un­ge­wollte Existenz, durch die eigene Mutter. Selbst mit einer seheri­schen Gabe ge­boren, wird sie von kleinauf, ohne es an­fangs zu ahnen, von ihrer Seelen­ver­wandten Osmaya, einem Drachen und ihrer Ur­groß­mutter und deren Be­gleiter vor dem Hass der Mutter be­schützt. Oft ent­kommt sie nur knapp den Fängen des Todes. Im krisen­ge­schüttelten Land Domia, das durch einen Bruder­krieg ge­teilt wurde, tobt in­zwischen der Kampf um die Macht. Die Drachen, wie auch die Gnome, Feen und Elfen, die vom König Shaitan ge­ächtet und ver­folgt werden, suchen den­noch nach einem Weg, dem Volk von De­moria das große Leid eines er­neuten Krieges zu er­sparen. Im Ge­heimen werden, über ein großes Netz­werk Gleich­ge­sinnter, Pläne ge­schmiedet, um die Position De­morias zu stärken und damit auch das Leben Cas­sandras zu schützen. Und so finden In­trigen, Ge­walt und Miss­brauch in diesem Buch ebenso ihren Platz, wie Freund­schaft, Liebe und Selbst­losigkeit.

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Rezension:

Schon bei Cassandras Geburt wird klar, dass ihre Mutter, die Tochter des Königs, sie nicht liebt. Ein Wunsch­kind ist Cas­sandra de­finitiv nicht, was auch daran liegt, dass sie nicht die Tochter des Mannes ihrer Mutter ist – der das je­doch nicht ahnt. So wächst sie un­ge­liebt auf. Ihre Amme und spä­teres Kinder­mädchen ist die einzige, der Cas­sandra wirklich ver­traut.

Anett Krause startet mit der Geburt ihrer eigentlichen Protagonistin in ihren Fan­tasy-Mehr­teiler. Darin liegt wohl auch be­gründet, dass über weite Teile dieses Bandes eher die Mutter des Mäd­chens, Prin­zessin Des­de­mona, im Fokus der Ge­schichte steht. Die schwie­rigen Fa­milien­ver­hält­nis­se und der Druck ihres Vaters, des Königs, sind wohl (zu­mindest teil­weise) auch der Grund für Des­de­mona kom­plizierte Per­sön­lichkeit, die zu feh­lender Liebe und sogar grober Gewalt ge­gen­über ihrer Tochter führen. Die Fan­tasy-Ele­mente sich vor­erst eher de­zent und kommen nur in we­nigen Szenen und von dieser un­be­merkt mit der jungen Prota­gonis­tin Cas­sandra in Be­rührung. Dieser 1. Band deckt die Zeit­spanne von ihrer Ge­burt bis zu ihrem 7. Lebens­jahr ab. In dieser Zeit durch­läuft das König­reich, aber auch das Leben ihrer Mutter tief­greifende Ver­änderungen. Das Mäd­chen ist in die meisten je­doch nur am Rande in­volviert. Am Ende des Bandes zeichnet sich schon ab, dass die Prota­gonis­tin im wei­teren Ver­lauf des Ge­schehens deut­licher in den Fokus der Ge­schichte rücken dürfte. Wohin sich Cas­sandras Leben ent­wickelt und in welcher Form die Dra­chen (wahr­scheinlich) stärker ins Ge­schehen ein­ge­bunden werden, ver­spricht interes­sant zu werden.

Die Autorin erzählt ihre Geschichte aus einer auktorialen Perspektive.

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Fazit:

Im 1. Band dieses Fantasy-Epos steht die eigentliche Protagonistin überraschend selten im Fokus des Ge­schehens.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nun unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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Until We Shatter

Kate Dylan
Until We Shatter


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Übersetzung: Katharina Diestelmeier

Farbnuancen

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Klappentext:

Eine verzweifelte Diebin, ein unmöglicher Raub – Überleben oder Zersplittern

Cemmy ist ein Halbschatten und wird von zwei Seiten gejagt: von der Kirche wegen ihrer ma­gischen Kräfte, und vom Rat der Schatten, weil sie Macht aus der Schatten­welt zieht, dem Grau, das am Rand der Stadt lauert. Sie schlägt sich als Diebin durch, bis sie in eine Falle tappt und ge­zwungen ist, einen Deal mit einem Schatten­rebellen ein­zu­gehen. Ge­mein­sam mit Chase – attrak­tiv, ge­fährlich und un­durch­schaubar – soll sich Cemmy ins Grau wagen und ein mäch­tiges Relikt stehlen. Ge­fangen zwi­schen zwei Welten, Schatten und Licht, Lügen und Ge­heim­nissen, muss Cemmy ihre Angst vor dem Grau über­winden, die Mission über­leben … und sich nicht von Chaseʼ sil­bernen Augen ab­lenken lassen.

Enemies-to-Lovers Fantasy Romance in einer Welt voller Farbmagie und Schatten

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Rezension:

Cemmy ist ein Halbschatten, wie er entsteht, wenn sich ein magisch be­gabter Mensch, ein Schat­ten, mit einem nicht ma­gisch be­gabten fort­pflanzt. Halb­schatten werden von den Nicht­magiern, ins­be­sondere der Kirche, wegen ihrer Magie ver­folgt, je­doch auch vom Rat der Schat­ten, weil sie ihre Kräfte aus dem Grau ent­nehmen. Cemmy lebt als Diebin, die sich ihre Kräfte zu­nutze macht. … bis sie und ihre Freunde eines Tages zu einer ver­rückten Mission er­presst werden.

Kate Dylan siedelt ihr Fantasy-Abenteuer in einer Welt an, die man vielleicht mit unserem realen 18. bis frühen 19. Jahr­hundert ver­gleichen kann. Die Exis­tenz von Ma­giern, die hier Schat­ten ge­nannt werden, ist all­ge­mein be­kannt, je­doch be­sonders von der Kirche ge­hasst. Diese würde die Schat­ten nur zu gerne aus­rotten, doch fehlen ihr die Mög­lich­keiten dazu. Noch mehr sind ihr je­doch die Halb­schatten, Misch­linge aus nor­malen Men­schen und Schat­ten, ver­hasst, da diese von man­chen na­türlichen Ein­schränkungen, denen Schat­ten unter­liegen, nicht be­troffen sind. Auch den Schat­ten sind Halb­schatten je­doch ver­hasst, da diese an­geblich der ma­gischen Welt Energie ent­ziehen. Genau in diesen Zwie­spalt ge­raten die 20-jährige Prota­gonis­tin und ihre Freunde, als sie er­presst werden, etwas zu stehlen, dass die ma­gische Welt zer­stören könnte. Dass die Prota­gonis­tin einen der Er­presser sehr attraktiv findet, passt zur Be­zeich­nung „Enemies-to-Lovers Fan­tasy Ro­mance“, unter der das Buch ver­marktet wird. Aller­dings wird diese Be­ziehung nie so vor­herr­schend, wie man bei diesem Lable be­fürchten könnte. Die Hand­lung um die Pro­bleme der Halb­schatten und den er­zwungenen Coup bleibt stets das be­herr­schende Ele­ment. Die An­nä­herung zwi­schen den beiden Cha­rakteren tritt nie störend in den Fokus. Viel­mehr liegt der Schwer­punkt auf den Ge­heim­nissen des Magie-Sys­tems, die auch Ge­wohn­heits-Fan­tasy-Lesern Neues bieten können.

Die Autorin überlässt es durchgängig ihrer Protagonistin Cemmy, in der Ich-Form zu er­zählen.

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Fazit:

Dieses Fantasy-Abenteuer mit Romantasy-Elementen kann vor allem mit seinem interes­santen Magie-System über­zeugen.

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Tilly Blich ermittelt – 2 – Der Tod wischt mit

Andreas Suchanek
Tilly Blich ermittelt – 2 – Der Tod wischt mit

Die Spur der gestohlenen Pfeife

Klappentext:

Tilly Blich beseitigt nicht nur Schmutz – sie deckt auch mörderische Geheimnisse auf!

Tilly Blich könnte eine Pause gebrauchen. Doch als Eigentümerin der Reinigungsfirma »Plitz und Blank« bleibt ihr kaum eine ruhige Minute – und jetzt droht auch noch die Steuer­prüfung. Dass ihr Vor­gänger so ur­plötzlich ver­schwunden ist, macht die Sache nicht ein­facher. Tillys nächster Auf­trag führt sie zur Schule von Unter­tann­bach. Doch gegen den er­mordeten Di­rektor in der Sport­halle kommt auch das stärkste Putz­mittel nicht an. Kriminal­haupt­kommissar Stubs sieht seine Chance, es Tilly zu zeigen, und ein Wett­rennen um Er­mittlungs­ergebnisse be­ginnt. Schnell wird klar, dass es hinter den Kulissen der Schule ge­waltig brodelt: Ge­heim­nisvolle Affären, über­motivierte Eltern und unter­bezahlte Lehrer halten Tilly und ihre Helfer Gerdy, Leon und Antonia auf Trab. Werden sie es schaffen, den Täter zu ent­larven, be­vor er erneut zu­schlägt?

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Rezension:

Mit der Aufklärung eines Mordes hat Putzfrau und Reinigungsfirma-Inhaberin Tilly Blich in ihrem neuen Heimat­städt­chen eine ge­wisse Be­rühmtheit er­langt. An ihren Pro­blemen ändert das aller­dings wenig: Ihrer Firma fehlen Kunden, und ein Steuer­prüfer nimmt die Finanz­geschäfte ihres Vor­gängers unter die Lupe. Das ört­liche Gym­nasium kommt ihr da als neuer Kunde gerade recht. Dumm nur, dass sie gleich beim 1. Ein­satz den er­drossel­ten Schul­direktor auf­findet.

Cosy-Crime-Reihen haben es so an sich, dass ihren (eigenartigerweise meist weib­lichen) Prota­gonis­ten auf engsten Raum immer wieder Mord­opfer vor die Füße fallen. Da macht auch Andreas Suchaneks in einer fik­tiven schwä­bischen Klein­stadt an­ge­siedelte Reihe „Tilly Blich er­mittelt“ keine Aus­nahme. Nach­dem es die frisch zu­ge­zogene Prota­gonis­tin und Putz­frau Tilly Blich in Band 1 („Ein blitz­sauberer Mord“) schon mit mehreren ab­sichtlich herbei­geführten Todes­fällen zu tun bekam, stolpert sie in diesem Band schon wieder reihen­weise über Mord­opfer. Mir wäre ein Leben in Unter­tann­berg de­finitiv zu ge­fährlich. Ge­mein­samer Tatort ist das örtliche Gym­nasium. Wie im Genre üblich sind zu­nächst (ab­ge­sehen vom ge­mein­samen Arbeits­ort) weder eine Ver­bindung zwischen den Opfern noch ein Motiv er­sichtlich. Ein Täter na­türlich ebenso wenig. Dass die ‚Putz­detektive‘ dem ört­lichen Kom­missar na­türlich wieder ein paar Nasen­längen voraus sind, dürfte Leser des 1. Bandes wie auch Cosy-Crime-Fans im Allge­meinen weniger über­raschen. (Wie schon bei Band 1 heißt der Hand­lungs­ort im Klappen­text er­neut Unter­tann­bach, im Text je­doch Unter­tann­berg.) Am Ende bleibt da nur die Frage, in wel­chem Winkel Unter­tann­bergs Tilli ihrem nächsten Opfer be­gegnen wird.

Wie schon in Band 1 liegt der erzählerische Fokus durchgängig auf der Prota­gonis­tin. Die Ge­schichte über „Ein MORDs-Team“, die der Cha­rakter Leon liest, ist neben­bei eine An­spielung auf die gleich­namige Reihe des Autors.

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Fazit:

Die Abenteuer der Putzfrau und Reinigungsfirma-Inhaberin Tilly Blich können auch im 2. Ver­such wieder über­zeugen.

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Sherlock Holmes • Die geheimen Fälle des Meisterdetektivs – 69 – Die Perle des Mandarins (Hörspiel)

R. Austin Freeman
Sherlock Holmes • Die geheimen Fälle des Meisterdetektivs – 69 – Die Perle des Mandarins (Hörspiel)


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Sprecher: Joachim Tennstedt, Detlef Bierstedt u. a.

Der Mandarin im Spiegel

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Klappentext:

Adam Bradshaw hat eine große Perle erworben, die früher einem Mandarin ge­hört haben soll. Durch einen Zu­fall er­fährt der labile junge Mann, dass diese Perle offen­bar be­reits vielen den Tod ge­bracht hat, die sie be­saßen, oder sie be­sitzen wollten. Im Spiegel hat er zu seinem Ent­setzen nun schon einige Male nicht sein eigenes Ge­sicht, son­dern das eines un­heim­lichen Chi­nesen ge­sehen. Die Men­schen in Adams Um­feld be­fürchten daher, dass er den Ver­stand zu ver­lieren droht und sich etwas antun könnte …

Rezension:

Ein alter Bekannter stellt Holmes und Watson den jungen Adam Bradshaw vor. Der hat günstig eine große Perle er­worben, die sich als außer­ordent­lich wer­tvoll heraus­gestellt hat. Aller­dings ist diese Perle von Ge­rüchten um­geben, dass einige ehe­malige Be­sitzer auf mys­teriöse Weise zu Tote ge­kommen sein. Seit­dem sah Adam in einem Spiegel wieder­holt einen Chi­nesen, ob­wohl er alleine im Zimmer war.

Nachdem sich Folge 68 („Blutiger Schnee in Bloomsbury Hill“) von Amy Onn als nicht ganz so ge­lungen er­wies, können „Die ge­heimen Fälle des Meis­ter­detektivs“ mit dieser Aus­gabe wieder über­zeugen. Autor ist er­neut R. Austin Free­man, dessen „Wat­sons erster Fall“ (Folge 67) schon ge­lungen war. Hier zeigt sich (er­neut), dass die Qualität der in dieser Reihe ver­tonten Ge­schichten ins­beson­dere vom je­weiligen Autor ab­hängt.

Der aktuelle Fall, dem sich Sherlock Holmes und Dr. Watson gegenübersehen, scheint eine mys­tische Kom­ponente zu be­sitzen, sieht sich der Klient doch einer ver­meint­lich geis­terhaften Er­scheinung gegen­über. Dass Holmes die Lösung eher im realen Bereich ver­mutet, ent­spricht auch seiner Dar­stellung in Arthur Conan Doyles Ori­ginal. Auch sonst wirken die be­kannten Cha­raktere authen­tisch, und die Auf­lösung ge­lingt glaub­haft.

Wie üblich erfüllt die Umsetzung der Hörspiel-Produktion hohe Erwartungen, was sich nicht zu­letzt in der An­zahl der be­teiligten Sprecher aus­drückt.

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Fazit:

In dieser Folge der „Sherlock Holmes“-Hörspiel-Reihe können wieder sowohl die Ge­schichte als auch die Hör­spiel-Um­setzung über­zeugen.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

LBG Banner Sommerferien
Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nun unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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Album von Berlin, Charlottenburg und Potsdam

Reprint eines Bildbands aus den 1910ern
Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://rezicenter.blog/2020/01/28/bilder-aus-altbayern-reprint-eines-bildbands-von-1918/

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Tipps für preisgünstigen Lesestoff

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Warum niemand die Quantentheorie versteht

Frank Verstraete, Céline Broeckaert
Warum niemand die Quantentheorie versteht


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Übersetzung: Bärbel Jänicke

Quantenphilosophie

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Klappentext:

Eine faszinierende Reise in die Welt der Quantenphysik

100 Jahre Quantenphysik im Jahr 2025

Seit über hundert Jahren krempelt die Quantentheorie die Welt um: Ohne sie gäbe es weder die Kern­spaltung noch die Halb­leiter­technik. Sie lässt uns zu­ver­lässige Vor­her­sagen über phy­si­kalische Sys­teme treffen, wes­wegen wir ent­sprechende Dinge er­finden können: Nahezu jedes Stück mo­derner Tech­nologie vom Magnet­resonanz­tomo­graphen bis zum Mobil­telefon wird von Quan­ten­physik ge­stützt, was sie zu einem Grund­pfeiler unserer Welt macht. Höchste Zeit also, dass auch wir als Laien tiefer in dieses Wissen­schafts­feld vor­dringen und uns mit seinen Grund­prin­zipien ver­traut machen. Der welt­weit an­er­kannte Quan­ten­physiker Frank Verstraete ent­blättert für uns zu­sammen mit seiner Frau, der Autorin und Künst­lerin Céline Broeckaert, Schicht um Schicht die Quan­ten­welt. Die beiden nehmen uns mit auf eine fas­zinierende Reise durch die schönste aller Theo­rien.

Die Fortschritte in der Physik sind ein ständiges Pingpong zwischen Theorie und Ex­peri­ment, zwi­schen Denken und Über­prüfen. Und letzt­lich sind es immer die Ex­peri­mente und nicht der Ver­stand oder das Bauch­gefühl, die ent­scheiden, ob eine neue Theorie not­wendig ist. Ein Wissen­schaftler schert sich nicht darum, wer etwas zu­erst ent­deckt hat. Die Frage, die ihm den Schlaf raubt, lautet: Welches wissen­schaft­liche Ge­setz kann das er­klären, was ich mit eigenen Augen sehe? Und kann dieses Ge­setz das Er­gebnis zu­künftiger Ex­peri­mente vor­her­sagen? Das ist die Grund­lage der wissen­schaft­lichen Methode und die einzig richtige Weise, Wissen­schaft zu be­trei­ben. Letzt­end­lich be­ruht auch unsere Intu­ition «üb­licher­weise» nur auf unserer all­täg­lichen Er­fahrung mit dem relativ Großen, dem Sicht­baren so­zu­sagen, sie ist je­doch un­zu­verlässig, sobald wir uns in die Welt des mikros­kopisch Kleinen be­geben. Ein Atom, das, grob ge­sprochen, aus einem Kern mit ihn um­krei­senden Elek­tronen be­steht, ist etwas völlig anderes als eine Minia­tur­version einer Sonne mit sie um­run­denden Pla­neten. Was na­türlich nicht be­deutet, dass ein gutes Ver­ständnis des Makros­kopischen nicht hilf­reich sein kann, um mehr Ein­blick in das Mikros­kopische zu ge­winnen und um­gekehrt.

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Rezension:

Die Quantentheorie ist gleichzeitig interessant und verwirrend. Sie ist ver­blüffend und irritierend. Und wirkt manchmal ziemlich un­logisch. Aber viel­leicht ist es gerade das, was das Interesse immer wach­hält.

Dieses Buch ist bei weitem nicht das 1. Buch über die Quantentheorie, das ich ge­lesen und re­zensiert habe. Jedoch geht das Autoren-Ge­spann aus dem Physiker Frank Verstraete und der Autorin Céline Broeckaert, das an­scheinend eine ge­meinsame Wellen­länge ge­funden hat (schließ­lich sind sie ver­heiratet), von einer gänzlich anderen Seite an die An­ge­legenheit heran als alle von mir bisher zu diesem Thema ge­lesenen Bücher. Die zu diesem Thema immer wieder be­schrie­benen klas­sischen Ex­peri­mente bilden hier eher eine Rand­be­merkung. Der Schwer­punkt liegt statt­dessen auf der ge­schicht­lichen Ent­wicklung der Er­kennt­nisse und deren prak­tische Be­deutung. Die grund­sätzliche Be­deutung von Quan­ten­prozessen für den internen Auf­bau der che­mischen Ele­mente sowie die che­mische Bindung war mir bei­spiels­weise bisher nicht be­wusst. Diese andere Heran­gehens­weise macht dieses Werk des­halb auch für Leser interes­sant, die Doppel­spalt-Ex­peri­mente und ähn­liches schon längst kennen.

Sehr positiv ist auch zu vermerken, dass Autoren (falls das im nieder­ländischen Ori­ginal über­haupt eine Rolle spielt – da bin ich über­fragt) und Über­setzerin auf Gender­formen und -auf­zäh­lungen ver­zichten. Das kommt der Les­barkeit zwei­fellos sehr zu­gute.

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Fazit:

Allen, die an den physikalischen Grundlagen unserer Welt interessiert sind, ist dieses Buch (nicht nur) über Quanten­effekte zu em­pfehlen.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Heir of Illusion

Madeline Taylor
Heir of Illusion


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Übersetzung: Julia Schwenk

Das Erbe des Todes

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Klappentext:

Ein Bündnis zwischen Erzfeinden. Eine Waffe mit unermesslicher Macht. Und eine Liebe, die das Schicksal ver­ändern könnte.

Ivy Pomeroy verfügt als Phantom über die Gabe der Illusion und hat zahlreiche weitere Tricks in der Hinter­hand, aber nichts davon ist dem ver­fluchten Hals­ring ge­wachsen, der sie an den skru­pel­losen König Baylor fesselt. Sie muss die Rolle des ge­hor­samen Schoß­tiers und seiner braven Auf­trags-Assas­sinin spielen, bis sie ihre Frei­heit er­langen kann.

Als der mysteriöse Seelenfänger Thorne in der Stadt auftaucht und es auf genau die mächtige Waffe ab­ge­sehen hat, die Ivy für ihren Plan be­nötigt, lässt sie sich auf ein brüchiges Bündnis mit ihm ein. Doch hinter Thornes Fassade steckt mehr, als Ivy zu­nächst ver­mutet hätte. Ihre Neu­gierde ist ge­weckt – ebenso wie ein für beide nicht zu leug­nendes ge­fähr­liches Ver­langen. Aber wird ihre neu ent­deckte Ver­bun­denheit ihnen zum Erfolg ver­helfen oder werden ihre Ge­heim­nisse sie gegen­seitig zer­stören?

Zwischen immer undurchdringlicheren Intrigen und verschwimmenden Loyalitäten darf Ivy nicht ver­gessen, dass sie nicht das Haus­tier ist, das man ge­zähmt hat.

Sie ist das Monster, das man hereingelassen hat.

Und sie wird keine Gnade zeigen.

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Rezension:

Ivy dient dem König als Geliebte und Assassinin, beides nicht ganz freiwillig. Seit sie 10 war, trägt sie einen Hals­ring, mittels dessen der König sie zwingen kann, jedem seiner Befehle zu ge­horchen. Ihre Fähig­keiten wie das Un­sicht­bar­werden sind bei ihren Auf­trägen hilf­reich. Jetzt, mit 25, trifft sie erst­mals auf einen Fremden, der ihren Kräften ge­wachsen ist, den Seelen­fänger Thorne. Zwi­schen Miss­trauen und un­um­gäng­licher Zu­sammen­arbeit wächst langsam Ver­trauen.

Ivy Pomeroy, die Protagonistin in Madeline Taylors Fantasy-Roman, kann man durch­aus als grau de­finieren. Neben den Morden, die sie unter dem Zwang des Königs aus­führt, ist sie auch als Rä­cherin unter­wegs, die selbst ge­fällte Ur­teile voll­streckt. Die Hand­lungs­welt, in der diese Ge­schichte an­ge­siedelt ist, wirkt aller­dings selbst recht düster. König Baylor ist der einzige mensch­liche König dieser Welt. Alle anderen König­reiche werden von Göttern be­herrscht. Seelen­fänger Thorne, mit dem sich die Prota­gonis­tin not­ge­drungen arran­gieren muss, dient dem Tod, wobei sich auch in dieser Hin­sicht noch einige Über­ra­schungen offen­baren. Doch das ist im Genre ja eigent­lich schon als nor­mal an­zu­sehen. Die Autorin arbeitet immer wieder mit Rück­blicken, die nicht nur die Kind­heit der Prota­gonis­tin ent­schlüsseln. Da­rauf, dass auch Roman­tasy-Vibes eine Rolle spielen, weist ja schon der Klappen­text hin. Diese sind aller­dings meist eher diskret. Ledig­lich seltene, dafür aber relativ de­taillierte Sex­szenen, die für die eigent­liche Hand­lung völlig neben­sächlich sind, unter­brechen diesen Stil. Ins­ge­samt ergibt sich eine Fan­tasy-Hand­lung, die für das Genre eher un­typisch wirkt, dafür aber gerade damit über­zeugen kann. Das Ende lässt durch­aus die Mög­lichkeit einer Fort­setzung offen. Aus­reichend Po­tenzial böte sich de­finitiv.

Die Autorin lässt ihre Protagonistin Ivy in der 1. Person erzählen.

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Fazit:

Die vielen Geheimnisse, die nicht nur die Protagonistin, sondern viele Charaktere um­geben, ver­leihen der Story ihr be­sonderes Flair.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Storm Singer – Die schwebende Stadt

Sarwat Chadda
Storm Singer – Die schwebende Stadt


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Übersetzung: Fabienne Pfeiffer

Alamuts Untergang

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Klappentext:

Eine epische Reise zur Stadt über den Wolken

Die zwölfjährige Nargis hat eine außergewöhnliche Gabe: Durch ihren Gesang kann sie Ele­mentar­geister be­ein­flussen – auch wenn dies des Öfteren schief­geht. So bricht bei­spiels­weise im Dorf ver­sehentlich ein großes Feuer aus, als Nargis beim Drachen­steigen zu den Wind­geistern singt … Als sie eines Tages über einen ver­letzten ge­flügelten Jungen stol­pert, ändert sich ihr Leben schlag­artig. Der Junge Mistral ge­hört dem herr­schenden Luft­volk der Garudas an, die Men­schen wie Nargis unter­drücken. Doch er braucht dringend Hilfe, denn sein Vater, der Regent, ist ent­führt worden – und nun droht etwas noch Schlim­meres an die Macht zu kommen. Trotz ihres Miss­trauens ent­schließt sich Nargis, Mistral auf seiner Mission zu be­gleiten. Sie ist neu­gierig auf die Welt fernab ihrer Heimat – und viel­leicht kann sie mit ihrer Ele­mentar­magie end­lich etwas be­wirken? Das Ziel der beiden ist die sagen­um­wobene schwe­bende Stadt. Dort wird nicht nur Mistrals Vater ver­mutet, son­dern auch der Grund dafür, dass es den Leuten in Nargisʼ Heimat so schlecht geht …

Bildgewaltig erzähltes Fantasy-Abenteuer mit hohem Suchtpotenzial

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Rezension:

Als Geitersänger sind die 12-jährige Nargis und ihr Großvater Außenseiter. Als solche leben sie außer­halb des Dorfes, wo es sogar noch öder als dort ist. Nargis Eltern wurden vor Jahren er­mordet. Als sie einen Adler-Geruda ihres Alters findet, den Sohn des Maha­radschas, der ent­machtet wurde, hilft sie ihm zu­nächst wider­strebend. Eine auf­regende und ge­fährliche Reise be­ginnt, auf der Nargis neue Freunde findet.

Dieses Jugend-Fantasy-Abenteuer von Sarwat Chadda fällt zunächst dadurch aus dem (zu­mindest hier­zu­lande) ge­wohnten Rah­men, dass es in der in­dischen Kultur an­ge­siedelt ist. Hand­lungs­ort ist eine wüsten­hafte Land­schaft, in der die Men­schen um ihr Über­leben kämpfen müssen, da sich selbst die äl­testen le­benden Men­schen nicht mehr per­sönlich an die jähr­lichen Monsun-Regen­fälle er­innern können. Nur Über­lieferungen künden noch von Zeiten, als es blü­hende Gärten gab. Be­herrscht werden sie von Gerudas, Wesen halb Mensch, halb Vogel, die in einer schwe­benden Stadt leben und denen auch der Maha­radscha an­ge­hört. Diese Gerudas sind keine Er­findung des Autors, son­dern ent­stammen der in­dischen Mytho­logie. Somit ver­treten diese die in vielen west­lichen Fan­tasy-Stoffen gerne be­nutzten Drachen. Da der Autor ein in­disch-/pakis­tanisch-stäm­miger Brite ist, wuchs er wahr­schein­lich mit dieser Sagen­welt auf.

Protagonistin ist die 12-jährige Nargis, die eine Geistersängerin ist. Sie hat die Fähig­keit, mittels Ge­sängen die Ele­mentar­geister um Hilfe zu bitten. Co-Prota­gonist ist ein Adler-Geruda-Junge ihres Alters. Beide ‚ver­bindet‘ zu­nächst eine starke gegen­seitige Anti­pathie. Auch die meisten an­deren wich­tigen Cha­raktere sind etwa in Nargis’ Alter. Die Hinter­gründe der Hand­lungs­welt offen­baren sich erst nach und nach. Das Ende wirkt eigen­artig offen, so als ob die Mög­lichkeit einer Fort­setzung zu­mindest offen­ge­halten würde. Eine ent­sprechende An­kündigung findet sich je­doch nir­gends. Auch im Nach­wort des Autors findet sich keine An­deutung.

Der Autor überlässt es seiner Protagonistin, in der Ich-Form zu erzählen.

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Fazit:

Speziell die ungewohnte kulturelle Einbindung hebt dieses gelungene Jugend-Fan­tasy-Aben­teuer aus dem im Genre Üb­lichen heraus.

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