Daaje Wiemers: Ostfriesische Geisterjägerin – 1 – Güllefund

Suta Wanji
Daaje Wiemers: Ostfriesische Geisterjägerin – 1 – Güllefund

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Der Vampir und seine Königinnen

Klappentext:
Daaje Wiemers ist Ostfrieslands Geisterjägerin. Sie gehört einer übergeordneten Polizeieinheit an. Zusammen mit ihren Kollegen Ihno Coordes, Fritjof Jansen, Baldwin Behrends und ihrer Freundin Petra Wolfram bekämpft sie das Böse, das ja bekanntlich nie schläft. Intrigen innerhalb der Polizei und gefürchtete Gegner, die es zu bekämpfen gilt, sind ihr Lebensinhalt.

Rezension:
Daaje Wiemers gehört einer Spezialeinheit der Polizei an, die sich mit übernatürlichen Straftaten befasst. Da die Einheit sehr klein ist, sind ihre Angehörigen praktisch Tag und Nacht in Abrufbereitschaft. Als ein paar Schülerinnen währen einer aus dem Ruder laufenden Geisterbeschwörung versehentlich einen Vampir auf die Welt loslassen, bekommt das Team mehr Arbeit, als ihm lieb sein kann. Nicht genug damit, dass die Anzahl der in Ostfriesland vermisst gemeldeten Personen drastisch ansteigt, verlangen Presse und normale Polizeidienststellen immer beharrlicher nach Begründungen für die in immer größerer Zahl auftauchenden verstümmelten Leichen.
Akte X in Ostfriesland – so könnte man dieses Buch wohl in aller Kürze beschreiben. Zumindest dieser Band beschränkt sich bei den Gegnern allerdings auf die Blutsauger, während die Werwölfe eher die Guten sind. Letztere werden allerdings nie ausdrücklich als solche bezeichnet, auch wenn die Erwähnungen kaum einen Zweifel zulassen, dass es sich um Werwölfe handelt. Suta Wanji garniert ihren Fantasy-Horror zusätzlich mit den üblichen zwischenmenschlichen Konflikten, wie man sie auch aus ‚normalen‘ Krimis kennt. Überraschend ist der Gegensatz zwischen der Handlung, die man als ‚Soft-Horror‘ bezeichnen könnte, da eigentliche Gruselmomente fast gänzlich fehlen, und doch recht detailreichen Schilderungen verstümmelter Leichen.
Die Titelwahl lässt vermuten, dass weitere Bände um Daaje Wiemers und ihre Kollegen geplant sind. Dagegen kann man nichts einwenden, denn diese Geschichte bringt frischen Wind in die deutsche Horror-Landschaft. Kritikpunkte halten sich hier in Grenzen. Um diese konkret zu nennen: Zum einen werden einem als hochdeutschen Leser ein paar Dialoge auf Friesisch stolpern lassen, da man dem Inhalt kaum folgen kann, zum anderen kommt das Ende der Geschichte doch recht abrupt.

Fazit:
Urban Fantasy, Krimi und Horror – und das alles zusammen. Nein, das ist kein Überraschungsei, das ist ein eBook.

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Rasmus und die Gilde der Propheten – 2 – Die Tiefen Wege

Gereon Sand
Rasmus und die Gilde der Propheten – 2 – Die Tiefen Wege

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Freund oder Feind?

Klappentext:
Die Gilde der Propheten regiert die Republik von Annstein. Wahrprediger manipulieren die Bevölkerung mit der Kraft ihrer Stimme, Wahrträumerinnen durchleben Visionen aus dem Leben anderer und Wahrschreiber steuern und protokollieren deren Visionen.
Das Brachfest steht unmittelbar bevor. Rasmus, der einzigartige Fähigkeiten als Wahrschreiber zeigt, durchläuft mit seiner Wahrträumerin in atemberaubender Geschwindigkeit die Vier Wege. Für die machtgierigen Wahrmeister stellt der unerfahrene Adept ein willkommenes Werkzeug dar, und als Wahrprediger Jahandro ein Jahrhunderte altes Geheimnis aufdeckt, überschlagen sich die Ereignisse …

Rezension:
Rasmus und seine Wahrträumerin werden durch die Wahrmeister praktisch gefangengehalten. Durch ein ‚Band‘, das Wahrprediger-Adept Jahandro legen musste, ist Rasmus nicht mehr Herr seiner eigenen Gefühle. Währenddessen soll Leutnant Milan im Auftrag seines Bruders, des Wahrmeisters der Münze, eine geheime Ladung in Empfang nehmen und diskret nach Annstein bringen. Die Diebin Nalissa und der Assassine Keshar haben unterdessen ihre eigenen Probleme, und die Tanzenden Klingen sind natürlich auch noch aktiv. Genau wie letztere befindet sich auch ein Tourist aus dem Norden namens Tjark auf den Weg nach Annsteim, um dort dem berühmten Brachfest beizuwohnen. Keiner der genannten ahnt, wie schnell sich ihre Schicksale verknüpfen werden.
Es ist schon eine beeindruckende Anzahl an Handlungsfäden und Erzählperspektiven, die Gereon Sand im 1. Band seiner „Rasmus und die Gilde der Propheten“-Tetralogie aufgebaut hat. Während all diese dort jedoch weitgehend kontaktlos nebeneinanderher liefen, beginnen sie sich im vorliegenden Buch immer weiter anzunähern und langsam zu verschmelzen. Auch wird im Laufe des Buches immer klarer, wer hier die Fäden zieht und was er damit erreichen will. Doch immer mehr seiner Marionetten beginnen sich gegen ihre Fäden zur Wehr zu setzen. Langsam bildet sich eine Opposition, auch wenn die daran Beteiligten noch nicht durchschauen, was genau ihr ‚Puppenspieler‘ im Schilde führt. Im Gegensatz dazu kann sich der Leser langsam zumindest eine Theorie bilden, worauf alles hinauslaufen könnte.
Durch die Verlagerung des Schwerpunktes auf die Wahrprediger, Wahrschreiber und Wahrträumerinnen steht das Fanrasy-Element diesmal stärker im Zentrum der Handlung. Die ‚fehlenden‘ Genre-typischen Zauberer und Verwandten sind allerdings aller Voraussicht nach auch im Rest der Reihe nicht zu erwarten.
Dieses komplexe Handlungsgeflecht nimmt den Leser immer mehr gefangen, um so weiter er in die Handlung eintaucht. Dabei schneidet dieser Band sogar noch besser ab als sein Vorgänger. Das dort gefällte positive Urteil kann man nur noch weiter nach oben korrigieren. Hier stimmt einfach alles: Stil, Sprache und Handlung. Nur gut, dass Band 3 schon bereitliegt, um gleich weiterzulesen.

Fazit:
Dieses beeindruckende Fantasy-Epos kann allen Genre-Fans nur empfohlen werden.

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Rasmus und die Gilde der Propheten – 1 – Die Äußeren Wege

Gereon Sand
Rasmus und die Gilde der Propheten – 1 – Die Äußeren Wege

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(Hier kommt wieder mal eine etwas ältere Rezension, die entstand, als es das Eisenacher Rezi-Center noch gar nicht gab. Da ich gerade dabei bin, die Rezi zu Band 2 zu verfassen, will ich hiermit noch schnell die von Band 1 nachreichen.)

Der gebundene Wahrschreiber

Klappentext:
Die Gilde der Propheten regiert die Republik von Annstein. Wahrprediger manipulieren die Bevölkerung mit der Kraft ihrer Stimme. Wahrträumerinnen durchleben Visionen aus dem Leben Anderer und Wahrschreiber steuern und protokollieren deren Visionen.
In den brütendheißen Sommertagen des Langmondes fiebert die Hauptstadt der Republik dem Brachfest entgegen – einem Spektakel, das mit Sänger- und Dichterwettstreiten, Feuerwerk sowie erotischen Abenteuern Einheimische wie Besucher fasziniert. Während das organisierte Verbrechen einen brutalen Kampf um die Vorherrschaft in der Hauptstadt ausficht, verliert Rasmus, ein notorisch erfolgloser Dichter, durch eine Folge aberwitziger Ereignisse die Kontrolle über sein Leben.
Deutschsprachige High Fantasy im Stil von „Game of Thrones“ – das fulminante Debüt von Gereon Sand führt den Leser in einen Sumpf von Intrigen, Geld, Sex und Macht, in dem nicht nur billiger Wein und das Brachbier in Strömen fließen.

Rezension:
Annstein, weithin bekannt als Stadt der Künste, Hauptstadt der gleichnamigen, weitgehend mittelalterlich geprägten Republik, Sitz der Gilde der Propheten, deren Führungsriege das Land regiert. Doch hinter den Kulissen geht es weit weniger geordnet und gesittet zu. Mehrere Diebesgilden kämpfen um ihre Reviere in der Unterwelt, der immer noch reiche und einflussreiche Adel will seine Interessen wahren. Der Süden des Landes ist abtrünnig, zum Nachbarn im Norden mehren sich die Spannungen. Und aus all dem versucht auch noch eine Söldnertruppe zu profitieren.
Der Leser verfolgt das Geschehen aus der Perspektive wechselnder Protagonisten, die zunächst selbst keinen Durchblick durch dieses Gespinst aus Intrigen und Komplotten haben, ja es oft nicht einmal bemerken. Neben Rasmus, einen verhinderten Poeten, wären da noch eine Diebin, ein Sergeant der Stadtwache, ein Berufsmörder, ein perverser Söldner, ein Tourist aus dem Norden, der meist für humorvolle Szenen ‚zuständig‘ ist, und einige andere. Die Wege all dieser Personen, die sich zunächst größtenteils nicht kennen, stellen sich immer mehr als miteinander verwoben heraus. Wer spielt da welches Spiel, wer zieht welche Drähte? Da fällt es dem Leser vorerst nicht leicht, überhaupt erst einmal herauszufinden, wer gute und wer weniger gute Ziele verfolgt. Zwischen Weiß und Schwarz gibt es in Annstein sehr viel Grau. Wer von den Mächtigen Annsteins in diesem Durcheinander wen benutzt, um welche Ziele durchzusetzen, wird bis zum Ende des Buches nicht klar. Das verwundert allerdings nicht, wenn man bedenkt, dass „Die äußeren Wege“ den Auftaktband einer geplanten Tetralogie darstellt.
Auch wenn Wahrträumer, Wahrschreiber und Wahrprediger ein zentrales Element des Buches darstellen, steht das Phantastische nicht im Mittelpunkt der Handlung. Deren Schwerpunkt bilden vielmehr die Intrigen in Annheims Gesellschaft. Allerdings ist zu vermuten, dass sich das in den folgenden Bänden durchaus ändern könnte.
Der Autor Gereon Sand – wobei es sich, wie im Buch ausdrücklich erwähnt wird, um ein Pseudonym handelt – erzählt die Geschichte in einem sehr flüssigen Schreibstil. Dabei wählt er teilweise eine recht derbe Sprache, was dem mittelalterlichen Ambiente allerdings durchaus angemessen erscheint. Die Handlung zieht den Leser schnell in ihren Bann. An mancher Stelle wartet er ungeduldig darauf, dass beziehungsweise wie es endlich mit einem der Protagonisten weitergeht, den er gerade an einer spannenden Stelle verlassen musste. Dies erfordert teilweise einiges an Geduld, da vorher diverse Kapitel aus der Sich anderer Personen folgen. So fällt es oft schwer, das Buch zwischendurch zur Seite zu legen. Am Ende muss der Leser feststellen, dass er den nächsten Band der Reihe herbeisehnt – sind doch noch so viele Handlungsfäden, deren Auflösung er sich nicht entgehen lassen möchte, offen.

Fazit:
Ein eindrucksvolles Debütwerk eines (noch) unbekannten Autors, das die Aufmerksamkeit aller Genre-Freunde verdient.

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Im Zeichen des Lotus – 16 – Untergrund

Valerie Loe
Im Zeichen des Lotus – 16 – Untergrund

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Die rätselhaften Geschwister

Klappentext:
Jede Nacht, ungesehen, unbemerkt von den Menschen, wird ein Krieg gefochten. Seit mehr als tausend Jahren treffen sich in den Schatten zwei Mächte, Chaos und Ruhe, Feuer und Eis, die ihre Schlachten schlagen bis zum Ende aller Zeit.
Drei Fremde betreten den Unterschlupf der Silver. Sie werden den Untergrund verlassen, um an einem anderen Ort einen Neuanfang zu wagen. Wenn die Geschichten von einst nicht mehr zählen und die Heldentaten längst nur noch geflüsterte Mythen sind, dann wird es Zeit, ein neues Kapitel zu beginnen. Doch sind die Geschwister nun ein gutes Omen für diesen Plan oder kündigen sie den Untergang an?

Rezension:
Während Titus und Nell auf dem Rückweg nach Irland sind und sich Oz nach wie vor nicht frei bewegen kann, erreichen die tschechischen Solani das Hauptquartier, wo sie den Silver beitreten wollen. In London sind sich der König und seine Schwester jedoch nicht einig, was ihr nächster Schritt sein soll. Sollen sie sofort nach Irland weiterreisen oder zuerst nach Oz suchen? Auch wenn sie es nicht wissen können, könnte der durchaus Hilfe gebrauchen.
Wie schon der Vorgänger konzentriert sich auch dieser Band darauf, (wahrscheinliche) zukünftige Handlungen vorzubereiten. Einzig in der Geschichte um Oz gibt es eine wirkliche Entwicklung, bei der aber noch nicht abzusehen ist, wohin sie führt. Erst am Ende des Bandes deuten sich bedeutende neue Schauplätze an. Auch das Geheimnis um die tschechischen Solani-Geschwister, zu dem es bisher nur Andeutungen gibt, verspricht interessant zu werden. So ist es wohl nicht abwegig, vorherzusagen, dass es „Im Zeichen des Lotus“ bald wieder ‚rund geht‘.

Fazit:
Noch ist Durchatmen angesagt, aber neue Action deutet sich am Horizont an.

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Guntrans Vermächtnis – 1 – Die Vinderfestung

Frank Beyer
Guntrans Vermächtnis – 1 – Die Vinderfestung

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Das Tor zur Unterwelt

Klappentext:
Was macht eine junge Bauerstochter, wenn ihr Leben trist und langweilig ist?
Richtig, sie hilft einem durchreisenden Fremden, sein Ziel zu erreichen: Die geheimnisvolle Vinderfestung. Dort soll der Fremde bei dem alternden Erzmagier Guntran seine Lehre als Zauberer beenden. Für Tellana bietet sich die einmalige Chance, ihrem bisherigen Leben zu entkommen.
Selbst wenn sie die Vinderfestung nur von Erzählungen kennt und der Fremde ein überheblicher Rüpel ist. Damit beginnt erst das eigentliche Abenteuer, denn nicht alles ist so, wie es zu sein scheint . . .

Rezension:
In der Festung auf dem Vinderberg befindet sich das versiegelte Tor, das die Dämonen davon abhält, die Welt zu betreten. Doch Erzmagier Guntran, der dieses bewacht, ist nicht mehr der Jüngste. Deshalb soll ein Adept in die Festung kommen, den er als seinen Nachfolger ausbilden will. Als dieser, geführt von einem Mädchen aus dem nahegelegenen Dorf, endlich eintrifft, stellt er sich jedoch als extrem hochnäsig und ziemlich unfähig heraus. Dem Mädchen gestattet der Erzmagier, als Dienerin in der Festung zu bleiben. Tellana, wie dieses Mädchen heißt, nimmt das Angebot dankend an, denn es bietet ihr endlich Gelegenheit, dem Einfluss ihres ungeliebten Vaters zu entkommen.
Bei diesem recht kurzen eBook handelt es sich um den Auftakt einer Reihe um den Erzmagier Guntran, der selbst zusammen mit seinem Adepten Isidor und Tellana wohl den ‚Main Cast‘ dieser Reihe bilden dürfte. Erwartungsgemäß steht in diesem Band das Kennenlernen der Akteure sowie der magischen Umgebung im Vordergrund. Auch wenn Sprache und Erzählstil recht einfach gehalten sind, könnte sich diese Geschichte eventuell zu einem interessanten Fantasy-Abenteuer entwickeln.

Fazit:
Dieser Reihen-Auftakt lässt noch nicht sicher erkennen, wie sich die Geschichte in ihrem weiteren Verlauf qualitativ entwickeln wird.

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Saramee – Sammelband 1 – Kronn und der Atem des Todes

Markus K. Korb, Martin Hoyer
Saramee – Sammelband 1 – Kronn und der Atem des Todes

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Das Ränkespiel der Räte

Klappentext:
Die Stadt Saramee – ein Schmelztiegel von Abenteurern, Glücksrittern, Vertriebenen und verlorenen Existenzen auf der Suche nach einem neuen Weg zum Leben, Ruhm, Reichtum und einen Neuanfang. Doch werden sie ihr Glück in Saramee finden?
Sein Name ist Kronn und für einen anständigen Sold erledigt er die gefährlichsten Aufträge.
Doch der finstere Schatten, der sich über die freie Handelsstadt Saramee legt, fordert nicht nur einen starken Arm sondern auch Gerissenheit und Intelligenz. Seine Gegner sind nicht nur Piraten, uralte Monster, fanatische Wesen – auch die Politiker Saramees gehen für den Erhalt ihrer Macht über Leichen.
Kann der stolze Krieger das Geheimnis des Roten Todes trotz aller Widrigkeiten lösen?

Rezension:
Enthaltene Geschichten:
Markus K. Korb: Turm der Fallen
Markus K. Korb: Die Sekte der Gottlosen
Markus K. Korb: Der vergessene Friedhof
Martin Hoyer: Nachtleben

In Saramee leben Menschen und verschiedene menschenähnliche Wesen mehr oder weniger friedlich zusammen. Meist bestimmt der Unterschied zwischen Arm und Reich, zwischen einflussreich und unbedeutend das Leben stärker als die Zugehörigkeit zu einer bestimmten humanoiden Art. In dieser Stadt versucht auch Kronn über die Runden zu kommen. Meist verdingt er sich als Söldner, doch auch als Glücksjäger und Schatzsucher versucht er sich immer wieder. Dabei gerät er auch ins Blickfeld der Einflussreichen. Doch bietet sich ihm hier eine Chance, oder soll er nur ausgenutzt werden? Da Kronn jedoch gerade nichts besseres vorhat, beschließt er, es herauszufinden.
Saramee – hört sich der Name der Stadt nicht irgendwie orientalisch an? Mag sein, doch die titelgebende Stadt dieser Kurzgeschichtenreihe liegt in einer Fantasywelt, die keine deutlichen Anleihen an irgendeiner realen Weltgegend nimmt. Hier gibt es außer Menschen zwar auch diverse andere intelligente Wesen, jedoch weder Zauberei noch ‚die üblichen Verdächtigen‘ wie Kobolde, Vampire oder Werwesen.
Dieser Sammelband, der meinen (Beinahe-)Erstkontakt zur Welt von Saramee darstellt, bündelt die Geschichten, in denen der Charakter Kronn die Hauptrolle spielt. Die Reihenfolge, in der die einzelnen Beiträge im Buch erscheinen, ist die der chronologischen Ereignisse, aber anscheinend nicht die, in der die Kurzgeschichten ursprünglich veröffentlicht wurden. Während sich die 3 Stories aus der Feder Markus K. Korbs fast gänzlich auf den Hauptprotagonisten konzentrieren, nehmen in Martin Hoyers Beitrag zu dieser Sammlung auch andere Personen eine handlungstragende Rolle ein. Speziell Ralec könnte in seinem neuen Amt für einiges Durcheinander sorgen, aber auch Amata dürfte sich, falls sie in weiteren Geschichten vorkommt, zu einer interessanten Persönlichkeit entwickeln. Vielleicht liegt es genau in diesen interessanten ‚Nebenfiguren‘ begründet, dass „Nachtleben“ mich am meisten für sich gewinnen konnte.
Aufgelockert wird der Text durch ein paar Zeichnungen von Chris Schlicht. Allerdings sieht sein Kronn deutlich anders aus als der, den ich mir beim Lesen vorstelle.
Insgesamt betrachtet machen die hier zusammengestellten Geschichten Lust auf weitere Abenteuer aus Saramee. Speziell Ralec und Amata würde ich gerne wiedersehen beziehungsweise wiederlesen.

Fazit:
Dieser Schnupper-Tauchkurs in die Welt Saramees weckt das Interesse an den restlichen Kurzgeschichten aus dieser Welt.

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Eibe und das Buch der Schatten

Liliana Wildling
Eibe und das Buch der Schatten

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Dämonen gegen ‚Recht und Ordnung‘

Klappentext:
Eibe ist sechzehn. Quirlig, naiv und … eine Hexe.
Als ihr Meister Magnus einen weiteren Lehrling aufnimmt, wird Eibes bisheriges Leben völlig aus der Bahn geworfen. Was hat es mit diesem seltsamen jungen Mann auf sich? Und was ist das für ein ungewöhnliches Tier, das urplötzlich in einem ihrer Experimente auftaucht? Welche Verbindung besteht zu dem legendären Buch der Hexen?
Zusammen mit ihren Freunden kommt sie einem düsteren Geheimnis auf die Spur und sieht sich grausamen, dämonischen Wesen gegenüber, die ihr nach dem Leben trachten.

Rezension:
Seit ihre Eltern bei einem Autounfall starben, lebt Eibe bei Magnus, der sie aufzog und in der Nutzung der Magie ausbildete. Als bei Magnus ein neuer Schüler auftaucht, führt das schnell zu Chaos und lebensgefährlichen Zwischenfällen. Wer ist dieser Lumen wirklich? Wessen Zielen dient er? Und steht ‚der Rat‘, für den Magnus früher arbeitete, wirklich auf ihrer Seite?
Wer auf der Suche nach Rezensionen dieses Buches ist, könnte eventuell darüber stolpern, dass ich vor rund 1½ Jahren schon eine Rezension dazu verfasst habe. Damals ‚gönnte‘ ich ihm nur 3 Sterne, diesmal sind es plötzlich 4. Wie kann das sein? Keine Sorge, mein Geschmack hat sich nicht plötzlich verändert. Beim vorliegenden Buch gleichen Titels handelt es sich um eine überarbeitete und erheblich erweiterte Version. Die damals angekündigte Fortsetzung wurde hier bereits in das Buch integriert, sodass es jetzt eine abgeschlossene Handlung bietet. Auch einige der von mir damals genannten Kritikpunkte wurden von der Autorin nachgebessert. So wird Eibes Art jetzt nicht mehr als chaotisch definiert, sondern nur noch als quirlig, was dazu führt, dass ihr (nur) zu Beginn aus Hast einige Zauber misslingen.
Die Story um das verwickelte magische Mächtespiel um Magnus, Eibe und ihre Mitbewohner birgt durchaus Potenzial. Dem Leser offenbart sich das Interessengeflecht der verschiedenen Parteien erst nach und nach. Dabei gelingt es der Autorin, eine spannende Handlung um die Machtspiele in der magischen Welt aufzubauen, die man stellenweise schon beinahe als magischen Thriller bezeichnen könnte.
Aufgelockert wird der gut lesbare Text durch Illustrationen, die die wichtigsten Charaktere sowie anderes zeigen.

Fazit:
In der vorliegenden überarbeiteten Fassung dürfte diese Urban Fantasy viele Genre-Fans begeistern können.

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Kysano – 1 – Erde, Licht und Dunkel

Beatrice Hiu
Kysano – 1 – Erde, Licht und Dunkel

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In der Welt der Geheimnisse

Klappentext:
Außergewöhnliche Fantasy in einer magischen Welt voller Illusionen.
• Ein Artefakt, das nicht gefunden werden soll
• Eine Prophezeiung, die den Untergang oder die Rettung bringt
• Ein Mädchen, das nicht ist, wofür es gehalten wird
• Freundschaften, die allen Widrigkeiten trotzen
• Bündnisse, die tödlich enden können
Aus heiterem Himmel wird Leeza aus ihrem bisherigen Leben herausgerissen und findet sich in einer ihr völlig fremden Welt voller Magie, Illusionen, Geheimnissen und Gefahren wieder. Während sie noch daran arbeitet, sich in Kysano einzuleben und mit Hilfe ihrer neuen Verbündeten auf die Mission vorzubereiten, überschlagen sich die Ereignisse, und die Suche nach dem ersten Schlüssel beginnt.

Rezension:
Ohne jede Vorbereitung erfährt die 16-jährige Leeza eines Tages, dass sie und ihre Mutter nicht aus dieser Welt stammen, dass die laut einer Prophezeiung die Retterin ihrer Heimatwelt Kysano sein wird und ihre Mutter sie deshalb hierher in Sicherheit brachte. Noch dazu soll sie jetzt, und zwar noch am selben Tag, mit einer guten Freundin ihrer Mutter, die Leeza bisher gar nicht kannte, und noch dazu ohne ihre Mutter nach Kysano zurückkehren. Eine wirkliche Wahl wird Leeza nicht gelassen. Doch auch nach ihrer Ankunft in ihrer fremden Heimatwelt und dort in der Schule der Lichtmagier will ihr niemand wirklich etwas erklären. Die Kriese zwischen hellen und dunklen Magiern spitzt sich jedoch schnell drastisch zu, sodass Leeza keine Wahl bleibt, als mitzuspielen.
Ein für dieses Genre schon als klassisch zu bezeichnendes Setting bildet den Einstieg zu diesem Jugend-Fantasy-Mehrteiler. Auch die weitere Handlung fällt Genre-typisch aus, wird dabei aber durchaus interessant und in einem angenehm lesbarem Stil erzählt.
Weniger gelungen wirken die doch etwas unglaubwürdigen Charaktere, allen voran die Protagonistin Leeza. Dass diese sich immer wieder – und zwar bis zum Ende dieses Bandes – damit abspeisen lässt, dass sie die Antworten auf ihre endlos vielen Fragen „jetzt noch nicht“ erhalten könne, wirkt völlig unverständlich und unglaubwürdig. Das trifft umso mehr zu, da es in der Handlung immer wieder Szenen gibt, wo sie ‚freiwillig‘ bei irgendetwas mitwirken muss und somit Gelegenheit hätte, als Bedingung auf Antworten zu bestehen. Allerdings zieht sich diese Geheimniskrämerei auch Abseits der Hauptfigur durchs ganze Buch. Jeder enthält hier jedem Informationen vor. Natürlich ist klar, dass dieses Mittel auch dazu dient, den Leser unwissend zu halten, aber die Handelnden, und da wie gesagt in besonderem Maße die Hauptprotagonistin, erscheinen dadurch nicht wie reale Menschen.
Wie bereits erwähnt, kann die spannende Handlung diese Schwäche jedoch zumindest teilweise ausgleichen, was auch zu meiner trotz der Kritik doch recht positiven Gesamtbewertung führt. Somit bleibt zu hoffen, dass die Autorin in den Fortsetzungen die Charakterzeichnung noch deutlich verbessert. Lust auf den Fortgang der Handlung kann die Geschichte jedenfalls wecken.

Fazit:
Eine interessante Parallelwelt-Fantasy, die leider durch teilweise etwas unglaubwürdige Charakter geschwächt wird.

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Geheimnis der Götter – 4 – Asche des Krieges

Saskia Louis
Geheimnis der Götter – 4 – Asche des Krieges

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Dunkle Geheimnisse

Klappentext:
Nym weiß nichts mehr.
Auf der Suche nach Antworten begibt sie sich in die Tiefen der Kreisberge und muss schon bald erkennen, dass in einer Welt aus Lügen nichts ist wie es scheint. Und je mehr sie sich in die Geheimnisse der Götter verstrickt, desto deutlicher wird, dass sie die Macht von verlorenen Erinnerungen unterschätzt hat.
Während Vea eine Rebellion lostritt und in Bistaye erbitterte Machtkämpfe ausbrechen, ist nur eines gewiss: Im Krieg gegen die Götter kann es keine Gewinner geben …

Rezension:
Gegen Provodes ausdrücklichen Willen wollen Nym, Levi und Jeki versuchen, das Kreisvolk in den Kreisbergen zu erreichen, denn angeblich soll dieses wissen, wie die Götter zu besiegen sind. Aus diesem Grund versuchen natürlich auch letztere, den Erfolg der Expedition zu verhindern. Doch wird das Kreisvolk überhaupt gewillt sein, sich in die Angelegenheiten der verfeindeten Länder einzumischen? Und wird es den nicht ganz freiwilligen Kampfgefährten gelingen, aus den eventuell erhaltenen Informationen Nutzen zu ziehen?
Mit diesem Band endet Saskia Louisʼ Tetralogie um die verfeindeten Reiche Bistaye und Asavez, um Levi und Jeki und die zwischen ihnen und ihren Ländern stehende Hauptprodagonistin der Geschichte, Nym. Die bisherigen 3 Bände (von mir ausnahmslos mit 5 Sternen bewertet) deuteten auf ein fulminantes Finale hin. Die zahlreichen offenen Fragen und Geheimnisse, die noch der Auflösung harrten, versprachen einen spannenden Abschlussband. Um es vorwegzunehmen: Die Fragen wurden alle beantwortet, die Rätsel gelöst. Trotzdem kann dieser Band die in ihn gesetzten Erwartungen nicht vollends erfüllen. Der eigentliche Endkampf an sich fällt leider enttäuschend unspektakulär aus. Und auch wenn es beim Kampf auf Leben und Tod natürlich recht ernst zugeht, vermisst man über den größten Teil dieses Buches doch den locker-humorvollen Ton der Vorgänger. Der Erzählstil der Autorin bleibt dabei natürlich trotzdem unverändert. Trotz der erwähnten kleinen Einschränkungen wird wohl kein Leser, der Nyms Abenteuer bisher verfolgt hat, auf dieses Finale verzichten wollen.
Auch wenn die „Geheimnis der Götter“-Reihe hier ihren Abschluss findet, wird in einer kurzen Szene am Ende die Tür zu einer möglichen Fortsetzung geöffnet.

Fazit:
Das große Finale der Tetralogie beantwortet alle Fragen und stellt trotzdem den relativ schwächsten Band der Reihe dar.

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Das Schicksal der Paladine – 1 – Verschollen

Jörg Benne
Das Schicksal der Paladine – 1 – Verschollen

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Die verschwundenen Paladine

Klappentext:
Bislang dachte Tristan, sein Vater arbeite auf einer Bohrinsel und sei deshalb so selten zuhause. Doch nach einem schweren Unfall seiner Schwester erfährt der Junge, dass sein Vater statt dessen als ein mächtiger Paladin zusammen mit anderen in der durch ein geheimes Tor erreichbaren Welt Nuareth für Recht und Ordnung sorgt. Mit seinen besonderen Kräften ist er die letzte Rettung für seine im Koma liegende Tochter, die die Ärzte aufgegeben haben. Doch seit einigen Tagen sind alle Paladine in Nuareth verschollen, niemand weiß, wohin. Als Sohn eines Paladins soll Tristan nun in die fremde Welt aufbrechen und das Schicksal der Paladine klären, seinen Vater finden und rechtzeitig mit ihm zurückkehren, um seine Schwester zu retten. Eine fantastische Welt voller Abenteuer, fremder Kreaturen und unbekannter Gefahren wartet auf ihn.

Rezension:
Nachdem Tristan bei einem Unfall leicht, seine Schwester jedoch lebensgefährlich verletzt wird, gesteht ihm seine Mutter, dass sein Vater nicht, wie er und seine Schwester dachten, auf einer Bohrinsel arbeitet, sondern ein magisch begabter Paladin ist, der den Großteil seiner Zeit in einer anderen Welt verbringt. Da genau diese magischen Fähigkeiten Tristans Schwester retten könnten, versucht dieser, seinen Vater zu kontaktieren. Dabei erfährt er, dass ausnahmslos alle ausgebildeten Paladine vor wenigen Tagen aufgebrochen sind, um sich in Nuareth, der anderen Welt, um gefährliche Vorgänge zu kümmern. Auch Tristan ist durch sein genetisches Erbe – auch wenn er noch nicht ausgebildet wurde – ein Paladin und kann somit im Gegensatz zu ‚normalen Menschen‘ das Tor zwischen den Welten durchschreiten. Er bricht auf, um seinen Vater zu finden. Schnell bringt er in Erfahrung, dass alle Paladine anscheinend spurlos verschwunden sind.
Dem Kniff, dass der Protagonist selbst ein ‚Ahnungsloser‘ ist und der Leser so mit ihm gemeinsam die Geheimnisse einer verborgenen Welt ergründen kann, bedienen sich zahlreiche Urban-Fantasy-Romane. Wie schon so oft funktioniert er auch hier wieder. Die fremde Welt, in die Jörg Benne seine Leser in diesem Reihenauftakt führt, bietet jedoch eine ganze Reihe an Alleinstellungsmerkmalen. Eines davon ist beispielsweise die Existenz der Paladjur. Was diese sind und welche Rolle sie spielen, soll hier allerdings nicht verraten werden. Tristan erwartet in dieser Hinsicht jedenfalls eine große Überraschung.
Mit seinem durchdachten Handlungsaufbau und einem gut lesbaren Stil gelingt es dem Autor, seine Leser in den Bann des Abenteuers zu ziehen, das – wie sollte es beim Auftaktband einer Reihe anders sein? – am Ende des Buches natürlich noch nicht beendet ist. Die Fortsetzungen werden zeigen müssen, ob es gelingt, Tristans Schwester zu retten und in Nuareth wieder für Frieden zu sorgen.

Fazit:
Dieser Start in ein neues Urban-Fantasy-Abenteuer macht Lust darauf, zu erfahren, wie es weitergeht.

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