Das Bündnis der Drachen – 1 – Willkommen auf Drakonland

Wolf Heichele
Das Bündnis der Drachen – 1 – Willkommen auf Drakonland

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Das Geheimnis des Hausmeisters

Klappentext:
Ella und Tiara hätten sich nie träumen lassen, was sie im Dachboden ihrer Schule finden würden: Ein Tor zu einer Drachenwelt!
Ohne lang zu überlegen transferieren sie sich in eine Welt voller Zauber und Fantasie. Und sie werden zu echten Drachenreiterinnen!
Selten wurde das Gefühl, einen wahrhaftigen Drachen zu reiten, gefühlvoller zu Papier gebracht als in diesem Roman, und als Leser/in kann man sich der Faszination nur schwer entziehen.
Die zwei Drachenreiterinnen haben eine wichtige Mission zu erfüllen: Sie sollen den Frieden auf Drakonland wiederherstellen.

Rezension:
Als ihr Lehrer sie nach der Stunde beauftragt, noch schnell ein paar Unterrichtsmaterialien ins Lager auf dem Dachboden der Schule zu bringen, sind die Freundinnen Ella und Tiara zuerst sauer, denn das entpuppt sich als ziemliche Schlepperei. Trotzdem nutzen sie natürlich die Gelegenheit, sich im dort gestapelten Gerümpel etwas umzusehen. Dabei entdecken sie eine seltsame Landkarte – und befinden sich plötzlich in einer anderen Welt, in der es tatsächlich lebende Drachen gibt. Ihnen wird offenbart, dass sie sogar lernen sollen, auf diesen zu reiten.
Schon der Klappentext zu Wolf Heicheles eBook offenbart, dass es sich um ein jugendlich geprägtes Urban-Fantasy-Abenteuer handelt. Jugendliche Held(in)en, die überraschend in eine phantastische Parallelwelt geraten, sind in diesem Genre natürlich nichts Ungewöhnliches.
Genau wie in vielen anderen, ähnlich angelegten Büchern funktioniert diese bewährte Ausgangssituation auch hier, um den Leser in die Geschichte hineinzuführen. Über das eigentliche Abenteuer, das die beiden Mädchen mit den Drachen bestehen müssen, soll hier nicht zu viel verraten werden.
Während die Handlung an sich jedoch durchaus gelungen ist und auch in einem sprachlich angenehmen Stil dargeboten wird, muss leider ein etwas mangelnder Tiefgang kritisiert werden. So erfährt der Leser bedauerlicherweise fast nichts über die Familien der Heldinnen oder deren Mitschüler. Selbst das Alter der Mädchen bleibt unerwähnt. Dabei wäre es für das Verständnis ihrer Reaktionen sicher nicht unwichtig, ob sich der Leser eher 12- oder doch schon 15-jährige Schülerinnen vorstellen soll. Es bleibt zu hoffen, dass in diesen Punkten bei einer kommenden Fortsetzung noch etwas ‚nachgelegt‘ wird.

Fazit:
Eine interessante Jugend-Urban-Fantasy, bei der allerdings noch einiges an Potenzial verschenkt wurde.

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Tim Feuervogel: Das Geheimnis um Mystic Shadow

Sebastian Rink
Tim Feuervogel: Das Geheimnis um Mystic Shadow

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Fremde Freunde

Klappentext:
»Ihr seid unsere letzte Hoffnung«
Mit diesem einfachen Satz verändert sich das Leben von Tim und seinen besten Freunden, das Abenteuer Ihres Lebens beginnt!
Sie finden sich in einem ständigen Kampf, um Ihr Leben wieder. Um zu überleben bleibt ihnen nichts anderes übrig, als Regeln zu brechen und so hinter die Geheimnisse ihrer Eltern zu kommen. Sie müssen gute Menschenkenntnis beweisen und lernen mit Trauer und Verrat umzugehen.
Das alles wird auf die Probe gestellt, als sie erfahren, das eine den Menschen verborgene Welt auf ihre Rettung hofft.
So wird es das spannendste, abenteuerlichste und emotionalste Jahr in ihrem Leben.

Rezension:
Tims Eltern ziehen mit ihm nach New York, wo er niemanden kennt. Mit Markus und Cassandra lernt er jedoch bald neue Freunde kennen. Eigenartigerweise verbieten ihm seine Eltern jedoch sofort und ohne einen Grund zu nennen jeden Kontakt mit Cassandra. Hinzukommt, dass Tim zufällig verdächtige Gespräche seiner Eltern belauscht, die diese abstreiten, als er sie damit konfrontiert. Bevor sie es sich versehen, werden Tim und seine Freunde mit nicht logisch erklärbaren Gefahren konfrontiert. Natürlich versuchen sie, die Hintergründe in Erfahrung zu bringen.
Die Ausgangssituation zu Sebastian Rinks Urban-Fantasy-Abenteuer klingt interessant, wenn auch von den Grundvoraussetzungen nicht gänzlich neu. Leider kann die Umsetzung nicht wirklich überzeugen, da die Geschichte fast nur aus einer Aneinanderreihung kritischer Szenen besteht. Kaum lernt der Protagonist seine neuen Freunde kennen, sind sie auch schon engste Freunde. Ein wirkliches Kennenlernen findet nicht statt. Ähnlich verhält es sich mit der restlichen Handlung. So bleibt es dem Leser verwehrt, eine emotionale Beziehung zu Tim oder einer der anderen Personen aufzubauen oder deren Beweggründe auch nur wirklich zu verstehen. Viele Wendungen sind nicht nachvollziehbar. Dieses Buch kann somit nicht ganz überzeugen.

Fazit:
Die durchaus brauchbare Handlungsidee dieser Urban Fantasy leidet an einer nicht gelungenen literarischen Umsetzung.

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Der Seelenspiegel

Jana Engels
Der Seelenspiegel

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Der Weg der Seelen

Klappentext:
Was tun, wenn die Welt völlig aus den Fugen gerät?
Das Leben der Zwillinge Malte und Niklas ändert sich von einem Tag auf den anderen schlagartig: In dem beschaulichen Touristenort Kyllbenden sollen sie im Haus ihrer Tante den Tod der Mutter verarbeiten. Doch nur wenige Tage nach ihrer Ankunft ereignen sich seltsame Dinge im örtlichen Museum: Die kleine Annie wird bewusstlos aufgefunden – direkt vor dem großen Spiegel im hintersten Ausstellungsraum. Die Ärzte stehen vor einem Rätsel.
Zusammen mit Annies Schwester Sarah gehen Malte und Niklas den Ereignissen auf den Grund und müssen feststellen, dass nicht alles in Kyllbenden so ist, wie es scheint. Die Geister der Vergangenheit scheinen die Menschen im Ort heimzusuchen … und schon bald befinden sich nicht nur die Zwillinge in akuter Gefahr.

Rezension:
Nach dem Krebstod ihrer Mutter bricht für Malte und Niklas die Welt zusammen. Da sich ihr Vater in den Alkohol flüchtet, nimmt ihre Tante die 16-jährigen Brüder vorübergehend auf. Sie hofft, dass sich die beiden in ihrem abgelegenen Dorf besser als in der Großstadt sammeln können. Nach dem Schock, hier nicht mal ein funktionierendes Mobilfunknetz zu finden, fangen die Zwillinge an, sich langsam einzuleben. Vor allem mit der gleichaltrigen Tochter des örtlichen Museumsbetreibers, Sarah, verstehen sie sich schnell gut. Doch bei der Eröffnung der neuen Ausstellung passiert es: Sarahs kleine Schwester liegt ohne ersichtlichen Grund bewusstlos vor dem Prunkstück ebendieser Ausstellung, einem historischen Spiegel. Sollte wirklich etwas an den Gruselgeschichten sein, die die alten Leute im Dorf erzählen?
Beim im Klappentext erwähnten Handlungsort Kyllbenden könnte man zunächst an Irland denken. So ging es zumindest mir. Wie sich herausstellt, liegt dieser (fiktive) Ort jedoch in der Eifel. Hier siedelt Jana Engels ihre Urban-Fantasy- oder sogar eher Gruselgeschichte um die 16-jährigen Kölner Zwillinge an. Das Hauptthema der kurzen Geschichte ist dabei – wie sich allerdings erst im Laufe dieser herausstellt – der Tod. Vom noch frisch im Gedächtnis präsenten der eigenen Mutter sensibilisiert, wollen die Jungen dem todesähnlichen Zustand des kleinen Mädchens verstehen – und dessen tatsächliches Sterben damit verhindern. Ein paar zusätzliche Informationen zu den Personen (speziell der Zwillinge und ihrer neuen Freundin Sarah) würden dem Leser allerdings helfen, die konkreten Handlungen besser nachvollziehen zu können. Im Endeffekt stellt sich diese Geschichte als relativ tiefsinniges Grusel-Abenteuer heraus.

Fazit:
Dieses Grusel-Abenteuer um das Sterben spricht nicht nur (relativ) junge Leser an.

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Auf den Spuren der Macht – 2 – Das Versteck des Dämons

Ulrike Münch
Auf den Spuren der Macht – 2 – Das Versteck des Dämons

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Guthmanns Geheimnis

Klappentext:
Lukas und sein Freund Moppel schwelgen noch in Siegerlaune anlässlich ihres erfolgreich bestandenen Abenteuers, als sie erfahren, dass sich in der Villa des verhassten Rektors seltsame Dinge zutragen. Wenn sie glaubten, den Sieg bereits in der Tasche gehabt zu haben, werden sie auf erschreckende Art eines Besseren belehrt.
Nicht nur, dass der tot geglaubte Dämon an einem geheimen Ort von seinen Anhängern gesund gepflegt wird, sondern auch die Tatsache, dass sich ihr geliebter Busfahrer ebenfalls in den Händen des Feindes befindet, zwingt sie, sich erneut in wilde und gefährliche Abenteuer zu stürzen.
Dabei müssen die beiden Freunde an Orte zurück, von denen sie gehofft hatten, sie nie wieder sehen zu müssen. So schlagen sie sich noch einmal durch das Paris des 19. Jahrhunderts, wo sie auf üble Genossen treffen und in einem Kellerverlies fast ihr Leben lassen. Unter den Freibeutern von Käpt’n Fourfingers Mannschaft ergeht es ihnen nicht besser. Dort werden sie in blutige Kämpfe verwickelt und laufen Gefahr, nicht mehr aus der anderen Zeit und Dimension heimkehren zu können.
Doch auch dieses Mal stehen ihnen wieder magische Hilfsmittel und mutige Mitstreiter zur Seite. Überraschenderweise sogar ein alter Bekannter: Der verwegene Pirat, den sie bei ihrem letzten Abenteuer in Paris zurückgelassen hatten. Mit ihm schlagen sie sich durch Raum und Zeit und können nur hoffen, dass sie das Versteck des Dämons rechtzeitig finden, bevor dieser von seinen Anhängern zu neuem Leben erweckt wird, denn dann wäre es um die Welt geschehen …

Rezension:
Lukas und sein Freund Moppel genießen die Ferien. Nach ihrem Abenteuer um das geheimnisvolle Ornament haben sie sich die Ruhe verdient. Diese endet jedoch, als sie erfahren, dass in der Villa ihres ehemaligen Schuldirektors verdächtige Dinge vor sich gehen. Wen können sie um Hilfe bitten? Wie sich herausstellt, ist der Busfahrer, von dem sie wissen, dass er eigentlich ein Drachenritter ist, spurlos verschwunden. Tante Muriels Hinterlassenschaften, in denen sich vielleicht etwas Hilfreiches finden ließe, sind auch nicht mehr auffindbar. Schließlich taucht auch noch Lukasʼ Tante Elli, die er bisher nur aus Briefen kennt, auf und bezieht Muriels altes Haus. Plötzlich stecken die beiden Freunde wieder bis zum Hals in einem Abenteuer, dass sie quer durch Raum und Zeit führt.
Wie bereits im 1. Band ihres jugendlichen Urban-Fantasy-Abenteuers schickt Ulrike Münch ihre Helden auch diesmal wieder auf diverse aufregende Trips. Die meisten Handlungsorte sind den Protagonisten genau wie dem Leser noch in Erinnerung. Auch der Großteil der handelnden Personen ist bereits aus Band 1 vertraut, was eine längere Einleitung überflüssig macht. Somit geht es diesmal ohne größere Einführung direkt ins Abenteuer hinein. Dabei behält die Autorin das im letzten Band bewährte Grundmuster bei, die beiden Jungs zwischen den einzelnen Abenteuern immer wieder für einige Zeit in ihren relativ ereignisarmen Alltag, in dem sie zur Untätigkeit verbannt sind, zurückkehren zu lassen. So kann Lukasʼ und Moppels Abenteuer auch in dieser Fortsetzung junge und junggebliebene Leser fesseln.

Fazit:
Auch Band 2 der Jugend-Urban-Fantasy-Reihe versteht es, seine Leser bei der Stange zu halten.

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Ætheragenten – 3 – Gregory Ferrington-Roycroft und die Kraft des Dreizacks

Tanja Schierding
Ætheragenten – 3 – Gregory Ferrington-Roycroft und die Kraft des Dreizacks

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In Neptuns Welt

Klappentext:
„Jaidon Harper ist entkommen. Ich nehme an, dass ihr ein persönliches Interesse daran habt, ihn wieder in Justitias Arme zurückzuführen und habe deshalb um diesen Auftrag gebeten.”
– Arthur Wilbanks alias Peverell Primeaux
Dem erfolgreichen Team Eagle ist keine Verschnaufpause vergönnt. Bevor sie sich jedoch auf die Suche nach dem geflüchteten Verbrecher machen können, gilt es, einen alten Kameraden zurück ins Team zu holen.
Auf der abenteuerlichen Reise ins schottische Hochland erhält das Team unerwarteten Zuwachs. Zum Kennenlernen fehlt ihnen allerdings die Zeit. Eine desaströse Abfolge von Fehlern und Zufällen zwingt sie, sofort die Verfolgung einer Flüchtigen aufzunehmen. Doch dann werden die Jäger selbst zur Beute und finden sich an einem sagenumwobenen Ort wieder, von dem es kein Entrinnen gibt.
Drohen die Agenten zum ersten Mal zu scheitern?

Rezension:
Harper ist entkommen – und seine Tochter Amanda weigert sich, bei seiner Wiederergreifung zu helfen. Dabei war sie doch selbst mal Agentin. Zusammen mit Lori und Weston begibt sich Gregory auf die Suche nach Markus, weil alle hoffen, dass dieser Amanda zum Reden bringen kann. Doch alles läuft anders als geplant; zuerst bekommt die Gruppe unerwarteten Zuwachs, und dann läuft das Verhör auch noch komplett aus dem Ruder. Bevor sie es sich versehen, befinden sich Greg und sein Team an einem Ort, der definitiv nicht auf ihrem Plan stand.
Im mittlerweile 3. Band ihrer Steam-Punk-Reihe mit Fantasy-Elementen „Ætheragenten“ richtet Tanja Schierding das Augenmerk zunächst auf die zwischenmenschlichen Probleme der jungen SIS-Agenten. Etwa zur Mitte des Buches kommt es allerdings zu einer überraschenden Wendung, die zur Folge hat, dass der aktuelle Auftrag des Teams in den Hintergrund rückt. Die Autorin beweist, dass ihr die Ideen für interessante Handlungsorte und Plots noch nicht ausgehen. Mit ihrem Stil schafft sie es, ihre Leser geistig in Gregorys vom Æther beherrschte Welt eintauchen zu lassen. Die weitere Entwicklung der Reihe sollte man im Auge behalten.

Fazit:
Auch im neuen Band der Steam- oder besser Æther-Punk-Reihe bleiben die Abenteuer des jungen Teams interessant.

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Elementz

Jenny Rubus
Elementz – 1 – Luft im Bauch

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Ausflug nach Lemuria

Klappentext:
Was zum Teufel ist „Lemuria“?
Rika hat davon noch nie gehört, aber sie will die unbekannte Welt kennenlernen, wo doch zwei schräge Typen von dort auf der Suche nach Hilfe ausgerechnet in ihr Zimmer platzen. Umgehend packt sie und folgt ihnen, um diese fremde Welt „Lemuria“ zu retten.
Doch der anfangs quietschbunte Ausflug entpuppt sich schnell als Beginn einer lebensmüden Aktion. Bald schon steckt Rika bis zum Hals im Kampf gegen einen abtrünnigen Untoten, der ganz Lemuria in einen riesigen Friedhof verwandeln will.
Rika und ihre neuen Freunde nehmen einen schier aussichtslosen Kampf auf.
Wie gut, dass ihnen dabei wenigstens die Elemente zur Seite stehen …meistens.

Rezension:
Nach einem Streit mit ihrer Mutter, die ihr selbst in den Ferien verbietet, mit Freundinnen einen Ausflug zu unternehmen, bleibt die 16-jährige Rika frustriert alleine zuhause zurück. Als sie im Haus ein Geräusch hört, denkt sie zuerst an Einbrecher. Schnell stellt sie jedoch fest, dass es sich bei den beiden jungen Männern (oder Wesen?) anscheinend um Außerirdische handelt, die von einem magischen Gegenstand ohne ihre Absicht zur Erde gebracht wurden. Merkwürdigerweise sprechen die beiden Besucher fließend Deutsch – und laden Rika ein, mit ihnen nach Lemuria, ihrer Heimat, zu kommen. Der Planet wird von Naturkatastrophen heimgesucht, und die Besucher denken, dass das Artefakt sie deshalb zu Rika brachte, weil diese helfen kann. Nach kurzem Zögern stimmt Rika zu. Auf Lemuria angekommen, muss sie jedoch feststellen, dass ihr Ausflug lebensgefährlich werden könnte.
Mit Besuchern aus einer fremden Welt, die einen irdischen Teenager zum Besuch ebendieser Welt einladen, hat wohl jeder Urban-Fantasy-Fan schon Bekanntschaft gemacht. Ganz neu ist diese Grundidee nicht. Jenny Rubus gelingt es im Auftakt dieser neuen Reihe um Rika und ihre lemurianischen Freunde jedoch, diesem Setting durchaus neue Aspekte abzugewinnen. Dass die Protagonistin zumindest diesen Band überlebt, stellt wohl weder eine Überraschung noch einen wirklichen Spoiler dar. Schließlich wird sie ja noch für die Fortsetzungen gebraucht. Eine Erkenntnis gegen Ende des Buches dürfte für den Leser jedoch genauso überraschend wie für Rika selbst sein.
Stilistisch kann die Geschichte durchaus überzeugen. Leider bleiben die meisten Charaktere eher blass und ohne Hintergrund. Selbst Rika als Hauptperson bekommt erst im fortgeschrittenen Verlauf etwas Tiefe. Erst ganz am Ende deutet sich an, dass sich dies in den Fortsetzungen ändern könnte. Potenzial für Rikas kommende Abenteuer ist jedenfalls eindeutig erkennbar, sodass zu hoffen ist, bald neues aus Lemuria zu erfahren.

Fazit:
Dieses Urban-Fantasy-Abenteuer für junge und junggebliebene Leser verspricht auch für die kommenden Bände gute Unterhaltung.

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Im Zeichen des Lotus – 14 – Das Leben einer Puppe

Valerie Loe
Im Zeichen des Lotus – 14 – Das Leben einer Puppe

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Erinnerungen

Klappentext:
Jede Nacht, ungesehen, unbemerkt von den Menschen, wird ein Krieg gefochten. Seit mehr als tausend Jahren treffen sich in den Schatten zwei Mächte, Chaos und Ruhe, Feuer und Eis, die ihre Schlachten schlagen bis zum Ende aller Zeit.
„Es wird ein Neubeginn, lasst uns also den Staub von unseren alten Seelen pusten.“
Derek beschließt, nicht noch länger auf den verschollenen Freund zu warten, die Silver müssen handeln. Um noch eine Chance im Kampf gegen den Feind zu haben, müssen sie ihre Isolation aufheben und mit vergessenen Traditionen und dem Erbe der Geschichte einen neuen Weg finden. Werden sich neue Verbündete finden?
Währenddessen rollt Penelope ihre Geschichte auf. Wer sind Hope und Hel, auf die so viel gesetzt worden war? Kann die junge Frau alle ihre Fragen beantworten und was führte die Göttin im Schilde, ist sie wirklich auf ihrer Seite oder spielt sie auch nur ein perfides Spiel?

Rezension:
Penelope und Titus harren geschwächt in ihrem Versteck aus. Sie könnten dringend Hilfe gebrauchen, haben aber keine Möglichkeit zur Kontaktaufnahme. Allerdings bekommt Nell zunehmend wieder Zugang zu ihren Erinnerungen. Das Puzzle ihrer Vergangenheit setzt sich zusammen, wobei ihr einige Zusammenhänge weiterhin undurchschaubar bleiben. Währenddessen sieht es auch für Oz nicht gut aus. Er ist nach wie vor gefangen. Die restlichen Silver erwachen jedoch langsam aus ihrer Lethargie. Ihnen ist klar, dass sie endlich aktiv werden müssen.
Im mittlerweile 14. Band ihrer Urban-Fantasy-Reihe „Im Zeichen des Lotus“ löst Valerie Loe das Rätsel um Penelope weitgehend auf. Alles deutet darauf hin, dass sich die Handlung der kommenden Bände wieder stärker auf den Kampf gegen die Nim konzentrieren könnte. Auch Ozʼ Auseinandersetzung mit seinen ‚alten Freunden‘ dürfte demnächst stärker in den Fokus gelangen, denn immerhin schmückt sein Kopf das Cover der aktuellen Staffel. Der Autorin bleibt also ausreichend Raum, ihre mittlerweile etablierte Geschichte spannend weiterzuentwickeln. Sorgen, ihr könnten die Ideen ausgehen, brauchen sich die Leser der Reihe zumindest vorerst wohl nicht zu machen.

Fazit:
Das Puzzle um Nell setzt sich zusammen. Diesmal bekommt der Leser einige seit langem erwartete Informationen.

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Gerwod – 1 – Das Artefakt

Salvatore Treccarichi
Gerwod – 1 – Das Artefakt

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Die Macht der Skelette

Klappentext:
Tauchen Sie ein in das neue und abenteuerliche Fantasyepos Gerwod!
Die Geschichte spielt in einer phantastischen und mittelalterlichen Welt voller Magie und neuartiger Geschöpfe. Es ist eine Welt, die zwar von den Menschen beherrscht, jedoch auch von vielen der sogenannten Alten Völker bewohnt wird. Die friedlichen Waldkehre, die magiebegabten Zähhäuter und die hünenhaften Nachtalpe gehören zu den Alten Völkern.
Dieses Buch ist der Auftakt der mehrteiligen Saga um Gerwod.
Ein unscheinbarer Waldkehr ist es, der durch den mysteriösen Fund eines alten Artefaktes den ewigen Kampf zwischen Gut und Böse neu entfacht. Er lockt böse Mächte hervor, die von da an die Welt mit Krieg und Chaos überschütten wollen. Dazu mischen sich geheimnisvolle Ordensritter und Magier in den Konflikt ein.
So beginnt ein Wettkampf um das Artefakt, bei dem auch der Waldkehr mit einigen seiner Bekannten, einem Nachtalp und einem Zähhäuter, in eine abenteuerliche Geschichte verwickelt wird. Auf ihrem Weg begegnen der Waldkehr Gerold und seine Gefährten anderen ungewöhnlichen Kreaturen wie den Sandläufern, den Nachtgreifen, Schwarzfaltern, Lupinern, Gelblingen, Eislern und Luftdingern.
Auch wenn die Geschichte märchenhaft beginnt, so entwickelt sie sich rasant zu einem spannenden und gruseligen Fantasyabenteuer.
Die Gerwod-Serie richtet sich an alle Fantasyfans, die sich mit auf die lange Reise durch eine vollkommen neu erdachte phantastische Welt begeben möchten.

Rezension:
Der Waldkehr Gerold verdient seinen Lebensunterhalt mit der Such nach Schätzen. Im an sein Heimatdorf angrenzenden Alten Wald gibt es da einiges zu finden, denn hier fand vor 321 Jahren die letzte Schlacht des großen Krieges statt, des Krieges, mit dem die Existenz der Magie endete. Als er eines Tages die Überreste einiger der damaligen Kämpfer findet, scheint das sein großes Glück zu sein. Der Wert der alten Rüstungen und Waffen dürften ihn für einige Jahre ernähren können – falls er es schafft, dass diese Fundstelle sein Geheimnis bleibt. Und dann ist da noch dieser mysteriöse Kasten, den eines der Gerippe bei sich trägt. Schon bei der Berührung fühlt Gerold, das dieser irgendwie außergewöhnlich ist. Obwohl er mit den Überresten längst toter Krieger alleine auf der Lichtung ist, meint Gerold, eine Stimme zu hören. Bald stellt sich heraus, dass in diesem Kasten eine mächtige Magie verborgen ist. Die im Dorf lebenden Zähhäuter sind überzeugt, mit dieser viel Gutes tun zu können. Schnell stellt sich jedoch auch heraus, dass die Wiederauferstehung der Magie auch zum erneuten Aufflammen alter Feindschaften führt. Für alle Einwohner des Dorfes und des ganzen Landes brechen äußerst unruhige Zeiten an.
Salvatore Treccarichis Werk kann man wohl als episch bezeichnen. Alleine dieses Buch umfasst rund 500 Seiten, wobei die Reihe bisher aus 6 Bänden ähnlichen Umfangs besteht. Bereits am Anfang lässt sich der Autor viel Raum, um alle beteiligten Wesen detailliert zu beschreiben. So weiß der Leser genau, wie er sich Waldkehre, Zähhäuter und Nachtalpen vorzustellen hat. Auch die erst später ins Spiel kommenden Wesen werden ihm intensiv vorgestellt. Genau in diesem Detailreichtum liegt jedoch auch das Problem des Buches, denn ähnlich minutiös werden sämtliche vorkommenden Örtlichkeiten und Handlungen dargestellt. Bei den zahlreichen Kämpfen kommt es einem beim Lesen so vor, als würde beinahe jeder einzelne Schwerthieb beschrieben. Auf diese Weise zieht sich die eigentlich interessante Handlung teilweise recht zähflüssig dahin. Dabei muss man allerdings feststellen, dass der Schreibstil durchaus gut lesbar und die fantasievolle Handlung fesselnd sind. Das Problem liegt lediglich in der schon fast extremen Ausführlichkeit der Schilderungen. Eine deutliche Straffung würde der Geschichte, die diverse gute Ideen beinhaltet, eindeutig guttun.

Fazit:
Der Anfang eines ideenreichen Fantasy-Abenteuers, dessen Leser sich jedoch auf ausgesprochen epische Schilderungen einlassen müssen.

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Die ägyptischen Abenteuer von Kathryn Black – 6 – Sechmets Zorn

Graham Warren
Die ägyptischen Abenteuer von Kathryn Black – 6 – Sechmets Zorn

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Thutmosisʼ Probleme

Klappentext:
In Sechmets Zorn, dem 6. Band der Serie „Die ägyptischen Abenteuer von Kathryn Black“, versuchen Kate, Alex und Kairo herauszufinden, warum man sie von Luxor, ihrem Beschützer Ramses und ihrer gesamten historischen Familie ferngehalten hat. Irgend etwas muss vor sich gehen, in Luxor ist es sonst nie so ruhig, jedenfalls nicht wochenlang. Die Leute aus der Vergangenheit sind nicht so, Leute aus der Vergangenheit bleiben nie lang friedlich.

Rezension:
Wie Kate, Alex und Kairo bereits nach der Wiederbeschaffung von „Anchtifis Papyrus“ im letzten Band vermuteten, dienten sowohl dieser als auch verschiedene neue Zwischenfälle hauptsächlich dazu, sie vom eigentlichen ‚Tatort‘ abzulenken. Nur was will man vor ihnen verbergen – und wer ist vor allem „man“? Die Tatsache, dass sowohl Nachtifi als auch Thutmosis anscheinend spurlos verschwunden sind, weckt den Verdacht der Freunde. Oder sollten das wieder nur Ablenkungsmanöver sein? Dass Sachmet etwas mit dem Durcheinander im Jenseits zu tun hat, scheint zumindest festzustehen. Eine der wenigen Spuren führt nach Deutschland, wo Alexʼ Stiefvater derzeit lebt.
Mit diesem 6. Band endet Graham Warrens Urban-Fantasy-Abenteuer um die junge Britin Kathryn Black und deren Freunde. Auch diesmal bekommen diese es natürlich wieder mit den Problemen ihrer ‚historischen Familien‘ und anderer Leute aus dem Jenseits zu tun und müssen dabei einige gefährliche Abenteuer überstehen. Wie gewohnt geht es dabei spannend, dank einiger humorvoller Episoden aber auch unterhaltsam zu. Leider zählt das eigentliche Finale eher zu den schwächeren Momenten der ansonsten sehr gelungenen Reihe. Der beinahe schon schnulzige Abschluss, bei dem obendrein einige über längere Zeit aufgebaute Fragen unbeantwortet bleiben, enttäuscht in dieser Hinsicht etwas. Auch wenn dieser Band ansonsten das von den vorhergehenden 5 gewohnte hohe Qualitätsniveau durchaus halten kann, wäre ein befriedigenderer Abschluss zu wünschen gewesen, wobei diese Kritik allerdings ausschließlich die letzten beiden Kapitel betrifft. Fans der „Die ägyptischen Abenteuer von Kathryn Black“-Reihe werden auf diesen Abschied von den 3 abenteuerlustigen Freunden natürlich trotzdem keinesfalls verzichten wollen. Aber vielleicht veröffentlicht der Autor ja irgendwann doch noch eine Fortsetzung, in der es noch einige Antworten gibt? Band 3 stellte ja auch schon ein vermeintliches Ende dar.

Fazit:
Kathryn Blacks Abenteuer enden, wo sie begannen: in Ägypten. Dieses Buch stellt den Abschluss der abenteuerlichen Urban-Fantasy-Reihe dar.

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Nachtkämpfer – 1

Linda Winter
Nachtkämpfer – 1

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Der Dschungel der Großstadt

Klappentext:
Eine Gruppe junger Kämpfer beschützt die Bevölkerung New Yorks vor den Kreaturen der Nacht
Die Kinder der Nacht leben parallel zur Menschenwelt, unerkannt, doch gefährlich. Dämonen, Werwölfe und Vampire. Seit Anbeginn der Zeit sind die Nachtkämpfer damit betraut, diese Kreaturen zu bekämpfen. Krieger, Ritter, Jäger sowie Magier werden darauf trainiert sie in Schach zu halten, die Menschheit vor ihnen zu beschützen und das Geheimnis zu bewahren. Doch genau dieses droht nun entdeckt zu werden, denn die Kreaturen wandern in die Städte und verändern sich. Um der Situation Herr zu werden, beruft der Nachtrat die besten Kämpfer nach New York um sie zu Stadtkämpfern auszubilden. Unter ihnen befinden sich die einundzwanzigjährige Jägerin Cleo und ihr bester Freund Jim, der Krieger Loki, die Magierin Mia sowie die drei Ritter Tobias, Oli und Vera. Aus den unterschiedlichsten Regionen der Erde stammend und grundverschieden müssen sich die sechs jungen Nachtkämpfer als Einheit den Gefahren und Herausforderungen stellen, welche sie mit dem Experiment Stadtnachtkämpfer erwartet.

Rezension:
Als Nachtkämpferin ist es Cleos Job, in den Weiten Sibiriens Kreaturen der Nacht zu jagen. Vampire, Werwölfe und diverse andere hinterhältige Geschöpfe sind ihre Gegner. Loki bekämpft in Schottland ähnliche Probleme, genau wie Tobias und Oli in Australien oder Mia in Japan. So ähnlich ihre Aufgaben sind, so unterschiedlich sind die Charaktere der Nachtkämpfer, die unterschiedlichen Kasten angehören. Als sich jedoch in New York eine wahre Epidemie der dunklen Wesen anbahnt, braucht der Nachtrat seine besten Leute dort. Obwohl diese alle lieber in ihrem bisherigen Einsatzgebiet als Einzelkämpfer weiterarbeiten würden, lässt man ihnen keine Wahl. Sie müssen ein Team bilden. Das Problem dabei ist, dass sich Jäger wie Cleo, Krieger wie Loki, Ritter wie Tobias und Oli sowie Magier wie Mia traditionell nicht ausstehen können. Wird es das gemeinsame Ziel schaffen, die so verschiedenen Nachtjäger zusammenzuführen?
Die Linda Winters neuer Urban-Fantasy-Reihe zugrundeliegende Idee klingt irgendwie vertraut und doch auch wieder neu. Ein Team von Kämpfern, das möglichst unbemerkt von ‚normalen‘ Menschen mitten in einer Großstadt Geschöpfe der Nacht jagt, klingt durchaus interessant und könnte spannend werden. Zumindest in diesem Auftaktband der Reihe finden Interaktionen mit phantastischen Gegnern jedoch nur in wenigen Szenen statt. Den weitaus größeren Teil nimmt der ‚Zickenkrieg‘ zwischen den (auch männlichen) Nachtkämpfern ein. Ein Urban-Fantasy-Feeling kommt dabei kaum auf.
Dem bisher geäußerten Kritikpunkte könnte man zugutehalten, dass dieser Band erst die Einleitung in die eigentliche Handlung darstellt, in der das Fantasy-Element dann hoffentlich einen größeren Raum einnehmen wird. Allerdings muss man auch den sprachlichen Feinschliff bemängeln. Insbesondere die Zeitformen werden teilweise recht wild durcheinandergemischt. Hier wäre eine gründliche Überarbeitung angeraten. Alles in allem muss man sagen, dass nach diesem Band noch nicht absehbar ist, inwieweit sich diese Reihe hin zu einer interessanten Handlung entwickeln kann.

Fazit:
Dieser Auftakt zu einer Urban-Fantasy-Reihe im wörtlichen Sinn bietet noch einiges Verbesserungspotenzial.

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