Geheimnis der Götter – 3 – Feuer der Rebellion

Saskia Louis
Geheimnis der Götter – 3 – Feuer der Rebellion

St,rSt,rSt,rSt,rSt,r

Probleme mit den Eltern

Klappentext:
Nym weiß, wer sie ist. Jetzt muss sie sich entscheiden, wer sie sein will.
Unter dem wachsamen Auge der Götter lernt sie Bistaye und die Garde neu kennen und muss schon bald eine Reihe an folgenschweren Entscheidungen treffen.
Während Levi von seiner Vergangenheit eingeholt wird und Vea ihre Zukunft bestimmen muss, kristallisiert sich immer deutlicher heraus, dass das Geheimnis der Götter nur an einem Ort zu finden ist: In den Tiefen der Kreisberge …

Rezension:
Nachdem Jeki seine Verlobte Salia ‚gerettet‘ hat, beginnt diese, sich langsam wieder an ihr altes Leben bei der Göttlichen Garde zu erinnern. Da sie allerdings weiter auch die Erinnerung an ihre Abenteuer als Nym in sich trägt, zweifelt sie an den Göttern. Unterdessen plant Levi die Befreiung seiner Nym. Dabei kommt ihm allerdings ein Kontaktaufnahmeversuch seines Vaters in die Quere. Obendrein scheinen sein Verbündeter Jaan und die Regierung seines Heimatlandes Asavez Pläne zu schmieden, von denen er nichts ahnt. Salias/Nyms Schwester Vea scheint in all dem eine Rolle zu spielen, von der sie selbst nichts weiß.
Auch diesmal wird die Handlung des vorhergehenden Bandes wieder nahtlos fortgesetzt. Wie ich bereits in meiner Rezension zu Band 2 vermutete, wird das Handlungsgeflecht mit jeder neugewonnenen Erkenntnis noch komplexer. Im Gegensatz zu vielen vergleichbaren Fantasy-Geschichten stellt die Autorin Saskia Louis die abenteuerliche Handlung ins Zentrum des Geschehens, während die romantischen Interessen zwar immer im Hintergrund mitschwingen, jedoch nie Überhand nehmen. Oft diesen sie eher dazu, humorvolle Momente zu begründen. Mein Lieblingszitat in dieser Hinsicht ist eindeutig dieses:
„Er würde Tujan nur allzu gerne in die Finger bekommen. Die Frage war nur: Würde Nym ein Problem damit haben, wenn er ihren Verlobten umbrachte?
Er selbst sah da nichts Schlechtes dran, aber Frauen hatten ja die verdrehtesten Gedankengänge. Sie könnte das falsch auffassen.“
Trotz allem bleibt diese Reihe primär ein spannendes Fantasy-Abenteuer, das durch die geschickten Verkettungen der Handlungsstränge ständig spannend bleibt. Dass die Auflösung der Hintergründe im abschließenden 4. Band bestimmt die eine oder andere Überraschung bieten dürfte, ist kaum anzuzweifeln.

Fazit:
Der vorletzte Band der Reihe lässt für jedes gelöste zahlreiche neue Rätsel in Erscheinung treten und schürt so die Erwartungen fürs Finale.

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Das Erbe der Macht – 12 – Allmacht

Andreas Suchanek
Das Erbe der Macht – 12 – Allmacht

St,rSt,rSt,rSt,rSt,r

Showdown in Iria Kon

Klappentext:
Das Finale ist da!
Max hat einen waghalsigen Plan gefasst. Zusammen mit seinen Freunden tritt er eine Reise an, um einen geheimnisvollen Plan auszuführen. Doch schon ein falscher Schritt kann das Ende bedeuten.
Unterdessen sammelt Johanna ihre Armee, um Iria Kon anzugreifen. Doch die Schattenfrau erwartet sie bereits.
Das Ende des ersten Zyklus wird alles verändern. Sei dabei, wenn Streitmacht und Allmacht aufeinander treffen und die Weichen für die Zukunft neu gestellt werden.

Rezension:
Nachdem die Schattenfrau alle 3 Sigilsplitter in ihren Besitz bekommen konnte, besitzt sie die magische Allmacht. Es gibt fast nichts, das ihrer Magie widerstehen könnte. Auch wenn die gesamte Kampfkraft der Lichtkämpfer zusammengezogen wird, um ihre Bastion im antiken Iria Kon anzugreifen, ist die Wahrscheinlichkeit eines Erfolgs eher gering einzuschätzen. Die einzige Hoffnung liegt auf Maxʼ geheimnisvollem Plan, den er zusammen mit seinen Freunden in Angriff nimmt. Doch dieser ist nicht nur gefährlich, sein Erfolg ist überdies äußerst zweifelhaft.
Im 12. Band seiner Urban-Fantasy-Reihe „Das Erbe der Macht“ bläst Andreas Suchanek zum großen Finale – und das sogar mit der doppelten Länge der bisherigen Bände. Aber keine Sorge; es ist nur ein Staffelfinale! Wie man es von ihm gewohnt ist, legt der Autor bei dieser Gelegenheit gleich wieder zahlreiche Spuren zu in den folgenden Bänden zu erwartenden Handlungssträngen. Trotzdem wird hier ein gewisser Schussstrich gezogen, genauer gesagt unter den die bisherige Handlung dominierenden Erzählstrang um die Schattenfrau.
Dem für seine unter Dauerspannung stehenden, extrem komplex aufgebauten Geschichten bekannten Autor ist mit diesem Band wieder ein Meisterwerk mit unzähligen Überraschungen gelungen. Allen Fans dieser Reihe werden beim Lesen wohl an manchen Stellen die Herzen beinahe stehenbleiben, so sehr wird die Spannung in die Höhe getrieben. Genau so müssen (elektronische) Heftromanreihen aussehen!

Fazit:
Dieses spannungsgeladene Staffelfinale mit einigen Überraschungen ist für alle Fans der „Das Erbe der Macht“-Reihe schlichtweg ein Muss!

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Fatebound – 1 – Bund der Verstoßenen

Bjela Schwenk
Fatebound – 1 – Bund der Verstoßenen

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Die Seiten der Magie

Klappentext:
*** Vier Gefährten. Zwei gespaltene Reiche. Eine Bestimmung***
Als Kaya ihre Heimatinsel verlässt, um zu beweisen, dass sie würdig ist, eine Erwachsene genannt zu werden, ahnt sie nicht, dass das Schicksal sie auf eine harte Probe stellen wird. Denn der Kontinent ist in Aufruhr: Barbarenhorden verwüsten das Land, die Reiche der Welt sind im Umsturz und über all dem Chaos schwebt eine Prophezeiung, so alt und unergründlich wie die Welt selbst. Zusammen mit Tkemen, einem gefallenen Ordenskrieger, Elais, einer ausgestoßenen Elfenmagierin auf der Suche nach ihrer Bestimmung, und ihrem Jugendfreund Haku, der ihre Seelenverwandtschaft zu Tieren teilt, stößt Kaya in das Landesinnere vor und die bunte Gruppe wird unversehens in ein tödliches Spiel aus Magie, Intrigen und Hass verstrickt.
Das Schicksal ruft nach ihnen. Und mit ihm eine dunkle Macht, die den Kontinent und sie selbst ins Verderben stürzen will.
Actiongeladene High-Fantasy in einer atemberaubenden Welt voller Licht, Schatten und Magie.

Rezension:
Aus Überzeugung schloss sich der junge Adlige Tkemen einem Orden an, dessen Ziel es ist, den Kaiser zu schützen. Als dieser jedoch ermordet wird und seine ehemaligen Gefährten ihn für den Mörder halten, bricht er auf, um in der Fremde Unterstützer für sein Vorhaben zu finden, den rechtmäßigen Nachfolger auf den Thron zu bringen. Unterwegs trifft er auf Kaya, die wie alle 15-jährigen ihres Volkes auf eine Initiationsreise geschickt wurde. Als sie schließlich noch auf Elais, eine Elfe, die wegen Magiegebrauchs aus ihrem Volk verstoßen wurde, und Haku, den Kaya von klein auf kennt und der wie sie auf seiner Initiationsreise ist, treffen, ist die Gemeinschaft komplett. Doch zuvor gilt es, das gegenseitige Misstrauen zu überwinden.
Da es sich bei „Bund der Verstoßenen“ um den Auftakt zu Bjela Schwenks „Fatebound“-Reihe handelt, ist es nicht allzu überraschend, dass das eigentliche Abenteuer der erst frisch gefundenen Gefährten am Ende des Bandes gerade erst beginnt. Im Gegensatz zu vielen anderen eBook-Reihen, bei denen sich der Umfang der einzelnen Bände eher an klassischen Heftromanen orientiert, hat dieses Buch mit rund 300 Seiten jedoch Romanlänge. Und obwohl viel passiert und es kaum Längen gibt, reicht der Raum nicht einmal, die Hintergründe der 4 Protagonisten vollständig darzustellen. Auch Aufbau und Motivation der verschiedenen Reiche und Völker wurden bisher nur angedeutet und sind für den Leser noch nicht gänzlich durchschaubar. Insofern ist wohl davon auszugehen, dass das komplette Setting im weiteren Verlauf der Reihe noch epische Züge annehmen dürfte.
Der Autorin gelingt es, bei ihren Lesern trotz des relativ langsamen Ausrollens der für ihn neuen Welt keine Langeweile aufkommen zu lassen. An manchen Stellen könnte man sich als Leser allerdings wünschen, Hintergrundinformationen schon zum Zeitpunkt eines Ereignisses zu kennen und nicht erst erheblich später zu erfahren. Deshalb erscheint manche Begebenheit zunächst schwer nachvollziehbar. In dieser Hinsicht besteht für die folgenden Bände noch etwas Optimierungspotenzial. Trotzdem dürfte es lohnen, diese Reihe im Blick zu behalten, da das Setting einiges Potenzial bietet und eine interessante weitere Entwicklung verspricht.

Fazit:
Der Auftakt einer Geschichte, die zu einem ausgewachsenen Fantasy-Epos werden könnte.

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Lila Winkelbaum und das Geheimnis der Zeituhr

Julian Wolf
Lila Winkelbaum und das Geheimnis der Zeituhr

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Das Geheimnis des Direktors

Klappentext:
Gleich am ersten Tag an Lilas neuer Schule steht ein Besuch im Museum auf dem Programm. Eine Ausstellung über die Zeit – wie langweilig! Doch dann wird aus dem Museum ein wertvolles Ausstellungsstück gestohlen: eine ägyptische Sonnenuhr, mit deren Hilfe man durch die Zeit reisen kann.
Lila ist sofort Feuer und Flamme, und macht sich gemeinsam mit ihrer Freundin Jane an die Aufklärung des Diebstahls. Als dann noch ein zweiter magischer Gegenstand gestohlen wird, überschlagen sich die Ereignisse. Und dann kommen auch noch die „kleinen Freunde“ ins Spiel – geheimnisvolle Wesen aus der 5. Dimension.

Rezension:
Johanna Evelyn Miranda Liliane Winkelbaum, die ihren Namen hasst und lieber nur Lila genannt werden möchte, ist neu auf dem Gymnasium und kennt die meisten ihrer Mitschüler noch nicht. Trotzdem ist sie sich mit ihnen einig, dass die Sonderausstellung zum Thema „Zeit“, die die Lehrerin mit ihnen besucht, ziemlich langweilig ist. Das ändert sich allerdings schlagartig, als der Museumsdirektor, der die Klasse höchstpersönlich führt, den Diebstahl des Prunkstücks der Ausstellung, einer altägyptischen Zeituhr, welche der Legende zufolge Zeitreisen ermöglichen soll, bemerkt. Lila und ihrer neuen Freundin Jane fallen einige Unstimmigkeiten auf. Sie beschließen, selbst Nachforschungen anzustellen. Schnell wird der Museumsdirektor selbst zu ihrem Hauptverdächtigen.
Dass sich Julian Wolfs Detektivabenteuer hauptsächlich an junge Leser wendet, machen schon Cover und Klappentext deutlich. Anders als letzterer vermuten lässt, spielen Fantasy-Elemente in diesem Buch jedoch nur eine untergeordnete Rolle. Der Fokus liegt eindeutig auf der Suche der beiden Mädchen nach dem gestohlenen historischen Artefakt. Der recht geradlinige Erzählstil ist dabei wohl dem anvisierten Alter der Zielgruppe zuzuschreiben. Die wahren Zusammenhänge des Diebstahls sind trotzdem raffiniert ausgetüftelt und führen – wie bei Detektivstories üblich – zuerst auf diverse falsche Fährten. Leider trüben ein paar Logiklücken den ansonsten guten Eindruck der Geschichte etwas. Ob diese Lesern in Lilas Alter (etwa 10 Jahre) allerdings überhaupt auffallen, muss offenbleiben.

Fazit:
Ein spannendes, mit Fantasy-Elementen angereichertes Detektivabenteuer für junge Leser.

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Die Artuslinde

Manuela O. Tietsch
Die Artuslinde

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Artusʼ Wunsch

Klappentext:
Zutaten:
1 Comiczeichnerin aus dem 21. Jahrhundert
1 zauberkräftige Linde*
1 Artusritter*
1 Wahre Liebe
je 1 Prise Freude und Leid
1 Zauberer, Merlin*
*aus biologischem Anbau
Zubereitung:
Den Lieblingsplatz aufsuchen, schöne Musik einschalten.
Die angerichteten Zutaten Zeile für Zeile, Seite für Seite lesen und genießen.
Warnung:
Nicht zu schnell verschlingen, es besteht Suchtgefahr.

Rezension:
Den Klappentext dieses Buches kann man wohl eindeutig als unkonventionell bezeichnen. Da stellt sich natürlich die Frage, was man davon erwarten kann. Manuela O. Tietsch schickt ihre „Comiczeichnerin aus dem 21. Jahrhundert“ per Zeitreise in Artusʼ Zeit, wo sie auf den (garantiert ohne Kunstdünger aufgezogenen) Ritter trifft. Dann kommt auch schon Zutat Nummer 4 ins Spiel. Mit anderen Worten: Diese Zeitreise-Fantasy entpuppt sich als Romantasy. Die Rolle eines schottischen Schreiners (aus dem 21. Jahrhundert), der zwischendurch immer wieder in kurzen Zwischenkapiteln auftaucht, stellt sich erst ganz am Ende heraus.
Aber der Reihe nach: Die gerade arbeitslos gewordene Comiczeichnerin Helene macht mit dem Rad einen Ausflug. Eine hinter einer dichten Hecke verborgene Lichtung mit einer majestätischen Linde bietet an dem warmen Tag die ideale Möglichkeit zur Rast. Helene schläft ein – und als sie wieder aufwacht, hat sich die Welt außerhalb der Lichtung radikal verändert. Nicht nur, dass ihr Fahrrad verschwunden ist, scheinen die merkwürdig gekleideten Menschen, denen sie begegnet, vor ihr und ihrem Auftreten Angst zu haben. Als ihr schließlich auch noch gerüstete Ritter über den Weg reiten, begreift Helene, dass hier etwas ganz und gar nicht stimmt. Ein durch Verletzungen entstellter Burgherr nimmt sich schließlich Helenes an. Dieser stellt sich als Gefolgsmann des berühmten Artus heraus. Helene erfährt, dass auch Merlin tatsächlich an dessen Hof lebt. Wer, wenn nicht der, könnte ihr helfen, wieder in ihre eigene Zeit zurückzukehren? Nachdem sie sich in ihren Retter verliebt, ist sie sich jedoch plötzlich nicht mehr sicher, ob sie das überhaupt will.
Wie bereits erwähnt, trifft Romantasy hier auf Zeitreise-Story. Zumindest letztere kann einige interessante Ideen vorweisen, bei denen sich die Protagonistin durch ein Abenteuer in einer ihr fremden Umgebung kämpfen muss. Das ergibt eine durchaus interessante Handlung mit einigen spannenden Wendungen. Allerdings tritt der Romantik-Aspekt zwischendurch immer wieder in den Vordergrund. Ob man das mag, ist natürlich vor allem Geschmackssache. Der gelungene Stil der Autorin kann jedoch auch dieser Zutat eher abgeneigte Leser bei der Geschichte halten.

Fazit:
Ein interessantes Zeitreise-Abenteuer im Umfeld von Artus und Merlin, das von romantischen Verwicklungen überlagert wird.

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Die ägyptischen Abenteuer von Kathryn Black – 5 – Anchtifis Papyrus

Graham Warren
Die ägyptischen Abenteuer von Kathryn Black – 5 – Anchtifis Papyrus

Übersetzung: Renate Warren

St,rSt,rSt,rSt,rSt,r

Das Rätsel um Sechmet

Klappentext:
Anchtifi ist im Jenseits ein lebenswichtiger Papyrus abhandengekommen. Er findet einen Weg, um Kate und ihre Freunde auf die Suche nach dem Dokument zu schicken. Während ihrer Suche erleben sie nicht nur das von Hungersnöten gebeutelte Ägypten seiner Zeit, sondern erfahren auch äußerst bedrohliche Tatsachen über die beiden Göttinnen Hathor und Sechmet.

Rezension:
Kate, Alex und Kairo leben zusammen mit Alexʼ Freundin Emmy in dem beinahe palastartigen Haus nahe Luxors, das ihnen ihre Verwandten aus der Vergangenheit am Ende des vorhergehenden Bandes „Pharaonengold“ geschenkt haben. Die relative Ruhe langweilt sie jedoch zunehmend, worauf besonders Kate gereizt reagiert. Aufgerüttelt werden die Freunde erst, als bekannt wird, dass 2 Touristinnen verschwunden sind, offenbar entführt wurden und anscheinend Leute aus dem Jenseits dahinterstecken. Die Überraschung ist groß, als sie erfahren, dass es sich bei den Verschwundenen um 13-jährige Mädchen handelt. Die Spur führt schnell zu Anchtifi, einem Pharao aus der 1. Zwischenzeit – gut 1000 Jahre vor ihrem Freund Ramses –, dem ein Papyrus gestohlen wurde, welcher ihm seine Macht im Jenseits garantiert. Anchtifi bittet die Freunde, die bei den Wiedergekehrten aus der ägyptischen Vergangenheit mittlerweile eine gewisse Berühmtheit erlangt haben, ihm bei der Wiederbeschaffung zu helfen. Doch vieles ist in Wirklichkeit ganz anders, als es vorerst scheint …
Wie schon bei den vorherigen Bänden der Reihe gelingt es Graham Warren auch hier wieder, unerwartete Wendungen gleich reihenweise einzubauen. Vieles, was dem aufmerksamen Leser zuerst als Plothole erscheint, stellt sich plötzlich als Denkfehler der Freunde heraus, durch den der Leser bewusst auf eine falsche Fährte geführt wurde. Ständig wechseln sich Spannung und Action mit humorvollen Momenten ab. Mit diesem Aufbau seiner Geschichte gelingt es dem Autor erneut, das Buch zu einem echten Pageturner zu machen, den man am liebsten ohne Unterbrechung bis zur letzten Seite lesen möchte.
„Die ägyptischen Abenteuer von Kathryn Black“ stellen ein außergewöhnliches Urban-Fantasy-Abenteuer mit (mittlerweile 16-jährigen) jugendlichen Helden dar, das sich sowohl von der Thematik als auch vom Stil äußerst positiv vom Genre-typischen abhebt.

Fazit:
Alle Daumen nach oben! Auch dieser Band verdient wieder eine absolute Leseempfehlung an alle Genre-Fans.

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Im Zeichen des Lotus – 13 – Der Duft von Maiglöckchen

Valerie Loe
Im Zeichen des Lotus – 13 – Der Duft von Maiglöckchen

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Die Prinzessin Hope

Klappentext:
Jede Nacht, ungesehen, unbemerkt von den Menschen, wird ein Krieg gefochten. Seit mehr als tausend Jahren treffen sich in den Schatten zwei Mächte, Chaos und Ruhe, Feuer und Eis, die ihre Schlachten schlagen bis zum Ende aller Zeit.
Der Kampf gegen Beryll ging glimpflich für Penelope und Titus aus. Sie haben überlebt, fürs erste, denn sie sind weit davon entfernt, sich in Sicherheit zu befinden. Stunden des Leids und der Regeneration überbrückt die junge Frau damit, dass sie von Hope erzählt, der Prinzessin, die sie einst gewesen ist und von der Titus hofft, dass sie es wieder sein kann.
Währenddessen kehrt der Gott der Nim nach Cork zurück. Er mag diese Schlacht verloren haben, aber die Ewigkeit ist auf seiner Seite und er hat noch den ein oder anderen Trumpf im Ärmel. Für ihn hat das Spiel erst richtig begonnen.

Rezension:
Titus und Penelope haben sich gefunden und wissen endlich, dass sie Geschwister sind. Der Kampf gegen Beryll hat jedoch seine Spuren hinterlassen. Während die Solani eine Rettungsmission planen, kehrt Beryll nach Irland zurück – und er scheint noch den einen oder anderen Trumpf im Ärmel zu haben.
Mit dem 13. Band geht Valerie Loes Urban-Fantasy-Reihe „Im Zeichen des Lotus“ schon in die 3. Staffel. Nachdem in Staffel 1 Penelopes Identitätsfindung und in Staffel 2 Titusʼ Vergangenheit im Mittelpunkt standen, gestattet dieser Band ein kurzes Durchatmen. Worauf der Fokus der neuen Staffel liegen wird, ist noch nicht eindeutig erkennbar. Da allerdings noch genügend offene Fäden erkennbar sind, ist wohl kaum davon auszugehen, dass der Autorin in näherer Zukunft die Ideen ausgehen könnten. Im Gegenteil, schwimmt sich die Geschichte um Solani und Nim doch immer mehr frei. So kann man wohl davon ausgehen, dass der Krieg zwischen den Göttern Beryll und Glacien sowie deren Getreuen auch weiterhin für interessante phantastische Unterhaltung sorgen wird.

Fazit:
Zum Start in die 3. Staffel gibt es ein kurzes Durchatmen. Doch es bleibt spannend!

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Magische Bücher

Daphne Unruh
Magische Bücher

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Auf nach Leipzig!

Klappentext:
Mira liebt Bücher über alles. Ihr Bett vor dem riesigen Bücherregal ist der herrlichste Ort auf der Welt. Von hier aus erlebt sie die unglaublichsten Abenteuer. Als sie in einer Online-Leserunde ihre Lieblingsautorin kennenlernt, ahnt sie nicht, was das für Folgen haben kann. Plötzlich scheinen sich die Grenzen zwischen Fiktion und Wirklichkeit zu verwischen …
Die Story spielt in der magischen Welt der Zauber der Elemente-Reihe, kann aber unabhängig davon gelesen werden.

Rezension:
Miras liebste Freizeitbeschäftigung ist das Lesen. So ist es absolut untypisch für sie, eines Abends einfach aufzubrechen, um ohne das Wissen ihrer Eltern nach Leipzig zu fahren. Das wird ihr jedoch erst bewusst, als sie schon unterwegs ist. Noch dazu hat sie ihre Brille vergessen – und stellt überrascht fest, diese plötzlich gar nicht mehr zu brauchen. Außerdem fällt ihr ein, dass sie die Adresse ihrer Freundin, die sie nur aus dem Internet kennt und zu der sie will, überhaupt nicht weiß. Die Situation weist bedrückende Ähnlichkeit mit ihrer Lieblings-Buchreihe auf, über deren Handlung sie im Internetforum mit eben jener Freundin aus Leipzig und der Autorin immer wieder diskutiert hat.
Daphne Unruh setzt mit dieser kurzen Geschichte eine wirklich außergewöhnliche Idee um. In dieser lässt sie die fiktiven Fans Mira uns Taria ihrer wirklich existierenden Urban-Fantasy-Reihe „Zauber der Elemente“ in eben deren Welt ‚hineinfallen‘. Natürlich muss sie persönlich auch in die von ihr erschaffene Welt eintauchen, um ihre beiden Fans zu finden. Was sie dabei nicht bedenkt, ist, dass ihre Figuren in dieser Welt ein eigenes Leben mit eigenem Willen haben.
Ich muss zugeben, dass mir ein vergleichbares Konzept bisher nicht begegnet ist. Obwohl ich die „Zauber der Elemente“-Reihe nicht kenne, konnte ich die grundlegenden, für diese Geschichte nötigen Elemente anhand des Geschehens rasch zuordnen. Auch wenn die eigentlichen Fantasy-Elemente erst relativ spät in Erscheinung treten, kann die Geschichte, die man mit Miras Augen erlebt, fesseln. Die Autorin nutzt die Handlung, um außer ihrer abgeschlossenen Reihe auch Hinweise auf eine kommende einzustreuen.

Fazit:
Dieses Urban-Fantasy-Abenteuer verfolgt eine außergewöhnliche Idee, indem es die Realität mit einer real existierenden Buchreihe verknüpft.

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Lulea – 3 – Lulea und die Magie der Kristalle

Felizitas Montforts
Lulea – 3 – Lulea und die Magie der Kristalle

St,rSt,rSt,rSt,rSt,r

In Vaters Turm

Klappentext:
»Sie spielte mit dem Feuer. Es war nur die Frage, wer die Flamme war und wer sich verbrennen würde …«
Lulea und ihren Freunden ist die Flucht aus der Hexenschule knapp gelungen. Der Gruppe bleibt jedoch keine Zeit, die Erlebnisse und Verluste zu verarbeiten, denn ein Verräter befindet sich unter ihnen.
In einem Turm, in dem nichts so ist, wie es den Anschein hat, muss Lulea sich ihrer größten Prüfung stellen, um nicht nur ihre Familie zu retten, sondern die gesamte magische Welt.
Im finalen Band der Lulea-Trilogie muss die junge Hexe erneut über sich selber hinauswachsen und erkennen, dass man auch in den schlimmsten Zeiten niemals die Hoffnung verlieren darf.
Es erwartet dich ein rasantes Abenteuer voller überraschender Wendungen, magischer Wesen und eine sympathische Heldin, die ihren Kopf durchzusetzen weiß.

Rezension:
Nachdem Lulea ihre Vertrauten wiedergefunden hat und mit ihnen und einem Teil der anderen Schüler aus der Schule der gestohlenen Magie fliehen konnte, könnte sie eigentlich aufatmen. Während sich die befreiten Schüler jedoch auf den Weg in die Hexenwelt begeben, will sie unbedingt ihren Vater finden, um ihre Mutter aus dessen Gefangenschaft zu befreien. Dass sie diesem damit geradewegs in die Falle läuft, ist ihr durchaus bewusst. Doch Gefahr droht auch von einer anderen Seite. Der Hexenrat will den Durchgang zur Menschenwelt wieder und diesmal endgültig versiegeln. Damit wäre Lulea der Rückweg in den Hexenwald versperrt – falls sie ihrem Vater überhaupt entkommen kann.
Dieser (wahrscheinlich) abschließende Band setzt die Handlung seines Vorgängers nahezu nahtlos fort. Wie schon bei diesem legt Felizitas Montforts den Schwerpunkt auch hier wieder auf das Abenteuer, das auf die Protagonistin wartet. Ob und wie Lulea ihrem Vater das Handwerk legen kann und ob sie es zurück in ihre Heimat schafft, bleibt lange offen und sorgt so für eine ständig anwachsende Spannung beim Lesen. Auch stilistisch geht die Autorin keine Experimente ein und bleibt dem bewährten Konzept des 1. und besonders des 2. Bandes treu.
Abschließend kann gesagt werden, dass Felizitas Montforts mit dieser Reihe ein Fantasy-Abenteuer um eine jugendliche Heldin gelungen ist, das durchaus auch erwachsene Leser begeistern und in seinen Bann ziehen kann.

Fazit:
Dieser Band bildet den gelungenen Abschluss der Abenteuer der jungen Hexe Lulea.

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Die Erben der alten Zeit – 1 – Das Amulett

Marita Sydow Hamann
Die Erben der alten Zeit – 1 – Das Amulett

St,rSt,rSt,rSt,rSt,r

Der Weg durch den Nebel

Klappentext:
„Die Erben der alten Zeit – Das Amulett“ ist der erste Band einer Trilogie um „Die Erben der alten Zeit.“ Erzählt wird die Geschichte des Waisenkinds Charlotta Johansson ― genannt Charlie ―, das in den Besitz eines mysteriösen Amuletts gerät. Das Mädchen landet in einer fremden Welt, in der Magier, benannt nach nordischen Göttern, herrschen und in der sie sich gegen den grausamen Despoten Oden behaupten muss. Charlies Schicksal ist mit dem einer jungen Frau auf dem Planeten Euripides verschränkt. Doch was genau haben die beiden gemeinsam? Und welche Rolle spielt das Amulett dabei?
Das Buch erschien zunächst in Eigenregie und wurde als E-Book über Nacht zum Überraschungserfolg. Die aktuelle Ausgabe von Grassroots Edition ist inhaltlich und sprachlich vollkommen überarbeitet.

Rezension:
Als ein offenbar ausgesetztes, nur wenige Monate altes Baby unter äußerst mysteriösen Umständen aufgefunden wird, entschließen sich die schwedischen Behörden, genau diese Fundumstände geheimzuhalten. 14 Jahre später hat Charlotta, wie man das Kind nennt, mehrere Pflegeeltern hinter sich und lebt wieder mal im Kinderheim. Nach einem eigenartigen Vorfall entschließt sie sich, endlich die Identität ihrer wahren Eltern in Erfahrung zu bringen. Sie stiehlt im Jugendamt ihre Akte und flieht aus dem Heim. Eine versiegelte Seite dieser Akte verrät Charlotta die genauen Umstände ihres Auffindens. Außerdem liegt der Akte ein eigenartiges Medaillon bei, das damals bei ihr gefunden wurde. Doch während dem Mädchen noch nicht klar ist, wie und wo es mit der Suche nach seinen Eltern beginnen soll, findet es sich überraschend in einer anderen Welt wieder, die manche Züge mit der germanischen Mythologie gemein hat. Magie ist hier real! Auf Charlotta wartet ein Abenteuer, bei dem jede Information, die sie findet, nur um so mehr neue Fragen aufwirft.
Urban-Fantasy-Stories, in denen ein Protagonist meist unerwartet in eine Parallelwelt gerät, finden sich in großer Zahl. Ich kann nicht zählen, wie viele Rezensionen ich schon für derartige Bücher verfasst habe. Bei diesem recht umfangreichen Werk, das der Auftakt der „Die Erben der alten Zeit“-Trilogie ist, muss ich allerdings feststellen, dass es sich qualitativ deutlich von den meisten vergleichbaren Büchern abhebt. Die Welt – oder genauer gesagt sogar ein ganzes Weltengefüge – die Marita Sydow Hamann hier vor dem Leser entfaltet, ist ungeheuer komplex. Dabei nimmt die Autorin sowohl auf die nordische als auch die griechische Sagenwelt Bezug. Die Autorin führt ihre Leser gemeinsam mit Charlotta, die sich in dieser Welt als Junge ausgibt, immer tiefer in die mythologischen Grundlagen ein, wobei ihre Welt(en) dieses Buches durchaus in manchem von der der traditionellen Sagen abweicht. Verwoben wird der dominierende Handlungsstrang um Charlottas Abenteuer in einer mittelalterlich geprägten Umgebung mit einen in die ScienceFiction hinein tentierenden um eine junge Frau, die in einer weit fortgeschrittenen Kultur von Archäologen aufgefunden und aus einem 14.000-jährigen ‚Schlaf‘ geweckt wird. Urheber des Dauerschafs war anscheinend ein Medaillon, dass Charlottas sehr ähnelt. Dieses ganze Handlungsgeflecht wird in diesem Band systematisch und sehr vielversprechend aufgebaut, sodass die Erwartung an die beiden Fortsetzungen sehr hoch ausfallen. Es wird sich zeigen müssen, ob diese sich als gerechtfertigt erweisen werden.
Auch die sprachliche Gestaltung des Textes kann überzeugen. Ein paar kleinere, für die eigentliche Handlung jedoch unbedeutende Logikprobleme können den guten Eindruck nicht trüben.

Fazit:
Ein überzeugender Auftakt zu einer sehr komplexen Urban-Fantasy-Handlung mit interessanten Charakteren.

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