Lulea – 2 – Lulea und die Schule der gestohlenen Magie

Felizitas Montforts
Lulea – 2 – Lulea und die Schule der gestohlenen Magie

St,rSt,rSt,rSt,rSt,r

Flucht aus der Wünschestadt

Klappentext:
»Es roch nach verbranntem Holz, nach Magie, nach Angst …«
Luleas magisches Zuhause wurde entdeckt. Verwüstet und verlassen gibt es keine Spur von ihrer Familie. Nur der Hexenrat scheint mehr zu wissen …
Ein düsteres Geheimnis wirft seine Schatten auf den idyllischen Wunschelwald und führt die junge Hexe hinaus in die Welt der Menschen und in ein dunkles Gemäuer. Die Schule der gestohlenen Magie!
Noch spannender und temporeicher lässt das zweite Abenteuer der jungen Hexe einen kaum zu Atem kommen.
Frech, spritzig und unverkennbar Lulea!

Rezension:
Lulea ist spät dran. Um kein Donnerwetter zu riskieren, muss sie sich beeilen, pünktlich heim zu kommen. Dort angekommen muss sie jedoch feststellen, dass ihre Mutter und Oma verschwunden sind. Der Hexenbaum, in dem sie wohnen, ist völlig verwüstet. Der Hexenrat scheint allerdings nicht allzu verwundert zu sein. Dort liegt sogar ein Schreiben von Luleas Mutter vor, dass ihre Tochter bei ihrem eventuellen Verschwinden bei Tante Marbella in der Wünschestadt leben soll. Dort fühlt sich das freiheitsliebende Mädchen jedoch überhaupt nicht wohl. Als Lulea dann auch noch erfährt, dass der Hexenrat gar nicht plant, nach ihrer Mutter zu suchen, beschließt sie abzuhauen und die Such selbst in die Hände zu nehmen. Ihre beiden Vertrauten begleiten sie natürlich auf der abenteuerlichen Reise.
Nicht nur die junge Protagonistin ist seit dem 1. Band der Reihe etwas älter geworden – ungefähr 1 Jahr, um genau zu sein –, auch auf den Erzählstil trifft das zu. Kamen dort noch märchenhaft erscheinende Elemente vor, so liegt der Schwerpunkt diesmal eindeutig auf dem Abenteuer. Und das hat es in sich! Lulea und ihre beiden Begleiter geraten auf der Suche nach ihren Verwandten von einer kritischen Situation in die nächste. Dabei gelingt es Felizitas Montforts, für beständige Spannung zu sorgen. Wie bereits beim Vorgänger hält der mitreißende Schreibstil den Leser gefangen. Im Gegensatz zu Band 1, der ein abgeschlossenes Ende vorzuweisen hat und eventuell ursprünglich als Einzelband konzipiert war, gibt es diesmal ein „Fortsetzung folgt!“ statt eines handlungsmäßigen Abschlusses. Der bereits erhältliche 3. Band „Lulea und die Magie der Kristalle“ dürfte das Abenteuer Luleas wahrscheinlich nahezu nahtlos fortsetzen.
Aufgelockert wird der Text durch einige Illustrationen.

Fazit:
Eine Fantasy-Geschichte für Jung und Alt: Die spannenden Abenteuer der jungen Hexe Lulea gehen in eine neue Runde.

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Die Sumpfloch-Saga – 1 – Feenlicht und Krötenzauber

Halo Summer
Die Sumpfloch-Saga – 1 – Feenlicht und Krötenzauber

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Bedrohung aus der Burg

Klappentext:
*** Kindle-Jahresbestseller 2012, 2013 und 2014 ***
Was passiert, wenn drei Mädchen wie du und ich in eine Welt versetzt werden, in der es Halbvampire, Krötenlehrer und magische Unterrichtsfächer gibt? Es kommt, wie es kommen muss: Früher oder später landen sie in der Festung Sumpfloch, einer Schule für unbegabte, arme, gefährliche oder anderweitig verlorene Kinder. Das Leben an dieser Schule ist abenteuerlich genug, doch es kommt noch schlimmer. Die böse Cruda, die die Kinder einst aus unserer Welt entführte, ist den Mädchen auf der Spur. Und dann sind da noch ein paar Jungs mit dunklen Geheimnissen, in die sich normale Mädchen gerne verlieben …

Rezension:
3 kleine Mädchen, kaum dem Baby-Alter entwachsen, verschwinden von einem Spielplatz und werden magisch in eine andere Welt versetzt. Dort wachsen sie unter äußerst unterschiedlichen Verhältnissen auf, bis sie im Alter von 13 Jahren auf eine magische Schule kommen. An die andere Welt, aus der sie stammen, können sie sich natürlich nicht mehr erinnern. Da sie – wie alle Kinder unserer Welt – nur über unterentwickelte magische Fähigkeiten verfügen und 2 von ihnen noch dazu in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen sind, gibt es nur eine Schule, die sie aufnimmt: Sumpfloch. Es versteht sich, dass das nicht gerade die geachtetste der Schulen ist. Zum Glück der Mädchen weiß die Cruda, die die magische Entführung einst in die Wege leitete, nicht, welche Kinder die von ihr entführten sind. Sobald sie das in Erfahrung bringen kann, hegt sie finstere Pläne mit ihnen.
Kinder und Jugendlich an magischen Schulen gehören im Genre der Jugend-Fantasy mittlerweile zum Standard. Trotzdem schaffen es Autoren immer wieder, diesem grundsätzlichen Setting neue Varianten abzugewinnen. Im vorliegenden Fall kann man diesen Punkt durchaus als gelungen bezeichnen. Auch wenn manche Elemente schon ins Märchenhafte überhöht werden, sind die Abenteuer der Mädchen, die schnell zu Freundinnen werden, obwohl sie sich nicht aneinander erinnern können, an der Schule und auf der Burg der Cruda interessant geschildert und ziehen den Leser schnell in ihren Bann. Was dagegen weniger gelungen ist, ist die Einleitung mit der Versetzung der Kleinkinder in die andere Welt. 2-jährige Kinder, die nach der gemeinsamen Versetzung in unterschiedliche Richtungen laufen – im Text ist sogar von „krabbeln“ die Rede – und so in gänzlich unterschiedliche Lebensumstände geraten, erscheinen mir selbst in diesem Genre als etwas zu unglaubhaft. Allerdings wird man als Leser mit dem Start der eigentlichen Handlung schnell über diesen schwachen Anfang hinweggetröstet, wozu auch der gut lesbare, wenn auch teilweise etwas märchenhafte Stil beiträgt. Anders als das Ende des Klappentextes vermuten (oder sogar befürchten) lässt, spielt eine Romanze (zumindest bisher) keine Rolle. Wie das im weiteren Verlauf der Reihe, die aus 8 Bänden in 11 Büchern, wovon bisher 10 erscheinen sind, aussieht, bleibt natürlich abzuwarten. Schließlich werden die Mädchen nicht jünger …

Fazit:
Dieser Auftakt eine Jugend-Fantasy-Reihe mit märchenartigen Elementen weist Potenzial für das Kommende auf.

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Lulea – 1 – Lulea und ihre Vertrauten

Felizitas Montforts
Lulea – 1 – Lulea und ihre Vertrauten

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Das Vater-Rätsel

Klappentext:
Es ist Luleas 13. Geburtstag. Ein magischer Tag, gäbe es da nicht ein Problem: Lulea hat noch keinen tierischen Vertrauten.
Ohne diesen Begleiter gibt es keinen Hexenbesen, so sind die Regeln.
Kurzerhand begibt sie sich auf die Suche, doch die Uhr tickt. Sie muss ihren Vertrauten bis Mitternacht gefunden haben.
Auf ihrer Reise begegnet sie einer gefräßigen Spinne, einem kidnappenden Feenvolk und einer diebischen Elster, die sich ihr in den Weg stellen. Als wäre das nicht schlimm genug, läuft sie einer frechen Fee über den Weg, deren missglückter Zauber die Hexe auf Mäusegröße schrumpfen lässt. Zum Glück gibt es aber Schru Schru, den besserwisserischen Sperlingskauz, der auf fast alles eine Antwort weiß. Ob Lulea ihren Vertrauten finden wird?

Rezension:
Die junge Hexe Lulea lebt mit Mutter und Großmutter mitten im Wald auf einer durch Zauber vor neugierigen Augen verborgenen Lichtung. Morgen wird sie 13 – und hat immer noch keinen tierischen Vertrauten gefunden. Langsam wird sie panisch, denn wenn sie bis zum Ende ihres Geburtstag-Tages keinen Vertrauten gefunden hat, darf sie keinen eigenen Besen bekommen und die Hexenschule nicht besuchen. Sie kann nicht ahnen, dass es einen Grund hat, wieso ihr nicht gelingt, was normalerweise jeder Hexe ihres Alters glückt. Ihre verzweifelte Suche nach einem Vertrauten führt Lulea direkt in ein aufregendes und nicht ungefährliches Abenteuer.
Diese abenteuerliche Fantasy-Geschichte für junge und junggebliebene Leser aus der Tastatur Felizitas Montfortsʼ kann sich durch zahlreiche neue Ideen aus der Masse ähnlich veranlagter Geschichten um junge Hexen und/oder Zauberer abheben. Dabei bedient sich die Autorin teilweise auch märchenhaft anmutender Elemente. Im Gegensatz zu den meisten vergleichbaren Jugend-Fantasy-Abenteuern, in denen der Leser gewöhnlich weitgehend auf dem Kenntnisstand des jeweiligen Protagonisten beschränkt bleibt, erfährt er hier an einem recht frühen Punkt der Handlung den Grund für Luleas erfolglose Vertrauten-Suche. Was es mit dem der Protagonistin unbekannten Vater auf sich hat, bleibt jedoch auch dem Leser verborgen. Der Cliffhanger am Ende lässt jedoch vermuten, dass dieses Thema in den (bisher 2) Fortsetzungen noch eine Rolle spielen dürfte.
Die interessante Handlung und der überzeugende Stil der Autorin lassen dieses Buch aus der Vielzahl anderer Veröffentlichungen dieses Genres herausragen.

Fazit:
Ein interessantes, jugendliches Fantasy-Abenteuer mit neuen Ideen.

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Die Unbestimmten – 4 – Der Chaosbote

Jo Schneider
Die Unbestimmten – 4 – Der Chaosbote

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Die Welt der Lichtalben

Klappentext:
**Band 4 der Fantasy-Reihe »Die Unbestimmten«, in der die Magie des Lichts unausweichlich von den Schatten der Dunkelheit angezogen wird**
Im Reich der Lichtalben muss sich die junge Magierin Zianth eingestehen, dass ihr Herz für jemanden schlägt, der unfähig scheint, zu lieben… Doch hat Liebe überhaupt einen Platz in einer Welt, die von der gefährlichsten Macht bedroht wird, die existiert? Dem Chaos.

Rezension:
Während die Reisegesellschaft um Zianth und Aster endlich das Reich der Lichtalben erreicht, wo man sich wichtige Informationen zum weiteren Vorgehen erhofft, spitzt sich die Lage im Kaiserreich zu. Als er die Flucht fast aller Magier bemerkt, ergreift Aurils Onkel, der Kaiser, drastische Maßnahmen. Auf alle handlungstragenden Charaktere warten dramatische Ereignisse.
Im vorletzten Band ihrer „Die Unbestimmten“-Reihe gönnt Jo Schneider ihren Protagonisten nur scheinbar Zeit zur Ruhe. Diese währt jedoch nur kurz, und schon sehr bald spitzen sich die Ereignisse zu. Während die Beschreibung der Hauptstadt der Lichtalben und der dortigen Geschehnisse dem Leser jedoch eine interessante Abwechslung bietet, gleitet dieser Band gegen Ende jedoch in eine auffallend schnulzige Handlung ab – etwas, das die Autorin in den bisherigen Bänden erfolgreich vermieden hat. Trotzdem lassen die noch offenen Handlungsbögen und der überzeugende Stil auf einen interessanten Abschlussband der Reihe hoffen.

Fazit:
Nach einem gelungenen Anfang und Mittelteil, die zu den besten der Reihe gehören, kann das Ende dieses Bandes leider nur bedingt überzeugen.

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Valerie Dearborn – 1 – Liebe ist Finsternis

Caroline Hanson
Valerie Dearborn – 1 – Liebe ist Finsternis

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Die Träume der Emphatin

Klappentext:
Valerie Dearborn will ein unbeschwertes Leben, aber stattdessen ist ihr Leben eher wie ein Kugelfisch: stachelig, ungewöhnlich und – wenn nicht genau richtig gehandhabt – tödlich. Als sie für ihr Studium nach London geht, weiß sie, dass sie endlich frei ist. Ihr Vater und Fast-Freund sind in Kalifornien und sie hat dem Vampirgeschäft endgültig den Rücken gekehrt. Oder etwa nicht? Sie zieht die Aufmerksamkeit von Lucas, einen 1600 Jahre alten Vampir und König seiner Art, auf sich. Er ist außerdem verdammt heiß. So golden wie Luzifer und ebenso verführerisch, macht er Valerie ein Angebot, das sie nicht ablehnen kann – sie soll ihm helfen herauszufinden, ob die Anderen (Empathen, Fey und Werwölfe) noch existieren oder er wird aufhören, diejenigen zu beschützen, die sie liebt. Lucas sagt ihr, dass Empathen die größte Schwäche eines Vampirs waren, bevor sie vor hunderten von Jahren ausstarben. Während die Fey oder Werwölfe Vampire töten könnten, konnten Empathen sie zu Sklaven machen, sie beliebig mit Emotionen verführen oder ihnen Schaden. Das Detail, das er ausläßt? valerie ist eine Empathin. Uns nach 1600 Jahren gefühlsloser Existenz will Lucas Valerie, wie ein trockener Alkoholiker einen Cocktail. Kann sie diejenigen, die sie liebt am Leben erhalten, Lucas davon abhalten, an ihr herumzuknabbern, eine Revolution der Fangzähnigen überstehen und trotzdem einen Weg finden, das langweilige normale Leben, dass sie immer gewollt hatte, zu leben? Wahrscheinlich nicht, aber Junge, wie sie es versuchen wird!

Rezension:
Seit Valeries Mutter von einem Vampir getötet wurde, sieht ihr Vater seinen einzigen Lebenszweck darin, Vampirjäger zu sein. Im Gegensatz zu ihrem Stiefbruder, dessen Eltern ebenfalls von Vampiren getötet wurden, zeigt Valerie jedoch wenig Interesse an dieser Tätigkeit. Als sie ihr Zuhause endlich hinter sich lassen kann, um auf die Uni zu gehen, glaubt sie, das Thema Vampire endlich abhaken zu können. Was sie nicht weiß, ist, dass der König der Vampire damals, als ihre Mutter starb, in Erfahrung brachte, dass diese eine der von ihm für ausgestorben gehaltenen Emphaten war. Valerie muss also auch eine sein! Deshalb stellt er sie ohne ihr Wissen unter eine Art vampirischen Naturschutz, denn er hofft, durch sie weitere Emphaten sowie die ebenfalls für ausgestorben gehaltenen Werwölfe und Fay auffinden zu können. Schließlich nimmt der König Kontakt zu Valerie auf – und stellt deren Leben damit auf den Kopf.
Caroline Hansons Reihenauftakt verspricht beim Lesen des Klappentextes interessant zu werden. Vampire, Werwölfe, Fay – was will der Genre-Freund mehr? Dieser Teil der Handlung erfüllt die erwähnten Erwartungen auch weitgehend, obwohl Fay und Werwölfe in diesem Band noch nicht persönlich in Erscheinung treten. Bedauerlicherweise macht dieser Teil jedoch nur (grob geschätzt) ⅓ des Buches aus. Der restliche, deutlich umfangreichere Anteil der Handlung beschreibt extrem ausführlich, wie die Protagonistin jedes männliche Wesen – egal ab Mensch oder Vampir, ob der König, ihr Stiefbruder oder ein Kommilitone –, mit dem sie sich alleine in einem Zimmer aufhält, daraufhin analysiert, wie sie dieses dazu überzeugen könnte, ihr ins nächstgelegene Bett zu folgen. Eigenartigerweise haben es die menschlichen und vampirischen Männer bei weitem nicht so eilig, über Valerie herzufallen. Somit fällt dieses Werk leider eindeutig in die Kategorie Romantasy.
Auf der Habenseite kann Caroline Hansons eBook einen soliden Stil verbuchen, bei dem das Lesen durchaus Spaß macht.

Fazit:
Die interessanten Story-Ideen dieser Urban Fantasy muss der Leser leider zwischen unzähligen erotischen Gedanken der Protagonistin suchen.

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Fesselnde Erzählungen aus der Anderswelt

Manati Herz
Fesselnde Erzählungen aus der Anderswelt

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Die Welt der Vonsche

Klappentext:
Die Fantastik hält Einzug in das Leben von Manati Herz, als sie in einer Winternacht über einen obdachlosen Kobold aus der Anderswelt stolpert. Der Getreue Vonsch zieht gerne bei Manati ein, deren Weg von Enttäuschungen und Unglück geprägt ist. Fortan dreht sich ihr Leben nicht mehr um Alltagsprobleme, Liebeskummer und ausbleibende SMS.
Zusammen mit ihrem neuen Mitbewohner begibt sie sich auf eine Reise in die Welt der Fantasie, wie sie ungewöhnlicher nicht sein könnte. Begleiten Sie Manati Herz und den Getreuen Vonsch in eine Welt voller fantastischer Geschichten,

Rezension:
Vom Liebeskummer-Frust geplagt macht Manati einen abendlichen Spaziergang, bei dem sie im wörtlichen Sinn über ein eigenartiges kleines Wesen stolpert. Dieses stellt sich ihr als ein Vonsch, genauer gesagt als der Getreue Vonsch, vor. Da dieser genauso einsam wie Manati ist, zieht er bei ihr ein. Auch wenn das Zusammenleben nicht ganz problemlos verläuft, gewöhnen sie sich aneinander und erzählen sich gegenseitig Geschichten unterschiedlichster Couleur.
Die Autorin bezeichnet ihre in die Rahmenhandlung um den Getreuen Vonsch eingebettete Kurzgeschichtensammlung als Fantastik. Meiner Einschätzung nach trifft der Begriff Urban Fantasy das Genre der meisten Geschichten wie auch der Rahmenhandlung jedoch besser. Ein Teil der Kurzgeschichten handelt jedoch auch in unserer realen Welt und enthält weder Fantasy- noch sonstige fantastische Elemente. Die Bandbreite reicht dabei von humorvoll über beinahe philosophisch bis hin zu dramatisch. Allen gemeinsam ist das Augenmerk auf die menschliche Gefühlswelt (und deren Abgründe).
Manati Herzʼ Werk liest sich stilistisch angenehm, wobei das persönliche Gefallen der einzelnen Bestandteile bei der genremäßigen Bandbreite natürlich auch vom persönlichen Geschmack abhängt. Bei mir konnten vor allem die (Urban-)Fantasy-Geschichten punkten.

Fazit:
Diese außergewöhnliche Kurzgeschichtensammlung fällt vor allem durch die extreme Bandbreite der enthaltenen Stories auf.

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Für Ruhm und Krone – 1 – Sklavin, Kriegerin, Königin

Morgan Rice
Für Ruhm und Krone – 1 – Sklavin, Kriegerin, Königin

(Übersetzung: unbekannt)

St,rSt,rSt,rSt,bSt,b

 

Morgans Gabe

Klappentext:
Von der Nummer 1 Bestseller Autorin Morgan Rice eine neue mitreißende Fantasy-Serie. Die siebzehn Jahre alte Ceres aus der Reichsstadt Delos ist ein hübsches wenngleich auch armes Mädchen, das als Bürgerliche ein hartes und beschwerliches Leben fristet. Tagsüber liefert sie die von ihrem Vater geschmiedeten Schwerter am Palast aus während sie in der Nacht heimlich am königlichen Hof trainiert, denn ihr größter Traum ist es den für Mädchen verbotenen Beruf der Kriegerin auszuüben. An einen Sklavenhalter verkauft scheint dieser Traum für sie zu platzen. Der achtzehnjährige Prinz Thanos verabscheut die Machenschaften der königlichen Familie zu der auch er gehört. Er hasst das harte Vorgehen gegen das Volk und vor allem den brutalen Wettstreit – Die Tötungen – um den sich im Reich alles dreht. Er sehnt sich danach aus dem Gefängnis seiner Abkunft auszubrechen. Obwohl er selbst ein hervorragender Kämpfer ist, sieht er keinen Ausweg aus seiner Situation. Als Ceres den Hof mit ihren geheimen Kräften verblüfft, wird sie fälschlicherweise eingekerkert und sieht sich mit einem Leben konfrontiert, das sie sich schlimmer nicht hätte vorstellen können. Thanos der ihr vollständig verfallen ist, muss sich entscheiden, ob er alles für sie aufs Spiel setzen will. In einer Welt aus Betrug und tödlichen Geheimnissen lernt Ceres sehr schnell zwischen denjenigen, die die Spielregeln machen und denjenigen die als Spielsteine eingesetzt werden zu unterscheiden. Auserwählt zu sein ist dabei häufig die schlechteste Option. SKLAVIN, KRIEGERIN, KÖNIGIN ist eine tragische Geschichte über Liebe, Rache, Betrug, Ehrgeiz und Schicksal. Durch seine unvergesslichen Helden und adrenalinreiche Aktion entführt uns diese Geschichte in eine Welt, die wir niemals vergessen werden und durch die wir uns wieder neu in das Fantasy-Genre verlieben werden.

Rezension:
Freiheit ist in Delos ein Fremdwort. Während die normalen Bürger jedoch denken, zumindest der Adel könnte machen, was er will, steht in Wirklichkeit auch dieser unter der Knute des herrschsüchtigen Königs und dessen Reichsgarde. Im Gegensatz zu den Angehörigen des Adels mangelt es dem gemeinen Volk jedoch auch am Nötigsten. Selbst als angesehener Waffenschmied, der sogar den Hof beliefert, kann Morgans Vater seiner Familie kein gutes Leben ermöglichen. Dass ihre eigene Mutter sie nicht leiden kann, macht Morgan das Leben nicht leichter. Kein Wunder, dass sie und ihre beiden Brüder mit der sich formierenden Rebellion liebäugeln. Als Morgans Vater aus Geldnot die Stadt verlässt, verschlechtert sich deren Verhältnis zu ihrer Mutter weiter, bis diese ihre eigene Tochter in die Sklaverei verkauft. Als Kämpferin, die sie ist, nimmt sie dieses Schicksal natürlich nicht einfach hin. Eine sich in unregelmäßigen Abständen zeigende Gabe, die Morgan weder beherrschen noch wirklich einschätzen kann, und ihr Gefühlschaos machen das alles nicht einfacher.
Ein unterdrücktes Leben in einer mittelalterlich anmutenden Welt ist im Fantasy-Genre natürlich ein Standart-Setting. In der bisherigen Handlung ist die Gabe der Protagonistin, die auch für den Leser mehr angedeutet als wirklich beschrieben wird, jedoch das einzige Fantasy-Element. Ansonsten bewegt sich das Geschehen bisher im Rahmen des physikalisch möglichen. Es dürfte allerdings anzunehmen sein, dass sich dies in den folgenden Bänden ändert.
Morgan Rice gelingt es, in diesem Reihenauftakt eine durchaus interessante Welt zu erschaffen. Auch ihre Protagonistin Morgan erscheint sympathisch. Dennoch weist dieses Buch leider einige erhebliche Schwächen auf. Zum einen müssen da mehrere Logikfehler, vor allem den zeitlichen Ablauf betreffend, genannt werden. Auch der Titel „Sklavin, Kriegerin, Königin“ (im Original „Slave, Waarior, Queen“) wirft Fragen auf. Die Protagonistin ist zweifellos eine Kriegerin, zeitweise eine Sklavin, eine Königin – egal ob im wörtlichen oder nur übertragenen Sinn – aber definitiv nicht. Die Königin des Reichs kommt zwar als Antagonistin vor, doch in die Aufzählung passt das nicht so recht hinein. Da kann man sich als Leser nur fragen, was sich die Autorin bei ihrer Titelwahl gedacht hat. Beim Besuch von Morgan Riceʼ Autorenseite bei Amazon fällt allerdings auf, dass sich die Autorin anscheinend auf Massenproduktion spezialisiert hat. Im englischen Original werden von ihr allein 3 Reihen mit 17, 11 beziehungsweise 8 Bänden gelistet. Da sind solche Flüchtigkeitsfehler vielleicht unvermeidbar.
Das größte Manko des Buches ist aber zweifellos die Übersetzung. Bereits am Klappentext kann man erkennen, dass der nirgends namentlich genannte Übersetzer einen sehr starken Drang hatte, seine Komma-Taste zu schonen. Auch sonst wirken einige Formulierungen eher ungeschickt.
All das ist schade, denn so wird viel Potenzial, welches das Setting bieten würde, verschenkt.

Fazit:
Ein interessanter Reihenauftakt, dessen Potenzial leider teilweise durch Schlampigkeit verschenkt wird.

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Im Zeichen des Lotus – 12 – Unter dem Kastanienbaum

Valerie Loe
Im Zeichen des Lotus – 12 – Unter dem Kastanienbaum

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Das rätselhafte Mädchen

Klappentext:
Jede Nacht, ungesehen, unbemerkt von den Menschen, wird ein Krieg gefochten. Seit mehr als tausend Jahren treffen sich in den Schatten zwei Mächte, Chaos und Ruhe, Feuer und Eis, die ihre Schlachten schlagen bis zum Ende aller Zeit.
Ihre Wege kreuzen sich, wieder und immer wieder. Und auch jetzt scheint es, dass Penelope und Titus aufeinander treffen müssen. Doch zu welchem Zweck? Welchen Plan verfolgt Beryll und wer wird aus dieser Konfrontation hervorgehen und wer das letzte Mal zum Kampf aufrufen?
Wer ist Penelope wirklich und wird sie am Ende die richtige Entscheidung treffen?

Rezension:
Während die Silver weiter ihre Wunden lecken, bleibt es an der Nim-Front vorläufig recht ruhig. Titus gewinnt langsam seinen Kampfgeist zurück und entschließt sich, den mit traurigen Erinnerungen verbundenen, alten Familiensitz aufzusuchen. Währenddessen schafft es Penelope langsam, wieder klar zu denken. Wird die sich daraufhin wieder von den Nim abwenden?
Der große Knall, den ich in der Rezension des vorhergehenden Bandes vorhersagte, lässt doch noch weiter auf sich warten. Doch zumindest eines der zahlreichen Geheimnisse wird in diesem Band gelüftet – auch wenn der Leser die zugrundeliegenden Zusammenhänge immer noch nicht durchschauen kann. Letzteres dürfte für die Beteiligten, speziell die im Zentrum der Handlung dieses Bandes stehenden Protagonisten Titus und Penelope, jedoch genauso gelten.
Wie es der treue Leser dieser Urban-Fantasy-Reihe von der Autorin mittlerweile gewohnt sein dürfte, schafft es Valerie Loe sogar, wieder neue Rätsel ‚diskret‘ einzustreuen. Auch wenn dieser Band offiziell als Finale der 2. Staffel geführt wird, dürfte die rätselhafte und spannende Geschichte um Nell und die Silver in Band 13 nahtlos fortgeführt werden.

Fazit:
Alles wird immer rätselhafter. Da hilft nur: Weiterlesen!

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Merry WitchMas

Nadin Hardwiger
Merry WitchMas

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Die verhexten Kekse

Klappentext:
Auch Hexen feiern Weihnachten!
Verknotete Lichterketten, nadellose Weihnachtsbäume, zerbröselte Zimtsterne. Das kann nur eines heißen: Es ist Weihnachtszeit – nur leider nicht für Amanda, denn sie ist eine Hexe und Hexen feiern kein Weihnachten … Doch Amanda will dies nach vierundzwanzig weihnachtslosen Jahren nicht mehr hinnehmen und erzaubert sich ihr eigenes Weihnachtsfest.

Rezension:
Amanda ist 24 – und hat noch nie Weihnachten gefeiert. Das liegt daran, dass sie eine Hexe ist, und die feiern nun mal kein Weihnachtsfest. Aber das soll sich ändern! Dieses Jahr will Amanda feiern. Da sie aber gleichzeitig plant, ihrem (menschlichen) Freund endlich – möglichst risikofrei – ihre Hexen-Identität zu offenbaren, kommt es zum Chaos.
Nadin Hardwiger bringt in ihrer kurzen Geschichte überraschend viele humorvolle Elemente unter. Gerade hier liegt allerdings auch der Schwachpunkt dieses booksnacks. Mir gleich 3 Handlungsschwerpunkten wirkt die Kurzgeschichte für ihre Kürze schon fast etwas überladen. (Und wieso unterrichtet Amandas [Hexen-]Schwester eigentlich an einer menschlichen Schule?) Die interessanten Einfälle in dieser kurzweiligen Story machen dies aber wieder wett.

Fazit:
Diese Kurzgeschichte enthält mehr Humor als manches erheblich längere Buch.

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Adventszauber

Nadine Buch, Marlies Hanelt
Adventszauber

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Ein Geschichten-Adventskalender

Klappentext:
Was tun, wenn der Weihnachtsmann streikt? Oder gar verschwunden ist? Liefern dann die Weihnachtselfen die Päckchen aus? Ach nein, das geht ja nicht, denn die Geschenkemaschine ist defekt und produziert nichts mehr. Und die wenigen, die schon fertig sind, wurden Opfer des Ungeheuers, das Geschenke frisst. Ob das Flüstern unterm Weihnachtsbaum etwas damit zu tun hat?
Chaos vor dem Fest der Feste, verpackt in 24 kurzweilige Geschichten, die Tag für Tag mit Humor und Spannung das Warten auf Heiligabend verkürzen.

Rezension:
In diesem Adventskalender findet man keine Schokolade. Nein, 24 Kurzgeschichten sind hinter den Türchen ‚versteckt‘. Dass diese überwiegend einen Weihnachtsbezug haben, muss dabei wohl kaum ausdrücklich erwähnt werden. So begegnet der (überwiegend wohl jüngere) Leser allerhand Kobolden, Wichteln, Elfen, Rentieren – und natürlich einem gewissen Herrn in rotem Mantel. Mal ist letzterer in Streiklaune, mal experimentiert er mit seiner Bartmode.
Die Stile der beiden Autorinnen, die zu diesem Adventskalender beigetragen haben, unterscheiden sich deutlich. Offensichtlichstes Merkmal ist dabei, dass Nadine Buchs Beiträge im Präteritum, Marlies Hanelts dagegen im Präsens verfasst sind.
Ein Punkt, den ich in meinen Rezensionen meist ignoriere, ist das Cover. Dies hier zu tun, wäre allerdings unverzeihlich, ist das hervorragend gestaltete Cover doch ein Alleinstellungsmerkmal dieses Buches, das damit deutlich aus dem üblichen Einheitsbrei herausragt, ein echter Hingucker.

Fazit:
Adventskalender-Geschichten, die Santa & Co. aus teilweise ungewohnten Blickwinkeln zeigen.

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