Leviathan Rising

Jonathan Green
Leviathan Rising

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Das Rätsel der Marianen-Basis

Klappentext:
LEVIATHAN RISING – Teil 2 der rasanten Action-Thrillerserie um den eloquenten britischen Geheimdienst-Abenteurer Ulysses Quicksilver! Er erhebt sich aus der Tiefe… und er hat Hunger! In 80 Tagen um die Welt – mit Stil! Dieses vollmundige Versprechen der Carcharodon Shipping Company soll mit der Jungfernfahrt des neuesten und mehr als beeindruckenden Unterwasserkreuzfahrtschiffs Neptune auf die Probe gestellt werden. Unter den Reisenden befindet sich auch Ulysses Quicksilver, der Dandy-Abenteurer und Held von Magna Britannia, um sich eine wohlverdiente Ruhepause nach den traumatischen Erlebnissen des 160. Thronjubiläums von Queen Victoria zu gönnen. Doch bereits wenige Tage nach dem Besuch der Unterwasserstadt Pacifica kommt es zur Katastrophe. Ein brutaler Mord wird begangen, und kurz darauf wird die Neptune Opfer einer Sabotage, welche das Schiff in die bodenlose Tiefe des Meeres sinken lässt. Doch gefangen auf dem Meeresgrund, haben die Probleme für die Überlebenden gerade erst begonnen. Denn hier unten lauert ein jahrzehntealtes Geheimnis auf sie. Der Leviathan ist erwacht und erhebt sich hungrig aus der Tiefe. Wenn er sich auf die Jagd begibt, wird niemand seiner urzeitlichen Wut entkommen …

Rezension:
Nach seinen gefährlichen Abenteuern in „Unnatural History“ kann es Ulysses Quicksilver eigentlich nur recht sein, dass er als der Held, der die Queen rettete, als VIP zur Jungfernfahrt des nagelneuen U-Kreuzfahrtschiffs „Neptune“ eingeladen wird. Doch wirklich erholsam wird die Reise nicht. Zuerst hängt sich eine neugierige Reporterin an ihn, und dann geht das Schiff auf eine unfreiwillige Tauchfahrt ohne Wiederkehr. Bald wird klar, dass es sich um kein technisches Versagen handelt. Ein Kampf ums Überleben und die Überführung des Schuldigen beginnt.
Wie bereits in „Unnatural History“ gelingt es Jonathan Green auch hier wieder, seinen Helden Ulysses Quicksilver in ein wildes Steampunk-Abenteuer zu stürzen. Dabei zieht er alle Genre-typischen Register. Von den Begebenheiten zu Beginn des Buches wechselt der Fokus schon bald auf ganz andere Ereignisse – bevor sich am Ende doch herausstellt, dass es natürlich einen großen Zusammenhang gibt. Die Geschichte ist dabei geschickt eingefädelt, sodass der Leser diesen nicht so schnell erahnen kann. Beim Hauptschuldigen sieht das etwas anders aus. Hier kann der aufmerksame Leser schon deutlich früher als der Held die Lösung erraten. Allerdings stehen ihm auch Informationen zur Verfügung, auf die Ulysses verzichten muss.
Leider enthält das Buch einige unsinnige Zahlenangaben, die für die eigentliche Handlung jedoch unbedeutend sind. So ist die „Neptune“ beispielsweise 930 Meter lang. Ihr Promenadendeck erstreckt sich über ⅔ der Länge und ist etwa 400 Meter lang. Wer hat da wohl im Mathematikunterricht nicht aufgepasst? Da kurz darauf erwähnt wird, dass 2 Runden auf dem Promenadendeck somit einen 1,6-Kilometer-Spaziergang ergeben (also 1 Meile!) ist zu vermuten, dass sich diese (und ähnliche) Unstimmigkeiten bei der Umrechnung britischer Einheiten im Zuge der Übersetzung ergeben haben. In dem Zusammenhang muss man sich natürlich fragen, wieso angloamerikanische Einheiten in Übersetzungen überhaupt immer wieder eingedeutscht werden.
Die auch separat (kostenlos) erhältliche Kurzgeschichte „Vanishing Point“ ist im Buch als Anhang enthalten. Im Original sind bereits 8 Bände der „Pax Britannia“-Reihe erscheinen, doch liegt von den weiteren Bänden leider noch keine deutsche Übersetzung vor. Ob beziehungsweise wann diese zu erwarten ist, bleibt leider offen. Somit kann der Leser vorerst nur auf das Erscheinen dieser hoffen.

Fazit:
Für Freunde turbulenter Steampunk-Abenteuer ist dieses Buch zweifellos eine Empfehlung wert.

Taschenbuch
eBook
Taschenbuch im englischen Original
eBook im englischen Original

Frost & Payne – Die Bibliothek des Apothekers

Luzia Pfyl
Frost & Payne – Die Bibliothek des Apothekers

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Das Rätsel der grünen Seite

Klappentext:
Ein misstrauischer Inspektor von Scotland Yard beschattet Frost und Payne rund um die Uhr, als sie von Dr. Neville den Auftrag bekommen, die verschollene Bibliothek eines Alchemisten zu finden. Die rätselhafte Spur führt nach York und weiter bis Tief ins Herz des Kohlegebietes. Doch Frost und Payne sind nicht die einzigen, die hinter den Büchern her sind.
Cecilia ist zu ihren Eltern aufs Land gefahren, wo sie zur Freude ihrer Mutter die Bekanntschaft des Abenteurers Nathan Cosgrove macht. Michael Cho sieht sich indessen einer neuen Bedrohung gegenüber. War sein Vater wirklich ein Verräter?

Rezension:
Kaum haben sie den Zwischenfall um den gestohlenen Waffen-Prototypen aufgeklärt, werden Lydia Frost und Jackson Payne über das Attentat auf die königliche Sternwarte unterrichtet. Eilig machen sie sich auf den Weg, arbeitet dort doch Paynes Frau Cecilia. Diese können sie zwar in einem abenteuerlichen Handstreich retten, ziehen sich mit diesem Alleingang aber die Ungnade Scotland Yards zu. Da kommt es eigentlich ziemlich passend, dass ein neuer Auftrag sie in Englands Norden, fernab der Hauptstadt, führt.
Luzia Pfyls „Frost & Payne“-Reihe entwickelt mit diesem 3. Band eine gewisse Eigendynamik. Die Hauptfiguren und das Setting sind dem Leser mittlerweile vertraut, sodass sich das Augenmerk stärker auf die Geschichte an sich legen kann. Leider kommt diese im vorliegenden Band trotz einiger Abenteuer, die die beiden Helden bestehen müssen, nicht wirklich voran. Während ein paar (wahrscheinlich eher nebensächliche) neue Fragen aufgeworfen werden, wird leider keine einzige der bisherigen gelöst. Dafür werden gleich mehrere neue Handlungsstränge um Jacksons Ehefrau Cecilia und Lydias Jugendfreund Michael eröffnet.
Der Stil der Autorin ist weiterhin gut lesbar, sodass die Geschichte trotz des derzeit etwas mangelnden Handlungsfortschritts angenehm flüssig bleibt.

Fazit:
Auch im mittlerweile 3. Band bleibt die „Frost & Payne“-Reihe interessant.

eBook

Lennart Malmkvist und der ziemlich seltsame Mops des Buri Bolmen

Lars Simon
Lennart Malmkvist und der ziemlich seltsame Mops des Buri Bolmen

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Die Macht des Gewitters

Klappentext:
Lennart Malmkvist führt ein ganz und gar normales Leben in Göteborg. Das ändert sich auf recht merkwürdige Weise, als der ungeliebte Mops seines Nachbarn mit ihm zu sprechen beginnt – und mit einem Mal hält das Magische Einzug in Lennarts Leben. Dabei hatte er mit Magie bisher überhaupt nichts am Hut! Als dunkle Mächte drohen, erkennt Lennart wie nützlich der eine oder andere Zaubertrick doch sein kann …

Rezension:
Lennart Malmkvist arbeitet als recht erfolgreicher Unternehmensberater in Göteborg und ist mit seinem Leben zufrieden. Doch als der alte Buri Bolmen, der im Erdgeschoss seines Wohnhauses einen Scherzartikel- und Zauber-Laden führt, plötzlich verschwindet, wahrscheinlich sogar tot ist, erbt Lennart nicht nur diesen Laden, sondern auch noch dessen ständig sabbernden Mops. An beiden hat er jedoch keinerlei Interesse. Als er kurz darauf überraschend seinen gutbezahlten Job verliert, entscheidet sich Lennart doch, einen Neuanfang mit Laden und Mops zu wagen. Diese Entscheidung wird sein Leben einschneidend verändern!
Lars Simon würzt seinen Fantasy-Krimi nicht nur mit sehr viel Humor, sondern auch mit reichlich Lokalkolorit. Der Leser ist ständig versucht, die beschriebenen Örtlichkeiten auf Google Earth mitzuverfolgen. Allerdings können die zahlreichen schwedischen Straßennamen und sonstigen Begriffe den der Sprachen nicht mächtigen Leser mitunter etwas im Lesefluss stolpern lassen. Dafür wirkt die Geschichte jedoch um so authentischer. Der Autor verwendet einen sehr flüssigen Schreibstil, wobei er humorvolle Kommentare so geschickt in den Text einwebt, dass sie den Leser immer wieder fast überraschen. Zu Beginn wird die Handlung relativ langsam aufgebaut, sodass sie stellenweise etwas behäbig erscheint. Im weiteren Verlauf nimmt das Tempo jedoch deutlich zu, um bis zum Finale immer mehr Spannung aufzubauen. Über manches wird der Leser genauso erstaunt sein wie Lennart, für den die reale Existenz von Magie einen echten Schock darstellt.
Und dann ist das Buch relativ plötzlich zu Ende, obwohl doch noch so viel Geschichte übrig ist. Was dem Buch am Anfang nicht anzumerken ist und auch im Klappentext nicht erwähnt wird: „Lennart Malmkvist und der ziemlich seltsame Mops des Buri Bolmen“ ist der Auftakt einer ganzen Buchreihe. Am Ende dieses Buches wird wohl jeder Leser unbedingt weiterlesen wollen, denn es muss ja noch so viel aufgeklärt werden!

Fazit:
Für Fans humorvoller Urban Fantasy erhält „Lennart Malmkvist und der ziemlich seltsame Mops des Buri Bolmen“ eine eindeutige Leseempfehlung.

Taschenbuch
eBook
Hörbuch

Geheimnisse im Leuchtturm

Daniel Herbst
Geheimnisse im Leuchtturm

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Der Schatz des Piraten

Klappentext:
Ein komischer Kriminalroman
Tom und Heike begegnen sich in einem Antiquariat. Als ein erwachsener Grobian Heike eine alte Laterne entreißen will, greift Tom ein. Sein spontanes Heldentum zahlt sich aus: Bald gehören ihm Heikes Sympathie und ein Stück Papier, das wie eine Schatzkarte aussieht und auf einen Leuchtturm in der Nähe hinweist.
Als Tom und Heike ihn im Watt durchstöbern, werden sie von der Flut überrascht: Ein abenteuerlicher nächtlicher Aufenthalt im Turm ist angesagt!
Doch im Dunkel der Nacht werden dort zu ihrem Schreck Kisten mit Schmuggelgut angeliefert, und ein zwielichtiger Fremder taucht im Leuchtturm auf!
Es ist ein reiner Glücksfall, dass Tom und Heike unentdeckt bleiben.
Wieder an Land, lässt der nächste Knüller nicht auf sich warten: In der nächsten Nacht wird die tonnenschwere Kuppel des Leuchtturms geklaut — von einer fliegenden Untertasse, behauptet ein Augenzeuge. Werden Tom und Heike das Rätsel des Leuchtturms lösen?
Keine Frage! Dafür sorgt Erfolgsautor Daniel Herbst mit dem für ihn typischen Wortwitz und Einfallsreichtum!

Rezension:
Ein kleiner Ort an der Nordsee in den 1980er Jahren. Der 16-jährige Tom verbringt hier mit seinem Vater den Urlaub. In einem Antiquariat, das wohl eher die Bezeichnung Trödelladen verdient, trifft er zufällig auf die gleichaltrige Heike, die hier zusammen mit ihrer Mutter Urlaub macht. Als ein Mann eine von Heike gerade erst gekaufte Laterne unbedingt haben will, kommt es zu einem kurzen Handgemenge, wodurch sich die Laterne öffnet. Darinnen entdecken Tim und Heike eine alte Schatzkarte. Natürlich beschließen sie, sich auf die Suche zu machen. Dass Toms Vater sich selbst verliebt hat und meist mit dieser Frau unterwegs ist, kommt Tom da natürlich sehr gelegen.
Daniel Herbst präsentiert seinen Lesern hier einen Jugend- oder besser gesagt All-Age-Krimi mit humorvollen Elementen, der zahlreiche unerwartete Wendungen bereithält. Fast alles ist eigentlich ganz anders, als es zuerst scheint. Dabei fängt der Autor das (Handy-freie) Ambiente der 1980er Jahre glaubhaft ein. Sein Schreibstil ist angenehm lesbar.
Allerdings ist dem Autor in Bezug auf die Gezeiten ein grober Logikfehler unterlaufen, der den Spaß am Lesen jedoch nicht beeinträchtigt. Als Tom und Heike gegen 17 Uhr den Leuchtturm verlassen wollen, stellen sie fest, dass sie durch die auflaufende Flut eingeschlossen sind. Erst in der Morgendämmerung können sie den Turm wieder zu Fuß verlassen. Doch da müsste natürlich gerade die nächste Flut herrschen. Gerade in der Zeit um Mitternacht, zu der logischerweise Ebbe herrschen müsste, wird der Leuchtturm jedoch von mehreren Booten angelaufen.

Fazit:
Für alle Freunde von lockeren, garantiert Leichen-freien Krimis ist „Geheimnisse im Leuchtturm“ einen Blick wert.

eBook

Ein MORDs-Team – 14 – Verloren und Vergessen

Andreas Suchanek
Ein MORDs-Team – Band 14 – Verloren und Vergessen

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Auf vergessenen Gleisen

Klappentext:
Das Team begibt sich in den Nachbarort Maple Peaks, um dort Corey und Wendy Parkers Vergangenheit zu erforschen. Die Freunde müssen jedoch schnell erkennen, dass auch hier Gefahren lauern. Dunkle Mächte stellen sich ihnen in den Weg, um die Aufklärung des Falls zu verhindern.
Zur gleichen Zeit ist Danielle im Ausland auf sich alleine gestellt. Der perfide Plan ihres Vaters scheint aufzugehen. Und in Barrington Cove präsentiert sich ein weiterer Kandidat zur Wahl für das höchste Amt der Stadt.

Rezension:
Mason, Randy und Olivia brechen zusammen mit Sonja und Masons Freundin Cat nach Maple Peaks auf, um dort den Rätseln um die Parker-Zwillinge auf den Grund zu gehen. Dass sie bei ihren Nachforschungen mehr Schlamm aufwühlen, als gewissen Leuten recht sein kann, sorgt schnell für einige Aufregung. Dass ihre Freundin Danielle (am Ende des 13. Bandes der „Ein MORDs-Team“-Reihe) gegen ihren Willen in ein Internat verfrachtet wurde, ahnen sie noch nicht. Doch dieses Internat stellt sich sogar als noch erheblich schlimmer heraus, als Danielle befürchtet hatte.
Mit der Trennung Daniells vom Rest des MORDs-Teams trennt Autor Andreas Suchanek die Handlung der Reihe in 2 (anscheinend) unabhängige Handlungsstränge auf. Wie man seinen Stil kennt, darf man aber wohl nicht zu unrecht vermuten, dass dieser Anschein trügt. Anzeichen dafür finden sich zumindest bereits am Ende dieses Bandes. Das Netz der Verstrickungen rund um Barrington Coves Unterwelt wird immer komplexer, sodass der Leser die Zusammenhänge (schon wieder) nicht mal ansatzweise durchschauen kann.
Der Autor bleibt seinen gewohnt spannenden Schreibstil mit vielen versteckten Andeutungen weiterhin treu. „Ein MORDs-Team“ macht einfach süchtig.

Fazit:
Mit „Verloren und Vergessen“ wird die Spannung in der „Ein MORDs-Team“-Reihe zu neuen Höhepunkten getrieben.

eBook

Marathum

Philipp Benzin
Marathum

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Kampf den lebenden Skeletten

Klappentext:
»Das ist mir egal«, schmetterte Hardur dem verdutzen Waster hinterher, »hier geht es um wichtigere, um elementare Dinge der Zauberei. Ja, wenn die Truhe geöffnet und der Stab entwendet sein sollte, dann … dann wird es demnächst auf unserer Welt keine Magie mehr geben.«
Waster Wühlig, Hauptmann der Stadtwache von Moorin, ist dem mutmaßlichen Mörder des Erzmagiers Almuthar weiter auf der Spur. Die Ereignisse überschlagen sich jedoch und schon ist er in ein Abenteuer verstrickt, das ihn auf moralische Abwege führt. Ein lang gehegter Traum könnte für ihn in Erfüllung gehen. Doch ein aufdringlicher Gefreiter und ein planloser Universitätspräsident bringen Waster zur Verzweiflung. Zu allem Überdruss mischen sich bald noch eine zwielichtige Vettel und ihr junger Begleiter ein, die auch der Bande um den Stab auf der Spur sind.
MARATHUM ist der 2. Teil der Reihe „Das Erbe der Drachenkriege“. Der Fantasy-Roman ist die Fortsetzung von MAGISCHE VERWICKLUNGEN und schildert die weitere Jagd nach dem Artefakt, das viele Personen nur allzu gern in ihre Hände bekommen möchten.
Ein ungewöhnlicher Fantasy-Roman mit einem Hauch von Krimi und einer Prise Humor in moderner Erzählweise.

Rezension:
Der Halbling Aazarus sitzt auf dem Dach des Magierturmes und kann es noch nicht fassen: Der mysteriöse Fremde hat den Rückzug angetreten, der Magier Trasparan wurde in einen Frosch verwandelt. Und er selbst hat den geheimnisvollen Zauberstab! Wie konnte das passieren? Doch zuerst sollte er schnellstmöglich das Weite suchen, bevor es der Stadtwache unter Hauptmann Waster gelingt, sich Zutritt zum Turm zu verschaffen. Zusammen mit Kralle und dem Gnom Wittelbroth, bisheriger Assistent Trasparans, gelingt ihm das gerade noch rechtzeitig. Überrascht müssen die 3 Schicksalsgefährten feststellen, dass der Stab einen eigenen Willen hat – und ihre Hilfe benötigt. Schnell sind ihnen außer Waster noch andere Parteien auf der Spur …
„Marathum“ schließt unmittelbar an das Ende des vorhergehenden Bandes „Magische Verwicklungen“ an. Philipp Benzin führt die dort begonnene Handlung nahtlos fort. Beim Versuch, dem Stab zu helfen, tritt die Suche nach Almuthars Mörder allerdings in den Hintergrund. Stattdessen begeben sich Verfolgte und Verfolger auf eine abenteuerliche Reise.
Im Verlauf dieser Geschichte gewinnen die Hauptcharaktere sogar noch mehr Tiefe, als sie schon im 1. Band hatten, was angesichts der relativen Kürze der einzelnen Teile überrascht. Auch hier ist die Story wieder stilistisch gekonnt aufgebaut. Im Gegensatz zu Teil 1 liegt „Marathum“ (bisher) jedoch ausschließlich als eBook vor.
Warten wir auf Band 3 der „Das Erbe der Drachenkriege“-Reihe, um zu erfahren, wie es mit Aazarus und seinen Freunden weitergeht!

Fazit:
Auch Band 2 dieses Fantasy-Krimi-Abenteuers kann überzeugen.

eBook

Verlorene Seelen: Die Legende der Genii

Julia Sypke
Verlorene Seelen: Die Legende der Genii

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Das Leben eines Gargoyles

Klappentext:
»Oh, der verlorene Sohn, mal wieder. Wie siehst du denn aus? Hast du Steine gekotzt?« »Mir ist was ganz Seltsames passiert.« Mit knappen Worten erzählte ich, was ich eben erlebt hatte. Der Narr legte den Kopf schief und wirkte ungewohnt nachdenklich. »Das habe ich schon mal gehört«, meinte er schließlich. »Angeblich bedeutet es, dass man gerade seinem Schicksal begegnet ist. Es heißt aber auch, dass so etwas nur passiert, wenn man dem Tod schon ins Auge blickt.« Eine Serie mysteriöser Ritualmorde hält die ganze Stadt in Atem. Auch die Gargoyles an St. Laurentius spekulieren, wer Täter sein könnte. Nur Max, ein steinerner Greif, kann sich nicht für die wilden Vermutungen begeistern, denn er weiß, dass er selbst bald sterben soll. Bis er herausfindet, dass sein Schicksal untrennbar mit dem des Mörders verbunden ist – eines Mannes, der sich für die Wiedergeburt eines englischen Hexenjägers hält und seine Mission in dieser Zeit mit allen Mitteln fortsetzen will …

Rezension:
Die Menschen glauben, Gargoyles wären nur toter Stein. Doch das stimmt natürlich nicht. Sie haben ein Bewusstsein, wache Sinne und können sich sogar frei bewegen. Aber das machen sie natürlich nur, wenn gerade kein Mensch hinsieht. Kurz nachdem der Greif, der später Max heißen wird, von seinem Schöpfer fertiggestellt wurde, erwacht sein Bewusstsein. Nur wenige Tage später wird er an den Pfarrer einer Dorfkirche verkauft, wo er in den kommenden Nächten von einem anderen Gargoyle in die Gebräuche des Gargoylelebens eingeführt wird. Jahrhunderte später – wir schreiben mittlerweile das 21. Jahrhundert, und das Dorf ist lange mit der benachbarten Stadt zusammengewachsen – wird Max Zeuge einer Mordserie. Und irgendetwas sagt ihm, dass sein Leben mit dem Schicksal des Mörders verbunden ist. Wird es ihm gelingen, die Mordserie rechtzeitig zu stoppen?
Die Idee, eine Geschichte aus der Sicht eines belebten Gargoyles zu erzählen, ist (zumindest mir) neu. Gerade deshalb hat diese ihren eigenen Reiz. Leider verschenkt die Autorin Julia Sypkes einiges des in der Idee zweifellos enthaltenen Potentials. Zwischen dem Kennenlernen des Gargoyles und dem Einstieg in den interessanten Kriminalfall erstreckt sich leider eine ganze Reihe von Kapiteln, in denen der Leser lediglich erfährt, was Max im Laufe der Jahrhunderte so hört und beobachtet. Interessant wird es erst wieder, als der Greif einen Zusammenhang zwischen der Mordserie, die gerade Stadtgespräch ist, und seinem eigenen Leben entdeckt. Ab hier wird die Story wirklich interessant und spannend. Wie sie ausgeht, soll hier natürlich nicht verraten werden. Leider werden am Ende einige merkwürdige Erlebnisse Max’ einfach ‚vergessen‘ und nicht aufgeklärt.
Sprachlich weiß die Autorin die Geschichte gekonnt zu verpacken. Die benutzten geschichtlichen Hintergründe sind anscheinend gründlich recherchiert. Auch wenn keine Ortsnamen genannt werden, lassen die detaillierten örtlichen Beschreibungen vermuten, dass es für Max’ Heimat ein konkretes Vorbild gibt.

Fazit:
Eine Urban Fantasy, die sich deutlich vom Gewohnten abhebt und alleine deshalb – trotz einiger Schwächen – Aufmerksamkeit verdient.

Taschenbuch
eBook

Ein MORDs-Team – 13 – Die fünfte Dynastie

Andreas Suchanek
Ein MORDs-Team – Band 13 – Die fünfte Dynastie

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Die Frau mit der Maske

Klappentext:
Sonja Walker erinnert sich zurück an ihre Kindheit, als die Katastrophe auf Angel Island ihr einen Teil der Familie nahm. Hierzu möchte sie einen Blick in die Vergangenheit werfen, um eine Reportage zu drehen. Zusammen mit einem Teil des MORDs-Teams macht sie eine schreckliche Entdeckung, die die damaligen Ereignisse in einem anderen Licht erscheinen lässt.
Im Jahr 1985 betreten Jamie, Shannon, Harrison und Billy den Zirkusrummel, um einen unbeschwerten Tag zu verbringen. Stattdessen geraten sie mitten in die Katastrophe.
Dies ist der 13. Roman aus der Reihe „Ein MORDs-Team“, der Auftakt zum 2. Fall.

Rezension:
Mason, Olivia, Randy und Danielle sind zurück. Nach der Aufregung um die Überführung des Mörders von Marietta King, volle 30 Jahre nach der Tat, stehen sie natürlich im Zentrum des öffentlichen Interesses ihrer Heimatstadt Barrington Cove – was noch lange nicht heißt, dass sie damit bei allen Mitbürgern beliebt sind. Speziell Sheriff Bruker gehört definitiv nicht zu ihren Fans. Aber die Freunde haben vorerst sowieso andere Probleme. Es ist ihr letztes Jahr auf der High School, und sie müssen sich um ihre Collage-Bewerbungen kümmern. Bei Danielle wird alles noch durch den Scheidungs-Krieg ihrer Eltern erschwert. Doch als die Reporterin Sonja dem alten Rummel einen Besuch abstattet und dort eine jahrzehntealte Leiche findet, stürzt sich das MORDs Team natürlich gleich wieder in die Ermittlungen.
Eine Warnung vorweg: Wer neu in Andreas Suchaneks Reihe „Ein MORDs-Team“ einsteigen möchte, sollte das nicht mit diesem 13. Band tun, denn gleich zu Beginn wird die Auflösung des Falls, der die bisherigen 12 Bände füllte, verraten. Einsteiger sollten auf die Bände 1 bis 12 und den in diesen gelösten Fall nicht verzichten. Da sich dieser Band aber – wie bemerkt – sowieso nicht für Neueinsteiger eignet, muss zum grundsätzlichen Aufbau nicht viel gesagt werden, da sich die Reihe auch im neuen Fall treu bleibt. Erwähnenswerte Änderungen in Stil oder Handlungsaufbau sind nicht festzustellen. Mit dem Auffinden der Leiche ist sofort wieder Spannung vorhanden, und die Anzahl der noch zu lösenden Rätsel bewegt sich am Ende dieses Bandes schon wieder auf astronomisch hohem Niveau. Allen, die bereits die Jagt nach Marietta Kings Mörder verfolgt haben, sollten sich das Rätsel um die Leiche auf Angel Island nicht entgehen lassen.

Fazit:
Auch in der mit diesem Band beginnenden 2. Staffel der „Ein MORDs-Team“-Reihe dürfte die gewohnt spannende Unterhaltung garantiert sein.

eBook

Monster und Maschinen

Maria Engels, David Michel Rohlmann
Monster und Maschinen

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Das Spiel mit Mond und Erde

Klappentext:
Dampfkraft! Sie ist die Triebfeder der Welt. Beschwörungen, die Besiedelung des Monds und der Tiefsee verdanken wir ihr – ihr und den Denkern und Abenteurern. Den Pionieren. Zugleich birgt der Fortschritt neue Gefahren: wilde Dämonen, wenn Beschwörungen versagen, oder Seeungeheuer, die den Menschen in ihrem Revier nicht tolerieren. Doch stellt sich die Frage, wo die eigentliche Gefahr liegt: in den Konsequenzen, die die Dampfkraft mit sich bringt? Oder sind die Menschen, die sie bedienen, die wahren Monster? Drei Anthologien mit drei unterschiedlichen Dampfkraft-Welten werden in diesem Sammelband vereint.

Rezension:
Das deutsche Kaiserreich im Jahr 1952. Eine ‚freie Agentin‘ hat den Auftrag, in Dresden einen Mann zu entführen. Doch was hat das mit den Forschungen auf Burg Hohenzollern zu tun?
In den Städten auf dem Mond bahnen sich Unruhen an, doch wer steckt dahinter? Ob die beiden Detektive, die von einem Gangsterboss engagiert werden, den Fall lösten können, bevor es zu spät ist?
Die Erde ist weitgehend überflutet. Die wenigen Überlebenden fragen sich, wo es wohl noch mehr von ihnen geben könnte – wenn überhaupt.
Was im Klappentext als 3 Anthologien bezeichnet wird, erscheint bei genauerem Hinsehen eher als 3 Geschichten, deren einzelne Kapitel jeweils von verschiedenen Autoren verfasst wurden. Dabei nimmt die Mond-Handlung mit 6 Kurzgeschichten beziehungsweise Kapiteln den mit Abstand umfangreichste Teil ein. Trotz der 4 beteiligten Autoren halten beinahe alle Kurzgeschichten/Kapitel ein durchgehend hohes Niveau. Wirkliche Ausreißer im negativen Sinne gibt es nicht. Auch wenn einzelne Kurzgeschichten/Kapitel durchaus ihre lustigen Momente haben, bleibt die Grundstimmung insgesamt eher düster. In allen 3 Hauptgeschichten stellt sich letztendlich der Mensch als das wirklich Böse heraus, weswegen sie alle ein eher düsteres Ende haben.
Während die Mond- und die Meeres-Story Steampunk mit SciFi verbinden, auf dem Mond noch durch etwas Krimi ergänzt, wird bei der Kaiserreich-Story ein Schuss Fantasy zum Steampunk gemischt.

Fazit:
Wer Steampunk ohne Happy End mag, sollte diesem Buch einen genaueren Blick gönnen.

Taschenbuch
eBook

Magische Verwicklungen

Philipp Benzin
Magische Verwicklungen

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Mord in Moorin

Klappentext:
„Die Situation ist ernst, sehr ernst sogar“, erwiderte die Frau. „Ihr solltet lieber handeln, anstatt mich ungläubig anzustarren, verehrter Hardur. Es ist keine Zeit zu verlieren. Andere Kräfte sind schon am Werk. Wie Ihr wisst, ist Erzmagier Almuthar erst kürzlich ermordet worden.“
Moorin, die größte und prächtigste Stadt im Kaiserreich, wird Schauplatz eines rätselhaften Doppelmordes. Waster Wühlig, Hauptmann der Stadtwache, kann sein Glück kaum fassen. Während er im Fall des toten Erzmagiers Ophit Almuthar ermittelt, stößt er auf einen äußerst verdächtigen Halbling. Doch auch andere haben ihre dreckigen Finger im Spiel, denn ein sagenhafter Gegenstand weckt Begehrlichkeiten.
MAGISCHE VERWICKLUNGEN ist der 1. Teil der Panmagia-Reihe „Das Erbe der Drachenkriege“. Der Fantasy-Roman spielt in einer mittelalterlichen Welt. Er schildert eine spannende Jagd nach Reichtum und grenzenloser Macht, bei der die magische Welt ins Wanken gerät. Zum Glück tauchen plötzlich eine alte Dame und der Hüter der Truhe auf, die mit ihren wachen Augen und einem verzweifelten Universitätsvorsitzenden alles daran setzen, die Situation zu retten, bevor es zu spät ist.
Ein ungewöhnlicher Fantasy-Roman mit einem Hauch von Krimi und einer Prise Humor in moderner Erzählweise.

Rezension:
In Moorin geht alles seinen gewohnten Gang. Hauptmann Wühlig von der Stadtwache geht der üblichen Routine nach. Meist sind es eher kleinere Fälle, die ihn eher langweilen. Vor allem die ständigen Beschwerden der Nachbarn über den Magier Almuthar nerven ihn, wenn der es bei seinen alchemistischen Versuchen mal wieder stinken und knallen lässt. So ist er eigentlich gar nicht wirklich böse darüber, als er erfährt, dass ausgerechnet dieser Almuthar ermordet wurde. Wühlig mag diese ganzen eingebildeten Magier ohnehin nicht. Als er dann im Turm des toten Magiers zu nachtschlafender Zeit den Halbling Aazarus erwischt, ist für ihn der Fall klar. Doch in Wirklichkeit steckt viel mehr hinter diesem Mord, als Wühlig ahnt!
Mit „Magische Verwicklungen“ legt der Autor Philipp Benzin sein Erstlingswerk vor, mit dem er seine Leser in die „Das Erbe der Drachenkriege“-Reihe hineinführt, deren weitere Bände allerdings noch ausstehen. Die Hauptpersonen dieses Bandes sind der Halbling Aazarus sowie Hauptmann Wühlig, wobei am Ende allerdings nicht sicher zu erkennen ist, ob das auch in den Fortsetzungen so bleiben wird. Dabei bietet der vorliegende Band keine in sich weitgehend abgeschlossene Teilhandlung, sondern er endet völlig offen, praktisch mitten im laufenden Geschehen. Wer der Mörder ist, bleibt sowohl dem Leser als auch den Hauptfiguren noch verborgen.
Die Charaktere dieser Fantasy-Geschichte erscheinen glaubhaft und bekommen vom Autor auch einen Hintergrund geschenkt, der ihre Handlungsweisen begründet. Einige lustige Szenen sorgen in der Handlung für Auflockerung. Der sprachliche Stil wirkt überzeugend. Das Setting ist mittelalterlich geprägt.

Fazit:
Ein Fantasy-Krimi, der nach seiner raschen Fortsetzung verlangt.

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