Frost & Payne – Die Bibliothek des Apothekers

Luzia Pfyl
Frost & Payne – Die Bibliothek des Apothekers

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Das Rätsel der grünen Seite

Klappentext:
Ein misstrauischer Inspektor von Scotland Yard beschattet Frost und Payne rund um die Uhr, als sie von Dr. Neville den Auftrag bekommen, die verschollene Bibliothek eines Alchemisten zu finden. Die rätselhafte Spur führt nach York und weiter bis Tief ins Herz des Kohlegebietes. Doch Frost und Payne sind nicht die einzigen, die hinter den Büchern her sind.
Cecilia ist zu ihren Eltern aufs Land gefahren, wo sie zur Freude ihrer Mutter die Bekanntschaft des Abenteurers Nathan Cosgrove macht. Michael Cho sieht sich indessen einer neuen Bedrohung gegenüber. War sein Vater wirklich ein Verräter?

Rezension:
Kaum haben sie den Zwischenfall um den gestohlenen Waffen-Prototypen aufgeklärt, werden Lydia Frost und Jackson Payne über das Attentat auf die königliche Sternwarte unterrichtet. Eilig machen sie sich auf den Weg, arbeitet dort doch Paynes Frau Cecilia. Diese können sie zwar in einem abenteuerlichen Handstreich retten, ziehen sich mit diesem Alleingang aber die Ungnade Scotland Yards zu. Da kommt es eigentlich ziemlich passend, dass ein neuer Auftrag sie in Englands Norden, fernab der Hauptstadt, führt.
Luzia Pfyls „Frost & Payne“-Reihe entwickelt mit diesem 3. Band eine gewisse Eigendynamik. Die Hauptfiguren und das Setting sind dem Leser mittlerweile vertraut, sodass sich das Augenmerk stärker auf die Geschichte an sich legen kann. Leider kommt diese im vorliegenden Band trotz einiger Abenteuer, die die beiden Helden bestehen müssen, nicht wirklich voran. Während ein paar (wahrscheinlich eher nebensächliche) neue Fragen aufgeworfen werden, wird leider keine einzige der bisherigen gelöst. Dafür werden gleich mehrere neue Handlungsstränge um Jacksons Ehefrau Cecilia und Lydias Jugendfreund Michael eröffnet.
Der Stil der Autorin ist weiterhin gut lesbar, sodass die Geschichte trotz des derzeit etwas mangelnden Handlungsfortschritts angenehm flüssig bleibt.

Fazit:
Auch im mittlerweile 3. Band bleibt die „Frost & Payne“-Reihe interessant.

eBook

Frost & Payne – Die mechanischen Kinder

Luzia Pfyl
Frost & Payne – Die mechanischen Kinder

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Die dunkle Seite der Aetherkraft

Klappentext:
Ihr erster gemeinsamer Fall führt Frost und Payne in die Tiefen einer geheimen Waffenfabrik. Der Prototyp eines neuartigen Waffensystems wurde gestohlen. Der Verdacht fällt schnell auf einen internen Maulwurf, doch als Frost und Payne das wahre Ausmaß der Sache erkennen, ist es beinahe zu spät. Das Leben des Thronfolgers steht auf dem Spiel und ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.
Cecilia wird Zeugin eines weiteren Leichenfundes. Schon wieder ein Jugendlicher mit mechanischen Körperteilen. Sie befürchtet, dass Scotland Yard als nächstes Annabella aus der Themse zieht, und bittet Payne, sich des Falls anzunehmen. Auch Frost ist an der Sache interessiert, besitzt sie doch selbst ein mechanisches Herz.
Dies ist der zweite Band der neuen Steampunk-Serie „Frost & Payne“

Rezension:
Lydia Frost und ihr neuer Mitarbeiter Jackson Payne erhalten den außergewöhnlich gut bezahlten Auftrag, den verschwundenen Prototyp einer neuartigen Waffe wiederzubeschaffen. Da dieser schon in wenigen Tagen der Admiralität vorgeführt werden soll, drängt die Zeit. Unterdessen ermittelt Scotland Yard fieberhaft im Fall der verstümmelten Kinderleichen mit mechanischen Körperteilen. Payne und seine Frau befürchten, dass auch ihrer verschwundenen Tochter dieses Schicksal bevorstehen könnte.
Wie es bei derartigen Reihen nicht anders zu erwarten ist, schließt „Die mechanischen Kinder“ unmittelbar an die Handlung des Vorgängers „Die Schlüsselmacherin“ an, den man des vollständigen Verständnisses wegen vorher gelesen haben sollte. Da in Luzia Pfyls Reihe „Frost & Payne“ noch mindestens 10 weitere Teile zu erwarten sind, bekommt der Leser hier erwartungsgemäß noch keine grundsätzlichen Fortschritte bei den grundlegenden Rätseln geboten. Im Gegenteil: Es kommen noch zusätzliche ungelöste Rätsel hinzu.
Wie bereits in Band 1 der Reihe beschreibt die Autorin das Geschehen in einem angenehmen und flüssig zu lesenden Stil. Band 3 ist wie bei Greenlight Press gewohnt etwa im Monatsabstand zu erwarten.

Fazit:
Spannend geht es weiter, und die Verwicklungen werden nicht weniger. Steampunk-Fans sollten das lesen!

eBook

Monster und Maschinen

Maria Engels, David Michel Rohlmann
Monster und Maschinen

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Das Spiel mit Mond und Erde

Klappentext:
Dampfkraft! Sie ist die Triebfeder der Welt. Beschwörungen, die Besiedelung des Monds und der Tiefsee verdanken wir ihr – ihr und den Denkern und Abenteurern. Den Pionieren. Zugleich birgt der Fortschritt neue Gefahren: wilde Dämonen, wenn Beschwörungen versagen, oder Seeungeheuer, die den Menschen in ihrem Revier nicht tolerieren. Doch stellt sich die Frage, wo die eigentliche Gefahr liegt: in den Konsequenzen, die die Dampfkraft mit sich bringt? Oder sind die Menschen, die sie bedienen, die wahren Monster? Drei Anthologien mit drei unterschiedlichen Dampfkraft-Welten werden in diesem Sammelband vereint.

Rezension:
Das deutsche Kaiserreich im Jahr 1952. Eine ‚freie Agentin‘ hat den Auftrag, in Dresden einen Mann zu entführen. Doch was hat das mit den Forschungen auf Burg Hohenzollern zu tun?
In den Städten auf dem Mond bahnen sich Unruhen an, doch wer steckt dahinter? Ob die beiden Detektive, die von einem Gangsterboss engagiert werden, den Fall lösten können, bevor es zu spät ist?
Die Erde ist weitgehend überflutet. Die wenigen Überlebenden fragen sich, wo es wohl noch mehr von ihnen geben könnte – wenn überhaupt.
Was im Klappentext als 3 Anthologien bezeichnet wird, erscheint bei genauerem Hinsehen eher als 3 Geschichten, deren einzelne Kapitel jeweils von verschiedenen Autoren verfasst wurden. Dabei nimmt die Mond-Handlung mit 6 Kurzgeschichten beziehungsweise Kapiteln den mit Abstand umfangreichste Teil ein. Trotz der 4 beteiligten Autoren halten beinahe alle Kurzgeschichten/Kapitel ein durchgehend hohes Niveau. Wirkliche Ausreißer im negativen Sinne gibt es nicht. Auch wenn einzelne Kurzgeschichten/Kapitel durchaus ihre lustigen Momente haben, bleibt die Grundstimmung insgesamt eher düster. In allen 3 Hauptgeschichten stellt sich letztendlich der Mensch als das wirklich Böse heraus, weswegen sie alle ein eher düsteres Ende haben.
Während die Mond- und die Meeres-Story Steampunk mit SciFi verbinden, auf dem Mond noch durch etwas Krimi ergänzt, wird bei der Kaiserreich-Story ein Schuss Fantasy zum Steampunk gemischt.

Fazit:
Wer Steampunk ohne Happy End mag, sollte diesem Buch einen genaueren Blick gönnen.

Taschenbuch
eBook

Der Dampfkochtopf: Geschichten und Rezepte aus der Steampunkküche

Anja Buchmann, Marion Bach
Der Dampfkochtopf: Geschichten und Rezepte aus der Steampunkküche

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Heute gibt es Steampunk-Eintopf

Klappentext:
Kartoffelgeschosse, Lachsdiplomatie, Klopsekanonen, Unterwassergurken und royales Federvieh.
Wenn Steampunkgeschichten auf leckeres Essen treffen, wird es spannend und abwechslungsreich. Von Flugschiffen bis zu unterseeischem Treiben entführen 16 AutorInnen auf eine spannende Reise quer durch viele Spielarten der Steampunkliteratur. Dazu begleiten leckere Gaumenfreuden, die zentrale Rollen in den jeweiligen Geschichten spielen.
Ein Fest für alle Sinne – für die steampunkige und jede andere Küche. Guten Appetit!

Rezension:
Enthaltene Autoren und Geschichten:
Anja Buchmann – Freiheitsbrei
Marion Bach – Tante Eufemia
Susanne Halbeisen – 200,00 Gurken unter dem Meer
Kai Gläser – Schraubenschlüssel
Anja Kraus – Kannibalische Gastfreundschaft
Daniel Schlegel – Karas Kabelsalat für junge Erfinder und Entdecker
Laura Dümpelfeld – Ferdinand Fichtelbergs famoser Fabrikator
Luzia Pfyl – Die Pilaw-Affäre
Markus Cremer – Archibald Leach und die gelbe Pute aus Neuguinea
Tina Skupin – Die Winde von Vineta
Cathrin Kühl – Käthes Königsberger Klopse-Kanone
Julianna Dalisch – Fliegerallerlei
Bianca M. Riescher – Tödliches Tiramisu
Meara Finnegan – Im Schatten der Messingsense
Regine D. Ritter – Milch oder Zitrone
Manja Siber – Sylvesterwein
Eine Frau wird entführt, weil sie als Haushälterin benötigt wird, eine Tante terrorisiert ihre Verwandten, bei denen sie unangekündigt zu mehrtägigen Besuchen erscheint, ein U-Boot hat unerwartete Probleme, eine junge Frau trifft plötzlich auf ihre große Liebe, ein Paar auf Hochzeitsreise strandet auf einer Kannibalen-Insel, eine Köchin ‚erfindet‘ die vegetarische Küche, ein Erfinder besiegt den Lebensmittelmangel, ein Handelsherr der Hanse legt sich mit Wikingern an, ein paar Leute aus sehr unterschiedlichen Kreisen gründen eine sehr spezielle Armenspeisung, Kampfpiloten mögen kein Sushi, ein Reporter recherchiert in einem verzwickten Mordfall, ein anderer Reporter muss über eine Statur berichten, ein Techniker will eine Witwe zur Herausgabe der Pläne ihres verstorbenen Mannes überreden, eine junge Frau teilt sich das Haus mit einem Geist – so unterschiedlich wie diese Geschichten sind, teilen sie doch das Steampunk-Ambiente. Als Zugabe gibt es zu jeder dieser Geschichten ein (bebildertes) Rezept, das in einem Zusammenhang zur jeweiligen Kurzgeschichte steht.
So weit – so gut. Wie man es bei Anthologien leider oft findet, differiert die Qualität der enthaltenen Geschichten stark. Während einerseits Geschichten wie „Tante Eufemia“, „Archibald Leach und die gelbe Pute aus Neuguinea“, „Tödliches Tiramisu“ und „Milch oder Zitrone“ die Highlights dieser Sammlung darstellen, können andere nicht annähernd so gut überzeugen. Manchen der enthaltenen Kurzgeschichten scheint einfach etwas zu fehlen, weil der beschränkte Raum nicht ausreicht, dem Leser alle erforderlichen Informationen zu vermitteln. Andere erscheinen wie eine mühsam konstruierte Rahmenhandlung, die nur dazu dient, das dazugehörige Rezept einzuführen. Somit hinterlässt diese Anthologie ihren Leser mit gemischten Gefühlen, wobei die Rezepte hier nicht diskutiert werden sollen. Einerseits ist auch hier das Spektrum sehr weit gefächert, andererseits ist es natürlich Geschmackssache, was dem persönlichen Gaumen zusagen könnte.

Fazit:
In diesem Steampunk-Eintopf schwimmen neben geistig nahrhaften Highlights leider auch einige Sättigungsbeilagen.

eBook

Drúdir

Swantje Niemann
Drúdir

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Im Bann der Automate

Klappentext:
Ein neues Zeitalter ist angebrochen – aber die dunkle Magie der Vergangenheit kehrt zurück!
Dampfkraft und die genialen Maschinen der zwergischen Erfinder haben die Welt unwiderruflich verändert. Magie gilt als Relikt einer Zeit, in der Zauberei und Religion Werkzeuge der Unterdrückung waren. Deshalb ist es dem jungen Uhrmacher Drúdir nahezu unmöglich, seine magische Begabung zu akzeptieren. Doch als sein bester Freund ermordet wird, kann er nicht tatenlos bleiben.
Die Suche nach der Wahrheit führt ihn in die unterirdische Seestadt Schwarzspiegel. Dort begegnet er unerwarteten Verbündeten und entdeckt, wie fragil der innere Frieden der neugegründeten Zwergenrepublik ist. Seine Ermittlungen bringen ihn auf die Spur einer Verschwörung, die die Freiheit aller bedroht.
Drúdir muss in eine Welt der Geheimnisse, Intrigen und Gewalt eintauchen, um das Unheil abzuwenden…

Rezension:
Drúdir ist ein begabter junger Uhrmacher, doch seine magische Begabung ist ihm einfach nur unangenehm. Wenn jemand von dieser erführe, würde das seinem Ansehen erheblich schaden, und außerdem sind ihm die Eindrücke, die er bei der Nutzung seiner Magie hat, höchst unangenehm. Doch als sein ehemaliger Lehrmeister und Freund ermordet wird, kehrt er zurück, um aus den magischen Scherben, die jeder gewaltsame Tod hinterlässt, die letzten Sekunden des Opfers mitzuerleben. Dabei wird er von der Polizistin Findra, die den Fall untersucht und alles Magische verabscheut, beobachtet. Als sie jedoch bemerkt, dass ihre Vorgesetzten anscheinend wenig Interesse an der Aufklärung der Tat haben und Akten ‚zufällig‘ verschwinden, verbündet sie sich mit Drúdir, um den Mörder zu überführen. Gemeinsam kommen sie einer Verschwörung auf die Spur. Und dann tauchen auch noch zwielichtige elfische Geheimagenten auf …
Wer hat den Steampunk erfunden? Die Zwerge natürlich! Wohl kaum ein anderes menschenähnliches Wesen wird in der einschlägigen Literatur stärker mit Feuer und Metall assoziiert als diese kleinen Leute. Und auch wenn die verschiedenen zwergischen und menschlichen Länder nach den großen Magierkriegen eine Union eingegangen sind, misstrauen sich all diese Länder doch nach wie vor gegenseitig. Noch viel mehr misstrauen die Zwerge jedoch den Elfen. So ist es kein Wunder, dass die zwergischen Helden dieser Geschichte, Drúdir und Findra, nicht gerade erbaut sind, als sie auf 2 Geheimagenten der Elfen treffen, die überhaupt nicht abzustreiten versuchen, zur Not auch zu töten. Und gerade diese beiden verfolgen anscheinend ähnliche Ziele wie sie selbst.
Der Autorin Swantje Niemann ist mit „Drúdir“ eine überraschende Melange aus Fantasy zu Zeiten der industriellen Revolution und Steampunk, ergänzt mit einer reichlichen Prise Verschwörungs-Krimi gelungen. Dabei sind die verschiedenen Kapitel aus den Blickwinkeln unterschiedlicher Charaktere beschrieben. Auch wenn es zu Beginn etwas schwerfällt, die zahlreichen Namen einzuordnen, weiß der Leser doch relativ schnell, wer wer ist. Diesem bisher nur als eBook vorliegenden Werk wäre zweifellos auch eine Printversion zu wünschen.
Und übrigens: Der Begriff „Automate“ in der Überschrift ist kein Tippfehler. Aber um dieses Geheimnis zu lüften, sollte man das Buch schon selbst lesen.

Fazit:
Dieser Fantasy-Krimi mit viel Steampunk ist eine Empfehlung wert.

eBook

Frost & Payne – Die Schlüsselmacherin

Luzia Pfyl
Frost & Payne – Die Schlüsselmacherin

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Steampunk in Chinesisch-London

Klappentext:
Die ehemalige Diebin Lydia Frost eröffnet eine Agentur für Verlorenes und Vermisstes. Ihr neuster Auftrag führt sie ausgerechnet zurück zur berüchtigten Madame Yueh und den „Dragons“, der Organisation, von der sie sich gerade erst hart ihre Freiheit erkämpft hat. Als gäbe das nicht schon genug Probleme, muss sie auch noch den Pinkerton Jackson Payne ausfindig machen. Doch der Amerikaner hat seine eigenen Aufträge.
Frost steht plötzlich im Kreuzfeuer und muss sich zwischen Paynes Leben und ihrer Freiheit entscheiden.
Dies ist der erste Band der neuen Steampunk-Serie „Frost & Payne“.

Rezension:
Lydia Frost gehört zu den Bessergestellten des London von 1885, eines London, in dem ganze Stadtteile in der Hand der chinesischen Gemeinde sind. Und genau zu dieser chinesischen Gemeinde hat sie einen guten Draht, denn das Oberhaupt der berüchtigten Dragons, die mittlerweile alte Madame Yueh, nahm sie einst als Kind auf und zog sie groß. Seitdem Lydia jedoch auf Abstand von ihrer ‚Adoptivfamilie‘ ging, hat dieser gute Draht etwas gelitten. Sie versucht ihr eigenes Geld zu verdienen – als eine Art Privatdetektivin, die verschwundene Gegenstände (und gegebenenfalls auch Ehemänner) wiederfindet. Doch eines Tages bekommt sie Besuch vom Chinesen Michael, ihrem besten Freund aus Kindertagen, der sie ‚überredet‘, für die Dragons einen alten Folianten zu beschaffen
„Die Schlüsselmacherin“ stellt den Start in die neue „Frost & Payne“-Reihe dar, die vorerst auf 12 Teile ausgelegt ist. Sie folgt also dem bewährten Muster ähnlicher Reihen verschiedener Genres, die von Greenlight Press verlegt werden. Wie man es bei einer derartigen Fortsetzungsreihe erwarten kann, werden in diesem Auftakt einige offene Handlungsstränge für die folgenden Bände vorbereitet.
Gleich am Anfang führt die Autorin ihre Leser in ein typisches Steampunk-Setting hinein. Auch wenn die üblichen Steampunk-Elemente in diesem Band noch keine handlungstragende Rolle spielen, sind sie doch allgegenwärtig und machen auch vor der Protagonistin höchstpersönlich nicht halt. Trotz ihres etwas nebulösen Hintergrunds wirkt Miss Frost sympathisch, während Mister Payne noch etwas undefinierbar erscheint. So kann der Leser gespannt sein, in welche Abenteuer Luzia Pfyl ihre beiden Charaktere in den kommenden Bänden schickten wird. Wird Frost dabei das Geheimnis um ihre Herkunft lösen können? Wird Payne seine vermisste Tochter wiederfinden? Und welche Rolle werden die Dragons dabei spielen? Da hilft nur abwarten.

Fazit:
Dieser Start in eine neue Steampunk-Reihe ist für alle Genre-Fans einen Blick wert.

eBook

Steamtown – Die Fabrik

Carsten Steenbergen, T. S. Orgel
Steamtown – Die Fabrik

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Unter Plasmierten

Klappentext:
Auf den Stufen der Bakers Hall von Steamtown liegt eine bestialisch zugerichtete Leiche. Der junge Agent Eric van Valen wird zusammen mit dem abgehalfterten Pater und Ætheromanten Siberius Grand und dem seltsamen Forensiker Mister Ferret vom Ministerium Seiner Majestät beauftragt, den Mörder zu finden oder wenigstens jemanden, der schuldig genug aussieht. Doch was als simple Mordermittlung in der Unterwelt der von Plasmalicht und Kohlefeuer erhellten Stadtmetropole beginnt, scheint tiefer zu gehen und konfrontiert sie mit ihren düstersten Albträumen. Albträume, in denen höllische Geschöpfe auf die drei Ermittler lauern, dunkle Vergangenheiten und eine Verschwörung, die die Stadt Steamtown in ihren Grundfesten erschüttert.

Rezension:
Ein Mann läuft panisch durch den nächtlichen dichten Nebel. Offenbar wird er verfolgt. Glücklicherweise erreicht er den großen Platz im Zentrum Steamtowns, auf dem immer ein Polizist Wache steht. Doch auch die Tatsache, dass er diesen Polizisten findet, rettet ihn nicht. Am Morgen wird seine übel zugerichtete Leiche aufgefunden. Das Ministerium entschließt sich, ein ‚Sonderkommando‘ zu bilden. Wieso jedoch gerade ein junger Schreibtisch-Agent, ein alkohol- und drogensüchtiger Pater und der seltsame Mister Ferret, der sich selbst als Werkzeug des Ministeriums ohne eigenen Willen bezeichnet, beauftragt werden, den Täter oder irgendjemand anderen, der schuldig genug erscheint, um der Öffentlichkeit als Prügelknabe vorgeworfen zu werden, zu finden, erscheint zunächst rätselhaft. Obwohl sie zu Beginn nicht viel Sympathie füreinander aufbringen, erkennen die Ermittler schnell, dass an dem Fall etwas faul ist. Sehr faul sogar.
Die vorliegende Steampunk-Geschichte wurde von den Autoren ursprünglich als Fortsetzungsreihe in einem Blog veröffentlicht, bevor sie vom Papierverzierer-Verlag zu Papier (und eBook) gebracht wurde. Im Gegensatz zum genretypischen Standard, wo die Story meist in der reichen Oberschicht angesiedelt ist, begegnet der Leser in diesem Buch eher den Verlierern des Systems. Die (übrigens 3) Autoren schaffen es, die Geschichte so zu erzählen, dass wohl kein Leser es schaffen dürfte, die Lösung vorherzusehen. Während die Handlung an sich jedoch interessant und spannend daherkommt, bleiben die Hintergründe der Hauptpersonen leider eher blass. Einige sich stellende Fragen werden am Ende nicht beantwortet und bleiben für eine (meinen Informationen zufolge allerdings noch ungewisse) Fortsetzung offen. Trotzdem dürften Steampunk-Fans von diesem Buch nicht enttäuscht werden.

Fazit:
„Steamtown – Die Fabrik“ entführt den Leser in einen spannenden und nicht vorhersehbaren Steampunk-Krimi.

Taschenbuch
eBook

Vanishing Point – Fluchtpunkt

Jonathan Green
Vanishing Point – Fluchtpunkt

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Der ‚Geist‘ des Erfinders

Klappentext:
Begleiten Sie Ulysses Quicksilver bei einem mysteriös-spannendem Abenteuer und lernen Sie die fantastische Welt von PAX BRITANNIA kennen.
VANISHING POINT ist eine Kurzgeschichte aus dem PAX-BRITANNIA-Zyklus von Jonathan Green, von welchem bisher die Titel UNNATURAL HISTORY und LEVIATHAN RISING auf deutsch erschienen sind.

Rezension:
Lady Oddfellow lädt einige Bekannte zur Séance nach Hardewick Hall, ihrem Familiensitz. Dabei beabsichtigt sie, Kontakt zum Geist ihres verstorbenen Vaters aufzunehmen, eines Erfinders, der sich bei einem seiner verrückten Experimente vor den Augen mehrere Zeugen einfach in Luft auflöste. Unter den Gästen ist auch der alte Freund der Familie Ulysses Quicksilver, der allerdings nicht an derartigen Spuk glaubt. Doch zu seiner Überraschung gelingt es dem Medium, Madame Garside, tatsächlich, Kontakt zu Alexander Oddfellow herzustellen.
Leider schafft es diese kostenlose Kurzgeschichte nicht ganz, das Niveau des 1. Bandes der „Pax Britannia“-Reihe, „Unnaturial History“ zu erreichen. Allerdings ist zu vermuten, dass sie von Autor und Verlag auch eher als Appetithäppchen für die kostenpflichtigen Bücher vorgesehen ist. Trotzdem bietet „Vanishing Point – Fluchtpunkt“ dem Leser eine spannende und interessante Zwischendurch-Lektüre. Ob der Grund, dass diese Geschichte den Leser nicht in dem Maße in ihren Bann zu ziehen vermag, wie es beim (weitaus umfangreicheren) „Unnaturial History“ der Fall ist, in der Kürze der Geschichte liegt, oder ob eventuell die ausgetauschte Übersetzerin die Steam-Punk-Atmosphäre nicht ganz so gut herüberbringen konnte, wie es dort der Fall ist, kann ich nicht beurteilen, da ich in beiden Fällen das Original nicht kenne.

Fazit:
Diese kurze Geschichte stellt primär ein Appetithäppchen für die erheblich umfassendere „Pax Britannia“-Reihe dar.

eBook

RACK (1)

Ann-Kathrin Karschnick
RACK (1)

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Der Detektiv und die Lady

Klappentext:
19. Jahrhundert
Victoria in Großbritannien.
Als Rack ein Attentat auf Lady Cunningham verhindert, beauftragt sie den erfolglosen Detektiv, dieses Attentat aufzuklären. Rack gerät durch seine Ermittlungen in den dreckigen Sumpf der Korruption von Victorias Unterwelt. Immer wieder stolpert er dabei über den Namen „The Stick“. Doch wer verbirgt sich dahinter?
Ein ehemaliger General, ein Detektiv und sein Assistent, eine Diebin und eine Lady. In den phantastischen Episoden führt die mehrfach ausgezeichnete Autorin Ann-Kathrin Karschnick ihre Leser in die düstere Unterwelt der fiktiven Steampunk-Stadt Victoria. Sie erzählt die Geschichte einer ungewöhnlichen Gruppe von Menschen, die trotz ihrer Unterschiede zusammenarbeiten müssen, um zu überleben.

Rezension:
Rack, ein Mann, der seinen eigenen Nachnamen nicht kennt, arbeitet als Detektiv, sein 16-jähriger Pflegesohn Theo als sein Assistent. Doch obwohl in ihrer Heimatstadt das Verbrechen floriert, verirrt sich nur selten – viel zu selten – ein Klient zu ihnen. Und weil Rack schon seit Monaten mit der Miete im Rückstand ist, droht ihnen jetzt auch noch der Rausschmiss aus ihrem Wohnbüro. Da kommt es sehr gelegen, dass Rack zufällig Zeuge eines Bombenanschlags auf eine Dampfkutsche wird und die Insassin sogar eigenhändig retten kann. Natürlich lässt sich die reiche Lady überzeugen, ihn mit der Aufklärung des Anschlags zu betrauen. Da Theo in der Zwischenzeit sogar schon die Attentäterin stellen konnte, sollte das doch eigentlich kein Problem darstellen?
Mit der „RACK“-Reihe führt die Autorin ihre Leser in das Steam-Punk-Ambiente der fiktiven britischen Stadt Victoria. Damit wären wir auch schon bei einer Besonderheit dieses Werks. Wie schon erwähnt, handelt dieses eben nicht in London oder einer anderen, realexistierenden (Groß-)Stadt, wie es der Leser dieses Genres gewohnt ist. Die Steam-Punk-typischen Maschinen und Geräte stehen in dieser Geschichte auch nicht in dem Maße im Mittelpunkt wie in vielen anderen des Genres. Dafür bietet Ann-Kathrin Karschnick dem Leser interessante Charaktere, die zu erforschen ihm sicher auch in den folgenden Bänden noch Spaß machen wird. Da wäre zunächst natürlich Rack selbst, dessen Besonderheit der Leser erst im Laufe des Buches erlebt. Oder der Waisenjunge Theo, dessen Vater als Racks Assistent starb und der seitdem Racks Pflegesohn und gleichzeitig neuer Assistent ist. Nicht zu vergessen Lady C, wie Rack sie gegen ihre Proteste nennt, die nicht nur reich, sondern auch abenteuerlustig ist und darauf besteht, an den Ermittlungen persönlich teilzunehmen. Und natürlich die Attentäterin Jean, die sich an das von ihr verübte Attentat anscheinend überhaupt nicht erinnern kann. Dieser Personenkreis dürfte uns wohl auch in den Folgebänden erhalten bleiben und mit seiner Verschiedenheit für interessante Verwicklungen sorgen.
Auch schriftstellerisch kann das Buch punkten. Mit der abwechselnd aus Racks und aus Theos Perspektive erzählten Handlung zieht es den Leser schnell in seinen Bann – und entlässt ihn bis zum Ende nicht wieder aus diesem. Da der Fall bis zu diesem Ende jedoch nicht aufgeklärt ist, bleibt dem neugierigen Leser wohl kaum etwas anderes übrig, als sich demnächst auf Band 2 zu stürzen.

Fazit:
Teil 1 der „RACK“-Reihe entführt den Leser in eine Steam-Punk-Geschichte, die ihm auch für die Folgebände noch viel Vergnügen verspricht.

eBook

Tom Tumbler – 1 – Tom Tumbler und die eisernen Monster

Marcus Kaspar
Tom Tumbler – 1 – Tom Tumbler und die eisernen Monster

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Die Macht des iPhones

Klappentext:
»Manche Helden ahnen noch nicht, dass sie welche sind.«
Zack! Der Schlag landet direkt auf Tom’s Nase. Sehr lästig, wenn der gemeinste Typ der Schule es auf einen abgesehen hat. Und alles nur, weil Tom etwas anders ist und orthopädische Beinschienen tragen muss – was natürlich nicht gerade cool aussieht. Und das mit 14! Sehr peinlich.
Mitten bei einer dieser Raufereien wird Tom überraschend in eine magische Welt geschleudert, in der alles möglich ist. Ardesia, wo Hexen gegen Helden kämpfen, sich Kobolde mit Dieben verbünden und Drachen Briefe ausfliegen. Schlagartig ist für Tom alles anders. Seine Beinschienen, die ihm das Leben zu Hause so schwer machen, verleihen ihm dort ungeahnte Fähigkeiten. Dank ihnen kann er nun schneller laufen, als jedes andere Lebewesen. Mit diesen ungewohnten Kräften ausgestattet, stürzt er sich mit drei Gefährten in das Abenteuer seines Lebens, auf der Suche nach dem mächtigen Herzstück, das über Ardesia’s Schicksal entscheidet. Und Tom muss schnell lernen, dass er auch mit Superbeinschienen nicht vor dem Bösen davonlaufen kann, das in dieser Welt auf ihn lauert.
Eine fantastische Geschichte in einer faszinierenden Welt voller wundersamer Technik und Magie. Finde heraus ob es Tom gelingt, den Gefahren Ardesias zu trotzen und seine Bestimmung zu finden. Das Abenteuer beginnt jetzt.

Rezension:
Tom leidet unter Morbus Perthes. Deshalb muss er ständig mit Beinschienen herumlaufen, was ihm unter 14-jährigen garantiert keinen Platz in den In-Kiliquen einbringt. Besonders für die Gang um Marvin ist er ein beliebter Opfer. Doch gerade als Marvin besonders wütend auf ihn ist und Tom panische Angst bekommt, ist Marvin plötzlich verschwunden. Ein genauerer Blick verrät Tom jedoch, dass nicht Marvin, sondern er selbst an einen fremden Ort versetzt wurde. Er befindet sich in Ardesia. Und kaum angekommen wird ihm von einem Mädchen auch noch sein iPhone geklaut. Überhaupt scheinen sich hier alle brennend für das Smartphone und dessen ‚magische‘ Kräfte zu interessieren. Als Tom dann auch noch den Gestaltwandler Akimo kennenlernt, wird er tief in die Machtkämpfe Ardesias verstrickt. Schnell muss Tom jedoch feststellen, dass das Hin- und Herwechseln zwischen beiden Welten alles andere als einfach und definitiv nicht schmerzfrei ist.
Nein, das ist kein Werbespot von Apple. Was uns Marcus Kaspar hier präsentiert, ist eine interessante Fantasy-Geschichte, gewürzt mit einer großen Prise Steam Punk. Während der Anfang des Buches mit Toms Bedrohung durch Marvin kurz an ein Mobbing-Drama erinnert, wird es für den Fantasy-Fan mit Toms Wechsel nach Ardesia interessant. Hier präsentiert der Autor eine Fantasy-Welt, die zu Toms Überraschung eine große geographische Ähnlichkeit mit seiner Heimat besitzt. Dem Leser wird diese Welt sprachlich geschickt vermittelt, ohne dass die Ortsbeschreibungen dabei lexikalisch wirken, wie es bei ähnlichen Werken leider vorkommt. Manches, das zuerst wie ein Logikfehler wirkt, wird im Lauf der Handlung plausibel erklärt, sodass am Ende in dieser Hinsicht nur wenige Fragen offen bleiben. Speziell der Epilog macht hier trotz seiner Kürze noch einiges klar.
Auch wenn „Tom Tumbler und die eisernen Monster“ eine in sich weitgehend angeschlossene Geschichte darstellt, stehen die Tore für eine zu erwartende Fortsetzung weit offen.

Fazit:
Wer die Verbindung von Fantasy und Steam Punk mit jugendlichen Helden mag, wird von diesem Buch nicht enttäuscht werden.

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