Mydworth – 5 – Tödliche Fracht (Hörbuch)

Matthew Costello, Neil Richards
Mydworth – 5 – Tödliche Fracht (Hörbuch)

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Übersetzung: Sabine Schilasky
Sprecher: Demet Fey

Hightech-Diebstahl

Klappentext:

England, 1929: Die Firma Excelsior Radios aus Mydworth hat sich auf die Her­ste­llung mo­der­ner Rund­funk­ge­räte spe­zia­li­siert und steht kurz davor, damit den Welt­markt zu er­o­bern. Aber dann wer­den die Lie­fe­rungen ge­stoh­len und die Fah­rer der Last­wa­gen be­droht. Der Eigen­tümer fürch­tet um seine Exis­tenz und bit­tet Kat und Harry um Hilfe. Die bei­den be­gin­nen zu er­mit­teln, aber der Auf­trag er­weist sich als ge­fähr­lich und schon bald gerät Lord Mor­timer selbst in töd­liche Ge­fahr …

Rezension:

Als Kat von einer Frau erfährt, dass ihr Mann entlassen wurde, weil sein Last­wa­gen mehr­mals aus­ge­raubt wurde, wer­den sie und Harry auf­merk­sam. Sie er­fah­ren, dass in letz­ter Zeit schon öfters Aus­lie­fe­rungen der orts­an­säs­si­gen Radio­geräte-Firma aus­ge­raubt wur­den. Sie kön­nen den Di­rek­tor über­zeu­gen, den Ent­las­se­nen wie­der ein­zu­stel­len, wenn sie selbst die Täter über­füh­ren kön­nen. Das er­weist sich aller­dings als nicht ganz un­ge­fähr­lich.

Mit dem 5. Band ihrer historischen Cosy-Crime-Reihe beweisen Matthew Cos­tello und Neil Richards er­neut, dass sie das Grund­schema er­folg­reich vari­ieren kön­nen. Wie schon im 3. Band („Spur nach Lon­don“) kom­men sie auch hier wie­der ohne Mord­fall aus und be­wei­sen so, dass die­ses Genre auch mit anders­arti­gen Kri­mi­nal­fäl­len funktio­niert. Das macht die Story de­fi­ni­tiv nicht we­ni­ger interes­sant. Dass es einige falsche Fähr­ten gibt, be­vor der wahre Schul­dige ge­fun­den wird, ver­steht sich in die­sem Genre von selbst, dass der kom­pli­zierte Fall schluss­end­lich ge­löst wird, na­tür­lich auch. Gerade mit der un­ge­wohn­ten An­lage des Falls weckt die Hand­lung Inte­resse beim Genre-affi­nen Leser. Wenn es den Auto­ren wei­ter­hin ge­lingt, die Er­leb­nisse der bei­den Prota­gonis­ten immer wie­der so ge­lungen ab­zu­wan­deln, ver­spricht diese Reihe noch lange interes­sant zu blei­ben.

Wie mittlerweile schon gewohnt, wechseln die Autoren zwischen den Per­spek­ti­ven der Prota­gonis­ten hin und her. Auch die Hör­buch-Um­set­zung bleibt beim Ge­wohn­ten.

Fazit:

Mit einem Fall um ausgeraubte Lastwagen geht die Reihe erneut un­ge­wohnte Wege – und kann damit auch dies­mal wie­der gut unter­hal­ten.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nur unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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Album von Berlin, Charlottenburg und Potsdam

Reprint eines Bildbands aus den 1910ern
Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://rezicenter.blog/2020/01/28/bilder-aus-altbayern-reprint-eines-bildbands-von-1918/

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Sherlock Holmes • Die geheimen Fälle des Meisterdetektivs – 1 – Im Schatten des Rippers (Hörspiel)

Arthur Conan Doyle
Sherlock Holmes • Die geheimen Fälle des Meisterdetektivs – 1 – Im Schatten des Rippers (Hörspiel)

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Sprecher: Joachim Tennstedt, Detlef Bierstedt, Regina Lemnitz, Christian Stark, Marianne Groß

Ein überforderter Holmes

Klappentext:

London im Herbst 1888: die Stadt hält den Atem an. Im East-End wer­den in kur­zen Ab­stän­den auf bru­tal­ste Weise Huren er­mor­det. Ein sehr per­sön­li­ches Motiv lässt Sher­lock Holmes die Er­mitt­lungen auf­neh­men. Wird er die grauen­hafte Mord-Serie stop­pen kön­nen?

Rezension:

Als ganz London in Aufregung gerät, weil ein Mörder, der schnell als Jack the Rip­per be­kannt wird, sein Un­we­sen treibt, kann auch Sher­lock Holmes nicht ruhig zu­se­hen. Schnell muss er je­doch ein­se­hen, dass die­ser Fall auch seine Fähig­kei­ten über­steigt.

Seit 2000, 70 Jahre nach Arthur Conan Doyles Tod, die Urheber­rechte an den Sher­lock-Holmes-Wer­ken aus­lie­fen, hat sie die Ver­öf­fent­li­chung von neuen Aben­teu­ern des Meis­ter­de­tek­tivs bei­nah zu einem eige­nen Sub-Genre ent­wickelt. Dass bei die­ser Hör­buch-Reihe Arthur Conan Doyle als Autor ge­nannt wird, grenzt aller­dings an Etiket­ten­schwin­del. Diese Ge­schichte stammt näm­lich de­fi­ni­tiv nicht von ihm, und lei­der reicht sie auch kei­nes­falls an die Ori­gi­nal-Sher­lock-Holmes-Ge­schich­ten heran. Holmes und Wat­son äh­neln ihren Ori­gi­nalen nicht an­nä­hernd. Da die Story an sich je­doch pas­sabel un­ter­halt­sam ist, werde ich Folge 2 wahr­schein­lich bei Ge­le­gen­heit eine (letzte) Chance ge­ben. Diese Auf­takt­folge konnte mich je­den­falls nicht wirk­lich über­zeu­gen. Das liegt kei­nes­falls an der Hör­spiel­um­set­zung – die kann durch­aus ge­fal­len –, son­dern eher an der nur mäßi­gen Story-Idee die­ses nicht lös­ba­ren Falls.

Fazit:

Die Qualität der Hörspieldarbietung kann die schwache Geschichte nicht ret­ten, deren wah­rer Autor sich nicht zu er­ken­nen gibt.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nur unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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Reprint eines Bildbands aus den 1910ern
Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://rezicenter.blog/2020/01/28/bilder-aus-altbayern-reprint-eines-bildbands-von-1918/

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Die Entschlüsselung der Hieroglyphen

Edward Dolnick
Die Entschlüsselung der Hieroglyphen

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Übersetzung: Hans-Peter Remmler

Eine Frage der Blickrichtung

Klappentext:

Der Engländer Thomas Young und der Franzose Jean-François Champollion ringen Anfang des 19. Jahrhunderts darum, als erster das Geheimnis der Hieroglyphen des Alten Ägyptens zu lösen. Bis es Jean-François Champollion schließlich im September 1822 gelingt.

Der Rosetta-Stein wurde 1799 in einem Schutthaufen entdeckt. Er wurde im Alten Ägypten mit den Inschriften versehen und trug dieselbe Botschaft in drei verschiedenen Sprachen – auf Griechisch mit griechischen Buchstaben, auf Demotisch, der Sprache, die in Ägypten im 7. Jahrhundert v. Chr. gesprochen wurde, und mit einer Bilderschrift, den Hieroglyphen.

Thomas Young und Jean-François Champollion: beide wollten den Wettkampf um die Entschlüsselung der Hieroglyphen gewinnen. Der eine war Engländer, der andere Franzose, zu einer Zeit, als England und Frankreich verfeindet und die beiden großen Supermächte der Welt waren.

Dolnicks Buch ist die Geschichte dieses intellektuellen Wettstreits, bei dem für den Gewinner Ruhm für sich und seine Nation winkt, es ist ein fesselndes Porträt antiker und moderner Imperien und eine faszinierende Geschichte über Irrwege und Entdeckungen.

Rezension:

Das alte Ägypten war für die Europäer schon immer ein großes Mysterium, ein Rätsel, das es zu lösen galt. Besonders mysteriös erschienen die Hieroglyphen. War das eine Schrift? Oder doch eher ein Bilderschmuck? Niemand konnte diese Frage stichhaltig beantworten. Erst der Fund des berühmten Steins von Rosetta/Rosette bot einen Ansatzpunkt zur Entschlüsslung. Ein Franzose und ein Brite stürzten sich auf das Rätsel – und waren dabei eher Gegner als Verbündete.

Von den ägyptischen Hieroglyphen haben die meisten wohl schon im Kindesalter gehört. Auch dass der Stein von Rosetta/Rosette bei der Entschlüsslung eine Rolle spielte, ist allgemein bekannt, die Personen, die dahinter stehen, dagegen weitaus weniger. Genau die beiden Männer, die bei der Entschlüsslung der Hieroglyphen die Hauptrolle spielten, stehen im Zentrum dieses Buches. Edward Dolnick widmet sich speziell ihrer Arbeit und ihrer Konkurrenz, holt dabei aber sehr weit aus und behandelt auch Randthemen, die mit dem Hieroglyphen-Rätsel nur entfernt zu tun haben. Beispielsweise geht er auf Napoleons Ägypten-Feldzug ausführlich ein, obwohl der in diesem Zusammenhang nur insoweit eine Rolle spielt, dass dabei der Stein von Rosetta/Rosette gefunden wurde. Auch gibt es immer wieder Abschweifungen in die Kryptologie, die gewisse Parallelen zur Enträtselung der Hieroglyphen aufweist.

An der Stelle muss meine Schreibweise „Rosetta/Rosette“ begründet werden. Bisher kannte ich den Stein, der hier eine Schlüsselrolle spielt, nur als Stein von Rosetta beziehungsweise Rosetta-Stein. So wird er ja auch im Klappentext geschrieben. Im Buch selbst wird dagegen ausschließlich die Version Rosette benutzt. Eine Begründung dafür findet sich weder im Buch, noch konnte ich sonst eine finden. (Die Wikipedia listet beide Versionen als gleichberechtigt.)

Für alle, die sich für Ägyptologie und Hieroglyphen im Besonderen interessieren, dürfte dieses Buch einen interessanten Blick in die Geschichte der Enträtselung der Pharaonen-Kultur bieten.

Fazit:

Ein interessanter Einblick in die Erforschungsgeschichte des alten Ägypten aus einem speziellen Blickwinkel.

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Ja, es ist ein Zauberort: Italienische Reisen

Alfred Kerr
Ja, es ist ein Zauberort: Italienische Reisen

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Italienisches Inselhopping

Klappentext:

Mit Alfred Kerr durch Italien

Der einflussreiche Kritiker und Feuilletonist des 19. Jahrhunderts war ein lei­den­schaft­licher Rei­sen­der. Be­son­ders an­ge­tan hatte es ihm Ita­lien, und er er­kun­dete die Städte – Vene­dig (»Wun­der­stadt«), Rom (»Zau­ber­ort«), Nea­pel (»Graus des Sü­dens«) – ge­nau­so wie die klei­nen und gro­ßen Inseln der Re­gion. Die Men­schen, »glut­voll und fein; zart und lus­tig; könig­lich und sanft«, machen es für ihn zu einem ma­gi­schen Ort, wo die Lagune perl­mut­tern glit­zert und in den Lüf­ten das Wun­der webt. Und wo er, »des Vor­rat wegen«, den herr­lich süßen, zer­rin­nen­den Teig des Po­me­ran­zen­ku­chens lie­ber gleich in rauen Mengen isst. Mehr als ein­mal fragt er sich da: Ist dies eigent­lich ein Nach­ge­schmack des Para­die­ses – oder ein Vor­ge­schmack?

Rezension:

In Zeiten, zu denen sich nur wenige Auslandsreisen leisten konnten, was Ita­lien der In­be­griff des Sü­dens. In man­cher Hin­sicht hat sich daran auch heute nicht viel ge­än­dert, nur dass sich mitt­ler­weile fast jeder eine Ita­lien­reise leis­ten kann. Dafür er­scheint Ita­lien heute auch wei­taus weni­ger uto­pisch.

Die Zeit, in der Alfred Kerr seine Italienreisen durchführte, das Ende des 19. und das frühe 20. Jahr­hun­dert, dürfte in dieser Hin­sicht eine Über­gangs­peri­ode dar­stel­len. Mo­derne Ver­kehrs­mit­tel hat­ten das Rei­sen schon deut­lich er­leich­tert, für die breite Masse war Ita­lien aber noch kein Thema. Aus die­ser Zeit stam­men die No­ti­zen, die in die­sem Büch­lein zu­sam­men­ge­fasst und neu ver­öf­fent­licht wur­den. In­halt­lich kann der Leser durch­aus ge­teil­ter Mei­nung sein. Einer­seits ver­mit­teln Kerrs Auf­zeich­nungen viel Zeit- und Lokal­kolo­rit, spie­geln das ita­lieni­sche Leben vor rund 100 Jah­ren und mehr wider. Anderer­seits han­delt es sich um kei­nen durch­gängi­gen Text. Was hier wie­der­ge­ge­ben wird, sind eher kurze Tage­buch­no­ti­zen, die von ver­schie­de­nen Rei­sen zu ver­schie­de­nen Zei­ten stam­men. Selbst die No­ti­zen an­schei­nend auf­ein­ander­fol­gen­der Tage schlie­ßen nur sel­ten in­halt­lich an­ein­ander an. Ob einem das ge­fällt, ist durch­aus Ge­schmacks­sache. Für mich per­sön­lich über­wiegt dabei das ge­lungen ein­ge­fangene Zeit­kolo­rit.

Wie im Nachwort ausdrücklich angemerkt wird, wurde die Recht­schrei­bung für die Neu­ver­öffentl­ichung den mo­der­nen Re­geln an­ge­passt. Ich fände es in der­arti­gen Fäl­len pas­sen­der, auch hier das Ori­gi­nal bei­zu­be­hal­ten.

Fazit:

Diese Erinnerungen an das Italien des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts wecken Reise­lust, kön­nen aber auch etwas ver­stö­ren.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nur unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
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Helisee

Andreas Sommer
Helisee

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Der silberne Ritter

Klappentext:

„Ich bin mir sicher, dass nur du allein dieses besondere Werk voll­bringen kannst. Und sei dir einer Sache be­wusst: du bist be­reits zu weit ge­gangen in die­ser Ge­schichte, als dass du vor dei­ner Be­stim­mung jetzt noch da­von­lau­fen könn­test.“

Im 10. Jahrhundert gehört der westliche Teil der heutigen Schweiz zum König­reich Bir­gunt. Es ist eine wilde Ge­gend vol­ler Wäl­der und Sümpfe, wo viele Men­schen noch im Glau­ben an die alten Göt­ter und Geis­ter leben. Die gute Köni­gin Bertha schützt die­ses Land tapfer gegen räu­be­rische Ein­fälle der medi­ter­ra­nen Mau­ren.

Als der Hirtenjunge Ernestus, den die Leute im Dorf Erni nennen, eine aus­ge­ris­sene Ziege in den Wald ver­folgt, über­schrei­tet er un­ab­sicht­lich die Grenze des ver­ru­fe­nen Land­striches Nuithô­nia. Seit Men­schen­ge­den­ken ist es ver­bo­ten, die­ses Gebiet am Fuss der Alpen zu be­tre­ten, denn es heisst, in sei­ner Wild­nis ver­berge sich ein ge­heim­nis­vol­les Tor in das ver­wun­schene Reich Heli­see, wo die Feen­köni­gin Helva Hof hal­ten soll. Als Er­nes­tus in Nuithô­nia einen ausser­ge­wöhn­lichen Fund macht, gerät er in einen Stru­del aben­teuer­licher Er­eig­nisse, die ihn nicht nur tief in die magi­sche Wirk­lich­keit der Feen und Elben ver­wickeln, son­dern auch die Frage auf­wer­fen, ob er wirk­lich der­je­nige ist, der er zu sein glaubt. Und auf welche Weise ist sein Schick­sal wohl mit dem ver­we­ge­nen Ritter Dures­tân Karas­sius ver­wo­ben, den es auf der Jagd nach einem weissen Hirsch eben­falls nach Nuithô­nia ver­schlägt? Eine tief­grün­dige Hei­mat­ge­schichte um Macht und Magie, Liebe und Freund­schaft, Wun­der und Wand­lung, wel­che die über­lie­fer­ten Sagen und Myt­hen der alten Schweiz zu neuem Leben er­weckt.

Rezension:

Ernie hütet die Ziegen des Dorfes. Lieber wäre es ihm jedoch, wenn die ande­ren ihn end­lich mit sei­nem vol­len Namen Ernes­tus an­re­den wür­den. Schließ­lich ist er doch kein Kind mehr! Als ihm eine Ziege aus­reißt, über­quert er den Bach, der die Grenze zu Nuithô­nia bil­det. Na­tür­lich weiß er, dass das streng ver­bo­ten ist. Schließ­lich be­ginnt auf der ande­ren Seite ein magi­sches Reich. Hier fin­det er nicht nur die ver­misste Ziege, son­dern auch einen eigen­arti­gen Stein. … und da­mit be­ginnt ein Aben­teuer, das ihn nicht nur zur Wahr­heit über sich selbst führt.

Andreas Sommers Fantasy-Roman ist eindeutig anders. Mit die­sem Buch be­ge­ben wir uns näm­lich nicht in eine High-Fan­tasy-Welt, aber auch nicht in eine klas­si­sche Urban-Fan­tasy-Um­ge­bung. Die Ge­schichte ist in der (heu­ti­gen) Schweiz an­ge­sie­delt, han­delt je­doch im 10. Jahr­hun­dert. Man könnte sie also im wei­te­ren Sinn als his­to­ri­sche Urban Fan­tasy be­zeich­nen. Dabei be­zieht der Autor alte re­gio­nale Sagen mit ein und ver­bin­det sie mit dem kul­tu­rel­len Über­gang von den alten Na­tur­glau­bens­vor­stel­lungen zum Chris­ten­tum. Im Nach­wort geht er auch da­rauf ein, wel­che Ele­mente den Sagen, wel­che der re­alen Ge­schichte und wel­che sei­ner Fan­tasie ent­springen. Zu­sam­men er­gibt das eine Story, die selbst für Fan­tasy-Ver­hält­nisse un­ge­wöhn­lich ist.

Neben den Erlebnissen seines Hauptprotagonisten Ernestus wech­selt der Autor zwi­schen­zeit­lich auch zu ande­ren Per­so­nen, deren Ge­schich­ten sich schließ­lich mit der Haupt­hand­lung ver­einen, und das teil­weise auf über­ra­schend un­er­war­tete Weise. Der Epi­log könnte durch­aus eine Tür zu einer Fort­set­zung öff­nen.

Auffallend ist, dass das Buch in Schweizerdeutsch veröffentlicht wurde, was er­klärt, dass unser ge­wohn­tes „ß“ durch­gängig durch „ss“ er­setzt ist. Weni­ger be­kannte Be­griffe wer­den in Fuß­noten er­klärt.

Fazit:

Mit ihrer Verwurzelung in der Schweiz des 10. Jahrhunderts geht die­ses Fan­tasy-Aben­teuer auch für Genre-Fans un­ge­wohnte Wege.

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Mydworth – 4 – Mord beim Maskenball (Hörbuch)

Matthew Costello, Neil Richards
Mydworth – 4 – Mord beim Maskenball (Hörbuch)

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Übersetzung: Sabine Schilasky
Sprecher: Demet Fey

Der ‚falsche‘ Mord

Klappentext:

Lady Lavinias jährlicher Maskenball auf Mydworth Manor ist einer der gesell­schaft­lichen Höhe­punkte in dem klei­nen Städt­chen. Aber als einer der Gäste am See des An­we­sens tot auf­ge­fun­den wird, ist die Party schlag­artig vor­bei. Zu­nächst sieht es aus wie ein Herz­in­farkt. Aber Harry und Kat ver­mu­ten, dass der Tote mit der Maske tat­säch­lich das Opfer eines cle­ve­ren Mör­ders ge­wor­den ist, und be­gin­nen zu er­mit­teln…

Rezension:

Der Maskenball bei Harrys Tante ist eines der alljährlichen High­lights der ge­sam­ten Um­ge­bung. Sogar aus Lon­don kom­men illus­tre Gäste. Auch Harry und seine Frau Kat feh­len da na­tür­lich nicht. Als ein älte­rer Gast, der an­schei­nend einen Herz­in­farkt er­lit­ten hat, tot im Park auf­ge­fun­den wird, ist die Stim­mung na­tür­lich dahin. Kat und Harry ver­mu­ten aller­dings schon bald, dass die wahre Todes­ur­sache weit­aus weni­ger na­tür­lich ist.

Nach dem eher Genre-a-typischen Ausflug in die Hauptstadt in Band 3 („Spur nach Lon­don“) keh­ren Matthew Cos­tello und Neil Richards mit Band 4 wie­der in die im Cosy-Crime-Genre üb­li­chen Fahr­was­ser zu­rück. Das Prota­gonis­ten-Paar be­kommt es mit einem har­ten Brocken zu tun, denn es scheint kein Motiv für die Tat zu ge­ben. Dass sich trotz­dem eine Lö­sung fin­det, wun­dert na­tür­lich kaum. Dass die bei­den Ama­teur­de­tek­tive zuvor eini­gen fal­schen Fähr­ten nach­ge­hen, wohl auch nicht. Bei­des ist im Genre schließ­lich zu er­war­ten. Das ändert aller­dings nichts daran, dass der Cosy-Crime-affine Leser auch dies­mal wie­der gut unter­hal­ten wird. … und sich schon auf den nächs­ten Fall von Lord und Lady Mor­timer freuen darf.

Fazit:

Mit einem „Mord beim Maskenball“ kehrt „Mydworth“ zum im Genre Üb­lichen zurück – und kann Genre-Fans damit durch­aus über­zeu­gen.

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Reisen im Mittelalter

Anthony Bale
Reisen im Mittelalter

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Übersetzung: Karin Hielscher

Am Ende der Welt links abbiegen

Klappentext:

»Lebendig, spannend und erstaunlich. Hier erleben wir, was es heißt, in fremden Ländern unterwegs zu sein, damals wie heute«, schreibt John Arnold, Professor für Geschichte des Mittelalters in Cambridge, über »Reisen im Mittelalter«. Farbig und anschaulich erzählt der Historiker Anthony Bale, wie es war, im Mittelalter durch die Welt zu reisen.

Ob Pilgerinnen oder Kaufleute, Ritter, Mönche oder Spione – schon damals packte die Menschen die Leidenschaft für das Reisen. Getrieben von Fernweh und Abenteuerlust die einen, auf der Suche nach religiöser Erleuchtung oder Ruhm auf dem Kreuzzug die anderen. Für alle war die Reise lang und gefährlich, gute Vorbereitung und ein Reiseführer mit Tipps für Rast und Übernachtung und Hinweisen auf Gefahren waren unerlässlich.

Vom mittelalterlichen Ulm, damals ein Eldorado der Touristen, über Aachen und Köln führen uns die Reisen verschiedener Menschen bis nach Rom mit seinen wunderbaren Sehenswürdigkeiten. Von dort geht es in das schon damals von Touristen bevölkerte Venedig und nach Rhodos, Hotspot der Kosmopoliten und Adligen. Wir erkunden Konstantinopel und die heilige Stadt Jerusalem und gelangen bis in die sagenhaften Länder der Amazonen, Riesen und Fabelwesen, nach Indien, China und Tibet, nach Persien und Äthiopien, Java und Sumatra.

Ein farbiges Panorama der mittelalterlichen Welt, wie sie von Europa aus erlebt und gesehen wurde – ein Buch wie ein Roman von Umberto Eco und die ideale Lektüre für die Sommerferien. Als hochwertige Geschenkausgabe mit Vorsatzpapier und Goldfolienveredelung.

Rezension:

Reisen – da denken wir meist an Urlaub. Auch Geschäftsreisen gehören für manchen zum Alltag. Mit den Reisen, um die es in diesem Buch geht, hat das aber eher entfernt zu tun, was nicht zuletzt daran liegt, dass die hier behandelten Reisen eine ganze Reihe von Jahrhunderten zurückliegen. Ein Urlaub im heutigen Sinn war keine der erwähnten Reisen, als Geschäftsreise könnte man einige davon schon eher bezeichnen.

Anthony Bale erzählt in diesem Buch vom Reisen in vergangenen Zeiten. Gepflogenheiten, Schwierigkeiten und Unwägbarkeiten werden dabei betrachtet. Dass es dazumals schon kommerzielle Hilfestellungen für Reisende gab, war für mich eine Überraschung. Natürlich verschweigt der Autor auch die Gefahren für die damaligen Reisenden nicht.

Das Buch gliedert sich in typische Reiseziele beziehungsweise Reiseetappen der Zeit und beschreibt an Beispielen, wie so eine Reise und deren Vorbereitungen abliefen. Der Aufbau hat allerdings zur Folge, dass keine Reise im Zusammenhang geschildert wird. So wird beispielsweise erzählt, warum eine reiche Engländerin zu einer Pilgerreise aufbrach und wie die Ausstattung aussah. Dann wechselt der Fokus jedoch zu einem anderen Reisenden und dessen organisatorischen Planungen. In späteren Abschnitten, in denen es um spezielle, oft durchreiste Regionen geht, treffen wir die betreffenden Reisenden dann vielleicht wieder. Ich könnte mir aber durchaus vorstellen, dass es auch interessant gewesen wäre, die eine oder andere Reise im Zusammenhang zu verfolgen.

Während sich ein Großteil des Buches auf europäische Reisende konzentriert, die Europa oder von dort ausgehend andere Kontinente bereisten, werden gegen Ende des Buches auch Reisende aus fernen Ländern bei ihren Reisen betrachtet. In diesem Zusammenhang fällt besonders ins Auge, dass es in diesen Zeiten unabhängig von der eigenen Kultur üblich war, eigene Beobachtungen mit gehörten Gerüchten und Legenden zu verknüpfen, ohne dies eindeutig zu trennen. … womit manche mittelalterliche Reisebeschreibung schon in den Bereich der phantastischen Literatur hineinreicht.

Fazit:

Dieses Werk spricht historisch Interessierte genauso wie Leser an, deren Interesse eher im geografischen Bereich liegt.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nur unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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Album von Berlin, Charlottenburg und Potsdam

Reprint eines Bildbands aus den 1910ern
Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://rezicenter.blog/2020/01/28/bilder-aus-altbayern-reprint-eines-bildbands-von-1918/

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Tipps für preisgünstigen Lesestoff

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Mydworth – 3 – Spur nach London (Hörbuch)

Matthew Costello, Neil Richards
Mydworth – 3 – Spur nach London (Hörbuch)

St,rSt,rSt,rSt,rSt,r
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Übersetzung: Sabine Schilasky
Sprecher: Demet Fey

Lizzies Karriere

Klappentext:

Die junge Lizzie Spence träumt davon, Schauspielerin zu werden. Sie be­schließt, von zu­hause weg­zu­lau­fen und ihr Glück in einem der un­zäh­li­gen The­ater im Lon­doner West End zu suchen. Dort ver­schwin­det sie spur­los. Harry und Kat wer­den auf den Fall auf­merk­sam und machen sich auf die Suche nach dem ver­miss­ten Mäd­chen.

Rezension:

Kat und Harry Mortimers Gespür für Kriminalfälle spricht sich in Myd­worth lang­sam herum. Des­halb wird ihnen auch zu­ge­tra­gen, dass die junge Lizzie nach Lon­don weg­ge­lau­fen ist, um dort Schau­spie­lerin zu wer­den, dort aber an­schei­nend ver­schwun­den ist. Ihre Mut­ter ist Kats und Harrys Hilfe sehr auf­ge­schlos­sen, wäh­rend sich ihr Mann die Ein­mi­schung ver­bie­tet. Aber da­von las­sen sich Lord und Lady Mor­timer na­tür­lich nicht ab­hal­ten.

Hatte ich in meiner Rezension zu Band 2 der Cosy-Crime-Reihe „Myd­worth“ („Tod im Mond­schein“) noch über die über­ra­schend hohe Mord­rate in der­arti­gen Rei­hen nach­ge­dacht, fal­len Matthew Cos­tello und Neil Richards mit ihrem 3. Band ganz aus dem im Genre ge­wohn­ten Rah­men. Oder kann sich je­mand an irgend­eine Cosy-Crime-Folge egal wel­cher Reihe er­in­nern, in der es kei­nen ein­zi­gen Mord gibt. Dass genau das hier der Fall ist, kann ich wohl ver­ra­ten, ohne über­mäßig zu spoi­lern. Alleine für die­sen Be­weis, dass die­ses Genre auch ohne Mord­fall funktio­nie­ren kann, ver­dient die­ser Band ein gro­ßes Lob. Mit sol­chen eher un­ty­pi­schen Über­ra­schungen darf es gerne wei­ter­ge­hen. Ganz neben­bei wer­den auch noch Ein­blicke in Harrys Vor­le­ben ge­währt. Ge­nau wie bei Kat gab es in die­ser Hin­sicht bis­her ja nur An­deu­tungen. Gerade wegen der im Cosy-Crime-Genre un­ge­wohn­ten Hand­lungs­idee ist die­ser Band für mich der bis­her beste die­ser Reihe.

Fazit:

Mit diesem Band geht „Mydworth“ für das Genre ungewöhnliche Wege – und über­zeugt gerade damit.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nur unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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Reprint eines Bildbands aus den 1910ern
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Mydworth – 2 – Tod im Mondschein (Hörbuch)

Matthew Costello, Neil Richards
Mydworth – 2 – Tod im Mondschein (Hörbuch)

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b
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Übersetzung: Sabine Schilasky
Sprecher: Demet Fey

Eine Frage des Motivs

Klappentext:

Kaum haben sich Lord und Lady Mortimer in Mydworth eingelebt, da gibt es schon einen neuen Fall: Der junge Syd Buck­man wird er­schos­sen im Wald auf­ge­fun­den. Neben ihm liegt seine Schrot­flinte, offen­bar wollte er nachts heim­lich auf die Jagd ge­hen. War es ein Un­fall? Oder hat je­mand dem Wil­de­rer ab­sicht­lich das Hand­werk ge­legt? Die Mut­ter des Jungen ist über­zeugt, dass es sich um ein Ver­bre­chen han­delt. Kat und Harry be­gin­nen zu er­mit­teln und stel­len fest, dass Syd eine Menge Ge­heim­nisse hatte…

Ein glamouröses Ermittlerduo, ungewöhnliche Verbrechen, schnelle Autos, schicke Klei­der und rau­chende Re­vol­ver – das ist Myd­worth, die neue Serie von Matthew Cos­tello und Neil Richards, den Auto­ren der bri­ti­schen Er­folgs­serie Cher­ring­ham. Sir Harry Mor­timer, ehe­mali­ger Spion im Dienste ihrer Majes­tät, er­mit­telt zu­sam­men mit sei­ner um­wer­fen­den Ehe­frau Kat, die es mit je­dem Böse­wicht auf­neh­men kann! Myd­worth ist eine span­nende Zeit­reise ins Eng­land der 20er Jahre – für Fans von Baby­lon Ber­lin, Down­ton Abbey, und Miss Fishers mys­teri­ösen Mord­fäl­len.

Rezension:

Kat und Harry Mortimer haben sich noch nicht richtig in ihrem ge­mein­sa­men Leben ein­ge­lebt, als je­mand ihre Hilfe er­bit­tet. Die Er­eig­nisse im An­we­sen von Harrys Tante haben sich offen­bar schnell herum­ge­spro­chen. Des­halb hofft die Mut­ter des jungen Syd, dass sie nach­wei­sen kön­nen, dass ihr Sohn sich beim Wil­dern nicht ver­se­hent­lich selbst er­schos­sen hat. Schnell kom­men auch Lord und Lady Mor­timer Zwei­fel an der offi­zi­ellen Theo­rie.

Was haben viele – oder sogar fast alle – Cosy-Crime-Reihen ge­mein­sam? Sie han­deln meist in klei­ne­ren Ort­schaf­ten, in denen sich die Mord­rate als er­schre­ckend hoch er­weist. Die­sem Trend fol­gen auch Matthew Cos­tello und Neil Richards mit ihrer im gleich­na­mi­gen (fik­ti­vem) Ort an­ge­sie­del­ten „Myd­worth“-Reihe. Kaum muss­ten ihre bei­den frisch ver­hei­ra­te­ten Prota­gonis­ten im 1. Band („Bei An­kunft Mord“) ihr de­tek­ti­vi­sches Ge­spür unter Be­weis stel­len, er­eig­net sich in ihrem nä­he­ren Um­feld schon wie­der ein ge­walt­sa­mer Todes­fall. Ein junger Mann stirbt beim Wil­dern, und es er­weist sich als äußerst zwei­fel­haft, dass er sich ver­se­hent­lich selbst er­schos­sen hat. Dass die offen­sicht­lich Ver­däch­ti­gen nicht die wah­ren Täter sind, dürfte in die­sem Genre wohl nie­man­den wun­dern. Mit einer Frauen­recht­lerin, die Lady Mor­timer als Hel­ferin an­wirbt, könnte even­tuell auch ein wie­der­keh­ren­der Cha­rak­ter ein­ge­führt wor­den sein. Fans klas­sisch an­ge­leg­ter Cosy-Crimes-Stoffe dürf­ten an die­ser Reihe auch wei­ter­hin Ge­fal­len fin­den.

Wie schon bei Band 1 erzählen die Autoren wechselweise aus Harrys be­zie­hungs­weise Kats Per­spek­tive.

Fazit:

Das Hobby-Detektiv-Gespann beweist auch in seinem 2. Fall das rich­tige Spür­näs­chen für un­ge­wöhn­liche Todes­fälle.

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Cosima und der Diamantenraub

Laura Noakes
Cosima und der Diamantenraub

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b
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Übersetzung: Jana Wahrendorff, Hanna Christine Fliedner

Miss Inkognitas Geheimnisse

Klappentext:

Eine Mädchengang auf raffinierter Mission

London, 1899. Cosima lebt schon ihr ganzes Leben lang im Heim für be­kla­gens­werte Mäd­chen. Ge­mein­sam mit ihren Freun­din­nen Pearl, Mary und Diya macht Cos das Beste aus ihrem tris­ten All­tag und be­geht re­gel­mä­ßig raf­fi­nierte, wag­hal­sige Kuchen­dieb­stähle aus der Küche. Doch dann war­tet ein viel grö­ße­rer Coup auf sie. Denn der be­rühmte Ent­decker Lord Fran­cis Fitz­roy, der gerade eine Aus­stel­lung von sa­gen­um­wo­be­nen Raub­gütern plant, will die Mäd­chen der Heim­lei­tung ab­kau­fen und hat offen­bar fiese Pläne für sie. Wer­den Co­sima und ihre Freun­din­nen es schaf­fen, den Stern­dia­man­ten aus der Aus­stel­lung zu klauen und damit ihre Frei­heit zu sichern?

Rezension:

Solange sie sich erinnern kann, lebt Cosima im „Heim für be­kla­gens­werte Mäd­chen“. Im Ge­gen­satz zu ihren Freun­din­nen hat sie je­doch keine Familie, die sie be­su­chen kommt. Das Leben ist hart, das Ge­bäude hat sie seit Jah­ren nicht ver­las­sen. Zu­fäl­lig be­lauscht sie, dass der be­rühmte Lord Fitz­roy alle Mäd­chen ‚adop­tie­ren‘ will. Er bie­tet den Be­trei­bern des Heims dafür Schul­den­erlass. Co­sima will das ver­hin­dern, in­dem sie mit ihren Freun­din­nen einen wert­vol­len Dia­man­ten aus einer von Fitz­roy ver­an­stal­te­ten Aus­stel­lung steh­len will.

Laura Noakes siedelt ihr Kinder-/Jugend-Abenteuer im viktori­ani­schen Lon­don des Jahrs 1899 in einem Heim für (kör­per­lich) be­hin­derte Mäd­chen an. Ob es zu die­ser Zeit wirk­lich üb­lich war, teil­weise eher leicht be­hin­derte Kin­der zwangs­weise in der­arti­gen Ein­rich­tungen unter­zu­bringen, kann ich nicht be­ur­tei­len. Zu­min­dest machen die meis­ten der Cha­rak­tere den Ein­druck, dass sie auch in einem pri­va­ten Haus­halt leben könn­ten, zumal eine wirk­liche Pflege in die­sem Heim nicht statt­fin­det. An­sons­ten wer­den in der interes­sant ge­stal­te­ten Ge­schichte ver­schie­dene ge­sell­schaft­liche Pro­bleme des his­to­ri­schen Um­felds the­ma­ti­siert. Ein­zelne Be­griffe wir­ken auf mich sub­jek­tiv aller­dings etwas zu mo­dern für die Hand­lungs­zeit. Bei­spiels­weise dürfte da­mals eher nicht von Be­hin­de­rungen, son­dern eher von Ver­krüp­pe­lungen ge­spro­chen wor­den sein. Die ge­lungene Ge­schichte be­ein­träch­tigt das aller­dings kaum. Auf­ge­wer­tet wird das Buch von Illus­trati­onen von Flavia Sor­ren­tino.

Die beiden Übersetzerinnen haben allerdings einen lustigen Lap­sus ein­ge­baut. An einer Stelle er­fah­ren wir, was „die Ärz­tin­nen und Ärzte“ zur Lage der Prota­gonis­tin ge­ur­teilt haben. Diese Form kann im eng­li­schen Ori­ginal sprach­be­dingt na­tür­lich nicht so ge­stan­den haben. Hier wird das (so­wieso un­sin­nige) Gen­tern in der Über­set­zung näm­lich voll­kom­men kurios. Wie viele weib­lichen Ärzte dürfte es in der da­ma­li­gen Zeit in ganz Groß­bri­tan­nien wohl ge­ge­ben habe?

Die Autorin erzählt das Abenteuer der Mädchen durchgehend aus Co­si­mas Per­spek­tive, so­dass der Leser nie mehr als sie weiß.

Fazit:

Trotz einiger kleiner Schwächen im Detail macht dieses Abenteuer junger Mäd­chen ins­ge­samt einen ge­lungenen und lesens­wer­ten Ein­druck.

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