Gus Masters – 1 – Lilith

Andreas Kohn
Gus Masters – 1 – Lilith

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Zombies im Wilden Westen

Klappentext:
Kriegsveteran Gus Masters führt im Jahr 1869 einen der letzten Siedlertrecks nach Westen, als dieser von wahnsinnig gewordenen Gestalten angegriffen wird. Die Angreifer scheren sich weder um Schmerzen noch um schwere Verletzungen, und sie scheinen weder lebendig noch wirklich tot zu sein. Nur mit Mühe und Not können sich die Überlebenden in den nächsten Ort retten. Doch auch hier geraten Gus Masters, die Siedler und nun auch Gumbles Bewohner mit den Horrorgestalten aneinander – und ihre Opfer reihen sich sogleich in das Heer der Untoten ein. Dann tauchen merkwürdige Fremde auf, die eine unglaubliche Geschichte zu erzählen haben, und ein Kind mit geheimnisvollen Kräften wird geboren, um das ein erbarmungsloser Kampf entbrennt.

Rezension:
Gus Masters ist ein Veteran des Westens. Für eine gute Bezahlung führt er einen überwiegend aus Frauen und Kindern bestehenden Trek nach Oregon, wo diese ihre Männer beziehungsweise Väter wiedertreffen wollen. Unterwegs wird der Trek jedoch von Eisenbahnarbeitern angegriffen, die sogar gegen Gewehrschüsse weitgehend immun zu sein scheinen. Schnell stellt sich heraus, dass es Untote sind. Obwohl ihnen zunächst die Flucht gelingt, folgt ihnen das Grauen in die nächste Stadt. Der Sheriff dort ist mit der Situation völlig überfordert. So müssen Gus und ein paar zuverlässige Helfer die Sache in die Hand nehmen. Der Trek zieht unterdessen ohne seinen Führer weiter. Niemand ahnt, dass ein paar in Kämpfen oberflächlich Verletzte das Grauen schon in sich tragen. Die Wahrheit über das Übel wissen Fremde, mit denen niemand rechnet.
Western, Zombie-Horror, SciFi, gewürzt mit einer Prise Humor – und das alles in einer einzigen Geschichte. Dass Andreas Kohns „Gus Masters“-Reihe ungewöhnlich ist, braucht man da wohl nicht ausdrücklich zu betonen. Auch wenn man es zunächst bezweifeln könnte, muss man eindeutig sagen, dass dieser Genre-Mix ausgezeichnet funktioniert.
Zumindest in diesem Band steht dabei der Titelheld weit weniger im Zentrum des Geschehens, als man bei einer nach ihm benannten Reihe erwarten könnte. Der Fokus liegt über weite Strecken auf anderen Personen. Da die Handlung allerdings häufig zwischen unterschiedlichen Schauplätzen wechselt, ist dies auch kaum verwunderlich. Ein Protagonist, der zuerst wie ein unwichtiger Nebencharakter wirkt, wird im Laufe der Geschichte sogar zu einer zentralen Figur.
Zusammenfassen kann man feststellen, dass diese doch sehr außergewöhnliche Idee überzeugend umgesetzt wurde. Auf die Fortsetzung(en) kann man gespannt sein.

Fazit:
Dieser wilde Genre-Mix aus Western, SciFi und Horror funktioniert überraschen gut. Daumen hoch!

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Daaje Wiemers: Ostfriesische Geisterjägerin – 1 – Güllefund

Suta Wanji
Daaje Wiemers: Ostfriesische Geisterjägerin – 1 – Güllefund

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Der Vampir und seine Königinnen

Klappentext:
Daaje Wiemers ist Ostfrieslands Geisterjägerin. Sie gehört einer übergeordneten Polizeieinheit an. Zusammen mit ihren Kollegen Ihno Coordes, Fritjof Jansen, Baldwin Behrends und ihrer Freundin Petra Wolfram bekämpft sie das Böse, das ja bekanntlich nie schläft. Intrigen innerhalb der Polizei und gefürchtete Gegner, die es zu bekämpfen gilt, sind ihr Lebensinhalt.

Rezension:
Daaje Wiemers gehört einer Spezialeinheit der Polizei an, die sich mit übernatürlichen Straftaten befasst. Da die Einheit sehr klein ist, sind ihre Angehörigen praktisch Tag und Nacht in Abrufbereitschaft. Als ein paar Schülerinnen währen einer aus dem Ruder laufenden Geisterbeschwörung versehentlich einen Vampir auf die Welt loslassen, bekommt das Team mehr Arbeit, als ihm lieb sein kann. Nicht genug damit, dass die Anzahl der in Ostfriesland vermisst gemeldeten Personen drastisch ansteigt, verlangen Presse und normale Polizeidienststellen immer beharrlicher nach Begründungen für die in immer größerer Zahl auftauchenden verstümmelten Leichen.
Akte X in Ostfriesland – so könnte man dieses Buch wohl in aller Kürze beschreiben. Zumindest dieser Band beschränkt sich bei den Gegnern allerdings auf die Blutsauger, während die Werwölfe eher die Guten sind. Letztere werden allerdings nie ausdrücklich als solche bezeichnet, auch wenn die Erwähnungen kaum einen Zweifel zulassen, dass es sich um Werwölfe handelt. Suta Wanji garniert ihren Fantasy-Horror zusätzlich mit den üblichen zwischenmenschlichen Konflikten, wie man sie auch aus ‚normalen‘ Krimis kennt. Überraschend ist der Gegensatz zwischen der Handlung, die man als ‚Soft-Horror‘ bezeichnen könnte, da eigentliche Gruselmomente fast gänzlich fehlen, und doch recht detailreichen Schilderungen verstümmelter Leichen.
Die Titelwahl lässt vermuten, dass weitere Bände um Daaje Wiemers und ihre Kollegen geplant sind. Dagegen kann man nichts einwenden, denn diese Geschichte bringt frischen Wind in die deutsche Horror-Landschaft. Kritikpunkte halten sich hier in Grenzen. Um diese konkret zu nennen: Zum einen werden einem als hochdeutschen Leser ein paar Dialoge auf Friesisch stolpern lassen, da man dem Inhalt kaum folgen kann, zum anderen kommt das Ende der Geschichte doch recht abrupt.

Fazit:
Urban Fantasy, Krimi und Horror – und das alles zusammen. Nein, das ist kein Überraschungsei, das ist ein eBook.

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Prozession ins Totenmoor

Rolf Michael
Prozession ins Totenmoor

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Das Rätsel von Durham

Klappentext:
Niemand ahnt, dass die Bewohner des keinen verschlafenen Ortes Durham ein grausiges Geheimnis bewahren: die Prozession ins Totenmoor.
Nacht für Nacht locken bleiche Geister mit ihren unheimlichen Stimmen ihre unvorsichtigen, neugierigen Opfer ins verhängnisvolle Moor. Keiner weiß, was dort geschieht, denn niemand, der den Geistern folgte kam jemals zurück.
Doch eines Tages tauchte die junge, ehrgeizige Reporterin Jane Sullivan auf. Sie möchte einen sensationellen Bericht über den Spuk von Durham schreiben. Denn sie glaubt, dass es nur das ist – ein Spuk. Sie vermutet, dass hier jemand sein Unwesen treibt, der Besucher für den Or“t fernhalten möchte. Deshalb beschließt sie, dem geheimnisvollen Geisterzug ins Moor zu folgen …
Gelingt es ihr, das Mysterium ums Totenmoor zu lüften, oder hören die Bewohner von Durham in dieser Nacht auch ihren qualvollen Todesschrei?

Rezension:
Als die Reporterin Jane erfährt, dass im kleinen Dorf Durham allnächtlich seltsames vor sich geht, beschließt sie, den Ort zu besuchen. Eine gut recherchierte Spuk-Story könnte ihre Kariere sicher voranbringen. Bevor sie – wie so viele Leute vor ihr – spurlos verschwindet, kann sie ihrer Freundin, einer Privatdetektivin, noch eine Nachricht zuspielen. Diese macht sich umgehend auf den Weg, um zu ergründen, was die Dörfler mit dem Verschwinden-lassen auswärtiger Besucher verbergen wollen, denn an wahren Spuk glaubt sie nicht im geringsten.
Damit, die anfängliche Hauptprotagonistin mitten in der Geschichte aus der Handlung ausscheiden zu lassen und durch eine neue zu ersetzen, geht Rolf Michael einen in der Literatur recht selten benutzten Weg. Dies trägt durchaus dazu bei, diese kurze Horror-Geschichte spannend zu halten, da sich der Leser natürlich fragt, ob sich die Handlung um die Journalistin jetzt in ähnlicher Form mit ihrer Freundin wiederholt.
Auf der Negativ-Seite muss man diesem Werk allerdings einen Fehler anlasten, auch wenn dieser in sehr vielen, in Großbritannien handelnden Büchern und Filmen immer wieder wiederholt wird. Obwohl das Dorf sich mehrere Stunden Autofahrt von London entfernt befindet, ist immer wieder von Scotland-Yard-Beamten die Rede, die bisherige Vermisstenfälle zu den Akten gelegt haben, und denen die Detektivin die überführten Dorfbewohner zu übergeben gedenkt. Anscheinend hat sich unter nicht-britischen Autoren immer noch nicht herumgesprochen, dass Scotland Yard (in aktuellerer Zeit korrekt gesagt New Scotland Yard) nur die Zentrale und ‚Chefetage‘ der Londoner Metropolitan Police ist und außerhalb Londons weder Zuständigkeiten noch Befugnisse hat.
Trotz dieser Schwäche bildet die „Prozession ins Totenmoor“ Freunden des Horror-Genres eine durchaus lohnende Unterhaltung.

Fazit:
Diese kurze Gruselgeschichte geht vom Handlungsaufbau her außergewöhnliche Wege.

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Tony Ballard – 124 – Auf der Todesgaleere

A. F. Morland
Tony Ballard – 124 – Auf der Todesgaleere

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Urlaub in der Hölle

Klappentext:
Tony Ballard ist der Dämonenhasser. Er kämpft gegen die Mächte der Finsternis und begegnet dem Unfassbaren. Vampire, Dämonen, Werwölfe und andere Kreaturen der Schattenwelt sind seine unbarmherzigen Gegner. Erfolgsautor A. F. Morland schuf diese einzigartige Horror-Serie, die jetzt endlich auch im E-Book vorliegt.

Rezension:
Die Besatzung des Geisterschiffs hat ein Kreuzfahrtschiff gekapert und will alle Anwesenden töten. Wird Tony Ballard, der sich zusammen mit Mr Silver auf das Geisterschiff geschlichen hat, das Schlimmst verhindern können? Leider läuft alles anders als geplant – sowohl für die Geisterpiraten wie auch für Ballard und Silver.
Band 124 der elektronisch recycelten Heftromanreihe um den Dämonenjäger Tony Ballard schließt handlungsmäßig unmittelbar an den vorausgehenden Band 123 an, sodass beide eigentlich einen Doppelband darstellen. Auch hier schafft es der Autor wieder, das erstaunlich gute Niveau dieses Bandes aufrechtzuerhalten. Dies erstaunt, wenn man bedenkt, dass meine Rezension des Bandes 81 wenig schmeichelhaft ausfiel. Ehrlich gesagt hatte ich völlig vergessen, schon einen Tony-Ballard-Band gelesen und rezensiert zu haben. Mir viel es erst wieder auf, als ich meine Rezension von Band 123 im Inhaltsverzeichnis meines Blogs einsortierte. Vielleicht ist das gut so, denn hätte ich mich erinnert, hätte ich der Reihe bestimmt keine erneute Chance gegeben. Gerade diese extremen Qualitätsschwankungen innerhalb der Reihe verwundern, sind alle Bände doch vom selben Autor verfasst. Oder sollte die Information, dass sich hinter A. F. Morland (immer) Friedrich Tenkrat verbirgt, falsch sein und die Reihe in Wirklichkeit von wechselnden Autoren unter immer gleichem Pseudonym geschrieben worden sein? Wie dem auch sei, genau wie sein Vorgänger kann dieser Band Genre-affinen Lesern jedenfalls durchaus empfohlen werden.

Fazit:
Dieser Band hält das überraschend hohe Niveau des 1. Teils dieses Doppelbandes aufrecht.

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Tony Ballard – 123 – Piraten aus dem Jenseits

A. F. Morland
Tony Ballard – 123 – Piraten aus dem Jenseits

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Tod eines Wrestlers

Klappentext:
Tony Ballard ist der Dämonenhasser. Er kämpft gegen die Mächte der Finsternis und begegnet dem Unfassbaren. Vampire, Dämonen, Werwölfe und andere Kreaturen der Schattenwelt sind seine unbarmherzigen Gegner. Erfolgsautor A. F. Morland schuf diese einzigartige Horror-Serie, die jetzt endlich auch im E-Book vorliegt.

Rezension:
Ein junger, beinahe unbezwingbarer Wrestler verschwindet über Nacht. Weil sein Manager überzeugt ist, dass das nicht mit rechten Dingen zugehen kann, wendet er sich an den Dämonenjäger Tony Ballard. Dieser stellt schnell fest, dass auch andere Personen verschwunden sind, allesamt ehemalige Seeleute. Doch nicht alle sind wirklich verschwunden, manche von ihnen tauchen als Zombies wieder auf. Das Schiff eines Geisterpiraten scheint mit den Vorkommnissen im Zusammenhang zu stehen.
Heftromanreihen wie die um den Dämonenhasser Tony Ballard stehen nicht im Ruf, literarisch besonders hochwertig zu sein. Andererseits haben es einige Reihen wie die vorliegende zu einer gewissen Berühmtheit geschafft. So war ich durchaus gespannt, als mir dieser und der unmittelbar anschließende Folgeband eher zufällig in ihrer aktuellen eBook-Wiederauflage in die Hände fielen. Natürlich wird Friedrich Tenkrat, der sich hinter dem Pseudonym A. F. Morland verbirgt, wohl kaum als Kandidat für den Literatur-Nobelpreis gehandelt. Trotzdem kann die Handlung dieser ‚Massenware‘ Genrefans durchaus gute Unterhaltung bieten. In dieser Hinsicht muss man diesem Band das Prädikat ‚Erwartungen übertroffen‘ zugestehen. Dass die Erstveröffentlichung der Tony-Ballard-Romane in den 1980ern datiert, kann die Handlung natürlich nicht verbergen, es ist diversen Details immer wieder anzumerken. Aber das kann man dem Buch selbstverständlich nicht zum Vorwurf machen. Zusammen mit dem flüssig lesbaren Stil kann man Dämonenfans durchaus empfehlen, dieser annähernd historischen Trivialliteratur einen Blick zu gönnen.

Fazit:
Diesem Heftroman aus den 1980ern muss man eine überraschend gute Qualität zuerkennen.

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Schicksalsschmiede

Alexandra Scherer
Schicksalsschmiede

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Der rätselhafte Knappe

Klappentext:
Mittelalterlich phantastische Kurz-Unterhaltung
Knappe Diether vom Bergpass hat seinen Vater unter tragischen Umständen verloren und Ritter Falk hat einen Eid geleistet, Diether wohlbehalten zu dessen elterlichen Burg zu geleiten. Auf dem Weg dorthin rasten die zwei in der Schmiede von Wieland.
Seltsame Dinge geschehen dort und auch auf Burg Bergpass.
Ritter Falk sieht sich unversehens verwickelt in den ewigen Kampf zwischen Gut und Böse.
Werden die ritterlichen Tugenden bestehen gegen die heidnischen Kräfte, die das Land in Bann halten?

Rezension:
Ritter Falk geleitet den jungen Knappen Diether, dessen Vater verstorben ist, zurück zur elterlichen Burg. Als er unterwegs das Pferd neu beschlagen lassen muss, benimmt sich der Schmied eigenartig. Doch auch mit Diethers Mutter scheint etwas nicht zu stimmen. Falk kommen Zweifel, ob er der Frau ihre Bitte erfüllen soll.
In Alexandra Scherers Kurzgeschichte aus der booksnacks-Reihe geht es nicht mit rechten Dingen zu. Das kommt für den Leser allerdings nicht unerwartet, ziert doch ein deutlich sichtbarer „FANTASY“-Schriftzug das Cover. Schnell kommen beim Lesen Zweifel auf, wer es ehrlich meint – und wer nicht. Natürlich liegt die Wahrheit ganz woanders, als es zunächst den Anschein hat. Wo genau sie liegt, soll hier natürlich nicht verraten werden. Fans etwas dunklerer Fantasy werden sich mit dieser kurzen Story jedenfalls gut unterhalten fühlen.

Fazit:
Dark Fantasy im Mittelalter. Die Frage ist nur, wer es ehrlich meint.

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Der Seelenspiegel

Jana Engels
Der Seelenspiegel

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Der Weg der Seelen

Klappentext:
Was tun, wenn die Welt völlig aus den Fugen gerät?
Das Leben der Zwillinge Malte und Niklas ändert sich von einem Tag auf den anderen schlagartig: In dem beschaulichen Touristenort Kyllbenden sollen sie im Haus ihrer Tante den Tod der Mutter verarbeiten. Doch nur wenige Tage nach ihrer Ankunft ereignen sich seltsame Dinge im örtlichen Museum: Die kleine Annie wird bewusstlos aufgefunden – direkt vor dem großen Spiegel im hintersten Ausstellungsraum. Die Ärzte stehen vor einem Rätsel.
Zusammen mit Annies Schwester Sarah gehen Malte und Niklas den Ereignissen auf den Grund und müssen feststellen, dass nicht alles in Kyllbenden so ist, wie es scheint. Die Geister der Vergangenheit scheinen die Menschen im Ort heimzusuchen … und schon bald befinden sich nicht nur die Zwillinge in akuter Gefahr.

Rezension:
Nach dem Krebstod ihrer Mutter bricht für Malte und Niklas die Welt zusammen. Da sich ihr Vater in den Alkohol flüchtet, nimmt ihre Tante die 16-jährigen Brüder vorübergehend auf. Sie hofft, dass sich die beiden in ihrem abgelegenen Dorf besser als in der Großstadt sammeln können. Nach dem Schock, hier nicht mal ein funktionierendes Mobilfunknetz zu finden, fangen die Zwillinge an, sich langsam einzuleben. Vor allem mit der gleichaltrigen Tochter des örtlichen Museumsbetreibers, Sarah, verstehen sie sich schnell gut. Doch bei der Eröffnung der neuen Ausstellung passiert es: Sarahs kleine Schwester liegt ohne ersichtlichen Grund bewusstlos vor dem Prunkstück ebendieser Ausstellung, einem historischen Spiegel. Sollte wirklich etwas an den Gruselgeschichten sein, die die alten Leute im Dorf erzählen?
Beim im Klappentext erwähnten Handlungsort Kyllbenden könnte man zunächst an Irland denken. So ging es zumindest mir. Wie sich herausstellt, liegt dieser (fiktive) Ort jedoch in der Eifel. Hier siedelt Jana Engels ihre Urban-Fantasy- oder sogar eher Gruselgeschichte um die 16-jährigen Kölner Zwillinge an. Das Hauptthema der kurzen Geschichte ist dabei – wie sich allerdings erst im Laufe dieser herausstellt – der Tod. Vom noch frisch im Gedächtnis präsenten der eigenen Mutter sensibilisiert, wollen die Jungen dem todesähnlichen Zustand des kleinen Mädchens verstehen – und dessen tatsächliches Sterben damit verhindern. Ein paar zusätzliche Informationen zu den Personen (speziell der Zwillinge und ihrer neuen Freundin Sarah) würden dem Leser allerdings helfen, die konkreten Handlungen besser nachvollziehen zu können. Im Endeffekt stellt sich diese Geschichte als relativ tiefsinniges Grusel-Abenteuer heraus.

Fazit:
Dieses Grusel-Abenteuer um das Sterben spricht nicht nur (relativ) junge Leser an.

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Dämonengrab

Jörg Benne
Dämonengrab

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Das Grauen im Tempel

Klappentext:
Es will deine Seele…
Seit Generationen suchen Abenteurer in der Nähe des Dorfes Brensacker nach einer verschütteten Tempelanlage und deren legendärem Schatz. Als zwei Jungen zufällig einen verborgenen Eingang entdecken und einer der beiden unter mysteriösen Umständen verschwindet, schließen sich dem Suchtrupp auch einige Schatzsucher an. Doch auf das, was in den finsteren Gängen der Ruine auf sie lauert, ist keiner von ihnen vorbereitet…

Rezension:
Ordo träumt schon lange davon, ein Held zu sein. Als sich nach einem Sturm in der Nähe seines Heimatdorfes der Zugang zu einem legendären Tempel öffnet, beschließt er, diesen mit seinem Freund Varjan zu untersuchen. Doch bevor es dazu kommt, verschwindet Varjan mit seinen Eltern unter mysteriösen Umständen im alten Tempel. Zusammen mit Gardisten aus der nahegelegenen Stadt und Schatzsuchern, die im Tempel auf sagenhafte Schätze hoffen, macht sich Ordo auf die Suche. Im alten Tempel erwartet die Expedition jedoch das Grauen.
Zunächst könnte man Jörg Bennes „Dämonengrab“ für Fantasy, beim Klappentext eventuell sogar für Urban Fantasy halten. Zumindest erstere Vermutung kann man nicht ganz von der Hand weisen, denn diverse Fantasy-Wesen spielen im Buch eine Rolle. Insgesamt fällt dieses Werk jedoch eindeutig ins Horror-Genre. Inspiriert wurde der Autor dabei nach eigenen Angaben von einem Rollenspiel.
Erzählt werden die Ereignisse aus wechselnder Perspektive. Außer aus Ordos verfolgt der Leser das Geschehen über größere Zeiträume auch aus der Perspektive der Gardistin Nilra. Der durchaus gelungene Schreibstil des Autors kann allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass die eigentliche Handlung überwiegend aus dem Dahinsterben der verschiedenen Protagonisten besteht. Erklärungen für die einzelnen Ereignisse bleiben leider Mangelware. So bleibt der Leser am Ende großteils ratlos zurück, was hier eigentlich wieso passiert ist.

Fazit:
Für Horror-Fans ist dieses Buch durchaus einen Blick wert, für Liebhaber klassischer Fantasy eher weniger.

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