Elbenpfeffer – 1 – Wechselbalg

Tina Tannwald
Elbenpfeffer – 1 – Wechselbalg

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Anruf aus der Elbenwelt

Klappentext:
Ob es die Elben wirklich gibt? Ja. Aber sie sind alles andere als nett.
Kaum hat die fünfzehnjährige Rosa den x-ten Umzug hinter sich gebracht, muss ihre Mutter ins Krankenhaus; ein geheimnisvoller Unbekannter scheint daran schuld zu sein.
Sie muss zur Großmutter, die sie noch nie gesehen hat. Die schrullige Hippiedame ist jedoch nicht weniger chaotisch als ihre Mutter, denn sie glaubt an die Existenz magischer Wesen und bessert ihre Rente mit selbstgebranntem Schnaps auf. Darunter auch den Elbenpfeffer, angeblich eine uralte Eintrittskarte in die Welt der Elben.
Rosa macht sich auf, ihr diesen Unfug auszutreiben, und findet sich unversehens neben dem jungen Hans wieder, der seit über siebzig Jahren an einem Ort festhängt, den es eigentlich gar nicht geben dürfte. Ihre neuen Freunde könnten sie jedoch nach Hause holen.
Wenn sie verrückt genug sind, es zu versuchen.

Rezension:
Obwohl Rosa erst 15 ist, muss sie sich eher um ihre alkoholsüchtige Mutter kümmern als die um sie. Da ihre Mutter immer mit ihr in einen anderen Ort zieht, wenn sie im bisherigen in allen Läden und Kneipen Hausverbot bekommen hat, kann Rosa die Umzüge und Schulen nicht mehr zählen. Wie sie es schon gewohnt ist, findet sie auch in ihrem neuesten Wohnort nur schwer Freunde, denn als ‚in‘ kann man ihre stets gebraucht gekaufte Kleidung nicht annähernd bezeichnen. Einzig zu Kalo und dem schwule Birdy bekommt sie näheren Kontakt. Als ihre Mutter jedoch im Vollrausch stürzt und ins Krankenhaus kommt, muss eine Sozialarbeiterin, die sich auch noch als Kalos Mutter entpuppt, auf die Schnelle eine vorübergehende Unterbringung für Rosa finden. Wie sich herausstellt, wohnt ihre Oma, die sie noch nie kennengelernt hat, in der Nähe und ist bereit, ihre Enkelin aufzunehmen. Bei ihrer Ankunft muss Rosa allerdings schnell feststellen, dass die Großmutter ‚anders‘ ist: Nicht nur, dass das Haus ziemlich altmodisch eingerichtet ist, glaubt die Frau doch ernsthaft an Elben, Wechselbälger und ähnlichem. Mit dem selbstgebrauten Elbenpfeffer kann sie angeblich zwischen Menschen- und Elbenwelt hin und her wechseln. Rosa trinkt vom Elbenpfeffer, um ihrer Oma zu beweisen, dass das Unsinn ist – und landet tatsächlich im Elbenreich. Zusammen mit dem etwas älterem Salim, dessen Großmutter ebenfalls von der Existenz dieser Welt weiß, folgen Kalo und Birdy Rosa, um sie zurückzuholen.
Hätte man den Klappentext nicht gelesen, könnte man dieses Buch am Anfang für ein Sozialdrama halten. So war es in den frühen Kapiteln auch nur die Erwartung auf den Fantasy-Part, der mich zum Weiterlesen brachte. Erst ab dem Wechsel der Protagonistin in die Elbenwelt wird es für Urban-Fantasy-Freunde interessant. Rosas nun folgerndes Abenteuer und die Rettungsmission ihrer Freunde können dann allerdings um so mehr gefallen. Gute, noch nicht abgenutzte Plot-Ideen und der Schreibstil der Autorin werden in diesem Teil des Buches jeden Genre-Fan in ihren Bann ziehen. Beim abschließenden Cliffhanger will man dann nur noch erfahren, wie es weitergeht.
Wie bereits erwähnt, stammt die Protagonistin – ähnlich wie in vielen anderen Urban-Fantasy-Geschichten – aus ‚komplizierten Verhältnissen‘. In diesem Zusammenhang stellt sich mir die Frage, wieso gerade in der Urban Fantasy so viele Autoren ihre Helden aus dem Bereich der Unterdogs rekrutieren. Soll das die Motivation der Hauptpersonen begründen? Wollen die Autoren damit zeigen, dass es nur hier echte, uneigennützige Freundschaft gibt? Wie dem auch sei, zumindest im vorliegenden Fall würde das eigentliche Abenteuer auch ohne die schwermütige Sozial-Story am Anfang funktionieren. Ohne diese würde zumindest mir das schon so überzeugende Buch noch besser gefallen.

Fazit:
Diese wirklich überzeugende Urban Fantasy könnte ihre Stärken ohne den sozialkritischen Anfang noch besser entfalten.

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Das Amulett der zwei Welten: Grüne Flammen

Jennifer Jensch
Das Amulett der zwei Welten: Grüne Flammen

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Verwandtschaften

Klappentext:
Das Leben von Niko und Alessa ändert sich schlagartig, als sie während einer Auseinandersetzung mit einem Fremden in eine andere Welt fliehen müssen. Nicht nur, dass die beiden sich dort ihren eigenen magischen Fähigkeiten stellen müssen, auch die Rückkehr nach Hause gestaltet sich schwierig. Denn die Königin verlangt, dass Niko und Alessa ihren Rollen in einer alten Prophezeiung gerecht werden. Wer ist diese Hexe, die sie aufsuchen sollen und was weiß sie über das gestohlene Amulett der Königin? Für Alessa und Niko beginnt eine abenteuerliche Reise quer durch das magische Land.

Rezension:
Eigentlich wollte Niko zusammen mit seiner Freundin Alessa nur kurz bei seiner Großmutter nach dem Rechten sehen, weil er im Vorbeigehen ungewöhnliche Schatten sah. Überrascht stellt er fest, dass sich seine Oma einen magischen Kampf mit einem Fremden liefert. Ehe sie es sich versehen, landen Niko und Alessa durch ein magisches Portal in einer anderen Welt – in der man sie für ‚die Auserwählten‘ hält. Die Königin der fremden Welt erklärt ihnen höchstpersönlich, sie seinen die einzigen, denen es gelingen könnte, Kryptar, einen dunklen Magier, der diese Welt und wahrscheinlich auch die Heimat der beiden unfreiwilligen Helden gleich mit in den Untergang stürzen will, zu besiegen. Für die Beiden, die gerade ihr Abitur hinter sich gebracht haben, beginnt eine ‚Heldenreise‘, auf der sie nicht nur mehrfach um ihr Leben fürchten, sondern auch noch richtig zaubern lernen müssen.
Reisen in andere Welten und auch (mehr oder weniger) klassische Heldenreisen sind in der (Urban) Fantasy keine Seltenheit. Was Jennifer Jenschs Werk von der Mehrzahl ähnlicher Abenteuer abhebt, ist das Alter der Protagonisten. Diese sind volljährige junge Erwachsene und damit ein paar Jahre älter als der Genre-typische Durchschnitt. Für die Handlung spielt dies allerdings keine größere Rolle. Im Gegensatz zu vielen anderen, ähnlich gelagerten Geschichten gibt es hier allerdings nicht nur Schwarz und Weiß. Vielmehr wird im Handlungsverlauf zunehmend klar, dass auch die ‚Guten‘ nicht ganz unschuldig an den Vorkommnissen sind, dass auch der Schwarzmagier nicht völlig grundlos auf Rache sinnt.
Während „Das Amulett der zwei Welten: Grüne Flammen“ inhaltlich überzeugen kann, muss man sprachlich beziehungsweise stilistisch leider ein paar Abstriche machen. Speziell die sehr häufige Benutzung des Wortes „sagte“ fällt hier auf. Auch weist der Test des Buchs recht viele Flüchtigkeitsfehler auf. Hier wäre eine gründliche Überarbeitung wünschenswert.

Fazit:
Auffälligstes Merkmal dieser Weltenreise ist das in diesem Subgenre mit jungen Erwachsenen in den Hauptrollen relativ seltene Alterssegment.

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Verborgene Wesen IV

Iolana Paedelt, Ralf Kor, Laura Noll, Detlef Klewer, Thorsten Schmidt
Verborgene Wesen IV

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Keine lieben ‚Tierchen‘

Klappentext:
Verborgen vor dem Menschen und der wissenschaftlichen Entdeckung existieren auf unserer Welt noch Wesen, die man allenfalls dem Reich der Mythen und Legenden anrechnet. Wesen, die sich erfolgreich in einer Welt behaupten, die von Menschen dominiert wird. Einige sehr zurückgezogen in entlegenen Lebensräumen, andere verbreiten unter den Menschen Angst und Schrecken, um sich gegen diese zu verteidigen.
Folgen Sie den Autoren, wenn sich diese auf die Fährte dieser verborgenen Wesen begeben.

Rezension:
Enthaltene Geschichten:
„Jonah“ von Iolana Paedelt
„Süßes Blut“ von Ralf Kor
„Der Camazotz“ von Laura Noll
„Auf der Suche nach dem Oingobonk“ von Detlef Klewer
„Der Hügel“ von Thorsten Schmidt
Ob in den Tiefen des Ozeans, in der Umgebung des eigenen Wohnortes oder sogar im eigenen Garten, überall stoßen die Protagonisten der hier versammelten Kurzgeschichten auf sagenhafte Wesen. Gemeinsam ist all diesen ‚Tierchen‘, dass sie den sie begegneten Menschen nicht besonders freundlich gesinnt sind. So verwundert es nicht allzu sehr, dass 4 der in dieser Anthologie enthaltenen 5 Kurzgeschichten einen eher negativen Ausgang haben. Welches Zusammentreffen zu einem positiven Ausgang führt, wird hier natürlich nicht verraten.
Den Autoren gelingt es überwiegend, weniger bekannte kryptozoologische Tiere als Antihelden ihrer Geschichten ‚zu engagieren‘. Abgesehen von der Seeschlange waren mir alle vorkommenden Fabelwesen bisher unbekannt. Auch sonst waren mir die zugrundeliegenden Ideen weitgehend neu – etwas, was man im (Urban-)Fantasy-Genre nicht sehr oft behaupten kann. Der einzige erwähnenswerte stilistische Fehlgriff, der auffällt, ist, dass eine der Kurzgeschichten aus der Ich-Perspektive eines Protagonisten erzählt wird, der am Ende stirbt. Wie konnte er dann von seinen Abenteuern inklusive dem eigenen Tod berichten?

Fazit:
Diese Urban-Fantasy-Anthologie mit zahlreichen Horror-Elementen bewegt sich überwiegend abseits ausgetretener Pfade.

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Die Abenteurer – 1 – Das magische Auge

Hubert H. Simon
Die Abenteurer – 1 – Das magische Auge

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Forscher als Schatzsucher

Klappentext:
DIE ABENTEURER – AUF DEN SPUREN DER VERGANGENHEIT:
Auch in unserer modernen Welt gibt es unzählige Rätsel. So ist bis heute das Geheimnis des Bermuda-Dreiecks ungelöst. Auch wurde bisher noch kein Hinweis auf die Existenz von Atlantis gefunden. Und welche Vorgänge verbergen sich hinter der Entstehung von Kornkreisen? Können tatsächlich alle UFO-Sichtungen auf optische Täuschungen zurückgeführt werden? Und gibt es irgendwo nicht doch ein „El Dorado“ zu entdecken?
Diesen und vielen anderen Rätseln sind die Abenteurer Thomas Ericson und Gudrun Heber auf der Spur. Egal, ob als dynamisches Duo oder in Zusammenarbeit mit ihren Kollegen des A.I.M.-Teams, sie entschlüsseln antike Hinweise, erkunden atemberaubende Orte und bestehen tödliche Gefahren.
Doch nicht nur sie haben es auf die vergessenen Geheimnisse abgesehen. Verfolgt vom mysteriösen Professor Karney hetzen die Forscher über den ganzen Globus. Und dabei entpuppt sich ihr größenwahnsinniger Verfolger schnell als intelligenter Gegner: berechnend, eiskalt und immer tödlich …

DIE ABENTEURER – FOLGE 1: DAS MAGISCHE AUGE:
Bei einem Brand auf der Pazifikinsel Gardner wird eine bislang unerforschte Pyramide freigelegt. Die beiden Wissenschaftler Thomas Ericson und Gudrun Heber machen sich auf, ihre Geheimnisse zu lüften. Schnell ist klar, dass es hier weit mehr als eine alte Ruine zu entdecken gibt.
Doch sie begeben sich in höchste Gefahr. Denn in der Tempelanlage erwarten sie nicht nur ungeahnte Reichtümer und nie endender Ruhm, sondern auch tödliche Fallen, riesige Tempelwächter und ein uralter Mayafluch …
Und es kommt noch schlimmer: Auch der mysteriöse Professor Karney versucht, die alten Kostbarkeiten an sich zu reißen und das verlorengegangene Wissen für seine eigenen Zwecke zu missbrauchen. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Und Karney hat bereits einigen Vorsprung …
Die Abenteurer – Auf den Spuren der Vergangenheit: Ein rasanter Trip an atemberaubende Orte der Menschheitsgeschichte. Ein Wettlauf um nie endenden Ruhm, unermesslichen Reichtum und längst vergessene Geheimnisse. Spring auf und entdecke zusammen mit den Abenteurern die Rätsel der Vergangenheit!
Ein Muss für Fans von Indiana Jones, Clive Cussler und Matthew Reilly!

Rezension:
Als auf einer Insel im Pazifik überraschend eine Pyramide entdeckt wird, wollen die beiden Wissenschaftler Thomas Ericson und Gudrun Heber diese unbedingt schnellstmöglich untersuchen. Sie ahnen nicht, dass die Insel bereits in grauer Vorzeit vor rund 5000 Jahren von Angehörigen heute beinahe vergessener Völker besucht wurde. Schnell müssen die beiden Forscher jedoch feststellen, dass das Objekt ihrer Begierde von unerwarteten Wächtern beschützt wird.
Wow, der ‚Klappentext‘ dieses eBooks erreicht beinahe die Länge mancher Kurzgeschichte – und ist damit deutlich länger als meine Rezension. Sowohl dieser als auch das Cover lassen keinen Zweifel daran, dass es sich bei „Die Abenteurer“ um eine Art eBook-Heftroman-Reihe handelt. Leider muss man feststellen, dass die Rückblicke in ferne Vergangenheit die interessantesten Abschnitte dieses Abenteuers darstellen, während die Gegenwartshandlung fast jedem nur denkbaren Cliché, das man mit Heftroman-Abenteuern assoziieren könnte, entspricht. Anders ausgedrückt: eine Handlung nach Schema F. Auch wenn nach Abschluss dieses Bandes noch nicht alle Zusammenhänge aufgeklärt sind und dieser in einem klassischen Cliffhanger endet, hält sich die Lust, der Geschichte im nächsten Band weiter zu folgen, in Grenzen.

Fazit:
Die an sich brauchbare Idee wird leider von einer lustlosen Umsetzung nach Schema F zunichtegemacht.

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Tinas Tagebuch – 1 – Der Zirkel von Prag

Johanna Stöckl
Tinas Tagebuch – 1 – Der Zirkel von Prag

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Abenteuer am Pannonischen Meer

Klappentext:
Liebe Lena!
Wenn du dieses Tagebuch findest, such nicht nach uns!
Parallelwelten gibt es wirklich!
In diesem Büchlein findest du die völlig abgedrehte Story, wie ich mit Katrin, unserem Ex-Freund Leo und einer halb-japanischen Möchtegern-Ninja namens Keiko in einer Welt gelandet bin, in der die Monarchie nie untergegangen ist und in der es nicht nur so Scheiß wie Dampfwagen und Luftschiffe gibt, sondern in der auch Magie existiert. Könnte echt cool sein, wenn wir uns nicht gleich die mächtigste Geheimorganisation dieser Welt zum Feind gemacht hätten und jetzt auf der Flucht wären!
Ich weiß, du glaubst sicher, dass ich total durchgeknallt bin, aber es ist wahr!
Ich schwörʼs!
Deine Tina

Rezension:
Eigentlich will Tina nur ihren Zug noch erreichen, doch in der Eile stößt sie mit einem Mann zusammen. Im Gewühl des Bahnhofs heben beide schnell ihre heruntergefallenen Smartphones wieder auf – und verwechseln sie dabei. Diese Verwechslung stürzt Tina jedoch direkt in die Machenschaften eines skrupellosen japanischen Geschäftsmannes hinein. Und plötzlich steckt sie zusammen mit ihrer besten Freundin, ihrem Ex-Freund und der Tochter des Japaners in einer Parallelwelt fest, in der zwar die Donaumonarchie noch existiert, der Meeresspiegel durch eine globale Katastrophe aber bis hinein in die Außenbezirke Wiens angestiegen ist. Die Krönung ist, dass in dieser Welt Magie real existent ist. Schon bald stehen die Reisenden ganz oben auf der schwarzen Liste des Chef-Inquisitors des magischen Zirkels.
Reisen in andere Welten finden sich in der Fantasy-Literatur nicht selten. Auch dass diese fremden Welten der uns bekannten sehr ähneln und sich nur in Details unterscheiden, ist dabei nicht neu. Was Johanna Stöckls Trilogie jedoch vom Großteil anderer Parallelwelt-Fantasys unterscheidet, ist die Durchmischung mit verschiedenen anderen Genres. So erscheint der 1. von 3 Teilen dieses 1. Bandes der Reihe um Tinas Abenteuer eher wie ein Thriller als wie eine Fantasy-Story. Erst mit dem Wechsel in die andere Welt tritt das Fantasy-Element in den Vordergrund. Da diese Welt technisch aber weitgehend auf dem Stand des beginnenden 20. Jahrhunderts stehengeblieben ist, spielen auch ansonsten eher aus Zeitreise-Geschichten gewohnte Elemente eine Rolle. Gerade dieser Genre-Mix macht zu einem erheblichen Teil den Reiz dieses gelungenen Buches aus, bei dem man am Ende am liebsten gleich den Folgeband in die Hand nehmen würde.
Besonders positiv sei erwähnt, dass zumindest bisher keine Lovestory in den Fokus gerät, wie es bei Fantasy-Abenteuern mit jugendlichen Protagonistinnen leider sehr häufig (negativ) auffällt.

Fazit:
Dieses Parallelwelt-Zeitreise-Fantasy-Abenteuer kann auf ganzer Linie überzeugen. Auf die Folgebände dieser Trilogie darf man gespannt sein.

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Vorhang auf!: Das Theater des Löwen

Leah Maschek
Vorhang auf!: Das Theater des Löwen

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Das Rätsel des Löwen

Klappentext:
Zahlreiche Legenden und düstere Geschichten ranken sich um das Teatro del Leone. Es soll zu Cäsars Zeiten eine wundersame Vorstellung mit einem echten Löwen gegeben haben, einem Wesen, dem die Menschen verfielen, aber es heißt auch, der Löwe sei in den Zuschauerraum gesprungen …
Eine junge Journalistin begibt sich am Fuße des Ätna auf die Suche nach der wahren Vergangenheit. In der Einsamkeit der sizilianischen Provinz taucht sie in die sagenhaft schillernde Welt des einstigen Prunkbaus ein, der nun vergessen ist, aber zu ihrer Verwunderung nicht verfallen. Als eine römische Wache auftaucht, wird sie plötzlich Teil der gefährlichen Vorstellung …
Zeit und Raum vermischen sich auf bezaubernde Weise und nehmen den Leser mit in eine Geschichte zwischen Traum und Wirklichkeit, in der Wünsche wahr zu werden scheinen und eine bittersüße Geschichte über die höchsten Güter des Menschen erzählt wird: über die Wahrheit und die Liebe.

Rezension:
Die junge Journalistin Luna beschließt eine Reportage über die Ruine des antiken Teatro del Leone auf Sizilien zu verfassen. Zu ihrer Überraschung muss sie jedoch feststellen, dass das alte Gebäude verdächtig gut erhalten wirkt. Mit einem geliehenen Schlüssel betritt sie das schon seit Ewigkeiten nicht mehr genutzte Theater – und wird plötzlich von einem römischen Wächter angesprochen. Dessen Kleidung wirkt merkwürdig authentisch. Er lädt Luna ein, eine Vorstellung vor rund 2000 Jahren zu besuchen …
In dieser kurzen Geschichte entwirft Leah Maschek eine eher ungewöhnliche Zeitreise. Im Gegensatz zum ‚Genre-Standart‘ ist hier nie mit Sicherheit erkennbar, wenn genau die Protagonistin den Wechsel in die jeweils andere Zeit vollführt. Sie selbst kann den Ort oder Zeitpunkt anscheinend nicht genau definieren. Bei ihrem Besuch der Vorstellung erklimmt sie beispielsweise den Berg, auf dem sich das Teatro befindet, in unserer Gegenwart und kommt kurz vor Beginn zusammen mit den historischen Besuchern an. Gerade deshalb ist nicht eindeutig zu sagen, ob die Zeitreisen Traum oder Realität sind. Wirklich wichtig ist das für die Handlung jedoch nicht, denn der eigentliche Schwerpunkt der Handlung liegt auf philosophischen Fragen wie der nach der Wahrheit.

Fazit:
Diese überraschend andere Zeitreisegeschichte zieht ihren Reiz gerade aus ihrer Ungewöhnlichkeit.

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Tad Time – 1–5 – Das Erbe der Schattenwächter

Jonas M. Light
Tad Time – 1–5 – Das Erbe der Schattenwächter

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Coaching im Elysarium

Klappentext:
Eine uralte Macht ist erwacht: Die Macht der Schatten!
Kaum jemand kennt die Wahrheit: Unsere Welt, wie du sie kennst, ist von Licht- und Schattenenergie umgeben. Nur wenn beide Energien im Gleichgewicht sind, halten sich auch Gut & Böse die Waage. Doch das Gleichgewicht ist in Gefahr, da eine uralte Macht erwacht ist und danach trachtet, unsere Welt zu vernichten: die Macht der Schatten! Unsere letzte Hoffnung ist ein Schauspieler aus der Kleinstadt Capeville. Sein Name: Tad Parker. Gemeinsam mit der Lichtfee Fay soll er seiner Bestimmung folgen und sich der Macht der Schatten entgegenstellen. Doch auf der wundersamen Reise entdeckt er nicht nur seine Superkräfte, sondern auch seine tiefsten Schatten.
Der Sammelband „Das Erbe der Schattenwächter“ enthält die ersten fünf Bände der Powerfantasy-Serie Tad Time:
• Tad Time #1: Die Stadt des singenden Segels
• Tad Time #2: Das Sternenorakel
• Tad Time #3: Schatten im Dschungel
• Tad Time #4: Pfad der Schatten
• Tad Time #5: Die Herrscher von Jorum
Inkl. Karte der Fantasywelt Jorum und den beliebten Feel-Übungen der Lichtfee Fay mit Tipps für mehr Superpower!

Rezension:
Tad Parker steht auf der Bühne und wird, wie es das Script verlangt, erschossen. Sein theatralischer Todessturz läuft etwas aus dem Ruder, er kommt mit dem Kopf hart auf und wird bewusstlos. Als er wieder erwacht, befindet er sich im Elysarium, wo ihm die Lichtfee Fay offenbart, dass es nun seine Aufgabe sei, die Welt zu retten. Erst nach und nach wird ihm klar, dass „die Welt“ dabei nicht nur unsere Welt umfasst, sondern ein ganzes Weltengebilde meint. Plötzlich findet sich Tad in lebensgefährlichen Missionen auf unterschiedlichsten Planeten wieder.
Die Idee zu Jonas M. Lights Fantasy-Reihe klingt recht interessant. Leider kann die Umsetzung die Erwartungen nicht ganz erfüllen. Dass der Protagonist immer wieder in gänzlich anderen Umgebungen agieren muss, entspricht zwar der Idee, die hinter der Reihe steht, wirkt für den Leser aber teilweise wie verwirrendes Stückwerk. Mal steckt Tad im Untergrundkampf gegen einen diktatorischen General, mal im Dschungel, wo es gefährliche Kreaturen zu bekämpfen gilt. Zusätzlich kommt es zu Widersprüchen, die zumindest in den in diesem Sammelband enthaltenen Bänden nicht aufgeklärt werden. So beginnt alles mit dem erwähnten Unfall auf der Theaterbühne und Tads Aufwachen im Elysarium. Dann folgt allerdings noch eine Szene, in der er sich im Krankenhaus befindet. An dieser Stelle könnte man zu der Auffassung kommen, das Elysarium bestände nur in Tads Fieberträumen. Später behauptet Fay allerdings, Tad wäre wirklich tot, und zwar infolge eines Selbstmordes. Spätestens hier kann sich der Leser kein konsistentes Bild mehr bilden. Natürlich ist es möglich, dass dieses Rätsel in späteren Bänden noch geklärt wird, bisher erscheint es beim Lesen jedoch sehr verwirrend. Erst im 5., dem letzten der hier enthaltenen Bände, findet die Geschichte zu einer nachverfolgbaren Handlung.

Fazit:
Der Start dieser Reihe wirkt auf den Leser nicht optimal. Die zugrundeliegende Idee ist allerdings zu Steigerungen fähig.

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Daaje Wiemers: Ostfriesische Geisterjägerin – 1 – Güllefund

Suta Wanji
Daaje Wiemers: Ostfriesische Geisterjägerin – 1 – Güllefund

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Der Vampir und seine Königinnen

Klappentext:
Daaje Wiemers ist Ostfrieslands Geisterjägerin. Sie gehört einer übergeordneten Polizeieinheit an. Zusammen mit ihren Kollegen Ihno Coordes, Fritjof Jansen, Baldwin Behrends und ihrer Freundin Petra Wolfram bekämpft sie das Böse, das ja bekanntlich nie schläft. Intrigen innerhalb der Polizei und gefürchtete Gegner, die es zu bekämpfen gilt, sind ihr Lebensinhalt.

Rezension:
Daaje Wiemers gehört einer Spezialeinheit der Polizei an, die sich mit übernatürlichen Straftaten befasst. Da die Einheit sehr klein ist, sind ihre Angehörigen praktisch Tag und Nacht in Abrufbereitschaft. Als ein paar Schülerinnen währen einer aus dem Ruder laufenden Geisterbeschwörung versehentlich einen Vampir auf die Welt loslassen, bekommt das Team mehr Arbeit, als ihm lieb sein kann. Nicht genug damit, dass die Anzahl der in Ostfriesland vermisst gemeldeten Personen drastisch ansteigt, verlangen Presse und normale Polizeidienststellen immer beharrlicher nach Begründungen für die in immer größerer Zahl auftauchenden verstümmelten Leichen.
Akte X in Ostfriesland – so könnte man dieses Buch wohl in aller Kürze beschreiben. Zumindest dieser Band beschränkt sich bei den Gegnern allerdings auf die Blutsauger, während die Werwölfe eher die Guten sind. Letztere werden allerdings nie ausdrücklich als solche bezeichnet, auch wenn die Erwähnungen kaum einen Zweifel zulassen, dass es sich um Werwölfe handelt. Suta Wanji garniert ihren Fantasy-Horror zusätzlich mit den üblichen zwischenmenschlichen Konflikten, wie man sie auch aus ‚normalen‘ Krimis kennt. Überraschend ist der Gegensatz zwischen der Handlung, die man als ‚Soft-Horror‘ bezeichnen könnte, da eigentliche Gruselmomente fast gänzlich fehlen, und doch recht detailreichen Schilderungen verstümmelter Leichen.
Die Titelwahl lässt vermuten, dass weitere Bände um Daaje Wiemers und ihre Kollegen geplant sind. Dagegen kann man nichts einwenden, denn diese Geschichte bringt frischen Wind in die deutsche Horror-Landschaft. Kritikpunkte halten sich hier in Grenzen. Um diese konkret zu nennen: Zum einen werden einem als hochdeutschen Leser ein paar Dialoge auf Friesisch stolpern lassen, da man dem Inhalt kaum folgen kann, zum anderen kommt das Ende der Geschichte doch recht abrupt.

Fazit:
Urban Fantasy, Krimi und Horror – und das alles zusammen. Nein, das ist kein Überraschungsei, das ist ein eBook.

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Im Zeichen des Lotus – 16 – Untergrund

Valerie Loe
Im Zeichen des Lotus – 16 – Untergrund

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Die rätselhaften Geschwister

Klappentext:
Jede Nacht, ungesehen, unbemerkt von den Menschen, wird ein Krieg gefochten. Seit mehr als tausend Jahren treffen sich in den Schatten zwei Mächte, Chaos und Ruhe, Feuer und Eis, die ihre Schlachten schlagen bis zum Ende aller Zeit.
Drei Fremde betreten den Unterschlupf der Silver. Sie werden den Untergrund verlassen, um an einem anderen Ort einen Neuanfang zu wagen. Wenn die Geschichten von einst nicht mehr zählen und die Heldentaten längst nur noch geflüsterte Mythen sind, dann wird es Zeit, ein neues Kapitel zu beginnen. Doch sind die Geschwister nun ein gutes Omen für diesen Plan oder kündigen sie den Untergang an?

Rezension:
Während Titus und Nell auf dem Rückweg nach Irland sind und sich Oz nach wie vor nicht frei bewegen kann, erreichen die tschechischen Solani das Hauptquartier, wo sie den Silver beitreten wollen. In London sind sich der König und seine Schwester jedoch nicht einig, was ihr nächster Schritt sein soll. Sollen sie sofort nach Irland weiterreisen oder zuerst nach Oz suchen? Auch wenn sie es nicht wissen können, könnte der durchaus Hilfe gebrauchen.
Wie schon der Vorgänger konzentriert sich auch dieser Band darauf, (wahrscheinliche) zukünftige Handlungen vorzubereiten. Einzig in der Geschichte um Oz gibt es eine wirkliche Entwicklung, bei der aber noch nicht abzusehen ist, wohin sie führt. Erst am Ende des Bandes deuten sich bedeutende neue Schauplätze an. Auch das Geheimnis um die tschechischen Solani-Geschwister, zu dem es bisher nur Andeutungen gibt, verspricht interessant zu werden. So ist es wohl nicht abwegig, vorherzusagen, dass es „Im Zeichen des Lotus“ bald wieder ‚rund geht‘.

Fazit:
Noch ist Durchatmen angesagt, aber neue Action deutet sich am Horizont an.

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Eibe und das Buch der Schatten

Liliana Wildling
Eibe und das Buch der Schatten

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Dämonen gegen ‚Recht und Ordnung‘

Klappentext:
Eibe ist sechzehn. Quirlig, naiv und … eine Hexe.
Als ihr Meister Magnus einen weiteren Lehrling aufnimmt, wird Eibes bisheriges Leben völlig aus der Bahn geworfen. Was hat es mit diesem seltsamen jungen Mann auf sich? Und was ist das für ein ungewöhnliches Tier, das urplötzlich in einem ihrer Experimente auftaucht? Welche Verbindung besteht zu dem legendären Buch der Hexen?
Zusammen mit ihren Freunden kommt sie einem düsteren Geheimnis auf die Spur und sieht sich grausamen, dämonischen Wesen gegenüber, die ihr nach dem Leben trachten.

Rezension:
Seit ihre Eltern bei einem Autounfall starben, lebt Eibe bei Magnus, der sie aufzog und in der Nutzung der Magie ausbildete. Als bei Magnus ein neuer Schüler auftaucht, führt das schnell zu Chaos und lebensgefährlichen Zwischenfällen. Wer ist dieser Lumen wirklich? Wessen Zielen dient er? Und steht ‚der Rat‘, für den Magnus früher arbeitete, wirklich auf ihrer Seite?
Wer auf der Suche nach Rezensionen dieses Buches ist, könnte eventuell darüber stolpern, dass ich vor rund 1½ Jahren schon eine Rezension dazu verfasst habe. Damals ‚gönnte‘ ich ihm nur 3 Sterne, diesmal sind es plötzlich 4. Wie kann das sein? Keine Sorge, mein Geschmack hat sich nicht plötzlich verändert. Beim vorliegenden Buch gleichen Titels handelt es sich um eine überarbeitete und erheblich erweiterte Version. Die damals angekündigte Fortsetzung wurde hier bereits in das Buch integriert, sodass es jetzt eine abgeschlossene Handlung bietet. Auch einige der von mir damals genannten Kritikpunkte wurden von der Autorin nachgebessert. So wird Eibes Art jetzt nicht mehr als chaotisch definiert, sondern nur noch als quirlig, was dazu führt, dass ihr (nur) zu Beginn aus Hast einige Zauber misslingen.
Die Story um das verwickelte magische Mächtespiel um Magnus, Eibe und ihre Mitbewohner birgt durchaus Potenzial. Dem Leser offenbart sich das Interessengeflecht der verschiedenen Parteien erst nach und nach. Dabei gelingt es der Autorin, eine spannende Handlung um die Machtspiele in der magischen Welt aufzubauen, die man stellenweise schon beinahe als magischen Thriller bezeichnen könnte.
Aufgelockert wird der gut lesbare Text durch Illustrationen, die die wichtigsten Charaktere sowie anderes zeigen.

Fazit:
In der vorliegenden überarbeiteten Fassung dürfte diese Urban Fantasy viele Genre-Fans begeistern können.

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