Plätzchen und Dämonen

Maxi Forteller
Plätzchen und Dämonen: Lex Falkners Abenteuer

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Abenteuer im Abwasserkanal

Klappentext:
Kurz vor Heiligabend bedroht ein Dämon den Weihnachtsmarkt. Lex muss sich sputen, um eine Katastrophe zu vermeiden. In all dem vorweihnachtlichen Trubel ist er auf Hilfe angewiesen. Wie ein Engel erscheint ihm daher seine schon seit langem heimlich begehrte Freundin Marie.
Erlaubt sich Lex zu Weihnachten ein bisschen mehr Gefühl, oder bleibt er der einsame Magier?
Eine weihnachtliche Kurzgeschichte.

Rezension:
Lex Falkner gebt (irgendeiner) Tätigkeit an der Universität nach, als er dank seiner speziellen Fähigkeiten plötzlich merkt, dass sich ein Dämon in der Innenstadt herumtreibt. Natürlich macht er sich sofort auf den Weg. Schließlich findet er den Dämon im Abwasserkanal und kann ihn mit letzter Kraft aus unserer Welt entfernen. Doch wie konnte er diese überhaupt betreten?
Beim Lesen dieser ‚weihnachtlichen‘ Kurzgeschichte beschleicht dem Leser das Gefühl, er müsse den Helden der Geschichte, Lex Falkner, schon kennen. Bei einer genaueren Suche stellt sich auch heraus, dass es über ihn schon umfangreichere Bücher gibt. Deren Kenntnis wären wahrscheinlich auch nötig, um die Zusammenhänge dieser Kurzgeschichte in vollem Maße zu verstehen. Ohne erscheint diese leider etwas ‚unvollständig‘.
Doch auch wenn man diese Unkenntnis außer Acht lässt, erscheint die Bezeichnung „weihnachtliche Kurzgeschichte“ etwas konstruiert, wirkt die zeitliche Nähe der Ereignisse zum Weihnachtsfest doch rein zufällig. Bis auf die Tatsache, dass der Held auf diese Weise die Gelegenheit bekommt, zusammen mit der Frau, die er anscheinend schon länger heimlich liebt, Plätzchen zu backen.

Fazit:
Eine Urban-Fantasy-Kurzgeschichte, die nur für Kenner der Lex-Falkner-Bücher interessant sein dürfte.

eBook

Die Monsterjäger – 1 – Der Vampir Arvato

Andrea Appelfelder
Die Monsterjäger – 1 – Der Vampir Arvato

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Die Vampire des Vatikans

Klappentext:
Angel und seine Blutgarde führen ihr Gewerbe, das Töten von Monstern, schon seit Jahrhunderten aus. Sie sind ungeschlagene Vampire und können alles töten, doch dann lüftet sich ein uraltes Geheimnis, direkt aus den Mauern des Vatikan. Der erste Band der Monsterjäger.

Rezension:
Der Vampir Angel arbeitet mit mehreren Artgenossen für den Vatikan. Die Hauptaufgabe dieser Spezialeinheit besteht darin, Monster auszuschalten, wozu durchaus auch andere Vampire gehören, wenn sie auf Menschenjagd gehen. Während sie ‚ihre Kunden‘ jedoch normalerweise suchen müssen, kommt diesmal ein Werwolfrudel zu ihnen. Es überfällt den Vatikan und tötet wahllos die Menschen.
Die Idee ist nicht schlecht, weicht sie doch etwas vom üblichen Muster ab. Während die Handlung jedoch durchaus interessant ist, mangelt es der Umsetzung an diversen Details. So lässt der Erzählstil über weite Strecken keine wirkliche Spannung aufkommen. Speziell im vorderen Teil werden die Geschichte der Vampire im Vatikan und die einzelnen Personen über längere Abschnitte hinweg in einem sehr trockenen Stil vorgestellt. Ein wirklicher Lesefluss kommt erst im letzten Teil des Buches auf. Irritierend ist auch, dass Angel und andere Vampire immer wieder als Jungen oder junge Männer bezeichnet werden, obwohl der Leser weiß, dass sie bereits Jahrhunderte existieren. So kommt trotz der nicht uninteressanten Geschichte kaum der Wunsch auf, die Fortsetzungen zu lesen.

Fazit:
Eine interessante Story-Idee, die leider etwas an der schwachen Umsetzung kränkelt.

eBook

Das Erbe der Macht – 3 – Wechselbalg

Andreas Suchanek
Das Erbe der Macht – 3 – Wechselbalg

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Das Rätsel des alten Castillos

Klappentext:
Der Wechselbalg schlug unbarmherzig zu und tötete einen der Lichtkämpfer. Das Castillo wird hermetisch abgeriegelt, die Jagd beginnt. Doch wer ist der Verräter – und was ist sein Plan? Als Johanna endlich begreift, was die Schattenfrau vorhat, scheint es bereits zu spät. Kann die gnadenlose Feindin noch aufgehalten werden?
Unterdessen finden sich Alex und Jen an einem unbekannten Ort wieder. Weit entfernt von ihren Freunden machen sie eine unglaubliche Entdeckung.

Rezension:
Nach dem Mord am Ende des letzten Bandes hat Johanna das Castillo hermetisch abgeriegelt. Mit allen Mitteln wird versucht, den Mörder aufzuspüren. Dass es sich dabei um einen Wechselbalg handelt, ahnen die Bewohner – im Gegensatz zum Leser – noch nicht. Wird es ihnen gelingen, ihn zu stoppen, bevor es zu einem weiteren Mord kommt, und das Original, das durch den Wechselbalg ersetzt wurde, zu retten? Und wie geht es mit Alex und Jen weiter, die immer noch nicht wissen, wo sie eigentlich sind?
Mangelnde Spannung kann man Andreas Suchanek definitiv nicht vorwerfen, zieht er diese im neuen Band seiner „Das Erbe der Macht“-Reihe doch nochmals kräftig an. Und das dürfte sich auch weiterhin kaum ändern, bleiben die Motive der ‚Schattenfrau‘ doch auch am Ende dieses Bandes weiter im Unklaren. Hinzu kommt schon wieder ein neues Rätsel um die Entdeckung, welche Alex und Jen bei ihrem unfreiwilligen Ausflug machen. Der Meister der Dauerspannung läuft in seiner neuesten Reihe zu neuen Höchstformen auf. Am Ende gibt es wohl keinen Leser, der den nächsten Band nicht schnellstmöglich herbeisehnt. Neben dem erwähnten Spannungsniveau trägt dazu natürlich auch der bekannt angenehme Schreibstil des Autors bei, der es schafft, etwa im Monatsabstand neue Folgen zu derzeit gleich 3 Reihen unterschiedlicher Genres zu präsentieren.

Fazit:
Für alle Fans von Urban Fantasy und Spannung verdient diese Reihe eine unbedingte Empfehlung!

eBook
Band 1 bis 3 zusammen als Hardcover

Finn und der Kristall der Zeit

Martina Konrad
Finn und der Kristall der Zeit

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Wer ist Finn?

Klappentext:
Im Jahre 1916 wird ein Baby auf den Stufen einer kleinen Kirche ausgesetzt. Finn, wie der kleine Junge genannt wird, wächst im Waisenhaus auf und ist dort – dank der liebevollen Fürsorge der Waisenhausleiterin – recht glücklich.
Eines Tages, als er knapp zehn Jahre als ist, kommt ein Ehepaar in das Waisenhaus und beschließt, den Jungen zu adoptieren. Natürlich freut sich Finn, weil er endlich seine eigenen Eltern bekommen soll – aber ist das Paar wirklich das, was es zu sein vorgibt?
„Finn und der Kristall der Zeit“ ist eine spannende und phantasievolle Geschichte für junge und jung gebliebene Leser.

Rezension:
1925 in einer Kleinstadt irgendwo in Deutschland. Der 9-jährige Finn lebt in einem Waisenhaus, seit er als wenige Wochen altes Baby auf den Stufen einer Kirche gefunden wurde. Weil er in der Schule sehr gut ist, will die Leiterin des Waisenhauses sogar versuchen, die finanziellen Mittel zu beschaffen, um ihn auf eine höhere Schule schicken zu können. Doch dann kommt es plötzlich anders. Ein offensichtlich sehr wohlhabendes Ehepaar taucht auf, um eines der Kinder zu adoptieren. Unter den neidischen Blicken aller Mitbewohner fällt die Wahl auf Finn. Als der jedoch kurz darauf ein Gespräch seiner neuen Eltern belauscht, stellt sich heraus, dass diese mit der Adoption offenbar ganz andere Ziele verfolgen, als einen Sohn zu bekommen.
Was als das Abenteuer eines Jungen in den 1920er Jahren beginnt, nimmt schnell dramatische Wendungen, die schließlich in eine ausgewachsene Fantasy-Story münden. Natürlich erfährt Finn im Laufe der Handlung seine wahre Herkunft – und damit eine riesengroße Überraschung, mit der er nie im Leben gerechnet hätte. Martina Konrad lässt den Leser zusammen mit der Hauptfigur immer tiefer in die Rätsel um Finn eintauchen. Dass es sich dabei um eine Fantasy-Geschichte handelt, wird erst relativ spät offensichtlich.
Die Autorin erzählt ihre Geschichte in einem sehr angenehmen Stil, der den Leser schnell gefangen nimmt und dann nicht wieder loslässt. Etwas unglücklich ist lediglich die Altersangabe für Finn und seine gleichaltrigen Freunde. Die Gespräche und Empfindungen wirken für 9-Jährige einfach zu erwachsen. In dieser Hinsicht wäre es sicher besser gewesen, Finn als 11- oder 12-Jährigen zu definieren. Die Geschichte hätte damit genauso gut funktioniert. Auch für das Ende könnte man sich eine bessere Idee wünschen. Bei einer Geschichte, die so gut durchdacht ist und jeden Logikfehler gekonnt vermeidet, hätte dieses etwas einfallsreicher ausfallen können.
Trotzdem ist „Finn und der Kristall der Zeit“ für Freunde von Fantasy im frühen 20. Jahrhundert, die sich nicht an jungen Helden stören, eine unbedingte Leseempfehlung wert.

Fazit:
Diese Zeitreise-Fantasy mit jungen Protagonisten kann auch erwachsenen Lesern empfohlen werden.

eBook

Revolver Tarot

R. S. Belcher
Revolver Tarot

 (Übersetzung: Dennis Frey)

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Der große Wurm im Silber-Berg

Klappentext:
Nevada, 1869: Am Rand der gnadenlosen Vierzigmeilenwüste liegt Golgotha, eine kleine Stadt, in der hinter verschlossenen Türen große Geheimnisse verborgen liegen. Der Sheriff trägt die Narben des Stricks am Hals und manche sagen, er sei ein toter Mann, dessen Zeit noch nicht gekommen ist. Golgotha ist der Ort, an dem sich die Gesegneten und die Verdammten sammeln. Schwärze flutet über die Welt und wenn der Sheriff und seine Leute sie nicht aufhalten, hat Golgotha seinen letzten Sonnenaufgang gesehen … und mit ihr die gesamte Schöpfung.
Ein außergewöhnliches Abenteuer zwischen Western, Steampunk und Fantasy, das die Leben verschiedenster Persönlichkeiten auf einen gemeinsamen Kampf zuführt, dessen Wurzeln viel tiefer liegen, als sie sich vorstellen können.

Rezension:
Jim ist 15 – und auf der Flucht, weil er steckbrieflich gesucht wird. Mitten in der Wüste scheint die Flucht zu Ende zu sein, als ihm und seinem Pferd das Wasser ausgeht. Der Halbindianer Mutt, Deputy in der einsamen Stadt Golgotha inmitten des Wilden Westens, findet beide gerade noch rechtzeitig. Doch in dieser Stadt gehen eigenartige Dinge vor sich. Unheimliches geschieht hier, wird von den meisten Einwohnern jedoch aus Gewohnheit ignoriert. Fast jeder hier scheint Geheimnisse zu haben.
Der Autor dieses Fantasy-Westerns, R. S. Belcher, lässt dich zunächst recht viel Zeit, die wichtigen Charaktere vorzustellen und auch deren Vergangenheit gründlich zu durchleuchten. Neben Jim lernt der Leser auf diese Weise auch verschiedene Einwohner Golgothas näher kennen – und erfährt so manches, was auch deren engste Freunde und Nachbarn nicht ahnen. Bis hier behält eindeutig das Westernelement die Oberhand, bevor im weiteren Verlauf die Fantasy in den Vordergrund tritt. Viele Handlungsstränge, die bisher nichts gemeinsam zu haben scheinen, treffen jetzt zusammen. Im Finale geht es um nichts Geringeres als die weitere Existenz nicht nur Golgothas, sondern des ganzen Universums. Diese Erzählweise kann durchaus begeistern, erschließen sich dem Leser die Zusammenhänge so doch sehr eindrucksvoll und überraschen logisch.
Der Klappentext spricht von einem Abenteuer aus Western, Steampunk und Fantasy. Während Western und Fantasy in der Handlung jedoch tragende Rollen spielen, kommen Steampunkelemente praktisch überhaupt nicht vor. Im ganzen Buch kommt kein einziges Gerät vor, dass per Dampfkraft angetrieben wird. Lediglich ein einziges Gerät, das für die eigentliche Handlung jedoch keine nennenswerte Rolle spielt, könnte man zumindest ansatzweise in Richtung der Steampunk-Kultur deuten. Reine Steampunk-Fans sind hier also nicht gut aufgehoben. Lesern, deren Interesse primär auf außergewöhnlichen Fantasy-Geschichten liegt, kann „Revolver Tarot“ dafür um so mehr empfohlen werden.

Fazit:
Fanrasy im Wilden Westen – für Genre-Interessierte bekommt „Revolver Tarot“ eine eindeutige Leseempfehlung.

Softcover
eBook

Eibe und das Buch der Schatten

Liliana Wildling
Eibe und das Buch der Schatten

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Der Feuerdämon – Freund oder Feind

Klappentext:
Eibe ist sechzehn. Quirlig, naiv und … eine Hexe. Das Wort Chaos und ihr Name werden häufig in einem Atemzug genannt. Dabei ist es meist nicht ihre Schuld, wenn etwas explodiert. Manche Experimente sind eben schwer zu kontrollieren.
Selbst Magnus, ihr Meister, hat während seiner Anfänge das eine oder andere Kämmerlein in die Luft gejagt. Zumindest hat Angelus ihr das erzählt …
Als ein neuer Lehrling aufgenommen wird, freut sie sich darüber. Endlich ein Hausbewohner in ihrem Alter! Doch die Freude währt nicht lange. Lumen ist ein gefährliches Feuerwesen und als Lehrling völlig ungeeignet; der Meister wirkt plötzlich verändert. Zudem zaubert die tollpatschige Hexe versehentlich ein seltsames Tier herbei, dessen Herkunft ungewiss ist. Rat findet sie bei Maja, aber auch ein schreckliches Geheimnis, das sie lieber nicht entdeckt hätte.

Rezension:
Seit ihre Eltern bei einem Autounfall starben, lebt Eibe bei Magnus, der sie aufzog und in der Nutzung der Magie ausbildete. Als bei Magnus ein neuer Schüler auftaucht, führt das schnell zu Chaos und lebensgefährlichen Zwischenfällen. Wer ist dieser Lumen wirklich? Wessen Zielen dient er? Und steht „der Rat“, für den Magnus früher arbeitete, wirklich auf ihrer Seite?
Liliana Wildlings (mit diesem Buch nicht abgeschlossene) Geschichte bietet eine durchaus interessante Handlung, jedoch auch ein paar Schwächen. Die Story um das verwickelte magische Mächtespiel um Magnus, Eibe und ihre Mitbewohner birgt (auch für die zu erwartende Fortsetzung) durchaus Potential. Dem Leser offenbart sich das Interessengeflecht der verschiedenen Parteien erst nach und nach.
Leider gelingt es der Autorin nicht ganz überzeugend, diese Handlung schriftstellerisch darzubieten. Für den Aufbau dieser Welt wichtige Informationen werden mehrmals erst nachträglich gegeben. Das im Klappentext erwähnte chaotische Wesen Eibes sorgt ganz am Anfang für ein paar lustige Szenen, ist im Rest der Geschichte aber spurlos verschwunden, obwohl das Buch nur den Zeitraum weniger Tage abdeckt. Im Vorwort wird außerdem erwähnt, dass die Isle of Skye der Handlungsort ist, jedoch passen die Landschaftsbeschreibungen nicht annähernd zu dieser rauen Insel in Schottlands hohem Norden. Einen dichten Wald, durch den man stundenlang schnell reiten muss, um sein Ziel zu erreichen, dürfte es dort und auch auf dem benachbarten Festland kaum geben.
Falls es der Autorin jedoch gelingt, die genannten Schwächen in der (den) Fortsetzung(en) auszumerzen, könnte diese Reihe durchaus den Geschmack vieler Urban-Fantasy-Fans treffen.

Fazit:
„Eibe und das Buch der Schatten“ ist der Beginn einer interessanten neuen Urban-Fantasy-Reihe, der jedoch noch ein paar Schwächen birgt.

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Die Elementarsturm-Chroniken 2: Die Zitadelle

Kieran L. McLeod
Die Elementarsturm-Chroniken 2: Die Zitadelle

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Die geheimen Bibliothek

Klappentext:
Ein Geheimnis, das 600 Jahre überdauert und auf eine fremde Welt führt: Eigentlich wollte Stuart nur mit seinem Freund Marten an einer Ausgrabung teilnehmen. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse. Verfolgungsjagden, die Ausgrabungsstätte wird überfallen, ein uraltes Druidentor erwacht und Stuart und Martens Leben wird sich für immer verändern …
„Er blieb stehen und reckte das Amulett in die Höhe. Sein dunkler Kurzmantel umwehte seine Statur, die sich im schillerenden Sonnenuntergang abzeichnete. Stuart überkam das eigenartige Gefühl eines Déjà-vus. Für einen flüchtigen Moment sah er nicht Marten, sondern einen hochgewachsenen, alten Mann mit grauen, wallenden Gewändern im Steinkreis stehen. Der Fremde zeigte mit einer Handbewegung, Stuart solle zu ihm zu kommen. Vorsichtig, Schritt für Schritt kam Stuart der Aufforderung nach.“

Rezension:
Marten überredet seinen alten Freund Stuart, ihn zu dessen Ausgrabungsstätte zu begleiten. Doch schon auf dem Weg heften sich Verfolger an ihre Fersen, deren Ziel es offensichtlich ist, zumindest Merton zu töten. Stuarts Tod würden sie dabei als Kollateralschaden anscheinend jederzeit in Kauf nehmen. Erst an ihrem Zwischenziel erfährt Stuart, was sein Freund eigentlich gefunden hat. Aber erkennt der selbst eigentlich die Tragweite seines Fundes?
Im 2. Band seiner Reihe „Die Elementarsturm-Chroniken“ legt Autor Kieran L. McLeods den Handlungsschwerpunkt auf die Geschehnisse in der Gegenwart. Die kurzen Ausflüge in die Handlung um die Dunkle Kirche in Gaetan und die noch kürzeren in den Mittelalter-Handlungsstrang erlauben es dem Leser noch nicht, die Zusammenhänge dieser komplexen Geschichte wirklich zu durchschauen. Trotzdem – oder gerade deshalb – wünscht man sich natürlich, schnell zu erfahren, wie es weitergeht. Diese Reihe macht definitiv Lust auf mehr.
Eine interaktive Abstimmung zur weiteren Handlung, wie sie seit Beginn der Reihe angekündigt ist, erfolgte bisher nicht, sodass man sich mit der Beurteilung in dieser Hinsicht noch gedulden muss.

Fazit:
Diese immer komplexer erscheinende Geschichte kann (Urban-)Fantasy-Fans fesseln.

eBook

Lennart Malmkvist und der ziemlich seltsame Mops des Buri Bolmen

Lars Simon
Lennart Malmkvist und der ziemlich seltsame Mops des Buri Bolmen

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Die Macht des Gewitters

Klappentext:
Lennart Malmkvist führt ein ganz und gar normales Leben in Göteborg. Das ändert sich auf recht merkwürdige Weise, als der ungeliebte Mops seines Nachbarn mit ihm zu sprechen beginnt – und mit einem Mal hält das Magische Einzug in Lennarts Leben. Dabei hatte er mit Magie bisher überhaupt nichts am Hut! Als dunkle Mächte drohen, erkennt Lennart wie nützlich der eine oder andere Zaubertrick doch sein kann …

Rezension:
Lennart Malmkvist arbeitet als recht erfolgreicher Unternehmensberater in Göteborg und ist mit seinem Leben zufrieden. Doch als der alte Buri Bolmen, der im Erdgeschoss seines Wohnhauses einen Scherzartikel- und Zauber-Laden führt, plötzlich verschwindet, wahrscheinlich sogar tot ist, erbt Lennart nicht nur diesen Laden, sondern auch noch dessen ständig sabbernden Mops. An beiden hat er jedoch keinerlei Interesse. Als er kurz darauf überraschend seinen gutbezahlten Job verliert, entscheidet sich Lennart doch, einen Neuanfang mit Laden und Mops zu wagen. Diese Entscheidung wird sein Leben einschneidend verändern!
Lars Simon würzt seinen Fantasy-Krimi nicht nur mit sehr viel Humor, sondern auch mit reichlich Lokalkolorit. Der Leser ist ständig versucht, die beschriebenen Örtlichkeiten auf Google Earth mitzuverfolgen. Allerdings können die zahlreichen schwedischen Straßennamen und sonstigen Begriffe den der Sprachen nicht mächtigen Leser mitunter etwas im Lesefluss stolpern lassen. Dafür wirkt die Geschichte jedoch um so authentischer. Der Autor verwendet einen sehr flüssigen Schreibstil, wobei er humorvolle Kommentare so geschickt in den Text einwebt, dass sie den Leser immer wieder fast überraschen. Zu Beginn wird die Handlung relativ langsam aufgebaut, sodass sie stellenweise etwas behäbig erscheint. Im weiteren Verlauf nimmt das Tempo jedoch deutlich zu, um bis zum Finale immer mehr Spannung aufzubauen. Über manches wird der Leser genauso erstaunt sein wie Lennart, für den die reale Existenz von Magie einen echten Schock darstellt.
Und dann ist das Buch relativ plötzlich zu Ende, obwohl doch noch so viel Geschichte übrig ist. Was dem Buch am Anfang nicht anzumerken ist und auch im Klappentext nicht erwähnt wird: „Lennart Malmkvist und der ziemlich seltsame Mops des Buri Bolmen“ ist der Auftakt einer ganzen Buchreihe. Am Ende dieses Buches wird wohl jeder Leser unbedingt weiterlesen wollen, denn es muss ja noch so viel aufgeklärt werden!

Fazit:
Für Fans humorvoller Urban Fantasy erhält „Lennart Malmkvist und der ziemlich seltsame Mops des Buri Bolmen“ eine eindeutige Leseempfehlung.

Taschenbuch
eBook
Hörbuch

Rynestig: Glaskugelliebe

Margarethe Alb
Rynestig: Glaskugelliebe

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Das Ungeheuer aus dem Inselsberg

Klappentext:
Eigentlich hatten sich der Glasmacher Gallus und seine Haushälterin einfach nur ineinander verliebt. Aber Sybilla wollte ihm einfach nicht in dessen ferne Heimat folgen. Dann verschwandt die geheimnissvolle Magie, welche unter dem Glasmacherhaus tief im Berg hauste. Jene Zauberkraft, welche einem solch fürchterlichen Wesen gehörte, dass es nicht nur die magische Welt des Rynestig, sondern auch die Dörfer der Menschen vernichten würde, wäre es einmal den Fesseln entsprungen. Einmal mehr müssen Elfen, Mondwölfe und all die anderen Wesen der anderen Welt zusammenkämpfen. Und nebenbei der Liebe einen Weg bahnen.

Rezension:
Der Venezianer Gallus will in seine Heimat zurückkehren, doch Sybilla, die gleichzeitig seine Geliebte als auch die Hüterin des Feuers ist, möchte ihn nicht in die Fremde begleiten. Niedergeschlagen, wie sie ist, verliert sie die Kontrolle über das Feuer, das sie hütet. Doch damit kommt ein gefährliches Wesen frei. Die Halbelfe Magarethe und ihre Freunde wie die (Werwolf-)Ritter der nahegelegenen Burg und sogar die Zwerge, die nicht wirklich zu ihren Freunden gehören, müssen versuchen, gemeinsam ihre thüringische Heimat zu retten.
In den Büchern der „Rynestig“-Reihe erzählt die Halbelfe Margarethe Alb höchstpersönlich aus ihrem jahrhundertelangen Leben. Die Autorin, die im wirklichen Leben wohl Osanna Stephan heißt (Quelle: lesen.net)*, verarbeitet in den Büchern dieser Fantasy-Reihe diverse geographische Gegebenheiten und Legenden der Gegend zwischen Schmalkalden und dem Rennsteig (=Rynestig) zusammen mit überregionalen Fantasy-Elementen wie beispielsweise Werwölfen. Diese Idee ist (meines Wissens) zumindest für den thüringer Raum neu. Für Leser, die diese Gegend kennen, stellt das zusätzlich zum üblichen Fantasy-Feeling einen zusätzlichen Reiz dar.
Die Autorin erzählt Magarethes Abenteuer in einem gut lesbaren Stil, auch wenn es einige Tippfehler bis ins fertige Buch geschafft haben.

* Wie ich zwischenzeitlich informiert wurde, ist diese Information nicht ganz richtig. Die Autorin heißt in Wirklichkeit Susanne Koch, und Osanna Stephan ist neben Margarethe Alb nur ein weiteres ihrer Pseudonyme.

Fazit:
Diese historical Urban Fantasy mit thüringer Lokal-Touch macht vor allem für (halbwegs) ortskundige Fantasy-Fans Lust auf mehr.

eBook

Drachenkrypta

Jessica Bernett
Drachenkrypta

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Nachts auf dem Friedhof

Klappentext:
Charlie ist Besitzerin eines kleinen Buchladens. Leider laufen die Geschäfte nicht allzu gut. Und dann taucht auch noch dieser mysteriöse Mann auf und verlangt ein ganz bestimmtes Buch…

Rezension:
Charlie führt einen kleinen Buchladen, der sich seit Generationen in Familienbesitz befindet. Als sie diesen eines Abends durch die Hintertür verlässt, steht plötzlich ein Fremder vor ihr, der sich als Bekannter ihres Großvaters vorstellt. Er möchte ein Buch von ihr, dass sich schon seit der Zeit, als ihr Großvater den Laden noch führte, in diesem befindet. Als Charlie ihm das Buch gerade anvertrauen will, ruft ihre Tante sie an und warnt sie, genau dies nicht zu tun.
Jessica Bernetts Kurzgeschichte erzählt die Geschichte einer Frau, die völlig überraschend in eine Familientradition eingeweiht wird. Worum es dabei genau geht, soll hier nicht gesagt werden, weil es zu viel vorwegnehmen würde. (Wenn man jedoch den Titel betrachtet, könnten Drachen dabei eine Rolle spielen.) Die Autorin erzählt die Geschichte in einem flüssigen, angenehm zu lesenden Schreibstil. Obwohl „Drachenkrypta“ in sich abgeschlossen ist, würde sich das Ende für eine (eventuell längere) Fortsetzung anbieten. Potential dazu hätte die Idee zweifellos.

Fazit:
„Drachenkrypta“ ist eine Urban-Fantasy-Kurzgeschichte, der Genre-Fans einen Blick gönnen sollten.

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