Die richtige Technik

Thomas Kowa
Die richtige Technik

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Kampf mit dem Museumsstück

Klappentext:
Die ??? und der Walkman
Wolltest du schon immer mal eine Geschichte lesen, in der ein versuchter Vergewaltiger so richtig eins übergebraten bekommt? Aber nicht mit Gewalt, sondern mit der richtigen Technik? Hier ist sie …

Rezension:
Studentin Anita liebt es, beim Joggen einen echten Walkman mit sich herumzutragen – so ein prähistorisches Teil mit einem Gehäuse aus echtem Metall, in das man richtige Tonbandkassetten einlegen muss. Alle Überredungsversuche ihres WG-Mitbewohners Joachim, dass ein iPad doch viel praktischer sei, schmettert sie ab. Selbst das Argument, dass sie im Notfall mit der erheblich leichteren modernen Technik schneller fliehen könnte, fruchten nicht.
Sein Talent für einen teilweise etwas außergewöhnlichen Humor hat der Autor Thomas Kowa schon in anderen booksnack-Kurzgeschichten unter Beweis gestellt. In dieser – ursprünglich für den Kurzgeschichtenwettbewerb einer Technik-Zeitschrift verfassten – Geschichte zeigt er sein Herz für nicht mehr ganz aktuelle Technik. Was man mit solch einem altertümlichen Gerät (Kennt das die heutige Schülergeneration überhaupt noch?) alles von den Entwicklern garantiert nicht vorgesehenes anfangen kann, muss schon jeder selbst lesen. Ach ja: Irgendwelche menschlichen Fragezeichen spielen auch noch eine (Neben-)Rolle.

Fazit:
Dieser humorvolle Trip ins Technikmuseum macht einfach Spaß!

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Perchtenlauf

Andreas Brugger
Perchtenlauf

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In der Höhle der Perchten

Klappentext:
Mit dem Buch Perchtenlauf schuf Andreas Brugger nicht nur eine ganz neue Art des Lesevergnügens, er startete damit auch eine vielversprechende Buchbandreihe, denn das nächste Buch ist bereits in Arbeit.
In aufeinanderfolgenden Szenenbildern verschiedener Kameras begleitet der Leser ein Studententeam bei dessen Untersuchung mysteriöser Ereignisse im Alpenland. Ihre studienmäßige Projekt-Recherche führt das Team in ein Dorf in den österreichischen Alpen, um über lokales Brauchtum und Sagen einen Dokumentarfilm zu drehen. Die Einheimischen erzählen Geschichten über verschwundene Kinder, verstümmelte Tiere und dunkle Gestalten. Böse Streiche, Jägerlatein und Aberglaube, so scheint es. Doch dann wird mitten in den Raunächten – den Nächten vom 25. Dezember bis zum 6. Jänner – ein weiterer Mensch vermisst, und das Kamerateam beginnen zu erahnen, dass hinter den uralten Legenden mehr steckt, als es irgendjemand für möglich halten würde …
Noch während der Vorbereitungen gestaltete sich die Idee, dieses Buch im Dialekt und in Hochdeutsch zu veröffentlichen. So entstand die Lösung, dass der hochdeutsche Text auf den geraden Seiten und der Originaltext auf den ungeraden Seiten zu lesen ist.

Rezension:
Eine Gruppe von Studenten besucht – ausgerüstet mit mehreren Kameras – ein Alpendorf, um dort einen Projekt-Film über den Brauch des Perchtenlaufs zu drehen. Laufen die Dreharbeiten anfangs noch erwartungsgemäß, erzählen ihnen schon bald einige Einwohner Geschichten von wirklich stattgefundenen mysteriösen Vorkommnissen. Nicht nur in ferner, sondern auch in recht naher Vergangenheit sind hier immer wieder sowohl Menschen als auch Vieh verschwunden. Wenn es überhaupt Spuren gab, waren diese unheimlicher Natur. Die Einwohner schafften es jedoch immer, diese Vorfälle vor der breiten Öffentlichkeit geheim zu halten. … und dann müssen die Studenten miterleben, wie zuerst ein Mädchen aus dem Ort und schließlich sogar einer von ihnen verschwinden.
Erinnert diese Handlung nicht an diverse Horror-Filme? Genau. Und genau wie ein solcher ist auch dieses Buch aufgebaut. Die gesamte Handlung liest sich wie die Beschreibung eines ‚Found Footage‘-Streifens. Das geht so weit, dass bei jeder Szene zuerst beschrieben wird, was gerade zu sehen ist, und diese immer mit „Das Bild wird schwarz.“ endet.
Alleine das zeigt natürlich schon, dass Andreas Bruggers Fantasy-Buch außergewöhnliche Wege geht. Da braucht der Leser natürlich ein paar Seiten, bis er sich in diesen Rhythmus hineingelesen hat. Auch die Tatsache, dass sich auf jeder Doppelseite hochdeutscher und Dialekttext gegenüberstehen, ist ungewohnt, wobei diese Doppelung eigentlich relativ unnötig ist, da der erzählende Text und auch die wörtlichen Reden vieler der Protagonisten sowieso (fast) hochdeutsch sind. Für den hochdeutschen Leser schwer verständlicher Dialekt tritt eigentlich nur bei den wörtlichen Reden älterer Einwohner auf. Da hätte sich sicher eine sinnvollere Art der Übersetzung finden lassen.
Die Handlung an sich ist jedoch nicht zu kritisieren. Nach einem relativ gemächlichen Aufbau der Basis wird die Geschichte bis zum Finale immer spannender. Die Idee, in diesem und mehreren weiteren geplanten Büchern alte Sagen zu ‚entstauben‘ und zeitgemäß aufzubereiten, ist durchaus begrüßenswert. So werden aus den immer seltener wieder- und weitergegebenen volkstümlichen Mythen moderne Fantasy-Werke.

Fazit:
Hier werden alte Mythen erfolgreich in die moderne Zeit transferiert. Ob die recht extremen Stilmittel nötig sind, ist eher Geschmacksfrage.

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Fiery & Tinder – 1 – Und das Geheimnis der Göttin

J.J. Blackwood
Fiery & Tinder – 1 – Und das Geheimnis der Göttin

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Auf der Suche nach den Genen

Klappentext:
Der neue, fantasievolle Reihenauftakt von J.J. Blackwood, der alle Grenzen überwindet.
Als Kronprinzessin des Feuervolkes wird Fiery eines Tages über das gesamte Land herrschen, welches ihr Vater regiert. Als immer mehr Stimmen den Untergang der Welt prophezeien, entdeckt Fiery ein mystisches Geheimnis, das die Zerstörung der Welt verhindern könnte…
Von seinem Stamm ausgestoßen irrt Tinder allein durch den gefährlichen Dschungel, in dem jeder Schritt den Tod bedeuten kann. Zufällig stößt er auf einen Stamm von vollkommen fremdartigen Wesen und begibt sich auf eine lange, abenteuerliche Reise.
Was passiert, wenn zwei Kämpfernaturen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, plötzlich aufeinandertreffen und gegen alle Regeln versuchen, gemeinsam die Welt zu retten?

Rezension:
Fiery ist die Kronprinzessin des Feuervolkes, doch als die Vulkane zu erkalten drohen, steht ihre Zukunft plötzlich auf der Kippe. Als sie etwas findet, mit dem sie hofft, ihr Volk retten zu können, macht sie sich auf eine Reise jenseits der Welt, die sei kennt. Tinder ist ein junger Jäger eines Waldstammes. Als er einen verhängnisvollen Fehler begeht, wird er aus seinem Stamm ausgeschlossen. Auf der Flucht vor geheimnisvollen Wesen, erreicht er schließlich das Meer. Es kommt, wie es kommen muss: Tinder und Fiery treffen aufeinander – und sehen schließlich ein, dass sie wohl nur gemeinsam ihre Welten retten können.
J.J. Blackwoods Roman beginnt wie eine Fantasy-Saga, doch im Laufe der Handlung stellt sich nach und nach heraus, dass es sich viel mehr um eine SciFi-Dystropie handelt. Die verschiedenen Völker sind die letzten Überlebenden der Menschheit, die jegliche Erinnerung an kulturelle Errungenschaften und Technik verloren haben. Für die auf Steinzeitniveau Lebenden stellen gelegentliche Funde von Überbleibseln der alten Kultur wie Scheren oder Sonnenbrillen wahre Wunder dar. Merkwürdige Hinweise auf etwas, was sich „Gene“ nennt, können sie nicht deuten. Liegt hier etwa das Geheimnis der Naturveränderungen, die ihr Leben bedrohen? Die Autorin lässt ihr Buch mit einem überraschenden Cliffhanger enden.
Leider enthält die ansonsten flüssig geschriebene und spannende Geschichte ein paar Widersprüche. So pendelt beispielsweise Fiery zwischen einer kaum zu besiegenden Kämpferin und einem ängstlichen Mädchen, dass sich zitternd in starke Männerarme rettet, hin und her – je nachdem, was für die Szene gerade passt. Das ergibt natürlich keinen glaubhaften Charakter. Die Figur des Tinder, der eine Entwicklung vom etwas ungeschickten Beinahe-Erwachsenen zur selbstbewussten Persönlichkeit durchläuft, erscheint da schon erheblich gelungener. Bei derartigen Inkonsistenzen liegt definitiv noch Verbesserungspotential, und es ist zu hoffen, dass dieses in den kommenden Bänden der Reihe noch genutzt wird. Sieht man von diesen Schwachpunkten ab, stellt dieser Band jedoch den Beginn eines interessanten Abenteuers dar, dessen weitere Entwicklung noch nicht vorherzuahnen ist.

Fazit:
Diese SciFi-Dystropie mit Fantasy-Touch ist ein gelungener Reihen-Start, beinhaltet jedoch noch ein paar logische Stolpersteine

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Das Erbe der Macht – 7 – Schattenzeit

Andreas Suchanek
Das Erbe der Macht – 7 – Schattenzeit

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Das wilde Sigil

Klappentext:
Chaos und Tod greifen um sich.
Die Enthüllung der Schattenfrau hat weitreichende Folgen. Bevor die größte Feindin der Lichtkämpfer ihre Rache zu Ende bringt, sollen Mentigloben ihr erlittenes Leid verdeutlichen.
Unterdessen ringt ein Lichtkämpfer mit dem Tod, im Castillo tobt ein blutiger Kampf und ein Familiengeheimnis offenbart das ganze Ausmaß eines uralten Plans.

Rezension:
Nachdem am Ende des vorhergehenden Bandes „Schattenfrau“ die Identität dieser enttarnt wurde, müssen die Lichtkämpfer mit dieser schockierenden Information klar kommen. Doch viel Zeit bleibt ihnen dazu nicht, fällt doch die massive Streitmacht der Schattenkrieger ins Castillo ein. Ein Kampf auf Leben und Tod und die Zukunft der Welt entbrennt. Ohne etwas von diesem Kampf zu ahnen, versuchen die Zwillinge weiter, das Geheimnis um ihre Entstehung zu ergründen.
Wie man es von der „Das Erbe der Macht“-Reihe und den anderen Reihen Andreas Suchaneks gewohnt ist, bedeutet die Tatsache, dass im letzten Band zweifellos ein Handlungshöhepunkt erreicht wurde, auch hier keinesfalls, dass es jetzt vorerst etwas ruhiger zur Sache gehen würde. Genau das Gegenteil ist der Fall, und den gesamten Band über herrscht an allen Schauplätzen Dauerspannung. Inhaltlich kann man nicht viel sagen, ohne zu viel zu verraten. Zum allen Fans längst bekannten Suchanek-Stil braucht nach zahlreichen Rezensionen zu dieser und der „Ein MORDs-Team“-Reihe wohl kaum noch viel gesagt zu werden.
Und wieder heißt es, sehnsüchtig auf die Fortsetzung zu warten …

Fazit:
Mir Dauerspannung geht es in die nächste Halb-Staffel, in der es wohl hauptsächlich um die Zwillinge und ein wildes Sigil gehen dürfte.

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Trywwidt – 1 – Die Kaiserin der ewigen Nacht

Klara Bellis
Trywwidt – 1 – Die Kaiserin der ewigen Nacht

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(Diese Rezension ist schon etwas älter, genauer gesagt aus einer Zeit, als es diesen Blog noch gar nicht gab. Da ich momentan aber gerade die Fortsetzung lese, habe ich mich entschlossen, sie hier nachzutragen.)

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Chaotin mit grünen Haaren

Klappentext:
Käferkacke! – Die Elfe Trywwidt hat es vermasselt. Ausgerechnet während ihrer Wache ist die gefährlichste aller Pflanzen aus dem Gewächshaus verschwunden: die »Kaiserin der ewigen Nacht«. Die gesamte Menschheit ist in Gefahr. Schnell weiß Trywwidt, wo die blutsaugende Pflanze steckt: ausgerechnet bei Klaus, dem wohl vertrotteltsten Botaniker der Welt!
Die Zeit wird knapp. Gestrandet in der Menschenwelt, sucht die Elfe einen Verbündeten für ihre Jagd auf die Blutsaugerin. Am besten einen, der sich ebenfalls mit dem Saugen von Blut auskennt. Aber kann sie ihrem Helfer wirklich vertrauen?
Schon bald muss Trywwidt begreifen, dass die mörderische Pflanze ihr geringstes Problem ist.
Wer wissen will, was die »Kaiserin der ewigen Nacht« mit der Pest im Mittelalter zu tun hat; wie wundersam die Erotik zwischen Elfen und Vampiren ist und mit welchen absonderlichen Schimpfwörtern Elfen nur so um sich werfen, ist hier bestens aufgehoben.
Klara Bellis’ Roman ist spannend und höchst amüsant. Für alle Fans von toughen Heldinnen, finsteren Schurken und Vollmilchschokolade.
Hinweis für Allergiker: ACHTUNG! Dieses Buch kann Spuren von Elfen, Vampiren und Pflanzenbiochemikern enthalten.

Rezension:
Eine hochgefährliche Pflanze verschwindet auf mysteriöse Weise aus einem Hochsicherheits-Gewächshaus der Elfen und taucht einfach so in der Menschenwelt auf. Zum Glück können die Elfen herausfinden, wer die Pflanze dort findet und mit zu sich nachhause nimmt. Also wird die Elfe Trywwidt, die nach einer Panne bei ihrem letzten Einsatz in der Menschenwelt seit 30 Jahren keinen solchen Einsatz mehr hatte, auf eine Bergungsaktion geschickt. Da vorher genau festgestellt wurde, dass zur fraglichen Zeit weit und breit kein Mensch sein wird und wo die Pflanze genau steht, dürfte das ein kurzer, schneller Einsatz werden. Doch gleich nach Trywwidts Eintreffen häufen sich die Pannen. Zuerst wird sie beinahe Opfer eines Verkehrsunfalls, und dann ist auch noch die Pflanze nicht auffindbar. Und das, wo der Wahlspruch der Elfen doch „Maximale Effizienz!“ lautet. Nur gut, dass der Vampir, den Trywwidt bei ihrem letzten Einsatz kennenlernte, ganz in der Nähe wohnt.
Spätestens jetzt dürfte jeder potentielle Leser erkannt haben, dass dieses Buch keine Elfen- oder Vampirgeschichte nach Schema F ist. Weder die Elfen noch die Vampire entsprechen den aus vielen anderen Büchern gewohnten derartigen Wesen. Lediglich die Menschen sind so, wie wir sie aus unseren täglichen Erfahrungen kennen – im Guten wie im Schlechten. Die Autorin erweckt hier eine sehr humorvolle Urban-Fantasy-Welt mitten in unserem realen Deutschland zum Leben. Alleine mit den Elfen-Schimpfwörtern könnte man ein ganzes Lexikon füllen. Oder sich einfach darüber totlachen, obwohl man letzteres lieber nicht machen sollte, da einem sonst die angekündigte Fortsetzung entgehen würde.
Zu Beginn werden wechselweise zunächst anscheinend unabhängige Geschichten aus den Blickwinkeln eines ewigen Studenten, einer von ihrem ehemaligen Liebhaber vor die Tür gesetzten Frau, der titelgebenden Elfe und des Vampirs erzählt, die ich im Laufe der Handlung zu einem Erzählstrang vereinen. Die Verflechtungen der verschiedenen Charaktere in die Gesamthandlung werden dem Leser erst nach und nach bewusst, doch selbst die Titelheldin kann manche anscheinenden Ungereimtheiten erst sehr spät durchschauen. Ob es wohl trotzdem für alle Beteiligten ein Happyend geben wird?

Fazit:
Allen Fans einer etwas schrägen Urban Fantasy kann man dieses Buch, das es derzeit leider nur als eBook gibt, wärmstens empfehlen.

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The Roxbury Haunting

Robin G. Austin
The Roxbury Haunting

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Geister und Polizisten

Klappentext:
Jack Raven is a Psychic Medium who has been talking to spirits since she was a child. Now, she owns Raven Eradications and her job is to assist the dead in moving onward– up or down as the case may be with her partner Mojo, a Tamaskan wolfdog.
Just before Christmas, she’s called to the home of Dorothy Matthews to get rid of the man who’s living in the woman’s attic. Alexander Jenningsworth, the home’s first owner, has increased his ghostly activity and has no plans on going anywhere. Dorothy though has already left the building.
Determined to learn why Alexander remains earthbound years after his death, Jack discovers secrets from his and Dorothy’s lives that defy the time that separates them. With help from Detective Clayton Acker, Jack battles an angry spirit for the truth that uncovers past and present mysteries.
The Roxbury Haunting is the first in the Jack Raven Ghost Mystery Series. This is a clean, cozy, supernatural series.

Rezension:
Jack Raven ist Geisterjägerin. Wegen ihres Vornamens muss sie fast jedem erst beweisen, dass sie wirklich die gesuchte Person ist. Als sie nach Texas gerufen wird, weil sich eine alte Frau von einem immer aktiver werdenden Geist in ihrem Haus belästigt fühlt, findet sie ihre Klientin bei der Ankunft jedoch nur noch mit gebrochenem Genick am Fuß der Treppe liegend vor. Ist der Geist etwa tätlich geworden, oder hatte da der Schwiegersohn der Frau, der sich auffällig für das Gebäude interessiert, seine Fingen im Spiel? Zu Jacks Überraschung scheint der ermittelnde Polizist die Geister-Angelegenheit im Gegensatz zu den meisten ihrer Mitmenschen ernst zu nehmen.
Geschichten über Geisterjäger sind in der Literatur bekanntlich nicht gerade selten, auch wenn es sich dabei meistens um Männer handelt. Zumindest in diesem Punkt gehört Robin G. Austins Protagonistin Jack einer Minderheit an. Doch nicht nur in diesem. Nach eigenen Angaben hat die Heldin zu 30 Prozent Navajo-, zu 50 Prozent englische Wurzeln. Die restlichen 20 Prozent kann sie selbst nicht zuordnen. Trotzdem verlässt sie sich im Zweifelsfall auf den Großen Geist.
In diesem Genre verwundert es natürlich nicht allzu sehr, dass es sich bei dieser Geschichte um den Start in eine neue Reihe handelt. Weniger Genre-typisch ist es dagegen, dass der Grusel-Faktor hier eine eher kleine Rolle spielt. Vielmehr nehmen das Krimi-Element und die Aufdeckung der Geschichte des Menschen, der später zum Geist wurde, einen erheblichen Stellenwert ein. Auch das familiäre Umfeld der verstorbenen Klientin erweist sich als nicht unwichtig. Auch relativ ungewöhnlich erscheint es in diesem Genre, dass die Story in Zeiten von Handys und Facebook angesiedelt ist und die Geisterjägerin sich ihr Honorar per Paypal überweisen lässt.
Insgesamt betrachtet ist es der Autorin gelungen, dem Geisterjäger-Genre eine durchaus interessante neue Note hinzuzufügen. Man kann gespannt sein, wie sich diese Reihe weiter entwickelt.

Fazit:
Diesem Geisterjagt-Krimi-Mix gelingt es, die klassische Geisterjägergeschichte erfolgreich in moderne Zeiten hinein weiter zu entwickeln.

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FX-97

Carla Fischer
FX-97

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Die Natur des Sondermülls

Klappentext:
Eine Raumnavigatorin – ein Routineflug – eine entsetzliche Entdeckung
In nicht allzuferner Zukunft ist das Sonnensystem wirtschaftlich vollständig erschlossen. Gigantische interplanetare Bergbaugesellschaften beherrschen die hart umkämpften Rohstoffmärkte, in denen tausende kleinster Weltraumtransportunternehmen ihr schmähliches Auskommen suchen.
Für eines von Ihnen arbeitet die Raumnavigatorin Michelle Broyder. Nur begleitet von dem intelligenten Bordcomputer Lily transportiert sie mit ihrem Raumfrachter FX-97 Sondermüll zur Venus. Unablässig fliegt sie die gleiche Route.
Ein unbedeutender Fehler im Betriebsablauf und die zermürbende Routine ihrer Flüge bringen sie schließlich dazu, sich für ihre Fracht näher zu interessieren. Ein nicht ganz ungefährliches Unterfangen – mit verhängnisvollen Folgen.

Rezension:
Michelle ist Pilotin eines Entsorgunsraumschiffs auf einsamer Mission. Seit Jahren pendelt sie nur zwischen dem Übergabepunkt der Sondermüllcoatainer und der Venus, in deren Atmosphäre der Müll verkappt wird, hin und her. Eine kleine Funktionsstörung bietet jedoch Gelegenheit, sich einen der Container einmal näher anzusehen, und was sie dort findet, ist ein echter Schock für sie. Hals über Kopf entschließt sich Michelle, schnellstmöglich mit den Containern zur Erde zu fliegen.
Carla Fischer macht den Leser schnell mit ihrer sympathischen Protagonistin vertraut. Wenig später macht diese auch schon ihre überraschende Entdeckung, die den Aufhänger zur eigentlichen Handlung dieser kurzen SciFi-Geschichte darstellt. In sehr unterhaltsamen Stil wird dabei die Spannung aufgebaut.
Eine besonders herausragende Eigenart dieser Story besteht darin, dass die Autorin die realen physikalischen Bedingungen des Raumflugs wie beispielsweise Hyperbelbahnen berücksichtigt und das Raumschiff nicht wie in den meisten anderen vergleichbaren Abenteuern einfach mal zum Direktflug in gerader Linie beschleunigen lässt.
Nach dem vielen Lob kommt jetzt allerdings auch ein großes ABER. Die Handlung endet mitten in Michelles Wiedereintritt in die Erdatmosphäre schlagartig. Weder das weitere Schicksal der Protagonistin, die sich mittlerweile einige Feinde gemacht hat, noch irgendeine der zahlreichen sich ergebenden Fragen wird auch nur ansatzweise aufgeklärt. Der Leser erfährt leider absolut nichts über die Vorgänge, die sich hinter der besonderen Ladung verbergen. Das macht die bis dahin wirklich gute Geschichte leider größtenteils zunichte.

Fazit:
Die interessanten und gut geschriebenen Abenteuer der Pilotin des Raumschiffs FX-97 enden leider im Nichts. Eine Auflösung erfolgt nicht.

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Der Krieg in der Träumenden Stadt

Manfred Lafrentz
Der Krieg in der Träumenden Stadt

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Von Engeln verfolgt

Klappentext:
Über und auf den Dächern einer Großstadt ist – unbemerkt von den Menschen – ein Reich der Magie entstanden, weil die Stadt träumt. Und es herrscht Krieg zwischen der dunklen und der hellen Seite der Träumenden Stadt, geführt von Steinstatuen, die in der Nacht zum Leben erwachen. An ihrem dreizehnten Geburtstag wird Tessa, ohne zu verstehen, warum, in diesen erbarmungslosen Krieg hineingezogen, in dem ihr eine entscheidende Rolle zugesprochen wird. Beschützt von den einen und gejagt von den anderen fragt sie sich, ob sie den Weg der Kriegerin gehen soll oder ihre eigenen Träume, die sie verloren hat, wiederfinden muss, um den Krieg zu beenden. Dabei stößt sie auf Geheimnisse, die sie verzweifelt zu entschlüsseln versucht. Und es stellt sich die Frage: Wer ist sie wirklich?

Rezension:
Tessa ist nicht glücklich, denn sie hat keine Freunde und ein sehr unterkühltes Verhältnis zu ihrem Vater, doch sie hat sich damit abgefunden, weil sie es nicht anders kennt. Kurz nach ihrem 13. Geburtstag steht jedoch unerwartet eine zum Leben erwachte Steinfigur vor ihr und erklärt ihr, dass sie die Schlüsselfigur in einem Krieg zwischen steinernen Wächtern und Engeln wäre – zum Leben erwacht durch die Träume der Stadt. Zwischen die Fronten geraden bleibt ihr nur ein Leben im Versteckten. Sie muss verstehen lernen, welche Rolle sie in diesem Durcheinander, dass die ganze Stadt zugrunde richten könnte, spielt. Wird es ihr gelingen, den Krieg zu beenden, oder wird sie selbst dabei zugrunde gehen?
Manfred Lafrentz’ Urban Fantasy geht außergewöhnliche Wege. Die ‚üblichen Verdächtigen‘ wie Zauberer, Vampire oder Zwerge sucht man hier vergeblich. Stattdessen sind es durch die Magie der Stadt, die sich aus den Träumen ihrer Bewohner speist, lebendig gewordene Steinfiguren. Die hässlichen Wächter dienen der hellen Seite, die schönen Engel der dunklen. Und in diesen Krieg der Träumenden Stadt wird die 13-jährige Tessa hineingezogen. Niemand kann ihr überzeugend erklären, wieso gerade sie eine Schlüsselrolle in diesem Kampf einnimmt. So gesehen hat diese Handlungsidee das Potential zu einer interessanten Geschichte. Auch der Stil des Autors kann durchaus gefallen. Wieso dann aber nur 3 Sterne? Dafür gibt es natürlich einen Grund. Leider verliert sich die Handlung des Öfteren über ganze Abschnitt hinweg in Tessas Gedankengängen. Hier kommt dann wiederholt eine Tendenz zur Langeweile auf, und es erfordert beim Leser ein gewisses Durchhaltevermögen, bis die eigentliche Handlung wieder aufgenommen wird. Hier würde der Geschichte eine Straffung eindeutig guttun.

Fazit:
Diese jugendliche Urban Fantasy beschreitet noch nicht ausgetretene Wege, schweift jedoch leider wiederholt etwas zu sehr ab.

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Frost & Payne – Band 7 – Pinkerton

Luzia Pfyl
Frost & Payne – Band 7 – Pinkerton

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Die Geschichte einer Feindschaft

Klappentext:
New York, Winter 1884: Pinkerton Jackson Payne und sein Partner Alistair Kirkland bekommen den Auftrag, eine reiche Bankiersfamilie während einer Reise ins Hudson Valley nach Pollepel Island zu beschützen. Alles deutet darauf hin, dass der Auftrag Routine ist, bis Fremde auf der Insel auftauchen…
Lydia Frost und ihr Team machen sich auf die Suche nach ihrem Pinkerton. Mit Kopfgeldjägern ist nicht zu spaßen, wie sie sehr bald feststellen müssen. Payne steckt in Schwierigkeiten – und sie müssen alles daran setzen, ihn zu retten.

Rezension:
Nachdem Payne am Ende des letzten Bandes („Chop Suey“) von Kopfgeldjägern gefangengenommen wurde, macht sich Frost auf die Suche nach ihrem Partner. Doch zunächst fehlt ihr jede Spur. In der Zwischenzeit erfährt der Leser, wie es zu der tiefen Kluft kam, die sich zwischen Payne und seinem Ex-Partner Kirkland auftut.
Dieser 7. Band der „Frost & Payne“-Reihe fällt insofern aus der Rahmen des Gewohnten, dass diesmal ein Großteil der Handlung in Paynes Zeit als Pinkerton spielt. Endlich erfährt der Leser die Hintergründe, die bisher immer nur vage angedeutet wurden.Einiges in seiner Persönlichkeit wird dem Leser jetzt verständlich(er).
Luzia Pfyls Steampunk-Reihe (in der der namensgebende Steampunk nach wie vor nur eine untergeordnete Rolle spielt) entwickelt eine zunehmende Komplexität und dürfte für Neuleser ohne Kenntnis des bisher Geschehenen kaum noch zu überblicken sein. Wer die bisherige Entwicklung jedoch kontinuierlich verfolgt hat, möchte wohl immer schnellstmöglich weiterlesen. Schließlich gibt es noch zahlreiche offene Fäden zu entwirren.

Fazit:
„Pinkerton“ fällt etwas aus dem von dieser Reihe bisher gewohnten Stil heraus, erklärt dabei aber einiges an Hintergründen.

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Tod unter Gurken

Kai Magnus Sting
Tod unter Gurken

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„Noch was Sülze?!“

Klappentext:
Tote, die zum Leben erweckt werden, ein Verrückter, der in seinem Keller Leichen sammelt, ein Mann, der am Schreibtisch seines Arbeitszimmers ertrinkt, ein scheußlicher Fund unter den Ruinen eines alten Hauses, eine explosive Weihnachtsgans und ein Tod, der auch mal Erholung braucht.
Alfons Friedrichsberg, Privatier und Hobbydetektiv, ist alt, hochintelligent, trinkt gern, isst noch lieber und freut sich über alles Abwegige und Mörderische, was seine Neugier und seinen großen Geist weckt. Und so blickt er in die Abgründe seiner Mitmenschen. Denn nichts liegt näher als ein heimtückischer Mord.
Die mit absurdem Witz, rabenschwarzem Humor und sprachlicher Finesse geschriebenen skurrilen Kriminalgeschichten jagen einem kalte Schauer über den Rücken und lassen einen im gleichen Moment herzhaft lachen.

Rezension:
Als Rentner könnte es sich Alfons Friedrichsberg eigentlich den ganzen Tag über gemütlich machen und seinen Lieblingshobbys Essen und (Alkohol) Trinken nachgehen. Doch leider stolpert er immer wieder über eigenartige Mordfälle. Intelligent wie er ist, löst er diese – manchmal mit Hilfe seiner Freunde – meist auch schnell. Dabei sind die Morde, auf die er auf die eine oder andere Art stößt, fast immer ziemlich skurril. Hier trifft er zusammen mit einem Auftragskiller, der nie jemanden ermordet hat, auf eine Leiche, dort lädt ihn ein Mann zu sich ein, um ihm die Sammlung seiner Mordopfer zu zeigen. Oder er setzt sich nichtsahnend auf eine Parkbank, nur um festzustellen, dass sein Sitznachbar offenbar kürzlich gegen seinen Willen ‚entlebt‘ wurde. Und immer kommt er der Lösung recht zügig auf die Spur.
Bei „Tod unter Gurken“ handelt es sich um eine Sammlung von Kurzgeschichten um den Hobbydetektiv Alfons Friedrichsberg aus der Feder (oder wohl eher Tastatur) des Autors Kai Magnus Sting. Der Fokus liegt dabei auf den Marotten des Protagonisten. Der – teilweise etwas makabere – Humor steht dabei weit mehr im Mittelpunkt als die Auflösung der einzelnen Mordfälle. Das wird auch daran deutlich, dass der gute Alfons die Täter bei weitem nicht immer an die Polizei verpetzt.
Freunden derartiger Geschichten kann dieses Buch ausdrücklich empfohlen werden, passt der Schreibstil des Autors doch sehr gut zu dieser Art humorvoll-makaberer Detektiv-Abenteuer.

Fazit:
Mordopfer serienweise und dazu ein kräftiger Schuss Humor – das ist das Leben Alfons Friedrichsbergs. Was braucht der Leser mehr?

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