Aus dem Leben eines Teufels

Andreas Herteux
Aus dem Leben eines Teufels

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Fränkische Variationen

Klappentext:
Ein Teufel hat es nicht leicht, denn auch die Hölle kennt soziale Auf- und Abstiege. Ein Weg, dem Elend zu entkommen, ist es, sich der satanischen Unterhaltungsbranche zu verschreiben, mit deren Hilfe die Wesen der unheimlichen Sphären mit Geschichten aus der Menschenwelt erfreut werden.
Zu diesem Zweck dürfen geeignete Kreaturen in die Welt der Menschen heraufsteigen, um dort „Beiträge“ zur Zerstreuung der Höllenbewohner zu generieren. Dass dieses nicht immer zur Erheiterung der Menschheit geschieht, dürfte sich von selbst verstehen, spielt aber keine Rolle, denn jene soll ja auch nur bedingt dadurch erheitert werden.
Unser bislang namenloser Beelzebub ist jedoch noch ein blutiger Anfänger. Für eine bestimmte Probezeit in die Menschenwelt entsendet, stellt er sich nun zitternd der Prüfung seiner Ergebnisse. War es eine gute Idee, die Spielregeln so zu ändern, dass ein einfacher Mensch plötzlich die Zeit anhalten konnte? War es richtig, Materie zu beleben? Einen Schneemann frieren zu lassen? Sterne vom Himmel zu holen? Jemanden durch die Hölle zu jagen? In der Weihnachtsnacht auf dem Friedhof zu verweilen oder die Augen für eine merkwürdige Liebe zu öffnen?
Ja, der Höllenbewohner hat so manches Chaos erzeugt, doch findet es Gefallen? In wenigen Minuten wird sich das große Tor öffnen und die Prüfung, die sein Schicksal entscheidet, kann beginnen.

Rezension:
Als Teufel hat man es auch nicht leicht. Schon gar nicht, wenn man die Aufgabe hat, zur Unterhaltung der höllischen Mitbewohner die Menschenwelt zu manipulieren. Da muss man sich schon etwas einfallen lassen, was neu ist. Und das auch noch, wenn man ausgerechnet Franken als Tätigkeitsgebiet zugeteilt bekommt. Wie wäre es zum Beispiel, einem Studenten die Macht zu verleihen, die Zeit anzuhalten? Wie wird der diese Fähigkeit nutzen? Oder sollte man lieber einer Frau die wahre Liebe schenken und sehen, was dann passiert? Am Ende bleibt ohnehin nur die Hoffnung, dass die höllische Prüfungskommission mit den Ergebnissen zufrieden ist.
Die Idee, einem Teufel die Welt manipulieren zu lassen, klingt interessant. Was Andreas Herteux in seinem Buch daraus macht, ist jedoch nicht einfach zu beurteilen. Manche seiner Einfälle sind wirklich gut, andere eher skurril – und manche einfach nur dämlich. Um das zu begründen, muss man etwas weiter ausholen: Der Teufel, der der Hauptprotagonist dieses Buches ist, steht vor der Prüfungskommission, der er seine unterhaltsamen Manipulationen der Menschen präsentieren muss. Manche führt er vor, über andere denkt er nur für sich nach, in beiden Fällen werden sie dem Leser erzählt. Und genau diese Geschichten und Geschichtchen sind es, die den eigentlichen Inhalt dieses Buches ausmachen. Leider sind nur wenige wirklich gut, manche durchaus lesbar und andere schlicht und einfach Zeitverschwendung. Dabei ist in viele sogar eine Kritik an unserer realen Welt eingewoben. Insgesamt gesehen kann das Buch jedoch nicht überzeugen.

Fazit:
Die wenigen guten Ideen können das Buch als Ganzes leider nicht retten. Dabei wäre die Grundidee durchaus tragfähig.

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Die Dinge der Philosophie

Susanne Baumgärtel
Die Dinge der Philosophie

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‚Kluge‘ Sprüche

Klappentext:
Alltägliche Gegenstände erörtern Themen des menschlichen Lebens.

Rezension:
Klappentext und Cover sagen eigentlich schon alles: Dieses Büchlein besteht ausschließlich aus Bildern von Alltagsgegenständen im Comic-Stil, die in einer Sprechblase Zitate mehr oder weniger bekannter Personen darbieten. Das sieht konkret beispielsweise so aus, dass ein Eisbecher mit Augen als Strichzeichnung mit der Unterschrift „Bärbel, der kalorinträchtige Eisbecher, zitiert Feuerbach“ abgebildet ist und sich darüber eine Sprechblase mit einem Feuerbach-Zitat befindet. Das mag zwar in Einzelfällen recht niedlich erscheinen, aber wer braucht so ein Buch?

Fazit:
Diese eigenartige Zitatesammlung taucht wohl nur als einfallsloses Mitbringsel.

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Baker Street Tales – 6 – Sherlock Holmes und die Ruinen von Rougemont

Barbara Büchner
Baker Street Tales – 6 – Sherlock Holmes und die Ruinen von Rougemont

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Rätsel im Glashaus

Klappentext:
Spurlos verschwinden der Reihe nach neun Menschen in einem verfallenen Glashaus nahe den Klippen von Calais. Die Leute von Rougemont schreiben die Ereignisse dem bösartigen Geist des früheren Besitzers zu, während Doktor Watson einen Botaniker zum Seelenleben der Pflanzen befragt und Sherlock Holmes zur allgemeinen Überraschung einen Geisterbeschwörer engagiert. Eine körperlose Stimme verrät die Lösung…

Rezension:
Nahe der Kanalküste nehmen merkwürdige Ereignisse ihren Lauf. Nachdem ein Adliger seine ganze Familie und zum Schluss sich selbst umgebracht und dabei sein Anwesen restlos niedergebrannt hat, verschwinden im Glashaus, dem einzigen übriggebliebenen Gebäude, reihenweise Menschen. Die Dorfbewohner sind überzeugt, dass dort der Geist des einstigen Besitzers sein Unwesen treibt. Sherlock Holmes will von diesem Unfug nichts wissen, doch Mrs Hudson, deren Verwandte dort leben, kann ihn dann doch überzeugen, den Fall anzunehmen.
Wie bereits der 2. Band der „Baker Street Tales“, „Sherlock Holmes und der geheimnisvolle Mister Scrabb“, wurde auch dieser Band von Barbara Büchner verfasst. Dabei bleibt die Autorin ihrer Eigenart, Fantasy-Elemente in die Detektiv-Geschichte zu integrieren, treu. Obwohl dies natürlich nicht der Machart der klassischen Vorbilder entspricht, kann diese Kurzgeschichte doch mit der originalgetreuen Charakterisierung des Meisterdetektivs punkten. Auch der Schreibstil kommt Doyles Original nahe, sodass sich der Sherlock-Holmes-Fan zuhause fühlt.

Fazit:
Eine beinahe klassisch wirkende Sherlock-Holmes-Story mit Fantasy-Touch.

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Camillas Kräutersuppe

Monika Detering
Camillas Kräutersuppe

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Auf die Zutaten kommt es an

Klappentext:
Eine skurrile Krimikomödie inklusive Kräuersuppen-Rezept
Camilla träumt von einem Clooney-Verschnitt. Nur ist sie nicht die Schönste. Das macht aber Gottlieb nichts aus. Er liebt sie. So hütet sie nahe des großes Moores Haus und Garten, bis sie die Einsamkeit erdrückt. Sie braucht Auszeit in der Stadt. Das gefällt Gottlieb nicht. Da er im Samenhandel tätig ist, bringt er eine Menge zum Aussäen mit. „Damit du ein Hobby hast!“ Camilla sät, Camilla erntet, Camilla entdeckt in der Stadt ein anderes Leben. Seitdem gefällt ihr der kleingewachsene Gottlieb nicht mehr. Er nervt sie mit seiner Bitte, ihm nun regelmäßig zur Stärkung seiner Gesundheit nach seinen Vorgaben Kräutersuppe zu kochen. Camilla ergänzt diese Vorgaben auf ihre Weise und siehe da …

Rezension:
Eigentlich ist Camilla mit ihrem Mann ganz zufrieden. Was ihr weniger gefällt, ist, dass er es nicht gerne sieht, wenn sie auch mal in die Stadt fahren will. Um sie ans Haus zu binden, überzeugt er sie, einen Kräutergarten anzulegen. Und da er an die therapeutischen Eigenschaften frischer Kräutersuppe glaubt, lässt er sich von seiner Frau regelmäßig eine solche aus eigenem Anbau zubereiten.
Ein Hausmütterchen wider eigenem Willen und Kräuter aller Art – das kann doch nur in eine Richtung laufen. Richtig geraten! Wohin sich Monika Deterings Story entwickelt, wird wohl keinen geübten Krimi-Leser wirklich überraschen. Leider fehlen dieser Kurzgeschichte aus der booksnacks-Reihe jedoch Wendungen, die dieser Suppe eine interessante Geschmacksnote mitgeben würden. So fehlt ihr leider das gewisse Quäntchen Pfeffer.
Das mitgelieferte Kräutersuppen-Rezept kommt natürlich ohne Camillas ‚Sonderzutaten‘ aus.

Fazit:
Ein Kurzkrimi ohne große Überraschungen – nicht mehr und nicht weniger. Gegen die Langeweile zwischendurch eventuell ganz brauchbar.

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Baker Street Tales – 4 – Sherlock Holmes und der Fall 666

Marion Minks
Baker Street Tales – 4 – Sherlock Holmes und der Fall 666

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Sein letzter Fall

Klappentext:
August 1914
Zum ersten Mal begegnet der Psychoanalytiker Sherrinford seinem berühmten Verwandten Sherlock Holmes. Als der Meisterdetektiv den jungen Sherrinford zu einem seiner Klienten begleitet, erwartet die beiden eine Überraschung: Der Mann, der vor wenigen Stunden noch um Hilfe ersuchte, ist tot.
Doch warum wurde er ermordet? Und was hatte der „Böseste Mann der Welt“, der Magier Aleister Crowley am Tatort zu suchen?
Die Lösung des Rätsels offenbart einen Skandal, der bis ins Oberhaus reicht. Am Ende droht Sherlock Holmes selbst zum Opfer zu werden.

Rezension:
Sherlock Holmes hat einen Halbbruder. Nein, nicht Mycroft ist gemeint. Nach dem Tod seiner Mutter hatte sein Vater noch einen Sohn mit einer anderen Frau. Und genau dieser Sherrinford lernt seinen 30 Jahre älteren Halbbruder, der sich längst zur Ruhe gesetzt hat, endlich persönlich kennen. Als es darum geht, einen von Sherrinfords Patienten, der sich im Umkreis des Okkultisten Aleister Crowley bewegt, zu helfen, stimmt Sherlock natürlich zu. Beim Eintreffen finden die beiden Halbbrüder den Hilfesuchenden jedoch erhängt vor. Sherlock ist sich sofort sicher, dass es kein Selbstmord war.
Eine Sherlock-Holmes-Geschichte, die von seinem erheblich jüngerem Halbbruder erzählt wird, Dr. Watson kommt nur ganz am Rande vor. Der Zweck dieses Konstruktes erschließt sich dem Leser leider nicht so recht, erscheint Sherrinford in seiner Denk- und Handlungsweise sowie seiner Bewunderung für den berühmten Detektiv doch fast wie eine Kopie Dr. Watsons. Die Story an sich hätte von diesem erzählt genauso funktioniert. Dabei trifft Marion Minks den Erzählstil des Originals sogar recht gut, was in diesem speziellen Fall aber eher irritiert, da es sich ja um einen ganz anderen fiktiven Erzähler handelt. Trotzdem der eigentliche Fall interessant und gut durchdacht ist, hinterlässt diese Kurzgeschichte ihre Leser deshalb mit gemischten Gefühlen. Wegen des gewöhnungsbedürftigen Settings und (mit Einschränkungen) des Endes erscheint sie nicht wie ein ‚richtiger‘ Sherlock Holmes.
Nachdem der vorhergehende Band „Sherlock Holmes und das Geheimnis der Narrenkappe“ eindeutig den bisherigen Höhepunkt der Reihe darstellte, fällt dieser Band leider wieder in die Mittelmäßigkeit ab.

Fazit:
Kein Highlight für Sherlock-Holmes-Freunde, aber trotzdem eine durchaus lesbare Detektivgeschichte.

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Geld verdienen im Internet

Maximilian Krohn
Geld verdienen im Internet

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Reich mit Affiliate Marketing?

Klappentext:
Sei dein eigener Chef mit dankbaren Klienten und einem stetig wachsenden Kontostand!
Im Buch GELD VERDIENEN IM INTERNET: PASSIVES EINKOMMEN MIT DEM EIGENEN ONLINE-BUSINESS erfährst du, wie auch du erfolgreich und dauerhaft Geld verdienen kannst.

Rezension:
Das Thema „passives Einkommen“ ist nicht neu, entsprechende Ratgeber gibt es reichlich. Im vorliegenden erklärt Maximilian Krohn seinen Lesern, wie Affiliate Marketing funktioniert und ohne viel eigenes Wirken einen mehr oder weniger kontinuierlichen Geldfluss erzeugt. So weit zumindest die Theorie. Dass es ganz ohne halbwegs kontinuierliche Arbeit nicht geht, muss der Autor im Laufe des Buches selbst zugeben. Während die Erläuterungen zum Affiliate Marketing jedoch noch Hand und Fuß haben, wird es bei den technischen Hintergründen schon beinahe esoterisch. Wenn man den eigenen gemieteten Server mal gerade nicht erreichen kann, könnte es vielleicht nur daran liegen, dass gerade so viele Interessenten darauf zugegriffen haben, dass der Prozessor sich überhitzt hat und der Server deshalb automatisch heruntergefahren wurde? Also das dürfte wohl selbst bei Anbietern kostenlosen Webspaces unrealistisch sein.

Fazit:
Ein ‚Ratgeber‘ bei dem es nicht viel zu lernen gibt. Reich wird der Leser so sicher nicht.

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Kopflos auf dem Pennine Way

Stefanie Röfke
Kopflos auf dem Pennine Way

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Allein unter Schafen

Klappentext:
In England gibt es weder Bären noch Wölfe, Steinschläge, Erdbeben oder Tornados sind höchst unwahrscheinlich, und gefährliche Banditen lauern eher in dunklen Gassen als in abgelegenen Hochmooren. Was könnte Wahlengländerin Stefanie also davon abhalten, sich auf den Pennine Way, den ältesten und härtesten National Trail der Insel, zu begeben, um ihre neue Heimat wandernd kennenzulernen? Auf jeden Fall nicht ihr rudimentäres, im Schnellverfahren erworbenes Wissen, was die Orientierung mit Karte und Kompass angeht, ihre mangelhafte körperliche Fitness oder die Aussicht, mutterseelenallein eine der einsamsten Gegenden Großbritanniens zu durchqueren. Und so gelangt die Berliner Großstadtpflanze in der rauen Natur Nordenglands schnell an ihre Grenzen, aber dank Beharrlichkeit, Offenheit und der Bereitschaft, sich den Herausforderungen des Pennine Ways zu stellen, schließlich weit darüber hinaus … Gewürzt mit einem humorvollen Blick auf die kleinen, aber feinen deutsch-britischen Unterschiede entführt die Autorin den Leser auf eine Reise quer durch den englischen Norden, erzählt von den Besonderheiten der durchwanderten Landschaften, dem Umgang mit Ängsten, Niederlagen und Einsamkeit. Angereichert mit zahlreichen unkonventionellen Tipps ist das Buch eine Motivationsspritze für alle, die bisher zögerten, sich in ein echtes Abenteuer zu stürzen.

Rezension:
Die Liebe verschlug die Autorin aus dem Großstadt-Dschungel Berlins in den ländlich geprägten und dünnbesiedelte Norden Englands. Dank Internet kann sie ihre bisherige Tätigkeit auch von hier aus ausüben, aber irgendwann möchte sie ihre neue Heimat doch mal etwas näher kennenlernen. Was liegt da näher, als dies auf dem in der Nähe vorbeiführenden Pennine Way zu erledigen? Doch da gibt es 2 kleine Probleme: Zum einen hat sie keinerlei praktische Wandererfahrung, zum anderen ist der Pennine Way keiner der relativ bequemen, gut gepflegten und noch besser ausgeschilderten Wanderwege, wie wir sie hierzulande gewohnt sind. Der führt quer durch Moore und durchs Unterholz, über Viehweiden und manchmal sogar mitten durch einen Bauernhof. Und das über gut 400 Kilometer. Da hilft auch der Pfadfinder-Crashkurs, den Stefanie Röfke von Mann und Schwiegervater bekommt, nicht wirklich. Trotzdem bricht sie mit 15 Kilogramm Gepäck auf dem Rücken auf. Und lässt sich schon 2 Tage später mit dem Auto wieder abholen. Aber gegen einen richtigen Beton-Schädel hat auch der Pennine Way keine Chance. Wenige Tage später nimmt die Autorin den Weg wieder auf – und schafft es tatsächlich bis zum Endpunkt in Schottland.
Stefanie Röfke schildert in diesem Buch ihre Abenteuer auf dem Fernwanderweg, aber auch die kulturellen Besonderheiten der (Nord-)Engländer. Erst nach und nach erschließt sich dem Leser, wie herausfordernd der Weg wirklich ist. Dabei spart die Autorin nicht mit einer guten Portion Selbstironie, wenn sie über ihre ‚Kämpfe‘ gegen (4-beinige) Rindviecher, Schafe und beißwütige Insekten berichtet. Und eigentlich soll so ein gelegentliches Schlammbad doch sogar ganz gesund sein …

Fazit:
Dieser humorvolle Wanderbericht bietet Einblicke in hierzulande wenig vertraute Landschaften und Menschen Nordenglands.

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Baker Street Tales – 3 – Sherlock Holmes und das Geheimnis der Narrenkappe

Sophie Oliver
Baker Street Tales – 3 – Sherlock Holmes und das Geheimnis der Narrenkappe

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Ein wahrer Holmes

Klappentext:
Ein junger Mann bittet Sherlock Holmes um Hilfe: Jemand trachtet ihm nach dem Leben. Vermeintliche Routine für den berühmten Detektiv. Doch sein Auftraggeber ist ein Kleinwüchsiger, das Corpus Delicti eine Narrenkappe und das letztendliche Todesopfer ein Zimmermädchen. Holmes und Watson ermitteln im winterkalten Oxfordshire und merken bald, dass an diesem Fall nichts so ist, wie es auf den ersten Blick scheint.

Rezension:
Holmes langweilt sich, und aus Erfahrung weiß Watson, dass das nicht lange gutgehen kann. Doch zum Glück meldet sich gerade jetzt ein neuer Klient. Tobias Ervinson ist überzeugt, dass ihm jemand nach dem Leben trachtet. Und das, wo er demnächst zu heiraten beabsichtigt. Wieso ihm jedoch eine tote Amsel in einer Narrenkappe als Drohung zustellt wird, ist rätselhaft. Und was könnte überhaupt jemand gegen ihn und seine bevorstehende Hochzeit einzuwenden haben? Oder ist alles ganz anders, als es den Anschein erweckt?
Der von Sophie Oliver verfasste 3. Band der „Baker Street Tales“ erweist sich als eine Shrlock-Holmes-Story im klassischen Stil. Hier ist alles so, wie es der Leser aus den Originalgeschichten gewohnt ist. Dr. Watson berichtet über den von seinem alten Kameraden Holmes auf gewohnt geniale Weise gelösten Fall, der es an Verzwicktheit mit Arthur Conan Doyles Ideen aufnehmen kann. Auch ansonsten stimmt hier alles; die Charaktere und die Chemie zwischen ihnen genauso wie das viktorianische Feeling. Die einzige kleine Ungenauigkeit ist wohl die Bezeichnung des Klienten als kleinwüchsig, die nicht so richtig in die geschichtliche Epoche passt.

Fazit:
Daumen hoch! Dieser Neo-Holmes ist so, wie man es von einer richtigen Sherlock-Holmes-Geschichte erwartet.

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Baker Street Tales – 2 – Sherlock Holmes und der geheimnisvolle Mister Scrabb

Barbara Büchner
Baker Street Tales – 2 – Sherlock Holmes und der geheimnisvolle Mister Scrabb

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Das Rätsel der Spanier

Klappentext:
Grässliches ereignet sich rund um das längst verlassene Mädcheninternat Glencreacht. Sind die Unfälle und Morde das Werk des dämonischen „Mister Scrabb“?
Sherlock Holmes und Doktor Watson müssen tief in der Vergangenheit graben, ehe sie den Schlüssel finden – einen erotischen Skandal am Hof von Maria Tudor, genannt „Bloody Mary“.

Rezension:
Die Zeitung berichtet von rätselhaften Vorkommnissen in einem abseits gelegenen Haus. Dort sollen mysteriöse Dinge vor sich gehen. Im Gegensatz zu seinem alten Gefährten Sherlock Holmes glaubt Dr. Watson an Übernatürliches. Und er kennt das fragliche Gebäude sogar. Ein alter Kriegskamerad ist seit längerem Hausmeister des ansonsten verlassenen Grundstücks. Spontan entschließt sich Watson, diesem mal wieder einen Besuch abzustatten. Doch zunächst ist dort nichts Ungewöhnliches festzustellen.
Nachdem der 1. Band der „Baker Street Tales“, „Sherlock Holmes und das Phantom von Charing Cross“, das typische Sherlock-Holmes-Feeling leider nicht annähernd einfangen konnte, gelingt dies Barbara Büchner im vorliegenden 2. Band erheblich besser. Auch wenn Watson merklich selbstständiger als in Arthur Conan Doyles Original-Abenteuern agiert, stimmt hier die Chemie des Detektivgespanns. Auch stilistisch schafft es die Autorin, dem Vorbild gerecht zu werden. Natürlich braucht es schließlich doch einen Sherlock Holmes, um die wahren Zusammenhänge enträtseln zu können. Ob man mit der Auflösung wirklich glücklich wird, ist dann freilich doch etwas Geschmackssache.

Fazit:
Dieser Neo-Holmes dürfte den Geschmack treuer Sherlock-Holmes-Fans durchaus treffen.

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Jakob Wolff – Der Alchemist: 1733

Lucian Caligo
Jakob Wolff – Der Alchemist: 1733

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Seltsame Rituale

Klappentext:
Jakob Wolff erhält von seiner Freundin Lilo einen Brief, dass er dringend nach Eberstadt kommen soll. Dort habe sie einen Arzt gefunden, der wohl eine Lösung gegen den Fluch sein könnte. Doch als Jakob dort ankommt, ist das Verhalten der Bewohner mehr als mysteriös. Wieso finden dort seltsame Rituale statt? Und wer ist der Doktor, der als Wohltäter in der Burg geradezu vergöttert wird? Auf der Suche nach den Antworten zu diesen Rätseln geraten Jakob und Lilo in tödliche Gefahr.

Rezension:
Der unsterbliche Hexenmeister Jakob lebt seit Jahrhunderten, doch um seine Seele nicht an den Teufel zu verlieren, muss er jedes Jahr jemanden finden, der ‚für ihn‘ stirbt. Gewöhnlich nutzt er dafür Verbrecher oder irgendwelche Leute, deren Tod ohnehin kurz bevorsteht. Doch unerwartet erreicht ihn ein Brief der ebenfalls unsterblichen Lilo, die einen Arzt gefunden zu haben glaubt, der diesen Fluch eventuell von Jakob nehmen könnte. In der genannten Stadt angekommen, stellt er jedoch fest, dass dort äußerst seltsame Rituale abgehalten werden.
Bei „Jakob Wolff“ handelt es sich um eine Art Heftroman-Reihe, nur dass diese in eBook-Form erscheint. In dieser wird Jakobs Weg durch die Jahrhunderte von wechselnden Autoren verfolgt. Wie der Titel verrät, besucht der Leser den Protagonisten in diesem Fall im Jahr 1733. Ich selbst kenne die anderen Bände der Reihe bisher nicht, doch es wird in der Handlung deutlich, dass Jakob die Gefahren der Inquisition gefühlsmäßig noch nicht ganz überwunden hat. Als er nach Eberstadt kommt und auf dem Marktplatz das Feuer eines obskuren Festes sieht, denkt er zuerst an eine Hexenverbrennung. Doch das Gegenteil ist der Fall: Die Einwohner scheinen der unkonventionellen Tätigkeit des auf der Burg residierenden ‚Arztes‘ auffallend offen gegenüberzustehen.
Auch ohne Kenntnis der vorhergehenden Abenteuer des Protagonisten findet man schnell in Jakobs Abenteuer hinein, was wohl nicht zuletzt auf Lucian Caligos gelungenen Schreibstil zurückzuführen ist.

Fazit:
Für Freunde historischer Fantasy ist diese Kurzgeschichte (und wahrscheinlich die ganze Reihe) einen näheren Blick wert.

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