Porca Miseria

Jennifer Wellen
Porca Miseria

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Auf den Hund gekommen

Klappentext:
Bellende Hunde beißen nicht
Mafiosi Rico soll im Auftrag seines Chefs den Laden der Familie Calussi mal ordentlich aufmischen. Zusammen mit El Diablo, einem Hund, der den Bastarden das Fleisch aus den knochigen Hintern beißen soll. Undbei Wel da fängt Ricos Problem an. Der Dobermann ist nämlich alles andere als ein Teufel. Eher ein gutmütiges Schaf, das sich bei jeder Kleinigkeit gleich ins Hundefell macht. Somit bleiben Rico vierundwanzig Stunden, um aus dem Schisser eine reißende Bestie zu machen und den Auftrag durchzuführen. Andernfalls endet Rico womöglich selbst mit Bleifüßen im East River!

Rezension:
Rico soll die konkurrierende Maffia-Sippe aufmischen, und Dobermann El Diablo soll ihm auf Anweisung seines Bosses dabei helfen. Dumm nur, dass El Diablo alles andere als ein Kampfhund ist. Schlimmer noch: Plötzlich sind die Waffen der Konkurrenz auf Rico gerichtet!
Die Idee zu Jennifer Wellens Kurzgeschichte hört sich interessant an – und könnte durchaus funktionieren. Nur was ist „Porca Miseria“? Für einen Krimi fehlt die Spannung, für ein humorvolles Buch (wie es vom Verlag eingestuft wird) der richtige Humor. Letzterer reicht gerade einmal für ein leichtes Lächeln. Für die leichte Zwischendurchunterhaltung ist die Story wegen des guten Schreibstils der Autorin aber durchaus brauchbar.

Fazit:
Ein lustiger Krimi, der beides nicht so ganz ist.

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Baker Street Tales – 1 – Sherlock Holmes und das Phantom von Charing Cross

J.J. Preyer
Baker Street Tales – 1 – Sherlock Holmes und das Phantom von Charing Cross

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Watson diskriminiert

Klappentext:
In Charing Cross, dem offiziellen Mittelpunkt Londons, laufen die dunklen Fäden des Falles zusammen in dem Sherlock Holmes und Dr. Watson mit den mörderischen Konsequenzen früherer Ermittlungen konfrontiert werden, in deren Verlauf Baron von Gruner das Augenlicht verloren hatte und der sich nun grausam rächt.

Rezension:
Vor Jahren überführten Holmes und Watson Baron von Gruner. Seitdem sich eines seiner Opfer rächte, ist dieser erblindet und sinnt auf Rache sowohl an der Frau, die ihm Säure ins Gesicht spritzte, als auch an Holmes und Watson. Watson, der schon länger keinen Kontakt mehr zu Holmes hatte, erfährt eines Tages, dass es dem Baron gelungen ist, sich an dieser Frau zu rächen. Und gerade jetzt ist Holmes nicht erreichbar.
Dieser Band bildet den Auftakt zu den „Baker Street Tales“, einer Kurzgeschichtenreihe mit neuen Abenteuern um Sherlock Holmes und Dr. Watson.
Leider gelingt es J.J. Preyer an keiner Stelle der Geschichte auch nur annähernd, das vom Original gewohnte Sherlock-Holmes-Feeling zu treffen. Zum einen liegt das zweifellos daran, dass das Abenteuer hier nicht wie gewohnt von Watson aus der Ich-Perspektive geschildert wird, zum anderen daran, dass speziell Watsons Charakter nicht annähernd getroffen wird. Im Original wäre ein Watson, der sich pausenlos darüber aufregt, dass Holmes ihn nicht seiner Wichtigkeit entsprechend schätzt, absolut unvorstellbar.
Der zu klärende Fall an sich hat mit seinen unerwarteten Wendungen durchaus seinen Reiz, auch wenn das Ende leicht übertrieben wirkt. Lediglich da bekannte Ermittlerpaar wirkt nicht stimmig.

Fazit:
Ein interessanter Kriminalfall, dem jedoch wegen schlecht getroffener Protagonisten das typische Sherlock-Holmes-Feeling fehlt.

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Land der Wächter (Gesamtausgabe)

Anne Brünjes
Land der Wächter (Gesamtausgabe)

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Javis Leben

Klappentext:
Diese Gesamtausgabe enthält die Romane:
„Das Haus des Wassers“, „Der Zorn des Uun“, „Die Schule von Haran“
Es ist Tradition in Shin´Ar, dem Land der Wächter, dass alle Kinder sich im Alter von 12 Jahren für einen Lebensweg entscheiden. Die meisten Mädchen entschließen sich Hausfrau und Mutter zu werden, manche werden Künstler und einige wenige Handwerkerinnen.
Die junge Javi aber wählt einen anderen Weg. Da sie schon immer eine besondere Verbundenheit zum Element Wasser spürte, wird sie Priesterin im Wassertempel der Hauptstadt Alumu.
Doch ein Schatten hängt über ihrer Heimat, und schon bald wird Javi von düsteren Visionen geplagt. Ihr Land wird bedroht, und die Wächter scheinen nichts zu sehen…

Rezension:
Javi ist 9, als ihre Schwester das Alter erreicht, in dem sie sich für ihren künftigen Lebensweg entscheiden muss. Schon in diesem Alter wird ihr klar, dass sie ihre eigene Zukunft im Gegensatz zu ihrer Schwester nicht als Hausfrau und Mutter sieht. Deshalb entschließt sie sich, als es für sie selbst soweit ist, Wasser-Pristerin zu werden, schließlich fühlte sie sich schon immer vom Bach hinter ihrem Elternhaus angezogen. Als junges Mädchen wird sie Pristerschülerin – ein Weg, der nicht immer leicht ist. Aber auch hier findet sie Freunde wie ihre Mitschülerin Nina oder die angehende Luft-Pristerin Eli. Für sie alle hält ihr zukünftiger Lebensweg viele Wendungen bereit.
Anne Brünjes führt ihre Leser in diesem Fantasy-Epos in die Welt von ShinʼAr und seiner Nachbarstaaten. Dabei wird Javis Weg über viele Jahre vom Kind bis zur erwachsenen Frau begleitet. Zusammen mit ihren Freunden und ihrem ganzen Heimatland durchlebt sie wechsel- und auch leidvolle Zeiten. Speziell sie selbst und Eli spielen schließlich eine bedeutende Rolle für die Zukunft ihrer Welt. Bei weitem nicht alle Handelnden werden das Ende des Buches er- und überleben.
Auch wenn Javi eindeutig die Hauptprotagonistin ist, werden zwischendurch ganze Kapitel und sogar Kapitelfolgen aus der Sicht anderer Personen erzählt.
Alleine vom Umfang her merkt man dieser Gesamtausgabe an, dass es sich ursprünglich um 3 komplette Bücher handelte. Besonders im vorderen Teil könnten einige Straffungen jedoch nichts schaden, da hier stellenweise doch ein sehr behäbiges Erzähltempo vorliegt. Es werden zahlreiche Details beschrieben, die für das Verständnis der Welt nicht uninteressant sind, den Verlauf der Handlung aber doch sehr bremsen. Erst im Verlauf des 2. Buches und speziell im 3. (alle in diesem Sammelband enthaltenen) kommt Spannung auf. Hier nimmt auch das Erzähltempo merklich zu.

Fazit:
Ein Fantasy-Epos, der zu beginn etwas Durchhaltevermögen erfordert, bevor die interessante Handlung schließlich an Tempo und Spannung zulegt.

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Das Amulett

Annette Dressel
Das Amulett

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Das Geheimnis der Kreuzspinne

Klappentext:
Die Macht der Spinnen
Am Morgen nach einer Schlacht, mitten in den Wirren des Dreißigjährigen Krieges, erwacht ein junges Mädchen, umgeben von Verwundeten, bedroht von Hunger und verrohten Soldaten. Sie erkämpft sich einen Weg ins Überleben.

Rezension:
Katha ist noch keine 11 Jahre alt, als ihre Mutter verschwindet, sie mitten in einem Heerlager des 30-jährigen Kriegs zurücklässt. Obwohl das Mädchen nicht verwöhnt ist, hat sie nicht die geringste Lust, in ihrem Alter schon die Nachfolge ihrer Mutter als Regimentshure anzutreten. Vorläufig besteht ihre einzige Chance darin, für den Bader Spinnennetze zu sammeln, die dieser für die Wundversorgung benötigt. Dafür darf sie im Lazarettzelt schlafen und bekommt ihren Anteil von der Verpflegung.
Obwohl dieser bokksnack vom Verlag als Fantasy bezeichnet wird, spielen Fantasy-Elemente in der Kurzgeschichte praktisch keine Rolle. Vielmehr ist es eine sehr gelungene Jugendgeschichte um ein Mädchen, das noch viel mehr Kind als Jugendliche ist, durch die Umstände, unter denen es aufwuchs, aber schon gut versteht, wie das Leben in dieser rauen Umgebung läuft. Annette Dressel schafft es, Kathas Leben bildlich darzustellen, ohne dabei zu tief ins Detail zu gehen. Dieses kurze historische Jugendabenteuer muss man als äußerst gelungen bezeichnen.

Fazit:
Ein sehr gelungenes Jugendabenteuer vor historischer Kulisse. Absolut empfehlenswert.

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Die Helden-WG: 3 Zimmer, Küche, Axt

Ingrid Pointecker (Hrsg.)
Die Helden-WG: 3 Zimmer, Küche, Axt

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Helden unter sich

Klappentext:
Gemeinsam ist vieles einfacher. Egal, ob die Gründe dafür Verwandtschaftsverhältnisse, mangelnde Finanzen oder wenig heroische Notlagen sind: Wenn Helden sich zu Wohngemeinschaften zusammenschließen, ereignen sich manchmal merkwürdige Dinge. Vampirhühnchen, extradimensionale Schweinezwischenfälle oder ein kichernder Schimmelfleck können zum Schrecken für jede Hausverwaltung werden.
Manche Helden wohnen bereits zusammen, andere finden noch zueinander. Unter 16 verschiedenen Geschichtendächern tummeln sich jeweils mindestens drei Bewohner, die mit Axt, Schwert und Magie jede Form der Hausratsversicherung ad absurdum führen.

Rezension:
Enthaltene Geschichten:
Michaela Meyer: Handwerker bevorzugt
Corinna Schattauer: Kevin
Marius Kuhle: Das sechsblättrige Kleeblatt
Isabel Schwaak: Drachentöter-Pension
Erya Veger: Drei sind einer zu viel
Yansa Brünnling: Ein Held von einem Barden
Sabrina Železný: Nur eine Formalität verwaltungstechnischer Art
Dahlia von Dohlenburg: Völlig versumpft
Magali Volkmann: Die Spinne im Schrank
Martin Ulmer: Helden, Henne und Helene
Robert von Cube: Schweine, Teller und Dämonen
Tina Skupin: Der Preis für Pizza
Matthias Ramtke: Ein Lied für Jamilla
Martin Riesen: Geliebter Feind
Mia Neubert: (K)eine Frage des Alters
Bettina Bellmont: Residenz Heldenruh
Wer sich an die letztjährige Anthologie des „Verlag ohneohren“ namens „Heimchen am Schwert“ erinnert, kann schon in etwa abschätzen, was ihn diesmal erwartet. Verlag und Herausgeberin sind bei „Die Helden-WG: 3 Zimmer, Küche, Axt“ nämlich dem dort bewährten Stil treu geblieben. Nur geht es diesmal um mehr oder weniger freiwillige Wohngemeinschaften ausschließlich männlicher Helden. Wie bereits beim Vorgänger ist auch hier die Bandbreite der einzelnen Geschichten sehr groß, sowohl was die thematische Auslegung der Vorgaben als auch die Qualität betrifft.
Ausgangslage vieler der Beiträge ist, dass ein mäßig erfolgreicher Held aus finanziellen Gründen Mitbewohner sucht. Fast alle Stories sind dabei augenzwinkernd ausgelegt, sei es ein Barde, der alles andere als ein Held im klassischen Sinne ist, seien es Mitbewohner, die in Wirklichkeit jeweils etwas gänzlich anderes als vom anderen erwartet sind. Auch eine Vampir-Henne spielt eine Rolle, und in mehreren der Geschichten haben die Helden ihre Blütezeit längst hinter sich gelassen.
Highlights der Zusammenstellung sind in meinen Augen die Geschichten „Nur eine Formalität verwaltungstechnischer Art“ von Sabrina Železný und „(K)eine Frage des Alters“ von Mia Neubert. Wie es in derartigen Anthologien jedoch fast unvermeidbar ist, bewegen sich leider nicht alle Kurzgeschichten auf diesem hohen Niveau. Trotzdem finden sich im Buch keine wirklichen Nieten.

Fazit:
Freunde humorvoller Urban Fantasy werden mit dieser Anthologie sicher ihr Vergnügen haben.

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