Forbidden Artefacts – 2 – Das Athame

Frauke Besteman
Forbidden Artefacts – 2 – Das Athame

St,rSt,rSt,rSt,rSt,r

Väter und ‚Väter‘

Klappentext:
Daria und Areion aka Ryan sind zurück.
Nur wenige Tage sind vergangen, seitdem das Grimoire und auch Ryan wieder verschwunden sind. Doch damit ist noch lange keine Ruhe in Darias Leben eingekehrt. Nicht nur haben die neuen Erkenntnisse der letzten Tage ihre Welt komplett auf den Kopf gestellt, auch der Einfluss des Grimoires auf ihren Verstand sowie die Heilung, die ihr Körper durch Ryans Blut erhalten hat, haben ungeahnte Auswirkungen. Zu allem Überfluss setzt Daria eine fiebrige Grippe außer Gefecht, die ihre Zukunftspläne vorerst auf Eis gelegt hat. Doch Daria hat keine Zeit, sich auszukurieren, denn ihr Halbbruder Gabriel hat ein weiteres Verbotenes Artefakt aus seinem ersten Feldeinsatz mitgebracht, das noch gefährlicher als das Grimoire zu sein scheint. Nicht nur weigert sich ihr Ziehvater Richard das Artefakt zur Zerstörung freizugeben, sondern auch Gabriel benimmt sich zunehmend seltsam. Und, als wäre das nicht schon schlimm genug, ist Darias beste Freundin Felice spurlos verschwunden.

Rezension:
Daria fühlt sich krank, doch die Beerdigung Noahs will sie natürlich keinesfalls verpassen. Kaum hat sie diese hinter sich gebracht, wartet jedoch die nächste Überraschung auf sie: Ihr Bruder bringt von seinem Einsatz für den Orden ein Artefakt mit, dass genauso gefährlich wie das Grimoire zu sein scheint. Eigentlich hat Daria von solchen Dingen vorläufig genug. Viel lieber will sie endlich ihren richtigen Vater kennenlernen. Schnell muss sie feststellen, dass manches noch viel komplizierter ist, als sie dachte. Es scheinen sogar noch weit mehr Parteien ins Geschehen involviert zu sein.
Auch wenn in der Handlung ein paar Tage verstrichen sind, führt Frauke Besteman mit dem 2. Band ihrer Urban-Fantasy-Reihe „Forbidden Artefacts“ die Geschehnisse um ihre Protagonistin beinahe nahtlos weiter. Nach den Erkenntnissen aus Band 1 („Das Grimoire“) sitzt diese bildlich gesprochen zwischen den Stühlen. Nachdem in letzterem sowohl die Protagonistin als auch den Leser schon in ein ganzes Gewirr von Geheimgesellschaften und mythischen Wesen gestoßen wurden, sorgt die Autorin jetzt dafür, dass dieses Gewirr noch undurchsichtiger wird. Gemeinsam mit Daria weiß der Leser noch weniger als bisher, woran er wirklich ist.
Die Autorin überlässt ihrer Protagonistin natürlich auch weiterhin das Wort, als Ich-Erzählerin aufzutreten. Da die Grundlagen aus dem 1. Band schon bekannt sind, fällt es diesmal leichter, wieder in das Geschehen hineinzufinden. Dadurch wirkt dieser Band ‚runder‘. Wohin sich die Geschichte weiterentwickelt, ist nach wie vor kaum abzusehen.

Fazit:
Der Ausflug in die Welt der Geheimbünde und Mythen wird mit Band 2 noch verwirrender, gleichzeitig aber auch noch mitreißender.

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Bilder aus Altbayern

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Dieser Reprint eines Bildbandes aus dem Jahr 1918 zeigt Impressionen eines Bayerns, das es so an vielen Stellen nicht mehr gibt.
Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://rezicenter.blog/2020/01/28/bilder-aus-altbayern-reprint-eines-bildbands-von-1918/

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Mit dem Esel auf die Wartburg

Ulrike Frank
Mit dem Esel auf die Wartburg – Geschichten und Anekdoten aus dem alten Eisenach

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Der Weihnachtsmann auf dem Laufsteg

Klappentext:
Begleiten Sie Ulrike Frank auf einer Reise durch das Eisenach des 20. Jahrhunderts. Amüsieren Sie sich über die vielen kleinen Geschichten, in denen die Autorin Eisenach und seine Menschen aufs liebevollste beschreibt. Den legendären Eselsritt auf die Wartburg kennen Sie alle, ganz gleich ob Einheimischer oder Besucher. Viele von Ihnen erinnern sich aber auch an die schönen Stunden im Café Tigges, die flotte Tanzkappelle* Fettköter, den beliebten Moderator Hans-Joachim Hoffmann oder die aufregenden Boxwettkämpfe im Schmelzerhof.
* Originalschreibweise auf dem Rückcover

Rezension:
Es dürfte natürlich kaum einen Eisenacher geben, der als Kind keinen Eselsritt zur Wartburg unternommen hat. Auch wenn dieser traditionelle Ritt der Aufmacher dieses Büchleins aus der Feder der Stadtführerin Ulrike Frank ist, ist weder dieser noch die berühmte Burg selbst das Hauptthema dieses Buches. Vielmehr geht es darinnen um Anekdoten aus dem alten Eisenach, überwiegend aus dem 20. Jahrhundert. Längst nicht mehr bestehende Firmen, Gaststätten und Bands stehen dabei im Mittelpunkt. Von vielen hatte auch ich als echter Eisenacher Eingeborener noch nie gehört.
Viele der Geschichten ermöglichen einen Einblick in eine Zeit, die man selbst nicht mehr (bewusst) erlebt hat. An manchen Stellen wären ein paar mehr Hintergrundinformationen jedoch hilfreich. Wenn es im Artikel zur „Damenkleiderfabrik Alfred Müller“ beispielsweise über „Großmutter Mathilde (geb. 1880)“ heißt „Ungewöhnlich für die damalige Zeit und ihren gesellschaftlichen Stand, ließ sie es sich nicht nehmen, zweimal pro Woche als Weißbüglerin zu arbeiten“, kann man diese Information kaum einschätzen, da ihr „gesellschaftlicher Stand“ mit keiner Silbe erwähnt wird. Für die Autorin war diese Information wahrscheinlich so selbstverständlich, dass sie ganz vergessen hat, dass es für ihre Leser nicht so ist.

Fazit:
Diese Erinnerungen ans alte Eisenach machen vergangene Zeiten lebendig und erwecken ein Gefühl für diese.

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Der Blackthorn-Code – 1 – Das Vermächtnis des Alchemisten

Kevin Sands
Der Blackthorn-Code – 1 – Das Vermächtnis des Alchemisten

Übersetzung: Alexandra Ernst

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Der Beschützer Seiner Majestät

Klappentext:
»Verrate es niemandem«
Bis zu dieser rätselhaften Warnung war Christopher Rowe eigentlich zufrieden mit seinem Leben als Lehrling des Apothekermeisters und Alchemisten Benedict Blackthorn. Er hatte ein Dach über dem Kopf, sein Meister lehrte ihn nicht nur, wie man Mittel gegen Warzen herstellt, sondern auch wie man verschlüsselte Botschaften knackt und Rätsel löst. Doch das alles ändert sich, als eine Serie mysteriöser Morde London heimsucht. Fast immer sind es Alchemisten, die getötet werden. Christopher spürt, dass sein Meister in Gefahr ist. Ihm bleibt nur wenig Zeit, die Mörder zu enttarnen und hinter ein Geheimnis zu kommen, das so mächtig ist, dass es die Welt zerstören kann …

Rezension:
Für einen Waisenjungen wie Christopher war es ein außergewöhnliches Glück, als Lehrjunge bei einem Apotheker anfangen zu können. Das ist jetzt schon 3 Jahre her und Christopher mittlerweile 14 Jahre alt. Meister Blackthorn ist ein guter Chef, der Christopher in diesen Jahren nie geschlagen hat. Das ist ungewöhnlich, denn wir schreiben das Jahr 1665 – und Christopher ist gelegentlichem Unsinn nicht gerade abgeneigt. Doch jetzt breitet sich Unruhe unter den Apothekern Londons aus. Mehrere von ihnen wurden ermordet. Langsam droht es auch in Blackthorns Apotheke, ungemütlich zu werden.
Kevin Sands führt die Leser seines Jugend-Abenteuers rund 350 Jahre in die Vergangenheit. Neben dem Adel sind es die mächtigen Gilden, die Macht und Einfluss in London ausüben. Einem Lehrjungen steht es zu dieser Zeit keinesfalls zu, einem Meister zu widersprechen. Einen Meister öffentlich eines Verbrechens zu beschuldigen, bringt dem Protagonisten also alles andere als Ruhm ein. So wird der Leser mit einer Kultur bekannt gemacht, die sich erheblich von der heutigen unterscheidet. Indem der Autor seinen Protagonisten in den Kampf der noch relativ neuen anglikanischen Kirche gegen die Anhänger der alten, Rom gegenüber treuen hineinstößt, kann der Leser auch einiges zur britischen Geschichte erfahren. Dass auch Intrigen eine Rolle spielen und nicht bei allen Mitwirkenden von Anfang an klar ist, auf welcher Seite sie stehen, ist bei dieser Art historischen Abenteuers schon fast selbstverständlich.
Der Autor lässt seinen jungen Protagonisten die Vorkommnisse selbst erzählen, vermeidet es dabei aber, eine bewusst jugendliche Sprache zu benutzen. Allerdings könnte das Geschehen stellenweise etwas mitreißender ausfallen.
Bisher liegen in der Reihe im Original 4, in deutscher Übersetzung 3 Bände vor. Für Nachschub für Christophers Fans ist also gesorgt.

Fazit:
Ein gut lesbares historisches Jugend-Abenteuer im London der 17. Jahrhunderts.

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Das Museum der Welt

Christopher Kloeble
Das Museum der Welt

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Spione

Klappentext:
Ein spannender Abenteuerroman über jene Zeit, in der die Welt neu geordnet wurde.
Bartholomäus ist ein Waisenjunge aus Bombay, er ist mindestens zwölf Jahre alt und spricht fast ebenso viele Sprachen. Als Übersetzer für die deutschen Brüder Schlagintweit, die 1854 mit Unterstützung Alexander von Humboldts zur größten Forschungsexpedition ihrer Zeit aufbrechen, durchquert er Indien und den Himalaya. Bartholomäus verfolgt jedoch einen ganz eigenen Plan: Er selbst möchte das erste Museum seines großen und widersprüchlichen Landes gründen. Dafür riskiert er alles, was ihm etwas bedeutet, sogar sein Leben.

Rezension:
Bartholomäus wuchs im Waisenhaus auf, wo der intelligente Junge vom deutschen Vater Fuchs gefördert wurde. Er ist mindestens 12, denn er feiert seinen Geburtstag an dem Tag, als er von dem Jesuiten ins Heim gebracht wurde. Unter den anderen Jungs hat er keine Freunde. Außer Deutsch und Englisch beherrscht Bartholomäus noch verschiedene indische Sprachen. Als die Brüder Schlagintweit zu einer Forschungsreise durch ganz Indien aufbrechen, ist er deshalb trotz seines Alters der ideale Übersetzer. Für Bartholomäus beginnt ein großes Abenteuer.
Christopher Kloebles Roman geht unübliche Wege. Sein fiktiver Protagonist wird den realen historischen Personen, den Brüdern Hermann, Adolph und Robert Schlagintweit, zur Seite gestellt, um sie auf ihrer ebenfalls realen Forschungsreise durch Indien zu begleiten. Das Buch selbst ist als eine Art Tagebuch des Jungen abgefasst, in dem er seine Erlebnisse, aber auch seine Gedanken zu Indern und Europäern niederschreibt. Damit wird dem Leser ein Einblick in die indische Kultur der damaligen Zeit genau wie in die Einstellung der Kolonialmacht zu den Menschen des eroberten Landes geboten. Dieser Stil umfasst allerdings auch, dass relativ viele Begriffe aus indischen Sprachen in den Text einfließen, die nur teilweise im Textzusammenhang übersetzt werden. Ein Glossar, in dem man unbekannte Begriffe nachschlagen könnte, fehlt allerdings bedauerlicherweise.
Die Geschichte bietet ihren Lesern ein interessantes historisches Abenteuer, auch wenn man die Entscheidungen des Protagonisten (speziell im letzten Teil des Buches) teilweise nur schwer nachverfolgen kann. Auch gibt es im Lauf des Abenteuers ein paar Punkte, die logisch kaum nachvollziehbar sind.
Die Anlage des Romans als Aufzeichnungen des Protagonisten bedingen natürlich, dass der Autor diesen in der 1. Person berichten lässt. Der Schreibstil ist dabei gut lesbar, wobei allerdings der gänzliche Verzicht aus Anführungszeichen auffällt, an den man sich erst einige Seiten lang gewöhnen muss.

Fazit:
Ein inhaltlich interessantes historisches Abenteuer, bei dem vor allem das fehlende Glossar und der Verzicht auf Anführungszeichen auffallen.

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Die Legenden von Trappland Ends

Lucian Caligo
Die Legenden von Trappland Ends

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Unter der Mittagssonne

Klappentext:
Eigentlich sollt´ ich nur jemanden finden. Nur finden, nich erschießen, ungewöhnlich für nen Kopfgeldjäger wie mich. Deshalb verschlug´s mich nach Trappland Ends. Ein Landstrich, in dem man schnell reich wird und noch schneller tot is. Damals war Ends noch ne Randregion, in der es nur Halsabschneider, Ureinwohner und nen Sack voller Geheimnisse gab.
Dass ich bei meiner Suche an den übelsten Halunken überhaupt geraten würde, ne Frau als Partnerin an die Seite gestellt bekommen sollte und gleichzeitig noch das Mysterium von diesem Land lüften würde, hätt ich nich gedacht.

Rezension:
Abraham James ist Kopfgeldjäger. Doch diesmal geht es ausnahmsweise nicht darum, einen Gesuchten „dead or alive“ bei einem Auftraggeber abzuliefern. Stattdessen sucht er nach einer Frau, selbst als Kopfgeldjägerin aktiv, die seit einiger Zeit spurlos verschwunden ist. Der Ärger beginnt jedoch schon auf der Reise in den tiefen Westen. Der Zug wird überfallen, und nur mit der Hilfe einer jungen Frau kann er die Räuber überwältigen – sprich: erschießen. Wie sich herausstellt, ist diese Frau eine alte Freundin der Vermissten. Gemeinsam begeben sich beide auf die Suche. Schnell stellt sich allerdings heraus, dass hier nicht nur der Westen wild ist. Irgendetwas stimmt hier nicht.
Lucian Caligos neues Werk ist schwer genremäßig einzuordnen. Was wie ein normaler Western beginnt, wird schon bald mit Steampunk-ähnlichen Elementen angereichert. (Die namensgebende Dampfkraft spielt dabei allerdings keine Rolle.) Recht schnell stellt sich aber auch heraus, das es am Handlungsort ein Mysterium zu geben scheint. Entgegen der Vermutung, dieses könnte dem Fantasy-Bereich entstammen, stellt sich allerdings heraus, dass die Lösung im Bereich der SciFi zu finden ist. Die Indianer wussten das, aber die fragt ja Western-typisch niemand.
Über eine lange Strecke lernt der Leser den Protagonisten, dessen neue Partnerin, den Handlungsort und die dortigen Akteure kennen. Dabei stellt sich zwar immer wieder heraus, dass irgendetwas nicht stimmt, Protagonist und Leser kommen bei der Lösung der Rätsel aber kaum voran. Bei rund ⅔ der Handlung gibt es weder eine Spur der Vermissten noch eine konkreten Hinweis darauf, was hier eigentlich nicht stimmt. Beide Fragen werden dann relativ schnell ‚abgehandelt‘. Auch wenn die Geschichte um die vermisste Frau damit beendet ist, bleibt das Gefühl zurück, dass dieses Setting noch genügend Stoff für weitere Abenteuer bereithalten könnte.
Der Autor lässt seinen Protagonisten das Abenteuer in der Ich-Form erzählen, wobei er dessen nicht gerade geschliffene Ausdrucksweise als Stilmittel benutzt (siehe Klappentext). Allerdings erschwert diese saloppe Formulierung teilweise auch etwas den Lesefluss.

Fazit:
Ein interessanter Genre-Mix, der ausgetretene Pfade weiträumig umschifft.

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Taberna libraria – 1 – Die Magische Schriftrolle – Serialausgabe Teil 1

Dana S. Eliott
Taberna libraria – 1 – Die Magische Schriftrolle – Serialausgabe Teil 1

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Die Buchhandlung am Arsch der Welt

Klappentext:
Buchhandlungen öffnen Welten – Teil 1 des sechsteiligen Serials zum fantastischen Roman »Taberna Libraria – Die Magische Schriftrolle«!
Ursprünglich wollten Silvana und Corrie nur eine Buchhandlung eröffnen. Doch der alte Laden, den sie im beschaulichen Örtchen Woodmore erstehen, verbirgt ein Geheimnis: In seinem Keller befindet sich ein Portal in eine andere Welt, in der Fabelwesen und übernatürliche Geschöpfe wie Greife, Faune und Drachen sehr lebendig sind. Dort schlummern in Büchern verborgene Geister, und manchmal verstecken sich zwischen den Seiten sogar Seelen. Ein Magier setzt alles daran, das Buch in seinen Besitz zu bekommen, das ihm die Herrschaft über die Welten auf beiden Seiten des Portals sichern soll. Silvana und Corrie finden sich urplötzlich im größten Abenteuer ihres Lebens wieder.

Rezension:
Die Freundinnen Silvana und Corrie wollen eine Buchhandlung eröffnen. Da trifft es sich gut, dass in Woodmore gerade eine günstig zu haben ist. Dumm nur, dass Woodmore so abgelegen liegt, dass selbst das Navi den Weg nicht kennt. Aber der Laden macht einen guten Eindruck, also wagen sie den Versuch. Interesse der Einwohner scheint zumindest vorhanden zu sein. Doch noch vor der Eröffnung findet ein Einbrecher seinen Weg in den Laden. Der will aber anscheinend gar nichts klauen. Stattdessen verrät er den beiden neuen Besitzerinnen ein Geheimnis.
Bei Dana S. Eliotts Urban-Fantasy-Werk „Taberna librari“ fällt es gar nicht so leicht, erst mal zu durchschauen, woran man eigentlich ist. Bei „Taberna librari“ handelt es sich um eine Reihe, in der bisher 2 Bände erschienen sind. Der 1. von diesen wird jetzt wiederum in eBook-Form als Fortsetzungsgeschichte, als in sich wiederum 6-bändiges ‚Serial‘, veröffentlicht. Dies ist also nur der 1. Teil des 1. Bandes! Das erklärt auch, dass dieses eBook praktisch nur die Vorgeschichte darstellt. Das bereits im Klappentext erwähnte Portal, welches wohl den Angelpunkt der Story darstellt, kommt erst unmittelbar vor Ende dieses ‚Häppchens‘ ins Spiel. Der Fantasy-Aspekt der Geschichte wird bisher lediglich vage angedeutet.
Genau das machte es aber auch schwer, die Geschichte zu beurteilen. Dieser 1. Teil des 1. Bandes konnte mich nicht überzeugen. Die Handlung plätschert eigentlich nur so vor sich hin. Allerdings kann ich mir durchaus vorstellen, dass es nach der Einbeziehung des Portals ins Geschehen deutlich interessanter werden könnte. Diese pure Vermutung kann ich aber natürlich nicht in die Beurteilung des vorliegenden eBooks einbeziehen, weswegen ich dieses nicht als wirklich empfehlenswert einstufen möchte.
Wie im Anhang ausdrücklich erwähnt wird, ist Dana S. Eliott ein Pseudonym, hinter dem die beiden Autorinnen Sandra Dageroth und Diana Kruhl stehen.

Fazit:
Dieser Auftakt eines Auftakts einer Urban-Fantasy-Reihe lässt sich kaum beurteilen, weil die Fantasy-Handlung noch gar nicht begonnen hat.

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Die Steampunk-Saga – 1 – Tinker-Kate und die geheime Bruderschaft

Steve Hogan
Die Steampunk-Saga – 1 – Tinker-Kate und die geheime Bruderschaft

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Dampfkutter über London

Klappentext:
Man schreibt das Jahr 1851. Flugmaschinen durchkreuzen den Himmel über London, rußiger Qualm hängt in der Luft, die Technik triumphiert, und bald wird Queen Victoria die Weltausstellung eröffnen. Hier ist Kate Fenton, die rotgelockte Pilotin eines Dampfkutters, zu Hause. Mutig und freiheitsliebend fliegt Tinker-Kate über die Dächer. Sie glaubt an Eisen, Stahl und Feuer. Und bestimmt nicht an den Vampir, von dem es heißt, er hätte neun Morde auf dem Gewissen! Bis sie eine bleiche Leiche entdeckt – und einen attraktiven Gentleman an Bord nimmt, der Blutflecken an der Kleidung hat …

Rezension:
Kate Fenton, genannt Tinker-Kate, verdient ihr Geld mehr schlecht als recht mit einem von ihrem Vater geerbten Dampfkutter. Diese dampfgetriebenen Fluggeräte dienen als moderner Taxi-Dienst, was sie bei den Droschkenkutschern nicht gerade beliebt macht. Aber Fortschritt muss schließlich sein. Wir schreiben doch schon das Jahr 1851! Gar zu gerne würde Kate ihre klammen Finanzen mit der hohen Belohnung aufbessern, die auf die Ergreifung eines Mörders ausgesetzt ist, der schon eine Reihe blutleerer Leichen hinterlassen hat. Doch plötzlich stolpert sie selbst über eine solche. Kurz darauf lässt sich ein Passagier mit blutigen Ärmeln von ihr fliegen.
Zu erwähnen, dass es sich bei Steve Hogans Reihe um das Genre Steampunk handelt, ist bei ihrem Titel eigentlich überflüssig. Wie meist im Steampunk stehen auch hier dampfgetriebene Fortbewegungsmittel im Fokus. Typisch für dieses Genre ist auch die Verortung im viktorianischen England. Im Gegensatz zu vielen anderen viktorianischen Steampunk-Geschichten, die oft gegen Ende des 19. Jahrhunderts angesiedelt sind, lebt die Protagonistin hier allerdings bereits zur Mitte dieses Jahrhunderts. Auch nicht unbedingt als typisch im Steampunk-Genre ist die Vermengung mit Fantasy-Elementen zu bezeichnen, welche in diesem Fall in Form von Vampiren daherkommen. Zusätzlich rieselt mit den Morden auch noch eine Priese Krimi ins Geschehen. Und wie soll selbst die taffste Dampfkutter-Pilotin ruhig bleiben, wenn ihr Passagier und Hauptverdächtiger ein so attraktiver Gentleman ist?
Es ist also alles vorhanden, was sich ein Steampunk-Fan wünschen kann. Auch die Umsetzung des Autors kann durchaus überzeugen. Dass man noch nicht allzuviel von den Hintergründen der Protagonistin erfährt, liegt zweifellos darin begründet, dass es sich nur um den 1. Band (von etwa Heftromanumfang) einer Fortsetzungsgeschichte handelt. Es ist also anzunehmen, dass hier weitere Informationen folgen. Die Geschichte könnte interessant werden.
Der Autor erzählt „Die Steampunk-Saga“ aus Beobachterperspektive, wobei der Fokus – von kurzen Ausnahmen abgesehen – stets auf der Protagonistin ruht.

Fazit:
Dieser interessante Start in ein Steampunk-Abenteuer mit Fantasy- und Krimi-Elementen verspricht interessante Entwicklungen.

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Code Genesis – 1 – Sie werden dich finden

Andreas Gruber
Code Genesis – 1 – Sie werden dich finden

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Kurs Bermuda-Dreieck

Klappentext:
Eine gnadenlose Jagd rund um den Globus
Terry West (14) ist auf den Weltmeeren aufgewachsen, an Bord des Forschungs-U-Boots Kopernikus. Die Crew: Frettchen Charlie, Terrys Onkel Simon, ihr nerdiger Cousin Ethan sowie Simons treuer Assistent, Ex-Sträfling Johann. Ein Zwischenstopp in Miami, bei dem Terry das Haus ihrer Kindheit aufsucht, in dem sie seit dem mysteriösen Tod ihrer Mutter nicht mehr war, endet böse: Plötzlich wird Terry polizeilich gesucht und ihr Onkel des Mordes bezichtigt. Auf der Flucht über New York und die Niagara-Fälle bis ins Bermuda-Dreieck wird ihnen klar, dass sie es mit einem mächtigen Gegner zu tun haben. Jemandem, der sie überall aufspürt – wo immer sie sind …

Rezension:
Seit dem Tod ihrer Mutter vor 10 Jahren lebt die 14-jährige Terry bei ihrem Onkel. Und der lebt auf einen U-Boot. Terrys Kindheit verlief also – genau wie die ihres Cousins – nicht gerade normal. Beider ‚Lehrer‘ war immer Johann, die rechte Hand des Onkels beziehungsweise Vaters. Als Terry jedoch nach all den Jahren die Gelegenheit nutzt, sich das alte Haus ihrer Mutter anzusehen, gerät sie in das Visier eines mächtigen Konzerns, der offensichtlich hinter den Forschungsarbeiten ihrer Mutter her ist. Allerdings wissen weder Terry noch ihr Onkel, woran genau die Mutter damals eigentlich geforscht hat. Doch der Konzern kennt auf der Suche nach Antworten keine Skrupel.
Andreas Grubers „Code Genesis“-Reihe kann man wohl am treffendsten als Jugend-Thriller beschreiben. Schon im Prolog wird die junge Protagonistin mit Wahrheitsserum und Elektroschocker bedroht. Die wirklichen Zusammenhänge bleiben sowohl für die Protagonisten als auch den Leser lange im Verborgenen. Selbst am Ende dieses Bandes kann man das Geheimnis höchstens annähernd als durchschaubar beschreiben. Im Auftakt einer Trilogie ist das natürlich auch kaum anders zu erwarten. Auf eine Antwort auf die Frage, welcher Art die Forschungsergebnisse sind, die der Konzernchefin diesen Aufwand wert sind, muss man zwangsläufig bis zur Fortsetzung, eventuell sogar bis Band 3 warten.
Was allerdings – speziell auch in gefährlichen Situationen – etwas kurz kommt, sind Emotionen. Echte Angst oder gar Panik nimmt man der jungen Protagonistin nicht einmal in Szenen ab, in denen sie gefoltert wird. Auch die Logik wird in manchen Punkten etwas strapaziert. Wieso lässt der Konzern 10 Jahre (!) lang eine Fake-Familie in einem Haus wohnen, in dem doch offensichtlich nichts zu finden war? Nur in der Hoffnung, dass eines Tages wirklich die Tochter auftaucht (wie dann auch wirklich geschehen), die zum Zeitpunk des Todes der Mutter erst 4 Jahre alt war? Das wirkt auf mich nicht besonders glaubwürdig.
Der Autor erzählt seine Geschichte sehr routiniert. Während des Großteils der Handlung lässt er seine Hauptprotagonistin die Geschehnisse in der 1. Person berichten. Lediglich in Szenen, in denen Terry nicht anwesend ist, übernimmt ein Erzähler die Aufgabe, dem Leser die Entwicklungen in der 3. Person näherzubringen. Auf diese Weise entsteht eine spannende Story, die trotz gewisser Schwächen auf die weitere Entwicklung neugierig macht.

Fazit:
Ein spannender, gut geschriebener Jugend-Thriller, der von der logischen Seite allerdings ein paar Schwächen aufweist.

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Nighthunter – 6 – Geisterreiter der Prärie

Anton Serkalow
Nighthunter – 6 – Geisterreiter der Prärie

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Familienbande

Klappentext:
Die gemeinsame Reise der beiden ehemaligen Feinde, dem Vampir Louis Royaume und dem Pinkerton Agenten Horace Whittmore, nach Chicago, um den Mondstein zu holen, wird jäh unterbrochen.
Die US-Armee wendet sich hilfesuchend an die »Experten für bestimmte Dinge«, um einen indianischen Hexer zu jagen. Der hat etliche junge Krieger um sich geschart, mit denen er den Missouri überquert, nach Osten zieht und eine Spur des Grauens hinterlässt, was einen neuen Indianerkrieg heraufbeschwören könnte.
Doch den Mächten, die der Hexer beherrscht, kann selbst Louis kaum etwas entgegensetzen, zumal sie ihn weit zurück in seine eigene Vergangenheit führen.
Wird er diesen Kampf überstehen, zumal er seit langer Zeit zum ersten Mal auf die Unterstützung seines abwesenden Freundes, des Magiers Geistwolf, verzichten muss?

Rezension:
Louis Royaume ist mit seine ehemaligen Feind, dem Pinkerton-Agenten Whittmore nach Chicago unterwegs. Als ein indianischer Zauberer jedoch einen privaten Feldzug gegen die Weißen ausruft, braucht die U.S. Army fachkundige Hilfe. Doch nicht alle heißen die beiden Zivilisten willkommen.
Im mittlerweile schon 6. Band seiner Horror-Fantasy-Western-Reihe „Nighthunter“ legt Anton Serkalow den Fokus ganz auf den französischstämmigen Vampir Louis Royaume. Rückblicke geben dem Leser Einblick in dessen Vergangenheit und Vampirwerdung. Auf Geistwolf, den anderen Hauptprotagonisten der Reihe, muss man diesmal allerdings gänzlich verzichten. Auch sonst gibt es einige Unterschiede zu den bisherigen Bänden. Wurde darin stets eine andere übersinnliche Bedrohung thematisiert, die erst durch das Eingreifen der beiden Protagonisten bewältigt werden konnte, ist es diesmal ein magisch befähigter, allerdings lebendiger Mensch, der den Antagonisten abgibt. Im Gegensatz zu Louisʼ interessanter Entstehungsgeschichte kann der Part um den abtrünnigen indianischen Hexer leider nicht ganz so überzeugen. Nach meinem Geschmack werden hier die Clichés der Indianerkriege etwas zu sehr strapaziert. Ob die Einbeziehung der historischen Gestalt Sitting Bull wirklich nötig beziehungsweise sinnvoll ist, ist wohl Geschmackssache. Was ich dagegen als sehr gelungen empfinde, ist, dass das erste und das letzte Kapitel sich sehr stark ähneln, die praktisch gleiche Konstellation nur unter geänderten Umständen wiederholt wird.
Trotz der genannten Einschränkung bleibt die Welt des magischen Wilden Westens weiterhin reizvoll, sodass man auf die weiteren Abenteuer, die Royaume und Geistwolf dann hoffentlich wieder gemeinsam bestehen müssen, gespannt sein darf.

Fazit:
Der interessante Genre-Mix aus Fantasy, Western und etwas Grusel funktioniert weiterhin gut.

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Bilder aus Altbayern

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Dieser Reprint eines Bildbandes aus dem Jahr 1918 zeigt Impressionen eines Bayerns, das es so an vielen Stellen nicht mehr gibt.
Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://rezicenter.blog/2020/01/28/bilder-aus-altbayern-reprint-eines-bildbands-von-1918/

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Kelch der Toten – 1

Ivory MacIntyre
Kelch der Toten – 1

St,rSt,rSt,rSt,rSt,r

Alleine unter Cú Sìth

Klappentext:
1904. Riesige schwarze Hundebestien mit glühenden Augen versetzen die Bevölkerung des englischen Städtchens Fenhole in Angst und Schrecken. Hat sich im Steinkreis nördlich der Stadt ein Tor zu einer anderen Welt geöffnet?
Als dann Bürger der Stadt von einer mysteriösen Seuche wie mumifiziert zurück gelassen werden, verlangen die Menschen Antworten und Hilfe.
Während Cole und Diana nach einer rationalen Erklärung suchen, hofft Nell den Mörder ihrer Eltern zu finden, denn er scheint mit diesen Hunden in Verbindung zu stehen.
Kann der mysteriöse Hexenjäger Reece ihnen die erhofften Antworten geben?
Doch bald erkennen alle, dass dort im Steinkreis etwas geschieht, was die bekannte Welt für immer verändern wird.

Rezension:
Nells Eltern wurden ermordet, als sie noch ein kleines Mädchen war. Doch obwohl sie mittlerweile längst erwachsen ist, glaubt ihr niemand, wenn sie die nichtmenschliche Kreatur beschreibt, die sie damals beobachtet hat. Durch Zufall trifft sie auf den Privatermittler Cole und die angehende Gerichtsmedizinerin Diana, die unterwegs nach Fenhole sind, weil dort offenbar plötzlich mumifizierte Leichen gefunden wurden. Gibt es vielleicht sogar einen Zusammenhang mit den mysteriösen riesigen Hunden, die in letzter Zeit im nahegelegenen Moor umgehen sollen? Nell schließt sich an, weil sie hofft, auf die Spur der Kreatur aus ihren Erinnerungen zu kommen.
Auch wenn Ivory MacIntyre seine Leser in diesem (Dark-)Fantasy-Abenteuer ins Jahr 1904 führt und dampfbetriebene Gefährte durchaus eine (kleine) Rolle spielen, kann man diesen Roman nicht in den Bereich des Steampunk einordnen. Das Thema stellen eindeutig Fantasy-Wesen dar. Als solche treten (abgesehen von Hexen) ausschließlich verschiedene Arten von Sidhe, Feenwesen der keltischen Mythologie, in Erscheinung. Bei diesen entfernt sich der Autor allerdings erheblich von der Vorlage der Volkssagen und definiert diese Wesen weitgehend neu. Abgesehen von den Rätseln um die Mumien und die schwarzen Hunde lebt die Geschichte auch vom Gegensatz zwischen den ‚Realisten‘ Diana und Cole, die für die Vorgänge natürliche Ursachen suchen, und Nell sowie dem später dazukommenden Hexenjäger Recce, die von Anfang an von übernatürlichen Hintergründen überzeugt sind. Eine derartige Dualität ist als Stilmittel in derartigen Geschichten natürlich nicht ganz neu.
Die Geschichte zieht den Leser schnell in ihren Bann und lässt ihn miträtseln, wie die zunächst undurchschaubar erscheinenden Geschehnisse zusammenhängen. Verständlich wird alles erst zum Ende, wobei selbst da noch Fragen offen bleiben. Wie mir nämlich erst sehr spät bewusst wurde, handelt es sich bei diesem mit über 600 Seiten nicht gerade dünnen Buch nur um den 1. Band einer Trilogie. Falls die folgenden beiden Bände einen ähnlichen Umfang erreichen, dürfte man noch auf manche Überraschung hoffen dürfen. Jedenfalls ist bei manchen Charakteren nach wie vor unklar, auf welcher Seite sie wirklich stehen. Zumindest eine Figur erwies sich schon gegen Ende dieses Bandes als auf der anderen Seite als es zuvor den Anschein hatte stehend.
Der Autor Wechselt häufig zwischen den Perspektiven der 4 Protagonisten hin und her. Kapitel als Unterteilungen fehlen in diesem Buch ganz. Lediglich das jeweils genannte Datum dient als Orientierungshilfe.

Fazit:
Ein rundum überzeugendes Fantasy-Abenteuer, bei dem auch Gewalt und Blut eine nicht gerade unbedeutende Rolle spielen.

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