Das Erwachen der Qapira – 3 – Drachengefahr

Ava Richardson
Das Erwachen der Qapira – 3 – Drachengefahr

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Ein Mutter-Sohn-Konflikt

Klappentext:

Del und seine Drachenreiter müssen die Qapira aufhalten, um ihr Volk zu ret­ten…

Der verhängnisvolle Kampf, den Del angeführt hat, hat die Qapira dazu ge­zwungen, einen neuen magi­schen Stein zu er­schaf­fen – zu einem töd­lichen Preis. Del und seine Dra­chen­rei­ter haben nur eine ein­zige Chance, ihre Hei­mat zu ret­ten: Sie müs­sen die magi­schen Be­stand­teile fin­den, hin­ter denen die Qapira her sind. Del hat dabei keine Unter­stüt­zung von Etenia: Wäh­rend sie damit be­schäf­tigt ist, Sea­fall zu be­schüt­zen, muss Del allein Mög­lich­kei­ten fin­den, um die Welt der Men­schen vor ihrem siche­ren Unter­gang zu be­wah­ren.

Aber die Qapira führen ihren Überlebenskampf unerbittlich wei­ter und sie end­gül­tig zu stop­pen wird sicher­lich noch mehr Zer­stö­rung mit sich bringen. Ist Ge­walt die ein­zige Ant­wort auf Ge­walt, und ist Del be­reit, die­sen Preis zu zah­len? Oder kann ein Stra­ßen­junge, der zum Be­schüt­zer sei­nes Vol­kes ge­wor­den ist, einen ande­ren Weg fin­den, um alles zu ret­ten, was ihm lieb und teuer ist?

Rezension:

Nach dem Angriff der Qapira versucht Del, die Ausbildung von Dra­chen und Dra­chen­rei­tern voran­zu­bringen. Wäh­rend­des­sen zieht sich Etenia immer mehr in die Poli­tik zu­rück, um den Rat end­lich zu mehr Unter­stüt­zung zu über­zeu­gen. Als sich ab­zeich­net, dass es eine Ge­heim­waffe geben könnte, zei­gen sich alle interes­siert, doch schei­nen auch die Qapira da­von zu wis­sen.

Der Abschluss der Dracheneiter-Trilogie rund um die Qapira ver­läuft anders als es wohl der Groß­teil der Leser er­war­tet haben dürfte. Das zeigt sich im Be­son­deren darin, dass das Prota­gonis­ten-Duo Del/Etenia im ge­sam­ten Band nur wenige ge­mein­same Sze­nen hat. Über­haupt wird Etenia in die­sem Band bei­nahe zur Ne­ben­fi­gur. Auch läuft die finale Kon­fron­ta­tion der Geg­ner völ­lig anders ab, als man es er­war­ten würde. Für mich er­reicht die­ses Finale nicht ganz die Er­war­tungen.

Abseits von Inhalt wartet dieses Buch mit einer noch größeren Über­ra­schung auf. Bis­her war ich da­von aus­ge­gangen, dass es sich bei Ava Richard­son um eine reale Per­son han­delt, die diese Dra­chen-Ro­mane (wahr­schein­lich) unter einem Pseu­do­nym ver­öf­fent­licht. Im Im­pres­sum die­ses Buches fin­det sich je­doch ein Hin­weis, der mir (falls es ihn even­tu­ell schon gab) bis­her zu­min­dest nie auf­ge­fal­len war: „Ava Richard­son ist ein Pseu­do­nym, wel­ches von Relay Pub­lishing für ge­mein­sam ver­fasste Fan­tasy-Jugend­bücher-Pro­jekte er­stellt wurde. Relay Pub­lishing ar­bei­tet mit hervor­ra­gen­den Teams von Auto­ren und Re­dak­teu­ren zu­sam­men, um die bes­ten Ge­schich­ten für unsere Leser zu er­stel­len.“ Trotz­dem druckt der Ver­lag im An­hang wei­ter­hin die Kurz­bio­gra­phie der ‚Auto­rin‘ ab.

Stilistisch ändert sich zu den bisherigen Bänden wenig, auch wenn dies­mal fast alle Kapi­tel aus Dels Per­spek­tive er­zählt wer­den.

Fazit:

Diese Trilogie endet mit einer überraschenden Wendung, die aller­dings die Idee der Dra­chen­rei­ter als Ver­tei­di­ger etwas ab­schwächt.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nur unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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Album von Berlin, Charlottenburg und Potsdam

Reprint eines Bildbands aus den 1910ern
Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://rezicenter.blog/2020/01/28/bilder-aus-altbayern-reprint-eines-bildbands-von-1918/

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Tintenwelt – 4 –Die Farbe der Rache

Cornelia Funke
Tintenwelt – 4 – Die Farbe der Rache

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Orpheus’ Feder

Klappentext:

Von Millionen Fans sehnsüchtig erwartet: Cornelia Funkes Fort­set­zung der Tin­ten­welt-Reihe. Fünf Jahre sind seit den Ge­scheh­nis­sen in „Tin­ten­tod“ ver­gangen. Fünf glück­liche Jahre. Aber dann wird Eisen­glanz ge­sich­tet, der Glas­mann von Or­pheus, dem er­bit­ter­ten, sil­ber­züngi­gen Feind von Meggie, Mo und Staub­finger. Der Grund: Or­pheus plant Rache an allen, die ihn zu Fall ge­bracht haben, doch vor allem an Staub­finger, und er nutzt einen furcht­ba­ren Zau­ber. Sind Bil­der mäch­ti­ger als Worte? Staub­finger zieht aus, die Ant­wort zu fin­den. Der Schwarze Prinz aber macht sich auf die Jagd nach Or­pheus. Staub­finger ist zu­rück! Ein neues, packen­des Aben­teuer aus der Tin­ten­welt. Der vierte Band der inter­natio­nal er­folg­reichen Tin­ten­welt-Reihe, „Die Farbe der Rache“, macht aus der Tri­logie eine Tetra­logie. End­lich geht die Story wei­ter. Lass dich noch ein­mal ent­füh­ren in diese Welt, in der es mög­lich ist, die un­glaub­lichs­ten Ge­schöpfe und Fabel­we­sen in Ge­schich­ten hinein- und heraus­zu­lesen. Von Cor­ne­lia Funke, der welt­weit er­folg­reichs­ten deut­schen Kin­der- und Jugend­buch­auto­rin. Ihre Bücher wur­den aus­ge­zeich­net und ver­filmt und be­geis­tern längst auch eine rie­sige er­wach­sene Fan­ge­meinde.

Rezension:

5 Jahre sind vergangen. Orpheus hat seine Gabe verloren. Des­halb hat er sich jetzt auf Er­pres­sung ver­legt. Doch er hegt einen hin­ter­häl­ti­gen Plan, sich an sei­nen alten Wider­sachern zu rächen. Staub­finger nimmt das je­doch nicht so hin und macht sich auf, sei­nen Freun­den zu hel­fen.

Nicht nur in der Tintenwelt sind einige Jahre vergangen. Auch in der Reali­tät hat sich Cor­ne­lia Funke viel Zeit ge­las­sen, ihre (bis­herige) Tri­logie for­tz­uset­zen. Dies er­folgt aller­dings mit Brü­chen zu den bis­heri­gen Bän­den. Das be­ginnt schon beim Titel. Nach „Tin­ten­herz“, „Tin­ten­blut“ und „Tin­ten­tod“ ist der Titel die­ses Ban­des über­raschend ‚tin­ten­los‘. Und auch in­halt­lich set­zen sich die Ver­ände­rungen fort. Waren bis­her Meg­gie und Mo die ein­deu­ti­gen Haupt­figu­ren, spie­len beide jetzt nur noch eine bei­nahe un­be­deu­tende Neben­rolle. Ähn­lich ver­hält es sich mit den meis­ten ande­ren bis­her wich­ti­gen Cha­rak­teren. Statt­des­sen ste­hen jetzt Staub­finger und Or­pheus im Fokus des Ge­sche­hens. Dass dabei Staub­finger die Prota- und Or­pheus die Anta­gonis­ten­rolle zu­fällt, dürfte kaum über­raschen. Spiel­platz ist wei­ter­hin die Welt, die wir haupt­säch­lich aus den Bän­den 2 und 3 ken­nen, und von der Hand­lung her beseht auch ein Fort­set­zungs­ein­druck. Durch das weit­ge­hende Feh­len der alten Prota­gonis­ten fehlt aber doch etwas an einem wirk­lichen ‚Heim­kom­men-Gefühl‘. Das macht die Story aber nicht schlecht! Was man hier be­kommt, ist durch­aus eine les­bare und gute Fan­tasy-Ge­schichte.

Stilistisch belässt die Autorin dagegen alles weitgehend beim alten, was sich bei­spiels­weise am häu­fi­gen Fokus­wech­sel zeigt.

Fazit:

Eine Tintenwelt (fast) ohne Mortimer und Meggie – trotz identischer Hand­lungs­welt er­zeugt das doch ein ande­res Lese-Fee­ling.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nur unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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Ever & After – 1 – Der schlafende Prinz

Stella Tack
Ever & After – 1 – Der schlafende Prinz

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Sprecherin: Pia-Rhona Saxe

Kein Prinz für Rainwittchen

Klappentext:

Wahre Märchen beginnen nicht mit ES WAR EINMAL, sondern mit einem Kuss.

Mit einer Familie, die von Schneewittchen abstammt, ist Rain Whites Leben schon kom­pli­ziert ge­nug. Nun muss sie auch noch einen schla­fen­den Prin­zen küs­sen! Doch als Rain an ihrem 18. Ge­burts­tag in die Gruft unter dem Tower of Lon­don hinab­steigt, löst sie eine Ka­tas­tro­phe aus: Ihr Kuss weckt nicht nur den Prin­zen auf, son­dern auch einen ur­al­ten Fluch. Um die Mär­chen­fa­mi­lien zu ret­ten, muss Rain sich sie­ben Prü­fungen stel­len – und darf nicht ver­ges­sen, dass ihr Herz ihre größte Schwach­stelle ist.

Rezension:

Rain White ist eigentlich ein ganz normales Mädchen, das kurz vor ihrem 18. Ge­burts­tag steht. Da ist nur ein ganz klei­ner Unter­schied. Rain ist die bis­her letzte Nach­fah­rin Schnee­witt­chens! Und als solche muss sie wie alle ihre weib­lichen Vor­fah­ren an ihrem 18. Ge­burts­tag den Prin­zen küs­sen, in der Hoff­nung, dass ihr ge­lingt, was noch keiner ge­lang. Mit der Auf­er­ste­hung des Prin­zen würde die Magie in die Welt zu­rück­kom­men. Das hofft zu­min­dest der Rat der Mär­chen­we­sen. Doch im Sarg liegt nur noch ein Ske­lett – das Rain noch dazu ver­sehent­lich zer­stört.

Dieser Urban-Fantasy-Mehrteiler von Stella Tack hebt sich schon in einem grund­le­gen­den Punkt von 99 % der Werke die­ses Gen­res ab: In die­ser Welt ist die Exis­tenz der rea­len Nach­fah­ren von Mär­chen­we­sen all­ge­mein be­kannt. Und so steht der Mär­chen­adel unter stän­di­ger Beo­bach­tung der Klatsch­presse. Für die Prota­gonis­tin kurz vor ‚dem‘ Kuss und ihre enge­ren Freunde gilt das na­tür­lich in be­son­derem Maße. Damit bie­ten sich na­tür­lich auch reich­lich Mo­mente für humor­volle Situ­ati­onen. Nach dem Zwi­schen­fall und des­sen un­ge­ahn­ten Fol­gen wech­selt die Stim­mung aller­dings in Rich­tung Span­nung mit Ten­den­zen in Rich­tung Mys­tery-Thril­ler. Schnell sind näm­lich Opfer zu be­kla­gen, und das mit stei­gen­der Ten­denz. Als Ju­gend­buch ist die­ses Werk also nur be­dingt ein­zu­stu­fen. Nach der Über­ra­schung am Ende darf man ge­spannt sein, wie (oder eher ob?) die Prota­gonis­tin die an die­ser Stelle offen­bar un­mit­tel­bar be­vor­ste­hende Situ­ation ab­wen­den kann und wie es mit ihr und ihren Freun­den wei­ter­geht.

Die Autorin lässt ihre Protagonistin als Ich-Erzählerin agieren, womit der Blick­winkel vor­ge­ge­ben ist. Der Roman wie auch des­sen Hör­buch­um­set­zung kön­nen über­zeu­gen.

Fazit:

Schneewittchen, der Jäger und Co. – was ist in den Genen ihrer Nachfahren übrig­ge­blie­ben? Die Figu­ren der Grimms im mo­der­nen Eng­land.

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Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nur unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
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Das Geheimnis von Darkmoor Hall – 2 – Das Amulett der Winde

Nina Scheweling
Das Geheimnis von Darkmoor Hall – 2 – Das Amulett der Winde

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Die Hilfe des Gärtners

Klappentext:

Die spannende Fortsetzung von «Darkmoor Hall» – ein echter Aben­teuer­schmö­ker

Das Geheimnis, das auf dem düsteren Herrenhaus Darkmoor Hall las­tet, er­weist sich als noch ge­fähr­licher, als Kate, Gus und Billy es sich je hät­ten träu­men las­sen! Um das Ver­mächt­nis des alten Augus­tus zu ent­schlüs­seln und den ver­meint­lichen Schatz zu heben, müs­sen die drei tief in der Ver­gangen­heit des Fischer­dorfs Dark­moor-on-Sea stö­bern. Dabei sto­ßen sie auf einen ur­al­ten, un­ge­klär­ten Raub – und auf einen ebenso alten Fluch! Ihre ge­fähr­liche Suche nach der Wahr­heit und dem le­gen­d­ären Schatz führt sie nicht nur tief unter die Erde, son­dern auch weit aufs Meer hinaus. Und dabei kommt ihnen ihr un­be­kann­ter Ver­fol­ger immer näher …

Rezension:

Im beschaulichen Küstenort Darkmoor-on-Sea versuchen Kate, Gus und Billy, ihre Ferien zu ge­nie­ßen. Ihr Pro­blem ist, dass Gus seine bei­den Freunde nach einem ver­gangenen Aben­teuer eigent­lich nicht tref­fen darf. Na­tür­lich fin­den sie den­noch einen Weg. Dabei be­schlie­ßen sie, trotz des Ver­bo­tes ihre Schatz­suche fort­zu­set­zen. Und das er­weist sich als nicht gerade un­ge­fähr­lich …

Bei diesem Kinder-/Jugend-Abenteuer von Nina Scheweling han­delt es ich um den 2. Band um „Das Ge­heim­nis von Dark­moor Hall“. Da ich Band 1 nicht kenne, feh­len mir wahr­schein­lich einige In­for­ma­ti­o­nen zu den Hin­ter­grün­den. Das aktu­elle Aben­teuer der 3 jungen Prota­gonis­ten ist aber trotz­dem gut ver­ständ­lich. Das schon im Rei­hen­titel er­wähnte Dark­moor Hall ist der Sitz der ört­lichen Adels­familie, als deren jüngs­tes Mit­glied Gus(tav) seit dem Tod sei­ner Eltern dort bei sei­ner Tante wohnt. Von seinen ein­fachen Freun­den Kate, der Toch­ter der erst kürz­lich zu­ge­zo­ge­nen Café-Be­trei­ber, und be­son­ders dem aus ärm­lichen Ver­hält­nis­sen stam­men­den Billy/Wil­liam hält die über­heb­liche Tante nicht viel. Auch ihre Alters­genos­sen im Dorf ste­hen den 3 Freun­den zu­min­dest skep­tisch ge­gen­über. Dum­mer­weise hängt die Schatz­suche eng mit einem Familien­ge­heim­nis von Gus’ Familie zu­sam­men. Trotz des ge­ringen Alters des Prota­gonis­ten-Trios von 11 be­zie­hungs­weise 10 Jah­ren, was wahr­schein­lich auch der Haupt­ziel­gruppe des Buches ent­spricht, wo­rauf so­wohl der Schreib­stil als auch das stets schnelle Auf­lösen von Ge­fah­ren­situ­ati­onen hin­deu­ten, ist das Aben­teuer durch­aus auch für ältere Leer an­sprechend. Das in sich ab­ge­schlos­sene Ende lässt aller­dings Zwei­fel zu, ob wei­tere Aben­teuer um diese jungen Charak­tere ge­plant sind.

Die Autorin belässt den Erzählfokus stets auf Kate, die auch wie die An­füh­rerin des Trios wirkt.

Fazit:

Dieses altersgerecht erzählte Schatzsucher-Abenteuer wirkt rund und kann auch ohne Kennt­nis des Vor­gängers über­zeu­gen.

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Kampf gegen die Xenlar – 3 – Oktaeder der Zeit

S. P. Dwersteg
Kampf gegen die Xenlar – 3 – Oktaeder der Zeit

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Das Haus der Vorfahren

Klappentext:

Shift, die energetische Waffe der Xenlar, zersetzt unaufhörlich die Zeit­kris­talle. Welle auf Welle schickt das para­si­täre Kollek­tiv seine dunkle Ener­gie durch win­zige Raum-Zeit-Por­tale, um die Mensch­heit zu ver­skla­ven. Sentry de Bon­baille, ein junger Lord der Ener­gien und Rät­sel, ist bis­her nur in der Lage, ein­zelne Xen­lar zu ver­nich­ten. Doch er muss einen Schwach­punkt in dem Kollek­tiv fin­den, um die Zeit­kris­talle zu sta­bi­li­sie­ren. Denn wenn sie fal­len, wer­den die Para­si­ten nicht mehr auf­zu­hal­ten sein …

Rezension:

Sentry gerät mit einigen Mitstreitern in einen Hinterhalt. Erst durch die­sen machen sie aber eine über­ra­schende Ent­deckung. Unter­des­sen ver­su­chen Ver­bün­dete, Zu­gang zu den sagen­haf­ten Ok­ta­edern zu be­kom­men. Das er­weist sich als kompli­ziert, denn die ge­samte Um­ge­bung wird gut be­wacht. Und wie soll man Sentry, der als ein­zi­ger die Gabe hat, etwas zu be­wir­ken, un­be­merkt dort­hin ge­langen?

Dass S. P. Dwersteg die Handlung des 3. Bandes ihrer Fantasy-Reihe über den „Kampf ge­gen die Xen­lar“ direkt ans Finale des 2. Ban­des („Vier En­kla­ven“) an­schlie­ßen lässt, ist na­tür­lich keine große Über­ra­schung. Was da­ge­gen durch­aus etwas über­rascht, ist, dass die Auto­rin einige Grund­la­gen ge­gen­über den bei­den Vor­gängern plötz­lich ab­wan­delt. Bis­her war Sentry de Bon­baille ein­fach der Lord der Ener­gien. Und so wirkt es selbst im Klap­pen­text die­ses Buches noch. Im Text wer­den die ver­schie­de­nen Lords aller­dings plötz­lich zu einer Art Sym­bi­on­ten mit eige­nem Be­wusst­sein, die sich mit ihren Trä­gern – hier also Sentry – ver­bin­den. Da kann man sich als Leser nur fra­gen, wie­so eine der­ar­tige Ände­rung in Band 3 ein­ge­führt wird, zumal das für die Ge­schichte nicht ohne Be­deu­tung ist. Hier wäre eine bes­sere Pla­nung sicher­lich hilf­reich ge­we­sen. Trotz die­ser Ein­schrän­kung kann auch die­ser Band je­doch wie­der mit sei­ner über­zeu­gen­den Story über­zeu­gen, wobei ich mir nicht sicher bin, ob die Ge­schichte hier endet, oder noch wei­tere Bände zu er­war­ten sind.

Stilistisch belässt es die Autorin natürlich weiterhin bei wech­seln­den Blick­win­keln unter­schied­licher Cha­rak­tere.

Fazit:

Der „Kampf gegen die Xenlar“ geht überzeugend weiter, doch stellt sich die Frage, ob es wirk­lich schon der End­kampf ist.

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Chroniken der Weltenaugen – 1 – Im Bann des Weltenbrechers

Jamie Enderlein
Chroniken der Weltenaugen – 1 – Im Bann des Weltenbrechers

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Probleme der Götter

Klappentext:

Die Magie Silándurils ist in Gefahr – zwei Magier von einer ande­ren Welt wol­len sie für ihre Hei­mat steh­len. Denn dort ver­siegt die Macht ste­tig. Doch wie soll die Magie Silán­du­rils ge­ret­tet wer­den, wenn selbst die Göttin der Magie als Gei­sel in den Fängen der frem­den Diebe lan­det? Arne­lian hat sich mit der Schild­wache auf­ge­macht, die Göt­tin zu be­freien und die Diebe ding­fest zu machen. Doch sie wer­den durch An­griffe zu­rück­ge­drängt, die nach den Ge­set­zen der Magie gar nicht mög­lich sein soll­ten. Und sie schei­tern. Dann stößt auch noch eine fremde Krie­gerin zu ihnen und stellt Arns Welt auf den Kopf. Noch ahnt er nicht: Sie trägt einen Teil einer Macht in sich, die der Schlüs­sel zur Ret­tung der Welt sein kann.

Rezension:

Vor langer Zeit schufen die Götter die Schildwachen, um die Wel­ten­augen, Tore zu ande­ren Wel­ten, vor un­er­laub­ter Be­nut­zung zu schüt­zen. Die Wachen wer­den kurz nach ihrer Ge­burt aus­ge­wählt und von einer Göt­tin per­sön­lich von den Eltern ab­ge­holt und bei den Wachen auf­ge­zo­gen. Doch Evi­thea wurde ver­ges­sen und kommt erst 24 Jahre spä­ter zur Schild­wache. Gerade zu der Zeit wurde das Wel­ten­auge von 2 Wel­ten­brechern, ille­ga­len Wel­ten­wan­derern, durch­schrit­ten, die nichts Gutes im Schilde füh­ren …

Mit diesem Auftakt der „Chroniken der Weltenaugen“ legt Jamie Ender­lein eine interes­sante Fan­tasy-Ge­schichte vor, die auch für die zu er­war­ten­den wei­teren Bände viel Poten­zial ver­spricht. Trotz­dem habe ich mich schon lange bei kei­nem Buch mehr so schwer­ge­tan, es zu be­wer­ten. Im Ge­gen­satz zur span­nen­den, gut auf­ge­bau­ten Hand­lung muss ich die Les­bar­keit näm­lich als teil­weise sehr ge­wöh­nungs­be­dürf­tig ein­schät­zen. Der Grund dafür ist ein ex­trem über­trie­be­nes Gen­ter-Be­dürf­nis der Auto­rin. Statt „Wel­ten­wan­derer“ wird immer ein ‚ge­schlechts­neu­tra­les‘ „Wel­ten­wan­dernde“ be­nutzt, statt „Wel­ten­brecher“ „Wel­tern­bre­chende“. Bei „Krie­gern“ und „Krie­gerin­nen“ wird als Plu­ral ein ex­trem syn­the­tisch wir­ken­des „Krie­gerische“ ver­wen­det. Nach dem Prin­zip be­geg­nen dem Leser noch einige andere ‚neu­trale‘ Aus­drücke, die den Lese­fluss stän­dig ähn­lich stark stö­ren. Bei einem Ver­zicht auf der­ar­tige sprach­liche Ent­stel­lungen wäre die­ses Buch de­fi­ni­tiv 5 Sterne wert ge­we­sen. Bei den Fort­set­zungen wäre sehr zu hof­fen, dass auf solche sprach­lichen Ent­glei­sungen ver­zich­tet wird und die gute Story somit ihren Reiz voll ent­fal­ten kann.

Die Autorin wechselt kapitelweise zwischen verschiedenen Cha­rak­teren, aus deren Blick­win­kel je­weils er­zählt wird.

Fazit:

Die interessante Idee von Welten, die durch Weltenaugen verbunden sind, leidet lei­der unter dem über­zo­genen Gen­ter-Wil­len der Auto­rin.

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Geheimakte … – 15 – Geheimakte Ronin

André Milewski
Geheimakte … – 15 – Geheimakte Ronin

St,rSt,rSt,rSt,rSt,r

Audienz mit Schwert

Klappentext:

Schatten der Vergangenheit. Eine alte Legende. Tödliche Rache.

Boston, 1970

Unverhofft erhält Max Falkenburg Besuch aus Japan. Der Profes­sor der Archäo­logie und Dekan des Elliot Col­lege wird nach Tokio ein­ge­la­den, um dort das An­se­hen seines vor Jah­ren ver­stor­be­nen Bōjutsu-Leh­rers Pro­fes­sor Morita wie­der­her­zu­stel­len. Doch als Max ge­mein­sam mit sei­ner Ehe­frau Jody im Land der auf­ge­hen­den Sonne an­kommt, fin­den die bei­den sich ur­plötz­lich in­mit­ten einer jahr­zehn­te­al­ten Ver­schwö­rung wie­der. Ein ge­hei­mer Bund von Rōnin ist auf der Suche nach der mythi­schen Waffe eines Got­tes und sie glau­ben, dass Max Fal­ken­burg der­je­nige ist, der sie ihnen be­schaf­fen kann …

Atemlose Action trifft auf japanische Mythologie!

Rezension:

Max bekommt an der Universität Besuch von japanischen Zwil­lingen. Diese be­haup­ten, sein er­mor­d­eter Bōjutsu-Leh­rer Pro­fes­sor Morita habe ihn in einem sei­ner letz­ten Briefe als Rōnin und sei­nen Nach­fol­ger be­zeich­net. Um sich zu be­wei­sen, müsste er nach Ja­pan kom­men. Max hält das für eine Falle. Trotz­dem be­gibt er sich mit Jody nach Japan.

Mit Band 15 seiner „Geheimakte“-Reihe kehrt André Milewski zum Schema zu­rück, dass der Band nicht un­mit­tel­bar an sei­nen Vor­gänger an­schließt, wie es bei den Bän­den 13 („Ge­heim­akte Pan­dora“) und 14 („Ge­heim­akte Tar­ta­rus“) der Fall war. Außer Max und Jody feh­len dies­mal alle üb­lichen Mit­käm­pfer. Dafür tritt eine Reihe an ja­pa­ni­schen Gast-Pro­ta­go­nis­ten in Er­schei­nung. Pas­send dazu dient als Hin­ter­grund dies­mal zur Ab­wechs­lung die ja­pa­ni­sche Myt­ho­lo­gie, die im Ge­gen­satz zu den bis­her be­nutz­ten Kul­tur­krei­sen hier­zu­lande wohl eher weni­ger be­kannt ist. Das alles führt wie­der zu einem interes­san­ten und ge­lungenen „Ge­heim­akte“-Aben­teuer. Nach die­sem Ab­stecher in geo­gra­fischer wie per­so­nel­ler Hin­sicht deu­ten In­for­mati­onen am Ende des Buches da­rauf hin, dass in Band 16 auch Joe wie­der eine be­deu­ten­dere Rolle ein­neh­men könnte.

Wie gewohnt lässt der Autor den Fokus wieder zwischen einer gan­zen Reihe an Cha­rak­teren pen­deln.

Fazit:

Geheimakte goes Far-East. Es zeigt sich, dass das Konzept un­ab­hängig von der ver­wen­de­ten Kul­tur funktio­niert.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nur unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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Album von Berlin, Charlottenburg und Potsdam

Reprint eines Bildbands aus den 1910ern
Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://rezicenter.blog/2020/01/28/bilder-aus-altbayern-reprint-eines-bildbands-von-1918/

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Feuerblüte – 1 – Tochter der Flammen

Katja Brandis
Feuerblüte – 1 – Tochter der Flammen

St,rSt,rSt,rSt,rSt,r

Alenas Onkel

Klappentext:

Ein geheimnisvoller weißer Panther zieht durchs Land. Wer ihn sieht, ringt schon bald mit dem Tod. Auch im Dorf der jungen re­belli­schen Schwert­kämpferin Alena treibt er sein Un­we­sen. Als ihr Vater schwer er­krankt, hat Alena keine Wahl: Sie muss heraus­fin­den, was es mit dem Dä­mon auf sich hat. Ge­mein­sam mit der Ver­mitt­lerin Rena, dem Sucher Tjeri und dem Iltis­men­schen Cchras­kar be­gibt sie sich auf die Reise nach Eka­terin, die Stadt der Far­ben. Hier gerät sie nicht nur in das Visier des ge­fähr­lichen Hei­lers vom Berge, son­dern be­geg­net auch dem jungen Gilden­losen Jorak. Und sie muss kämpfen – um das Leben ihres Vaters, um ihre Zu­kunft und um den Jungen, den sie liebt.

Auftakt der faszinierend-phantastischen Trilogie von Bestseller­autorin Katja Bran­dis.

Rezension:

Die 15-jährige Alena gehört der Feuergilde an, und so hat sie schon früh das Schmie­den und den Schwert­kampf gelernt. Sie wird sogar schon der Meis­ter­prü­fung für wür­dig be­fun­den. Als sie aller­dings auf einen mys­teri­ösen „Hei­ler vom Berge“ trifft, stellt sich schnell heraus, dass sich da­hin­ter der Mör­der ihrer Mut­ter ver­birgt, der un­er­laubt aus sei­ner Ver­ban­nung zu­rück­ge­kehrt ist. Da ihr Vater plötz­lich an einer un­be­kann­ten Krank­heit er­krankt, muss Alena zu­sam­men mit den eins­ti­gen Kampf­g­efähr­ten ihres Vaters den Kampf und die Suche nach einem Heil­mit­tel auf­neh­men.

Mt diesem Buch schickt Katja Brandis ihre Leser in eine Fan­tasy-Tri­logie, in deren Mit­tel­punkt die junge und auf­müp­fige Prota­gonis­tin Alena steht. Gerade deren re­bel­lische Art ist es, die sie s­ofort sym­pat­hisch wir­ken lässt. Sie lebt in einer Welt, die von den Ele­mn­tar­gil­den des Feu­ers, des Was­sers, der Erde und der Luft be­herrscht wird. Durch ihre Unter­schied­lich­keit fällt deren An­ge­hö­ri­gen oft schwer zu­sam­men­zu­ar­bei­ten. Eine Be­son­der­heit die­ser Welt sind auch die Halb­men­schen. So ist Alenas bes­ter Freund bei­spiels­weise ein Iltis­mensch, doch tauchen auch Storchen­men­schen und ähn­liches in der Ge­schichte auf. Trotz der Be­schrei­bungen fällt es mir aller­dings schwer, mir diese bild­lich vor­zu­stel­len. Das tut der Ge­schichte aber kei­nen Ab­bruch. Viele Zu­sam­men­hänge set­zen sich dem Leser (aber auch der Prota­gonis­tin) erst lang­sam zu­sam­men. Das hält die Hand­lung stets span­nend. Den großen Plus­punkt des Buches stellt je­doch die interes­sante Prota­gonis­tin dar, auf deren wei­tere Aben­teuer in den kom­men­den Bän­den man sicher ge­spannt sein darf. Im Ge­gen­satz zum Ein­druck, den der Klap­pen­text er­weckt, spielt eine Ro­manze für die Story keine nen­nens­werte Rolle.

Die Autorin benutzt ihre Protagonistin als Ich-Erzählerin, sodass der Leser die­ser ge­gen­über nie einen Wis­sens­vor­sprung ge­winnt.

Fazit:

Trotz der ungewöhnlichen Fantasy-Welt liegt der Hauptreiz die­ser Ge­schichte in der interes­san­ten Prota­gonis­tin.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nur unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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Das Vogelmädchen von London

Mat Osman
Das Vogelmädchen von London

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b
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Übersetzung: Ulrike Seeberger

Vor, auf und hinter der Bühne

Klappentext:

»Die Götter sind Vögel, und die Vögel sind Götter.«

London, 1601. Shay ist Botenmädchen, Falknerin und Wahrsagerin, die in den Flü­gen der Vögel die Zu­kunft zu sehen ver­mag. None­such ist der Star des sagen­um­wo­be­nen Black­friars-The­aters, wo eine Gruppe von Jungen für den Lon­doner Adel auf­tritt. Als sie über den Dächern Lon­dons flie­hen müs­sen, weil Shay ge­fangene Vögel be­freit hat, ler­nen die bei­den sich ken­nen – und ver­lie­ben sich. Dann grün­den sie ge­mein­sam das Ghost The­atre, das in den ver­steck­ten Winkeln der Stadt phan­tas­tische Stücke auf­führt. Doch bald ver­brei­tet sich der Ruf Shays als Wahr­sagerin – bis auch Köni­gin Eliza­beth sie auf­sucht. Shay fällt wie üb­lich in Trance und weis­sagt der Köni­gin – mit un­ge­ahn­ten Fol­gen.

Eine abenteuerliche Reise in das elisabethanischen London, wie man es noch nie ge­se­hen hat – ein schil­lern­der Ro­man über The­ater, Magie und die Ge­fah­ren einer alles ver­zeh­ren­den Liebe.

Rezension:

Shay lebt mit ihrem dementen Vater in einer Siedlung in den Sumpf­ge­bie­ten bei Lon­don. Mit Bo­ten­gängen ver­dient sie etwas Geld, wozu sie sich aller­dings als Junge ver­klei­den muss. Nach­dem sie bei einem Händ­ler die Käfige ge­öff­net und die Vögel be­freit hat, muss sie über die Dächer flie­hen und trifft dabei auf den ju­gend­lichen Schau­spie­ler None­such, der sie mit ins Black­friars-The­ater nimmt. Als sie in die­sem Um­kreis vor der Queen in Trance fällt und ihr eine Weis­sa­gung macht, scheint Shays Karri­ere zu be­gin­nen.

Mat Osmans Roman ist schwer einem Genre zuzuordnen. Offiziell wird er als his­to­ri­scher Ro­man ge­lis­tet, doch spie­len auch Ele­mente eines Sozial­dra­mas, eines Ju­gend­buchs, eine Lie­bes­ge­schichte und (wenige) Fan­tasy-Ele­mente eine Rolle. Als Leser braucht man rela­tiv lange, bis sich über­haupt ab­zeich­net, um was es über­haupt geht. Viele Zu­sam­men­hänge wer­den erst in einem spä­ten Sta­dium der Hand­lung er­kenn­bar. Sogar über das Alter der Prota­gonis­tin bleibt der Leser sehr lange im Un­kla­ren. Dabei lösen sich die im Fokus ste­hen­den Genre-Ele­mente über­ra­schend ab. Scheint es zu­erst wie ein (his­tori­sches) Jugend­buch, rücken dann die sozi­alen Ver­hält­nisse der Hand­lungs­zeit, Fan­tasy-Ele­mente durch die Wahr­sa­gungen der Prota­gonis­tin, und sogar Krimi-An­klänge in den Vor­der­grund. Und doch bil­det sich aus all dem eine in sich lo­gi­sche Ge­schichte heraus, mag diese auch lange ver­wir­rend er­schei­nen. Wegen die­ser Viel­falt ist es aller­dings auch kom­pli­ziert, eine spe­zi­elle Ziel­gruppe aus­zu­machen. Wenn man ich darauf ein­lässt, kann das Buch aber durch­aus über­zeu­gen, auch wenn das Ende die Leser even­tuell spal­ten dürfte.

Der Autor folgt durchgängig der Perspektive seiner Protagonistin.

Fazit:

Ein recht wilder Genre-Mix, der, wenn man sich darauf einlässt, sei­nen Reiz zu ent­decken, zu einer interes­santen Ge­samt-Ge­schichte er­wächst.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Urban Fantasy Going Fat

Aşkın-Hayat Doğan (Hrsg.)
Urban Fantasy Going Fat

St,rSt,rSt,rSt,bSt,b

Eine dicke Portion Magie

Klappentext:

Die Stadt hat viele Facetten und Raum für Geschichten abseits lang­wei­li­ger Kon­ven­tio­nen: Magie sam­melt sich an Stra­ßen und Plät­zen. Über­na­tür­liche Wesen be­völ­kern die ur­bane Um­ge­bung – da­run­ter Dra­chen, magisch be­gabte Men­schen und ganz all­täg­liche Held*innen, die sich ver­lie­ben, Trauer­ar­beit leis­ten und sich zwi­schen Rush Hour und Ruhe­po­len be­we­gen.

15 Own-Voice-Autor*innen erzählen Geschichten von dicken_fetten Haupt­figu­ren, die in Städten und Metro­polen Raum ein­neh­men – auch wört­lich. Laut! For­dernd! Selbst­be­wusst!

Rezension:

Enthaltene Geschichten:
Gloria H. Manderfeld – Das Lied der Stadt
Jenny Wood – Eine Münze für einen Gefallen
Sina Schmidt – Der falsche Dozent
Cosima Lang – Melodie und Drachengold
Tristan Lánstad – Hortprobleme
Alex Prum – Vexibel
Aşkın-Hayat Doğan – Döner isch scho‘ a guta Sach
Oliver Baeck – Crossroads
Dyn Quing – with me;
Murphy Malone – Zusammen können wir einfach sein
Amalia Zeichnerin – Alle zusammen
Melanie Schneider – Herzkompression
Elea Brandt – Die Königin der Nacht
Jessica Bradley, Lucie H. Bradley – Eine ungewöhnliche Begegnung
Juliane Seidel – Im Fokus

Ist es klug, in einem Drachenhort Gold zu klauen? Wie findet man den pas­sen­den Wer­be­trä­ger für eine Döner-Kette? Und was sind auf den Fotos aus einer ver­las­senen Fabrik für ko­mi­sche Schat­ten zu sehen? Solche und ähn­liche Fra­gen stel­len sich über­ge­wich­tige Men­schen – oder zu­min­dest men­schen­ähn­liche Wesen.

Eigentlich macht schon der Titel klar, worum es in den Geschichten die­ser Antho­lo­gie geht. Oder zu­min­dest gehen soll. Die­ser An­satz dürfte wirk­lich neu sein. Und genau hier liegt – um es gleich vor­weg­zu­neh­men – mein Pro­blem mit die­sem Buch. Ein Groß­teil der be­tei­lig­ten Auto­ren lie­fert näm­lich Bei­träge, in denen das Über­ge­wicht der Prota­gonis­ten keine Rolle spielt, außer dass es mal bei­läu­fig er­wähnt wird. Dass die ein­zel­nen Ge­schich­ten einer Antho­logie unter­schied­lich gut über­zeu­gen kön­nen, ist na­tür­lich üblich, wobei ich hier aber schon einen ‚Total­aus­fall‘ be­fürch­tet hatte. … bis ich über­rascht fest­stellte, dass aus­ge­rech­net die letz­ten Kurz­ge­schich­ten die über­zeu­gends­ten sind, in denen auch das Thema dicker Prota­gonis­ten sinn­voll in die Story inte­griert wurde:

Juliane Seidels „Im Fokus“ thematisiert eine übergewichtige Prota­gonis­tin, die sich für eine Foto­session von einer Freun­din be­glei­tet in eine ver­las­sene Fabrik schleicht und dort auf un­heim­liche Vor­komm­nisse trifft. Für mich ist das das ein­deu­tige High­light die­ser Antho­logie.

Auch „Eine ungewöhnliche Begegnung“ von Jessica Bradley und Lucie H. Brad­ley (Mut­ter und Toch­ter) führt die Be­stand­teile Urban Fan­tasy und Über­ge­wicht zu einem stim­migen Gan­zen zu­sam­men.

Insgesamt können diese beiden Kurzgeschichten sowie Elea Brandts „Die Köni­gin der Nacht“ die Über­zahl nur durch­schnitt­licher Bei­träge jedoch nicht aus­gleichen, so­dass diese Antho­logie als Gan­zes nur Mit­tel­maß ist.

Fazit:

Das außergewöhnliche Thema dieser Anthologie wird von vielen der ent­hal­tenen Ge­schich­ten lei­der nur ober­fläch­lich um­ge­setzt.

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