Mord im Antiquitätenladen

Waldi Lehnertz
Mord im Antiquitätenladen

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Das gewebte Bild

Klappentext:

Im ersten Krimi von 80 Euro Waldi wird Antiquitätenhändler Siggi un­frei­wil­lig zum Er­mitt­ler in einem Mord­fall, als er eine Leiche in sei­nem Laden fin­det – per­fekte Un­ter­hal­tung und Span­nung, nicht nur für Fans von Bares für Rares!

Das Leben könnte so schön sein – ein See, eine Angel, ein fried­licher Mor­gen – doch statt­des­sen er­lebt Anti­qui­tä­ten­händ­ler Siggi den Schock sei­nes Lebens. Je­mand ist in sei­nen Antik­laden ein­ge­bro­chen und hat ihm etwas hin­ter­las­sen: eine Lei­che. Tot sitzt der Mann im Ses­sel und starrt ihn an.

Siggi flüchtet aus dem Geschäft und wählt sofort die 110. Sicher hat der Mann sich nicht selbst zum Ster­ben dort hin­ge­setzt, je­mand muss ge­walt­sam nach­ge­hol­fen haben. Doch als die Poli­zei end­lich ein­trifft und den Laden durch­sucht, ist der Tote spur­los ver­schwun­den. Keine Leiche, kein Tat­ort, keine Er­mitt­lungen. Aber Siggi weiß doch, was er ge­se­hen und ge­fühlt hat – der Mann war sogar noch warm!

Wie kann eine Leiche einfach verschwinden? Ist er vielleicht das nächste Opfer? Siggi ist kurz davor, durch­zu­dre­hen, wäre da nicht Doro, seine neue Putz­hilfe, die sich gerade an die­sem Mor­gen bei ihm vor­stellt. Immer­hin sie glaubt ihm. Wenn die Poli­zei nichts tut, dann müs­sen die bei­den eben selbst er­mit­teln.

Ein unterhaltsamer Cosy-Krimi mit einem sympathischen Protagonis­ten und einer guten Por­tion Anti­qui­tä­ten-Ex­per­tise.

Rezension:

Antiquitätenhändler Sigi liebt es, morgens mit seinem Kumpel Kurt angeln zu gehen. Als er eines Tages zu sei­nem Ge­schäft mit an­lie­gen­der Woh­nung zu­rück­kehrt, muss er aller­dings fest­stel­len, dass dort ein­ge­bro­chen wurde. Und in einem Ses­sel fin­det er eine Lei­che! Als er mit der Poli­zei zu­rück­kehrt, ist die je­doch spur­los ver­schwun­den – und die Poli­zei glaubt ihm nicht. Da muss Siggi wohl selbst aktiv wer­den, um zu be­wei­sen, dass er nicht spinnt.

Dass aus ganz anderen Bereichen bekannte Promis plötzlich ein Buch ver­öf­fent­li­chen, pas­siert rela­tiv häu­fig. Meist han­delt es sich dabei aber um Auto­bio­gra­fien oder ähn­li­chem. Der aus der TV-Sen­dung „Bares für Rares“ be­kannte Anti­qui­tä­ten­hän­dler Waldi Leh­nertz wagt sich da­ge­gen an Belle­tris­tik, ge­nauer ge­sagt an das Genre Cosy Crime. Im Inne­ren des Buches wird zu­sätz­lich zu ihm auch eine Miriam Rade­macher als Co-Auto­rin (oder Ghost­wri­terin?) ge­nannt.

Protagonist des Buches ist der Antiquitätenhändler Siggi, womit der Autor sei­nem Metier treu bleibt. Die sich ent­wi­ckelnde Hand­lung ent­spricht weit­ge­hend dem, was man im Genre er­war­tet. Zu Beginn ent­wickelt sich das Ge­sche­hen zu­nächst etwas steif, wird dann aber zu­neh­mend span­nend. Dabei blei­ben alle Cha­rak­tere außer dem Prota­gonis­ten und sei­ner neuen Putz­frau rela­tiv blass. Die Auf­lö­sung er­scheint dann über­ra­schend lo­gisch, wobei ich den über­führ­ten Täter nie auch nur an­nä­hernd in Ver­dacht hatte. Im Ge­gen­satz zu dem, was im Cosy-Crime-Genre oft der Fall ist, scheint diese Ge­schichte nicht auf Fort­set­zungen aus­ge­legt zu sein. Alles in allem han­delt es sich um eine solide Story der Gen­res, aber auch nichts Außer­ge­wöhn­liches.

Erzählt wird die Geschichte überwiegend, aber nicht immer aus Sicht des Prota­gonis­ten.

Fazit:

Waldi Lehnertz’ Erstlingswerk entpuppt sich als eine solide Cosy-Crime-Story, die durch­aus einen Blick wert ist.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nur unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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Album von Berlin, Charlottenburg und Potsdam

Reprint eines Bildbands aus den 1910ern
Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://rezicenter.blog/2020/01/28/bilder-aus-altbayern-reprint-eines-bildbands-von-1918/

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Die Entschlüsselung der Hieroglyphen

Edward Dolnick
Die Entschlüsselung der Hieroglyphen

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Übersetzung: Hans-Peter Remmler

Eine Frage der Blickrichtung

Klappentext:

Der Engländer Thomas Young und der Franzose Jean-François Champollion ringen Anfang des 19. Jahrhunderts darum, als erster das Geheimnis der Hieroglyphen des Alten Ägyptens zu lösen. Bis es Jean-François Champollion schließlich im September 1822 gelingt.

Der Rosetta-Stein wurde 1799 in einem Schutthaufen entdeckt. Er wurde im Alten Ägypten mit den Inschriften versehen und trug dieselbe Botschaft in drei verschiedenen Sprachen – auf Griechisch mit griechischen Buchstaben, auf Demotisch, der Sprache, die in Ägypten im 7. Jahrhundert v. Chr. gesprochen wurde, und mit einer Bilderschrift, den Hieroglyphen.

Thomas Young und Jean-François Champollion: beide wollten den Wettkampf um die Entschlüsselung der Hieroglyphen gewinnen. Der eine war Engländer, der andere Franzose, zu einer Zeit, als England und Frankreich verfeindet und die beiden großen Supermächte der Welt waren.

Dolnicks Buch ist die Geschichte dieses intellektuellen Wettstreits, bei dem für den Gewinner Ruhm für sich und seine Nation winkt, es ist ein fesselndes Porträt antiker und moderner Imperien und eine faszinierende Geschichte über Irrwege und Entdeckungen.

Rezension:

Das alte Ägypten war für die Europäer schon immer ein großes Mysterium, ein Rätsel, das es zu lösen galt. Besonders mysteriös erschienen die Hieroglyphen. War das eine Schrift? Oder doch eher ein Bilderschmuck? Niemand konnte diese Frage stichhaltig beantworten. Erst der Fund des berühmten Steins von Rosetta/Rosette bot einen Ansatzpunkt zur Entschlüsslung. Ein Franzose und ein Brite stürzten sich auf das Rätsel – und waren dabei eher Gegner als Verbündete.

Von den ägyptischen Hieroglyphen haben die meisten wohl schon im Kindesalter gehört. Auch dass der Stein von Rosetta/Rosette bei der Entschlüsslung eine Rolle spielte, ist allgemein bekannt, die Personen, die dahinter stehen, dagegen weitaus weniger. Genau die beiden Männer, die bei der Entschlüsslung der Hieroglyphen die Hauptrolle spielten, stehen im Zentrum dieses Buches. Edward Dolnick widmet sich speziell ihrer Arbeit und ihrer Konkurrenz, holt dabei aber sehr weit aus und behandelt auch Randthemen, die mit dem Hieroglyphen-Rätsel nur entfernt zu tun haben. Beispielsweise geht er auf Napoleons Ägypten-Feldzug ausführlich ein, obwohl der in diesem Zusammenhang nur insoweit eine Rolle spielt, dass dabei der Stein von Rosetta/Rosette gefunden wurde. Auch gibt es immer wieder Abschweifungen in die Kryptologie, die gewisse Parallelen zur Enträtselung der Hieroglyphen aufweist.

An der Stelle muss meine Schreibweise „Rosetta/Rosette“ begründet werden. Bisher kannte ich den Stein, der hier eine Schlüsselrolle spielt, nur als Stein von Rosetta beziehungsweise Rosetta-Stein. So wird er ja auch im Klappentext geschrieben. Im Buch selbst wird dagegen ausschließlich die Version Rosette benutzt. Eine Begründung dafür findet sich weder im Buch, noch konnte ich sonst eine finden. (Die Wikipedia listet beide Versionen als gleichberechtigt.)

Für alle, die sich für Ägyptologie und Hieroglyphen im Besonderen interessieren, dürfte dieses Buch einen interessanten Blick in die Geschichte der Enträtselung der Pharaonen-Kultur bieten.

Fazit:

Ein interessanter Einblick in die Erforschungsgeschichte des alten Ägypten aus einem speziellen Blickwinkel.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nur unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
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Ja, es ist ein Zauberort: Italienische Reisen

Alfred Kerr
Ja, es ist ein Zauberort: Italienische Reisen

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Italienisches Inselhopping

Klappentext:

Mit Alfred Kerr durch Italien

Der einflussreiche Kritiker und Feuilletonist des 19. Jahrhunderts war ein lei­den­schaft­licher Rei­sen­der. Be­son­ders an­ge­tan hatte es ihm Ita­lien, und er er­kun­dete die Städte – Vene­dig (»Wun­der­stadt«), Rom (»Zau­ber­ort«), Nea­pel (»Graus des Sü­dens«) – ge­nau­so wie die klei­nen und gro­ßen Inseln der Re­gion. Die Men­schen, »glut­voll und fein; zart und lus­tig; könig­lich und sanft«, machen es für ihn zu einem ma­gi­schen Ort, wo die Lagune perl­mut­tern glit­zert und in den Lüf­ten das Wun­der webt. Und wo er, »des Vor­rat wegen«, den herr­lich süßen, zer­rin­nen­den Teig des Po­me­ran­zen­ku­chens lie­ber gleich in rauen Mengen isst. Mehr als ein­mal fragt er sich da: Ist dies eigent­lich ein Nach­ge­schmack des Para­die­ses – oder ein Vor­ge­schmack?

Rezension:

In Zeiten, zu denen sich nur wenige Auslandsreisen leisten konnten, was Ita­lien der In­be­griff des Sü­dens. In man­cher Hin­sicht hat sich daran auch heute nicht viel ge­än­dert, nur dass sich mitt­ler­weile fast jeder eine Ita­lien­reise leis­ten kann. Dafür er­scheint Ita­lien heute auch wei­taus weni­ger uto­pisch.

Die Zeit, in der Alfred Kerr seine Italienreisen durchführte, das Ende des 19. und das frühe 20. Jahr­hun­dert, dürfte in dieser Hin­sicht eine Über­gangs­peri­ode dar­stel­len. Mo­derne Ver­kehrs­mit­tel hat­ten das Rei­sen schon deut­lich er­leich­tert, für die breite Masse war Ita­lien aber noch kein Thema. Aus die­ser Zeit stam­men die No­ti­zen, die in die­sem Büch­lein zu­sam­men­ge­fasst und neu ver­öf­fent­licht wur­den. In­halt­lich kann der Leser durch­aus ge­teil­ter Mei­nung sein. Einer­seits ver­mit­teln Kerrs Auf­zeich­nungen viel Zeit- und Lokal­kolo­rit, spie­geln das ita­lieni­sche Leben vor rund 100 Jah­ren und mehr wider. Anderer­seits han­delt es sich um kei­nen durch­gängi­gen Text. Was hier wie­der­ge­ge­ben wird, sind eher kurze Tage­buch­no­ti­zen, die von ver­schie­de­nen Rei­sen zu ver­schie­de­nen Zei­ten stam­men. Selbst die No­ti­zen an­schei­nend auf­ein­ander­fol­gen­der Tage schlie­ßen nur sel­ten in­halt­lich an­ein­ander an. Ob einem das ge­fällt, ist durch­aus Ge­schmacks­sache. Für mich per­sön­lich über­wiegt dabei das ge­lungen ein­ge­fangene Zeit­kolo­rit.

Wie im Nachwort ausdrücklich angemerkt wird, wurde die Recht­schrei­bung für die Neu­ver­öffentl­ichung den mo­der­nen Re­geln an­ge­passt. Ich fände es in der­arti­gen Fäl­len pas­sen­der, auch hier das Ori­gi­nal bei­zu­be­hal­ten.

Fazit:

Diese Erinnerungen an das Italien des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts wecken Reise­lust, kön­nen aber auch etwas ver­stö­ren.

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Die 24 Elemente der Magie – 3 – Meimings Mysterium

Danielle Weidig
Die 24 Elemente der Magie – 3 – Meimings Mysterium

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Yaras Vorfahren

Klappentext:

Magic breaks world and time 24 magische Welten, 3 Schicksale und ein magi­sches Puz­zle­spiel durch Raum und Zeit

In Band 3 stürzt Meiming buchstäblich in vergessene Geschich­ten, um ihre Her­kunft zu ent­rät­seln, die mit dem un­glaub­lichen Leben eines ur­zeit­lichen Him­mels­we­sens ver­knüpft ist. Rahul reist ins Herz der Zeit, um sei­nen Vater zu fin­den, und stellt sich einer le­bens­ge­fähr­lichen Auf­gabe. Yara kämpft um die Krone in der un­wirk­lichen Welt der Sehn­süchte, wozu sie den ent­fes­sel­ten Bann ihrer mäch­ti­gen Mut­ter bre­chen muss. Tauche ein in eine mys­ti­sche Welt vol­ler Ge­heim­nisse und un­er­war­te­ter Wen­dungen, in der die Schick­sale von Mei­ming, Rahul und Yara un­trenn­bar mit­ein­ander ver­bun­den sind. Wer­den sie die Gren­zen von Raum und Zeit über­schrei­ten?

Rezension:

Während sich Rahul und Meimingv immer noch in der Library of Life be­fin­den, ver­schlägt es letz­tere in eine noch skur­ri­lere Um­ge­bung. Trotz Be­den­ken be­schließt Rahul, einen ‚Aus­flug‘ nach La Metró­polis zu un­ter­neh­men. Wäh­rend die­ses er­fährt er eine trau­rige Nach­richt, die er Mei­ming über­bringen muss. Yara erlebt unter­des­sen ihr eige­nes Aben­teuer, wäh­rend­des­sen sie scho­ckie­rende In­for­mati­onen zu ihrer eige­nen Fa­mi­lien­ge­schichte erhält.

Auch im 3. Band ihrer dystopischen Fantasy-Reihe „Die 24 Ele­mente der Magie“ bleibt Danielle Wei­dig er­war­tungs­ge­mäß ihrem ein­ge­schla­ge­nen Weg treu, ihre 3 Prota­gonis­ten teil­weise recht skur­rile Aben­teuer in einer kom­plexen Welt er­le­ben zu las­sen. Manche Hand­lungs­orte wir­ken dabei regel­recht sur­real. Schrieb ich in mei­ner Re­zen­sion zu Band 2 („Yaras Zorn“) noch, dass man beim Lesen zu­neh­mend einen Über­blick über die Ge­samt­situ­ation ge­winnt, emp­finde ich das dies­mal bei­nahe schon ge­gen­sätz­lich. Die Hand­lungs­fäden um die 3 Prota­gonis­ten ent­wickeln sich weit­ge­hend un­ab­hängig von­ein­ander wei­ter, und es fällt schwer, alles in ein Ge­samt­bild zu inte­grie­ren. Eine Rich­tung, in der sich die Story im Gan­zen ent­wickelt, ist schwer aus­zu­machen. Aller­dings be­we­gen wir uns ja noch im vor­deren Teil der auf 7 Bände an­ge­leg­ten Ge­schichte.

Stilistisch bleibt die Autorin natürlich bei den eingeführten Stil­ele­men­ten wie dem Wech­sel zwi­schen den Teil­hand­lungen.

Fazit:

Die Komplexität des dystopischen Handlungsgeflechts nimmt weiter­hin nicht ab, mache Teil­hand­lungen er­schei­nen regel­recht skur­ril.

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Helisee

Andreas Sommer
Helisee

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Der silberne Ritter

Klappentext:

„Ich bin mir sicher, dass nur du allein dieses besondere Werk voll­bringen kannst. Und sei dir einer Sache be­wusst: du bist be­reits zu weit ge­gangen in die­ser Ge­schichte, als dass du vor dei­ner Be­stim­mung jetzt noch da­von­lau­fen könn­test.“

Im 10. Jahrhundert gehört der westliche Teil der heutigen Schweiz zum König­reich Bir­gunt. Es ist eine wilde Ge­gend vol­ler Wäl­der und Sümpfe, wo viele Men­schen noch im Glau­ben an die alten Göt­ter und Geis­ter leben. Die gute Köni­gin Bertha schützt die­ses Land tapfer gegen räu­be­rische Ein­fälle der medi­ter­ra­nen Mau­ren.

Als der Hirtenjunge Ernestus, den die Leute im Dorf Erni nennen, eine aus­ge­ris­sene Ziege in den Wald ver­folgt, über­schrei­tet er un­ab­sicht­lich die Grenze des ver­ru­fe­nen Land­striches Nuithô­nia. Seit Men­schen­ge­den­ken ist es ver­bo­ten, die­ses Gebiet am Fuss der Alpen zu be­tre­ten, denn es heisst, in sei­ner Wild­nis ver­berge sich ein ge­heim­nis­vol­les Tor in das ver­wun­schene Reich Heli­see, wo die Feen­köni­gin Helva Hof hal­ten soll. Als Er­nes­tus in Nuithô­nia einen ausser­ge­wöhn­lichen Fund macht, gerät er in einen Stru­del aben­teuer­licher Er­eig­nisse, die ihn nicht nur tief in die magi­sche Wirk­lich­keit der Feen und Elben ver­wickeln, son­dern auch die Frage auf­wer­fen, ob er wirk­lich der­je­nige ist, der er zu sein glaubt. Und auf welche Weise ist sein Schick­sal wohl mit dem ver­we­ge­nen Ritter Dures­tân Karas­sius ver­wo­ben, den es auf der Jagd nach einem weissen Hirsch eben­falls nach Nuithô­nia ver­schlägt? Eine tief­grün­dige Hei­mat­ge­schichte um Macht und Magie, Liebe und Freund­schaft, Wun­der und Wand­lung, wel­che die über­lie­fer­ten Sagen und Myt­hen der alten Schweiz zu neuem Leben er­weckt.

Rezension:

Ernie hütet die Ziegen des Dorfes. Lieber wäre es ihm jedoch, wenn die ande­ren ihn end­lich mit sei­nem vol­len Namen Ernes­tus an­re­den wür­den. Schließ­lich ist er doch kein Kind mehr! Als ihm eine Ziege aus­reißt, über­quert er den Bach, der die Grenze zu Nuithô­nia bil­det. Na­tür­lich weiß er, dass das streng ver­bo­ten ist. Schließ­lich be­ginnt auf der ande­ren Seite ein magi­sches Reich. Hier fin­det er nicht nur die ver­misste Ziege, son­dern auch einen eigen­arti­gen Stein. … und da­mit be­ginnt ein Aben­teuer, das ihn nicht nur zur Wahr­heit über sich selbst führt.

Andreas Sommers Fantasy-Roman ist eindeutig anders. Mit die­sem Buch be­ge­ben wir uns näm­lich nicht in eine High-Fan­tasy-Welt, aber auch nicht in eine klas­si­sche Urban-Fan­tasy-Um­ge­bung. Die Ge­schichte ist in der (heu­ti­gen) Schweiz an­ge­sie­delt, han­delt je­doch im 10. Jahr­hun­dert. Man könnte sie also im wei­te­ren Sinn als his­to­ri­sche Urban Fan­tasy be­zeich­nen. Dabei be­zieht der Autor alte re­gio­nale Sagen mit ein und ver­bin­det sie mit dem kul­tu­rel­len Über­gang von den alten Na­tur­glau­bens­vor­stel­lungen zum Chris­ten­tum. Im Nach­wort geht er auch da­rauf ein, wel­che Ele­mente den Sagen, wel­che der re­alen Ge­schichte und wel­che sei­ner Fan­tasie ent­springen. Zu­sam­men er­gibt das eine Story, die selbst für Fan­tasy-Ver­hält­nisse un­ge­wöhn­lich ist.

Neben den Erlebnissen seines Hauptprotagonisten Ernestus wech­selt der Autor zwi­schen­zeit­lich auch zu ande­ren Per­so­nen, deren Ge­schich­ten sich schließ­lich mit der Haupt­hand­lung ver­einen, und das teil­weise auf über­ra­schend un­er­war­tete Weise. Der Epi­log könnte durch­aus eine Tür zu einer Fort­set­zung öff­nen.

Auffallend ist, dass das Buch in Schweizerdeutsch veröffentlicht wurde, was er­klärt, dass unser ge­wohn­tes „ß“ durch­gängig durch „ss“ er­setzt ist. Weni­ger be­kannte Be­griffe wer­den in Fuß­noten er­klärt.

Fazit:

Mit ihrer Verwurzelung in der Schweiz des 10. Jahrhunderts geht die­ses Fan­tasy-Aben­teuer auch für Genre-Fans un­ge­wohnte Wege.

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Alien Earths: Auf der Suche nach neuen Planeten und außerirdischem Leben (Hörbuch)

Lisa Kaltenegger
Alien Earths: Auf der Suche nach neuen Planeten und außerirdischem Leben (Hörbuch)

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Sprecherin: Astrid Kohrs

Auf der Suche nach Alf

Klappentext:

Ein Blick auf die Erforschung außerirdischen Lebens, die unser Ver­ständ­nis des Kos­mos ver­än­dert

Seit Tausenden von Jahren fragen sich die Menschen, ob sie allein im Welt­all sind. Zum ers­ten Mal kön­nen wir nun auch die ent­spre­chende Tech­no­lo­gie nut­zen, um das zu unter­suchen. Die Frage nach ande­rem Leben im Uni­ver­sum sollte eine klare Ant­wort haben: ja oder nein. Aber wenn man ver­sucht, anders­wo Leben zu fin­den, stellt man fest, dass es nicht so ein­fach ist. Wie kann man es über kos­mi­sche Ent­fer­nungen hin­weg fin­den? Was ist eigent­lich Leben?

Alien Earths – das Astrophysik-Buch von Lisa Kaltenegger, ist ein Muss für alle, die mehr wis­sen wol­len über das, was die Erde um­gibt und fas­zi­niert sind von Welt­raum­teles­kopen und einem ster­nen­rei­chen Nacht­him­mel.

Rezension:

Die Frage, ob es außerirdisches Leben gibt, stellt sich die Menschheit schon lange. Die längste Zeit war diese Frage rein theo­re­ti­scher Natur, denn es gab schlicht keine Mög­lich­keit, ent­spre­chende Theo­rien zu be­wei­sen. Seit je­doch in der Mitte der 1990er Jahre erst­mals Pla­ne­ten um andere Sterne nach­ge­wie­sen wur­den – und es seit­dem immer mehr wer­den –, wird es immer wahr­schein­licher, dass es auf man­chen die­ser fer­nen Pla­ne­ten auch Leben geben könnte. Aber wie könnte man das nach­wei­sen?

Lisa Kaltenegger gehört zu den Menschen, die sich beruflich mit die­ser Frage aus­ein­ander­set­zen. Nach ihrem Astro­no­mie-Stu­dium rich­tete sie ihre Lauf­bahn ganz auf die Er­for­schung von Exo­pla­ne­ten aus. In die­sem popu­lär­wis­sen­schaft­lichen (Hör-)Buch fasst sie gut ver­ständ­lich zu­sam­men, wie man Exo­pla­ne­ten nach dem aktu­el­len wis­sen­schaft­lich-tech­ni­schen Stand fin­den und er­for­schen kann. Wie man even­tu­elle An­zei­chen von Leben auf ihnen nach­wei­sen kann, führt dann bis zu der Frage, wie man Leben über­haupt de­fi­nie­ren kann. Wie sich heraus­stellt, ist schon diese Frage gar nicht so leicht zu be­ant­wor­ten, wie man zu­nächst den­ken könnte. Schließ­lich ken­nen wir nur das ir­di­sche Leben als ein­zi­ges Bei­spiel. So muss das Buch weit aus­ho­len und viele wis­sen­schaft­liche Be­reiche be­rüh­ren. Teil­weise holt die Auto­rin dabei viel­leicht auch etwas zu weit aus, wenn sie bei­spiels­weise aus­führ­lich auf die Schwie­rig­kei­ten ein­geht, sich als Frau in der wis­sen­schaft­lichen Welt zu etab­lie­ren. Das hat mit dem Thema nun wirk­lich nichts zu tun und hilft de­fi­ni­tiv nicht, frem­des Leben nach­zu­wei­sen. An­sons­ten ist der locker-humor­volle Stil, mit dem die Auto­rin das Thema an­geht, sehr an­ge­nehm les- be­zie­hungs­weise hör­bar. Wer an Astro­no­mie und Wis­sen­schaft im All­ge­mei­nen interes­siert ist, wird einen Teil der Fak­ten na­tür­lich schon ge­hört ha­ben. Das er­weist sich aller­dings nicht als stö­rend. Ins­ge­samt fasst die­ses Buch den aktu­el­len Stand zum Thema Exo­pla­ne­ten und dort even­tuell an­zu­fin­den­dem Leben unter­halt­sam zu­sam­men. Für the­ma­tisch interes­sierte Leser ist die­ses (Hör-)Buch sicher einen Blick wert.

Fazit:

Eine unterhaltsame und humorvolle Reise ins Thema der Suche nach fer­nen Pla­ne­ten und von Le­bens­zei­chen auf die­sen.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

LBG Banner Sommerferien
Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nur unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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Album von Berlin, Charlottenburg und Potsdam

Reprint eines Bildbands aus den 1910ern
Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://rezicenter.blog/2020/01/28/bilder-aus-altbayern-reprint-eines-bildbands-von-1918/

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Tipps für preisgünstigen Lesestoff

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Drachenbrut-Trilogie – 1 – Drachenbrut (Hörbuch)

Ava Richardson
Drachenbrut-Trilogie – 1 – Drachenbrut (Hörbuch)

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b
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Sprecherin: Ricarda Ruff

Verräter-Fragen

Klappentext:

Manche Geheimnisse bleiben besser vergraben.

Die Welt der Schöpfergöttin hat sich verdunkelt: Das anwachsende Böse be­droht die Men­schen, die sie vor langer Zeit liebe­voll er­schaf­fen hat. In ihrem Stre­ben den Platz als Herr­scher des Kos­mos ein­zu­neh­men, ver­wüs­ten die Streit­kräfte des Geis­ter­königs die König­reiche von Pothena. Nur die dra­chen­rei­tende Rebel­lion steht zwi­schen ihnen und ihrem Ziel.

Desiree Blacks Pflegefamilie hat das Mädchen Jahre zuvor Will­kom­men ge­hei­ßen, doch die meis­ten Dorf­be­woh­ner tole­rie­ren ihre An­we­sen­heit nur und schaff­ten es dabei kaum, ihren tief sit­zen­den Hass – und die schlei­chende Angst vor ihr – zu ver­ber­gen. Dez selbst be­kommt Ma­gen­schmer­zen, wenn sie an die selt­same Kraft denkt, die in ihr steckt und die ihrem Bru­der be­reits einen zer­schmet­tern­den Arm be­schert hat. Frie­den von den an­schul­di­gen­den Blicken der ande­ren fin­det sie nur in den neb­li­gen Sümp­fen, die das Dorf um­ge­ben. Sümpfe, die seit langem mys­teri­öse Ge­heim­nisse ver­ber­gen.

Geheimnisse, die bereit sind, aufgedeckt zu werden.

Nachdem sie der Dorftyrannin nur knapp entkommen konnte, ver­schlägt es Dez tief in die Sümpfe. Dabei stol­pert sie über einen warm leuch­ten­den Stein, der halb im Dreck ver­gra­ben ist. Lang ver­steckte Wahr­hei­ten kom­men ans Tages­licht, als eine ver­rückte Hexe sie ret­tet und Dez auf eine außer­ge­wöhn­liche Mis­sion schickt: Sie soll eine der le­gen­dä­ren Dra­chen­rei­ter wer­den.

Dez und ihrem neugewonnenen Drachenwelpen bleibt keine Zeit und sie müs­sen ihre magi­sche Ver­bin­dung auf der langen Reise zur Re­bel­lion knüp­fen – und dabei den Fein­den ent­ge­hen, die immer näher kom­men. Doch in der Hitze des un­aus­weich­li­chen Kamp­fes er­fährt Dez die schmerz­volle Wahr­heit über ihre Ver­gangen­heit.

Und warum man ihr nicht vertrauen kann.

Rezension:

Seit langem leben Desiree und ihre beiden Brüder bei Pflege­eltern, ihre Eltern waren Hel­den des Wider­stan­des gegen den Geis­ter­könig und sind in einer Schlacht ge­fal­len. Als sie einem Ta­lent­sucher der Re­bel­len ihre Fähig­kei­ten be­wei­sen wol­len, wird nur der ältere Bru­der ak­zep­tiert. Doch dann über­schla­gen sich die Er­eig­nisse. Desi­ree fin­det im Sumpf ein Dra­chen­ei, der Geis­ter­könig will alle Jugend­lichen des Ortes in seine Armee zwingen, und auf der Flucht durch die Sümpfe er­fah­ren die Ge­schwis­ter dras­ti­sche per­sön­liche In­for­ma­ti­onen.

Mit dieser Fantasy-Trilogie betritt Ava Richardson in mancher Hin­sicht Neu­land, ob­wohl auch hier wie­der Dra­chen­rei­ter im Zent­rum des Ge­sche­hens ste­hen. Wäh­rend in den ande­ren Dra­chen­rei­ter-Ge­schich­ten die ge­sell­schaft­lichen Ver­hält­nisse der je­wei­li­gen Hand­lungs­welt meist schnell klar sind, blei­ben ge­rade diese hier bis­her eher schwer durch­schau­bar. Le­dig­lich dass der Geis­ter­könig der Böse ist, dürfte klar sein. Auch gibt es im Ge­gen­satz zu fast allen ande­ren Ava-Richard­son-Tri­logien mit Desi­ree eine ein­zige ein­deu­tige Prota­gonis­tin, wäh­rend es sonst meist 2 rela­tiv gleich­wer­tige Prota­gonis­ten sind, aus deren Fokus wech­sel­weise er­zählt wird. Auch eine Lie­bes­ge­schichte zeich­net sich bis­her nicht ab. Da­für wird ein fami­li­äres Rät­sel um die Fa­mi­lie der Prota­gonis­tin auf­ge­baut, das sich wahr­schein­lich auch durch den Rest der Tri­logie zie­hen dürfte. Das in den ande­ren Dra­chen­rei­ter-Sto­ries schon mehr­fach an­ge­spro­chene Thema des an­ge­bo­re­nen Wis­sens der Dra­chen wird hier etwas tie­fer the­ma­ti­siert.

Dass die Bekämpfung des Geisterkönigs das Hauptthema der Trilogie dar­stel­len wird, dürfte ge­nau­so­wenig an­zu­zwei­feln sein, wie dass der Geg­ner am Ende be­siegt wer­den wird. Das eigent­liche Rät­sel dürfte das um die Eltern sein, das wohl im Fokus der Hand­lung ste­hen dürfte. Interes­sant dürfte es auch so wer­den, Desi­rees Aben­teuer wei­ter­zu­ver­fol­gen.

Fazit:

Mit dieser Trilogie werden Ava Richardsons Drachenreiter-Aben­teu­ern neue As­pekte ab­ge­won­nen.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nur unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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Album von Berlin, Charlottenburg und Potsdam

Reprint eines Bildbands aus den 1910ern
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Das Geheimnis der Seelenschiffe – 1 – Die Händlerin – 1 (Hörbuch)

Robin Hobb
Das Geheimnis der Seelenschiffe – 1 – Die Händlerin – 1 (Hörbuch)


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Übersetzung: Wolfgang Thon
Sprecher: Matthias Lühn

Das Vertrauen des Schiffs

Klappentext:

Ephron Vestrit hinterlässt seiner Familie das Zauberschiff Viviace. Es be­steht aus Hexen­holz und ist der kost­barste Be­sitz der Ves­trits. Wenn auf sei­nen Plan­ken drei Fami­lien­mit­glie­der in Folge ster­ben, dann er­wacht das Zau­ber­schiff zum Leben – und kein ge­wöhn­liches Schiff kann es noch mit ihm auf­neh­men. Ein sol­ches Wun­der braucht die alt­ein­ge­ses­sene, hoch­ver­schul­dete Han­dels­fami­lie auch dringend, denn skru­pel­lose Neu­an­kömm­linge dro­hen mit Skla­ven­han­del die alten Bräu­che in Bing­town zu unter­gra­ben. Aller­dings über­gibt die Witwe das Schiff nicht an die Toch­ter Althea, wie es der Wille des Vaters ge­we­sen wäre, son­dern an ihren Schwie­ger­sohn Kyle Haven, der als Kapi­tän bald sein wah­res Ge­sicht zeigt…

Mitreißende Abenteuer-Saga um lebendige Schiffe aus Hexenholz und Händ­ler, die mit Dra­chen, Skla­ven und Pi­ra­ten han­deln.

Dieser Roman ist bereits erschienen unter dem Titel »Die Zauber­schiffe 1 – Der Ring der Händ­lerin«.

Rezension:

Schon seit Jahren begleitet Althea ihren Vater auf seinen Schiffs­rei­sen. Als die­ser krank ist und ihren Onkel als Kapi­tän ein­setzt, kommt es je­doch zum hef­ti­gen Streit mit die­sem. Bei der Heim­kehr liegt Altheas Vater aller­dings im Ster­ben, und auf Be­trei­ben ihrer Mut­ter hat ihr Vater das Schiff dem Mann ihrer älte­ren Schwes­ter ver­erbt. Und ge­rade jetzt er­wacht das magi­sche Schiff aus Hexen­holz zum Leben …

Die Fantasy-Trilogie, die Robin Hobb mit diesem Band beginnt, ver­spricht schon als episch zu be­zeich­nende Aus­maße. Das zeigt sich schon an der Viel­zahl von Per­spek­ti­ven, aus der die Ge­schichte er­zählt wird. Erst nach und nach set­zen sich diese Teil­ge­schich­ten zu einem Gan­zen zu­sam­men, wobei ein­zelne auch nach Ende die­ses Ban­des noch nicht in die Haupt­hand­lung hinein­ge­fun­den haben. Spe­ziell der Hand­lungs­strang um eine (intelli­gente) See­schlange ist in die­sem Zu­sam­men­hang noch voll­kom­men rät­sel­haft. Im Fokus steht je­doch ein­deu­tig die Ree­der­fami­lie Ves­trit und hier spe­zi­ell Althea und ihr nur gering­fü­gig jünge­rer Neffe, der Sohn des ver­hass­ten Onkels. Andere Ele­mente wie zum Bei­spiel ein Natur­volk(?), mit dem die Fami­lie lang­an­dau­ernde Be­zie­hungen zu pfle­gen scheint, wur­den bis­her nur ober­fläch­lich an­ge­ris­sen.

Sich in das recht komplexe Handlungsgeflecht hineinzufinden, er­for­dert vom Leser etwas Ge­duld. Nach­dem er­kenn­bar wird, wo­rum es geht, weckt die Story aller­dings Inte­resse. Die Fan­tasy-Ele­mente sind immer prä­sent, bis­her aber nicht hand­lungs­be­stim­mend. In die­sem Punkt dürfte sich in den Folge­bän­den aller­dings eini­ges ändern. Zu­min­dest deu­tet alles da­rauf hin, dass hier noch Über­ra­schungen war­ten. Am Ende von Band 1 will wohl jeder Leser wis­sen, wie es wei­ter­geht. Der Rest der Tri­logie liegt schon vor, so­dass es kein langes War­ten gibt.

Fazit:

Dieses Fantasy-Epos in 3 Teilen macht schon nach dem 1. Band einen guten Ein­druck. Alles scheint im Wei­te­ren mög­lich zu sein.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Schatten der Blutmagie – 1 – Jadefluch

Helena Wolf
Schatten der Blutmagie – 1 – Jadefluch

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Die Spur der Jadenadel

Klappentext:

Lass dich von Figuren aus verschiedenen Ländern und Kulturen ver­zau­bern, und in eine packende Ge­schichte vol­ler Magie, Myt­hen und Mys­terien ent­füh­ren!

In den schimmernden Gefilden ihres magischen Reiches webt eine ein­same Un­sterb­liche die Fä­den des Schick­sals und er­schafft einen m­akel­losen Jüng­ling. Doch bald sehnt er sich nach Aben­teu­ern und so ent­lässt ihn die Mut­ter mit einem letz­ten Ge­schenk in die Welt der Sterb­lichen.

Jahrhunderte später entdeckt die junge Schattenhexe Lia an den sturm­ge­peitsch­ten Ufern der Adria­küste ein Bild des Grau­ens: Ihre Men­to­rin wurde wegen eines sa­gen­um­wo­be­nen Schmuck­stücks bru­tal er­mor­det.

Auf der Jagd nach den Mördern stürzen sich Lia und ihre Hexen­brü­der in ein wage­mu­ti­ges Aben­teuer, das sie bis nach Süd­korea führt, wo sie un­er­war­tet auf einen ge­heim­nis­vol­len Ver­bün­de­ten sto­ßen.

Wan Meis friedliches Exil in Seoul wird durch die Mission der euro­päi­schen Hexen auf den Kopf ge­stellt, als ihn die düs­te­ren Schat­ten sei­ner Ver­gangen­heit ein­ho­len und er sich plötz­lich zwi­schen den Fron­ten wie­der­fin­det. Fest ent­schlos­sen, einen offe­nen Krieg zwi­schen den Hexen des Wes­tens und den Ma­giern des Ostens zu ver­hin­dern, schließt er sich der tur­bu­len­ten Truppe an.

Neue Begierden und Leidenschaften setzen alte Versprechen auf die Probe, wäh­rend sich die Ge­fähr­ten den ur­al­ten Ge­fah­ren der Blut­magie und den tie­fen Wun­den ihrer eige­nen Ge­schichte stel­len müs­sen.

Rezension:

Als eine ostasiatische Hexe ein wertvolles und gefährliches Arte­fakt stiehlt und dabei eine Hexe tötet, be­schließt Lia, ihre Men­to­rin zu rächen. Zu­sam­men mit ande­ren folgt sie der Tä­te­rin bis nach Korea, wo sie auf Wan Mei tref­fen, den sie für einen Hexer hal­ten. Dass hin­ter ihm viel mehr steckt, ahnen sie nicht. Die­ser be­schließt, zu hel­fen, was ihn tief in seine Ver­gangen­heit führt.

Mit diesem Auftakt einer Urban-Fantasy-Reihe greift Helena Wolf das Thema ver­bor­gen unter den Men­schen le­ben­der Hexen und ande­rer über­sinn­licher Wesen aus einer un­ge­wohn­ten Per­spek­tive auf. Das be­zieht sich nicht aus­schließ­lich auf die Ein­flüsse fern­öst­licher Kul­tur be­zie­hungs­weise Mytho­logie, son­dern auch auf die eher a-typisch dar­ge­stellte Hexen­kul­tur mit ihren Inter­akti­onen unter­ein­an­der und zu den nor­ma­len Men­schen. Im Ge­gen­satz zu vie­len ande­ren Urban-Fan­tasy-Stof­fen sind die Hexen – wozu übri­gens auch männ­liche zäh­len – hier durch­aus Tech­nik-affin. Der Ein­stieg wirkt teil­weise etwas holp­rig. Vie­les bleibt nach die­sem Auf­takt­band auch noch offen oder zu­min­dest ziem­lich schwam­mig. Ein er­heb­licher Teil des­sen, was im Klap­pen­text er­wähnt wird, taucht in der Hand­lung (bis­her) höchs­tens als An­deu­tung auf, ohne wirk­lich the­ma­ti­siert zu wer­den. Das Ge­samt­bild weckt aber Inte­resse. Für die tie­fer­ge­hen­den Hin­ter­gründe dürf­ten die noch fol­gen­den Bände noch Raum zur Ver­tie­fung bie­ten. Manche Zu­sam­men­hänge dürf­ten dann erst sicht­bar wer­den.

Die Autorin lässt den erzählerischen Fokus zwischen Wan Mei und Lia wech­seln, wobei stets aus dem Blick­win­kel eines Er­zäh­lers be­rich­tet wird.

Fazit:

Europäische und fernöstliche Hexenkulturen werden in dieser Urban-Fan­tasy-Reihe zu einer außer­ge­wöhn­lichen Story ver­wo­ben.

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Mydworth – 4 – Mord beim Maskenball (Hörbuch)

Matthew Costello, Neil Richards
Mydworth – 4 – Mord beim Maskenball (Hörbuch)

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b
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Übersetzung: Sabine Schilasky
Sprecher: Demet Fey

Der ‚falsche‘ Mord

Klappentext:

Lady Lavinias jährlicher Maskenball auf Mydworth Manor ist einer der gesell­schaft­lichen Höhe­punkte in dem klei­nen Städt­chen. Aber als einer der Gäste am See des An­we­sens tot auf­ge­fun­den wird, ist die Party schlag­artig vor­bei. Zu­nächst sieht es aus wie ein Herz­in­farkt. Aber Harry und Kat ver­mu­ten, dass der Tote mit der Maske tat­säch­lich das Opfer eines cle­ve­ren Mör­ders ge­wor­den ist, und be­gin­nen zu er­mit­teln…

Rezension:

Der Maskenball bei Harrys Tante ist eines der alljährlichen High­lights der ge­sam­ten Um­ge­bung. Sogar aus Lon­don kom­men illus­tre Gäste. Auch Harry und seine Frau Kat feh­len da na­tür­lich nicht. Als ein älte­rer Gast, der an­schei­nend einen Herz­in­farkt er­lit­ten hat, tot im Park auf­ge­fun­den wird, ist die Stim­mung na­tür­lich dahin. Kat und Harry ver­mu­ten aller­dings schon bald, dass die wahre Todes­ur­sache weit­aus weni­ger na­tür­lich ist.

Nach dem eher Genre-a-typischen Ausflug in die Hauptstadt in Band 3 („Spur nach Lon­don“) keh­ren Matthew Cos­tello und Neil Richards mit Band 4 wie­der in die im Cosy-Crime-Genre üb­li­chen Fahr­was­ser zu­rück. Das Prota­gonis­ten-Paar be­kommt es mit einem har­ten Brocken zu tun, denn es scheint kein Motiv für die Tat zu ge­ben. Dass sich trotz­dem eine Lö­sung fin­det, wun­dert na­tür­lich kaum. Dass die bei­den Ama­teur­de­tek­tive zuvor eini­gen fal­schen Fähr­ten nach­ge­hen, wohl auch nicht. Bei­des ist im Genre schließ­lich zu er­war­ten. Das ändert aller­dings nichts daran, dass der Cosy-Crime-affine Leser auch dies­mal wie­der gut unter­hal­ten wird. … und sich schon auf den nächs­ten Fall von Lord und Lady Mor­timer freuen darf.

Fazit:

Mit einem „Mord beim Maskenball“ kehrt „Mydworth“ zum im Genre Üb­lichen zurück – und kann Genre-Fans damit durch­aus über­zeu­gen.

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