Die Traumgänger – 1 – Aufbruch nach Deseo

Markus Heitz
Die Traumgänger – 1 – Aufbruch nach Deseo

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Suche im Albtraum-Lager

Klappentext:

Finn hat eine besondere Gabe: Er kann seine Träume beeinflussen. Doch eines Nachts taucht ein frem­des Mäd­chen in sei­nem Traum auf: Sanja. Sie sucht nach ihren Eltern. Ver­mut­lich hält sie Mrak, der böse Herr­scher des Alb­traum­lan­des, ge­fangen. Ihre Suche führt Sanja und Finn ins Traum­land Deseo. Dort stellt sich heraus, dass Sanja wegen meh­re­rer Dieb­stähle ge­sucht wird. Ge­hört sie zu den Bösen? Als Finns Gabe im Traum­land ver­sagt, kann er nicht mehr zu­rück – er ist ge­zwungen, Sanja zu ver­trauen.

Rezension:

Finn treibt verschiedene Sportarten, nach einem Unfall sitzt er aber vorü­ber­ge­hend im Roll­stuhl. Sein be­son­deres Talent ist es aller­dings, ein Klar­träu­mer zu sein, das heißt, dass er seine Träume be­wusst be­ein­flus­sen kann. Dass in einem sei­ner Träume je­doch ein reales Mäd­chen Kon­takt zu ihm auf­nimmt und ein reales Tref­fen mit ihm ver­ein­bart, ist auch für ihn kaum glaub­bar. Als diese Sanja ihn über­redet, ihr zu hel­fen, ihre Eltern im Traum­land zu be­freien, be­ginnt ein außer­ge­wöhn­liches Aben­teuer.

Mit diesem Auftaktband startet Markus Heitz in eine neue Urban-Fan­tasy-Reihe, die sich pri­mär an jüngere Leser wen­det. Die Länge der ein­zel­nen Bände hat dabei eher Novel­len- als Ro­man­um­fang. Die Idee, luzide Träume statt der üb­li­chen Fa­bel­we­sen in den Fokus zu stel­len, geht der Autor in die­sem Genre und spe­zi­ell in Büchern für eine jüngere Al­ters­gruppe eher un­ge­wöhn­liche Wege. Wahr­schein­lich wer­den die meis­ten Leser im Ziel­grup­pen­alter noch nie da­von ge­hört haben, dass es so etwas wirk­lich gibt. Gerade wegen die­ser Anders­artig­keit kann die Hand­lung je­doch durch­aus über­zeu­gen. Die Ge­fühls­welt des 13-jäh­ri­gen Prota­gonis­ten Finn, der wegen sei­ner Ver­let­zung vorü­ber­ge­hend ‚kalt­ge­stellt‘ ist, wirkt glaub­haft. Seine Co-Prota­gonis­tin Sanja, die als etwas älter cha­rak­te­ri­siert wird, wirkt da­ge­gen teil­weise etwas über­zogen. Ins­ge­samt kann die Ge­schichte als ge­lungen be­zeich­net wer­den, und der Leser darf auf die Fort­set­zung(en) ge­spannt sein.

Der Autor folgt erzählerisch stets Finn, sodass man beim Lesen alles aus des­sen Per­spek­tive erlebt.

Fazit:

Luzide Träume als zentrales Element stellen das hauptsächliche Allein­stel­lungs­merk­mal die­ser ju­gend­lichen Urban Fan­tasy dar.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nur unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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Album von Berlin, Charlottenburg und Potsdam

Reprint eines Bildbands aus den 1910ern
Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://rezicenter.blog/2020/01/28/bilder-aus-altbayern-reprint-eines-bildbands-von-1918/

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Kosuke Kindaichi ermittelt – 3 – Das Dorf der acht Gräber

Seishi Yokomizo
Kosuke Kindaichi ermittelt – 3 – Das Dorf der acht Gräber

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Der Ritter in der Höhle

Klappentext:

Das tief in den nebelverhangenen Bergen gelegene Dorf der acht Grä­ber ver­dankt sei­nen Namen einer blu­ti­gen Le­gende: Im sech­zehn­ten Jahr­hun­dert wur­den acht Samu­rai, die dort mit einem ge­hei­men Schatz Zu­flucht ge­sucht hat­ten, von den Be­woh­nern er­mor­det, was einen schreck­li­chen Fluch über ihr Dorf brachte. Jahr­hun­derte spä­ter kommt ein mys­teri­öser junger Mann na­mens Tat­suya in die Stadt und hat eine Reihe von töd­li­chen Gift­mi­schungen im Ge­päck. Der un­nach­ahm­lich ver­schro­bene und bril­lante Kosuke Kin­dai­chi nimmt die Er­mitt­lungen auf.

»Kosuke Kindaichi, der verschrobene Ermittler, hat mehr als nur eine flüch­tige Ähn­lich­keit mit Co­lumbo, der 1971 sein Fern­seh­debüt gab – was zu­fäl­lig der Zeit­punkt ist, an dem die­ser amü­sante Ro­man in Japan zum ers­ten Mal ver­öf­fent­licht wurde.« The Sun­day Times Crime Club

Rezension:

Nach seiner Rückkehr aus dem Krieg hat Tatsuya nichts mehr. Sei­nen leib­li­chen Vater hat er nie ge­kannt, sein Stief­vater wurde im Krieg ge­tö­tet, und der Ver­bleib sei­ner Mut­ter ist un­klar. Eines Tages wird er aller­dings aus der Rou­tine sei­nes Ar­beits­all­tags ge­ris­sen, als sich ein An­walt bei ihm mel­det. Eine rei­che Fa­mi­lie will ihn adop­tie­ren, eine Fa­mi­lie aus dem Dorf, aus dem seine Mut­ter stammte. Erst jetzt er­fährt Tat­suya seine wahre Ge­schichte, doch er­eig­nen sich in sei­nem Um­feld plötz­lich einige mys­teri­öse Todes­fälle, die sich als nicht na­tür­lich heraus­stel­len.

In Seishi Yokomizos Krimi geht es mysteriös und geheimnisvoll zu. Im Fokus steht dabei der 28-jäh­rige Tat­suya, des­sen Fa­mi­lien­ge­schichte eng mit der sei­nes Hei­mat­dor­fes und des­sen alten Le­gen­den ver­bun­den ist. Er ist auch der ein­deu­tige Prota­gonist (und Ich-Er­zäh­ler). Der Er­mitt­ler Kosuke Kin­dai­chi, den zu­min­dest der deut­sche Titel in den Mit­tel­punkt stellt, spielt da­ge­gen eigent­lich nur eine kleine Neben­rolle. Trotz des teil­weise mys­ti­schen Ambien­tes er­weist sich alles schluss­end­lich aller­dings als real-welt­lich.

Dieser Roman wurde im japanischen Original bereits 1971 veröffent­licht. Auf­fal­lend ist eine Dis­kre­panz in den zeit­lichen An­ga­ben inner­halb der Hand­lung. Zu Be­ginn wird aus­drück­lich der 25. Mai 1946 als Zeit­punkt des Ge­sche­hens ge­nannt, kurz da­rauf heißt es aller­dings, der Krieg wäre 4 Jahre her. Das passt na­tür­lich nicht, da der 2. Welt­krieg be­kannt­lich auch in Japan erst 1945 en­dete. … was dem Autor 1971 zwei­fel­los be­kannt ge­we­sen sein dürfte. Hat sich der Feh­ler even­tuell erst in der deut­schen Über­set­zung ein­ge­schli­chen?

Trotz dieses Fehlers kann das Buch jedoch gut unterhalten. Interessant ist dabei auch der Ein­blick in (da­ma­lige) ja­pa­ni­sche Fa­mi­lien­struk­tu­ren. Und ob­wohl die Lö­sung schließ­lich voll­kom­men lo­gisch ist, dürfte wohl nie­mand den Täter vor­zei­tig er­ra­ten kön­nen.

Fazit:

Ein mysteriöser Massenmord, der tief in die japanische Kultur einge­bet­tet ist, sorgt für eine hier un­ge­wohnte Krimi-Unter­hal­tung.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nur unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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In Flammen

Alexander Lorenz Golling
In Flammen

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Das jährliche Opfer

Klappentext:

Eine Hexe kehrt Jahrhunderte nach ihrer Hinrichtung zurück, ein Wan­de­rer ver­irrt sich in einem un­heim­li­chen Wald, ein Mo­tor­rad­fah­rer wird Opfer einer Zeit­ver­schie­bung: In die­ser Kurz­ge­schich­ten­samm­lung von Alexan­der Lorenz Gol­ling geht es sehr mys­teriös und gru­se­lig zur Sache. Sie ist, wie auch schon der Vor­gänger „Cres­zen­tia“ schwer­punkt­mäßig im Donau­moos und der wei­te­ren Um­ge­bung an­ge­sie­delt; die Ge­schich­ten ba­sie­ren teil­weise auch auf lo­ka­len Sagen und Le­gen­den.

Gollings Stil orientiert sich an Klassikern wie Edgar Allan Poe, M.R. James, Stephen King und Alger­non Black­wood, ist aber eigen­stän­dig und un­ver­wech­sel­bar.

Rezension:

Enthaltene Geschichten:
In Flammen
Das Raunen der Wälder
Auf Abruf
Eine Familienangelegenheit
Der Kurschatten
Vergiss mein nicht
Noch ein Bier, bitte!
Abendrot der Ewigkeit
Moorläuten
Zeitfalle
Heimkehr

Ein Obdachloser bittet in einem abgelegenen Bauernhof um eine Unter­kunft, ein Kur­gast stößt auf einen alten Fried­hof, ein Junge er­lebt einen un­ver­gess­li­chen Adria-Ur­laub, und Ur­lau­ber be­sich­ti­gen ein stil­les Moor – das sind nur 4 der 11 Kurz­ge­schich­ten, die Alexan­der Lorenz Gol­ling in die­sem Buch zu­sam­men­ge­stellt hat. In allen wird es den je­wei­li­gen Prota­gonis­ten gru­se­lig, eine ganze Reihe von ihnen über­lebt das Aben­teuer nicht. Aber auch die, die über­leben, wer­den diese Er­eig­nisse nie ver­ges­sen.

Den Anspruch, Gruselgeschichten zu schreiben, hat der Autor in allen Fäl­len de­fi­ni­tiv er­füllt. Dabei ist die Grund­stim­mung der Ge­schich­ten zu­nächst nicht immer düs­ter. In man­chen Fäl­len kommt der Gru­sel­ef­fekt erst zu­letzt. Der Zeit­rah­men reicht dabei vom spä­ten 19. Jahr­hun­dert bis in die Ge­gen­wart, in einem Fall sogar bis in die Zu­kunft. Fast alle Kurz­ge­schich­ten kön­nen gut unter­hal­ten, die letzte, „Heim­kehr“, ist die ein­zige, der ich nichts ab­ge­win­nen konnte.

In „Eine Familienangelegenheit“ erleben wir, wie ein Obdachloser vor mehr als 100 Jah­ren in einem bei­nahe ver­las­se­nen Guts­hof um eine Unter­kunft bi­ttet. Erst nach und nach er­fährt er, wie­so der Guts­herr, der für jede Hilfe dank­bar ist, der ein­zige ver­blie­bene Be­woh­ner ist.

„Das Raunen der Wälder“ lässt den Protagonisten erschauern. Erst ganz am Ende wird beim Lesen klar, was es mit dem Mann auf sich hat. Hier funktio­niert der Über­ra­schungs­ef­fekt de­fi­ni­tiv!

Dass es auch ohne unmittelbare Gefahr mysteriös-gruselig werden kann, be­weist „Noch ein Bier, bitte!“, ob­wohl es für die Be­tei­lig­ten nie ums Leben geht. Hier han­delt es sich eher um ‚Soft-Gru­sel‘.

Fazit:

Dieses Buch bietet eine gelungene Zusammenstellung von Gru­sel- bis Hor­ror-Stories ganz unter­schied­li­cher An­satz­punkte.

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Mileans Erben – 3 – Purpurdornen

Lara Eliasch
Mileans Erben – 3 – Purpurdornen

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Das Spiel des Prinzen

Klappentext:

»Ihr werdet alles für ihn tun. Freiwillig. Ihr werdet ihm zu Füßen fal­len, Euch ihm hin­ge­ben und nie wie­der etwas ande­res wün­schen.«

Über Nacht greifen die bisher friedlichen Drachen wahllos Men­schen und ihre Städte an. Das Ein­zige, was sie auf­halten kann, ist die Ver­bin­dung aller drei Horn­split­ter. Doch um das letzte Arte­fakt zu fin­den, muss Yola an den ly­si­schen Hof zu Prinz Lamar – dem größ­ten Ge­dan­ken­we­ber aller Zei­ten, fä­hig, je­den be­lie­bi­gen Ge­dan­ken in sei­nem Ge­gen­über zu er­zeu­gen. Weit­ab von den Kämp­fen zu Hause kon­fron­tiert der ge­nuss­süch­tige Lamar Yola und Zeph mit Ver­su­chungen aller Art, bis das Arte­fakt in den Hin­ter­grund gerät und sie sich fra­gen: Kön­nen sie ihren Ide­alen treu blei­ben – und wol­len sie es über­haupt? Pur­pur­dor­nen ist der dritte Band der Fan­tasy-Saga Mi­le­ans Er­ben – ein Aben­teuer vol­ler In­tri­gen, Lei­den­schaft und Kampf um Freund­schaft, Frei­heit und Liebe.

Rezension:

Nachdem alle lysischen ‚Berater‘ des Landes verwiesen wurden, könnte ganz Milean unter der ge­mein­sa­men Re­gent­schaft von Ze­pha­nian und Yola eigent­lich auf­le­ben. Doch gerade jetzt grei­fen die Dra­chen unter ihrem auf­er­stan­de­nen Dra­chen­gott an. Selbst Yola kann nicht zu ihnen durch­dringen, nur die Kraft aller 3 Split­ter könnte hel­fen. Doch einer da­von be­fin­det sich in Ly­sien. Zeph und Yola bleibt nichts, als sich an den ly­si­schen Hof zu be­ge­ben, mit dem sie ge­rade erst ge­bro­chen haben.

Sah es am Ende de 2. Bandes aus Lara Eliaschs Fantasy-Epos „Mileans Er­ben“ („Feuer­mohn“) aus, als würde sich alles zum Guten wen­den, steht es um Milean jetzt schlim­mer als zu­vor. Ob­wohl die Ge­fahr durch ver­nich­tende Dra­chen­an­griffe den Hin­ter­grund der Hand­lung die­ses Ban­des bil­det, steht vor allem Ly­sien und des­sen Herr­scher im Mit­tel­punkt der Hand­lung. Kann es den bei­den Prota­gonis­ten ge­lingen, der ly­si­schen Ge­dan­ken­web­kunst etwas ent­ge­gen­zu­set­zen? Spe­ziell das Ver­hält­nis Yolas zu den bei­den Män­nern an ihrer Seite ge­winnt Be­deu­tung für die Er­eig­nisse. Vom ju­gend­lichen Ein­druck der Prota­gonis­ten ist mitt­ler­weile nichts mehr er­kenn­bar. Ins­ge­samt ist die­ser Band der bis­her ‚dun­kelste‘, was ins­be­son­dere das Final be­trifft, in dem gleich meh­rere wich­tige Cha­rak­tere ster­ben. Das lässt die Ge­samt­hand­lung in einem Sta­dium zu­rück, an dem man nur schwer mut­ma­ßen kann, wo­hin die Ent­wick­lung im ab­schlie­ßen­den (?) 4. Band füh­ren könnte.

Auch diesmal wechselt die Autorin erzählerisch wieder zwischen ver­schie­de­nen Cha­rak­te­ren hin und her.

Fazit:

Die Stimmung wird in Band 3 dieses Fantasy-Epos immer düs­te­rer, man­che ‚Per­so­nal-Ent­schei­dungen‘ der Auto­rin sind be­dauer­lich.

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Erzählungen aus Ashbury – 1 – Das Versagen der Pahdora

Alessa de Laar
Erzählungen aus Ashbury – 1 – Das Versagen der Pahdora

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Gespaltene Verhältnisse

Klappentext:

Ashbury, ein Londoner Distrikt, von der Außenwelt abgeschnitten. Auf­re­gende Kri­mi­nal­fälle wer­den vor Ge­richt meist­bie­tend ver­stei­gert. Der Ge­win­ner er­wirbt das Pri­vi­leg, sich zu prä­sen­tie­ren und ne­ben­bei Schuld oder Un­schuld der An­ge­klag­ten zu be­wei­sen. Dabei un­er­läss­lich: die Pah­dora, Quell seiner Magie.

Die Strafe eines Verbrechers besteht in der temporären Spal­tung sei­ner Seele: Der stumme Ge­spal­tene muss sei­nem Opfer oder des­sen Fa­mi­lie die­nen, wäh­rend sein Be­wusst­sein in Kris­tall ver­sie­gelt ist.

Nach dem erfolgreichen Gebot auf einen Mordfall versagt die Pah­dora des acht­zehn­jäh­ri­gen Adli­gen Garth. Er sieht sich ge­zwungen, in den Gas­sen von Ash­bury so­wohl den Mör­der als auch ein Heil­mit­tel für sich selbst zu fin­den. Hilfe er­hält er dabei von sei­nen Die­nern: dem ge­wief­ten Erro und dem ge­spal­te­nen Leib­wäch­ter Flyn.

Rezension:

Nach einer Katastrophe wurde der Londoner Stadtteil Ashbury von der Außen­welt ab­ge­rie­gelt. Die Um­welt weiß nicht mal mehr, dass es die­sen gibt. In Ash­bury läuft das Leben anders. Magie spielt die ent­schei­dende Rolle. Als es der junge Adlige Garth bei einer Ge­richts­ver­hand­lung nicht schafft, die Wahr­heit aus einer ver­kohl­ten Leiche heraus­zu­lesen, be­gibt er sich auf Spu­ren­suche. Sein Die­ner Erro und der Ge­spal­tene Flyn unter­stüt­zen ihn dabei.

Mit der historischen Fantasy-Reihe „Erzählungen aus Ashbury“ wagt sich Alessa de Laar an einen un­ge­wöhn­li­chen Fan­tasy-Stoff heran. Ob­wohl der fik­tive Stadt­teil Ash­bury in Lon­don an­ge­sie­delt ist, gibt es prak­tisch keine Zu­sam­men­hänge zur rea­len Stadt, auch nicht der der Hand­lungs­zeit. Ein Urban-Fan­tasy-Fee­ling wird man hier ver­geb­lich suchen, dafür aber ein wirk­lich un­ge­wöhn­li­ches World­buil­ding sowie ein anders­arti­ges Magie­sys­tem. Auch die ge­zeigte Gesell­schafts­struk­tur fällt aus dem Rah­men. Zu­sam­men mit einer sich heraus­kris­tal­li­sie­ren­den De­tek­tiv-Ge­schichte macht die immer span­nen­der wer­dende Hand­lung rich­tig Spaß. Als der eigent­liche Prota­gonist er­weist sich dabei nicht der junge Adlige Garth, son­dern des­sen Die­ner be­zie­hungs­weise ‚Kli­ent‘ Erro, der selbst eine ganze Reihe an Ge­heim­nis­sen birgt. Einige der Er­klä­rungen in die­sem Zu­sam­men­hang blei­ben im Buch lei­der recht schwam­mig und wur­den mir erst durch Er­klä­rungen der Auto­rin im Rah­men einer Lese­runde wirk­lich voll­kom­men ver­ständ­lich. Da sollte die Auto­rin in einer der zu er­war­ten­den Fort­set­zungen un­be­dingt deut­li­cher wer­den. Die Welt Ash­burys ver­spricht näm­lich viel Poten­zial für wei­tere Ge­schich­ten.

Die Autorin wechselt zwischen den Blickwinkeln der Hauptcharaktere hin und her.

Fazit:

Ein überzeugender Einstieg in eine ganz neue und einzigartige Fan­tasy-Welt, die kaum Bezüge zum rea­len Lon­don er­ken­nen lässt.

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Silver City – 2 – das Goldene Feuer

Angie Delazi
Silver City – 2 – das Goldene Feuer

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Familiengeheimnisse

Klappentext:

Eine heikle Mission. Ein düsteres Ziel. Ein übermächtiger Gegner.

Dank eines mystischen Gesteins ist es den Menschen gelungen, Gene zu mani­pu­lie­ren und wei­tere Spe­zies zu er­schaf­fen: Dra­chen, Ma­gier und Ge­stalt­wan­dler.

Nachdem Leas Mutter wegen Hochverrats gefangen genommen wurde, setzt Lea alles daran, ihre Un­schuld zu be­wei­sen. Lei­der ist sie dafür ge­zwungen mit Jay­den zu­sam­men­zu­ar­bei­ten, mit dem sie nichts als Ab­nei­gung ver­bin­det.

Ihre Nachforschungen führen auf ein dunkles Geheimnis ihres größ­ten Wider­sa­chers, der sie monate­lange ge­fangen ge­hal­ten hat. Sein düs­te­rer Plan würde die ge­samte Welt ver­än­dern. Lea kämpft mit all ihren Kräf­ten – doch da ist nicht nur ihr Erz­feind, schon bald sieht es so aus, als wäre ihr eige­nes Herz, der viel grö­ßere Geg­ner. So über­di­men­sio­nal, dass sie macht­los ist. Wird die Dunkel­heit ihr Feuer be­sie­gen?

Dieser Fantasyroman ist eine spannende Geschichte um Menschen, die in einer hoch­tech­ni­sier­ten Stadt mit sau­be­rer Ener­gie leben. Tauche jetzt mit Lea und Jay­den in das sa­gen­um­wo­bene Sil­ver City ein.

Rezension:

Lea, die irgendwann eines der führenden Biotech-Firmen erben wird, wurde ent­führt und ge­fangen­ge­hal­ten. Als sie wie­der frei­kommt, will ihr Vater sie mit dem Erben des größ­ten Kon­kur­ren­ten, Jayden, ver­kup­peln. Um ihre nach wie vor ver­schwun­dene Mut­ter auf­zu­spü­ren, willigt Lea zum Schein ein. Schon bald müs­sen sie und ihr Schein-Ver­lob­ter aller­dings er­ken­nen, dass eini­ges nicht stim­men kann.

Gleich zu Beginn des 2. Bandes aus Angie Delazis Mehrteiler um die kom­pli­zier­ten Ver­hält­nisse in „Sil­ver City“ fällt auf, dass wir es mit einer ande­ren Prota­gonis­tin als in Band 1 („die Re­bel­lion“) zu tun haben. Erst später taucht Ryn, die Prota­gonis­tin des 1. Ban­des, in einer Neben­rolle auf. Um so wei­ter die Ge­samt­hand­lung voran­schrei­tet, um so kom­pli­zier­ter wird aller­dings die Genre­zu­wei­sung die­ser Bücher. Die Exis­tenz von Dra­chen­wand­lern und Ma­giern scheint zu­nächst na­tür­lich ein­deu­tig auf das Fan­tasy-Genre hin­zu­deu­ten. Aller­dings wurde be­reits im 1. Band klar, dass diese spe­zi­el­len Le­bens­for­men von den Men­schen in einer zu­künf­ti­gen Welt gen­tech­nisch er­schaf­fen wur­den. Damit fällt die Hand­lung wohl doch eher in den Be­reich der Science Fic­tion oder Dys­to­pie. Somit kann man na­tür­lich auch kaum von einer Ro­man­tasy spre­chen, ob­wohl es zwi­schen den Schein-Ver­lob­ten (na­tür­lich) doch noch zu einer An­nä­he­rung kommt. Viel interes­san­ter ist aller­dings die sich erst lang­sam heraus­kris­tal­li­sie­rende Wahr­heit hin­ter den Ku­lis­sen der ri­va­li­sie­ren­den Fir­men, den hin­ter die­sen steh­en­den Fa­mi­lien und den ge­schicht­li­chen Hin­ter­grün­den. Und na­tür­lich gibt es einen Geg­ner, der seine eige­nen Inte­res­sen mit allen Mit­teln durch­set­zen will … Sie Story kann fes­seln, wo­bei dem Leser einige Auf­merk­sam­keit ab­ver­langt wird, um allen ver­wir­ren­den Hin­ter­grün­den und In­tri­gen fol­gen zu kön­nen.

Die Autorin erzählt ihre Geschichte aus der Perspek­ti­ve ihrer Protagonistin.

Fazit:

Eine dystopische Science Fiction mit Fantasy-Anklängen wäre wohl die pas­sende Genre­zu­ord­nung die­ser span­nen­den Ge­schichte.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

LBG Banner Sommerferien
Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nur unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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Album von Berlin, Charlottenburg und Potsdam

Reprint eines Bildbands aus den 1910ern
Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://rezicenter.blog/2020/01/28/bilder-aus-altbayern-reprint-eines-bildbands-von-1918/

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Tipps für preisgünstigen Lesestoff

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Jezebel Files – 1 – Wenn der Golem zweimal klingelt

Deborah Wilde
Jezebel Files – 1 – Wenn der Golem zweimal klingelt

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b
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Übersetzung: Julia Schwenk

Das Tattoo

Klappentext:

Als Privatdetektivin in Vancouver hat Ashira Cohen schon einige Fälle ge­löst. Da­her scheint es bloße Rou­tine zu sein, als sie ein ver­schwun­de­nes Mäd­chen auf­spü­ren soll … bis die Sache es­ka­liert. Ein Schlag auf Ashs Hin­ter­kopf tut nicht nur weh, son­dern ent­hüllt ein selt­sa­mes Tat­too – und sie ver­fügt plötz­lich über ma­gi­sche Fä­hig­kei­ten, die sie eigent­lich gar nicht haben dürfte. Als wenn das nicht ver­stö­rend genug wäre, hat sie nun keine andere Wahl, als mit Levi Monte­fiore zu­sam­men­zu­ar­bei­ten, ihrem Riva­len seit Ju­gend­zei­ten. Levi ist mitt­ler­weile Ober­haupt der ma­gi­schen Ge­mein­schaft – und eine ziem­liche Land­plage, wenn man Ash fragt. Er soll ihr hel­fen, dem Rät­sel ihrer Magie auf den Grund zu ge­hen. Doch als noch mehr Jugend­liche ent­führt wer­den, hat die­ser Fall oberste Pri­ori­tät. Ash be­ginnt zu er­mit­teln und stürzt kopf­über in ein bi­zar­res Wun­der­land, in dem töd­li­che Ge­fah­ren lau­ern. Und Go­lems – wer hat denn bitte schön die Jungs aus Lehm los­ge­las­sen? Je tie­fer Ash ihre Nase in die An­ge­le­gen­hei­ten der ma­gisch Be­gab­ten steckt, desto dunk­lere Ab­gründe tun sich vor ihr auf. Und sie muss auf­pas­sen, dass ihr Kopf nicht als nächs­ter rollt …

Rezension:

Privatdetektivin Ashira Cohen lebt in Vancouver, wo es eine aus­ge­dehnte ma­gi­sche Ge­mein­schaft gibt. Von der muss sie sich be­rufl­ich aller­dings fern­hal­ten, denn als nicht­ma­gi­sche De­tek­ti­vin darf sie keine Fälle be­ar­bei­ten, in denen Magie im Spiel ist. Des­halb ist sie auch sauer, als sie für eine Kli­en­tin deren Toch­ter auf­spürt, ohne dass die Mut­ter ihre ver­ra­ten hat, dass das Mäd­chen ma­gisch ist. Das könnte Ash eine hohe Strafe ein­bringen. Alles ändert sich je­doch, als in Ash plötz­lich ma­gi­sche Kräfte er­wa­chen. Dabei ist das bei Er­wach­se­nen eigent­lich un­mög­lich …

Deborah Wilde siedelt ihre Fantasy-Reihe im Vancouver einer Paral­lel­welt an, die tech­nisch etwa auf unse­rem aktu­el­len Stand ist. Magie ist hier all­täg­lich und allen be­kannt. Weil Ma­gier in man­chen Län­dern aller­dings ver­folgt wer­den, ist Ka­nada zum Sam­mel­punkt ma­gi­scher Flücht­linge ge­wor­den. Auch hier gibt es je­doch Grup­pie­rungen, die in Magie eine Ge­fahr sehen. Un­güns­ti­ger­weise führt die Mut­ter der Prota­gonis­tin eine Partei an, die in Magie eine Ge­fahr sieht und des­halb eine schär­fere Über­wa­chung die­ser for­dert. Dass sie selbst jetzt immer stär­ker in ma­gi­sche Pro­bleme ver­wi­ckelt wird, ver­bes­sert das ohne­hin nicht sehr gute Ver­hält­nis zwi­schen Toch­ter und Mut­ter nicht gerade. Außer­ge­wöhn­lich (und mir im Fan­tasy-Genre noch nie be­geg­net) ist die Tat­sache, dass die Ge­schichte in der jüdi­schen Kul­tur ver­ankert ist, auch wenn sich die Prota­gonis­tin selbst als nicht-reli­giös be­trach­tet. Auch der Reihen­titel „Jeze­bel Files“ nimmt da­rauf Be­zug, er­klärt sich aber erst gegen Ende die­ses Ban­des. Das Magie­sys­tem mit sei­nen ver­schie­de­nen Ma­gie­ty­pen hebt sich eben­falls vom Ge­wohn­ten ab. Wieso die Auto­rin aller­dings 2 Sex­sze­nen in die Hand­lung ein­bauen musste, er­schließt sich mir nicht, spie­len diese für das eigent­liche Ge­sche­hen doch keine sinn­volle Rolle.

Die Autorin nutzt ihre Protagonistin als Ich-Erzählerin, womit der Leser vom In­for­ma­ti­ons­stand her immer auf Augen­höhe mit die­ser ist.

Fazit:

Diese magische Detektivgeschichte verzichtet durch ihre Verortung in einer Paral­lel­welt da­rauf, die Magie vor Nor­ma­los ver­stecken zu müs­sen.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nur unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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Album von Berlin, Charlottenburg und Potsdam

Reprint eines Bildbands aus den 1910ern
Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://rezicenter.blog/2020/01/28/bilder-aus-altbayern-reprint-eines-bildbands-von-1918/

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Monsteranwalt Daniel Becker – 2 – Monsteranwalt

Royce Buckingham
Monsteranwalt Daniel Becker – 2 – Monsteranwalt

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b
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Übersetzung: Hans Link
Sprecher: Matthias Lühn

Die Klientin, die mich fressen will

Klappentext:

Daniel Becker ist der Anwalt, dem Monster vertrauen! Der zweite Band der neuen Urban-Fan­tasy-Serie von SPIE­GEL-Bests­el­ler­autor Royce Bucking­ham.

Rechtsanwalt Daniel Becker würde natürlich auch normale Men­schen vor Ge­richt ver­tre­ten. Doch seit er sein per­sön­li­ches Mons­ter-unter-dem-Bett vor dem Ge­fres­sen­wer­den durch den noch mons­trö­se­ren Rich­ter be­wahrt hat, suchen immer skur­ri­lere Ge­stal­ten seine Kanz­lei auf. Als Daniel einen Auf­trag der Bür­ger­meis­te­rin von Seat­tle er­hält, hofft er da­her, end­lich in der nor­ma­len Welt den Durch­bruch zu schaf­fen. Lei­der ist auch ihr An­lie­gen über­na­tür­li­cher Art. Irgend­etwas ver­senkt Schiffe vor der Küste. Daniel ist zwar bald in der Lage, eine Lö­sung zu prä­sen­tie­ren, aller­dings wäre diese un­po­pu­lär – und das Amt der Bür­ger­meis­te­rin steht in die­sem Jahr zur Wie­der­wahl…

Rezension:

Seit er erstmals ein magisches Wesen vor Gericht vertrat, be­kommt Daniel Becker, Rechts­an­walt in Seat­tle, fast nur noch ma­gi­sche Kli­en­ten. Dumm nur, dass am Ende sel­ten viel Geld in sei­nen Ta­schen lan­det. Noch dazu sind die Fälle und manch­mal sogar die Kli­en­ten nicht ganz un­ge­fähr­lich. Wie bei­spiels­weise eine Kli­en­tin, die sich plötz­lich in eine Schlange ver­wan­delt und ihn auf­fres­sen will. Aber damit fangen die Pro­bleme eigent­lich erst an …

Wohin gehen magische Wesen, wenn sie ihr Recht durchsetzen möch­ten? Zu einem An­walt na­tür­lich! Diese Idee für eine Urban-Fan­tasy-Hand­lung ist fast schon genial. Trotz­dem habe ich bis­her keine Ge­schich­ten auf die­ser Grund­lage ge­le­sen (be­zie­hungs­weise ge­hört). Royce Bucking­ham hat damit eine interes­sante Hand­lungs-Grund­lage er­dacht, bei der zahl­reiche Ge­schich­ten denk­bar sind. Den 1. Band rund um den „Mons­ter­an­walt Daniel Becker“ („Im Zwei­fel für das Mons­ter“) habe ich lei­der nur am Rande mei­nes Auf­merk­sam­keits­krei­ses mit­be­kom­men, je­doch nicht ge­le­sen. Aller­dings ist die­ser Band auch ohne Vor­kennt­nisse gut ver­ständ­lich. Die Pro­bleme des An­walts mit sei­nen spe­zi­el­len Kli­en­ten sind dabei ziem­lich humor­voll an­ge­legt. Die Kom­bi­na­tion von Urban-Fan­tasy-Stof­fen mit Humor scheint übri­gens das Mar­ken­zei­chen des Autors zu sein. Im bis­her ein­zi­gen Royce-Bucking­ham-Buch, das mir zu­vor be­kannt war, „Demon­keeper – 1 – Däm­li­che Dä­mo­nen“, nutzt er diese Kom­bi­na­tion näm­lich auch. Wäh­rend „Demon­keeper“ aller­dings eher in den Jugend­buch-Sek­tor fällt, peilt der „Mons­ter­an­walt Daniel Becker“ ein er­wach­se­nes Pub­li­kum an. Die Per­spek­tive des Ich-Er­zäh­lers be­tont die für den Leser lus­ti­gen Vor­fälle zu­sätz­lich. Die ein­zige klei­nere Kri­tik be­steht le­dig­lich darin, dass es viel­leicht ein paar zu viel Fälle sind, die inner­halb des Buches mehr oder we­ni­ger pa­ral­lel ab­ge­han­delt wer­den. Aller­dings wäre es na­tür­lich mög­lich, dass man­che davon even­tu­ell schon den kom­men­den Band vor­be­rie­ten könn­ten. Auf den macht die­ses Buch näm­lich de­fi­ni­tiv Lust.

Fazit:

Ein Anwalt, der Monster vertritt – diese Idee birgt ein großes Humor-Po­ten­zial. Und dieses nutzt der Autor er­folg­reich aus.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nur unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
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Die gruseligsten Orte in Hamburg

Lutz Kreutzer (Hrsg.)
Die gruseligsten Orte in Hamburg

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Zwischen Störtebeker und Atombunker

Klappentext:

Grusel und Schauer in Hamburg

Zwölf gruselige Geschichten von zwölf Autoren über zwölf reale Orte in Ham­burg, an­ge­lehnt an Le­gen­den und Er­eig­nisse vom frü­hen Mit­tel­alter bis in die Ge­gen­wart: Wie die Wi­kinger die Hamma­burg über­fie­len und brand­schatz­ten. Warum der Teu­fel sich an der Teu­fels­brück kein Schnipp­chen schla­gen lässt und wie Stör­te­be­ker sei­nen Tod sühnte. Welche fins­te­ren Ge­heim­nisse der Klos­ter­stern in Har­veste­hude birgt und wel­che Ge­fah­ren in den Atom­bun­kern am Haupt­bahn­hof lau­ern.

Schaurig schön – Hamburg von seiner gruseligen Seite!

Rezension:

Enthaltene Geschichten:
Lutz Kreutzer – Der Untergang der Hammaburg
Christoph Ernst – Die Nonnen von Harvestehude
Alexa Stein – Teuflische List
Reimer Boy Eilers – Totenkopf, was glotzt du so?
Uwe Gardein – Der Feuersturm
Carola Christiansen – Der Axtmörder von Altona
Anja Marschall – Der Tote im Speicher
Roman Voosen – Der rote Tell
Kirsten Püttjer & Volker Bleeck – Büfett mit Sülze
Jürgen Ehlers – Ein Ehrentag
René Junge – Eine Nacht mit Maria
Regula Venske – Marthe Underground

Wikinger greifen die Hammaburg an, eine Schriftstellerin wird bei einer Be­sich­ti­gung des alten Atom­bun­kers ‚ver­ges­sen‘, eine nicht mehr ganz junge Jung­unter­neh­merin stößt gleich bei ihrem 1. Auf­trag auf mys­teri­öse Hin­der­nisse – so viel­fäl­tig sind die Er­leb­nisse, die die Prota­gonis­ten die­ser Antho­logie in Ham­burg er­le­ben.

Der Titel dieser Anthologie verspricht, die Leser an „Die gruseligs­ten Orte in Ham­burg“ zu füh­ren. Das weckt na­tür­lich die Er­war­tung, es hier mit Hor­ror-, Gru­sel- oder Mys­tery-Ge­schich­ten zu tun zu krie­gen. Das ist auch nicht falsch, aller­dings fal­len nicht alle Bei­träge in die­sen Genre-Be­reich. Gru­se­lig ist es bei wei­tem nicht immer. Der Zeit­rah­men reicht von 845 bis in die Ge­gen­wart. Teil­weise wur­den reale his­to­ri­sche Er­eig­nisse lite­ra­risch auf­ge­ar­bei­tet, in „Der Axt­mör­der von Al­tona“ be­gibt sich Carola Chris­tian­sen sogar in den Real-Crime-Be­reich. Der Groß­teil der Sto­ries kann in sei­ner Viel­falt gut unter­hal­ten.

Mein eindeutiges Highlight ist das „Büfett mit Sülze“, das Kirs­ten Pütt­jer und Vol­ker Bleeck ser­vie­ren. Eine Frau fin­det schon wäh­rend der Ge­wer­be­an­mel­dung im Ge­wer­be­amt ihren 1. lu­kra­ti­ven Kun­den. Die Um­ge­bung am Auf­trags­ort stellt ihr je­doch Hin­der­nisse in den Weg, die immer mys­teri­öser wer­den. Die ‚Auf­lö­sung‘ am Ende ver­dirbt die Ge­schichte aller­dings lei­der etwas.

Sehr gut gefiel mir auch Reimer Boy Eilers’ „Totenkopf, was glotzt du so?“, das zeit­lich rela­tiv kurz nach Stör­te­bekers Hin­rich­tung han­delt. Auch das ist eine über­zeu­gende Kurz­ge­schichte.

So bunt die Zusammenstellung ist, so ist es doch gelungen, eine unter­halt­same Ham­burg-Antho­lo­gie zu­sam­men­zu­stel­len.

Fazit:

Auch wenn es nicht immer so gruselig ist, wie der Titel vermuten lässt, kann diese Antho­logie gut unter­hal­ten.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Album von Berlin, Charlottenburg und Potsdam

Reprint eines Bildbands aus den 1910ern
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Solartopia – 2 – Bis zum Ende der Zeit

Victoria Hume
Solartopia – 2 – Bis zum Ende der Zeit

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b
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Übersetzung: Katrin Segerer, Yvonne Eglinger

Der brennende Baum

Klappentext:

Das große Finale des packenden Future-Fiction-Zweiteilers

Nova ist in ihren Garten hoch oben in Turris zurückgekehrt. Und sie ist nicht mehr allein. An ihrer Seite ist nicht nur der junge Pilot Jett, son­dern auch des­sen Vater Har­lin und die Rebel­lin Euly. Könnte es doch nur für immer so blei­ben … Doch Nova weiß: Sie müs­sen zu­rück nach Solar­topia und des­sen Be­woh­ner vor den Plä­nen des Gärt­ners war­nen. Denn er ist nicht das gü­tige Ober­haupt, für den alle ihn hal­ten, son­dern er hat vor, sie alle zu­rück­zu­las­sen, wenn der gif­tige Nebel, der auch Novas Turm be­droht, näher kommt. Doch um die ande­ren zu über­zeu­gen, brau­chen sie Be­weise. Eine ge­fähr­li­che Mis­sion be­ginnt, bei der Nova und ihre Freunde ver­su­chen, das ge­heime Labor des Gärt­ners aus­fin­dig zu machen. Und ihnen läuft die Zeit da­von …

Rezension:

Zusammen mit Jett und anderen konnte Nova in ihren Dach­gar­ten zu­rück­keh­ren. Doch der Nebel steigt, und auch hier wird es nicht mehr lange sicher sein. Außer­dem müs­sen sie den Gärt­ner stop­pen, be­vor ein Groß­teil der Be­völ­ke­rung Solar­topias von die­sem zum Ster­ben ver­dammt wird. Des­halb müs­sen sie zu­rück, um allen zu be­wei­sen, dass der Gärt­ner ein fal­sches Spiel spielt. Das Pro­blem ist nur, dass sie in Solar­topia als Ter­ro­ris­ten ge­sucht wer­den.

Im Abschluss ihrer Jugend-Abenteuer-Öko-Thriller-Dilogie wirkt ihre 16-jäh­rige Prota­gonis­tin Nova ge­reif­ter, was auch daran lie­gen dürfte, dass sie jetzt im Ge­gen­satz zur Aus­gangs­lage in Band 1 („Am An­fang der Welt“) echte Freunde be­zie­hungs­weise Mit­kämpfer an ihrer Seite hat. Einen Finn braucht sie nicht mehr. Nach dem Auf­takt in Turris ver­la­gert sich die Hand­lung schnell wie­der nach Solar­topia, wo Nova die Haupt­last bei der Be­weis­suche zu­fällt. Das bie­tet ihr und dem Leser neue Ein­blicke in das wahre Leben in der Stadt. Und das er­weist sich zu­neh­mend als weit­aus weni­ger uto­pisch-para­di­sisch, als es zu­nächst er­schien. Zum Finale hin wird die Hand­lung immer schnel­ler, bis der Show­down dann über­ra­schend kurz und un­kom­pli­ziert von­stat­ten­geht. Die sich in Band 1 an­bah­nende Ro­manze zwi­schen Nova und Jett wird kaum noch the­ma­ti­siert. Die Hand­lung der Di­logie als Gan­zes funktio­niert gut und bie­tet einen ‚run­den‘ Lese­genuss. Das Ende, das durch ein Kapi­tel mit Epi­log-Cha­rak­ter ab­ge­schlos­sen wird, macht eine Fort­set­zung un­wahr­schein­lich.

Natürlich dient die Protagonisten der Autorin auch in diesem Band wie­der als Ich-Er­zäh­lerin. Wie schon beim 1. Band muss ich aber auch hier wie­der das ‚Gen­ter-Deutsch‘ der Über­set­zung kri­ti­sie­ren. Wo im Ori­gi­nal mit Sicher­heit ein­fach „tea­chers“ steht, macht die Über­set­zung da­raus stän­dig „Leh­rerin­nen und Leh­rer“, statt es ein­fach kor­rekt mit „Leh­rer“ zu über­set­zen. Auch ist stän­dig von „Schü­lerin­nen und Schü­lern“, „Be­woh­nerin­nen und Be­woh­nern“ oder „Ab­sol­ven­tin­nen und Ab­sol­ven­ten“ die Rede, ob­wohl in allen Fäl­len aus dem Zu­sam­men­hang auch so klar wäre, dass in allen die­sen Fäl­len auch weib­liche Schü­ler, Be­woh­ner, Ab­sol­ven­ten dabei sind. Das stört den Lese­fluss lei­der deut­lich.

Fazit:

Diese dystopische Jugend-Öko-Thriller-Dilogie kann auch im 2. Band über­zeu­gen, der schnel­ler und Action-las­ti­ger als der 1. er­scheint.

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