Geister inklusive – 3 – Grusel und Getreide

Louisa Masters
Geister inklusive – 3 – Grusel und Getreide

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Übersetzung: Johanna Hofer von Lobenstein

Mütter und Schemen

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Klappentext:

Ich dachte, meine Schwärmerei für Daniel sei eine epische Tragödie, aber dann stellte sich heraus, dass ich ein Mittler bin – je­mand, der mit Wesen aus der An­ders­welt kom­mu­ni­zie­ren kann –, und schon kommt mir meine un­er­wi­derte Liebe zu mei­nem straighten Freund nicht mehr wie mein größ­tes Pro­blem vor.

Nachdem ein Geist mich vor einer nahenden Katastrophe gewarnt hat, schal­tet Daniel je­doch in den Be­schüt­zer­mo­dus. Was für mich völ­lig in Ord­nung ist, bis nach einem Miss­ver­ständ­nis eins zum ande­ren führt und nun die ganze Stadt glaubt, er und ich wären ein Paar. Ups?!

Doch was auch immer gerade in der Anderswelt passiert, schwappt in unsere Welt herü­ber, und wir müs­sen alle mit­hel­fen, die Mensch­heit zu schüt­zen … falls wir das kön­nen.

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Rezension:

Auf Mannix Estate, einem Hotel mit zugehörigen historischen Schau-Bauern­hof ge­hö­ren Geis­ter zur all­täg­lichen Um­ge­bung. Zu­sätz­lich zu ihren nor­ma­len Tätig­kei­ten und dem Ärger mit man­chen Be­su­chern hat das Per­so­nal stän­dig damit zu tun, Geis­ter und Dä­mo­nen in Schach zu hal­ten. Dazu kom­men die per­sön­li­chen Be­zie­hungen, die oft nicht un­kom­pli­ziert sind. Und nicht zu ver­ges­sen: ein er­heb­licher An­teil der Be­schäf­tig­ten ist schwul.

Louisa Masters’ Idee, eine humorvolle Urban Fantasy rund um Geister und Dä­mo­nen mit einer schwu­len Ro­man­tasy zu kom­bi­nie­ren, ver­lieh dem Genre neue An­satz­punkte. Dabei steht in je­dem Band der Reihe ein ande­res Paar im Mit­tel­punkt. Nach Josh und Ewan in Band 1 („Spuk und Schmied“) und Kie­ran und Con­nor in Band 2 („Drama und Dä­mo­nen­jäger“) rücken dies­mal Daniel und Skye in den Fokus. Lei­der nimmt die Qua­li­tät der Ge­schich­ten mit den Bän­den (zu­min­dest nach mei­nem Ge­schmack) ab. Empfand ich Band 1 noch als eine ge­lungene Urban-Fan­tasy-Story, die mit einem de­zen­ten ro­man­ti­schen Bei­werk ‚ge­schmückt‘ wurde, stör­ten mich in Band 2 recht de­tail­lierte ero­ti­sche Sze­nen. Diese sind im vor­lie­gen­den Band zwar nicht ganz so expli­zit aus­ge­fal­len, doch wird der Fan­tasy-Part jetzt zu einem kaum noch re­le­van­ten Bei­werk de­gra­diert, wäh­rend die Be­zie­hung zwi­schen den bei­den Pro­ta­go­nis­ten na­hezu zum allei­ni­gen Thema wird. Die Geis­ter sind eigent­lich nur noch humo­rige Side­kicks. Als Urban-Fan­tasy-Fan kann man nur hof­fen, dass die Auto­rin in zu­künf­ti­gen Bän­den den Fan­tasy-Aspekt wie­der deut­licher in den Vor­der­grund stellt.

Wie gewohnt lässt die Autorin ihre beiden Protagonisten auch diesmal wie­der ab­wech­selnd als Ich-Er­zäh­ler agie­ren.

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Fazit:

Leider rückt die Fantasy-Idee um Geister und Dämonen in die­sem Band zu sehr in den Hinter­grund., wäh­rend das Roman­tik-Thema do­mi­niert.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nur unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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Album von Berlin, Charlottenburg und Potsdam

Reprint eines Bildbands aus den 1910ern
Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://rezicenter.blog/2020/01/28/bilder-aus-altbayern-reprint-eines-bildbands-von-1918/

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Karte der Wildnis

Robert Macfarlane
Karte der Wildnis

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Übersetzung: Frank Sievers, Andreas Jandl

Gedanken über wilde …

Klappentext:

Wo gibt es heute noch Wildnis? Robert Macfarlanes Suche nach den letz­ten un­be­rühr­ten Fle­cken Natur wird zum le­ben­di­gen Streif­zug. Er ent­deckt ab­ge­le­gene In­seln und ver­bor­gene Ge­birge, durch­wan­dert un­weg­same Moore und un­durch­dring­liche Wäl­der. Er schwimmt in bran­den­der See und in ste­hen­den Ge­wäs­sern, er­klimmt wind­um­toste Gipfel, schläft in Sand­kuh­len. Und er be­gibt sich auf die Spu­ren der­je­ni­gen, die diese Orte vor ihm auf­such­ten: Pil­ger und Phi­lo­so­phen, For­scher und Lite­ra­ten. Eine sprach­mäch­tige Ein­la­dung zum Stau­nen.

Rezension:

Wenn man in dichtbesiedelten Ländern lebt, ist die Natur natürlich oft fern. Oder viel­leicht doch nicht? Auch in hoch­indus­triali­sier­ten Län­dern gibt es oft noch Fle­ckchen ech­ter Wild­nis – wenn man nur weiß, wo die zu fin­den sind.

Robert Macfarlane mag Wildnis. In seiner Heimat Großbritannien ist diese aber nicht gerade leicht zu fin­den. Doch auch hier gibt es Stel­len, die ech­ter Wild­nis zu­min­dest noch ähn­lich sind. Diese be­sucht er alleine oder mit Freun­den, und genau davon han­delt die­ses Buch. So­weit zu­min­dest die Theo­rie, den – ehr­lich ge­sagt – hatte ich von die­sem Buch etwas ande­res er­war­tet, als es tat­säch­lich ist. Er­war­tet hatte ich Reise- be­zie­hungs­weise Wan­der­be­schrei­bungen durch na­tur­nahe Ge­gen­den. Das fin­det sich hier aller­dings weni­ger. Na­tür­lich be­schreibt der Autor die be­such­ten Land­schaf­ten, wobei diese aller­dings eher als Bei­spiele die­nen. So gibt es zum Bei­spiel ein Kapi­tel „Moor“, in dem er von einem Aus­flug ins Rannoch Moor er­zählt. Das ist aber eher eine Ein­lei­tung, von der er schnell zu lite­ra­ri­schen Er­wäh­nungen die­ses, zu Moo­ren und ihrer Be­deu­tung für die Natur all­ge­mein und zu (mehr oder we­ni­ger be­rühm­ten) Men­schen über­geht, wel­che eine Ver­bin­dung zu die­sem und ande­ren Moo­ren hat­ten oder da­rü­ber ge­schrie­ben haben. Wirk­lich viel zum Rannoch Moor er­fährt der Leser da­ge­gen kaum. In die­sem Stil hält Robert Mac­far­lane es auch in allen ande­ren Ka­pi­teln, die sich unter ande­rem mit „Insel“, „Berg­grat“, „Hohl­weg“ und so weiter be­fas­sen. Zwi­schen­durch wer­den per­sön­liche Ge­fühle bei­spiels­weise zum Tot eines Wan­der­ge­fähr­ten ein­ge­streut. Damit hat die­ses Buch meine Er­war­tungen lei­der nur sehr an­nä­hernd er­füllt, denn über die vom Autor be­such­ten (bri­ti­schen) Land­schaf­ten habe ich dabei nur wenig er­fah­ren.

Fazit:

Dieses Buch bietet weniger Beschreibungen der besuchten Landschaf­ten als viel­mehr phi­lo­so­phi­sche Ge­dan­ken über diese.

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How to Seduce a Sorcerer

Regina Meißner
How to Seduce a Sorcerer

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Silvandors Probleme

Klappentext:

Um ihre Familie zu beschützen, willigt die junge Liora ein, die Ehefrau eines Zau­berers zu wer­den. Auf sei­ner Burg, ihrem neuen Zu­hause, ist nichts, wie es scheint. Ihren Bräu­ti­gam sieht sie erst am Tag ihrer Hoch­zeit, wo sie in einem dunk­len Ritual ver­mählt wer­den. Doch Jaro, der Zau­berer, ist ganz anders, als sie dachte. Als Hüter wacht er über die Fabel­wesen, die die Burg be­völ­kern. Wäh­rend Jaro sie mei­det, pla­gen Liora Vi­sio­nen von Geis­tern. In dem Ver­such, sie zu er­grün­den, kommt Liora Jaro immer näher. Aber er ver­birgt etwas und ihre Liebe steht unter kei­nem guten Stern …

Rezension:

Weil ihre Mutter tot und ihr Vater Alkoholiker ist, kümmert sich Liora auf­opfe­rungs­voll um ihre jünge­ren Ge­schwis­ter. Da Geld je­doch äußerst knapp ist, gibt es nie aus­rei­chend zu essen. Des­halb wil­ligt sie, als ihr ein Frem­der eine hohe Be­zah­lung an­bie­tet, wider­stre­bend ein, den auf seine Burg ver­bann­ten Zau­berer Jaro zu hei­ra­ten. Doch auf der Burg be­geg­net Liora un­heim­li­chen Wesen, und der Zau­berer bleibt auch nach ihrer Hoch­zeit vor­erst un­nah­bar.

Man muss zugeben, dass Regina Meißners Fantasy-Story auch nach den Maß­stä­ben die­ses Gen­res un­ge­wöhn­lich ist. Das fängt schon mit der Hand­lungs­welt an. Hier gibt es Men­schen, Ma­gie­be­gabte und Zau­berer, doch ist jede Aus­übung von Magie nach einem Krieg streng ver­bo­ten. Der auf seine Burg ver­bannte Zau­berer gilt als Mons­ter. Das Am­bi­ente wirkt aus­ge­spro­chen dys­to­pisch, aber deut­lich mo­derner, als man es in der High Fan­tasy ge­wohnt ist.

Dass sich manches als anders herausstellt, als es zunächst den Anschein hat, ist na­tür­lich ge­nauso zu er­war­ten, wie dass es schließ­lich doch noch zu einer Ro­manze kommt. Bei­des deu­tet ja schon der Klap­pen­text an. Die ma­gi­sche Welt, die sich Prota­gonis­tin und Leser ent­hüllt, wirkt interes­sant und neu­artig, wobei letzte­res auch daran lie­gen dürfte, dass auch mythi­sche Wesen der sla­wi­schen Kul­tur ein­ge­bun­den wer­den. Was mich da­ge­gen nicht ganz über­zeu­gen konnte, ist das Ende, wobei ich da na­tür­lich nicht auf Detail ein­ge­hen will. Auch wer­den die Hin­ter­gründe der Men­schen-Kul­tur mit ihrer strik­ten Ab­leh­nung der Magie lei­der nicht näher the­ma­ti­siert. Da bleibt eini­ges offen, was für das Ver­ständ­nis der Welt durch­aus von Be­deu­tung ge­we­sen wäre.

Die Autorin überlässt es ihrer Protagonistin, ihre Abenteuer als Ich-Erzäh­lerin zu be­rich­ten.

Fazit:

Der innovativen Story-Idee fehlt es in der praktischen Umsetzung noch an etwas Fein­schliff, um wirk­lich ‚rund‘ zu wir­ken.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nur unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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Die Chroniken von Wetherid – 1 – Die Gabe der Elfen

Christian Dölder
Die Chroniken von Wetherid – 1 – Die Gabe der Elfen

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Erwights Gegner

Klappentext:

In den Schatten alter Täler und tiefster Geheimnisse beginnt die Reise von „Die Chro­ni­ken von Wethe­rid – Die Gabe der Elfen“. In einer Welt, in der die Macht der Natur und des anti­ken Zau­bers das Gleich­ge­wicht von Leben und Tod be­stimmt, steht ein altes Buch im Mit­tel­punkt einer epi­schen Saga. Über die Jahr­hun­derte hin­weg von den Elfen wei­ter­ge­ge­ben, den wah­ren Hü­tern von Wethe­rid, birgt es das Ge­heim­nis, sich ge­gen die An­griffe der ver­ein­ten Feinde von Fall­gar zu ver­tei­di­gen.

Als das heilige Buch plötzlich verschwindet, begibt sich eine ungewöhnl­iche Gruppe von Hel­den auf eine ge­fähr­li­che Reise, um es zu­rück­zu­ho­len. Sie müs­sen tiefe Wäl­der, Städte und König­reiche durch­queren, die von ge­fähr­li­chen Krea­tu­ren und den Schat­ten ver­ges­se­ner Mächte be­wohnt sind, und das Ge­heim­nis des Buches lösen, bevor seine Ge­heim­nisse in die fal­schen Hände fal­len.

Der Kampf gegen die Zeit ist auch ein Kampf gegen sich selbst, denn die Hel­den müs­sen ihre tiefs­ten Ängste und Vor­ur­teile über­win­den, um sich zu­sam­men­zu­schlie­ßen und die dro­hende Dunkel­heit ab­zu­wen­den. „Die Chro­ni­ken von Wethe­rid – Die Gabe der Elfen“ ist eine Ge­schichte von Mut, Freund­schaft und der un­auf­halt­sa­men Kraft der Hoff­nung, die selbst in den dun­kels­ten Zei­ten leuch­tet.

Mit jedem umgeblätterten Kapitel enthüllt sich den Lesern eine Welt vol­ler Magie, Ge­heim­nisse und Aben­teuer, die sie nicht mehr los­las­sen wird. Tre­ten Sie ein in „Die Chro­ni­ken von Wethe­rid“ und wer­den Sie Teil einer Le­gende, die über die Gren­zen der Zeit hinaus be­steht.

Rezension:

Vrenli ist 40 und geht damit langsam dem Erwachsenwerten entge­gen. Als ein Frem­der er­scheint, der nach einem Buch sucht, das Vren­lis Groß­vater einst hatte, schlie­ßen er und sein Freund Wer­lis sich der Suche an. Damit be­ginnt eine Quest, der sich unter­wegs noch wei­tere Ge­fähr­ten an­schlie­ßen. Erst lang­sam er­schließt sich Vren­lis wahre Rolle.

Mit 675 Taschenbuch-Seiten, die alleine dieser 1. Band umfasst, kann man Chris­tian Döl­ders High-Fan­tasy-Aben­teuer wahr­haft als episch be­trach­ten. Dabei be­geg­nen dem Leser so ziem­lich alle men­schen­ähn­li­chen Fan­tasy-Wesen, die man aus die­sem Genre ge­wohnt ist. Und ein paar mehr. Schon beim Prota­gonis­ten Vrenli wird näm­lich bis zum Ende des Ban­des nicht klar, was er eigent­lich ist. Zu­min­dest ist er weder Mensch noch Elf oder Zwerg. Episch ist aber auch die Er­zähl­weise des Autors, was dazu führt, dass die Hand­lung erst nach einer er­heb­li­chen An­zahl von Sei­ten be­ginnt, interes­sant zu wer­den und das Inte­resse des Lesers zu fes­seln. Zu Be­ginn fol­gen wir der lang­sam wach­sen­den Reise­ge­mein­schaft und er­le­ben mit die­ser einige klei­nere Aben­teuer, bevor über­haupt klar wird, wo­rum es eigent­lich wirk­lich geht. Ab einem ge­wis­sen Punkt kann die Story dann packen, nur kommt der reich­lich spät. Nach mei­ner Mei­nung könnte diese Ge­schichte deut­lich ge­strafft wer­den, indem man be­lang­lose Ne­ben­hand­lungen heraus­kürzt. Das würde der sehr aus­ho­len­den Hand­lung sicher keines­falls scha­den, son­dern dem Ge­sche­hen im Ge­gen­teil zu­gute­kom­men. Als Leser muss man hoffen, dass sich der Autor in kom­men­den Bän­den stär­ker auf die Haupt­hand­lung kon­zen­triert.

Auch wenn Vrenli zweifellos der Hauptprotagonist ist, spaltet sich die Hand­lung in­folge immer wie­der er­fol­gen­der Auf­tei­lungen der Prota­gonis­ten­gruppe wie­der­holt in meh­rere Teil­hand­lungen auf, die er­zäh­le­risch den ver­schie­de­nen Teil­neh­mern der Quest fol­gen.

Fazit:

Die epische Fantasy-Handlung leidet leider an einer (zu) ausschweifenden Er­zähl­weise des Autors.

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Mydworth – 6 – Countdown im Cockpit (Hörbuch)

Matthew Costello, Neil Richards
Mydworth – 6 – Countdown im Cockpit (Hörbuch)

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Übersetzung: Sabine Schilasky
Sprecher: Demet Fey

Technische Probleme

Klappentext:

Die weltberühmte Pilotin Amelia Earhart ist zu Besuch in Myd­worth und sam­melt dort Geld für eine spek­ta­ku­läre Flug­show, auf der nur weib­li­che Pi­lo­tin­nen auf­tre­ten sol­len. Lady Lavinia ist ein gro­ßer Fan der be­ein­dru­cken­den Flie­gerin und auch Kat und Harry sind sehr ge­spannt auf die Show. Doch es gibt offen­bar je­man­den, der die­sen Auf­tritt mit allen Mi­tteln zu sa­bo­tie­ren ver­sucht. Als Amelia nur knapp einem heim­tü­cki­schen An­schlag auf ihr Leben ent­geht, zö­gern Lord und Lady Mor­timer kei­nen Mo­ment und set­zen alles daran, die Pilo­tin zu schüt­zen.

Rezension:

Amelia Earhart besucht Mydworth – das ist natürlich die Nach­richt in dem klei­nen Städt­chen! Doch schon bei der An­kunft ent­geht die be­rühmte Pilo­tin nur knapp einer Ka­tas­tro­phe. Bei einer Be­sich­ti­gung der not­ge­lan­de­ten Ma­schine stellt Lord Mor­timer Mani­pu­la­tio­nen fest. Doch wer könnte einen Nut­zen aus einem An­schlag au Ear­hart zie­hen?

Dass sie die Themen ihrer Cosy-Crime-Reihe erfolgreich variie­ren kön­nen, haben Matthew Cos­tello und Neil Richards in den ver­gange­nen Bän­den mehr­fach er­folg­reich be­wie­sen. Schon in den Bän­den 3 („Spur nach Lon­don“) und 5 („Töd­liche Fracht“) prä­sen­tier­ten sie ge­lungene Fälle ohne Mord, was in die­sem Genre eher sel­ten vor­kommt und des­halb be­son­ders auf­fällt. Auch dies­mal wei­chen sie vom klas­si­schen Auf­bau der­ar­ti­ger Kri­mis ab. Mit der Inte­gra­tion einer rea­len his­to­ri­schen Per­sön­lich­keit be­tre­ten sie für diese Reihe er­neut Neu­land. Lei­der kann man im vor­lie­gen­den Band eher weni­ger von einer er­folg­rei­chen Vari­ation spre­chen. Die Hand­lung kann nicht wirk­lich mit­rei­ßen, zu­mal Amelia Ear­harts Schick­sal ja all­ge­mein be­kannt ist und man da­her von An­fang an rela­tiv sicher aus­schlie­ßen kann, dass ihr im Rah­men der Hand­lung etwas Ernst­haf­tes pas­siert. Aber auch sonst hält sich die Span­nung eher in Gren­zen. Die Hand­lungen des in den bis­heri­gen Bän­den gut funktio­nie­ren­den Prota­gonis­ten-Ehe­paars blei­ben er­staun­lich blass. Somit ist Band 6 der mit Ab­stand schwächste der bis­heri­gen Reihe.

Die Stilmittel des Buches sowie der Hörbuch-Umsetzung entsprechen da­ge­gen dem Ge­wohn­ten.

Fazit:

Die Idee, eine reale historische Person in die Welt dieser Cosy-Crime-Reihe ein­zu­be­zie­hen, funktio­niert lei­der nur mäßig.

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Drachenbrut-Trilogie – 2 – Drachenorakel (Hörbuch)

Ava Richardson
Drachenbrut-Trilogie – 2 – Drachenorakel (Hörbuch)

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Sprecherin: Ricarda Ruff

Desirees Karriere

Klappentext:

Die Rebellion hat mehrere Kampferfolge zu verzeichnen, aber ob­wohl Desi­ree Black für ihren Bei­trag dazu be­lohnt wird, hat sie immer noch ein ein­zi­ges Ziel, ihre Eltern aus dem Griff des Geis­ter­kö­nigs zu be­freien. Das Pro­blem ist, dass die Magie, die die Loya­li­tät ihrer Eltern trübt, all­mäch­tig ist, und es gibt bis­her nie­man­den, der es ge­schafft hat, diese Ge­dan­ken­falle zu durch­bre­chen.

Das Wissen darüber wird Desirees Entschlossenheit nicht mindern, aber es schürt ihre Frus­tra­tion über die Stra­te­gie und die Füh­rung der Re­bel­lion.

Um ihren rebellischen Geist in geregelte Bahnen zu lenken, wird Dez vom Schlacht­feld ent­fernt, um als Atta­ché der Ober­be­fehls­ha­be­rin zu fun­gie­ren – wenn sie sich wei­gert, wird sie wegen ihres rück­sichts­lo­sen Ver­hal­tens von der Re­bel­lion ab­ge­setzt wer­den. Aber es ist nicht ein­fach, Füh­rung zu ler­nen und Weis­heit zu er­langen, auch wenn es Dez ge­lingt, das Dra­chen­ora­kel zu fin­den, das eine di­rekte Ver­bin­dung zur Göt­tin hat und viel­leicht den Schlüs­sel zur Be­frei­ung ihrer Eltern be­sitzt.

Aber ihre Ankunft deutet auf den nahenden Untergang hin. Und wäh­rend die Re­bel­lion an un­er­war­te­ten Ver­lus­ten in ihren Rei­hen lei­det, keh­ren die Lügen, die Dez einst heim­ge­sucht haben, zu­rück. Um die Re­bel­lion und ihre Fami­lie zu ret­ten, muss Dez jetzt mit neu ge­won­ne­nen Kräf­ten in die Di­men­sion ein­tre­ten, die das Wis­sen der Toten be­her­bergt.

Dort wird sie sich dem Geisterkönig stellen.

Rezension:

Desiree macht in den Reihen der Rebellion eine steile Karriere. Ihre oberste Pri­ori­tät bleibt es je­doch, ihre Eltern und andere Be­trof­fene aus der magi­schen Ab­hängig­keit des Geis­ter­kö­nigs zu be­freien. Dazu kommt, dass sich in den eige­nen Rei­hen ein er­bit­ter­ter Kon­kur­rent heraus­kris­tal­li­siert.

Schrieb ich in meiner Rezension zu Band 1 („Drachenbrut“) der „Dra­chen­brut-Tri­logie“, dass sie sich in eini­gem er­heb­lich von der Viel­zahl ande­rer Ava-Richard­son-Dra­chen­rei­ter-Tri­logien unter­schei­det, kehrt sie mit Band 2 eher zum ge­wohn­ten Ambi­ente zu­rück. Trotz­dem konnte mich die­ses (Hör-)Buch nicht so über­zeu­gen, wie ich es von den Dra­chen­rei­ter-Ge­schich­ten Ava Richard­sons an­sons­ten ge­wohnt bin. Im Gegen­teil ist es viel­leicht das schwächste Ava-Richard­son-Buch, das ich bis­her ge­le­sen be­zie­hungs­weise ge­hört habe. Am An­fang dachte ich, seit Band 1 müsste hand­lungs­mäßig einige Zeit ver­stri­chen sein, weil die Prota­gonis­tin, die sich am Ende des 1. Ban­des gerade erst eine be­gin­nende An­er­ken­nung in der Re­bel­lion er­ar­bei­tet hatte, jetzt schon eine Kom­man­do­funktion inne­hat. Spä­ter wird aber klar, dass nur wenig Zeit ver­gangen ist. Damit endet der ko­me­ten­hafte Auf­stieg Desi­rees aber nicht. Der Cha­rak­ter wirkt damit schon deut­lich Mary-Sue-artig. Des Wei­te­ren tau­chen ohne jedes Vor­zei­chen plötz­liche Ge­fühle für einen ande­ren Cha­rak­ter auf, wo­rauf zu­vor nichts hin­deu­tete. Die Cha­rak­ter­ent­wick­lung der Prota­gonis­tin wirkt lei­der über­haupt nicht glaub­haft. Somit kann man nur hof­fen, dass der finale Band die­ser Tri­logie das Ru­der mit einem glaub­haf­ten Sieg über den Geg­ner herum­rei­ßen kann.

Auch in diesem Band bleibt die junge Drachenreiterin Desiree die ein­zige Prota­gonis­tin, auf die die Hand­lung fokus­siert ist.

Fazit:

Mit Band 2 bleibt diese Trilogie eine solide Fantasy-Unterhaltung, kann aber nicht das Niveau ande­rer Ava-Richard­son-Werke er­rei­chen.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nur unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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Album von Berlin, Charlottenburg und Potsdam

Reprint eines Bildbands aus den 1910ern
Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://rezicenter.blog/2020/01/28/bilder-aus-altbayern-reprint-eines-bildbands-von-1918/

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Tipps für preisgünstigen Lesestoff

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Zwielicht – 20

Michael Schmidt (Hrsg.), Achim Hildebrand (Hrsg.)
Zwielicht – 20

St,rSt,rSt,rSt,bSt,b

Zwischen Horror und Langeweile

Klappentext:

Die 20. Ausgabe des Magazins Zwielicht. Das Titelbild ist wie immer von Björn Ian Craig. Vor­be­stell­bar als E-Book. Mit Illus­tra­tio­nen von Frank G. Gerigk.

Rezension:

Enthaltene Geschichten:
Julia A. Jorges – Zwschen zwölf und Mittag
Nele Sickel – Ein Mädchen in Gold mit Schuhen aus Glas
Silke Brandt – Die Burg über den Rheinwüsten
Ina Elbracht – Mein wunderschöner Supermarkt
Nikolaus Schwarz – Wer glaubt schon an Hexerei
Moritz Boltz – Der Tschonk
Maximilian Wust – Salz, Glas und Silber
Timothy Granville – Einige unlängst gestiftete Objekte
Christian Blum – Der Arhang
Lena Marlier – Schnee
Ansgar Sadeghi – Geliebte Schwester
Karin Reddemann – Roter Regen
John Martin Leahy – In Amundsens Zelt
Algernon Blackwood – Hass auf den ersten Blick
Max P. Becker – Die Hypnose
Arthur Machen – Die Geschichte des Sergt Richard Haughton und was ihm an der Somme wider­fuhr
Yvonne Tunnat – Der Hotelflur
Sascha Dinse – Lethe

Enthaltene Hintergrund-Beiträge:
Karin Reddemann – Märtyrer, Schlampertoni und der Heilige Bimbam
Michael Schmidt – Die Kurzgeschichten beim Vincent Preis

Angst, unklare, doch deutlich erahnbare Gefahren oder auch töd­liche Be­dro­hungen – alles das er­le­ben die Prota­gonis­ten die­ser Antho­logie. Und all das zwi­schen der Kai­ser­zeit und der fer­nen Zu­kunft.

„Zwielicht“ – lang ist es her, dass ich die 1. Ausgabe dieser sich selbst als Hor­ror­ma­ga­zin ver­ste­hen­den Antho­logie-Reihe ge­le­sen und re­zen­siert habe, 5½ Jahre um ge­nauer zu sein. „Wäh­rend die Hin­ter­grund-Bei­träge durch­weg interes­sant waren und mir eini­ges Neues ver­mit­teln konn­ten, konn­ten mich von den 15 Kurz­ge­schich­ten lei­der nur 2 über­zeu­gen, …“, schrieb ich damals. … und be­fasste mich nicht mehr mit die­ser Reihe. Mitt­ler­weile liegt schon Aus­gabe 20 vor, und als mir ein Re­zen­sions­exem­plar an­ge­bo­ten wurde, nahm ich die Ge­le­gen­heit wahr, heraus­zu­fin­den, wie sich das „Zwie­licht“ wei­ter­ent­wickelt hat. Lei­der muss ich meine Ein­schät­zung von da­mals wie­der­ho­len. Von den dies­mal sogar 18 Kurz­ge­schich­ten fand ich er­neut nur 2 über­zeu­gend. Die bei­den Hin­ter­grund-Bei­träge stie­ßen da­ge­gen nicht auf mein Inte­resse. So er­läu­tert Karin Redde­mann in „Mär­ty­rer, Schlam­per­toni und der Hei­lige Bim­bam“ die Be­deu­tung der di­ver­sen Schutz­hei­li­gen, ohne dass mir klar wird, wel­chen Zu­sam­men­hang das zur Hor­ror-The­ma­tik hat. Michael Schmidt lis­tet in „Die Kurz­ge­schich­ten beim Vin­cent Preis“ nur die no­mi­nier­ten Kurz­ge­schich­ten im Laufe der ver­gange­nen Jahre auf. Da kon­zen­triere ich mich lie­ber auf die bei­den Ge­schich­ten, die mich be­geis­tern konn­ten:

In Maximilian Wusts „Salz, Glas und Silber“ reisen wir gedanklich in die Kai­ser­zeit, in der sich ein Dä­mo­nen­jä­ger nach Rumä­nien be­gibt, um dort durch einen dunk­len Zau­berer er­weckte Wesen zu be­käm­pfen. Die Story er­in­nert stark an klas­si­sche Hor­ror-Ge­schich­ten und wirkt stim­mig. Für sich ge­nom­men wäre „Salz, Glas und Silber“ 5 Sterne wert!

In „Der Arhang“ von Christian Blum verliebt sich ein junger Kran­ken­haus­be­schäf­tig­ter in eine tod­kranke Patien­tin. Im An­ge­sicht des Totes trifft diese eine ver­häng­nis­volle Ent­schei­dung. Auch diese in der heu­ti­gen Zeit an­ge­sie­delte Story funktio­niert und be­weist, dass das Hor­ror-Genre auch in einem aktu­el­len Set­ting stim­mig um­ge­setzt wer­den kann.

Einige der anderen Beiträge verwirren eher, als ein Grusel- oder Hor­ror-Ge­fühl her­vor­zu­ru­fen. Mei­nen Ge­schmack trifft die Aus­wahl also be­dauer­li­cher­weise nur ein­ge­schränkt.

Fazit:

Die wenigen gelungenen Geschichten gehen unter den weniger ge­lunge­nen lei­der bei­nahe unter.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nur unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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Sherlock Holmes • Die geheimen Fälle des Meisterdetektivs – 1 – Im Schatten des Rippers (Hörspiel)

Arthur Conan Doyle
Sherlock Holmes • Die geheimen Fälle des Meisterdetektivs – 1 – Im Schatten des Rippers (Hörspiel)

St,rSt,rSt,rSt,bSt,b
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Sprecher: Joachim Tennstedt, Detlef Bierstedt, Regina Lemnitz, Christian Stark, Marianne Groß

Ein überforderter Holmes

Klappentext:

London im Herbst 1888: die Stadt hält den Atem an. Im East-End wer­den in kur­zen Ab­stän­den auf bru­tal­ste Weise Huren er­mor­det. Ein sehr per­sön­li­ches Motiv lässt Sher­lock Holmes die Er­mitt­lungen auf­neh­men. Wird er die grauen­hafte Mord-Serie stop­pen kön­nen?

Rezension:

Als ganz London in Aufregung gerät, weil ein Mörder, der schnell als Jack the Rip­per be­kannt wird, sein Un­we­sen treibt, kann auch Sher­lock Holmes nicht ruhig zu­se­hen. Schnell muss er je­doch ein­se­hen, dass die­ser Fall auch seine Fähig­kei­ten über­steigt.

Seit 2000, 70 Jahre nach Arthur Conan Doyles Tod, die Urheber­rechte an den Sher­lock-Holmes-Wer­ken aus­lie­fen, hat sie die Ver­öf­fent­li­chung von neuen Aben­teu­ern des Meis­ter­de­tek­tivs bei­nah zu einem eige­nen Sub-Genre ent­wickelt. Dass bei die­ser Hör­buch-Reihe Arthur Conan Doyle als Autor ge­nannt wird, grenzt aller­dings an Etiket­ten­schwin­del. Diese Ge­schichte stammt näm­lich de­fi­ni­tiv nicht von ihm, und lei­der reicht sie auch kei­nes­falls an die Ori­gi­nal-Sher­lock-Holmes-Ge­schich­ten heran. Holmes und Wat­son äh­neln ihren Ori­gi­nalen nicht an­nä­hernd. Da die Story an sich je­doch pas­sabel un­ter­halt­sam ist, werde ich Folge 2 wahr­schein­lich bei Ge­le­gen­heit eine (letzte) Chance ge­ben. Diese Auf­takt­folge konnte mich je­den­falls nicht wirk­lich über­zeu­gen. Das liegt kei­nes­falls an der Hör­spiel­um­set­zung – die kann durch­aus ge­fal­len –, son­dern eher an der nur mäßi­gen Story-Idee die­ses nicht lös­ba­ren Falls.

Fazit:

Die Qualität der Hörspieldarbietung kann die schwache Geschichte nicht ret­ten, deren wah­rer Autor sich nicht zu er­ken­nen gibt.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Strom – Das dunkle Erwachen

Robin Hill
Strom – Das dunkle Erwachen

St,rSt,rSt,rSt,bSt,b

Die Macht der KI-Götter

Klappentext:

So atmosphärisch wie »Dune«, so visionär wie »Mortal Engines«: ein außer­ge­wöhn­li­cher Fan­ta­sy­ro­man zum Trend­thema KI!

Die Welt, in der Fiora aufwächst, ist ein Albtraum aus Sand, Fels und einer alles ver­sengen­den Sonne. Doch schlim­mer ist der Hass, wel­cher der jungen Frau ent­ge­gen­schlägt. Denn ein dunk­les Ge­heim­nis um­hüllt Fioras Her­kunft. Im Schat­ten ihrer Halb­schwes­ter Mara ver­sucht sie sich zu be­wei­sen und lässt sich von Meis­ter Kon­stan­tin, dem ein­zi­gen Ge­lehr­ten der Stadt, aus­bil­den. Doch der Meis­ter ist nicht, wer er zu sein scheint: Die Ener­gie, die durch ihn fließt, ist macht­voll ge­nug, die Welt in Asche zu legen. Fiora muss heraus­fin­den, wer sie wirk­lich ist – weit mehr als nur ihr eige­nes Schick­sal steht auf dem Spiel.

Rezension:

Fiora lebt in Bergquell, einer Stadt, die von Wüste umgeben ist. Mit den letz­ten Res­ten einer ver­gange­nen Zivi­li­sa­tion muss die Stadt sich selbst ver­sor­gen, denn Kon­takte zum Rest der Welt gibt es so gut wie gar nicht. Doch Fiora ist eine Außen­sei­terin, weil ihre Mut­ter eine Fremde war. Außer ihrem Vater und ihrer Halb­schwes­ter Mara gibt sich fast nie­mand mit ihr ab. Doch ist Weg­ge­hen wirk­lich eine Alter­na­tive?

Dieses Buch von Robin Hill ist irgendwo zwischen den Genres Dys­to­pie und Science Fic­tion ein­zu­ord­nen. (Der Be­griff „Fan­tasy“ im Klap­pen­text geht ein­deu­tig am Genre vor­bei.) Es han­delt in unse­rer Welt in einer recht fer­nen Zu­kunft. Die Zi­vi­li­sa­tion, wie wir sie ken­nen, ist zer­stört. Als Göt­ter beten die Men­schen KIs und Andro­iden an. Das ist aller­dings nur den wenigs­ten klar. In die­ser Welt zählt nur das eigene Über­le­ben. All diese Zu­ta­ten bie­ten durch­aus Raum für eine interes­sante Hand­lung. Dazu kommt eine Prota­gonis­tin, die mir sofort sym­pa­thisch er­schien. … und trotz­dem konnte mich die Ge­schichte nicht ganz über­zeu­gen. Das liegt einer­seits daran, dass immer wie­der Cha­rak­tere nicht nach­voll­zieh­bar han­deln und un­ver­ständ­liche Ent­schei­dungen tref­fen. Man­ches wirkt, als würde es ohne er­kenn­baren Grund nur pas­sie­ren, weil es der Autor gerade so braucht. Vor allem der End­kampf wirkt un­ver­ständ­lich. Viele Fra­gen blei­ben offen, bei einem wich­ti­gen Cha­rak­ter sind danach die Moti­va­tion und der Zweck des Han­delns sogar voll­kom­men un­klar. Auch die Zu­kunft bleibt völ­lig offen. Dabei hät­ten die Hand­lungs­idee und die starke Prota­gonis­tin eine wirk­lich gute Story er­ge­ben kön­nen.

Der Autor schreibt aus Erzählersicht, belässt den Fokus dabei jedoch immer auf sei­ner Prota­gonis­tin.

Fazit:

Dieser Science-Fiction-Dystopie gelingt es leider nicht, die Motivatio­nen und Hand­lungen der Be­tei­lig­ten glaub­haft dar­zu­stel­len.

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Die Gesetze der Magie

Jenny Karpe
Die Gesetze der Magie

St,rSt,rSt,rSt,bSt,b

Wissenschaft im Banne der Magie

Klappentext:

An einem geheimen Institut in Dublin erforschen magisch begabte Stu­die­rende die ver­lo­re­nen Ge­setze der Ma­gie. Als die junge Quan­ten­phy­si­kerin Wil­low neu hin­zu­kommt, ist sie zu­nächst fas­zi­niert – hat aber den­noch Schwie­rig­kei­ten, sich ein­zu­fin­den. Ihr Men­tor Anthony, bei dem sie pro­mo­vie­ren wollte, ist plötz­lich wie ver­wan­delt, und fast jeder am Insti­tut scheint ein Ge­heim­nis zu haben. Zu­dem will nie­mand über das mys­teri­öse Ver­schwin­den eines Aus­tausch­stu­den­ten reden. Auf sich allein ge­stellt muss Wil­low der Wahr­heit auf die Spur kom­men, bevor sich die Ge­setze der Magie gegen sie wen­den.

Rezension:

Willow hat gerade ihr Physik-Studium abgeschlossen und ist auf der Suche nach einer Dok­to­ran­den­stelle. Ihr Pro­fes­sor Anthony ver­mit­telt ihr eine Stelle an einem Insti­tut, von dem sie noch nie ge­hört hat. Dort sol­len – streng ge­heim, wie sich ver­steht – die Ge­setze der Magie unter­sucht wer­den. Junge Wis­sen­schaft­ler unter­schied­lichs­ter Fach­rich­tungen wer­den dort von einem alten Ge­heim­bund zu­sam­men­ge­bracht. Doch irgend­etwas scheint hier nicht zu stim­men.

Dass jemand am Anfang einer Urban-Fantasy-Geschichte seine Magie ent­deckt, ist in die­sem Genre nicht neu. Was Jenny Kar­pes Roman hier ab­hebt, ist das Alter der Prota­gonis­tin, die schon am Ab­schluss ihres Stu­diums steht. Die ge­nauen Zu­sam­men­hänge zwi­schen einer ur­al­ten Ge­heim­ge­sell­schaft, dem aktu­ellen Ge­sche­hen und Wil­lows per­sön­lichem Um­feld er­schlie­ßen sich Prota­gonis­tin wie Le­sern erst nach und nach. Das und die Auf­lö­sung sich im Ver­lauf an­sam­meln­der Rät­sel er­gibt eine durch­aus solide Urban-Fan­tasy-Hand­lung, die auch ge­nü­gend Allein­stel­lungs­merk­male bie­tet, um sie von den zahl­rei­chen ähn­lich an­ge­leg­ten Stof­fen ab­zu­he­ben.

Leider wird diese solide Grundlage durch die verwendete Sprache teil­weise re­gel­recht rui­niert. Stel­len­weise liest sich das Buch wie eine Welt­meis­ter­schaft im Ex­trem-Gen­tern. Hier wird ein­fach alles stän­dig ge­gen­tert. Das fängt schon beim Per­so­nen­ver­zeich­nis an, wo von Stu­die­ren­den und Leh­ren­den statt von Stu­den­ten und Leh­rern die Rede ist, setzt sich fort, indem stän­dig Pro­fes­so­rin­nen und Pro­fes­so­ren ge­nannt wer­den – spä­tes­tens nach dem Ken­nen­ler­nen der Cha­rak­tere dürfte je­dem Leser klar sein, dass auch weib­liche Pro­fes­so­ren dabei sind –, und setzt sich in die­ser Art un­end­lich fort. Mit einer der­art ver­stüm­mel­ten Spra­che hält sich das Lese­ver­gnü­gen na­tür­lich in Gren­zen. Wenn man sich stän­dig über die Spra­che ärgert, bleibt der Lese­ge­nuss auf der Strecke. Schade.

Fazit:

Das Potenzial dieser Urban-Fantasy-Story, die der Grundidee neue Aspekte ent­lockt, wird durch ex­tre­mes Gen­tern sprach­lich be­ein­träch­tigt.

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