Drachenkrypta

Jessica Bernett
Drachenkrypta

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Nachts auf dem Friedhof

Klappentext:
Charlie ist Besitzerin eines kleinen Buchladens. Leider laufen die Geschäfte nicht allzu gut. Und dann taucht auch noch dieser mysteriöse Mann auf und verlangt ein ganz bestimmtes Buch…

Rezension:
Charlie führt einen kleinen Buchladen, der sich seit Generationen in Familienbesitz befindet. Als sie diesen eines Abends durch die Hintertür verlässt, steht plötzlich ein Fremder vor ihr, der sich als Bekannter ihres Großvaters vorstellt. Er möchte ein Buch von ihr, dass sich schon seit der Zeit, als ihr Großvater den Laden noch führte, in diesem befindet. Als Charlie ihm das Buch gerade anvertrauen will, ruft ihre Tante sie an und warnt sie, genau dies nicht zu tun.
Jessica Bernetts Kurzgeschichte erzählt die Geschichte einer Frau, die völlig überraschend in eine Familientradition eingeweiht wird. Worum es dabei genau geht, soll hier nicht gesagt werden, weil es zu viel vorwegnehmen würde. (Wenn man jedoch den Titel betrachtet, könnten Drachen dabei eine Rolle spielen.) Die Autorin erzählt die Geschichte in einem flüssigen, angenehm zu lesenden Schreibstil. Obwohl „Drachenkrypta“ in sich abgeschlossen ist, würde sich das Ende für eine (eventuell längere) Fortsetzung anbieten. Potential dazu hätte die Idee zweifellos.

Fazit:
„Drachenkrypta“ ist eine Urban-Fantasy-Kurzgeschichte, der Genre-Fans einen Blick gönnen sollten.

eBook

Werwolfsjagd

Hannah Siebern
Werwolfsjagd

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Der Werwelpe

Klappentext:
Cassandra ist Nachtjägerin.
Für Geld jagt sie Vampire, Werwölfe und andere Monster. An Halloween erhält sie jedoch einen ganz besonderen Auftrag: Ein Werwolf-Welpe ist von seinem Rudel ausgerissen und hat sich unter die verkleideten Menschen gemischt. Zusammen mit dem Dämon Lester, ihrem ehemaligen Lehrmeister und Geliebten, macht Cassandra sich kurzerhand auf die Suche nach dem Welpen. Mit den Werwölfen hat sie nämlich noch eine ganz besondere Rechnung offen.
Doch die Nacht verläuft ganz anders, als sie erwartet hätte.
Dieses Ebook ist bereits 2012 unter dem Namen „Peter und der Werwolf- Eine Halloweengeschichte“ erschienen.

Rezension:
Seit sich seine Eltern getrennt haben, lebt der 12-jährige Peter bei seinem Vater und dessen neuer Frau. Doch alle paar Wochen muss er für ein paar Tage zu seiner Mutter, was er überhaupt nicht mag, da er dort über Nacht immer in seinem Zimmer bleiben muss. Und diesmal ist der Besuch auch noch über Halloween. Statt mit seiner extra gebastelten Maske durch die Straßen zu ziehen, ist er wieder im Zimmer eingesperrt. Aber heute entschließt sich Peter, doch heimlich loszuziehen. Noch im Haus entdeckt er jedoch ungeheuerliches. In Panik flieht er und verläuft sich im Halloween-Getümmel.
Diese Kurzgeschichte führt den Leser in die Welt der Nachtjägerin Cassandra ein, die sich ihr Geld mit der Jagd auf die Wesen der Nacht verdient. Während sie mit Vampiren und Dämonen jedoch durchaus auskommen kann, hasst sie Werwölfe inbrünstig. Anscheinend war diese Geschichte ursprünglich als One Shot konzipiert und wurde erst nachträglich durch andere Abenteuer Cassandras im Rahmen der „Die Nachtjägerin“-Reihe ergänzt.
Die Autorin erzählt die Geschichte wechselweise aus Peters und aus Cassnadras Sicht. Obwohl die Story gut erzählt ist und durchaus unerwartete Wendungen bietet, fehlt ihr leider irgendwie der letzte Pep, um den Leser wirklich mitzureißen.

Fazit:
„Werwolfsjagd“ ist eine Halloween-Geschichte, der leider das letzte Etwas fehlt um wirklich spannende oder gar gruselig zu sein.

eBook

Xenobias‘ Fluch

Philipp Benzin
Xenobias‘ Fluch

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Piraten im Vulkan

Klappentext:
»Nun gut!«, Waster wölbte skeptisch seine rechte Braue, »ich will euch beiden diese obskure Geschichte mal abnehmen. An diesem schrecklichen Ort sollte man sich ja auch eigentlich nicht wundern, wenn seltsame Dinge geschehen.«
Die Reise des Stabes geht weiter und führt die Gruppe um Aazarus in stürmische Gewässer. Ihre Mission scheint zunächst gescheitert und dann geraten sie auch noch in höchste Lebensgefahr. Doch das Blatt wendet sich, als sie auf unverhoffte Hilfe stoßen. Das Rätsel um den Stab kann nun gelöst werden und schon sehen sich alle mit einem neuen Mirakel konfrontiert. Während die einen fast ihren Verstand verlieren, sehen sich die anderen gezwungen verhängnisvolle Allianzen zu schmieden, um dem Tod von der Schippe zu springen.
XENOBIAS’ FLUCH ist der 3. Teil der Reihe »Das Erbe der Drachenkriege«. Der Fantasy-Roman ist die Fortsetzung von MAGISCHE VERWICKLUNGEN und MARATHUM. Er entführt den Leser an einen unwirklichen Ort, an dem sich das Schicksal des Stabes entscheiden wird.

Rezension:
Nachdem Aazarus und seine Reisegefährten am Ende des vorhergehenden Bandes der „Das Erbe der Drachenkriege“-Reihe in eine große Holzkiste eingeschlossen wurden, wachen sie an Bord eines Schiffes wieder auf. Leider segelt dieses nicht in Richtung ihres eigentlichen Zieles. Bevor sie diesen Umstand jedoch bedauern können, wird das Schiff von Piraten überfallen, die es anscheinend gezielt auf die Freunde abgesehen haben. Kurz darauf sitzen sie gefesselt auf dem Piratenschiff – getrennt vom Stab, den sie doch brauchen, um das magische Netz zu retten. Werden sie unter diesen Umständen ihr Ziel noch rechtzeitig erreichen?
In diesem Band konzentriert sich Autor Philipp Benzin auf die Bestrebungen der 3 Weggefährten, die Magie zu retten. Die Suche nach Almuthars Mörder, mit der die Handlung der Reihe ursprünglich begann, spielt kaum noch eine Rolle. Auch die Persönlichkeiten der Verfolgergruppe werden kaum nennenswert weiter vertieft. Mit diesem Band endet die ursprünglich geplante Trilogie, von der mittlerweile jedoch feststeht, dass sie fortgesetzt wird. Von einer wirklichen Beendigung der Handlung kann deshalb auch nicht gesprochen werden. Vieles bleibt noch offen.
Über den Stil des Autors erübrigt es sich hier, etwas zu sagen, da sich dieser Band keinesfalls als Einstieg in die Geschichte eignet. Der Leser sollte zuvor unbedingt die beiden vorhergehenden Bände lesen. Anderenfalls dürfte er der Handlung kaum folgen können.

Fazit:
Dieses Fantasy-Krimi-Abenteuer bleibt auch weiterhin spannend und unterhaltsam.

eBook

Das Erbe der Macht – 2 – Essenzstab

Andreas Suchanek
Das Erbe der Macht – 2 – Essenzstab

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Erkenntnisse beim Unum

Klappentext:
Um voll auf seine Fähigkeiten zugreifen zu können, benötigt Alexander Kent einen Essenzstab. Doch als er und Jen nach dem Stabmacher suchen, stellen sie überrascht fest, dass dieser verschwunden ist. Eine Jagd beginnt.
Gleichzeitig wollen die Lichtkämpfer im Castillo endlich erfahren, was der Rat ihnen verheimlicht. Hierfür schmieden sie einen waghalsigen Plan. Niemand ahnt, dass das Böse in ihrer aller Mitte darauf lauert, erbarmungslos zuzuschlagen.
Das Erbe der Macht erscheint monatlich als E-Book und alle drei Monate als Hardcover-Sammelband.

Rezension:
Endlich ist es soweit, Alex wird seinen Essenzstab (= Zauberstab) bekommen. Doch bevor er – begleitet von Jen – beim Stabmacher, hinter dem sich niemand geringerer als Nostradamus höchstpersönlich verbirgt, ankommt, erhält dieser den ungebetenen Besuch der Schattenfrau. Bei deren Interesse für Alexander kann das natürlich kein Zufall sein. Und während sich im Castillo die Geschehnisse um die Geheimnisse der Unsterblichen und den Wechselbalg zuspitzen, erfahren Alex und Jen mehr voneinander, als sie gut finden.
Schon in diesem 2. Band der „Das Erbe der Macht“-Reihe zieht Andreas Suchanek den Spannungsbogen deutlich an. Die Zahl der noch zu klärenden Rätsel steigt spürbar an – natürlich ohne dass er bisher erwähnenswerte Antworten bietet. Mit anderen Worten: Der Meister der offenen Fragen ist wieder mal in Hochform. Aber das kennen seine Leser ja schon zur Genüge! Es werden wohl noch einige Bände ins Land gehen, bevor wirklich wichtige Fragen eine Antwort finden. Wie man es von diesem Autor kennt, ist auch diese Geschichte (hoffentlich) logisch widerspruchsfrei ausgearbeitet und bis ins kleinste Detail geplant. Da hilft nur eins: Warten auf den nächsten Band.

Fazit:
Spannend geht es in der „Das Erbe der Macht“-Reihe weiter.

eBook
Sammelband Bände 1 bis 3 als Hardcover

Halloween Tales

LYX Storyboard Autoren
Halloween Tales: We treat, you read

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Im Banne von Dämonen

Klappentext:
Halloween – das Fest, an dem der Schleier zur Anderswelt fällt.
Die Zeit der Hexen und Rituale, der Unsterblichen und Beschwörungen, in der die Geister geliebter Menschen gerufen werden und andere spurlos verschwinden. Die Nacht, in der die Hölle ihre Pforten öffnet, verschlafene Dörfer sich als Albtraum entpuppen und nicht nur Vampirjäger ihre Bestimmung finden. In der Monster, Fabel- und Schattenwesen Wirklichkeit werden und die Grenze zwischen Raum und Zeit verschwindet. Es ist die Nacht der Toten, der ruhelosen Seelen, in der die Liebe stärker ist als der Tod.
Mit 20 Kurzgeschichten bringen die LYX Storyboard Autoren Halloween auch zu dir!

Rezension:
Enthaltene Geschichten:
Carmen Gerstberger – A Supernatural Halloween
Lillian Dark – Geisterkuss an Halloween
J.D. Grönhoff – Seelensplitterküsse
Lydia Kincaid – Der Junge von nebenan
Katja Schnee – Nacht der Seelen
Rica Aitzetmüller – Magische Verführung
Jessica Bernett – Blutsüchtig in Prag
Hannah Marten – Das Grauen von Laurendale
Agnes Albrecht – Zwillingsblut
Darian Dawn – Der Junge von den Corrals
Kelly de Wulf – Eine Séance an Halloween
Ly Fabian – Das Ritual
Sunya Grace Bold – Vanisfluch
Natscha Kuchner – Dark Cinderella
Lizzy Black – Gute Geister, böse Geister
Sarah Neumann – Schatten über Samhain
Marc Short – Halloween in der Unterwelt
Samantha Steuer – Underworld
Christin C. Mittler – Monster der Zeit
Talia Taylor – Ripped Heart
Halloween – was verbindet man mit diesem Tag? Grusel, Übernatürliches, Monster. Und all das findet sich in den in dieser Anthologie enthaltenen Kurzgeschichten. Wie unterschiedlich diese Grundelemente jedoch gemischt werden können, kann durchaus überraschen. Die Bandbreite reicht dabei von eigentlich überhaupt nicht grusligen Vampiren, Werwölfen, Mumien und Dämonen, die ihr ruhiges Leben in einem Monster-Altenheim auflockern möchten, indem sie sich an Halloween unerkannt unter die Menschen mischen, über diverse Begegnungen mit Geistern oder eine Dämonen-Prinzessin, die sich zu Halloween in der Menschenwelt vergnügen will, bis hin zum (Kurz-)Psychothriller. Bei einer solchen Bandbreite entscheidet natürlich auch der persönliche Geschmack, welche Stories die eigenen Favoriten sind. Ungeachtet dessen differiert das schriftstellerische Niveau, wie man das von Anthologien gewohnt ist. Einige der Geschichten haben ein (sehr) offenes Ende, doch auch das ist natürlich zum Teil Geschmackssache. Über alles betrachtet, muss man jedoch allen enthaltenen Kurzgeschichten bescheinigen, dem Thema „Halloween“ aus ihrem jeweiligen Blickwinkel gerecht zu werden.
Besonders herausgehoben aus der Vielfalt seien diese beiden Geschichten:
In „A Supernatural Halloween“ erlebt der Leser auf sehr humorvoller Weise die Halloween-Abenteuer der oben bereits erwähnten Bewohner eines Monster-Altenheimes. Auch wenn sich der Gruselfaktor hier nahe der Nulllinie bewegt, gehört diese Story eindeutig zu den Höhepunkten der Anthologie.
Ein anderes Highlight der Sammlung stellt „Dark Cinderella“ dar, worin sich die Enkelin von Luzifer persönlich ins Wiener Halloween-Getümmel stürzt. (Oder muss man das in diesem Fall „Hallo Wien!“ schreiben?) Wie könnte sie vorher auch ahnen, dass Menschen-Männer so interessant sein können? Und woher sollte ein österreichischer Student ahnen, was sich hinter dem zarten Mädchen verbirgt, das ihm direkt neben dem Stephansdom über den Weg läuft?

Fazit:
Diese monothematische Anthologie ist einen Blich wert!

Taschenbuch
eBook

Luzifer – des Teufels Sünden

Stella Tack
Luzifer – des Teufels Sünden

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Im Dienste eines Teufels

Klappentext:
In einem dunklen Kampf unter den mächtigsten Fürsten der Unterwelt, inmitten zweiköpfiger Höllenhunde, dem paranoiden (und verdammt noch mal sexy) Teufel Luzifer und einem depressiven Zombie, versucht die 599 Jahre junge Hexe Evening eigentlich nur, nicht auf grausame Weise zu sterben!
Das einzige Hindernis: Sie kann absolut nicht zaubern, Luzifer wird aus der Hölle geworfen und Himmel sowie Hölle versinken ins absolute Chaos, sodass sie nicht nur vor machthungrigen Höllenfürsten und himmlisch angepissten Engeln gejagt werden, sondern auch vom Tod höchstpersönlich, der absolut keinen Sinn für Humor besitzt.

Rezension:
1415 erlebt die 19-jährige Bäckerstochter Evening mit, wie in ihrem Heimatdorf die Angst vor Hexen, aber auch vor der Inquisition umgeht. Kurz darauf werden ihre beste Freundin und deren Bruder Erhard, in den Evening verliebt ist, der Hexerei verdächtigt. Doch bald darauf trifft sie auf Luzifer persönlich, der ihr verspricht, sie zu einer Hexe auszubilden.
600 Jahre später wollen andere Teufel Luzifer stürzen, um selbst die Macht in der Hölle zu übernehmen. Evening, die ihm die ganzen Jahrhunderte über in einer Hass-Liebe verbunden blieb, gefällt das gar nicht. Doch wird sie ihm helfen können, seine Macht zu erhalten? Im Hintergrund sind jedoch Mächte am Wirken, die drohen, Himmel und Hölle ins Chaos zu stürzen.
Ein Buch über Hölle und Himmel. Aber keine Panik: Christlich ist dieses Buch garantiert nicht. Im Gegenteil; im Mittelalter wäre die Autorin für dieses Buch wahrscheinlich selbst auf dem Scheiterhaufen gelandet. Im steten Wechsel zwischen den beiden Zeitebenen erzählt Stella Tack auf humorvolle und immer wieder unterschwellig erotische Art die Abenteuer Evenings und Luzifers. Politische Unruhen drohen, die Hölle auf den Kopf zu stellen. Nach der Flucht aus der Hölle müssen die beiden ‚Helden‘ feststellen, dass die Verhältnisse im Himmel auch nicht viel besser sind. Selbst der Tod persönlich – mit Vornamen übrigens Adam – und seine Frau Eva blicken nicht mehr durch. Wer hier gut oder böse ist, kann bis zum Ende nicht eindeutig gesagt werden. Der Leser wird dabei schnell derart gefesselt, dass er das Buch fast nicht mehr zur Seite legen kann. Der Schreibstil nimmt ihn einfach mit. Und schließlich will er doch wissen, wie das ganze Chaos endet! Das ganze Buch schäumt einfach über vor gänzlich unerwarteten Einfällen.

Fazit:
Ein humorvoll-erotischen Höllentrip, wie man ihn noch nicht gelesen hat. Alle Daumen hoch!

Taschenbuch

Heimchen am Schwert

Ingrid Pointecker (Herausgeber)
Heimchen am Schwert

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Schwerter statt Bratpfannen

Klappentext:
„Eine Frau war aus den Schatten getreten.“
Erik Huyoff, Der Kreis der Sieben
Nicht nur eine Frau tritt aus den Schatten: junge Mädchen, erwachsene Frauen und ältere Damen – sie alle leben grundverschiedene Leben, bestreiten Abenteuer, erheben Schwerter, Äxte und ihre lauten Stimmen. Vorbei sind die Zeiten, in denen fantastische Frauen nur als schmückendes Beiwerk zu männlichem Heldenmut dienten.
Heldinnen in zwanzig unterschiedlichen Geschichten wandeln auf gefährlichen Pfaden, beweisen Mut und bringen Welten zum Erzittern. Manche von ihnen laden zum Schmunzeln ein, andere sind ernst, einige spielen mit Klischees und doch haben sie eine Sache gemeinsam: Sie sind stark!

Rezension:
Enthaltene Geschichten:
Karin Pelka: Die geraubten Lilien
Thomas Heidemann: Die Fadenschmiede
Melanie Vogltanz: Honigmond
Regine D. Ritter: Tara
Philip Will: Sifas Lied
Jacqueline Mayerhofer: Rache der Vergangenheit
Laura Dümpelfeld: Mauerschatten
Andreas Acker: Halm
Erik Huyoff: Im Kreis der Sieben
Johannes G.: Eldans Lüge
Marius Kuhle: Diese eine Liebe
Robert von Cube: Kyrr
Daniel Kossack: Schweine
Anja Buchmann: Die Fürstin
Tanja Rast: Andacht und Attacke
Isabel Schwaak: Nur eine Kräuterfrau
Fabian Dombrowski: Das Rudel der Herrin
Markus Cremer: Die gegen die Schatten kämpft
Corinna Schattauer: Die adrette Hüterin der Familie
Julia Fränkle: Die Köpfe der Hydra
Kleine Mädchen und alte Frauen – nicht alle menschlich von den Genen, aber umso menschlicher vom Verhalten – wachsen in dieser Fantasy-Anthologie, wenn es sein muss, über sich hinaus. Im Untertitel des Buches wird diese Form von Fantasy mit ausschließlich weiblichen Helden als „Famtasy“ beschrieben. Auch wenn sich genau genommen nicht alle enthaltenen Kurzgeschichten dem Fantasy-Genre im engeren Sinne zuordnen lassen, können die meisten überzeugen.
Sei es das kleine Mädchen, das verhindern will, dass die Leute des Königs jedes Jahr sämtliche Lilien ernten, sei es eine Jungfrau, die einem Drachen als Opfer dargeboten wird, oder eine ehemalige Generalin, die eigentlich nur ihre kleine Tochter vor einem Fluch retten will, sei es eine Frau, die der Meinung ist, das Handeln des Königs würde das Land ins Unglück stürzen, und dabei überraschende Gleichgesinnte findet, oder eine Orkfrau, die die Kinder der Sippe vor Menschen verteidigt, sei es eine ältere Nonne, die ihr Kloster vor Piraten verteidigt, oder ein Menschenmädchen, das unter Trollen lebt – so bunt und überraschend wie die Mischung der Themen sind auch die Stile der einzelnen Kurzgeschichten. Die beteiligten Autoren gewinnen dem Thema „weibliche Fantasy-Helden“ sehr unterschiedliche Blickwinkel ab. Auch wenn (wie bei Anthologien üblich) nicht alle Geschichten auf gleich hohem Niveau liegen, weiß die Auswahl in ihrer Gesamtheit zu überzeugen. Bei manchen Geschichten würde man sich ein paar zusätzliche Informationen wünschen, aber das ist bei Kurzgeschichten bekanntlich oft so. Von einigen der Stories (beispielsweise „Im Kreis der Sieben“ oder „Die Fadenschmiede“) könnte man sich durchaus eine Fortsetzung in Romanlänge vorstellen.

Fazit:
Die weibliche Seite der Fantasy kann den Leser durchaus überzeugen.

eBook

Marathum

Philipp Benzin
Marathum

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Kampf den lebenden Skeletten

Klappentext:
»Das ist mir egal«, schmetterte Hardur dem verdutzen Waster hinterher, »hier geht es um wichtigere, um elementare Dinge der Zauberei. Ja, wenn die Truhe geöffnet und der Stab entwendet sein sollte, dann … dann wird es demnächst auf unserer Welt keine Magie mehr geben.«
Waster Wühlig, Hauptmann der Stadtwache von Moorin, ist dem mutmaßlichen Mörder des Erzmagiers Almuthar weiter auf der Spur. Die Ereignisse überschlagen sich jedoch und schon ist er in ein Abenteuer verstrickt, das ihn auf moralische Abwege führt. Ein lang gehegter Traum könnte für ihn in Erfüllung gehen. Doch ein aufdringlicher Gefreiter und ein planloser Universitätspräsident bringen Waster zur Verzweiflung. Zu allem Überdruss mischen sich bald noch eine zwielichtige Vettel und ihr junger Begleiter ein, die auch der Bande um den Stab auf der Spur sind.
MARATHUM ist der 2. Teil der Reihe „Das Erbe der Drachenkriege“. Der Fantasy-Roman ist die Fortsetzung von MAGISCHE VERWICKLUNGEN und schildert die weitere Jagd nach dem Artefakt, das viele Personen nur allzu gern in ihre Hände bekommen möchten.
Ein ungewöhnlicher Fantasy-Roman mit einem Hauch von Krimi und einer Prise Humor in moderner Erzählweise.

Rezension:
Der Halbling Aazarus sitzt auf dem Dach des Magierturmes und kann es noch nicht fassen: Der mysteriöse Fremde hat den Rückzug angetreten, der Magier Trasparan wurde in einen Frosch verwandelt. Und er selbst hat den geheimnisvollen Zauberstab! Wie konnte das passieren? Doch zuerst sollte er schnellstmöglich das Weite suchen, bevor es der Stadtwache unter Hauptmann Waster gelingt, sich Zutritt zum Turm zu verschaffen. Zusammen mit Kralle und dem Gnom Wittelbroth, bisheriger Assistent Trasparans, gelingt ihm das gerade noch rechtzeitig. Überrascht müssen die 3 Schicksalsgefährten feststellen, dass der Stab einen eigenen Willen hat – und ihre Hilfe benötigt. Schnell sind ihnen außer Waster noch andere Parteien auf der Spur …
„Marathum“ schließt unmittelbar an das Ende des vorhergehenden Bandes „Magische Verwicklungen“ an. Philipp Benzin führt die dort begonnene Handlung nahtlos fort. Beim Versuch, dem Stab zu helfen, tritt die Suche nach Almuthars Mörder allerdings in den Hintergrund. Stattdessen begeben sich Verfolgte und Verfolger auf eine abenteuerliche Reise.
Im Verlauf dieser Geschichte gewinnen die Hauptcharaktere sogar noch mehr Tiefe, als sie schon im 1. Band hatten, was angesichts der relativen Kürze der einzelnen Teile überrascht. Auch hier ist die Story wieder stilistisch gekonnt aufgebaut. Im Gegensatz zu Teil 1 liegt „Marathum“ (bisher) jedoch ausschließlich als eBook vor.
Warten wir auf Band 3 der „Das Erbe der Drachenkriege“-Reihe, um zu erfahren, wie es mit Aazarus und seinen Freunden weitergeht!

Fazit:
Auch Band 2 dieses Fantasy-Krimi-Abenteuers kann überzeugen.

eBook

Verlorene Seelen: Die Legende der Genii

Julia Sypke
Verlorene Seelen: Die Legende der Genii

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Das Leben eines Gargoyles

Klappentext:
»Oh, der verlorene Sohn, mal wieder. Wie siehst du denn aus? Hast du Steine gekotzt?« »Mir ist was ganz Seltsames passiert.« Mit knappen Worten erzählte ich, was ich eben erlebt hatte. Der Narr legte den Kopf schief und wirkte ungewohnt nachdenklich. »Das habe ich schon mal gehört«, meinte er schließlich. »Angeblich bedeutet es, dass man gerade seinem Schicksal begegnet ist. Es heißt aber auch, dass so etwas nur passiert, wenn man dem Tod schon ins Auge blickt.« Eine Serie mysteriöser Ritualmorde hält die ganze Stadt in Atem. Auch die Gargoyles an St. Laurentius spekulieren, wer Täter sein könnte. Nur Max, ein steinerner Greif, kann sich nicht für die wilden Vermutungen begeistern, denn er weiß, dass er selbst bald sterben soll. Bis er herausfindet, dass sein Schicksal untrennbar mit dem des Mörders verbunden ist – eines Mannes, der sich für die Wiedergeburt eines englischen Hexenjägers hält und seine Mission in dieser Zeit mit allen Mitteln fortsetzen will …

Rezension:
Die Menschen glauben, Gargoyles wären nur toter Stein. Doch das stimmt natürlich nicht. Sie haben ein Bewusstsein, wache Sinne und können sich sogar frei bewegen. Aber das machen sie natürlich nur, wenn gerade kein Mensch hinsieht. Kurz nachdem der Greif, der später Max heißen wird, von seinem Schöpfer fertiggestellt wurde, erwacht sein Bewusstsein. Nur wenige Tage später wird er an den Pfarrer einer Dorfkirche verkauft, wo er in den kommenden Nächten von einem anderen Gargoyle in die Gebräuche des Gargoylelebens eingeführt wird. Jahrhunderte später – wir schreiben mittlerweile das 21. Jahrhundert, und das Dorf ist lange mit der benachbarten Stadt zusammengewachsen – wird Max Zeuge einer Mordserie. Und irgendetwas sagt ihm, dass sein Leben mit dem Schicksal des Mörders verbunden ist. Wird es ihm gelingen, die Mordserie rechtzeitig zu stoppen?
Die Idee, eine Geschichte aus der Sicht eines belebten Gargoyles zu erzählen, ist (zumindest mir) neu. Gerade deshalb hat diese ihren eigenen Reiz. Leider verschenkt die Autorin Julia Sypkes einiges des in der Idee zweifellos enthaltenen Potentials. Zwischen dem Kennenlernen des Gargoyles und dem Einstieg in den interessanten Kriminalfall erstreckt sich leider eine ganze Reihe von Kapiteln, in denen der Leser lediglich erfährt, was Max im Laufe der Jahrhunderte so hört und beobachtet. Interessant wird es erst wieder, als der Greif einen Zusammenhang zwischen der Mordserie, die gerade Stadtgespräch ist, und seinem eigenen Leben entdeckt. Ab hier wird die Story wirklich interessant und spannend. Wie sie ausgeht, soll hier natürlich nicht verraten werden. Leider werden am Ende einige merkwürdige Erlebnisse Max’ einfach ‚vergessen‘ und nicht aufgeklärt.
Sprachlich weiß die Autorin die Geschichte gekonnt zu verpacken. Die benutzten geschichtlichen Hintergründe sind anscheinend gründlich recherchiert. Auch wenn keine Ortsnamen genannt werden, lassen die detaillierten örtlichen Beschreibungen vermuten, dass es für Max’ Heimat ein konkretes Vorbild gibt.

Fazit:
Eine Urban Fantasy, die sich deutlich vom Gewohnten abhebt und alleine deshalb – trotz einiger Schwächen – Aufmerksamkeit verdient.

Taschenbuch
eBook

Drachenreiter – 2 – Die Feder eines Greifs

Cornelia Funke
Drachenreiter – 2 – Die Feder eines Greifs

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Kampf um das Leben der Fohlen

Klappentext:
Der Drachenreiter kehrt zurück!
In der Abgeschiedenheit Norwegens erreicht Ben eine schreckliche Nachricht: Die letzten drei Pegasusfohlen werden vermutlich nie schlüpfen und mit ihnen werden die geflügelten Pferde für alle Zeit aus dieser Welt verschwinden. Um sie zu retten, machen sich Ben und Barnabas mit einem äußerst ungewöhnlichen Expeditionsteam auf den weiten Weg nach Indonesien, um dort eines der gefährlichsten Fabelwesen der Welt zu finden. Denn nur die Sonnenfeder eines Greifs kann die Fohlen vielleicht noch vor dem Tode bewahren. Doch Greife hassen Pferde, und das Wesen, das sie als ihren ärgsten feind betrachten, ist Bens bester Freund – ein Drache.
Ein neue fantastisches Abenteuer mit Ben und seinem Silberdrachen Lung.

Rezension:
Ben, der am Ende seiner Abenteuer in „Drachenreiter“ von den Wiesengrunds adoptiert wurde, lebt seither mit diesen in einem verborgenen Fjord in Norwegen, wo sich alle zusammen um bedrohte Fabelwesen kümmern und diesen eine ungestörte Heimat bieten. Mittlerweile sind 2 Jahre vergangen. Kurz nachdem auf einer Forschungsreise in Griechenland das letzte überlebende Pegasuspaar gefunden wird, stirbt die Stute. Zum Glück hat sie kurz zuvor noch 3 Eier gelegt. Diese auszubrüten, dürfte ohne die Mutter jedoch äußerst kompliziert werden. Die einzige Hoffnung besteht darin, die Sonnenfeder eines Greifs zu besorgen. Doch Greife sind fast so selten wie Pegasi und noch dazu als extrem unfreundlich bekannt. Trotzdem machen sich Ben und sein Adoptivvater Barnabas auf den Weg, eine Sonnenfeder zu besorgen.
Dass volle 19 Jahre nach Erscheinen eines Buches eine Fortsetzung veröffentlicht wird, ist sicher außergewöhnlich. Wieso sich Cornelia Funke (erst) nach dieser langen Zeit entschlossen hat, ihren erfolgreichen „Drachenreiter“ weiterzuführen, könnte sie wohl nur selbst beantworten. Das Ergebnis kann jedoch überzeugen, kann man es doch als sogar noch besser als das Original bezeichnen. Gleich zu Beginn werden sogar einige damals offengebliebene Fragen beantwortet. So erfährt der Leser beispielsweise, dass Ben jetzt 14 ist, bei seinem damaligen Abenteuer also 12 war. Auch wie Ben damals ohne Eltern in das Lagerhaus in der Hamburger Speicherstadt kam, wird endlich enthüllt. In „Die Feder eines Greifs“ lernt der Leser noch erheblich mehr Fabelwesen kennen als im 1. Teil.
Dieses Buch ist in einer mitreisenden Art geschrieben, die auch erwachsene ‚Kinder‘ begeistern kann. Der Text ist mit zahlreichen Zeichnungen illustriert. Etwas eigenartig erscheint lediglich, dass die Heimat der Wiesengrunds in Norwegen, MÍMAMEIÐR, konsequent in Großbuchstaben geschrieben ist.

Fazit:
Allen Fans des „Drachenreiter“ – auch wenn sie mittlerweile erwachsen sind – kann diese Fortsetzung ausdrücklich empfohlen werden!

Hardcover
eBook
Hörbuch