Die Riftwelt-Saga – 2 – Rattenkönig (Hörbuch)

L. C. Frey
Die Riftwelt-Saga – 2 – Rattenkönig (Hörbuch)

St,rSt,rSt,rSt,rSt,r
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Sprecher: Marco Sven Reinbold

Die Geschichte ‚des Jungen‘

Klappentext:

Gestrandet in einer fremden Welt jenseits der Zeit…

Der namenlose Junge kann seine Freundin Morrow zwar aus den Fängen der Mickies be­freien, doch Ver­der­ben und Zer­stö­rung fol­gen ihnen auf dem Fuße.

Morrow stellt fest, dass sie nicht aus dieser Welt stammt. Sie erinnert sich nur bruch­stück­haft an das, was vor­her war, und auch der Junge ist ihr auch keine große Hilfe dabei.

Sie begegnen Farmern, die vergessen haben, was ein Auto ist und Mor­row hört von einem selt­sa­men Gott na­mens Zeuss, der sie viel­leicht nach Hause bringen kann. Sie er­fährt, wie die Mickies vor vie­len Jah­ren ge­mein­sam mit den Far­mern gegen den Wald kämpf­ten – und ver­loren. Erneut ge­ra­ten Mor­row und der Junge in Ge­fahr und ver­stecken sich an einem rät­sel­haf­ten und ge­fähr­lichen Ort.

Mickies-Boss Napoleon steigt hinab in die Kanalisation unter der Stadt, wo er dem König der Rat­ten be­geg­net und einen teuf­li­schen Han­del ein­geht.

In unserer Welt am Ende der 1890er Jahre versucht der verrückte Mas­sen­mör­der H. H. Holmes ver­zwei­felt, dem Wis­sen­schaft­ler Nikola Tesla, der Bio­lo­gin Jean­nette Baret und der Okkul­tis­tin Helena Bla­vatsky das Ge­heim­nis der Krea­tion zu ent­rei­ßen.

In einem Geheimlabor in den USA der 1990-er Jahre gelingt es den Wis­sen­schaft­lern um Pro­fes­sor Chomsky, eine Tesla-Ma­schine zu bauen. Wäh­rend die Wis­sen­schaft­ler noch den An­bruch eines neuen Zeit­al­ters der Phy­sik fei­ern, offen­bart sich eine schreck­liche Wahr­heit…

Lesen Sie jetzt – und erleben Sie eine Geschichte, wie Sie sie noch nie erlebt ha­ben!

Rezension:

Während Napoleon versehentlich selbst zum Testobjekt wird, schaf­fen es Mor­row und ‚der Junge‘, ein paar Hin­ter­gründe in Er­fah­rung zu bringen. Allzu viel Nut­zen bringt ihnen das aller­dings nicht. Im spä­ten 19. Jahr­hun­dert ent­spannt sich ein Kampf um Teslas Ent­de­ckungen, die im spä­ten 20. Jahr­hun­dert in einem Ge­heim­pro­jekt er­folg­reich ge­tes­tet wer­den – zu er­folg­reich.

Im 2. Teil seiner dystopischen Schience-Fiction-Hexalogie „Die Rift­welt-Saga“ be­ginnt L. C. Frey, die sich in Band 1 („Kin­der des Feu­ers“) noch frei ne­ben­ein­an­der her ent­wi­ckeln­den Hand­lungs­stränge mit­ein­ander zu ver­knüp­fen. War bis­her für den Leser noch nicht an­satz­weise er­kenn­bar, wie die Teil­hand­lungen zu­sam­men­hängen, be­ginnt sich jetzt ein Ge­samt­bild heraus­zu­bil­den und Zu­sam­men­hänge er­kenn­bar (oder zu­min­dest ver­mut­bar) zu wer­den. Dazu trägt be­son­ders der neu ein­ge­führte Hand­lungs­strang in den 1990er Jah­ren bei. Äußerst kom­plex bleibt es dabei wei­ter­hin, und es blei­ben auch noch reich­lich Fra­gen für die aus­ste­hen­den 4 Bände offen. Mor­rows Her­kunft, die Rolle des sich selbst für genial hal­ten­den Mas­sen­mör­ders aus den 1890er Jah­ren und die Ge­scheh­nisse um eine Wis­sen­schaft­lerin der aus­ge­hen­den 20. Jahr­hun­derts stel­len ge­gen­wär­tig wohl die größ­ten Rät­sel dar. Es bleibt un­ge­mein span­nend!

Der Autor lässt den erzählerischen Fokus erneut zwischen einer grö­ße­ren An­zahl an Prota- und Anta­gonis­ten pen­deln. Im Ge­gen­satz zu Band 1 fällt die Ein­ord­nung der ver­schie­de­nen Cha­rak­tere in diese bei­den Grup­pen jetzt aller­dings leich­ter.

Fazit:

Die Welt dieser Science-Fiction-Dystopie wird jetzt sogar noch komplexer – und span­nen­der. Hier lau­ert de­fi­ni­tiv Sucht­po­ten­zial.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nur unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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Album von Berlin, Charlottenburg und Potsdam

Reprint eines Bildbands aus den 1910ern
Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://rezicenter.blog/2020/01/28/bilder-aus-altbayern-reprint-eines-bildbands-von-1918/

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Strom – Das dunkle Erwachen

Robin Hill
Strom – Das dunkle Erwachen

St,rSt,rSt,rSt,bSt,b

Die Macht der KI-Götter

Klappentext:

So atmosphärisch wie »Dune«, so visionär wie »Mortal Engines«: ein außer­ge­wöhn­li­cher Fan­ta­sy­ro­man zum Trend­thema KI!

Die Welt, in der Fiora aufwächst, ist ein Albtraum aus Sand, Fels und einer alles ver­sengen­den Sonne. Doch schlim­mer ist der Hass, wel­cher der jungen Frau ent­ge­gen­schlägt. Denn ein dunk­les Ge­heim­nis um­hüllt Fioras Her­kunft. Im Schat­ten ihrer Halb­schwes­ter Mara ver­sucht sie sich zu be­wei­sen und lässt sich von Meis­ter Kon­stan­tin, dem ein­zi­gen Ge­lehr­ten der Stadt, aus­bil­den. Doch der Meis­ter ist nicht, wer er zu sein scheint: Die Ener­gie, die durch ihn fließt, ist macht­voll ge­nug, die Welt in Asche zu legen. Fiora muss heraus­fin­den, wer sie wirk­lich ist – weit mehr als nur ihr eige­nes Schick­sal steht auf dem Spiel.

Rezension:

Fiora lebt in Bergquell, einer Stadt, die von Wüste umgeben ist. Mit den letz­ten Res­ten einer ver­gange­nen Zivi­li­sa­tion muss die Stadt sich selbst ver­sor­gen, denn Kon­takte zum Rest der Welt gibt es so gut wie gar nicht. Doch Fiora ist eine Außen­sei­terin, weil ihre Mut­ter eine Fremde war. Außer ihrem Vater und ihrer Halb­schwes­ter Mara gibt sich fast nie­mand mit ihr ab. Doch ist Weg­ge­hen wirk­lich eine Alter­na­tive?

Dieses Buch von Robin Hill ist irgendwo zwischen den Genres Dys­to­pie und Science Fic­tion ein­zu­ord­nen. (Der Be­griff „Fan­tasy“ im Klap­pen­text geht ein­deu­tig am Genre vor­bei.) Es han­delt in unse­rer Welt in einer recht fer­nen Zu­kunft. Die Zi­vi­li­sa­tion, wie wir sie ken­nen, ist zer­stört. Als Göt­ter beten die Men­schen KIs und Andro­iden an. Das ist aller­dings nur den wenigs­ten klar. In die­ser Welt zählt nur das eigene Über­le­ben. All diese Zu­ta­ten bie­ten durch­aus Raum für eine interes­sante Hand­lung. Dazu kommt eine Prota­gonis­tin, die mir sofort sym­pa­thisch er­schien. … und trotz­dem konnte mich die Ge­schichte nicht ganz über­zeu­gen. Das liegt einer­seits daran, dass immer wie­der Cha­rak­tere nicht nach­voll­zieh­bar han­deln und un­ver­ständ­liche Ent­schei­dungen tref­fen. Man­ches wirkt, als würde es ohne er­kenn­baren Grund nur pas­sie­ren, weil es der Autor gerade so braucht. Vor allem der End­kampf wirkt un­ver­ständ­lich. Viele Fra­gen blei­ben offen, bei einem wich­ti­gen Cha­rak­ter sind danach die Moti­va­tion und der Zweck des Han­delns sogar voll­kom­men un­klar. Auch die Zu­kunft bleibt völ­lig offen. Dabei hät­ten die Hand­lungs­idee und die starke Prota­gonis­tin eine wirk­lich gute Story er­ge­ben kön­nen.

Der Autor schreibt aus Erzählersicht, belässt den Fokus dabei jedoch immer auf sei­ner Prota­gonis­tin.

Fazit:

Dieser Science-Fiction-Dystopie gelingt es leider nicht, die Motivatio­nen und Hand­lungen der Be­tei­lig­ten glaub­haft dar­zu­stel­len.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Die Sax-Chroniken – 2– Die Rovan-Intrige

Richard Schwartz
Die Sax-Chroniken – 2 – Die Rovan-Intrige

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Maya und Mirabelle

Klappentext:

Der Abenteurerin Sax ist es gelungen, mit ihrem Shuttle und ihrer un­glei­chen Crew den Pla­ne­ten Kar­stein zu ver­las­sen. Jetzt kennt sie nur noch ein Ziel: den Mör­der ihrer Familie zu stel­len. Es scheint eine Ver­bin­dung zur Er­mor­dung von Baron Barsi­kov und Prin­zes­sin Regina zu geben. Mit­hilfe der Künst­lichen In­tel­li­genz Maya schlüpft Sax in die Rolle der Prin­zes­sin und reist zu deren Hei­mat­pla­ne­ten Rovan. Doch der Kron­prinz von Rovan ist miss­trau­isch und ver­sucht mit allen Mit­teln, Sax zu ent­tar­nen. Schon bald fin­det sie sich in einem Ge­spinst aus Lügen, Intri­gen und mör­de­ri­schen Cy­borgs wie­der.

Rezension:

Mit einer Minimal-Crew, die zudem kaum Ahnung vom Fliegen eines Raum­schiffs hat, ist Sax im Welt­raum unter­wegs. Wenn sie eine Chance haben will, ihre Rache­pläne um­zu­set­zen, braucht sie Hilfe, ein rich­ti­ges Raum­schiff und eine Be­sat­zung. Trotz eini­ger Geld­re­ser­ven gar nicht so leicht, wenn man zu­dem unterm Radar blei­ben muss. Dass zu ihren Ge­fähr­ten eine der höchst­ent­wi­ckel­ten KIs ge­hört, könnte aller­dings hilf­reich sein.

Zugegebenermaßen war ich am Anfang dieses Buches zunächst recht ver­wirrt. Ich hatte näm­lich nicht rea­li­siert, dass es sich bei Richard Schwartz’ humor­vol­len Science-Fic­tion-Roman um den 2. Band eines Mehr­tei­lers han­delt. Da mir Band 1 („Die Star­farer-Ver­schwö­rung“) un­be­kannt ist, hatte ich etwas Mühe, in die Ge­schichte hinein­zu­fin­den. Das legte sich aller­dings rela­tiv schnell, da ge­nug Infor­mati­onen über das bis­herige Ge­sche­hen in den Text ein­ge­bet­tet sind, um die Vor­ge­schichte ver­ste­hen zu kön­nen.

Die Story handelt in einer Welt, in der menschliche Kolonien in ande­ren Ster­nen­sys­te­men vor länge­rer Zeit von An­grei­fern so weit zer­stört wur­den, dass die vor­han­dene Tech­nik nur noch einen Ab­glanz der eins­ti­gen tech­no­lo­gi­schen Höhen dar­stellt. Mit der alten Hei­mat­welt, der Erde, hier Terra ge­nannt, be­steht schon lange kein Kon­takt mehr. Diese Welt weist typi­sche dys­to­pi­sche Züge auf. Zu­sam­men mit einem klei­nen Kreis Ver­bün­de­ter will die Prota­gonis­tin Rache für die Zer­stö­rung ihres Le­bens neh­men. Durch Ere­ig­nisse, die in Band 1 wahr­schein­lich näher be­leuch­tet wer­den, ist sie finan­ziell und tech­nisch aller­dings recht gut aus­ge­stat­tet. Typi­sche SciFi-Ele­mente ver­bin­det der Autor mit Situ­ati­ons­komik, spart aber auch ein ge­wis­ses Maß an Ge­walt nicht aus. Die Situ­ation am Ende des Ban­des lässt den Leser auf die Fort­set­zung ge­spannt zu­rück. (Und viel­leicht kann ich in der Zwi­schen­zeit ja Band 1 nach­holen.)

Der Autor nutzt seine Protagonistin Sax als Ich-Erzählerin.

Fazit:

Dieses gelungene humorvolle Science-Fiction-Abenteuer in einer dys­to­pi­schen Welt ent­wickelt eine ganz eigene Dy­na­mik.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Handbuch für den genügsamen Zauberer: Überleben im mittelalterlichen England

Brandon Sanderson
Handbuch für den genügsamen Zauberer: Überleben im mittelalterlichen England

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Übersetzung: Simon Weinert

Mit Nanobots gegen Wikinger

Klappentext:

Ein Mann erwacht auf einem Feld – ohne zu wissen, wer er ist, wo­her er kommt und warum er dort ist. Seine Um­ge­bung wirkt wie Eng­land im Mit­tel­alter – doch ist es das wirk­lich? Seine ein­zige Hoff­nung, zu über­le­ben: Er muss einen Reise­füh­rer mit dem Titel »Hand­buch für den ge­nüg­sa­men Zau­berer: Über­le­ben im mit­tel­al­ter­lichen Eng­land« wie­der zu­sam­men­set­zen, der dum­mer­weise bei sei­ner An­kunft an die­sem Ort in Ein­zel­teile zer­legt wurde. Außer­dem muss er seine Er­in­ne­rung wie­der­er­langen und Ver­bün­dete unter den Ein­hei­mi­schen fin­den, bevor ihm mys­teri­öse Feinde an den Kra­gen gehen kön­nen …

Rezension:

Er erwacht auf einem Feld in einem verkohlten Kreis. Er weiß nicht mal sei­nem eige­nen Namen, noch we­ni­ger wo er ist oder wie er dort hin­kam. Aber die Men­schen, auf die er trifft, spre­chen ein ver­ständ­liches Eng­lisch. Und um ihn herum lie­gen Sei­ten eines an­ge­ko­kel­ten und in Ein­zel­teile zer­fled­der­ten Buches mit dem Titel „Hand­buch für den ge­nüg­sa­men Zau­berer: Über­leben im mit­tel­al­ter­lichen Eng­land“. Ist er im Mit­tel­alter? Aber wieso und wie? Und vor allem: Ist er ein Zau­berer? Da sind wohl einige Fra­gen zu klä­ren.

Dieses Buch ist … anders. Es ist anders, als die Bücher, die ich nor­ma­ler­weise lese. Es ist anders, als ich nach Lesen des Klap­pen­tex­tes er­war­tet hatte. Und nicht nur der Prota­gonist hat viele Fra­gen. Auch den Leser stel­len sich wel­che. Bei­spiels­weise: Wel­ches Genre habe ich da eigent­lich vor mir? Was Bran­don San­der­son hier ge­schrie­ben hat, weist näm­lich er­heb­lich weni­ger Fan­tasy-Ele­mente auf, als man beim Titel den­ken könnte. Statt­des­sen ge­hört das Buch eher in die Rubrik Science Fic­tion. Es geht hier näm­lich – so viel kann ich wohl ver­ra­ten – um Di­men­sions­rei­sen. Ge­wisse Fan­tasy-Ele­mente kann man trotz­dem nicht ab­strei­ten, etwas Humor als Würze eben­falls nicht. Letz­te­rer zeigt sich haupt­säch­lich in Text­aus­zü­gen aus dem titel­ge­ben­den Hand­buch – das sich übri­gens als Werbe­bro­schüre des Di­men­sions-Reise­ver­an­stal­ters ent­puppt. Anders zu sein, heißt (zu­min­dest in die­sem Fall) aber nicht, schlecht zu sein. Im Ge­gen­teil, ge­rade die un­ge­wöhn­liche Heran­ge­hens­weise an die Ge­schichte des Prota­gonis­ten (den der Autor übri­gens in der Ich-Form er­zäh­len lässt) macht die Story rich­tig gut. Auch die Illus­trati­onen von Steve Argyle tra­gen zum guten Ein­druck des Buches bei.

Was nicht ganz dem sonstigen Niveau entspricht, ist leider die deutsche Über­set­zung. Schon im Vor­wort ist von Test­le­sen­den statt Test­lesern die Rede. Das eigent­liche Buch bie­tet zum Glück we­nig An­satz­punkte für solche sprach­lichen Ent­glei­sungen. Hier fällt ledig­lich die ge­le­gent­liche Er­wäh­nung von Zau­bern­den statt Zau­berern ins Auge. Wieso der Über­setzer den Prota­gonis­ten eine Frau in einer mit­tel­al­ter­lichen Um­ge­bung sie­zen lässt, er­schließt sich mit aller­dings auch nicht. Ins­ge­samt reicht das aber nicht, um dem posi­ti­ven Ein­druck des Buches ernst­haft zu scha­den.

Fazit:

Diese humorvolle Science-Fiction-High-Tech-Reise in ein Fantasy-Land punk­tet be­son­ders mit ihrer Anders­artig­keit.

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Earthventure in Las Vegas

Beatrice Sonntag
Earthventure in Las Vegas

St,rSt,rSt,rSt,rSt,r
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Sprecher: Axel Aldenhoven

Diamanten für Zucker

Klappentext:

Die erfolgreiche Geschäftsfrau Ulionk vom Planeten Angrodan sehnt sich nach Aben­teuer­urlaub auf einem un­be­rühr­ten Pla­ne­ten. Wie gut, dass Odiklu die Erde ent­deckt hat, die noch nicht unter Schutz steht. Im ver­rück­ten Las Vegas fin­det er in dem lang­wei­li­gen und nor­ma­len Erden­bür­ger Josh den per­fek­ten authen­ti­schen Frem­den­füh­rer für Ulionk. Die Reise­vor­be­rei­tungen zwingen Josh dazu, seine Komfort­zone weit hin­ter sich zu las­sen. Er hat es plötz­lich mit Gangs­tern, ille­ga­len Hah­nen­kämp­fen, Hüpf­bur­gen, Schlamm­vul­ka­nen und ton­nen­weise Süßig­kei­ten zu tun. Und dann wird auch noch die Poli­zei auf die laute „Tante Uli“ auf­merk­sam. Ein Glück, dass ihm sein Freund Henry zur Seite steht. Schafft es Josh, sei­nen außer­ir­di­schen Gast zu­frie­den­zu­stel­len, ohne dass sie als das ent­larvt wird, was sie ist? In „Earth­ven­ture in Las Vegas“ lernt der Leser ge­mein­sam mit der schil­lern­den Alien-Diva Ulionk die Wun­der der Sin City ken­nen.

Ein rasanter, humorvoller und unvorhersehbarer Trip durch Las Vegas. Ein Aben­teuer, das so noch nie er­zählt wurde.

Rezension:

Josh arbeitet in einem Walmart und verbringt seine Freizeit in Bars. Von der Atmos­phäre sei­ner Hei­mat­stadt Las Vegas be­kommt er nur am Rande mit. Bis ihn ein Frem­der an­spricht. Der ent­puppt sich als Alien, Odiku von Pla­ne­ten Angro­dan. Der hat die Erde erst kürz­lich als Reise­ziel für wohl­ha­bende Angro­daner ent­deckt und wirbt Josh als Reise­füh­rer an. Die Be­zah­lung stimmt, und so stimmt Josh zu. Was er mit einer 1. Tou­ris­tin, Ulionk, erlebt, bringt ihn aller­dings deut­lich aus sei­ner Komfort­zone heraus.

Science-Fiction-Parodien sind ein relativ rares Genre. Für wirk­lich ge­lungene trifft das in be­son­de­rem Maße zu. Und dann hat man plötz­lich ein Hör­buch wie die­ses vor sich. Damit trifft Bea­trice Sonn­tag den Nerv wohl jedes Fans dieses (Sub-)Gen­res. Das Auf­ein­ander­tref­fen eines eher ge­müt­lich ver­an­lag­ten, ner­di­gen Men­schen mit über­dreh­ten Außer­ir­di­schen bie­tet reich­lich Poten­zial für Chaos. Und von die­sem er­le­ben die Prota­gonis­ten eini­ges, auch wenn die Alien-Touris­tin den Groß­teil nicht mal rea­li­siert. Zucker spielt dabei eine sehr große Rolle, denn auf die­sen sind Angro­daner süch­tig. Dass die Außer­ir­di­sche Be­su­cherin wäh­rend ihres Erd-Urlaubs auch einen Kin­der­ge­burts­tag und ille­gale Hunde­kämpfe er­le­ben will, treibt ihren ge­set­zes­treuen Frem­den­füh­rer in Schweiß­aus­brüche – und den Leser in Lach­sal­ven. Ob die Auto­rin wohl auch zu­künf­tige Be­sucher von Angro­dan lite­ra­risch ver­folgt? Fans von Science-Fic­tion-Paro­dien dürf­ten je­den­falls nichts da­ge­gen haben!

Fazit:

Mensch trifft Alien – davon hat man schon gelesen. Selten waren diese Zu­sam­men­tref­fen aber so sau­ko­misch wie bei Josh und Ulionk.

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Star Bringer

Tracy Wolff, Nina Croft
Star Bringer

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b
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Übersetzung: Julia Schwenk

Die Rätsel der Heptosphäre

Klappentext:

Retten sie das Universum oder lassen sie es brennen?

Zur falschen Zeit am falschen Ort zu sein, sollte für eine Prinzes­sin eigent­lich nicht vor­kom­men. Für Kali, Prin­zes­sin der Neun Pla­ne­ten, ist aber genau das der Fall, als ihre Raum­sta­tion an­ge­grif­fen wird, und könnte töd­lich für sie en­den. Doch dank eines dunkel­äugi­gen, sexy Misan­thro­pen na­mens Ian kann sie ent­kom­men. Zu­sam­men mit fünf ande­ren, jeder mit eige­ner Ge­schichte und Agenda, selbst wenn es nur darum geht, einen wei­teren Tag zu über­le­ben. Auf ihrer Flucht ver­folgt sie die ge­samte Gala­xie: ihre Feinde, die Streit­kräfte der Kai­serin, sogar eine ver­meint­lich fried­liche Glau­bens­ge­mein­schaft. Sie müs­sen ent­kom­men, ohne sich ge­gen­sei­tig um‑zu­bringen – und neben­bei das ver­dammte Son­nen­sys­tem ret­ten … irgend­wie.

Rezension:

Die Sonne geht dem Ende ihrer Lebenszeit entgegen, das gesamte Pla­ne­ten­sys­tem samt aller Be­woh­ner droht, zer­stört zu wer­den. Auf einer Raum­sta­tion, die eigens zwecks Ret­tung der Sonne ge­schaf­fen wurde, soll eine Kri­sen­kon­ferenz statt­finden. Die Kai­serin der 9 Pla­ne­ten ent­sen­det ihre Toch­ter. Auch die Hohe­pries­terin der Schwes­tern­schaft des Lichts ist an­we­send. Die Schwes­tern­schaft ver­tritt aller­dings die An­schau­ung, die Sonne solle unter­gehen, um eine Wieder­ge­burt zu er­mög­lichen. Schnell stellt sich je­doch heraus, dass die lei­tende Wis­sen­schaft­lerin selbst ihren hohen Gäs­ten etwas zu ver­heim­lichen scheint. Doch dann kommt es zur Katas­tro­phe …

Mit der Begrenzung auf ein einziges Planetensystem gehen die bei­den Auto­rin­nen einen für der­artige SciFi-Ge­schich­ten rela­tiv un­ge­wöhn­lichen Weg. Schon recht kurz nach Beginn fin­det sich auf der Flucht von der zer­stör­ten Raum­sta­tion in einem anti­ken Raum­schiff die bunt zu­sam­men­ge­wür­felte Prota­gonis­ten­gruppe zu­sam­men. Die 19-jährige kai­ser­liche Prin­zes­sin und die eben­so junge Hohe­pries­terin fin­den sich plötz­lich in Ge­sell­schaft von Au­fstän­dischen und einer ge­flo­he­nen Ge­fange­nen wie­der. Auf der Enge des Raum­schiffs kon­zen­triert sich die Story pri­mär da­rauf, dass die Welt­bil­der der eli­tär auf­ge­wach­se­nen jungen Frauen zu­neh­mend auf den Kopf ge­stellt wer­den. Ist der Auf­stand wirk­lich so un­be­grün­det, wie ihnen bei­ge­bracht wurde? Ist die Kai­serin wirk­lich so volks­freund­lich, wie sie sich – auch ihrer eige­nen Toch­ter ge­gen­über – immer gibt? Ist die Schwes­tern­schaft wirk­lich so idea­lis­tisch, wie der ‚wie­der­ge­bo­re­nen‘ Hohe­pries­terin von Kind­heit an ver­mit­telt wurde? Und wie soll es jetzt über­haupt wei­ter­ge­hen?

Auch wenn diese technisch wie auch gesellschaftlich hochinteressante Ge­schichte Genre-affine Leser schnell be­geis­tern kann, er­ge­ben sich (zu­min­dest für mich) aber auch deut­liche Kri­tik­punkte. So kommt es in der Krisen­situ­ation der Flucht in einem nur teil­weise nutz­baren Raum­schiff inner­halb weni­ger Tage gleich mehr­fach zur Pär­chen­bil­dung. Wäh­rend sich einer­seits die Prin­zes­sin und der Schmugg­ler ganz nach Cliché in­ein­an­der ver­lie­ben, sind es auf der ande­ren Seite die Hohe­pries­terin und die ge­flo­hene Ge­fangene, die sich als Pilo­tin er­weist. In bei­den Fäl­len kommt es im Laufe des Buches zu für die Hand­lung eigent­lich ir­rele­van­ten und des­halb un­nö­ti­gen, recht de­tail­lier­ten Sex-Sze­nen. Ein noch grö­ßerer Kri­tik­punkt ist aller­dings das Ende. Genau ge­nom­men hat das Buch näm­lich gar keins. Es endet mit einer über­ra­schen­den In­for­ma­tion, die alles Wei­tere voll­kom­men offen lässt. Da sich aber auch kei­ner­lei Hin­weise auf eine even­tu­ell ge­plante Fort­set­zung fin­den, lässt das den Leser un­be­frie­digt zu­rück. Ledig­lich die über­zeu­gende Hand­lung zu­vor lässt mich trotz­dem zu einer doch posi­ti­ven Ge­samt­wer­tung kom­men.

Die Autorinnen lassen ihre 4 Hauptpersonen (Prinzessin Kali[nda], Hohe­pries­terin Rain, Schmugg­ler Ian und Beckett, ge­flo­he­ner Häft­ling und Pilo­tin) wech­sel­weise als Ich-Er­zäh­ler zu Wort kom­men.

Fazit:

Die gelungene Handlung dieser epischen Science-Fiction-Story wird durch das völ­lig offene Ende und un­nö­tige Sex-Sze­nen be­ein­träch­tigt.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

LBG Banner Sommerferien
Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nur unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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Album von Berlin, Charlottenburg und Potsdam

Reprint eines Bildbands aus den 1910ern
Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://rezicenter.blog/2020/01/28/bilder-aus-altbayern-reprint-eines-bildbands-von-1918/

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Anika Wahlgren – 2 – Iðunn: Das Erbe der Götter

Mikael Lundt
Anika Wahlgren – 2 – Iðunn: Das Erbe der Götter

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Auf Lokis Spuren

Klappentext:

Iðunn – Quell ewiger Jugend oder Werkzeug des Todes?

Einst verlieh Iðunn den Göttern des Nordens ewige Jugend und Un­sterb­lich­keit. Doch ihr Ge­heim­nis nahm sie vor Ur­zei­ten mit ins Grab. Als eine ris­kante Ex­pe­di­tion nun den Spu­ren die­ses My­thos folgt, be­schwört sie gro­ßes Un­heil herauf. Mys­ti­sche Un­wet­ter kos­ten zwei Teil­neh­mern das Leben, der Ex­pe­di­tions­lei­ter ver­schwin­det spur­los. Was der ein­zige Über­le­bende be­rich­tet, klingt un­glaub­lich: Ein archa­ischer Krie­ger von über­mensch­licher Macht wacht über Iðunns Grab und wird nicht ruhen, so­lange ihr Erbe in Ge­fahr ist.

Eine göttliche Macht, die besser ewig begraben bliebe

Die Archäologin Anika Wahlgren wird vom exzentrischen Milliar­där Edgar Ren­qvist be­auf­tragt, das Ge­heim­nis zu ent­schlüs­seln. Doch schon bald wird klar: Hier geht es um mehr, als Wis­sen­schaft allein er­klä­ren kann. Ge­heim­nis­volle sil­berne Runen schei­nen der Schlüs­sel zur Lö­sung des Rät­sels zu sein und ein Be­weis dafür, dass Iðunns Macht noch immer im Ver­bor­ge­nen schlum­mert. Doch diese ist weit­aus düs­terer und ge­fähr­licher als ge­dacht. Die Ent­fes­se­lung könnte ver­hee­rende Kon­se­quen­zen haben. Edgar Ren­qvist ist den­noch wild ent­schlos­sen, für sei­nen Traum von Un­sterb­lich­keit alles zu opfern – sogar das Leben sei­nes eige­nen Soh­nes und das von Anika Wahl­gren.

Wissenschafft trifft Mythologie

Begleiten Sie Anika Wahlgren auf einer atemberaubenden Reise in die mys­ti­sche Ver­gangen­heit und in eine ebenso fan­tas­ti­sche Zu­kunft. In ihrem zwei­ten Aben­teuer ver­schmel­zen My­then und mo­derne Wis­sen­schaft zu einem ein­zig­arti­gen Mix, der die nor­di­sche Göt­ter­welt ein­mal mehr in einem gänz­lich neuen Licht er­schei­nen lässt.

Rezension:

Eigentlich hat die Archäologin Anika Wahlgren etwas anderes ge­plant, als sie der Milliar­där Edgar Ren­qvist damit be­auf­tragt, sei­nen auf einer Ex­pe­di­tion ver­schwun­de­nen Sohn zu suchen. Ein Nein ak­zep­tiert er nicht. Schnell wird Anika klar, dass mehr da­hin­ter­steckt. Offen­sicht­lich weiß ihr Auf­trag­ge­ber von den streng ge­hei­men Ent­deckungen einer ver­gange­nen Ex­pe­di­tion. Nach dem Fund mys­teri­öser Me­tall­ob­jekte sind nicht nur der Milliar­där, son­dern auch die nor­we­gi­sche Armee hinter der Archäo­lo­gin und ihren Ver­bün­de­ten her.

Auch wenn der Klappentext von Mikael Lundts Buch an eine auf der nor­di­schen My­tho­lo­gie ba­sie­rende Urban Fan­tasy denken lässt, er­weist es sich doch eher als Science-Fic­tion-Thril­ler. Die nor­di­sche My­tho­lo­gie und auch stark in Rich­tung Fan­tasy ten­die­rende Ele­mente sind trotz­dem nicht ab­zu­strei­ten. Bei dem Buch han­delt es sich um den 2. Band um die Archäo­lo­gin Anika Wahl­gren. Ob­wohl ich Band 1 nicht kenne, las­sen zahl­reiche Re­feren­zen er­ken­nen, dass die Prota­gonis­tin darin bei Aus­gra­bungen auf Sval­bard auf Arte­fakte stößt, die sich als Re­likte Außer­irdi­scher er­wei­sen. Einem davon, der auf der Erde unter dem Namen Loki be­kannt wurde, be­geg­nete sie sogar per­sön­lich. Der vor­lie­gende Band be­ginnt dann damit, dass der Prota­gonis­tin er­neut Arte­fakte in die Hände ge­langen, die sie stark an die da­ma­lige fremde Tech­no­lo­gie er­in­nern. Es folgt ein Wett­lauf gegen die Zer­stö­rung der Erde, wäh­rend ver­schie­dene Kräfte die Tech­no­lo­gie lie­ber für eigene Zwecke ein­set­zen wol­len. Dabei spielt der Autor mit der Frage, ob my­tho­lo­gi­sche We­sen und/oder Aliens in die Ge­scheh­nisse in­vol­viert sind. Span­nend wird es für den Leser alle­mal.

Abgesehen von Kapitel 1, das den Charakter eines Prologs hat, be­lässt der Autor den er­zäh­leri­schen Fokus stets auf sei­ner Prota­gonis­tin.

Fazit:

Diese Kombination eines SciFi-Thrillers mit den mythologischen Hintergrün­den der nor­dischen Göt­ter­welt, ent­wickelt einen eige­nen Reiz.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nur unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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Rebellion der Drachen

Michaela Göhr
Rebellion der Drachen

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Spiegel-Magie

Klappentext:

Seine eigene Familie hält den fünfzehnjährigen Jonas für über­ge­schnappt – wer sieht schon fremde blaue Augen in Spie­geln? Ob­wohl er ge­nervt ist, weil ihn nie­mand für voll nimmt, hat er sich schon fast damit ab­ge­fun­den, als sein Leben plötz­lich kopf­steht.

Er wird auf ein urzeitliches Ungeheuer gesetzt und verschleppt!

Einen Angstschweiß treibenden Ritt später stellt er fest, dass er in einer ande­ren Di­men­sion ge­stran­det ist – in einem ab­ge­dreh­ten Aben­teuer mit sprec­hen­den Flug­echsen und Ma­giern! Da­durch wird er un­frei­wil­lig in einen Kampf hinein­ge­zo­gen, der das Ende für seine Welt be­deu­ten könnte. Wem kann er noch trauen?

Er muss sich für eine Seite entscheiden, um die drohende Katastrophe auf­zu­hal­ten …

Rezension:

Seine Eltern und sein kleiner Bruder halten den 15-jährigen Jonas für eigen­artig. Nie­mand glaubt ihm, dass er von frem­den Augen im Spie­gel beo­bach­tet wird. Doch eines Tages wird Jonas von einem nur wenig älte­ren Mäd­chen an­ge­spro­chen – und auf einem Dra­chen in eine Paral­lel­welt ent­führt. Einer der mäch­tigs­ten Dra­chen dort hält ihn für die Lö­sung aller Pro­bleme. Dumm nur, dass die­ser alte Dra­che bald darauf stirbt. Und die meis­ten ande­ren sehen das ganz anders.

Dass (meist junge) Menschen, die sich selbst bis dahin für abso­lut durch­schnitt­lich hiel­ten, über­ra­schend in über­na­tür­liche Er­eig­nisse hinein­ge­zo­gen wer­den, ist in der Urban Fan­tasy schon bei­nahe als Stan­dart-Ein­stieg zu be­trach­ten. Auch Micha­ela Göhr nutzt diese Aus­gangs­situ­ation. Dass ihr junger Prota­gonist wegen ent­spre­chen­der Vor­komm­nisse von sei­ner Um­ge­bung für nicht ganz nor­mal an­ge­se­hen wird, ist dabei schon eher un­ge­wöhn­lich. Aus die­ser Aus­gangs­lage ent­wickelt die Auto­rin eine Story, die Paral­lel­wel­ten bezie­hungs­weise -dimen­sio­nen mit Dra­chen und ihren Rei­tern sowie Magie ver­bin­det und im Laufe der Hand­lung sogar noch um einen Science-Fic­tion-Hin­ter­grund er­gänzt. Macht­spiele der dra­chi­schen Poli­tik spie­len dabei eine tra­gende Rolle. Die Hand­lung ge­winnt einen Groß­teil ihres Rei­zes aus der un­ge­wohn­ten Kom­bi­na­tion der ver­schie­de­nen Ele­mente.

Die Autorin erzählt ihre Geschichte aus der Perspektive ihres Protagonis­ten Jonas. Am Ende wird eine Fort­set­zung an­ge­kün­digt.

Fazit:

Die außergewöhnliche Kombination aus Weltenreisen, Magie, Drachen­politik und einem SciFi-Hin­ter­grund wecken das Interesse von Genre-Fans.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Sternenglut – Ein Raum voller Welten

Szosha Kramer (Hrsg.), Katharina Maier (Hrsg.)
Sternenglut – Ein Raum voller Welten

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Aus der U-Bahn in die Kutsche

Klappentext:

Wieso erwacht Ellen in einer fremden Galaxie und heißt jetzt Sara? Wird eine Wespe zur letz­ten Hoff­nung der Mensch­heit? Ist der schönste Mann des Uni­ver­sums auch der ge­fähr­lichste? Und kön­nen künst­liche Intelli­gen­zen vor Lange­weile den Ver­stand ver­lie­ren? In Band 3 der Best­seller-Reihe er­zäh­len die 8 Stamm-Mit­glie­der der „Ster­nen­glut-Crew“ und ein ameri­ka­ni­scher Gast­autor wie­der span­nende Space-Opera-Ge­schich­ten und las­sen euch neue Uni­ver­sen ent­decken. Dabei er­for­schen sie zeit­ge­nös­si­sche Fra­gen nach Iden­ti­tät, Zu­kunfts­angst und den Gren­zen zwi­schen Mensch und Ma­schine. Kommt mit auf eine fan­tas­ti­sche Reise in einen Raum vol­ler ge­heim­nis­vol­ler Wel­ten! Er­kun­det mit uns, was es heißt, Mensch zu sein. Heute und in Zu­kunft.

Rezension:

Enthaltene Geschichten:
Das Raumschiff, das von Liebe träumte – Mary Stormhouse
Die Sonde – Aybiline I. Dahlson
Die Zeitenblase – Szosha Kramer
Zwanzig weiße Fahnen – Matilda Best
Eine Begegnung der dritten Art – Bob Blanton
Die Entdeckung von Guang Yu – Katharina Maier
Wessen Logik? – O. E. Wendt
Das Schicksal steht auf keiner Ladeliste – R. M. Amerein
Offenbarungen eines Reisenden – Alexander Lenz

Schon zum mittlerweile 3. Mal legen Szosha Kramer und Katharina Maier eine „Ster­nen­glut“-An­tho­lo­gie vol­ler Science-Fic­tion-Kurz­ge­schich­ten vor. Nach der „Gala­xie der Aben­teuer“ und den „Rei­sen ins Gren­zen­lose“ wird dies­mal ein „Ein Raum vol­ler Wel­ten“ ge­füllt. Die be­tei­lig­ten Au­to­ren blei­ben – bis auf den Gast­autor Bob Blan­ton – ver­glichen mit dem letz­ten Jahr un­ver­än­dert. Ganz so enthus­ias­tisch wie im Vor­jahr fällt mein Ur­teil dies­mal aller­dings lei­der nicht aus, sind es in die­sem Jahr doch meh­rere der Sto­ries, die mich nicht ganz be­geis­tern konn­ten. Auf­fal­lend finde ich, dass sich gleich meh­rere Bei­träge der KI-The­ma­tik wid­men. Aber wid­men wir uns – wie ge­wohnt – mei­nen Favo­ri­ten:

In „Die Sonde“ lässt uns Aybiline I. Dahlson ein Experiment Außerir­di­scher beo­bach­ten. Um zu er­for­schen, ob die Kul­tu­ren auf meh­re­ren unter Beo­bach­tung ste­hen­den Pla­ne­ten sich wirk­lich unter­schei­den, ‚ret­ten‘ sie die kurz vor einem Un­fall ste­hende Ellen von der Erde und ver­pflan­zen ihr Be­wusst­sein in den Kör­per der kürz­lich ver­gif­te­ten Prin­zes­sin Sara auf einem ande­ren Pla­ne­ten. Bei den Aben­teu­ern, die Ellen/­Sara hier be­ste­hen muss, ver­mischt sie SciFi mit Fan­tasy. Das funktio­niert sehr gut, und wie die Auto­rin be­kannt gab, soll diese Kurz­ge­schichte zu einer gan­zen Reihe weiter­ent­wickelt wer­den.

Szosha Kramers „Die Zeitenblase“ erinnert vom Stil her sehr an Star Trek. Ein Raum­schiff folgt einem Hilfe­ruf und gerät dabei be­sagte Zeit­blase. Aus die­ser kann es sich nur durch die Zu­sam­men­ar­beit mit einem eben­falls dort ge­fangenen Rebel­len­schiff be­freien. Lei­der bie­tet die Länge einer Kurz­ge­schichte kei­nen Raum, die Moti­vati­onen der Re­bel­len näher zu be­leuch­ten.

„Eine Begegnung der dritten Art“ beschert Bob Blanton seinem Prota­gonis­ten. Bei einem Tauch­gang stößt er auf ein außer­irdi­sches Raum­schiff, das aus sei­nem Unter­was­ser-Ver­steck die Mensch­heit beo­bach­tet. Nach dem Tod des Kom­man­dan­ten sucht die Bord-KI nach einem bio­lo­gi­schen Nach­fol­ger. Könnte das eine Lebens­auf­gabe für Marc wer­den?

Auch wenn mich nicht jede der Geschichten so wie die Genannten anspricht, bie­tet doch auch die 3. „Ster­nen­glut“ wie­der gute Unter­hal­tung für am Genre Interes­sierte.

Fazit:

Auch Nummer 3 der „Sternenglut“-Anthologien bietet wieder eine große Band­breite sehr unter­schied­licher Science-Fic­tion-Kurz­ge­schich­ten.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Solartopia – 1 – Am Anfang der Welt

Victoria Hume
Solartopia – 1 – Am Anfang der Welt

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b
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Übersetzung: Katrin Segerer

Die Spur der Ferula

Klappentext:

»Wir sind die Letzten. Finn und ich in einem Wolkenkratzer mitten im Nirgen­dwo. Wie zwei Pflan­zen, deren Wur­zeln sich auf einen kar­gen Fel­sen kral­len. Wir wer­den hier über­le­ben. Weil wir müs­sen.«

Seit sie denken kann, lebt die sechzehnjährige Nova zusammen mit ihrem bes­ten Freund Finn in Tur­ris, einem rie­si­gen, einst luxuri­ösen Hoch­haus. Weit unter ihnen gibt es nichts als gif­ti­gen Smog. In der Turm­spitze je­doch ver­sor­gen sie sich autark dank ihres Dach­gar­tens, einem klei­nen Para­dies. Aber als der giftige Nebel am Turm hoch­kriecht und Novas Gar­ten zu ster­ben be­ginnt, weiß sie: Sie müs­sen Tur­ris ver­las­sen. Auf einer lebens­ge­fähr­lichen Reise er­kennt Nova, dass nichts von dem, was sie über die Welt weiß, zu stim­men scheint. Sie und Finn ent­decken Solar­to­pia, eine futu­ris­ti­sche Metro­pole, in der die Men­schen in Ein­klang mit Technik und Natur leben. Ge­mein­sam mit dem jungen Pilo­ten Jett kom­men sie dem Ge­heim­nis von Solar­to­pia auf die Spur – und ent­fes­seln einen Kampf, der die letz­ten Reste der Mensch­heit ver­nich­ten könnte.

Der erste Band des packenden Future-Fiction-Zweiteilers!

Rezension:

In einer weitgehend zerstörten und entvölkerten Welt lebt Nova zu­sam­men mit Finn in der obers­ten Etage eines an­sons­ten ver­las­se­nen Hoch­hau­ses, wo sie sich vom Er­trag des von ihrer ver­stor­be­nen Mut­ter an­ge­leg­ten Dach­gar­tens autark ver­sorgt. Doch der Smog, der ein Leben am Boden un­mög­lich macht, steigt lang­sam und be­droht ihren Gar­ten. Der Gar­ten hat nur eine Über­le­bens­chance, wenn sie eine Heil­pflanze, die sie in den Unter­la­gen ihrer Mut­ter ent­deckt, fin­det. Nova und Finn brechen zu einer ge­fähr­lichen Suche auf.

In ihrem Dilogie-Auftakt verbindet Victoria Hume eine Dysto­pie mit einem Jugend-Aben­teuer und Öko-Thril­ler-Ele­men­ten. Die Prota­gonis­tin ist die 16-jährige Nova, die sich seit dem Tod ihrer Mut­ter selbst durch­schla­gen muss. Wäh­rend man über sie schnell das Wesent­liche er­fährt, bleibt ihr Mit­be­woh­ner und Co-Prota­gonist Finn eher schwam­mig. Könnte man ihn zu­nächst für einen (wahr­schein­lich jünge­ren) Bru­der hal­ten, stellt sich schnell heraus, dass Novas Mut­ter nicht seine war. Wer er aber ist und wie er zu Nova kam, bleibt vor­erst ein Rät­sel. Er über­nimmt stets den pas­si­ve­ren Part. Die Auf­lö­sung stellt für den Leser dann eine echte Über­raschung, bei­nahe schon einen Schock dar, die auch einen tie­fen Blick auf Nova ge­stat­tet. Mit dem nur wenig äl­te­ren Pilo­ten Jett aus Sola­rt­opia kommt dann ein wei­terer Cha­rak­ter – incl. der un­ver­meid­lichen, sich an­bah­nen­den Ro­manze – hinzu. Zu­sam­men kom­men sie dem Ge­heim­nis der für ihre Be­woh­ner para­die­sisch er­schei­nen­den Stadt auf die Spur, wobei sich (natür­lich) eine Ver­bin­dung zu Novas eige­nen Ur­sprüngen ergibt. Nach eini­gen Über­raschungen ist zwar ab­seh­bar, in wel­che Rich­tung sich Novas Lebens­weg in Band 2 wen­den dürfte, doch bleibt der Aus­gang der Er­eig­nisse na­tür­lich offen. Die Neu­gier ist jeden­falls de­fi­ni­tiv ge­weckt.

Die Autorin nutzt ihre Protagonistin als Ich-Erzählerin. Der an­sons­ten gut wir­ken­den Über­set­zung muss man aller­dings an­las­ten, das Be­griffe wie bei­spiels­weise „Be­woh­ner“ stän­dig ge­gen­tert wer­den, was im eng­lischen Ori­ginal sprach­be­dingt na­tür­lich nicht der Fall sein kann. Auch im Deut­schen wäre selbst­ver­ständ­lich auch ohne Gen­tern klar ge­we­sen, dass Solar­to­pia na­tür­lich auch weib­liche Be­woh­ner hat.

Fazit:

Dieser dystopisch-abenteuerliche Jugend-Öko-Thriller entwickelt schnell sei­nen eige­nen Reiz und ist für man­che Über­raschung gut.

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