Die Hilfskräfte – Die wahren Herren des Dungeons

T. S. Orgel, A. S. Bottlinger, S. A. Cernohuby (Hrsg.)
Die Hilfskräfte – Die wahren Herren des Dungeons

St,rSt,rSt,rSt,rSt,r

Die wahren Gegner des Helden

Klappentext:
Der Dungeon: uralt, mit gewaltigen Ausmaßen und von unzähligen Kreaturen bevölkert.
Es gibt ihn in den trockensten Wüsten, in den Eishöhlen des Hochgebirges und in den schleimigen Sumpfhöhlen des Spinnendschungels.
Wer herrscht über Dungeons? Ihre Besitzer oder Besetzer? Die Monster oder Untoten in ihrem Inneren oder gar die Helden, die immer wieder in sie vordringen und dabei töten oder getötet werden?
Nein, die wahren Herren des Dungeons sind jene, die ihn am Laufen halten. Die hinter den Helden das vergossene Blut aufwischen, die Knochen der Skelette wieder sortieren, die Fallen reparieren und die Monster füttern – bis zum nächsten Besuch einer Gruppe Wagemutiger.
Dieses Buch erzählt ihre Geschichten. Von ihren Aufgaben, ihren persönlichen Abenteuern. Von ihren eigenen heldenhaften Monstern, ihren Lieblingsfallen und ihrer Personalabteilung.
Lernt sie kennen: Die Hilfskräfte – Die wahren Herrn des Dungeons!

Rezension:
enthaltene Geschichten:
Schicht im Schacht – Tom Orgel
Kerkerordnung – Christian von Aster
Die wahren Herren des Dungeons – Judith & Christian Vogt
Exkrementator – Ju Honisch
Verdammte Personalabteilung – Stephan Orgel
Goldene Zeiten – Susanne Pavlovic
Die große Stollen-Verschwörung – Carsten Stenbergen
Zweiter Durchgang – Robin Gates
Die letzte Prüfung – Stephan R. Bellem
Verbotene Pfade – Christian Günther
Ein Heldenproblem – Bernd Perplies
Portaphagus Multipunctatus – Rebekka Pax
Ein dauerhaftes Geschäftsmodell – Stefan Cernohuby
Kopfsache – Melanie Vogltanz
Dungeons – Rollenspielern sind sie wahrscheinlich vertrauter als mir, der ich sie nur aus Büchern und ein paar Filmen kenne. Dass es dabei normalerweise darum geht, dass (meist menschliche) Helden Fallen und Untiere überwinden müssen, um zu einem Schatz irgendeiner Art zu gelangen, weiß aber sogar ich. Bei den Kurzgeschichten dieser Anthologie stehen diese Helden jedoch nicht im Mittelpunkt. Im Fokus stehen hier die Wesen, die in den Dungeons leben und arbeiten, um den Helden echte Herausforderungen zu bieten. Da geht es beispielsweise um einen Exkrementator, dessen Job es ist, die Drachenscheiße zu beseitigen („Exkrementator“). Oder wer zündet rechtzeitig, bevor der Held einen Gang betritt, die Fackeln an? Dafür gibt es natürliche einen Fackelkobold. Und natürlich bekommt auch der seine eigene Story („Verdammte Personalabteilung“) spendiert. Auch Zombies brauchen Pflege, denn irgendwer muss die von den Helden verstümmelten Untoten schließlich wieder reanimieren. Der nächste Held ist schließlich schon im Anmarsch. Dieses Fachgebiet wird gleich in mehreren der enthaltenen Geschichten aufgegriffen. Missgunst und Intrigen gibt es in dieser Branche natürlich auch, was ebenfalls mehrfach thematisiert wird. Selbstverständlich braucht ein gepflegtes Dungeron auch Personal, das die ausgelösten Fallen für den nächsten Besucher wieder scharf macht. Auch diese (meist nicht-menschlichen) Mitarbeiter lernen wir kennen. Falls jetzt jemand denkt, die tödlichen Fallen und Wesen könnten einfach nach Lust und Laune auf die Helden harren, irrt er sich. Da sorgt nämlich die IDO, die Internationale Dungeron-Ordnung für letztere. Damit diese auch durchgesetzt wird, gibt es natürlich einen ganzen Beamtenapparat, dessen Unwesen sich durch beinahe alle Geschichten dieser Anthologie zieht. Und um die Überreste der Helden, die es nicht geschafft haben, muss sich schließlich auch noch jemand kümmern …
Natürlich kommt jetzt die Frage, welche der enthaltenen Kurzgeschichten ich besonders gelungen finde. Auch wenn keine wirklich schlechte dabei ist, muss ich hier speziell Tom Orgels „Schicht im Schacht“ und Robin Gatesʼ „Zweiter Durchgang“ erwähnen. In beiden sind junge Frauen, die von den ‚Helden‘ mehr oder weniger freiwillig als Hilfskräfte angestellt werden, die Protagonistinnen.
Dieser (meist augenzwinkernder) Einblick hinter die Kulissen des erfolgreichen Dungeon-Betriebs muss als absolut gelungen bezeichnet werden.

Fazit:
Allen, die mal ‚die andere Seite‘ eines Dungeons kennenlernen möchten, kann diese Fantasy-Anthologie sehr empfohlen werden.

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3:0 Fußballkrimis

Thomas Kowa
3:0 Fußballkrimis

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Tödlicher Fußball

Klappentext:
Unser booksnack zur WM 2018
Was wäre, wenn der eigene Verein nicht den entscheidenden Elfmeter versemmelt hätte? Woher hat ein Puma seine drei Streifen bekommen? Und wie schaffen es zwei Komissare einen Mord bei einem Fußballspiel zu lösen, wenn der eine Fußball hasst und der andere Akten? Drei unterhaltsame booksnacks für alle Fußballfans!

Rezension:
Enthaltene Geschichten:
Der Puma mit den drei Streifen
Tod auf dem Betze
1954
Da ich die Kurzgeschichte „Der Puma mit den drei Streifen“ bereits im Rahmen ihrer Solo-Veröffentlichung rezensiert und 5 Sternen für würdig befunden habe, beschränke ich mich hier auf die beiden anderen Beiträge.
Bei „Tod auf dem Betze“ muss sich ein Kommissar mit einem anscheinenden Selbstmord beschäftigen, der im Zusammenhang mit dem DFB-Pokal stehen könnte. „1954“ befasst sich dagegen mit berühmten Fußballspielen in einer alternativen Historie (und passt genaugenommen nicht unter den Begriff „Fußballkrimi“).
Allen 3 Kurzgeschichten gemein ist natürlich Thomas Kowas besonderer Sinn für Humor, den er bereits in zahlreichen anderen Kurzgeschichten beweisen hat. Leider kann „1954“ das Niveau der beiden anderen Geschichten nicht halten. Insgesamt gesehen ist dieser XXL-booksnack speziell für Freunde humorvoller Krimis lesenswert.

Fazit:
Gleich 3 humorvolle Kurzgeschichten, die zumindest entfernt mit Fußball zu tun haben, werden hier vereint.

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Forderungen, Umsatzsteuer an (Streck-)Bank

Allyson Snow
Forderungen, Umsatzsteuer an (Streck-)Bank

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

‚Arbeitsgeräte‘

Klappentext:
Laptop. Kaffeetasse. Sexmieze unter dem Schreibtisch.
Das Leben als Buchhalter könnte so schön sein. Doch Jefferson, von Beruf verarmter Ex-Broker, weiß seinen neuen Job als Zahlenjongleur in einem Rotlichtschuppen nicht zu schätzen. Nicht nur, dass er sich vor den Trainings mit Vladimir, dem bärenstarken Türsteher, und den Umstylings mit Jacq, dem schillernden Paradiesvogel par excellence, drücken muss. Nein, der gnadenlose Gläubiger seiner Chefin, Dimitri Petrow, macht ihn auch noch persönlich für die Rückzahlung von 50.000 Pfund verantwortlich. Und plötzlich braucht Jefferson alle Hilfe, die er bekommen kann. Selbst die von Sarah, der frechen Domina des Hauses mit den faszinierenden Augen.
Diese Kurzgeschichte enthält keine expliziten Sexszenen, dafür den einen oder anderen Begriff, der den Jugendschutz nervös machen könnte.

Rezension:
Was macht ein Banker, der durch die Bankenkrise seinen Job verloren hat? Eine Anstellung als Buchhalter könnte vielleicht funktionieren. Wenn es doch nicht gerade ein Edel-Puff wäre, der einen solchen sucht. Die Existenzangst lässt Jefferson jedoch keine Wahl. Schnell stellt sich heraus, dass seine Lebensauffassung sich grundlegend von der seiner neuen ‚Mitarbeiter‘ – und besonders -innen – unterscheidet. Als sich ein Kredithai jedoch an ihn als Buchhalter hält, um die Schulden seiner neuen Chefin einzutreiben, lernt Jefferson die speziellen Talente dieser zu schätzen.
Um es vorwegzunehmen: Mit ihren Jugendschutz-Überlegungen macht sich die Autorin absolut unbegründete Sorgen. Alles, was in dieser Kurzgeschichte passiert, würde problemlos ins TV-Vorabendprogramm passen. Natürlich stellt diese Story auch keine Erotik-Geschichte dar. Das, worum es hier geht, ist Humor. Alles andere wird maximal angedeutet. Wenn der Protagonist Quittungen für ‚Arbeitsgerät‘ buchen muss, von dem er überhaupt keine Ahnung hat, wozu es dient, ist das einfach lustig. Diesem vergeht der Spaß allerdings spätestens, wenn seine ‚Mitarbeiterinnen‘ ihm das persönlich vorführen wollen. Allen, die an dieser Art Humor Gefallen finden könnten, kann dieses eBook sehr empfohlen werden.

Fazit:
Dieser sehr humorvolle Blick in die Erotik-Branche macht Spaß.

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Eine Peter-Grant-Story – 5.1 – Geister auf der Metropolitan Line

Ben Aaronovitch
Eine Peter-Grant-Story – 5.1 – Geister auf der Metropolitan Line

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Übersetzung: Christine Blum

Abigails ‚Praktikum‘

Klappentext:
Geistersichtungen auf der Metropolitan Line der Londoner U-Bahn! Unflätige Bemerkungen geben die Gespenster auch noch von sich. Aufruhr und Chaos unter den Pendlern ist die Folge. Police Constable und Zauberlehrling Peter Grant nimmt, gemeinsam mit ein paar guten alten Bekannten, die Ermittlungen auf.

Rezension:
In den U-Bahn-Zügen der Metropolitan Line werden Fahrgäste von Geistern belästigt. In letzter Zeit häufen sich entsprechende Notrufe, doch wenn die Beamten der British Transport Police vor Ort eintreffen, können sich die meisten der Anrufer schon gar nicht mehr an den Vorfall und ihren eigenen Anruf erinnern. Natürlich landet der Fall im Folly. Also quetscht sich Peter Grant zusammen mit seinem Kollegen Jaget von der British Transport Police in die überfüllten Züge des Berufsverkehrs. Tatsächlich hören sie eine Frau panisch aufschreien, doch bevor sie sich durch die Menschenmassen zu ihr durchgedrängt haben, beginnt bei ihr schon das Vergessen. Langsam können sie allerdings ein Muster erkennen: Es handelt sich immer wieder um andere Geister, die eigentlich nur um Hilfe bitten wollen. Bald keimt der Verdacht auf, dass es sich hier in Wirklichkeit um einen realen Kriminalfall mit lebenden Menschen dreht.
Peter Grant is back! Das dürfte nicht wenige Fans seiner Abenteuer zu Freudenrufen verleitet haben. Immerhin ist seit „Der Galgen von Tyburn“ (zumindest gefühlt) schon viel zu viel Zeit ohne magisch-kriminalistische Neuigkeiten aus dem Folly vergangen. Eine Ernüchterung folgt allerdings schon, wenn man das Buch in Händen hält. Hatten alle bisherigen „Peter Grant“-Bände 400 und mehr Seiten, hat man jetzt plötzlich ein Büchlein von nur 176 Seiten (wovon am Ende sogar ein paar weiß bleiben) vor sich. Am Preis macht sich diese Abmagerungskur jedoch nicht bemerkbar. Kosteten die bisherigen Bände als Taschenbuch jeweils 10,95 €, „Fingerhut-Sommer“ mit seinen 416 Seiten sogar nur 9,95 €, muss man für die weniger als halb soviel Seiten der „Geister auf der Metropolitan Line“ auch 8,95 € investieren. In dem Zusammenhang soll nicht unerwähnt bleiben, dass dtv es bei diesem Buch für ‚nötig‘ hielt, einen deutschen Titel zu erfinden, statt den des Originals („The Furthest Station“) zu übersetzen.
Da fragt man sich natürlich, ob zumindest der Inhalt überzeugen kann. Diese Frage ist nicht ganz so pauschal zu beantworten. Der eigentliche Fall erreicht durchaus das gewohnte Niveau. Auf was diesmal allerdings fast gänzlich verzichtet wird, sind Nebenhandlungen. Sich bereits über mehrere Bände hinziehenden Handlungsstränge (wie beispielsweise der um Peters Ex-Kollegin Lesley) werden mit keinem einzigen Wort erwähnt. Auch praktisch zum Inventar gehörende Nebencharaktere kommen – wenn überhaupt – nur ganz am Rande in Erwähnung. Die Handlung stützt sich fast ausschließlich auf Peter, seien dem Leser schon bekannten Kollegen Jaget und Peters Cousine Abigail, die diesmal eine recht bedeutende Rolle als ‚Praktikantin‘ des Folly einnimmt. Selbst Inspector Nightingale tritt nur relativ selten persönlich in Erscheinung.
Im Internet ist die Anmerkung zu finden, der geringe Umfang und der ‚geradlinige‘ Stil hätten ihren Grund darin, dass es sich bei „Geister auf der Metropolitan Line“ um eine Novelle handeln würde, die zeitlich zwischen den bereits erschienenen Bänden 5 („Fingerhut-Sommer“) und 6 („Der Galgen von Tyburn“) einzuordnen wäre. Eine Bestätigung für diese Information konnte ich allerdings nirgends finden. Auf der Website des deutschen Verlags (dtv) wird das Buch zwar als Kurzroman, beim britischen Verlag (Gollancz) als Novelle bezeichnet, für die genannte zeitliche Einordnung findet sich in beiden Fällen aber genauso wenig ein Hinweis wie im (deutschen) Buch selbst.
Was sich nicht verändert hat, ist Ben Aaronovitchs locker-ironischer Stil mit zahlreichen Anspielungen auf die Polizeiarbeit und architektonische Missgriffe realer Gebäude. Auch das typische Um-die-Ecke-denken der bisherigen Bände der Reihe ist wiederzufinden. So kann man als Leser nur hoffen, dass Peter Grant (beziehungsweise Ben Aaronovitch) in zukünftigen Bänden wieder zu alter Form zurückfindet.

Fazit:
Ein neuer, unterhaltsamer magischer Fall, der aber doch nicht an das gewohnte Niveau der Reihe heranreicht.

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Lupina – 2 – Halbling bei Mördern und Mimen

Alexander Bálly
Lupina – 2 – Halbling bei Mördern und Mimen

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Der Ring der Vollkommenheit

Klappentext:
Halblinge haben es schwer unter Menschen.
Lu ist wieder einmal in Geldnot. Die Priester haben ihren Handel mit schlüpfrigen Stempeldrucken verboten, so dass sie sich mit gelegentlichen Arbeiten für einen alten Gelehrten über Wasser halten muss. Als der Gelehrte erschlagen wird, steckt Lu wieder mitten in den Ermittlungen. Ihre einzige Spur zum Täter sind verschwundene Zauberringe. Mit Scharfsinn, Einfallsreichtum und ihrem Talent zur Hochstapelei versucht die Halblingsdame den Mörder zu fassen. Doch eine Leiche kommt selten allein … Auch die Fortsetzung von „Halbling unter Huren und Halunken“ verbindet klassische Krimi-Tradition mit epischer Fantasy, wie sie nie zuvor von einer so sympathischen und zugleich bissigen Heldin in ein spannendes Abenteuer begleitet worden ist.

Rezension:
Lu(pnia)s Leben in Garbath verläuft eigentlich recht positiv. Ihre Drucke einer erotischen Göttin verkaufen sich gut, und auch ihre gelegentlichen Arbeiten für einen etwas sonderbaren Gelehrten bringen ihr ein paar Münzen ein. Doch eines Tages findet sie den alten Mann tot, offensichtlich ermordet auf. Obendrein erlässt die Priesterschaft der Stadt ein einstweiliges Verbot, die Drucke der freizügigen Göttin, für die es in Garbath nicht mal einen Tempel gibt, zu verkaufen. Plötzlich steht Lu in einer Stadt, in der Halblinge wie sie nicht besonders geschätzt werden, ohne Einkommen da. Zum Glück bietet ihr die Inhaberin des benachbarten Theaters, die dem Gelehrten nebenbei den Haushalt geführt hatte – und wohl auch mit ihm liiert war –, an, sie für die Aufklärung des Mordes und die Wiederbeschaffung der dabei verschwundenen magischen Ringe zu bezahlen. Kurz darauf wird auch noch eine Schauspielerin des Theaters ermordet und der Sohn der Inhaberin des Mordes verdächtigt. Obwohl die Stadtwache derartige Einmischungen nicht schätzt, stürzt sich Lu in die Ermittlungen.
Mit diesem Fantasy-Krimi führt Alexander Bálly seine Leser in ein vorindustriell geprägtes Ambiente. Dort leben verschiedene humanoide Wesen zusammen, wobei Halblinge wie die Protagonistin bei der menschlichen Mehrheit – von Lu oft als Trampelfüße bezeichnet – nicht unbedingt in großer Achtung stehen. Bei ihren Ermittlungen spielt ihr das jedoch durchaus in die Hände, weil viele in ihr keine Gefahr erkennen. Wie es sich für einen ordentlichen Krimi gehört, schickt der Autor seine Heldin, aus deren Ich-Perspektive die Geschichte erzählt wird, und mit ihr die Leser natürlich auf verschiedene falsche Fährten, bevor sich am Ende eine überraschende Aufklärung ergibt. Dabei entwickelt er eine interessante Detektivgeschichte, die durchaus auch ohne den Fantasy-Part funktionieren würde. Letzterer spielt für die Handlung eigentlich eine eher untergeordnete Rolle. Den Abschluss der spannenden, humorvollen und mitreißenden Story bildet ein Glossar, der dem Leser in der Welt Garbaths bedeutungsvolle Details erläutert. Auch ein paar in der Geschichte vorkommende Gerichte werden hier mit Menschenwelt-tauglichen Rezepten vorgestellt.

Fazit:
Spannung, Humor und Fantasy: Willkommen in Lupinas Welt!

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Verhexte Westwick-Krimis – 2 – Verhext und ausgespielt

Colleen Cross
Verhexte Westwick-Krimis – 2 – Verhext und ausgespielt

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Paten-schaften

Klappentext:
Ein weiterer verhexter Krimi aus Westwick Corners!
Cendrine West kommt einfach nicht zur Ruhe. Sie steht kurz davor, endlich einen bezahlten Job zu finden und mit dem gutaussehenden Sheriff Gates läuft es mehr als gut. Das alles ändert sich schlagartig, als ihre rebellische Tante Pearl sie entführt und sie auf eine geheime Mission mitnimmt, um den Tod einer Freundin zu rächen. Alles oder nichts… und so landet Cenny unfreiwillig in Las Vegas.
Rocco Racatelli ist eine große Nummer in Vegas – und das nächste Ziel der örtlichen Mafiosi. Die Glücksfee hat ihm schlechte Karten zugespielt und er ist auf Rache aus. Tante Pearl ist mehr als motiviert, ihm unter die Arme zu greifen und ihre Mission Vegas Vendetta endet beinahe in einem Bandenkrieg. Während die Hexen immer tiefer in die Unterwelt der Stadt der Sünde eintauchen, stolpern sie über Leichen und andere Geheimnisse.
Aber nicht nur die Hitze von Vegas bringt die Stimmung zum Kochen… Rocco will Cennys Herz für sich gewinnen. Wäre da nicht ihr Herzblatt in Westwick Corners… Doch zuerst muss sie erst einmal einen Mordfall lösen, ihre halsbrecherische Hexentante im Zaum halten und die Vegas-Mafia zu Fall bringen. Was kann dabei schon schief gehen?
Wenn Sie unterhaltsame Krimis mit einem Schuss Humor und etwas Zauberkraft mögen, dann wird es Ihnen in Westwick Corners gefallen.

Rezension:
Cendrines kleines Nachrichtenblatt ist beinahe pleite. Um sich und die Zeitung über Wasser zu halten, braucht sie dringend einen Nebenjob. Und der könnte greifbar sein, denn sie hat einen Vorstellungstermin bei der Zeitung des Nachbarortes ergattern können. Als sie unterwegs noch schnell tanken will, läuft jedoch alles schief. Nicht nur, dass ihr extra für das Gespräch gekauftes Kleid von Benzin durchtränkt wird, läuft ihr gerade da auch noch Tante Pearl über den Weg – und ‚überredet‘ sie zu einem Ausflug nach Las Vegas. Pearls beste Freundin ist gestorben, und deren Enkel braucht in dieser Situation angeblich dringend Hilfe. Dass dieser Rocco einst Cendrines Schulkamerad war, mit dem sie sich damals nicht allzu gut verstand, ist noch das kleinere Problem. Nur Häppchenweise erfährt Cendrine, dass Pearls Freundin eine Mafiagröße war und Rocco ihre Nachfolge antreten soll. Dass beim Tod der Patin etwas nachgeholfen wurde, versteht sich da schon fast von selbst. Wen wundert es, dass die Ankunft in Las Vegas direkt in eine Schießerei führt? Zunehmend verflucht Cendrine ihre sehr mangelhaft trainierten Hexenkräfte.
Im Gegensatz zu Band 1 der Reihe „Verhexte Westwick-Krimis“ (im Original „A Westwick Witches Cozy Mystery“) gibt es hier weit weniger zu bemängeln. Dass sich Tante Pearl die Informationen nur in mikroskopischen Häppchen aus der Nase ziehen lässt, kann den Leser zwar fast so sehr nerven wie die Protagonistin, passt aber eindeutig zum Charakter der Tante, wie er schon in „Verhext und zugebaut“ eingeführt wurde. Insgesamt wirkt die Story diesmal rund, wobei die Magie bei der Lösung des Falls eine eher untergeordnete Rolle spielt. Die humorvolle Krimi-Geschichte würde in ihren Grundzügen auch ganz ohne Fantasy-Element funktionieren. Cenrines Liebe zum neuen Sheriff bleibt zwar auch hier ein präsentes Thema, tritt aber nie (wie bei einer Romantasy) störend in den Vordergrund. In dieser Hinsicht wartet auf die Protagonistin am Ende des Bandes allerdings eine Überraschung. Insgesamt gesehen stellt dieses Buch eine flott lesbare, leichte Unterhaltung dar. Man darf auf die weiteren Bände – im englischen Original sind es bereits 4 – gespannt sein.

Fazit:
Ein humorvoller Fantasy-Krimi, der Spaß macht.

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MAD JERRY – der postapokalyptische umherziehende Krieger

Ben Wallace
MAD JERRY – der postapokalyptische umherziehende Krieger

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Postapokalyptische umherziehende Krieger habenʼs nicht leicht

Klappentext:
Mad Max meets Monty Python …
Die postapokalyptische Welt ist gar nicht so schlimm. Sicher, es gibt Mutanten. Aber für die Menschen in New Hope besteht der tägliche Überlebenskampf nicht so sehr aus der Suche nach Nahrung oder Medizin, viel schwieriger ist es, neue Spieler für ihre Kickball-Teams zu finden.
Dies macht es einem postapokalyptischen Krieger nicht einfach, Arbeit zu finden. Gott sei Dank ist da eine Armee von Mördern und Brandschatzern auf dem Weg in die friedliche Stadt, um sie dem Erdboden gleichzumachen. Nur eine Handvoll ausgebildeter postapokalyptischer umherziehender Krieger kann sie aufhalten.
Gleich zwei haben ihre Dienste angeboten. Einer von ihnen ist eingeladen, zu helfen. Der andere wird zurück in die Einöde geschickt. Doch haben die Stadtbewohner die richtige Wahl getroffen? Werden sie gerettet werden? Und was hat es eigentlich mit den SSB’s, den superschlauen Bären, auf sich?
Finden Sie es heraus, in MAD JERRY, einem rasanten Action- und Abenteuerroman, der in einer erschreckenden Zukunft spielt, die man allerdings nicht zu ernst nehmen sollte.
Fans von Terry Pratchett, Douglas Adams und Monty Python werden ihren Spaß an dieser Apokalypse haben.

Rezension:
Seit dem Fall nicht näher erläuterter Bomben vor 7 Jahren ist die amerikanische Zivilisation ins vor- bis frühindustrielle Zeitalter zurückgefallen. Während die großen Städte von Menschen verlassen wurden und jetzt die Heimat mutierter Wesen sind, leben die übriggebliebenen Menschen in den ländlichen Gegenden ein Leben, das dem des alten Wilden Westens nahekommt. Und dann gibt es da noch die rastlosen postapokalyptischen umherziehenden Krieger, die diesen Kleinstädten ihre Dienste anbieten. Allerdings wollen viele der Städte die Notwendigkeit dieser Hilfe nicht einsehen, denn sie wissen nur wenig von den umherziehenden, marodierenden Söldnertrupps, die sie bedrohen. Als dann zufällig gleich 2 postapokalyptische umherziehende Krieger ihre Dienste offerieren, hofft jeder der beiden, bleiben zu dürfen.
Ben Wallaceʼ Roman wirkt bei näherer Betrachtung nicht annähernd so karikatur- und parodiehaft, wie der Klappentext vermuten lassen könnte. Eine gesunde Portion Humor ist dem dystopischen Abenteuer trotzdem keinesfalls abzusprechen. Da sich die beiden ‚postapokalyptischen umherziehenden Krieger‘, die die Hauptcharaktere des Buches darstellen, ständig gegenseitig bezichtigen, nicht wirklich im Sinne der Orte, denen sie ihre Hilfe anbieten, zu wirken, steht lange Zeit die Frage im Raum, welcher beziehungsweise ob überhaupt einer von beiden eigene Interessen verfolgt. Mit der Einnahme ständig zwischen den beiden Protagonisten sowie weiterer Personen wechselnder Beobachterpositionen gelingt es dem Autor, die Handlung für den Leser beständig interessant zu halten. Insgesamt gesehen gelingt es ihm damit, einen unterhaltsamen Genre-Mix aus Endzeit-Drama, Abenteuer und Humor zu liefern, der Genre-Freunden empfohlen werden kann.

Fazit:
Diesem humorvollen Endzeit-Abenteuer gelingt es, Spannung mit Slapstick-Einlagen zu kombinieren.

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Rauchen kann tödlich sein

Jennifer Wellen
Rauchen kann tödlich sein

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Lebensgefährliches Rauchen

Klappentext:
Spring dem Tod mit ’ner Kippe von der Schippe
Als Arnos Frau für ihn einen Arztbesuch arrangiert, sieht er sich gezwungen, der Realität ins Auge zu blicken: Seine jahrelange Qualmerei ist nicht gerade gesundheitsfördernd. Doch seinen „treuesten Freund“ so einfach aufzugeben, ist schwieriger als gedacht …

Rezension:
Als sich Kettenraucher Arno von seiner Frau zu einem Vorsorgetermin überreden lässt, stellt der Arzt auch prompt Unregelmäßigkeiten im Lungenbereich fest. Eine eingehende Untersuchung steht an. Bei Arno läuten die Alarmglocken. Er muss seinen geliebten Glimmstengeln endlich entsagen. Oder ist es dazu etwa schon zu spät?
Rauchen kann tödlich sein. Einem gewohnheitsmäßigen Nichtraucher wie mir braucht man das natürlich nicht erst zu sagen. Daran, dass Jennifer Wellens Protagonist Arno in Lebensgefahr gerät, ist das in seinen Zigaretten enthaltene Nikotin jedoch unschuldig. Nachdem die Kurzgeschichte aus der booksnacks-Reihe zunächst beinahe wie ein Beitrag zur Nichtraucherkampagne wirken könnte, nimmt sie zum Finale hin eine überraschende Wendung. Irgendwie beschleicht mich dabei sogar das Gefühl, die Autorin selbst könnte einer gelegentlichen Nikotininhalation nicht gänzlich abgeneigt sein. Egal, ihre Geschichte kann jedenfalls sowohl stilistisch als auch humoristisch überzeugen.

Fazit:
Dieser booksnack beweist humorvoll, dass im Nikotin nicht die einzige Gefahr des Rauchens liegt.

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Ostereier mit Schuss

Sabine Bürger
Ostereier mit Schuss

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Die Füllung macht den Unterschied

Klappentext:
Eine gefährliche Osterüberraschung
Ostern ist das Fest der Auferstehung und des Neuanfangs. Cornelia nimmt das wörtlich. Sie will ihrer falschen Freundin Gundula einen Denkzettel verpassen. Denn Rache ist süß – oder?

Rezension:
Cornelia ist nicht mehr ganz jung – und trotzdem frisch verliebt. Doch dann sieht sie ihre beste Freundin Gundula mit ihrem Günter. Das schreit natürlich nach Rache. Und was würde sich gerade zu Ostern besser dazu eignen als gefüllte Schokoladeneier. Die Füllung macht den Unterschied! Deshalb ‚würzt‘ Cornelia Gundulas Eier persönlich mit etwas Rauschgift nach. Doch die wirkliche Osterüberraschung wartet noch auf sie …
Die im Rahmen der booksnacks-Reihe erscheinenden Kurzgeschichten variieren sowohl im Genre als auch in der Qualität stark. Dieser humoristische Kurzkrimi gehört qualitätsmäßig zweifellos zu den besseren Ausgaben der Reihe. Sabine Bürger gelingt es, die Rachegedanken ihrer Protagonistin nachvollziehbar und in einem gut lesbaren Stil darzustellen. Wie sich die Story um die ‚getunten‘ Eier weiterentwickelt, soll hier natürlich nicht verraten werden.

Fazit:
Eine spannend-humorvolle Osterfeier, die für kurzweilige Unterhaltung sorgt.

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Verflixt und zugebissen – 2 – Bis dass der Pflock euch scheidet

Allyson Snow
Verflixt und zugebissen – 2 – Bis dass der Pflock euch scheidet

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Die Freundin des Vampirjägers

Klappentext:
Den heirate ich! Ob er will oder nicht!
Das weiß Amélie bereits seit ihrem fünften Lebensjahr. Dass ihr Traumprinz nicht nur ein ganzes Stück älter ist und vor allem sehr spitze Zähne mit sich herumträgt, tut dabei nichts zur Sache. Ihr Entschluss steht fest: Sobald sie groß ist, wird sie ihren Vampirfreund heiraten!
Ihr Vorsatz gerät jedoch leicht ins Wanken, als ihr unwissentlich Verlobter von heute auf morgen ohne ein einziges Wort verschwindet.
Umso größer ist ihr Erstaunen, als dieser zwanzig Jahre später wieder auftaucht. Unter anderem Namen, um keinen Tag gealtert und vor ihr auf den Knien. Bedauerlicherweise nicht, um den längst überfälligen Heiratsantrag auszusprechen, sondern in echter Bedrängnis. Nicht nur, dass Jason erbittert seine Vormachtsstellung in der Pariser Mafia verteidigen muss, seine Erlegung soll das Meisterstück von Amélies Freund sein – einem Vampirjäger.
Doch eine Frau, die weiß, dass man auf Tinder nie die echte Liebe findet, ist nur zu gern bereit, über diese Kleinigkeiten hinwegzusehen.

Rezension:
Amélie ist erst 5, als sie nachts einen unangemeldeten Besucher im Haus ihrer Eltern entdeckt. Da ihr Vater Vampire jagt, weiß sie sofort, worum es sich bei diesem Besucher handelt. Der ist eigentlich gekommen, um mit Amélies Vater abzurechnen, doch dann entwickelt sich zwischen dem Vampir und dem kleinen Mädchen eine eigenartige Freundschaft – bis der Blutsauger eins Tages unerwartet aus Amélies Leben verschwindet. Jahre später, Amélie ist mittlerweile Journalistin und – Überraschung! – mit einem polizeilichen Vampirjäger liiert, trifft sie auf einen Vampir. Ist das nicht ihr alter Freund aus Kindertagen? Amélie ist sich nicht sicher, hatte sie die Erinnerungen an ihn doch schon fast als kindliche Spinnereien abgetan. Außerdem heißt er anders. Amélie wäre allerdings nicht Amélie und noch dazu Journalistin, wenn sie dem nicht nachgehen würde. Immerhin hatte sie sich ja schon als kleines Mädchen vorgenommen, ‚ihren‘ Vampir mal zu heiraten.
In dieser Fortsetzung ihres humorvollen Vampirromans „Vampire, Pech und P(f)annen“ legt Allyson Snow den Fokus auf Jeremys Boss, den vampirischen Mafiapaten Jason. Jeremy und Linett, die Hauptpersonen des Vorgängers, kommen hier nur noch als beinahe unbedeutende Nebenfiguren vor. Auch diesmal steht natürlich wieder der Humor im Vordergrund, auch wenn der Biss des 1. Teils etwas fehlt. (Für die Vampire) drastische Szenen wie Linetts Bratpfannenkampf sucht man hier vergebens. Während dort hin und wieder auch mal Unschuldige zwecks Vampir-typischer Nahrungsbeschaffung ausgesaugt werden, fehlen auch solche Szenen diesmal weitgehend. Dafür fehlen allerdings auch auffällige Logikfehler, wie sie dort anzukreiden waren. Alles in allem muss man auch „Bis dass der Pflock euch scheidet“ attestieren, den Leser humorvoll und in gelungenem Stil in die Sorgen und Nöte des untoten Vampirlebens einzuführen.

Fazit:
Auch diese Fortsetzung wirft wieder einen sehr humorvollen Blick aufs (Menschen-)Frauen-geplagte Vampirdasein.</p

– Blick ins Buch –

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