Die Belohnung

Bettina Klusemann
Die Belohnung

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Das Geheimnis

Klappentext:
In dieser Kurzgeschichte lässt die Vergangenheit nicht locker
Der zehnjährige Malte sucht Muscheln und Steine am Strand, als er von einem Funkeln, das von der Sandbank kommt, magisch angelockt wird. Neugierig wagt er den Gang durchs flache Wasser der Nordsee und was er da erblickt, lässt ihn erschauern.
Viele Jahre später wird ihn die Vergangenheit einholen, denn eines Abends erscheint ein Fremder auf der Insel und stellt ihn zur Rede. Malte weicht ihm aus, aber vergeblich. Wird er sein Geheimnis verraten?

Rezension:
Malte ist praktisch pleite, alles was ihm noch verbleibt ist der Ring im Banktresor – der Ring, den er einst als Kind fand. Doch plötzlich taucht ein Fremder auf, der überraschenderweise davon weiß.
Obwohl der ‚Klappentext‘ die ganze Vorgeschichte von Bettina Klusemanns kurzer Story schon erzählt, bietet diese ein überraschendes Ende. Doch auch wenn im Vorwort darauf hingewiesen wird, dass es typisch für Kurzgeschichten wäre, ein offenes Ende zu haben (?), hätte ein ‚richtiges‘ Ende dieser Geschichte noch das gewisse Etwas gegeben. Trotzdem ist die gut zu lesen und bietet eine gute Unterhaltung für eine kurze Pause. Und natürlich erfährt der Leser auch, wieso der kleine Malte damals erschauerte …

Fazit:
Eine interessante kurze Geschichte für zwischendurch, die in kein gängiges Genre passt.

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Das Grauen von Laurendale

Hanna Marten
Das Grauen von Laurendale

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Geister aus Fleisch und Blut

Klappentext:
Laurendale- ein behütetes Städtchen mitten in Amerika?
Wohl kaum! Die 17-jährige Kitty ist alles andere als begeistert, als sie mit ihrem Vater in dieses kleine Nest zieht. Doch die Bewohner verhalten sich ihr gegenüber seltsam, Mitschüler werden sogar handgreiflich und was hat es mit dem mysteriösen Korridor in ihrer neuen Schule auf sich?
Gemeinsam mit dem undurchschaubaren Chris, der selbst ein dunkles Geheimnis hütet, kommt Kitty einem schrecklichen Fluch auf die Spur, der ihr eigenes Leben fordern könnte…

Rezension:
Weil ihr Vater überraschend eine neue Stelle in der Stadtverwaltung Laurendales angenommen hat, muss Kitty mit ihm dorthin ziehen. Aus der Großstadt in ein Provinznest – das passt ihr überhaupt nicht. Die Tatsache, dass viele der Bewohner eigenartig auf die Neuankömmlinge regieren, verbessert ihre Laune auch nicht gerade. Während ihr Vater voll in seinem neuen Job aufzugehen scheint, schöpft Kitty Verdacht, dass hier etwas nicht stimmt – ganz und gar nicht sogar. Und was ist mit Chris, den sie einerseits sympathisch findet, der andererseits aber Teil des Rätsels zu sein scheint?
Hanna Martens Grusel-Kurzgeschichte unterteilt sich in 2 Teile, wovon Teil 1 bereits in der Anthologie „Halloween Tales“ enthalten war. Dort endet die Geschichte allerdings ziemlich abrupt und lässt viele Fragen offen, die erst im 2. Teil aufgelöst werden. (Das vorliegende eBook enthält beide Teile.) Während die Geschichte, wie sie in der Anthologie veröffentlicht wurde, den Leser wegen des sehr offenen Endes etwas ratlos zurückließ, kann sie jetzt mit einem echten Ende überzeugen. Der romantische Part bleibt dabei angenehm dezent, ohne sich in den Vordergrund zu drängen.
Obwohl die Mysterien Laurendales jetzt aufgeklärt sind, kündigte die Autorin für Halloween 2017 einen 3. Teil an.

Fazit:
Freunde Halloween-typischer Mystery-Stories sollten Laurendale einen literarischen Besuch abstatten.

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Tony Ballard #81: Die Falle des Zyklopen

A. F. Morland
Tony Ballard #81: Die Falle des Zyklopen

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Gefahr aus dem Moor

Klappentext:
Tony Ballard ist der Dämonenhasser. Er kämpft gegen die Mächte der Finsternis und begegnet dem Unfassbaren. Vampire, Dämonen, Werwölfe und andere Kreaturen der Schattenwelt sind seine unbarmherzigen Gegner.
Erfolgsautor A. F. Morland schuf diese einzigartige Horror-Serie, die jetzt endlich auch im E-Book vorliegt.

Rezension:
Vor langer Zeit lebte in einem abgelegenen englischen Moor ein Zyklop und brachte Unglück über das nahegelegene Dorf. Doch irgendwann verschwand er. Heute halten die meisten Einwohner die Geschichten nur noch für Märchen. Eine kleine Gruppe bekennt sich jedoch zum Dunkel und betet nachts im Moor den Teufel an. Eines Nachts erhört er sie – und erschafft einen neuen Zyklopen, dem seine Anbeter in Zukunft dienen dürfen. Seine Nahrung sind Menschen, und er stattet seine Diener mit der Fähigkeit aus, körperlos zu töten. Zum Glück verschlägt es den Dämonenjäger Tony Ballerd gerade jetzt in dieses Dorf.
Tony Ballards Abenteuer erschienen ursprünglich als Heftromanreihe, jetzt werden sie in eBook-Form recycelt. Das Niveau (zumindest dieses Bandes) entspricht jedoch dem ‚Groschenheft‘-Image, das man dieser Art von Veröffentlichungen – wie sich hier zeigt – nicht zu unrecht nachsagt. Der Autor Friedrich Tenkrat, der hier unter dem Pseudonym A. F. Morland veröffentlicht, entwirft eine 08/15-Geschichte mit Protagonisten ohne jeglichen Hintergrund. Der Held, der einen Großteil der Geschichte in der Ich-Form erzählt, ist fehler- und makellos. Natürlich kann er jeden noch so starken Gegner besiegen. Das einzig Positive, das man über diese Story berichten kann, ist eigentlich, dass der Autor nicht dem Stereotyp erliegt, die böse Jungfrau (falls sie das noch ist) am Ende zu retten und als Opfer zu präsentieren. Sie bleibt die menschliche Haupt-Böse.
Obwohl die „Tony Ballard“-Serie noch gar nicht so besonders alt ist (Start der Heftroman-Reihe 1982), wirkt sie von den Charakteren und der Handlung her eher, als würde sie den 50er Jahren entstammen.

Fazit:
Im Bereich der Dämonen-Geschichten gibt es erheblich besseren Stoff als diesen lustlosen Heldenepos nach Schema F.

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Wilde Jagd

Kathrin Brückmann
Wilde Jagd

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Ausflug ins Moor

Klappentext:
Der Fund einer Moorleiche rüttelt das beschauliche Füchtorf auf. Als Kai vorschlägt, sich den schaurigen Fund in der Halloween-Nacht anzusehen, kriegt Sara es mit der Angst zu tun. Aber als einziges Mädchen in der Clique muss sie sich beweisen. Kneifen gilt nicht!
Und so machen die fünf sich auf ins nebelverhangene Moor, nicht ahnend, was sie dort erwartet …

Rezension:
Sara lebt erst seit kurzem bei ihrer Tante in einem kleinen Dorf in Norddeutschland. Die einzigen Freunde, die sie bisher finden konnte, sind 4 Jungs. Als Wissenschaftler kurz vor Halloween eine Moorleiche finden, halten Saras Freunde es für einen gelungenen Halloween-Ausflug, nachts heimlich ins Moor zu schleichen, um den noch nicht abtransportierten Fund zu besichtigen. Um nicht als Memme dazustehen, bleibt Sara nichts übrig, als mitzugehen.
Kathrin Brückmanns Kurzgeschichte schafft es auf knappen Raum nicht nur, eine Halloween-typische Gruselstimmung aufzubauen, sondern auch, alle beteiligten Personen ausreichend vorzustellen, was bei anderen Kurzgeschichten leider oft zu kurz kommt. Dies führt dazu, dass man „Wilde Jagd“ als wirklich gelungenen Jugend-Horror bezeichnen kann. Auch wenn im Anhang darauf hingewiesen wird, dass diese Story eigentlich ‚nur‘ eine ausgekoppelte Nebenhandlung eines umfangreicheren Werkes ist, kann man sie ohne Einschränkungen für sich alleine lesen, ohne etwas zu vermissen.

Fazit:
Eine gelungene Horror-Kurzgeschichte, die man nicht nur am 31. Oktober genießen kann.

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Das Gold der Dämonen

Cedric Balmore
Das Gold der Dämonen

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Der Dämon und seine Diener

Klappentext:
Kisten voller Gold, versteckt in einer Höhle auf einer kleinen Insel in der Karibik, die nur darauf warten, geborgen zu werden. Die Aussicht auf unermesslichen Reichtum lässt 3 Männer und 2 Frauen schon vor der Ankunft auf der Insel Mordpläne schmieden, um möglichst wenig von dem Gold abgeben zu müssen. Vor allem John Proone trägt sich mit dem Gedanken, den Schatz ganz alleine zu bergen. Glühende Augen, die nachts von der Insel übers Meer blicken, sollten den Abenteurern Warnung genug sein, dass ihr Vorhaben schwierig sein würde. Als sie den Schatz schließlich finden, müssen sie feststellen, dass dieser von einem Dämon bewacht wird, der nicht bereit ist, das Gold mit den Eindringlingen zu teilen. Wenn nötig, schickt er die Toten zurück ins Leben, um sich das Gold der Dämonen von Proone zurückzuholen …
In den 70er-Jahren belebte eine neue Generation von phantastischer Literatur das in Deutschland recht angestaubte Genre, die der Heftromane. Eine Vielzahl von Reihen und Serien bot jedem Geschmack die passenden Geschichten. Das Format des E-Books macht es nun möglich, die Kleinode deutscher Pulp-Fiction ins digitale Zeitalter hinüberzuretten und einer neuen Generation von Lesern zugänglich zu machen.

Rezension:
Das alte Tagebuch eines spanischen Schiffsoffiziers berichtet von einem unermesslichen Schatz, der auf einer kleinen Karibikinsel versteckt ist. 5 recht unterschiedliche Abenteurer machen sich auf den Weg, diesen zu heben. Doch schon bevor sie ankommen, überlegen alle, wie sich dieser Personenkreis verkleinern lässt. Überleben wird nur derjenige, der den anderen zuvorkommt. Doch bald zeigt sich, dass die ‚Kameraden‘ nicht die größte Gefahr darstellen.
Cedric Balmores „Das Gold der Dämonen“ beginnt als Abenteuer-Krimi, biegt dann jedoch bald ins Fantasy- und besonders ins Horror-Genre ab. Stilistisch ähnelt es ‚Groschenromanen‘. Dabei wird jedoch nicht eindeutig erkennbar, ob es lediglich im Stil der 70er-Jahre-Heftromane verfasst wurde oder die relativ kurze Geschichte wirklich einem solchen entstammt und hier nur eine eBook-Zweitverwerdung findet. Obwohl der Klappentext schon viel vom Inhalt vorwegnimmt, bleibt die Handlung im Detail interessant, da sich der Leser natürlich fragt, wer – wenn überhaupt – überlebt, und ob es jemanden gelingt, den Dämon auszutricksen und den Schatz zumindest teilweise an sich zu bringen.

Fazit:
Ein Horror-Abenteuer-Krimi vor exotischer Kulisse für die leichte Unterhaltung zwischendurch.

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eBook

Schattenfeuer

Burkhard P. Bierschenck (Herausgeber), Petra Mattfeldt (Herausgeber)
Schattenfeuer

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Der DrachenStern-Fantastik-Preis

Klappentext:
Unwegsame Landschaften und seltsame Wesen. Rätselhafte Aufgaben und geheimnisvolle Begegnungen. Magie und Mutproben.
Ob die griechischen Versepen, die isländischen Sagas oder das Nibelungenlied – seit jeher beschäftigt sich Literatur mit abenteuerlichen und fantastischen Stoffen. Als im 20. Jahrhundert das Genre Fantasy entstand, erhielten diese alten Motive und Erzählstrukturen ein neues Gewand. Auch heute ist die Faszination für fantastische Geschichten ungebrochen und die Vielfalt der Fantasy-Stories beeindruckend, wie die vorliegende Anthologie beweist: Die hier veröffentlichten Texte haben es auf die Shortlist eines Kurzgeschichten-Wettbewerbs geschafft und zeugen von der Originalität und der Qualität zeitgenössischer Fantasy-Autoren.
„Schattenfeuer“ – die besten Fantasy-Kurzgeschichten von heute! In einer Anthologie zusammengefasst von Petra Mattfeldt und Burkhard P. Bierschenck.

Rezension:
Enthaltene Geschichten:
„Wenn der Mond im Blut erwacht“ – Wilfried Abels
„Auf die Größe kommt es an“ – Ulrich Borchers
„Die Auslöschung des Ghouls“ – Jens-Philipp Gründler
„Schwarzfeuer“ – Anke Höhl-Kayser
„Die Geburt des neuen Zeitalters“ – Jasper John
„Die Smooths“ – Simon Käßheimer
„Hoppla, eine Seele“ – Dana Lione
„Ignis“ – Valerie Loe
„Der Tempel auf der Teufelsley“ – Lyakon
„Böser Zwilling“ – Dörte Müller
„Nebelflammen“ – Patricia Rieger
„Das ewige Bernsteinfeuer“ – Barbara A. Roperts (Siegertitel des Wettbewerbs)
„Bauernopfer“ – Markus Sapel
„Warum Magier keine Familie haben“ – Boris Schneider
„Das Weibsstück“ – Angela Stoll
„Magie der alten Zeit“ – Claudia Timpen
„Merlin“ – Markus Veith
„Planet der Schmetterlinge“ – Alexander Weiz
Bereits 2015 lobte der DrachenStern Verlag den DrachenStern-Fantastik-Preis in den Kategorien Fantasy uns SciFi aus. Diese Anthologie beinhaltet alle 18 Beiträge, die es auf die Shortlist der Fantasy-Kategorie geschafft haben. Wie zu erwarten fällt die Bandbreite dabei natürlich enorm aus und reicht von märchenhaften Geschichten wie „Planet der Schmetterlinge“ über Urban Fantasy wie „Der Tempel auf der Teufelsley“ oder „Böser Zwilling“, humoristisch angelegte Geschichten wie „Warum Magier keine Familie haben“ und Jugend-Fantasy klassischen Stils wie „Auf die Größe kommt es an“ bis hin zu eher ‚abgehobenen‘ Beiträgen wie „Merlin“.
Was einem davon mehr oder weniger gefällt, hängt natürlich nicht zuletzt vom persönlichen Geschmack ab. Mir war „Merlin“ über eine Person, die rückwärts durch die Zeit lebt, beispielsweise zu surreal und „Bauernopfer“ schlichtweg unverständlich. Da fehlt jede für mich erkennbare Auflösung. Sehr gut gefiel mir dagegen „Der Tempel auf der Teufelsley“, wo der Autor eine lokale Sage als Grundlage seiner Geschichte nutzt. Mein Favorit ist zweifelslos „Auf die Größe kommt es an“. Hier leben die Menschen in Wolkenstätten, in denen jeweils entweder nur Jungen oder nur Mädchen geboren werden. Im Alter von 15 Jahren werden per Losentscheid diejenigen ausgewählt, die sich auf die lebensgefährliche Reise zu einer der anderen Städte machen müssen, um so den Erhalt der Menschheit zu sichern. Doch in der riesigen Ebene zwischen den Städten leben kaum besiegbare Drachen, die die jungen Menschen als willkommene Zwischenmahlzeit ansehen. So schaffen es jeweils nur wenige der Ausgesandten, eine der anderen Städte zu erreichen. Der Held dieser Kurzgeschichte wählt für seine Reise jedoch keine der klassischen Waffen. Stattdessen nimmt er seinen Kuscheldrachen mit.
In dieser Auswahl dürfte wohl für jeden Fantasy-Fan etwas dabei sein.

Fazit:
In dieser Anthologie wird wohl jeder Fan von Fantasy-Kurzgeschichten etwas für ihn passendes finden.

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Taschenbuch
eBook

Schergen der Verzweiflung (Lady Twilight 1)

Christian Kathan
Schergen der Verzweiflung (Lady Twilight 1)

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Visionen vom Traummann

Klappentext:
Cassandra Shade verliert unter seltsamen Umständen ihren Job und beunruhigende Visionen plagen sie fortan. Ihre Begegnungen mit geheimnisvollen Kräften und einem attraktiven Mann leiten eine Serie von Ereignissen ein, die Cassandra mit den mysteriösen »Schergen der Verzweiflung« konfrontiert. So kommt sie in Kontakt mit ihrem eigenen magischen Erbe, das sie in einen turbulenten Strudel aus knisternder Erotik, dämonischen Kräften und uralter Hexenmagie zieht.
Dies ist der erste Roman der neuen Mystery-Serie »Lady Twilight«, in der die Leser*innen an den Erlebnissen der Zwielicht-Hexe Cassandra Shade teilhaben. In »Schergen der Verzweiflung« präsentiert der Autor Christian Kathan erstmals Paranormal Romance in Serie und nimmt die Leser*innen mit auf eine hexenhaft abenteuerliche und mysteriös magische Reise.

Rezension:
Cassandra wird völlig überraschend aus fadenscheinigen Gründen gefeuert. Danach kann der Rest des Tages eigentlich nur besser werden – sollte man zumindest denken. Stattdessen bekommt sie auf dem Heimweg merkwürdige Visionen und weiß bald nicht mehr, was Traum und was Realität ist. Corey bekommt während des Trainings Besuch von einer ihm unbekannten Nonne, die eigenartige Andeutungen macht. Soll er ihrer Warnung Glauben schenken? Andrew erlitt vor kurzem einen totalen Gedächtnisverlust. Ist er wirklich ein schwer reicher Industrieller? Irgendwie fühlt sich das für ihn falsch an, doch alle scheinen ihn zu kennen. Und offenbar verfügt er über ein paar sehr bemerkenswerte ‚Geschäftsbeziehungen‘.
Schon dieser kurze Einblick in die Handlung der „Schergen der Verzweiflung“ mag durchaus etwas verwirren. Dabei sind das noch lange nicht alle Charaktere, die der Leser zuerst schwer einordnen kann. Um es vorwegzunehmen: Die meisten Rätsel werden dem Leser auch bis zum Ende dieses Buches nicht beantwortet, ist es doch ‚nur‘ der Auftaktband der neuen „Lady Twilight“-Reihe – in deren weiterem Verlauf die Auflösung der Zusammenhänge (hoffentlich) zu erwarten ist. Christian Kathan entwirft in seiner Paranormal Romance ein äußerst komplexes Handlungsgeflecht. Am Ende dieses 1. Bandes fängt der Leser gerade erst an, ein paar grundlegende Zusammenhänge zu erahnen. Genau wie die Hauptpersonen der Geschichte wird er in eine magische Welt hineingeworfen.
Auch wenn der Fantasy-Anteil (zumindest bisher) überwiegt, spielt auch die Romance keine kleine Rolle. Ob die expliziten Sexszenen, die wenig Zusammenhang zur eigentlichen Handlung erkennen lassen, nötig sind, mag Geschmackssache sein. Wen diese stören, kann sie jedenfalls bedenkenlos überblättern, ohne dabei für den Plot wichtige Informationen zu versäumen.
Trotz dieser kleinen Einschränkung macht diese Geschichte Lust auf ihre Fortsetzungen, scheint die Story doch durchaus neue Elemente abseits der im Fantasy-Genre schon oft ausgetretenen Pfade einzuführen.

Fazit:
Der Start in diese neue Fantasy- (und Romance-)Reihe bietet durchaus Potential für den weiteren Verlauf.

eBook

Revolver Tarot

R. S. Belcher
Revolver Tarot

 (Übersetzung: Dennis Frey)

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Der große Wurm im Silber-Berg

Klappentext:
Nevada, 1869: Am Rand der gnadenlosen Vierzigmeilenwüste liegt Golgotha, eine kleine Stadt, in der hinter verschlossenen Türen große Geheimnisse verborgen liegen. Der Sheriff trägt die Narben des Stricks am Hals und manche sagen, er sei ein toter Mann, dessen Zeit noch nicht gekommen ist. Golgotha ist der Ort, an dem sich die Gesegneten und die Verdammten sammeln. Schwärze flutet über die Welt und wenn der Sheriff und seine Leute sie nicht aufhalten, hat Golgotha seinen letzten Sonnenaufgang gesehen … und mit ihr die gesamte Schöpfung.
Ein außergewöhnliches Abenteuer zwischen Western, Steampunk und Fantasy, das die Leben verschiedenster Persönlichkeiten auf einen gemeinsamen Kampf zuführt, dessen Wurzeln viel tiefer liegen, als sie sich vorstellen können.

Rezension:
Jim ist 15 – und auf der Flucht, weil er steckbrieflich gesucht wird. Mitten in der Wüste scheint die Flucht zu Ende zu sein, als ihm und seinem Pferd das Wasser ausgeht. Der Halbindianer Mutt, Deputy in der einsamen Stadt Golgotha inmitten des Wilden Westens, findet beide gerade noch rechtzeitig. Doch in dieser Stadt gehen eigenartige Dinge vor sich. Unheimliches geschieht hier, wird von den meisten Einwohnern jedoch aus Gewohnheit ignoriert. Fast jeder hier scheint Geheimnisse zu haben.
Der Autor dieses Fantasy-Westerns, R. S. Belcher, lässt dich zunächst recht viel Zeit, die wichtigen Charaktere vorzustellen und auch deren Vergangenheit gründlich zu durchleuchten. Neben Jim lernt der Leser auf diese Weise auch verschiedene Einwohner Golgothas näher kennen – und erfährt so manches, was auch deren engste Freunde und Nachbarn nicht ahnen. Bis hier behält eindeutig das Westernelement die Oberhand, bevor im weiteren Verlauf die Fantasy in den Vordergrund tritt. Viele Handlungsstränge, die bisher nichts gemeinsam zu haben scheinen, treffen jetzt zusammen. Im Finale geht es um nichts Geringeres als die weitere Existenz nicht nur Golgothas, sondern des ganzen Universums. Diese Erzählweise kann durchaus begeistern, erschließen sich dem Leser die Zusammenhänge so doch sehr eindrucksvoll und überraschen logisch.
Der Klappentext spricht von einem Abenteuer aus Western, Steampunk und Fantasy. Während Western und Fantasy in der Handlung jedoch tragende Rollen spielen, kommen Steampunkelemente praktisch überhaupt nicht vor. Im ganzen Buch kommt kein einziges Gerät vor, dass per Dampfkraft angetrieben wird. Lediglich ein einziges Gerät, das für die eigentliche Handlung jedoch keine nennenswerte Rolle spielt, könnte man zumindest ansatzweise in Richtung der Steampunk-Kultur deuten. Reine Steampunk-Fans sind hier also nicht gut aufgehoben. Lesern, deren Interesse primär auf außergewöhnlichen Fantasy-Geschichten liegt, kann „Revolver Tarot“ dafür um so mehr empfohlen werden.

Fazit:
Fanrasy im Wilden Westen – für Genre-Interessierte bekommt „Revolver Tarot“ eine eindeutige Leseempfehlung.

Softcover
eBook

Narrenfeuer

Julia Lalena Stöcken
Narrenfeuer

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Das Licht im Moor

Klappentext:
Mit gebrochenem Herzen gefangen im Moor, erglimmt ein einzelnes Licht in der Finsternis. Wie viel vermag es zu halten – von dem, was es verheißt?
Über booksnacks
Kennst du das auch? Die Straßenbahn kommt mal wieder nicht, du stehst gerade an oder sitzt im Wartezimmer und langweilst dich? Wie toll wäre es, da etwas Kurzweiliges lesen zu können. booksnacks liefert dir die Lösung: Knackige Kurzgeschichten für unterwegs und zuhause!

Rezension:
Eine junge Frau soll nach dem Willen ihrer Eltern einen jungen Mann aus ihrem Dorf heiraten. Doch sie ist fest entschlossen, auf die Rückkehr ihres Verlobten zu warten, der vor Jahren in den Krieg zog. Verbittert läuft sie ins Moor, wo sie als Kinder zusammen ein Versteck errichtet hatten.
Die Geschichten der „booksnacks“-Serie sind dafür bekannt, wirklich kurz zu sein. In dieser Hinsicht fällt Julia Lalena Stöckens „Narrenfeuer“ schon fast aus dem üblichen Rahmen, denn es ist doch etwas länger als die anderen „booksnacks“, die ich bisher kannte. Dies tut der Kurzgeschichte durchaus gut, denn so bleibt Raum, eine etwas komplexere Handlung aufzubauen.
Die in einem ländlichen Mittelalter-Setting beheimatete Fantasy-Story kann in ihrer Kürze durchaus überzeugen. Dabei gelingt es der Autorin, die Handlung nicht vorhersagbar zu gestalten. Das Ende kommt recht überraschend daher, wobei es nicht jedermanns Geschmack treffen dürfte. Auf Details soll hier verzichtet werden, um nicht zu viel zu verraten.

Fazit:
Diese Fantasy-Geschichte kann in ihrer Kürze durchaus gefallen.

eBook

Ein MORDs-Team – 14 – Verloren und Vergessen

Andreas Suchanek
Ein MORDs-Team – Band 14 – Verloren und Vergessen

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Auf vergessenen Gleisen

Klappentext:
Das Team begibt sich in den Nachbarort Maple Peaks, um dort Corey und Wendy Parkers Vergangenheit zu erforschen. Die Freunde müssen jedoch schnell erkennen, dass auch hier Gefahren lauern. Dunkle Mächte stellen sich ihnen in den Weg, um die Aufklärung des Falls zu verhindern.
Zur gleichen Zeit ist Danielle im Ausland auf sich alleine gestellt. Der perfide Plan ihres Vaters scheint aufzugehen. Und in Barrington Cove präsentiert sich ein weiterer Kandidat zur Wahl für das höchste Amt der Stadt.

Rezension:
Mason, Randy und Olivia brechen zusammen mit Sonja und Masons Freundin Cat nach Maple Peaks auf, um dort den Rätseln um die Parker-Zwillinge auf den Grund zu gehen. Dass sie bei ihren Nachforschungen mehr Schlamm aufwühlen, als gewissen Leuten recht sein kann, sorgt schnell für einige Aufregung. Dass ihre Freundin Danielle (am Ende des 13. Bandes der „Ein MORDs-Team“-Reihe) gegen ihren Willen in ein Internat verfrachtet wurde, ahnen sie noch nicht. Doch dieses Internat stellt sich sogar als noch erheblich schlimmer heraus, als Danielle befürchtet hatte.
Mit der Trennung Daniells vom Rest des MORDs-Teams trennt Autor Andreas Suchanek die Handlung der Reihe in 2 (anscheinend) unabhängige Handlungsstränge auf. Wie man seinen Stil kennt, darf man aber wohl nicht zu unrecht vermuten, dass dieser Anschein trügt. Anzeichen dafür finden sich zumindest bereits am Ende dieses Bandes. Das Netz der Verstrickungen rund um Barrington Coves Unterwelt wird immer komplexer, sodass der Leser die Zusammenhänge (schon wieder) nicht mal ansatzweise durchschauen kann.
Der Autor bleibt seinen gewohnt spannenden Schreibstil mit vielen versteckten Andeutungen weiterhin treu. „Ein MORDs-Team“ macht einfach süchtig.

Fazit:
Mit „Verloren und Vergessen“ wird die Spannung in der „Ein MORDs-Team“-Reihe zu neuen Höhepunkten getrieben.

eBook