Perchtenlauf

Andreas Brugger
Perchtenlauf

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In der Höhle der Perchten

Klappentext:
Mit dem Buch Perchtenlauf schuf Andreas Brugger nicht nur eine ganz neue Art des Lesevergnügens, er startete damit auch eine vielversprechende Buchbandreihe, denn das nächste Buch ist bereits in Arbeit.
In aufeinanderfolgenden Szenenbildern verschiedener Kameras begleitet der Leser ein Studententeam bei dessen Untersuchung mysteriöser Ereignisse im Alpenland. Ihre studienmäßige Projekt-Recherche führt das Team in ein Dorf in den österreichischen Alpen, um über lokales Brauchtum und Sagen einen Dokumentarfilm zu drehen. Die Einheimischen erzählen Geschichten über verschwundene Kinder, verstümmelte Tiere und dunkle Gestalten. Böse Streiche, Jägerlatein und Aberglaube, so scheint es. Doch dann wird mitten in den Raunächten – den Nächten vom 25. Dezember bis zum 6. Jänner – ein weiterer Mensch vermisst, und das Kamerateam beginnen zu erahnen, dass hinter den uralten Legenden mehr steckt, als es irgendjemand für möglich halten würde …
Noch während der Vorbereitungen gestaltete sich die Idee, dieses Buch im Dialekt und in Hochdeutsch zu veröffentlichen. So entstand die Lösung, dass der hochdeutsche Text auf den geraden Seiten und der Originaltext auf den ungeraden Seiten zu lesen ist.

Rezension:
Eine Gruppe von Studenten besucht – ausgerüstet mit mehreren Kameras – ein Alpendorf, um dort einen Projekt-Film über den Brauch des Perchtenlaufs zu drehen. Laufen die Dreharbeiten anfangs noch erwartungsgemäß, erzählen ihnen schon bald einige Einwohner Geschichten von wirklich stattgefundenen mysteriösen Vorkommnissen. Nicht nur in ferner, sondern auch in recht naher Vergangenheit sind hier immer wieder sowohl Menschen als auch Vieh verschwunden. Wenn es überhaupt Spuren gab, waren diese unheimlicher Natur. Die Einwohner schafften es jedoch immer, diese Vorfälle vor der breiten Öffentlichkeit geheim zu halten. … und dann müssen die Studenten miterleben, wie zuerst ein Mädchen aus dem Ort und schließlich sogar einer von ihnen verschwinden.
Erinnert diese Handlung nicht an diverse Horror-Filme? Genau. Und genau wie ein solcher ist auch dieses Buch aufgebaut. Die gesamte Handlung liest sich wie die Beschreibung eines ‚Found Footage‘-Streifens. Das geht so weit, dass bei jeder Szene zuerst beschrieben wird, was gerade zu sehen ist, und diese immer mit „Das Bild wird schwarz.“ endet.
Alleine das zeigt natürlich schon, dass Andreas Bruggers Fantasy-Buch außergewöhnliche Wege geht. Da braucht der Leser natürlich ein paar Seiten, bis er sich in diesen Rhythmus hineingelesen hat. Auch die Tatsache, dass sich auf jeder Doppelseite hochdeutscher und Dialekttext gegenüberstehen, ist ungewohnt, wobei diese Doppelung eigentlich relativ unnötig ist, da der erzählende Text und auch die wörtlichen Reden vieler der Protagonisten sowieso (fast) hochdeutsch sind. Für den hochdeutschen Leser schwer verständlicher Dialekt tritt eigentlich nur bei den wörtlichen Reden älterer Einwohner auf. Da hätte sich sicher eine sinnvollere Art der Übersetzung finden lassen.
Die Handlung an sich ist jedoch nicht zu kritisieren. Nach einem relativ gemächlichen Aufbau der Basis wird die Geschichte bis zum Finale immer spannender. Die Idee, in diesem und mehreren weiteren geplanten Büchern alte Sagen zu ‚entstauben‘ und zeitgemäß aufzubereiten, ist durchaus begrüßenswert. So werden aus den immer seltener wieder- und weitergegebenen volkstümlichen Mythen moderne Fantasy-Werke.

Fazit:
Hier werden alte Mythen erfolgreich in die moderne Zeit transferiert. Ob die recht extremen Stilmittel nötig sind, ist eher Geschmacksfrage.

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The Roxbury Haunting

Robin G. Austin
The Roxbury Haunting

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Geister und Polizisten

Klappentext:
Jack Raven is a Psychic Medium who has been talking to spirits since she was a child. Now, she owns Raven Eradications and her job is to assist the dead in moving onward– up or down as the case may be with her partner Mojo, a Tamaskan wolfdog.
Just before Christmas, she’s called to the home of Dorothy Matthews to get rid of the man who’s living in the woman’s attic. Alexander Jenningsworth, the home’s first owner, has increased his ghostly activity and has no plans on going anywhere. Dorothy though has already left the building.
Determined to learn why Alexander remains earthbound years after his death, Jack discovers secrets from his and Dorothy’s lives that defy the time that separates them. With help from Detective Clayton Acker, Jack battles an angry spirit for the truth that uncovers past and present mysteries.
The Roxbury Haunting is the first in the Jack Raven Ghost Mystery Series. This is a clean, cozy, supernatural series.

Rezension:
Jack Raven ist Geisterjägerin. Wegen ihres Vornamens muss sie fast jedem erst beweisen, dass sie wirklich die gesuchte Person ist. Als sie nach Texas gerufen wird, weil sich eine alte Frau von einem immer aktiver werdenden Geist in ihrem Haus belästigt fühlt, findet sie ihre Klientin bei der Ankunft jedoch nur noch mit gebrochenem Genick am Fuß der Treppe liegend vor. Ist der Geist etwa tätlich geworden, oder hatte da der Schwiegersohn der Frau, der sich auffällig für das Gebäude interessiert, seine Fingen im Spiel? Zu Jacks Überraschung scheint der ermittelnde Polizist die Geister-Angelegenheit im Gegensatz zu den meisten ihrer Mitmenschen ernst zu nehmen.
Geschichten über Geisterjäger sind in der Literatur bekanntlich nicht gerade selten, auch wenn es sich dabei meistens um Männer handelt. Zumindest in diesem Punkt gehört Robin G. Austins Protagonistin Jack einer Minderheit an. Doch nicht nur in diesem. Nach eigenen Angaben hat die Heldin zu 30 Prozent Navajo-, zu 50 Prozent englische Wurzeln. Die restlichen 20 Prozent kann sie selbst nicht zuordnen. Trotzdem verlässt sie sich im Zweifelsfall auf den Großen Geist.
In diesem Genre verwundert es natürlich nicht allzu sehr, dass es sich bei dieser Geschichte um den Start in eine neue Reihe handelt. Weniger Genre-typisch ist es dagegen, dass der Grusel-Faktor hier eine eher kleine Rolle spielt. Vielmehr nehmen das Krimi-Element und die Aufdeckung der Geschichte des Menschen, der später zum Geist wurde, einen erheblichen Stellenwert ein. Auch das familiäre Umfeld der verstorbenen Klientin erweist sich als nicht unwichtig. Auch relativ ungewöhnlich erscheint es in diesem Genre, dass die Story in Zeiten von Handys und Facebook angesiedelt ist und die Geisterjägerin sich ihr Honorar per Paypal überweisen lässt.
Insgesamt betrachtet ist es der Autorin gelungen, dem Geisterjäger-Genre eine durchaus interessante neue Note hinzuzufügen. Man kann gespannt sein, wie sich diese Reihe weiter entwickelt.

Fazit:
Diesem Geisterjagt-Krimi-Mix gelingt es, die klassische Geisterjägergeschichte erfolgreich in moderne Zeiten hinein weiter zu entwickeln.

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Thot – Spuren aus Stein

Sven Schmidt
Thot – Spuren aus Stein

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Der große Plan

Klappentext:
Der erste Arbeitstag der Archäologin Sarah Kroeger im Tal der Könige verläuft ereignisreicher, als ihr lieb ist. In einer geheimen Höhle werden uralte Papyrusschriften gefunden, die viel älter sein müssen, als die bisher bekannte ägyptische Geschichte. Sarah und das Archäologenteam um Tom Tustra erkennen jedoch schnell, dass das Militär sowie eine unbekannte Gruppe ebenfalls Interesse an dem Fund haben. Die Ereignisse überstürzen sich und sie fliehen in die Wüste.
In einem Versteck übersetzen sie die Texte und erfahren, dass Thot der eigentliche Erbauer der Pyramiden ist. Sarah und Tom folgen den Spuren aus Stein, die vor unendlicher Zeit von den sogenannten Himmelmenschen gelegt worden sind. Sie dringen in die Geheimkammern der Pyramiden ein, wo weitere Rätsel auf sie warten.
Doch schließlich erfahren sie endlich die wahre Menschheitsgeschichte… und wie das Schicksal des Königsplaneten eine riesige Katastrophe heraufbeschwor.

Rezension:
Kaum hat Sarah ihre Promotion hinter sich, bekommt sie auch schon eine der begehrten Stellen in einem Ausgrabungsteam im ägyptischen Tal der Könige. Ihr alter Professor bringt sie sogar höchstpersönlich zum Flughafen – und gibt ihr heimlich einen dicken Umschlag mit. Kurz darauf wird er ermordet. Unmittelbar vor Sarahs Eintreffen macht ihr zukünftiges Team einen Fund, den es eigentlich nicht geben dürfte. Und plötzlich stehen Militär und andere ‚Beobachter‘ auf der Matte. Als schließlich auf das Team geschossen wird, bleibt ihnen nur noch die Flucht in die Wüste, wo zu ihrem Glück ein Waffenhändler sein Versteck hat, der dem Ausgrabungsleiter Tom noch einen Gefallen schuldig ist. Dort übersetzen sie ihren Fund – und erfahren die Wahrheit über die alte Geschichte der Menschheit. Doch damit ist das Abenteuer noch lange nicht beendet.
Was als Ausgrabungsabenteuer und Verschwörungsthriller beginnt, entwickelt sich im Laufe der Seiten zu einer ausgewachsenen SciFi-Story. Große Teile der Handlung nehmen dabei Rückblicke in eine Zeit 12500 Jahre vor dem Heute ein. Die wirklichen Zusammenhänge offenbaren sich dabei erst nach und nach. Sven Schmidt schafft es in seinem Roman, zahlreiche bekannte Forschungsergebnisse und Verschwörungstheorien zu einem überraschenden Ganzen zu verbinden. Die Pyramiden von Gizeh, die in Amerika, Atlantis, das Marsgesicht – alles spielt hier eine Rolle und steht in einem engen Zusammenhang, den Sarah, Tom und der Rest des Teams aufdecken müssen. Da verwundert es natürlich nicht, dass das Buch den Leser so sehr fesselt, dass er am liebsten bis zum Ende weiterlesen würde, ohne es aus der Hand zu legen – was er bei über 400 Seiten natürlich kaum schaffen wird. Allerdings scheinen nicht alle Leser mit dieser Mischung zurechtzukommen, wie die Bewertungen auf Amazon zeigen, wo die Meinungen zwischen 1 und 5 Sternen recht gleichmäßig verteilt sind.
Auch wenn die Rückblicke in die alte Zeit teilweise etwas gestrafft werden könnten, kann diesem Buch meiner Meinung nach eine uneingeschränkte Leseempfehlung ausgesprochen werden.

Fazit:
Dieser SciFi-Thriller fesselt ungemein. Thematisch Interessierte sollten sich dieses Buch unbedingt ansehen!

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Die Belohnung

Bettina Klusemann
Die Belohnung

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Das Geheimnis

Klappentext:
In dieser Kurzgeschichte lässt die Vergangenheit nicht locker
Der zehnjährige Malte sucht Muscheln und Steine am Strand, als er von einem Funkeln, das von der Sandbank kommt, magisch angelockt wird. Neugierig wagt er den Gang durchs flache Wasser der Nordsee und was er da erblickt, lässt ihn erschauern.
Viele Jahre später wird ihn die Vergangenheit einholen, denn eines Abends erscheint ein Fremder auf der Insel und stellt ihn zur Rede. Malte weicht ihm aus, aber vergeblich. Wird er sein Geheimnis verraten?

Rezension:
Malte ist praktisch pleite, alles was ihm noch verbleibt ist der Ring im Banktresor – der Ring, den er einst als Kind fand. Doch plötzlich taucht ein Fremder auf, der überraschenderweise davon weiß.
Obwohl der ‚Klappentext‘ die ganze Vorgeschichte von Bettina Klusemanns kurzer Story schon erzählt, bietet diese ein überraschendes Ende. Doch auch wenn im Vorwort darauf hingewiesen wird, dass es typisch für Kurzgeschichten wäre, ein offenes Ende zu haben (?), hätte ein ‚richtiges‘ Ende dieser Geschichte noch das gewisse Etwas gegeben. Trotzdem ist die gut zu lesen und bietet eine gute Unterhaltung für eine kurze Pause. Und natürlich erfährt der Leser auch, wieso der kleine Malte damals erschauerte …

Fazit:
Eine interessante kurze Geschichte für zwischendurch, die in kein gängiges Genre passt.

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Das Grauen von Laurendale

Hanna Marten
Das Grauen von Laurendale

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Geister aus Fleisch und Blut

Klappentext:
Laurendale- ein behütetes Städtchen mitten in Amerika?
Wohl kaum! Die 17-jährige Kitty ist alles andere als begeistert, als sie mit ihrem Vater in dieses kleine Nest zieht. Doch die Bewohner verhalten sich ihr gegenüber seltsam, Mitschüler werden sogar handgreiflich und was hat es mit dem mysteriösen Korridor in ihrer neuen Schule auf sich?
Gemeinsam mit dem undurchschaubaren Chris, der selbst ein dunkles Geheimnis hütet, kommt Kitty einem schrecklichen Fluch auf die Spur, der ihr eigenes Leben fordern könnte…

Rezension:
Weil ihr Vater überraschend eine neue Stelle in der Stadtverwaltung Laurendales angenommen hat, muss Kitty mit ihm dorthin ziehen. Aus der Großstadt in ein Provinznest – das passt ihr überhaupt nicht. Die Tatsache, dass viele der Bewohner eigenartig auf die Neuankömmlinge regieren, verbessert ihre Laune auch nicht gerade. Während ihr Vater voll in seinem neuen Job aufzugehen scheint, schöpft Kitty Verdacht, dass hier etwas nicht stimmt – ganz und gar nicht sogar. Und was ist mit Chris, den sie einerseits sympathisch findet, der andererseits aber Teil des Rätsels zu sein scheint?
Hanna Martens Grusel-Kurzgeschichte unterteilt sich in 2 Teile, wovon Teil 1 bereits in der Anthologie „Halloween Tales“ enthalten war. Dort endet die Geschichte allerdings ziemlich abrupt und lässt viele Fragen offen, die erst im 2. Teil aufgelöst werden. (Das vorliegende eBook enthält beide Teile.) Während die Geschichte, wie sie in der Anthologie veröffentlicht wurde, den Leser wegen des sehr offenen Endes etwas ratlos zurückließ, kann sie jetzt mit einem echten Ende überzeugen. Der romantische Part bleibt dabei angenehm dezent, ohne sich in den Vordergrund zu drängen.
Obwohl die Mysterien Laurendales jetzt aufgeklärt sind, kündigte die Autorin für Halloween 2017 einen 3. Teil an.

Fazit:
Freunde Halloween-typischer Mystery-Stories sollten Laurendale einen literarischen Besuch abstatten.

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Tony Ballard #81: Die Falle des Zyklopen

A. F. Morland
Tony Ballard #81: Die Falle des Zyklopen

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Gefahr aus dem Moor

Klappentext:
Tony Ballard ist der Dämonenhasser. Er kämpft gegen die Mächte der Finsternis und begegnet dem Unfassbaren. Vampire, Dämonen, Werwölfe und andere Kreaturen der Schattenwelt sind seine unbarmherzigen Gegner.
Erfolgsautor A. F. Morland schuf diese einzigartige Horror-Serie, die jetzt endlich auch im E-Book vorliegt.

Rezension:
Vor langer Zeit lebte in einem abgelegenen englischen Moor ein Zyklop und brachte Unglück über das nahegelegene Dorf. Doch irgendwann verschwand er. Heute halten die meisten Einwohner die Geschichten nur noch für Märchen. Eine kleine Gruppe bekennt sich jedoch zum Dunkel und betet nachts im Moor den Teufel an. Eines Nachts erhört er sie – und erschafft einen neuen Zyklopen, dem seine Anbeter in Zukunft dienen dürfen. Seine Nahrung sind Menschen, und er stattet seine Diener mit der Fähigkeit aus, körperlos zu töten. Zum Glück verschlägt es den Dämonenjäger Tony Ballerd gerade jetzt in dieses Dorf.
Tony Ballards Abenteuer erschienen ursprünglich als Heftromanreihe, jetzt werden sie in eBook-Form recycelt. Das Niveau (zumindest dieses Bandes) entspricht jedoch dem ‚Groschenheft‘-Image, das man dieser Art von Veröffentlichungen – wie sich hier zeigt – nicht zu unrecht nachsagt. Der Autor Friedrich Tenkrat, der hier unter dem Pseudonym A. F. Morland veröffentlicht, entwirft eine 08/15-Geschichte mit Protagonisten ohne jeglichen Hintergrund. Der Held, der einen Großteil der Geschichte in der Ich-Form erzählt, ist fehler- und makellos. Natürlich kann er jeden noch so starken Gegner besiegen. Das einzig Positive, das man über diese Story berichten kann, ist eigentlich, dass der Autor nicht dem Stereotyp erliegt, die böse Jungfrau (falls sie das noch ist) am Ende zu retten und als Opfer zu präsentieren. Sie bleibt die menschliche Haupt-Böse.
Obwohl die „Tony Ballard“-Serie noch gar nicht so besonders alt ist (Start der Heftroman-Reihe 1982), wirkt sie von den Charakteren und der Handlung her eher, als würde sie den 50er Jahren entstammen.

Fazit:
Im Bereich der Dämonen-Geschichten gibt es erheblich besseren Stoff als diesen lustlosen Heldenepos nach Schema F.

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Wilde Jagd

Kathrin Brückmann
Wilde Jagd

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Ausflug ins Moor

Klappentext:
Der Fund einer Moorleiche rüttelt das beschauliche Füchtorf auf. Als Kai vorschlägt, sich den schaurigen Fund in der Halloween-Nacht anzusehen, kriegt Sara es mit der Angst zu tun. Aber als einziges Mädchen in der Clique muss sie sich beweisen. Kneifen gilt nicht!
Und so machen die fünf sich auf ins nebelverhangene Moor, nicht ahnend, was sie dort erwartet …

Rezension:
Sara lebt erst seit kurzem bei ihrer Tante in einem kleinen Dorf in Norddeutschland. Die einzigen Freunde, die sie bisher finden konnte, sind 4 Jungs. Als Wissenschaftler kurz vor Halloween eine Moorleiche finden, halten Saras Freunde es für einen gelungenen Halloween-Ausflug, nachts heimlich ins Moor zu schleichen, um den noch nicht abtransportierten Fund zu besichtigen. Um nicht als Memme dazustehen, bleibt Sara nichts übrig, als mitzugehen.
Kathrin Brückmanns Kurzgeschichte schafft es auf knappen Raum nicht nur, eine Halloween-typische Gruselstimmung aufzubauen, sondern auch, alle beteiligten Personen ausreichend vorzustellen, was bei anderen Kurzgeschichten leider oft zu kurz kommt. Dies führt dazu, dass man „Wilde Jagd“ als wirklich gelungenen Jugend-Horror bezeichnen kann. Auch wenn im Anhang darauf hingewiesen wird, dass diese Story eigentlich ‚nur‘ eine ausgekoppelte Nebenhandlung eines umfangreicheren Werkes ist, kann man sie ohne Einschränkungen für sich alleine lesen, ohne etwas zu vermissen.

Fazit:
Eine gelungene Horror-Kurzgeschichte, die man nicht nur am 31. Oktober genießen kann.

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Das Gold der Dämonen

Cedric Balmore
Das Gold der Dämonen

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Der Dämon und seine Diener

Klappentext:
Kisten voller Gold, versteckt in einer Höhle auf einer kleinen Insel in der Karibik, die nur darauf warten, geborgen zu werden. Die Aussicht auf unermesslichen Reichtum lässt 3 Männer und 2 Frauen schon vor der Ankunft auf der Insel Mordpläne schmieden, um möglichst wenig von dem Gold abgeben zu müssen. Vor allem John Proone trägt sich mit dem Gedanken, den Schatz ganz alleine zu bergen. Glühende Augen, die nachts von der Insel übers Meer blicken, sollten den Abenteurern Warnung genug sein, dass ihr Vorhaben schwierig sein würde. Als sie den Schatz schließlich finden, müssen sie feststellen, dass dieser von einem Dämon bewacht wird, der nicht bereit ist, das Gold mit den Eindringlingen zu teilen. Wenn nötig, schickt er die Toten zurück ins Leben, um sich das Gold der Dämonen von Proone zurückzuholen …
In den 70er-Jahren belebte eine neue Generation von phantastischer Literatur das in Deutschland recht angestaubte Genre, die der Heftromane. Eine Vielzahl von Reihen und Serien bot jedem Geschmack die passenden Geschichten. Das Format des E-Books macht es nun möglich, die Kleinode deutscher Pulp-Fiction ins digitale Zeitalter hinüberzuretten und einer neuen Generation von Lesern zugänglich zu machen.

Rezension:
Das alte Tagebuch eines spanischen Schiffsoffiziers berichtet von einem unermesslichen Schatz, der auf einer kleinen Karibikinsel versteckt ist. 5 recht unterschiedliche Abenteurer machen sich auf den Weg, diesen zu heben. Doch schon bevor sie ankommen, überlegen alle, wie sich dieser Personenkreis verkleinern lässt. Überleben wird nur derjenige, der den anderen zuvorkommt. Doch bald zeigt sich, dass die ‚Kameraden‘ nicht die größte Gefahr darstellen.
Cedric Balmores „Das Gold der Dämonen“ beginnt als Abenteuer-Krimi, biegt dann jedoch bald ins Fantasy- und besonders ins Horror-Genre ab. Stilistisch ähnelt es ‚Groschenromanen‘. Dabei wird jedoch nicht eindeutig erkennbar, ob es lediglich im Stil der 70er-Jahre-Heftromane verfasst wurde oder die relativ kurze Geschichte wirklich einem solchen entstammt und hier nur eine eBook-Zweitverwerdung findet. Obwohl der Klappentext schon viel vom Inhalt vorwegnimmt, bleibt die Handlung im Detail interessant, da sich der Leser natürlich fragt, wer – wenn überhaupt – überlebt, und ob es jemanden gelingt, den Dämon auszutricksen und den Schatz zumindest teilweise an sich zu bringen.

Fazit:
Ein Horror-Abenteuer-Krimi vor exotischer Kulisse für die leichte Unterhaltung zwischendurch.

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Schattenfeuer

Burkhard P. Bierschenck (Herausgeber), Petra Mattfeldt (Herausgeber)
Schattenfeuer

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Der DrachenStern-Fantastik-Preis

Klappentext:
Unwegsame Landschaften und seltsame Wesen. Rätselhafte Aufgaben und geheimnisvolle Begegnungen. Magie und Mutproben.
Ob die griechischen Versepen, die isländischen Sagas oder das Nibelungenlied – seit jeher beschäftigt sich Literatur mit abenteuerlichen und fantastischen Stoffen. Als im 20. Jahrhundert das Genre Fantasy entstand, erhielten diese alten Motive und Erzählstrukturen ein neues Gewand. Auch heute ist die Faszination für fantastische Geschichten ungebrochen und die Vielfalt der Fantasy-Stories beeindruckend, wie die vorliegende Anthologie beweist: Die hier veröffentlichten Texte haben es auf die Shortlist eines Kurzgeschichten-Wettbewerbs geschafft und zeugen von der Originalität und der Qualität zeitgenössischer Fantasy-Autoren.
„Schattenfeuer“ – die besten Fantasy-Kurzgeschichten von heute! In einer Anthologie zusammengefasst von Petra Mattfeldt und Burkhard P. Bierschenck.

Rezension:
Enthaltene Geschichten:
„Wenn der Mond im Blut erwacht“ – Wilfried Abels
„Auf die Größe kommt es an“ – Ulrich Borchers
„Die Auslöschung des Ghouls“ – Jens-Philipp Gründler
„Schwarzfeuer“ – Anke Höhl-Kayser
„Die Geburt des neuen Zeitalters“ – Jasper John
„Die Smooths“ – Simon Käßheimer
„Hoppla, eine Seele“ – Dana Lione
„Ignis“ – Valerie Loe
„Der Tempel auf der Teufelsley“ – Lyakon
„Böser Zwilling“ – Dörte Müller
„Nebelflammen“ – Patricia Rieger
„Das ewige Bernsteinfeuer“ – Barbara A. Roperts (Siegertitel des Wettbewerbs)
„Bauernopfer“ – Markus Sapel
„Warum Magier keine Familie haben“ – Boris Schneider
„Das Weibsstück“ – Angela Stoll
„Magie der alten Zeit“ – Claudia Timpen
„Merlin“ – Markus Veith
„Planet der Schmetterlinge“ – Alexander Weiz
Bereits 2015 lobte der DrachenStern Verlag den DrachenStern-Fantastik-Preis in den Kategorien Fantasy uns SciFi aus. Diese Anthologie beinhaltet alle 18 Beiträge, die es auf die Shortlist der Fantasy-Kategorie geschafft haben. Wie zu erwarten fällt die Bandbreite dabei natürlich enorm aus und reicht von märchenhaften Geschichten wie „Planet der Schmetterlinge“ über Urban Fantasy wie „Der Tempel auf der Teufelsley“ oder „Böser Zwilling“, humoristisch angelegte Geschichten wie „Warum Magier keine Familie haben“ und Jugend-Fantasy klassischen Stils wie „Auf die Größe kommt es an“ bis hin zu eher ‚abgehobenen‘ Beiträgen wie „Merlin“.
Was einem davon mehr oder weniger gefällt, hängt natürlich nicht zuletzt vom persönlichen Geschmack ab. Mir war „Merlin“ über eine Person, die rückwärts durch die Zeit lebt, beispielsweise zu surreal und „Bauernopfer“ schlichtweg unverständlich. Da fehlt jede für mich erkennbare Auflösung. Sehr gut gefiel mir dagegen „Der Tempel auf der Teufelsley“, wo der Autor eine lokale Sage als Grundlage seiner Geschichte nutzt. Mein Favorit ist zweifelslos „Auf die Größe kommt es an“. Hier leben die Menschen in Wolkenstätten, in denen jeweils entweder nur Jungen oder nur Mädchen geboren werden. Im Alter von 15 Jahren werden per Losentscheid diejenigen ausgewählt, die sich auf die lebensgefährliche Reise zu einer der anderen Städte machen müssen, um so den Erhalt der Menschheit zu sichern. Doch in der riesigen Ebene zwischen den Städten leben kaum besiegbare Drachen, die die jungen Menschen als willkommene Zwischenmahlzeit ansehen. So schaffen es jeweils nur wenige der Ausgesandten, eine der anderen Städte zu erreichen. Der Held dieser Kurzgeschichte wählt für seine Reise jedoch keine der klassischen Waffen. Stattdessen nimmt er seinen Kuscheldrachen mit.
In dieser Auswahl dürfte wohl für jeden Fantasy-Fan etwas dabei sein.

Fazit:
In dieser Anthologie wird wohl jeder Fan von Fantasy-Kurzgeschichten etwas für ihn passendes finden.

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Schergen der Verzweiflung (Lady Twilight 1)

Christian Kathan
Schergen der Verzweiflung (Lady Twilight 1)

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Visionen vom Traummann

Klappentext:
Cassandra Shade verliert unter seltsamen Umständen ihren Job und beunruhigende Visionen plagen sie fortan. Ihre Begegnungen mit geheimnisvollen Kräften und einem attraktiven Mann leiten eine Serie von Ereignissen ein, die Cassandra mit den mysteriösen »Schergen der Verzweiflung« konfrontiert. So kommt sie in Kontakt mit ihrem eigenen magischen Erbe, das sie in einen turbulenten Strudel aus knisternder Erotik, dämonischen Kräften und uralter Hexenmagie zieht.
Dies ist der erste Roman der neuen Mystery-Serie »Lady Twilight«, in der die Leser*innen an den Erlebnissen der Zwielicht-Hexe Cassandra Shade teilhaben. In »Schergen der Verzweiflung« präsentiert der Autor Christian Kathan erstmals Paranormal Romance in Serie und nimmt die Leser*innen mit auf eine hexenhaft abenteuerliche und mysteriös magische Reise.

Rezension:
Cassandra wird völlig überraschend aus fadenscheinigen Gründen gefeuert. Danach kann der Rest des Tages eigentlich nur besser werden – sollte man zumindest denken. Stattdessen bekommt sie auf dem Heimweg merkwürdige Visionen und weiß bald nicht mehr, was Traum und was Realität ist. Corey bekommt während des Trainings Besuch von einer ihm unbekannten Nonne, die eigenartige Andeutungen macht. Soll er ihrer Warnung Glauben schenken? Andrew erlitt vor kurzem einen totalen Gedächtnisverlust. Ist er wirklich ein schwer reicher Industrieller? Irgendwie fühlt sich das für ihn falsch an, doch alle scheinen ihn zu kennen. Und offenbar verfügt er über ein paar sehr bemerkenswerte ‚Geschäftsbeziehungen‘.
Schon dieser kurze Einblick in die Handlung der „Schergen der Verzweiflung“ mag durchaus etwas verwirren. Dabei sind das noch lange nicht alle Charaktere, die der Leser zuerst schwer einordnen kann. Um es vorwegzunehmen: Die meisten Rätsel werden dem Leser auch bis zum Ende dieses Buches nicht beantwortet, ist es doch ‚nur‘ der Auftaktband der neuen „Lady Twilight“-Reihe – in deren weiterem Verlauf die Auflösung der Zusammenhänge (hoffentlich) zu erwarten ist. Christian Kathan entwirft in seiner Paranormal Romance ein äußerst komplexes Handlungsgeflecht. Am Ende dieses 1. Bandes fängt der Leser gerade erst an, ein paar grundlegende Zusammenhänge zu erahnen. Genau wie die Hauptpersonen der Geschichte wird er in eine magische Welt hineingeworfen.
Auch wenn der Fantasy-Anteil (zumindest bisher) überwiegt, spielt auch die Romance keine kleine Rolle. Ob die expliziten Sexszenen, die wenig Zusammenhang zur eigentlichen Handlung erkennen lassen, nötig sind, mag Geschmackssache sein. Wen diese stören, kann sie jedenfalls bedenkenlos überblättern, ohne dabei für den Plot wichtige Informationen zu versäumen.
Trotz dieser kleinen Einschränkung macht diese Geschichte Lust auf ihre Fortsetzungen, scheint die Story doch durchaus neue Elemente abseits der im Fantasy-Genre schon oft ausgetretenen Pfade einzuführen.

Fazit:
Der Start in diese neue Fantasy- (und Romance-)Reihe bietet durchaus Potential für den weiteren Verlauf.

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