Die verhexten Zombiekarnickel

Lucy Moregan
Die verhexten Zombiekarnickel

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Gefahr aus dem 12. Jahrhundert

Klappentext:
Die schottische Hebrideninsel Islay erscheint den beiden Verliebten Lily und Ethan zunächst wie das Paradies. Doch schon bald verwandelt sich ihr Aufenthalt zu einem Albtraum. Lilys immer häufiger werdende Visionen und warnende Spukerscheinungen verheißen nichts Gutes. Die Vergangenheit lässt sie nicht ruhen. Bald schon sehen sie sich einer mächtigen, unsterblichen Hexe und einer Horde hungriger Zombies gegenüber. Wird es ihnen gelingen, gegen die dunklen Mächte anzukommen?

Rezension:
Seit ihren Abenteuern im vergangen Jahr sind Lily und Ethan ein Paar. Umso mehr enttäuscht reagiert Lily, als Ethan ihr wenige Wochen vor den Sommerferien offenbart, diese bei seinem Onkel auf der Insel Islay verbringen zu wollen, wo er einen Ferienjob angenommen hat. Doch dann findet sich eine überraschend einfache Lösung: Sie kann in der Destillerie des Onkels auch einen Ferienjob bekommen. Schon während der Anreise bekommen sie es jedoch wieder mit Geistern zu tun. Und auf Islay gehen anscheinend nicht nur Geister, sondern auch noch Zombies um. Zur Krönung von allem sind es nicht nur untote Menschen, mit denen sich Lily herumschlagen muss.
Bereits am Ende des vorhergehenden Bandes „Einfach zauberhaft“ deutet Lucy Moregan an, dass Lily mit dem Erwachen ihrer Hexenkräfte auch Visionen bekommt. In einer solchen erlebt Lily unerwartet eine mittelalterliche Beerdigung mit, womit die Autorin gleich zu Beginn des Buches einen Bezug zur kommenden – oder auch lange vergangenen – Handlung herstellt. Wie schon in Band 1 erstreckt sich die Handlung auch diesmal wieder über 3 Zeitebenen, deren Verquickung sich erst nach und nach offenbart. Beim Verstehen der Zusammenhänge ist der Leser Lily und Ethan immer ein paar Schritte voraus. Auf diese Weise erreicht die Autorin, dass die Handlung stets spannend bleibt. Am Ende des Buches werden wieder Gegebenheiten eingestreut, die die Keimzelle einer weiteren Fortsetzung darstellen könnten.
Geschickt sind tatsächliche historische Zusammenhänge und Aberglauben vergangener Jahrhunderte in die fiktive Handlung eingewoben. Verbunden mit der Tatsache, dass die in der Vergangenheit spielenden Handlungsstränge einen deutlich größeren Teil des Buches als beim Vorgänger einnehmen, stellt das einen zusätzlichen Reiz dieser jugendlichen Geister-Fantasy dar.

Fazit:
Wem schon Band 1 gefiel, dem wird auch dieses Buch zu gefallen wissen.

Taschenbuch
eBook

Das Erbe der Macht – 4 – Feuerblut

Andreas Suchanek
Das Erbe der Macht – 4 – Feuerblut

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Ein Kent statt eines Engels

Klappentext:
Endlich kann Jen den Folianten lesbar machen und erfährt den Inhalt von Joshuas Prophezeiung. Geschockt realisieren die Freunde, dass der Wall in größerer Gefahr schwebt, als bisher gedacht. Ein Rennen gegen die Zeit beginnt.
Unterdessen stellt Leonardo ein Team zusammen, das die Identität der Schattenfrau aufdecken soll. Die erste Spur führt zu den Ashwells – und für Clara zu einer Konfrontation mit ihrer Vergangenheit.

Rezension:
Jen und Alex müssen ein wichtiges Artefakt finden, doch leider stellt sich heraus, dass die Schattenkrieger die Spur auch schon aufgenommen haben. Währenddessen suchen Clara, Chris und Chloe nach Hinweisen zur Identität der Schattenfrau. Da die Bibliothek des Castillos weitestgehend zerstört ist, suchen sie dazu das herrschaftliche Anwesen von Claras Familie auf, wo sie nicht allzu erfreut empfangen werden.
Schon geht „Das Erbe der Macht“ in die 4. Runde. Auch wenn es diesmal nicht ganz so hoch wie im letzten Teil hergeht, bleibt es in beiden Handlungssträngen spannend. Der Autor Andreas Suchanek bleibt sich weiterhin treu, indem er mindestens so viele neue Rätsel eröffnet, wie in diesem Band alte geklärt werden – wobei die Betonung auf „mindestens“ liegt. Der Stil dieser Reihe lässt wohl keinen ihrer Leser so schnell wieder los. Zumindest teilweise mag dies auch darin begründet liegen, dass praktisch alle Charaktere einen ausgeprägten Hintergrund vorzuweisen haben, auch wenn diese Hintergründe erst nach und nach enthüllt werden. Auf diese Weise lernt der Leser die handelnden Personen von Band zu Band immer besser kennen, was ihn zusätzlich zu den noch zu klärenden Rätseln regelrecht zum Weiterlesen zwingt.

Fazit:
„Feuerblut“ kann das Niveau seiner Vorgänger aufrechterhalten. Diese Urban-Fantasy-Reihe weist ein ausgeprägtes Suchtpotential auf.

eBook

Die Roamer-Chroniken – III – Wünsch dir was

David Blaschke
Die Roamer-Chroniken – III – Wünsch dir was

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

 

Europäische Probleme

Klappentext:
Tom stinkt´s – und das gewaltig. Erst läuft ein Spezialauftrag im Untergrund von London so gar nicht nach seinen Vorstellungen. Und dann steht da plötzlich noch dieser Mann vor seiner Tür, der einen ganz markanten Geruch an sich hat. Welches besondere Problem trägt der ungebetene Besucher mit sich herum? Und was hat das mit den uralten Wesen zu tun, die im Hintergrund ihre eigenen Interessen verfolgen?
Höchste Zeit also, dass ein Roamer wieder einmal Licht ins Dunkel bringt – und einige Bösewichte an die frische Luft setzt. Nur macht es die ganze Sache nicht einfacher, dass die Menschen inzwischen auch die Nase voll haben von ihren finsteren Zeitgenossen.

Rezension:
Ein ‚Problem‘ führt Tom nach London. Auch wenn er es lösen kann, kommt er diesmal nicht ungeschoren davon. Doch statt danach in Ruhe genesen zu können, steht unerwartet ein ihm unbekannter Mann vor der Tür. Schließlich gelingt es diesem, Tom zu überzeugen, ihn nach Paris zu begleiten, denn dort wird dringend ein Roamer gebraucht. Um diesen Auftrag zu meistern, muss Tom schließlich sogar einen Abstecher nach Hannover unternehmen.
Die Kurzgeschichten der Reihe „Die Roamer-Chroniken“ fallen von Teil zu Teil etwas länger aus. Trotzdem kann (und muss) man auch diese 3. Folge noch mit gutem Gewissen als Kurzgeschichte bezeichnen. Auch wenn es diesmal keine so überraschende Wendung wir bei den bisherigen Teilen gibt, ist die Handlung auch hier wieder interessant und wird nie langweilig. Allerdings kann man sich als Leser durchaus wundern, welche Maßstäbe der Held Tom jeweils anlegt. Verkehrte er in „Alter Dämon Langeweile“ noch beinahe freundschaftlich mit einem Wesen, welches zuvor ein ganzes Dorf entvölkert hatte, geht er hier unnachgiebig gegen Geschöpfe vor, die kein einziges Leben ausgelöscht haben.

Fazit:
Nach dem 3. Teil der „Roamer-Chroniken“ wünscht man sich baldmöglichst den 4. herbei.

eBook

Die Roamer-Chroniken – II – Alter Dämon Langeweile

David Blaschke
Die Roamer-Chroniken – II – Alter Dämon Langeweile

 

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Rotkäppchen und der böse Werwolf

Klappentext:
Nach einem lukrativen Auftrag versucht Tom etwas Ruhe zu finden. Das Auftauchen eines alten Bekannten macht ihm aber einen Strich durch die Rechnung. Denn schlimmer geht immer…

Rezension:
Auf einer Waldlichtung sitzt ein weinendes Mädchen. Da kann ein Werwolf natürlich nicht widerstehen. Zu spät erkennt er Toms Falls. Doch lange kann dieser sich nicht auf diesem Erfolg ausruhen, ist doch ein alter Bekannter, Dämon seines Zeichens, wieder aufgetaucht und hat ein ganzes Dorf entvölkert.
Nach „Per Anhalter durch die Nacht“, dem 1. Band der Roamer-Chroniken, weiß der Leser natürlich, dass es Tom ist, um den sich die Handlung dreht. Auch in dieser Kurzgeschichte bekommt er es wieder mit bösartigen Wesen zu tun, mit denen verglichen die Vampirin, die er als Anhalterin mitnahm, schon als geradezu harmlos bezeichnet werden kann. Trotzdem schafft es der Autor auch hier wieder, den Leser mit dem Ende zu überraschen.
Wie bereits der Vorgänger ist auch diese Geschichte wieder sehr interessant geschrieben. Diese Reihe würde durchaus das Potential bergen, um auch in Romanlänge gefallen zu können. Leider beschränkt sich David Blaschke bisher auf Kurzgeschichten, auch wenn diese schon deutlich länger als die Nummer 1 ausfällt.

Fazit:
Eine überzeugende Fortsetzung dieser Urban-Fantasy-Reihe, die Lust auf mehr macht.

eBook

Die Roamer-Chroniken – I – Per Anhalter durch die Nacht

David Blaschke
Die Roamer-Chroniken – I – Per Anhalter durch die Nacht

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Die Anhalterin und der Freiberufler

Klappentext:
Nach einer langen Nacht will Maggie nur noch nach Hause. Als ein Fremder ihr anbietet sie mitzunehmen, willigt sie ein. Die Atmosphäre im Wagen ist gespannt. Spielen beide mit offenen Karten?

Rezension:
Maggie steht – für die Jahreszeit viel zu spärlich bekleidet – mitten im Nirgendwo am Straßenrand. Ein vorbeikommender Autofahrer nimmt sie mit. Tom stellt sich ihr als ‚freiberuflicher Entsorger‘ vor, sie möchte ihn überreden, im nächsten Ort einen mit ihr zu trinken – eventuell auch mehr. Wer von beiden hat wohl etwas zu verbergen? Und was genau ‚entsorgt‘ Tom?
Was wie die Geschichte einer Prostituierten auf Männerfang beginnt, entpuppt sich schließlich als etwas ganz anderes: eine Urban Fantasy. David Blaschke baut die Story so gekonnt auf, dass man sich schon bald fragt, ob es sich wirklich – wie angekündigt – um eine Fantasy-Geschichte handelt oder man sich nur vergriffen hat. Genaueres soll hier natürlich nicht verraten werden, denn genau das ist die Auflösung dieser Kurzgeschichte, die den Beginn einer ganzen Reihe darstellt, deren Fortsetzungen zwar immer noch Kurzgeschichten aber doch deutlich länger als diese Einführungsgeschichte sind. Wenn man die anfängliche Verwirrung überwunden hat, macht diese Geschichte definitiv Lust auf mehr.

Fazit:
Dieser Start einer Kurzgenschichtenreihe bietet eine wirklich überraschende Wendung.

eBook

Legende von Magus Academus: Die Säulen der Einheit

Adreano Castelano
Legende von Magus Academus: Die Säulen der Einheit

St,rSt,rSt,rSt,bSt,b

Eine verkappte Harry-Potter-FanFiction

Klappentext:
Ulf ist ein 13-jähriger Jungmagier, der glaubt nur ein einfacher Schüler zu sein, als er mit seiner Ausbildung in Magus Academus beginnt. Doch schon bei seiner Ankunft an der Akademie für Magie kommt es zu einer rätselhaften Begebenheit. Sehr bald findet er heraus, dass seine Abstammung von Ammar Aramis, einem der Gründer der Akademie, mit mehr verbunden ist, als sich der Junge bisher gedacht hatte. Denn ein mysteriöser Zirkel, der sich Schwarze Bruderschaf nennt, ist hinter ihm und seinen Freunden her und so wird Ulfs erstes Jahr an der Schule zu einem Überlebenskampf, bei dem er tiefer in die Magie eindringt, als je ein Magier zuvor.

Rezension:
Ulf ist 13 und kann endlich die magische Schule Magus Academus besuchen. Doch bei der Auswahl kommt er in einen ganz anderen Zirkel, als er erwartet. Trotzdem findet er Freunde in allen Zirkeln – und schon bald fällt ihnen eine schwere Aufgabe zu.
Schon die Kurzbeschreibung erinnert natürlich jeden Harry-Potter-Fan an Hogwarts. Bereits nach wenigen Seiten wird dann offensichtlich, dass es sich bei der „Legende von Magus Academus“ im Prinzip um nichts anderes als eine Next-Generation-FanFiction aus dem HP-Universum handelt, bei der lediglich alles von den Namen der Charaktere über den der Schule bis hin zu diversen anderen Sachen nur abgeändert wurden, um es als ‚eigenständiges‘ Buch anbieten zu können. Jeder, der sich in der HP-Welt auskennt, wird Ulf sofort als Albus Potter erkennen. Sein Vater Sven, der zu seiner eigenen Schulzeit gemeinsam mit seinen Freunden das Chaosquintett besiegte, ist natürlich Harry. ‚Zufällig‘ hat Ulf auch eine gleichaltrige Cousine, deren Eltern die besten Schulfreunde seines Vaters waren. Statt in 4 Häuser werden die neuen Schüler auf Magus Academus in 4 (nach den Gründern der Schule benannte) Zirkel eingeteilt – von denen sich 2 aus Tradition hassen. Mehr Ähnlichkeit geht wohl kaum. Die größte Änderung zum Original besteht wohl darin, dass Scorpius’ Rolle hier von einem Mädchen wahrgenommen wird.
Wenn sich der Leser alle diese Änderungen in den ‚Originalzustand‘ zurückdenkt, hat er eine typische Next-Generation-FanFiction vor sich, die vom Niveau her durchaus zu den besseren gezählt werden kann. Zumindest erscheint die Handlung deutlich logischer als das „Verfluchte Kind“, dessen Plot immerhin von JKR persönlich abgesegnet wurde.

Fazit:
Die „Legende von Magus Academus“ stellt lediglich eine Harry-Potter-FanFiction dar, bei der Namen und Gegebenheiten abgeändert wurden.

Taschenbuch
eBook

Plätzchen und Dämonen

Maxi Forteller
Plätzchen und Dämonen: Lex Falkners Abenteuer

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Abenteuer im Abwasserkanal

Klappentext:
Kurz vor Heiligabend bedroht ein Dämon den Weihnachtsmarkt. Lex muss sich sputen, um eine Katastrophe zu vermeiden. In all dem vorweihnachtlichen Trubel ist er auf Hilfe angewiesen. Wie ein Engel erscheint ihm daher seine schon seit langem heimlich begehrte Freundin Marie.
Erlaubt sich Lex zu Weihnachten ein bisschen mehr Gefühl, oder bleibt er der einsame Magier?
Eine weihnachtliche Kurzgeschichte.

Rezension:
Lex Falkner gebt (irgendeiner) Tätigkeit an der Universität nach, als er dank seiner speziellen Fähigkeiten plötzlich merkt, dass sich ein Dämon in der Innenstadt herumtreibt. Natürlich macht er sich sofort auf den Weg. Schließlich findet er den Dämon im Abwasserkanal und kann ihn mit letzter Kraft aus unserer Welt entfernen. Doch wie konnte er diese überhaupt betreten?
Beim Lesen dieser ‚weihnachtlichen‘ Kurzgeschichte beschleicht dem Leser das Gefühl, er müsse den Helden der Geschichte, Lex Falkner, schon kennen. Bei einer genaueren Suche stellt sich auch heraus, dass es über ihn schon umfangreichere Bücher gibt. Deren Kenntnis wären wahrscheinlich auch nötig, um die Zusammenhänge dieser Kurzgeschichte in vollem Maße zu verstehen. Ohne erscheint diese leider etwas ‚unvollständig‘.
Doch auch wenn man diese Unkenntnis außer Acht lässt, erscheint die Bezeichnung „weihnachtliche Kurzgeschichte“ etwas konstruiert, wirkt die zeitliche Nähe der Ereignisse zum Weihnachtsfest doch rein zufällig. Bis auf die Tatsache, dass der Held auf diese Weise die Gelegenheit bekommt, zusammen mit der Frau, die er anscheinend schon länger heimlich liebt, Plätzchen zu backen.

Fazit:
Eine Urban-Fantasy-Kurzgeschichte, die nur für Kenner der Lex-Falkner-Bücher interessant sein dürfte.

eBook

Die Monsterjäger – 1 – Der Vampir Arvato

Andrea Appelfelder
Die Monsterjäger – 1 – Der Vampir Arvato

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Die Vampire des Vatikans

Klappentext:
Angel und seine Blutgarde führen ihr Gewerbe, das Töten von Monstern, schon seit Jahrhunderten aus. Sie sind ungeschlagene Vampire und können alles töten, doch dann lüftet sich ein uraltes Geheimnis, direkt aus den Mauern des Vatikan. Der erste Band der Monsterjäger.

Rezension:
Der Vampir Angel arbeitet mit mehreren Artgenossen für den Vatikan. Die Hauptaufgabe dieser Spezialeinheit besteht darin, Monster auszuschalten, wozu durchaus auch andere Vampire gehören, wenn sie auf Menschenjagd gehen. Während sie ‚ihre Kunden‘ jedoch normalerweise suchen müssen, kommt diesmal ein Werwolfrudel zu ihnen. Es überfällt den Vatikan und tötet wahllos die Menschen.
Die Idee ist nicht schlecht, weicht sie doch etwas vom üblichen Muster ab. Während die Handlung jedoch durchaus interessant ist, mangelt es der Umsetzung an diversen Details. So lässt der Erzählstil über weite Strecken keine wirkliche Spannung aufkommen. Speziell im vorderen Teil werden die Geschichte der Vampire im Vatikan und die einzelnen Personen über längere Abschnitte hinweg in einem sehr trockenen Stil vorgestellt. Ein wirklicher Lesefluss kommt erst im letzten Teil des Buches auf. Irritierend ist auch, dass Angel und andere Vampire immer wieder als Jungen oder junge Männer bezeichnet werden, obwohl der Leser weiß, dass sie bereits Jahrhunderte existieren. So kommt trotz der nicht uninteressanten Geschichte kaum der Wunsch auf, die Fortsetzungen zu lesen.

Fazit:
Eine interessante Story-Idee, die leider etwas an der schwachen Umsetzung kränkelt.

eBook

Das Erbe der Macht – 3 – Wechselbalg

Andreas Suchanek
Das Erbe der Macht – 3 – Wechselbalg

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Das Rätsel des alten Castillos

Klappentext:
Der Wechselbalg schlug unbarmherzig zu und tötete einen der Lichtkämpfer. Das Castillo wird hermetisch abgeriegelt, die Jagd beginnt. Doch wer ist der Verräter – und was ist sein Plan? Als Johanna endlich begreift, was die Schattenfrau vorhat, scheint es bereits zu spät. Kann die gnadenlose Feindin noch aufgehalten werden?
Unterdessen finden sich Alex und Jen an einem unbekannten Ort wieder. Weit entfernt von ihren Freunden machen sie eine unglaubliche Entdeckung.

Rezension:
Nach dem Mord am Ende des letzten Bandes hat Johanna das Castillo hermetisch abgeriegelt. Mit allen Mitteln wird versucht, den Mörder aufzuspüren. Dass es sich dabei um einen Wechselbalg handelt, ahnen die Bewohner – im Gegensatz zum Leser – noch nicht. Wird es ihnen gelingen, ihn zu stoppen, bevor es zu einem weiteren Mord kommt, und das Original, das durch den Wechselbalg ersetzt wurde, zu retten? Und wie geht es mit Alex und Jen weiter, die immer noch nicht wissen, wo sie eigentlich sind?
Mangelnde Spannung kann man Andreas Suchanek definitiv nicht vorwerfen, zieht er diese im neuen Band seiner „Das Erbe der Macht“-Reihe doch nochmals kräftig an. Und das dürfte sich auch weiterhin kaum ändern, bleiben die Motive der ‚Schattenfrau‘ doch auch am Ende dieses Bandes weiter im Unklaren. Hinzu kommt schon wieder ein neues Rätsel um die Entdeckung, welche Alex und Jen bei ihrem unfreiwilligen Ausflug machen. Der Meister der Dauerspannung läuft in seiner neuesten Reihe zu neuen Höchstformen auf. Am Ende gibt es wohl keinen Leser, der den nächsten Band nicht schnellstmöglich herbeisehnt. Neben dem erwähnten Spannungsniveau trägt dazu natürlich auch der bekannt angenehme Schreibstil des Autors bei, der es schafft, etwa im Monatsabstand neue Folgen zu derzeit gleich 3 Reihen unterschiedlicher Genres zu präsentieren.

Fazit:
Für alle Fans von Urban Fantasy und Spannung verdient diese Reihe eine unbedingte Empfehlung!

eBook
Band 1 bis 3 zusammen als Hardcover

Finn und der Kristall der Zeit

Martina Konrad
Finn und der Kristall der Zeit

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Wer ist Finn?

Klappentext:
Im Jahre 1916 wird ein Baby auf den Stufen einer kleinen Kirche ausgesetzt. Finn, wie der kleine Junge genannt wird, wächst im Waisenhaus auf und ist dort – dank der liebevollen Fürsorge der Waisenhausleiterin – recht glücklich.
Eines Tages, als er knapp zehn Jahre als ist, kommt ein Ehepaar in das Waisenhaus und beschließt, den Jungen zu adoptieren. Natürlich freut sich Finn, weil er endlich seine eigenen Eltern bekommen soll – aber ist das Paar wirklich das, was es zu sein vorgibt?
„Finn und der Kristall der Zeit“ ist eine spannende und phantasievolle Geschichte für junge und jung gebliebene Leser.

Rezension:
1925 in einer Kleinstadt irgendwo in Deutschland. Der 9-jährige Finn lebt in einem Waisenhaus, seit er als wenige Wochen altes Baby auf den Stufen einer Kirche gefunden wurde. Weil er in der Schule sehr gut ist, will die Leiterin des Waisenhauses sogar versuchen, die finanziellen Mittel zu beschaffen, um ihn auf eine höhere Schule schicken zu können. Doch dann kommt es plötzlich anders. Ein offensichtlich sehr wohlhabendes Ehepaar taucht auf, um eines der Kinder zu adoptieren. Unter den neidischen Blicken aller Mitbewohner fällt die Wahl auf Finn. Als der jedoch kurz darauf ein Gespräch seiner neuen Eltern belauscht, stellt sich heraus, dass diese mit der Adoption offenbar ganz andere Ziele verfolgen, als einen Sohn zu bekommen.
Was als das Abenteuer eines Jungen in den 1920er Jahren beginnt, nimmt schnell dramatische Wendungen, die schließlich in eine ausgewachsene Fantasy-Story münden. Natürlich erfährt Finn im Laufe der Handlung seine wahre Herkunft – und damit eine riesengroße Überraschung, mit der er nie im Leben gerechnet hätte. Martina Konrad lässt den Leser zusammen mit der Hauptfigur immer tiefer in die Rätsel um Finn eintauchen. Dass es sich dabei um eine Fantasy-Geschichte handelt, wird erst relativ spät offensichtlich.
Die Autorin erzählt ihre Geschichte in einem sehr angenehmen Stil, der den Leser schnell gefangen nimmt und dann nicht wieder loslässt. Etwas unglücklich ist lediglich die Altersangabe für Finn und seine gleichaltrigen Freunde. Die Gespräche und Empfindungen wirken für 9-Jährige einfach zu erwachsen. In dieser Hinsicht wäre es sicher besser gewesen, Finn als 11- oder 12-Jährigen zu definieren. Die Geschichte hätte damit genauso gut funktioniert. Auch für das Ende könnte man sich eine bessere Idee wünschen. Bei einer Geschichte, die so gut durchdacht ist und jeden Logikfehler gekonnt vermeidet, hätte dieses etwas einfallsreicher ausfallen können.
Trotzdem ist „Finn und der Kristall der Zeit“ für Freunde von Fantasy im frühen 20. Jahrhundert, die sich nicht an jungen Helden stören, eine unbedingte Leseempfehlung wert.

Fazit:
Diese Zeitreise-Fantasy mit jungen Protagonisten kann auch erwachsenen Lesern empfohlen werden.

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